Historische Ereignisse am Freitag, 20. Februar

69 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 20. Februar statt — von 1258 bis 2006. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 20. Februar 2026 fallen in Wien typischerweise Temperaturen im einstelligen Bereich an, begleitet von häufig bewölktem Himmel und gelegentlichen Niederschlägen. Der Steinbock steht noch am Himmel, während die abnehmende Mondsichel am Firmament sichtbar ist. Wiens historische Altstadt mit ihren prächtigen Bauten und dem Stephansdom prägt das Stadtbild seit Jahrhunderten und zieht jährlich Millionen von Besuchern an.

Die Geschichte des 20. Februars zeigt sich reich an bedeutenden Ereignissen europäischen Ausmaßes. Im Jahr 2006 verurteilte das Wiener Landgericht für Strafsachen den britischen Holocaustleugner David Irving zu drei Jahren Haft ohne Bewährung wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz. Ein Jahr früher, 2005, stimmten die Wähler Spaniens in einem Referendum der geplanten europäischen Verfassung zu und unterstrichen damit die Integrationsbemühungen der Europäischen Union.

Weitere Ereignisse dieses Datums belegen die politische Dynamik Europas. So erlebte Portugal 2005 bei vorgezogenen Parlamentswahlen einen Erdrutschsieg der Sozialisten unter José Sócrates, die mit absoluter Mehrheit die Regierungsverantwortung übernahmen und die Partido Social Democrata zur zweitstärksten Kraft herabstuften. Diese Wahlen dokumentieren die Wechselhaftigkeit politischer Mehrheiten in der modernen europäischen Demokratie und die wandelnden Prioritäten der Wählerschaft gegenüber wirtschaftlichen und sozialen Fragen.

DayAtlas stellt für jedes beliebige Datum und jeden Ort Wetterinformationen, historische Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todesfälle bereit und ermöglicht damit einen umfassenden Überblick über die Geschichte und aktuellen Bedingungen an einem bestimmten Tag.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 5. April.

20.02.2006

Der britische Holocaustleugner David Irving wird vom Wiener Landgericht für Strafsachen wegen im Verbotsgesetz 1947 mit Strafe bedrohter nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Abstreiten oder weitgehende Verharmlosen des nationalsozialistischen Völkermords an den europäischen Juden. Holocaustleugner prägten dafür den Ausdruck „Auschwitzlüge“, der zum Synonym für ihre Leugnung wurde. Dabei steht der Name des größten Vernichtungslagers Auschwitz für den gesamten Holocaust.


20.02.2005

UN-Flüchtlingshochkommissar Ruud Lubbers tritt von seinem Amt zurück, nachdem ein interner Untersuchungsbericht wegen sexueller Belästigung veröffentlicht worden ist.

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen ist ein persönliches Amt der Vereinten Nationen (UN). Ihm untersteht das Hochkommissariat. Es ist mit dem Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen (Flüchtlingsrecht) beauftragt und auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig.


In einem Referendum stimmen die Wähler Spaniens mehrheitlich der geplanten europäischen Verfassung zu.

Am 20. Februar 2005 fand in Spanien ein Referendum über die Annahme der geplanten Europäischen Verfassung statt. 77 % der Abstimmenden befürworteten die Annahme des Verfassungsentwurfs. Die Wahlbeteiligung betrug 41,8 %.


Bei den vorgezogenen Wahlen zur Assembleia da República in Portugal erlangen die Sozialisten unter José Sócrates einen Erdrutschsieg und erreichen die absolute Mehrheit. Die Partido Social Democrata wird nur noch zweitstärkste Partei.

Bei der Parlamentswahl in Portugal 2005 am 20. Februar 2005 waren etwa 8,9 Millionen Portugiesen im In- und Ausland aufgerufen, die 230 Mandate in der Assembleia da República neu zu bestimmen.


20.02.2004

Nach dem Ausschluss tausender liberaler Kandidaten sinkt die Wahlbeteiligung bei den iranischen Parlamentswahlen nach offiziellen Angaben auf 50,57 %.

Die Geschichte Irans seit 1979 beginnt mit der sogenannten Islamischen Revolution und der Gründung der Islamischen Republik, die in Iran seit dem 1. April 1979 besteht. Fast vier Jahrzehnte hatte der Schah Mohammad Reza Pahlavi mit Unterstützung westlicher Staaten, vor allem der USA, das ölreiche Land als Monarch beherrscht. Am 16. Januar 1979 floh der Schah aus Iran vor Unruhen, in deren Folge der schiitische Geistliche Ruhollah Chomeini zum weltlichen Führer aufstieg. Seitdem ist der oberste Rechtsgelehrte Irans zugleich die wichtigste politische Macht, gemeinsam mit dem Wächterrat, bestehend aus fundamentalreligiösen Geistlichen. Daneben gibt es einen vom Volk gewählten Staatspräsidenten. Die Präsidenten- und Parlamentswahlen in Iran werden allerdings stark manipuliert, unter anderem dadurch, dass der Wächterrat über die Zulassung der Kandidaten entscheidet.


20.02.2003

In der US-amerikanischen Kleinstadt West Warwick verursacht die Brandkatastrophe im Nachtclub The Station den Tod von 100 Menschen, 230 werden verletzt.

West Warwick ist eine Stadt im Kent County, Rhode Island, Vereinigte Staaten. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 31.012 ermittelt.


20.02.2002

Beim Eisenbahnunfall von Ayyat in Ägypten gibt es 383 Tote.

Bei dem Eisenbahnunfall von Ayyat brannte am 20. Februar 2002 nach der Explosion eines Gasbehälters ein Reisezug der Ägyptischen Staatsbahnen zur Hälfte aus, wobei mindestens 383 Menschen ums Leben kamen und eine unbekannte Zahl darüber hinaus verletzt wurde. Dies war der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Ägyptens.


20.02.2000

Der US-amerikanische Filmregisseur Paul Thomas Anderson gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.

Paul Thomas Anderson, auch bekannt unter seinen Initialen PTA, ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent, Kameramann und Oscar-Preisträger. Mit Filmen wie Boogie Nights (1997), Magnolia (1999), There Will Be Blood (2007), The Master (2012), Der seidene Faden (2017) und One Battle After Another (2025) avancierte er zu einem der renommiertesten Filmemacher der Gegenwart.


20.02.1999

Beim Mannschaftsspringen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Ramsau, Österreich, erringt die deutsche Mannschaft die Goldmedaille im Skispringen mit 1,9 Punkten Vorsprung auf Japan. Österreich wird Dritter.

Die 42. Nordischen Skiweltmeisterschaften fanden vom 19. bis 28. Februar 1999 in Ramsau am Dachstein im österreichischen Bundesland Steiermark statt.


20.02.1998

Beim Eiskunstlaufbewerb der XVIII. Olympischen Winterspiele in Nagano gewinnt die 15-jährige US-Amerikanerin Tara Lipinski die Goldmedaille und wird damit die jüngste Olympiasiegerin aller Zeiten bei Winterspielen.

Bei den XVIII. Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano fanden vier Wettbewerbe im Eiskunstlauf statt. Austragungsort war die Kunsteisbahn im White Ring.


20.02.1995

Der französische Filmregisseur Bertrand Tavernier gewinnt bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären.

Ein Filmregisseur oder Filmdirektor ist der künstlerische und kreative Leiter einer Filmproduktion im Gegensatz zum Filmproduzenten, der die Produktion administrativ leitet.


20.02.1994

In der Schweiz wird die Eidgenössische Volksinitiative «zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr» angenommen. Seither ist die Verlagerungspolitik für Güter vom Schwerverkehr auf die Eisenbahn Teil der Schweizer Bundesverfassung.

Die Schweiz, amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft, ist ein föderalistischer, demokratischer Staat in Mitteleuropa. Er grenzt im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich.


20.02.1993

Das Magazin New Scientist berichtet über das Entdecken des jüngsten je beobachteten Sterns. Der Protostern VLA 1623 ist etwa 10.000 Jahre alt.

New Scientist ist ein wöchentlich in englischer Sprache erscheinendes, internationales Periodikum mit Themen aus unterschiedlichen, vorwiegend naturwissenschaftlichen Disziplinen. New Scientist kann als populärwissenschaftliche Fachzeitschrift mit einem umfangreichen aktuellen Nachrichtenüberblick beschrieben werden. Thema sind seit dem Beginn des Erscheinens häufig auch die Auswirkungen von Forschung und Technik auf die Gesellschaft. Sitz der Hauptredaktion ist London.


20.02.1991

Demonstranten stürzen die Statue des ehemaligen albanischen Langzeitdiktators Enver Hoxha in Tirana.

Die Geschichte Albaniens beschäftigt sich mit den Ereignissen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Albanien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart sowie auf dem von (ethnischen) Albanern bewohnten Regionen außerhalb des Nationalstaats bis 1912.


20.02.1987

Das bisherige Unionsterritorium Mizoram erhält den Status eines Bundesstaats in Indien.

Unionsterritorium oder abgekürzt UT bezeichnet ein bundesunmittelbares Gebiet des Staates Indien; im Jahr 2020 hat Indien acht Unionsterritorien. Im Unterschied zu den 28 indischen Bundesstaaten mit eigener örtlicher Regierung unterstehen die Unionsterritorien der Zentralregierung in der Hauptstadt Neu-Delhi.


20.02.1986

Der Medienunternehmer Silvio Berlusconi erwirbt die Aktienmehrheit am Fußballverein AC Mailand und wird dessen Präsident.

Silvio Berlusconi war ein italienischer Politiker und Unternehmer. Er war viermal Ministerpräsident Italiens sowie übergangsweise Außen-, Wirtschafts- und Gesundheitsminister. Von 1994 bis 2013 war er Mitglied der italienischen Abgeordnetenkammer. Von 2022 bis zu seinem Tod gehörte er dem Senat an, dessen Mitglied er bereits von März bis November 2013 gewesen war. Von der Europawahl 2019 bis Oktober 2022 war er Mitglied des Europäischen Parlaments. Berlusconi war Eigentümer von Fininvest. Laut Forbes-Liste 2023 war er mit einem Vermögen von rund 7 Milliarden US-Dollar einer der reichsten Italiener. Von 1986 bis 2004 und von 2006 bis 2008 war er außerdem Präsident des Fußballvereins AC Mailand.


20.02.1979

Der Europäische Gerichtshof verkündet die Cassis-de-Dijon-Entscheidung zur Warenverkehrsfreiheit. Die mengenmäßige Einfuhrbeschränkung von Likören durch die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein ist danach nicht mit EU-Recht vereinbar.

Der Gerichtshof mit Sitz in Luxemburg ist das oberste rechtsprechende Organ der Europäischen Union (EU). Nach Art. 19 Abs. 1 Satz 2 EUV sichert er „die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der Verträge“. Zusammen mit dem Gericht bildet er den Gerichtshof der Europäischen Union, der im politischen System der Europäischen Union die Rolle der Judikative einnimmt.


20.02.1976

Muhammad Ali gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jean-Pierre Coopman im Roberto Clemente Coliseum, Río Piedras, Puerto Rico, durch K.O.

Muhammad Ali war ein US-amerikanischer Boxer und neben Olexsandr Usyk der Einzige, der den Titel des unumstrittenen Weltmeisters dreimal gewinnen konnte. Bekannt wurde er zunächst unter seinem Namen Cassius Clay. Er gehörte zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragendsten Sportathleten des 20. Jahrhunderts überhaupt und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt. Vor allem die in den 1970er Jahren über TV weltweit ausgestrahlten Boxkämpfe mit Joe Frazier, Ken Norton und der Rumble in the Jungle gegen George Foreman (1974) gelten als Klassiker unter den Schwergewichtskämpfen.


20.02.1967

Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik beschließt die Einführung einer eigenen Staatsbürgerschaft der DDR.

Die Volkskammer war vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 das Parlament der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Nominell war sie das höchste Verfassungsorgan, tatsächlich bestimmte aber die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Politik der DDR. Dies änderte sich erst durch die Friedliche Revolution von 1989/90.


20.02.1966

Der Tanker Anne Mildred Brøvig verliert nach einer Kollision mit der britischen Pentland in der Nordsee bei Helgoland ca. 20.000 t Öl.

Die Anne Mildred Brøvig war ein norwegischer Öltanker. Beladen mit 40.000 Tonnen Rohöl, kollidierte das Schiff am 20. Februar 1966 39 Seemeilen westlich von Helgoland im Nebel mit dem 30-mal kleineren britischen Küstenmotorschiff Pentland, das Whisky in Fässern geladen hatte.


20.02.1965

Die US-amerikanische Raumsonde Ranger 8 der NASA schlägt wie geplant auf dem Mond auf und übermittelt vorher noch 7300 Bilder.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


20.02.1963

In der Berliner Freien Volksbühne findet unter der Regie von Erwin Piscator die Uraufführung des Schauspiels Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth statt.

Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist ein Theater im Berliner Ortsteil Mitte. Die Bühne entstand 1890 während einer Gründungsversammlung des Vereins Freie Volksbühne. Das heutige Theater befindet sich am Rosa-Luxemburg-Platz, wurde 1913–1914 aus Spenden der Mitglieder errichtet und bestand bis zum 17. Mai 1933 unter dem Namen Volksbühne Theater am Bülowplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude schwer beschädigt und wurde erst 1954 wieder eröffnet.


20.02.1962

John Glenn startet von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida aus zur Mission Mercury-Atlas 6, um als erster US-Amerikaner die Erde im All zu umkreisen.

John Herschel Glenn Jr. war ein US-amerikanischer Kampfpilot, Testpilot, Astronaut und Politiker. Er war 1962 der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste, und von 1974 bis 1999 für den Staat Ohio Senator der Demokratischen Partei im Senat der Vereinigten Staaten.


20.02.1956

Per konstruktivem Misstrauensvotum wird der SPD-Politiker Fritz Steinhoff anstelle von Karl Arnold (CDU) zum Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens gewählt.

Als Misstrauensvotum wird in einem parlamentarischen Regierungssystem ein mehrheitlicher Parlamentsbeschluss bezeichnet, der die Regierung, den Regierungschef oder einen bestimmten Minister absetzt, wenn die Verfassung diese Möglichkeit vorsieht. Ein Misstrauensvotum enthebt denjenigen, gegen den es gerichtet ist, seines Amtes.


20.02.1954

Am Opernhaus Nürnberg wird Der dritte Wunsch, ein Zauberstück mit Musik in acht Bildern von Nico Dostal, uraufgeführt. Es basiert auf Motiven des Märchens Vom Fischer und seiner Frau der Brüder Grimm.

Das Staatstheater Nürnberg ist eines der großen Mehrspartentheater in Deutschland. Als vierte Staatsbühne im Freistaat Bayern ging es am 1. Januar 2005 aus den ehemaligen Städtischen Bühnen Nürnberg hervor. Unter der Leitung von Staatsintendant Jens-Daniel Herzog ermöglichen derzeit mehr als 600 Festangestellte in den Sparten Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert pro Saison rund 650 Vorstellungen für über 230.000 Besucher. Prägnantestes Gebäude ist das in der Stadtsilhouette weithin erkennbare Nürnberger Opernhaus, ein Wahrzeichen der Stadt. Weitere Spielstätten sind das Schauspielhaus Nürnberg mit den Kammerspielen und dem Extended Reality Theater – XRT sowie die Meistersingerhalle. Dort finden Konzertreihen der Staatsphilharmonie Nürnberg statt, des Orchesters des Staatstheaters unter der Leitung von Generalmusikdirektor Roland Böer.


20.02.1952

Der Bundestagsabgeordnete Franz Richter (SRP) wird im Bundeshaus unter dem Vorwurf verhaftet, in Wahrheit der ehemalige NSDAP-Gauhauptstellenleiter von Sachsen, Fritz Rößler, zu sein. Der Verdacht bewahrheitet sich später.

Mitglied des Deutschen Bundestages ist die amtliche Bezeichnung für einen Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Die Abkürzung MdB wird als sogenannter Namenszusatz mit oder ohne Komma hinter den Nachnamen gestellt. Seit der Wahlrechtsreform 2023 ist die Zahl der Bundestagsabgeordneten auf 630 festgesetzt, diese Zahl an MdBs wurde bei der Bundestagswahl 2025 erstmals gewählt.


20.02.1947

In den staatlichen Ischmasch-Werken wird die Serienfertigung des sowjetisch-russischen Sturmgewehrs AK-47 aufgenommen.

Die Ischmasch-Werke in Ischewsk sind ein russischer Hersteller von Waffen und Fahrzeugen. Durch eine Fusion mit Ischmech verschmolz Ischmasch 2013 zum Konzern Kalaschnikow.


20.02.1946

Bei einer Explosion in 930 m Tiefe in der Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 in Bergkamen in Deutschland kommen 405 Menschen ums Leben. Es kann nicht herausgefunden werden, ob das schlimmste Grubenunglück in der deutschen Geschichte auf eine Schlagwetterexplosion oder eine Kohlenstaubexplosion zurückzuführen ist.

Die Zeche Monopol Schacht Grimberg 3/4 war ein Steinkohlebergwerk in Bergkamen im nördlichen Ruhrgebiet. Sie gehörte wie die 4 km nördlich gelegene Zeche Grimberg 1/2 zur Zeche Monopol, dann Zeche Haus Aden. Die Anlage befand sich in Bergkamen-Weddinghofen an der Schulstraße. Auf dieser Zeche ereignete sich 1946 das schwerste Grubenunglück in Deutschland.


20.02.1943

Die Oper Die Kluge von Carl Orff, die das Märchen Die kluge Bauerntochter der Brüder Grimm zur Vorlage hat, wird in Frankfurt am Main uraufgeführt.

Die Kluge ist eine Oper in einem Akt von Carl Orff, die das Märchen der Brüder Grimm „Die kluge Bauerntochter“ zur Vorlage hat. Das Werk trägt den Untertitel „Die Geschichte vom König und der klugen Frau“. Die Uraufführung fand am 20. Februar 1943 in Frankfurt am Main statt.


In Mexiko entsteht der Vulkan Paricutín. Nach einem Tag ist er 10 Meter hoch, nach drei Tagen 50 Meter, inzwischen 424 Meter.

Mexiko ist eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie umfasst 31 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt Mexiko-Stadt. Im Norden grenzt Mexiko an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean, im Südosten an Guatemala, Belize und an das Karibische Meer, im Osten an den Golf von Mexiko. Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen Quadratkilometern ist Mexiko der fünftgrößte Staat auf dem amerikanischen Doppelkontinent, global liegt der Staat an vierzehnter Stelle. Weltweit liegt Mexiko mit einer Bevölkerungszahl von über 130 Millionen Menschen auf Platz elf und ist der einwohnerreichste spanischsprachige Staat.


20.02.1942

Japan besiegt in der Nacht vom 19. Februar die alliierte ABDA-Flotte in der Seeschlacht in der Straße von Badung im Pazifikkrieg.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


Japanische Truppen landen in der Nacht zum 20. Februar sowohl im niederländischen Westtimor als auch im eigentlich neutralen Portugiesisch-Timor. Es ist der Beginn der Schlacht um Timor.

Portugiesisch-Timor war zwischen 1586 und 1975 der Name der portugiesischen Kolonie, die heute als Osttimor (Timor-Leste) ein unabhängiges Land ist.


20.02.1941

Die US-Zeitung Washington Daily News nennt in ihrer Ausgabe ein geländegängiges Fahrzeug Jeep. Ein Exemplar des Willys MB wurde Abgeordneten und Pressevertretern in seinem Können auf den Stufen vor dem Kapitol der Vereinigten Staaten vorgeführt.

Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.


20.02.1938

Die Schweizer beschließen in einer Volksabstimmung, Rätoromanisch als vierte Nationalsprache anzuerkennen.

Schweizer ist die Bezeichnung für die Staatsbürger des mitteleuropäischen Binnenstaates Schweiz. Ein Schweizer besitzt das Bürgerrecht zumindest einer Gemeinde, seines Heimatorts. Ende Dezember 2018 hatten etwa 7,16 Millionen Menschen die Schweizer Staatsangehörigkeit; davon hatten 6'396'252 Wohnsitz in der Schweiz, 760'233 waren Auslandschweizer.


20.02.1935

Die Zollgrenze zwischen dem Saarland und dem Deutschen Reich wird aufgehoben.

Die Geschichte des Saarlandes umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des deutschen Landes Saarland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Saarland ist seit 1957 ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland, an der mittleren Saar gelegen. Die Landeshauptstadt ist Saarbrücken.


20.02.1933

Bei einem Treffen Hitlers mit Industriellen wird eine Wahlkampfhilfe in Höhe von drei Millionen Reichsmark für die NSDAP und die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot für die kommende Reichstagswahl verlangt.

Das geheime Treffen Hitlers mit Industriellen am 20. Februar 1933 war eine Zusammenkunft Adolf Hitlers mit 26 führenden deutschen Industriellen in Hermann Görings Amtssitz im Reichstagspräsidentenpalais in Berlin. Das Treffen fand wenige Wochen nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und anlässlich der bevorstehenden Reichstagswahl vom 5. März 1933 statt, der letzten Mehrparteienwahl im Deutschen Reich. Die Industrievertreter wurden mit der Forderung der NSDAP konfrontiert, für den laufenden Wahlkampf eine Spende in Höhe von drei Millionen Reichsmark für den Wahlfonds der NSDAP und der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot zu leisten, von denen etwa zwei Millionen nachweisbar als Zahlung eingegangen sind. 75 % der Summe gingen an die NSDAP. Wirtschaftspolitisch hielten die Industriellen auch nach der Veranstaltung noch am Liberalismus fest.


Der US-Senat beschließt den 21. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieser setzt den 18. Zusatzartikel außer Kraft, mit dem 1920 das Alkoholverbot in den USA eingeführt worden ist. Mit seinem Inkrafttreten am 5. Dezember endet die Prohibitionszeit in den Vereinigten Staaten.

Der 21. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika hob die landesweit gültige Alkoholprohibition auf, die 1920 mit dem 18. Zusatzartikel in den USA eingeführt worden war. Er wurde am 20. Februar 1933 vom Kongress verabschiedet, am 5. Dezember 1933 hatten ausreichend Ratifizierungskonvente in den Bundesstaaten ihn ratifiziert. Er wurde als bisher einziger Zusatzartikel nicht von den Parlamenten der Einzelstaaten, sondern von speziell zu diesem Zweck gewählten Versammlungen ratifiziert; dieses Verfahren wurde gewählt, da der Einfluss der Anti-Alkohol-Aktivisten auf viele Abgeordnete und Parteiführungen in den Einzelstaaten immer noch sehr stark war; man setzte daher auf die „schweigende Mehrheit“, deren Meinung inzwischen gegen die Prohibition umgeschlagen war.


20.02.1929

Amerikanisch-Samoa wird ein Territorium der Vereinigten Staaten.

Amerikanisch-Samoa ist als Teil von Amerikanisch-Ozeanien ein Außengebiet der Vereinigten Staaten im südlichen Pazifik. Amerikanisch-Samoa ist Teil der Samoainseln und schließt südöstlich an den unabhängigen Staat Samoa an. Die flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Amerikanisch-Samoas ist Tutuila mit dem Hauptort Pago Pago.


20.02.1926

In Berlin wird die erste Grüne Woche als Verbindung der traditionellen Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlin mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung eröffnet. Die Messe dauert bis zum 28. Februar.

Die Grüne Woche ist eine Messe in Berlin, auf der Unternehmen der weltweiten Agrar- und Ernährungswirtschaft ihre Produkte präsentieren. Sie gilt als die international wichtigste Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau und richtet sich sowohl an Fachbesucher als auch an das allgemeine Publikum. Die Messe findet traditionell jeweils im Januar in den Messehallen unter dem Funkturm statt.


20.02.1919

Habibullah Khan, der 15. Emir von Afghanistan, wird bei einem Jagdausflug ermordet. Wenige Wochen nach dem Tod des Herrschers kommt es unter seinem Nachfolger Amanullah Khan zum Dritten Anglo-Afghanischen Krieg, der im Frieden von Rawalpindi die Anerkennung des Emirats Afghanistan als unabhängigen Staat durch die Briten bringt.

Habibullah Khan war vom 3. Oktober 1901 bis 20. Februar 1919 der 15. Emir von Afghanistan. Er war Sohn des Emirs Abdur Rahman Khan und trat als Erstgeborener die Nachfolge seines Vaters als Herrscher von Afghanistan an.


20.02.1915

Die Panama-Pacific International Exposition, eine Weltausstellung anlässlich der Fertigstellung des Panamakanals ein Jahr zuvor, wird in San Francisco, Kalifornien, eröffnet. Sie dauert bis zum 4. Dezember und soll auch zeigen, dass die Stadt sich vom Großen Erdbeben 1906 erholt hat.

Die Panama-Pacific International Exposition (Panama-Pazifische internationale Ausstellung) war eine Weltausstellung, die vom 20. Februar bis zum 4. Dezember 1915 in San Francisco in Kalifornien stattfand. Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die Fertigstellung des Panamakanals im Jahr zuvor. Gleichzeitig wollte San Francisco auch zeigen, dass die Stadt sich von dem großen Erdbeben erholt hatte.


20.02.1913

Innenminister King O’Malley schlägt den ersten Vermessungspfosten für die zukünftige australische Hauptstadt Canberra ein.

King O’Malley war ein australischer Politiker. Das Mitglied der Australian Labor Party gilt als eine der schillerndsten politischen Figuren Australiens des frühen 20. Jahrhunderts und war Innenminister von 1910 bis 1913 sowie von 1915 bis 1916. Er setzte sich maßgeblich dafür ein, dass Canberra als Standort der zukünftigen Hauptstadt bestimmt wurde und gab den Anstoß für die Gründung der staatlichen Commonwealth Bank.


20.02.1911

Die erste Ausgabe der Zeitschrift Die Aktion, Zeitschrift für freiheitliche Politik und Literatur von Franz Pfemfert erscheint. Sie wird dem Expressionismus zum Durchbruch verhelfen.

Die Aktion war eine von Franz Pfemfert von 1911 bis 1932 herausgegebene literarische und politische Zeitschrift, die dem Expressionismus zum Durchbruch verhalf und für eine undogmatische linke Politik stand. Anfangs erschien Die Aktion wöchentlich, ab 1919 vierzehntäglich, ab 1926 nur noch unregelmäßig.


20.02.1910

Der wegen seiner pro-britischen Politik unbeliebte ägyptische Ministerpräsident Boutros Ghali wird bei einem Attentat getötet.

Boutros Ghali Bey, später Pascha Ghali, war ein ägyptischer Politiker während der britischen Besetzung Ägyptens.


20.02.1909

Filippo Tommaso Marinetti publiziert in der Pariser Zeitung Le Figaro sein Futuristisches Manifest und gründet damit den Futurismus.

Filippo Tommaso Marinetti, eigentlich Emilio Angelo Carlo Marinetti, war ein italienischer Schriftsteller, faschistischer Politiker und Begründer des Futurismus.


20.02.1907

An der Hofoper in Sankt Petersburg erfolgt die Uraufführung der Oper Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und von der Jungfrau Fewronija (Orig.: Skasani je o newidimom grade Kiteshe i dewe Febronii) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow.

Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und von der Jungfrau Fewronija ist eine Oper in vier Akten und sechs Bildern von Nikolai Rimski-Korsakow (Musik) mit einem Libretto von Wladimir Belski und Nikolai Rimski-Korsakow. Sie wurde am 7. Februarjul. / 20. Februar 1907greg. im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt.


20.02.1903

Am Theater an der Wien in Wien wird Edmund Eyslers Operette Bruder Straubinger uraufgeführt.

Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der Linken Wienzeile, im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, welches im Verbund der Vereinigten Bühnen Wien betrieben wird. Unter der Intendanz von Roland Geyer von 2006 bis 2022 trug es den Beinamen „Das neue Opernhaus“ bzw. „Das Opernhaus“. Seit 2022 ist der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim Intendant und zeichnet unter dem Namen MusikTheater an der Wien für die Programmierung verantwortlich. Das Theater verfügt derzeit über 1.129 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Von März 2022 bis Oktober 2024 wurde das Theater an der Wien umfassend saniert. Für die Dauer der Sanierung wurde das MuseumsQuartier | Halle E als vorübergehende Spielstätte genutzt.


20.02.1890

Bei der Wahl zum 8. Deutschen Reichstag erleiden die sogenannten „Kartellparteien“ eine vernichtende Niederlage. Die Sozialdemokraten erlangen erstmals die meisten Wählerstimmen. Aufgrund der starken Verzerrungen infolge des Mehrheitswahlrechts, das die dicht besiedelten Regionen stark benachteiligt, können sie aber nur 35 Mandate erringen.

Die Reichstagswahl 1890 war die Wahl zum 8. Deutschen Reichstag. Sie fand am 20. Februar 1890 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 71 % und war damit niedriger als bei der Reichstagswahl 1887.


20.02.1883

Alphonse Bertillon gelingt mit Hilfe des von ihm entwickelten Systems der Bertillonage die Identifizierung eines Straftäters aufgrund der Körpermaße des rückfällig Gewordenen.

Alphonse Bertillon war ein französischer Kriminalist und Anthropologe. Das von ihm entwickelte anthropometrische System zur Personenidentifizierung wurde zu seinen Ehren später Bertillonage genannt.


20.02.1878

Vincenzo Gioacchino Pecci wird zum Papst gewählt und nennt sich Leo XIII.

Papst ist der deutschsprachige geistliche Titel für den Bischof von Rom als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem Heiliger Vater, Pontifex Maximus und Patriarch des Abendlandes.


20.02.1872

Das Metropolitan Museum of Art wird in New York City eröffnet.

Das Metropolitan Museum of Art ist das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten und besitzt eine der bedeutendsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt. Das „Met Fifth Avenue“ genannte Hauptgebäude befindet sich an der Fifth Avenue, Höhe East 82nd Street in der Upper East Side im Stadtbezirk Manhattan von New York City am östlichen Rand des Central Park und ist Bestandteil der Museum Mile.


20.02.1868

In Wien heiratet der bayerische Prinz Ludwig die Erzherzogin Marie Therese von Österreich-Este.

Ludwig Leopold Joseph Maria Aloys Alfred, König von Bayern als Ludwig III., war ab 1912 Prinzregent und von 1913 bis 1918 der letzte König von Bayern. Auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Agrarpolitik interessiert und kenntnisreich, war Ludwig zunächst entschlossen, die verfassungsmäßig noch immer starke Stellung der Krone zu eigenem politischen Handeln zu nutzen, ließ sich dann aber im Verlauf des Ersten Weltkriegs von den zivilen und militärischen Reichsstellen fast völlig überspielen. Mit seiner durch die Novemberrevolution unmittelbar vor dem Ende des Weltkriegs erfolgten Absetzung endete am 7. November 1918 die 738 Jahre währende Herrschaft der Wittelsbacher-Dynastie über Bayern.


20.02.1865

Im Tripel-Allianz-Krieg nehmen brasilianische Truppen die uruguayische Hauptstadt Montevideo ein. Venancio Flores wird von ihnen als provisorischer Präsident unterstützt.

Als Tripel-Allianz-Krieg wird der von 1864 bis 1870 dauernde Kampf Paraguays gegen die verbündeten Staaten Argentinien, Brasilien und Uruguay bezeichnet. Dabei stand Paraguay zunächst auf der Seite der konservativen Regierung Uruguays, die im Uruguayischen Krieg mit Brasiliens Unterstützung 1865 gestürzt wurde.


20.02.1857

Die Geschäftsleute Hermann Henrich Meier und Eduard Crüsemann gründen in Bremen die Reederei Norddeutscher Lloyd.

Hermann Henrich Meier war ein deutscher Kaufmann, Reeder und Parlamentarier.


20.02.1837

Am Stadttheater in Leipzig erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Die beiden Schützen von Albert Lortzing. Das Stück nach der literarischen Vorlage Les Méprises par ressemblance von André-Ernest-Modeste Grétry ist ein großer Erfolg und bestärkt Lortzing darin, weitere Werke für das Musiktheater zu verfassen.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


20.02.1835

Die Stadt Concepción in Chile wird bei einem Erdbeben vollständig zerstört. Weil sich das dreiminütige Beben um 11:30 Uhr ereignet, sind weniger als 100 Todesopfer in der Stadt zu beklagen. Insgesamt sterben durch die Naturgewalten aber etwa 5.000 Menschen, weil auch in siebzig umliegenden Dörfern die Häuser einstürzen und ein nachfolgender Tsunami den Fischerhafen Talcahuano ins Meer spült.

Concepción, eigentlich (spanisch) La Concepción de María Purísima del Nuevo Extremo, ist eine Stadt und Kommune in dem südamerikanischen Anden-Staat Chile. 2017 hatte sie 219.000 Einwohner.


20.02.1834

Am Theater in der Josefstadt wird das Zaubermärchen Der Verschwender von Ferdinand Raimund mit Musik von Conradin Kreutzer uraufgeführt. Der Dichter spielt dabei die Rolle des Valentin selbst.

Das Theater in der Josefstadt im 8. Wiener Gemeindebezirk, Josefstadt, ist das älteste bestehende Theater Wiens. Es wird mit Zuschüssen der öffentlichen Hand von einem privaten Rechtsträger geführt.


20.02.1827

In der Schlacht bei Ituzaingó erleidet Brasilien im Argentinisch-Brasilianischen Krieg eine Niederlage.

Ituzaingó ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departamento Ituzaingó in der Provinz Corrientes im Nordosten Argentiniens. In der Klassifizierung der Gemeinden in der Provinz Corrientes zählt Berón de Astrada zur 2. Kategorie.


20.02.1818

Auf dem Roten Platz in Moskau wird das Minin-und-Poscharski-Denkmal zur Erinnerung an „den Bürger Minin und den Fürsten Poscharski“, die Anführer des Volksaufstandes gegen die polnische Intervention 1611, enthüllt.

Der Rote Platz ist einer der ältesten und auf Grund seiner Größe, seiner geschichtlichen Bedeutung und der angrenzenden historischen Bauwerke der international berühmteste Platz in Moskau und einer der bekanntesten der Welt. Er befindet sich im Zentrum der historischen Moskauer Altstadt, vor den östlichen Mauern des Kremls, und gilt mit Gebäuden wie der Basilius-Kathedrale, dem Lenin-Mausoleum und dem Warenhaus GUM als Wahrzeichen der Stadt. Zudem gehört er seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.


20.02.1816

Im Teatro Argentina in Rom wird unter dem Namen Almaviva o sia L’inutile precauzione die Oper Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Die Oper mit dem Libretto von Cesare Sterbini nach dem Schauspiel Le Barbier de Seville von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais fällt beim Publikum durch. Erst die zweite Aufführung wird ein großer Erfolg.

Das Teatro Argentina in Rom befindet sich am Largo di Torre Argentina und ist eines der wichtigsten Theater der italienischen Hauptstadt.


20.02.1811

Österreich erleidet einen Staatsbankrott. Das umlaufende Papiergeld wird aufgrund eines Finanzpatents von Kaiser Franz I. nur noch zu einem Fünftel seines Werts umgetauscht.

Der Österreichische Staatsbankrott 1811 war die Folge der Zerrüttung der österreichischen Staatsfinanzen im Verlauf der Napoleonischen Kriege.


20.02.1810

Der Tiroler Wirt Andreas Hofer, Freiheitskämpfer gegen das napoleonische Frankreich und das mit ihm verbündete Bayern, wird in Mantua nach einem Kriegsgerichtsurteil erschossen. Das Ereignis findet später seinen Niederschlag in der Tiroler Landeshymne.

Andreas Hofer war Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809 und gilt als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat. Als Wirt im Gasthaus „Am Sand“ war Hofer auch als der Sandwirt bekannt und darüber hinaus auch als Pferde- und Weinhändler tätig. Insbesondere von der deutschsprachigen Bevölkerung in Tirol wird Hofer mit zahlreichen Denkmälern als Volksheld und Nationalheld geehrt.


20.02.1809

Die zweite Belagerung von Saragossa während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel endet mit einem Erfolg der Franzosen. Die Spanier ergeben sich nach dreiwöchigem Häuserkampf.

Die Belagerung von Saragossa fand während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel statt und war die zweite durch die Franzosen in diesem Krieg, nachdem sie es von Juni bis August 1808 bereits einmal erfolglos versucht hatten.


20.02.1797

Nachdem sie im Jahr zuvor auf die Insel Baliceaux deportiert worden sind, siedelt Großbritannien die Garifuna („Schwarze Kariben“) auf die Insel Roatán vor der honduranischen Küste um.

Die kleine, unbewohnte Insel Baliceaux (Baliseau) ist Teil der Grenadinen, einer Inselgruppe innerhalb der Kleinen Antillen. Im Norden liegt in ca. 3 km Entfernung die All Awash Island, in ca. 20 km Entfernung St. Vincent, im Osten direkt vor der Küste die noch kleinere Insel Battowia. Im Westen liegt Bequia und im Südwesten Mustique.


20.02.1724

Giulio Cesare, eine italienische Oper von Georg Friedrich Händel mit dem Libretto von Nicola Francesco Haym, hat seine Uraufführung im King’s Theatre am Londoner Haymarket.

Giulio Cesare in Egitto oder kurz Giulio Cesare ist eine Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel, die am 20. Februar 1724 im King’s Theatre am Haymarket in London uraufgeführt wurde. Es ist die berühmteste und am häufigsten aufgeführte Oper des Komponisten.


20.02.1720

Der Friedensschluss in Den Haag beendet den Krieg der Quadrupelallianz, in dem Spanien der Übermacht der vier Verbündeten Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden gegenüberstand.

Der Krieg der Quadrupelallianz war ein militärischer Konflikt (1717–1720), in dem das Königreich Spanien gegen eine Viermächtekoalition von Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden um die Vorherrschaft im Mittelmeer kämpfte. Der Konflikt gilt als ein Beispiel dafür, wie im 18. Jahrhundert Diplomatie und Krieg einander ergänzten.


20.02.1547

Eduard VI. aus dem Haus Tudor wird in der Westminster Abbey als Nachfolger seines verstorbenen Vaters Heinrich VIII. zum König von England gekrönt.

Eduard VI. war als dritter Monarch der Tudordynastie von 1547 bis 1553 König von England und Irland. Er war der einzige überlebende legitime Sohn Heinrichs VIII. und bestieg nach dessen Tod als Neunjähriger den englischen Thron. Da er bereits im Alter von 15 Jahren starb, bestand während seiner gesamten Regierungszeit ein Regentschaftsrat, der zunächst von seinem Onkel Edward Seymour, 1. Duke of Somerset (1547–1549), und nach dessen Hinrichtung von John Dudley, 1. Duke of Northumberland (1550–1553), bestimmt wurde.


20.02.1529

Der Rat der dem Luthertum aufgeschlossenen freien Reichsstadt Straßburg schafft die Heilige Messe ab.

Mit dem seit 1529 verwendeten und ursprünglich politischen Begriff Protestanten werden im engeren Sinne die Angehörigen des Protestantismus, also der christlichen Konfessionen bezeichnet, die, ausgehend von Deutschland und der Schweiz, vor allem in Mittel- und Nordeuropa durch die Reformation des 16. Jahrhunderts entstanden sind und sich seitdem in verschiedene Gruppen weltweit weiterentwickelt haben.


20.02.1258

Wenige Tage nach der Eroberung von Bagdad wird Kalif Al-Mustasim durch die Mongolen hingerichtet. Mit seinem Tod erlischt das Abbasiden-Kalifat von Bagdad.

Die mongolische Eroberung Bagdads fand am 10. Februar 1258 statt. Die Mongolen unter Hülegü eroberten und zerstörten die Hauptstadt der abbasidischen Kalifen. Hülegüs Ziel war es, den Nahen Osten unter die feste Kontrolle des Mongolenreiches zu bringen. Der Kalif sollte dabei eigentlich als Vasall dienen, doch aufgrund seiner Verweigerung der Gefolgschaft sollte Hülegü auf Befehl des Großkhans Möngke die Abbasiden beseitigen.