Historische Ereignisse am Samstag, 13. September

74 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 13. September statt — von 81 bis 2009. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am Samstag, dem 13. September 2025, prägt die Geschichte dieses Datums europäische Ereignisse von erheblicher politischer Bedeutung. Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, dass sich an diesem Tag mehrfach entscheidende Momente ereigneten. Im Jahr 2009 fand in der katalanischen Stadt Arenys de Munt ein Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens statt, das mit 96 Prozent Zustimmung bei einer Beteiligung von 41 Prozent endete und weitere Gemeinden ermutigte, im Dezember desselben Jahres Unabhängigkeitsreferenden durchzuführen. Drei Jahre zuvor, im Jahr 2006, ereignete sich in Moskau ein Mord, der Schockwellen durch die russische Finanzwelt sandte. Andrei Andrejewitsch Koslow, der oberste Bankenaufseher Russlands und Vizechef der Zentralbank, wurde vor dem Stadion des Fußballklubs Spartak Moskau erschossen. Koslow hatte seit Jahresbeginn 44 der etwa 1200 russischen Banken die Geschäftserlaubnis entzogen und war damit eine Schlüsselfigur in der Bankenreform und im Kampf gegen Geldwäsche. Sein Tod löste in Wirtschaftskreisen große Sorge aus, die Reform des Bankwesens könnte ins Stocken geraten.

Das Wetter auf der Nordhalbkugel zeigt sich am 13. September 2025 typischerweise herbstlich. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, während das Sternzeichen Jungfrau den Zeitraum prägt.

DayAtlas ermöglicht es, für jeden beliebigen Tag und Ort historische Ereignisse, berühmte Geburten und Todesfälle sowie Wetterdaten einzusehen. Die Plattform bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte und deren Zusammenhang mit geografischen Besonderheiten.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 20. April.

13.09.2009

In der katalanischen Stadt Arenys de Munt wird ein Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens abgehalten. 96 % Zustimmung bei einer Beteiligung von 41 % ermuntert weitere Gemeinden, im Dezember Unabhängigkeitsreferenden durchzuführen.

Arenys de Munt ist eine katalanische Ortschaft in der Provinz Barcelona im Nordosten Spaniens. Sie liegt in der Comarca Maresme. Arenys de Munt hat 9.458 Einwohner. Mit einer Fläche von 22,05 km² grenzt es an die Gemeinden Sant Vicenç de Montalt, Dosrius, Vallgorguina, Sant Iscle de Vallalta, Canet de Mar und Arenys de Mar.


13.09.2006

Andrei Andrejewitsch Koslow, der oberste Bankenaufseher Russlands und Vizechef der Zentralbank, der 44 der etwa 1200 russischen Banken seit Jahresbeginn die Geschäftserlaubnis entzogen hat, wird mit seinem Fahrer vor dem Stadion des Fußballklubs Spartak Moskau von Berufskillern erschossen. In Wirtschaftskreisen wächst damit die Sorge, die Reform des Bankwesens und der Kampf gegen die Geldwäsche könnten ins Stocken geraten.

Andrei Andrejewitsch Koslow war der stellvertretende Vorsitzende der russischen Zentralbank und Leiter der Bankaufsichtsbehörde von 2002 bis 2006.


13.09.2004

Amélie Mauresmo schafft als erste französische Tennisspielerin den Sprung an die Spitze der Weltrangliste der WTA.

Amélie Mauresmo ist eine ehemalige französische Tennisspielerin.


13.09.2001

Der US-amerikanische Science-Fiction-Film A.I. – Künstliche Intelligenz startet in den deutschen Kinos.

A.I. – Künstliche Intelligenz ist ein Science-Fiction-Film von Steven Spielberg nach der Kurzgeschichte Supertoys Last All Summer Long von Brian Aldiss. Ursprünglich war dies ein Filmprojekt von Stanley Kubrick, das er aber vor seinem Tod an Steven Spielberg übergeben hatte. Der Film ist zugleich eine moderne Adaption des Pinocchio-Themas. Der Film startete am 13. September 2001 in den deutschen Kinos.


13.09.1999

Bei Sprengstoffanschlägen auf Moskauer Wohnhäuser werden 130 Menschen bei der Explosion einer Bombe in einem Hochhaus getötet.

Die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser in Russland im Jahr 1999 waren eine Serie von Bombenattentaten, bei denen 367 Menschen ums Leben kamen und über 1000 verletzt wurden. Die Terroranschläge waren der Anlass für Russland, den Zweiten Tschetschenienkrieg zu beginnen, in den Worten Putins „zur Bekämpfung von 2000 Terroristen“. Gemäß offiziellen russischen Ermittlungsergebnissen waren die Täter tschetschenische Separatisten. Dies wurde inner- und außerhalb Russlands angezweifelt, da Indizien auf eine Verstrickung des russischen Geheimdiensts FSB deuteten. Der Versuch einer unabhängigen parlamentarischen Untersuchung wurde von der russischen Regierung blockiert und verlief ergebnislos; untersuchende Duma-Abgeordnete wurden ermordet. Im Verlauf des Krieges in Tschetschenien konnte der ehemalige FSB-Direktor Wladimir Putin als neuer russischer Präsident seine Position an der Staatsspitze konsolidieren.


13.09.1993

Das Abkommen Oslo I wird von Jitzchak Rabin und Jassir Arafat in Washington unterzeichnet.

Die Prinzipienerklärung über eine vorübergehende Selbstverwaltung ist eine Rahmenvereinbarung zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die am 13. September 1993 in Washington, D.C. unterzeichnet wurde. Die Vereinbarung ist auch unter den Bezeichnungen Declaration of Principles, Oslo-Abkommen oder Oslo I bekannt.


13.09.1991

Die erste Episode der US-Zeichentrickserie Die Simpsons wird in Deutschland ausgestrahlt.

Die Simpsons ist eine von Matt Groening geschaffene, vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Zeichentrickserie des Senders Fox, die seit 1989 produziert wird. Sie ist die am längsten laufende US-Zeichentrick- und Primetimeserie. Bisher entstanden in 37 Staffeln 805 Episoden, am 27. Juli 2007 erschien außerdem der Kinofilm Die Simpsons – Der Film.


13.09.1990

Die Bundesrepublik und die UdSSR unterzeichnen einen Zusammenarbeits- und Nichtangriffsvertrag. Für den Abzug der Roten Armee aus der DDR bis 1994 erhält die UdSSR 13 Milliarden DM (6,6 Milliarden Euro).

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


13.09.1988

Der Bundesrat der Schweiz lehnt den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) ab.

Die Schweiz, amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft, ist ein föderalistischer, demokratischer Staat in Mitteleuropa. Er grenzt im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich.


13.09.1987

Beim Goiânia-Unfall in der brasilianischen Stadt Goiânia entwenden Diebe ein ausgedientes Strahlentherapiegerät aus einer verlassenen Klinik. In der Folge sterben vier Personen an den Folgen der Bestrahlung, 28 Personen werden verletzt, Teile der Stadt werden kontaminiert.

Der Goiânia-Unfall ereignete sich ab dem 13. September 1987 in der brasilianischen Stadt Goiânia. Bei einem Einbruch in eine stillgelegte Klinik wurde ein medizinisches Gerät zur Strahlentherapie gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft. Das darin enthaltene radioaktive Material wurde ohne Kenntnis der radioaktiven Gefahr entnommen und unter Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten verteilt. Hunderte Menschen wurden teilweise schwer radioaktiv kontaminiert, vier Personen starben nachweislich binnen weniger Wochen und weitere Todesfälle werden mit dem Unfall in Verbindung gebracht. Teile der Stadt sind bis heute radioaktiv belastet. Der Unfall wurde aufgrund seines Ausmaßes an Kontamination durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) als bisher größter radiologischer Unfall weltweit eingestuft und auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) mit Stufe 5 eingestuft. Ähnliche Fälle wurden 1962 in Mexiko, 1978 in Algerien, 1983 in Mexiko und 2000 in Thailand registriert.


In Schleswig-Holstein finden Landtagswahlen statt, welche durch die Barschel-Affäre besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die CDU verliert sechs ihrer 39 Mandate, wovon zwei der SPD und vier der wieder in den Landtag einziehenden FDP zufallen.

Schleswig-Holstein ist eine parlamentarische Republik und ein teilsouveräner Gliedstaat (Land) der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt des Landes ist die Großstadt Kiel; weitere Oberzentren sind die Großstadt Lübeck sowie die Mittelstädte Flensburg und Neumünster.


13.09.1985

In Japan erscheint das Videospiel Super Mario Bros. der japanischen Firma Nintendo.

Super Mario Bros. ist ein Jump-’n’-Run-Videospiel des japanischen Unternehmens Nintendo. In Japan erschien es am 13. September 1985 für die Heimkonsole Famicom. Bis 1987 kam das Spiel auch im Westen für das Famicom-Pendant Nintendo Entertainment System (NES) auf den Markt.


13.09.1980

Kurt Semm führt in Kiel die weltweit erste Blinddarmoperation auf laparoskopischem Weg durch.

Kurt Karl Stephan Semm war ein deutscher Gynäkologe. Er gilt als Begründer der laparoskopischen Chirurgie.


13.09.1979

Der erste bundesdeutsche Prozess gegen Neonazis endet mit der Verurteilung von sechs rechtsradikalen Straftätern zu Freiheitsstrafen zwischen vier und elf Jahren. Unter den Verurteilten ist der frühere Bundeswehr-Leutnant Michael Kühnen.

Ein Prozess ist ein streitiges Verfahren vor einem Gericht, das durch eine Klage eingeleitet wird und darauf zielt, die Rechtslage durch eine vollstreckbare Entscheidung zu klären.


Die Republik Südafrika erklärt das Homeland Venda für unabhängig. Dessen Einwohner verlieren die südafrikanische Staatsbürgerschaft. Die Unabhängigkeit wird international nie anerkannt.

Die Geschichte Südafrikas ist die des äußersten südlichen Randes des afrikanischen Kontinents zwischen Atlantischem und Indischem Ozean. Sie reicht bis zum Beginn der Hominisation zurück. Südafrika gilt als eine Wiege der Menschheit, die ältesten Fossilfunde von unmittelbaren Vorfahren der Gattung Homo (Hominini) werden auf ein Alter von etwa 3,5 bis 4 Millionen Jahren datiert.


13.09.1974

In Den Haag findet ein Überfall auf die französische Botschaft durch Mitglieder der Japanischen Roten Armee statt.

Den Haag ist der Parlaments- und Regierungssitz der Niederlande und des Königreichs der Niederlande sowie die Hauptstadt der Provinz Südholland. Seit 1831 ist die Stadt Residenz des Königshauses, Hauptstadt der Niederlande ist jedoch de jure Amsterdam.


13.09.1971

Beim Versuch, in die Sowjetunion zu fliehen, stürzt das vom hochrangigen chinesischen Politiker Lin Biao und seiner Begleitung benutzte Flugzeug in der Mongolei bei Öndörchaan ab. Lin werden Differenzen mit Mao Zedong und Verwicklung in einen gescheiterten Putsch nachgesagt.

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


Heinrich Böll wird Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs.

Heinrich Theodor Böll war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit.


Die New York State Police und Aufseher beenden eine Gefangenenrevolte in der Attica Correctional Facility durch Einsatz von Tränengas und Schusswaffen. 32 Häftlinge und 11 Mitarbeiter sterben.

Unter einer Revolte versteht man ein Aufbegehren, einen Aufruhr oder einen Aufstand von Menschen.


13.09.1970

Der erste New-York-City-Marathon wird durchgeführt.

Der New-York-City-Marathon ist ein Marathon, der am ersten Sonntag im November in New York City stattfindet. Er wird seit 1970 jährlich von der Organisation New York Road Runners veranstaltet.


13.09.1968

Albanien verlässt den Warschauer Pakt.

Albanien amtlich Republik Albanien ist ein Staat mit einer Fläche von 28.748 km² auf der westlichen Balkanhalbinsel. Das Staatsgebiet grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Die Westgrenze wird durch die Küsten des Adriatischen und des Ionischen Meeres gebildet, womit das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeeres zählt. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Tirana, in deren Umkreis rund jeder Vierte der etwa 2,4 Millionen Bewohner Albaniens lebt.


13.09.1959

Die sowjetische Raumsonde Luna 2 schlägt als erster künstlicher Flugkörper auf dem Mond auf.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


13.09.1955

In Moskau enden Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion mit einer Vereinbarung über die Rückführung der letzten 9628 deutschen Kriegsgefangenen und der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen. Erlass über die Auflösung von Sondersiedlungen bzw. Kommandanturen für Russlanddeutsche.

Moskau ist die Hauptstadt der Russischen Föderation. Mit rund 13 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt sowie mit 19,1 Millionen Einwohnern (2023) die größte Agglomeration Europas.


13.09.1951

Das Düsseldorfer Schauspielhaus wird unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Gustaf Gründgens mit einer Inszenierung von Friedrich Schillers Die Räuber nach dem Zweiten Weltkrieg wiedereröffnet.

Das Düsseldorfer Schauspielhaus, kurz D’haus, ist ein Ensembletheater in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Theatergebäude am Gustaf-Gründgens-Platz wurde nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Bernhard Pfau als Sprechtheater im Auftrag der Stadt Düsseldorf in den Jahren 1965 bis 1969 errichtet. Die skulpturale Großform steht im spannungsreichen Kontrast zum benachbarten Dreischeibenhaus und zeichnet sich daher durch eine besondere städtebauliche Qualität aus. Der Bau, welcher innerhalb der Nachkriegsmoderne der organischen Architektur zugeordnet werden kann, beherbergt mit dem Großen Haus und dem Kleinen Haus zwei Spielstätten von hohem akustischem und technischem Niveau. Das Schauspielhaus Düsseldorf ist das einzige Staatstheater des Landes Nordrhein-Westfalen.


13.09.1950

In der Bundesrepublik Deutschland wird die erste Volkszählung durchgeführt. Dabei wird eine Bevölkerungszahl von 47,3 Millionen Menschen ermittelt.

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bis 1990 behandelt die Geschichte des westdeutschen Staats von 1949 bis 1990. Auch wenn die Bundesrepublik die Wiedervereinigung mit der ebenfalls 1949 im Osten Deutschlands gebildeten Deutschen Demokratischen Republik 1990 staatsrechtlich ohne Bruch überdauert hat, geht die historische Forschung von einer politischen und gesellschaftlichen Zäsur zwischen der alten Bundesrepublik bis 1990 und der wiedervereinigten Bundesrepublik seit 1990 aus. Deren Geschichte wird unter Geschichte Deutschlands seit 1990 beschrieben.


13.09.1948

Indische Truppen beginnen mit der Invasion des Fürstenstaats Hyderabad, der sich dem Beitritt zur Indischen Union widersetzt. In weniger als einer Woche werden die Truppen des Nizam Asaf Jah VII. besiegt.

Hyderabad war ein indischer Fürstenstaat, der zwischen 1724 und 1948/56 existierte. Hauptstadt war die gleichnamige Stadt Hyderabad. Der Staat lag auf der Hochebene des Dekkan etwa zwischen 15° 10' und 20°40' N, 74°40' und 81° 35' O. 1941 hatte Hyderabad eine Fläche von 214.187 km² und 16,6 Millionen Einwohner. An Bodenschätzen wurden Kohle, Kalk und etwas Gold gewonnen. Der östliche Teil lag im Einfluss beider Monsune, so dass die Trockenzeit nur von Dezember bis Mai dauerte. Der westliche Teil mit durchschnittlich weniger als 750 mm Regen machte die Landwirtschaft marginal und war, bei dem durch die ENSO-Oszillation verursachten Ausbleiben der Regenfälle, häufig von Hungerkatastrophen betroffen. Besonders arm war das zur Kolonialzeit stark bewaldete Gebiet von Telangana. Die Bevölkerungszahl betrug 13,375 Mio. (1911), davon 6,8 Millionen Bauern oder Landarbeiter. Die 11 % Muslime, Nachfahren der Eroberer, bildeten eine abgeschottete Oberklasse.


13.09.1946

Personen deutscher Nationalität werden in Polen durch ein Bierut-Dekret aus der polnischen Volksgemeinschaft ausgeschlossen.

Der Begriff Nationalität wird für verschiedene Konzepte angewandt: Einerseits steht er im Deutschen für die rechtliche Zuordnung einer Person zu politisch definierten Nationen im Sinne der Staatsangehörigkeit. Andererseits kann die Nationalität auch die Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder einer nationalen Identität und dessen Volk über den Begriff der Volkszugehörigkeit beschreiben.


13.09.1942

Die Japaner beginnen auf Guadalcanal mit einem Angriff auf das Henderson Field, um das von US-amerikanischen Einheiten eingenommene Flugfeld zurückzuerobern. Die Schlacht am Bloody Ridge während des Pazifikkrieges dauert bis zum 15. September.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


13.09.1941

Im Vestfjord wird das unbewaffnete norwegische Passagierschiff Barøy vom Torpedo eines britischen Fairey-Albacore-Torpedobombers versenkt. 112 Menschen, größtenteils norwegische Zivilisten, sterben.

Der Vestfjord ist eine Meeresbucht, die die Inselkette Lofoten von der Region Salten auf dem norwegischen Festland trennt. Die Bedeutung des Vestfjords liegt darin, dass in dieser Meeresbucht der Kabeljau laicht, der alljährlich im Frühjahr von der Barentssee kommt. Obwohl die Bedeutung des Kabeljaufangs zurückgegangen ist, wurden 2005 im Vestfjord noch 37.000 Tonnen Kabeljau gefangen.


Der Hurtigruten-Passagierdampfer Richard With wird an der Küste der nordnorwegischen Finnmark von dem britischen U-Boot Tigris versenkt. 99 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.

Hurtigruten (Bokmål) [hʉrtirʉːtən] oder Hurtigruta (Nynorsk) [hʉrtirʉːta] ist die übliche Bezeichnung für die traditionelle norwegische Postschifflinie, die seit 1893 die Orte der über 2700 Kilometer langen norwegischen Westküste verbindet. Alternativ wird in Norwegen auch kystruten Bergen–Kirkenes als offizielle Bezeichnung gebraucht. Heute fahren die Schiffe im Liniendienst die Küstenlinie Norwegens zwischen Bergen und Kirkenes in elfeinhalb Tagen hin und zurück. Der eigentliche Postverkehr wurde 1984 eingestellt. Im Sommer passieren sie zusätzlich den Trollfjord und den Geirangerfjord. Die Hurtigruten-Strecke ist heute neben ihrer Funktion als Transportmittel eine international bekannte Touristenattraktion. Seit 2021 wird der Hurtigruten-Verkehr von den beiden Reedereien Hurtigruten AS und Havila Kystruten betrieben. Während die meisten Schiffe der Hurtigruten AS von der DNV als Fähren klassifiziert sind, die neben Passagieren auch PKW und Fracht befördern, sind die Schiffe der Havila Kystruten als reine Passagierschiffe klassifiziert.


13.09.1940

Der Buckingham-Palast wird bei einem deutschen Bombenangriff auf London im Zweiten Weltkrieg beschädigt.

Der Buckingham-Palast ist die offizielle Residenz des britischen Monarchen in London. Das Gebäude im Stadtbezirk City of Westminster wird auch für Staatsanlässe genutzt. So werden dort ausländische Staatsoberhäupter bei ihrem Besuch in Großbritannien empfangen. Daneben ist er ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen. Im Jahr 1703 wurde der Palast als großes Stadthaus für John Sheffield, 1. Duke of Buckingham and Normanby, gebaut. König Georg III. erwarb das Haus 1761 als private Residenz. Während der nächsten 75 Jahre wurde der Palast nach und nach erweitert, hauptsächlich unter Georg IV. ab 1826 durch die Architekten John Nash und Edward Blore. Das Gebäude umfasste schließlich drei Flügel um einen Innenhof.


Die italienische 10. Armee erobert an der libysch-ägyptischen Grenze Fort Capuzzo zurück, das wie kein anderer Ort die charakteristische Dynamik der Kämpfe in Nordafrika symbolisiert.

Die 10ª Armata war eine Armee des italienischen Heeres im Ersten und Zweiten Weltkrieg.


13.09.1939

Beim Überfall auf Polen während des Zweiten Weltkriegs beginnt die Schlacht um Modlin. Die Festung Modlin zählt zum polnischen Festungsviereck.

Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschland ab dem 1. September 1939 auf die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem der Zweite Weltkrieg in Europa begann. Nach mehrmonatigen diplomatischen Spannungen befahl Adolf Hitler der Wehrmacht den lange geplanten Polenfeldzug, der von Truppen des Slowakischen Staats unterstützt wurde. Als Vorwand wurde der Überfall auf den Sender Gleiwitz vorgetäuscht. Hitler hoffte gegen Polen einen begrenzten Krieg führen zu können, riskierte aber, dass Frankreich und das Vereinigte Königreich aufgrund ihrer Beistandsverpflichtungen in den Krieg eintreten würden.


Der französische Minenkreuzer La Tour D'Auvergne sinkt nach der Explosion der an Bord lagernden Seeminen in Casablanca. 215 der 396 Mann starken Besatzung kommen ums Leben.

Minenkreuzer sind Varianten der Kleinen Kreuzer, später der Leichten Kreuzer. Sie waren für den offensiven Einsatz mit der Flotte gedacht und sollten Seeminen auf feindlichen Schifffahrtslinien und zum Schutz der eigenen Flotte verlegen. Die Artilleriebewaffnung diente dem Selbstschutz und war zu Gunsten einer hohen Minenkapazität reduziert. Insgesamt wurden nur wenige Minenkreuzer gebaut. Meistens wurden umgerüstete Kreuzer hierfür eingesetzt.


13.09.1933

Mit der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte“ eröffnet Reichskanzler Adolf Hitler eine Propagandakampagne für das neue Winterhilfswerk zur Unterstützung Arbeitsloser.

Reichskanzler war von 1871 bis 1945 mit einer kurzen Unterbrechung 1918/1919 die Amtsbezeichnung des Regierungschefs des Deutschen Reiches. In dieser Rolle stand er dem Kabinett – von 1871 bis 1918 der sogenannten Reichsleitung, von 1919 bis 1945 der Reichsregierung – vor.


Durch die Fusion der Vereine FC Hertha Salzburg und Rapid Salzburg wird der SV Austria Salzburg, einer der später international erfolgreichsten österreichischen Fußballvereine, gegründet.

Der FC Red Bull Salzburg, kurz Red Bull Salzburg, RB Salzburg oder RBS, und bei UEFA-Wettbewerben als FC Salzburg geführt, ist ein Fußballverein, der in Wals-Siezenheim im Land Salzburg ansässig ist. Der Klub spielt in der Fußball-Bundesliga, der höchsten österreichischen Spielklasse, und trägt seine Heimspiele in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim aus. Der Verein ist 17-maliger österreichischer Meister, gewann neunmal den ÖFB-Cup und erreichte 1994 das Finale des UEFA-Cups. Die U19-Mannschaft der Salzburger gewann 2017 in der UEFA Youth League.


13.09.1932

Beim Berliner Tageblatt wird das Konkursverfahren eröffnet.

Das Berliner Tageblatt (BT) war von 1872 bis 1939 eine überregionale Tageszeitung im Deutschen Reich. Die vollständige Bezeichnung lautete: Berliner Tageblatt und Handelszeitung. Von Rudolf Mosse gegründet, richtete sich das Blatt an ein Massenpublikum und entwickelte sich als auflagenstärkste Zeitung im Deutschen Kaiserreich zu einem Leitmedium. Während der Weimarer Republik vertrat das Berliner Tageblatt eine linksliberale Linie und wurde als nichtoffizielle Parteizeitung der Deutschen Demokratischen Partei wahrgenommen, womit ein deutlicher Rückgang der Auflage verbunden war. 1933 erfolgte die Gleichschaltung und 1937 zur Abwicklung die Eingliederung in den Deutschen Verlag. Die Zeitung besaß Redaktionsbüros in mehreren Städten im In- und Ausland. Der Hauptsitz befand sich im Mossehaus in der Jerusalemer Straße 46–49 in Berlin.


13.09.1931

Das Eingreifen des österreichischen Bundesheers beendet den Pfrimer-Putsch.

Die Geschichte Österreichs reicht von der ersten Besiedelung in der Altsteinzeit bis zur Gegenwart. Im Jahr 996 unter dem Namen „Ostarrichi“ erstmals erwähnt, gehörte das Land zunächst als Markgrafschaft zum Herzogtum Baiern und war von 1156 bis 1453 als Herzogtum und von 1453 bis 1806 als Erzherzogtum eigenständiger Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches. Die Dynastie der Habsburger erwarb als Haus Österreich ein weiträumiges Herrschaftsgebiet und stellte über mehrere Jahrhunderte den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Das 1804 ausgerufene Kaisertum Österreich war mit seinem westlichen Teil von 1815 bis 1866 Teil des Deutschen Bundes und bildete ab 1867 mit dem nun eigenständigen Königreich Ungarn die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie. Nach deren Auseinanderbrechen am Ende des Ersten Weltkriegs entstand Österreich 1918–1921 in seinen heutigen Grenzen, nachdem die Sieger des Ersten Weltkriegs den demokratischen Zusammenschluss mit Deutschland verhinderten. 1934 Diktatur geworden, wurde Österreich 1938 vom nationalsozialistischen Regime dem Deutschen Reich eingegliedert. Seit 1945 ist Österreich wieder eine unabhängige, seit 1955 souveräne Republik, die 1995 der Europäischen Union beitrat.


13.09.1928

Der Okeechobee-Hurrikan verwüstet die Inseln der Karibik und die Ostküste der USA. Dabei kommen mindestens 4075 Menschen ums Leben.

Der Okeechobee-Hurrikan oder Huracán San Felipe Segundo war der folgenschwerste tropische Wirbelsturm der atlantischen Hurrikansaison 1928. Er zog im September des Jahres über Guadeloupe, die Inseln über dem Winde, Puerto Rico, die Bahamas und Florida. Der Hurrikan entstand am 6. September vor der Westküste Afrikas und intensivierte sich im Tagesverlauf zu einem tropischen Sturm, kurz bevor er südlich der Kapverden vorbeizog. In den folgenden Tagen wanderte der Sturm westwärts über den tropischen Atlantik und entwickelte sich dabei zunächst kaum, dann jedoch rasch. Er erreichte am 12. September Guadeloupe. Der Hurrikan verwüstete die Inseln stark, und durch seine Auswirkungen kamen dort 1200 Personen um. Auch die Inseln Martinique, Montserrat und Nevis meldeten Sach- und Personenschäden, doch erreichten diese bei weitem nicht das Niveau der Schäden in Guadeloupe.


13.09.1927

Das japanische Unterhaltungselektronik-Unternehmen JVC wird gegründet.

JVC, vollständiger Name Nihon Victor K. K. ist ein japanisches Unternehmen mit Sitz in Yokohama, das Unterhaltungselektronik sowie medientechnische Geräte entwickelt und vertreibt. Das Unternehmen wurde 1927 vom US-amerikanischen Schallplattenproduzenten Victor Talking Machine Company gegründet, war von 1954 bis 2008 eine Tochter der heutigen Panasonic Corporation und bildete 2008 mit dem früheren Konkurrenten Kenwood ein Joint Venture; seit 2011 ist JVC eine Tochter der daraus gebildeten JVC Kenwood Corporation. 2008 hatte JVC etwa 19.000 Angestellte.


Im Wiener Theater an der Wien wird die Operette Die gold’ne Meisterin von Edmund Eysler uraufgeführt. Das Stück mit dem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald beschert dem Komponisten seinen größten Erfolg.

Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der Linken Wienzeile, im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, welches im Verbund der Vereinigten Bühnen Wien betrieben wird. Unter der Intendanz von Roland Geyer von 2006 bis 2022 trug es den Beinamen „Das neue Opernhaus“ bzw. „Das Opernhaus“. Seit 2022 ist der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim Intendant und zeichnet unter dem Namen MusikTheater an der Wien für die Programmierung verantwortlich. Das Theater verfügt derzeit über 1.129 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Von März 2022 bis Oktober 2024 wurde das Theater an der Wien umfassend saniert. Für die Dauer der Sanierung wurde das MuseumsQuartier | Halle E als vorübergehende Spielstätte genutzt.


13.09.1925

In Halle (Saale) findet das erste Feldhandball-Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich statt. Das Spiel endet 3:6 für Österreich.

Halle (Saale) (etwa vom Ende des 15. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts Hall in Sachsen, bis Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell Halle an der Saale  , von 1965 bis 1995 Halle/Saale) ist eine kreisfreie Großstadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Sie ist mit 226.767 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) die zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts, die fünftgrößte Stadt der neuen Bundesländer und stand 2023 auf der Liste der Großstädte in Deutschland auf Platz 34. Die Stadt ist Sitz des Landesverwaltungsamtes, der Cyberagentur des Bundes und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Kulturstiftung des Bundes, die für die Bundesrepublik Deutschland die Aufgaben der offiziellen internationalen Vertretung der nationalen Wissenschaft sowie der deutschen Kultur haben.


13.09.1923

In Spanien findet unter General Miguel Primo de Rivera ein Staatsstreich statt.

Die menschliche Geschichte auf dem Gebiet des heutigen Spanien reicht nach derzeitigem Forschungsstand etwa 1,4 Millionen Jahre zurück. Der Neandertaler verschwand wohl vor 45.000 Jahren. Das Neolithikum, der Übergang von der aneignenden Lebensweise der Jäger, Fischer und Sammler zur produzierenden, letztlich bäuerlichen Lebensweise setzte durch Zuwanderung aus dem zentralen Mittelmeergebiet ein, die ihren Ursprung im Nahen Osten hatte.


13.09.1922

In al-ʿAzīzīya in Libyen wird die Rekordtemperatur von +58 °C gemessen.

Al-ʿAzīzīya ist eine Stadt im Nordwesten Libyens und die Hauptstadt des Munizips al-Dschifara.


13.09.1920

Der Roman In Stahlgewittern von Ernst Jünger wird veröffentlicht, in dem er seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg verarbeitet.

In Stahlgewittern ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Dezember 1914 bis August 1918. Das Buch begründete in den 1920er Jahren Jüngers Ruhm als Schriftsteller. Im Urteil der Zeitgenossen wie auch späterer Kritiker spiegelt sich die Ambivalenz des Werkes wider, das den Krieg zwar in all seiner Brutalität beschreibt, ihn aber weder ausdrücklich verurteilt noch auf seine politischen Ursachen eingeht. Man kann es daher affirmativ, neutral oder als Antikriegsbuch lesen. Fernab jeder politischen oder moralischen Parteinahme wird der Krieg bei Jünger zum inneren Erlebnis und zu einer das Bewusstsein des Mitwirkenden schärfenden Erfahrung, die den Verfasser zur Erkenntnis der Bedeutung der Tatkraft des Einzelnen im Überlebenskampf führt.


13.09.1914

Im Ersten Weltkrieg beginnt der „Wettlauf zum Meer“ zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.

Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.


13.09.1911

Melli Beese absolviert an ihrem 25. Geburtstag mit einer Rumpler-Taube die vorgeschriebenen Runden und Figuren zum Erwerb einer Pilotenlizenz und erhält danach als erste Frau in Deutschland die „Flugzeugführerlizenz“.

Amelie Hedwig Beese-Boutard, besser bekannt unter ihrem Rufnamen Melli Beese, war eine deutsche Pilotin. Sie ging als die Frau in die Geschichte ein, die als erste in Deutschland die Prüfung zum Erwerb eines Privatpilotenscheins ablegte.


13.09.1900

Der Schutzverband der Ärzte Deutschlands zur Wahrung ihrer Standesinteressen, seit 1924 Hartmannbund, wird gegründet.

Der Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V. ist ein Berufsverband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen von Ärzten, Zahnärzten und Medizinstudenten in Deutschland vertritt. Er verzeichnet gut 70.000 Mitglieder, die in 17 Landesverbänden organisiert sind. Seine Aufgabe sieht er als fachübergreifende Interessenvertretung ärztlicher Berufs- und Standespolitik. Vorsitzender ist seit Oktober 2011 Klaus Reinhardt, der zugleich seit 2015 auch Vorsitzender der Bundesärztekammer ist. Das operative Geschäft leitet seit 2002 der Mediziner und Pharmazeut Michael Vogt.


13.09.1882

In der Schlacht von Tel-el-Kebir vernichtet Garnet Wolseley die Armee Urabi Paschas und ermöglicht dadurch die britische Herrschaft in Ägypten.

In der Schlacht von Tel-el-Kebir in Ägypten besiegte am 13. September 1882 eine britische Armee unter Garnet Joseph Wolseley die Armee Orabi Paschas, des Führers der ägyptischen Urabi-Bewegung. Als Ergebnis der Schlacht wurde die Urabi-Bewegung niedergeschlagen und Ägypten durch Großbritannien besetzt.


13.09.1869

Die dreiköpfige Folsom-Expedition unter der Leitung von David E. Folsom betritt das Gebiet des heutigen Yellowstone-Nationalparks und folgt dem Verlauf des Yellowstone Rivers.

Die Folsom-Expedition von 1869 war die erste geglückte Expedition ins Gebiet des heutigen Yellowstone-Nationalparkes. Sie wurde von David E. Folsom, Charles W. Cook und William Peterson durchgeführt.


13.09.1858

Bei dem durch ein Feuer an Bord verursachten Untergang des deutschen Passagierdampfers Austria sterben 471 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Die Austria war ein Dampfschiff, das am 13. September 1858 vor den Neufundlandbänken im Atlantik nach einem Feuer an Bord sank.


13.09.1850

Der 4049 m hohe Piz Bernina wird von der aus Johann Wilhelm Coaz sowie Jon und Lorenz Ragut Tscharner bestehenden Bergsteigergruppe erstmals bestiegen.

Der Piz Bernina ist der einzige Viertausender der Ostalpen und der höchste Berg des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die Landeskarte der Schweiz gibt seine Höhe mit 4048 m ü. M. an. Der Piz Bernina gehört wie seine Nachbarn Piz Palü, Piz Roseg und Bellavista zur Berninagruppe oder einfach der Bernina. Knapp 200 Meter südlich des Gipfels verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Durch seine Dominanz bietet der Piz Bernina in allen Richtungen eine aussergewöhnliche Fernsicht und ist selbst von unzähligen Gipfeln sichtbar. Wegen des auffälligen Biancograts ist er zudem leicht zu identifizieren. Der am weitesten entfernte sichtbare Punkt vom Piz Bernina befindet sich auf einem Grat zwischen den italienischen Regionen Emilia-Romagna und Toskana, 41 km südwestlich von Rimini und ist 349 km entfernt.


13.09.1848

Der Eisenbahnarbeiter Phineas Gage überlebt einen Unfall bei einer Sprengung, die eine drei Zentimeter dicke Eisenstange durch seinen Kopf treibt. Gage liefert mit seinem Verhalten bis zum Tod im Jahr 1860 der Gehirnforschung neue Erkenntnisse.

Phineas P. Gage war ein US-amerikanischer Vorarbeiter, der durch seinen schweren Unfall bekannt wurde. Dieser ereignete sich am 13. September 1848 bei der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Rutland & Burlington Railroad bei Cavendish, Vermont.


13.09.1847

US-amerikanische Truppen unter Winfield Scott besiegen im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg eine mexikanische Einheit von großteils minderjährigen Kadetten in der Schlacht von Chapultepec und fügen Präsident Antonio López de Santa Anna damit eine empfindliche Niederlage zu.

Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einherging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.


13.09.1845

In Irland wird erstmals das Auftreten der Kartoffelfäule beobachtet. Die daraus resultierten Missernten lösen die Große Hungersnot aus.

Phytophthora infestans ist eine Art der Eipilze. Dieses Pathogen befällt eine Reihe von Nachtschattengewächsen und vereinzelte Vertreter aus den Familien der Korbblütler, Windengewächse und Wunderblumengewächse. Wirtschaftlich bedeutende Wirtsarten von Phytophthora infestans sind Kartoffeln, Tomaten und Petunien; ein Befall von Auberginen und Paprika ist sehr selten.


13.09.1813

In München stürzt die Isarbrücke durch ein Hochwasser der Isar ein und reißt dabei über 100 Schaulustige mit in den Tod.

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Bayerns, die drittgrößte Gemeinde Deutschlands und mit 4.844 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. Verwaltungsrechtlich ist München eine kreisfreie Stadt. Sie bildet das Zentrum der Metropolregion München und der Planungsregion München. München wird zu den Weltstädten gezählt und gilt als ein Zentrum der Kultur, Politik, Wissenschaften und Medien.


13.09.1808

In der Schlacht von Jutas während des Dritten Russisch-Schwedischen Krieges besiegen die Schweden die russischen Einheiten. Der schwedische General Georg Carl von Döbeln verhindert mit seinem Regiment den Versuch, die ganze schwedische Armee einzukesseln.

Der Russisch-Schwedische Krieg (1808–1809) war ein Krieg zwischen dem Russischen Kaiserreich und Schweden um die Vorherrschaft im damals schwedischen Finnland. Den Hintergrund bildete nach dem Frieden von Tilsit die Beteiligung Russlands an der Kontinentalsperre Napoleons gegen Großbritannien, das mit Schweden verbündet war. Russland versuchte, die Kontrolle über den Finnischen Meerbusen zu erlangen, um die Hauptstadt Sankt Petersburg gegen potenzielle englische Angriffe abzusichern. Als traditioneller Verbündeter Russlands gegen Schweden trat Dänemark auf.


13.09.1807

Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur op. 86 wird in Eisenstadt uraufgeführt.

Ludwig van Beethoven [fʌn ˈbeːtˌhoːfn̩] war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er wird zu den überragenden Komponisten der Musikgeschichte gezählt.


13.09.1801

Die Schöpfungsmesse in B-Dur von Joseph Haydn wird in der Bergkirche Eisenstadt uraufgeführt.

Die Missa solemnis in B-Dur genannt „Schöpfungsmesse“ von Joseph Haydn ist die fünfte seiner sechs späten Messen.


13.09.1759

Im britisch-französischen Kolonialkrieg in Nordamerika kommt es zur kriegsentscheidenden Schlacht auf der Abraham-Ebene, bei der beide Befehlshaber, James Wolfe und Louis-Joseph de Montcalm, fallen. Die Briten besiegen die Franzosen und sichern damit die Eroberung von Québec und Französisch-Kanada.

Im Siebenjährigen Krieg in Nordamerika kämpften die Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich, unterstützt von ihren jeweiligen indianischen Verbündeten, von 1754 bis 1763 um die Vorherrschaft in Nordamerika. Hauptschauplatz waren die britischen Ostküsten-Kolonien und Neufrankreich rund um den Sankt-Lorenz-Strom. Die Auseinandersetzung war ein Teilkonflikt des Siebenjährigen Krieges, dessen Beginn die Geschichtsschreibung im Allgemeinen erst mit dem Einsetzen der Kampfhandlungen in Europa und den förmlichen Kriegserklärungen der beteiligten europäischen Mächte im Jahr 1756 ansetzt. Der Pariser Frieden von 1763 besiegelte das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Nordamerika östlich des Mississippi. Der Krieg war daher von großer Bedeutung für die Geschichte Kanadas, aber auch für die Entstehung der USA.


13.09.1745

Franz I. Stephan von Lothringen, Großherzog der Toskana und Gatte der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia, wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Franz Stephan von Lothringen war von 1729 bis 1736 als Franz III. Herzog von Lothringen und Bar, anschließend ab 1737 als Franz II. Großherzog der Toskana und ab 1745 als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.


13.09.1621

Kosaken errichten Melezk. Der Ort gilt als die drittälteste russische Siedlung im Süden Sibiriens.

Melezk, gelegentlich auch Meletzk, Meletsk, Melesk, Meleck oder Mieleck transkribiert, war ein Ostrog in der sibirischen Taiga. Das in der Nähe entstandene Dorf (derewnja) Melezk gehört zur Gemeinde Poljewoje im Bezirk Biriljussy im Westen der russischen Region Krasnojarsk.


13.09.1598

Nach dem Tod seines Vaters Philipp II. wird Philipp III. König von Spanien.

Philipp II. – spanisch Felipe II – war ein spanischer Monarch aus der Dynastie der Habsburger.


13.09.1584

Der größte Renaissancebau der Welt, der Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial in Spanien, wird fertiggestellt.

Renaissance bezeichnet eine sich über drei Jahrhunderte erstreckende europäische Kulturepoche in der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Kennzeichnend war die Wiederbelebung der kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike, die zu Maßstäben für daran anknüpfende Renaissance-Werke von Gelehrten und Künstlern wurden. Bahnbrechende neue Perspektiven ergaben sich gegenüber dem Mittelalter insbesondere für das Menschenbild, für die Literatur, die Bildhauerei, die Malerei und die Architektur. Die Epochenbezeichnung selbst gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert.


13.09.1541

Der aus Genf ausgewiesene Reformator Johannes Calvin kehrt aus Straßburg wieder zurück.

Genf ist eine Stadt und politische Gemeinde sowie der Hauptort des Kantons Genf in der Schweiz.


13.09.1502

In der Schlacht am Smolinasee siegt das Heer des Deutschen Ordens unter Wolter von Plettenberg, unterstützt von Esten und Letten, über das zahlenmäßig überlegene Heer Iwans III.

Am Smolinasee in Russland, unweit der heutigen Siedlung Palkino in der Oblast Pskow, zu deutsch Pleskau, gelegen, siegte Wolter von Plettenberg am 13. September 1502 als Landmeister des Deutschen Ordens in Livland über die Gegner Altlivlands. Dazu trugen das Durchhaltevermögen der livländischen Ordenstruppen und der deutschen Landesknechte – dies ein anderer Ausdruck für Söldner aus dem römisch-deutschen Reich – sowie ein Überraschungsangriff der schweren Reiterei unter dem Kommando des Landmarschalls Johann Plater entscheidend bei. Wolter von Plettenberg hatte die Schlacht zwar geplant, konnte aber den Ausgang der Schlacht gegen den zahlenmäßig überlegenen Gegner nur begrenzt persönlich beeinflussen. Stattdessen gelang ihm die Verfolgung fliehender Feinde.


13.09.1376

Papst Gregor XI. verlässt den Papstpalast in Avignon. Er will künftig in Rom residieren, dem traditionellen Sitz des Kirchenoberhaupts.

Gregor XI., ursprünglich Pierre Roger de Beaufort, wurde am 30. Dezember 1370 zum Papst gewählt. Er residierte als siebter Papst in Avignon bis zum 13. September 1376, ehe er den Papstsitz nach Rom zurückverlegte, und beendete somit das 67 Jahre andauernde Avignonesische Papsttum.


13.09.1309

Um die Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden abzusichern, erwirbt dieser im Vertrag von Soldin vom Markgrafen von Brandenburg dessen Ansprüche auf das Herzogtum Pommerellen.

Die Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden am 13. November 1308 war ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Stadt Danzig, in dessen Folge die Stadt und der größere Teil des polnischen Herzogtums Pommerellen in den Ordensstaat eingegliedert wurde.


13.09.1276

Johannes XXI. wird vom Konklave zum Papst gewählt.

Johannes XXI. war ein portugiesischer Arzt, Verfasser medizinischer Schriften, Diakon und Erzdiakon. Vom 15. September des Vierpäpstejahres 1276 bis zu seinem Tode am 20. Mai 1277 war er Papst der römisch-katholischen Kirche. Er war bis heute der einzige Portugiese im Papstamt, abgesehen vom möglicherweise im heutigen Portugal geborenen römischen Papst Damasus I.


13.09.0864

Der venezianische Doge Pietro Tradonico wird nach der Einweihung der Kirche San Zaccaria von Verschwörern ermordet.

Die Republik Venedig nach dem Wahrzeichen der Stadt, dem Markuslöwen, auch als Markus- oder Löwenrepublik bezeichnet, war vom 7./8. Jahrhundert bis 1797 eine See- und Wirtschaftsmacht, deren Zentrum im Nordwesten der Adria lag. Ihre Vorherrschaft kulminierte in einem Kolonialreich, das von Oberitalien bis Kreta und zeitweise bis zur Krim und nach Zypern reichte und von Venedig aus gelenkt wurde. Darüber hinaus unterhielt Venedig Kaufmannskolonien in Flandern und dem Maghreb, in Alexandria und Akkon, in Konstantinopel und Trapezunt sowie in zahlreichen Städten an der Adria.


13.09.0604

Sabinianus erhält die Zustimmung von Kaiser Phokas und wird offiziell Papst.

Sabinianus war Papst von 604 bis 606.


13.09.0533

In der Schlacht bei Ad Decimum besiegen die Oströmer unter Belisar die Vandalen unter ihrem König Gelimer. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zur Vernichtung des Vandalenreiches und zur Wiedereingliederung Nordafrikas in das Römische Reich.

Die Schlacht bei Ad Decimum am 13. September 533 zwischen dem Heer der Vandalen unter ihrem König Gelimer und dem der Oströmer unter dem Heermeister Belisar bedeutete mit dem römischen Sieg einen entscheidenden Schritt hin zur Vernichtung des Vandalenreiches und zur Wiedereingliederung Nordafrikas in das Imperium Romanum.


13.09.0335

Die im Auftrag des römischen Kaisers Konstantin I. und dessen Mutter Helena erbaute Jerusalemer Grabeskirche wird eingeweiht.

Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große, in der Herrscherzählung Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er bis zu seinem Tod als alleiniger Augustus.


13.09.0081

Domitian wird nach dem Tod seines Bruders Titus römischer Kaiser.

Domitian war vom 14. September 81 bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Als Nachfolger seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier. Sein vollständiger Geburtsname war Titus Flavius Domitianus; als Kaiser führte er den Namen Imperator Caesar Domitianus Augustus.