Historische Ereignisse am Dienstag, 13. Januar

65 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 13. Januar statt — von -27 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 13. Januar 2026 ereignet sich auf der ganzen Welt eine Vielzahl historischer Momente, die bis heute nachwirken. Zwei herausragende Ereignisse verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Im Jahr 1991 besetzten sowjetische OMON-Truppen in der Nacht vom 12. zum 13. Januar den Fernsehturm in Vilnius und das Gebäude des Komitees für Radio und Fernsehen in Litauen. Bei diesem letztlich erfolglosen Putschversuch starben insgesamt 14 Menschen und über 1000 wurden verletzt. Die Ereignisse gingen als Januarereignisse in Litauen 1991 in die Geschichte ein und markierten einen Wendepunkt im Kampf für Unabhängigkeit. Ein weiteres bedeutsames Ereignis fällt auf denselben Kalendertag im Jahr 2012: Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele wurden in Innsbruck durch den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer eröffnet. Diese Spiele stellten einen Meilenstein für die jugendliche Sportbewegung dar.

Innsbruck, das Ausrichterstadt der Olympischen Jugend-Winterspiele, liegt in Tirol und ist eine der führenden Wintersportregionen Europas. Die Stadt hat sich durch ihre hochmoderne Infrastruktur und lange Tradition im Wintersport international einen Namen gemacht. Ein betrachtenswerter historischer Akteur des 20. Jahrhunderts ist Helmut Kohl, der als ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und später der wiedervereinigten Bundesrepublik eine prägende Rolle in der europäischen Politik spielte. Am 13. Januar 2004 erhielt Kohl den Internationalen Adalbertpreis, eine Anerkennung seiner politischen Verdienste.

Der 13. Januar 2026 fällt auf einen Dienstag. An diesem Tag herrscht Steinbock als Tierkreiszeichen vor. Der Mond befindet sich in der Phase des zunehmenden Mondes. Das Wetter variiert je nach geografischer Region erheblich. DayAtlas bietet eine umfassende Übersicht über Wetterdaten, historische Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todesfälle für jeden beliebigen Tag und jeden Ort weltweit. Mit dieser Plattform lassen sich historische Informationen gezielt recherchieren und in ihren jeweiligen Kontext einordnen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 9. April.

13.01.2018

Die 1967 gegründete offizielle Jugendorganisation der rechtsextremen NPD, Junge Nationaldemokraten, benennt sich in Junge Nationalisten um.

Unter einem Jugendverband versteht man einen organisatorischen Zusammenschluss von Jugendlichen mit gemeinsamen Interessen oder Zielen, der über örtliche Grenzen hinausgeht. Der Begriff Jugendorganisation ist weitgehend deckungsgleich. Er bezeichnet für gewöhnlich Jugendverbände, die sich einem bestimmten Erwachsenenverband zugehörig fühlen bzw. als dessen Nachwuchsorganisation verstehen.


13.01.2012

Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia der Reederei Costa Crociere unter dem Kommando von Kapitän Francesco Schettino läuft in der Nähe der Insel Giglio auf Grund und kentert.

Die Costa Concordia war ein Post-Panamax-Kreuzfahrtschiff und zum Zeitpunkt der Indienststellung das größte italienische Kreuzfahrtschiff. Es gehörte der italienischen Reederei Costa Crociere, die Teil des britisch-US-amerikanischen und weltgrößten Kreuzfahrtunternehmens, Carnival Corporation & plc, ist. Das Schiff kollidierte am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio im Mittelmeer mit einem Felsen, schlug leck und wurde manövrierunfähig vom Wind in Richtung Insel gedrückt, wo es unmittelbar nördlich des kleinen Hafens der Insel auf Grund lief und mit der Zeit auf 65 Grad Schlagseite kippte. Der Unfall forderte 32 Todesopfer.


Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele werden in Innsbruck durch den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer eröffnet.

Die I. Olympischen Jugend-Winterspiele fanden vom 13. bis 22. Januar 2012 in Innsbruck, Seefeld und Kühtai statt. In 63 Medaillenbewerben ging es für 1021 Teilnehmer im Alter von 15 bis 18 Jahren aus 70 Nationen um Gold, Silber und Bronze. Begleitet wurden die Spiele von einem Kultur- und Bildungsprogramm (CEP). Bereits im Sommer 2010 gab es erstmals Olympische Jugendspiele, bei denen Singapur Austragungsort war. Eröffnet wurden die Olympischen Jugendspiele in Innsbruck von Bundespräsident Heinz Fischer.


13.01.2011

Auf dem Rhein bei St. Goarshausen kentert der mit Schwefelsäure beladene Tanker Waldhof, wobei zwei der vier Besatzungsmitglieder ums Leben kommen. Durch die mehr als zwei Wochen dauernde Sperrung des Flusses stauen sich etwa 400 Schiffe auf, was einigen Eignern die Existenz kostet.

Der Rhein ist ein 1232,7 km langer Strom in West- und Mitteleuropa und eine der verkehrsreichsten Binnenwasserstraßen der Welt.


13.01.2004

Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis.

Helmut Josef Michael Kohl war ein deutscher Politiker (CDU). Er war vom 1. Oktober 1982 bis zum 27. Oktober 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und regierte mit einer schwarz-gelben Koalition wie vor ihm Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Seine Amtszeit ist mit 5870 Tagen die bisher längste, sie dauerte neun Tage länger als die Amtszeit Angela Merkels. Kohl war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz.


13.01.2001

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,7 in El Salvador kommen 944 Menschen ums Leben.

Das Erdbeben von El Salvador am 13. Januar 2001 war ein Erdbeben, dessen Epizentrum an der Küste von El Salvador, etwa 100 km südwestlich von San Miguel lag. Es hatte eine Magnitude von 7,7 Mwc auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Beben, das in einer Tiefe von 60 km wirkte, war an der Grenze der Karibischen Platte und der Cocosplatte entstanden und war von Mexiko-Stadt bis nach Kolumbien, in fast ganz Mittelamerika, zu spüren. Signifikante Nachbeben ereigneten sich am 14. und 16. Januar.


13.01.1995

Die dänische Fußballnationalmannschaft gewinnt mit einem 2:0-Sieg gegen Argentinien die zweite Ausgabe des König-Fahd-Pokals – dem Vorläufer des erstmals 1997 ausgetragenen FIFA-Konföderationen-Pokals.

Die dänische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl der besten Fußballspieler des dänischen Fußballverbandes. Die Mannschaft nahm sechsmal an Weltmeisterschaften und neunmal an Europameisterschaften teil, wobei sie 1992 Europameister wurde.


13.01.1993

Der ehemalige Staats- und Parteichef in der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker und seine Frau Margot gehen ins Exil nach Chile.

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.


In Paris beginnt die Unterzeichnung der Chemiewaffenkonvention.

Paris ist die Hauptstadt der Französischen Republik und Hauptort der Region Île-de-France. Mit rund 2,1 Millionen Einwohnern ist Paris die viertgrößte Stadt der Europäischen Union. Mit einer vergleichsweise kleinen Stadtfläche von 105,40 Quadratkilometern ist Paris mit 19.960 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte Großstadt Europas. Paris ist eine Metropole und Global City.


13.01.1992

Der 9. Jebtsundamba Khutukhtu, dessen Identität der Dalai Lama über 50 Jahre geheim hielt, wird in Dharamsala symbolisch inthronisiert.

Jampel Namdröl Chökyi Gyeltshen war der 9. Jebtsundamba Khutukhtu, die höchste religiöse Instanz der Gelug-Schule der Chalcha-Mongolen und somit dritthöchster Lama im tibetischen Buddhismus. Sein Vorgänger Bogd Khan war das letzte regierende Oberhaupt des Buddhismus in der Mongolei. Er selbst verbrachte die meiste Zeit seines Lebens im Exil in Indien. Bis 1990 wurde seine Identität aus Angst vor den kommunistischen Machthabern in der Mongolei geheim gehalten, danach gab es immer wieder Versuche, in die Mongolei zu reisen. Erst in seinem letzten Lebensjahr konnte er sich dort dauerhaft niederlassen.


13.01.1991

In der Nacht vom 12. zum 13. Januar 1991 besetzen sowjetische OMON-Truppen den Fernsehturm in Vilnius, Litauen, das Gebäude des Komitees für Radio und Fernsehen. Bei dem letztlich erfolglosen Putschversuch werden insgesamt 14 Menschen getötet und über 1000 verletzt, die Ereignisse gehen als Januarereignisse in Litauen 1991 in die Geschichte ein.

Die OMON ist ein Großverband der russischen Nationalgarde. Sie wurde am 3. Oktober 1988 gegründet und gilt als ein Teil der innenpolitischen Machtinstrumente der russischen Regierung.


Lothar Späth (CDU), seit 1978 Ministerpräsident Baden-Württembergs, gibt im Zuge der Traumschiff-Affäre seinen Rücktritt bekannt.

Lothar Späth war ein deutscher Politiker (CDU) und Manager. Von 1978 bis 1991 war er Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Wegen seiner Gewitztheit, Wendigkeit und seines Einfallsreichtums erhielt Späth den Spitznamen „Cleverle“.


13.01.1990

Douglas Wilder wird Gouverneur von Virginia und damit der erste gewählte afroamerikanische Gouverneur in einem US-Bundesstaat.

Lawrence Douglas Wilder ist ein US-amerikanischer Politiker. Er war Gouverneur von Virginia (1990–1994) und als solcher der erste afroamerikanische Gouverneur eines Bundesstaats seit 1872.


13.01.1986

Im Südjemen bricht ein Bürgerkrieg aus, als Präsident Ali Nasir Muhammad dem Politbüro des Landes fernbleibt und seine Leibwächter den Vizepräsidenten und vier weitere Politbüromitglieder töten.

Südjemen ist die historische Bezeichnung für den aus verschiedenen Emiraten und Sultanaten bestehenden Teil des Jemen, der nach der Teilung des Landes im 19. Jahrhundert von der britischen Kolonialmacht dominiert und von 1962 bis 1967 zur Südarabischen Föderation zusammengefasst wurde. Später bezeichnete „Südjemen“ auch die Demokratische Volksrepublik Jemen, die 1967 ihre Unabhängigkeit erlangte. 1990 erfolgte die Vereinigung mit dem „Nordjemen“, der Jemenitischen Arabischen Republik. 1994 und 2020 kam es erneut zu Sezessionsversuchen.


Auf Voyager 2-Aufnahmen werden mit Desdemona, Rosalind und Belinda drei weitere Monde des Uranus entdeckt.

Voyager 2 ist eine Raumsonde der NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems im Rahmen des Voyager-Programms. Sie wurde am 20. August 1977 vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet. Die identisch aufgebaute Sonde Voyager 1 startete 16 Tage später auf einer anderen Flugbahn.


13.01.1985

Bei der äthiopischen Stadt Awash stürzt ein Personenzug von einer Brücke. Mindestens 392 Menschen sterben, etwa 370 werden verletzt.

Awash ist eine Stadt in der äthiopischen Region Afar.


13.01.1980

Auf ihrer Bundesversammlung in Karlsruhe wird von linken und ökologischen Gruppen die deutsche Bundespartei Die Grünen gegründet.

Die Geschichte von Bündnis 90/Die Grünen hat zwei unterschiedliche Wurzeln: In Westdeutschland und West-Berlin entsprang die Grüne Partei der Umweltbewegung sowie den neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre und wurde am 13. Januar 1980 in Karlsruhe als Partei gegründet. In der DDR schlossen sich 1990 die Gruppierungen der Bürgerrechtsbewegung, die maßgeblich die friedliche Revolution von 1989 getragen hatten, zum Bündnis 90 zusammen. Die Grünen und das Bündnis 90 vereinigten sich 1993 zur gemeinsamen Partei Bündnis 90/Die Grünen. Die Grüne Partei in der DDR, die neben der Grünen Liga die ostdeutsche Ökologiebewegung repräsentierte, hatte sich zuvor am 3. Dezember 1990 mit den westdeutschen Grünen zu einer gesamtdeutschen Partei zusammengeschlossen.


13.01.1979

Der Fótbóltssamband Føroya wird gegründet.

Fótbóltssamband Føroya, abgekürzt FSF, ist der Dachverband aller regulären Fußballvereine der Färöer und verantwortlich für die färöische Fußballnationalmannschaft.


13.01.1977

Ein Großunfall im Reaktorblock A des Kernkraftwerks Gundremmingen führt zum Totalschaden des Kernreaktors. Es ist in Deutschland der erste und bisher einzige Großunfall eines Kernkraftwerks mit Totalschaden. Im Jahr 1983 beginnt der Rückbau des Reaktorblocks.

Das stillgelegte Kernkraftwerk Gundremmingen, gelegen an der Donau bei Gundremmingen im Landkreis Günzburg in Bayern, war zuletzt mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1344 MW (Block C) das ehemals leistungsstärkste Kernkraftwerk in Deutschland und das ehemals letzte deutsche Kernkraftwerk, das noch mehr als einen Reaktor in Betrieb hatte. Block B wurde gemäß dem Atomgesetz (§ 7) von 2011 am 31. Dezember 2017 abgeschaltet; Block C folgte am 31. Dezember 2021.


13.01.1972

Nach einer drastischen Abwertung der ghanaischen Währung Cedi führt Oberst Ignatius Kutu Acheampong einen unblutigen Putsch gegen Präsident Edward Akufo-Addo und Premierminister Kofi Abrefa Busia durch und übernimmt die Staatsführung in Ghana.

Ghana [ˈgaːna] ist ein Staat in Westafrika, der an die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo sowie im Süden an den Golf von Guinea als Teil des Atlantischen Ozeans grenzt. Seine Fläche ist fast so groß wie die des Vereinigten Königreichs, mit dessen Kolonialgeschichte es verbunden ist. Mit dem Namen Ghana sollte historisch eine Verbindung mit dem Reich von Ghana, dem ersten namentlich nachweisbaren Großreich in Westafrika, hergestellt werden. Die Hauptstadt Ghanas ist die Metropole Accra, die zweite Millionenstadt ist Kumasi.


13.01.1968

Johnny Cash nimmt im Folsom State Prison in Kalifornien gemeinsam mit June Carter und den Tennessee Three sein erstes Live-Album in einem Gefängnis auf. At Folsom Prison wird eines der erfolgreichsten Alben aller Zeiten.

Johnny Cash war ein US-amerikanischer Country-Musiker, -Sänger und Songschreiber. Er trat auch in Filmen und Fernsehserien als Schauspieler auf.


13.01.1967

In Togo putscht Gnassingbé Eyadéma erneut. Staatspräsident Nicolas Grunitzky muss ins Ausland fliehen. Gnassingbé Eyadéma übernimmt seine Aufgaben.

Étienne Gnassingbé Eyadéma [eˈtjɛn ɲasiŋˈbe ejadeˈma] war ein togoischer Offizier und Staatspräsident in der Zeit der Militärdiktatur.


13.01.1964

Karol Józef Wojtyła wird zum Erzbischof von Krakau geweiht.

Johannes Paul II. war ein polnischer Geistlicher. Er war von seiner Wahl am 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 2005 der 264. Bischof von Rom und damit als Papst Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Sein Pontifikat dauerte 26 Jahre und 5 Monate; ein längeres ist nur für Pius IX. belegt. Johannes Paul II. war der erste Pole auf dem Papstthron und der erste Nicht-Italiener seit 1522. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland Polen zugeschrieben. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 von seinem unmittelbaren Nachfolger, Papst Benedikt XVI. in Rom selig- und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen; sein Gedenktag ist der 22. Oktober, der Tag seiner Inthronisation im Jahre 1978.


13.01.1963

Der erste Staatspräsident von Togo, Sylvanus Olympio, wird von Putschisten unter der Führung von Gnassingbé Eyadéma und Emmanuel Bodjollé ermordet. Nicolas Grunitzky wird als neuer Staatschef von Togo eingesetzt.

Togo ist ein Staat in Westafrika, am Golf von Guinea gelegen, und grenzt an Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Hauptstadt und Regierungssitz ist Lomé.


13.01.1957

Die Firma Wham-O produziert die von Walter Frederic Morrison entwickelten Pluto-Platten, die später unter dem Namen Frisbee-Scheiben bekannt werden.

Ein Frisbee, auch Flugscheibe, Segelscheibe oder wie in der DDR Wurfscheibe oder Schwebedeckel genannt, ist ein meist aus Kunststoff gefertigtes, scheibenförmiges Sport- und Freizeitgerät. Es wird durch aerodynamischen Auftrieb und Kreiselbewegung in der Luft gehalten. Neben der bekannten Verwendung als Rasen- oder Strandspielzeug werden mit diesem Sportgerät auch zahlreiche Einzel- und Mannschaftssportarten gespielt. Ursprünglich aus den USA stammend, haben sich vor allem die Frisbee-Sportarten Ultimate und Discgolf mittlerweile rund um den Erdball verbreitet. Der Begriff Frisbee ist, obwohl er zumeist als Gattungsname verwendet wird, eine eingetragene Marke des Spielzeugherstellers Wham-O.


13.01.1953

Sogenannte Ärzteverschwörung: In einem Artikel der Prawda werden einige der angesehensten und bekanntesten Ärzte der Sowjetunion (viele davon Juden) beschuldigt, an einer Verschwörung zur Ermordung der obersten sowjetischen Politik- und Militärführung beteiligt zu sein.

Die sogenannte Ärzteverschwörung war ein Ende 1952 von Josef Stalin und einigen Gefolgsleuten erfundenes Komplott von Medizinern vor allem jüdischer Herkunft. Diese hätten angeblich geplant, Stalin und andere Führer der Sowjetunion auszuschalten. Die „Aufdeckung“ führte zu zahlreichen Verhaftungen und Hinrichtungen. Zu Beginn der Entstalinisierung nach Stalins Tod im März 1953 gaben die neuen Sowjetführer zu, dass es sich bei der „Verschwörung“ um eine gezielte Desinformationskampagne gehandelt hatte. Die Affäre war sowohl Ausdruck von Machtkämpfen innerhalb der sowjetischen Nomenklatura als auch des zur Zeit des Sowjetkommunismus weit verbreiteten Antisemitismus.


13.01.1952

In Nürnberg wird die komische Oper Die schlaue Susanne von Franz Xaver Lehner uraufgeführt.

Nürnberg ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Mittelfranken des Freistaats Bayern. Sie ist mit 529.508 bzw. 547.913 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Frankens sowie die zweitgrößte im Bundesland Bayern. In Deutschland insgesamt steht sie an 13. Stelle. Mit seinen Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach bildet Nürnberg mit etwa 820.000 Einwohnern eine der drei Metropolen in Bayern. Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte den Ballungsraum Nürnberg mit etwa 1,4 Millionen Menschen und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der über 3,6 Millionen Einwohner umfassenden Europäischen Metropolregion Nürnberg, eine der elf Metropolregionen in Deutschland. Nürnberg gehört zu den ausgesprochen multikulturellen Großstädten Deutschlands.


13.01.1945

Mit dem Angriff auf Königsberg durch die 3. Weißrussische Front der Roten Armee beginnt die bis zum 25. April dauernde Schlacht um Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg.

Königsberg war die Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen. Ihre nahezu siebenhundertjährige Geschichte endete infolge des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt wurde 1946 als fortan russische Stadt in Kaliningrad umbenannt.


Ein schwerer Luftangriff der britischen Royal Air Force mit 274 Flugzeugen richtet sich gegen Saarbrücken.

Royal Air Force ist die Bezeichnung für die Luft- und Weltraumstreitkräfte des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, seiner Überseegebiete und Kronbesitzungen. Die „Royal Air Force“ war die erste als selbständige Teilstreitkraft organisierte Luftwaffe der Welt.


In Moskau erfolgt die Uraufführung der patriotisch-heroischen 5. Sinfonie von Sergei Sergejewitsch Prokofjew.

Die Sinfonie Nr. 5 in B-Dur, Opus 100 ist die größtangelegte und klanglich mächtigste der sieben Sinfonien von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. Nach der „Klassischen“ ist sie sein bekanntestes und am meisten aufgenommenes sinfonisches Werk. Von der Fortschrittlichkeit und der Komplexität der Sprache und des Ausdrucks her bleibt sie jedoch hinter der avantgardistischen Zweiten Sinfonie, der dissonanteren Dritten Sinfonie und der strukturell freieren Sechsten Sinfonie zurück.


13.01.1943

Mit der Einnahme der Oase Adiri beginnt der Vormarsch der Forces françaises libres auf Tripolis.

Adiri, frühere Transkription auch Adri, Edri, Ederi, ist eine Oase in der Sahara und Hauptstadt der dünn besiedelten libyschen Provinz Wadi asch-Schati’.


Der deutsche Versuchspilot Rudolf Schenk katapultiert sich als erster Mensch mit einem Schleudersitz aus einer Heinkel He 280.

Ein Schleudersitz ist ein Notfallrettungsgerät für die Besatzung von Luftfahrzeugen, der ihr bei Bedarf ein Aussteigen ermöglichen soll, wenn ein herkömmlicher Ausstieg nicht bzw. nur mit erheblichen Zusatzgefahren möglich wäre.


13.01.1942

Der Automobilbauer Henry Ford erhält ein US-Patent auf eine Autochassis-Konstruktion, die er im Fahrgestell des Soybean Cars schon verwirklicht hat.

Henry Ford war ein US-amerikanischer Erfinder und Automobilpionier. Als Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company perfektionierte er die Fließbandfertigung im Automobilbau, die 1902 Ransom Eli Olds in vereinfachter Form in seiner Firma Oldsmobile eingeführt hatte. Sein Konzept der Fertigung von Fahrzeugen revolutionierte nicht nur die industrielle Produktion, sondern hatte auch starken Einfluss auf die moderne Kultur (Fordismus). Ford war auch Publizist der antisemitischen Texte in seinem The Dearborn Independent und des Buches The International Jew. Für die Sammlung der fiktiven Protokolle der Weisen von Zion finanzierte er die Übersetzung und Verbreitung in den USA.


13.01.1935

In der Volksabstimmung im Saargebiet entscheiden sich 90,7 Prozent der Teilnehmenden für die Wiedereingliederung des Saargebiets in das Deutsche Reich. Vor der Abstimmung wird vermutlich erstmals auch der Spruch Heim ins Reich verwendet.

Die Volksabstimmung im Saargebiet fand am 13. Januar 1935 statt. Das Plebiszit hatte die Frage zum Gegenstand, ob das 1920 vom Deutschen Reich abgetrennte Saargebiet weiterhin ein Mandatsgebiet des Völkerbundes bleiben, mit Frankreich vereinigt oder an Deutschland zurückgegliedert werden sollte. Eine sehr deutliche Mehrheit von 90,7 % sprach sich für einen Anschluss an Deutschland aus, etwa 8,9 % stimmten für die Beibehaltung des Status quo und nur 0,4 % der Abstimmenden wünschten den Anschluss an Frankreich. Vorbereitet und durchgeführt wurde die Volksabstimmung durch eine vom Völkerbund eigens eingesetzte Plebiszitkommission.


13.01.1930

Bei der British Australian and New Zealand Antarctic Research Expedition unter Sir Douglas Mawson wird eine Gruppe von zehn kleinen Inseln entdeckt, die den Namen Aagaard Islands erhält.

Die British Australian (and) New Zealand Antarctic Research Expedition (BANZARE) war eine Forschungsexpedition in die Antarktis, die zwischen 1929 und 1931 durchgeführt wurde und die zwei Reisen in aufeinanderfolgenden antarktischen Sommern beinhaltete. Es war eine Expedition des Commonwealth, die eher durch Geopolitik als durch Wissenschaft motiviert wurde. Finanziert wurde sie durch das Vereinigte Königreich, Australien und Neuseeland.


13.01.1920

Gegen die geplante Verabschiedung des Betriebsrätegesetzes rufen USPD und KPD zur Demonstration vor dem Berliner Reichstagsgebäude auf. Sicherheitskräfte eröffnen das Feuer auf die Menschenmenge. 42 Kundgebungsteilnehmer sterben, 105 werden verletzt.

Das Betriebsrätegesetz, von 1920 bis 1934 in Deutschland gültig, schuf für Betriebe ab einer Größe von zwanzig Beschäftigten die Verpflichtung, Betriebsräte wählen zu lassen.


13.01.1917

Bei einem der schwersten Eisenbahnunfälle weltweit entgleist ein mit verwundeten russischen Soldaten und Flüchtlingen überfüllter Zug im Bahnhof der rumänischen Ortschaft Ciurea. Der Unfall fordert zwischen 600 und 1000 Todesopfer.

Dieser Artikel enthält eine chronologische Auflistung bedeutender Unfälle im Schienenverkehr.


13.01.1915

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Avezzano, Italien fordert über 30.000 Todesopfer.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


13.01.1911

Am Berliner Lessingtheater wird die Tragikomödie Die Ratten von Gerhart Hauptmann uraufgeführt.

Das Lessingtheater war ein Theater in Berlin-Mitte am Friedrich-Karl-Ufer 1, dem heutigen Kapelle-Ufer. Das nach kurzer Bauzeit 1888 eröffnete Theatergebäude trug seinen Namen zu Ehren von Gotthold Ephraim Lessing, es bestand bis zur Zerstörung bei einem alliierten Luftangriff im April 1945. Die Ruine wurde in den Nachkriegsjahren abgetragen.


Ein arbeitslos gewordener Marinekoch sticht im Amsterdamer Rijksmuseum auf Rembrandts Gemälde Die Nachtwache mit einem Messer ein.

Das Rijksmuseum Amsterdam [ˈrɛi̯ksmyˌzeːjʏm] ist ein niederländisches Nationalmuseum am Museumplein im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid im Stadtbezirk Amsterdam-Zuid – es ist den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Dabei verwahrt es eine große Sammlung der Malerei aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande und eine umfassende Sammlung asiatischer Kunstobjekte sowie Artefakte zur niederländischen Geschichte. Mit ca. 8.000 gezeigten Exponaten wurde es zum Rijksmonument erklärt. 2015 wurde das Rijksmuseum als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet.


13.01.1910

Aus der Metropolitan Opera in New York City werden erstmals in der Geschichte des Hörfunks zwei Opern live übertragen. Zu den Mitwirkenden zählt auch Enrico Caruso.

Die Metropolitan Opera ist eine Theater-Gesellschaft am Lincoln Center in New York City. Sie wird umgangssprachlich als „Met“ bezeichnet und zählt zu den weltweit führenden Opernhäusern. Seit Beginn der Saison 2006/07 ist Peter Gelb General Manager.


13.01.1908

Dem Franzosen Henri Farman gelingt mit seinem Doppeldecker der erste Motorflug über eine Distanz von mehr als einem Kilometer. Er erhält dafür den Grand Prix d’Aviation.

Henri Farman war ein französischer Bahnradsportler, Luftfahrtpionier, Automobilrennfahrer und Unternehmer.


In einem wissenschaftlichen Fachvortrag in Stuttgart unter dem Titel Über den Nachweis der Vererbung beim Menschen formuliert der Arzt und Vererbungsforscher Wilhelm Weinberg das später nach ihm und dem Mathematiker Godfrey Hardy benannte Hardy-Weinberg-Gleichgewicht der Populationsgenetik.

Wilhelm Weinberg war ein deutscher Allgemeinarzt, Gynäkologe, Vererbungsforscher, Statistiker und Genealoge. Er leistete Beiträge zur Zwillingsforschung und Populationsgenetik. Zudem entwickelte er Verfahren zur Minimierung von statistischen Erhebungsfehlern („Auslesefehlern“). Nach ihm ist das seit einem 1943 erschienenen Aufsatz Curt Sterns allgemein so genannte Hardy-Weinberg-Gleichgewicht benannt, welches den Grundstein der Populationsgenetik legte.


13.01.1902

Im Roten Rathaus in Berlin entsteht die erste Volkshochschule im Deutschen Reich.

Das Rote Rathaus ist das Berliner Rathaus, der Sitz des Regierenden Bürgermeisters, der Senatskanzlei und Tagungsort des Senats von Berlin. Es befindet sich in der Rathausstraße 15 im Ortsteil Mitte. Errichtet wurde es von 1861 bis 1871 nach Plänen Hermann Friedrich Waesemanns im Rundbogenstil als Sitz des Oberbürgermeisters, der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats von Berlin. Seine Bezeichnung geht auf die rote Ziegelfassade zurück.


Mit seiner in einem Vortrag vor der Deutschen Orient-Gesellschaft geäußerten These, die jüdische Religion und das Alte Testament fußten auf babylonischen Wurzeln, löst der Assyriologe Friedrich Delitzsch den Babel-Bibel-Streit aus.

Die Deutsche Orient-Gesellschaft e. V. (DOG) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, der sich der Erforschung der Geschichte des antiken Vorderen Orients widmet.


13.01.1898

Der französische Autor Émile Zola veröffentlicht seinen offenen Brief J’accuse…! (Ich klage an…!) zur Dreyfus-Affäre an den französischen Staatspräsidenten Félix Faure. Der Artikel führt zur Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Alfred Dreyfus und letztendlich zu seiner Rehabilitation, allerdings auch zu zahlreichen Schikanen gegen Zola selbst, unter anderem einer Anklage wegen „Diffamierung“.

Émile Édouard Charles Antoine Zola war ein französischer Schriftsteller, Maler und Journalist.


13.01.1895

In der Schlacht von Coatit scheitert ein Präventivangriff des äthiopischen Statthalters von Tigray Mengesha Yohannes auf Italienisch-Eritrea

In der Schlacht von Coatit trafen am 13. bzw. 14. Januar 1895 italienische Kolonialtruppen und äthiopische Truppen aufeinander. Sie wird von einigen Historikern als Beginn des Italienisch-Äthiopischen Krieges eingeordnet, während andere sie noch dem Ende des vorangegangenen Eritreakrieges zuordnen.


13.01.1842

Während des Ersten Anglo-Afghanischen Kriegs kommt es zur Schlacht von Gandamak. Nur sechs Männer der britischen Armee von William George Keith Elphinstone überleben die Niederlage gegen die Afghanen, von denen einzig William Brydon einige Tage später das ursprüngliche Ziel Dschalalabad erreicht.

Der Erste Anglo-Afghanische Krieg von 1839 bis 1842 war eine von drei militärischen Auseinandersetzungen des Britischen Empire mit Afghanistan zwischen 1839 und 1919, den Anglo-Afghanischen Kriegen. Ziel dieser Kriege war es, die britische Vormachtstellung in diesem Raum zu sichern und den Expansionsbestrebungen des Russischen Reiches Einhalt zu gebieten. Der anglo-russische Konkurrenzkampf in Zentralasien im 19. Jahrhundert wird auch als The Great Game bezeichnet.


13.01.1841

Die Aufhebung aller Klöster im Schweizer Kanton Aargau führt zum Aargauer Klosterstreit.

Der Aargau ist ein Kanton im Norden der Deutschschweiz. Er grenzt an Deutschland im Norden, an die Kantone Basel-Landschaft, Solothurn und Bern im Westen, an den Kanton Luzern im Süden und an die Kantone Zug und Zürich im Osten. Der Aargau nimmt den nordöstlichen Teil des Schweizer Mittellandes mit dem Unterlauf der Aare ein, von der er seinen Namen hat.


13.01.1840

Wegen schwerwiegender Konstruktionsfehler bricht auf dem Schaufelraddampfer Lexington, der sich auf dem Weg von Manhattan nach Stonington in Connecticut befindet, ein Feuer aus, woraufhin dieser steuerlos auf dem East River treibt. Von den 143 Personen an Bord überleben nur vier.

Die Lexington war ein 1835 in den Vereinigten Staaten gebauter Seitenraddampfer, der bis 1840 als Passagier- und Frachtschiff von New York aus entlang der Küste verkehrte. Bekannt wurde die Lexington durch die schwere Brandkatastrophe von 1840, bei der das Schiff sank und 139 der 143 Menschen an Bord ums Leben kamen.


13.01.1838

Die Truppen des konservativen Militärs José Rafael Carrera Turcios erobern das von Liberalen regierte Guatemala-Stadt. Die Soldaten beginnen mit Plünderungen, Morden und Vergewaltigungen. Die Ausschreitungen führen wenige Wochen später zur Abspaltung mehrerer Provinzen von Guatemala, die sich zum kurzlebigen Staat Los Altos zusammenschließen.

Konservatismus „ist ein Sammelbegriff für geistige und politische Bewegungen, welche die Bewahrung bestehender oder die Wiederherstellung früherer gesellschaftlicher Ordnungen zum Ziel haben“. Dem Konservatismus liegt „der Gedanke einer auf friedliche Evolution hin angelegte politische und geistige Kontinuität und einer Orientierung an bewährter, historisch gewachsener Tradition“ zugrunde.


13.01.1834

Die Erstfassung der Oper Das Nachtlager in Granada von Conradin Kreutzer mit gesprochenen Dialogen wird am Theater in der Josefstadt in Wien uraufgeführt. Das Libretto stammt von Karl Johann Braun von Braunthal nach dem Schauspiel Das Nachtlager von Granada von Johann Friedrich Kind.

Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.


13.01.1782

Am Nationaltheater Mannheim erfolgt die Uraufführung von Friedrich Schillers Sturm-und-Drang-Drama Die Räuber unter der Regie von Wolfgang Heribert von Dalberg. Da der Hauptdarsteller August Wilhelm Iffland in zeitgenössischer Kleidung auftritt, kommt es zu einem Skandal wegen der unverblümten Kritik an der Feudalherrschaft.

Das Nationaltheater Mannheim (NTM) ist ein Vierspartentheater in Mannheim mit eigenen Ensembles für Musiktheater (Oper), Schauspiel, Tanz und dem Jungen Nationaltheater. 2012 hat das Nationaltheater sein Angebot mit der Mannheimer Bürgerbühne erneut erweitert. Mit der Übernahme der Schauspielintendanz durch Christian Holtzhauer erhielt diese eine neue Bezeichnung als Mannheimer Stadtensemble. Die Junge Bürgerbühne besteht innerhalb des Jungen Nationaltheaters weiter. Mit den zweijährlich stattfindenden Internationalen Schillertagen und dem Mannheimer Mozartsommer sowie seinen jährlich über Vorstellungen für rund 350.000 Besucher ist das Nationaltheater als das Flaggschiff der Metropolregion Rhein Neckar allgegenwärtig und erreicht ein breites regionales und überregionales Publikum.


13.01.1775

Das Dramma giocoso La finta giardiniera (Die Gärtnerin aus Liebe) von Wolfgang Amadeus Mozart hat seine Uraufführung in München.

Dramma giocoso ist in Italien seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine der vielen möglichen Bezeichnungen für eine Opera buffa. Der Ausdruck wurde von Carlo Goldoni ab 1748 regelmäßig benutzt, deutet eine Mischung des Personals von Opera buffa und Opera seria an und versucht, die Geringschätzung der Opera buffa vor allem in höfischen Kreisen zu umgehen.


13.01.1750

Im Vertrag von Madrid verständigen sich Spanien und Portugal auf eine Neudefinition der Grenzen ihrer Besitzungen in Südamerika. Er ersetzt mehrere ältere Vertragsdokumente.

Der Vertrag von Madrid war ein vom spanischen König Ferdinand VI. und dem portugiesischen König Johann V. am 13. Januar 1750 unterzeichnetes Dokument, mit dem die Grenzen zwischen den Kolonien der beiden Monarchien in Südamerika neu definiert wurden. Auf spanischer Seite war Ministerpräsident José de Carvajal y Lancaster federführend für die Inhalte verantwortlich.


13.01.1668

Die Uraufführung der Komödie Amphitryon von Molière findet mit großem Erfolg im Palais Royal in Paris statt. Das Stück ist zum großen Teil eine Bearbeitung des Amphitruo von Plautus.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


13.01.1634

In der als Pilsener Revers bekannt werdenden Ergebenheitsadresse, die maßgeblich von den Generälen Christian von Ilow und Adam Erdmann Trčka von Lípa gefördert ist, versichert sein Offizierskorps Wallenstein die Treue. Kaiser Ferdinand II. bewertet das Bekenntnis als Hochverrat seines Generalissimus und gibt in der Folge den Auftrag zu seiner Festnahme.

Eine Ergebenheitsadresse ist ein öffentlicher Brief an eine Person, meistens einen Vorgesetzten, Monarchen oder Regierungschef, in dem der Absender dem Adressaten seine Loyalität signalisiert.


13.01.1598

Der Londoner Stalhof der Hanse wird auf Weisung der Königin Elisabeth I. geschlossen und alle Ware beschlagnahmt. Sie reagiert damit auf die Schließung der Stader Niederlassung der Merchant Adventurers durch Kaiser Rudolf II.

Der Stalhof bezeichnete seit 1475 ein umfriedetes etwa 7000 m² großes Gelände am Nordufer der Themse, auf dem die Hansekaufleute in London ihre Niederlassungen hatten. 1853 verkauften die Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg das Gelände. Der Stiliard (Steelyard) wurde von der Cousin Lane im Westen, der Thames Street im Norden und der Allhallows Lane im Osten umgrenzt. Seit 1866 der Bahnhof Cannon Street eröffnet wurde, liegen auf dem Grundstück die Gleisanlagen zur Themsebrücke hin.


13.01.1568

Der siebenbürgische Landtag unter König Johann Sigismund erlässt das Edikt von Torda, das Katholiken, Lutheraner, Reformierte und Unitarier gleichstellt.

Siebenbürgen, Transsilvanien oder Transsylvanien ist ein historisches und geografisches Gebiet im südöstlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Heute liegt Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens.


13.01.1544

Auf dem zweiten Reichstag von Västerås wird bekanntgegeben, dass Schwedens König Gustav I. Wasa und die Stände dem evangelischen Glauben anhängen.

Västerås [vɛstərˈoːs] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västmanlands län und der historischen Provinz Västmanland. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.


13.01.1408

Der Bund ob dem See unter der Führung von Appenzell erleidet in der Schlacht bei Bregenz eine Niederlage gegen das Ritterheer Sankt Jörgenschild. Die Appenzellerkriege reduzieren sich in der Folge wieder auf den Konflikt zwischen Appenzell und der Fürstabtei St. Gallen.

Der Bund ob dem See war während der Appenzellerkriege von 1405 bis 1408 eine militärische Verbindung im Bodensee-Raum.


13.01.1257

In der Doppelwahl von 1256/57 wird Richard von Cornwall in Frankfurt am Main von einem Teil der Kurfürsten zum römisch-deutschen König gekürt.

Bei der Doppelwahl von 1256/57 standen sich bei der Wahl zum deutschen König der Engländer Richard von Cornwall und Alfons X., der König von Kastilien, gegenüber.


13.01.1129

Beim Konzil von Troyes wird die Unabhängigkeit des Templerordens anerkannt.

Das Konzil von Troyes fand am 13. Januar 1129 statt; die lange Zeit übliche Datierung ins Jahr 1128 gilt nach den Forschungen von Rudolf Hiestand als überholt.


13.01.0532

In Konstantinopel bricht auf Grund der rigiden Steuerpolitik Justinians I. und seiner strengen Vorgangsweise gegen die Zirkusparteien der Nika-Aufstand aus.

Die Stadt Konstantinopel wurde von dorischen Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet. Am 11. Mai 330 n. Chr. machte sie der römische Kaiser Konstantin der Große zu seiner Hauptresidenz, baute sie großzügig aus und benannte sie offiziell in Nova Roma um. In der Spätantike beanspruchte die Stadt auch den Rang als „Zweites Rom“. Nach dem Tod Konstantins 337 wurde die Stadt offiziell in Constantinopolis umbenannt. Sie war seit Theodosius I. die Hauptstadt des in moderner Zeit nach ihr benannten Byzantinischen Reichs und blieb dies – abgesehen von der Eroberung im Vierten Kreuzzug – ununterbrochen bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453. Unter den Namen Kostantiniyye / قسطنطينيه und استانبول / Istānbūl war es dann bis 1922 die Hauptstadt des Osmanischen Reichs.


01.01.1970

In Rom beginnt ein mehrtägiger Staatsakt, mit dem der Bürgerkrieg offiziell für beendet erklärt wird. Dabei wird formal die Republik wiederhergestellt, de facto jedoch eine auf Octavian zugeschnittene Ordnung geschaffen, die später als Prinzipat bekannt wird.

Als Zeit der Römischen Bürgerkriege wird das Jahrhundert zwischen 133 und 30 v. Chr. bezeichnet, in dem die Römische Republik zunächst in eine schwere Krise geriet und schließlich durch eine Monarchie in Form des Prinzipats ersetzt wurde.