Historische Ereignisse am Donnerstag, 10. April
77 bedeutende Ereignisse fanden am Donnerstag, 10. April statt — von 847 bis 2019. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Der 10. April markiert in der Wissenschaftsgeschichte einen bedeutsamen Durchbruch. Im Jahr 2019 gelang es dem Projekt Event Horizon Telescope erstmals, ein direktes Bild der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs zu erstellen. Das Ziel dieser internationalen Kollaboration bestand darin, das supermassive Schwarze Loch Messier 87 sichtbar zu machen. Die gewonnenen Daten revolutionierten das Verständnis dieser kosmischen Objekte und bestätigten zentrale Vorhersagen der Relativitätstheorie Einsteins. Dieses fotografische Abbild zeigte erstmals die unmittelbare Umgebung eines Schwarzen Lochs und machte eines der größten Mysterien des Universums greifbar.
Ebenfalls am 10. April ereignete sich 1970 ein kultureller Wendepunkt in der Popmusikgeschichte. Paul McCartney kündigte über vorab verteilte Exemplare seines Debütalbums McCartney seine Trennung von den Beatles an. Diese Mitteilung schockierte die Musikwelt und signalisierte das endgültige Ende einer Ära, die Jahrzehnte später noch Auswirkungen auf die Populärkultur haben sollte. Die vier Musiker gingen fortan separate Wege und schufen als Solokünstler neue Werke von beachtlichem künstlerischem Wert.
An diesem Tag im April liegen die Temperaturen in einem angenehmen Bereich, während die Sonne zunehmend wärmer wird. Der Mond befindet sich in der abnehmenden Phase und der Sternenhimmel zeigt das Sternbild des Widders. Das Wetter präsentiert sich überwiegend freundlich mit zeitweisen Wolkenaufzügen. DayAtlas bietet Nutzern detaillierte Informationen zu Wetterbedingungen, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbedaten für jeden beliebigen Tag und Ort.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 2. April.
10.04.2019
Dem Projekt Event Horizon Telescope gelingt es erstmals, ein direktes Bild der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs (Messier 87) zu erstellen.
Das Event Horizon Telescope ist ein Verbund von Radioteleskopen, um mittels Very Long Baseline Interferometry (VLBI) weit entfernte Schwarze Löcher zu untersuchen. Radioteleskope auf der ganzen Welt nehmen dafür Signale auf, die durch die Schwarzen Löcher verursacht werden. Die sich daraus ergebenden Messreihen werden gespeichert und auf Datenträgern zu Computerzentren gebracht, wo sie ausgewertet werden. Der große Abstand der Teleskope auf der Erdoberfläche macht dabei eine Winkelauflösung möglich, die weit über jener der einzelnen Radioteleskope liegt.
10.04.2016
Explosionskatastrophe von Paravur 2016 mit über 100 Toten bei einem Feuerwerks-Wettbewerb in Kerala, Südindien.
Die Explosionskatastrophe von Paravur ereignete sich am 10. April 2016 in Paravur, nahe Kollam im südindischen Bundesstaat Kerala. Sie forderte mehr als 100 Todesopfer, mehr als 350 Menschen wurden verletzt.
10.04.2010
Beim Unfall der polnischen Regierungsmaschine bei der russischen Stadt Smolensk kommen 96 Menschen ums Leben, darunter Staatspräsident Lech Kaczyński und weitere hochrangige Repräsentanten Polens.
Der Flugunfall von Smolensk war ein Flugunfall am 10. April 2010, bei dem ein polnisches Flugzeug bei dichtem Nebel beim Landeanflug auf den Militärflugplatz Smolensk-Nord in der russischen Oblast Smolensk verunglückte. Bei dem auf menschliches Versagen zurückgeführten Unfall einer der beiden Regierungsmaschinen der polnischen Luftstreitkräfte vom Typ Tupolew Tu-154M wurden alle 96 Insassen getötet. Zu den Passagieren gehörten Polens Staatspräsident Lech Kaczyński und seine Ehefrau Maria Kaczyńska, zahlreiche Abgeordnete des Parlaments, Regierungsmitglieder, ranghohe Offiziere, Kirchenvertreter, leitende Vertreter von Zentralbehörden sowie Vertreter von Verbänden der Opferangehörigen des Massakers von Katyn.
10.04.2008
In Nepal finden die ersten Wahlen seit fast zehn Jahren statt. Bei der auf Basis der Resolution 1740 des UN-Sicherheitsrates abgehaltenen Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung gewinnt die Kommunistische Partei Nepals unter dem ehemaligen Rebellenführer Pushpa Kamal Dahal die Mehrheit vor der Kongresspartei von Premierminister Girija Prasad Koirala.
Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien, zwischen China und Indien. Nepal ist weltweit vor allem für seinen Anteil am Himalaya bekannt, besteht teilweise aber auch aus Flachland mit tropischem Regenwald. Das Land hat etwa 30 Millionen Einwohner, die über 100 verschiedenen Volksgruppen angehören. Nepal gilt als das Geburtsland des Buddhismus. Heute haben etwa 80 % der Einwohner den Hinduismus als Religion, womit Nepal weltweit der Staat mit dem höchsten Anteil an Hindus ist. Bis 2008 war Nepal sogar der einzige Staat der Welt mit Hinduismus als Staatsreligion, seitdem ist es offiziell säkulär.
10.04.2006
In Italien gewinnt das Mitte-links-Bündnis L’Unione unter Romano Prodi die Parlamentswahlen gegen das Mitte-rechts-Bündnis Casa delle Libertà unter Silvio Berlusconi mit knappem Vorsprung. Das endgültige Wahlergebnis steht erst am nächsten Morgen fest.
Italien, amtlich Italienische Republik, ist ein Staat in Südeuropa. Mit knapp 59 Millionen Einwohnern ist es das viertbevölkerungsreichste vollständig zu Europa zählende Land. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Rom und das Wirtschafts- und Finanzzentrum ist Mailand.
10.04.2000
Angela Merkel wird auf dem CDU-Bundesparteitag in Essen zur Bundesvorsitzenden der CDU gewählt. Generalsekretär wird Ruprecht Polenz.
Angela Dorothea Merkel ist eine ehemalige deutsche Politikerin (CDU). Sie war von November 2005 bis Dezember 2021 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und die achte in dieses Amt gewählte Person. Sie war die erste Frau, die erste nach der Gründung der Bundesrepublik geborene und die bisher einzige in der DDR sozialisierte Person in diesem Amt.
10.04.1998
In Belfast unterzeichnen acht nordirische Parteien sowie die Regierungen von Großbritannien und der Republik Irland das Karfreitagsabkommen, welches den Bürgerkrieg beenden soll.
Belfast [bɛɫˈfɑːst] ist die Hauptstadt von Nordirland im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und die zweitgrößte Stadt der irischen Insel nach Dublin.
10.04.1997
Im Urteil zum Mykonos-Attentat verurteilt das Berliner Kammergericht die vier Angeklagten wegen Mordes. Der Hauptangeklagte Kazem Darabi wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil stellt auch fest, dass die obersten politischen Führer Irans vorab über die Morde informiert waren, was zu diplomatischen Verstimmungen mit der Islamischen Republik Iran führt.
Mykonos-Attentat bezeichnet den Mordanschlag vom 17. September 1992 im griechischen Restaurant Mykonos in der Prager Straße 2 A in Berlin-Wilmersdorf, bei dem vier iranische Exilpolitiker kurdischer Abstammung im Auftrag des iranischen Geheimdienstes VEVAK erschossen sowie ein weiterer Gast und der Wirt schwer verletzt wurden.
10.04.1996
Auf der westaustralischen Insel Barrow Island wird – abgesehen von Tornados – mit 408 km/h die höchste Windgeschwindigkeit gemessen.
Barrow Island ist eine 202 km2 große Insel in den Subtropen. Sie liegt etwa 50 km nordwestlich der Küste Westaustraliens und gehört zur Ashburton Shire in der Region Pilbara. Auf der Insel lebten zur Volkszählung 2016 1965 Menschen. Im Nordosten schließen sich in 7,4 km Entfernung der Lowendal-Archipel und 10 Kilometer weiter nördlich die Inselgruppe der Montebello-Inseln an.
10.04.1995
In Shanghai wird der erste 16,1 Kilometer lange U-Bahn-Abschnitt dem Verkehr übergeben.
Shanghai, auch Schanghai ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte der Welt.
10.04.1993
Der südafrikanische Apartheidgegner und Guerillakämpfer Chris Hani wird von weißen Extremisten ermordet. In das Komplott gegen das Mitglied der South African Communist Party und Stabschef des militärischen Arms des African National Congress, Umkhonto we Sizwe, ist auch der ehemalige Parlamentsabgeordnete Clive Derby-Lewis verwickelt.
Die Geschichte Südafrikas ist die des äußersten südlichen Randes des afrikanischen Kontinents zwischen Atlantischem und Indischem Ozean. Sie reicht bis zum Beginn der Hominisation zurück. Südafrika gilt als eine Wiege der Menschheit, die ältesten Fossilfunde von unmittelbaren Vorfahren der Gattung Homo (Hominini) werden auf ein Alter von etwa 3,5 bis 4 Millionen Jahren datiert.
10.04.1991
Im thüringischen Eisenach läuft der letzte Wartburg vom Band. PKWs der Marke waren seit 1956 vom Automobilwerk Eisenach produziert worden.
Eisenach ist eine Große Kreisstadt im Wartburgkreis in Thüringen, im Tal der Hörsel am Nordrand des Thüringer Waldes.
Die italienische Fähre Moby Prince kollidiert vor Livorno mit dem Tanker Agip Abruzzo und brennt aus. Dabei kommen 132 Menschen ums Leben.
Die Moby Prince war ein italienisches Fährschiff der „Navarma Lines“. Am 10. April 1991 kollidierte sie mit einem Tanker und geriet in Brand. Bei dem Unglück starben 140 Menschen.
10.04.1988
Nach zehnjähriger Bauzeit wird in Japan die Brückenverbindung Seto-Ōhashi eröffnet. Sie dient dem Verkehr zwischen den Inseln Honshū und Shikoku.
Seto-Ōhashi heißt eine Brücken-Viadukt-Kombination über die Seto-Inlandsee. Sie verbindet die Präfektur Okayama auf der japanischen Hauptinsel Honshū mit der Stadt Sakaide auf der Insel Shikoku.
10.04.1987
Die Siebenkämpferin Birgit Dressel stirbt an Multiorganversagen, das durch zahlreiche erhaltene Injektionen und die Einnahme des Anabolikums Stanozolol verursacht wurde.
Der Siebenkampf ist eine olympische Leichtathletikdisziplin der Frauen, die als zweitägiger Wettbewerb und in der heutigen Form seit 1981 ausgetragen wird. Das Pendant bei den Männern ist der Zehnkampf (Dekathlon).
10.04.1985
In der Republik China (Taiwan) wird der Yushan-Nationalpark eingerichtet.
Die Republik China, weithin bekannt als Taiwan, in der Schweiz und in Österreich amtlich Taiwan bzw. Republik China auf Taiwan genannt, ist ein im Zuge der Ein-China-Politik nur von wenigen Staaten diplomatisch anerkannter Inselstaat in Ostasien. Sein Territorium besteht aus der Hauptinsel Taiwan (99 %) und anderen, kleineren Inseln. Der technisch hochentwickelte Industriestaat, aus dem deutlich mehr als die Hälfte aller weltweit hergestellten Halbleiter-Bauteile kommen, hat eine Bevölkerung von rund 23,5 Millionen Menschen.
10.04.1981
Norwegens größter Nationalpark, der Nationalpark Hardangervidda, wird ausgewiesen.
Norwegen, amtlich Königreich Norwegen bzw. Kongeriket Norge/Noreg, ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.
10.04.1979
Die Vereinigten Staaten regeln im Taiwan Relations Act die künftigen staatlichen Kontakte mit Taipeh. Dies ist durch die zu Jahresbeginn erfolgte Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Volksrepublik China und deren Ein-China-Politik erforderlich.
Der Taiwan Relations Act ist ein am 10. April 1979 vom Kongress der Vereinigten Staaten erlassenes Gesetz, das die internationalen Beziehungen zur Republik China neu definierte, nachdem die USA zum 1. Januar 1979 unter Präsident Jimmy Carter offizielle diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China aufgenommen hatten. Aufgrund der Ein-China-Politik beider Seiten mussten die Beziehungen zu Taipeh pro forma abgebrochen werden.
Der Red River Valley Tornado verursacht in Wichita Falls, Texas, einen Schaden von 840 Millionen US-Dollar, 58 Menschen verlieren ihr Leben.
Der Red River Valley Tornado war ein F4-Tornado, der am 10. April 1979 im nordwestlichen Texas und im südlichen Oklahoma aufgetreten war.
10.04.1978
Die Volkswagen AG eröffnet in den Vereinigten Staaten als erster ausländischer Automobilproduzent in Westmoreland County, Pennsylvania, ein Montagewerk, welches das Modell Rabbit aus zugelieferten Teilen herstellt.
Die Volkswagen Aktiengesellschaft mit Sitz in Wolfsburg ist ein börsennotierter Automobilhersteller und einer der führenden Automobilkonzerne weltweit. Das 1937 als Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens gegründete Unternehmen wurde 1938 in Volkswagenwerk und 1985 in Volkswagen umbenannt. Die VW AG hält die Fahrzeugmarken Volkswagen Pkw sowie Seat, Cupra, Škoda Auto und Audi sowie der Luxusmarken Bentley, Ducati (Motorräder), Lamborghini und Porsche. 2007 bis 2011 erweiterte der Konzern auch seine Nutzfahrzeugsparte mit dem Geschäftsbereich Volkswagen Nutzfahrzeuge um die Unternehmen MAN und Scania. 2023 war die Volkswagen AG der größte Konzern Europas und der größte Autohersteller der Welt nach Umsatz.
10.04.1973
Der Besuch von Südvietnams Präsident Nguyễn Văn Thiệu in Bonn führt im Rahmen der Proteste gegen den Vietnamkrieg zu einer Reihe von Demonstrationen, bei denen unter anderem das Bonner Rathaus von 60 Vermummten besetzt wird.
Südvietnam bezeichnet mehrere historische Staaten, die 1954 aus der Teilung Vietnams nach der französischen Niederlage in der Schlacht um Điện Biên Phủ im Indochinakrieg entstanden. Die offiziellen Namen lauteten von 1949 bis 1955 Staat Vietnam, danach bis 1975 Republik Vietnam. Nach der Kapitulation der Republik Vietnam am Ende des Vietnamkriegs wurde die kommunistisch dominierte Republik Südvietnam etabliert, die im Juli 1976 mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam vereinigt wurde.
Während des Landeanflugs wurde die Vickers Vanguard des Invicta-International-Airlines-Flugs 435 bei Hochwald nahe der Stadt Basel in ein bewaldetes Hügelgebiet geflogen. Von den 145 Insassen starben 108 bei dem Unfall, 4 Besatzungsmitglieder und 104 Passagiere.
Die Vickers Vanguard war ein viermotoriges Turboprop-Passagierflugzeug für Kurz- und Mittelstrecken der Vickers-Armstrongs (Aircraft) Ltd. Es wurde ab 1959 als Nachfolgemodell der Vickers Viscount kurz vor dem Aufkommen der großen Passagierjets in Dienst gestellt und daher vom Markt kaum wahrgenommen. Die Vanguard war das letzte große europäische Passagierflugzeug mit Propellerantrieb. Nach dem Bau von 44 Maschinen wurde 1963 die Produktion eingestellt.
10.04.1972
In Basel einigen sich sechs Länder der Europäischen Gemeinschaft auf den Europäischen Wechselkursverbund. Das multilaterale Interventionssystem hat stabile Wechselkurse der Währungen der Teilnehmerländer zum Ziel. Ihre Bindung an den US-Dollar hat die Zentralbanken zu unerwünschten Aktionen am Devisenmarkt gezwungen.
Die Europäische Gemeinschaft (EG) war eine supranationale Organisation, die mit dem Vertrag von Maastricht 1993 aus der 1957 gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hervorging und rechtlich bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon 2009 bestand. Sie war als eine der drei Europäischen Gemeinschaften Teil der ersten und wichtigsten der drei Säulen der Europäischen Union. Der Rechtskörper der Europäischen Gemeinschaft war damit das Kernstück der Europäischen Union (EU). Grundlage der EG war der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag).
10.04.1970
Paul McCartney sendet der britischen Presse Vorabexemplare seines ersten Soloalbums McCartney und gibt gleichzeitig seine Trennung von den Beatles bekannt.
Sir James Paul McCartney, CH, MBE ist ein britischer Musiker. Er ist als Songwriter bzw. Singer-Songwriter, Liedtexter und Komponist sowie Musikproduzent, Maler, Filmproduzent, Kinderbuchautor und Tierrechtsaktivist tätig.
10.04.1968
Die Fähre Wahine läuft bei Sturm auf das Barrett Reef vor Wellington Harbour, Wellington, Neuseeland, und sinkt. 53 Menschen kommen bei dem Unfall ums Leben.
Die TEV Wahine, (TEV steht für Turbo-electric Vessel), war eine neuseeländische Fähre, die am 10. April 1968 bei Sturm im Wellington Harbour auf das Barrett Reef auflief und schließlich kenterte. Von den 610 Passagieren und 123 Mitgliedern der Mannschaft kamen 53 Menschen ums Leben. Dieses Schiffsunglück ist das bekannteste Neuseelands, wenn auch in der weiter zurückliegenden Geschichte Neuseelands Schiffsunglücke mit höheren Opferzahlen zu beklagen waren.
10.04.1965
Der Wachsoldat Reza Schamsabadi verübt vor dem Teheraner Marmorpalast ein Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi, das dieser jedoch unverletzt überlebt. Drei Sicherheitskräfte kommen bei dem Anschlag ums Leben.
Auf Mohammad Reza Schah Pahlavi sind im Laufe seiner von 1941 bis 1979 dauernden Regentschaft mehrere Attentate verübt worden. Zwei Attentate sind besonders bekannt geworden, da Schah Mohammad Reza Pahlavi nur knapp dem Tod entkam.
10.04.1963
Der Untergang des US-amerikanischen Atom-U-Boots Thresher bei Tauchtests fordert 129 Menschenleben. Es handelt sich um den ersten Untergang eines Atom-U-Boots.
Die Thresher, auch USS Thresher, war ein nuklearbetriebenes U-Boot der United States Navy und gehörte der nach ihr benannten Thresher-Klasse an. Das 1961 in Dienst gestellte Boot ging am 10. April 1963 etwa 350 Kilometer vor Cape Cod an der Ostküste der Vereinigten Staaten bei Tauchtests verloren, wobei 129 Männer umkamen. Damit war die Thresher das erste gesunkene Atom-U-Boot.
10.04.1959
Der zukünftige japanische Tennō Akihito heiratet Michiko Shōda. Damit wird erstmals eine Bürgerliche Mitglied des Japanischen Kaiserhauses.
Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.
10.04.1957
Das italienische Schiff Oceania ist das erste Schiff, das den seit der Suezkrise gesperrten Suezkanal wieder durchfährt.
Die Suezkrise oder Sueskrise war ein internationaler Konflikt im Oktober 1956 zwischen Ägypten auf der einen Seite und dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Israel auf der anderen Seite. Auslöser war die Verstaatlichung der mehrheitlich britisch-französischen Suezkanal-Gesellschaft durch den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser. Dieser wollte dadurch das formal souveräne Ägypten aus der britischen Einflusssphäre befreien. Für das Vereinigte Königreich hatte der Suezkanal große Bedeutung für die Erdölversorgung. Frankreich war durch die ägyptische Unterstützung der algerischen Befreiungsbewegung FLN motiviert, die gegen die französische Kolonialherrschaft kämpfte. Israel wollte sich aus der arabischen Umklammerung und von andauernden Grenzgefechten mit Palästinensern befreien.
10.04.1953
In den Vereinigten Staaten bringt Warner Bros. seinen ersten 3D-Film House of Wax (deutscher Titel: Das Kabinett des Professor Bondi) in die Kinos.
Warner Bros. Entertainment Inc. ist eine US-amerikanische Film- und Fernsehgesellschaft und eines von sieben eigenständigen Unternehmen innerhalb von Warner Bros. Discovery. Das Unternehmen gehört zu den sogenannten Major-Studios, den fünf größten Filmunternehmen in den Vereinigten Staaten. Sitz des Unternehmens ist Burbank im US-Bundesstaat Kalifornien.
10.04.1949
Das Besatzungsstatut für Deutschland wird von den drei Westalliierten in Washington beschlossen und dem Parlamentarischen Rat in Deutschland übermittelt. Die damit verbundenen Alliierten Vorbehaltsrechte bestehen noch bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990.
Das Besatzungsstatut zur Abgrenzung der Befugnisse und Verantwortlichkeiten zwischen der zukünftigen deutschen Regierung und der Alliierten Kontrollbehörde vom 10. April 1949 regelte die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den drei Besatzungsmächten USA, Großbritannien und Frankreich. Es trat am 21. September 1949 in Kraft.
10.04.1946
Bei den ersten japanischen Abgeordnetenhauswahlen nach dem Zweiten Weltkrieg dürfen erstmals auch Frauen wählen. Das Wahlalter wird auf 20 Jahre gesenkt.
Die Shūgiin-Wahl 1946 war die 22. Wahl zum Shūgiin, dem japanischen Unterhaus, und fand am 10. April 1946 statt. Sie war damit die erste nationale Wahl nach dem Ende des Pazifikkrieges. Sie fand zwar nach der Meiji-Verfassung von 1890 statt, allerdings hatten die alliierten Besatzungsbehörden (GHQ/SCAP) seit dem Beginn der Besatzungszeit einige Änderungen des Wahlrechts wie die Einführung des Frauenwahlrechts durchgesetzt und im Dezember 1945 die Auflösung des Shūgiin und Neuwahlen angeordnet.
10.04.1945
Bei schweren alliierten Luftangriffen auf Plauen werden 75 Prozent der Stadt zerstört, rund 900 Menschen kommen ums Leben.
Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg umfasst den Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945. Ziele warenLuftüberlegenheit zu erringen und diese zu nutzen, Militäreinrichtungen, Infrastruktur und Produktionsanlagen des Gegners zu zerstören, Seestreitkräfte des Gegners – Schiffe und U-Boote – zu versenken, Nachschub transportierende Handelsschiffe zu versenken, die Bevölkerung zu demotivieren/demoralisieren.
Der letzte Transportzug mit über 2000 Häftlingen verlässt das kurz vor der Befreiung stehende KZ Bergen-Belsen in Richtung KZ Theresienstadt zu deren Vernichtung. Der so genannte „Verlorene Zug“ irrt tagelang durch Deutschland, bis er am 23. April bei Tröbitz von sowjetischen Truppen befreit wird.
Das Konzentrationslager Bergen-Belsen war von April 1943 bis April 1945 ein nationalsozialistisches Konzentrationslager unter der SS-Tarnbezeichnung Aufenthaltslager im Ortsteil Belsen der Gemeinde Bergen im Kreis Celle in der damaligen Provinz Hannover, heute Land Niedersachsen. Teile waren zuvor und dann parallel ein Kriegsgefangenenlager der deutschen Wehrmacht. Die Befreiung durch britische und kanadische Truppen erfolgte am 15. April 1945.
10.04.1944
Rudolf Vrba und Alfréd Wetzler gelingt die Flucht aus dem KZ Auschwitz-Birkenau. Sie verfassen später den Vrba-Wetzler-Bericht, in dem sie die Massenmorde in den Lagern für die Alliierten detailliert schildern.
Rudolf Vrba war ein slowakisch-jüdischer Biochemiker, der 1942 als Jugendlicher ins Konzentrationslager Auschwitz im besetzten Polen deportiert wurde. Er war ein Überlebender der Shoah.
10.04.1941
Unmittelbar nach Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Zagreb während des Balkanfeldzugs ruft die faschistische Ustascha unter Oberst Slavko Kvaternik einen Unabhängigen Staat Kroatien aus.
Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.
10.04.1940
In Großbritannien treffen sich unter dem Vorsitz von George Paget Thomson erstmals die Mitglieder der neu ins Leben gerufenen MAUD-Kommission, um über die Möglichkeit des Baus einer Atombombe zu beraten.
Sir George Paget Thomson war ein englischer Physiker und Nobelpreisträger (1937).
Die britische Marine führt im Zweiten Weltkrieg nach dem deutschen Unternehmen Weserübung zur Besetzung Norwegens und Dänemarks in der Schlacht um Narvik ihren ersten Angriff durch.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
10.04.1938
Nachdem eine geplante Volksabstimmung der österreichischen Regierung unter Kurt Schuschnigg über den Fortbestand eines unabhängigen Österreichs von den Nationalsozialisten mit einem vorgezogenen Anschluss beantwortet worden ist, veranstalten diese nach wochenlanger massiver Propaganda eine eigene manipulierte Volksabstimmung zusammen mit der Reichstagswahl. Offiziell stimmen 99,73 Prozent der Stimmberechtigten nachträglich für den Anschluss an Deutschland.
Die Geschichte Österreichs reicht von der ersten Besiedelung in der Altsteinzeit bis zur Gegenwart. Im Jahr 996 unter dem Namen „Ostarrichi“ erstmals erwähnt, gehörte das Land zunächst als Markgrafschaft zum Herzogtum Baiern und war von 1156 bis 1453 als Herzogtum und von 1453 bis 1806 als Erzherzogtum eigenständiger Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches. Die Dynastie der Habsburger erwarb als Haus Österreich ein weiträumiges Herrschaftsgebiet und stellte über mehrere Jahrhunderte den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Das 1804 ausgerufene Kaisertum Österreich war mit seinem westlichen Teil von 1815 bis 1866 Teil des Deutschen Bundes und bildete ab 1867 mit dem nun eigenständigen Königreich Ungarn die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie. Nach deren Auseinanderbrechen am Ende des Ersten Weltkriegs entstand Österreich 1918–1921 in seinen heutigen Grenzen, nachdem die Sieger des Ersten Weltkriegs den demokratischen Zusammenschluss mit Deutschland verhinderten. 1934 Diktatur geworden, wurde Österreich 1938 vom nationalsozialistischen Regime dem Deutschen Reich eingegliedert. Seit 1945 ist Österreich wieder eine unabhängige, seit 1955 souveräne Republik, die 1995 der Europäischen Union beitrat.
10.04.1933
Ein von den Nationalsozialisten erlassenes Reichsgesetz deklariert den erneut eingeführten Maifeiertag in Deutschland zum Feiertag der nationalen Arbeit.
Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, rassistische, ultranationalistische, völkische, sozialdarwinistische, antikommunistische, antidemokratische und antipluralistische Ideologie. Seine Wurzeln hat er in der völkischen Bewegung, die sich etwa zu Beginn der 1880er Jahre im deutschen Kaiserreich und in Österreich-Ungarn entwickelte. Ab 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde er zu einer eigenständigen politischen Bewegung im deutschsprachigen Raum.
Genau 14 Jahre nach seiner Einführung wird der Glöckel-Erlass von der Ständestaat-Regierung unter Engelbert Dollfuß wieder abgeschafft.
Der Glöckel-Erlass vom 10. April 1919 bezeichnet einen nach dem österreichischen sozialdemokratischen Politiker Otto Glöckel benannten Erlass, der in der Zeit der Ersten österreichischen Republik bis 1933 in Kraft war. Der Erlass schaffte die Verpflichtung zu religiösen Übungen (Schulgebet) und der Teilnahme am Religionsunterricht für Schüler und Lehrer ab.
10.04.1932
Im zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl erhält Amtsinhaber Paul von Hindenburg die absolute Mehrheit und wird damit als Reichspräsident wiedergewählt. Adolf Hitler erhält über ein Drittel, der kommunistische Kandidat Ernst Thälmann rund 10 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Die Reichspräsidentenwahl von 1932 war die zweite und letzte Reichspräsidentenwahl in der Weimarer Republik, bei der der Reichspräsident direkt vom Volk gewählt wurde. Sie fand am 13. März und 10. April 1932 statt. Im zweiten Wahlgang kandidierten Paul von Hindenburg (parteilos), Adolf Hitler (NSDAP) und Ernst Thälmann (KPD). Um einen Reichspräsidenten Hitler zu verhindern, unterstützten – anders als 1925 – SPD, Linksliberale und Zentrumspartei, die Parteien der so genannten Weimarer Koalition, Hindenburg. Dieser ging im zweiten Wahlgang als Sieger aus der Wahl hervor. Stimmengewinne für Hitler zeigten, dass der Aufschwung der NSDAP keineswegs gebrochen war.
10.04.1925
Der gesellschaftskritische Roman The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald wird in den Vereinigten Staaten veröffentlicht, verkauft sich zu Lebzeiten des Autors allerdings nicht sehr gut.
Der große Gatsby ist ein 1925 erstmals veröffentlichter Roman des US-amerikanischen Autors F. Scott Fitzgerald. Er schildert die Erlebnisse einer Reihe unterschiedlicher Figuren, die den Sommer 1922 in der fiktiven Stadt West Egg auf der Insel Long Island nordöstlich von New York City verbringen. Hauptfigur ist der junge und mysteriöse Millionär Jay Gatsby, der seit Jahren die schöne Daisy Buchanan liebt, die während seines Militärdiensts einen anderen Mann geheiratet hat.
10.04.1922
Der rumänische Physiologe Nicolae Paulescu erhält vom rumänischen Ministerium für Industrie und Handel das Patent für die Gewinnung von Insulin. Mit seinem Verfahren ist ein Durchbruch in der Geschichte der Diabetologie gelungen.
Nicolae Paulescu war ein rumänischer Physiologe, Professor und der Entdecker des Insulins.
10.04.1919
Der mexikanische Revolutionär Emiliano Zapata wird von Präsident Venustiano Carranza auf dessen Hacienda gelockt und von Regierungstruppen erschossen. Seine Leiche wird in Cuautla ausgestellt und anschließend begraben.
Als Mexikanische Revolution oder Mexikanischer Bürgerkrieg wird die politisch-gesellschaftliche Umbruchsphase bezeichnet, die im Zeitraum von 1910 bis 1920, mit einzelnen Ereignissen bis 1930, in Mexiko stattfand.
Mit dem von Unterrichtsminister Otto Glöckel erarbeiteten Glöckel-Erlass wird in Österreich die Verpflichtung zur Teilnahme am Religionsunterricht und das Schulgebet abgeschafft.
Otto Glöckel war ein sozialdemokratischer Politiker und Schulreformer der Ersten Republik in Österreich.
10.04.1916
Die Professional Golfers Association of America, der US-amerikanische Verband der Berufsgolfer, wird in New York City gegründet.
Die PGA of America ist der US-amerikanische Verband der Berufsgolfer. Derzeit hat sie etwa 28.000 Mitglieder in 41 Sektionen. Sie sieht sich als weltweit größte Arbeitnehmerorganisation im Bereich des Sports.
10.04.1915
Pierre de Coubertin bestimmt vertraglich, dass das Internationale Olympische Komitee künftig seinen ständigen Sitz in Lausanne haben soll.
Pierre de Frédy, Baron de Coubertin war ein französischer Pädagoge, Archäologe, Historiker und Sportfunktionär. Coubertin trat maßgeblich für eine Wiederbelebung der Olympischen Spiele ein und gründete 1894 das Internationale Olympische Komitee, dessen zweiter Präsident er von 1896 bis 1925 war.
10.04.1913
In der bulgarischen Hauptstadt wird der Fußballverein Slawia Sofia gegründet.
Der PFK Slawija ist ein Fußballverein aus Sofia, Bulgarien.
10.04.1912
In Southampton beginnt der erste Abschnitt der Jungfernfahrt des White-Star-Line-Schiffes Titanic unter Kapitän Edward John Smith in Richtung Cherbourg. Ihr endgültiges Ziel, New York, wird sie nie erreichen.
Southampton ist eine bedeutende Hafenstadt im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland an der Südküste Englands im County Hampshire. Sie liegt am Southampton Water, der Flussmündung des Test und des Itchen in den Ärmelkanal. Die Stadt hat 252.872 Einwohner. Sie ist als Metropolregion mit anderen Orten rund um den Solent locker zur Southampton Urban Area zusammengeschlossen.
10.04.1908
Der ehemalige Bergarbeiter Zacharias Lewala liefert einen bei Kolmannskuppe aufgelesenen Rohdiamanten bei seinem deutschen Vorgesetzten August Stauch ab. Das ist der Auftakt zum Diamantenrausch in Deutsch-Südwestafrika.
Zacharias Lewala gilt als derjenige, dessen Fund eines Rohdiamanten an der heutigen Nordgrenze des Diamantensperrgebiets im damaligen Deutsch-Südwestafrika einen Diamantenrausch in dieser Gegend auslöste.
10.04.1906
Der russische Priester Georgi Gapon, der im Jahr zuvor die im Petersburger Blutsonntag niedergeschlagene Demonstration angeführt hat, wird von drei Sozialisten ermordet, die ihn für einen Agent provocateur der zaristischen Geheimpolizei Ochrana halten.
Georgi Apollonowitsch Gapon war ein Pope, der eine wichtige Rolle in der Russischen Revolution von 1905 spielte.
10.04.1896
Bei den Olympischen Sommerspielen gewinnt Spyridon Louis vor seinem Landsmann Charilaos Vasilakos und dem Ungarn Gyula Kellner den olympischen Marathonlauf – den ersten olympischen Marathonlauf in der Geschichte der Leichtathletik.
Die Olympischen Sommerspiele 1896 fanden vom 6. April bis zum 15. April 1896 in Athen statt. Es waren die ersten Olympischen Spiele, nachdem die Olympischen Spiele der Antike im Jahre 393 vom römischen Kaiser Theodosius I. wegen der Verehrung heidnischer Götter verboten worden waren.
10.04.1883
Der Maschinenbauingenieur Emil Rathenau gründet in Berlin die Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität, eine Vorläuferfirma der späteren AEG.
Emil Moritz Rathenau war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Unternehmer und der Gründer der AEG.
10.04.1868
Im Bremer Dom wird Johannes Brahms’ Deutsches Requiem mit Erfolg als sechssätziges Werk uraufgeführt.
Der St.-Petri-Dom in Bremen wurde über den Fundamenten älterer Vorgängerbauten vom 11. Jahrhundert an in romanischem Stil errichtet und seit dem 13. Jahrhundert in gotischem Stil umgebaut und erweitert. Gemauert ist dieser Kirchenbau aus Sandstein, an verborgenen Stellen der älteren Teile auch Tuffstein. Von dem seit der Gotik eingesetzten Backstein ist nur ein Teil sichtbar. Im 14. Jahrhundert gab es Erweiterungen um seitliche Kapellen. 1502 begann die Umgestaltung in eine spätgotische Hallenkirche, die aber über ein neues Nordseitenschiff nicht hinauskam und mit zahlreichen Provisorien abgeschlossen wurde, als die Reformation weitere Ausbauten stoppte. Im späten 19. Jahrhundert erfolgte eine umfangreiche Renovierung des innen durchaus gepflegten, äußerlich aber schäbig wirkenden Baus, bei dem einer der beiden Westtürme eingestürzt war. Die Gestaltung orientierte sich überwiegend am Vorhandenen und an alten Darstellungen, jedoch gestaltete man auch einige Neuerungen wie den neoromanischen Vierungsturm. Das Gotteshaus gehört heute zur evangelisch-lutherischen Domgemeinde St. Petri.
10.04.1864
Auf Schloss Miramare bei Triest wird der österreichische Erzherzog Ferdinand Maximilian von einer mexikanischen Adelsjunta mit Unterstützung des französischen Kaisers Napoleon III. zum Kaiser von Mexiko ausgerufen.
Schloss Miramare liegt auf einer Felsenklippe in der Bucht von Grignano an der Adria etwa sieben Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Triest. Triest und seine Umgebung gehörten bis 1918 zur Habsburgermonarchie. In dieser Zeit war die Schreibweise Miramar. Grignano ist heute ein Stadtteil von Triest.
10.04.1861
William Barton Rogers gründet das Massachusetts Institute of Technology (MIT) als dreigliedrige Einrichtung, bestehend aus „a society of arts, a museum of arts [industrial arts], and a school of industrial science.“ Wegen des Bürgerkriegs werden erst 1865 die ersten Studenten aufgenommen.
William Barton Rogers war ein US-amerikanischer Physiker und Geologe. Er war 1861 der Gründer des Massachusetts Institute of Technology.
10.04.1854
Bahāʾullāh, Gründer der Bahai-Religion, verlässt die Babi-Gemeinde in Bagdad, um so Streit zu verhindern. Er lebt zwei Jahre als Einsiedler in Kurdistan.
Bahāʾullāh ist der religiöse Ehrentitel von Mirzā Husain-ʿAli Nuri, dem iranischen Religionsstifter des Bahaitums.
10.04.1849
Walter Hunt erhält das Patent auf die von ihm erfundene Sicherheitsnadel.
Walter Hunt war ein US-amerikanischer Erfinder.
10.04.1841
Der Abolitionist und Zeitungsverleger Horace Greeley gründet in New York die New York Tribune, um Sensationszeitungen wie der New York Sun und dem New York Herald eine seriöse Nachrichtenquelle entgegenzusetzen.
Horace Greeley war ein US-amerikanischer Zeitungsverleger, Gründer der New York Tribune, Politiker und Gegner der Sklaverei.
10.04.1840
Die Uraufführung der Oper Les Martyrs von Gaetano Donizetti findet an der Pariser Oper statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
10.04.1826
Die Einwohner der in der Griechischen Revolution seit einem Jahr von osmanischen Truppen belagerten Stadt Mesolongi versuchen in der Nacht die Flucht aus der Stadt. Der Plan wird jedoch verraten und führt zu einem Massaker an der Bevölkerung. Mesolongi wird in der Folge in Griechenland zu einem Mythos.
Die Griechische Revolution (1821–1829), auch Griechischer Aufstand oder Griechischer Unabhängigkeitskrieg genannt, bezeichnet den Kampf der Griechen gegen die Herrschaft der Osmanen und für eine unabhängige griechische Republik. Das Bestreben nach Unabhängigkeit wurde zunächst vor allem aus taktischen Gründen von den Großmächten Frankreich, Großbritannien und Russland unterstützt. Der 25. März 1821 markiert den Beginn der griechischen Revolution und ist Nationalfeiertag in Griechenland. Der Nationalfeiertag wird in Griechenland mit einer Parade gefeiert.
10.04.1823
In München wird die Königliche Baugewerksschule gegründet. Sie ist die erste Lehranstalt für Handwerker im Bauwesen im deutschen Sprachraum.
Die Königliche Baugewerksschule war eine staatliche Baugewerkschule in München, die zur Aufstiegsfortbildung von Bauhandwerkern eingerichtet wurde. Sie ging 1909 auf die Staatliche Bauschule München über, für die 1918 die Bezeichnung Staatsbauschule München aufkam. Die Staatsbauschule wurde 1971 mit weiteren Höheren Fachschulen zur Fachhochschule München zusammengeschlossen.
10.04.1815
Auf der Insel Sumbawa hat der am 5. April begonnene Vulkanausbruch des Tambora seinen Höhepunkt. Die mit Stufe 7 auf dem Vulkanexplosivitätsindex größte Vulkaneruption seit Beginn der genauen Aufzeichnungen gilt als Ursache für das „Jahr ohne Sommer“ 1816.
Sumbawa ist eine der Kleinen Sundainseln. Sie ist 15.448 km² groß und hat etwa 1.330.000 Einwohner.
10.04.1809
Truppen des Kaisertums Österreich unter Erzherzog Karl überqueren den Inn und rücken in das mit Frankreich verbündete Bayern ein. Der Fünfte Koalitionskrieg beginnt damit früher als von Napoleon erwartet.
Das Kaisertum Österreich bildet einen Abschnitt in der Geschichte der Habsburgermonarchie. Es wurde am 11. August 1804 als Erbmonarchie von Erzherzog Franz von Österreich gegründet, der als Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Seinen zweiten Kaisertitel Kaiser von Österreich führte er fortan als Franz I. von Österreich.
10.04.1796
Nachdem er im März vom Direktorium den Oberbefehl über die Italienarmee im Ersten Koalitionskrieg erhalten hat, beginnt Napoleon Bonaparte den Feldzug in Italien und zieht in Richtung Cairo Montenotte.
Das Direktorium war die letzte Regierungsform der Französischen Revolution. Die Staatsgewalt oblag im Wesentlichen einem fünfköpfigen Kollegialorgan, das als Exekutive ebenfalls als Direktorium bezeichnet wurde. Dieses System wurde zum Vorbild der nachfolgenden Direktorialsysteme in anderen Ländern.
10.04.1788
Wilhelm Herschel entdeckt im Sternbild Jagdhunde die später als NGC 4389 katalogisierte Balkenspiralgalaxie.
Friedrich Wilhelm Herschel war ein deutsch-britischer Astronom, Musiker und Komponist. Er ist der Vater des Universalgelehrten John Herschel (1792–1871), der seine astronomische Forschung weiterführte.
10.04.1785
Der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel entdeckt die etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt gelegene Galaxie NGC 3808 im Sternbild Löwe sowie die Galaxie NGC 4725 im Sternbild Coma.
Friedrich Wilhelm Herschel war ein deutsch-britischer Astronom, Musiker und Komponist. Er ist der Vater des Universalgelehrten John Herschel (1792–1871), der seine astronomische Forschung weiterführte.
10.04.1741
Preußen unter Friedrich dem Großen besetzt im Österreichischen Erbfolgekrieg Schlesien und erringt in der Schlacht bei Mollwitz einen Sieg über die österreichischen Truppen.
Preußen war ein im 13. Jahrhundert im südlichen Baltikum entstandenes Staatswesen, dessen Name im 18. Jahrhundert auf den aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen hervorgegangenen Gesamtstaat der Hohenzollern überging. Aus diesem Königreich Preußen, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast ganz Norddeutschland umfasste und 1870/71 die Gründung des Deutschen Reiches vorantrieb, ging 1918 der republikanische Freistaat Preußen hervor. Im NS-Staat seiner Selbständigkeit beraubt, ging Preußen mit diesem am Ende des Zweiten Weltkriegs unter.
10.04.1710
Das Statute of Anne wird im Königreich Großbritannien gültig. Es gilt als das erste moderne Urheberrechtsschutzgesetz.
Das englische Statute of Anne gilt als das erste moderne Urheberschutzgesetz. Es trat am 10. April 1710 in Kraft. Namensgeberin für die Kurzform ist Königin Anne, die zu dieser Zeit regierte.
10.04.1656
Eine holländische Flotte erobert nach längerer Belagerung Colombo auf der Insel Ceylon von den Portugiesen. Es handelt sich um die erste Besitzung der Niederländer auf der Insel, die sie in den zwei folgenden Jahren sukzessive unter ihre Herrschaft bringen.
Die Niederlande waren besonders im 17. Jahrhundert eine der bedeutendsten Kolonialmächte der Welt. Die Kolonialisierung begann 1594 mit den ersten Schiffexpeditionen der Voorcompagnien nach Ostindien. Um 1650 erreichte das niederländische Handelsimperium seinen Höhepunkt, als etwa die Hälfte des Welthandels von den Niederländern umgeschlagen wurde. Diese Epoche wird auch das Goldene Zeitalter der Niederlande genannt. Die Niederlande behalten bis heute einige Inseln im Karibik.
10.04.1606
Mit königlicher Urkunde von James I. wird in England die Aktiengesellschaft Virginia Company of London gegründet. Gemeinsam mit der ebenfalls 1606 gegründeten Plymouth Company bildet sie die Virginia Company, die koloniale Siedlungen in Nordamerika gründen soll.
Jakob, englisch James, war ab 1567 als Jakob VI. bzw. James VI. König von Schottland und ab 1603 bis zu seinem Tod zusätzlich als Jakob I. bzw. James I. König von England und König von Irland. Er gab den Auftrag zu einer neuen Bibelübersetzung, der einflussreichen „King-James-Bibel“.
10.04.1500
Maximilian eröffnet den Reichstag zu Augsburg, auf dem die Reichsstände auf Initiative des Mainzer Erzbischofs Berthold von Henneberg eine formale Mitregierungsgewalt im so genannten Reichsregiment erhalten werden.
Maximilian I. aus dem Geschlecht der Habsburger war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zu seinem Tod römisch-deutscher Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
Ludwig XII. von Frankreich nimmt Ludovico Sforza, den geflohenen Herzog von Mailand, gefangen, nachdem er in den Mailänderkriegen im Vorjahr Mailand erobert hat.
Ludwig XII. war von 1498 bis 1515 König von Frankreich und ein Angehöriger des Hauses Valois-Orléans, einer Nebenlinie des Hauses Valois.
10.04.1496
Der Neubau der Leipziger Thomaskirche wird vom Bischof von Merseburg, Thilo von Trotha, geweiht.
Die Thomaskirche in Leipzig ist – zusammen mit der Nikolaikirche – eine der beiden Hauptkirchen der Stadt und als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchores weltweit bekannt. Sie ist das Gotteshaus der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde St. Thomas.
10.04.0879
Nach dem Tod des westfränkischen Königs Ludwig II. treten dessen Söhne Ludwig III. und Karlmann die gemeinsame Nachfolge an. Sie erhalten dabei die Unterstützung einer Adelsgruppe um Hugo Abbas, die eine Teilung des Reichs verhindern will.
Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.
10.04.0847
Leo IV. wird als Nachfolger des im Januar verstorbenen Sergius II. zum Papst gewählt.
Leo IV. war vom 10. April 847 bis zu seinem Tode Papst.