Historische Ereignisse am Mittwoch, 11. März
74 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 11. März statt — von 222 bis 2020. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Auf den 11. März fällt eine Serie von bedeutenden Ereignissen in der europäischen und Weltgeschichte. Am markantesten war die Erklärung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zur internationalen Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2020, die tiefgreifende Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft weltweit hatte. Ebenso prägend war die Katastrophe in Japan elf Jahre zuvor, als das Tōhoku-Erdbeben Verwüstungen auslöste und die Nuklearkatastrophe von Fukushima nach sich zog. In jüngerer Zeit beschloss der Nationale Volkskongress in Peking 2018 eine Verfassungsänderung, die es Staatsführer Xi Jinping ermöglichte, zeitlich unbegrenzt im Amt zu verbleiben.
Ein anderer bedeutender Moment ereignete sich 1938 in Österreich, als Bundeskanzler Kurt Schuschnigg nach einem Ultimatum Adolf Hitlers sein Amt niederlegte. Der Nationalsozialdemokrat Arthur Seyß-Inquart übernahm daraufhin die Regierung, und am gleichen Tag erteilte Hitler die militärische Weisung für den Einmarsch in Österreich. Ein Jahr zuvor, 1937, löste die Bombardierung der baskischen Stadt Guernica während des Spanischen Bürgerkriegs internationale Reaktionen aus. Im politischen Leben Litauens erklärte der oberste Sowjet 1990 die Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion, nachdem eine Volksabstimmung positiv ausfiel. Vytautas Landsbergis übernahm als Parlamentspräsident das Amt des kommissarischen Staatsoberhauptes.
Der 11. März liegt im Sternzeichen Fische, während die Mondsichel das Wort führt. Das Wetter für diesen Mittwoch zeigt sich wechselhaft mit Temperaturen zwischen sechs und zwölf Grad Celsius. Böiger Wind aus Westen prägt das Wettergeschehen. Nutzer von DayAtlas können für diesen Tag das aktuelle Wetter, weitere historische Ereignisse, berühmte Geburts- und Todestage sowie detaillierte Informationen zu verschiedenen Orten abrufen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 6. April.
11.03.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 zur internationalen Pandemie
Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Die Praxis der Organisation ist die Koordination des internationalen öffentlichen Gesundheitswesens. Sie wurde am 7. April 1948 gegründet, proklamierte das Recht auf Gesundheit als Grundrecht des Menschen und zählt heute 194 Mitgliedstaaten. Sie wird vom WHO-Generaldirektor geleitet, seit Juli 2017 ist das der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus.
11.03.2018
Der Nationale Volkskongress in Peking beschließt eine Änderung der Verfassung, die es dem Staatspräsidenten der Volksrepublik China Xi Jinping ermöglicht, zeitlich unbegrenzt im Amt zu bleiben.
Der Nationale Volkskongress ist formell die gesetzgebende Körperschaft der Volksrepublik China. Da jedoch Oppositionsparteien aufgrund der Einparteienherrschaft der Kommunistischen Partei verboten sind, gilt der Volkskongress als reines Absegnungsorgan für Entscheidungen der Zentralregierung bzw. Partei. Er wird nicht als Parlament bezeichnet, da sich die Volksrepublik China als Räterepublik versteht. Somit ist es faktisch ein Scheinparlament, die Wahlen gelten als Scheinwahl.
11.03.2011
Das Tōhoku-Erdbeben erschüttert Japan und löst einen Tsunami und die Nuklearkatastrophe von Fukushima aus.
Das Tōhoku-Erdbeben 2011 war ein großes Seebeben vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku. Es ereignete sich am 11. März 2011 um 14:46:23 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag vor der Küste der Präfektur Miyagi etwa 370 Kilometer nordöstlich von Tokio und 130 km östlich von Sendai und löste Tsunami-Flutwellen aus, die eine Fläche von über 500 km² der japanischen Pazifikküste überfluteten und an einigen Stellen 10 km weit ins Landesinnere vorgedrungen sein sollen. In Bezug auf die Ausdehnung der betroffenen Fläche handelt es sich um das größte bekannte Tsunami-Ereignis der japanischen Geschichte. Von den rund 600.000 durch den Tsunami betroffenen Einwohnern wurden etwa 3,5 % getötet.
In Norwegen wird der Langsua-Nationalpark ausgewiesen. In ihm geht der kleinste Nationalpark des Landes, der 1968 gegründete Ormtjernkampen-Nationalpark, auf.
Norwegen, amtlich Königreich Norwegen bzw. Kongeriket Norge/Noreg, ist ein Staat in Nordeuropa. Das in Skandinavien liegende Königreich Norwegen umfasst neben dem Hauptland die Inselgruppe Spitzbergen sowie die Insel Jan Mayen. Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Oslo. Das Land liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden sowie im Nordosten an Finnland und Russland. Norwegen ist eines der flächengrößeren Länder Europas (8.), aber mit nur 5.627.400 Einwohnern dünn besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes.
11.03.2009
In Winnenden nahe Stuttgart in Baden-Württemberg erschießt ein 17-jähriger Amokläufer in der Albertville-Realschule zwölf Menschen und bei der anschließenden Flucht drei Passanten. Nachdem er von einem Polizisten angeschossen worden ist, tötet er sich selbst durch einen Kopfschuss.
Winnenden [ˈvɪnəndn̩] ist eine Stadt rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart in Baden-Württemberg. Sie ist die fünftgrößte Stadt des Rems-Murr-Kreises und ein Unterzentrum im Mittelbereich Waiblingen/Fellbach. Sie gehört zur Region Stuttgart und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.
11.03.2006
In Chile übernimmt mit Michelle Bachelet von der Koalition der Parteien für die Demokratie erstmals eine Frau das Präsidentenamt.
Chile, amtlich República de Chile, ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, der den westlichen Rand des Südkegels (Cono Sur) des Kontinents bildet. Chile erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung zwischen den Breitengraden 17° 30′ S und 56° 0′ S. Somit beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung rund 4200 Kilometer. In west-östlicher Richtung liegt Chile zwischen dem 76. und dem 64. westlichen Längengrad und besitzt eine Ausdehnung von durchschnittlich weniger als 200 Kilometern. Wegen dieser – durch seine Lage am Westhang der Andenkordillere bedingten – ungewöhnlichen Form wird Chile schon seit seiner Entdeckung häufig „das langgestreckte Land“ genannt.
11.03.2005
König Juan Carlos und Königin Sophia von Spanien weihen den Wald der Abwesenden im Retiro-Park in Madrid ein. Er wird auf Proteste der Angehörigen hin in Wald der Erinnerung umbenannt. Die 192 Oliven- und Zypressenbäume erinnern an die Opfer der Anschläge vor einem Jahr.
Juan Carlos I. [xwaŋˈkaɾlos] war vom 22. November 1975 bis zum 18. Juni 2014 König von Spanien. Auch nach seiner Abdankung trägt er auf Lebenszeit den Ehrentitel König. Der aus dem Haus der Bourbonen stammende Monarch spielte eine entscheidende Rolle bei der Transition in Spanien, dem Übergang von der franquistischen Diktatur zur parlamentarischen Erbmonarchie nach dem Tode Francisco Francos.
11.03.2004
Bei einer Serie von Bombenanschlägen auf Züge in Madrid sterben 191 Menschen – über 1.500 werden verletzt. Der Umgang der Regierung mit den Anschlägen führt bei den drei Tage später stattfindenden Parlamentswahlen zur Niederlage der Partido Popular unter José María Aznar.
Die Zuganschläge in der spanischen Hauptstadt Madrid waren eine Serie von zehn durch islamistische Terroristen ausgelösten Bombenexplosionen verteilt auf vier Züge am Morgen des 11. März 2004, drei Tage vor den spanischen Parlamentswahlen. 193 Menschen starben und 2051 wurden verletzt, 82 davon schwer.
11.03.2003
Die ersten Richter und Richterinnen des neu geschaffenen Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag werden feierlich vereidigt.
Der Internationale Strafgerichtshof ist ein ständiges internationales Strafgericht mit Sitz in Den Haag (Niederlande) außerhalb der Vereinten Nationen. Seine juristische Grundlage ist das multilaterale Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs vom 17. Juli 1998. Er nahm seine Tätigkeit am 1. Juli 2002 auf. Seine Zuständigkeit umfasst die vier Kernverbrechen des Völkerstrafrechts, nämlich Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verbrechen der Aggression und Kriegsverbrechen, soweit sie nach seiner Gründung begangen wurden. Im Dezember 2017 einigten sich die Vertragsstaaten, auch das Verbrechen der Aggression in seine Zuständigkeit aufzunehmen, mit Wirkung ab Juli 2018. Zwar besitzt der IStGH keine universelle, jedoch eine weitreichende Zuständigkeit, die im Römischen Statut konkret festgeschrieben ist. Gegenüber der nationalen Gerichtsbarkeit ist seine Kompetenz zur Rechtsprechung nachrangig; er kann eine Tat nur verfolgen, wenn eine nationale Strafverfolgung nicht möglich oder staatlich nicht gewollt ist, sog. Grundsatz der Komplementarität. Seit März 2024 steht die japanische Richterin Tomoko Akane dem IStGH als Präsidentin vor; Chefankläger ist seit Juni 2021 der britische Jurist Karim Ahmad Khan. Der IStGH wird von derzeit 125 Vertragsstaaten unterstützt, darunter alle Staaten der Europäischen Union. Länder wie China, Indien, die Vereinigten Staaten, Russland, die Türkei und Israel haben das Römische Statut entweder gar nicht unterzeichnet, das Abkommen nach der Unterzeichnung nicht ratifiziert oder ihre Unterschrift zurückgezogen.
11.03.1996
Der seitdem drei Mal wiedergewählte John Howard von der Liberal Party of Australia wird nach seinem Wahlsieg am 2. März erstmals als Premierminister von Australien vereidigt.
John Winston Howard OM AC war der 25. Premierminister Australiens. Von 1995 bis 2007 war er der Vorsitzende der Liberal Party of Australia. Er wurde am 11. März 1996 erstmals in sein Amt gewählt und dreimal bestätigt, unterlag 2007 jedoch seinem Herausforderer Kevin Rudd von der Australian Labor Party (ALP). Am 3. Dezember 2007 endete seine Amtszeit.
11.03.1993
Mit Janet Reno wird unter US-Präsident Bill Clinton erstmals eine Frau United States Attorney General und damit Leiterin des Justizministeriums.
Janet Reno war eine US-amerikanische Juristin und Politikerin. Sie war von 1993 bis 2001 der 78. Attorney General (Justizministerin) der Vereinigten Staaten und die erste Frau in dieser Position. Ihre Amtszeit von acht Jahren bedeutet die zweitlängste nach der von William Wirt Anfang des 19. Jahrhunderts.
11.03.1992
Die am 9. März aus Darwin losgefahrene Lusitânia Expresso wird auf ihrer Mission „Frieden in Timor“ von indonesischen Kriegsschiffen aufgehalten und muss umkehren.
Darwin ist die größte Stadt und Hauptstadt des Northern Territory in Australien sowie die nördlichste Großstadt des Landes mit ca. 122.000 Einwohnern.
11.03.1991
Der britische Nachrichtensender BBC World Service Television beginnt mit seinen Sendungen.
BBC World News (HD) war ein englischsprachiger Fernsehsender der BBC. Er sendete zuletzt ein 24-Stunden-Programm mit internationalen Nachrichten und Dokumentationen.
Durch ihren Sieg im Finale von Key Biscayne wird Monica Seles neue Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste der Damen und löst damit Steffi Graf ab, die diese Position seit dem 17. August 1987 186 Wochen und insgesamt bislang unerreichte 377 Wochen lang innegehabt hat.
Das WTA Miami, seit 2009 bekannt als Miami Open, ist ein Tennisturnier der WTA, das seit 2019 am und im Hard Rock Stadium in Miami Gardens auf Hartplatz ausgetragen wird. Bis 2018 wurde es im Tennis Center at Crandon Park auf Key Biscayne bei Miami (Florida) auf Hartplatz ausgetragen. Seit 1985 wird es zeitgleich mit dem ATP-Turnier Miami Masters gespielt.
11.03.1990
Der oberste Sowjet Litauens erklärt nach der positiven Volksabstimmung am 9. Februar die Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion. Kommissarisches Staatsoberhaupt wird Parlamentspräsident Vytautas Landsbergis.
Die Geschichte Litauens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Litauen und der historischen litauischen Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist eng verbunden mit der der Kiewer Rus, der Geschichte Russlands, der Geschichte Deutschlands und insbesondere der Geschichte Polens sowie der Geschichte von Belarus. Die erste Erwähnung Litauens in westlichen Quellen stammt aus dem Jahr 1009. Litauen trat als geeintes Staatswesen spätestens im 13. Jahrhundert in Erscheinung.
Patricio Aylwin wird nach seinem Wahlsieg am 14. Dezember als erster demokratisch gewählter Präsident Chiles seit dem Ende der Diktatur Augusto Pinochets vereidigt.
Patricio Aylwin Azócar war ein chilenischer Politiker (PDC). Der Christdemokrat war von 1990 bis 1994 der erste demokratisch gewählte Präsident Chiles nach der Diktatur von Augusto Pinochet.
11.03.1988
In Shah Alam wird die Abdul-Aziz-Shah-Moschee fertiggestellt, die mit einem Fassungsvermögen von 24.000 Menschen größte Moschee Malaysias.
Shah Alam ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Selangor. Das Stadtzentrum liegt ungefähr 16 km südwestlich von Kuala Lumpur. Nach der Volkszählung von 2011 lebten fast 650.000 Menschen in Shah Alam.
11.03.1985
Einen Tag nach Konstantin Tschernenkos Tod wählt das Zentralkomitee der KPdSU den 54-jährigen Michail Gorbatschow zum Generalsekretär – einen der jüngsten ihrer Geschichte.
Konstantin Ustinowitsch Tschernenko war ein sowjetischer Politiker und vom 13. Februar 1984 bis zu seinem Tod Generalsekretär der KPdSU sowie als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets das Staatsoberhaupt der Sowjetunion.
11.03.1978
Aus dem Libanon kommende Fatah-Mitglieder überfallen zwei israelische Busse zwischen Haifa und Tel Aviv und nehmen die Insassen als Geiseln. Bei der Befreiungsaktion kommen 37 Menschen ums Leben, 79 werden verletzt. Drei Tage später marschiert die israelische Armee aus diesem Grund unter dem Namen Operation Litani im Libanon ein.
Die Fatah ist eine politische Partei in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Der Name ist ein Akronym und Ananym von حركة التحرير الوطني الفلسطيني Ḥarakat at-Taḥrīr al-waṭanī al-Filasṭīnī ‚Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas‘. Diese Anfangsbuchstaben zusammengesetzt und rückwärts gelesen ergeben das Wort für „Öffnung, Eröffnung, Befreien; “, vgl. futūh.
11.03.1976
In Deutschland strahlt die ARD die erste Folge der Krimiserie Detektiv Rockford – Anruf genügt mit James Garner in der Titelrolle aus.
Die ARD ist ein Rundfunkverbund, der aus den Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle besteht. Sie wurde 1950 gegründet und bildet gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen und dem Deutschlandradio den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die ARD wird zum Großteil aus dem Rundfunkbeitrag finanziert und beinhaltet gemeinsame Programme und Angebote wie Das Erste, die ARD Mediathek, ARD Sounds, die Tagesschau sowie zahlreiche Landes-Hörfunk- und -Fernsehprogramme.
11.03.1970
Saddam Hussein für die irakische Regierung und Mustafa Barzani für die Kurden unterzeichnen das Abkommen vom 11. März über die schrittweise Einführung einer autonomen Selbstverwaltung der Kurden im Irak.
Saddam Hussein war ein irakischer Politiker (Baath-Partei). Von 1979 bis 2003 war er Staatspräsident und gleichzeitig von 1979 bis 1991 sowie 1994 bis 2003 Premierminister des Iraks. Er regierte das Land diktatorisch und wurde später wegen Massakern an Schiiten und Kurden zum Tode verurteilt und hingerichtet.
11.03.1966
In Indonesien übernimmt General Suharto durch einen Putsch gegen Präsident Sukarno die Macht, der zwar formell im Amt bleibt, faktisch aber entmachtet wird.
Indonesien ist ein Staat in Südostasien und Ozeanien, gelegen zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land umfasst mehr als 17.000 Inseln, darunter Sumatra, Java, Sulawesi sowie Teile von Borneo und Neuguinea. Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat. Mit einer Fläche von 1.904.569 km² ist es das 14.-größte Land der Welt. Mit über 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und zugleich das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land. Auf der Insel Java, der bevölkerungsreichsten Insel der Welt, lebt mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung.
11.03.1951
In Neu-Delhi gehen die ersten Asienspiele zu Ende.
Die Asienspiele, auch Panasiatische Spiele genannt, sind sportliche Wettkämpfe asiatischer Staaten mit olympischem Charakter.
11.03.1947
Wallace W. Robinson erhält ein US-Patent auf die von ihm erfundene Schaufeltrage, die beim Bergen und Retten Verunglückter eingesetzt wird.
Ein Patent ist ein hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patents ist berechtigt, anderen die Nutzung der Erfindung zu untersagen. Das Schutzrecht wird auf Zeit gewährt; in Deutschland gemäß § 16 Patentgesetz für 20 Jahre.
11.03.1945
Die Operation Tan No. 2 – ein großangelegter japanischer Kamikaze-Angriff auf US-amerikanische Flugzeugträger – endet im Desaster.
Die Operation Tan No. 2 war eine japanische Operation, die am 11. März 1945 während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg stattfand. Die Operation war ein Shimpū-Tokkōtai-Angriff, der von den Piloten von 24 Yokosuka-P1Y-Ginga-Bombern in den letzten Stunden des 11. März gegen die Flugzeugträger der amerikanischen 5. Flotte ausgeführt wurde. Ziel des Kamikazeangriffes war, mehrere oder sogar alle Träger zu beschädigen, damit sie nicht an den bevorstehenden Operationen der Schlacht um Okinawa teilnehmen konnten.
11.03.1941
US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnet den Lend-Lease-Act, der es den im Zweiten Weltkrieg noch neutralen Vereinigten Staaten ermöglicht, zunächst Großbritannien, später v. a. auch die Sowjetunion leihweise mit kriegswichtigem Material zu versorgen.
Franklin Delano Roosevelt , oft mit seinen Initialen FDR abgekürzt, war vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gehörte der Demokratischen Partei an.
11.03.1938
Der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg tritt nach einem Ultimatum von Adolf Hitler mit den Worten, dass er der Gewalt weiche, zurück. Der Nationalsozialist Arthur Seyß-Inquart bildet eine neue Regierung. Am gleichen Tag erteilt Hitler die Militärische Weisung für den Einmarsch in Österreich zu dessen Anschluss an das Deutsche Reich.
Kurt Alois Josef Johann Schuschnigg war ein österreichischer Politiker.
11.03.1933
Die nationalsozialistische Führung des Freistaates Braunschweig initiiert wenige Tage nach der Machtergreifung in Deutschland den so genannten Warenhaussturm, eine Gewaltaktion gegen „jüdische Kaufhäuser“, die von SA- und SS-Mitglied Friedrich Alpers und NSDAP-Innenminister Dietrich Klagges organisiert und von SA und SS durchgeführt wird.
Der Freistaat Braunschweig trat nach der Novemberrevolution 1918 an die Stelle des Herzogtums Braunschweig. Der Gliedstaat der Weimarer Republik (1919–1933) erhielt seine republikanische Verfassung im Januar 1922. Am 4. Mai 1922 trat das Kabinett Antrick zurück. Es folgten das Kabinett Jasper II und das Kabinett Marquordt . Von Dezember 1927 bis Oktober 1930 regierte eine SPD-Alleinregierung.
Ein Erdbeben unbekannter Stärke in Long Beach, Kalifornien fordert 115 Todesopfer.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
11.03.1925
Der Präsident des Reichsgerichts Walter Simons wird nach Friedrich Eberts Tod Interimspräsident des Deutschen Reiches.
Das Reichsgericht war von 1879 bis 1945 der für den Bereich der ordentlichen Gerichtsbarkeit zuständige oberste Gerichtshof im Deutschen Reich. Seinen Sitz hatte es in Leipzig.
Die Stummfilmkomödie Seven Chances (Sieben Chancen) von Buster Keaton kommt in die amerikanischen Kinos. Im Gegensatz zu Keaton zeigt sich die Kritik von dem Film einhellig begeistert, der auch zu einem finanziellen Erfolg wird.
Sieben Chancen ist eine Stummfilmkomödie von und mit Buster Keaton aus dem Jahr 1925. Der Film basiert auf David Belascos Bühnenproduktion des gleichnamigen Stücks von Roi Cooper Megrue. Der erfolglose Geschäftsmann Jimmie erbt sieben Millionen Dollar, wenn es ihm innerhalb weniger Stunden gelingt zu heiraten.
11.03.1917
Zar Nikolaus II. erteilt Schießbefehl gegen die Aufständischen der Februarrevolution, der von einem Großteil der Truppen jedoch verweigert wird.
Nikolaus II. aus dem Herrschergeschlecht Romanow-Holstein-Gottorp war der letzte Kaiser des Russischen Reiches. Sein offizieller Titel lautete Kaiser und Selbstherrscher von ganz Russland.
Britische Truppen nehmen im Ersten Weltkrieg die zum Osmanischen Reich gehörende Stadt Bagdad ohne größeren Widerstand ein.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
11.03.1910
In Washington, D.C., eröffnet das National Museum of Natural History ungeachtet nicht abgeschlossener Bauarbeiten.
Das National Museum of Natural History (NMNH) (englisch; deutsch: Nationalmuseum für Naturgeschichte) ist ein bedeutendes US-amerikanisches Naturkundemuseum an der National Mall in Washington, D.C.
11.03.1907
Der Chaco Canyon in New Mexico, zwischen 850 und 1250 ein Zentrum der Pueblo-Kultur, wird als National Monument der USA ausgewiesen. Heute handelt es sich um einen National Historical Park.
Der Chaco Canyon im US-Bundesstaat New Mexico war zwischen 850 und 1250 ein Zentrum der Pueblo-Kultur. Seit 1980 ist er unter dem Namen Chaco Culture National Historical Park ein National Historical Park der USA, der 1987 als Weltkulturerbe in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.
11.03.1904
Ein Prototyp des Kreiselkompasses wird erfolgreich in der Ostsee von Hermann Anschütz-Kaempfe auf dem Dampfer Schleswig getestet.
Ein Prototyp stellt in der Technik ein für die jeweiligen Zwecke funktionsfähiges, oft aber auch vereinfachtes Versuchsmodell eines geplanten Produktes oder Bauteils dar. Es kann dabei nur rein äußerlich oder auch technisch dem Endprodukt entsprechen. Ein Prototyp dient oft als Vorbereitung einer Serienproduktion, kann aber auch als Einzelstück geplant sein, das nur ein bestimmtes Konzept illustrieren soll. Mit dem Prototyp wird einerseits die Tauglichkeit, andererseits die Akzeptanz geprüft. Entsprechend ist der Prototyp auch ein wesentlicher Entwicklungsschritt im Rahmen des Designs und wird nicht nur in technischen Zusammenhängen genutzt.
11.03.1896
Die Schriftgießerei von Hermann Berthold wird in die H. Berthold AG umgewandelt.
Als Schriftgießerei bezeichnet man die Herstellung der in der Buchdruckerkunst benutzten Schriften oder Typen (Lettern). Neudeutsch wird auch Foundry als Ausdruck für einen Hersteller von Schriftarten verwendet.
11.03.1888
An der Ostküste der USA setzt ein gewaltiger Schneesturm ein, der die gesamte Region dreieinhalb Tage lang lahmlegt und rund 400 Todesopfer fordert.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.
11.03.1885
Gustav Nachtigal, Reichskommissar für Westafrika, stellt das Mahinland im späteren Nigeria „unter deutschen Schutz“.
Gustav Nachtigal war ein deutscher Afrikaforscher und Beamter im auswärtigen Dienst des deutschen Kaiserreichs. Als Reichskommissar vollzog er die Gründung deutscher Kolonien in Westafrika.
In Österreich-Ungarn werden gesetzliche Arbeitsregelungen erlassen. Die maximale Arbeitszeit wird auf elf Stunden festgelegt. Verboten sind Nachtarbeit für Frauen und Jugendliche sowie Kinderarbeit.
Österreich-Ungarn war eine Realunion in der letzten Phase der Habsburgermonarchie zwischen 1867 und 1918. Sie bestand nach dem Umbau des Kaisertums Österreich zu einem Staatenverband auf der Grundlage des österreichisch-ungarischen Ausgleiches vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918.
11.03.1882
In seiner Rede an der Sorbonne zum Thema Was ist eine Nation? äußert der französische Historiker Ernest Renan den Gedanken einer europäischen Konföderation.
Die Sorbonne ist ein Gebäude im Pariser Quartier Latin. Der Begriff Sorbonne leitet sich von dem 1257 durch Robert von Sorbon gegründeten Kolleg ab. Das Collège de la Sorbonne bildete das Zentrum der alten Pariser Universität und wurde so im allgemeinen Sprachgebrauch zu einem Synonym für die alte und später auch für die neue Pariser Universität (1896–1971).
11.03.1872
Im Deutschen Reich werden im Zuge des Kulturkampfes nach dem Schulaufsichtsgesetz alle Schulen unter staatliche Aufsicht gestellt und die kirchlichen Schulinspektionen abgelöst.
Deutsches Kaiserreich ist die nachträgliche Bezeichnung des Deutschen Reiches für die Epoche von seiner Gründung 1871 bis zum Ende der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918. Der erste deutsche Nationalstaat war eine föderale, konstitutionelle Monarchie und nach seiner Verfassung ein „ewiger Bund“ der deutschen Fürsten und der Senate der Freien Städte. Als Staatsoberhaupt nahm der König von Preußen den Titel „Deutscher Kaiser“ an. Otto von Bismarck, Ministerpräsident von Preußen und treibende Kraft hinter der Reichsgründung, war wie die meisten seiner Nachfolger zugleich Reichskanzler. Berlin, die Hauptstadt Preußens, war auch die des Kaiserreichs.
Vor dem Schwurgericht in Leipzig beginnt der Hochverratsprozess gegen August Bebel und Wilhelm Liebknecht, weil sie im Jahr 1870 in der Reichstagsdebatte über die Gewährung weiterer Gelder für den Deutsch-Französischen Krieg einen Friedensvorschlag vorgetragen haben.
Ein Schwurgericht ist eine mit hauptamtlichen Richtern und Schöffen besetzte Strafkammer, die für besonders schwere Straftaten zuständig ist. Es ist in Deutschland ein erstinstanzlicher Spruchkörper des Landgerichts, dessen Zuständigkeit für die vollendeten und versuchten Delikte des Mordes, des Totschlags sowie für alle mit dem Tode erfolgsqualifizierten Tötungsdelikte gegeben ist. Die Zuständigkeit besteht nicht, wenn nach § 120 GVG das Oberlandesgericht im ersten Rechtszug zuständig ist. Es ist nur in Strafsachen gegen Erwachsene zuständig; für Jugendliche und Heranwachsende ist die große Jugendkammer zuständig.
11.03.1867
In Paris wird die französische Erstversion von Giuseppe Verdis Grand opéra Don Carlos nach dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Schiller uraufgeführt.
Grand opéra ist die Bezeichnung für ein Operngenre, das in Paris nach der Französischen Revolution aus Elementen der ernsten und der komischen Oper entstand und die Tragédie lyrique als repräsentative Operngattung ersetzte. Die Grand opéra ist fünfaktig und enthält ein ausgedehntes Ballett. Bis in die 1920er Jahre hinein gehörte sie weltweit zum Opernrepertoire.
11.03.1864
Der Dale-Dyke-Staudamm in England bricht, die Flutwelle verwüstet große Teile von Sheffield und fordert etwa 270 Todesopfer.
Der Dale-Dyke-Staudamm war ein Staudamm etwa 8 bis 10 Kilometer oberhalb der Stadt Sheffield in England. Er wurde von 1859 bis 1864 am Fluss Loxley von der Sheffield Water Company gebaut und war 25,50 Meter hoch. Der Stausee dahinter war bis zu 21 Meter tief. Der Stauinhalt betrug rund 3 Millionen m³. Die Dammlänge betrug 270 Meter und die Kronenbreite 12 Meter.
11.03.1861
Während des Sezessionskrieges wird die Verfassung der Konföderierten Staaten von Amerika beschlossen.
Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).
In Lissabon erfolgt die Grundsteinlegung für das Astronomische Observatorium.
Die Grundsteinlegung ist im Bauwesen eine Zeremonie um einen symbolischen Grundstein. Dieser erste Stein eines neuen Bauwerks, der oft in feierlicher Form mit Beigabe von Urkunden und Münzen bei Baubeginn gelegt wird, kann im Fundament vermauert oder sichtbar angeordnet sein.
11.03.1851
Giuseppe Verdis Oper Rigoletto mit dem Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Drama Le roi s’amuse von Victor Hugo wird in Venedig uraufgeführt. Die Oper wird ein großer Erfolg.
Giuseppe Fortunino Francesco Verdi war ein italienischer Komponist der Romantik, der vor allem durch seine Opern, darunter Rigoletto, Otello und Falstaff, berühmt wurde.
11.03.1848
Während der Revolution im Kaisertum Österreich wird in Böhmen der Ausschuss des Hl. Wenzels ins Leben gerufen, der kurz darauf in Nationalausschuss umbenannt wird und einen selbständigen Staat fordert.
Die Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich war Bestandteil der bürgerlich-demokratisch motivierten Revolutionen von 1848/1849, die einen großen Teil Mitteleuropas erfassten. Nach der Februarrevolution 1848 in Frankreich griff der Geist der Revolution rasch auch auf das Kaisertum Österreich mit seinen Kronländern über. Dabei wurde das Kaisertum Österreich als Vielvölkerstaat von heftigen Aufständen in der Hauptstadt Wien und von revolutionären Unruhen in den unter seiner Herrschaft stehenden Ländern bedroht. Dazu gehörten unter anderem die Aufstände im Königreich Böhmen, im Königreich Ungarn und im oberitalienischen Königreich Lombardo-Venetien, wo das Königreich Sardinien-Piemont den Revolutionären zu Hilfe kam. In allen diesen Regionen hatten die Aufständischen ähnlich wie in den Staaten des Deutschen Bundes eine liberale und demokratische Veränderung der Regierungspolitik und das Ende der Restauration zum Ziel. Die Erhebungen in Ungarn, Böhmen und Italien hatten auch die Emanzipation der jeweiligen Volksgruppen innerhalb des habsburgischen Herrschaftsgebietes zum Ziel.
11.03.1845
Nachdem der Vertrag von Waitangi aus dem Jahre 1840 von den Briten gebrochen worden ist und der Māori-Stammesführer Hone Heke aus diesem Grund einen britischen Fahnenmast mehrfach umgesägt hat, beginnt der Fahnenmastkrieg als Teil der Neuseelandkriege zwischen den Māoristämmen und den Briten.
Der Vertrag von Waitangi, in Māori Te Tiriti o Waitangi, ist die älteste Verfassungsurkunde Neuseelands. Der Vertrag wurde am 6. Februar 1840 bei Waitangi in der Bay of Islands, auf der Nordinsel Neuseelands, von Lieutenant-Governour William Hobson als Vertreter der britischen Krone und 45 Chiefs der nördlichen Māori-Clans unterzeichnet.
11.03.1841
Der Raddampfer President, das größte Dampfschiff seiner Zeit, legt von New York mit 109 Menschen an Bord in Richtung Liverpool ab. Es wird am 13. März zum letzten Mal gesichtet, danach verschwindet es spurlos auf dem Nordatlantik.
Die President war ein 1840 in Dienst gestellter Raddampfer der britischen Reederei British and American Steam Navigation Company und mit 2366 BRT das bis dahin größte Passagierschiff der Welt. Nach drei vollendeten Atlantiküberquerungen verschwand das Schiff nach dem 11. März 1841 spurlos auf dem Nordatlantik.
11.03.1837
Die Oper Il giuramento von Saverio Mercadante wird am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
11.03.1830
Die Oper I Capuleti e i Montecchi von Vincenzo Bellini wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
11.03.1829
Mit der ersten Wiederaufführung der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach nach dessen Tod durch die Sing-Akademie zu Berlin begründet Felix Mendelssohn Bartholdy eine Bach-Renaissance im 19. Jahrhundert.
Die Matthäus-Passion, BWV 244, ist eine oratorische Passion von Johann Sebastian Bach. Der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Evangelium nach Matthäus bildet das Rückgrat. Ergänzt wird er um eingestreute Passionschoräle und erbauliche Dichtungen von Picander in freien Chören und Arien. Die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion sind die beiden einzigen vollständig erhaltenen authentischen Passionswerke von Bach. Mit über 150 Minuten Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar. Die Uraufführung fand am 11. April 1727 (Karfreitag) in der Thomaskirche in Leipzig statt. Nach Bachs Tod geriet das Werk in Vergessenheit. Erst am 11. März 1829 erfolgte in Berlin unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy – in einer gekürzten Version – eine Wiederaufführung, die zugleich die Bach-Renaissance einleitete.
11.03.1824
Das United States Department of War gründet das Bureau of Indian Affairs, das sich um die Belange der amerikanischen Ureinwohner und deren Reservate kümmern soll.
Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten war von 1789 bis 1947 das für die Landstreitkräfte verantwortliche Ministerium der USA. Es wurde 1947 in das Department of the Army des Verteidigungsministeriums überführt.
11.03.1812
Das Preußische Judenedikt von König Friedrich Wilhelm III. verfügt die Gleichstellung jüdischer Bürger in Preußen.
Mit dem Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in dem Preußischen Staate vom 11. März 1812 wurden die in Preußen ansässigen Einwohner jüdischen Glaubens auf Antrag preußische Staatsbürger. Es löste das noch von Friedrich II. erlassene Revidierte General-Privileg von 1750 ab und gilt als wichtigster Schritt zur rechtlichen Gleichstellung der Juden in Preußen. Damit wurden die zu diesem Zeitpunkt dort wohnhaften und erwerbstätigen Juden juristisch nicht mehr als Fremde eingestuft und unterschieden sich bürgerrechtlich in weiten Teilen nicht mehr von den übrigen Untertanen. Das Edikt enthielt aber auch zu erfüllende Auflagen und empfindliche Einschränkungen, die in der Folgezeit noch verschärft wurden. Absicht und Ziel der rechtlichen Emanzipation war die vollständige soziale, kulturelle, wirtschaftliche und letztlich religiöse Assimilation der Juden. Das Edikt war nicht in allen Teilen Preußens gültig, so dass kein einheitliches Recht entstand. Es wurde nach mehreren Novellierungen am 23. Juli 1847 durch das Gesetz über die Verhältnisse der Juden ersetzt.
11.03.1794
In Paris wird die École centrale des travaux publics gegründet, die später als École polytechnique zu einer der Elitehochschulen Frankreichs wird.
Die École polytechnique zählt zu den beiden angesehensten und selektivsten unter den für Frankreich typischen, als Grandes écoles bezeichneten Elitehochschulen. Die École polytechnique bietet das Ingenieurstudium polytechnicien und zweijährige Masterstudien sowie Promotionsstudien an. Sie war Gründungsmitglied der Universität Paris-Saclay, ist jedoch seit dem Sommer 2019 Teil des Institut polytechnique de Paris.
11.03.1784
Im Vertrag von Mangalore beenden Mysore und die Britische Ostindien-Kompanie den Zweiten Mysore-Krieg mit einer Rückkehr zum Status quo ante.
Der Zweite Mysore-Krieg war Teil der Mysore-Kriege und fand 1780–1784 auf dem indischen Subkontinent zwischen dem Königreich Mysore und der britischen Ostindien-Kompanie statt. Mysore war mit Frankreich verbündet. Die Britische Ostindien-Kompanie wurde von regulären Truppen aus Großbritannien und Hannover verstärkt. Hannover und Großbritannien waren damals in Personalunion vereinigt.
11.03.1770
James Cook entdeckt auf seiner ersten Südseereise mit der Endeavour eine vor der Südinsel Neuseelands gelegene Inselgruppe, die Solander Islands, die er nach dem mitreisenden Botaniker Daniel Solander benennt.
James Cook war ein britischer Seefahrer, Kartograf und Entdecker. Berühmt wurde er durch drei Fahrten in den Pazifischen Ozean, den er genauer kartografierte als jeder andere vor ihm. Er entdeckte zahlreiche Inseln und wies nach, dass die Terra Australis nicht existierte und die Nordwestpassage mit Schiffen seiner Zeit nicht zu durchfahren war. Von großer Bedeutung für die Seefahrt waren auch seine wirkungsvollen Maßnahmen gegen Skorbut.
11.03.1757
In London wird das Oratorium The Triumph of Time and Truth, Händels letztes Werk, uraufgeführt.
Oratorium nennt man in der musikalischen Formenlehre die dramatische, mehrteilige Vertonung einer zumeist geistlichen Handlung, verteilt auf mehrere Personen, Chor und Orchester. Es ist eine erzählend-dramatische Komposition.
11.03.1751
John Hill verfasst die weltweit erste Kolumne in der Zeitung London Adviser and Literary Gazette unter seinem Pseudonym The Inspector.
John Hill war ein englischer Apotheker, Arzt, Botaniker und Schriftsteller. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Hill“.
11.03.1743
Die Musikgesellschaft Großes Concert gibt in Leipzig ihr erstes Konzert. Aus der Gesellschaft entwickelt sich später das Gewandhausorchester.
Leipzig ist eine kreisfreie Stadt sowie mit 611.850 Einwohnern bzw. 633 592 Einwohnern die einwohnerreichste Stadt im Freistaat Sachsen. Sie belegte 2024 in der Liste der Großstädte in Deutschland den achten Rang. Für Mitteldeutschland ist sie ein historisches Zentrum der Wirtschaft, des Handels und Verkehrs, der Verwaltung, Kultur und Bildung sowie gegenwärtig ein Zentrum für die „Kreativszene“ und eine wichtige Messe- und Universitätsstadt.
11.03.1710
Während des Großen Nordischen Krieges besiegt ein schwedisches Heer unter Magnus Stenbock in der Schlacht bei Helsingborg die Dänen unter Christian Detlev von Reventlow und beendet damit endgültig die dänischen Versuche, im Frieden von Roskilde verlorene Gebiete in Südschweden zurückzuerobern.
Der Große Nordische Krieg war ein in Nord-, Mittel- und Osteuropa in den Jahren 1700 bis 1721 geführter Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum.
11.03.1700
In Schweden wird der Schwedische Kalender eingeführt, mit dem Ziel, ihn langsam an den Gregorianischen Kalender anzupassen. In Schweden ist das Datum der 1. Märzschwed., der Tag davor war der 28. Februarjul..
Die Geschichte Schwedens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreiches Schweden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich bis 11.000 v. Chr. zurückführen, als das Gebiet des heutigen Schwedens nach der letzten Eiszeit erstmals von Menschen besiedelt wurde. Während der Völkerwanderungszeit und der sich anschließenden Vendelzeit (550–800) wurden die Menschen in dem Raum sesshaft. Im Zuge der Wikingerzeit von 800 bis 1050 gingen von den Bewohnern Schwedens viele Raubzüge und Handelsexpeditionen nach Osten aus. Die Waräger fuhren bis weit in das heutige Russland hinein, wo sie Handelsstationen und kurzlebige Reiche gründeten, und weiter bis zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer, wo sie Handelsverbindungen mit Orten im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt errichteten.
11.03.1672
Die gelehrten Frauen (Les Femmes savantes), eine Komödie des französischen Dichters Molière wird auf der Bühne des Palais Royal in Paris uraufgeführt.
Die gelehrten Frauen ist eine Komödie des französischen Dichters Molière. Die satirische Komödie wurde 1672 auf der Bühne des Palais Royal in Paris uraufgeführt.
11.03.1671
Die Dänische Westindien-Kompanie wird gegründet. Sie wickelt den Fernhandel mit der Goldküste und Dänisch-Westindien ab.
Die Dänische Westindien-Kompanie, später Westindien-Guinea-Kompanie, war eine Handelskompanie. Geschaffen wurde sie für den Handel mit den dänischen Kolonien an der sogenannten Goldküste und in Dänisch-Westindien.
11.03.1649
Die gegen den zunehmenden Absolutismus in Frankreich kämpfenden Frondeurs unterzeichnen mit Louis II. de Bourbon, Kardinal Mazarin und Anna von Österreich als Regentin für den minderjährigen Ludwig XIV. den Frieden von Rueil.
Mit Absolutismus wird eine Herrschaftsform in Monarchien bezeichnet, die von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers oder ohne wesentliche politische Mitentscheidung ständischer oder demokratischer Institutionen bestimmt ist (Alleinherrschaft).
11.03.1513
Giovanni de’ Medici wird zum Papst gewählt. Er entscheidet sich für den Namen Leo X., muss vor seiner Krönung jedoch noch die Weihesakramente erhalten.
Papst ist der deutschsprachige geistliche Titel für den Bischof von Rom als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem Heiliger Vater, Pontifex Maximus und Patriarch des Abendlandes.
11.03.1500
Der böhmische Landtag verabschiedet die nach König Vladislav II. benannte Vladislavsche Landesordnung, die als erste geschriebene Verfassung Böhmens gilt und dem Adel weitgehende politische Rechte einräumt.
Die Geschichte Böhmens reicht von den ersten Besiedelungen auf dem Gebiet Böhmens bis in die Gegenwart. Im Jahr 1085 wurde die böhmische Königswürde geschaffen, die mit der Ausrufung der demokratischen Tschechoslowakei 1918 endete. Heute ist Böhmen Teil der Tschechischen Republik.
11.03.1499
Die Schweizer Eidgenossen beschließen in einer Tagsatzung, dass in den Schlachten des kürzlich begonnenen Schwabenkrieges gegen den Schwäbischen Bund und das Haus Habsburg keine Gefangenen gemacht und verwundete gegnerische Kämpfer „abgetan“ werden sollen.
Als Alte Eidgenossenschaft wird die Schweizerische Eidgenossenschaft in der Form bezeichnet, wie sie von den ersten Bündnissen im 13./14. Jahrhundert bis zum Einmarsch der Franzosen und dem Beginn der Helvetik 1798 bestand. Die Alte Eidgenossenschaft war staatsrechtlich gesehen ein lockerer Staatenbund, der stark von den Machtinteressen der einzelnen Mitglieder geprägt war. Sie bestand aus den als «Orte» bezeichneten autonomen Mitgliedsstaaten mit ihren jeweiligen Untertanengebieten sowie den Zugewandten Orten und den Gemeinen Herrschaften.
11.03.1431
Der neugewählte Papst Eugen IV. wird in der vatikanischen Peterskirche in Rom inthronisiert.
Eugen IV., geboren als Gabriele Condulmer, war vom 3. März 1431 bis zu seinem Tod römisch-katholischer Papst. In sein Pontifikat fiel das Konzil von Basel, das mit dem abgespaltenen Konzil von Ferrara/Florenz bis 1449 dauern sollte und mit politischen Unruhen innerhalb der Kirche verbunden war.
11.03.1405
Der Rat der Stadt Frankfurt am Main kauft die Bürgerhäuser Haus zum Römer und Haus zum Goldenen Schwan und macht sie zum Rathaus der Stadt.
Die Geschichte von Frankfurt am Main ist die Geschichte der Entwicklung von einer Kaiserpfalz zu einer der Bankenmetropolen Europas. Den Anfang markierten eine Furt durch den Main und der Domhügel einschließlich des heutigen Römerbergs. Später stand Frankfurt oft im Zentrum deutscher und europäischer Geschichte.
11.03.0928
Nach dem spurlosen Verschwinden seines Bruders Tomislav und der darauf folgenden Todeserklärung wird Trpimir II. zweiter kroatischer König.
Tomislav gilt als der erste König der Kroaten, da er als erster kroatischer Herrscher den Titel rex verwendete. Es wird vermutet, dass Tomislav der Dynastie der Trpimirović entstammte. Ab 910 herrschte er als Knes über das küstenländische Herzogtum Kroatien, das sogenannte Dalmatinische Kroatien. Nach der Vereinigung mit dem binnenländischen Pannonischen Kroatien wurde Tomislav um 925 der Herrscher des mittelalterlichen Kroatien, welches unter ihm den Höhepunkt seiner Macht erreichte. Nach ihm ist seit 1925 bzw. 1990 erneut die Stadt Tomislavgrad benannt, die fälschlich für seinen Krönungsort gehalten wurde.
11.03.0222
Meuternde Soldaten ermorden den als Elagabal bekannt gewordenen jugendlichen römischen Kaiser Marcus Aurelius Antoninus und seine Mutter Julia Soaemias.
Elagabal war vom 16. Mai 218 bis zu seiner Ermordung römischer Kaiser. Als solcher nannte er sich Marcus Aurel(l)ius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod zugeschrieben.