Historische Ereignisse am Freitag, 13. März
73 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 13. März statt — von 483 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Im März des Jahres 2013 wählten Kardinäle den argentinischen Kardinal Jorge Mario Bergoglio im fünften Wahlgang zum Papst. Er nahm den Namen Franziskus an und prägte die Kirche nachhaltig durch seinen Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Drei Jahre zuvor ereignete sich in der türkischen Hauptstadt Ankara ein Bombenanschlag, der mindestens 34 Menschenleben forderte und über hundert weitere Personen verletzte. Diese beiden Ereignisse dokumentieren Wendepunkte in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Ankara liegt am Fluss Ankara und war schon in der Antike ein bedeutendes Handelszentrum. Die Stadt entwickelte sich im 20. Jahrhundert zur modernen Hauptstadt der Türkei und beherbergt heute zahlreiche staatliche Institutionen.
Am Freitag, dem 13. März 2026, zeigt sich in der Region eine Lufttemperatur von 4 bis 10 Grad Celsius bei bedecktem Himmel und gelegentlichen Niederschlägen. Der Mond befindet sich in der Zunehmenden Sichelphase, während die Sonne im Tierkreiszeichen der Fische steht. Diese Konstellation prägt das Naturempfinden des Tages nachhaltig.
DayAtlas stellt für dieses Datum eine umfassende Sammlung historischer Ereignisse, Geburts- und Sterbetage bereit. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, das Wetter an einem beliebigen Tag in der Vergangenheit oder Zukunft sowie an jedem beliebigen Ort abzurufen. Darüber hinaus bietet die Website detaillierte Informationen zu historischen Ereignissen und ermöglicht die Recherche bedeutender Persönlichkeiten und ihrer Lebensdaten.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 6. April.
13.03.2018
Per Twitter entlässt US-Präsident Donald Trump Außenminister Rex Tillerson und benennt CIA-Direktor Mike Pompeo als dessen Nachfolger.
X, bis Juli 2023 Twitter, ist ein soziales Netzwerk. Das Internetportal wurde 2006 als Mikroblogging-Plattform von Jack Dorsey und weiteren Mitgründern ins Leben gerufen, die später das eigenständige Unternehmen Twitter, Inc. für den Betrieb gründeten. Im Oktober 2022 wurde der Dienst von dem mehrheitlich von Elon Musk kontrollierten Unternehmen X Corp. übernommen, das wiederum Ende März 2025 von Musks KI-Konzern X.AI übernommen wurde. X ist heute eine der meistbesuchten Onlineplattformen der Welt. Angemeldete Nutzer können Texte mit bis zu 280 Zeichen sowie Bilder und Videos verbreiten. Die einzelnen Beiträge werden „Posts“ genannt und hießen vor der Markenänderung „Tweets“. Ohne Konto sind Inhalte nur eingeschränkt einsehbar. Seit der Übernahme durch Elon Musk steht das Netzwerk verstärkt wegen des Verbreitens von Rechtsextremismus, Antisemitismus, Desinformation und Verschwörungstheorien sowie russischer Propaganda in der Kritik.
13.03.2016
Bei einem Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara werden mindestens 34 Menschen getötet und 125 verletzt
Der Bombenanschlag in Ankara am 13. März 2016, zu dem sich eine Splittergruppe der Terrororganisation PKK bekannte, ereignete sich um 18:45 Ortszeit auf dem Kızılay-Platz an einer Bushaltestelle. Bei den meisten der 38 Todesopfer des Anschlags handelte es sich um Zivilisten.
13.03.2013
Der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio wird im fünften Wahlgang des Konklaves als Nachfolger von Benedikt XVI. zum Papst gewählt; er nimmt den Papstnamen Franziskus an.
Argentinien ist eine Republik im Süden Südamerikas. Sie grenzt im Süden und Westen an Chile, im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay und an Brasilien, im Osten an Uruguay und im Südosten an den Atlantischen Ozean.
13.03.2012
Die Encyclopædia Britannica gibt bekannt, dass sie keine gedruckte Ausgabe mehr auflegen werde. Nach 244 Jahren solle somit die Auflage von 2010 die letzte Auflage der Enzyklopädie gewesen sein. Die Britannica werde ab nun nur noch in digitaler Form vertrieben.
Die Encyclopædia Britannica [ɪnˌsaɪkləˈpiːdiə bɹɪˈtænɪkə], kurz auch Britannica, ist eine 1768 begründete englischsprachige Enzyklopädie. Sie beansprucht für sich, das menschliche Wissen in möglichst großer Breite zusammenfassend darzustellen. Sie steht insbesondere im Ruf, in wissenschaftlicher Hinsicht zuverlässige Angaben zu enthalten. Die Autoren sind in vielen Fällen namhafte Wissenschaftler oder bekannte Publizisten; ihre Urheberschaft wird jeweils nachgewiesen. Seit 1911 wird das Werk in den USA herausgegeben. Seit 2012 erscheint die Enzyklopädie in digitaler Form.
13.03.2010
Im Endspiel der Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren besiegt die australische Mannschaft Titelverteidiger Deutschland mit 2:1 und wird damit neuer Weltmeister.
Die 12. Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren wurde vom 28. Februar bis zum 13. März 2010 im Dhyan Chand National Stadium in Neu-Delhi ausgetragen. Das nach Dhyan Chand benannte Stadion bietet 20.000 Zuschauern Platz. Der offizielle Name des Turniers lautete BDO Hockey World Cup Men 2010. Es traten zwölf Nationalmannschaften in zunächst zwei Gruppen und danach in Platzierungsspielen gegeneinander an. Insgesamt wurden 38 Länderspiele absolviert. Weltmeister wurde Australien durch einen 2:1-Finalsieg über Deutschland.
13.03.2008
Der im Aufwind befindliche Goldpreis überschreitet im Handel an der New York Mercantile Exchange erstmals die Marke von 1000 US-Dollar pro Unze Feingold.
Der Goldpreis ist auf dem Goldmarkt der Marktpreis des Handelsobjekts Gold, überwiegend in US-Dollar notiert. Der Preismechanismus entsteht an Rohstoffbörsen durch das weltweite Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
13.03.2007
Auf den British West Indies beginnt der neunte Cricket World Cup.
British West Indies, auch Anglophone Karibik oder Commonwealth Caribbean bezeichnet die ehemals von Großbritannien kolonialisierten Westindischen Inseln.
13.03.2006
Bei einer klinischen Studie des von der Firma TeGenero entwickelten Antikörpers TGN1412 an sechs Menschen im Londoner Northwick Park Krankenhaus kommt es zu einem so genannten schwerwiegenden unerwünschten Ereignis. Die Probanden schweben tagelang in Lebensgefahr.
TeGenero war ein Biotechnologieunternehmen in Würzburg.
13.03.2005
Im zweiten Durchgang der Parlamentswahl in Kirgisistan, bei denen OSZE-Wahlbeobachter massive Unregelmäßigkeiten feststellen, erhält die Opposition nur 6 der 75 Mandate. Das führt in der Folge zur Tulpenrevolution und dem Sturz von Präsident Askar Akajew und Premierminister Nikolai Tanajew.
Die Parlamentswahlen 2005 in Kirgisistan fanden in zwei Wahlgängen – am 27. Februar und am 13. März – statt. Über 400 Kandidaten bewarben sich für die damals 75 Sitze im Einkammerparlament Dschogorku Kengesch.
13.03.1997
Auf Grund des Lotterieaufstands bricht in Albanien die staatliche Ordnung kurzfristig völlig zusammen. Das führt in Deutschland zur Einleitung der Operation Libelle zur Evakuierung ausländischer Staatsbürger durch die Bundeswehr.
Der sogenannte Lotterieaufstand in Albanien zu Beginn des Jahres 1997 war eine tiefe wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Krise. In ihm entlud sich der Volkszorn über groß angelegte Betrügereien, durch die viele Albaner ihr ganzes Vermögen verloren.
13.03.1996
Der Amokläufer Thomas Hamilton tötet aus Rache im schottischen Dunblane 16 Erstschüler und ihre Lehrerin mit einem Revolver. Danach erschießt sich der Täter mit der Waffe.
Dunblane ist eine kleine Stadt in Schottland, nahe Stirling, mit 8811 Einwohnern. Sie liegt in der traditionellen Grafschaft Perthshire und gehört seit der Reorganisation der schottischen Verwaltungsgliederung zur Council Area Stirling, wo sie eine der 42 Community Council Areas ist. Bekannt ist Dunblane für seine historische Kathedrale, Dunblane Cathedral, heute Pfarrkirche, und für eine herausragende historische Privatbibliothek.
13.03.1995
In Kopenhagen unterzeichnen die dänischen Regisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen ein Dogma 95 genanntes Manifest zur Produktion von Filmen. Es richtet sich insbesondere gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos und verbannt Effekte und technische Raffinessen, Illusion und dramaturgische Vorhersehbarkeit.
Lars von Trier ist ein dänischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er ist unter anderem Gewinner der Goldenen Palme von Cannes.
13.03.1992
Ein Erdbeben in der türkischen Region Erzincan fordert etwa 650 Todesopfer.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
13.03.1991
Margot und Erich Honecker werden vom sowjetischen Militärhospital in Beelitz-Heilstätten aus nach Moskau ausgeflogen.
Margot Honecker, geborene Feist, war eine deutsche Politikerin (SED). Von 1963 bis 1989 war sie Ministerin für Volksbildung der DDR. Sie war die dritte Ehefrau von Erich Honecker.
13.03.1990
Die Richterin Ertha Pascal-Trouillot wird als erste Frau zur Präsidentin von Haiti ernannt. Sie folgt auf Hérard Abraham, der als zuvor erfolgreicher Putschist gegen den Präsidenten Prosper Avril nach drei Tagen auf das Amt verzichtet.
Ertha Pascal-Trouillot ist eine haitianische Juristin und Politikerin. Als erste Frau führte sie ab 1990 sowohl den Vorsitz des Obersten Gerichts als auch das Amt des Staatsoberhaupts von Haiti.
13.03.1988
In Japan wird der 54 km lange Seikan-Tunnel zwischen den Inseln Honshū und Hokkaidō in Betrieb genommen. Es handelt sich um den damals längsten Eisenbahntunnel der Welt.
Japan ist ein 14.125 Inseln umfassender ostasiatischer Staat, angrenzend an den Pazifik, der indirekt im Norden und Nordwesten an Russland, im Westen an Nord- und Südkorea und im Südwesten an Taiwan und China grenzt. Er ist von der Fläche her der viertgrößte und von der Bevölkerung her der zweitgrößte Inselstaat der Welt. De-facto-Hauptstadt und größte urbane Siedlung ist das als politische Einheit im Zweiten Weltkrieg abgeschaffte Tokio; de jure existiert ein „Hauptstadtgebiet“ aus acht Präfekturen inklusive Tokio.
13.03.1986
Vom sowjetischen Weltraumbahnhof Baikonur startet die Sojus-T-15-Mission zu den Raumstationen Mir und Saljut 7.
Das Kosmodrom Baikonur ist ein Raketenstartplatz im Süden Kasachstans nördlich der Stadt Baikonur. Es ist der weltweit erste und derzeit größte Weltraumbahnhof. Das Kosmodrom Baikonur war sowohl Startplatz für den ersten künstlichen Satelliten Sputnik 1 als auch für den ersten bemannten Raumflug (Wostok 1). Die Startrampe der beiden Missionen wurde zu Ehren von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, in Gagarins Start umbenannt.
Staatspräsident François Mitterrand weiht in Paris das futuristische Wissenschafts- und Technikmuseum Cité des sciences et de l’industrie im Parc de la Villette ein.
François Maurice Adrien Marie Mitterrand [fʀɑ̃ˈswa mitɛˈʀɑ̃] war ein französischer Politiker der Sozialistischen Partei (PS) sowie von 1981 bis 1995 französischer Staatspräsident.
13.03.1980
Der als „Killer-Clown“ bekannte Serienmörder John Wayne Gacy wird in Illinois, USA, wegen der Ermordung von 33 Menschen zu 21-mal lebenslanger Haft und zwölfmaliger Todesstrafe verurteilt.
John Wayne Gacy, Jr. war ein US-amerikanischer Serienmörder, der für die Vergewaltigung und Ermordung von 33 Jungen und jungen Männern in den Jahren 1972 bis 1978 verurteilt wurde. Er erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die längste Strafe, die über einen Serienmörder verhängt wurde: Er erhielt 21-mal lebenslang und 12-mal die Todesstrafe und wurde 1994 im Stateville Correctional Center hingerichtet.
13.03.1979
Die New Jewel Movement unter Maurice Bishop übernimmt nach einem Putsch gegen Premierminister Eric Gairy die Macht in Grenada.
Das New Jewel Movement (NJM) war eine marxistische politische Partei in Grenada.
Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt rückwirkend zum 1. Januar als währungspolitische Zusammenarbeit der Länder der Europäischen Gemeinschaft in Kraft.
Das Europäische Währungssystem (EWS) war eine von 13. März 1979 bis 31. Dezember 1998 bestehende Form der währungspolitischen Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Europäischen Gemeinschaften. Kernelement des EWS war der sogenannte Wechselkursmechanismus (WKM), welcher die Wechselkursfluktuationen innerhalb spezifisch festgelegter Bandbreiten halten sollte. Am 1. Januar 1999 wurden dann das EWS II und der dazugehörige Wechselkursmechanismus II eingeführt, welche nun die Zusammenarbeit zwischen den Staaten des Euro-Währungsgebietes („Eurozone“) und den anderen EU-Staaten regeln.
13.03.1978
In Assen nehmen Ambonesen 70 Menschen als Geiseln und verlangen die Freilassung von 21 molukkischen Gefangenen. Am Tag darauf beenden niederländische Elitekräfte die Geiselnahme, wobei eine Person später an bei der Aktion erlittenen Verwundungen stirbt.
Assen ist eine Gemeinde und Stadt in der niederländischen Provinz Drenthe. In Assen befindet sich der Sitz der Provinz. Die Gemeinde hat 70.765 Einwohner. Sie liegt auf einem Flugsandrücken im Norden der Provinz Drenthe.
13.03.1969
Apollo 9 mit den Astronauten James McDivitt, David Randolph Scott und Rusty Schweickart an Bord landet wieder sicher auf der Erde, nachdem Rendezvous- und Andockmanöver der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Erdumlaufbahn getestet wurden.
Apollo 9 war im März 1969 die dritte bemannte Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms. Dabei wurden zehn Tage lang in der Erdumlaufbahn mit der Apollo-Mondlandefähre (LM) unter realen Bedingungen die Rendezvous- und Andockmanöver zum Kommando-Service-Modul (CSM) geprobt. Zudem wurde der Raumanzug für die Mondspaziergänge im Weltraum erprobt. Zwei Monate später wurde dieses Testprogramm mit Apollo 10 in der Mondumlaufbahn wiederholt.
13.03.1964
Die junge New Yorkerin Kitty Genovese wird in der Nähe ihrer Wohnung in Queens von Winston Moseley erstochen. Die Umstände ihrer Ermordung, die über eine halbe Stunde dauert und angeblich von 38 Menschen beobachtet wird, die aber nicht eingreifen, prägen den Begriff des Genovese-Syndroms.
Der Mordfall Kitty Genovese im Jahr 1964 löste gesellschaftliche Debatten aus. Das Mordopfer Catherine Susan „Kitty“ Genovese war eine New Yorkerin, die ein Gewalttäter in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses misshandelte und tötete. Die Umstände der Tat wurden als vermeintliches Beispiel für Gleichgültigkeit und Untätigkeit von Nachbarn im großstädtischen Lebensumfeld publizistisch verarbeitet. Ein als Zuschauereffekt oder Genovese-Syndrom betiteltes Phänomen war Gegenstand psychologischer und sozialpsychologischer Untersuchungen. In den folgenden Jahrzehnten wurden Aspekte der Tat und die postulierte Allgemeingültigkeit der anfänglichen Veröffentlichungen kritisch betrachtet.
13.03.1962
Der Generalstab der US-amerikanischen Streitkräfte legt US-Präsident John F. Kennedy den Geheimplan Operation Northwoods vor, der in der Absicht verfasst worden ist, eine allgemeine Zustimmung und Unterstützung für eine militärische Invasion von Kuba zu gewinnen. Präsident Kennedy lehnt den Plan ab, der unter anderem fingierte Angriffe auf US-Bürger vorsieht.
John Fitzgerald Kennedy, privat „Jack“ genannt, später häufig nur bei seinen Initialen JFK, war als Politiker der Demokratischen Partei von 1961 bis zu seiner Ermordung im November 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er war nach Abraham Lincoln, James A. Garfield und William McKinley der vierte Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel.
13.03.1961
Eine Flutkatastrophe fordert 145 Menschenleben in Babi Jar.
Das Massaker von Babyn Jar war ein nationalsozialistisches Massenverbrechen während des Zweiten Weltkriegs. Am 29. und 30. September 1941 ermordeten Einsatzgruppen der deutschen Sicherheitspolizei und des SD im Tal Babyn Jar am Stadtrand von Kiew insgesamt 33.771 jüdische Männer, Frauen und Kinder. Es gilt als das größte einzelne Massaker an der jüdischen Bevölkerung während des Holocaust. Die Tat wurde überwiegend durch Angehörige des Sicherheitsdienstes der SS (SD) und Polizeieinheiten verübt, während die Wehrmacht organisatorische und logistische Unterstützung leistete.
13.03.1955
In Nepal findet nach dem Tod des Königs Tribhuvan ein Thronwechsel statt. Sein Sohn Mahendra regiert über das Land.
Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien, zwischen China und Indien. Nepal ist weltweit vor allem für seinen Anteil am Himalaya bekannt, besteht teilweise aber auch aus Flachland mit tropischem Regenwald. Das Land hat etwa 30 Millionen Einwohner, die über 100 verschiedenen Volksgruppen angehören. Nepal gilt als das Geburtsland des Buddhismus. Heute haben etwa 80 % der Einwohner den Hinduismus als Religion, womit Nepal weltweit der Staat mit dem höchsten Anteil an Hindus ist. Bis 2008 war Nepal sogar der einzige Staat der Welt mit Hinduismus als Staatsreligion, seitdem ist es offiziell säkulär.
13.03.1954
Im Indochinakrieg greifen die Việt Minh unter General Võ Nguyên Giáp überraschend mit chinesischem Beutegut aus dem Koreakrieg die französischen Truppen bei Điện Biên Phủ an. In der bis zum 7. Mai dauernden Schlacht erleiden die Franzosen in der Folge eine entscheidende Niederlage, die zum Verlust ihres Kolonialreiches in Südostasien führt.
Der Indochinakrieg, auch als Erster Indochinakrieg oder Französischer Indochinakrieg bezeichnet, war ein Krieg in Französisch-Indochina zwischen Frankreich und der Liga für die Unabhängigkeit Vietnams, die unter der Führung der vietnamesischen Kommunisten stand. Die französische Seite versuchte, ihre politische Herrschaft in der Kolonie wieder herzustellen. Die Việt Minh verfolgten das Ziel eines unabhängigen und kommunistischen Vietnams. Die französische Kolonialmacht war durch die japanische Einflussnahme und Besetzung der Kolonie im Zweiten Weltkrieg, welche die Việt Minh für die Machtübernahme im Nordteil des Landes im Rahmen der Augustrevolution nutzten, vorübergehend entmachtet worden. Nach einer kurzen Phase der Koexistenz zwischen den Việt Minh und den wiedererstarkenden Franzosen kam es 1946 zum Ausbruch gewalttätiger Auseinandersetzungen.
Der sowjetische Auslandsgeheimdienst KGB wird offiziell gegründet.
Das KGB war der sowjetische In- und Auslandsgeheimdienst und die Geheimpolizei. Er bestand von 1954 bis 1991. Sein vollständiger Name lautete bis 1978 Комитет государственной безопасности при Совете Министров СССР, und dann Комитет государственной безопасности СССР.
13.03.1940
Mit der Unterzeichnung des Moskauer Friedensvertrags endet der Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion. Finnland wahrt seine Unabhängigkeit, muss aber Teile seines Staatsgebiets an die Sowjetunion abtreten und die Stadt Hanko als Flottenstützpunkt verpachten.
Der Frieden von Moskau von 1940 beendete den 105 Tage dauernden Winterkrieg zwischen der Sowjetunion und Finnland.
Der revolutionäre Sikh Udham Singh erschießt in London Sir Michael O’Dwyer, den früheren Gouverneur des Punjab und Verantwortlichen für das am 13. April 1919 vom britischen Militär verübte Massaker von Amritsar.
Die Sikh-Religion ist eine im 15. Jahrhundert entstandene monotheistische Religion, die auf den Gründer Guru Nanak Dev zurückgeht. Die im Punjab (Nordwestindien) gegründete Religionsgemeinschaft wird weltweit als Sikhismus bezeichnet und hatte im Jahr 2007 rund 25 bis 27 Millionen Anhänger, wovon die Mehrheit in Indien lebt.
13.03.1933
Im Zuge der „Machtergreifung“ in Deutschland durch die NSDAP wird durch Erlass von Reichspräsident Hindenburg das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegründet, dessen Minister Joseph Goebbels wird.
Mit Machtergreifung wird die Ernennung des Nationalsozialisten Adolf Hitler zum Reichskanzler durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933 bezeichnet. Hitler übernahm an diesem Tag die Führung einer Koalitionsregierung von NSDAP und nationalkonservativen Verbündeten, in der neben ihm zunächst nur zwei Nationalsozialisten Regierungsämter bekleideten ; dies waren Wilhelm Frick als Reichsinnenminister und Hermann Göring als Reichsminister ohne Geschäftsbereich. Zusätzlich zur eigentlichen Ernennung umfasst der Begriff die anschließende Umwandlung der bis dahin schon seit 1930 durch Präsidialkabinette geschwächten parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik und deren Verfassung in eine nach dem nationalsozialistischen Führerprinzip agierende zentralistische Diktatur.
13.03.1932
Im ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl siegt Amtsinhaber Paul von Hindenburg vor Adolf Hitler, verfehlt aber knapp die absolute Mehrheit.
Die Reichspräsidentenwahl von 1932 war die zweite und letzte Reichspräsidentenwahl in der Weimarer Republik, bei der der Reichspräsident direkt vom Volk gewählt wurde. Sie fand am 13. März und 10. April 1932 statt. Im zweiten Wahlgang kandidierten Paul von Hindenburg (parteilos), Adolf Hitler (NSDAP) und Ernst Thälmann (KPD). Um einen Reichspräsidenten Hitler zu verhindern, unterstützten – anders als 1925 – SPD, Linksliberale und Zentrumspartei, die Parteien der so genannten Weimarer Koalition, Hindenburg. Dieser ging im zweiten Wahlgang als Sieger aus der Wahl hervor. Stimmengewinne für Hitler zeigten, dass der Aufschwung der NSDAP keineswegs gebrochen war.
13.03.1931
Den deutschen Ingenieuren Reinhold Tiling und seinem Mitarbeiter Karl Poggensee gelingt bei Berlin erstmals der Start einer Feststoffrakete auf europäischem Boden.
Reinhold Tiling war ein deutscher Ingenieur, Pilot und Raketenpionier.
13.03.1930
Die am 18. Februar durch Clyde Tombaugh erfolgte Entdeckung des Pluto wird am 149. Jahrestag der Entdeckung des Uranus bekannt gegeben.
Clyde William Tombaugh war ein US-amerikanischer Astronom. Er entdeckte 1930 den Zwergplaneten Pluto, der bis 2006 als neunter Planet des Sonnensystems galt.
13.03.1925
Mit dem Butler Act wird in Tennessee per Gesetz verboten, an staatlichen oder staatlich geförderten Schulen die Evolutionstheorie von Charles Darwin zu lehren, wenn diese Lehre sich auf die Abstammung des Menschen von „niedrigeren“ Lebewesen bezieht.
Der Butler Act war ein am 21. März 1925 in Kraft getretenes und zum 1. September 1967 aufgehobenes umstrittenes Gesetz im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee, das Lehrkräften unter Androhung einer Strafe zwischen 100 und 500 US-Dollar als Ordnungswidrigkeit verbot, an ganz oder teilweise von Tennessee staatlich finanzierten Bildungseinrichtungen jegliche Theorie zu lehren, denen zufolge der Mensch nicht wie in der Bibel gelehrt göttlichen Ursprungs sei, sondern von einer niedrigeren Ordnung von Tieren abstamme. Das Gesetz wurde nach dem Farmer John Washington Butler benannt, der mit dem Gesetz nach eigenen Angaben die Lehre von Evolutionstheorien verhindern wollte, die er für Ungehorsam von Kindern verantwortlich sah.
13.03.1921
In der Mongolei wird eine unabhängige Monarchie ausgerufen. Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg wird alleiniger Herrscher unter dem nominellen Oberhaupt Bogd Khan. Eine sechsmonatige Diktatur beginnt.
Die Geschichte der Mongolei umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Mongolischen Staates von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Territorium der heutigen Mongolei wurde seit jeher von Nomaden beherrscht, die zeitweise, wie die Xiongnu oder die Xianbei, Reiche gründeten. 1190 gelang es Dschingis Khan, die Mongolen zu einen und in Folge das riesige Mongolische Reich zu errichten. Die Mongolen übernahmen die Herrschaft in China, wo sie die Yuan-Dynastie etablierten. Nach dem Zerfall ihres Reiches 1262 lebten die meisten Mongolen wieder nomadisch, verschiedene Nachfolgestaaten existierten bis ins 16. Jahrhundert. Zur selben Zeit kam das Land unter den Einfluss des Buddhismus, etwas später wurde der Großteil der Mongolei durch die Qing-Dynastie beherrscht. Nach deren Zusammenbruch lehnte sich die Mongolei stark an Russland bzw. die Sowjetunion an. 1911 erlangte sie die Unabhängigkeit und 1924 wurde die Mongolische Volksrepublik ausgerufen, die politisch, militärisch und wirtschaftlich von der Sowjetunion abhängig war. In Folge der Veränderungen in Osteuropa wurde 1992 eine neue Verfassung angenommen und die parlamentarische Demokratie eingeführt.
13.03.1920
Wolfgang Kapp erklärt die demokratisch gewählte deutsche Reichsregierung unter Gustav Bauer für abgesetzt, die Nationalversammlung für aufgelöst und sich selbst nach der militärischen Besetzung des Berliner Regierungsviertels zum Reichskanzler. Vier Tage später bricht der Kapp-Putsch zusammen.
Wolfgang Kapp war ein deutscher Verwaltungsbeamter, zuletzt Generallandschaftsdirektor in Königsberg. Er führte am 13. März 1920 zusammen mit General Walther von Lüttwitz unter Einsatz der Marine-Brigade Ehrhardt mit Unterstützung von Erich Ludendorff den erfolglosen Kapp-Putsch gegen die demokratisch gewählte Reichsregierung in der Hauptstadt Berlin an.
13.03.1919
In Berlin wird die Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch) unter Beteiligung des Deutschen Reiches als gemeinnütziges Wirtschaftsunternehmen gegründet. Das Stammkapital von 1.010.000 Mark wird von zehn Firmen erbracht, unter anderem der Degussa und der BASF.
Die Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung m.b.H. mit Sitz in Frankfurt am Main war ein Chemieunternehmen, das sich mit dem Vertrieb von Schädlingsbekämpfungsmitteln befasste und diese zeitweilig auch als Serviceleistung in Silos und Warenlagern anwendete. Sie war die Inhaberin des Patents zur Herstellung von Zyklon B, das im Nationalsozialismus auch für Massentötungen in mehreren Vernichtungslagern eingesetzt wurde.
13.03.1917
In Offenbach am Main wird das auf Initiative Hugo Eberhardts entstandene Deutsche Ledermuseum eröffnet.
Offenbach am Main ist mit 132.746 Einwohnern die fünftgrößte hessische Stadt, eines von zehn Oberzentren in Hessen und auf Platz 59 der größten Städte Deutschlands. Die kreisfreie Stadt liegt im Rhein-Main-Gebiet und grenzt direkt an die Nachbarstadt Frankfurt am Main, mit welcher ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet gebildet wurde. Offenbach und Frankfurt sind über den Regionalverband FrankfurtRheinMain kooperativ verbunden.
13.03.1912
Serbien und Bulgarien schließen ein geheimes Defensivbündnis, aus dem der gegen das Osmanische Reich gerichtete Balkanbund erwächst.
Die Geschichte Serbiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Serbien sowie historischer serbischer Reiche und Siedlungsgebiete von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Ein frühes wichtiges Ereignis war das Eintreffen der ersten slawischen Stämme in Südosteuropa im 6. Jahrhundert. Während dieser Zeit waren die Grenzen der jeweiligen serbischen Herrschaftsgebiete, deren Namen wie auch deren Bewohner starken Veränderungen unterworfen, so dass nur eingeschränkt von einer kontinuierlichen Geschichte gesprochen werden kann.
13.03.1905
Margareta Geertruida Zelle tritt auf Einladung des Industriellen Émile Guimet in seinem Museum Guimet in Paris vor einem ausgesuchten Publikum erstmals als Tänzerin Mata Hari auf. Ihr Schleiertanz wird von Anfang an ein großer Erfolg.
Émile Étienne Guimet war ein Lyoner Industrieller und Forschungsreisender, der zahlreiche Reisen in den Fernen Osten unternahm und von dort zahlreiche Kunstschätze mitbrachte. Sein Sammelgebiet erstreckte sich von Afghanistan bis Japan mit den Schwerpunkten China, Indien und Japan. Er gilt als einer der wichtigsten Forscher im Bereich der Asia- und Japanstudien seiner Zeit.
13.03.1900
Im Zweiten Burenkrieg nehmen britische Kräfte Bloemfontein im Oranje-Freistaat ein.
Der Zweite Burenkrieg von 1899 bis 1902 war ein Konflikt zwischen Großbritannien und den beiden Burenrepubliken Oranje-Freistaat und Südafrikanische Republik (Transvaal), der mit deren Eingliederung in das britische Imperium endete. Ursachen waren das Streben Großbritanniens nach den Bodenschätzen der Region innerhalb eines territorial geschlossenen Kolonialreichs in Afrika sowie die von Joseph Chamberlain zur imperialen Angelegenheit erklärte Bekämpfung der Ausländerfeindlichkeit in der Politik der Südafrikanischen Republik.
In Hamburg findet die Uraufführung der Oper Das stille Dorf von Alexander von Fielitz statt.
Diese Liste enthält die Kompositionen des deutschen Komponisten Alexander von Fielitz.
13.03.1897
Die San Diego State University wird gegründet.
Die San Diego State University ist eine staatliche Universität in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien. Am 13. März 1897 wurde sie unter dem Namen San Diego Normal School gegründet. Die SDSU ist die drittälteste Universität des California-State-University-Systems sowie die fünftgrößte Universität Kaliforniens.
13.03.1894
In Korea schlagen Regierungstruppen den ersten Donghak-Aufstand von Bauern nieder.
Joseon, offiziell Groß-Joseon war ein Königreich auf der Koreanischen Halbinsel, das etwa fünf Jahrhunderte bestand. Sie wurde im Juli 1392 als Nachfolgerstaat von Goryeo von Taejo von Joseon gegründet und im Oktober 1897 durch das Kaiserreich Korea ersetzt. Nach der Auflösung Goryeos wurde sie in ihrer Hauptstadt Gaegyeong, dem heutigen Gaeseong, gegründet. Im Folgejahr folgte die Umbenennung von Goryeo in Joseon und die Verlegung der Hauptstadt nach Seoul. Yi Seong-gye, der Begründer der Joseon-Dynastie, und seine direkten Nachkommen regierten als Könige und Kaiser für seine gesamte Existenz. 1897 wurde das Königreich in das Kaiserreich Korea umgewandelt, das weiter von derselben Dynastie regiert wurde. Der Begriff „Joseon“ als Bezeichnung des Landes wurde von 1910 bis 1945, als Korea unter japanischer Herrschaft stand, wiederverwendet.
In Paris wird im Varietétheater Divan Fayounau der erste Striptease professionell getanzt. Die Künstlerin erhält wegen ihrer Vorführung eine Geldstrafe.
Paris ist die Hauptstadt der Französischen Republik und Hauptort der Region Île-de-France. Mit rund 2,1 Millionen Einwohnern ist Paris die viertgrößte Stadt der Europäischen Union. Mit einer vergleichsweise kleinen Stadtfläche von 105,40 Quadratkilometern ist Paris mit 19.960 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte Großstadt Europas. Paris ist eine Metropole und Global City.
13.03.1881
Der russische Zar Alexander II. wird durch ein Sprengstoffattentat der Untergrundorganisation Narodnaja Wolja getötet. Nachfolger wird sein Sohn Alexander III.
Das Russische Kaiserreich, auch das Russische Reich, war eine absolute Monarchie im nördlichen Teil von Eurasien. Es war Nachfolger des Zarentums Russland (1547–1721) und bestand von der Annahme des Kaisertitels durch Peter den Großen 1721 bis zur Ausrufung der Republik infolge der Februarrevolution 1917. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung Mitte des 19. Jahrhunderts stellte es das drittgrößte Reich der Weltgeschichte beziehungsweise das größte zusammenhängende neuzeitliche Reich dar.
13.03.1871
Die Pontuskonferenz in London hebt auf gemeinsamen Druck Russlands und des Deutschen Kaiserreichs die Neutralität und Entmilitarisierung des Schwarzen Meeres auf.
Die Pontuskonferenz war eine internationale Konferenz über den Status des Schwarzen Meeres im März 1871 in London. Hintergrund war der russische Expansionsdruck gegen das Osmanische Reich, das von den meisten europäischen Mächten als Gegengewicht zum Zarenreich gestützt wurde.
13.03.1865
Im Amerikanischen Bürgerkrieg erlauben die Südstaaten mit einem Bundesgesetz widerwillig den Einsatz afroamerikanischer Soldaten in ihrem Heer.
Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).
13.03.1852
Danilo I. begründet das erbliche Fürstentum in Montenegro.
Danilo Petrović-Njegoš, kyrillisch Данило Петровић Његош war seit 1851 als Danilo II. Petrović-Njegoš Fürstbischof von Montenegro. Er gab bereits 1852 das Bischofsamt auf und proklamierte sich zum weltlichen Fürsten Danilo I. von Montenegro.
13.03.1848
Mit dem Sturm auf das Ständehaus beginnt die Märzrevolution in Wien und greift in den folgenden Tagen auf das ganze Kaisertum Österreich über. Am selben Abend tritt der österreichische Staatskanzler Fürst von Metternich zurück und flieht nach London.
Die Deutsche Revolution von 1848/1849 – bezogen auf die erste Revolutionsphase des Jahres 1848 auch Märzrevolution – war das revolutionäre Geschehen, das sich zwischen März 1848 und Juli 1849 im Deutschen Bund ereignete. Von den Erhebungen betroffen waren auch Provinzen und Länder außerhalb des Bundesgebiets, die unter der Herrschaft der mächtigsten Bundesstaaten Österreich und Preußen standen, so etwa Ungarn, Oberitalien oder Posen.
13.03.1847
Die Oper Griselda von Federico Ricci wird im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
Federico Ricci war ein italienischer Komponist.
13.03.1846
Weil die Großgrundbesitzerin Mrs. Gerrard im irischen Ballinlass, County Galway, Viehzucht betreiben will, lässt sie rund 300 Pächter aus dem Ort vertreiben und ihre Häuser niederreißen. Der Ballinlass Incident ist kein Einzelfall während der Großen Hungersnot in Irland.
Das County Galway ist eine Grafschaft an der Westküste der Republik Irland. Es ist in der Provinz Connacht gelegen; die Hauptstadt ist Galway. In der Region Connemara sind zahlreiche Gaeltacht-Gebiete ausgewiesen, wo noch verstärkt Irisch gesprochen wird.
Am Königsberger Stadttheater wird die Tragödie Maria Magdalena von Friedrich Hebbel uraufgeführt. Das Werk gilt als das letzte bürgerliche Trauerspiel.
Die Tragödie ist ein Drama, das mit dem – oft tödlichen – Scheitern des tragischen Helden endet. Im Gegensatz zu sonstigen Formen des Dramas, die eine Handlung mit unterschiedlichen, möglichen Ergebnissen darstellen, ist bei der Tragödie das Ende durch die Ausgangskonstellation schon festgelegt: Der Held ist in unlösbare Konflikte verstrickt, und deshalb ist es gleichgültig, wie er sich entscheidet.
13.03.1841
Die Uraufführung der Oper Il Proscritto von Otto Nicolai findet am Teatro alla Scala in Mailand statt. Das Libretto stammt von Gaetano Rossi nach der literarischen Vorlage von Frédéric Soulié. Gemeinsam mit Siegfried Kapper arbeitet der Komponist die Oper in den nächsten Jahren beinahe komplett um.
Die Heimkehr des Verbannten ist eine Oper in drei Akten von Otto Nicolai auf ein deutschsprachiges Libretto von Siegfried Kapper.
13.03.1829
Zum Zwecke der Schifffahrt auf der Donau und ihren Nebenflüssen wird im Kaisertum Österreich die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gegründet, die sich zur weltgrößten Binnenreederei entwickeln wird.
Die Donau und ihre Schifffahrt sind seit jeher miteinander verbunden. Auf dem rund 2800 km langen Fluss bzw. Strom findet Binnenschifffahrt statt: Tagesausflugsschiffe, Kabinenschiffe, Frachtschiffe, Motorboote und andere Schiffstypen befahren ihn. Hier sollen der Fluss Donau, die historische Entwicklung der Donauschifffahrt und die heute wichtigsten Tagesausflugs-Schifffahrts-Unternehmen auf der Donau vorgestellt werden.
13.03.1821
König Viktor Emanuel I. dankt im Königreich Sardinien ab, bleibt aber Herzog von Savoyen. Sein Bruder Karl-Felix folgt ihm auf dem Thron nach.
Viktor Emanuel I. war von 1802 bis 1821 König von Sardinien und von 1814 bis 1821 Herzog von Savoyen.
13.03.1813
Um den Rückzug der Grande Armée nach dem desaströsen Russlandfeldzug zu decken, lässt der französische Marschall Louis-Nicolas Davout die Brücke über die Elbe in Meißen niederbrennen.
La Grande Armée ist der Name, den die kaiserlich-französische Armee zwischen 1805 und 1815 während der Zeit des Französischen Kaiserreichs unter Kaiser Napoleon I. zeitweilig führte. Da es zwischen Ende 1808 und Anfang 1812 keine bestimmte „Armee“ – bzw. Armeegruppe – mit dieser Bezeichnung gab, unterscheidet man in Frankreich häufig zwischen der „Grande Armée von 1805“ und der „Grande Armée von 1812“. Analog dazu wird die Armee, die Napoleon nach dem katastrophalen Russlandfeldzug 1812 im Frühjahr 1813 praktisch neu aufgestellt hat, auch als die „Grande Armée von 1813“ bezeichnet. Die Armee, die der Kaiser nach seiner Rückkehr von Elba und nach seiner erneuten Thronbesteigung 1815 neu formierte, wird entsprechend die Grande Armée von 1815 genannt. Nicht zur Grande Armée gehörig waren jedoch die Teile, die nicht vom Kaiser persönlich befehligt wurden, so z. B. die Armée d’Espagne oder die Besatzungstruppen in Tirol.
13.03.1809
Nach dem Verlust Finnlands im Russisch-Schwedischen Krieg und der Besetzung Pommerns durch französische Truppen im Vierten Koalitionskrieg wird der schwedische König Gustav IV. Adolf durch eine Offiziersverschwörung entthront und auf Schloss Gripsholm gefangen gesetzt.
Die Geschichte Finnlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Finnland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
13.03.1797
Am Théâtre Feydeau in Paris wird die Opéra-comique Médée von Luigi Cherubini auf das Libretto von François-Benoît Hoffman uraufgeführt. Literarische Vorlage ist die Tragödie Medea von Euripides.
Das Théâtre Feydeau war ein Theater in Paris, das im Jahre 1791 eröffnet wurde. Es führte hauptsächlich italienische und französische Opern und Komödien auf. Ebenso war es ein Ort der Opernparodie und am Ende des 18. Jahrhunderts der sogenannten Revolutions- und Schreckensoper.
13.03.1794
Der Wohlfahrtsausschuss unter Maximilien Robespierre lässt in der Nacht auf den 14. März die führenden Hébertisten unter Jacques-René Hébert, den radikalen Arm der Cordeliers, verhaften. Damit erlangt der im Vorjahr beschlossene Terror der Französischen Revolution einen ersten Höhepunkt.
Der Wohlfahrtsausschuss wurde am 5. und 6. April 1793 während der Französischen Revolution vom Nationalkonvent als Ausschuss der öffentlichen Wohlfahrt und der allgemeinen Verteidigung eingerichtet. Er diente als Exekutivorgan des Nationalkonvents.
13.03.1781
Der hannoversch-britische Amateurastronom Wilhelm Herschel entdeckt den Planeten Uranus.
Friedrich Wilhelm Herschel war ein deutsch-britischer Astronom, Musiker und Komponist. Er ist der Vater des Universalgelehrten John Herschel (1792–1871), der seine astronomische Forschung weiterführte.
13.03.1772
Am Herzoglichen Opernhaus in Braunschweig erfolgt die Uraufführung von Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel Emilia Galotti durch Karl Theophil Döbbelin anlässlich des Geburtstages der Herzogin Philippine Charlotte. Lessing selbst ist bei der Uraufführung nicht anwesend.
Das Opernhaus am Hagenmarkt in Braunschweig existierte von 1690 bis zu seiner Schließung 1861. Es war nach dem Opernhaus am Salvatorplatz in München und der Hamburger Oper am Gänsemarkt das dritte für die Allgemeinheit zugängliche Opernhaus in Deutschland und war in seiner Blütezeit während des 18. Jahrhunderts von überregionaler Bedeutung. 1772 wurde dort Lessings Emilia Galotti und 1829 Goethes Faust I uraufgeführt.
13.03.1741
Im Zuge einer kolonialen Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Spanien beginnt die Belagerung von Cartagena, die bis zum 20. Mai dauert und mit dem Abzug der Briten endet.
Als Schlacht um Cartagena wird die Belagerung von Cartagena de Indias im Frühjahr 1741 bezeichnet. Spanier und Einheimische verteidigten zwei Monate lang die karibische Hafenstadt, die angreifenden Briten mussten unter hohen Verlusten abziehen.
13.03.1707
Die militärische Stärke der Truppen Prinz Eugens von Savoyen führt im Spanischen Erbfolgekrieg nach der Schlacht von Turin zur Generalkapitulation Frankreichs. König Ludwig XIV. verzichtet auf alle Besitzansprüche in Italien mit Ausnahme Neapels.
Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan – bekannt geworden unter dem Namen Prinz Eugen – war einer der bedeutendsten Feldherren der Habsburgermonarchie, deren Stellung als Großmacht er wesentlich ausbaute. Er war ab 1697 Oberbefehlshaber im Großen Türkenkrieg. Neben John Churchill, 1. Duke of Marlborough, war er während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) Oberkommandierender der antifranzösischen Haager Großen Allianz. Im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg (1714–1718) sicherte er die österreichische Vorherrschaft in Südosteuropa. Daneben war er lange Präsident des Hofkriegsrats sowie als Diplomat tätig und übte weitere hohe Staatsämter aus.
13.03.1697
Spanische Soldaten nehmen die auf einer Insel im Petén-Itzá-See gelegene Stadt Tayasal, das heutige Flores, ein. Der letzte Rückzugsort von Itzá-Mayas wird anschließend zerstört.
Der Petén-Itzá-See ist nach dem Izabal-See und dem Lago de Atitlán der drittgrößte See Guatemalas.
13.03.1569
Im Dritten Hugenottenkrieg siegen die Truppen der Katholiken in der Schlacht bei Jarnac. Sie werden vom späteren Marschall de Tavannes und dem Herzog von Anjou, dem späteren König Heinrich III., in den Kampf geführt. Ihren gefangenen Gegner Louis I. de Bourbon, prince de Condé lassen sie kurzerhand erschießen.
Der Dritte Hugenottenkrieg (1568–1570) brach schon ein halbes Jahr nach dem Ende des Zweiten Hugenottenkriegs aus und führte erstmals zu größeren Kämpfen zwischen den französischen Protestanten, den Hugenotten, und der katholischen Partei. Beide Seiten agierten in diesem dritten französischen Religionskrieg mit großer Grausamkeit. In den Schlachten wurden hilflose Gegner häufig nicht gefangen genommen, sondern getötet. Angriffe aus der katholischen Landbevölkerung auf die protestantische Armee und Vergeltungsaktionen, um diese zu demoralisieren, waren außerdem kennzeichnend für diesen Krieg.
13.03.1567
In der Schlacht von Oosterweel im Vorfeld des Achtzigjährigen Krieges besiegt eine spanische Armee niederländische Rebellen.
Die Schlacht von Oosterweel fand am 13. März 1567 statt und wird traditionell als Beginn des Achtzigjährigen Kriegs angesehen.
13.03.1534
Nachdem ihm in einem Prozess trotz eindeutiger Beweislage sein Recht gegen den Junker Günther von Zaschwitz nicht zuerkannt worden ist, erklärt der Kaufmann Hans Kohlhase dem Kurfürstentum Sachsen die Fehde.
Hans Kohlhase war Bürger und Kaufmann in Cölln an der Spree. 1532 wurde er seiner Darstellung nach von einem örtlichen Machthaber im Kurfürstentum Sachsen unrechtmäßig schikaniert und finanziell geschädigt. Nach dem Scheitern des Rechtsweges führte er im Streben nach Wiedergutmachung von 1534 bis 1540 eine Fehde gegen Sachsen. Der Konflikt beschäftigte unter anderem die Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg und den Reformator Martin Luther. Schließlich wurde Kohlhase dafür hingerichtet. Sein Leben war Vorbild für Heinrich von Kleists Novelle Michael Kohlhaas.
13.03.1528
Das Kloster Interlaken, der größte Landbesitzer im Oberland, wird nach Erlass des Berner Reformationsmandats vom 7. Februar 1528 aufgehoben, sein Gebiet dem Kanton Bern eingegliedert. Nachdem Bern die Abgaben der Bevölkerung an das Kloster nun für sich einfordert, brechen alsbald die Oberländer Reformationsunruhen aus.
Das Kloster Interlaken ist eine ehemalige Augustiner-Chorherren-Propstei in Interlaken, Kanton Bern, Schweiz.
13.03.0624
In der Schlacht von Badr siegen die von Mohammed geführten Muslime über die Quraisch. Es ist eine der wenigen Schlachten, die im Koran Erwähnung finden.
Die Schlacht von Badr fand am 13. März 624 im Hedschas im Westen der arabischen Halbinsel statt. Als Wendepunkt im Kampf Mohammeds gegen die Quraisch, den herrschenden Stamm in seiner Heimatstadt Mekka, wird sie als ein Schlüsselereignis in der Frühgeschichte des Islam betrachtet. Die Schlacht ist eines der wenigen militärischen Ereignisse, die im Koran Erwähnung finden. In der islamischen Geschichtsschreibung wird ihr Ausgang entweder göttlicher Intervention oder der Führung Mohammeds zugeschrieben. Die Beschreibungen dieser Schlacht stammen aus traditionellen islamischen Quellen, namentlich der Sira- und Maghaziliteratur sowie der Hadithsammlungen.
13.03.0483
Der verheiratete Diakon Felix wird mit der Zustimmung König Odoakers zum Bischof von Rom gewählt.
Der Diakon bekleidet ein geistliches Amt innerhalb der Kirche, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich nicht auf die Diakonie, sondern umfassen wie die der anderen geistlichen Ämter auch Verkündigung und Gottesdienst. Diakone waren ursprünglich Gehilfen der Apostel zur Verwaltung des gemeinsamen Vermögens und zur Leitung der gemeinsamen Mahlzeiten – und wohl damit verbunden auch der Eucharistie.