Historische Ereignisse am Freitag, 11. Juli

68 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 11. Juli statt — von 212 bis 2010. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

# Juli 2025 – Geschichtliche Ereignisse und aktuelle Informationen

Der 11. Juli gilt als bedeutsames Datum in der internationalen Sportgeschichte. Im Jahr 2010 erzielte Andrés Iniesta das entscheidende Tor für Spanien im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gegen die Niederlande. Der spanische Mittelfeldspieler sicherte seiner Mannschaft damit den ersten Weltmeistertitel und prägte ein legendäres Moment europäischen Fußballs. Ein anderes Ereignis desselben Tages zeigt die dunkleren Kapitel der Zeitgeschichte: 1995 eroberten bosnisch-serbische Truppen unter Ratko Mladić die zur UN-Schutzzone erklärte Stadt Srebrenica. Diese militärische Aktion führte zu einem Massaker, das als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gilt. Zehntausende Menschen verloren in der Folge ihr Leben.

Die historische Bedeutung dieser Ereignisse verdeutlicht die Vielschichtigkeit des 11. Juli im globalen Gedächtnis. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Millionen Menschen in Freude versetzte, markierte das Jahr 1995 einen der tragischsten Wendepunkte im jugoslawischen Krieg. Beide Ereignisse prägen bis heute die kollektive Erinnerung ihrer jeweiligen Regionen und demonstrieren, wie ein einzelner Kalendertag völlig unterschiedliche historische Narrationen in sich vereinigt.

Am 11. Juli 2025 herrscht in Dublin die Sternzeichen Krebs und Löwe, während sich der Mond in der Neumondphase befindet. Das Wetter präsentiert sich gemäßigt mit überwiegend bewölktem Himmel und gelegentlichen Regenschauern. Die irische Hauptstadt verzeichnet Temperaturen im mittleren Bereich mit Windgeschwindigkeiten aus westlicher Richtung.

DayAtlas bietet eine umfassende Übersicht historischer Ereignisse, berühmter Geburts- und Todestage sowie aktueller Wetterbedingungen für jeden beliebigen Tag und Ort weltweit. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, geschichtliche Zusammenhänge mit geografischen und meteorologischen Daten zu verknüpfen und dadurch ein tieferes Verständnis für die Komplexität historischer Momente zu erlangen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 14. April.

11.07.2010

Durch einen Treffer von Andrés Iniesta gewinnt die Auswahl Spaniens das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gegen die Niederlande.

Andrés Iniesta Luján ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler. Der offensive Mittelfeldspieler wurde meist im zentralen Mittelfeld eingesetzt, spielte aber gelegentlich auf der linken Seite, auch als Flügelstürmer. Er absolvierte von 2002 bis 2018 insgesamt 674 Pflichtspiele für den FC Barcelona und erzielte dabei 57 Tore. Mit dem Verein gewann er unter anderem viermal die Champions League und neun spanische Meisterschaften.


11.07.2006

Bei Bombenanschlägen in der indischen Stadt Mumbai kommen nach offiziellen Angaben 207 Menschen ums Leben.

Bei den Bombenanschlägen in Mumbai 2006 detonierten am 11. Juli 2006 in der indischen Metropole Mumbai in dichter Abfolge Bomben, die islamistische Terroristen in Personenwagen sieben voll besetzter Vorortzügen im abendlichen Berufsverkehr gelegt hatten. Indische Sicherheitskräfte entschärften darüber hinaus einen achten Sprengsatz. 187 Menschen wurden ermordet, 867 wurden darüber hinaus verletzt.


11.07.2002

Das verschärfte Gesetz über die Zuwanderung von Nicht-EU-Bürgern wird in Italien verabschiedet.

Die Europäische Union (EU) ist ein Staatenverbund aus 27 Staaten, davon 26 in Europa und mit Zypern einem geographisch in Asien liegenden Land. Zur EU gehören geographisch zudem einige Überseegebiete außerhalb des Kontinents. Sie hat insgesamt etwa 450 Millionen Einwohner. Die verbreitetsten Sprachen in der EU sind Deutsch und Französisch unter den Muttersprachen und Englisch als Zweit- oder Fremdsprache.


11.07.1998

Überschattet von der Dopingaffäre um das Team Festina beginnt in Dublin die 85. Tour de France.

Die Festina-Affäre war ein Doping-Skandal während der Tour de France 1998.


11.07.1995

Bosnisch-serbische Truppen unter Ratko Mladić nehmen im Bosnienkrieg das zur UN-Schutzzone erklärte Srebrenica ein. In der Folge kommt es zum Massaker von Srebrenica, dem schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Ratko Mladić [râtko mlǎːdit͡ɕ] ist ein ehemaliger bosnisch-serbischer General und verurteilter Kriegsverbrecher, der von 1992 bis 1996 als Oberbefehlshaber der Vojska Republike Srpske agierte.


11.07.1991

Auf dem Nigeria-Airways-Flug 2120 stürzt eine gecharterte Douglas DC-8 der Nationair Canada mit islamischen Pilgern auf dem Rückweg nach Nigeria kurz nach dem Start in Dschidda, Saudi-Arabien, ab. Alle 261 Menschen an Bord sterben. Ursache sind beim Start in Brand geratene Reifen.

Am 11. Juli 1991 stürzte eine von der Nationair Canada geleaste Douglas DC-8-61 auf dem Nigeria-Airways-Flug 2120 beim Versuch einer Notlandung nahe dem King Abdulaziz International Airport in Dschidda ab. Die Maschine war zehn Minuten zuvor vom selben Flughafen gestartet und in Brand geraten. Bei dem Unfall kamen alle 261 Insassen ums Leben. Dieser Absturz ist bislang der schwerste Unfall einer Douglas DC-8 und der bislang schwerste Unfall eines kanadischen Flugzeugs.


11.07.1987

Laut den Vereinten Nationen überschreitet die Weltbevölkerung die 5.000.000.000-Marke.

Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten und als globale internationale Organisation ein uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.


11.07.1985

In Athen stirbt Österreichs Botschafter Herbert Amry, der kurz zuvor österreichische Regierungsmitglieder über illegale Waffengeschäfte der VOEST informiert hatte, unter ungeklärten Umständen.

Herbert Amry war ein österreichischer Diplomat und Nahost-Experte.


11.07.1982

Italien wird durch einen 3:1-Sieg gegen Deutschland im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Spanien Weltmeister.

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 war die zwölfte Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußballnationalmannschaften. Sie fand vom 13. Juni bis zum 11. Juli 1982 in Spanien statt. Weltmeister wurde Italien, das Deutschland im Finale 3:1 besiegte.


11.07.1980

In Kitzbühel wird der Österreichische Curling Verband gegründet.

Der Österreichische Curling Verband (ÖCV) ist die Interessenvereinigung sämtlicher Curling-Vereine Österreichs und Mitglied der World Curling Federation.


11.07.1979

Die Raumstation Skylab verglüht in der Erdatmosphäre.

Raumstationen sind ein moderner Teil der bemannten Raumfahrt. Im Gegensatz zu Raumschiffen dienen sie nicht der Fortbewegung, sondern ermöglichen es Menschen, lange Zeit auf ihnen zu leben. Bislang befanden sich alle Raumstationen in der Erdumlaufbahn. Eine Unterform von Raumstationen sind Raumlabore.


11.07.1978

Durch die Explosion eines mit Propylengas beladenen Tanklastzuges in Höhe des katalanischen Campingplatzes Los Alfaques bei Sant Carles sterben über 200 Menschen.

Das Tanklastzugunglück von Los Alfaques war ein folgenschwerer Gefahrgutunfall in Katalonien (Spanien), der sich am 11. Juli 1978 an der damaligen Nationalstraße Carretera Nacional N-340 im Bereich des Campingplatzes Los Alfaques an der Costa Daurada ereignete. 217 Menschen starben, mehr als 400 wurden verletzt.


11.07.1973

Auf dem VARIG-Flug 820 erstickten 122 Insassen durch ein Feuer an Bord der in Rio de Janeiro gestarteten Boeing 707. Bei der Außenlandung 5 km vor dem Zielflughafen Paris-Orly kommt zusätzlich noch ein weiteres Besatzungsmitglied ums Leben.

Am 11. Juli 1973 brach ein Feuer an Bord einer Boeing 707 aus, die sich auf dem VARIG-Flug 820 von Rio de Janeiro nach Paris befand. Der Besatzung gelang es, die Maschine nahe dem Flughafen Paris-Orly auf einem Feld notzulanden. Obwohl der Rumpf des Flugzeugs bei der Außenlandung nur gering beschädigt wurde, starben bei dem Unglück 123 Insassen, von denen – mit Ausnahme eines Besatzungsmitglieds – alle durch Brandgase erstickten.


11.07.1972

Die erste Partie der Schachweltmeisterschaft 1972 zwischen Boris Spasski und Bobby Fischer wird ausgetragen. Aufgrund der Aufsehen erregenden Konstellation gilt der Zweikampf als „Match des Jahrhunderts“.

Die Schachweltmeisterschaft 1972 war der als Match des Jahrhunderts geltende Zweikampf zwischen dem amtierenden, 35 Jahre alten Weltmeister Boris Spasski und seinem 29 Jahre alten Herausforderer Bobby Fischer um den Weltmeistertitel im Schach, der auch über die Schachwelt hinaus Aufsehen erregte.


11.07.1971

In Chile werden nach einer Verfassungsänderung die Kupferminen entschädigungslos verstaatlicht. Das Erfüllen der Wahlkampfaussagen Salvador Allendes führt zum außenpolitischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten. Aktionäre aus den USA halten unter anderem Anteile an der weltgrößten Kupfermine in Chuquicamata.

Die Geschichte Chiles umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der heutigen Republik Chile von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Gebiet des heutigen Chile ist seit mindestens 12.000 v. Chr. besiedelt. Im 16. Jahrhundert begannen spanische Conquistadores, die Region zu unterwerfen und zu besiedeln, bis Chile im frühen 19. Jahrhundert die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht erlangte. Die weitere Entwicklung Chiles bis zum Zweiten Weltkrieg war geprägt von der Förderung von Salpeter und später Kupfer. Zwar führte der Rohstoffreichtum zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch zu Abhängigkeit und sogar Kriegen mit den Nachbarstaaten. Nach einem Jahrzehnt unter christdemokratischer Präsidentschaft wurde 1970 der Sozialist Salvador Allende zum Präsidenten gewählt. Der Putsch des Generals Augusto Pinochet am 11. September 1973 leitete eine 17-jährige Diktatur und radikale marktorientierte Wirtschaftsreformen ein. Seit 1988 befindet sich Chile in der Transition zu einer Demokratie.


11.07.1966

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England beginnt. Im Eröffnungsspiel trennen sich Gastgeber England und Uruguay 0:0.

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 war die achte Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 11. bis zum 30. Juli 1966 in England, dem „Mutterland des Fußballs“, statt.


11.07.1963

Bei einer Razzia auf der Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen.

Johannesburg, auch iGoli/eGoli oder iRhawutini (isiXhosa), umgangssprachlich oft Joburg oder Jozi, ist die Hauptstadt der Provinz Gauteng in Südafrika.


11.07.1960

In den „Kongo-Wirren“ erklärt Moïse Tschombé die Unabhängigkeit Katangas von der kurz zuvor unabhängig gewordenen vormaligen belgischen Kolonie. Die völkerrechtliche Anerkennung dieser Sezession bleibt aus.

Moïse Kapenda Tschombé, auch Tshombé war ein kongolesischer Politiker.


In den Vereinigten Staaten erscheint To Kill a Mockingbird (deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört), Harper Lees zwei Jahre darauf verfilmter Debütroman.

Wer die Nachtigall stört ist der deutsche Titel eines 1960 erschienenen Romans der US-Amerikanerin Harper Lee. Das Werk wird der literarischen Strömung der Southern Gothic zugerechnet und handelt von Kindheit, Heranwachsen und vom Rassismus in den Südstaaten der USA. Der 1961 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete und weltweit über 40 Millionen Mal verkaufte Roman zählt zu den modernen Klassikern der amerikanischen Literatur. Die erste deutsche Übersetzung von Claire Malignon wurde 1962 publiziert, die Überarbeitung von Nikolaus Stingl 2015.


11.07.1954

Das Parlament Paraguays wählt nach seinem Putsch gegen Federico Chaves per Akklamation General Alfredo Stroessner als einzigen Kandidaten zum künftigen Präsidenten des Landes.

Paraguay ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Die südliche und südöstliche Landesgrenze wird vom Fluss Paraná gebildet, die südwestliche sowie nordöstliche vom Río Paraguay, der das Land durchquert. Der Name des Flusses, nach dem auch der Staat benannt ist, stammt von der Sprache der Ureinwohner, Guaraní.


11.07.1950

Die am 6. Juni beschlossene und am 18. Juni per Volksentscheid gebilligte Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen tritt in Kraft.

Die Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen wurde gleichzeitig mit der Wahl des zweiten Landtages am 18. Juni 1950 durch Volksentscheid angenommen und trat am 11. Juli 1950 in Kraft. Die seither erfolgten rund zwanzig Verfassungsänderungen wurden durchgängig vom Landtag beschlossen. Geändert werden kann die Verfassung nur, wenn sich mindestens zwei Drittel aller Mitglieder des Landtages oder zwei Drittel der Hälfte aller Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen dafür aussprechen.


11.07.1947

Die Exodus läuft aus dem Hafen von Sète mit Ziel Palästina aus. Das Schicksal ihrer Passagiere wird die internationale Meinung zugunsten der Gründung des Staates Israel maßgeblich beeinflussen.

Die Exodus 1947 war ein Flüchtlingsschiff, mit dem im Jahr 1947 etwa 5000 europäische Juden von Frankreich nach Palästina gelangten. Ursprünglich wurde das Schiff im Jahr 1928 unter dem Namen President Warfield als Vergnügungsdampfer an der Ostküste der Vereinigten Staaten in Dienst gestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zunächst von den Briten, dann von US-Streitkräften als Truppentransporter eingesetzt. Weltweit berühmt wurde das Schiff als jüdisches Flüchtlingsschiff Exodus 1947.


11.07.1946

Die Internationale Handballföderation wird ins Leben gerufen.

Die Internationale Handballföderation ist der Handballweltverband mit Sitz im schweizerischen Basel. In ihrer jetzigen Form wurde die IHF am 12. Juli 1946 in Kopenhagen, Dänemark gegründet.


11.07.1945

In Berlin tritt die Alliierte Kommandantur zum ersten Mal zusammen. Sie übt die Kontrolle in der von den Siegermächten in vier Sektoren eingeteilten Stadt aus.

Die Alliierte Kommandantur war eine alliierte Behörde, durch die die vier Besatzungsmächte USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg die gemeinsame Regierung Groß-Berlins ausübten. Sie setzte sich aus vier Stadtkommandanten zusammen, die von den entsprechenden Vertretern der Besatzungsmächte im Alliierten Kontrollrat ernannt worden waren. Von 1945 bis 1949 unterstand sie dem Kontrollrat, nach dessen Scheitern als oberstes gemeinsames Kontrollorgan wurde sie von der Alliierten Hohen Kommission geführt.


Renato Casalbore gründet die italienische Sportzeitung Tuttosport.

Tuttosport ist eine italienische Sportzeitung. Sie wurde von Renato Casalbore gegründet und erschien erstmals am 3. April 1945.


11.07.1940

Nachdem die Nationalversammlung der Dritten Französischen Republik am Vortag ein entsprechendes Ermächtigungsgesetz verabschiedet hat, verkündet Marschall Pétain die ersten drei der das Vichy-Regime schaffenden Verfassungsakte.

Als Dritte Französische Republik bezeichnet man den französischen Staat zwischen 1870 und 1940. Der offizielle Staatsname war République française.


11.07.1934

Bei Flugversuchen kann der deutsche Oberingenieur und Erfinder Engelbert Zaschka mit seinem Muskelkraft-Flugzeug in Berlin-Tempelhof ohne fremde Starthilfe Schwebeflüge von 20 Meter Länge erreichen.

Engelbert Zaschka war ein deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Erfinder. Zaschka zählt zu den deutschen Hubschrauberpionieren und war ein Pionier des Fliegens mit Muskelkraft sowie des Faltautos.


11.07.1933

Beim sächsischen Burghausen beginnen die Bauarbeiten am Elster-Saale-Kanal.

Der Saale-Leipzig-Kanal (SLK), von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bis 1999 als Elster-Saale-Kanal bezeichnet und von der halleschen Seite auch Saale-Elster-Kanal genannt, ist ein 1933 begonnenes und 1943 eingestelltes Kanalprojekt, das die Weiße Elster in Leipzig mit der Saale bei Leuna verbinden und somit Leipzig über Saale und Elbe an das norddeutsche Wasserstraßennetz und über Hamburg an die Nordsee anbinden sollte. Der Kanal war für Schiffe bis 1000 Tonnen geplant.


11.07.1931

Das Praterstadion (heute Ernst-Happel-Stadion) in Wien wird eröffnet.

Das Ernst-Happel-Stadion ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage in der Leopoldstadt, dem 2. Gemeindebezirk der österreichischen Hauptstadt Wien. Es ist das Nationalstadion und mit 50.865 Zuschauerplätzen mit Abstand das größte Stadion Österreichs. Das nach Ernst Happel benannte Stadion zählt zur UEFA-Stadion-Kategorie 4. In ihm finden die Heimspiele der österreichischen Fußballnationalmannschaft statt. Ferner wurden zeitweise das ÖFB-Cup-Finale, Europacup-Spiele der Wiener Clubs und die Wiener Stadt-Derbys im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Die Sportstätte war Austragungsort von sieben Partien der Fußball-Europameisterschaft 2008 und wurde im Hinblick auf das Turnier umfassend renoviert.


11.07.1926

Rudolf Caracciola siegt beim ersten Großen Preis von Deutschland auf der Berliner AVUS.

Rudolf Otto Wilhelm „Karratsch“ Caracciola war ein deutscher Automobilrennfahrer und vor dem Zweiten Weltkrieg der erfolgreichste Fahrer in Europa.


11.07.1922

Das Hollywood Bowl, eines der größten natürlichen Amphitheater der Welt, wird eröffnet.

Die Hollywood Bowl ist eine der größten natürlichen Freilichtbühnen nach dem Vorbild der antiken griechischen Theater. Sie befindet sich nördlich von Hollywood, bietet über 18.000 Zuschauern Platz und wird hauptsächlich für Musikveranstaltungen genutzt. Die Eröffnung war am 11. Juli 1922.


11.07.1921

Die Äußere Mongolei erklärt mit Unterstützung Russlands ihre Unabhängigkeit von China. Die Innere Mongolei bleibt unter chinesischer Herrschaft.

Die Geschichte der Mongolei umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Mongolischen Staates von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Territorium der heutigen Mongolei wurde seit jeher von Nomaden beherrscht, die zeitweise, wie die Xiongnu oder die Xianbei, Reiche gründeten. 1190 gelang es Dschingis Khan, die Mongolen zu einen und in Folge das riesige Mongolische Reich zu errichten. Die Mongolen übernahmen die Herrschaft in China, wo sie die Yuan-Dynastie etablierten. Nach dem Zerfall ihres Reiches 1262 lebten die meisten Mongolen wieder nomadisch, verschiedene Nachfolgestaaten existierten bis ins 16. Jahrhundert. Zur selben Zeit kam das Land unter den Einfluss des Buddhismus, etwas später wurde der Großteil der Mongolei durch die Qing-Dynastie beherrscht. Nach deren Zusammenbruch lehnte sich die Mongolei stark an Russland bzw. die Sowjetunion an. 1911 erlangte sie die Unabhängigkeit und 1924 wurde die Mongolische Volksrepublik ausgerufen, die politisch, militärisch und wirtschaftlich von der Sowjetunion abhängig war. In Folge der Veränderungen in Osteuropa wurde 1992 eine neue Verfassung angenommen und die parlamentarische Demokratie eingeführt.


Der Irische Unabhängigkeitskrieg endet mit einem Waffenstillstand.

Der Irische Unabhängigkeitskrieg dauerte von Januar 1919 bis Juli 1921. Er wurde von der Irischen Republikanischen Armee (IRA) in einer Art Guerilla-Kampf gegen die britische Regierung in Irland geführt. Die IRA, die in diesem Konflikt gekämpft hat, wird oft als „Alte IRA“ bezeichnet, um sie von den späteren Gruppen abzuheben, die den gleichen Namen verwendeten.


11.07.1920

Während ihrer Gegenoffensive im Polnisch-Sowjetischen Krieg erobert die Rote Armee Minsk. Am gleichen Tag stellt Großbritannien der Sowjetunion ein Ultimatum, mit denen es das Ende der Kämpfe gegen Polen und die Weiße Armee fordert.

Im Polnisch-Sowjetischen Krieg, auch Polnisch-Bolschewistischer Krieg genannt, von 1919 bis 1921 versuchte einerseits das 1918 wiedererrichtete Polen, im Osten den historischen Grenzverlauf von 1772 wiederherzustellen und eine osteuropäische Konföderation (→ Międzymorze) unter polnischer Führung zu schaffen. Das sich noch im Bürgerkrieg befindende Sowjetrussland war andererseits bestrebt, seinen Einflussbereich in den Westen auszudehnen. In der Ukraine wurde Polen von nationalistischen Kräften unterstützt, die zuvor von den Bolschewiki von der Macht vertrieben worden waren.


Im Abstimmungsgebiet Allenstein und Marienwerder finden Volksabstimmungen infolge des Versailler Vertrags über die Zugehörigkeit zu „Polen oder Ostpreußen“ statt.

Die Volksabstimmungen in Ost- und Westpreußen fanden am 11. Juli 1920 infolge des Versailler Vertrags statt. Bei den beiden Plebisziten ging es um die Frage, ob das größere Abstimmungsgebiet Allenstein in Ostpreußen sowie das kleinere Abstimmungsgebiet Marienwerder in Westpreußen zur preußischen Provinz Ostpreußen oder zu Polen gehören sollten.


11.07.1918

Herzog Wilhelm II. von Urach wird vom Litauischen Landesrat als Mindaugas II. zum König von Litauen gewählt.

Wilhelm (II.), Herzog von Urach, Graf von Württemberg, ab 1869 Chef des Hauses Urach, einer württembergischen Nebenlinie, General der Kavallerie in der Württembergischen Armee, war mehrfach als Thronkandidat für verschiedene europäische Kronen im Gespräch, so 1910 für Monaco, 1913 für Albanien und während des Ersten Weltkrieges für Polen sowie für ein neu zu schaffendes Großherzogtum Elsass-Lothringen. Im Juli 1918 wurde er von der Taryba, dem litauischen Landesrat, zum König von Litauen gewählt – als solcher sollte er den Namen Mindaugas II. tragen. Er nahm die Krone jedoch nicht an, da die deutschen Behörden die Wahl nicht anerkannten. Bis November 1918 widerrief auch die Taryba die Wahl.


11.07.1916

In der Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg führen die deutschen Truppen einen letzten, erfolglosen Großangriff durch.

Die Schlacht um Verdun fand an der Westfront des Ersten Weltkrieges zwischen Deutschland und Frankreich statt. Sie begann am 21. Februar 1916 und endete am 19. Dezember 1916. Die von der deutschen Seite beabsichtigte Eroberung der Festung Verdun war damit gescheitert. Nach der Marneschlacht und dem sich hinziehenden Stellungskrieg hatte die deutsche Oberste Heeresleitung erkannt, dass ihr die Möglichkeit zur strategischen Initiative allmählich zu entgleiten drohte. Sie entschied sich daher für einen Angriff auf Verdun, um den Krieg an der Westfront wieder in Bewegung zu bringen.


Bertrand Russell wird wegen seines Pazifismus von der University of Cambridge suspendiert.

Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell war ein britischer Philosoph, Mathematiker, Religionskritiker und Logiker. Er unterrichtete unter anderem am Trinity College der Universität Cambridge, der London School of Economics, der Harvard University und der Peking-Universität und war Mitglied der Cambridge Apostles und der Fabian Society. 1950 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.


11.07.1906

Am Big Moose Lake (New York) kommt es zum Mord an Grace Brown, den der Autor Theodore Dreiser wenige Jahre später in seinem Roman Eine amerikanische Tragödie verarbeitete. Dieser wurde wiederum mehrfach verfilmt und für die Bühne inszeniert.

Big Moose Lake, der Ursprung des Moose River, ist ein See etwa acht Kilometer nördlich des Fourth Lake der Fulton Chain Lakes in den Adirondacks in Upstate New York. Er liegt teils im Herkimer County und teils im Hamilton County, bedeckt somit Teile der Towns Webb und Long Lake. Südwestlich des Sees liegt der Weiler Big Moose.


11.07.1899

Neun Personen, darunter Giovanni Agnelli senior, gründen in Turin den Auto­mobil­konzern Fiat.

Giovanni Agnelli war ein italienischer Unternehmer. Er gehörte zu den neun Gründungsmitgliedern des Automobilkonzerns Fiat.


11.07.1897

Der schwedische Polarforscher Salomon August Andrée startet von Spitzbergen mit seinen beiden Kollegen Nils Strindberg und Knut Frænkel in einem Gasballon zum Nordpol. Ihr Unternehmen endet Wochen später tödlich.

Salomon August Andrée war ein schwedischer Ingenieur und Polarforscher.


11.07.1893

Der Japaner Kokichi Mikimoto züchtet erfolgreich die erste Zuchtperle.

Der Japaner Kokichi Mikimoto war in den frühen 1920er Jahren der Erste, dem es gelang, vollrunde Zuchtperlen (Akoya) zu produzieren und auf den Markt zu bringen.


11.07.1882

Die britische Flotte bombardiert die ägyptische Hafenstadt Alexandria wegen an Ausländern verübter Exzesse im Zuge der Urabi-Bewegung.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland war ein souveräner Staat auf dem Gebiet der Britischen Inseln, der am 1. Januar 1801 durch die Vereinigung des Königreichs Großbritannien und des Königreichs Irland gegründet wurde. Die Gründung des irischen Freistaats am 6. Dezember 1922 führte zu dem Ende des Staates und dazu, dass der Rest am 12. April 1927 in Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland umbenannt wurde.


11.07.1871

In der Schlacht am Assam besiegt Dejazmach Kassa(i) Mercha seinen Schwiegervater, den regierenden äthiopischen Herrscher Tekle Giyorgis II., und lässt sich bald darauf als Yohannes IV. zum Kaiser krönen.

Die Schlacht am Assam, einem kleinen Nebenfluss des Wari, wurde am 11. Juli 1871 geschlagen und war die entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen dem äthiopischen Herrscher Tekle Giyorgis II. und seinem Schwiegersohn und Konkurrenten um den Kaiserthron dejazmach Kassa(i) Mercha, dem nachfolgenden Yohannes IV.. Die überlegene Bewaffnung und Disziplin seiner Truppen sicherten Kassa Mercha den Sieg über seinen Rivalen, der im Zuge der Schlacht mit einem großen Teil seiner Armee in Gefangenschaft geriet.


11.07.1869

Auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn findet erstmals das Deutsche Derby statt.

Die Galopprennbahn Hamburg-Horn, kurz auch als Horner Rennbahn bezeichnet, ist eine Rennanlage für den Galoppsport im Hamburger Stadtteil Horn. Nach ihr sind die Rennbahnstraße und der U-Bahnhof Horner Rennbahn benannt.


11.07.1861

In der Schlacht am Rich Mountain feiern die Unionstruppen General McClellans den zweiten Sieg im westlichen Virginia während des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Die Schlacht am Rich Mountain fand am 11. Juli 1861 während des Sezessionskrieges in den Bergen des westlichen Virginias statt und endete mit einem Sieg der Unionstruppen.


Der Deutsche Schützenbund wird in Gotha gegründet.

Der Deutsche Schützenbund e. V. (DSB) wurde am 11. Juli 1861 in Gotha gegründet und im Jahr 1951 in Frankfurt am Main wiedergegründet. Er ist der größte Dachverband für Sportschützen in Deutschland. Mit 1.319.794 Mitgliedern ist der DSB der fünftstärkste Sportverband in Deutschland.


11.07.1859

Frankreich und Österreich schließen den Vorfrieden von Villafranca zur Beendigung des Sardinischen Krieges.

Der Ausdruck Zweites Kaiserreich bezeichnet die Zeit von 1852 bis 1870 in der Geschichte Frankreichs. Der offizielle Staatsname war Französisches Kaiserreich. In dieser Zeit war Napoleon III. der Kaiser der Franzosen. In den ersten Jahren bis etwa 1860 regierte Napoleon autoritär. Auch als Folge der wachsenden Opposition sah er sich zu schrittweisen Reformen veranlasst, die 1870 in ein parlamentarisches Regierungssystem mündeten. Außenpolitisch gelang es zunächst, das internationale Ansehen Frankreichs zu stärken, ehe in den 1860er Jahren die Erfolge weitgehend ausblieben. In wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht spielte die industrielle Entwicklung und damit neue Bevölkerungsgruppen wie die Industriellen oder die Arbeiter eine wichtige Rolle. Frankreich stieg zu einer der stärksten Wirtschaftsmächte auf. Der Glanz des Empire spiegelte sich unter anderem im Umbau von Paris zu einer modernen Metropole wider. Das Ende kam mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Nach der Gefangennahme des Kaisers nach der Schlacht bei Sedan wurde in Paris die Dritte Republik ausgerufen.


11.07.1848

In London wird der Bahnhof Waterloo in Betrieb genommen.

London Waterloo ist ein wichtiger Bahnhof und Verkehrsknotenpunkt in London. Er liegt im Stadtbezirk London Borough of Lambeth und ist nach der nahegelegenen Waterloo Bridge benannt. Die in der Travel zone 1 gelegene Bahnhofanlage besteht aus vier miteinander verbundenen Teilen: dem eigentlichen Hauptbahnhof, dem früheren Eurostar-Terminal Waterloo International, dem räumlich getrennten Bahnhof Waterloo East und der unterirdischen U-Bahn-Station der London Underground. Der Bahnhof ist Ausgangspunkt der South Western Main Line, über die Ziele in Süd- und Südwestengland wie Southampton, Portsmouth, Bournemouth und Exeter erreicht werden können.


11.07.1810

Im Südpazifik sichtet Frederick Hasselburg die subantarktische Macquarieinsel, die ab 1997 zum Weltnaturerbe gehören wird.

Als Südpazifik oder Südsee wird die südwestliche Inselwelt des Pazifischen Ozeans bezeichnet, soweit sie südlich des Äquators liegt.


11.07.1804

In einem Duell verwundet US-Vizepräsident Aaron Burr seinen politischen Rivalen, den früheren Finanzminister und US-Gründervater Alexander Hamilton, so schwer, dass dieser tags darauf stirbt.

Ein Duell ist ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln. Duelle sind heutzutage verboten. Der Begriff wird im übertragenen Sinne auch auf sportliche Wettkämpfe und Wortgefechte angewandt.


11.07.1801

Der französische Astronom Jean-Louis Pons entdeckt seinen ersten Kometen, dem im Laufe seines Lebens weitere 36 Entdeckungen folgen werden.

Ein Astronom oder eine Astronomin ist eine Person, die sich wissenschaftlich mit der Astronomie beschäftigt.


11.07.1789

Im Vorfeld der Französischen Revolution wird Finanzminister Jacques Necker von König Ludwig XVI. entlassen. Dies trägt zum wachsenden Volkszorn bei, der sich am 14. Juli beim Sturm auf die Bastille entlädt.

Die Französische Revolution (1789–1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Als zweite unter den Atlantischen Revolutionen erhielt sie ihrerseits orientierende Impulse aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.


11.07.1786

Am K. u. K. Nationaltheater in Wien wird die komische Oper Doktor und Apotheker von Carl Ditters von Dittersdorf uraufgeführt.

Doktor und Apotheker ist ein Singspiel in zwei Akten von Carl Ditters von Dittersdorf. Das Libretto stammt von Johann Gottlieb Stephanie d. J. Es basiert auf dem französischen Lustspiel L’apothicaire de Murcie eines anonymen G. v. N. Das Werk erlebte seine Uraufführung am 11. Juli 1786 am Kaiserlich königlichen National-Hoftheater in Wien. Es bescherte dem Komponisten seinen größten Erfolg und gilt als sein Meisterwerk.


11.07.1742

In der päpstlichen Bulle Ex quo singulari behandelt Papst Benedikt XIV. die jesuitische Missionspraxis in China und Indien. Die Akkommodation einheimischer Riten wird von ihm verboten. Missionare müssen sich durch Ablegen eines Eides verpflichten, allein katholische Riten zu praktizieren.

Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei in feierlicher Form ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel ad perpetuam rei memoriam.


11.07.1708

Prinz Eugen von Savoyen und der Duke of Marlborough besiegen im Spanischen Erbfolgekrieg Frankreichs Heer in der Schlacht bei Oudenaarde.

Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan – bekannt geworden unter dem Namen Prinz Eugen – war einer der bedeutendsten Feldherren der Habsburgermonarchie, deren Stellung als Großmacht er wesentlich ausbaute. Er war ab 1697 Oberbefehlshaber im Großen Türkenkrieg. Neben John Churchill, 1. Duke of Marlborough, war er während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) Oberkommandierender der antifranzösischen Haager Großen Allianz. Im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg (1714–1718) sicherte er die österreichische Vorherrschaft in Südosteuropa. Daneben war er lange Präsident des Hofkriegsrats sowie als Diplomat tätig und übte weitere hohe Staatsämter aus.


11.07.1696

Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg ruft die Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architecten-Kunst ins Leben, die heutige Akademie der Künste.

Friedrich aus dem Haus Hohenzollern war ab 1688 als Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg und souveräner Herzog in Preußen. Dort erhöhte er sich 1701 als Friedrich I. zum König in Preußen.


11.07.1690

In der Schlacht am Boyne setzt sich der protestantische englische König Wilhelm III. mit seinen Truppen gegen den abgesetzten katholischen König Jakob II. und dessen Heer durch.

Die Schlacht am Boyne am 1. Julijul. / 11. Juli 1690greg. ist ein entscheidendes Ereignis der irischen und nordirischen Geschichte. Am Fluss Boyne in der Nähe von Rosnaree konnte der protestantische König Wilhelm III. von England den katholischen ehemaligen König von England Jakob II. aus dem Hause Stuart besiegen und die abgefallene Insel Irland erneut unterwerfen. Die Schlacht spielt in der Erinnerungskultur der nordirischen Unionisten bis heute eine zentrale Rolle.


11.07.1613

Michail Fjodorowitsch Romanow wird zum russischen Zaren gekrönt. Er begründet die Herrscherdynastie Romanow.

Michail Fjodorowitsch Romanow war der erste Zar und Großfürst von Russland aus der Dynastie der Romanows. Er regierte von 1613 bis 1645.


11.07.1509

Der Tod seines Vaters Wilhelm II. von Hessen macht den minderjährigen Philipp den Großmütigen zum hessischen Landgrafen. Seine Mutter ringt in der Folge erbittert mit den Rittern des Landes um die vormundschaftliche Regentschaft. Schließlich erklärt Kaiser Maximilian I. Philipp im Jahr 1518 mit 13½ Jahren für volljährig.

Wilhelm II. von Hessen, „der Mittlere“ war Landgraf der Landgrafschaft Hessen.


11.07.1502

Bei einem Hurrikan über der spanischen Kolonie Hispaniola kommen rund 500 Menschen ums Leben.

Für die Hurrikansaisons 1492–1600 liegen nicht für jeden aufgetretenen Sturm Daten vor. Einige Teile der Küstenlinie wären aber schon damals bevölkert genug, um Daten über einzelne Hurrikanereignisse aufzuzeichnen. Jede Saison war ein andauerndes Ereignis im jährlichen Zyklus der Bildung von Tropischen Wirbelstürmen im atlantischen Becken. Die meisten Bildungen von Tropischen Wirbelstürme ereignen sich zwischen dem 1. Juni und dem 30. November.


11.07.1427

Während des Dänisch-Holsteinisch-Hanseatischen Krieges besiegt eine dänisch-schwedische Flotte die von Tidemann Steen befehligte hanseatische Flotte in einer Seeschlacht im Öresund

Der Dänisch-Hanseatische Krieg von 1426 bis 1435, auch als Kalmar(isch)-Hanse(atischer) Krieg, Krieg um Schleswig oder Sundzollkrieg bezeichnet, war ein militär- und wirtschaftspolitischer Konflikt zwischen der von Dänemark dominierten Kalmarer Union und der Hanse. Hauptgrund war die Einführung des Sundzolls durch Dänemark. Der Krieg stand aber in enger Wechselwirkung mit dem Dänisch-Holsteinischen Krieg um das Herzogtum Schleswig (1409/22–1435), dem Konflikt zwischen der Hanse und Holland (1422–1441) und der schwedischen Revolte von 1434/36. Er endete mit dem Frieden von Vordingborg und dem Sturz des dänischen Unionskönigs Erik VII. (1439).


11.07.1366

Mit einem Friedensschluss zwischen den beiden Konfliktparteien wird die Falkensteiner Fehde beendet.

Die Falkensteiner Fehde war eine Fehde, die in den Jahren 1364–1366 in der Wetterau ausgetragen wurde. Gegner waren Philipp VI. von der Licher Linie der Herren von Falkenstein auf der einen, der Wetterauer Landvogt Ulrich III. von Hanau und die Reichsstädte Frankfurt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhausen auf der anderen Seite.


11.07.1346

Karl IV. von Luxemburg wird in Rhens zum römisch-deutschen König gewählt. Er agiert zunächst als Gegenkönig zu Ludwig dem Bayern.

Karl IV., geboren als Wenzel, war Römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien, König von Burgund und Römisch-deutscher Kaiser. Er entstammte dem Geschlecht der Luxemburger. Er zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit.


11.07.1302

In der Sporenschlacht bei Kortrijk besiegen die Einheiten der flandrischen Städte ein französisches Ritterheer.

Die Goldene-Sporen-Schlacht vom 11. Juli 1302 war ein Vorkonflikt des Hundertjährigen Krieges. Sie war eine Schlacht der Flamen gegen Frankreichs Machtanspruch. Eines der Kriegsziele des Hundertjährigen Krieges ab 1337 war die Herrschaft über die Tuchindustrie Flanderns.


11.07.1276

Weil viele Kardinäle im Konklave von der Sommerhitze erschöpft sind, einigen sie sich schließlich auf Ottobono Fieschi, der sich für den Papstnamen Hadrian V. entscheidet. Einen Monat später stirbt der noch nicht inthronisierte Papst am Hitzetod.

Als Papstwahl wird die Wahl des Bischofs von Rom, der als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, bezeichnet. Eine Wahl wird nach Eintreten der Sedisvakanz notwendig, wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat. Das Wahlgremium besteht aus den wahlberechtigten Kardinälen, die sich im Konklave versammeln. Seit 1878 findet das Konklave in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.


11.07.0911

Mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte zwischen Frankreichs König Karl III. und Normannenführer Rollo entsteht die Normandie.

Der Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte wurde am 11. Juli 911 zwischen dem westfränkischen König Karl III. und Rollo, dem Jarl der Normannen, geschlossen. Dieser Vertrag, der schriftlich nicht erhalten ist, ist die Geburtsakte der Normandie.


11.07.0212

Kaiser Caracalla verleiht mit der Verkündung der Constitutio Antoniniana allen freien Bewohnern des Römischen Imperiums das Bürgerrecht.

Caracalla war von 211 bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Sein offizieller Kaisername war – in Anknüpfung an den beliebten Kaiser Mark Aurel – Marcus Aurel(l)ius Severus Antoninus.