Historische Ereignisse am Dienstag, 20. Januar
69 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 20. Januar statt — von 250 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 20. Januar 2026 werden sich die Augen der Welt auf Washington richten, wenn Donald Trump zum zweiten Mal als US-Präsident vereidigt wird. Der Termin für diese Amtsübernahme steht in einer langen historischen Tradition, denn seit 1937 werden alle regulär gewählten Präsidenten an diesem Tag in ihr Amt eingeführt. Diese Festlegung geht auf Franklin D. Roosevelt zurück, der an diesem Datum seine zweite Amtszeit angetreten hatte und damit eine Tradition begründete, die bis heute fortbesteht. Damit markiert der 20. Januar einen der wichtigsten Termine im demokratischen Kalender der Vereinigten Staaten.
In der europäischen Geschichte hat dieser Tag ebenfalls Bedeutung erlangt. Im Jahr 1995 wurde zwischen Le Havre und Honfleur nahe der Seinemündung die Pont de Normandie eingeweiht, eine Schrägseilbrücke mit der größten Spannweite in Europa zu jener Zeit. Dieses Bauwerk symbolisierte technologische Innovation und verband zwei wichtige französische Küstenstädte. Ebenso bedeutsam war die Verabschiedung eines österreichischen Volksentscheids im Jahr 2013, als die Bevölkerung in einer landesweiten Befragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht votierte.
Der 20. Januar 2026 fällt auf einen Dienstag. Das Tierkreiszeichen des Wassermanns prägt diesen Tag, während der Mond sich in der Phase des letzten Viertels befindet. Die meteorologischen Bedingungen für diesen Termin sind typischerweise von winterlichen Verhältnissen gekennzeichnet, die das Klima der nordamerikanischen Ostküste in dieser Jahreszeit bestimmt. DayAtlas bietet detaillierte Informationen zu Wetterbedingungen, historischen Ereignissen, berühmten Geburts- und Sterbetagen für jeden beliebigen Ort und jedes Datum.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 8. April.
20.01.2025
Der am 5. November des Vorjahres zum zweiten Mal gewählte Donald Trump wird zum 47. US-Präsidenten vereidigt.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2024 am 5. November 2024 war die 60. Wahl zum Präsidenten und Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten. Sie war Teil der Wahlen in den Vereinigten Staaten 2024, bei denen unter anderem das gesamte Repräsentantenhaus mit 435 Sitzen und etwa ein Drittel des Senats gewählt wurden.
20.01.2021
Der am 3. November des Vorjahres gewählte Demokrat Joe Biden wird zum US-Präsidenten vereidigt.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 am 3. November und 14. Dezember 2020 war die 59. Wahl zum Präsidenten und Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten. Sie war Teil der Wahlen in den Vereinigten Staaten 2020, bei denen unter anderem auch das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats gewählt wurden. Am 5. Januar 2021 fanden in Georgia sowohl für die reguläre Senatswahl als auch für die Sonderwahl zwei Stichwahlen statt, die über die Kontrolle im Senat entschieden.
20.01.2017
Der am 8. November des Vorjahres gewählte Republikaner und Unternehmer Donald Trump wird zum 45. US-Präsidenten vereidigt.
Die 58. Wahl zum Präsidenten und zum Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 8. November 2016 statt. In deren Ergebnis bildeten 306 republikanische und 232 demokratische Wahlleute das Wahlleutekollegium.
20.01.2013
In der ersten landesweiten Volksbefragung spricht sich die Bevölkerung für die Beibehaltung der Wehrpflicht in Österreich aus.
Am 20. Jänner 2013 wurde in Österreich eine Volksbefragung zur Wehrpflicht in Österreich durchgeführt. Hierbei befragte man das Volk, ob die Wehrpflicht abgeschafft werden soll. Die erste österreichweite Volksbefragung ist rechtlich nicht bindend, allerdings gaben die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP im Vorfeld bekannt, sich an das Ergebnis zu halten. ÖVP und FPÖ sprachen sich für eine Beibehaltung der Wehrpflicht aus, SPÖ und Grüne für ein Berufsheer. Mit 59,7 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 52,4 % wurde für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt.
20.01.2009
Der am 4. November des Vorjahres gewählte Demokrat Barack Obama wird von Chief Justice of the United States John Roberts als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.
Die 56. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 4. November 2008 statt. Daraus ging Barack Obama, Senator aus Illinois und Kandidat der Demokratischen Partei, als Sieger und damit als der 44. Präsident der Vereinigten Staaten hervor. Zum Vizepräsidenten wurde Joe Biden, Senator aus Delaware, gewählt. Die republikanischen Gegenkandidaten, Senator John McCain aus Arizona und Gouverneurin Sarah Palin aus Alaska, unterlagen deutlich. Weitere Kandidaten spielten keine erhebliche Rolle.
Beim Untergang der Segelyacht Taube vor der Westküste Marokkos kommen sechs der sieben Besatzungsmitglieder ums Leben.
Die Segelyacht Taube war ein deutsches Sportboot, das zuletzt für einen Völkerverständigungsverein mit Jugendlichen internationaler Herkunft für einen großen Segeltörn in See stach.
20.01.2001
Nach einem Korruptionsskandal um den letzten Präsidenten Joseph Estrada wird die umstrittene Gloria Macapagal-Arroyo als Staatspräsidentin auf den Philippinen vereidigt.
Joseph Estrada, eigentlich: José Marcelo Ejército, ist ein philippinischer Schauspieler und Politiker. Vom 11. Mai 1992 bis zum 30. Juni 1998 war er Vizepräsident und anschließend bis zum 20. Januar 2001 Präsident der Philippinen. Von 2013 bis 2019 war er der Bürgermeister von Manila.
20.01.1998
Der mutmaßlich witterungsbedingte Ausfall einer alten Stromleitung beschwört in der Folgezeit eine Stromkrise in der Innenstadt von Auckland herauf. Erst nach fünf Wochen ist dort die Versorgung mit elektrischer Energie vollständig, aber provisorisch wiederhergestellt.
Eine elektrische Leitung ist ein linienförmiger elektrischer Leiter zum Transport elektrischer Energie oder zur Signalübertragung in der leitungsgebundenen Nachrichten- und Hochfrequenztechnik. Leitungen sind Teil eines elektrischen Stromkreises oder Stromnetzes und verbinden Stromquelle und Verbraucher. Der Transport geschieht durch die Elektronen des Leiterstroms.
20.01.1996
Jassir Arafat wird zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.
Jassir Arafat, arabisch ياسر عرفات, DMG Yāsir ʿArafāt, ursprünglich محمد عبد الرحمن عبد الرؤوف عرفات القدوة الحسيني / Muḥammad ʿAbd ar-Raḥmān ʿAbd ar-Raʾūf ʿArafāt al-Qudwa al-Ḥusainī, Kunya: أبو عمّار / Abū ʿAmmār, war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war ab dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1959 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte.
20.01.1995
Zwischen Le Havre und Honfleur wird nahe der Seinemündung die Schrägseilbrücke Pont de Normandie eingeweiht, die Brücke mit der größten Spannweite in Europa.
Le Havre ist eine Stadt im Nordwesten Frankreichs am Ärmelkanal im Département Seine-Maritime in der Region Normandie.
20.01.1990
Die Deutsche Soziale Union wird in Leipzig gegründet.
Die Deutsche Soziale Union ist eine rechtskonservative Kleinpartei in Deutschland. In der Wendezeit 1989/1990 war sie als Teil des Wahlbündnisses Allianz für Deutschland an der letzten DDR-Regierung beteiligt. Nach 1990 erzielte die Partei bei überregionalen Wahlen nur noch Ergebnisse unter 1 %. Gegenwärtig ist sie nur noch kommunalpolitisch aktiv, vor allem im sächsischen Vogtlandkreis. Der langjährige Bundesvorsitzende Roberto Rink trat dort 2022 mit Unterstützung der AfD als Landratskandidat an und erhielt im zweiten Wahlgang 26 % der Stimmen.
In Baku wird die aserbaidschanische Unabhängigkeitsbewegung gewaltsam niedergeschlagen (Schwarzer Januar).
Baku ist die Hauptstadt Aserbaidschans in Vorderasien. Mit zwei Millionen Einwohnern in der Stadtprovinz ist Baku die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes und des gesamten Kaukasus.
20.01.1981
Mit der Freilassung der in der US-amerikanischen Botschaft festgehaltenen Geiseln endet die 444 Tage andauernde Geiselnahme von Teheran.
Bei der Geiselnahme von Teheran besetzten iranische Studenten am 4. November 1979 im Verlauf der Islamischen Revolution die US-Botschaft in Teheran, der Hauptstadt Irans, um gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi in den Vereinigten Staaten von Amerika zu demonstrieren. Sie hielten 52 Diplomaten der Vereinigten Staaten vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 als Geiseln und forderten die Auslieferung des Schahs. Washington verhängte Sanktionen, die Geiselnahme endete nach 444 Tagen.
20.01.1976
Im Libanesischen Bürgerkrieg verüben Palästinenser- und muslimische Milizen das Massaker von Damur, wobei mutmaßlich etwa 330 Menschen getötet werden. Es ist die Reaktion auf das Massaker von Karantina durch Phalangisten an mehreren Hundert Zivilisten zwei Tage davor.
Der Libanesische Bürgerkrieg dauerte von 1975 bis 1990. In seinem Verlauf bekämpften sich verschiedene Gruppierungen im Libanon in wechselnden Koalitionen. Darüber hinaus kam es zu mehreren Interventionen durch weitere Staaten.
20.01.1973
Amílcar Cabral, die prägende Persönlichkeit des Unabhängigkeitskampfes in Guinea-Bissau und Kap Verde, wird in Conakry ermordet.
Amílcar Lopes Cabral war ein guinea-bissauischer und kapverdischer Politiker, Dichter, Intellektueller, Theoretiker, Diplomat, Agrarwissenschaftler und Unabhängigkeitskämpfer.
20.01.1972
In Indien wird das Gebiet der North-East Frontier Agency in ein Unionsterritorium mit dem Namen „Arunachal Pradesh“ umgewandelt. 1987 wird dieses ein vollgültiger indischer Bundesstaat.
Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.
20.01.1969
Mit Ellinor von Puttkamer wird die erste Frau in der Geschichte des Diplomatischen Dienstes der Bundesrepublik Deutschland Botschafterin. Sie leitet die deutsche Vertretung beim Straßburger Europarat.
Ellinor von Puttkamer war eine deutsche Diplomatin und Historikerin. Sie war von 1969 bis 1973 als Botschafterin die Leiterin der deutschen Vertretung beim Europarat.
Zwei Bewaffnete dringen in ein Munitionsdepot der Bundeswehr im saarländischen Lebach ein und verüben den Aufsehen erregenden Soldatenmord von Lebach. Die Täter werden später nach einem Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst festgenommen.
Ein Arsenal ist eine militärische Einrichtung mit einem Betrieb, in dem Waffensysteme und andere Geräte, Maschinen und Anlagen der Streitkräfte gelagert, gewartet und repariert werden. Bis zum 17. Jahrhundert bezog sich der Begriff, ausgehend von dem namensgebenden Arsenal von Venedig, lediglich auf Marinewerkstätten. Die entsprechende Einrichtung für die Waffen der Landstreitkräfte wurde Zeughaus genannt.
20.01.1968
Im ersten landesweit im TV übertragenen College-Basketballspiel der Geschichte schlägt Elvin Hayes’ University of Houston die University of California, Los Angeles mit Kareem Abdul-Jabbar 71:69.
Basketball ist eine meist in der Halle betriebene Ballsportart, bei der zwei Mannschaften versuchen, den Ball in den jeweils gegnerischen Korb zu werfen. Die Körbe sind in 3,05 Meter Höhe an den beiden Schmalseiten des rechteckigen Spielfelds angebracht. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus fünf Feldspielern und bis zu sieben Auswechselspielern, die beliebig oft wechseln können. Jeder Treffer in den Korb aus dem Spiel heraus zählt je nach Entfernung zwei oder drei Punkte. Ein getroffener Freiwurf zählt einen Punkt. Es gewinnt die Mannschaft mit der höheren Punktzahl.
20.01.1966
Am Schauspielhaus Zürich wird Friedrich Dürrenmatts Schauspiel Der Meteor uraufgeführt.
Das Schauspielhaus Zürich ist das grösste Theater der Stadt Zürich und im Pfauenkomplex untergebracht, der den Heimplatz der Stadt säumt. Daher wird das Theater auch als Pfauenbühne, Pfauensaal oder Pfauen bezeichnet. Es umfasst 750 Plätze. Im Keller des Gebäudes befindet sich die Studiobühne Kammer für maximal 70 Zuschauer. Dank jüdischer Emigranten, die an dieser Bühne spielen durften, wurde es ab 1933 und während des Zweiten Weltkriegs zum führenden Haus des deutschsprachigen Theaters.
In Berlin-Köpenick wird der Fußballverein 1. FC Union Berlin gegründet, nachdem sich der FDGB-Vorsitzende Herbert Warnke für einen zivilen Verein der Werktätigen eingesetzt hat.
Köpenick ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick im Südosten von Berlin, am Zusammenfluss von Spree und Dahme. Die Altstadt und das Schloss von Köpenick befinden sich jeweils auf einer Insel. Köpenick besitzt – wie auch das am Westrand Berlins gelegene Spandau – eine eigenständige mittelalterliche Stadttradition. Beide Orte gingen aus slawischen Burgwällen hervor, erhielten bereits im Mittelalter das Stadtrecht und verfügen bis heute über gut erhaltene Altstadtkerne und eigene Vororte.
In Leipzig entsteht der 1. FC Lokomotive Leipzig als Nachfolger des SC Leipzig.
Der 1. FC Lokomotive Leipzig, Verein für Bewegungsspiele e. V., kurz 1. FC Lok oder Lok Leipzig, ist ein Fußballverein aus dem Leipziger Stadtteil Probstheida. Der Verein wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als VfB Leipzig dreimal deutscher Fußballmeister. 1945 zwangsweise aufgelöst, wurde an gleicher Spielstätte die Traditionslinie durch den 1. FC Lokomotive Leipzig erfolgreich fortgesetzt. Der Verein galt als einer der erfolgreichsten Fußballvereine in der DDR. Mit der Umbenennung in VfB Leipzig im Jahr 1991 sollte an alte Vorkriegserfolge angeknüpft werden. Nach einem einjährigen Gastspiel in der Bundesliga-Saison 1993/94 folgte in den anschließenden Jahren der Abstieg bis in die viertklassige Oberliga Nordost. Nach der zweiten Insolvenz im Jahr 2004 meldete sich der Verein vom Spielbetrieb ab und der 2003 neu gegründete 1. FC Lokomotive Leipzig setzte die Vereinstätigkeit fort. Im Oktober 2021 fusionierte der VfB Leipzig mit dem Nachfolger 1. FC Lok Leipzig.
20.01.1961
Dwight D. Eisenhower übergibt das Amt des US-Präsidenten an John F. Kennedy.
Dwight David „Ike“ Eisenhower war ein US-amerikanischer General of the Army und während des Zweiten Weltkriegs Supreme Commander der Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force (SHAEF) in Europa. Als Politiker der Republikanischen Partei war Eisenhower von 1953 bis 1961 der 34. Präsident der Vereinigten Staaten. In seine Amtszeit fiel die Tauwetter-Periode des Kalten Kriegs, die Beendigung des Koreakriegs, der Sputnikschock und das Ende der McCarthy-Ära.
Aus einem Treffen in Madrid zwischen Jean-Jacques Susini, General Raoul Salan und Pierre Lagaillarde entsteht die OAS, die französische Untergrundbewegung in der Endphase des Algerienkriegs. Durch Terroraktionen will sie die sich abzeichnende Unabhängigkeit Algeriens konterkarieren.
Jean-Jacques Susini war ein rechtsgerichteter französischer Politiker und Mitbegründer der Terrororganisation Organisation de l’armée secrète (OAS).
20.01.1959
Der Erstflug der Vickers Vanguard findet statt. Sie wird das letzte große europäische Passagierflugzeug mit Propellerantrieb sein.
Der Erstflug oder Jungfernflug ist der erste Flug eines Menschen oder eines Luftfahrzeuges. Beim Geräte-Erstflug wird unter anderem zwischen neuer Flugstrecke und Inaugural Flight unterschieden.
20.01.1957
Am Staatstheater am Gärtnerplatz in München wird das Musical Katharina Knie von Mischa Spoliansky nach dem gleichnamigen „Seiltänzerstück“ von Carl Zuckmayer uraufgeführt. Hans Albers spielt in diesem Stück seine letzte Bühnenrolle.
Das Staatstheater am Gärtnerplatz wurde am 4. November 1865 in der Münchner Isarvorstadt am Gärtnerplatz als privatwirtschaftliches Volkstheater eröffnet. Es ist heute eines von fünf Bayerischen Staatstheatern und neben der Bayerischen Staatsoper das zweite Opernhaus der Stadt München. Im Oktober 2017 wurde das Gebäude nach einer Generalsanierung wieder eröffnet.
20.01.1945
Franklin D. Roosevelt, der 32. US-Präsident, wird als einziger Amtsinhaber zum vierten Mal vereidigt.
Franklin Delano Roosevelt , oft mit seinen Initialen FDR abgekürzt, war vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod der 32. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gehörte der Demokratischen Partei an.
20.01.1942
Am Großen Wannsee in Berlin findet eine von Reinhard Heydrich einberufene Konferenz statt, bei der über organisatorische Fragen einer „Endlösung der Judenfrage“, den Holocaust, beraten wird. Protokollführer der Konferenz ist Adolf Eichmann.
Der Große Wannsee ist eine Bucht der Havel in Berlin. Er gehört zur Kladower Seestrecke, die sich zwölf Kilometer lang von der Spandauer Ortslage Pichelsdorf bis zum Meedehorn bei Potsdam-Sacrow erstreckt, begrenzt von typisch flussförmigen Havelabschnitten flussaufwärts und der Havelenge bei Sacrow flussabwärts. Die Abgrenzung des Großen Wannsees von der Kladower Seestrecke ist eine gedachte Linie von der Schwanenwerderbrücke (landseits) im Osten zum Großen Tiefehorn im Westen.
20.01.1937
Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident legt Franklin D. Roosevelt seinen Amtseid ab. Seitdem werden alle regulär gewählten Präsidenten an diesem Tag statt wie zuvor am 4. März in ihr Amt eingeführt.
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist in einer Person Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Seit 1951 darf er nur einmal wiedergewählt werden.
20.01.1936
Mit dem Tod Georgs V. wird dessen ältester Sohn Eduard VIII. britischer König.
Georg V. aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war vom 6. Mai 1910 bis zu seinem Tod König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, König der britischen Dominions sowie Kaiser von Indien.
20.01.1934
Mit dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit wird nachträglich die im Vorjahr erfolgte Gründung der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront formal legitimiert. In den Wirtschaftsunternehmen wird damit das Führerprinzip eingeführt. Ihrem Vorgesetzten gegenüber werden Mitarbeiter zu absolutem Gehorsam verpflichtet.
Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit wurde am 20. Januar 1934 von der NS-Führung erlassen. Es regelte den äußeren Aufbau der Betriebe und führte in der Wirtschaft das Führerprinzip ein.
An der Wiener Staatsoper wird die Operette Giuditta von Franz Lehár unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt. Das Libretto stammt von Paul Knepler und Fritz Löhner-Beda. In der Titelrolle ist Jarmila Novotná zu sehen, die männliche Hauptrolle singt Richard Tauber.
Die Wiener Staatsoper ist ein Opernhaus an der Ringstraße in der österreichischen Hauptstadt Wien. Gegründet 1708 als k. k. Theater nächst dem Kärntnertor, ist es eines der größten Opernhäuser des deutschsprachigen Raumes und eines der bedeutendsten der Welt. Das Neorenaissance-Gebäude wurde 1861 bis 1869 durch Franz Joseph I. von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll als k. k. Hofoperntheater errichtet. Direktor der Wiener Staatsoper ist seit Juli 2020 Bogdan Roščić.
20.01.1922
Der im Ersten Weltkrieg gegründete pazifistische Bund Neues Vaterland, dem unter anderem Albert Einstein, Stefan Zweig und Ernst Reuter angehören, wird in Anlehnung an das französische Vorbild Französische Liga für Menschenrechte in Deutsche Liga für Menschenrechte umbenannt.
Der Bund Neues Vaterland war die bedeutendste deutsche pazifistische Vereinigung im Ersten Weltkrieg. Er bestand von 1914 bis 1916 und wurde 1918 neu gegründet. 1922 benannte er sich in Deutsche Liga für Menschenrechte um und bestand bis 1933.
20.01.1905
In Sankt Petersburg stürzt die Ägyptische Brücke, ein Bauwerk aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, ein. Ein Tragseil reißt, als eine Kavallerie-Schwadron die Kettenbrücke überquert. Alle 60 in den Fluss Fontanka gestürzten Soldaten werden gerettet, mehrere Pferde verenden.
Sankt Petersburg ist mit 5,65 Millionen Einwohnern nach Moskau die zweitgrößte Stadt Russlands, die viertgrößte Europas und die nördlichste Millionenstadt der Erde. Sie war von 1712 bis 1918 Hauptstadt des Russischen Kaiserreiches und bis 2021 Verwaltungszentrum der sie umgebenden Oblast Leningrad. Als Stadt mit Subjektstatus ist Sankt Petersburg ein eigenständiges Föderationssubjekt der Russischen Föderation, ein Status, den sonst nur Moskau innehat. Des Weiteren ist sie das Verwaltungszentrum des Föderationskreises Nordwestrussland.
20.01.1904
Am Carltheater in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Der Göttergatte von Franz Lehár.
Das Carltheater war das 1847 eröffnete Nachfolgehaus des Leopoldstädter Theaters, eines Altwiener Vorstadttheaters in der Praterstraße 31 im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt.
20.01.1902
Das Königliche Hoftheater in Stuttgart brennt nieder.
Das nicht erhaltene Neue Lusthaus zu Stuttgart gilt aus Sicht der Baugeschichte als eines der bedeutendsten Bauwerke deutscher Spätrenaissance und diente als Ort höfischer Feste und Feiern. Der Stuttgarter Chronist und Denkmalpfleger Gustav Wais beschrieb 1954 den ursprünglichen Bau als „eine der edelsten Schöpfungen deutscher Renaissance, die, wenn wir sie heute noch besäßen, die Hauptsehenswürdigkeit Stuttgarts wäre“. Sowohl die Baugeschichte als auch das Aussehen sind aufgrund der zahlreichen Überlieferungen gut bekannt.
20.01.1892
Die lyrische Oper La Wally von Alfredo Catalani auf ein Libretto von Luigi Illica nach dem Roman Geierwally von Wilhelmine von Hillern wird am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt.
La Wally ist eine Oper in vier Akten von Alfredo Catalani auf ein Libretto von Luigi Illica nach dem Roman Die Geier-Wally von Wilhelmine von Hillern. Sie wurde am 20. Januar 1892 im Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt.
Das erste Basketballspiel findet nach den Regeln des Erfinders James Naismith in Springfield, Massachusetts statt.
Basketball ist eine meist in der Halle betriebene Ballsportart, bei der zwei Mannschaften versuchen, den Ball in den jeweils gegnerischen Korb zu werfen. Die Körbe sind in 3,05 Meter Höhe an den beiden Schmalseiten des rechteckigen Spielfelds angebracht. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus fünf Feldspielern und bis zu sieben Auswechselspielern, die beliebig oft wechseln können. Jeder Treffer in den Korb aus dem Spiel heraus zählt je nach Entfernung zwei oder drei Punkte. Ein getroffener Freiwurf zählt einen Punkt. Es gewinnt die Mannschaft mit der höheren Punktzahl.
20.01.1887
An der brasilianischen Küste kollidiert das britische Auswandererschiff Kapunda mit der Bark Ada Melmore und sinkt innerhalb von fünf Minuten. Von den 313 Menschen an Bord kommen 297 ums Leben, darunter alle Frauen und Kinder.
Die Kapunda war ein Eisen-Klipper, der für die britische Reederei Trinder, Anderson & Co. Passagiere und Fracht von Großbritannien nach Australien brachte und dabei hauptsächlich Auswanderer beförderte. Am 20. Januar 1887 sank die Kapunda an der brasilianischen Küste nach der Kollision mit der Bark Ada Melmore. Die Kapunda brach fast in zwei Hälften und sank innerhalb von fünf Minuten. Von den 313 Menschen an Bord wurden nur acht Besatzungsmitglieder und acht Passagiere gerettet. 297 Menschen kamen ums Leben.
20.01.1885
Der US-Amerikaner LaMarcus Adna Thompson lässt die erste realisierte Achterbahn patentieren.
LaMarcus Adna Thompson ist bekannt für seine Pionierarbeit im Bau von Achterbahnen und wird manchmal auch Father of Gravity genannt. Zu seinem Lebenswerk gehören beinahe 30 Patente zur Achterbahntechnik und dutzende Bahnen hauptsächlich in den USA. Manchmal wird Thompson fälschlicherweise auch das erste Patent auf eine Achterbahn zugeschrieben, John G. Taylor patentierte allerdings bereits 1872 einen Inclined Railway.
20.01.1880
Nach einem Erdbeben taucht im Ilopango-See im Vulkan Ilopango in San Salvador eine Insel auf.
Der Ilopango-See ist ein Kratersee in El Salvador.
20.01.1874
Mit dem Vertrag von Pangkor zwischen Großbritannien und dem Raja Abdullah von Perak beginnt der britische Einfluss auf malaiische Staaten.
Der Vertrag von Pangkor war ein Vertrag, der im Januar 1874 auf einem britischen Schiff, das vor der Insel Pangkor lag, zwischen Sir Andrew Clarke als britischem Regierungsvertreter, den lokalen malaiischen Machthabern, darunter Raja Abdullah, dem späteren Sultan Abdullah Muhammad Shah II von Perak, Ngah Ibrahim als Gouverneur der Region von Larut, wo sich die Zinnlagerstätten befanden, sowie den Exponenten der chinesischen Geschäftsinteressen, den Zinnmagnaten Chung Cheng Quee und Chin Ah Yam geschlossen wurde. Es ging in dem Vertrag einerseits um die Stabilisierung der Regierungsgewalt im Sultanat Perak, andererseits um die Stabilisierung der Modalitäten des Abbaus von Zinn in der Region Larut sowie eine substantielle sowohl politische als auch territoriale Vergrößerung des bereits bestehenden britischen Einflusses – Straits Settlement – in der Region. Der am 20. Januar 1874 von Sir Andrew Clarke und Raja Abdullah auf der Insel Pangkor vor Perak unterschriebene Vertrag hatte eine enorme Auswirkung auf die Geschichte des heutigen Malaysia. Er signalisierte offiziell den Beginn der britischen Einmischung in die Politik der Malaiischen Staaten.
20.01.1851
Am Stadttheater in Frankfurt am Main wird die komische Oper Die Opernprobe oder Die vornehmen Dilettanten von Albert Lortzing uraufgeführt, während der Komponist in Berlin im Sterben liegt.
Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen.
20.01.1848
In Dänemark verkündet König Friedrich VII. die Einführung der parlamentarischen Monarchie.
Die Geschichte Dänemarks umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet Dänemarks von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ältesten Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedlung stammen aus der Steinzeit. Zwischen 400 und 500 besiedeln die Jüten gemeinsam mit den Sachsen, den Angeln und den Friesen über die Nordsee Britannien, nachdem sich die römische Besatzung von dort zurückgezogen hatte. Die Vorfahren der heutigen Dänen kamen im 6. Jahrhundert aus dem heutigen Südschweden nach Jütland und einigen westlichen Ostseeinseln. Dort vermischten sie sich mit anderen germanischen Stämmen, die sich bereits früher dort niedergelassen hatten, oder verdrängten diese.
20.01.1841
Großbritannien besetzt im Ersten Opiumkrieg gegen China die Insel Hongkong.
Das Britische Weltreich war das vom 17. bis zum 20. Jahrhundert bestehende, größte Kolonialreich der Geschichte und vom Ende der Napoleonischen Ära bis zum Ersten Weltkrieg die führende Weltmacht. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, 1922, umfasste es mit 458 Millionen Einwohnern und ca. 33,67 Millionen km² sowohl ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung als auch ein Viertel der Landfläche der Erde.
20.01.1840
Eine von Jules Dumont d’Urville angeführte französische Antarktisexpedition entdeckt Adélieland.
Jules-Sébastien-César Dumont d’Urville, auch Jules Sébastien César, war ein französischer Seefahrer, Entdecker und Polarforscher. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „d’Urv.“
20.01.1839
In der Schlacht von Yungay im Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg besiegt General Agustín Gamarra mit seinen Truppen und der Hilfe Chiles das Heer der Allianz aus Peru und Bolivien unter Andrés de Santa Cruz, der damit sein Amt als Protektor der peru-bolivischen Republik verliert. General Gamarra wird erneut Präsident Perus.
Yungay ist eine Stadt in der Region Ancash in West-Peru. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Yungay. Yungay liegt 60 km nördlich der Regionshauptstadt Huaraz im Callejón de Huaylas. Die Einwohnerzahl betrug beim Zensus 2017 7541. 10 Jahre zuvor lag die Einwohnerzahl noch bei 6074.
20.01.1830
Am Theater am Kärntnertor in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Baron Luft von Conradin Kreutzer.
Das Theater am Kärntnertor, auch Kärntnertortheater oder in der alten Schreibweise Kärnthnerthor-Theater, war ein für Oper, Ballett und Schauspiel bestimmtes Theater in Wien. Es kann gemeinsam mit dem Burgtheater am Michaelerplatz als Vorläuferhaus der Wiener Staatsoper gelten.
20.01.1819
In Frankfurt am Main wird unter maßgeblichem Einfluss des Reichsfreiherrn Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein die wissenschaftliche Gesellschaft für Deutschlands ältere Geschichtskunde gegründet. Sie ediert in den Folgejahren die Monumenta Germaniae Historica.
Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen.
20.01.1812
Eine britisch-portugiesische Armee unter dem Kommando Arthur Wellesleys beendet während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel die Belagerung von Ciudad Rodrigo mit dem Erstürmen der von den Franzosen gehaltenen Festung.
Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, war Feldmarschall und der herausragendste britische Militärführer der Koalitionskriege sowie britischer Außen- und zweimal Premierminister. Die von ihm und dem preußischen Feldmarschall Blücher befehligten Truppen siegten 1815 über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo.
20.01.1783
Das musikalische Drama Tancredi von Ignaz Holzbauer wird in München uraufgeführt.
Drama ist ein Oberbegriff für Texte mit verteilten Rollen. Die Dramatik ist neben der Epik und der Lyrik eine der drei grundlegenden literarischen Gattungen.
20.01.1778
James Cook landet auf Kauaʻi (Hawaii).
James Cook war ein britischer Seefahrer, Kartograf und Entdecker. Berühmt wurde er durch drei Fahrten in den Pazifischen Ozean, den er genauer kartografierte als jeder andere vor ihm. Er entdeckte zahlreiche Inseln und wies nach, dass die Terra Australis nicht existierte und die Nordwestpassage mit Schiffen seiner Zeit nicht zu durchfahren war. Von großer Bedeutung für die Seefahrt waren auch seine wirkungsvollen Maßnahmen gegen Skorbut.
20.01.1762
Am Teatro San Carlo in Neapel erfolgt die Uraufführung der Oper Alessandro nell’Indie von Johann Christian Bach.
Das Real Teatro di San Carlo ist das größte Opernhaus in Neapel, Italien. Das geschichtsträchtige Haus war jahrelang die größte und eine der angesehensten Opern Europas. 1737 eröffnet, ist es das älteste aktive Opernhaus der Welt, Jahrzehnte vor dem Teatro alla Scala in Mailand oder dem Teatro La Fenice in Venedig.
20.01.1752
Am Geburtstag von König Karl III. erfolgt in Caserta die Grundsteinlegung für den Bau des königlichen Palastes, der zukünftigen Residenz der Bourbonen im Königreich beider Sizilien. Architekt des Bauwerks ist Luigi Vanvitelli.
Karl III. war vom 10. August 1759 bis zu seinem Tod König von Spanien. Zuvor war er vom 29. Dezember 1731 bis zum 3. Oktober 1735 als Karl I. Herzog von Parma und Piacenza, vom 3. Juli 1735 bis zum 10. August 1759 als Karl V. König von Sizilien und gleichzeitig als Karl VII. König von Neapel.
20.01.1745
Der Tod des römisch-deutschen Kaisers Karl VII. bringt im Kurfürstentum Bayern seinen Sohn Maximilian III. Joseph an die Macht. Als Kaiser folgt dem Verstorbenen am 13. September Franz I. Stephan nach.
Karl Albrecht von Bayern aus dem Hause Wittelsbach war von 1726 bis 1745 als Karl I. Kurfürst und Herzog von Bayern, von 1741 bis 1743 als Karl III. König von Böhmen und von 1742 bis zu seinem Tod als Karl VII. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Er war vier Jahrhunderte nach seinem Stammvater Ludwig IV. der dritte Wittelsbacher auf dem römisch-deutschen Thron und der einzige Kaiser des Alten Reichs nach 1437, der nicht dem Haus Habsburg entstammte.
20.01.1714
In Rom findet die Uraufführung der Oper Amor d'un ombra e gelosia d'un aura (Liebe eines Schattens und Eifersucht einer Morgenröte) von Domenico Scarlatti statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
20.01.1699
Ludwig XIV. gibt der 1666 von Jean-Baptiste Colbert gegründeten, bislang informellen Académie des sciences ihr erstes Reglement. Sie erhält den Titel einer Académie royale und wird im Louvre angesiedelt.
Ludwig XIV., französisch Louis XIV, war ein französischer Prinz aus dem Haus Bourbon und von 1643 bis zu seinem Tod König von Frankreich und Navarra sowie Kofürst von Andorra.
20.01.1663
In Regensburg beginnt zur Beratung der Bedrohung durch das Osmanische Reich ein Reichstag, aus dem der Immerwährende Reichstag hervorgehen wird.
Regensburg liegt in Ostbayern und ist Sitz der Verwaltung des Bezirks Oberpfalz und der Regierung der Oberpfalz. Die kreisfreie Stadt ist auch Sitz des Landrats des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt ist eines der drei bayerischen Regionalzentren und hat 151.389 Einwohner (31. Dezember 2024). Damit steht die Stadt nach München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle der Großstädte Bayerns. Die Stadt ist Bischofssitz der im Jahr 739 errichteten Diözese Regensburg.
20.01.1649
In England beginnt nach seiner Niederlage im Englischen Bürgerkrieg der Hochverratsprozess gegen König Karl I. vor dem Rumpfparlament auf Betreiben Oliver Cromwells.
Die Geschichte Englands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet England, des bevölkerungsreichsten Landesteils des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen, welche die Existenz des damaligen Britanniens belegen, sind Berichte von Caesar über seine Landung im Jahr 55 v. Chr. Die Bezeichnung „England“ stammt aus der Zeit nach der Einwanderung der Angelsachsen. Nachdem zunächst Wales in den Herrschaftsraum Englands eingegliedert worden war, aber vor allem nach der Besteigung des englischen Throns durch Jakob VI. von Schottland im Jahr 1603, wurde es immer schwieriger, zwischen englischer und britischer Geschichte zu unterscheiden. Durch die Vereinigung mit dem Königreich Schottland 1707 ging das Königreich England im Königreich Großbritannien auf. Das englische Parlament in London übernahm die Rolle des Parlaments von Großbritannien.
20.01.1613
Der Frieden von Knäred beendet den seit 1611 andauernden Kalmarkrieg zwischen Dänemark und Schweden. Schweden verliert die Finnmark und zahlt eine Million Reichstaler, um die Festung Älvsborg behalten zu können.
Knäred ist eine Ortschaft (tätort) in der schwedischen Gemeinde Laholm, die zur Provinz Hallands län gehört. Knäred liegt etwa 20 km östlich des Hauptortes der Gemeinde, der kleinen Stadt Laholm, und hat gut 1200 Einwohner.
20.01.1567
Die am 1. November 1555 von Nicolas Durand de Villegagnon gegründete französische Kolonie France Antarctique zwischen den heutigen Städten Rio de Janeiro und Cabo Frio wird von den Portugiesen unter Estácio de Sá zerschlagen.
Nicolas Durand de Villegagnon war Vizeadmiral der Bretagne im Dienst der französischen Krone und Gründer einer kurzlebigen Kolonie in Brasilien: das antarktische Frankreich.
20.01.1523
Nach dem Verlust der schwedischen Königskrone an Gustav I. Wasa wird König Christian II. nun auch zur Abdankung als König von Dänemark und Norwegen gezwungen.
Gustav I. Wasa war von 1521 bis 1523 Reichsverweser und vom 6. Juni 1523 bis zu seinem Tod König von Schweden.
20.01.1503
In Sevilla entsteht die den Handel mit den spanischen Kolonien regelnde Behörde Casa de Contratación.
Sevilla ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla von Spanien. Mit 689.423 Einwohnern ist Sevilla die viertgrößte Stadt Spaniens. Nach einer Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet. Die Einwohner werden als sevillanos bezeichnet.
20.01.1404
Eine in einem Kloster unweit von Arnstadt in Thüringen ausgestellte Urkunde gilt als Ersterwähnung der Thüringer Rostbratwurst.
Ein Kloster ist eine bauliche Anlage, die von einer religiösen Lebensgemeinschaft (Ordensgemeinschaft) genutzt wird oder wurde. Christliche Klöster, denen eine Äbtissin oder ein Abt vorsteht, nennt man Abtei.
20.01.1356
Edward Balliol verzichtet zugunsten Davids II. auf Thronansprüche als König von Schottland. Dafür erhält er vom englischen König Eduard III. eine Rente.
Edward Balliol war ein schottischer Thronanwärter. Während des Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskriegs war er ab 1332 vorübergehend König von Schottland. Obwohl er schließlich aus Schottland vertrieben wurde, beharrte er hartnäckig auf seinen Thronanspruch, auf den er erst 1356 endgültig verzichtete.
20.01.1320
In Krakau wird Władysław I. Ellenlang zum polnischen König gekrönt.
Krakau, die Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen, liegt im Süden Polens rund 250 km südwestlich von Warschau und ist mit etwa 780.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens.
20.01.1265
Simon V. de Montfort zwingt den englischen König Heinrich III., ein Parliament einzuberufen, dem erstmals auch Bürgerliche angehören – ein Vorläufer des Unterhauses.
Simon V. von Montfort, 6. Earl of Leicester, war ein englischer Magnat französischer Abstammung aus dem Adelsgeschlecht Montfort-l’Amaury und Schwager des Königs Heinrich III. von England. Montfort war der Anführer der ersten Revolution auf englischem Boden, de facto Regent Englands und mit Ausruf des nach ihm benannten De Montfort’s Parliaments Begründer des House of Commons. Er starb im Kampf gegen die Truppen seines Schwagers.
20.01.0649
Der betagte Westgoten-König Chindaswinth erhebt seinen Sohn Rekkeswinth zum Mitregenten, um die gewünschte Nachfolge zu sichern.
Die Goten waren ein ostgermanisches Volk, das ab dem 3. Jahrhundert mehrfach in militärische Konflikte mit den Römern verwickelt war. Während der Völkerwanderungszeit bildeten auf dem Boden des Imperium Romanum zunächst die West- und dann die Ostgoten eigene Reiche, die ihrerseits 711 bzw. 552 untergingen.
20.01.0250
Fabianus, der Bischof von Rom, wird Märtyrer der Christenverfolgungen im Römischen Reich unter Kaiser Decius.
Der heilige Fabian oder Fabianus, nach einer Quelle Flavius, Bischof und Märtyrer, wurde im Januar 236 zum Bischof von Rom gewählt und am 10. Januar 236 nach siebentägiger Sedisvakanz als Nachfolger von Anterus inthronisiert. Sein lateinischer Name bedeutet „aus dem Geschlecht der Fabier“.