Historische Ereignisse am Samstag, 10. Mai
76 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 10. Mai statt — von 946 bis 2017. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Das Datum Samstag, 10. Mai 2025 markiert einen Tag mit großer historischer Bedeutung für Europa und die Welt. Zwei Ereignisse stechen aus der langen Liste heraus und zeigen die Komplexität internationaler Krisen des 21. Jahrhunderts. Im Jahr 2010 beschloss der Europäische Rat die Einrichtung eines Euro-Rettungsschirms mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro, als sich die griechische Staatsschuldenkrise zur Eurokrise ausbreitete. Dieses Maßnahmenpaket sollte die wirtschaftliche Stabilität des europäischen Kontinents sichern und wurde zu einer wegweisenden Entscheidung für die gemeinsame europäische Währung. Fünf Jahre zuvor, 2005, ereignete sich in Berlin ein kulturelles Ereignis von internationaler Tragweite: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, ein beeindruckendes Werk aus 2711 Stelen nach dem Entwurf von Peter Eisenman, wurde eingeweiht und steht seitdem als Mahnmal in der deutschen Hauptstadt.
Nelson Mandela, der erste schwarzafrikanische Präsident Südafrikas, steht exemplarisch für die Überwindung von Unterdrückung und Ungerechtigkeit im 20. Jahrhundert. Am 10. Mai 1994 hielt er nach seiner Wahl seine Antrittsrede als neuer Präsident Südafrikas, nachdem das Land jahrzehntelang unter dem Apartheid-Regime gelitten hatte. Mandelas Amtsübernahme markierte einen historischen Wendepunkt nicht nur für sein Land, sondern für den gesamten afrikanischen Kontinent und die internationale Gemeinschaft. Sein Vermächtnis bleibt bis heute ein Symbol für Versöhnung und Hoffnung nach Zeiten der Konfliktueberwindung.
Der 10. Mai 2025 fällt auf einen Samstag im Frühling der Nordhalbkugel. Das Wetter an diesem Tag zeigt typische Eigenschaften des Monats Mai mit gemäßigten Temperaturen. Astrologisch gehört dieser Termin zum Sternzeichen Stier, das für Stabilität und Beständigkeit steht. Der Mond befindet sich in der Phase des zunehmenden Mondes und hellt die Nacht an. DayAtlas bietet umfassende Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Persönlichkeiten und deren Geburts- oder Sterbetagen für jedes beliebige Datum und jeden Ort der Welt.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 8. April.
10.05.2017
Moon Jae-in wird in Folge der Präsidentschaftswahl neuer Präsident der Republik Korea. Seine Vorgängerin Park Geun-hye war zuvor aufgrund eines Korruptionsskandals und einer Protestwelle ihres Amtes enthoben worden.
Moon Jae-in ist ein südkoreanischer Politiker der sozialliberalen Deobureo-minju-Partei, in Kurzform Minju-Partei genannt, und war vom 10. Mai 2017 bis zum 10. Mai 2022 der 12. Präsident des Landes. Der Menschenrechtsanwalt hatte für den früheren Präsidenten Roh Moo-hyun gearbeitet und war 2012 als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl Park Geun-hye unterlegen. Moon setzte sich unter anderem für eine Annäherung seines Landes und Nordkoreas ein.
10.05.2010
Der Europäische Rat beschließt die Einrichtung eines Euro-Rettungsschirms mit einem Umfang von 750 Milliarden Euro. Die griechische Staatsschuldenkrise weitet sich zu einer Eurokrise aus.
Der Europäische Rat ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU). Mindestens zweimal pro Halbjahr findet sich der Rat zu einem Treffen ein, das auch als EU-Gipfel bezeichnet wird. Im politischen System der EU nimmt der Europäische Rat eine besondere Rolle ein: Er ist nicht an der alltäglichen Rechtsetzung der EU beteiligt, sondern dient als übergeordnete Institution insbesondere dazu, bei wichtigen innenpolitischen Themen Kompromisse zwischen Mitgliedstaaten zu finden und grundsätzliche Impulse für die weitere Entwicklung der Union zu setzen. Seine Aufgaben und Funktionsweise sind in Art. 15 EU-Vertrag und Art. 235 f. AEU-Vertrag geregelt.
10.05.2005
Im georgischen Tiflis wird aus einer Menschenmenge heraus versucht, auf den US-Präsidenten George W. Bush bei einer Rede auf dem Platz der Freiheit eine Handgranate zu werfen. Sie detoniert durch technisches Versagen nicht. Der den zweiten Anschlag auf Bush verübende Attentäter kann in den Folgewochen ermittelt und festgenommen werden.
Georgien ist ein eurasischer Staat im Südkaukasus, östlich des Schwarzen Meeres und südlich des Großen Kaukasus gelegen. Im Norden wird er von Russland, im Süden von der Türkei und Armenien, im Osten von Aserbaidschan begrenzt. Die Landesteile Abchasien und Südossetien sind von russischen Streitkräften besetzt und nicht unter Kontrolle der georgischen Regierung. Mit rund 3,7 Millionen Einwohnern (2020) auf einer Fläche von 57.215 km² ist Georgien eher dünn besiedelt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadtregion um Tiflis, weitere große Städte sind Batumi, Kutaissi und Rustawi.
Das aus 2711 Stelen bestehende, von Peter Eisenman entworfene Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin wird eingeweiht.
Als Stele wird seit der griechischen Antike primär ein hoher, freistehender, monolithischer Pfeiler bezeichnet. Stelen dienten oft als Grabmal oder auch als Inschriften- oder Grenzstein; bei den Maya dienten sie meist der Herrscherapotheose.
In einem Internetforum wird das Video um den Spielercharakter Leeroy Jenkins aus World of Warcraft veröffentlicht, das sich zu einem Internetphänomen entwickelt.
Leeroy Jenkins ist ein Spielercharakter von Ben Schulz im MMORPG World of Warcraft. Bekanntheit erlangte er durch ein 2005 veröffentlichtes Video, in dem er, seinen Namen brüllend, in einen Dungeon rennt, damit die vorher von seinen Mitspielern ausgearbeitete Strategie zunichtemacht und so für eine Niederlage seines Teams sorgt. Das Video entwickelte sich zu einem Internetphänomen und wurde auch in Medien außerhalb des Internets aufgegriffen. Kritiker werfen dem Video die Verwendung von rassistischen Stereotypen vor.
10.05.1997
Bei einem Erdbeben im Ostiran, das mit einer Stärke zwischen 7,1 und 7,5 auf der Richterskala angegeben wird, kommen je nach Quelle zwischen 1500 und 4000 Menschen ums Leben.
Diese Liste vermittelt Informationen zu Erdbeben in allen Teilen der Erde, die durch historische Berichte überliefert sind oder wegen ihrer Auswirkungen durch Medienberichte bekannt wurden. Das vorangestellte Kartenmaterial zeigt die Konzentration von Erdbebenepizentren entlang der tektonischen Plattengrenzen.
10.05.1996
Am Mount Everest werden mehrere kommerzielle Expeditionen mit insgesamt 30 Menschen von einem Wetterumschwung mit Schneesturm überrascht. Bis zum Ende des folgenden Tages kommen insgesamt 8 Menschen bei dem bisher schwersten Unglück am Mount Everest ums Leben. Der überlebende Teilnehmer Jon Krakauer hält die Ereignisse später in dem Buch Into Thin Air fest, in dem er schwere Vorwürfe gegen den Bergführer Anatoli Nikolajewitsch Bukrejew erhebt, was diesen zu einer Gegendarstellung unter dem Titel Der Gipfel veranlasst.
Der Mount Everest ist ein Berg im Himalaya und mit einer Höhe von über 8848 m der höchste Berg der Erde. Er gehört zu den 14 Achttausendern und zu den Seven Summits. Der Mount Everest ist international seit 1856 nach dem britischen Landvermesser George Everest benannt.
10.05.1994
Der am Vortag gewählte Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas und hält bei der Amtseinführung seine Antrittsrede.
Nelson Rolihlahla Mandela [nelsɒn xoˈliɬaɬa manˈdeːla], in Südafrika häufig mit dem traditionellen Clannamen Madiba bezeichnet, oft auch Tata genannt, Initiationsname Dalibunga, war ein südafrikanischer Aktivist und Politiker im Jahrzehnte andauernden Widerstand gegen die Apartheid und von 1994 bis 1999 der erste schwarze Präsident seines Landes. Ab 1944 engagierte er sich im African National Congress (ANC). Aufgrund seiner Aktivitäten gegen die Apartheidpolitik in seiner Heimat musste Mandela von 1963 bis 1990 insgesamt 27 Jahre als politischer Gefangener in Haft verbringen. Mandela war ein führender und herausragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Er war der wichtigste Wegbereiter des versöhnlichen Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokratischen Staatswesen in Südafrika. 1993 erhielt er deshalb den Friedensnobelpreis. Bereits zu Lebzeiten wurde Mandela für viele Menschen weltweit zum politischen und moralischen Vorbild. Er gilt als großer afrikanischer Staatsmann im 20. Jahrhundert.
John Wayne Gacy wird im Staatsgefängnis von Illinois, USA, durch die Giftspritze hingerichtet. Der als „Killer-Clown“ bekannte Serienmörder ist am 13. März 1980 wegen Tötens von 33 Menschen zu 21-facher lebenslanger Haft und zwölfmaliger Todesstrafe verurteilt worden.
John Wayne Gacy, Jr. war ein US-amerikanischer Serienmörder, der für die Vergewaltigung und Ermordung von 33 Jungen und jungen Männern in den Jahren 1972 bis 1978 verurteilt wurde. Er erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die längste Strafe, die über einen Serienmörder verhängt wurde: Er erhielt 21-mal lebenslang und 12-mal die Todesstrafe und wurde 1994 im Stateville Correctional Center hingerichtet.
10.05.1993
Die Nationalbank der kirgisischen Republik bringt die ersten Banknoten mit der Landeswährung Som in Umlauf. Kirgisistan ist damit der erste zentralasiatische Staat, der die Rubelzone verlässt.
Der Som ist die Währung Kirgisistans. Die Währung wurde 1993 eingeführt und löste den Rubel aus der Sowjetzeit ab. Kirgisistan war damit das erste Land Zentralasiens, das sich aus der Rubelzone löste. Die Nationalbank der kirgisischen Republik brachte die ersten Banknoten am 10. Mai 1993 in Umlauf, wobei 200 Rubel zu 1 Som getauscht wurden.
10.05.1987
Im Großen Haus der Württembergischen Staatstheater Stuttgart wird die Neufassung des Balletts Dornröschen mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski uraufgeführt. Erstmals betätigt sich Marcia Haydée als Choreografin.
Die Württembergischen Staatstheater Stuttgart sind ein aus der Staatsoper Stuttgart, dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart bestehendes Dreispartentheater in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Die neuklassizistischen Theatergebäude im Oberen Schlossgarten, das Große Haus für die Oper und das Kleine Haus für das Schauspiel, wurden 1909 bis 1912 durch König Wilhelm II. vom Architekten Max Littmann als württembergische Hoftheater errichtet. Das Kleine Haus wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, danach abgerissen und 1962 durch einen modernistischen Neubau ersetzt. Das Große Haus wurde 1956 umgebaut und 1984 restauriert. Mit rund 1.400 Mitarbeitern und 500.000 Zuschauern sind die Württembergischen Staatstheater Stuttgart das größte Dreispartentheater Europas.
10.05.1981
Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin siegt die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Richard von Weizsäcker deutlich. Damit ist nach dem Scheitern des Senats von Dietrich Stobbe (SPD) auch sein Nachfolger Hans-Jochen Vogel (SPD) gescheitert.
Die vorgezogenen Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin vom 10. Mai 1981 waren ein tiefer Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte Berlins. Erstmals wurde die SPD aus der Regierungsverantwortung abgewählt.
Der Sozialist François Mitterrand schlägt im zweiten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen seinen konservativen Konkurrenten Valéry Giscard d’Estaing von der UDF und wird beim dritten Anlauf französischer Präsident. Er ist der erste sozialistische Staatschef der Fünften Republik.
François Maurice Adrien Marie Mitterrand [fʀɑ̃ˈswa mitɛˈʀɑ̃] war ein französischer Politiker der Sozialistischen Partei (PS) sowie von 1981 bis 1995 französischer Staatspräsident.
10.05.1979
Die vier Staaten im von den USA verwalteten Treuhandgebiet Pazifische Inseln ratifizieren sowohl eine Verfassung für das neue Gemeinwesen Föderierte Staaten von Mikronesien als auch einen Assoziierungsvertrag mit den USA, die den militärischen Schutz des Gebietes übernehmen. Am 3. November 1986 tritt seine Unabhängigkeit in Kraft.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.
10.05.1977
Mit dem Bundesliga-Fußballmatch gegen die Spielgemeinschaft FK Austria/WAC wird das Weststadion als Heimstadion des SK Rapid Wien eröffnet. Die Heimmannschaft siegt mit 1:0. Die offizielle Eröffnungsfeier des Stadions, das auch dem SC Wacker Wien eine Zeit lang als Heimstätte dient, findet erst am 14. September statt.
Fußball ist eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. Die Spielzeit ist üblicherweise zweimal 45 Minuten, zuzüglich Nachspielzeit sowie gegebenenfalls Verlängerung und/oder Elfmeterschießen. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus elf Spielern, von denen einer der Torwart ist. Der Ball darf mit dem ganzen Körper gespielt werden mit Ausnahme der Arme und Hände; vorwiegend wird er mit dem Fuß getreten. Nur der Torwart – bzw. die Feldspieler beim Einwurf – dürfen den Ball mit den Händen berühren.
10.05.1973
Bei einer Versammlung an der mauretanischen Grenze wird die Befreiungsbewegung Frente Polisario ins Leben gerufen. al-Wali Mustafa Sayyid wird zum Generalsekretär der neuen Organisation gewählt, die auf die Unabhängigkeit der Kolonie Spanisch-Sahara abzielt.
Mauretanien ist ein Staat im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien im Nordosten, Mali im Osten und Südosten, Senegal im Südwesten sowie im Norden und Nordwesten an den Landesstreifen der Westsahara, der nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien 1975 größtenteils von Marokko annektiert wurde. Mauretanien besteht größtenteils aus Wüste, ausgenommen eine Dornstrauchsavannenzone entlang der Südgrenze bis zur Hauptstadt Nouakchott. Nach einem Putsch am 8. August 2008 herrschte kurzzeitig eine Militärdiktatur; 2009 fanden wieder Präsidentschaftswahlen statt, ebenso 2014 und 2019.
10.05.1972
In einem Referendum in Irland stimmen 83,1 Prozent der Abstimmenden dem Beitritt des Landes zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu.
Am 10. Mai 1972 fand in Irland ein Referendum über den Beitritt Irlands zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft statt. Formal handelte es sich um ein Verfassungsreferendum, da für den EWG-Beitritt eine Verfassungsänderung notwendig war. Die Abstimmenden votierten mit großer Mehrheit von 83,1 Prozent für den EWG-Beitritt, der am 1. Januar 1973 im Rahmen der so genannten Norderweiterung erfolgte.
10.05.1970
Die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) wird als Jugendorganisation der KPÖ aus der Freien Österreichischen Jugend (FÖJ) heraus gegründet.
Die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) ist eine österreichische kommunistische Jugendorganisation. Sie war lange Zeit mit der KPÖ verbunden, hat sich aber seit 2005 zunehmend von der Bundespartei distanziert, arbeitet jedoch weiterhin eng mit der KPÖ Steiermark zusammen.
10.05.1969
Die US-Army beginnt in Vietnam mit einem Großangriff auf den Hügel Dong Ap Bia in der Nähe der kambodschanischen Grenze, der in den US-Militärkarten als Hügel 937 verzeichnet ist. Die letzte große US-Bodenoffensive im Vietnamkrieg wird später als Schlacht am Hamburger Hill bekannt. Sie dauert bis zum 20. Mai.
Die Geschichte Vietnams umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Sozialistischen Republik Vietnam von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie begann zu der ersten Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. im Delta des Roten Flusses errichteten Reich Au Lac. Dieses entwickelte sich, zeitweise als selbständiges, von vietnamesischen Dynastien beherrschtes Staatsgebilde, zeitweise als chinesische Provinz, zeitweise als Kolonie, zum heutigen Vietnam.
10.05.1967
Das von John Phillips geschriebene und von Scott McKenzie gesungene Lied San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair) erscheint bei Ode Records. Es gilt heute als Hymne der Hippie-Bewegung und des im gleichen Jahr stattfindenden Summer of Love.
John Edmund Andrew Phillips war ein US-amerikanischer Musiker und Komponist.
10.05.1959
Bei der Nationalratswahl in Österreich wird die SPÖ mit Bruno Pittermann stimmenstärkste Partei. Die ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab erhält jedoch auf Grund der Wahlarithmetik ein Mandat mehr. Die KPÖ ist erstmals nicht mehr im Nationalrat vertreten.
Die Nationalratswahl am 10. Mai 1959 war die neunte in der Geschichte Österreichs. Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ unter Bruno Pittermann. Auf dem zweiten Platz landete die ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab, die allerdings aufgrund der Wahlarithmetik ein Mandat mehr bekam als die SPÖ. Die FPÖ unter dem ehemaligen SS-Obersturmführer Friedrich Peter konnte Stimmen und Mandate hinzugewinnen, während die KPÖ erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg kein Grundmandat errang und aus dem Nationalrat ausschied.
10.05.1954
Das Bundesarbeitsgericht in Kassel, das bereits im April seine Rechtsprechungstätigkeit aufgenommen hat, wird mit einem Festakt durch Gerichtspräsident Hans Carl Nipperdey offiziell eröffnet.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) ist das letztinstanzliche Gericht der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit und damit einer der fünf obersten Gerichtshöfe der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Erfurt.
Texas Instruments stellt in Dayton, Ohio, den ersten Silicium-Transistor vor.
Die Texas Instruments Incorporated, häufig auch als TI bezeichnet, ist eines der größten US-amerikanischen Technologieunternehmen mit Sitz in Dallas, Texas. Der europäische Hauptsitz des Konzerns befindet sich im oberbayerischen Freising. TI ist weltweit einer der größten Halbleiterhersteller, mit Stand 2022 gemessen am Erlös auf Platz 8.
10.05.1953
Die Stadt Chemnitz in Sachsen wird in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Zugleich erhält auch der zugehörige Bezirk den neuen Namen.
Chemnitz ist eine kreisfreie Stadt im Südwesten des Freistaates Sachsen und dessen drittgrößte Großstadt nach Leipzig und Dresden. Aufgrund der bedeutenden einheimischen Textil- und Maschinenbauindustrie während der Industrialisierung erhielt Chemnitz den Beinamen Sächsisches Manchester.
10.05.1950
In Barcelona wird der Automobilhersteller SEAT von der spanischen Staats-Holding Instituto Nacional de Industria, Banken und dem italienischen Fiat-Konzern gegründet.
Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens und nach Madrid die zweitgrößte Stadt Spaniens. Sie liegt am Mittelmeer, circa 120 Kilometer südlich der Pyrenäen und der Grenze zu Frankreich. Barcelona ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz und der Comarca Barcelonès.
10.05.1949
Der Parlamentarische Rat entscheidet sich mit knapper Mehrheit von 33:29 Stimmen für Bonn als provisorische Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.
Der Parlamentarische Rat war eine von elf deutschen Länderparlamenten der drei Westzonen gewählte Versammlung, die von September 1948 bis Mai 1949 in Bonn tagte. Sie sollte drei Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur einen auf demokratischen Prinzipien beruhenden politischen Neuanfang für Deutschland einleiten.
10.05.1941
Rudolf Heß fliegt auf eigene Faust nach Schottland, um Friedensverhandlungen mit Douglas Douglas-Hamilton, aufzunehmen, den er für einen Hauptrepräsentanten der britischen Friedensbewegung hält, und gerät dabei in Kriegsgefangenschaft, nachdem sein Flugzeug abgestürzt ist.
Rudolf Walter Richard Heß [hɛs] war ein deutscher Politiker (NSDAP). Heß war ab 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich und ab 1939 Mitglied des Ministerrates für die Reichsverteidigung. Öffentlich tat sich Heß als fanatischer Anhänger des Führerkultes und überzeugter Antisemit hervor. 1933 ernannte ihn Adolf Hitler zu seinem Stellvertreter in der Parteileitung. Am 10. Mai 1941 flog Heß in das Vereinigte Königreich, um die britische Regierung zu einem Friedensschluss zu bewegen. Er geriet in Kriegsgefangenschaft und wurde 1945 dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg überstellt. Er war einer der 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Heß wurde am 1. Oktober 1946 in zwei von vier Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. 1987 beging er im Kriegsverbrechergefängnis Spandau Suizid.
10.05.1940
Der Westfeldzug (Fall Gelb) der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg beginnt nach der Ankunft Adolf Hitlers im Führerhauptquartier „Felsennest“ in Rodert, Bad Münstereifel, mit dem Einmarsch in die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg.
Der Westfeldzug der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, unter Bezug auf das Hauptziel auch Frankreichfeldzug genannt, war die überraschend schnell erfolgreiche Offensive vom 10. Mai bis 25. Juni 1940 gegen Frankreich und die dortigen britischen Expeditionstruppen (Fall Rot), unter Verletzung der Neutralität aller dazwischenliegenden Beneluxstaaten (Fall Gelb). Die Nordflanke der Offensive wird auch als Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg bezeichnet.
Flugzeuge der deutschen Luftwaffe bombardieren irrtümlich Freiburg im Breisgau, wobei 57 Menschen ums Leben kommen.
Die Luftwaffe der Wehrmacht war von 1935 bis 1945 neben dem Heer und der Kriegsmarine eine der drei Teilstreitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Im Zweiten Weltkrieg war sie Luftstreit- und Flugabwehrkraft, daneben stellte sie auch Bodenstreitkräfte zur Unterstützung des Heeres auf.
Neville Chamberlain tritt als Premierminister Großbritanniens zurück. Sein Nachfolger Winston Churchill bildet ein Kriegskoalitionskabinett mit allen Parteien.
Arthur Neville Chamberlain [ˈɑːθə ˈnɛvɪl ˈtʃeɪmbəlɪn] war ein britischer Politiker der Conservative Party und von 1937 bis 1940 Premierminister des Vereinigten Königreichs. Vor seiner Amtszeit als Premierminister bekleidete er seit 1922 verschiedene Posten im britischen Kabinett und war vor allem als Gesundheitsminister aktiv. Anfänglich vor allem in der Innenpolitik tätig, wurde Chamberlain durch seine Appeasement-Politik gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland bekannt und war 1938 maßgeblich am Münchner Abkommen beteiligt.
Britische Truppen landen in Reykjavík und besetzen das neutrale Island, um einer befürchteten Invasion durch das Deutsche Reich zuvorzukommen.
Reykjavík ist die Hauptstadt Islands und die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. Die Stadt bildet mit einigen ländlichen Gebieten und etlichen Inseln die Gemeinde Reykjavíkurborg. Reykjavíkurborg ist die mit Abstand größte Gemeinde in dem weitere sieben Gemeinden umfassenden Gemeindeverband Höfuðborgarsvæðið. In diesem dichtbesiedelten Gemeindeverband lebten Anfang 2024 insgesamt 136.894 Menschen.
10.05.1935
Das politisch-literarische Kabarett Die Katakombe in Berlin wird auf Betreiben Joseph Goebbels’ von der Gestapo geschlossen. Der Betreiber Werner Finck wird vorübergehend im KZ Esterwegen interniert.
Die Katakombe war ein politisch-literarisches Kabarett in Berlin, das von 1929 bis 1935 bestand.
10.05.1933
Die austrofaschistische Regierung unter Engelbert Dollfuß verordnet die Aussetzung aller Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene und festigt damit den Ständestaat in Österreich.
Der Begriff Austrofaschismus ist eine der Fremdbezeichnungen für das von 1933/34 bis 1938 in Österreich etablierte autoritäre, an ständestaatlichen und faschistischen Ideen orientierte Herrschaftssystem mit starken Anlehnungen an die Diktatur Benito Mussolinis in Italien. Die Selbstbezeichnung war Ständestaat. Unter Historikern ist der Begriff Austrofaschismus umstritten. Er wird dezidiert vertreten, aber auch als zu umfassend abgelehnt oder in Einzelaspekten relativiert. Manche Historiker ordnen den Austrofaschismus dem Klerikalfaschismus zu. Alternativ verwendete Bezeichnungen lauten Kanzlerdiktatur, Regierungsdiktatur und Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur.
In Deutschland beginnen nach der Machtergreifung Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer aus Kreisen von Professoren und Studenten in über 20 Städten mit der Bücherverbrennung im Rahmen der Aktion „Wider den undeutschen Geist“. Die Liste der verbrannten Bücher 1933 umfasst Dutzende Autoren, welche entweder jüdische Vorfahren haben oder pazifistisches oder kommunistisches Gedankengut verbreiten. Grundlage bilden die Schwarzen Listen des Bibliothekars Wolfgang Herrmann.
Die Zeit des Nationalsozialismus umfasst die Zeitspanne von 1933 bis 1945, in der Adolf Hitler im Deutschen Reich eine von der NSDAP gestützte Führerdiktatur, den NS-Staat, etablierte. Die NS-Zeit begann am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht vor den Alliierten und ihren Verbündeten. Mit seiner expansiven und rassistischen Ideologie und Politik entfesselte Hitler den Zweiten Weltkrieg, in welchem die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer Massenverbrechen und Völkermorde verübten.
Die Nationalsozialisten gründen die Deutsche Arbeitsfront als Einheitsverband der Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit dem Vermögen der zerschlagenen Gewerkschaften. Das Streikrecht ist zugleich abgeschafft.
Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) war in der Zeit des Nationalsozialismus der Einheitsverband der Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit Sitz in Berlin.
10.05.1932
Das seit dem 16. Jahrhundert bekannte Lied Het Wilhelmus wird offiziell zur Nationalhymne der Niederlande bestimmt.
Het Wilhelmus ist die Nationalhymne der Niederlande.
10.05.1927
Das Ausbesserungswerk Braunschweig der Reichsbahn an der Borsigstraße nimmt seinen Betrieb auf. 17 Tage später verlässt die erste ausgebesserte Lok das Werk. Rund 50 Jahre später schließt es als letztes Dampflokwerk der Bundesbahn.
Das Ausbesserungswerk Braunschweig war ein Ausbesserungswerk für Dampflokomotiven an der Borsigstraße in Braunschweig. Es war von 1927 bis 1977 in Betrieb und zur Blüte der Dampflokzeit eines der modernsten, größten und bedeutendsten Werke der staatlichen Eisenbahn in Deutschland. Vor dem Werk entstand die Lämmchenteichsiedlung, in der die Arbeiter des Ausbesserungswerkes untergebracht wurden.
10.05.1924
J. Edgar Hoover wird Chef des von ihm initiierten Federal Bureau of Investigation (FBI), einer US-amerikanischen Bundesbehörde zur Bekämpfung von Verbrechen, im Zuge derer Staatsgrenzen überschritten werden. Er behält das Amt des Direktors 48 Jahre lang bis zu seinem Tod.
John Edgar Hoover, als J. Edgar Hoover und als Edgar Hoover bekannt, war ab dem 10. Mai 1924 der sechste Direktor des Bureau of Investigation (BOI) und vom 23. März 1935 bis zu seinem Tod der erste Direktor des nunmehr umbenannten Federal Bureau of Investigation (FBI).
10.05.1922
Die USA annektieren unter Berufung auf den Guano Islands Act von 1856 das zu den Line Islands gehörende Kingmanriff, ein Korallenriff im Nordpazifik.
Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einherging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.
Die Oper Venus von Othmar Schoeck mit dem Libretto von Armin Rüeger, angeregt durch eine Novelle von Prosper Mérimée, hat ihre Uraufführung in Zürich am Stadttheater.
Othmar Schoeck war ein Schweizer Komponist und Dirigent. Im Zentrum seines Schaffens stand das Lied. In stilistischer Hinsicht ist sein Werk «im wesentlichen der deutsch-österreichischen Spätromantik» verpflichtet.
10.05.1914
Die Uraufführung der Oper Die Marketenderin von Engelbert Humperdinck mit dem Libretto von Robert Misch findet in Köln statt.
Engelbert Humperdinck war ein deutscher Komponist der Spätromantik. Er wurde vor allem durch seine Märchenoper Hänsel und Gretel bekannt.
10.05.1907
Die Uraufführung der Oper Ariane et Barbe-Bleue (Blaubart) von Paul Dukas nach dem gleichnamigen Drama von Maurice Maeterlinck erfolgt an der Opéra-Comique in Paris. Vertreter der Zweiten Wiener Schule äußern sich in der Folge begeistert über das Werk, das jedoch nie besonders populär wird und Dukas’ einzige Oper bleibt.
Ariane et Barbe-Bleue ist eine Oper von Paul Dukas aus dem Jahr 1907. Der Text entstammt Maurice Maeterlincks gleichnamigem Drama (1901), mit geringfügigen Änderungen durch den Komponisten.
10.05.1906
Zar Nikolaus II. eröffnet mit einer Thronrede die gewählte erste Staatsduma im Russischen Kaiserreich.
Nikolaus II. aus dem Herrschergeschlecht Romanow-Holstein-Gottorp war der letzte Kaiser des Russischen Reiches. Sein offizieller Titel lautete Kaiser und Selbstherrscher von ganz Russland.
10.05.1904
Der deutsche Automobilhersteller August Horch übersiedelt mit seinem 1899 gegründeten Unternehmen A. Horch & Cie. von Reichenbach im Vogtland nach Zwickau.
August Horch war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Gründer der Automobilbauunternehmen Horch und Audi.
10.05.1894
In Weimar wird die erste Oper von Richard Strauss, Guntram, uraufgeführt. Sie wird zwar freundlich aufgenommen, jedoch nach wenigen Vorstellungen wieder abgesetzt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
10.05.1893
Die Dampflokomotive NYC Nr. 999 der New York Central Railroad erreicht gemäß der Überlieferung als erstes Fahrzeug eine Geschwindigkeit von mehr als 100 mph (etwa 161 km/h).
Die Dampflokomotive Nr. 999 der New York Central & Hudson River Railroad gilt als das erste Fahrzeug, das eine Geschwindigkeit von 100 mph überschritt.
In Bonn wird im Rahmen des zweiten Kammermusikfestes das Beethoven-Haus eröffnet, das Geburtshaus des Komponisten ist damit eine Gedenkstätte.
Das Beethoven-Haus in Bonn ist zugleich Gedächtnisstätte, Museum und Kulturinstitut mit vielfältigen Aufgaben. 1889 vom Verein Beethoven-Haus gegründet, verbinden sich hier die Person von Ludwig van Beethoven mit der Pflege seiner Musik und der Erforschung von Leben und Werk des Komponisten.
10.05.1877
Nach dem Beginn des russisch-türkischen Kriegs erklärt Rumänien unter Carol I. seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Diese wird ein Jahr später durch den Vertrag von Berlin anerkannt.
Der Russisch-Osmanische Krieg 1877–1878, auch Russisch-Türkischer Krieg 1877–1878 genannt, war eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Russischen Kaiserreich, Serbien und Rumänien, und dem Osmanischen Reich. Der Krieg fand überwiegend auf dem Gebiet des heutigen Bulgarien statt und endete mit einem Sieg Russlands, dessen Truppen am Ende der Kampfhandlungen etwa 20 km vor Konstantinopel standen. Da jedoch besonders Großbritannien das Prinzip der Balance of Power und Österreich-Ungarn seinen Einfluss auf dem Balkan durch den Machtzuwachs Russlands gefährdet sahen, wurden die Ergebnisse des russisch-türkischen Friedens von San Stefano auf dem Berliner Kongress teilweise zurückgenommen, vor allem hinsichtlich Bulgariens.
10.05.1872
Die Frauenrechtlerin Victoria Woodhull wird von der Equal Rights Party als erste Frau für das Amt des US-Präsidenten vorgeschlagen, obwohl Frauen noch nicht das aktive Wahlrecht in den Vereinigten Staaten besitzen. Ihre Gegner schmähen daraufhin die Kandidatin als Mrs. Satan.
Victoria Claflin Woodhull Martin, auch Victoria Woodhull Martin, war eine US-amerikanische Journalistin, Zeitungsverlegerin, Finanzmaklerin, Spiritistin und eine bekannte Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts. Außerdem setzte sie sich für soziale Reformen und die Gleichberechtigung der Afroamerikaner ein. Sie war zudem die erste Frau, die für die US-Präsidentschaft kandidierte – bei der Präsidentschaftswahl 1872. Für ihre Vorträge vor großem Publikum wurde die überzeugende Rednerin gut dotiert. Zu Lebzeiten – vor allem als Anhängerin der freien Liebe – heftig umstritten, geriet sie nach ihrem Tod weitgehend in Vergessenheit oder wurde negativ bewertet. Während sie in den Vereinigten Staaten, insbesondere seit dem Ende des 20. Jahrhunderts, erneut Aufmerksamkeit erregt, gab es im deutschsprachigen Raum nur wenige Veröffentlichungen. Die Medienresonanz stieg 2016 mit der Bewerbung Hillary Clintons als Präsidentschaftskandidatin der USA erheblich an.
10.05.1871
Der auf dem Vorfrieden von Versailles vom 26. Februar basierende Friede von Frankfurt beendet den Deutsch-Französischen Krieg. Frankreich muss das Elsass und Teile Lothringens abtreten. Sie kommen als Reichsland Elsaß-Lothringen an das Deutsche Kaiserreich.
Der Vorfrieden von Versailles wurde am 26. Februar 1871 zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich während des Deutsch-Französischen Krieges im Schloss Versailles geschlossen. Dieser Präliminarfriede wurde im Mai 1871 durch den Frieden von Frankfurt bestätigt und ergänzt.
10.05.1869
Die mehrtägige Seeschlacht von Hakodate zwischen Schiffen des japanischen Kaiserreichs am Beginn der Meiji-Restauration und Schiffen der abgespaltenen Republik Ezo endet mit einem Sieg Japans.
Die Seeschlacht von Hakodate fand vom 4. Mai bis 10. Mai 1869, zu Beginn der Meiji-Restauration, in der Bucht von Hakodate der nördlichen japanischen Insel Hokkaidō zwischen der Kaiserlich Japanischen Marine und Seestreitkräften der Republik Ezo statt. Die Kaiserlich Japanische Marine gewann die Auseinandersetzung.
Die erste transkontinentale Bahnlinie in den USA wird von der Central Pacific Railroad und der Union Pacific Railroad gemeinsam in Betrieb genommen. Der „goldene Nagel“ wird in Utah in den Schienenweg geschlagen, dort, wo sich heute die Gedenkstätte Golden Spike National Historic Site befindet. Ein tatsächlich aus Gold bestehender von Leland Stanford gestifteter und eigens angefertigter Nagel wird nie in die Schienen eingesetzt.
Die Geschichte der Eisenbahn in Nordamerika umfasst die wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Entwicklungen des Eisenbahnverkehrs auf dem Nordamerikanischen Kontinent vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Geschichte der Eisenbahnen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ist eng miteinander verknüpft. So wurden Strecken in Kanada und Mexiko von US-Eisenbahnen gebaut. Eisenbahnunternehmen aus Mexiko und Kanada haben Anteile an US-Eisenbahnen oder sind Betreiber von Strecken in den Vereinigten Staaten. Diese Verknüpfungen wurden seit der Bildung der NAFTA im Jahr 1994 noch verstärkt und sind auch bei den Fahrzeugen sichtbar. Fast alle US-amerikanischen, kanadischen und mexikanischen Lokomotiven und Wagen können freizügig grenzüberschreitend verkehren.
10.05.1865
Der Südstaaten-Präsident Jefferson Davis wird mit seiner Familie und Begleitung gegen Ende des Sezessionskrieges von Truppen der Union bei Irvinville in Georgia gefangen genommen.
Die Südstaaten sind eine Großregion im Südosten der USA. Nach der geografisch orientierten Definition des United States Census Bureau bestehen die Südstaaten aus insgesamt 16 Staaten mit knapp 100 Millionen Einwohnern auf 2.384.143 km². Es handelt sich um jene 15 eher östlichen Bundesstaaten, die südlich der Mason-Dixon-Linie, der Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland, liegen und in denen bis 1865 die Sklavenhaltung erlaubt war, sowie Oklahoma, das erst 1907 gegründet wurde. Der einwohnerreichste dieser Staaten ist Texas.
Der Guerillaführer William Clark Quantrill gerät mit seinen Quantrill’s Raiders während des Sezessionskrieges in Kentucky in einen von Unionstruppen gelegten Hinterhalt. Er erliegt seinen dabei erlittenen Verletzungen am 6. Juni.
William Clark Quantrill war ein berüchtigter Partisanenführer im Sezessionskrieg.
10.05.1861
Die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien wird in einer Sitzung über die Entdeckung der Alkalimetalle Caesium im Jahr 1860 und Rubidium durch die Deutschen Robert Wilhelm Bunsen und Gustav Robert Kirchhoff informiert.
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist eine Gelehrtengesellschaft und die größte Trägerin außeruniversitärer Grundlagenforschung in Österreich. Sie wurde nach Vorbildern wie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Royal Society 1847 als Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien gegründet. Heute ist sie eine mit einem jährlichen Basisbudget von rund 100 Mio. Euro ausgestattete, größtenteils staatlich finanzierte Einrichtung mit über 770 gewählten Mitgliedern, rund 1800 Mitarbeitern und 25 Forschungseinrichtungen in Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Leoben.
10.05.1860
Anlässlich des 100. Geburtstags des Dichters und Theologen Johann Peter Hebel wird in Basel die Basler Hebelstiftung gegründet. Erster Stiftungspräsident wird Christian Friedrich Schönbein. Stiftungszweck ist ein mündlich überlieferter Wunsch Hebels: Die ältesten Männer seines Heimatdorfes Hausen im Wiesental sollen jedes Jahr einen Schoppen Wein erhalten und die vier besten Schüler mit einer Gabe bedacht werden.
Johann Peter Hebel war ein deutscher Schriftsteller, evangelischer Geistlicher und Lehrer.
10.05.1857
Einen Tag nach der öffentlichen Degradierung indischer Angehöriger (Sepoys) der britischen Garnison in Merath, Britisch-Indien, die sich geweigert haben, die neuen Enfield-Gewehre zu bedienen, beginnt mit einem Massaker an 50 Soldaten, Zivilbeamten, Frauen und Kindern der Sepoy-Aufstand gegen die britischen Kolonialherren.
Sepoy ist die Bezeichnung für die mit Musketen bewaffneten indischen Soldaten des Mogulreiches, der Britischen Ostindien-Kompanie, sowie der British Indian Army während der britischen Kolonialherrschaft in Indien. In den portugiesischen Kolonien in Indien und Südostasien wurden die Soldaten analog Sipaio oder Cipaio genannt.
10.05.1849
Nach Beginn der Reichsverfassungskampagne meutern in Hagen Landwehreinheiten, die befürchten, gegen die Revolutionäre in Baden eingesetzt zu werden, und ziehen unter der Führung von Caspar Butz nach Iserlohn. Der Iserlohner Aufstand wird nach nur einer Woche niedergeschlagen.
Die Reichsverfassungskampagne war eine von radikaldemokratischen Politikern angestoßene Initiative während der Deutschen Revolution von 1848/49. Sie mündete in die auch Maiaufstände genannten bürgerkriegsähnlichen Kämpfe in einigen deutschen Staaten.
10.05.1843
Die Oper Die sizilianische Vesper von Peter Joseph von Lindpaintner hat ihre Uraufführung in Stuttgart.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
10.05.1837
Die Einstellung der Konvertibilität von Papiergeld in Gold- und Silbermünzen durch alle New Yorker Banken führt zur spekulativ beeinflussten Wirtschaftskrise von 1837 in den USA. Auslöser ist weiters die Wirtschaftspolitik des letzten Präsidenten Andrew Jackson und der Entzug staatlicher Gelder aus der Second Bank of the United States. Die Weigerung von US-Präsident Martin Van Buren, staatliche Maßnahmen zur Rettung der Wirtschaft zu ergreifen, trägt in der Folge dazu bei, die Schäden und Dauer der Krise zu erhöhen.
Konvertibilität ist im Außenhandel die freie und unbegrenzte Umtauschbarkeit der Inlandswährung in andere Fremdwährungen.
10.05.1833
Auf Anregung von Preußen gründen die Kleinstaaten Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Reuß-Greiz, Reuß-Schleiz und Reuß-Ebersdorf den Zoll- und Handelsverein der Thüringischen Staaten, der am nächsten Tag geschlossen dem im März gegründeten Deutschen Zollverein beitritt. Wirksam werden beide Zollverbünde mit dem 1. Januar 1834.
Sachsen-Weimar-Eisenach war ein ernestinisches Herzogtum im heutigen Thüringen und ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches. Es entstand 1741 als Personalunion, als das Herzogtum Sachsen-Eisenach an das Haus Sachsen-Weimar fiel. 1809 wurden Sachsen-Eisenach und Sachsen-Weimar unter Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach per Verfassung auch staatsrechtlich (Realunion) zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach vereinigt. Die Hauptstadt war Weimar.
10.05.1824
Die von der britischen Regierung nach dem Kauf der Kunstsammlung von John Julius Angerstein ins Leben gerufene Londoner National Gallery öffnet im ehemaligen Stadtpalais Angersteins, Nr. 100 Pall Mall, für den Publikumsverkehr.
Die Nationalgalerie ist ein Kunstmuseum in London. Sie befindet sich an der Nordseite des Trafalgar Square und gilt als eine der größten und bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Ihre Gemäldesammlung umfasst rund 2300 Werke vom 13. bis zum 19. Jahrhundert. Der Eintritt zur Dauerausstellung ist frei. 2025 wurde die National Gallery von rund 4,15 Millionen Menschen besucht.
10.05.1809
In Wien müssen Aufführungen des Fidelio von Ludwig van Beethoven für diesen und den nächsten Tag abgesagt werden, da die in Schönbrunn eingetroffenen napoleonischen Truppen androhen, die Stadt zu beschießen.
Wien ist die Bundeshauptstadt der Republik Österreich und zugleich eines der neun österreichischen Bundesländer. Mit mehr als 2 Millionen Einwohnern ist das an der Donau gelegene Wien die bevölkerungsreichste Großstadt Österreichs sowie die zweitgrößte Stadt des deutschen Sprachraums und Mitteleuropas. Sie ist die fünftgrößte Stadt der Europäischen Union, die zehntgrößte Stadt Europas und die 190. größte Stadt der Welt. Im Großraum Wien leben etwa 3 Millionen Menschen – das entspricht rund einem Drittel der österreichischen Gesamtbevölkerung.
10.05.1796
Die französische Armee unter Napoleon Bonaparte siegt während des Italienfeldzuges in der Schlacht bei Lodi über österreichische Truppen, nachdem es ihm gelungen ist, Sardinien-Piemont am 28. April zu einem Waffenstillstand zu zwingen.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
10.05.1794
Élisabeth Philippe Marie Hélène de Bourbon, die jüngere Schwester von Ludwig XVI., wird während der Französischen Revolution nur 7 Tage nach Vollendung ihres 30. Lebensjahres vom Revolutionstribunal in Paris zum Tode verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet.
Élisabeth Philippe Marie Hélène de Bourbon, genannt Madame Élisabeth, war eine französische Prinzessin. Sie war die jüngste Schwester König Ludwigs XVI. und blieb unverheiratet. Beim Ausbruch der Französischen Revolution 1789 stand sie auf der Seite ihres Bruders und ihrer Familie. Einige Zeit nach der Hinrichtung des Königspaares wurde sie ebenfalls guillotiniert. Sie wird von der römisch-katholischen Kirche als Märtyrerin angesehen und als Dienerin Gottes verehrt.
10.05.1790
An der Comédie Italienne in Paris findet die Uraufführung des historischen Dramas Jeanne d'Arc à Orléans von Rodolphe Kreutzer statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
10.05.1775
Der zweite Kontinentalkongress aller britischen Kolonien in Amerika tritt in Philadelphia zusammen. Die Tagung erfolgt an wechselnden Orten bis zum 2. März 1789.
Der Kontinentalkongress bestand aus den Delegierten der 13 Kolonien Nordamerikas, die sich gegen Beschränkungen der Freiheit der amerikanischen Bürger wehrten. Da der Kongress zwischen 1774 und 1789 tagte, ging seine Gründung unmittelbar dem Unabhängigkeitskrieg voraus. Es gab zwei Kontinentalkongresse.
In der Schlacht von Ticonderoga wird die 52 Mann starke britische Besatzung des gleichnamigen Forts von aufständischen Kolonisten unter Ethan Allen und Benedict Arnold im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gefangen genommen. Es fällt nur ein einziger Schuss, niemand wird beim Kampf ernsthaft verletzt.
Die Schlacht von Ticonderoga fand am frühen Morgen des 10. Mai 1775 statt und war die erste bedeutende Kampfhandlung im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Obristen Ethan Allen und Benedict Arnold überraschten die kleine britische Besatzung des Fort Ticonderoga und nahmen sie gefangen.
10.05.1774
Mit dem Tod von Ludwig XV. an den Pocken wird, da alle seine Söhne vor ihm verstorben sind, sein Enkel Ludwig XVI. König von Frankreich.
Ludwig XV., französisch Louis XV, war von 1715 bis 1774 König von Frankreich und Navarra. Von 1710 bis 1715 war er Herzog von Anjou.
10.05.1725
Johann Sebastian Bachs Kirchenkantate Auf Christi Himmelfahrt allein wird in seinem zweiten Amtsjahr in Leipzig uraufgeführt. Der Text stammt von Christiana Mariana von Ziegler.
Johann Sebastian Bach war ein deutscher Komponist, Organist, Cembalist und Violinist des Barocks. Er war der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und in seiner Hauptschaffensperiode Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig.
10.05.1655
Englische Truppen unter William Penn landen im Süden der spanischen Kolonie Jamaika. Die spanische Kolonialverwaltung in Spanish Town ergibt sich bereits am nächsten Tag den Angreifern. Die Karibikinsel bleibt bis 1962 in britischem Besitz.
Sir William Penn war ein englischer Admiral des 17. Jahrhunderts.
10.05.1650
Bei der Rückeroberung Irlands besiegt die englische Parlamentsarmee unter Roger Boyle irische Truppen in der Schlacht von Macroom.
Die Rückeroberung Irlands begann 1649, als Oliver Cromwell mit seiner New Model Army im Namen des Langen Parlaments das von irischen Konföderierten und englischen Royalisten kontrollierte Irland erreichte. Seit der Rebellion von 1641 befand sich Irland zum größten Teil unter der Kontrolle der Konföderation Irland, die 1649 mit der englisch-royalistischen Partei eine Allianz geschlossen hatte, die im englischen Bürgerkrieg unterlegen war. Cromwell besiegte die Koalition aus Konföderation und Royalisten in Irland, besetzte die Insel und beendete damit die Irischen Konföderationskriege.
10.05.1612
Prinz Khurram, der spätere indische Großmogul Shah Jahan, heiratet die 19-jährige Tochter von Asaf Khan, Arjumand Banu Begum, die den Namen Mumtaz Mahal verliehen bekommt. Die dritte Frau des Prinzen wird in der Folge seine Lieblingsfrau.
Shihabuddin Muhammad Shah Jahan, im Deutschen auch Schah Dschahan, war als dritter Sohn Jahangirs der Kaiser des Mogulreiches zwischen 1627 und seiner Entmachtung durch seinen Sohn Aurangzeb im Juni 1658. Er war unter der Bezeichnung Shah Jahan I. der fünfte Großmogul nach Babur, dem Gründer des Mogulreichs und dessen Nachfolgern Humayun, Akbar I. und Jahangir.
10.05.1530
Philipp Melanchthon beendet in Augsburg die Niederschrift der Apologie der Confessio Augustana, die beim anstehenden Reichstag vorgelegt werden soll.
Philipp Melanchthon war neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger Reformation.
10.05.1503
Christoph Kolumbus erreicht auf seiner vierten Reise die Cayman Islands, denen er wegen zahlreich angetroffener Meeresschildkröten den Namen Las Tortugas gibt.
Christoph Kolumbus war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der über den Atlantik einen westlichen Seeweg nach Indien finden wollte und im Oktober 1492 eine Insel der Bahamas erreichte, dann weitere Karibikinseln. Dies wird im Allgemeinen als die Entdeckung Amerikas 1492 angesehen. Es folgten weitere Eroberungsreisen, und er wurde der erste Vizekönig der las Indias genannten Gebiete.
10.05.0946
Agapitus II. wird von Alberich II., Herrscher über Rom und das Papsttum, als Nachfolger des verstorbenen Marinus II. zum Papst ernannt.
Agapitus II., auch Agapet II., war Papst vom 10. Mai 946 bis zu seinem Tod. Sein Pontifikat fiel in die Zeit, als Alberich II., der Sohn Marozias, die unabhängige Republik Rom unter dem Titel Fürst und Senator der Römer regierte. Agapitus II. war der vierte Papst, der auf die Anweisung des übermächtigen Herrschers auf den Stuhl Petri gewählt wurde.