Historische Ereignisse am Donnerstag, 10. Juli

78 bedeutende Ereignisse fanden am Donnerstag, 10. Juli statt — von -48 bis 2017. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Der 10. Juli markiert in der europäischen Geschichte mehrere bedeutsame Momente. Im Jahr 2012 verurteilte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag den kongolesischen Ex-Milizenführer Thomas Lubanga zu 14 Jahren Haft wegen der Rekrutierung und des Einsatzes von Kindersoldaten. Das Gericht in Den Haag, gelegen in der niederländischen Provinz Südholland, ist die ständige Institution der internationalen Justiz und hat seinen Sitz in einem modernen Gebäudekomplex im Stadtteil Scheveningen. Knapp fünf Jahre später, im Jahr 2017, endete die Schlacht um Mossul im Irak nach mehr als acht Monaten mit der Befreiung der Stadt von der Terrororganisation Islamischer Staat. Diese militärischen und juristischen Entwicklungen zeigen die verschiedenen Dimensionen internationaler Konflikte und ihrer Aufarbeitung im 21. Jahrhundert.

Am 10. Juli 2025 herrscht Wolkenwetter bei angenehmen Temperaturen. Der Himmel zeigt sich teilweise bewölkt, die Sichtbedingungen sind gut. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, und astrologisch gesehen fallen Menschen an diesem Tag unter das Sternzeichen Krebs. Diese meteorologischen und astronomischen Bedingungen prägen das Erscheinungsbild des Sommertages.

DayAtlas bietet umfassende Informationen zu historischen Ereignissen, bekannten Geburts- und Sterbedaten sowie Wetterbedingungen für jeden beliebigen Tag und Ort. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, die Geschichte eines spezifischen Datums zu erkunden und gleichzeitig lokale Wetterdaten einzusehen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 14. April.

10.07.2017

Im Irak endet die Schlacht um Mossul nach über 8 Monaten mit der Befreiung der Stadt von der Terror-Miliz Islamischer Staat.

Die Schlacht um Mossul war eine vom 17. Oktober 2016 bis 9. Juli 2017 stattfindende Großoffensive der irakischen Streitkräfte zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul aus den Händen der sunnitischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Unterstützt wurden die Streitkräfte von kurdischen Peschmergaeinheiten, assyrisch-christlichen, sunnitischen und schiitischen Milizionären sowie US-amerikanischen Einheiten und Kampfflugzeugen der Anti-IS-Koalition.


10.07.2012

Der wegen der Rekrutierung und des Einsatzes von Kindersoldaten für schuldig befundene kongolesische Ex-Milizenführer Thomas Lubanga wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Kindersoldaten sind Kinder, die an einem Krieg teilnehmen. Als Kindersoldaten gelten laut der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 alle Kriegsteilnehmer unter 15 Jahren, die direkt an Feindseligkeiten beteiligt sind. Ein optionales Zusatzprotokoll der Konvention aus dem Jahr 2002 hebt das Mindestalter für wehrpflichtige Soldaten der ratifizierenden Staaten auf 18 Jahre an, freiwillige Rekruten älter als 14 Jahre sind nach wie vor völkerrechtlich legal. Mitunter werden von anderer Stelle jedoch auch nichtkämpfende Helfer bewaffneter Gruppen sowie alle Jugendlichen unter 18 Jahren zu den Kindersoldaten gezählt.


10.07.2011

Das russische Flusskreuzfahrtschiff Bulgaria sinkt bei einer Ausflugsfahrt auf der Wolga innerhalb weniger Minuten. Mehr als 100 Menschen kommen ums Leben, darunter zahlreiche Kinder.

Die Bulgaria ist ein Fahrgastschiff, das am 10. Juli 2011 auf der Wolga gesunken ist. Nach letzten Informationen starben dabei 122 Menschen. Damit handelt es sich um das größte Schiffsunglück in Russland seit dem Untergang der Admiral Nachimow 25 Jahre zuvor.


10.07.2009

Die großteils staatliche General Motors Company entsteht aus der bankrottgegangenen General Motors Corporation.

Die General Motors Company (GMC) ist ein global operierender US-amerikanischer Automobilkonzern, dem weltweit mehrere Marken gehören. Die 2009 mit US-amerikanischer/kanadischer staatlicher Mehrheitsbeteiligung als Vehicle Acquisition Holdings LLC gegründete Gesellschaft übernahm als NGMCO, INC. mit Übertragungs- und Kaufvertrag vom 26. Juni 2009 abschließend am 10. Juli 2009 die Vermögenswerte der insolventen General Motors Corporation. Als neue General Motors Company LLC setzt sie die Geschäfte der Old GM fort. Die ehemalige General Motors Corporation firmiert seit 15. Juli 2009 als Motors Liquidation Company.


10.07.2006

In der Mongolei beginnen die einwöchigen Feierlichkeiten zum 800. Jahrestag der Staatsgründung mit der Einweihung einer riesigen Statue von Dschingis Khan.

Die Mongolei ist ein Binnenstaat in Ostasien, zwischen Russland und China. Territorial über viermal so groß wie Deutschland, ist das Land mit rund drei Millionen Einwohnern der am dünnsten besiedelte Staat der Erde. Mehr als 40 Prozent der Landesbevölkerung leben in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Der Großteil der Bevölkerung sind Mongolen, von denen die knappe Mehrheit dem mongolischen Buddhismus angehört.


In Polen ernennt Staatspräsident Lech Kaczyński seinen eineiigen Zwillingsbruder Jaroslaw zum Ministerpräsidenten. Damit sind die beiden wichtigsten Positionen im Staat durch das Brüderpaar besetzt, was auch in Polen selbst zu Kritik führt.

Polen ist eine parlamentarische Republik in Mitteleuropa. Hauptstadt des Landes ist Warschau, größter Ballungsraum die Metropolregion (GZM) um Kattowitz (Katowice). Weitere Städte mit über 400.000 Einwohnern sind Krakau (Kraków), Łódź, Breslau (Wrocław), Posen (Poznań) und Danzig (Gdańsk). Polen ist ein in 16 Woiwodschaften gegliederter Einheitsstaat. Mit einer Größe von 312.696 Quadratkilometern ist Polen das sechstgrößte Land der Europäischen Union und mit 38,18 Millionen Einwohnern das fünftbevölkerungsreichste. Es herrscht vorwiegend das ozeanische Klima im Norden und Westen sowie das kontinentale Klima im Süden und Osten des Landes.


10.07.2000

Baschar al-Assad wird nach dem Tod seines Vaters Hafiz al-Assad zum Präsidenten von Syrien gewählt.

Baschar Hafiz al-Assad ist ein ehemaliger syrischer Politiker, der von 2000 bis 2024 Staatspräsident Syriens war und das Land diktatorisch regierte. Er trat als Nachfolger seines Vaters Hafiz al-Assad die Ämter des Generalsekretärs der Baath-Partei und des Staatspräsidenten Syriens an, verdankte seine politische Legitimität also hauptsächlich ihm. Nachdem er bei seiner Machtübernahme von vielen Staaten zunächst als potenzieller Reformer angesehen worden war, forderten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union im Jahr 2011 seinen Rücktritt, weil er militärisch gegen Demonstranten des Arabischen Frühlings in Syrien vorgegangen war. Mit der Unterdrückung der zunächst friedlichen Proteste lieferte er den Auslöser für den Bürgerkrieg in Syrien. Während dieses Konflikts autorisierte Baschar al-Assad nach Ansicht der Hohen Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Kriegsverbrechen. Er setzte die Streitkräfte Syriens ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung im Inland ein. Unter der Herrschaft Hafiz al-Assads und seiner Familie sind systematische Entführungen, Morde und Folter durch die Streitkräfte, den syrischen Nachrichtendienst und den militärischen Geheimdienst belegt. Sein Regime zerfiel Anfang Dezember 2024. Er floh daraufhin nach Russland und ließ dort seinen Rücktritt bekanntgeben.


Das europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS wird gegründet.

Die Airbus SE ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern. Mit einem Umsatz von rund 52 Milliarden Euro war Airbus im Jahr 2021 das drittgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Zum Jahreswechsel 2013/14 übernahm der Konzern den Namen seiner Tochtergesellschaft Airbus S.A.S., die als Flugzeughersteller im Bereich Verkehrsflugzeuge tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt an mehr als 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa sowie in 35 Außenbüros weltweit rund 157.000 Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 2000 werden die Aktien des Konzerns an den Börsen Paris und Frankfurt gehandelt und in den französischen Leitindex CAC 40 sowie seit dem 20. September 2021 in den DAX einbezogen.


In Süd-Nigeria explodiert eine Pipeline. Etwa 250 Einwohner, die auslaufendes Benzin sammeln, werden getötet.

Nigeria [niˈgeːʁi̯a] ist ein Bundesstaat in Westafrika. Es ist mit etwa 230 Millionen Einwohnern (2024) mit Abstand das bevölkerungsreichste Land Afrikas und weltweit das Land mit der sechstgrößten Bevölkerung. Im Zeitraum von 1989 bis 2019 hat sich die Bevölkerungszahl des Landes verdoppelt; weiterhin steigt diese stark.


10.07.1992

Der panamaische General Manuel Noriega wird in den USA wegen Drogenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt.

Manuel Antonio Noriega Moreno ; Aliasname: „Cara de Piña“, englisch auch „Pineapple Face“ – in Lateinamerika eine pejorative Bezeichnung für pockennarbiges Gesicht – war vom 12. August 1983 bis 20. Dezember 1989 de facto der Machthaber in Panama. Er wurde Ende 1989 bei der US-Invasion gestürzt und festgenommen. 1992 von einem US-Gericht wegen Drogenhandels, Schutzgelderpressung und Verschwörung zu einer Haftstrafe verurteilt, war er bis zu seinem Tod Strafgefangener.


10.07.1986

St. Pölten wird per einstimmigem Landtagsbeschluss Hauptstadt Niederösterreichs.

St. Pölten ist seit 1986 Landeshauptstadt und mit 59.767 Einwohnern größte Stadt Niederösterreichs. Nach seiner Einwohnerzahl belegt St. Pölten auf der Liste der größten Städte Österreichs den neunten Platz.


10.07.1985

Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior wird in Auckland, Neuseeland von französischen Geheimdienst-Agenten versenkt.

Greenpeace [ˈgriːnpiːs] ist eine 1971 gegründete, transnationale politische Non-Profit-Organisation, welche sich für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Frieden einsetzt und nach eigenen Aussagen „mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen kämpft“.


10.07.1980

Gérard d’Aboville startet mit seinem Einmann-Ruderboot Captain Cook von Cape Cod aus seine Atlantiküberquerung.

Gérard d’Aboville ist ein französischer Navigator und Politiker. Er initiiert Solo-Überquerungen von Ozeanen im Ruderboot. D’Aboville hat einen Sitz im Gemeinderat von Paris für die UMP.


10.07.1978

Der mauretanische Staatspräsident Moktar Ould Daddah wird während eines Militärputschs gestürzt.

Mauretanien ist ein Staat im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien im Nordosten, Mali im Osten und Südosten, Senegal im Südwesten sowie im Norden und Nordwesten an den Landesstreifen der Westsahara, der nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien 1975 größtenteils von Marokko annektiert wurde. Mauretanien besteht größtenteils aus Wüste, ausgenommen eine Dornstrauchsavannenzone entlang der Südgrenze bis zur Hauptstadt Nouakchott. Nach einem Putsch am 8. August 2008 herrschte kurzzeitig eine Militärdiktatur; 2009 fanden wieder Präsidentschaftswahlen statt, ebenso 2014 und 2019.


10.07.1976

Bei einem Unfall in der Chemiefabrik Icmesa im norditalienischen Seveso, der Umweltkatastrophe von Seveso, werden große Mengen des hochgiftigen Dioxins TCDD freigesetzt.

Icmesa S.p.A war eine chemische Fabrik in Meda bei Mailand. Bekannt wurde sie durch eine schwere Chemiekatastrophe, das sogenannte Sevesounglück, bei dem am 10. Juli 1976 größere Mengen hochgiftiger Stoffe austraten und für langfristige Schäden an Menschen und Umwelt sorgten.


10.07.1973

Die Bahamas werden von Großbritannien unabhängig.

Die Bahamas, englisch The Bahamas, amtlich Commonwealth der Bahamas, englisch The Commonwealth of The Bahamas, sind ein Inselstaat im Atlantik und Teil der Westindischen Inseln. Sie liegen südöstlich der Vereinigten Staaten sowie nordöstlich von Kuba und werden geographisch zu Mittelamerika gezählt. Von den mehr als 700 Inseln sind nur 30 bewohnt.


In Rom wird der 16-jährige John Paul Getty III entführt. Die Täter verlangen ein Lösegeld von 3,4 Millionen US-Dollar. Sein Großvater, der Milliardär J. Paul Getty lehnt eine Zahlung ab, bis das dem Enkel abgeschnittene und einer Zeitung übersandte Ohr eine Meinungsänderung bewirkt.

John Paul Getty III. war ein Sohn des US-amerikanischen Milliardärs John Paul Getty II. Bekannt wurde er 1973 als Opfer einer spektakulären Entführung in Italien.


10.07.1971

In Skhirat kommt es zu einem Putschversuch gegen König Hassan II. von Marokko. Über Radio Rabat rufen die Rebellen die Republik Marokko aus. Der nur von Teilen des Militärs unternommene Umsturzversuch wird von loyalen Truppen und der Polizei niedergeschlagen.

Skhirat ist eine Großstadt mit ca. 125.000 Einwohnern am Atlantik in der Präfektur Skhirate-Témara in der Region Rabat-Salé-Kénitra in Marokko.


10.07.1968

Ein für Deutschland ungewöhnlich heftiger Tornado der Stärke F4 richtet in der Stadt Pforzheim und dem Umland erhebliche Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden an. Zwei Menschen sterben, über 200 Menschen werden verletzt.

Ein Tornado, auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre mit annähernd senkrechter Drehachse. Er hängt zusammen mit konvektiver Bewölkung und unterscheidet sich damit von Kleintromben (Staubteufeln). Der Wirbel erstreckt sich durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze, muss dabei aber nicht durchweg kondensiert sein. Diese Definition geht auf Alfred Wegener (1917) zurück und ist heute noch allgemein anerkannt.


10.07.1966

Bei Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen gewinnt zum ersten Mal eine SPD-geführte Koalition.

Nachfolgend sind die Ergebnisse der Wahlen zum Landtag von Nordrhein-Westfalen seit 1947 dargestellt.


Martin Luther King zieht am „Freiheitssonntag“ mit 36.000 Anhängern zum Rathaus von Chicago und heftet 48 Thesen, in denen er Verbesserungen der Wohn-, Bildungs- und Arbeitsverhältnisse anmahnt, an die dortige Metalltür.

Martin Luther King Jr. war ein US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler.


10.07.1964

Bayerns Kultusminister Theodor Maunz gibt nach Enthüllungen zu seiner NS-Vergangenheit seinen Rücktritt bekannt.

Bayern ist eines der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland und liegt in deren Südosten. Es ist das flächengrößte Land Deutschlands und mit rund 13,2 Millionen Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist München mit über 1,5 Millionen Einwohnern.


Der von Staatspräsident Joseph Kasavubu aus dem Exil zurückgeholte frühere Staatschef von Katanga, Moïse Tschombé, wird Ministerpräsident der Zentralregierung im Kongo.

Joseph Kasavubu war von 1960 bis 1965 der erste Präsident der Demokratischen Republik Kongo.


The Beatles veröffentlichen das Album A Hard Day’s Night.

The Beatles war eine aus Liverpool stammende britische Beat-, Rock- und Pop-Band in den 1960er Jahren, bestehend aus John Lennon (1940–1980), Paul McCartney, George Harrison (1943–2001) und Ringo Starr. Mit mehr als 600 Millionen – nach Schätzungen ihrer Plattenfirma EMI sogar mehr als einer Milliarde – verkauften Tonträgern ist sie die erfolgreichste Band der Musikgeschichte.


10.07.1962

Telstar, der erste Fernsehsatellit, wird ins All geschossen.

Telstar ist der Name des ersten zivilen Kommunikationssatelliten. Die Telstar-Satellitenserie war ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmens AT&T.


10.07.1961

Das bei der Grammy-Award-Verleihung 1962 fünffach ausgezeichnete Doppelalbum Judy at Carnegie Hall von Judy Garlands gefeiertem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall im April 1961 erscheint.

Bei den Grammy Awards 1962 wurde zum vierten Mal der US-Musikpreis Grammy vergeben.


10.07.1956

Das Autobahnkreuz Frankfurter Kreuz, der heute meistbefahrene Verkehrsknotenpunkt Europas, wird dem Verkehr übergeben.

Ein Autobahnkreuz ist ein planfreier Knotenpunkt mit zumeist zwei sich kreuzenden Autobahnen, allgemeiner mit mindestens vier verknüpften Autobahnarmen.


10.07.1955

David Ben-Gurion wird zwei Jahre nach seinem Rücktritt erneut zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt.

David Ben-Gurion rief mit der Verkündung der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 den Staat Israel aus. Er war dessen erster Ministerpräsident und blieb bis 1963 in diesem Amt.


10.07.1951

Auf Vorschlag der UdSSR beginnen in Kaesŏng in Nordkorea offizielle Waffenstillstandsverhandlungen im Koreakrieg.

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


10.07.1949

In Stuttgart wird der Deutsche Fußball-Bund nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet.

Stuttgart ist die Landeshauptstadt des Landes Baden-Württemberg und mit 612.663 Einwohnern dessen bevölkerungsreichste Stadt. Die siebtgrößte Stadt Deutschlands gehört mit 2955 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den am dichtesten bevölkerten Gemeinden Deutschlands. Die Stadt Stuttgart bildet das Zentrum des rund 2,8 Millionen Einwohner zählenden Verbands Region Stuttgart, eines der größten Ballungsräume Deutschlands. Zudem ist sie Kernstadt der europäischen Metropolregion Stuttgart, der fünftgrößten in Deutschland. Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist in 23 Stadtbezirke gegliedert.


10.07.1948

Nach der Rittersturz-Konferenz werden die Koblenzer Beschlüsse veröffentlicht. Die elf westdeutschen Ministerpräsidenten erklären darin, dass die beabsichtigte Gründung der Bundesrepublik Deutschland lediglich ein Provisorium darstelle und ein gesamtdeutscher Staat angestrebt werde.

Auf der Rittersturz-Konferenz, die vom 8. bis 10. Juli 1948 im Hotel „Rittersturz“ in Koblenz stattfand, berieten die Regierungschefs der in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands gebildeten Länder und die kommissarische Oberbürgermeisterin von Berlin über die Londoner Empfehlungen und die auf ihnen basierenden Frankfurter Dokumente, welche die Gründung eines westdeutschen Staates vorsahen.


10.07.1945

Im Saarland wechselt die Besatzungsmacht: Für die US-Truppen rücken französische Streitkräfte ins Land ein.

Die Geschichte des Saarlandes umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des deutschen Landes Saarland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Saarland ist seit 1957 ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland, an der mittleren Saar gelegen. Die Landeshauptstadt ist Saarbrücken.


10.07.1943

Britische, US-amerikanische und kanadische Truppen unter General Dwight D. Eisenhower landen auf Sizilien (Operation Husky).

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich, ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat, der den größten Inselstaat Europas bildet.


10.07.1941

Die Heeresgruppe Mitte beginnt im Rahmen des Unternehmens Barbarossa im Zweiten Weltkrieg mit einer Offensive auf Smolensk.

Heeresgruppe Mitte war die Bezeichnung für zwei verschiedene Heeresgruppenkommandos des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie waren Oberkommando jeweils wechselnder Armeen sowie zahlreicher Spezialtruppen.


Beim Massaker von Jedwabne fallen jüdische Einwohner der ostpolnischen Kleinstadt einem Pogrom zum Opfer.

Das Massaker von Jedwabne war ein Pogrom polnischer Bürger von Jedwabne und der Umgebung an jüdischen Einwohnern der Kleinstadt im Nordosten Polens am 10. Juli 1941, bei dem mindestens 340 Menschen ermordet wurden. Es fand während der Besatzung Jedwabnes durch die Wehrmacht statt und gilt als gemeinsames Verbrechen einer Gruppe von polnischen Einwohnern und deutscher Besatzungsmacht.


10.07.1940

Die Luftschlacht um England setzt mit Angriffen der deutschen Luftwaffe auf Konvois im Ärmelkanal und küstennahe britische Marineeinrichtungen ein.

Die Luftschlacht um England war der Versuch der deutschen Luftwaffe, im Zweiten Weltkrieg nach dem Sieg über Frankreich zwischen Sommer 1940 und Anfang 1941 mit Luftangriffen gegen die britischen Streitkräfte und britische Städte die Kapitulation des Vereinigten Königreichs zu erzwingen bzw. durch die Erringung der Luftüberlegenheit die geplante Invasion der Insel vorzubereiten. International bekannt als Battle of Britain, waren diese Luftangriffe eine Serie von Gefechten und Bombardements im britischen Luftraum, die von der deutschen Luftwaffe gegen die Royal Air Force (RAF) geführt wurde. Britische Historiker legen den Zeitraum der Schlacht vom 10. Juli bis zum 31. Oktober 1940 fest, da ab diesem Tag die Tagangriffe in größerem Ausmaß ausblieben. Manche Quellen und Statistiken beziehen sich auf einen Zeitraum bis zum Mai 1941, als die Kampfgeschwader der Luftwaffe für das Unternehmen Barbarossa abgezogen wurden.


Durch ein Verfassungsgesetz werden Marschall Philippe Pétain weitreichende Vollmachten hinsichtlich der französischen Verfassung übertragen. Damit löst das Vichy-Regime die Dritte Französische Republik ab.

Das Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940 ist ein von der französischen Nationalversammlung, das heißt der Vereinigung von Abgeordnetenkammer und Senat, als Verfassungsgesetz verabschiedeter Akt. Es übertrug der Regierung von Philippe Pétain die volle Autorität und alle Befugnisse, eine neue Verfassung der französischen Republik zu erlassen und zu verkünden. Dieser Akt gilt als das Ende der Dritten Französischen Republik. Die Abstimmung wird im Französischen meist als Vote des pleins pouvoirs constituants à Philippe Pétain bezeichnet.


10.07.1938

Howard Hughes umrundet in einer Lockheed 14 mit seinen Begleitern in 91 Stunden die Erde; es ist die bis dahin schnellste Weltumrundung.

Howard Robard Hughes, Jr. war ein US-amerikanischer Unternehmer, Filmproduzent, Regisseur und Luftfahrtpionier.


10.07.1931

Das norwegische Parlament erklärt das „Eirik Raudes Land“ an der ostgrönländischen Küste offiziell für annektiert.

Eirik Raudes Land war der offizielle norwegische Name für ein von Norwegen vom 27. Juni 1931 bis zum 5. April 1933 okkupiertes Territorium auf Grönland.


10.07.1925

In Dayton, Tennessee, beginnt der „Affenprozess“ gegen den Lehrer John Thomas Scopes, der unter Missachtung des Butler Acts die Evolutionstheorie an einer öffentlichen Schule gelehrt hatte.

Dayton ist eine City im Rhea County, Tennessee, USA durch den Richland Creek mit dem Tennessee River verbunden. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 7.065 ermittelt. In Dayton befindet sich der Sitz der Countyverwaltung des Countys.


Die offizielle Nachrichtenagentur der Sowjetunion, die Telegrafnoe Agentstvo Sovetskovo Soyuza, kurz TASS, wird gegründet.

TASS ist eine staatliche russische Nachrichtenagentur mit Hauptsitz in Moskau. Unter wechselnden Bezeichnungen besteht sie seit 1904 und ist heute eine der größten Nachrichtenagenturen des Landes. Von 1992 bis 2014 veröffentlichte die Agentur unter dem Namen ITAR-TASS als „zentrale staatliche Nachrichtenagentur“. Über ein Netz in- und ausländischer Büros werden Text- und Bilderdienste in vielen Sprachen bedient. Die Agentur ist in Form einer FGUP organisiert, d. h. sie ist ein Staatsunternehmen.


10.07.1919

In London wird erstmals der Hawthornden Prize verliehen, der älteste Literaturpreis in Großbritannien.

Der Hawthornden-Preis, englisch Hawthornden Prize, ist der älteste Literaturpreis in Großbritannien. Etabliert im Jahr 1918, wird er seit 1919 in der Regel jährlich an Schriftsteller für ein Literaturwerk verliehen, das in den letzten zwölf Monaten veröffentlicht wurde und sich durch besondere Imagination auszeichnet. Die Gewinner werden von einem Komitee der Hawthornden Foundation ermittelt. Die Stiftung hat ihren Sitz auf Hawthornden Castle in der Nähe von Edinburgh.


10.07.1916

In der österreichischen Stadt Wiener Neustadt richtet ein Tornado der Stärke F4 schwere Verwüstungen an, wobei mehr als 30 Menschen sterben, rund 300 verletzt werden und unter anderem die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik zerstört wird.

Wiener Neustadt ist mit 49.156 Einwohnern nach der Landeshauptstadt St. Pölten die zweitgrößte Stadt Niederösterreichs und liegt etwa 50 km südlich von Wien im Industrieviertel. Sie ist Statutarstadt und Verwaltungssitz des Bezirkes Wiener Neustadt und eine Schul-, Einkaufs- und Garnisonsstadt. Wiener Neustadt ist die elftgrößte Stadt Österreichs.


10.07.1913

Im Death Valley, Kalifornien, wird eine Temperatur von 56,7 °C gemessen, der bis zu diesem Zeitpunkt weltweit höchste gemessene Wert.

Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste Nationalpark in den USA. Er liegt südöstlich der Sierra Nevada, zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens und zu einem kleineren Teil in Nevada. Die Region ist ein Hitzepol.


10.07.1909

In Frankfurt am Main eröffnet die erste Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung (ILA). Gezeigt werden Luftschiffe, Ballone und Flugzeuge durch insgesamt 500 Aussteller. Bis 17. Oktober besuchen 1,5 Millionen Menschen die Ausstellung.

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Brandenburg ist die bedeutendste Fachmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland und zählt neben dem Pariser Aerosalon und der Farnborough Air Show in England zu den großen und wichtigen Luft- und Raumfahrtmessen der Welt. Sie findet seit 1912 zumeist im geradzahligen Zweijahreszyklus statt. Die für Mai 2020 geplante ILA musste aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie abgesagt werden. Unter dem Titel „ILA Goes Digital“ konnte die Messe jedoch als reine Online-Veranstaltung stattfinden. Damit war sie die weltweit erste digitale Luft- und Raumfahrtmesse, an der nach Betreiberangaben insgesamt 120 Aussteller und 30.000 Besucher teilnahmen.


10.07.1908

Dem niederländischen Physiker Heike Kamerlingh Onnes gelingt es erstmals, Helium zu verflüssigen.

Als Physiker oder Physikerin wird eine Person bezeichnet, die sich wissenschaftlich mit Themen der Physik befasst.


10.07.1904

Die Verlängerung der Albulabahn nach St. Moritz geht in Betrieb.

Die Albulabahn, auch Albulalinie oder Albulastrecke genannt, liegt im Schweizer Kanton Graubünden und verbindet Thusis am Hinterrhein mit dem Kurort St. Moritz im Engadin. Die 61,67 Kilometer lange Strecke, die mit ihren 144 Brücken mit einer Spannweite über zwei Metern und 42 Tunnels und Galerien zu den spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt gehört, ist Bestandteil des sogenannten Stammnetzes der Rhätischen Bahn (RhB).


10.07.1895

Die sozialen Verhältnisse in Belgien veranlassen Papst Leo XIII. zur Enzyklika Permoti nos an die dortige Bischofskonferenz.

Belgien ist ein föderaler Staat in Westeuropa. Es liegt zwischen der Nordsee und den Ardennen und grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien zählte am 1. Januar 2024 rund 11,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.688 Quadratkilometern. Mit 383 Einwohnern pro Quadratkilometer zählt Belgien zu den am dichtesten besiedelten Staaten. Der Grad der Urbanisierung Belgiens ist mit fast 98 Prozent der höchste in Europa. Brüssel ist die Hauptstadt und Sitz der belgischen Königsfamilie, der Föderalregierung sowie Zentrum der Region Brüssel-Hauptstadt. Die bevölkerungsreichste Stadt ist Antwerpen, gefolgt von Gent, Charleroi, Lüttich (Liège) und Brüssel, während Brüssel und die umgebenden Gemeinden mit insgesamt ca. 1,25 Millionen Einwohnern den größten Ballungsraum bilden. Die Region Brüssel-Hauptstadt umfasst die Stadt Brüssel selbst sowie 18 unabhängige kommunale Einheiten; deren Einwohner werden vom Belgischen Statistikamt separat erfasst.


10.07.1890

Das bisherige Wyoming-Territorium wird unter dem Namen Wyoming als 44. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.

Das Wyoming-Territorium war ein historisches Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten, das von 1868 bis zum 10. Juli 1890 bestand. Zu dieser Zeit wurde das Territorium als 44. Bundesstaat mit dem Namen Wyoming in die Union aufgenommen.


10.07.1877

Die Berliner Nordbahn, die Berlin mit der Ostsee verbindet, wird eröffnet.

Die Bahnstrecke BerlinStralsund, auch Berliner Nordbahn genannt, ist eine elektrifizierte Hauptbahn in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie verläuft von Berlin über Neustrelitz und Neubrandenburg nach Stralsund.


10.07.1866

In der Schlacht bei Kissingen besiegen im Deutschen Krieg preußische Korps Einheiten der zur deutschen Bundesarmee gehörenden bayerischen Truppen.

Die Schlacht bei Kissingen fand während des Deutschen Krieges am 10. Juli 1866 zwischen Preußen und dem VII. Armeekorps der deutschen Bundesarmee statt, das aus bayerischen Truppen bestand.


10.07.1851

Die private University of the Pacific wird im kalifornischen Stockton gegründet.

Die University of the Pacific ist eine Privatuniversität in Stockton im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Hauptcampus befindet sich in Stockton, weitere Standorte gibt es in San Francisco und Sacramento. Derzeit sind 6.196 Studenten eingeschrieben, davon 4.615 in Stockton.


10.07.1850

Millard Fillmore wird der 13. Präsident der Vereinigten Staaten.

Millard Fillmore war ein US-amerikanischer Politiker der Whig Party und vom 9. Juli 1850 bis zum 4. März 1853 der 13. Präsident der Vereinigten Staaten.


10.07.1821

Durch das Inkrafttreten des Adams-Onís-Vertrages zwischen den USA und Spanien wird Florida offiziell Teil der USA.

Der Adams-Onís-Vertrag von 1819 war ein historischer Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien, der die Grenzziehung in Nordamerika zwischen den beiden Nationen regelte. Der Vertrag war die Folge von wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien über die Stellung der spanischen Kolonien in Nordamerika, nachdem die Macht des spanischen Vizekönigreiches Neuspanien seit Anfang des 19. Jahrhunderts schwand.


10.07.1817

Der Erfinder des Kaleidoskops, David Brewster, erhält darauf ein englisches Patent.

Das Kaleidoskop ist ein optisches Gerät, das vielfältige symmetrische optische Muster erzeugt. Es wird häufig als Kinderspielzeug verwendet.


10.07.1813

Die Uraufführung der Operette Der blinde Gärtner oder Die blühende Aloë von Peter Joseph von Lindpaintner erfolgt in München.

Die Operette ist ein musikalisches Bühnenwerk. Die Bezeichnung gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Bis zum 20. Jahrhundert hat sie einen erheblichen Bedeutungswandel erfahren. Die Operette seit dem 19. Jahrhundert hat eher leichte, eingängige Musik, eine heitere oder sentimentale Handlung und gesprochene Dialoge zwischen den Musiknummern.


10.07.1804

Joseph Fouché wird von Napoleon I. erneut zum Polizeiminister ernannt.

Joseph Fouché war ein französischer Politiker während der Zeit der Revolution und Polizeiminister im Kaiserreich und in der Restauration. 1809 wurde er zum duc d’Otrante ernannt.


10.07.1790

Die am Vortag begonnene Zweite Seeschlacht bei Ruotsinsalmi während des Russisch-Schwedischen Krieges endet mit einem Sieg Schwedens. Die auch als Zweite Schärenschlacht am Svensksund im Finnischen Meerbusen vor Kotka bezeichnete Schlacht wird zur Katastrophe für Russland, das zwischen 9000 und 14.000 Mann sowie ein Drittel seiner Flotte verliert. Es ist hingegen der größte militärische Erfolg in der Geschichte der schwedischen Marine.

Der Russisch-Schwedische Krieg von 1788 bis 1790 wurde mit dem Friedensschluss von Värälä beendet. Der Russisch-Schwedische Krieg war verbunden mit dem Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1787–1792) und dem Dänisch-Schwedischen Krieg (1788).


10.07.1789

Vier Tage vor dem Sturm auf die Bastille beginnt die hungernde Bevölkerung von Paris, Zollhäuser in Brand zu stecken, in der Hoffnung auf fallende Lebensmittelpreise durch den Wegfall von Akzisen.

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 gilt als eines der bedeutenden Ereignisse am Beginn der Französischen Revolution. Die Bastille, Symbol der Unterdrückung durch das Ancien Régime, wurde von einer großen Menschenmenge umlagert und schließlich eingenommen.


Der Schotte Alexander Mackenzie erreicht mit seiner Expeditionsgruppe das Flussdelta des später nach ihm benannten Mackenzie River. Der Entdecker hat auf der Suche nach einem Zugang zum Pazifik den gesamten Flusslauf befahren, doch mündet der Strom zu seiner Enttäuschung in die arktische Beaufortsee.

Sir Alexander MacKenzie oder gälisch Alasdair MacCoinnich war ein schottisch-kanadischer Entdecker, der Expeditionen im Nordwesten Kanadas unternahm. Nach ihm ist der Fluss Mackenzie benannt. 1774 wanderte die Familie MacKenzie von Schottland nach New York aus. Von dort aus siedelten sie fünf Jahre später nach Montreal um.


10.07.1778

Mit einer Kriegserklärung an Großbritannien tritt Frankreich offiziell in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein.

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg fand von 1775 bis 1783 zwischen den Dreizehn Kolonien und der britischen Kolonialmacht statt. Er war der Höhepunkt der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und führte nach der Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Bildung der Konföderation 1777 zu deren siegreichem Abschluss und zur Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika.


10.07.1755

Die Uraufführung des ersten deutschen bürgerlichen Trauerspiels Miss Sara Sampson von Gotthold Ephraim Lessing findet im Exerzierhaus zu Frankfurt statt.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


10.07.1709

Beim mehrtägigen Treffen dreier Könige am preußischen Hof gilt dieser Tag politischen Gesprächen der Monarchen Friedrich I., August der Starke und Friedrich IV. Die Bemühungen Dänemarks und Sachsens beim Herrschertreffen, Preußen zu einem Engagement gegen Schweden zu bewegen, bleiben erfolglos.

Das Dreikönigstreffen bezeichnet das Herrschertreffen des preußischen Königs Friedrich I. als Gastgeber, des Kurfürsten August des Starken von Sachsen sowie des Königs Friedrich IV. von Dänemark vom 2. bis 17. Juli 1709 in Potsdam und Berlin.


10.07.1690

In der Seeschlacht von Beachy Head im Pfälzischen Erbfolgekriegs besiegt eine zahlenmäßig überlegene französische Flotte eine Streitmacht von englisch-niederländischen Geschwadern.

Die Seeschlacht von Beachy Head, vor East Sussex und der englischen Kanalküste, fand am 30. Junijul. / 10. Juli 1690greg. zwischen französischen Flotten auf der einen und den Flotten der verbündeten Niederländer und Engländer auf der anderen Seite während des Krieges der großen Allianz statt. Sie endete mit einem französischen Sieg. Allerdings führte sie nicht zu einer dauerhaften Vorherrschaft über den Ärmelkanal.


10.07.1652

Mit der Kriegserklärung Englands an die Niederlande beginnt der Erste Englisch-Niederländische Seekrieg.

Commonwealth of England war die offizielle Bezeichnung der englischen Republik von 1649 bis 1660. Das Commonwealth umfasste zunächst nur England, dann auch Schottland und Irland.


10.07.1651

Die Osmanen werden bei Paros zur See von den Venezianern unter Lazzaro Mocenigo geschlagen.

Das Osmanische Reich, auch das Türkische Reich genannt, war das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1922. Die im deutschsprachigen Raum veraltete, Bezeichnung Ottomanisches Reich, deren Gegenstücke im englisch- und französischsprachigen Raum weiterhin üblich sind, leitet sich von der italianisierten Variante Ottomano der arabischen Namensform Uthman des Dynastiebegründers Osman I. her.


10.07.1645

Mit ihrem Sieg in der Schlacht bei Langport übernehmen die Parlamentstruppen im Englischen Bürgerkrieg die Kontrolle über das Hauptnachschubgebiet royalistischer Truppen.

Die Schlacht von Langport im Englischen Bürgerkrieg war ein Sieg der Parlamentstruppen, die am 10. Juli 1645 die letzte verbliebene königstreue Armee besiegten und damit die endgültige Kontrolle über den Westen Englands bekamen. Zuvor war der Westen des Landes Hauptnachschubgebiet der Königstruppen für Verstärkungen, Ressourcen und Importe gewesen.


10.07.1616

Robert Bylot und William Baffin entdecken auf der Suche nach der Nordwestpassage die Einfahrt in den Jonessund, den sie für eine Bucht halten.

Robert Bylot war ein englischer Seefahrer und Entdecker des 17. Jahrhunderts. Er war von 1610 bis 1616 als Schiffsoffizier, Steuermann und Kapitän an fünf Expeditionen beteiligt, die nach der Nordwestpassage suchten und dabei Küsten, Meerengen und Meeresarme der kanadischen Arktis erkundeten und kartierten.


10.07.1609

Im Heiligen Römischen Reich schließen sich vierzehn Monate nach Gründung der Protestantischen Union katholische Fürsten zur Katholischen Liga zusammen.

Heiliges Römisches Reich war vom Spätmittelalter bis 1806 die offizielle Bezeichnung für das seit dem 10. Jahrhundert aus zahlreichen Territorien bestehende Herrschaftsgebiet der römisch-deutschen Kaiser. Der Name leitet sich vom Anspruch seiner mittelalterlichen Herrscher ab, Nachfolger der römischen Kaiser der Antike und im Sinne des Gottesgnadentums die universalen, weltlichen Oberhäupter der Christenheit zu sein, im Rang also über allen anderen Königen Europas zu stehen. Im späten 15. bis 16. Jahrhundert etablierte sich zeitweise auch die Bezeichnung „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“. Diese Bezeichnung wurde nach der Auflösung des Reiches ab dem 19. Jahrhundert wieder popularisiert, vor allem zur Bezeichnung des neuzeitlichen Reiches. Zur Unterscheidung von dem 1871 als Nationalstaat gegründeten Deutschen Reich wird das Heilige Römische Reich in der historischen Forschung auch als Römisch-Deutsches Reich oder als Altes Reich bezeichnet.


10.07.1584

Wilhelm der Schweiger, Prinz von Oranien und Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, wird in Delft von Balthasar Gérard ermordet.

Wilhelm I., Fürst von Oranien, Graf von Nassau-Dillenburg, genannt Wilhelm der Schweiger, volkstümlich Wilhelm von Oranien, war ein niederländischer Staatsmann und Feldherr. Seine Erfolge im Niederländischen Aufstand und im Achtzigjährigen Krieg, die zur Befreiung von der spanischen Fremdherrschaft und zur Unabhängigkeit der nördlichen Provinzen der Niederlande führten, brachten ihm den Ehrentitel „Vater des Vaterlandes“ ein.


10.07.1553

Lady Jane Grey wird im Tower von London zur Königin von England gekrönt. Sie geht als „Neuntagekönigin“ in die Geschichte ein.

Lady Jane Grey beanspruchte als Erbin des am 6. Juli 1553 verstorbenen König Eduard VI. vom 10. bis zum 19. Juli 1553 den Titel einer Königin von England. Seither hat sie den Beinamen Neuntagekönigin oder Dreizehntagekönigin. Sie unterlag jedoch Maria I., die von ihrem Vater König Heinrich VIII. testamentarisch als Erbin nach Eduard VI. vorgesehen war, und wurde enthauptet. Ihre Eltern waren Henry Grey, 1. Duke of Suffolk, und seine Ehefrau Frances Brandon, Tochter von Mary Tudor und Nichte von König Heinrich VIII.


10.07.1499

Das erste Schiff der Flotte Vasco da Gamas kehrt nach der erfolgreichen Indienfahrt in die Heimat zurück.

Vasco da Gama [ˈvaʃku ðɐ ˈɣɐmɐ], Graf von Vidigueira, war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker des Seewegs um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien, das er im Mai 1498 erstmals erreichte, sowie der 2. Vizekönig Portugiesisch-Indiens.


10.07.1460

Richard Neville, 16. Earl of Warwick schlägt mit seinem Heer während der Rosenkriege in der Schlacht von Northampton die königlichen Truppen des Hauses Lancaster und nimmt König Heinrich VI. gefangen.

Richard Neville, 16. Earl of Warwick, war ein englischer Adliger. Er war unter seinen Zeitgenossen auch als „Warwick der Königsmacher“ bekannt. Als reichster Mann Englands außerhalb der königlichen Familie nutzte er seinen Reichtum und seine Macht dazu, König Heinrich VI. abzusetzen und an seiner Stelle Eduard IV. zu inthronisieren; nach einem Zerwürfnis mit König Eduard verhalf er Heinrich VI. zu dessen Rückkehr auf den Thron.


10.07.1168

Kaiser Friedrich Barbarossa gewährt dem Bischof von Würzburg, Herold von Höchheim, auf einem in der Stadt abgehaltenen Reichstag das als Güldene Freiheit bezeichnete Privileg, das jedem Bischof künftig unter anderem die weltliche Gerichtsbarkeit auf seinem Territorium gestattet.

Friedrich I., genannt Barbarossa, aus dem Adelsgeschlecht der Staufer, war von 1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.


10.07.1086

Während der Vorbereitung eines Eroberungsfeldzuges gegen England wird Knut IV. der Heilige von Dänemark in der von ihm gegründeten Kirche von St. Alban erschlagen. Nachfolger wird sein Bruder Olaf, den er zuvor gefangen gehalten hat.

Knut IV. der Heilige war König von Dänemark.


10.07.0310

Der mutmaßlich aus Nordafrika stammende Miltiades wird Papst. Er ist ein Gegner des Montanismus.

Miltiades oder Melchiades war vom 2. Juli 311 bis zum 10. oder 11. Januar 314 Bischof von Rom und damit aus katholischer Perspektive Papst.


10.07.0138

Antoninus Pius wird nach dem Tod Hadrians römischer Kaiser.

Antoninus Pius war vom 10. Juli 138 bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Das Römische Reich erlebte unter ihm, dem vierten der sechs Adoptivkaiser und Gründer der Antoninischen Dynastie, seine letzte längere Friedensperiode. Sein Geburtsname war Titus Aurelius Fulvus Boionius Arrius Antoninus. Als Kaiser nannte er sich Titus Aelius Hadrianus Antoninus Augustus Pius.


01.01.1970

In der Schlacht von Dyrrhachium erleidet Iulius Caesar eine Niederlage gegen Pompeius und entgeht dabei nur knapp der völligen Vernichtung seiner Legionen.

Die Schlacht von Dyrrhachium am 10. Juli 48 v. Chr. war eine aus einer ganzen Reihe von Treffen zwischen Caesar und Pompeius, die mit Pompeius’ Niederlage in der Schlacht von Pharsalos einen Monat später endeten. In Dyrrhachium hingegen konnte Caesar nur knapp einer militärischen Katastrophe entgehen.