Historische Ereignisse am Dienstag, 17. Juni

74 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 17. Juni statt — von 362 bis 2008. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 17. Juni finden sich in der Geschichtsschreibung mehrere bedeutsame Ereignisse, die unterschiedliche Epochen und Bereiche der Gesellschaft prägen. Eines der prominentesten Beispiele ist der Deutsch-Polnische Nachbarschaftsvertrag aus dem Jahr 1991, den hochrangige Vertreter beider Länder in Bonn unterzeichneten. Dieses Abkommen markierte einen wichtigen Schritt in der europäischen Nachkriegsgeschichte und symbolisierte die Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen nach Jahrzehnten der Teilung. Ein weiteres bedeutsames Ereignis war der Aufstand in der DDR im Jahr 1953, bei dem Unzufriedenheit mit dem herrschenden Regime zu massiven Unruhen führte, die schließlich niedergeschlagen wurden.

Helmut Kohl, der deutsche Bundeskanzler, spielte eine zentrale Rolle bei der Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrags und trug damit zu einer neuen Ära der deutsch-polnischen Zusammenarbeit bei. Sein Engagement für europäische Integration war prägende Kraft in dieser Zeit. Neben politischen Ereignissen verzeichnet das historische Gedächtnis auch sportliche und kulturelle Meilensteine an diesem Datum, die die Vielfalt menschlicher Aktivitäten widerspiegeln.

Der 17. Juni ist ein Datum, das Widerstandsgeist, Versöhnung und gesellschaftliche Veränderungen in sich trägt. Diese Ereignisse zeigen, wie einzelne Tage welthistorische Bedeutung erlangen können. DayAtlas bietet für jeden beliebigen Tag und Ort detaillierte Informationen zu Wetterbedingungen, historischen Ereignissen, sowie Geburts- und Sterbedaten bedeutender Personen. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, die Verbindung zwischen geografischen Orten und historischen Momenten zu erforschen und so ein tieferes Verständnis für die Entwicklung der Welt zu gewinnen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 12. April.

17.06.2008

Zum zweiten Mal findet die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ von Aktion Tagwerk statt. Bundesweit engagieren sich 200.932 Schülerinnen und Schüler für Gleichaltrige in Afrika.

Aktion Tagwerk ist eine jährlich stattfindende bundesweite Schulkampagne für alle Altersstufen und alle Schulformen. Bekannt ist die Kampagne seit vielen Jahren unter dem Namen „Dein Tag für Afrika“. 2021 wurde sie in „Aktion Tagwerk – Dein Einsatz zeigt Wirkung“ umbenannt. In den vergangenen Jahren haben sich bereits mehr als 3,1 Millionen Schüler im Rahmen der Kampagne engagiert.


Die Boston Celtics gewinnen in den NBA Finals gegen die Los Angeles Lakers ihren 17. NBA-Titel.

Die Boston Celtics [sɛltɪks] sind eine in Boston ansässige Basketball-Mannschaft der nordamerikanischen Profiliga National Basketball Association (NBA). Mit insgesamt 18 gewonnenen Titeln sind sie das erfolgreichste Franchise der NBA.


17.06.2006

Der Hsuehshan-Tunnel, mit knapp 13 Kilometern Länge einer der längsten Autotunnel der Welt, wird in Taiwan eröffnet.

Der Hsuehshan-Tunnel oder Xueshan-Tunnel ist ein zwischen 1991 und 2006 gebauter, knapp 13 km langer Autobahntunnel auf Taiwan. Als Teil der Autobahn 5 Taipeh–Yilan unterquert er den Xueshan-Gebirgszug im Nordosten der Insel.


17.06.1999

Der US-amerikanische Science-Fiction-Film Matrix startet in den deutschen Kinos.

Matrix ist ein Science-Fiction-Film mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss und Hugo Weaving, geschrieben und inszeniert von den Geschwistern Wachowski. Er erschien Jahr 1999 und entwickelte sich zu einem stilprägenden Beitrag zu seinem Genre. Es folgten die Fortsetzungen Matrix Reloaded, Matrix Revolutions und Matrix Resurrections (2021).


17.06.1994

Der American-Football-Star O. J. Simpson wird unter Mordverdacht verhaftet.

American Football, oder auch kurz Football, ist eine aus den Vereinigten Staaten stammende Ballsportart und die populärste Variante einer Reihe von als Gridiron Football bezeichneten Sportarten.


Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA.

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 war die 15. Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 17. Juni bis zum 17. Juli 1994 erstmals in den USA statt.


17.06.1993

Mudschahedinführer Gulbuddin Hekmatyār wird afghanischer Premierminister.

Gulbuddin Hekmatyār oder Gulbeddin Hekmatjar ist ein afghanischer Politiker. Als Mudschahidin-Führer war er in den 1990er Jahren nach dem Zusammenbruch der Republik Afghanistan zweimal Premierminister des Islamischen Staats Afghanistan. Er ist Sunnit und Angehöriger des Charoti-Stammes der Ghilzai-Paschtunen.


17.06.1991

Helmut Kohl (deutscher Bundeskanzler), Hans-Dietrich Genscher (deutscher Bundesaußenminister), Jan Krzysztof Bielecki (Ministerpräsident Polens) und Krzysztof Skubiszewski (polnischer Außenminister) unterzeichnen in Bonn den Deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag und das Abkommen über die Gründung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.

Helmut Josef Michael Kohl war ein deutscher Politiker (CDU). Er war vom 1. Oktober 1982 bis zum 27. Oktober 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und regierte mit einer schwarz-gelben Koalition wie vor ihm Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Seine Amtszeit ist mit 5870 Tagen die bisher längste, sie dauerte neun Tage länger als die Amtszeit Angela Merkels. Kohl war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz.


17.06.1987

In Frankfurt am Main beginnt der 22. Deutsche Evangelische Kirchentag. Bis zum 21. Juni versammeln sich über 125.000 Teilnehmer unter dem Motto „Seht, welch ein Mensch.“ (Joh 19,5 LUT)

Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen.


17.06.1986

Die Himmlischen Kicker werden gegründet und bestreiten ihr erstes Benefizspiel in Boren zu Gunsten von Brot für die Welt.

Die Himmlischen Kicker waren eine kirchliche Fußballmannschaft der Nordelbischen Kirche, die 1986 gegründet wurde und über 27 Jahre bundesweit mit Benefizspielen die Arbeit von Brot für die Welt unterstützte.


17.06.1985

Das Space Shuttle Discovery startet zur Mission STS-51-G in den erdnahen Orbit. Als Nutzlastspezialist ist mit Sultan bin Salman bin Abdulaziz Al Saud der erste arabische Raumfahrer an Bord. Der saudi-arabische Prinz ist seither jüngster Astronaut der NASA.

Das Space Shuttle war der bislang einzige für bemannte Raumflüge eingesetzte Raumfährentyp. Das System wurde seit den 1970er-Jahren im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt, die erste Mission STS-1 startete am 12. April 1981. Durch die Wiederverwendung der Teile des Systems sollten die Flüge in den Weltraum deutlich kostengünstiger als mit nicht wiederverwendbaren Trägerraketen werden. Diese Erwartung erfüllte sich wegen hoher Instandsetzungskosten nicht. 2011 fand der letzte Flug statt.


17.06.1983

Uraufführung der Oper A Quiet Place von Leonard Bernstein in Houston.

A Quiet Place ist eine Oper in drei Akten mit Musik von Leonard Bernstein nach dem Libretto von Stephen Wadsworth. In das Werk wurde Bernsteins einaktige Oper Trouble in Tahiti integriert.


17.06.1976

Eckhard Dagge wird als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg Profiweltmeister im Boxen (WBC, Weltergewicht).

Eckhard Dagge war ein deutscher Profi-Boxer im Halbmittelgewicht und Boxtrainer. Er war 1976/77 zweiter deutscher Profiweltmeister nach Max Schmeling.


17.06.1972

Fünf Männer werden bei einem Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington, D.C. festgenommen. Damit beginnt die Watergate-Affäre.

Die Demokratische Partei, auch als Demokraten oder kurz Dems bezeichnet, ist mit ca. 44,1 Millionen registrierten Anhängern die größere der beiden großen politischen Parteien in den Vereinigten Staaten. Die Demokraten gelten heute im Vergleich zu den Republikanern als (links-)liberaler, weniger konservativ und mehr am politischen Progressivismus orientiert. Ihr inoffizielles Wappentier ist der Esel, obwohl er im Gegensatz zum Elefanten der Republikaner nie offiziell als solches angenommen wurde. Sein Ursprung geht, ebenso wie der Elefant der Republikaner, auf den Karikaturisten Thomas Nast zurück. Die ebenfalls inoffizielle Parteifarbe der Demokraten ist blau. In TV-Sendungen oder Medienberichten werden Senatoren, Abgeordnete des Repräsentantenhauses und sonstige Parteimitglieder der Demokratischen Partei meistens mit einem „(D)“ hinter ihrem Namen gekennzeichnet, während Sen., Rep. oder Gov. davor steht.


17.06.1970

Land Rover stellt mit dem Range Rover erstmals einen Geländewagen mit permanentem Allradantrieb der Öffentlichkeit vor.

Land Rover ist heute eine Marke des britischen Automobilherstellers Jaguar Land Rover, einer Tochtergesellschaft des indischen Automobilkonzerns Tata Motors. Die Marke entstand 1978 aus der ab 1948 gebauten Land-Rover-Geländewagenbaureihe des Herstellers Rover. Das Stammwerk befindet sich in der englischen Stadt Solihull.


Im Beethovensaal des Konzerthauses Stuttgarter Liederhalle wird die Neufassung des weltlichen Oratoriums Der große Kalender von Hermann Reutter mit einem Massenaufgebot an Chören uraufgeführt. Damit wurde der Komponist vom Süddeutschen Rundfunk zu seinem 70. Geburtstag geehrt.

Das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (KKL) – kurz Liederhalle oder Stuttgarter Liederhalle – ist ein Kultur- und Konferenzzentrum am Berliner Platz in Stuttgart. Das Gebäude-Ensemble besteht aus einem Konzerthaus mit drei Sälen und einem Kongressgebäude mit zwei weiteren Sälen sowie 14 Konferenz- und Tagungsräumen.


Während der Fußball-WM in Mexiko kommt es im Aztekenstadion zum „Jahrhundertspiel“ zwischen Italien und Deutschland. Italien gewinnt die Halbfinalpartie mit 4:3 nach Verlängerung.

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1970 war die neunte Ausspielung des bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 31. Mai bis zum 21. Juni 1970 in Mexiko statt. Sie war nach den Olympischen Spielen 1968 die zweite große Sportveranstaltung in Mexiko.


17.06.1969

An seinem 40. Geburtstag verliert der seit 1963 amtierende Weltmeister im Schach, Tigran Petrosjan, den Titel an Boris Wassiljewitsch Spasski.

Der Titel Schachweltmeister ist die höchste Auszeichnung im Schachspiel, die – in der Regel – nach vorausgehenden Qualifikationsturnieren und schließlich durch einen Zweikampf um die Schachweltmeisterschaft vergeben wird. Als erster offizieller Schachweltmeister gilt der Österreicher Wilhelm Steinitz nach seinem Wettkampfsieg gegen Johannes Hermann Zukertort im Jahr 1886. Amtierender Weltmeister ist seit 2024 der Inder D. Gukesh, der den Titel bei der Schachweltmeisterschaft 2024 errang.


17.06.1965

Der türkische Fußballverein Sakaryaspor wird gegründet.

Sakaryaspor ist ein türkischer Fußballverein, der in der Stadt Adapazarı beheimatet ist. Der Verein spielte in den 1980er, 1990er und 2000er Jahren insgesamt elf Spielzeiten in der Süper Lig und befindet sich in der Ewigen Tabelle der Süper Lig auf dem 33. Platz. Seine erfolgreichste Erstligasaison hatte der Verein in der 1. Lig 1981/82, in der der Klub als Aufsteiger den fünften Tabellenplatz erreichte. Daneben belegte man in den Spielzeiten 1983/84 und 1984/85 zwei Mal den sechsten Tabellenplatz der Süper Lig. Als weitere wichtige Erfolge ist der Türkische Pokalsieg in der Spielzeit 1987/88 hervorzuheben. Der Verein gilt als Talentschmiede und hatte besonders in seiner erfolgreichsten Zeit der 1980er Jahre für den türkischen Fußball so wichtige Spieler wie Hakan Şükür, Oğuz Çetin, Recep Çetin, Aykut Kocaman, Aykut Yiğit, Engin İpekoğlu, Bülent Uygun, İlker Yağcıoğlu, Rahim Zafer, Tuna Güneysu hervorgebracht.


17.06.1963

Der ASCII-Code wird veröffentlicht.

Der American Standard Code for Information Interchange ist eine 7-Bit-Zeichenkodierung; sie entspricht der US-Variante von ISO 646 und dient als Grundlage für spätere, auf mehr Bits basierende Kodierungen für Zeichensätze. Der ASCII-Code wurde zuerst am 17. Juni 1963 von der American Standards Association (ASA) als Standard ASA X3.4-1963 gebilligt und 1967/68 wesentlich sowie zuletzt im Jahr 1986 von ihren Nachfolgeinstitutionen aktualisiert und wird noch benutzt. Die Zeichenkodierung definiert 128 Zeichen und besteht aus 33 nicht druckbaren sowie 95 darauf folgenden druckbaren Zeichen, beginnend mit dem Leerzeichen:


17.06.1962

Die Brasilianische Fußballnationalmannschaft besiegt im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 die Tschechoslowakei mit 3:1. Es ist der zweite WM-Titel Brasiliens.

Die brasilianische Fußballnationalmannschaft, genannt Seleção, ist ein vom brasilianischen Nationaltrainer zusammengestellter Kader von Spitzenspielern. Sie repräsentiert den brasilianischen Fußballverband, die Confederação Brasileira de Futebol (C.B.F.), auf internationaler Ebene bei Freundschaftsspielen und internationalen Turnieren.


17.06.1961

Das Kernkraftwerk Kahl geht als erster Atommeiler in Deutschland ans öffentliche Stromnetz.

Das Kernkraftwerk Kahl mit einem Siedewasserreaktor (SWR) und einer elektrischen Leistung von 15 Megawatt in der Nähe von Großwelzheim in Unterfranken war 1960 das erste kommerzielle Kernkraftwerk in Deutschland.


17.06.1960

Das indigene Volk der Nez Percé erhält nach einer Klage im Gerichtsurteil eine Entschädigung von über 4,15 Millionen US-Dollar durch die USA zugesprochen. Grund sind zwangsweise Landabtretungen an die US-Regierung im Jahr 1863 zu einem zu niedrigen Preis.

Die Nez Percé [ˌnepɛʀˈse], auch Nez Perce, offizielle Eigenbezeichnung Nimi'ipuu, sind ein Indianer-Volk des Columbia River Plateau des Pazifischen Nordwestens der Vereinigten Staaten. Ihre Sprache, das Niimiipuutímt, zählt neben dem Sahaptin zu den Sahaptian-Sprachen, einer Untergruppe der Plateau Penuti-Sprachfamilie. Die Nez Percé sind daher sprachlich und kulturell mit den Sahaptin-sprachigen Palus (Palouse), Walla Walla, Yakima, Umatilla und Wanapum (Wánapam) eng verwandt.


17.06.1959

Bei der Präsidentschaftswahl in Irland gewinnt Éamon de Valera als Kandidat der Fianna Fáil, und wird das dritte Staatsoberhaupt des Landes.

Bei der Präsidentschaftswahl in Irland wird das Staatsoberhaupt der Republik Irland, der Präsident von Irland, gewählt.


17.06.1956

Uraufführung der Oper Der Sturm von Frank Martin an der Staatsoper in Wien.

Frank Martin war ein Schweizer Komponist.


Hans Günter Winkler gewinnt trotz eines Muskelrisses im ersten Umgang mit dem Pferd Halla den Wettkampf im Springreiten bei den Olympischen Spielen in Stockholm.

Hans Günter Winkler war ein deutscher Springreiter. Er gewann zwischen 1956 und 1976 unter anderem mit seiner Stute Halla fünf Gold- und eine Silbermedaille, was ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Olympioniken machte. Zudem wurde er zweimal Weltmeister.


17.06.1954

In Anlehnung an die Ereignisse des Vorjahres wird in Westdeutschland erstmals der Tag der deutschen Einheit begangen. Bis 1990 bleibt der 17. Juni ein nationaler Feiertag.

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bis 1990 behandelt die Geschichte des westdeutschen Staats von 1949 bis 1990. Auch wenn die Bundesrepublik die Wiedervereinigung mit der ebenfalls 1949 im Osten Deutschlands gebildeten Deutschen Demokratischen Republik 1990 staatsrechtlich ohne Bruch überdauert hat, geht die historische Forschung von einer politischen und gesellschaftlichen Zäsur zwischen der alten Bundesrepublik bis 1990 und der wiedervereinigten Bundesrepublik seit 1990 aus. Deren Geschichte wird unter Geschichte Deutschlands seit 1990 beschrieben.


17.06.1953

Unzufriedenheit mit dem herrschenden Regime führt zum Volksaufstand in der DDR, den die Deutsche Volkspolizei und sowjetische Truppen niederschlagen. Mindestens 55 Menschen sterben, etwa 1600 werden zu Haftstrafen verurteilt.

Als Aufstand vom 17. Juni 1953 werden die Vorkommnisse in der DDR bezeichnet, in deren Verlauf es in den Tagen um den 17. Juni 1953 zu einer Welle von Streiks, Massen-Demonstrationen und politischen Protesten kam. Ausgelöst durch verschiedene Ursachen, vornehmlich der für viele Bürger zum Teil brutal und rücksichtslos geführte Aufbau des Sozialismus sowie repressive Maßnahmen des SED-Regimes, erstreckte sich der anti-stalinistische Aufstand über weite Teile des noch jungen Staates. In einem Flächenbrand wurden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Forderungen gestellt, darunter Rücktritt der Regierung, Freie Wahlen und Freilassung aller politischen Gefangenen.


17.06.1945

In Köln wird die rheinische CDU gegründet.

Köln ist eine kreisfreie Stadt im Land Nordrhein-Westfalen mit rund eine Million Einwohnern. Sie ist die bevölkerungsreichste Gemeinde des Bundeslandes und die viertgrößte Deutschlands.


17.06.1944

Im isländischen Þingvellir wird nach einer Volksabstimmung die Republik Island ausgerufen und damit die Union mit Dänemark beendet.

Þingvellir ist ein Ort und ein Nationalpark im Südwesten von Island, etwa 40 km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík am Nordufer des Sees Þingvallavatn. Der Ort Þingvellir hat besondere Bedeutung für die Geschichte Islands. In einer Grabenbruchzone im Grenzbereich zweier tektonischer Platten gelegen, ist das Gebiet auch geologisch von Bedeutung.


17.06.1943

Der in Argentinien lebende ungarische Emigrant László József Bíró erhält ein US-Patent auf den von ihm entwickelten Kugelschreiber.

László József Bíró [ˈlaːsloː ˈjoːʒɛf ˈbiːroː], geboren als László József Schweiger war ein ungarischer Erfinder. Er ließ sich als Erster einen kommerziell erfolgreichen Kugelschreiber patentieren.


17.06.1940

Sowjetische Truppen besetzen Estland, Lettland und Litauen.

Estland [ˈeːstlant; ˈɛstlant] ist ein Staat im Baltikum. Als nördlichster der drei baltischen Staaten grenzt es im Süden an Lettland, im Osten an Russland und im Norden und Westen an die Ostsee. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge, unter anderem sprachlich-kulturell begründete Bindungen an Finnland. Durch die jahrhundertelange Präsenz von Deutsch-Balten in Estland gibt es zudem historische Verbindungen zu Deutschland.


Deutsche Bomber versenken vor der französischen Küste bei Saint-Nazaire den zur Evakuierung britischer Truppen aus Frankreich eingesetzten Passagierdampfer Lancastria mit etwa 6000 Menschen an Bord. Die Angaben über die Anzahl der Opfer schwanken zwischen 2000 und 4000 Toten. Es handelt sich um den verlustreichsten Schiffsuntergang der britischen Geschichte, der jedoch auf Befehl Winston Churchills zunächst geheim gehalten wird.

Saint-Nazaire   ist eine Hafenstadt mit 74.568 Einwohnern an der Loiremündung in Frankreich. Die Gemeinde gehört zum Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire und ist Sitz einer Unterpräfektur. Der Ortsname kann auf den heiligen Nazarius zurückgeführt werden.


17.06.1939

Der wegen sechsfachen Mordes verurteilte Eugen Weidmann wird in Versailles als letzter Straftäter in Frankreich mit der Guillotine öffentlich hingerichtet. Premierminister Édouard Daladier verfügt am 24. Juni wegen des aufgetretenen Rummels, Hinrichtungen künftig hinter Gefängnismauern zu vollstrecken.

Eugen Weidmann war ein deutscher Serienmörder. Er beging in Frankreich sechs Morde. Seine Enthauptung durch die Guillotine war die letzte öffentlich vollzogene Hinrichtung in Frankreich.


17.06.1937

In Berlin beschließen Vertreter der IG Farben, Royal Dutch Shell und Standard Oil of New Jersey die Gründung einer Gesellschaft zum Bau der Hydrierwerke Pölitz, der damals größten deutschen Treibstoffwerke.

Die I. G. Farbenindustrie AG war ein deutscher Chemie- und Pharma-Konzern, der Ende 1925 aus der Fusion von sechs deutschen Unternehmen entstand – Agfa, BASF, Bayer, Hoechst, Chemische Fabrik Griesheim-Elektron und Chemische Fabrik vorm. Weiler-ter Meer. Aufgrund früherer Zusammenschlüsse gehörten auch die Unternehmen Cassella und Chemische Fabrik Kalle der neu gegründeten I.G. Farben an, obwohl sie formal keine Vertragspartner der Fusion waren. Die I.G. Farben hatte ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie wuchs in der Zeit des Nationalsozialismus unter anderem durch Enteignungen zum größten europäischen Unternehmen und größten Chemie- und Pharmakonzern der Welt.


17.06.1934

Die Frankfurter Zeitung druckt in ihrer Abendausgabe die vom deutschen Vizekanzler Franz von Papen gehaltene regimekritische Marburger Rede vom selben Tag ab. Diese Ausgabe wird beschlagnahmt, jede weitere Veröffentlichung des Textes von Propagandaminister Joseph Goebbels verboten.

Die Frankfurter Zeitung war eine deutschsprachige Tageszeitung, die 1856 als Frankfurter Geschäftsbericht von Leopold Sonnemann und Heinrich Bernhard Rosenthal in der Freien Stadt Frankfurt gegründet wurde. Sie hatte zuletzt ihren Sitz in der Großen Eschenheimer Straße 31–37 in Frankfurt am Main. Seit 1860 firmierte das Unternehmen als Frankfurter Societäts-Druckerei, in der dann von 1866 bis 1943 die Frankfurter Zeitung erschien, die in Klammern auch mit „Frankfurter Handelszeitung“ und „Neue Frankfurter Zeitung“ ergänzt wurde.


17.06.1925

Das Genfer Protokoll zur Ächtung von chemischen und biologischen Waffen wird unterzeichnet.

Das Genfer Protokoll ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der am 17. Juni 1925 in der Schweizer Stadt Genf unterzeichnet wurde. Es verbietet den Gebrauch chemischer und biologischer Waffen, enthält allerdings keine Vorgaben zu deren Entwicklung, Herstellung und Lagerung. Aus diesem Grund wurden mit der Biowaffenkonvention (1972) und der Chemiewaffenkonvention (1993) zwei weitere Verträge abgeschlossen, die entsprechende Regelungen zu Rüstungsbeschränkungen und Abrüstungsverpflichtungen enthalten. Dem Genfer Protokoll, dessen Bestimmungen zuvor bereits als Völkergewohnheitsrecht galten, sind bisher 146 Vertragsparteien beigetreten.


17.06.1924

Uraufführung der Oper Abenteuer des Casanova von Volkmar Andreae in Dresden.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


17.06.1923

In Bad Schmiedeberg wird vom Bund Deutscher Radfahrer das Bundesdenkmal des Bundes Deutscher Radfahrer eingeweiht.

Bad Schmiedeberg, bis 1925 Schmiedeberg, ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland), sowie staatlich anerkannter Kurort mit dem Status eines „Moor- und Mineralheilbads“ sowie „Kneipp-Heilbads“.


17.06.1914

Der Hohenzollernkanal (heute Oder-Havel-Kanal) wird von Kaiser Wilhelm II. der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben. Die Schifffahrtsstraße verbindet Havel und Oder.

Als Oder-Havel-Kanal wird die schiffbare Verbindung zwischen der Oder bei Hohensaaten und der Havel südlich von Oranienburg bezeichnet. Der Name wurde erstmals im 19. Jahrhundert für die Folge aus dem bereits bestehenden Finowkanal und den beiden damals gebauten Havel-Seitenkanälen Malzer und Oranienburger Kanal verwendet.


17.06.1911

Die Universität Island wird in Reykjavík gegründet.

Háskóli Íslands, die Universität von Island in Reykjavík, ist die älteste Universität Islands und wurde am 17. Juni 1911 gegründet. Sie hat das größte Studienangebot Islands, mit den Fachgebieten Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Ingenieurwesen, Recht, Medizin, Pharmazie, Krankenpflege, Natur- und Sozialwissenschaften, Odontologie und Theologie.


17.06.1908

Der US-amerikanische Erfinder Frank W. Wood beantragt Patentschutz für eine elektrische Segmentanzeige.

Ein Patent ist ein hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patents ist berechtigt, anderen die Nutzung der Erfindung zu untersagen. Das Schutzrecht wird auf Zeit gewährt; in Deutschland gemäß § 16 Patentgesetz für 20 Jahre.


17.06.1902

In Tianjin wird die erste chinesischsprachige Zeitung Ta Kung Pao (Große Allgemeine Zeitung) gegründet.

Tianjin, nach Post und nach Stange Tientsin, ist eine Hafenstadt in der Volksrepublik China. Das Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 11.943 Quadratkilometern. Tianjin ist eine der vier regierungsunmittelbaren Städte in China, das heißt direkt der Zentralregierung in Peking unterstellt, und hat damit denselben Status wie eine Provinz.


17.06.1901

In Berlin beginnt die II. Orthographische Konferenz, auf der unter Beteiligung von Konrad Duden Beratungen über die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung stattfinden. Am Ende der Konferenz einigen sich die Beteiligten auf ein amtliches Regelwerk für den Behördengebrauch.

Auf der Orthographischen Konferenz von 1901 in Berlin wurde erstmals eine gemeinsame deutsche Orthographie aller deutschsprachigen Staaten festgelegt, die zu großen Teilen auf der preußischen Schulorthographie beruhte, aber darüber hinaus auch Vorschläge der Orthographischen Konferenz von 1876 übernahm, die von Preußen noch nicht umgesetzt worden waren. Die nächste gesamtdeutsche Rechtschreibreform fand im Jahr 1996 statt.


17.06.1900

Truppeneinheiten der Vereinigten acht Staaten erobern während des Boxeraufstands die strategisch bedeutsamen Taku-Forts an der Mündung des Flusses Hai He.

Die Vereinigten acht Staaten waren eine Allianz aus den Staaten Italien, USA, Frankreich, Österreich-Ungarn, Japan, Deutsches Reich, Vereinigtes Königreich und Russland, die im Frühjahr und Sommer 1900 einen Krieg gegen das Chinesische Kaiserreich führten.


17.06.1898

Das Preußische Abgeordnetenhaus beschließt ein Gesetz (Lex Arons), das Sozialdemokraten das akademische Lehramt an Hochschulen verweigert. Damit gelingt es nach einigen Monaten, den Privatdozenten Leo Arons von der Berliner Königlichen Hochschule zu entfernen.

Das Preußische Abgeordnetenhaus war bis 1918 die nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählte Zweite Kammer des Preußischen Landtags neben dem Preußischen Herrenhaus. Es wurde durch die von Friedrich Wilhelm IV. verordnete Preußische Verfassung vom 5. Dezember 1848 eingerichtet. Die Bezeichnung Abgeordnetenhaus wurde 1855 eingeführt. Die Abgeordneten wurden üblicherweise mit dem Namenszusatz MdA bzw. MdPrA, gelegentlich auch MdHdA, gekennzeichnet.


17.06.1894

In Berlin wird der Grundstein für den Neubau des Berliner Doms von Julius Carl Raschdorff gelegt.

Berlin ist die Hauptstadt und ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Die Großstadt ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit 891 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde Deutschlands sowie die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. In der Agglomeration Berlin leben mehr als 4,7 Millionen Menschen und in der Metropolregion Berlin-Brandenburg mehr als 6,2 Millionen. Der Stadtstaat besteht aus zwölf Bezirken. Neben den Flüssen Spree, Havel und Dahme befinden sich im Stadtgebiet kleinere Fließgewässer sowie zahlreiche Seen und Wälder.


17.06.1885

Die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs an die USA, kommt im Hafen von New York an.

Die Freiheitsstatue ist eine von Frédéric-Auguste Bartholdi geschaffene neoklassizistische Kolossalstatue zwischen New York City und Jersey City. Sie steht auf Liberty Island im New Yorker Hafen, wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht und ist ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten. Die Statue ist seit 1924 Teil des Statue of Liberty National Monument und seit 1984 als Weltkulturerbe der UNESCO klassifiziert.


17.06.1877

In der Schlacht am White Bird Canyon gewinnen Indianer vom Stamm der Nez Percé gegen eine Einheit der US-Armee.

Der Krieg gegen die Nez Percé im Jahr 1877 war ein Feldzug der Armee der Vereinigten Staaten gegen eine Gruppe von Indianern des Stammes der Nez Percé. Die Indianer, angeführt von Chief Joseph (Hin-mah-too-yah-lat-keht) und anderen Häuptlingen, weigerten sich, in das ihnen zugewiesene Reservat zu ziehen und flohen stattdessen aus der Gegend der Lapwai-Reservation in Idaho nach Montana und in Richtung Kanada. Vom 17. Juni bis 5. Oktober legten sie rund 2000 Kilometer zurück und konnten den sie verfolgenden Einheiten der amerikanischen Armee unter General Oliver Otis Howard mehrere Niederlagen zufügen, wurden aber schließlich wenige Kilometer vor der kanadischen Grenze gestoppt und zur Aufgabe gezwungen.


17.06.1876

Ein Überraschungsangriff von 1500 Lakota- und Cheyenne-Kriegern in der Schlacht am Rosebud Creek auf etwa 1000 Soldaten der US-Armee unter Befehl des Generals George Crook bringt den vom Häuptling Crazy Horse geführten Indianern Erfolg.

Die Lakota, Lakhota sind die westlichste Dialekt- und Stammesgruppe der Sioux aus der Sioux-Sprachfamilie. Ursprünglich lebten die Lakota gemeinsam mit den übrigen Sioux-Stämmen im Gebiet westlich der Großen Seen, jedoch wurden später große Gruppen der Sioux von den Anishinabe nach Süden und Westen verdrängt. Auf der Wanderung in ihre neuen Jagdgründe teilten sich die Sioux in drei große regionale Stammesgruppen, die sich im Dialekt und teilweise auch in ihrer Lebensweise und Kultur unterschieden – in die im Osten zurückgebliebenen Dakota bzw. Östliche Dakota, die Westlichen Dakota sowie die westwärts auf die Plains gezogenen Lakota, die seitdem auch als Teton bekannt sind.


17.06.1875

Die Bahnstrecke Berlin–Dresden geht in Betrieb.

Die Bahnstrecke Berlin–Dresden ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Berlin, Brandenburg und Sachsen. Das nördliche Teilstück in und um Berlin wird auch Dresdener Bahn oder Dresdner Bahn genannt.


17.06.1862

Württembergs König Wilhelm I. genehmigt den Aufbau einer Staatssammlung für vaterländische Kunst- und Altertumsdenkmale in Stuttgart – das heutige Landesmuseum Württemberg.

Württemberg ist der östliche Landesteil von Baden-Württemberg und war ein seit dem Hochmittelalter bestehender Teilstaat des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, des Rheinbundes, des Deutschen Bundes und des Deutschen Reiches. Sein Territorium ging 1952 im neu gebildeten Bundesland Baden-Württemberg auf. Haupt- und Residenzstadt war Stuttgart. Das Land bildete sich im 11. Jahrhundert aus dem Herrschaftsgebiet des Hauses Württemberg am mittleren Neckar heraus. Neben diesem Kerngebiet gehörten bis 1793 linksrheinische Gebiete im Elsass und um Montbéliard (Württemberg-Mömpelgard) zu Württemberg.


17.06.1843

Das Bunker Hill Monument wird feierlich eingeweiht. Es erinnert an die Schlacht im Jahr 1775 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Das Heranschaffen des Baustoffs für den Obelisken geschah mit der eigens dafür errichteten Granite Railway.

Das Bunker Hill Monument ist ein 211 ft (64,3 m) hoher Granit-Obelisk mit 294 Stufen, der zwischen 1827 und 1843 in Charlestown zu Ehren der Schlacht von Bunker Hill errichtet wurde. Er gehört zum Boston National Historical Park, einer Gedenkstätte vom Typ eines National Historical Parks und wird vom National Park Service verwaltet.


17.06.1842

Die britischen Diplomaten Charles Stoddart und Arthur Conolly werden in Buxoro als angebliche Spione enthauptet.

Charles Stoddart war ein britischer Offizier und Diplomat.


17.06.1837

Der erste deutsche Tierschutzverein wird durch Albert Knapp gegründet.

Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und Leiden, Schmerzen, Schäden sowie unnötige Beeinträchtigungen zu reduzieren beziehungsweise zu verhindern. Im Unterschied zu den Verfechtern von Tierrechten, die teilweise jegliche Nutzhaltung von Tieren durch den Menschen ablehnen, liegt im Tierschutzrecht und seinen zugehörigen Regelungen der Schwerpunkt auf der sach- und artgerechten Haltung, Umgang mit und Nutzung von Tieren durch den Menschen.


17.06.1814

Der Botanische Garten Darmstadt entsteht, nachdem Großherzog Ludwig I. der Trockenlegung des Darmbachs und einer damit geänderten Geländenutzung zustimmt.

Der Botanische Garten Darmstadt ist ein Botanischer Garten in der südhessischen Universitätsstadt Darmstadt. Er ist öffentlich zugänglich.


17.06.1813

Das Lützowsche Freikorps des preußischen Majors Ludwig Adolf Wilhelm Freiherr von Lützow wird bei Kitzen nahe Leipzig von den Truppen Napoleons I. fast vollständig vernichtet.

Das Lützowsche Freikorps war ein Freiwilligenverband der preußischen Armee in den Befreiungskriegen. Es wurde von Major Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow 1813 errichtet und 1814 als Infanterie-Regiment Nr. 25 bzw. Ulanen-Regiment Nr. 6 in die preußischen Linientruppen übernommen. Obwohl das Freikorps im Krieg gegen Napoleon eher glücklos war, entwickelte es aufgrund seiner Zusammensetzung aus Freiwilligen fast aller deutscher Staaten eine hohe Symbolkraft für die Bestrebungen zur Errichtung eines deutschen Nationalstaates.


17.06.1791

Wolfgang Amadeus Mozart komponiert sein Ave verum.

Wolfgang Amadeus Mozart, der selbst zumeist den Namen Wolfgang Amadé Mozart führte, war ein Komponist der Wiener Klassik. Er schuf eine Vielzahl von Meisterwerken in so gut wie allen musikalischen Gattungen seiner Zeit und gilt als einer der berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte.


17.06.1789

In der von König Ludwig XVI. einberufenen Ständeversammlung erklärt sich der Dritte Stand zur Nationalversammlung, ein Akt der Vorrevolution in Frankreich.

Ludwig XVI., französisch Louis XVI aus dem Haus Bourbon wurde nach dem Tod seines Vaters 1765 Dauphin und nach dem seines Großvaters 1774 König von Frankreich und Navarra. Er war der letzte König des Ancien Régime.


17.06.1775

Bei der Belagerung von Boston kommt es im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zur Schlacht von Bunker Hill.

Die Belagerung von Boston vom 19. April 1775 bis zum 17. März 1776 war die Eröffnungsphase des aktiven Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, in der Milizen aus Neuengland die Stadt Boston belagerten, um militärische Bewegungen der darin befindlichen britischen Armee zu verhindern. Obwohl die Belagerung nur mäßig erfolgreich war, gelang es den amerikanischen Truppen unter George Washington nach elf Monaten die Briten zum Rückzug aus der Stadt zu zwingen. Das bedeutendste Einzelereignis der Belagerung war die Schlacht von Bunker Hill, während sie selbst als längster Konflikt innerhalb des Krieges gilt. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Bildung der Continental Army und förderte die Einigkeit der Kolonien.


17.06.1773

Die russische Zarin Katharina II. verspricht in einem Toleranzedikt das Dulden aller religiöser Bekenntnisse, nimmt davon aber Juden aus, die nach der ersten Teilung Polens in ihren Machtbereich geraten sind.

Das Russische Kaiserreich, auch das Russische Reich, war eine absolute Monarchie im nördlichen Teil von Eurasien. Es war Nachfolger des Zarentums Russland (1547–1721) und bestand von der Annahme des Kaisertitels durch Peter den Großen 1721 bis zur Ausrufung der Republik infolge der Februarrevolution 1917. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung Mitte des 19. Jahrhunderts stellte es das drittgrößte Reich der Weltgeschichte beziehungsweise das größte zusammenhängende neuzeitliche Reich dar.


17.06.1722

Die protestantische Glaubensbewegung Herrnhuter Brüdergemeine wird gegründet.

Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine auf die böhmische Reformation (Böhmische Brüder) und den vom Pietismus beeinflussten Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf zurückgehende internationale Kirche. Als Gründungsjahr gilt zum einen 1457, zum anderen 1727. Nach Hedwig Richter gilt die Herrnhuter Brüdergemeine „als die bedeutendste Gemeinschaft, die der Pietismus hervorgebracht hat“.


17.06.1715

Im Hardtwald wird der Grundstein für das Schloss Karlsruhe und damit der Stadt Karlsruhe gelegt.

Der Hardtwald ist ein historisches Waldgebiet in der Oberrheinebene zwischen Rastatt und Graben-Neudorf, nördlich und südlich von Karlsruhe. Als bekanntes Waldgebiet dieser Region wird nach ihm die Landschaft auf dem rechtsrheinischen Hochgestade als Hardt bezeichnet. Er ist unterteilt in die nördliche, untere oder Karlsruher Hardt im Norden des Flusses Alb und die südliche oder obere Hardt südlich der Alb. Im weiteren Sinne zählen zum Hardtwald die zwischen Bruchsal und Schwetzingen gelegenen Forste Lußhardt und Schwetzinger Hardt. Zahlreiche ortsansässige Unternehmen, Vereine, Schulen und Bauwerke tragen das Wort Hardt als Bestandteil im Namen. Seltener ist auch die Schreibweise Haardt zu lesen, was nicht zu Verwechslungen mit der linksrheinischen Haardt, einem Gebirgszug, führen sollte.


17.06.1631

Mumtaz Mahal stirbt bei der Geburt ihres 14. Kindes. Ihr Mann, der indische Großmogul Shah Jahan, lässt mit der Errichtung eines Grabmals für sie beginnen. Die Errichtung des Taj Mahal dauert bis 1648.

Mumtaz Mahal war mit Shah Jahan, dem Großmogul (Kaiser) von Indien, verheiratet. Ihr wurde der Taj Mahal als Grabmal erbaut. Sie erhielt von ihrem Gemahl den Namen Mumtaz-i-Mahal, was Auserwählte des Palastes bedeutet.


17.06.1608

Das Vogelstaken wird in Lohne erstmals urkundlich erwähnt. Somit gilt der 17. Juni 1608 als Gründungstag des Schützenvereins Lohne.

Das Vogelschießen, regional auch Adlerschießen genannt, ist ein alter Schützenwettbewerb, bei dem es gilt, mit einer Schusswaffe bzw. Armbrust einen hölzernen Vogel auf einer hohen Stange, der Vogelstange, abzuschießen. Der teilweise aus kunstvoll gedrechselten oder ausgesägten und bemalten Holzteilen bestehende Vogel wird oft auch als Papagoy bezeichnet. Begleitet wird das Vogelschießen normalerweise von einem Dorf- oder Schützenfest. Der Wettbewerbsplatz wird häufig als Vogelwiese bezeichnet.


17.06.1579

Sir Francis Drake erhebt im Laufe seiner Weltumsegelung für England Anspruch auf ein Land, das er Nova Albion (das heutige Kalifornien) nennt.

Sir Francis Drake war ein englischer Freibeuter und Entdecker, später Vizeadmiral und der erste englische Weltumsegler.


17.06.1497

In der Schlacht von Deptford Bridge besiegen die königlichen Truppen Heinrichs VII. eine Armee kornischer Aufständischer.

Die Schlacht von Deptford Bridge war das Ende des kornischen Aufstandes von 1497. Sie fand am 17. Juni 1497 in der Nähe des heutigen Deptford im Südosten von London am Fluss Ravensbourne statt.


17.06.1462

Bei Târgoviște überfällt die kleine walachische Armee unter Fürst Vlad III. Drăculea nachts das Lager ihrer zahlenmäßig überlegenen türkischen Feinde, scheitert aber mit der Gefangennahme Sultan Mehmeds II.

Târgoviște, alte Schreibweise Tîrgoviște [tɨrˈgoviʃte], ist die Kreishauptstadt des Kreises Dâmbovița in Rumänien. Sie ist die ehemalige Hauptstadt der Walachei.


17.06.1429

Nach der zweitägigen Schlacht um Beaugency gegen eine englische Besatzung bekommt im Hundertjährigen Krieg eine von Jeanne d’Arc und Herzog Johann II. von Alençon angeführte Streitmacht einen weiteren Übergang über die Loire unter Kontrolle.


17.06.1405

In der Schlacht am Stoss während der Appenzellerkriege besiegen die Appenzeller die Habsburger. Gleichzeitig besiegt auch das verbündete St. Gallen habsburgische Truppen im Gefecht bei Rotmonten.

Die Schlacht am Stoss war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Appenzell und Habsburg während der Appenzellerkriege. Sie fand am 17. Juni 1405 am Stoss, zwischen Altstätten und Gais im heutigen Kanton Appenzell Ausserrhoden statt.


17.06.1397

Mit der Krönung Eriks VII. zum gemeinsamen König von Dänemark, Norwegen und Schweden in Kalmar wird die Kalmarer Union gebildet.

Erich von Pommern war von 1412 bis 1439 alleiniger König der Kalmarer Union und damit gleichzeitig als Erik VII. König von Dänemark, als Erik III. König von Norwegen und als Erik XIII. König von Schweden.


17.06.1063

Der „Goslarer Rangstreit“ eskaliert zu einem Blutbad im Goslarer Stift St. Simon und Judas.

Beim Goslarer Rangstreit eskalierte zu Pfingsten 1063 im Goslarer Stift St. Simon und Judas der Streit um eine Sitzordnung zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit mehreren Toten. Hintergrund ist die frühmittelalterliche Rechtsordnung, die vor allem auf personalen Loyalitäten und jederzeit gewährbaren und entziehbaren Privilegien beruhte.


17.06.0656

ʿAlī ibn Abī Tālib, der Schwiegersohn des Propheten Mohammed, wird zum vierten Kalifen gewählt. Teile der Muslime, an ihrer Spitze der syrische Statthalter Muʿāwiya I., lehnen ihn jedoch ab, weil eine Verstrickung Alis in die Ermordung seines Vorgängers ʿUthmān vermutet wird. Die Meinungsverschiedenheiten münden letztlich in die Abspaltung der Schiiten.

Abū l-Hasan ʿAlī ibn Abī Tālib, häufig kurz Ali genannt, war der Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed und ist eine zentrale Figur des Islam. Er war der erste männliche Anhänger Mohammeds und heiratete dessen Tochter Fatima. Nach dem Tode des Propheten im Jahre 632 war er von 656 bis 661 Kalif. Über die Frage, ob er berechtigt gewesen wäre, unmittelbar nach dem Tode Mohammeds dessen Nachfolge anzutreten, entzweiten sich die Muslime: Für die Schiiten, deren Name sich von schīʿat ʿAlī ableitet, war ʿAlī der rechtmäßige Nachfolger Mohammeds, die Sunniten dagegen meinen, dass Mohammeds Schwiegervater Abū Bakr, der auch tatsächlich die Nachfolge antrat, größeren Anspruch darauf hatte. Den Sunniten gilt ʿAlī als vierter und letzter Rechtgeleiteter Kalif, den Schiiten und den Aleviten, deren Name sich ebenfalls von ʿAlī ableitet, als erster der Zwölf Imame. Auch ʿAlīs Söhne Hasan und Husain sind zentrale Personen im schiitischen und alevitischen Islam. Bis heute genießen die Aliden hohes Ansehen in den muslimischen Gesellschaften.


17.06.0362

Der römische Kaiser Julian erlässt das Rhetorenedikt, wonach die Einstellung eines Lehrers von der Curia und dem Kaiser zu beurteilen ist. De facto wird christlichen Lehrern damit untersagt, an öffentlichen Schulen zu unterrichten.

Das Römische Reich war das von den Römern, der Stadt Rom bzw. dem römischen Staat beherrschte Gebiet zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und 7. Jahrhundert n. Chr., wobei eine eindeutige Abgrenzung weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich ist. Die Bezeichnung Imperium Romanum für den römischen Machtbereich ist seit der Zeit Ciceros belegt. Die seit Augustus übliche staatsrechtliche Bezeichnung lautete Senatus Populusque Romanus (S.P.Q.R.) – „Der Senat und das Volk von Rom“.