Historische Ereignisse am Samstag, 18. Oktober
79 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 18. Oktober statt — von 1016 bis 2009. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am Samstag, dem 18. Oktober 2025, begeht die Geschichtsschreibung zahlreiche Jahrestage, die europäische Politik und Kultur nachhaltig geprägt haben. Vor genau zwanzig Jahren öffnete Otto Schily als Alterspräsident die konstituierende Sitzung des 16. Deutschen Bundestages und leitete damit eine neue Legislaturperiode des Parlamentarischen Systems ein. Ein Jahr zuvor, 2004, verteidigte der russische Schachgroßmeister Wladimir Kramnik seinen Weltmeistertitel in Brissago gegen den ungarischen Herausforderer Péter Lékó und setzte damit ein Zeichen für die Kontinuität seiner Dominanz im klassischen Schach.
Die europäischen Institutionen haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder neu definiert und gestärkt. Besonders bemerkenswert ist die technische Integration von Energienetzen, die 1995 vollzogen wurde, als sich die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei mit den westeuropäischen Verbundnetzen synchronisierten. Dies markierte einen wesentlichen Schritt in der Vernetzung des europäischen Kontinents nach dem Ende des Kalten Krieges.
Der 18. Oktober steht damit für Kontinuität, Integration und die Wahrung hoher Standards im politischen und sportlichen Leben. Die Website DayAtlas dokumentiert solche historischen Momente für jedes beliebige Datum und jeden Ort, indem sie Wetterdaten, historische Ereignisse sowie Informationen über bedeutende Geburten und Todesfälle zusammenbringt und so umfassende historische Kontexte schafft.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 19. April.
18.10.2009
Durch den fünften Platz im Großen Preis von Brasilien kann sich Jenson Button frühzeitig seinen ersten Weltmeistertitel sichern.
Der Große Preis von Brasilien 2009 fand am 18. Oktober auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo statt und war das 16. Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2009. Jenson Button sicherte sich seine erste und einzige Weltmeisterschaft.
18.10.2006
Der Dow Jones überspringt mit 12.049 Punkten erstmals in seiner 110-jährigen Geschichte die 12.000-Punkte-Marke.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) – in Europa auch kurz Dow-Jones-Index genannt – ist einer von mehreren Aktienindizes, die von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones, Charles Dow (1851–1902) und Edward Jones (1856–1920), im Jahre 1884 geschaffen wurden.
18.10.2005
Otto Schily eröffnet als Alterspräsident die konstituierende Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Otto Georg Schily ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (SPD). Von 1998 bis 2005 war er Bundesminister des Innern. Er war Mitgründer der Partei Die Grünen, von der er im November 1989 zur SPD wechselte.
18.10.2004
Schachweltmeisterschaft 2004 in Brissago: Durch einen Sieg in der 14. Partie verteidigt der Russe Wladimir Kramnik den Weltmeistertitel im klassischen Schach erfolgreich gegen den ungarischen Herausforderer Péter Lékó.
Die Schachweltmeisterschaft 2004 fand zwischen dem „klassischen Weltmeister“ Wladimir Kramnik und seinem Herausforderer Péter Lékó vom 25. September bis 18. Oktober 2004 in Brissago in der Schweiz statt. Der Weltmeistertitel im Schach war seinerzeit gespalten. Der Wettkampf gehörte nicht zur Reihe der vom Weltschachbund FIDE damals im Knockout-Modus organisierten Weltmeisterschaftsturniere.
18.10.2001
Der kommerziell genutzte Erdbeobachtungssatellit QuickBird wird von der Vandenberg Air Force Base aus in den Orbit gestartet.
Unter Erdbeobachtung versteht man in der Luft- und Raumfahrt die Beobachtung der Erdoberfläche und/oder der Erdatmosphäre aus großer Höhe. Die Beobachtung schließt dabei auch technische Verfahren zur Informationsgewinnung ein.
18.10.1997
In der spanischen Stadt Bilbao wird das von Frank Gehry entworfene Guggenheim-Museum eröffnet.
Bilbao ist eine spanische Großstadt und die Hauptstadt der Provinz Bizkaia. Mit 351.124 Einwohnern ist sie eine der zehn größten Städte Spaniens und größte Stadt der Autonomen Gemeinschaft Baskenland. In der Metropolregion leben rund eine Million Menschen.
Die Kulturinstitution Zentrum für Kunst und Medien wird in Karlsruhe eröffnet.
Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien ist eine Kulturinstitution, die 1989 von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg gegründet wurde und sich seit 1997 in einem denkmalgeschützten Industriebau einer ehemaligen Munitionsfabrik in Karlsruhe befindet. Es richtet Sonderausstellungen und thematische Veranstaltungen aus, forscht und produziert zu den Auswirkungen der Medialisierung, Digitalisierung und Globalisierung und bietet öffentliche wie individuelle Vermittlungsprogramme an.
18.10.1995
Die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei werden mit den westeuropäischen UCTE-Verbundnetz synchronisiert.
Der Begriff Stromnetz bezeichnet ein Netzwerk zur Übertragung (Übertragungsnetz) und Verteilung (Verteilnetz) elektrischer Energie. Es besteht aus elektrischen Leitungen wie Freileitungen und Erdkabeln sowie den dazugehörigen Einrichtungen wie Schalt- und Umspannwerken.
OpenBSD1.1, die erste Ausgabe des Open-Source-Betriebssystems OpenBSD, wird freigegeben.
OpenBSD ist ein Betriebssystem aus der Gruppe der Unix-Derivate, das unter der BSD-Lizenz frei verfügbar ist. Es wurde 1995 durch Theo de Raadt von NetBSD, dem ersten 386BSD-basierten quelloffenen Betriebssystem, abgespalten. OpenBSD ist bekannt für das Beharren seiner Entwickler auf Quelloffenheit, freier Dokumentation, kompromissloser Stellung gegenüber Software-Lizenzen, Fokus auf Sicherheit und Korrektheit von Quelltext. Beim Maskottchen des Projekts handelt es sich um Puffy, einen Kugelfisch.
In der Republik China (Taiwan) wird der Kinmen-Nationalpark eingerichtet.
Die Republik China, weithin bekannt als Taiwan, in der Schweiz und in Österreich amtlich Taiwan bzw. Republik China auf Taiwan genannt, ist ein im Zuge der Ein-China-Politik nur von wenigen Staaten diplomatisch anerkannter Inselstaat in Ostasien. Sein Territorium besteht aus der Hauptinsel Taiwan (99 %) und anderen, kleineren Inseln. Der technisch hochentwickelte Industriestaat, aus dem deutlich mehr als die Hälfte aller weltweit hergestellten Halbleiter-Bauteile kommen, hat eine Bevölkerung von rund 23,5 Millionen Menschen.
18.10.1992
Mit dem 500-km-Rennen von Magny-Cours endet das letzte Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Mit der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft gibt es seit 2012 eine Nachfolgeserie.
Das erste 500-km-Rennen von Magny-Cours, auch SWC 500 km Magny-Cours, fand am 18. Oktober 1992 statt und war der letzte Wertungslauf in der Geschichte der Sportwagen-Weltmeisterschaft.
18.10.1991
Aserbaidschan erklärt gegenüber der Sowjetunion seine staatliche Unabhängigkeit.
Aserbaidschan ist ein Staat in Vorderasien mit über 10 Millionen Einwohnern.
18.10.1989
Egon Krenz löst Erich Honecker als Staats- und Parteichef der DDR ab, nachdem dieser „aus gesundheitlichen Gründen“ von seinen Ämtern zurückgetreten ist. In seiner Antrittsrede prägt er den Begriff Wende.
Egon Rudi Ernst Krenz ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SED). 1983 in das Politbüro des ZKs der SED berufen, war er vom 18. Oktober bis zum 3. Dezember 1989 als Nachfolger Erich Honeckers Generalsekretär des ZKs der SED sowie ab 24. Oktober bis zum 6. Dezember Staatsratsvorsitzender und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Bei seiner Fernsehrede aus diesem Anlass führte er den in der modernen Geschichtswissenschaft und unter ehemaligen Bürgerrechtlern umstrittenen Begriff Wende in die DDR-Politik ein, der bis heute für die Endphase der DDR gebräuchlich ist.
Die Raumsonde Galileo startet ihren Flug zum Jupiter.
Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.
18.10.1984
Der Langstreckenbomber Rockwell B-1 der United States Air Force absolviert seinen Erstflug.
Die Rockwell B-1 Lancer (Lanzierer), seit der Übernahme von Rockwell International durch Boeing auch Boeing B-1 genannt, ist ein überschallschneller strategischer Langstreckenbomber, der von der United States Air Force seit 1986 eingesetzt wird. Die Entwicklung des Flugzeugs begann bereits Mitte der 1960er-Jahre, jedoch wurde die B-1A nie in Dienst gestellt, das Projekt wurde 1977 gestoppt. Erst 1981 wurden die alten Pläne wieder aufgegriffen und zur heutigen B-1B Lancer modifiziert. Die ersten Maschinen wurden 1986 übernommen und flogen unter anderem Einsätze über Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak. Wesentliches äußeres Merkmal des Flugzeuges sind die Schwenkflügel.
18.10.1983
Massaker von Pantasma: In Nicaragua ermorden CONTRA-Terroristen bei einem Überfall auf eine Landwirtschaftskooperative 47 Männer, Frauen und Kinder.
Pantasma ist eine Region im Norden Nicaraguas im Departamento Jinotega. Pantasma heißt in der Miskito-Sprache „kleiner Mensch“ oder „flacher Kopf“. Das galicische Wort Pantasma stammt vom griechischen φάντασμα (phantasma) ab und bedeutet „Gespenst“ oder „Trugbild“.
18.10.1977
Deutscher Herbst:
Die Entführung der „Landshut“ war die Geiselnahme an Bord eines Lufthansa-Passagierflugzeugs vom Typ Boeing 737-200 in der Zeit des sogenannten „Deutschen Herbstes“. Sie begann am 13. Oktober 1977 und dauerte fünf Tage.
Deutscher Herbst:
Als Todesnacht von Stammheim wird die Nacht zum 18. Oktober 1977 bezeichnet, in der die inhaftierten Anführer der Rote Armee Fraktion (RAF) Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängniszellen in der JVA Stuttgart durch Suizid starben. Irmgard Möller überlebte schwer verletzt. Das Ereignis war der Schlusspunkt des sogenannten Deutschen Herbstes, in dem die zweite Generation der RAF versuchte, die inhaftierten Terroristen der ersten Generation freizupressen. Es stand in engem Zusammenhang mit der Schleyer-Entführung und der Entführung des Flugzeugs „Landshut“. Als Reaktion auf den Tod der Häftlinge wurde noch am selben Tag der von der RAF entführte Hanns Martin Schleyer ermordet. Zur Todesnacht von Stammheim existieren zahlreiche Spekulationen und Verschwörungstheorien – wie jene, die Suizide seien absichtlich nicht verhindert worden oder es habe sich um staatlich angeordnete Morde gehandelt.
Deutscher Herbst:
Die Entführung von Hanns Martin Schleyer am 5. September 1977 war eine Aktion der linksextremistischen, terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF), bei der insgesamt fünf Personen getötet wurden. Bei der Entführung selbst erschoss die RAF den Fahrer und die drei Personenschützer von Hanns Martin Schleyer. Dieser wurde in einem geheimen Versteck gefangen gehalten und schließlich am 18. Oktober 1977 durch mehrere Kopfschüsse ermordet.
18.10.1975
An der Westküste Frankreichs wird die Saint-Nazaire-Brücke für den Straßenverkehr freigegeben. Die Schrägseilbrücke verfügt über eine der weltweit größten Stützweiten.
Die Saint-Nazaire-Brücke ist eine über den Fluss Loire führende Schrägseilbrücke zwischen Saint-Nazaire und Saint-Brevin-les-Pins an der Westküste Frankreichs. Die Brücke befindet sich an der Mündung der Loire in den Atlantischen Ozean. Die 1974 erbaute Brücke wurde am 18. Oktober 1975 für den Verkehr freigegeben und war damals die Schrägseilbrücke mit der weltweit größten Stützweite. Das Bauwerk ist Teil der Route départementale RD 213 und wird als Straßenbrücke genutzt.
18.10.1970
Die ARD strahlt Das Millionenspiel aus, Wolfgang Menges fiktive Spielshow mit einem von Auftragskillern gejagten Kandidaten.
Die ARD ist ein Rundfunkverbund, der aus den Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle besteht. Sie wurde 1950 gegründet und bildet gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen und dem Deutschlandradio den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die ARD wird zum Großteil aus dem Rundfunkbeitrag finanziert und beinhaltet gemeinsame Programme und Angebote wie Das Erste, die ARD Mediathek, ARD Sounds, die Tagesschau sowie zahlreiche Landes-Hörfunk- und -Fernsehprogramme.
18.10.1968
Kernenergie in den Niederlanden: das Kernkraftwerk Dodewaard geht als erstes kommerzielles Kernkraftwerk der Niederlande ans Netz.
Die Kernenergie in den Niederlanden ist seit den späten 1960er Jahren Teil der Energieversorgung des Landes. Der Anteil der Kernenergie an der niederländischen Energieerzeugung belief sich im Jahr 2017 mit nur einem Reaktor auf etwa 3,5 Prozent, deutlich weniger als im Nachbarland Belgien. Seit 2023 plant die Regierung einen massiven Ausbau mit zwei neuen Kernkraftwerken in der Provinz Zeeland und mehreren Mini-KKW in der Provinz Limburg.
Bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt erzielt der US-Amerikaner Bob Beamon im Weitsprung 8,90 Meter, ein Weltrekord, der bis zum 30. August 1991 bestehen wird.
Die Olympischen Sommerspiele 1968 fanden vom 12. bis zum 27. Oktober 1968 in Mexiko-Stadt statt. Die Hauptstadt Mexikos setzte sich auf der 61. IOC-Session in Baden-Baden gegen die Mitbewerber Detroit, Lyon und Buenos Aires durch. An den Spielen nahmen 5516 Athleten aus 112 Nationen teil. Erfolgreichste Nation waren die USA vor der Sowjetunion und Japan. Die erfolgreichsten Sportler waren die Turnerin Věra Čáslavská (Tschechoslowakei) mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen und der japanische Turner Akinori Nakayama mit vier Gold- und einer Silbermedaille.
18.10.1967
Der sowjetischen Sonde Venera 4 gelingt zum ersten Mal ein Blick unter die Wolkendecke der Venus.
Im Rahmen des Venera-Programms wurden zwischen 1961 und 1983 von der Sowjetunion mehrere Raumsonden zur Venus gestartet. Mit Venera 7 gelang am 15. Dezember 1970 die erste weiche Landung einer menschengemachten Sonde auf einem fremden Planeten.
Der Zeichentrickfilm Das Dschungelbuch aus den Walt-Disney-Studios kommt in die US-amerikanischen Kinos.
Ein Zeichentrickfilm ist eine Spezialform der Animation und besteht aus vielen, meist per Hand hergestellten Zeichnungen, die zeitlich nacheinander präsentiert werden. Durch geringfügige Änderung des Inhalts, von Bild zu Bild, entsteht beim Betrachter der Eindruck, dass es sich um ein Bewegtbild handelt.
18.10.1958
Tunesien führt als Landeswährung den – nicht konvertiblen – Dinar ein.
Die Geschichte Tunesiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Tunesischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich anhand der ältesten menschlichen Spuren etwa eine Million Jahre zurückverfolgen, knapp hinter der Grenze nach Algerien fanden sich sogar knapp 1,8 Millionen Jahre alte Artefakte. Dabei ähneln die nachfolgenden steinzeitlichen Kulturen denen in Europa und um 6000 v. Chr. setzten sich auch hier Hirten- und Agrargesellschaften gegen die zuvor dominierende Lebensweise der Jäger und Sammler durch.
18.10.1945
In Venezuela stürzt ein Bündnis aus zivilen und militärischen Kräften die Regierung von Isaías Medina Angarita und gründet die Junta Revolucionaria de Gobierno, die unter dem Vorsitz von Rómulo Betancourt für die nächsten zwei Jahre das Land regiert.
Venezuela ist ein Staat im Norden von Südamerika. Er grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien, im Osten an Guyana und im Norden an die Karibik. Im Land leben etwa 28,5 Millionen Menschen, davon rund 5 Millionen in der Metropolregion der Hauptstadt Caracas.
18.10.1944
Der erste schwere Luftangriff auf die Stadt Bonn verwüstet die Innenstadt vollständig.
Die Bundesstadt Bonn ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Köln im Süden des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit 323.336 Einwohnern zählt Bonn zu den zwanzig größten Städten Deutschlands. Bonn gehört zu den Metropolregionen Rhein-Ruhr und Rheinland sowie zur Region Köln/Bonn.
Die seit 1. August zur Täuschung der Deutschen im Zweiten Weltkrieg nur mehr auf dem Papier fortbestehende 1. US-Heeresgruppe wird offiziell aufgelöst.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
18.10.1941
Heinrich Himmler untersagt in einem Erlass mit Wirkung vom 23. Oktober allen Juden die Genehmigung zur Auswanderung.
Heinrich Luitpold Himmler war ein deutscher Politiker der NSDAP und einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust.
Der Spielfilm Die Spur des Falken von Regisseur John Huston mit Humphrey Bogart als Hauptdarsteller wird erstmals gezeigt.
Die Spur des Falken ist ein US-amerikanischer Film noir aus dem Jahr 1941. Er gilt als Detektivfilm-Klassiker und markiert den meisten Filmhistorikern zufolge den Beginn der klassischen Ära des Film noir bzw. der Schwarzen Serie. John Huston schrieb das Drehbuch und führte Regie.
Die Deutsche Erstaufführung der Oper Aladin von Kurt Atterberg findet in Chemnitz statt.
Aladin ist eine Adaption des Märchens Aladin aus Tausendundeiner Nacht von Kurt Atterberg für die Oper. Das Libretto stammt von Bruno Hardt-Warden und Ignaz Michael Welleminsky.
18.10.1922
Die British Broadcasting Corporation (BBC) wird als unabhängiger Radiosender von John Reith, Cecil Lewis, Arthur Burrows und Stanton Jefferies in London gegründet.
Die British Broadcasting Corporation, kurz BBC [biːbiːˈsiː], ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreichs, die mehrere Hörfunk- und Fernsehprogramme sowie einen Internet-Nachrichtendienst betreibt. Sie hat ihren Sitz im Broadcasting House in Westminster, London, und ist die älteste nationale Rundfunkanstalt der Welt.
18.10.1915
Im Ersten Weltkrieg beginnt die Dritte Isonzoschlacht im Gebirgskrieg zwischen Italien und Österreich-Ungarn.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
18.10.1914
Gründungsrektor Richard Wachsmuth teilt Kaiser Wilhelm II. mit, dass die Universität Frankfurt am Main in aller Stille ihre Arbeit begonnen habe. Eine geplante feierliche Eröffnung der Stiftungshochschule mit dem Staatsoberhaupt fällt an diesem Tag wegen des Ersten Weltkriegs aus.
Friedrich Bruno Richard Wachsmuth war ein deutscher Physiker und Hochschullehrer.
Die internationale Schönstatt-Bewegung wird als geistige Erneuerungsbewegung in der katholischen Kirche von Pater Josef Kentenich gegründet.
Die Schönstattbewegung ist eine internationale Vereinigung von Gläubigen in der katholischen Kirche mit apostolischer Ausrichtung. Ursprungsort wie geistlicher Mittelpunkt ist Schönstatt, ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz. Die föderal aufgebaute Bewegung wird durch das sogenannte Generalpräsidium koordiniert, das seinen Sitz in Schönstatt hat.
18.10.1913
Nach fünfzehnjähriger Bauzeit wird zum hundertjährigen Jubiläum der Schlacht das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig eingeweiht.
Die Völkerschlacht bei Leipzig, auch als Schlacht von Leipzig bekannt, vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die entscheidende Schlacht der Befreiungskriege. Dabei besiegten die Truppen der Koalition von Russland, Preußen, Österreich und Schweden sowie kleineren Fürstentümern die Truppen Frankreichs und seiner Verbündeten unter Napoleon Bonaparte. Die Folge war Napoleons Rückzug aus Deutschland, begleitet vom Zusammenbruch des Rheinbunds als Stütze seiner Herrschaft.
18.10.1912
Der Italienisch-Türkische Krieg endet. Bei den Friedensverhandlungen in Lausanne muss das Osmanische Reich Tripolis endgültig an Italien abtreten.
Der Italienisch-Türkische Krieg, Osmanisch-Italienische Krieg oder Tripolitanienkrieg war ein militärischer Konflikt zwischen dem Königreich Italien und dem Osmanischen Reich, der vor allem im Mittelmeer und in Nordafrika ausgetragen wurde. Er begann mit der italienischen Kriegserklärung am 29. September 1911 und endete mit dem Frieden von Ouchy am 18. Oktober 1912. In ihm trat das Osmanische Reich Tripolitanien, die Cyrenaika und den Dodekanes an Italien ab.
18.10.1910
Nach der Misshandlung eines Stammesangehörigen beginnt auf der Insel Pohnpei in Deutsch-Neuguinea der Aufstand der Sokehs gegen die deutsche Kolonialherrschaft.
Die Insel Pohnpei ist die größte Insel des zu den Föderierten Staaten von Mikronesien gehörenden Bundesstaates Pohnpei. Auf Pohnpei liegt Palikir, die neue Hauptstadt der Föderierten Staaten von Mikronesien. Größte Stadt, Wirtschaftszentrum und Standort des Flughafens der Insel ist Kolonia, die Hauptstadt des Bundesstaates Pohnpei.
18.10.1907
Die Zweite Haager Friedenskonferenz endet mit dem Beschluss der Haager Konvention IV mit der Haager Landkriegsordnung als Anhang.
Die Haager Friedenskonferenzen wurden aufgrund der Anregung des russischen Zaren Nikolaus II. und auf Einladung der niederländischen Königin Wilhelmina 1899 und 1907 in Den Haag einberufen und sollten der Abrüstung und der Entwicklung von Grundsätzen für die friedliche Regelung internationaler Konflikte dienen. Der Anlass dieser Entwicklung hin zu den Konferenzen war das Ergebnis einer pazifistischen Bewegung im 19. Jahrhundert, die mit der Aufklärung begonnen hatte. Die Konferenzen waren der erste Versuch der Staatengemeinschaft, den Krieg als Institution abzuschaffen. Man wollte den Waffengang verbieten und stattdessen den Rechtsweg verbindlich vorschreiben.
18.10.1904
Die 5. Sinfonie von Gustav Mahler wird in Köln mit dem Komponisten am Dirigentenpult uraufgeführt.
Gustav Mahler war ein österreichischer Komponist am Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Er war nicht nur einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik, sondern auch einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit. Die wichtigsten Stationen seines Wirkens waren Hamburg (1891–1897), Wien (1897–1907) und New York (1908–1911). Als Direktor der Wiener Hofoper versuchte er sich an einer Reform des Musiktheaters.
Mit der Eröffnung des Kaiser-Friedrich-Museums in Berlin wird auch die neugegründete Islamische Abteilung erstmals dem Publikum vorgestellt.
Das Bode-Museum im Berliner Ortsteil Mitte gehört zum Bauensemble der Museumsinsel und damit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Auftrag Kaiser Wilhelms II. von 1898 bis 1904 von Ernst Ihne im Stil des Neobarock erbaut, beheimatet es die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett. Auf dem Vorplatz befand sich das von Rudolf Maison geschaffene Reiterstandbild Friedrichs III., das in der DDR-Zeit zerstört wurde. Im Jahr 2019 verzeichnete das Bode-Museum rund 260.000 Besucher.
18.10.1902
Der Brief des Lord Chandos an Francis Bacon von Hugo von Hofmannsthal erscheint.
Ein Brief, auch Brief des Lord Chandos an Francis Bacon oder Chandos-Brief genannt, ist ein Prosawerk des österreichischen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal. Es wurde im Sommer 1902 verfasst und erschien am 18. und 19. Oktober 1902 in zwei Teilen in der Berliner Zeitung Der Tag.
18.10.1890
Curt von François, Offizier der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika, legt den Grundstein für die Stadt Windhoek, die in der Folge Otjimbingwe als Hauptstadt der deutschen Kolonie ablösen wird.
Curt (Kurt) Karl Bruno von François war Offizier der deutschen Schutztruppe in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Er gründete am 18. Oktober 1890 die heutige namibische Hauptstadt Windhoek (Windhuk). Er war verantwortlich für das Massaker von Hornkranz.
18.10.1887
Das Doppelkonzert von Johannes Brahms wird im Kölner Gürzenich uraufgeführt.
Das Doppelkonzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102 des deutschen Komponisten Johannes Brahms (1833–1897) ist ein wichtiger Beitrag für die in der Spätromantik kaum gepflegte Instrumentalgattung Doppelkonzert bzw. Sinfonia concertante. Brahms komponierte sein letztes Orchesterwerk 1887 in der Schweiz, im selben Jahr wurde es in Köln mit den Solisten Joseph Joachim und Robert Hausmann uraufgeführt.
18.10.1871
Das Schicksalslied von Johannes Brahms wird im Karlsruhe uraufgeführt.
Das Schicksalslied op. 54 ist ein 1871 uraufgeführtes Werk für Chor und Orchester von Johannes Brahms (1833–1897), in dem das gleichnamige Gedicht von Friedrich Hölderlin vertont ist.
18.10.1870
In der Schlacht bei Châteaudun im Deutsch-Französischen Krieg setzen sich die Deutschen im Häuserkampf durch und besiegen Truppenteile der französischen Loirearmee.
Die Schlacht bei Châteaudun am 18. Oktober 1870 zwischen Teilen der französischen Loirearmee und Einheiten des bayerischen I. Armee-Korps unter dem Kommando von General von der Tann war eine Schlacht im Deutsch-Französischen Krieg. Châteaudun liegt knapp 50 Kilometer nordwestlich von Orléans.
18.10.1867
In einer feierlichen Zeremonie übergeben in Sitka Vertreter des russischen Zaren Alexander II. und der Russisch-Amerikanischen Kompagnie das im Alaska-Purchase verkaufte Alaska an die USA, die es als Department of Alaska in das Staatsgebiet eingliedern. Zusätzlich wird die Datumsgrenze nach Westen verschoben, um die zu Alaska gehörenden Aleuten in die gleiche Zeitzone integrieren zu können.
Sitka ist eine Stadt und gleichzeitig Verwaltungsbezirk (Borough) im US-Bundesstaat Alaska. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 8458 ermittelt. Sie ist vor Ketchikan die größte Stadt des Alexanderarchipels und befindet sich im westlichen Teil der Baranof Island, im sogenannten Alaska Panhandle. Mit einer Größe von 12.461,4 km² ist sie die größte Stadt der USA nach der Fläche.
18.10.1861
Wilhelm I. krönt sich selbst in Königsberg zum König von Preußen.
Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser. Als zweitgeborener Sohn Friedrich Wilhelms III. wurde er zunächst nicht auf die Aufgaben eines Monarchen vorbereitet, sondern schlug eine militärische Laufbahn ein. Infolge des Dekabristenaufstandes 1825 in Russland und der Julirevolution von 1830 in Frankreich entwickelte Wilhelm eine ausgeprägte Revolutionsfurcht. Da sein älterer Bruder König Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, avancierte Wilhelm zum Thronfolger. Die Öffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Militärpartei am preußischen Hof wahr. Wilhelms Haltung während der Märzrevolution 1848 ist in der Forschung umstritten. Der Prinz wird von Historikern aber meist als Befürworter eines gewaltsamen Vorgehens gegen die Demonstranten angesehen. 1849 ließ er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein mögliches politisches Instrument für Preußens Krone.
18.10.1860
Die Pekinger Konvention beendet den Zweiten Opiumkrieg. Das unterlegene China muss den Hafen Tianjin für den Seehandel öffnen und Reparationszahlungen leisten. Gleichzeitig beginnen die Siegermächte Großbritannien und Frankreich als „Vergeltungsmaßnahme“ mit der systematischen Zerstörung des Alten und des Neuen Sommerpalastes in Peking.
Die Pekinger Konvention vom 18. Oktober 1860 besteht aus drei Verträgen und stellt eine Ergänzung des Vertrags von Tianjin dar, mit der Großbritannien, Frankreich und Russland dem im Zweiten Opiumkrieg endgültig unterlegenen Kaiserreich China weitere Lasten aufbürdeten. Die Pekinger Konvention zählt zu den Ungleichen Verträgen, die die Kolonialmächte China aufzwangen.
18.10.1854
In Bremen wird das erste deutsche Seemannsheim eröffnet.
Die Stadtgemeinde Bremen ist die Hauptstadt des Landes Freie Hansestadt Bremen. Die Stadt Bremen ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl die zehntgrößte Stadt in Deutschland. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Nordwest, einer von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Die Uraufführung der Oper La nonne sanglante (Die blutige Nonne) von Charles Gounod findet in Paris statt.
La nonne sanglante ist eine Grand opéra in fünf Akten von Charles Gounod (Musik). Das Libretto von Eugène Scribe und Germain Delavigne basiert aus einer Episode aus dem Roman The Monk (1796) von Matthew Gregory Lewis. Die Uraufführung fand am 18. Oktober 1854 in der Salle Le Peletier der Pariser Oper statt.
18.10.1851
Der Roman Moby Dick von Herman Melville, den dieser seinem Vorbild Nathaniel Hawthorne gewidmet hat, erscheint erstmals bei Richard Bentley in London.
Moby-Dick; oder: Der Wal ist ein 1851 in London und New York erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville (1819–1891). Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes Pequod, dessen Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal Moby Dick jagt, der ihm einen Unterschenkel abgerissen hatte.
18.10.1842
Die Walhalla bei Donaustauf wird eingeweiht.
Die Walhalla ist eine Gedenkstätte auf dem Bräuberg im bayerischen Markt Donaustauf. Sie wurde in den Jahren 1830 bis 1842 durch König Ludwig I. von Bayern vom Architekten Leo von Klenze errichtet. Als gestalterisches Vorbild des klassizistischen Baudenkmals, das bedeutenden Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ gewidmet ist, dienten antike Tempelbauten.
18.10.1834
Gaetano Donizettis lyrische Tragödie (Oper) Maria Stuarda hat unter dem Namen Buondelmonte am Teatro alla Scala eine völlig glanzlose Uraufführung. Die Zensur hat den Originaltext mit einem Verbot belegt, weil Königin Maria Christina von Neapel-Sizilien bei der Generalprobe im September vor Ergriffenheit in Ohnmacht gefallen ist.
Gaetano Donizetti war ein italienischer Komponist, der zusammen mit Gioacchino Rossini und Vincenzo Bellini zu den bedeutendsten Meistern der sogenannten Belcanto-Oper gehört und auch international einer der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts war. Daneben schuf er auch Geistliche Musik, Instrumentalmusik sowie zahlreiche Werke für Gesang und Klavier.
18.10.1830
Der Grundstein für den Bau der Walhalla wird gelegt.
Die Walhalla ist eine Gedenkstätte auf dem Bräuberg im bayerischen Markt Donaustauf. Sie wurde in den Jahren 1830 bis 1842 durch König Ludwig I. von Bayern vom Architekten Leo von Klenze errichtet. Als gestalterisches Vorbild des klassizistischen Baudenkmals, das bedeutenden Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ gewidmet ist, dienten antike Tempelbauten.
18.10.1818
In Jena erfolgt die Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft als Vertretung der Studenten aus 14 deutschen Hochschulen.
Jena ist eine deutsche Universitätsstadt und kreisfreie Großstadt in Thüringen in der Metropolregion Mitteldeutschland. Sie liegt an der Saale zwischen Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte und ist mit 109.725 Einwohnern nach der Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte Stadt Thüringens und eines der Oberzentren des Freistaats. Zudem ist Jena auf Platz 74 der größten Städte Deutschlands.
Die Alte Universität Duisburg wird aufgelöst, dafür wird die Universität Bonn gegründet.
Die Alte Universität Duisburg wurde am 14. Oktober 1655 eröffnet und 1818 aufgelöst.
18.10.1817
Etwa 500 studentische Vertreter deutscher Universitäten treffen sich aus Protest gegen das ihrer Ansicht nach reaktionäre politische System zum Wartburgfest in Eisenach.
Wartburgfest ist der Name mehrerer, zumeist studentischer Versammlungen, die jeweils auf der Wartburg bei Eisenach in Thüringen stattfanden. Am bekanntesten ist das erste Wartburgfest von 1817, auf das sich alle späteren bezogen.
Giovanni Battista Belzoni gelangt in das Grab KV17 des Pharaos Sethos I. und findet Indizien, die auf Jahrhunderte zuvor eingedrungene Grabräuber hindeuten.
Giovanni Battista Belzoni war ein italienischer Abenteurer, Ingenieur und Akrobat. Bekannt wurde er als Pionier der Ägyptologie.
18.10.1816
Die Konstitutionsergänzungsakte, Verfassung der Freien Stadt Frankfurt, wird in einer feierlichen Bürgerversammlung auf dem Römerberg beschworen. Der 18. Oktober bleibt bis zum Ende der Freien Stadt 1866 Frankfurter Nationalfeiertag.
Die Konstitutionsergänzungsakte war die von 1816 bis 1866 gültige Verfassung der Freien Stadt Frankfurt.
18.10.1813
Bei der Entscheidungsschlacht der Völkerschlacht bei Leipzig können Napoléons Truppen der Übermacht der Verbündeten nicht mehr standhalten. Sie ziehen sich in die Stadt zurück, die sie am Folgetag unter Verlusten räumen müssen.
Die Völkerschlacht bei Leipzig, auch als Schlacht von Leipzig bekannt, vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die entscheidende Schlacht der Befreiungskriege. Dabei besiegten die Truppen der Koalition von Russland, Preußen, Österreich und Schweden sowie kleineren Fürstentümern die Truppen Frankreichs und seiner Verbündeten unter Napoleon Bonaparte. Die Folge war Napoleons Rückzug aus Deutschland, begleitet vom Zusammenbruch des Rheinbunds als Stütze seiner Herrschaft.
18.10.1781
In der Schlacht von Yorktown im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beschließen die Briten unter Charles Cornwallis zu kapitulieren und begeben sich anderntags in Gefangenschaft.
Als Schlacht bei Yorktown wird der Sieg der französisch-amerikanischen Truppen unter dem Befehl von Comte de Rochambeau und George Washington gegen die britische Armee unter General Lord Charles Cornwallis bei Yorktown im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1781 bezeichnet. In der Folge der Schlacht erkannte Großbritannien die Unabhängigkeit der ehemals britischen Kolonien an. In der deutschsprachigen Geschichtsschreibung wurde diese militärische Auseinandersetzung auch als die deutsche Schlacht bezeichnet, weil Deutsche in allen drei beteiligten Armeen zahlreich vertreten waren.
18.10.1752
Die Uraufführung des Intermezzos Le devin du village (Der Dorfwahrsager) von Jean-Jacques Rousseau im Schloss Fontainebleau ist ein großer Erfolg und verschafft der französischen Opéra comique gesellschaftliches Ansehen.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
18.10.1748
Mit dem Zweiten Aachener Friede wird der Österreichische Erbfolgekrieg beendet und der Vorkriegsstatus weitgehend wiederhergestellt. Österreich muss jedoch auf einige Gebiete in Italien verzichten, während Preußen Schlesien behält. Dafür wird die Pragmatische Sanktion allgemein anerkannt.
Der Friede von Aachen war ein am 18. Oktober 1748 abgeschlossenes völkerrechtliches Vertragswerk, welches den Österreichischen Erbfolgekrieg beendete. Vorausgegangen war ein Kongress, der am 24. April 1748 in der Reichsstadt Aachen begonnen hatte.
18.10.1735
Zehn Tage nach dem Tod seines Vaters Yongzheng wird Hongli, dessen über 60-jährige Herrschaft als Blütezeit der Qing-Dynastie gilt, Kaiser von China.
Yongzheng war als vierter Sohn des Kaisers Kangxi seit dem 5. Februar 1723 Kaiser der Qing-Dynastie.
18.10.1685
Ludwig XIV. widerruft mit dem Edikt von Fontainebleau das Edikt von Nantes. Der Katholizismus wird wieder Staatsreligion in Frankreich und die Ausübung des Protestantismus wird unter Strafe gestellt. Dies führt zur Massenflucht der Hugenotten.
Ludwig XIV., französisch Louis XIV, war ein französischer Prinz aus dem Haus Bourbon und von 1643 bis zu seinem Tod König von Frankreich und Navarra sowie Kofürst von Andorra.
18.10.1660
Die Stände huldigen dem dänisch-norwegischen König Friedrich III., der nach einem Reichstagsbeschluss nunmehr eine vererbbare absolutistische Herrschaft ausüben darf.
Ein Stand war in den hierarchischen Gesellschaften des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa eine abgeschlossene gesellschaftliche Großgruppe, die durch rechtliche Bestimmungen, seien es Privilegien oder Diskriminierungen, klar definiert war. Standesgrenzen zwischen verschiedenen Personen wurden in der Regel durch deren Herkunft bestimmt. Da mit Ausnahme des Klerus jede Person durch Geburt ihrem Stand angehörte, etwa dem Adel, dem Bürger- oder dem Bauernstand, wurde dieser auch als Geburtsstand bezeichnet.
18.10.1631
Die Schweden unter König Gustav II. Adolf erobern im Dreißigjährigen Krieg Würzburg und seine Festung Marienberg.
Schwedisches Reich bezeichnet den in der schwedischen Historiographie üblichen Begriff für das Herrschaftsgebiet des Landes im 17. Jahrhundert. In der schwedischen Großmachtzeit von 1611 bis 1721 eroberte und hielt Schweden mehrere bedeutende Provinzen im Raum der Ostsee außerhalb des eigentlichen Nationalschwedens. Dadurch konnte das Land eine beherrschende Stellung im nordischen Kampf um das Dominium maris baltici einnehmen. Mit einer mächtigen Armee und Flotte wurde Schweden zum Verteidiger des protestantischen Glaubens.
18.10.1619
In Ulm findet ein wissenschaftliches Kolloquium zur Frage statt, ob Kometen wunderbare Zeichen Gottes über Unheil oder natürliche Erscheinungen sind.
Der Ulmer Kometenstreit des Jahres 1618 war eine wissenschaftliche Auseinandersetzung in Ulm zwischen dem Mathematiker und Ingenieur Johannes Faulhaber (1580–1635), genannt „deutscher Archimedes“, sowie dem Arzt und Philosophen Johann Remmelin (1583–1632) auf der einen und dem Direktor des Ulmer Gymnasiums Johann Baptist Hebenstreit, dem Pfarrer Zimprecht (Simpert) Wehe sowie dem Mathematiker Johann Krafft auf der anderen Seite.
18.10.1566
Noch keine zwölf Jahre alt, wird Ernst von Bayern zum Bischof von Freising gewählt. Papst Pius V. ist mit der Amtsübernahme des Abkömmlings aus dem Haus Wittelsbach einverstanden.
Ernst von Bayern war Fürstbischof von Freising, Hildesheim, Lüttich, Münster, Fürstabt der Reichsabtei Stablo-Malmedy und von 1583 bis 1612 Kurfürst und Erzbischof von Köln.
18.10.1534
Die Affaire des Placards beendet die eher versöhnliche Religionspolitik von König Franz I. in Frankreich gegenüber lutherischen Protestanten. In Paris und vier weiteren Städten hängen am Morgen gegen die katholische Auffassung der Eucharistie gerichtete Plakate.
Die Affaire des Placards (Plakataffäre) von 1534 war ein Vorfall, bei dem antikatholische Plakate in fünf Städten Frankreichs einen Skandal auslösten.
18.10.1519
Der spanische Konquistador Hernán Cortés lässt in der aztekischen Stadt Cholula de Rivadavia mehrere hundert Einwohner massakrieren.
Konquistador wird als Sammelbegriff für die Soldaten, Entdecker und Abenteurer benutzt, die während des 16. und 17. Jahrhunderts große Teile von Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Philippinen und anderen Inseln als Kolonien eroberten.
18.10.1502
Die Universität Wittenberg wird gegründet.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit Hauptsitz in Halle (Saale) ging 1817 aus zwei Vorgängereinrichtungen hervor. Die ältere wurde 1502 als Leucorea in Wittenberg gegründet. Die jüngere Friedrichs-Universität entstand 1694 auf Veranlassung des Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. in Halle. Als Zentrum von Pietismus und Aufklärung wurde sie bald eine der bedeutendsten Universitäten ganz Deutschlands. Ihren heutigen Namen erhielt die Volluniversität am 10. November 1933, als des 450. Geburtstages von Martin Luther gedacht wurde. 1994 feierte man ihr 300-jähriges Gründungsjubiläum. Die Universität Halle hat vier Nobelpreisträger hervorgebracht: den Mediziner Emil von Behring, die Chemiker Hermann Staudinger und Karl Ziegler sowie den Physiker Gustav Hertz. Zu den großen Gelehrten gehört Kurt Mothes, von 1954 bis 1974 Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
18.10.1386
Die Universität Heidelberg beginnt den Lehrbetrieb.
Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ist eine Universität des Landes Baden-Württemberg in Heidelberg. Sie ist eine der ältesten europäischen Universitäten und die älteste Universität mit durchgehendem Lehrbetrieb in Deutschland.
18.10.1356
Eine Serie von gewaltigen Erdstößen und darauf folgende Brände zerstören die Stadt Basel weitestgehend.
Als Basler Erdbeben von 1356 bezeichnet man eine Serie von sehr starken Erdstössen, die Basel ab dem Nachmittag des 18. Oktobers («Lukastag») 1356 in Trümmer legten. Ihre Intensität wird nach den Schäden auf Stufe X, «vernichtendes » der Modifizierten Mercalliskala geschätzt.
18.10.1244
Das verbündete Heer der Kreuzfahrerstaaten und der muslimischen Fürsten Syriens erleidet in der Schlacht von La Forbie nahe Gaza eine vernichtende Niederlage gegen ein um Choresmier verstärktes Ayyubidenheer.
Die Kreuzfahrerstaaten im engeren Sinne sind die als Ergebnis des Ersten Kreuzzugs in Palästina und Syrien errichteten vier Staaten:das Königreich Jerusalem mit seinen Vasallen, das Fürstentum Antiochia, die Grafschaft Edessa und die Grafschaft Tripolis.
18.10.1081
In einer Schlacht bei Durrës (im heutigen Albanien) siegen die Normannen unter Robert Guiskard über die Byzantiner unter Kaiser Alexios Komnenos.
Durrës ist eine Großstadt an der adriatischen Küste Albaniens. In Mittelalbanien gelegen ist sie die wichtigste Hafenstadt und dementsprechend für die Wirtschaft des Landes von hoher Bedeutung. Durrës ist gemessen an der Bevölkerung von rund 100.000 Einwohnern nach der Hauptstadt Tirana, die nur 30 Kilometer östlich liegt, die zweitgrößte Stadt des Landes und Amtssitz des gleichnamigen Qarks. Durrës und Tirana bilden eine Metropolregion.
18.10.1016
In der Schlacht von Assandun unterliegt der angelsächsische König Edmund II. einem dänischen Heer unter Knut dem Großen. Im folgenden Friedensschluss erhält Knut alle angelsächsischen Territorien – bis auf Wessex – und begründet so sein Nordseereich.
Die Schlacht von Assandun ereignete sich am 18. Oktober 1016 in Assandun. Bis heute ist strittig, ob es sich bei Assandun um das heutige Ashdon oder – wie lange angenommen – um Ashingdon im Südosten von Essex, England, handelt. Die Schlacht endete mit einem Sieg der Dänen, die unter Führung von Knut dem Großen kämpften. Das englische Heer wurde durch Edmund II. geführt. Die Schlacht ist der Abschluss der dänischen Eroberung Englands und der Beginn des Anglo-Skandinavischen Reiches unter Knuts Herrschaft.