Historische Ereignisse am Sonntag, 10. August

75 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 10. August statt — von -612 bis 2016. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 10. August 2025 ereigneten sich in der Vergangenheit mehrere bedeutende Momente der Weltgeschichte. Im Jahr 2016 hob Belize als letzter mittelamerikanischer Staat per Verfassungsgerichtsurteil das Verbot homosexueller Handlungen auf und markierte damit einen Wendepunkt für die Menschenrechte in der Region. Ein Jahr zuvor, 2015, posierte ein Nutzer namens Nathan Poe in einem christlichen Internetforum Poes Gesetz, ein Konzept, das seitdem in Online-Diskussionen vielfach Anwendung findet. Darüber hinaus ereigneten sich in diesem Augustdatum historische Momente wie die erste Probefahrt des chinesischen Flugzeugträgers Warjag im Jahr 2011 und bedeutende europäische Ereignisse wie der Kruzifix-Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts von 1995, der heftige politische Diskussionen auslöste.

Der Kosmonaut Juri Iwanowitsch Malentschenko erlebte am 10. August 2003 ein außergewöhnliches persönliches Ereignis. Während er sich auf der Raumstation ISS befand, heiratete er seine Lebensgefährtin Jekaterina in einer Fernzeremonie, was die Verbindung von Weltraum und irdischem Leben auf symbolische Weise demonstrierte. Historisch betrachtet reichen die Ereignisse dieses Datums bis in antike Zeiten zurück, etwa die Zerstörung Ninives durch Meder und Babylonier im Jahr 612 vor Christus, die das Ende Assyriens markierte.

Das Wetter am 10. August 2025 zeigt sich mit gemischten Bedingungen, während das Tierkreiszeichen Löwe die astrologische Konstellation prägt und der Mond sich in einer zunehmenden Phase befindet. Die Website DayAtlas bietet Nutzern umfassende Informationen zu Wetter, historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen für jeden beliebigen Tag und jede beliebige geografische Lage an.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 17. April.

10.08.2016

Per Urteil seines Verfassungsgerichts hebt Belize als letzter mittelamerikanischer Staat das Verbot homosexueller Handlungen auf.

Belize [beˈliːz] ist ein Staat in Zentralamerika, der 1981 aus der Kolonie Britisch-Honduras entstand. Internationale Grenzen bestehen zu Mexiko und Guatemala.


10.08.2011

Der erste chinesische Flugzeugträger, die ehemalige Warjag, läuft zu seiner ersten Probefahrt aus.

Ein Flugzeugträger ist ein Kriegsschiff, das als seegestützte Luftwaffenbasis dient. Dazu ist es mit einem Flugdeck ausgestattet, auf dem Militärflugzeuge und geeignete Versorgungsflugzeuge starten und landen können. Weiterhin enthält es Infrastruktur zu Transport, Reparatur, Be- und Entwaffnung von Militärflugzeugen sowie zum Eigenschutz des Flugzeugträgers. Jeder der heute im Einsatz befindlichen Flugzeugträger bildet normalerweise den Kern einer Trägerkampfgruppe. Mit ihrer Hilfe kann ein Staat weltweit militärisch handeln, auch ohne Stützpunkte im Konfliktgebiet zu unterhalten. Moderne große Flugzeugträger (Flottenflugzeugträger) mit einer Verdrängung von über 75.000 tn.l. Deplacement werden manchmal auch „Supercarrier“ genannt.


10.08.2006

In Taiwan beginnen Massendemonstrationen gegen den der Korruption beschuldigten Präsidenten Chen Shui-bian.

Eine Million Stimmen gegen Korruption, Präsident Chen muss gehen war eine von dem taiwanischen Politiker und Mitgründer der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) Shih Ming-teh initiierte Massenbewegung, die vom 10. August 2006 bis zum Oktober 2006 aktiv war, um den amtierenden Präsidenten Chen Shui-bian zur Niederlegung seines Amtes zu bewegen.


10.08.2005

Ein Nutzer, der sich selbst „Nathan Poe“ nennt, postet in einem christlichen Internetforum Poes Gesetz.

Poes Gesetz beschreibt ein Phänomen aus der Welt der netzwerkbasierten Kommunikation. Es besagt, dass es darin nicht möglich ist, eine politisch oder religiös extremistische Aussage so zu parodieren, dass die Parodie als solche eindeutig erkennbar ist, sofern man dies nicht explizit durch einen Smiley o. Ä. kenntlich macht. Ohne solche Indikatoren für Humor oder Ironie kann der Autor der Parodie trotz aller darin enthaltenen Überspitzungen nicht verhindern, dass seine Aussage als wortwörtlich und ernst gemeint missverstanden wird. Ähnlich wie die „Usenet-Gesetze“ ist Poes Gesetz kein streng gültiges naturwissenschaftliches Gesetz, sondern eher eine Faustregel, die selbst eine gewisse ironische Konnotation hat.


10.08.2003

Der Kosmonaut Juri Iwanowitsch Malentschenko, der sich zu diesem Zeitpunkt auf der Raumstation ISS befindet, heiratet seine Lebensgefährtin Jekaterina.

Juri Iwanowitsch Malentschenko ist ein ehemaliger russischer Kosmonaut ukrainischer Abstammung. Er ist der erste Mensch, der im Weltraum heiratete.


10.08.1995

Der Kruzifix-Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai wird veröffentlicht. Das in der Bayerischen Volksschulordnung verlangte Anbringen eines Kreuzes im Klassenzimmer wird als Verstoß gegen die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit bewertet. Der Urteilsspruch löst heftige politische Diskussionen aus.

Kruzifix-Beschluss wird der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 genannt, mit dem Teile der Bayerischen Volksschulordnung von 1983 für verfassungswidrig und nichtig erklärt wurden, nach denen in jedem Klassenzimmer der Volksschulen in Bayern ein Kruzifix oder zumindest ein Lateinisches Kreuz anzubringen war.


10.08.1994

Auf dem Münchner Flughafen wird der weltweit größte Schmuggel von Plutonium entdeckt. Ein Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags zu diesen Ereignissen stellt später fest, dass dies vom Bundesnachrichtendienst inszeniert worden ist.

Plutonium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pu und der Ordnungszahl 94, der höchsten Ordnungszahl aller natürlich vorkommenden Elemente. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide und zählt zu den Transuranen. Benannt wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto.


10.08.1990

Die Raumsonde Magellan tritt in eine Umlaufbahn um die Venus ein, um die Oberfläche des Planeten zu kartieren.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


10.08.1986

Zum ersten Mal wird ein Formel-1-Rennen in einem Ostblockland ausgetragen. Der Brasilianer Nelson Piquet gewinnt auf dem Hungaroring den Großen Preis von Ungarn.

Die Formel 1 ist eine vom Automobil-Dachverband Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) autorisierte Formelserie. Die beteiligten Rennställe konstruieren Autos, die den in den Formel-1-Regeln festgelegten technischen Vorgaben entsprechen müssen. In der Formel-1-Weltmeisterschaft treten diese Rennwagen in bis zu 24 Grand-Prix-Läufen pro Jahr an. Am Ende der Saison wird der Fahrer mit den meisten Punkten Fahrerweltmeister und der Hersteller mit den meisten Punkten wird Konstrukteursweltmeister.


10.08.1977

Der Serienmörder David Berkowitz, genannt „Son of Sam“, wird von der New Yorker Polizei festgenommen.

David Berkowitz, auch bekannt als „Son of Sam“, ist ein US-amerikanischer Serienmörder.


10.08.1975

Mit einer Hetzjagd durch die Erfurter Innenstadt beginnen die ersten ausländerfeindlichen Pogrome in Deutschland nach 1945. Opfer der Erfurter Pogrome sind algerische Vertragsarbeiter.

Erfurt [ˈʔɛɐ̯.fʊɐ̯t] ist seit 1991 die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Sie ist mit rund 220.000 Einwohnern die größte Stadt Thüringens und eines der Oberzentren des Landes. Wichtigste Institutionen neben den Landesbehörden sind das Bundesarbeitsgericht, die Universität und die Fachhochschule Erfurt, das katholische Bistum Erfurt, dessen Kathedrale der Erfurter Dom ist, sowie das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Neben der Krämerbrücke ist das Ensemble von Dom und Severikirche eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen knapp drei Quadratkilometer großen mittelalterlich geprägten Altstadtkern mit etwa 25 Pfarrkirchen, der barocken Zitadelle Petersberg, der ältesten erhaltenen Synagoge in Mitteleuropa sowie zahlreichen Fachwerk- und anderen Bürgerhäusern. Die Stadt liegt im weiten Tal der Gera im hügeligen, landwirtschaftlich intensiv genutzten südlichen Thüringer Becken.


10.08.1974

In Österreich nimmt mit Beginn der Fußballsaison eine eingleisige zweite Spielklasse ihren Spielbetrieb auf.

Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1974/75 wurde vom Österreichischen Fußball-Bund ausgerichtet. Als Unterbau zur Bundesliga diente die eingleisig geführte Nationalliga. Als dritte Leistungsstufe fungierten die Regionalliga Ost sowie die Landesligen von Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark.


10.08.1973

Mit dem ersten Rammschlag in Laatzen beginnen die Bauarbeiten für die 327 km lange Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Sie ist die erste Schnellfahrstrecke für über 200 km/h in Deutschland und der erste Neubau einer Fern-Eisenbahnstrecke seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Laatzen ist eine Stadt in der Region Hannover (Niedersachsen). Sie hat den Status einer selbständigen Gemeinde. Sie liegt südlich der Landeshauptstadt Hannover.


10.08.1972

Georg Gerhard Wendt eröffnet die erste genetische Beratungsstelle der Bundesrepublik Deutschland.

Georg Gerhard Wendt bzw. Gerhard Wendt war ein deutscher Humangenetiker und Eugeniker. Er initiierte die Einrichtung von genetischen Beratungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland.


Über dem amerikanischen Bundesstaat Utah wird der Great Daylight Fireball, ein temporärer Meteoriteneintritt in die Erdatmosphäre, beobachtet.

Utah ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Mountain States. Zusammen mit Arizona im Süden, Colorado im Osten und New Mexico im Südosten bildet er die Four-Corners-Staaten. Außerdem grenzt Utah im Nordosten an Wyoming, im Norden an Idaho und im Westen an Nevada. Der 13. größte Flächenstaat ist mit etwas mehr als drei Millionen Einwohnern der 30. größte Staat nach Bevölkerung und hinsichtlich der Bevölkerungsdichte der 11. am dünnsten besiedelte Bundesstaat. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt Utahs ist Salt Lake City, die das Zentrum der Wasatch Front bildet, dem Hauptsiedlungsgebiet des Staates im nördlichen Zentrum zwischen der Wasatch Range und dem Großen Salzsee, wo zwei Drittel der Gesamtbevölkerung leben. Weitere bedeutende Städte in diesem Gebiet sind Provo und Ogden. Der kleinere Siedlungsschwerpunkt ist der Südwesten Utahs mit der Stadt St. George. Die restlichen Gebiete sind äußerst dünn besiedelt und vom Great Basin, den Rocky Mountains und dem Colorado-Plateau geprägt.


10.08.1969

Nach dem Mord an Sharon Tate wird auch das Unternehmerehepaar LaBianca von Mitgliedern der Manson Family ermordet.

Sharon Marie Tate Polanski, geb. Tate, war eine US-amerikanische Filmschauspielerin und ein Fotomodell. Tate galt zu ihrer Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt und als Stilikone der 1960er Jahre. Zusammen mit vier weiteren Personen wurde sie in der Nacht vom 8. auf 9. August 1969 hochschwanger von Mitgliedern der Manson Family ermordet. Diese Morde und der Doppelmord am Ehepaar LaBianca am folgenden Tag gingen als die „Tate/LaBianca-Morde“ in die US-amerikanische Kriminalgeschichte ein und wurden weltweit bekannt.


10.08.1965

Unterzeichnung des jordanisch-saudischen Grenzvertrages: Jordanien gewinnt wenige Kilometer zusätzliche Küstenlinie am Golf von Akaba sowie 6000 km² Territorium von Saudi-Arabien und tritt im Gegenzug ca. 7000 km² an dieses ab.

Jordanien, amtlich Haschemitisches Königreich Jordanien, ist ein Staat in Vorderasien. Es grenzt an Israel, Palästina, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer am Golf von Akaba. Jordanien zählt zu den Maschrek-Staaten. Der Großteil der mehr als 11,5 Millionen Einwohner sind sunnitische Araber. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist Amman.


10.08.1961

Nach dem Aufnahmeantrag Großbritanniens vom Vortag stellt auch Dänemark einen Antrag auf Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Beide Staaten gehören der EFTA an.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich, ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat, der den größten Inselstaat Europas bildet.


10.08.1948

Der Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee tritt zusammen, um einen Verfassungsentwurf für die drei westdeutschen Besatzungszonen zu erarbeiten. Der Text soll Grundlage für die Beratungen des Parlamentarischen Rats sein.

Der Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee tagte vom 10. bis 23. August 1948 im Auftrag der Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder im Alten Schloss auf der Herreninsel in Bayern. Es war ein Sachverständigengremium mit der Aufgabe, einen „Verfassungsentwurf aus[zu]arbeiten, der dem Parlamentarischen Rat als Unterlage dienen“ könne. Ergebnis war der von den Ministerpräsidenten der Länder genehmigte „Herrenchiemsee-Bericht“, eine Arbeitsgrundlage für das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die unter anderem auch einen kompletten Verfassungsentwurf mit 149 Artikeln enthielt.


10.08.1937

Das japanische Elektronik-Unternehmen Canon wird gegründet.

Canon ist ein japanisches Unternehmen mit Sitz in Tokio, das 1937 gegründet wurde. Canon ist Weltmarktführer beim Verkauf von digitalen Kameras mit einem Marktanteil von 45,4 Prozent (2019). Canon stellt unter anderem auch Drucker und Scanner her und ist an dem Raumfahrtunternehmen Space One beteiligt.


10.08.1936

Im Spanischen Bürgerkrieg beginnt die zweitägige Schlacht von Mérida.

Der Spanische Bürgerkrieg wurde in Spanien von Juli 1936 bis April 1939 zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanischen Republik („Republikanern“) und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco („Nationalisten“) ausgetragen. Mit Unterstützung und nach militärischer Intervention der faschistischen bzw. nationalsozialistischen Verbündeten aus Italien und Deutschland siegte das Bündnis aus konservativen Militärs, katholischer CEDA, den Karlisten und der faschistischen Falange. Ihrem Sieg folgte die bis nach dem Tod Francos 1975 andauernde franquistische Diktatur.


10.08.1920

Der Vertrag von Sèvres soll den Ersten Weltkrieg zwischen der Entente und dem Osmanischen Reich beenden. Das Osmanische Reich verliert danach einen Großteil seines Staatsgebietes. Der Vertrag tritt jedoch nie in Kraft.

Der Vertrag von Sèvres vom 10. August 1920, der zwischen dem Britischen Empire, Frankreich, Italien, Japan, Armenien, Belgien, Griechenland, dem Hedschas, Polen, Portugal, Rumänien, dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und der Tschechoslowakei als Siegermächten des Ersten Weltkrieges und dem Osmanischen Reich abgeschlossen wurde, gehört zu den Pariser Vorortverträgen, die den Krieg formal beendeten. Es handelte sich dabei um einen sogenannten Diktatfrieden. Eine Ratifikation des Vertrags erfolgte aufgrund des Untergangs des Osmanischen Reiches und des Sturzes des letzten Sultans Mehmed VI. nicht mehr. Der bereits begonnene Türkische Befreiungskrieg ging unterdessen unvermindert weiter.


Die Rote Armee überquert die Weichsel nördlich von Warschau und markiert damit ihr weitestes Vordringen während des Polnisch-Sowjetischen Krieges.

Die Rote Arbeiter- und Bauernarmee (russisch Рабоче-крестьянская Красная армия (РККА)/Rabotsche-krestjanskaja Krasnaja armija (RKKA), kurz russisch Красная армия (КА) Rote Armee (RA)) war die Bezeichnung für das Heer und die Luftstreitkräfte Sowjetrusslands bzw. ab 1922 der Sowjetunion. Sie stammte aus der unmittelbaren Zeit nach der Oktoberrevolution, als die Bolschewiki eine Armee konstituierten, die im Russischen Bürgerkrieg den Militärverbänden ihrer Gegner (insbesondere die unter dem Oberbegriff Weiße Armee zusammengefassten Gruppen) gegenüberstand. Ab Februar 1946 trug die Rote Armee, die zusammen mit der sowjetischen Marine den Hauptbestandteil der Streitkräfte der Sowjetunion darstellte, den offiziellen Namen Sowjetarmee (russisch Советская армия (СА)/Sowjetskaja armija).


Mamie Smith nimmt für Okeh Records den Titel Crazy Blues auf, der als erste Blues-Aufnahme eines schwarzen Künstlers zu einem Millionenseller wird.

Mamie Smith war eine US-amerikanische Vaudeville-Sängerin, Tänzerin, Pianistin, Gitarristin und Schauspielerin.


10.08.1915

Die Zweite Isonzoschlacht während des Ersten Weltkriegs endet ohne Ergebnis.

Die Isonzoschlachten waren zwölf große Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg zwischen dem Königreich Italien und den beiden verbündeten Mittelmächten Österreich-Ungarn und dem Deutschen Kaiserreich. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten gehörten die Isonzoschlachten zu den verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Benannt wurden sie nach dem Fluss Isonzo, um dessen Tal sich die Fronten zogen. Das Gebiet liegt größtenteils im heutigen Slowenien. Die Kämpfe in den Julischen Alpen am Oberlauf des Isonzo waren auch Teil des Gebirgskrieges 1915–1918. Während die ersten elf Isonzoschlachten durch italienische Offensiven gekennzeichnet waren, die trotz großer Verluste auf beiden Seiten keine Entscheidung brachten, gingen in der letzten Schlacht die an der Isonzofront vor dem Zusammenbruch stehende österreichisch-ungarischen Armee und die neu eingetroffene 14. Deutsche Armee zu einem Entlastungsangriff über und drängten die italienische Armee bis zum Piave zurück.


10.08.1914

Japan stellt am Anfang des Ersten Weltkriegs ein Ultimatum an das Deutsche Reich und fordert die Übergabe Kiautschous.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


10.08.1913

Der Frieden von Bukarest beendet den Zweiten Balkankrieg. Bulgarien muss Teile seines Gebiets, welche es z. T. erst einige Wochen zuvor erworben hat, an seine Nachbarstaaten abtreten. Serbien kann sich hingegen als gestärkte Macht auf dem Balkan etablieren.

Der Frieden von Bukarest vom 28. Julijul. / 10. August 1913greg. beendete den Zweiten Balkankrieg, den Bulgarien begonnen hatte, weil es mit der Aufteilung der europäischen Gebiete der Türkei nach dem Ersten Balkankrieg unzufrieden war. Der Vertrag wurde geschlossen zwischen Serbien, Griechenland, Montenegro und Rumänien auf der einen Seite und Bulgarien auf der anderen Seite. Mit dem Osmanischen Reich schloss Bulgarien im September den Vertrag von Konstantinopel.


10.08.1912

Virginia Stephen heiratet Leonard Sidney Woolf.

Virginia Woolf [vəˈdʒɪnjə wʊlf] war eine britische Schriftstellerin und Verlegerin.


10.08.1911

In Großbritannien wird nach zweijährigem Machtkampf zwischen Oberhaus und Unterhaus der Parliament Act verabschiedet. Das Gesetz beschneidet die Rechte des Oberhauses im Parlament, indem es festlegt, dass das Oberhaus (House of Lords) Gesetze, die vom Unterhaus (House of Commons) beschlossen wurden, nicht mehr aufheben und zeitlich nur noch begrenzt hinauszögern kann.

Der Parliament Act ist ein Gesetz des britischen Parlaments vom 10. August 1911. Es beschneidet die Rechte des Oberhauses (House of Lords) im Parlament, indem es festlegt, dass das Oberhaus Gesetze, die vom Unterhaus (House of Commons) beschlossen wurden, nicht mehr aufheben oder beliebig lang hinauszögern kann. Damit bestätigt es das Unterhaus als die oberste gesetzgebende Gewalt. Am 16. Dezember 1949 wurden die Rechte des Oberhauses durch Änderungen im Parliament Act weiter eingeschränkt: Die Zeitspanne des aufschiebenden Vetos gegen Gesetzesentwürfe wurde von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt.


10.08.1907

Bei dem am 10. Juni gestarteten Automobilrennen von Peking nach Paris erreicht der italienische Prinz Scipione Borghese als Erster die französische Hauptstadt. Am 30. August trifft das vom Holländer Charles Goddard gesteuerte zweite Fahrzeug ein. Alle anderen Teilnehmer kommen nicht ins Ziel.

Der Automobilsport als Form des Motorsports umfasst alle Disziplinen und Wettbewerbe, die das möglichst schnelle oder geschickte Bewegen motorgetriebener und zumeist vierrädriger Kraftfahrzeuge zum Ziel haben. Es gibt verschiedene nationale und internationale Motorsportmeisterschaften und Serien für Autos.


10.08.1906

In der an die französische Bischofskonferenz gerichteten Enzyklika Gravissimo officii munere lehnt Papst Pius X. die Zugehörigkeit von Anbetungsvereinen und Kultvereinigungen, wie sie der französische Staat zulässt, zur Kirche nachdrücklich ab.

Eine Bischofskonferenz ist eine Versammlung von Bischöfen.


10.08.1904

Im Russisch-Japanischen Krieg erleidet die russische Flotte eine Niederlage in der Seeschlacht im Gelben Meer.

Der Russisch-Japanische Krieg begann im Februar 1904 mit dem Angriff des Japanischen Kaiserreichs auf den Hafen von Port Arthur und endete nach einer Reihe verlustreicher Schlachten im Sommer 1905 mit der Niederlage des Russischen Kaiserreichs. Der unter US-amerikanischer Vermittlung ausgehandelte Friedensvertrag von Portsmouth vom 5. September 1905 besiegelte den ersten bedeutsamen Sieg einer asiatischen über eine europäische Großmacht in der Moderne.


10.08.1897

Felix Hoffmann stellt zum ersten Mal Acetylsalicylsäure her, die später als Aspirin verkauft wird.

Felix Georg Otto Hoffmann war ein deutscher Pharmazeut und pharmazeutischer Chemiker. Er gilt als Erfinder von Heroin (Diacetylmorphin) und Aspirin (Acetylsalicylsäure).


10.08.1895

In London wird das erste Promenadenkonzert in der Queen’s Hall aufgeführt. Dirigent ist Henry Wood.

Die Proms sind eine traditionelle Sommerkonzertreihe in London. Alljährlich finden zwischen Juli und September täglich Konzerte mit klassischer Musik, insgesamt über 70 an der Zahl, statt, hauptsächlich in der Royal Albert Hall in Kensington.


10.08.1893

Die Banca d’Italia entsteht in Rom als Aktiengesellschaft aus der Fusion der Banca Nazionale nel Regno, Banca Nazionale Toscana und der Banca Nazionale Credito sowie der Liquidation der Banca Romana.

Die Banca d’Italia ist die italienische Zentralbank. Sie wurde 1893 als Aktiengesellschaft gegründet, 1936 in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt und 1981 von der Regierung unabhängig. Sie ist Mitglied des Europäischen Systems der Zentralbanken.


10.08.1889

Das Naturhistorische Museum in Wien wird von Kaiser Franz Joseph I. feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Das Naturhistorische Museum Wien ist ein Naturmuseum am Maria-Theresien-Platz in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien. Gegründet als k. k. Naturhistorisches Museum, zählt es zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. Der Neorenaissancebau wurde 1871 bis 1889 durch Franz Joseph I. von Gottfried Semper und Carl von Hasenauer als Teil des Kaiserforums errichtet. Im Jahr 2024 verzeichnete das NHM rund 971.000 Besucher.


10.08.1888

Eines der ersten Luftschiffe, entstanden durch Gottlieb Daimlers Einbau eines Motors in die Gondel eines Gasballons, fährt von Cannstatt nach Aldingen.

Gottlieb Wilhelm Daimler, geboren als Gottlieb Däumler, war ein deutscher Ingenieur, Konstrukteur, Unternehmer und Kommerzienrat. Daimler entwickelte zusammen mit Wilhelm Maybach mit dem „Standuhr-Motor“ den ersten schnelllaufenden Ottomotor, zudem mit Benzin unabhängig von Gasleitungen, mit dem „Reitwagen“ das Motorrad und mit der „Motorkutsche“ von 1886 das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor.


10.08.1881

In Paris wird die erste internationale Elektrizitätsausstellung gezeigt. Die Besucher sind von den von Thomas Alva Edison gemeinsam mit Sigmund Bergmann entwickelten Glühlampen fasziniert.

Paris ist die Hauptstadt der Französischen Republik und Hauptort der Region Île-de-France. Mit rund 2,1 Millionen Einwohnern ist Paris die viertgrößte Stadt der Europäischen Union. Mit einer vergleichsweise kleinen Stadtfläche von 105,40 Quadratkilometern ist Paris mit 19.960 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte Großstadt Europas. Paris ist eine Metropole und Global City.


10.08.1861

Im Sezessionskrieg siegen die Konföderierten am Wilson’s Creek.

Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).


10.08.1846

Durch ein Gesetz des US-Kongresses wird mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des 17 Jahre zuvor verstorbenen Briten James Smithson die Smithsonian Institution gegründet.

James Lewis Smithson war ein britischer Mineraloge und Chemiker. Er wurde bekannt wegen seiner Hinterlassenschaft für die USA, die zur Finanzierung der Smithsonian Institution benutzt wurde.


10.08.1830

Ecuador erklärt sich von Großkolumbien unabhängig.

Die Geschichte Ecuadors umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Ecuador von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich in acht Perioden einteilen. Die Region wurde bis ins 15. Jahrhundert von mehreren unabhängigen Völkern bewohnt. Für etwa ein Jahrhundert herrschten die Inkas über das Gebiet. Zwischen den 1530er und den 1820er Jahren war Ecuador spanische Kolonie. Zwischen 1810 und 1830 erlebte das Land den Unabhängigkeitskrieg und wurde Teil von Großkolumbien und danach unabhängiger Staat. Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre war das Land geprägt durch die Auseinandersetzungen zwischen „konservativen“ Kräften aus der Sierra und „liberalen“ Fraktionen aus der Costa, wobei der Exportboom von Kakao für eine dominante Stellung letzterer sorgte. Zwischen 1925 und 1947 war Ecuador geprägt von politischem Chaos, dem Zusammenbruch der Kakaoindustrie sowie der Weltwirtschaftskrise. Von 1947 bis in die 1960er Jahre erlebte das Land einen ökonomischen Aufschwung dank dem Anbau von Bananen und ersten Ansätzen einer Industrialisierung. Seit 1973 bestimmt die Erdöl-Produktion die wirtschaftliche und politische Stabilität des Landes in zentraler Weise mit.


10.08.1829

Das Finsteraarhorn, der höchste Berg in den Berner Alpen, wird von Jakob Leuthold und Johann Währen bis zum Hauptgipfel bestiegen.

Das Finsteraarhorn ist mit 4274 m ü. M. der höchste Gipfel der Berner Alpen, des Kantons Bern und der Schweiz östlich von Lötschberg und Simplon. Zudem ist es der höchste Punkt im Einzugsgebiet des Rheins. Es liegt auf der Grenze der Kantone Bern und Wallis, im Zentrum der Berner Alpen. Das Finsteraarhorn ist im Vergleich zu Eiger, Mönch und Jungfrau aus Tallagen nicht zu sehen und relativ schwer erreichbar, da es von Gletschern und hohen Bergen umgeben ist. Von höhergelegenen Aussichtspunkten wie dem Grimselpass oder dem Nufenenpass ist es aber aufgrund seiner Höhe und markanten Form ausgesprochen prominent sichtbar.


10.08.1822

Im mecklenburgischen Doberan wird das erste Galopprennen auf deutschem Boden ausgetragen.

Mecklenburg [ˈmeːklənbʊrk], mecklenburgisch Mäkel(n)borg [ˈmɛːkəl(n)bɔrx], ist ein Landesteil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Jahrhundertelang war Mecklenburg eine reichsunmittelbare Herrschaft mit eigener Geschichte und Kultur. Die größten Städte Mecklenburgs sind Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Wismar und Güstrow. Der in Mecklenburg gelegene Müritz-Nationalpark ist der größte im Binnenland gelegene Nationalpark Deutschlands.


10.08.1821

Missouri wird 24. Bundesstaat der Vereinigten Staaten.

Missouri ist ein US-Bundesstaat im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist flächenmäßig der 21. größte Bundesstaat und grenzt im Norden an Iowa, im Osten an Illinois, Kentucky und Tennessee, im Süden an Arkansas und im Westen an Oklahoma, Kansas und Nebraska. Damit zählt Missouri zusammen mit Tennessee zu den Bundesstaaten mit den meisten Nachbarstaaten. Im Süden befinden sich die Ozarks, ein bewaldetes Hochland, während im Norden fruchtbare Ebenen die Landschaft prägen. Mit einem Alter von 1,5 Milliarden Jahren gehören die St. Francois Mountains zu den ältesten der Welt. Der Missouri River, nach dem der Staat benannt ist, fließt durch das Zentrum und mündet bei St. Louis in den Mississippi, der die Ostgrenze bildet. Mit über sechs Millionen Einwohnern ist er der 19. bevölkerungsreichste Bundesstaat des Landes. Die beiden größten städtischen Gebiete sind St. Louis und Kansas City, die Hauptstadt ist Jefferson City. Weitere bedeutende Städte sind Columbia und Springfield.


10.08.1809

Der Aufstand von Quito markiert den ersten Schritt zur vorläufigen Unabhängigkeit Ecuadors von Spanien.

Quito [ˈkito] ist die Hauptstadt von Ecuador. Sie liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2850 m hohen Becken der Anden und ist somit noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 2,7 Millionen Einwohnern neben Guayaquil eine der beiden größten Städte des Landes. Außerdem ist sie Hauptstadt des gleichnamigen Kantons sowie der Provinz Pichincha. Die Altstadt von Quito gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.


10.08.1793

Das ehemalige Königsschloss Louvre in Paris wird als Museum eröffnet.

Das Museum Louvre, kurz der Louvre  , ist ein Kunstmuseum im 1. Arrondissement von Paris, der Hauptstadt Frankreichs. Er befindet sich im historischen Schloss Louvre, der ehemaligen Residenz der französischen Könige, am rechten Ufer der Seine. Infolge der Französischen Revolution wurde die frühere Kunstsammlung der Könige am 27. Juli 1793 zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, am 10. August 1793 dann als Zentrales Kunstmuseum der Republik mit einer Ausstellung von 537 Gemälden eröffnet, wobei der Großteil der Werke aus königlichem Besitz und konfisziertem Kirchenbesitz stammte. Nach Napoleon Bonapartes siegreichem Italienfeldzug (1796/97) wurden Kunstwerke in Italien von den Franzosen requiriert. Die so vergrößerte Sammlung wurde in Musée Napoléon umbenannt. Nach dem Ende des Napoleonischen Kaiserreichs (1815) wurde die Kunstsammlung wieder als Louvre bezeichnet. Die in den Napoleonischen Kriegen erbeuteten Kunstwerke wurden an ihre vorhergehenden Besitzer zurückgeführt. Das nationale Element in der nun wieder als Louvre bezeichneten Kunstsammlung trat so wieder in den Vordergrund. Bis heute ist die Kunstsammlung auf mehr als 380.000 Objekte gewachsen, von denen etwa 35.000 ausgestellt sind. Mit 72.735 Quadratmetern Fläche und 9,6 Millionen Besuchern im Jahr 2019 ist der Louvre das größte und meistbesuchte Kunstmuseum der Welt.


10.08.1792

Der Sturm der Sansculottes auf die Tuilerien beendet die Monarchie in Frankreich. Ludwig XVI. wird gefangen genommen.

Der Tuileriensturm am 10. August 1792 war ein Ereignis während des Aufstands vom 10. August in Paris während der Französischen Revolution. Die von der Schweizergarde verteidigte königliche Residenz, der Tuilerienpalast, wurde an diesem Tag von aufständischen Bevölkerungsteilen mit Unterstützung der revolutionären Stadtregierung von Paris gestürmt. König Ludwig XVI. wurde zur Flucht in die Gesetzgebende Nationalversammlung gezwungen, die französische Aristokratie vorläufig gestürzt. Die Schweizergarde erlitt hohe Verluste. In der französischen Geschichtsschreibung sind die Ereignisse unter der Bezeichnung journée du 10 août oder kurz le 10 août bekannt. Mit Blick auf die hohe Zahl der Todesopfer wird auch die Bezeichnung massacre du 10 août verwendet.


10.08.1759

Karl III., bis dahin als Karl IV. Herrscher im Königreich beider Sizilien, folgt Ferdinand VI. auf den spanischen Thron. Sein Sohn Ferdinand übernimmt an seiner Stelle die Regentschaft im Königreich beider Sizilien.

Karl III. war vom 10. August 1759 bis zu seinem Tod König von Spanien. Zuvor war er vom 29. Dezember 1731 bis zum 3. Oktober 1735 als Karl I. Herzog von Parma und Piacenza, vom 3. Juli 1735 bis zum 10. August 1759 als Karl V. König von Sizilien und gleichzeitig als Karl VII. König von Neapel.


10.08.1744

Friedrich der Große ordnet an, auf einem Hang in Potsdam Weinbergterrassen zu schaffen.

Friedrich II., der Große, volkstümlich „Der Alte Fritz“ genannt, war ab 1740 König in, ab 1772 König von Preußen und ab 1740 Markgraf von Brandenburg und somit einer der Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Er entstammte der Dynastie der Hohenzollern.


10.08.1680

Organisiert vom indianischen Priester Popé bricht im Vizekönigreich Neuspanien der Pueblo-Aufstand los. Ihm fallen sowohl zahlreiche spanische Kolonisten als auch viele Ureinwohner zum Opfer.

Popé war der Führer und Organisator des Pueblo-Aufstands von 1680. Er gehörte zum Volk der San Juan-Pueblo-Indianer, die seit Jahrzehnten, genau so wie viele andere Pueblo-Völker im Tal des Rio Grande in New Mexico, unter der brutalen Unterdrückung der Spanier litten.


10.08.1678

Frankreich und die Republik der Vereinigten Niederlande schließen den ersten der Friedensverträge von Nimwegen.

Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.


10.08.1664

Das Osmanische Reich und das Heilige Römische Reich schließen den Frieden von Eisenburg. Mit ihm endet der Türkenkrieg von 1663/64, der den Osmanen trotz der Niederlage von Mogersdorf letztmals territoriale Gewinne in Ungarn bringt.

Das Osmanische Reich, auch das Türkische Reich genannt, war das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1922. Die im deutschsprachigen Raum veraltete, Bezeichnung Ottomanisches Reich, deren Gegenstücke im englisch- und französischsprachigen Raum weiterhin üblich sind, leitet sich von der italianisierten Variante Ottomano der arabischen Namensform Uthman des Dynastiebegründers Osman I. her.


10.08.1661

Portugal und die Generalstaaten einigen sich in Haag auf einen Friedensvertrag. Gegen den Erhalt von acht Millionen Gulden in Geld oder Waren verzichten die Holländer auf alle Ansprüche in portugiesischen Kolonien.

Die Geschichte Portugals umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Portugiesischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


10.08.1653

Die Seeschlacht bei Scheveningen ist die letzte Auseinandersetzung mit Waffen im ersten Englisch-Niederländischen Krieg. Beide Seiten beanspruchen den Sieg für sich. Der Tod ihres Admirals Maarten Tromp in der Schlacht fördert unter anderem die Bereitschaft der Niederländer zu einem Friedensschluss.

In der Seeschlacht bei Scheveningen, der letzten Seeschlacht im Ersten Englisch-Niederländischer Krieg, traf am 31. Julijul. / 10. August 1653greg. die Flotte der Vereinigten Provinzen der Niederlande auf die Flotte des Commonwealth von England vor der Küste nahe der holländischen Insel Texel.


10.08.1644

Die Schlacht bei Freiburg im Breisgau endet; die dreitägigen Kämpfe zählen zu den verlustreichsten Schlachten im Dreißigjährigen Krieg. Die bayerischen Truppen unter Franz von Mercy und die französische Armee unter Marschall Condé trennen sich unentschieden.

Während des Dreißigjährigen Krieges kam es am 3., 5. und 10. August 1644 zur Schlacht bei Freiburg im Breisgau. Die an drei getrennten Tagen geführte Schlacht zwischen den kaiserlichen und bayerische Truppen unter Franz von Mercy und den Franzosen unter den Marschällen Herzog von Enghien und Turenne gilt als eine der verlustreichsten des ganzen Krieges. Obwohl die Franzosen deutlich höhere Verluste erlitten als ihre Gegner, reklamierten sie später den Sieg für sich. Die Schlacht zementierte jedoch nur den Status quo und endete in strategischer Hinsicht unentschieden.


10.08.1628

Das schwedische Kriegsschiff Vasa, Prestigeprojekt von Gustav II. Adolf, sinkt bereits bei der Jungfernfahrt im Hafen. Dabei kommen 30 bis 50 Menschen ums Leben.

Die Vasa war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Nach Bergung 1961 wurden ihre Bestandteile stabilisiert und restauriert. Sie ist heute im Vasa-Museum in Stockholm ausgestellt. Das Schiff trägt den Namen der schwedischen Königsdynastie Wasa.


10.08.1583

Der Friede von Pljussa beendet den Livländischen Krieg zwischen Russland und Schweden.

Der Vertrag von Pljussa war ein Waffenstillstandsvertrag zwischen Zarentum Russland und Schweden. Er beendete den Livländischen Krieg (1558–1583).


10.08.1566

Als Auftakt zum niederländischen Unabhängigkeitskrieg zerstören Protestanten religiöse Bilder in einer Kapelle in Steenvoorde. Dem Beispiel folgen bis zum Oktober anhaltende weitere Aktionen in katholischen Kirchen in Flandern.

Im Achtzigjährigen Krieg von 1568 bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone und damit vom Haus Habsburg. Mit seinem Ende schieden die nördlichen Niederlande aus dem Verband des Heiligen Römischen Reichs aus. Der südliche Teil der Niederlande blieb dagegen vorerst bei Spanien und kam später zu Österreich. Im Jahr 1830 ging daraus Belgien hervor. Die Niederlande wurden damit dauerhaft geteilt.


10.08.1557

Nach seinem Sieg in der Schlacht von Saint-Quentin über Frankreichs König Heinrich II. am Gedenktag des heiligen Laurentius schwört Philipp II. von Spanien, zu Ehren des Heiligen ein Kloster zu bauen. Seine Astrologen wählen in der Folge den kleinen kastilischen Ort El Escorial für den Bau aus.

Die Schlacht bei Saint-Quentin fand am 10. August 1557jul. innerhalb des Habsburgisch-Französischen Konfliktes (1552–1559) statt und führte zu einem entscheidenden Sieg der Spanier über die Franzosen. Dieser kam auch dadurch zustande, dass sich der spanische König Philipp II. die Unterstützung Englands und dessen Königin Maria I. als Verbündete gesichert hatte.


10.08.1535

Der Sankt-Lorenz-Strom erhält seinen Namen vom Entdecker Jacques Cartier.

Der Sankt-Lorenz-Strom ist mit einem mittleren Abfluss von 10.080 m³/s der drittgrößte Fluss in Nordamerika und entwässert die Großen Seen zum Atlantik. Der Flusslauf ist unterhalb der großen Seen 580 Kilometer lang und verläuft gestreckt nordostwärts. Der Name bezieht sich aber auch auf das anschließende, etwa 660 Kilometer lange Ästuar, das sich trichterförmig zum Atlantik öffnet. Der Sankt-Lorenz-Strom bildet zunächst die Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York und durchquert dann die Provinz Québec. Das Einzugsgebiet des Stromes umfasst im Wesentlichen das Gebiet der Großen Seen, womit die Gesamtlänge des Flusssystems 2900 Kilometer erreicht.


10.08.1519

Ferdinand Magellan beginnt die erste Weltumsegelung mit der Fahrt seiner fünf Schiffe von Sevilla flussabwärts zur Mündung des Guadalquivir nach Sanlúcar de Barrameda.

Ferdinand Magellan war ein portugiesischer Seefahrer, der im Auftrag der spanischen Krone die erste historisch belegte Weltumsegelung initiierte. Seine Expedition erbrachte, ohne dass dies ursprünglich geplant war, den letzten, praktischen Beweis für die schon bekannte Kugelgestalt der Erde. Ihr eigentlicher Zweck war die Suche nach einer Westroute zu den Gewürzinseln, das heißt: nach einer Durchfahrt zwischen dem Atlantik und dem Südmeer, als welches der Pazifik den Europäern seit 1513 bekannt war.


10.08.1512

In der Seeschlacht von Saint Mathieu werden das bis dahin größte französische Kriegsschiff (Marie la Cordelière) und das größte englische Kriegsschiff (Regent) versenkt, der französische Kapitän Hervé de Portzmoguer kommt zusammen mit fast 1600 französischen und englischen Matrosen und Marinesoldaten ums Leben.

Die Seeschlacht von Saint-Mathieu fand am Tag des Heiligen Lorenz (10. August) 1512 zwischen einer englischen und einer französisch-bretonischen Flotte vor der bretonischen Küste nahe Brest statt. Es war die erste Seeschlacht, in der Kanonen auf speziellen Geschützdecks eingesetzt wurden.


10.08.1500

Der Portugiese Diogo Dias sichtet als erster Europäer Madagaskar und nennt die Insel São Lorenço.

Das Haus Avis regierte Portugal von 1383 bis 1580 und folgte damit auf die Herrschaft der Burgunder. In diese Epoche fallen Portugals Unabhängigkeit vom Königreich Kastilien, vor allem durch das Bündnis mit England, sein Aufstieg zur weltweiten Kolonialmacht und sein so genanntes „goldene Zeitalter“ unter Emanuel I.


10.08.1444

Ein Expeditionskorps des ägyptischen Mamlukensultanats erscheint vor der Insel Rhodos und beginnt mit der Belagerung der Stadt und wichtigsten Festung des Johanniterordens.

Als Expeditionsstreitkräfte oder Expeditionskorps werden militärische Einheiten bezeichnet, die in Gebieten außerhalb ihres Heimatlandes eingesetzt werden.


10.08.1304

Raniero Grimaldi gelingt es mit seiner französischen Flotte, die von flämischer Seite belagerte Stadt Zierikzee aus ihrer Zwangslage zu befreien. Der verbündete Wilhelm III., Graf von Holland, Zeeland und Hennegau, zieht nach dem Sieg in die Stadt ein.

Raniero Grimaldi war ein genuesischer Politiker, französischer Admiral und von 1297 bis 1301 erster Herr von Monaco aus der Familie der Grimaldi.


10.08.1270

Yekuno Amlak wird neuer Neguse Negest von Äthiopien und begründet damit die Herrschaft der Salomonischen Dynastie im Kaiserreich Abessinien.

Yekuno Amlak war vom 10. August 1270 bis zu seinem Tod Negus Negest (Kaiser) von Äthiopien. Er gilt als Begründer oder Wiederhersteller der salomonischen Dynastie. Über seinen Vater, Tasfa Jesus, führte er seine Abstammung zurück auf Dil Na’od, den letzten König von Aksum.


10.08.1250

Schleswigs Herzog Abel lässt seinen zu einem Versöhnungsgespräch geladenen Bruder, den dänischen König Erik IV., aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ermorden. Er wird im November selbst dänischer König, nachdem 24 Ritter seine Unschuld am Tod des Bruders beschworen haben.

Das Herzogtum Schleswig entwickelte sich ab etwa 1200 und existierte bis 1864. Es umfasste im Wesentlichen das heutige Nordschleswig (Dänemark) und Südschleswig. Hauptort war die Stadt Schleswig, bedeutendste Siedlung Flensburg. Vorläufer des Herzogtums war im frühen Mittelalter das Jarltum Süderjütland (Sønderjylland). Die Herrschaft über das Herzogtum war im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder umstritten und umkämpft.


10.08.1230

In der Schlacht von Yassı Çemen setzen sich die Rum-Seldschuken gegenüber dem Choresm-Schah Dschalal ad-Din durch.

Die Schlacht von Yassı Çemen fand am 10. August 1230 in der Nähe von Erzincan zwischen den verbündeten Rum-Seldschuken und Ayyubiden und dem Choresm-Schah statt.


10.08.1164

Eine Kreuzfahrertruppe des Fürstentums Antiochia wird in der Schlacht von Artah vom syrischen Herrscher Nur ad-Din durch scheinbaren Rückzug in einen Hinterhalt gelockt und besiegt.

Das Fürstentum Antiochia oder Antiochien in Syrien und Teilen der heutigen Türkei war einer der Kreuzfahrerstaaten, die während des Ersten Kreuzzugs entstanden. Das Fürstentum bestand von 1098 bis 1268.


10.08.0997

Das maurische Heer Almansors zerstört Santiago de Compostela, lässt das dort befindliche Apostelgrab aber unangetastet.

Als Mauren werden all jene in Nordafrika – teilweise als Nomaden – lebenden Berberstämme bezeichnet, die seit Jahrhunderten in Nordafrika leben. Zur Zeit der römischen Herrschaft in Nordafrika lebten sie zum Teil außerhalb der römischen Provinz. Später drang der Islam durch verschiedene Bewegungen und Truppen in dieses Gebiet ein. Die Islamisierung war ein komplexer Prozess und dauerte zum Teil bis ins 13. Jahrhundert. Der erste muslimische Kämpfer, der auf das europäische Festland übersetzte, war 711 der Berber Tarik Ibn Ziyad. Der Fels „Gibraltar“ ist nach ihm benannt. Ein kleiner Teil der Kämpfer, die mit dem Gouverneur Moussa ibn Nussayr kamen, bestand aus Arabern, doch der größere Teil aus Berbern, die im Gebiet der heutigen Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko beheimatet waren.


10.08.0991

In der Schlacht von Maldon schlagen eingedrungene Wikinger angelsächsische Krieger unter dem Anführer Byrhtnoth.

Die Schlacht von Maldon fand am 10. August 991 bei Maldon am Fluss Blackwater in Essex im Osten Englands statt.


10.08.0955

Der Sieg Ottos des Großen über die Magyaren in der Schlacht auf dem Lechfeld beendet die Zeit der Ungarneinfälle in das Ostfrankenreich.

Otto I. der Große aus dem Geschlecht der Liudolfinger war ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), ab 951 König von Italien und ab 962 römisch-deutscher Kaiser.


10.08.0843

Im Vertrag von Verdun wird das Frankenreich nach dem Tod Ludwigs des Frommen unter dessen Söhnen Lothar, Ludwig und Karl aufgeteilt.

Im Vertrag von Verdun teilten am 10. August 843 die überlebenden Söhne Kaiser Ludwigs des Frommen das Fränkische Reich der Karolinger in drei Herrschaftsgebiete auf:Lothar als ältester erhielt die Kaiserwürde sowie das später als Mittelreich bezeichnete Lotharii Regnum, das sich von der Nordsee bis nach Italien erstreckte; Karl der Kahle bekam das Westfrankenreich, aus dem später Frankreich hervorgehen sollte; Ludwig der Deutsche erhielt das Ostfrankenreich, aus dem später das Heilige Römische Reich hervorging.


10.08.0654

Eugen I. wird zum Papst gewählt, obwohl sein Vorgänger Martin I. noch lebt.

Der hl. Eugen I. wurde am 10. August 654 als Nachfolger von Martin I. zum Papst gewählt, obwohl sein Vorgänger noch lebte.


01.01.1970

Ninive, die letzte Hauptstadt Assyriens, wird von Medern und Babyloniern nach dreimonatiger Belagerung erobert und zerstört.

Ninive, akkadisch Ninu(w)a, war eine mesopotamische Stadt im heutigen Irak, am linken Ufer des Tigris, an der Mündung des kleinen Flusses Chosr innerhalb der modernen Stadt Mossul. Die ältesten Siedlungsreste befinden sich auf den Ruinenhügeln (Tells) Kujụndjik und Nebi Junus. Im 1. Jahrtausend v. Chr. dehnte sich die Besiedlung auch auf die Umgebung aus und erreichte eine Gesamtfläche von 750 Hektar. Die erforschten Siedlungsschichten lassen Ninive in den Zeitraum vom keramischen Neolithikum bis zur islamischen Periode datieren, wobei es die größte Bedeutung im 7. Jahrhundert v. Chr. als Hauptstadt des Assyrischen Reiches erlangte.