Historische Ereignisse am Sonntag, 18. Januar

63 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 18. Januar statt — von 336 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

# Orkantief Friederike und die historischen Dimensionen des 18. Januar

Der 18. Januar markiert in der europäischen Geschichte mehrfach Tage von erheblicher Bedeutung. Im Jahr 2018 erreichte das Orkantief Friederike seinen Höhepunkt, während es über Europa hinwegfegte und acht Todesfälle sowie Sachschäden im dreistelligen Millionenbereich zur Folge hatte. Dieses Naturereignis steht in einer Reihe mit anderen schweren Stürmen, die den Kontinent heimgesucht haben. Weniger dramatisch, aber kulturell bedeutsam war die Gründung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthener Anhalt im Jahr 2007, eine über 300 Jahre nach der Auflösung ihrer Vorgängerin entstandene Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache.

Die historischen Ereignisse dieses Datums reichen bis in die Antike zurück und dokumentieren Wendepunkte in Politik, Krisenmanagement und gesellschaftlicher Entwicklung. Während manche Tage durch Naturgewalten geprägt sind, zeigen andere die menschliche Fähigkeit zur Wiederherstellung und kulturellen Kontinuität. Der 18. Januar vereint solche unterschiedlichen Dimensionen menschlicher Erfahrung in seinem historischen Spektrum.

Der Wetterdienst zeigt für diesen Sonntag Bewölkung im mittleren Bereich mit Temperaturen zwischen fünf und acht Grad Celsius. Der Mond befindet sich in seiner zunehmenden Phase, während astrologisch gesehen die Sonne im Wassermann steht. DayAtlas präsentiert für jeden beliebigen Tag und Ort aktuelle Wetterdaten, historische Ereignisse sowie Informationen über berühmte Geburtstage und Todesfälle.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 8. April.

18.01.2018

Das Orkantief Friederike erreicht seinen Höhepunkt, während es durch Europa zieht. Es fordert acht Tote, viele Verletzte und richtet Schäden in Höhe von Hunderten Millionen an.

Das Orkantief Friederike, in Frankreich tempête David genannt, zog als schwerer Sturm mit Orkanböen am 18. Januar 2018 von Westen durch Irland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Belgien und Deutschland bis nach Polen. Zehn Menschen starben, der versicherte Schaden betrug 1,7 Mrd. Euro., wobei mehr als die Hälfte der Schadensumme aus Deutschland kam. Der Sturm war der stärkste in der Mitte Deutschlands seit dem Orkan Kyrill 2007, war aber deutlich kleinräumiger als Kyrill. Nicht nur auf dem Brocken im Harz und vielen anderen Mittelgebirgsgipfeln, auch im Flachland erreichte er an vielen Messstellen Orkanstärke.


18.01.2009

Mit einem einseitigen Waffenstillstand beenden die israelischen Streitkräfte die seit 27. Dezember des Vorjahres laufende Operation Gegossenes Blei gegen Einrichtungen und Mitglieder der Hamas im Gazastreifen.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte sind die Streitkräfte des Staates Israel. In den Teilstreitkräften der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte dienten 2020 ungefähr 170.000 Männer und Frauen; zusätzlich gab es rund 465.000 Reservisten.


18.01.2007

Über 300 Jahre nach Auflösung der ersten Fruchtbringenden Gesellschaft wird in Köthen die Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e. V. – Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache gegründet.

Die Fruchtbringende Gesellschaft, auch Palmenorden genannt, war die erste und mit 890 Mitgliedern auch größte deutsche Sprachakademie. In ihrer Imprese zeigt sie die vielfach brauchbare Dattelpalme mit der Devise „Alles Zu Nutzen“.


Der Orkan Kyrill, der schwerste Orkan seit Lothar vom 26. Dezember 1999, fegt über Europa hinweg. 47 Menschen kommen ums Leben und es entsteht ein Sachschaden von über einer Milliarde Euro.

Kyrill war ein Orkan, der am 18. und 19. Januar 2007 das öffentliche Leben in weiten Teilen Europas beeinträchtigte und in Böen Windgeschwindigkeiten bis zu 225 km/h erreichte. Er verursachte Schäden in Höhe von etwa 10 Milliarden US-Dollar, davon 5,5 Milliarden in Deutschland. 47 Menschen starben, über eine Million Menschen waren zeitweilig ohne Strom. Betriebe, Behörden, Schulen, Universitäten und Kindergärten wurden vorzeitig geschlossen; es gab erhebliche Beeinträchtigungen im Verkehrssektor: Flüge mussten gestrichen, Fährverbindungen eingestellt und Straßen gesperrt werden. Der Bahnverkehr wurde in einigen Teilen Mitteleuropas zeitweise eingestellt, zehntausende Reisende waren betroffen.


18.01.2005

Der Prototyp des Airbus A380 wird in Anwesenheit prominenter Gäste aus der Politik in Toulouse Medienvertretern vorgestellt.

Ein Prototyp stellt in der Technik ein für die jeweiligen Zwecke funktionsfähiges, oft aber auch vereinfachtes Versuchsmodell eines geplanten Produktes oder Bauteils dar. Es kann dabei nur rein äußerlich oder auch technisch dem Endprodukt entsprechen. Ein Prototyp dient oft als Vorbereitung einer Serienproduktion, kann aber auch als Einzelstück geplant sein, das nur ein bestimmtes Konzept illustrieren soll. Mit dem Prototyp wird einerseits die Tauglichkeit, andererseits die Akzeptanz geprüft. Entsprechend ist der Prototyp auch ein wesentlicher Entwicklungsschritt im Rahmen des Designs und wird nicht nur in technischen Zusammenhängen genutzt.


18.01.2003

Die am 8. Januar ausgebrochenen Buschfeuer in der australischen Hauptstadt Canberra geraten außer Kontrolle und durchbrechen die Eindämmungslinien.

Die Buschfeuer in Canberra im Januar 2003 gehören zu den größten bekannten Naturkatastrophen in Australien. Sie verursachten schwere Schäden in den Außenbezirken der Hauptstadt Canberra, darüber hinaus verbrannte fast die gesamte Vegetation auf 70 % der Fläche des Australian Capital Territory (ACT). Die Buschfeuer hatten während einer Woche in der abgelegenen Wildnis westlich der Stadt gewütet, durchbrachen dann am 18. Januar 2003 die Eindämmungslinien und umschlossen einige Stadtteile. Insgesamt wurden 500 Wohnhäuser zerstört und vier Menschen kamen in den Flammen ums Leben, bevor ein Wetterumschwung den Großbrand unter Kontrolle brachte. Der Sachschaden betrug rund 300 Millionen australische Dollar.


18.01.2002

Zwei Tage nach der Errichtung eines Sondergerichtshofes durch einen Vertrag zwischen Sierra Leone und den Vereinten Nationen wird der Bürgerkrieg in Sierra Leone von Präsident Ahmad Tejan Kabbah in einer feierlichen Zeremonie für beendet erklärt.

Der 16. Januar ist der 16. Tag des gregorianischen Kalenders, somit bleiben 349 Tage bis zum Jahresende.


Rudi Cerne übernimmt die Moderation von Aktenzeichen XY … ungelöst.

Rudi Cerne ist ein deutscher Sportjournalist, Fernsehmoderator und ehemaliger Eiskunstläufer, der im Einzellauf startete.


18.01.2000

Auf Aufforderung der Partei tritt der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl wegen der CDU-Spendenaffäre als Ehrenvorsitzender der CDU zurück.

Helmut Josef Michael Kohl war ein deutscher Politiker (CDU). Er war vom 1. Oktober 1982 bis zum 27. Oktober 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und regierte mit einer schwarz-gelben Koalition wie vor ihm Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Seine Amtszeit ist mit 5870 Tagen die bisher längste, sie dauerte neun Tage länger als die Amtszeit Angela Merkels. Kohl war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz.


Der etwa 4,5 Milliarden Jahre alte Meteorit Tagish Lake tritt in die Erdatmosphäre ein und schlägt in den vereisten Tagish Lake im Norden Kanadas ein.

Ein Meteorit [meteoˈrit] ist ein relativ kleiner Festkörper kosmischen Ursprungs, der die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht hat. Er besteht gewöhnlich überwiegend aus Silikatmineralen oder einer Eisen-Nickel-Legierung, wovon ein gewisser Teil beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht ist. Da es sich fast immer um vielkörnige Mineral-Aggregate handelt, werden Meteoriten unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung zu den Gesteinen gezählt. Unabhängig davon werden die einzelnen Bestandteile eines Meteoriten als Minerale, Elemente oder Erze klassifiziert, dies ist auch bei Gesteinen der Fall. Meteoriten sind von wissenschaftlichem Interesse, da sie Informationen über die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems liefern können.


18.01.1996

In Lübeck sterben bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft zehn Menschen.

Die Hansestadt Lübeck ist eine kreisfreie Großstadt im Norden Deutschlands. Sie liegt im Südosten Schleswig-Holsteins an der Lübecker Bucht, einer Meeresbucht der Ostsee. Lübeck ist hinsichtlich der Einwohnerzahl nach der Landeshauptstadt Kiel die zweitgrößte und hinsichtlich der Fläche die größte Stadt in Schleswig-Holstein. Die Hansestadt an der Trave ist eines der vier Oberzentren des Landes, mit einem Hafen, einer spezialisierten Universität mit Klinikum, einer Technischen Hochschule und einer Musikhochschule. Das Theater Lübeck, die Musik- und Kongresshalle sowie fünfzehn Museen bieten ein reiches Kulturangebot. Lübeck wurde 1143 an heutiger Stelle gegründet und war von 1226 bis 1937 ein Stadtstaat. Als Hauptort der Hanse gehörte Lübeck im 13. und 14. Jahrhundert zu den bedeutendsten Städten Nordeuropas. Die erhaltenen Bereiche der Lübecker Altstadt mit über tausend Kulturdenkmalen gehören seit 1987 zum UNESCO-Welterbe. Darunter befinden sich einige bedeutende Bauwerke mittelalterlicher Backsteinarchitektur, wie die Lübecker Marienkirche, das Rathaus, einer der ältesten Dome im Ostseeraum, das Heiligen-Geist-Hospital, das Holstentor oder das Burgtor. Bekannt ist die Stadt außerdem für ihre sieben Türme und Lübecker Marzipan.


18.01.1993

Die erste Ausgabe des deutschen Nachrichtenmagazins Focus erscheint im Burda-Verlag München unter der Leitung von Herausgeber Hubert Burda und Helmut Markwort als Chefredakteur.

Focus ist ein deutschsprachiges Nachrichtenmagazin und eine Illustrierte aus dem Verlag Hubert Burda Media. Im Januar 1993 wurde das Magazin als Konkurrenzangebot zum Spiegel gegründet. Seit 2015 hat die Redaktion ihren Sitz in Berlin. Der Focus ist neben Spiegel und Stern eines der drei reichweitenstärksten deutschen Wochenmagazine. Das Konzept stammt von Hubert Burda und Helmut Markwort, der 2009 vom Chefredakteur in die Position des Herausgebers wechselte und seit 2017 im Impressum als Gründungschefredakteur geführt wird. Amtierende Chefredakteure des Focus sind seit 1. April 2023 Franziska Reich und Georg Meck.


18.01.1990

Washingtons Bürgermeister Marion Barry wird wegen des Besitzes und Konsums einer Droge vom FBI festgenommen.

Marion Shepilov Barry, Jr., war ein US-amerikanischer Politiker. Er war von 1979 bis 1991 sowie von 1995 bis 1999 Bürgermeister von Washington, D.C.


18.01.1982

Das im Bau befindliche französische Kernkraftwerk Creys-Malville wird im Zuge von Protesten mit fünf Raketen beschossen, die den Reaktorkern nur knapp verfehlen.

Das französische Kernkraftwerk Creys-Malville, auch Superphénix, liegt an der Rhone bei der kleinen Ortschaft Malville innerhalb der Gemeinde Creys-Mépieu im Département Isère. Es handelt sich dabei um einen natriumgekühlten schnellen Brüter, der seit 1996 keinen Strom mehr produziert, 1997 endgültig stillgelegt wurde und bis 2027 abgebaut werden soll.


18.01.1975

Die Oper Ein wahrer Held von Giselher Klebe wird in Zürich uraufgeführt.

Giselher Wolfgang Klebe war ein deutscher Komponist. Von 1986 bis 1989 war er Präsident der Akademie der Künste in Berlin.


18.01.1974

Durch Vermittlung des US-amerikanischen Außenministers Henry Kissinger schließen Ägypten und Israel ein Abkommen über eine Truppenentflechtung nach dem Jom-Kippur-Krieg.

Henry Alfred Kissinger war ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Politiker der Republikanischen Partei. Als Nationaler Sicherheitsberater und Außenminister unter den Präsidenten Nixon und Ford hat er die Außenpolitik der Vereinigten Staaten zwischen 1969 und 1977 maßgeblich mitbestimmt.


18.01.1969

Die erste Sendung der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck als Moderator wird ausgestrahlt.

Die ZDF-Hitparade ist eine 32 Jahre von 1969 bis 2000 vom ZDF aus Berlin ausgestrahlte Musiksendung. Bekannt wurde die Hitparade vor allem durch die Moderation von Dieter Thomas Heck.


18.01.1963

Die zum Britischen Weltreich gehörende Kolonie Aden tritt der Südarabischen Föderation bei.

Das Britische Weltreich war das vom 17. bis zum 20. Jahrhundert bestehende, größte Kolonialreich der Geschichte und vom Ende der Napoleonischen Ära bis zum Ersten Weltkrieg die führende Weltmacht. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, 1922, umfasste es mit 458 Millionen Einwohnern und ca. 33,67 Millionen km² sowohl ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung als auch ein Viertel der Landfläche der Erde.


18.01.1956

Die Volkskammer der DDR beschließt die Aufstellung der Nationalen Volksarmee (NVA).

Die Volkskammer war vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 das Parlament der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Nominell war sie das höchste Verfassungsorgan, tatsächlich bestimmte aber die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Politik der DDR. Dies änderte sich erst durch die Friedliche Revolution von 1989/90.


18.01.1953

Der Deutsche Badminton-Verband wird gegründet. Zum ersten Präsidenten wird Hans Riegel jr. gewählt.

Der Deutsche Badminton-Verband e. V. (DBV) wurde am 18. Januar 1953 gegründet. Er ist in 16 Landesverbände gegliedert. Seit einer Strukturreform im Jahr 2022 wird der DBV von einem siebenköpfigen Präsidium geleitet, dem der DBV-Präsident vorsitzt.


18.01.1951

Der Film Die Sünderin mit Hildegard Knef in der Hauptrolle wird zum ersten Mal aufgeführt und löst wegen angeblicher Glorifizierung von Prostitution, Sterbehilfe und Suizid einen Skandal aus. Aufführungsverbote und kirchliche Ablehnung wecken Interesse und sorgen für einen filmischen Publikumserfolg.

Die Sünderin ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1951. Er feierte seine Erstaufführung am 18. Januar 1951.


18.01.1947

Nach einer Parteiversammlung im Palazzo Barberini in Rom spaltet sich der rechte Flügel der Sozialistischen Partei Italiens um Giuseppe Saragat ab, um als PSLI (später PSDI) weiter die Regierung von Alcide De Gasperi zu unterstützen und Italiens antisowjetische Orientierung nach Westen zu verankern.

Der mächtige Bau des Palazzo Barberini, der aus einem ehemaligen Palazzo der Familie Sforza hervorgegangen ist und wesentlich vergrößert wurde, beherrscht den gleichnamigen Platz in Rom. Er beherbergt einen Teil der Gallerie Nazionali d’Arte Antica und das Istituto Italiano di Numismatica. Der Palast liegt am Nordabhang des Quirinalshügels ca. 50 m südöstlich der Piazza Barberini. Der Zugang befindet sich an der Via Quattro Fontane.


18.01.1945

Zwei Tage nach der Ankunft Adolf Hitlers in Berlin wird auf dem Wilhelmplatz in der Stadtmitte das letzte Aufgebot des Volkssturms filmisch festgehalten, darunter auch eine Rede des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels mit dem bekannten Teil: „… unsere Mauern mögen brechen, aber unsere Herzen nie …“.

Adolf Hitler war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft und von 1933 bis zu seinem Tod Diktator des Deutschen Reichs. Ab 1921 war er Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), von 1933 bis 1945 deutscher Reichskanzler, ab 1934 auch Staatsoberhaupt und ab 1938 Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht.


18.01.1943

Die Nationalsozialisten marschieren in das Warschauer Ghetto ein, um dieses aufzulösen und die jüdischen Bewohner in Vernichtungslager zu deportieren. Der Jüdischen Kampforganisation unter Mordechaj Anielewicz gelingt es in viertägigen Kämpfen, die Deutschen zunächst wieder zu vertreiben.

Das Warschauer Ghetto, von den deutschen Behörden „Jüdischer Wohnbezirk in Warschau“ genannt, wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten für Juden aus der näheren und weiteren Umgebung errichtet und war das bei weitem größte Ghetto unter dem Nationalsozialismus. Es wurde Mitte 1940 im Stadtzentrum Warschaus, westlich der Altstadt im Stadtteil Wola zwischen dem Bahnhof Warszawa Gdańska und dem Hauptbahnhof Dworzec Główny und dem Jüdischen Friedhof, errichtet. Hierher wurden vor allem Juden aus ganz Warschau, aus anderen unter deutscher Kontrolle stehenden polnischen Regionen sowie aus dem deutschen Reichsgebiet und anderen besetzten Ländern deportiert. Es diente schließlich hauptsächlich als Sammellager für die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka der SS und war als solches Teil der organisierten Massenvernichtung, der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“. Das Warschauer Ghetto war 1943 der Ort der größten jüdischen Widerstandsaktion gegen den Völkermord, des jüdischen Aufstands im Warschauer Ghetto, der vom 19. April bis mindestens zum 16. Mai 1943 dauerte.


18.01.1942

Mit einem Angriff von Partisanen auf die deutschen Besatzer beginnt an der deutsch-sowjetischen Front die Schlacht um Cholm, bei der mehrere tausend deutsche Soldaten („Kampfgruppe Scherer“) eingekesselt und erst nach 105 Tagen entsetzt werden.

Die sowjetischen Partisanen waren Mitglieder der Widerstandsbewegung gegen Faschismus und Nationalsozialismus, die im Krieg von 1941 bis 1944 gegen die deutschen Besatzer der Sowjetunion kämpften. Häufig wurde die Widerstandsbewegung von der sowjetischen Regierung und Armeeführung organisiert und unterstützt.


18.01.1941

Das Museu Marítim de Barcelona öffnet für Besucher. Durch den Spanischen Bürgerkrieg hat sich die früher geplante Museumseröffnung verzögert.

Das Museu Marítim de Barcelona ist ein Schifffahrtsmuseum und befindet sich am Hafen von Barcelona in den Drassanes Reials de Barcelona, der ehemaligen Werft der Stadt.


18.01.1934

Ein schweres Erdbeben in der indischen Region Bihar fordert über 10.000 Todesopfer.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


18.01.1931

In Königsberg wird die Komische Oper König Midas von Wilhelm Kempff uraufgeführt. Das vom Komponisten verfasste Libretto basiert auf dem Textbuch zu dem Singspiel Das Urteil des Midas von Christoph Martin Wieland.

König Midas ist eine „komische Oper“ in einem Akt von Wilhelm Kempff. Er selbst verfasste auch das Libretto. Dieses basiert auf dem 1775 von Christoph Martin Wieland geschriebenen Textbuch zum Singspiel Das Urteil des Midas, das wiederum Ovids Musikwettstreit zwischen Pan und Apollo variiert. Das Werk erlebte seine Uraufführung am 18. Januar 1931 in Königsberg.


18.01.1919

In Versailles wird die Pariser Friedenskonferenz 1919 eröffnet, auf welcher der Erste Weltkrieg völkerrechtlich beendet und die Nachkriegsordnung festgelegt werden soll.

[vɛʀˈsɑːj] ist eine französische Stadt in der Region Île-de-France mit etwa 85.000 Einwohnern. Sie ist Verwaltungssitz des Départements Yvelines (78) und seit 1801 Sitz des Bistums Versailles. Der elegante Wohnort im Einzugsbereich von Paris ist auch Garnisonsstadt und einer der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte des Landes. Er ist weltweit bekannt für das größtenteils für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert erbaute Schloss Versailles und den dort unterzeichneten Friedensvertrag von Versailles von 1919.


18.01.1918

Nach der Wahl vom 25. November des Vorjahres tritt die Russische konstituierende Versammlung im Taurischen Palais in St. Petersburg erstmals zusammen. Sie wird bereits am nächsten Tag von der bolschewistischen Regierung Russlands aufgelöst.

Die russische konstituierende Versammlung, auch russische Konstituante, war eine demokratisch gewählte verfassunggebende Körperschaft in Sowjetrussland nach der Oktoberrevolution von 1917. Sie bestand von 5.jul. / 18. Januar 1918greg. 16 Uhr abends bis 6.jul. / 19. Januar 1918greg. 5 Uhr morgens für 13 Stunden und wurde von der Regierung der Bolschewiki aufgelöst.


18.01.1915

Der japanische Premierminister Ōkuma Shigenobu überreicht dem Präsidenten der Chinesischen Republik, Yuan Shikai, die Einundzwanzig Forderungen, mit denen sich Japan einen größeren Einfluss in China sichern will.

Als Japanisches Kaiserreich wird zumeist die von der Meiji-Restauration ab 1868 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bestehende Staatsform Japans bezeichnet. Aus politischer Sicht umfasst es die Zeit von der Abschaffung der Han und Einrichtung der Präfekturen am 14. Juli 1871 über die Expansion Japans vom Pazifik in den Indischen Ozean bis zur formellen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 2. September 1945. Verfassungsgemäß bezieht sich der Begriff auf die Zeit vom 30. November 1890 bis zum 2. Mai 1947. Die Namen Japanisches Reich und Kaiserliches Japan sind allgemein bekannt und werden verwendet, obwohl die wörtliche Übersetzung der japanischen Bezeichnung Kaiserreich Großjapan lautet.


18.01.1911

Dem Flugpionier Eugene Burton Ely gelingt – zwei Monate nach dem ersten erfolgreichen Start – erstmals auch die Landung auf einem Schiff, auf einer Plattform des schweren Kreuzers USS Pennsylvania. Dabei kommt das bis heute verwendete Fanghakensystem von Hugh Robinson zur Anwendung.

Eugene Burton Ely war ein amerikanischer Flugpionier, dem der erste Abflug von und die erste Landung auf einem provisorischen Flugzeugträger zugeschrieben wird.


18.01.1901

Ernst von Wolzogen gründet in Berlin am Alexanderplatz mit dem Überbrettl das erste deutsche Kabarett.

Ernst Freiherr von Wolzogen war ein Schriftsteller, Verlagslektor und Gründer eines der ersten literarischen Kabarette in Deutschland.


18.01.1893

Die Messe in D-Dur von Ethel Smyth, das einzige geistliche Werk der Komponistin, wird in der Royal Albert Hall in London uraufgeführt. Die Uraufführung ist nur durch die Intervention der ehemaligen französischen Kaiserin Eugénie de Montijo möglich geworden.

Die Messe in D-Dur ist das wahrscheinlich bedeutendste Werk der damals 34-jährigen Ethel Smyth; sie wird auch als „Das Meisterwerk“ Smyths bezeichnet.


18.01.1887

Lazăr Edeleanu gelingt die Erstsynthese des Amphetamins an der Friedrich-Wilhelms-Universität.

Lazăr Edeleanu war ein rumänischer Chemiker.


18.01.1884

Vor der Insel Martha’s Vineyard an der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts sinkt der amerikanische Passagierdampfer City of Columbus nach einer Felskollision. 29 Menschen können gerettet werden, während 103 ertrinken oder im eiskalten Wasser erfrieren, darunter alle Frauen und Kinder an Bord.

Martha’s Vineyard ist eine 231,75 km² große Insel vor der Südküste von Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts. Ursprünglich war die Insel ein Gebiet der Wampanoag-Indianer; in ihrer Sprache nannten sie die Insel Noepe beziehungsweise „Land unter den Strömen“. 1602 wurde sie von dem britischen Entdecker Bartholomew Gosnold nach seiner Tochter Martha und dem an der Küste wachsenden Wein Martha’s Vineyard genannt.


18.01.1871

Wilhelm I. von Preußen wird im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert. Diesen Titel hatte er seit der deutschen Verfassung vom 1. Januar.

Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser. Als zweitgeborener Sohn Friedrich Wilhelms III. wurde er zunächst nicht auf die Aufgaben eines Monarchen vorbereitet, sondern schlug eine militärische Laufbahn ein. Infolge des Dekabristenaufstandes 1825 in Russland und der Julirevolution von 1830 in Frankreich entwickelte Wilhelm eine ausgeprägte Revolutionsfurcht. Da sein älterer Bruder König Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, avancierte Wilhelm zum Thronfolger. Die Öffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Militärpartei am preußischen Hof wahr. Wilhelms Haltung während der Märzrevolution 1848 ist in der Forschung umstritten. Der Prinz wird von Historikern aber meist als Befürworter eines gewaltsamen Vorgehens gegen die Demonstranten angesehen. 1849 ließ er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein mögliches politisches Instrument für Preußens Krone.


18.01.1828

Die Königreiche Bayern und Württemberg bilden den Süddeutschen Zollverein.

Das Königreich Bayern war ein Staat in Mitteleuropa. Es bezeichnete den bayerischen Staat zur Zeit der Herrschaft der bayerischen Könige zwischen 1806 und 1918. Das Königreich hatte seinen Ursprung im bayerisch-französischen Vertrag von Brünn vom 10. Dezember 1805 und in dem am 26. Dezember 1805 beim Frieden von Pressburg zwischen den Bevollmächtigten des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte und des römisch-deutschen und österreichischen Kaisers Franz II./I. abgeschlossenen Friedensvertrag, denn Österreich musste nun die Grafschaft Tirol und Vorarlberg an das mit Frankreich verbündete Bayern abtreten. Am 1. Januar 1806 erfolgte in München die Proklamation von Kurfürst Maximilian IV. zu König Maximilian I. Joseph.


18.01.1825

Das 1805 abgebrannte und von Joseph Bové wiedererbaute Petrowski-Theater wird unter dem Namen Bolschoi-Theater mit dem Prolog Der Triumph der Musen zur Musik von Alexei Nikolajewitsch Werstowski und Alexander Alexandrowitsch Aljabjew neu eröffnet.

Joseph Bové war ein russischer Architekt und Stadtbaumeister italienischer Abstammung. Berühmt wurde er vor allem durch seinen Beitrag beim Wiederaufbau Moskaus, nachdem dessen große Teile während des Krieges gegen Napoleon 1812 abgebrannt waren. Bis heute sind mehrere von Bové entworfene Bauwerke erhalten geblieben.


18.01.1801

Der russische Zar Paul I. macht Georgien zur Provinz seines Landes.

Das Russische Kaiserreich, auch das Russische Reich, war eine absolute Monarchie im nördlichen Teil von Eurasien. Es war Nachfolger des Zarentums Russland (1547–1721) und bestand von der Annahme des Kaisertitels durch Peter den Großen 1721 bis zur Ausrufung der Republik infolge der Februarrevolution 1917. Zur Zeit seiner größten Ausdehnung Mitte des 19. Jahrhunderts stellte es das drittgrößte Reich der Weltgeschichte beziehungsweise das größte zusammenhängende neuzeitliche Reich dar.


18.01.1800

Die Banque de France wird durch den Ersten Konsul Napoleon Bonaparte geschaffen, um nach der schweren Rezession während der Revolutionszeit das Wirtschaftswachstum zu fördern. Aufgabe der Bank ist es, im Austausch gegen angekaufte Handelswechsel dem Vorleger auf Sicht Banknoten auszugeben. Geschäftsgebiet ist jedoch nur die Stadt Paris.

Die Banque de France ist eine Zentralbank, die heute dem Europäischen System der Zentralbanken angehört. In der Zeit davor sicherte sie die frühere französische Währung, den Franc. Sie geht auf die Gründung durch Napoleon im Jahr 1800 zurück und hat ihren Sitz in Paris.


18.01.1799

Der Franzose Nicholas-Louis Robert erhält ein Patent auf die von ihm im Vorjahr erfundene Langsiebpapiermaschine.

Nicholas-Louis Robert war ein französischer Erfinder, der 1798 die erste Langsieb-Papiermaschine der Welt entwickelte.


18.01.1778

James Cook entdeckt auf seiner dritten Südseereise als erster Europäer Hawaii und tauft die Inseln Sandwich-Inseln.

James Cook war ein britischer Seefahrer, Kartograf und Entdecker. Berühmt wurde er durch drei Fahrten in den Pazifischen Ozean, den er genauer kartografierte als jeder andere vor ihm. Er entdeckte zahlreiche Inseln und wies nach, dass die Terra Australis nicht existierte und die Nordwestpassage mit Schiffen seiner Zeit nicht zu durchfahren war. Von großer Bedeutung für die Seefahrt waren auch seine wirkungsvollen Maßnahmen gegen Skorbut.


18.01.1777

Unter der Führung von Ethan Allen erklärt sich Vermont unter dem Namen New Connecticut zur unabhängigen Republik.

Ethan Allen war ein US-amerikanischer Freiheitskämpfer. Er kämpfte gegen die Niederlassungen der Provinz New York in Vermont und später auch für die Unabhängigkeit Vermonts während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.


18.01.1775

Im Südatlantik sichtet James Cook die unbewohnte Cooper-Insel.

Der Südatlantik ist der Teil des Atlantischen Ozeans, der südlich des Äquators und des Golfs von Guinea zwischen Südamerika und Afrika liegt. Im Süden grenzt der Südatlantik an den Südlichen Ozean, im Südwesten an den Pazifischen Ozean, im Südosten an den Indischen Ozean.


18.01.1773

Unter König Gustav III. beginnen im Stockholmer Bollhuset Opernaufführungen in Schweden.

Gustav III., aus dem Herzoghaus Schleswig-Holstein-Gottorf, war von 1771 bis 1792 König von Schweden.


18.01.1709

Die Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt werden durch einen Erlass von Preußens König Friedrich I. mit Wirkung zum 1. Januar 1710 zur „Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin“ vereinigt.

Die dokumentierte Geschichte der Stadt Berlin begann im Hochmittelalter mit der Gründung von zwei Handelsorten. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Berlin im Jahr 1244, das benachbarte Kölln bereits 1237. Archäologische Funde legen nahe, dass der Berliner Raum schon Jahrhunderte zuvor besiedelt war.


18.01.1701

Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, krönt sich selbst als Friedrich I. in Königsberg zum „König in Preußen“. Das von Friedrich großteils selbst inszenierte Zeremoniell findet im Königsberger Schloss statt.

Der Name Brandenburg-Preußen bezeichnet die Herrschaftsgebiete der Kurfürsten von Brandenburg aus dem Haus Hohenzollern in der Zeit zwischen 1618, als Kurfürst Johann Sigismund begann, das Herzogtum Preußen in Personalunion zusätzlich zu regieren, und 1701, dem Jahr der Erhebung des Kurfürsten Friedrich III. zum König in Preußen. Der Namens-Zusatz Preußen ist mit der Tatsache begründet, dass sich ihr Gesamtgebiet durch Erwerb des Herzogtums beinahe verdoppelte. Die Königskrönung führte zur Umwandlung des Herzogtums in das „Königreich Preußen“, das dem späteren Staat der Könige von Preußen den Namen Preußen gab.


18.01.1699

An der Hofburg in Wien erfolgt die Uraufführung der Oper La fede pubblica von Giovanni Bononcini.

Die Wiener Hofburg ist die ehemalige Winterresidenz der Habsburger in der österreichischen Hauptstadt Wien. Sie liegt zwischen Michaelerplatz, Josefsplatz, Heldenplatz und Ballhausplatz und umfasst eine Fläche von rund 300.000 Quadratmetern. Im Jahr 1279 erstmals urkundlich erwähnt, besteht sie aus dem gotischen Schweizertrakt von 1237, der Renaissance-Stallburg von 1556, dem Amalientrakt von 1582, dem barocken Leopoldinischen Trakt von 1670, der Hofbibliothek von 1726, dem Reichskanzleitrakt von 1728, der Winterreitschule von 1735, dem Redoutensaaltrakt von 1744, dem klassizistischen Zeremoniensaaltrakt von 1805, dem neobarocken Michaelertrakt von 1893 und dem Burggartentrakt von 1908. Ein Volksgartentrakt und ein Thronsaaltrakt, die als Teil des Kaiserforums geplant gewesen waren, blieben unausgeführt. Seit 1955 dient die Hofburg als Sitz des österreichischen Bundespräsidenten, der Nationalbibliothek und mehrerer Bundesmuseen.


18.01.1695

In Frankreich erlässt König Ludwig XIV. eine Kopfsteuer. Die Bevölkerung wird in 22 Steuerklassen eingeteilt. In der niedrigsten ist eine Livre an den Staat zu entrichten, in der höchsten sind es 2.000 Livres.

Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.


18.01.1678

Auf Rügen findet die Schlacht bei Warksow während des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges statt. Die Schweden erobern die von den Dänen eingenommene Insel gegen ein dänisch-brandenburgisches Heer zurück. Doch acht Monate später ist in einem neuen Kampf die Gegenseite erfolgreich.

Rügen ist die größte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands. Sie liegt vor der Ostseeküste Vorpommerns und gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen im Land Mecklenburg-Vorpommern.


18.01.1671

Der englische Freibeuter Henry Morgan erobert mit seinen Leuten die zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörende Stadt Panama. Die Plünderung erbringt für die Angreifer ein Vermögen, die Stadt wird in Brand gesetzt, ihre Einwohner werden massakriert.

Die klassische Piraterie oder Seeräuberei bezeichnet kriminelle Überfälle auf hoher See, ausgehend von bewaffneten Besatzungen von Seefahrzeugen auf die Besatzungen anderer Seefahrzeuge, zu eigennützigen oder terroristischen Zwecken. Bei derartigen Überfällen werden üblicherweise Eigentumsdelikte, Geiselnahmen, Menschenhandel, Erpressungen, Gewaltaktionen und Tötungen begangen. Das Pendant zur Piraterie, die auf Gewässern stattfindet, ist die Luftpiraterie, die sich auf Flugzeuge im Luftraum bezieht.


18.01.1629

Der schwedische Reichstag billigt einen Kriegseintritt des von König Gustav II. Adolf regierten Landes im Dreißigjährigen Krieg gegen die Heere des Kaisers Ferdinand II. in Deutschland.

Der Schwedische Reichstag ist das schwedische Parlament. Bereits seit dem 15. Jahrhundert bestand ein Ständereichstag. Von 1867 bis 1970 bestand der Schwedische Reichstag aus zwei Kammern, seither hat er eine Kammer.


18.01.1535

Nach der Eroberung Perus gründet der spanische Konquistador Francisco Pizarro zur Eindämmung des Einflusses der bisherigen Inka-Hauptstadt Cusco auf einer Eingeborenensiedlung die neue Hauptstadt Ciudad de los Reyes, das heutige Lima.

Die spanische Eroberung Perus beendete die Herrschaft des Reiches der Inka über große Teile des westlichen Südamerika und machte Spanien zusammen mit der Eroberung Mexikos endgültig zu einer Weltmacht der Frühen Neuzeit. Sie begann 1532/1533 mit der Gefangennahme des Inkaherrschers Atahualpa und der Einnahme der Hauptstadt Cusco durch Francisco Pizarro und wurde 1572 mit der Eroberung der Stadt Vilcabamba vollendet.


18.01.1529

Die protestantische Kirche gibt ihren ersten Katechismus heraus.

Mit dem seit 1529 verwendeten und ursprünglich politischen Begriff Protestanten werden im engeren Sinne die Angehörigen des Protestantismus, also der christlichen Konfessionen bezeichnet, die, ausgehend von Deutschland und der Schweiz, vor allem in Mittel- und Nordeuropa durch die Reformation des 16. Jahrhunderts entstanden sind und sich seitdem in verschiedene Gruppen weltweit weiterentwickelt haben.


18.01.1486

Mit der Heirat des englischen Königs Heinrich VII. aus dem Haus Tudor mit Elizabeth of York werden die beiden verfeindeten Herrscherhäuser Lancaster und York miteinander vereint. Die Rosenkriege gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Die Geschichte Englands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet England, des bevölkerungsreichsten Landesteils des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen, welche die Existenz des damaligen Britanniens belegen, sind Berichte von Caesar über seine Landung im Jahr 55 v. Chr. Die Bezeichnung „England“ stammt aus der Zeit nach der Einwanderung der Angelsachsen. Nachdem zunächst Wales in den Herrschaftsraum Englands eingegliedert worden war, aber vor allem nach der Besteigung des englischen Throns durch Jakob VI. von Schottland im Jahr 1603, wurde es immer schwieriger, zwischen englischer und britischer Geschichte zu unterscheiden. Durch die Vereinigung mit dem Königreich Schottland 1707 ging das Königreich England im Königreich Großbritannien auf. Das englische Parlament in London übernahm die Rolle des Parlaments von Großbritannien.


18.01.1367

Ferdinand I., der Schöne, besteigt als letzter Burgunder-König den portugiesischen Thron.

Ferdinand I. war der neunte König von Portugal und der letzte Monarch aus dem Haus Burgund. Seine Beinamen lauteten „der Schöne“ oder auch „der Unbeständige“.


18.01.1126

Der chinesische Kaiser Song Huizong übernimmt die Verantwortung für die – von ins Reich der Song-Dynastie eindringenden Jurchen erzwungene – Flucht nach Hangzhou und dankt zu Gunsten seines Sohnes Song Qinzong ab.

Huizong regierte China als 8. Kaiser der (Nördlichen) Song-Dynastie vom 24. Februar 1100 bis 18. Januar 1126.


18.01.0708

Sisinnius wird als Nachfolger von Johannes VII. nach 89-tägiger Vakanz als Papst inthronisiert.

Sisinnius wurde um den 15. Januar 708 herum zum Papst gewählt und war dies bis zu seinem Tod.


18.01.0532

Während des Nika-Aufstandes der Zirkusparteien gegen den byzantinischen Kaiser Justinian I. wird auf dem Forum in Konstantinopel Flavius Hypatius zum Kaiser ausgerufen. Die blutige Niederschlagung des Aufstandes durch Truppen unter Belisar fordert rund 30.000 Menschenleben.

Der Nika-Aufstand war eine Volkserhebung in Konstantinopel im Jahre 532 während der Regierungszeit des oströmischen Kaisers Justinian. Der Aufstand gilt als die schwerste Zirkusunruhe der Spätantike; während seines Verlaufs starben zahlreiche Menschen, und große Teile der Stadt wurden zerstört.


18.01.0474

Der sechsjährige Leo II. wird nach dem Tod seines Großvaters Leo I. neuer oströmischer Kaiser.

Leo II. war kurze Zeit (474) byzantinischer Kaiser.


18.01.0350

Der römische Feldherr Magnentius macht sich selbst in Augustodunum zum Gegenkaiser von Kaiser Constans. Der Usurpator erhält Unterstützung von Truppen im westlichen Teil des Römischen Reiches und erteilt den Auftrag, Constans zu töten.

Flavius Magnus Magnentius war römischer Gegenkaiser von 350 bis 353.


18.01.0336

Marcus wird zum Bischof von Rom gewählt und folgt damit auf Silvester I. nach 17-tägiger Vakanz.

Marcus war im Jahre 336 für wenige Monate Bischof von Rom.