Historische Ereignisse am Donnerstag, 19. Februar
46 bedeutende Ereignisse fanden am Donnerstag, 19. Februar statt — von 197 bis 2020. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 19. Februar markieren verschiedene Ereignisse Momente, die das historische Bewusstsein Europas geprägt haben. Im Jahr 2007 beschloss die französische Nationalversammlung gemeinsam mit dem Senat, das Verbot der Todesstrafe in die Verfassung der Fünften Französischen Republik aufzunehmen. Die im Kongress versammelten Abgeordneten stimmten der Verfassungsänderung mit 828 zu 26 Stimmen zu und setzten damit einen wichtigen rechtsstaatlichen Meilenstein. Das französische Rechtssystem dokumentierte dadurch seine eindeutige Verpflichtung zu grundlegenden Menschenrechten. Ein weniger erfreuliches Ereignis fällt ebenfalls auf dieses Datum: 2020 verübte ein Angreifer in Hanau, einer Stadt in Hessen, einen rechtsextremen Anschlag, bei dem neun Menschen ermordet wurden. Diese Tragödie zeigte die anhaltende Bedrohung durch extremistische Gewalt in Deutschland und löste bundesweit Debatten über Sicherheit und Toleranz aus.
Hanau liegt in Hessen und wird durch seine Nähe zu Frankfurt geprägt. Die Stadt besitzt eine lange handwerkliche Tradition und ist für ihre Schmuck- und Uhrenindustrie bekannt. Das Gemeinwesen wurde durch das Attentat von 2020 erheblich erschüttert, doch die Communität setzte Zeichen der Solidarität und des Widerstands gegen Hass.
Die Website DayAtlas bietet umfangreiche Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen für beliebige Daten und Orte. Nutzer können damit in die Geschichte eintauchen und regionale wie globale Zusammenhänge nachvollziehen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 5. April.
19.02.2020
In der hessischen Stadt Hanau werden bei einem rechtsextremen Anschlag neun Menschen ermordet.
Hanau ist eine kreisfreie Stadt mit 97.956 Einwohnern im hessischen Regierungsbezirk Darmstadt. Hanau ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl die sechstgrößte Stadt und kleinste kreisfreie Stadt Hessens. Zudem ist sie eines der zehn hessischen Oberzentren. Die Stadt liegt im Osten des Rhein-Main-Gebietes an der Mündung der Kinzig in den Main und gehört zum Ballungsraum Frankfurt, der sich im Regionalverband FrankfurtRheinMain organisiert hat. Hanau trägt seit dem 20. März 2006 die amtliche Zusatzbezeichnung Brüder-Grimm-Stadt, da diese in der Stadt geboren wurden und ihre ersten Jahre hier verbrachten.
19.02.2011
Der zehnte Cricket World Cup beginnt in Indien, Sri Lanka und Bangladesch.
Der ICC Cricket World Cup 2011 wurde vom 19. Februar bis zum 2. April 2011 in Bangladesch, Indien und Sri Lanka ausgetragen. Pakistan wurde infolge des Angriffes auf die Cricket-Nationalmannschaft von Sri Lanka im Jahr 2009 als Mitgastgeber abgesetzt. Es war der zehnte Cricket World Cup im vierjährlichen Turnierzyklus im One-Day International-Format, der vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wird, und der dritte auf dem indischen Subkontinent. Dort fanden zuvor die Cricket World Cups 1987 und 1996 statt. Die Eröffnungsfeier fand am 17. Februar 2011 im Bangabandhu National Stadium in Dhaka statt.
19.02.2007
Das Verbot der Todesstrafe wird in die Verfassung der Fünften Französischen Republik aufgenommen. Die im Kongress versammelten Abgeordneten von Nationalversammlung und Senat beschließen die Änderung mit 828 zu 26 Stimmen.
Die Todesstrafe ist die Rechtsfolge eines Todesurteils für eine in einem Strafgesetz definierte Straftat. Ihr geht in der Regel ein gesetzliches Gerichtsverfahren voraus, in dem die verurteilte Person der angeklagten Straftat für schuldig befunden wurde. Mit der Hinrichtung der verurteilten Person wird das Todesurteil vollstreckt.
19.02.1992
Im Sternbild Schwan leuchtet die Nova V1974 Cygni auf.
Der Schwan ist ein Sternbild am Nordsternhimmel.
Am Schubert Theatre in New York City erfolgt die Uraufführung des Musicals Crazy for You, einer bearbeiteten Version von George Gershwins Musical Girl Crazy.
Das Musical [ˈmju:zɪkəl] ist eine in der Regel in zwei Akten aufgeführte Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel/Dialog und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet.
19.02.1986
Von Kosmodrom Baikonur aus erfolgt der Start des Kernmoduls der Raumstation Mir.
Das Kosmodrom Baikonur ist ein Raketenstartplatz im Süden Kasachstans nördlich der Stadt Baikonur. Es ist der weltweit erste und derzeit größte Weltraumbahnhof. Das Kosmodrom Baikonur war sowohl Startplatz für den ersten künstlichen Satelliten Sputnik 1 als auch für den ersten bemannten Raumflug (Wostok 1). Die Startrampe der beiden Missionen wurde zu Ehren von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, in Gagarins Start umbenannt.
19.02.1985
Beim Landeanflug auf Bilbao endet der Iberia-Flug 610 in einem Flugunfall. Das Flugzeug verliert nach Kollision mit einer Antennenanlage auf dem Berg Oiz die linke Tragfläche. Der folgende Absturz kostet alle 148 Insassen das Leben.
Bilbao ist eine spanische Großstadt und die Hauptstadt der Provinz Bizkaia. Mit 351.124 Einwohnern ist sie eine der zehn größten Städte Spaniens und größte Stadt der Autonomen Gemeinschaft Baskenland. In der Metropolregion leben rund eine Million Menschen.
19.02.1982
Das zweistrahlige Verkehrsflugzeug Boeing 757 absolviert seinen Erstflug.
Die Boeing 757 ist ein zweistrahliges Verkehrsflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing, das für den Einsatz auf Strecken mittlerer Länge konzipiert wurde. Seit dem Jahr 2000 wird sie, ermöglicht durch technische Maßnahmen zur Reichweitenerhöhung, von US-amerikanischen Fluggesellschaften auch auf Langstrecken eingesetzt. Die Produktion der 757 endete am 28. Oktober 2004 nach 1050 Exemplaren.
19.02.1976
Island bricht im Zuge des dritten Kabeljaukrieges die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab.
Island ist ein Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas. Mit rund 103.000 Quadratkilometern ist Island – nach dem Vereinigten Königreich – der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. Island ist Mitglied der EFTA, des Europäischen Wirtschaftsraums, des Nordischen Rates sowie Gründungsmitglied der NATO.
19.02.1960
Der Deutsche Kombinierer Georg Thoma gewinnt bei den VIII. Olympischen Winterspielen in Squaw Valley als erster Nichtskandinavier die Goldmedaille in der Nordischen Kombination.
Die Nordische Kombination ist eine Wintersportart, die die beiden Einzeldisziplinen Skispringen und Skilanglauf kombiniert. Diese Mehrkampfsportart gilt als „Königsdisziplin“ des Nordischen Skisports.
19.02.1958
In Marburg führt Rudolf Zenker die erste Operation am offenen Herzen mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine in Deutschland durch.
Marburg ist die Kreisstadt des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf und liegt an der Lahn. Zur traditionellen Abgrenzung von Marburg an der Drau (Maribor) wurde die Stadt bis 1974 offiziell Marburg an der Lahn bzw. Marburg a. d. Lahn und anschließend bis Ende 1976 Marburg (Lahn) genannt.
19.02.1946
Die erste Ausgabe der ostdeutschen DEFA-Wochenschau Der Augenzeuge kommt in die Kinos.
Die Deutsche Film AG, kurz DEFA, war die größte Filmgesellschaft der DDR. Sie bestand von 1946 bis 1992 in Potsdam-Babelsberg mit Nebenstellen in Berlin.
19.02.1945
Mit der Landung von US-Truppen auf der Vulkaninsel Iwojima beginnt die Schlacht um Iwojima, eine der blutigsten des Pazifikkrieges, die bis zum 26. März dauern wird.
Iwojima ist eine 23,73 km² große Vulkaninsel im Pazifik, etwa 1200 Kilometer südlich von Tokio. Sie gehört zur Kazan-rettō der Ogasawara-Inseln.
19.02.1942
Die japanische Armee landet bei Dili und Kupang auf Timor. Damit beginnt die Schlacht um Timor im Pazifikkrieg, die bis zum 10. Februar 1943 dauern wird.
Die Kaiserlich Japanische Armee war die offizielle Landstreitkraft des Japanischen Kaiserreichs von 1868 bis 1945. Sie wurde vom Generalstab und dem Heeresministerium kommandiert. Neben der Kaiserlich Japanischen Marine war sie einer von zwei Teilen der Streitkräfte im Japanischen Kaiserreich, in Kriegszeiten zusammen vom Daihon’ei kommandiert.
Japan bombardiert im Pazifikkrieg Darwin, die Hauptstadt des Northern Territory. Es ist der erste und zugleich schwerste Angriff auf australisches Gebiet seit der Staatsgründung.
Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnet Executive Order 9066, wonach Amerikaner japanischer Abstammung in Internierungslager gebracht werden können.
Franklin Delano Roosevelt , oft mit seinen Initialen FDR abgekürzt, war vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gehörte der Demokratischen Partei an.
19.02.1937
Auf Rodolfo Graziani, von Benito Mussolini nach dem Abessinienkrieg in Äthiopien als Vizekönig eingesetzt, wird ein Attentat verübt, bei dem sieben Menschen ums Leben kommen. Bei Vergeltungsaktionen der Italiener werden in der Folge mehrere tausend Menschen ermordet.
Rodolfo Graziani, Markgraf von Neghelli war ein italienischer Marschall, faschistischer Politiker und Publizist. Als fähigster und zugleich berüchtigtster Kolonialoffizier des faschistischen Italien steht sein Name symbolisch für die schwersten Kriegsverbrechen des Mussolini-Regimes auf dem afrikanischen Kontinent.
19.02.1931
In Berlin wird der unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst entstandene Film Die Dreigroschenoper nach einem Vergleich uraufgeführt. Bertolt Brecht und Kurt Weill waren gegen die Art der Verfilmung zivilrechtlich im Dreigroschenprozess vorgegangen.
Georg Wilhelm Pabst, üblicherweise bezeichnet als G. W. Pabst, war ein österreichischer Filmregisseur. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Die freudlose Gasse (1925), Die Büchse der Pandora (1929), Die Dreigroschenoper (1931) sowie Kameradschaft (1931).
19.02.1928
Am letzten Tag des olympischen Eishockeyturniers in St. Moritz in der Schweiz, das gleichzeitig als 3. Eishockey-Weltmeisterschaft und 13. Eishockey-Europameisterschaft gilt, deklassiert Kanada die Schweiz mit 13:0 und wird damit Weltmeister und Olympiasieger. Schweden wird mit einem 3:1 über Großbritannien Olympiazweiter und Europameister. Am Abend enden die II. Olympischen Winterspiele mit der Abschlussfeier.
Das olympische Eishockeyturnier der Olympischen Winterspiele 1928 in St. Moritz (Schweiz) galt zugleich als dritte IIHF-Eishockey-Weltmeisterschaft und 13. Eishockey-Europameisterschaft. Das Turnier fand vom 11. bis zum 19. Februar 1928 statt. Elf Mannschaften nahmen daran teil, allerdings fehlten die USA.
19.02.1925
Die Oper Gli amanti sposi (Das Liebesband der Marchesa) von Ermanno Wolf-Ferrari wird am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.
Ermanno Wolf-Ferrari war ein deutsch-italienischer Komponist.
19.02.1919
Marie Juchacz hält vor der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau in einem deutschen Parlament eine Rede.
Marie Juchacz war eine deutsche Sozialreformerin, Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin. Unter ihrer Leitung wurde am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt gegründet. Nach der Einführung des passiven Wahlrechts für Frauen hielt sie am 19. Februar 1919 in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede.
In München scheitert der von Matrosen initiierte Lotter-Putsch gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.
Der Lotter-Putsch am 19. Februar 1919 war ein gescheiterter Versuch zur Entmachtung des bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.
19.02.1915
Alliierte Flottenverbände beginnen im Ersten Weltkrieg mit der Beschießung osmanischer Befestigungsanlagen auf der Halbinsel Gallipoli entlang der Dardanellen.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
19.02.1910
Eine der letzten Opern von Jules Massenet, Don Quichotte mit dem Libretto von Henri Cain nach dem Roman Don Quijote von Miguel de Cervantes, wird mit Fjodor Iwanowitsch Schaljapin in der Titelrolle in Monte Carlo uraufgeführt. Die Oper hat von Beginn an großen Erfolg und wird bald in ganz Europa aufgeführt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
19.02.1906
Die Ungarische Krise spitzt sich zu. Um die Opposition im Reichstag in die Schranken zu weisen, wird auf Veranlassung von König Franz Joseph I. und dem am Parlament vorbei berufenen Ministerpräsidenten Géza Fejérváry das Budapester Parlamentsgebäude von der Honvéd besetzt.
Die Ungarische Krise war ein politischer Konflikt im Königreich Ungarn in den Jahren 1905 und 1906 zwischen Kaiser Franz Joseph I., in Ungarn seit dem Ausgleich von 1867 König I. Ferenc József, sowie habsburgloyalen Kräften der Liberalen Partei auf der einen Seite und der Opposition unter der Führung der Unabhängigkeitspartei auf der anderen Seite.
19.02.1878
Thomas Alva Edison lässt den Phonographen patentieren.
Thomas Alva Edison war ein US-amerikanischer Erfinder, Elektroingenieur und Unternehmer mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Elektrizität und Elektrotechnik.
19.02.1868
Der vormalige uruguayische Präsident Venancio Flores wird vier Tage nach dem Ende seiner Amtszeit bei einem Attentat getötet, während sich das Land im Tripel-Allianz-Krieg befindet. Ein damit einhergehender Aufstand misslingt jedoch und die Anführer werden noch am selben Tag standrechtlich erschossen.
Uruguay ist ein Staat im Südkegel Südamerikas. Es ist das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika. Uruguay grenzt im Norden an Brasilien, im Osten an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Río de la Plata und im Westen an Argentinien.
19.02.1860
Der Passagierdampfer Hungarian der kanadisch-britischen Allan Line wird vor Sable Island an der Küste von Nova Scotia in einem Schneesturm gegen die Klippen geworfen und sitzt auf Grund. Aufgrund des Sturms können keine Retter zu dem Schiff vordringen. Alle 205 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.
Die Hungarian war ein 1859 in Dienst gestelltes Passagierschiff der kanadisch-britischen Reederei Allan Line, das Passagiere, Fracht und Post von Liverpool nach Québec und Montreal beförderte. Am 19. Februar 1860 prallte die Hungarian bei Cape Sable Island an der Küste von Nova Scotia in einem Sturm auf Unterwasserfelsen und sank. Alle 205 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, da aufgrund der schweren See keine Rettungsschiffe zu der Hungarian gelangen konnten. Der Untergang der Hungarian stellt den zweitgrößten Verlust von Menschenleben auf einem Schiff der Allan Line nach der Anglo Saxon dar.
19.02.1855
Der französische Naturwissenschaftler Urbain Le Verrier stellt der Pariser Akademie der Wissenschaften die Wettervorhersage für 10 Uhr vormittags in Frankreich auf der ersten Wetterkarte vor. Seine Prognose auf der Basis telegrafisch eingeholter Wetterinformationen überzeugt und bewirkt den Aufbau des meteorologischen Dienstes unter Kaiser Napoleon III.
Unter dem Begriff Naturwissenschaft werden Wissenschaften zusammengefasst, die empirisch arbeiten und sich mit der Erforschung der Natur befassen. Naturwissenschaftler beobachten, messen und analysieren die Zustände und das Verhalten der Natur durch Methoden, die die Reproduzierbarkeit ihrer Ergebnisse sichern sollen, mit dem Ziel, Regelmäßigkeiten zu erkennen. Neben der Erklärung der Naturphänomene ist eine der wichtigsten Aufgaben der Naturwissenschaft, die Natur nutzbar zu machen. Die naturwissenschaftlichen Begriffe und Methoden, die ab dem 17. Jahrhundert zur Erforschung physikalischer und chemischer Vorgänge entwickelt wurden, werden heute auch in zahlreichen anderen Gebieten angewendet.
19.02.1845
Die Republik Texas wird mit Zustimmung ihrer Bevölkerung von den USA annektiert. Der US-Kongress billigt diesen Akt nachträglich am 1. März.
Die Republik Texas war ein teilsouveräner Staat in Nordamerika zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, der von 1836 bis 1845 unter dem Schutz der USA bestand. Der Staat entstand nach dem Texanischen Unabhängigkeitskrieg.
19.02.1825
König Ottokars Glück und Ende, ein Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer, wird nach zwei Jahren Verzögerung durch die metternichsche Zensur am Wiener Burgtheater uraufgeführt.
König Ottokars Glück und Ende ist ein Trauerspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer.
19.02.1819
Der vom Kurs abgekommene britische Seefahrer William Smith entdeckt die in der Westantarktis gelegene Livingston-Insel. Da dies in seiner Heimat angezweifelt wird, kehrt er im Oktober in die Region zurück und wird vollends Entdecker der subarktischen Südlichen Shetlandinseln.
William Smith war ein britischer Seefahrer, der als Entdecker der Südlichen Shetlandinseln gilt. Er sichtete und betrat als Erster Land südlich von 60° Süd.
19.02.1807
Auf der Seite Napoleon Bonapartes stehenden polnischen Aufständischen gelingt im Vierten Koalitionskrieg die kurzzeitige Eroberung von Stolp in der preußischen Provinz Pommern.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
19.02.1803
Napoleon unterzeichnet die Mediationsakte – eine neue Schweizer Verfassung und Gebietsaufteilung nach dem Scheitern der Helvetischen Republik.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
US-Präsident Thomas Jefferson erkennt den nach der Abspaltung des Indiana-Territoriums übriggebliebenen Ostteil des Nordwestterritoriums unter dem Namen Ohio als 17. Bundesstaat der Vereinigten Staaten an, ohne dass eine formale Aufnahme durch den Kongress erfolgt. Dieser Formalakt wird 1953 nachgeholt und Ohio offiziell rückwirkend zum 1. März 1803 in die Union aufgenommen.
Thomas Jefferson war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, von 1801 bis 1809 der dritte amerikanische Präsident und der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung sowie einer der einflussreichsten Staatstheoretiker der Vereinigten Staaten. Von 1797 bis 1801 war er außerdem der zweite amerikanische Vizepräsident.
19.02.1797
Napoleon Bonaparte erzwingt mit seinen Truppen den Frieden von Tolentino mit Papst Pius VI., was für den Kirchenstaat Gebietsabtretungen an Frankreich bedeutet.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
19.02.1771
Charles Messier findet bei Himmelsbeobachtungen im Virgo-Galaxienhaufen die erste Galaxie, Messier 49. Sie ist eine elliptische Galaxie in etwa 60 Millionen Lichtjahren Entfernung.
Charles Messier war ein französischer Astronom. Er wirkte unter anderem als Astronom der französischen Marine und später im Bureau des Longitudes und gilt als erster systematischer Kometenjäger. Insgesamt dürfte er etwa 20 Kometen entdeckt haben. Im Zuge dessen schuf er mit dem Messier-Katalog ein später nach ihm benanntes Verzeichnis von astronomischen Objekten wie Galaxien, Sternenhaufen und Nebel.
19.02.1674
Mit dem Zweiten Frieden von Westminster endet der Dritte Englisch-Niederländische Seekrieg. Die bereits im Frieden von Breda abgetretene niederländische Kolonie Nieuw Nederland fällt endgültig an England.
Mit dem Zweiten Frieden von Westminster endete am 19. Februar 1674 der Dritte Englisch-Niederländische Seekrieg. Darin wurde der Zustand vor dem Krieg wiederhergestellt. Die kurzzeitig wieder besetzte Kolonie Neu-Niederlande, welche die Niederlande bereits im Frieden von Breda nach dem Zweiten Englisch-Niederländischen Seekrieg abgetreten hatte, ging nun endgültig an England.
19.02.1659
An der Hofburg in Wien erfolgt die Uraufführung des Dramas Il re Gilidoro favola von Antonio Bertali.
Die Wiener Hofburg ist die ehemalige Winterresidenz der Habsburger in der österreichischen Hauptstadt Wien. Sie liegt zwischen Michaelerplatz, Josefsplatz, Heldenplatz und Ballhausplatz und umfasst eine Fläche von rund 300.000 Quadratmetern. Im Jahr 1279 erstmals urkundlich erwähnt, besteht sie aus dem gotischen Schweizertrakt von 1237, der Renaissance-Stallburg von 1556, dem Amalientrakt von 1582, dem barocken Leopoldinischen Trakt von 1670, der Hofbibliothek von 1726, dem Reichskanzleitrakt von 1728, der Winterreitschule von 1735, dem Redoutensaaltrakt von 1744, dem klassizistischen Zeremoniensaaltrakt von 1805, dem neobarocken Michaelertrakt von 1893 und dem Burggartentrakt von 1908. Ein Volksgartentrakt und ein Thronsaaltrakt, die als Teil des Kaiserforums geplant gewesen waren, blieben unausgeführt. Seit 1955 dient die Hofburg als Sitz des österreichischen Bundespräsidenten, der Nationalbibliothek und mehrerer Bundesmuseen.
19.02.1656
Die Uraufführung des musikalischen Dramas Orontea von Antonio Cesti findet in Innsbruck statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
19.02.1600
Der Vulkan Huaynaputina in Peru bricht aus. Es ist der verheerendste Vulkanausbruch in historischer Zeit in Südamerika. Der Chronist Waman Puma de Ayala hält die Katastrophe fest.
Der Vulkan Huaynaputina ist ein Stratovulkan in der Cordillera Volcánica in der Region Moquegua im Süden Perus. Infolge eines gigantischen Ausbruchs im Jahre 1600, bei dem der Gipfel des Vulkans vollständig explodierte, hat der Huaynaputina keine typische Kegelform mehr. Zurückgeblieben ist ein eher unspektakulärer Krater, dessen höchste Erhebung auf 4850 m liegt.
19.02.1594
Der polnisch-litauische König Sigismund III. Wasa wird in Uppsala zum König von Schweden gekrönt, nachdem er garantiert hat, dass die Schweden weiterhin ihrer protestantischen Konfession anhängen dürfen.
Polen-Litauen war ein von 1569 bis 1795 bestehender Staat in Mittel- und Osteuropa. Der föderale und feudale Ständestaat besaß Elemente einer Republik auf Basis einer parlamentarisch-konstitutionellen Monarchie und einen mehrheitlich von der Aristokratie in der Freien Wahl gewählten Herrscher an der Staatsspitze.
19.02.1476
Karl der Kühne beginnt während der Burgunderkriege mit der Belagerung des Schlosses Grandson am Neuenburgersee.
Karl I. der Kühne – französisch Charles Ier le Téméraire oder le Hardi, niederländisch Karel de Stoute, englisch Charles the Bold – war ein Angehöriger der Dynastie Valois-Burgund, einer Seitenlinie des französischen Königshauses Valois. Seine Eltern waren Philipp III. der Gute und Isabella von Portugal. Karl der Kühne war vom 15. Juni 1467 bis zum 5. Januar 1477 Herzog von Burgund sowie der Burgundischen Niederlande.
19.02.1416
Amadeus VIII. von Savoyen wird von Kaiser Sigismund zum Herzog erhoben.
Amadeus VIII., genannt „der Friedfertige“, war von 1391 bis 1439 zunächst Graf und ab 1416 Herzog von Savoyen, ab 1418 auch Fürst von Piemont. Als Witwer und Vater von zehn Kindern wandte er sich einem religiösen Leben zu und war von 1439 bis 1449 als Felix V. der letzte Gegenpapst der katholischen Kirche und von 1444 bis zu seinem Tod 1451 Bischof von Genf. Nach seinem Verzicht als Papst blieb er von 1449 bis 1451 Kardinalbischof von Sabina.
19.02.0607
Bonifatius III. wird zum Papst gewählt.
Bonifatius III. war Papst vom 19. Februar 607 bis zu seinem Tod.
19.02.0197
Mit seinem Sieg über den Gegenkaiser Clodius Albinus, der in der Schlacht bei Lugdunum fällt, ist Septimius Severus endgültig Alleinherrscher des Römischen Reiches. Er begründet die Dynastie der Severer.
Decimus Clodius Septimius Albinus war römischer Caesar von 193 bis 195 und Gegenkaiser gegen Septimius Severus von Ende 195 bis zu seinem Tod.