Historische Ereignisse am Sonntag, 11. Mai

71 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 11. Mai statt — von -415 bis 2011. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 11. Mai 2025 prägen mehrere historische Ereignisse die Erinnerungskultur Europas. Im Jahr 2011 unterzeichneten 13 Mitgliedstaaten des Europarats die Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, ein bedeutsamer Schritt im Kampf gegen Geschlechtergewalt auf dem Kontinent. Ein Jahr zuvor, 2010, eröffnete der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy das Centre Pompidou-Metz in der Stadt Metz und schuf damit ein neues Kulturzentrum mit internationaler Ausstrahlung. Diese beiden Ereignisse verdeutlichen das Engagement europäischer Institutionen für Menschenrechte und kulturelle Innovation im 21. Jahrhundert.

Die französische Stadt Metz liegt in der Region Grand Est an der Grenze zu Deutschland und Luxemburg. Mit einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte ist sie ein bedeutendes Kulturzentrum und Verkehrsknotenpunkt an der Mosel. Das Centre Pompidou-Metz, das sich an die weltberühmte Pariser Institution anschliesst, hat sich seit seiner Eröffnung als Anziehungspunkt für Kunstliebhaber etabliert.

Der 11. Mai 2025 fällt auf einen Sonntag und wird von einem zunehmenden Mond prägt. Die Sonne steht im Zeichen des Stiers, während das Wetter in dieser Jahreszeit typischerweise mild bis warm ausfällt. Diese meteorologischen und astronomischen Konstanten rahmen einen Tag ein, der für verschiedene Kulturen und Disziplinen von Bedeutung ist.

DayAtlas bietet detaillierte Informationen zu Wetter, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbefällen für jeden beliebigen Tag und jeden Ort. Das Nachschlagewerk ermöglicht es, historische Zusammenhänge zu erfassen und die Bedeutung vergangener Ereignisse in ihrem zeitlichen und geografischen Kontext zu verstehen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 9. April.

11.05.2011

13 Mitgliedsstaaten des Europarates unterzeichnen die Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Der Europarat – englisch Council of Europe (CoE), französisch Conseil de l’Europe (CdE) – ist eine am 5. Mai 1949 durch den Vertrag von London gegründete europäische internationale Organisation. Dem Europarat gehören 46 Staaten mit knapp 700 Millionen Bürgern an.


11.05.2010

Das Centre Pompidou-Metz wird vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in Metz eröffnet.

Das Centre Pompidou-Metz in Metz ist als Zentrum für alle Formen zeitgenössischer Kunst eine Dependance des Centre Georges Pompidou in Paris, mit dem es Sammlungen und Gründungsphilosophie teilt. Es besteht seit 2010.


11.05.2009

Das Space Shuttle Atlantis wird zu einem Wartungseinsatz zum Hubble-Weltraumteleskop gestartet. Die Mission STS-125 war die letzte Wartungsmission des Teleskops.

Das Space Shuttle war der bislang einzige für bemannte Raumflüge eingesetzte Raumfährentyp. Das System wurde seit den 1970er-Jahren im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt, die erste Mission STS-1 startete am 12. April 1981. Durch die Wiederverwendung der Teile des Systems sollten die Flüge in den Weltraum deutlich kostengünstiger als mit nicht wiederverwendbaren Trägerraketen werden. Diese Erwartung erfüllte sich wegen hoher Instandsetzungskosten nicht. 2011 fand der letzte Flug statt.


11.05.2004

Auf der philippinischen Insel Calayan-Insel in der Gruppe der Babuyan-Inseln wird eine bis dahin nicht bekannte Vogelart, die Calayan-Ralle, entdeckt.

Calayan Island ist eine Insel in der Provinz Cagayan auf den Philippinen. Sie gehört zu den Babuyan-Inseln und liegt etwa 75 km vor der Nordküste der Insel Luzon, in der Luzonstraße. Die Insel hat eine Fläche von circa 196 km² und wird von der Stadtgemeinde Calayan verwaltet. Auf der Insel liegen die Barangay Cabudadan, Centro II, Dadao, Dibay, Dilam, Magsidel und Poblacion. Sie hatten im Jahr 2020 zusammen 9648 Einwohner.


11.05.2003

Bei einem Referendum in Litauen stimmen 91,1 % der Abstimmenden für den Beitritt des Landes zur Europäischen Union.

Das Referendum in Litauen 2003 zur Frage des Beitritts Litauens zur Europäischen Union fand vom 10. bis 11. Mai 2003 statt.


Eine Skulptur von Benvenuto Cellini, die Saliera (ein Salzfass), wird in der Nacht auf Sonntag aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien gestohlen.

Benvenuto Cellini war ein italienischer Goldschmied und Bildhauer und berühmter Vertreter des Manierismus.


11.05.2000

Die Bevölkerungszahl in Indien überschreitet nach offiziellen Angaben die Schwelle von einer Milliarde Einwohnern.

Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.


In London öffnet die Tate Gallery of Modern Art in einem alten Kohlekraftwerk in Southwark für den Publikumsverkehr. Das ursprünglich von Giles Gilbert Scott entworfene Gebäude ist vom Schweizer Architekturunternehmen Herzog & de Meuron für 134 Mio. Pfund für Tate Modern umgestaltet worden.

Die Tate Gallery of Modern Art in London ist eines der weltweit größten Museen für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst. Es hat seinen Sitz in einem umgebauten Kraftwerk, der früheren Bankside Power Station, an der Promenade Queen’s Walk am südlichen Themseufer im Stadtteil Southwark.


11.05.1998

In Indien werden trotz massiver Proteste unterirdische Atomtests durchgeführt. Die Tests mit dem Codenamen Operation Shakti sind die zweiten indischen Kernwaffentests nach der Operation Smiling Buddha am 18. Mai 1974.

Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.


11.05.1997

Zum ersten Mal wird ein Schachweltmeister in einem Wettkampf unter „Turnierbedingungen“ von einem Computer besiegt: Garri Kasparow unterliegt dem von IBM entwickelten Deep Blue mit 2,5:3,5.

Der Titel Schachweltmeister ist die höchste Auszeichnung im Schachspiel, die – in der Regel – nach vorausgehenden Qualifikationsturnieren und schließlich durch einen Zweikampf um die Schachweltmeisterschaft vergeben wird. Als erster offizieller Schachweltmeister gilt der Österreicher Wilhelm Steinitz nach seinem Wettkampfsieg gegen Johannes Hermann Zukertort im Jahr 1886. Amtierender Weltmeister ist seit 2024 der Inder D. Gukesh, der den Titel bei der Schachweltmeisterschaft 2024 errang.


11.05.1996

Auf dem ValuJet-Flug 592 stürzt eine Douglas DC-9 kurz nach dem Start vom Miami International Airport infolge eines Feuers an Bord in die Everglades, wobei alle 110 Insassen sterben.

Am 11. Mai 1996 verunglückte eine Douglas DC-9-32 auf dem ValuJet-Flug 592 infolge eines Feuers im vorderen Unterflurfrachtraum. Das Flugzeug stürzte zehn Minuten nach dem Start vom Miami International Airport in die Everglades. Bei dem Unfall kamen alle 110 Insassen ums Leben.


Nachdem es am Vortag auf dem Mount Everest zu einem Wetterumschwung mit Schneesturm gekommen ist, können von den 30 Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zum Gipfel befunden haben, nur 22 lebend zurückkehren. Das ist das bislangs schwerste Unglück am Mount Everest. Der Expeditionsteilnehmer Jon Krakauer hält seine Erlebnisse später in dem Bestseller Into Thin Air fest.

Der Mount Everest ist ein Berg im Himalaya und mit einer Höhe von über 8848 m der höchste Berg der Erde. Er gehört zu den 14 Achttausendern und zu den Seven Summits. Der Mount Everest ist international seit 1856 nach dem britischen Landvermesser George Everest benannt.


11.05.1987

In Lyon beginnt der Prozess gegen den als Schlächter von Lyon bekanntgewordenen Klaus Barbie, der als Chef der Gestapo in Südfrankreich unter anderem für die Deportation der Kinder von Izieu und zahlreiche Massaker verantwortlich war.

Lyon [ljɔ̃] ist eine Großstadt im Südosten Frankreichs. Sie ist Hauptort der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Gebietskörperschaft Métropole de Lyon, die seit dem 1. Januar 2015 existiert und die Aufgaben eines Départements ausübt. Lyon ist zudem Sitz der Präfektur des Départements Rhône, seit 2015 diesem jedoch nicht mehr zugehörig.


11.05.1985

Bei der Valley-Parade-Feuerkatastrophe im Fußballstadion von Bradford im englischen Yorkshire während der Aufstiegsfeier der Fußballmannschaft Bradford City kommen 56 Menschen ums Leben, 265 werden verletzt.

Die Valley-Parade-Feuerkatastrophe ereignete sich am 11. Mai 1985 in Bradford in Yorkshire, England. 56 Zuschauer kamen ums Leben und 265 wurden verletzt, als ein plötzlich ausbrechendes Feuer die Haupttribüne des Valley-Parade-Stadions der englischen Fußballmannschaft Bradford City (The Bantams) während eines Spiels gegen Lincoln City verwüstete.


11.05.1984

Ein Durchgang der Erde vor der Sonne, vom Mars aus gesehen, findet statt.

Ein Durchgang oder eine Passage ist ein astronomisches Ereignis:Allgemein das scheinbare Zusammentreffen zweier astronomischer Objekte, z. B. der Periheldurchgang des Planeten XY, der Durchgang des Mondes durch die Meridianebene oder eines Sterns durch den Ersten Vertikal.


11.05.1981

Der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry (FDP) wird in seinem Schlafzimmer von Terroristen erschossen. Später bekennt sich die Gruppe Revolutionäre Zellen zu dem Attentat.

Hessen ist eine parlamentarische Republik und ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Nach Einwohnern ist es das fünftgrößte der sechzehn Länder. Es grenzt im Norden an Niedersachsen, im Westen an Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, im Osten an Bayern und Thüringen sowie im Süden an Baden-Württemberg.


Das Musical Cats von Andrew Lloyd Webber und Trevor Nunn nach T. S. Eliots Old Possum’s Book of Practical Cats wird mit Elaine Paige im New London Theatre im Londoner West End uraufgeführt.

Cats ist ein revueartiges Musical von Andrew Lloyd Webber, der die Musik schrieb. Die Texte stammen aus T. S. Eliots Gedichten aus Old Possum’s Book of Practical Cats; der Text zu Memory ist von Trevor Nunn. Es zählt zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.


11.05.1974

Bei einem Erdbeben der Stärke 7 in Sichuan und Yunnan in der Volksrepublik China kommen etwa 20.000 Menschen ums Leben.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


11.05.1973

Im Deutschen Bundestag wird der Grundlagenvertrag zu den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ratifiziert.

Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.


11.05.1972

Der Bombenanschlag auf das Hauptquartier des V. Korps der US-amerikanischen Streitkräfte in Frankfurt am Main bildet den Auftakt zur Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion. Oberstleutnant Paul A. Bloomquist kommt ums Leben, dreizehn weitere Personen werden verletzt.

Das Fifth Corps ist in erster Linie ein militärisches Hauptquartier der Vereinigten Staaten von Amerika. Das im Jahr 2020 reaktivierte Korps soll 650 Dienstposten umfassen. Jeweils 200 Angehörige sollen auf Rotationsbasis einen Vorposten in Polen besetzen, um die Kooperation mit den europäischen NATO-Partnern zu pflegen. Ende 2020 sollte es voll einsatzbereit sein. Das Corps Forward Element (CFE) in Polen befindet sich im Camp Kosciuszko in Posen und wurde im Oktober 2022 bezogen.


11.05.1960

Der israelische Geheimdienst Mossad entführt laut eigenen Angaben in Buenos Aires den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann und bringt ihn nach Israel, wo ihm ein öffentlicher Prozess gemacht wird.

Mossad ist der israelische Auslandsgeheimdienst.


In der Werft Chantiers de l’Atlantique in St. Nazaire läuft das bis dahin längste Passagierschiff der Welt, die von der Reederei Compagnie Générale Transatlantique in Auftrag gegebene SS France vom Stapel.

Die Werft Chantiers de l’Atlantique, zwischenzeitlich STX France S.A., befindet sich in Saint-Nazaire, Frankreich, an der Mündung der Loire in den Atlantik. Sie gehört zu den größten Schiffbauunternehmen der Welt; der Umsatz betrug im Jahr 2016 etwa 1,4 Milliarden EUR. Ab dem 4. Januar 2010 war die STX France SA als Tochtergesellschaft von STX Europe ASA tätig. Mit ihren Tochtergesellschaften entwarf und baute STX France Schiffe, darunter Passagierschiffe, Seeschiffe und Spezialschiffe für das Militär, sowie Offshore-Anlagen. 2018 übernahm die italienische Gruppe Fincantieri 50 % der Anteile an STX France. Das Unternehmen wurde daraufhin wieder in Chantiers de l'Atlantique umbenannt.


11.05.1959

Das Gorilla-Weibchen Fatou wird im Zoologischen Garten Berlin aufgenommen.

Fatou ist ein weiblicher Westlicher Flachlandgorilla, der seit 1959 im Zoologischen Garten Berlin lebt. Sie gilt als der Gorilla mit dem höchsten bisher dokumentierten Alter.


11.05.1953

Ein Tornado der Stärke F5 während des dreitägigen Waco-Tornado-Outbreaks tötet in Waco, Texas, 114 Menschen. Der Outbreak war vom 9. bis zum 11. Mai.

Ein Tornado, auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre mit annähernd senkrechter Drehachse. Er hängt zusammen mit konvektiver Bewölkung und unterscheidet sich damit von Kleintromben (Staubteufeln). Der Wirbel erstreckt sich durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze, muss dabei aber nicht durchweg kondensiert sein. Diese Definition geht auf Alfred Wegener (1917) zurück und ist heute noch allgemein anerkannt.


11.05.1952

Bei einer Demonstration gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland in Essen wird der 21-jährige kommunistische Arbeiter Philipp Müller von der Polizei erschossen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass ein Demonstrant von der Polizei getötet wird.

Wiederbewaffnung bezeichnet die erneute Einführung militärischer Strukturen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er Jahren. Das Thema wurde von 1949 bis 1956 in der Öffentlichkeit und Politik im Hinblick auf den erst wenige Jahre zurückliegenden Krieg sehr kontrovers diskutiert. Der Deutsche Bundestag lehnte in seiner ersten außenpolitischen Debatte am 24. und 25. November 1949 eine nationale Wiederbewaffnung ab. Die weiteren politischen Diskussionen führten nach der Verschärfung des Ost-West-Konflikts durch den Koreakrieg zum Eintritt der Bundesrepublik Deutschland in die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) (1952) und die NATO (1955). Damit verbunden war die Gründung der Bundeswehr 1955.


11.05.1949

Siam ändert seinen Namen unter König Bhumibol Adulyadej endgültig in Thailand. Nach einer ersten Umbenennung am 24. Juni 1939 hatte das Land nach dem Zweiten Weltkrieg kurzzeitig noch einmal seinen alten Namen angenommen.

Als Siam wurde bis 1939 das Land in Südostasien bezeichnet, das zum Großteil dem heutigen Thailand entspricht. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der japanischen Besatzung wurde der Name von 1946 bis 1949 noch einmal verwendet.


Die Landwirtschaftliche Rentenbank, die öffentlich-rechtliche Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum mit Sitz in Frankfurt am Main, wird gegründet.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank mit Sitz in Frankfurt am Main ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum.


11.05.1946

Als Widerstand gegen die am 1. April unter Druck von Großbritannien gegründete Malaiische Union wird die United Malays National Organisation gegründet.

Die Malaiische Union war eine Föderation auf der malaiischen Halbinsel und Vorgänger der Föderation Malaya und von Malaysia. Sie wurde im Jahr 1946 von der britischen Kolonialmacht als Föderation der Malaiischen Staaten und der Straits Settlements ohne Singapur gegründet und bestand bis zur Gründung der Föderation Malaya 1948. Während die Malaiischen Staaten in der Union Protektorate waren, blieben Penang und Malakka britische Kronkolonien.


The Unanswered Question von Charles Ives wird in New York uraufgeführt.

Die Komposition The Unanswered Question zählt zu den bekanntesten Werken des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874–1954), entstand um 1906 und wurde in den 1930er-Jahren überarbeitet. Die revidierte Fassung wurde 1946 uraufgeführt, die Erstfassung 1984. Das Werk setzt drei musikalische Schichten simultan über- und gegeneinander.


11.05.1945

Die deutsche Besatzung der Festung Saint-Nazaire ergibt sich den Alliierten drei Tage nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht zum 8. Mai 1945.

Als Festung Saint-Nazaire oder die Belagerung von Saint-Nazaire werden die Ereignisse des Jahres 1944 und 1945 beschrieben, bei denen deutsche Verbände im Raum um den Flottenstützpunkt St.-Nazaire von US-amerikanischen Streitkräften und unterschiedlichen französischen Verbänden im heutigen Département Loire-Atlantique ab Mitte August 1944 eingeschlossen und belagert wurden. Erst drei Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 kapitulierten die eingeschlossenen deutschen Truppen.


Bei Budweis treffen sowjetische Soldaten auf die Amerikaner. Damit endet die Prager Operation, die letzte große Offensive der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg.

Budweis ist mit etwa 97.000 Einwohnern die größte Stadt in Südböhmen (Tschechien) und Verwaltungssitz der Südböhmischen Region. Weltweit bekannt ist die Stadt wegen des Budweiser Bieres, sie ist auch Universitätsstadt und Sitz des Bistums Budweis. Das historische Stadtzentrum wurde 1980 in die Liste der städtischen Denkmalreservate in Tschechien aufgenommen. Im Jahr 2028 wird Budweis Europäische Kulturhauptstadt sein.


11.05.1943

Truppen der USA greifen während der Schlacht um die Aleuten im Pazifikkrieg die seit 1942 von den Japanern besetzte Aleuten-Insel Attu an. Der Kampf um die Insel dauert einen halben Monat.

Die Schlacht um die Aleuten, im US-amerikanischen Sprachgebrauch Aleutenfeldzug genannt, war eine militärische Operation des Pazifikkrieges im Zweiten Weltkrieg, die sich im äußersten Nordwesten der USA bei der zu Alaska gehörenden Inselgruppe der Aleuten abspielte.


11.05.1936

Die Reichsbahn stellt mit einer Lok der DR-Baureihe 05 einen Geschwindigkeitsweltrekord für Dampflokomotiven auf. Die Lok erreicht auf ebener Strecke zwischen Hamburg und Berlin bei Friesack eine Geschwindigkeit von 200,4 km/h.

Die Deutsche Reichsbahn war das staatliche deutsche Eisenbahnunternehmen von der Zeit der Weimarer Republik bis zur unmittelbaren Nachkriegszeit. Entsprechend den Bestimmungen der 1919 beschlossenen Weimarer Verfassung gingen die früheren Länderbahnen mit Wirkung zum 1. April 1920 in den Besitz des Reichs über. Zunächst als Deutsche Reichseisenbahnen bezeichnet firmierten sie ab 1921 als Deutsche Reichsbahn. Verwaltet wurde die Reichsbahn zunächst direkt durch das Reichsverkehrsministerium. Im Februar 1924 wurde sie aus dem Ministerium ausgegliedert und als eigenständiges staatliches Unternehmen geführt. Noch im selben Jahr folgte im Zuge der Umsetzung des Dawes-Plans die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft als neugegründete Betriebsgesellschaft, die die im Eigentum des Reiches verbleibenden Eisenbahnen betrieb und deren Gewinne im Rahmen der nach dem Versailler Vertrag zu leistenden Reparationen verpfändet wurden. Erster Generaldirektor wurde Rudolf Oeser. Ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte sich die Reichsbahn zu einem technisch wie wirtschaftlich fortschrittlichen Unternehmen. Entwicklungen wie die Einheitsdampflokomotiven, die Einführung schneller Dieseltriebwagen (Fliegender Hamburger) oder der Bau der Berliner S-Bahn fanden weltweit Anerkennung und Nachahmung. Das Ende der Weimarer Republik und die Machtergreifung der Nationalsozialisten änderten zunächst den Status der Reichsbahn nicht. Auf Druck der Nationalsozialisten übernahm die Reichsbahn ab 1933 den Bau der Reichsautobahnen, der weitere Ausbau des Eisenbahnnetzes wurde jedoch zugunsten der Aufrüstung vernachlässigt. 1937 beendete Adolf Hitler die Existenz der eigenständigen Reichsbahn-Gesellschaft, diese wurde wieder in direkte staatliche Verwaltung durch das Reichsverkehrsministerium übernommen. Generaldirektor Julius Dorpmüller wurde zugleich Reichsverkehrsminister und blieb beides bis zu seinem Tod im Juli 1945 kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit der Einrichtung der vier Besatzungszonen übernahmen die Besatzungsmächte weitgehend die Kontrolle und beendeten die einheitliche Betriebsführung der Reichsbahn.


11.05.1931

Die Österreichische Credit-Anstalt erklärt während der Weltwirtschaftskrise ihre Zahlungsunfähigkeit und löst damit eine erhebliche Finanzkrise aus. Das Kreditinstitut wird in der Folge durch Sanierungsmaßnahmen und mit staatlicher Hilfe vor dem endgültigen Ruin gerettet.

Die Creditanstalt-Bankverein war eine österreichische Bank. Das 1855 gegründete Institut fusionierte 2002 mit der Bank Austria. Die Bank wurde in Österreich auch nach der 1934 erfolgten Fusion mit dem Bankverein stets nur als die CA bezeichnet. Die Zentrale der Bank war das heute als Haus am Schottentor bekannte Gebäude.


Am Ufa-Palast am Zoo in Berlin erfolgt die Uraufführung des Films M – Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang und Thea von Harbou mit Peter Lorre in der Titelrolle unter dem ursprünglichen Titel M. Der Film wird zu einem Publikumserfolg, erhält jedoch gemischte Kritiken von der Presse.

Der Ufa-Palast am Zoo war das bedeutendste Uraufführungs-Filmtheater der Universum Filmaktiengesellschaft (Ufa) in Berlin. Es wurde im Jahr 1919 in Charlottenburg eröffnet und war bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg einer der Publikumsmagneten in Berlins Neuem Westen.


11.05.1926

Der italienische Polarforscher Umberto Nobile startet im norwegischen Ny-Ålesund mit einer 16-köpfigen Besatzung, darunter Roald Amundsen und der Finanzier der Expedition, Lincoln Ellsworth, mit dem Luftschiff Norge zur Fahrt über den Nordpol.

Als Polarforschung wird die wissenschaftliche Erforschung der Polargebiete Arktis und Antarktis bezeichnet. Sie ist heute durch internationale Kooperation gekennzeichnet, die auch politische Strukturen ausgebildet hat.


11.05.1921

Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Joseph Wirth befolgt das unter der Drohung einer Ruhrgebietsbesetzung stehende Londoner Ultimatum der Alliierten, das Anlass zum Rücktritt des Kabinetts Fehrenbach war. Die deutschen Reparationen sollen 132 Milliarden Goldmark ausmachen, wie auf der Londoner Konferenz von den Siegern gegen starken deutschen Protest geregelt.

Karl Joseph Wirth war ein deutscher Politiker und vom 10. Mai 1921 bis zum 14. November 1922 Reichskanzler der Weimarer Republik. Bei seinem Amtsantritt war Wirth der jüngste deutsche Kanzler.


11.05.1918

Im Nordkaukasus wird nach der Oktoberrevolution in Russland offiziell die Nord-Kaukasus-Republik ausgerufen. Die Hauptstadt des Staates, der nur knapp zwei Jahre Bestand hat, ist Wladikawkas, Premierminister ist Tapa Tchermoeff.

Als Nordkaukasus bezeichnet man die Regionen am Nordhang des Kaukasus, von Zentralrussland aus gesehen also diesseits des Kaukasus im Gegensatz zu dem jenseits des Kaukasus liegenden Gebiet Südkaukasus/Transkaukasien am Südhang.


11.05.1917

Die Uraufführung der Oper Turandot. Eine chinesische Fabel von Ferruccio Busoni nach Carlo Gozzi findet am Opernhaus Zürich statt.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


11.05.1910

Durch die Unterschrift von US-Präsident William Howard Taft wird der Glacier-Nationalpark im US-Bundesstaat Montana unter Schutz gestellt.

William Howard Taft war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker der Republikanischen Partei. Er amtierte vom 4. März 1909 bis zum 4. März 1913 als 27. Präsident der Vereinigten Staaten; später erreichte er sein eigentliches Ziel und war von 1921 bis 1930 Oberster Bundesrichter. Bis heute ist er der Einzige, der diese beiden Ämter innehatte.


11.05.1894

In Illinois beginnen wilde Arbeitsniederlegungen, die sich als Pullman-Streik zu einem der größten Arbeiterproteste in den Vereinigten Staaten ausweiten.

Illinois ist ein Bundesstaat im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten von Amerika, der im Norden an Wisconsin, im Nordosten an den Michigansee, im Osten an Indiana und Kentucky, sowie im Westen an Missouri und Iowa entlang des Mississippi River grenzt. Von den fünfzig US-Bundesstaaten hat Illinois mit rund 12,8 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Bevölkerung und die 25.-größte Landfläche, wodurch Illinois zu den dichter besiedelten Staaten zählt.


11.05.1892

Der Schwede Johan Petter Johansson erhält ein Patent auf den von ihm erfundenen verstellbaren Schraubenschlüssel.

Johan Petter Johansson war ein schwedischer Erfinder und Industrieller. Er erfand einen modernen Engländer und meldete insgesamt über 100 Patente an.


Der deutsche Destillateur Hugo Asbach gründet nach seiner Rückkehr aus Frankreich in Rüdesheim am Rhein die Weinbrennerei Asbach & Co, um deutschen Weinbrand herzustellen, und übernimmt die Geschäfte der Export-Compagnie für deutschen Cognac.

Hugo Johann Asbach war ein deutscher Weinbrand-Fabrikant. Er erfand die Weinbrandpralinen. Sein bekanntestes Produkt ist der Weinbrand Asbach Uralt.


11.05.1891

Ōtsu-Zwischenfall: Auf den Zarewitsch Nikolaus II. wird bei seinem Aufenthalt in Japan während einer Asienreise ein Attentat unternommen. Tsuda Sanzō, der zusammen mit anderen Polizisten den Weg der Reisegruppe gesichert hat, verletzt ihn dabei mit einem Säbel an der rechten Schläfe, bevor er selbst überwältigt wird.

Der Ōtsu-Zwischenfall war ein am 11. Mai 1891 in Ōtsu fehlgeschlagenes Attentat auf Zarewitsch Nikolaus, den späteren Kaiser Nikolaus II., während seiner Ostasienreise.


11.05.1878

Der Sozialist Max Hödel verübt in Berlin ein Pistolen-Attentat auf den deutschen Kaiser Wilhelm I., bei dem allerdings niemand verletzt wird. Das Attentat ist der Anlass für den Erlass des Sozialistengesetzes am 19. Oktober.

Emil Heinrich Max Hödel, genannt Lehmann, war ein deutscher Attentäter und zeitweise Mitglied der SAPD sowie Mitglied der vom kaiserlichen Hofprediger Adolf Stoecker gegründeten Christlich-sozialen Arbeiterpartei. Hödel ist der zweite namentlich bekannte Attentäter, der einen Anschlag auf Kaiser Wilhelm I. verübte. Einen solchen hatte bereits 1861 Oskar Becker unternommen. Drei Wochen nach Hödel gelang Karl Eduard Nobiling das einzige Attentat, bei dem Wilhelm I. ernstlich verletzt wurde. Ein vierter und letzter Anschlag, im Jahr 1883 von einer Anarchistengruppe um August Reinsdorf verübt, sollte ebenfalls scheitern.


11.05.1873

Im Deutschen Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck wird das erste der Maigesetze erlassen, mit dem der Staat Einfluss auf die Ausbildung und die Bestellung katholischer Geistlicher nimmt. Damit beginnt der Höhepunkt des Kulturkampfes mit der katholischen Kirche.

Deutsches Kaiserreich ist die nachträgliche Bezeichnung des Deutschen Reiches für die Epoche von seiner Gründung 1871 bis zum Ende der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918. Der erste deutsche Nationalstaat war eine föderale, konstitutionelle Monarchie und nach seiner Verfassung ein „ewiger Bund“ der deutschen Fürsten und der Senate der Freien Städte. Als Staatsoberhaupt nahm der König von Preußen den Titel „Deutscher Kaiser“ an. Otto von Bismarck, Ministerpräsident von Preußen und treibende Kraft hinter der Reichsgründung, war wie die meisten seiner Nachfolger zugleich Reichskanzler. Berlin, die Hauptstadt Preußens, war auch die des Kaiserreichs.


11.05.1867

Mit dem zweiten Londoner Vertrag gelingt es den Großmächten Großbritannien, Frankreich, Preußen und Russland, die Luxemburgkrise zwischen dem französischen Kaiser Napoleon III. und dem preußischen Ministerpräsidenten und Kanzler des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck beizulegen. Das Großherzogtum wird für neutral und unabhängig erklärt.

Die Londoner Konferenz vom 7. bis 11. Mai 1867 war ein Zusammentreffen in der britischen Hauptstadt London, welche über die Zukunft Luxemburgs entschied. Den Vertragstext der Konferenz nennt man auch den Zweiten Londoner Vertrag.


11.05.1866

König Ludwig II. von Bayern unterzeichnet den Mobilmachungsbefehl, womit Bayern auf Seiten Österreichs in den Deutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen eintritt.

Ludwig II. Otto Friedrich Wilhelm von Bayern, aus dem Haus Wittelsbach stammend, war vom 10. März 1864 bis zu seinem Tod König von Bayern. Nach seiner Entmündigung am 9. Juni 1886 übernahm sein Onkel Luitpold als Prinzregent die Regierungsgeschäfte im Königreich Bayern, da Ludwigs jüngerer Bruder Otto wegen einer Geisteskrankheit regierungsunfähig war.


11.05.1864

In der Schlacht an der Yellow Tavern des Amerikanischen Bürgerkrieges unterliegt konföderierte Kavallerie unter Fitzhugh Lee einer Unionsübermacht unter Philip Sheridan. Dabei wird unter anderem Südstaatengeneral James Ewell Brown Stuart tödlich verwundet.

Die Schlacht an der Yellow Tavern fand am 11. Mai 1864 statt. Sie war Teil des Überland-Feldzuges während des amerikanischen Bürgerkrieges. Das Aufeinandertreffen von Unions- und konföderierter Kavallerie erlangte besondere Bedeutung, weil hier der legendäre Kavalleriekommandeur des Südens, Generalmajor J. E. B. Stuart, tödlich verwundet wurde.


11.05.1860

Der italienische Guerillakämpfer Giuseppe Garibaldi landet unter dem Schutz zweier britischer Kriegsschiffe mit dem Zug der Tausend bei Marsala in Sizilien, um das bourbonisch beherrschte Königreich beider Sizilien im Zuge des Risorgimento zu erobern.

Die Geschichte Italiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Italienischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zurückverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen seiner Existenz. Etwa 6100 v. Chr. brachten erste Gruppen von außerhalb der Apenninhalbinsel – wohl über See aus Südanatolien und dem Nahen Osten – die Landwirtschaft mit; die Jäger und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend v. Chr. setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dörfern frühe stadtähnliche Siedlungen machte. Die Gesellschaften wiesen um diese Zeit erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf.


11.05.1858

Der östliche Teil des bisherigen Minnesota-Territoriums wird unter dem Namen Minnesota als 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten aufgenommen. Der westliche Teil wird zunächst „unorganisiertes Gebiet“, um drei Jahre später zum Dakota-Territorium zusammengefasst zu werden.

Das Minnesota-Territorium war ein historisches Territorium der Vereinigten Staaten, das vom 3. März 1849 bis zum 11. Mai 1858 bestand, als Minnesota als 32. Bundesstaat in die Union aufgenommen wurde.


11.05.1857

Am zweiten Tag des indischen Aufstands gegen die britische Kolonialmacht übernehmen die Sepoys das Kommando in Delhi. Im Roten Fort übernimmt Großmogul Bahadur Shah II. formal ihre Führung.

Der Indische Aufstand von 1857, auch Sepoyaufstand genannt, richtete sich gegen die Kolonialherrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie über den indischen Subkontinent. Der Aufstand war überwiegend auf das obere Gangestal und Zentralindien beschränkt. Zentren des Aufstands waren Uttar Pradesh, Bihar, der Norden von Madhya Pradesh und die Region um Delhi.


11.05.1852

Das Arboretum in Nottingham wird eröffnet.

Das Arboretum in Nottingham ist ein Arboretum in Nottingham, einer Stadt in den East Midlands in England.


11.05.1849

Als Folge der Reichsverfassungskampagne meutert die badische Garnison in der Festung Rastatt. Der Aufstand weitet sich landesweit aus und zwingt Großherzog Leopold wenige Tage danach zur Flucht aus Karlsruhe.

Die Reichsverfassungskampagne war eine von radikaldemokratischen Politikern angestoßene Initiative während der Deutschen Revolution von 1848/49. Sie mündete in die auch Maiaufstände genannten bürgerkriegsähnlichen Kämpfe in einigen deutschen Staaten.


11.05.1833

Die Staaten des am Tag zuvor gegründeten Thüringischen Zoll- und Handelsvereins treten gemeinsam dem Deutschen Zollverein bei.

Der Zoll- und Handelsverein der Thüringischen Staaten war eine am 10. Mai 1833 gegründete regionale Zollvereinigung innerhalb des Deutschen Zollvereins.


11.05.1832

In Großbritannien wird ein Anatomiegesetz verabschiedet, um aufgekommenen Leichendiebstahl zu verhindern. Es erlaubt den Anatomen von Verwandten nicht beanspruchte Leichen zu sezieren. Damit keine Leichen mehr illegal seziert werden, wird ein Inspektor für Anatomie ernannt.

Leichendiebstahl ist die Entwendung von noch nicht beigesetzten Toten aus Leichenhäusern oder Krematorien sowie beigesetzten Leichen oder Gebeinen von Friedhöfen. Meistens werden die entwendeten Leichen oder Schädel an Abnehmer verkauft, die diese für anatomische oder sonstige medizinische Zwecke nutzen. Der Leichenhandel ist in den meisten Ländern verboten.


11.05.1824

Mit der Einnahme der birmanischen Hafenstadt Rangun durch britische Truppen unter Archibald Campbell beginnt der erste Britisch-Birmanische Krieg.

Die Geschichte Myanmars umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik der Union Myanmar von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


11.05.1818

In Stockholm wird Karl XIV. Johann zum schwedischen König gekrönt. Der frühere Marschall von Frankreich begründet das Königshaus Bernadotte.

Karl XIV. Johann war zunächst französischer Maréchal d’Empire, dann schwedischer Oberbefehlshaber der alliierten Nordarmee gegen Napoleon, schließlich von 1818 bis 1844 als Karl XIV. Johann König von Schweden und als Karl III. Johann König von Norwegen. Karl XIV. Johann ist der Begründer des schwedischen Königshauses Bernadotte.


11.05.1812

Der britische Premierminister Spencer Perceval wird auf dem Weg zum Palace of Westminster von John Bellingham erschossen. Es handelt sich um das bisher einzige erfolgreiche Attentat auf einen britischen Premierminister.

Spencer Perceval war ein britischer Staatsmann und Premierminister. Er fiel als bisher einziger britischer Premierminister einem Attentat zum Opfer.


11.05.1798

In der Zeit der Französischen Revolution unterstützt das Direktoriumsmitglied Louis-Marie de La Révellière-Lépeaux den unblutigen Staatsstreich vom 22. Floreal VI, der sich gegen die Jakobiner richtet.

Die Französische Revolution (1789–1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Als zweite unter den Atlantischen Revolutionen erhielt sie ihrerseits orientierende Impulse aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.


11.05.1796

Der Quäker William Tuke eröffnet in York die erste private Heil- und Pflegeanstalt für Geistesgestörte The Retreat in England, eine der ersten in der Geschichte der Psychiatrie. Die Anstalt, die sich durch den Verzicht auf Zwang und Gewalt auszeichnet, existiert noch heute.

Das Quäkertum ist eine religiöse Gemeinschaft mit christlichen Wurzeln im England der 1650er Jahre. Als Gründer gilt George Fox, aber auch Margaret Fell, Francis Howgill und James Nayler waren von zentraler Bedeutung in der Gründungsphase. Heute ist das Quäkertum als christliche Denomination zu bezeichnen, wenngleich sich nicht alle Quäker als Christen sehen und es diesbezüglich eine minderheitliche Interpretation des Quäkertums als einer Universalreligion gibt.


11.05.1792

Auf seiner Expedition entlang der nordwestlichen Pazifikküste des amerikanischen Kontinents segelt US-Kapitän Robert Gray in die Mündung eines Flusses, den er nach seinem Schiff Columbia Columbia River nennt und für die USA in Besitz nimmt.

Als Pazifischer Nordwesten wird eine Großregion im Nordwesten Nordamerikas bezeichnet. Eine exakte Definition gibt es nicht. In der engsten Auslegung bezeichnet Pazifischer Nordwesten die US-Bundesstaaten Oregon und Washington, häufig ergänzt durch Idaho. In einer weiter gefassten Definition entspricht die Region in etwa dem historischen Oregon Country, umfasst also auch Teile Kaliforniens, Montanas, Wyomings sowie der kanadischen Provinz British Columbia.


11.05.1745

Im Österreichischen Erbfolgekrieg erkämpfen die Franzosen unter Moritz von Sachsen in der Schlacht bei Fontenoy einen verlustreichen Sieg gegen die Pragmatische Armee unter Wilhelm August, Herzog von Cumberland.

Der Österreichische Erbfolgekrieg (1740–1748) brach aus, als nach dem Tod Kaiser Karls VI. seine Tochter Maria Theresia den österreichischen Erzherzogthron bestieg und mehrere europäische Fürsten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande bzw. das römisch-deutsche Kaisertum erhoben. Der Konflikt umfasst u. a. die ersten beiden Schlesischen Kriege und wuchs sich zu einem weltumspannenden Krieg aus.


11.05.1647

Petrus Stuyvesant trifft als neu ernannter Generaldirektor der Niederländischen Westindien-Kompanie in Nieuw Nederland ein, wo er Willem Kieft ablöst, dem wegen zahlreicher Verfehlungen im Mutterland der Prozess gemacht werden soll.

Petrus Stuyvesant war ab 1643 Gouverneur von Curaçao und ab 1647 Generaldirektor der von der Niederländischen Westindien-Kompanie (W.I.C.) verwalteten Kolonie Nieuw Nederland, bevor diese 1664 von England in Besitz genommen wurde.


11.05.1573

Der französische Herzog Heinrich von Valois wird in Kamion zum ersten König des 1569 zur Realunion zusammengeschlossenen Polen-Litauen gewählt. Für seine Wahl muss er den Fürsten der Adelsrepublik in den Articuli Henriciani weitgehende Zugeständnisse machen.

Heinrich III. von Frankreich, mit Taufnamen Alexandre-Édouard, Herzog von Anjou, auch Henri von Valois genannt, war 1573 und 1574 als Henryk Walezy gewählter König von Polen-Litauen und ab 1574 bis zu seinem Tod König von Frankreich. Er war der letzte Herrscher aus dem Haus Valois.


11.05.1484

Die Armee Kaiser Friedrichs III. unter der Führung von Kaspar von Rogendorf, die das von ungarischen Truppen unter Tobias von Boskowitz und Černahora belagerte Korneuburg entsetzen will, erleidet in der Schlacht bei Leitzersdorf eine schwere Niederlage. Mit diesem Sieg hat der ungarische König Matthias Corvinus, der große Teile der habsburgischen Erblande besetzt hält, seinem Konkurrenten zugleich auch jegliche Möglichkeit einer Rückeroberung dieser Territorien genommen.

Friedrich III. aus dem Hause Habsburg war als Friedrich V. ab 1424 Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain, ab 1439 Herzog von Österreich, als Friedrich III. ab 1440 römisch-deutscher König und ab 1452 bis zu seinem Tod Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Er war der vorletzte römisch-deutsche Kaiser, der vom Papst gekrönt wurde, und der letzte, bei dem dies in Rom geschah.


11.05.1258

Im Vertrag von Corbeil gibt Jakob I. von Aragonien Erbansprüche auf zwei französische Grafschaften auf, während im Gegenzug Frankreichs König Ludwig IX. den Verbleib von Nordkatalonien und Barcelona beim Königreich Aragonien anerkennt.

Mit dem Vertrag von Corbeil vom 11. Mai 1258 wurde ein Streit zwischen dem Königreich Frankreich und der Krone von Aragonien beendet und Nordkatalonien und Barcelona dem Pyrenäenstaat zugesprochen.


11.05.1189

In Regensburg bricht anderthalb Jahre nach der Eroberung Jerusalems durch die Ayyubiden unter Sultan Saladin Kaiser Friedrich I. Barbarossa mit einem mehrtausendköpfigen Heer zum Dritten Kreuzzug auf.

Regensburg liegt in Ostbayern und ist Sitz der Verwaltung des Bezirks Oberpfalz und der Regierung der Oberpfalz. Die kreisfreie Stadt ist auch Sitz des Landrats des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt ist eines der drei bayerischen Regionalzentren und hat 151.389 Einwohner (31. Dezember 2024). Damit steht die Stadt nach München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle der Großstädte Bayerns. Die Stadt ist Bischofssitz der im Jahr 739 errichteten Diözese Regensburg.


11.05.0868

In China wird die Diamant-Sutra als Holztafeldruck hergestellt. Dieses Dokument mit Texten des Mahayana-Buddhismus gilt als ältestes Druck-Bucherzeugnis der Geschichte.

Das Diamant-Sutra ist ein Sutra, das etwa im 1. Jahrhundert n. Chr. verfasst wurde und zu den wichtigsten Texten des Mahayana-Buddhismus zählt. Es ist Bestandteil der „Prajnaparamita-Sutras“. Das Diamant-Sutra hat in den verschiedensten asiatischen Ländern schon früh eine weite Verbreitung gefunden. Die erste Druckversion stammt aus Tibet, sie wurde als Holztafeldruck hergestellt und ist vom 11. Mai 868 datiert. Der Holztafeldruck wurde im Jahr 1907 von dem Archäologen Aurel Stein in den Mogao-Grotten bei der heute chinesischen Stadt Dunhuang entdeckt.


11.05.0330

Kaiser Konstantin der Große weiht nach mehrjähriger Bauzeit das bisherige Byzantion unter dem Namen Nova Roma ein und macht es zur Hauptstadt des Römischen Reiches. Nach seinem Tod erhält die Stadt den Namen Konstantinopel.

Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große, in der Herrscherzählung Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er bis zu seinem Tod als alleiniger Augustus.


01.01.1970

In Athen, das sich gerade mitten in den Vorbereitungen auf die Sizilienexpedition im Peloponnesischen Krieg gegen Sparta befindet, werden am Morgen zahlreiche Hermen mit abgeschlagenem Kopf vorgefunden. Des Hermenfrevels verdächtigt wird deswegen unter anderem der Feldherr Alkibiades, doch der Prozess wird verschoben, um seine Abreise nicht zu verzögern.

Die Geschichte Athens, der heutigen griechischen Hauptstadt, reicht etwa 7500 Jahre zurück – also bis in die Jungsteinzeit. Genauere Details sind aber erst ab etwa 1600 v. Chr. bekannt, als auf der Akropolis ein mykenischer Palast errichtet wurde. Athen liegt auf der Halbinsel Attika.