Historische Ereignisse am Sonntag, 20. Juli
53 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 20. Juli statt — von 514 bis 2017. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am Sonntag, dem 20. Juli 2025, werden sich rückblickend mehrere historische Ereignisse mit diesem Datum verbinden. Der italienische Aktivist Carlo Giuliani fiel 2001 während einer Demonstration zum G8-Gipfel in Genua durch einen Schuss eines Polizisten. Genua, die Hafenstadt an der Ligurischen Küste, ist seit Jahrhunderten ein bedeutendes Handelszentrum und Sitz vieler internationaler Organisationen. Ein weiteres prägendes Ereignis war die Kündigungswelle 2006 gegen den Radprofi Jan Ullrich durch sein Team T-Mobile, nachdem er Dopingvorwürfe nicht entkräften konnte und damit eine Ära des Radsports geprägt hat.
Der 20. Juli markiert verschiedene Wendepunkte in der europäischen und weltweiten Geschichte. Diese Ereignisse zeigen die Vielfalt historischer Prozesse, von sportlichen bis zu politischen Umbrüchen, die sich auf diesem Datum ereignet haben. Der heutige Tag steht somit in einer langen Reihe von Momenten, die Gesellschaften verändert haben.
DayAtlas ermöglicht es, solche historischen Bezüge für jedes beliebige Datum und jeden Ort nachzuschlagen. Die Plattform bietet Informationen zu Wetterdaten, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbetagen an. So lassen sich persönliche Daten in ihren historischen Kontext einordnen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 15. April.
20.07.2017
In Pakistan wird der 8,5 km lange Lowari-Tunnel, das längste Tunnelbauwerk des Landes, eröffnet.
Der Lowari-Tunnel ist ein 8,5 Kilometer langer Tunnel, der ab 2005 in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan, gebaut wurde. Der Tunnel ermöglicht ein Erreichen der pakistanischen Distrikte Upper Dir und Lower Dir sowie Chitral auch im Winter, die in dieser Jahreszeit bis dahin nur mit Flugzeugen oder von Afghanistan aus erreichbar waren. Am 20. Juli 2017 wurde er nach einer nahezu 12-jährigen Bauzeit vom damaligen Premierminister Nawaz Sharif eingeweiht.
20.07.2006
Radprofi Jan Ullrich erhält von seinem Rennstall T-Mobile-Team eine außerordentliche Kündigung, nachdem er zuvor gegen ihn erhobene Dopingvorwürfe nicht entkräften konnte.
Jan Ullrich ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.
20.07.2001
Der italienische Aktivist Carlo Giuliani wird während einer Demonstration zum G8-Gipfel in Genua von einem Polizisten erschossen.
Italien, amtlich Italienische Republik, ist ein Staat in Südeuropa. Mit knapp 59 Millionen Einwohnern ist es das viertbevölkerungsreichste vollständig zu Europa zählende Land. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Rom und das Wirtschafts- und Finanzzentrum ist Mailand.
20.07.1999
Mit einer Verhaftungswelle beginnt in der Volksrepublik China die systematische Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden.
Falun Gong, auch Falun Dafa ist eine neue religiöse Bewegung, die 1992 von Li Hongzhi in China gegründet wurde und heute ihren Sitz in den USA hat. Das Glaubenssystem und die religiösen Praktiken kombinieren Elemente von Buddhismus, Daoismus, Konfuzianismus mit Qigong. Seit 1999 erfährt die Bewegung eine aggressive Unterdrückung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Seit dieser Zeit führt die Bewegung eine internationale Kampagne gegen ihre Verfolgung in der Volksrepublik China und wird daher von manchen Beobachtern auch als politische Bewegung betrachtet. Sie wird hierbei von Politikern, Regierungen und Menschenrechtsorganisationen unterstützt, u. a. von dem US-Repräsentantenhaus, den Vereinten Nationen und dem Europaparlament. Zu der von Falun Gong geführten Kampagne gegen ihre Verfolgung gehört die 2000 von Anhängern gegründete rechtsextreme Mediengruppe Epoch Times und die Tanz-Varietéshow Shen Yun. Zum Weltbild von Falun Gong gehört die Ablehnung von Homosexualität, „gemischtrassigen“ Ehen, Feminismus und Schulmedizin. Außerdem enthalten die Lehren des Gründers ableistische Überzeugungen und bizarre Verschwörungstheorien. Die Zahl der Praktizierenden vor Beginn der Verfolgung wurde zwischen 2 und 80 Millionen angegeben.
Russland erklärt die 1945 in Deutschland erbeuteten Kunstschätze zu russischem Eigentum.
Russland, amtlich Russische Föderation, ist ein Bundesstaat in Osteuropa und Nordasien, mit der Exklave Kaliningrad in Mitteleuropa. Der Fläche nach ist Russland mit etwa 17 Millionen Quadratkilometern der größte Staat der Welt und umfasst etwa ein Neuntel der Landmasse der Erde. Mit 144,44 Millionen Einwohnern (2025) steht es an neunter Stelle der bevölkerungsreichsten Staaten und ist zugleich einer der am dünnsten besiedelten.
Ernst-Volker Staub und Daniela Klette, Mitglieder der seit April 1998 offiziell aufgelösten RAF, überfallen in Duisburg einen Geldtransporter mit einer Panzerfaust.
Ernst-Volker Wilhelm Staub gilt als ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF). 1986 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt; er tauchte nach Ablauf seiner Strafe erneut unter. Nach Staub wird wegen Beteiligung an dem Sprengstoffanschlag gegen die JVA Weiterstadt, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und mehrerer Raubüberfälle nach Auflösung der RAF gefahndet.
20.07.1989
Die Militärregierung Myanmars stellt die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi erstmals unter Hausarrest.
Myanmar, Vollform Republik der Union Myanmar, auch Burma oder Birma, ist ein Staat in Südostasien, der an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, den Nordosten Indiens, Bangladesch und den Golf von Bengalen grenzt.
20.07.1985
Rassenunruhen veranlassen die südafrikanische Apartheid-Regierung, für 36 Bezirke im Land den Ausnahmezustand zu verkünden.
Die Republik Südafrika (RSA) ist ein Staat im südlichen Afrika. Er ist der am weitesten entwickelte Wirtschaftsraum des afrikanischen Kontinents.
20.07.1984
Uwe Hohn aus der DDR schraubt den Weltrekord im Speerwurf auf 104,80 m. Daraufhin beschließt die IAAF die technische Änderung des Sportgerätes.
Uwe Hohn ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet, der durch den ersten dokumentierten Speerwurf von über 100 Metern in die Sportgeschichte einging.
20.07.1977
Libysche Artillerieeinheiten beschießen die ägyptische Grenzstadt Sallum und den Halfaya-Pass, nachdem ein Protestmarsch gegen die Annäherung Ägyptens an Israel von ägyptischen Soldaten gestoppt worden ist. Damit beginnt der fünftägige Libysch-Ägyptische Grenzkrieg.
Die Geschichte Libyens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Staates Libyen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die Geschichte Libyens im Sinne einer menschlichen Besiedlung lässt sich, auch wenn bis zu 2 Millionen Jahre alte Spuren in Nordwestafrika existieren, bisher nur über eine Zeitspanne von etwas mehr als 100.000 Jahren zurückverfolgen.
20.07.1976
Der Lander der Raumsonde Viking 1 erreicht die Oberfläche des Mars und macht die erste Nahaufnahme der Marsoberfläche.
Das Viking-Programm der NASA war ein Höhepunkt bei der Erforschung des Mars in den 1970er Jahren. Die zwei Raumsonden Viking 1 und 2 landeten am 20. Juli und 3. September 1976 erfolgreich und sandten erstmals detaillierte Bilder von der Oberfläche des roten Planeten.
20.07.1975
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird gegründet.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. ist eine nichtstaatliche Umwelt- und Naturschutzorganisation mit Sitz in Berlin. Er ist das deutsche Mitglied des internationalen Naturschutznetzwerkes Friends of the Earth und Teil des Deutschen Naturschutzrings (DNR). Der BUND ist einer der größten Umwelt- und Naturschutzverbände in Deutschland; Vorsitzender ist Olaf Bandt.
20.07.1974
Zypernkonflikt: Die Türkei besetzt als Folge des Militärputsches vom 15. Juli unter Berufung auf den Londoner Garantievertrag 1959 den Nordteil der Insel.
Der Zypernkonflikt besteht zwischen griechisch-zyprisch und türkisch-zyprisch beherrschten Gebieten auf Zypern. In seinem Verlauf wurde im Sommer 1974 der Norden der Insel von türkischen Streitkräften besetzt, nachdem griechische Putschisten den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten. Im türkisch besetzten Norden wurde im November 1983 die – international nicht anerkannte – Türkische Republik Nordzypern proklamiert, die heute ein stabilisiertes De-facto-Regime bildet.
20.07.1969
Im Rahmen des Apollo-Programms der USA erfolgt die erste bemannte Mondlandung im Rahmen der Mission Apollo 11 durch Neil Armstrong und Buzz Aldrin, während Michael Collins in der Kommandokapsel den Erdtrabanten umkreist.
Das Apollo-Programm war ein Raumfahrtprojekt der USA. Es brachte in neun gut einwöchigen Mondflügen mit je dreiköpfiger Besatzung in Apollo-Raumschiffen zum ersten und für über fünfzig Jahre einzigen Mal insgesamt 27 Menschen zum Mond, davon 24 in Umlaufbahnen und 12 auch auf dessen Oberfläche. Das Programm wurde von der zivilen Bundesbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) zwischen 1961 und 1972 betrieben und erfüllte im Juli 1969 das von Präsident John F. Kennedy 1961 ausgerufene Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann zum Mond und sicher zurück zur Erde zu bringen.
Der erstmals teilnehmende belgische Radrennfahrer Eddy Merckx gewinnt überlegen die 56. Tour de France.
Eddy Merckx ist ein ehemaliger belgischer Radsportler. Er gilt als der erfolgreichste Fahrer der Radsportgeschichte und gewann in den 1960er und 1970er Jahren alle drei Grand Tours, alle fünf Monumente und drei Weltmeistertitel der Berufssportler. Seine Überlegenheit, die ihm den Spitznamen Der Kannibale einbrachte, zeigt sich auch in sieben Siegen in der Super-Prestige-Pernod-Wertung, die er zwischen 1969 und 1975 jährlich für sich entschied.
20.07.1963
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft schließt mit 18 afrikanischen Staaten das Yaoundé-Abkommen. Darin werden wirtschaftliche Zusammenarbeit und das Gewähren von Mitteln zur Entwicklungshilfe durch den Europäischen Entwicklungsfonds vereinbart.
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hieß ein Zusammenschluss europäischer Staaten. Das Ziel war die europäische Integration durch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Am 25. März 1957 wurde die EWG durch Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland gegründet.
20.07.1960
In Ceylon gewinnt die SLFP unter Sirimavo Bandaranaike die Parlamentswahlen; weltweit wird damit erstmals eine Frau gewählte Regierungschefin eines Landes.
Sri Lanka, von 1796 bis 1972 Ceylon, ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, 237 km östlich der Südspitze des Indischen Subkontinents, und hatte 2021 etwa 22 Millionen Einwohner. Die kürzeste Entfernung zwischen Indien (Kodiyakkarai) und Sri Lanka (Munasal) beträgt 54,8 km.
20.07.1954
Otto John, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, setzt sich in die Deutsche Demokratische Republik ab.
Otto John war ein deutscher Jurist, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 und vom 17. November 1951 bis zum 20. Juli 1954 der erste Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) in der Bundesrepublik Deutschland. Von 1954 bis 1955 befand sich John in der DDR, was einen der größten politischen Skandale in der frühen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auslöste.
20.07.1951
König Abdallah I. von Jordanien wird auf dem Tempelberg in Jerusalem ermordet.
Abdallah ibn Husain I. oder Abdallah I. war ab 1921 Emir und von 1946 bis zu seinem Tod König von Transjordanien, das 1949 in Jordanien umbenannt wurde. Aus dem arabischen Geschlecht der Haschimiten stammend schloss sich Abdallah während des Ersten Weltkriegs der Arabischen Revolte gegen das Osmanische Reich an. Er suchte stets ein gutes Verhältnis zu Großbritannien, mit dessen Unterstützung er 1921 den Titel eines Emirs von Transjordanien erhielt. Sein Land stand unter britischer Oberhoheit. Sein politisches Hauptziel war die Erweiterung seines Reichs, dessen Unabhängigkeit er 1946 erreichte. Im Mai 1948 ließ er während des Palästinakrieges das Westjordanland besetzen. 1951 fiel er dem Attentat eines palästinensischen Nationalisten zum Opfer.
20.07.1949
Syrien schließt als letzter Kriegsgegner im Palästinakrieg ein Waffenstillstandsabkommen mit Israel.
Die Geschichte Syriens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Syrischen Arabischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie setzt mit den ältesten Spuren von Homininen ein, die vor fast 1,8 Millionen Jahren in der Syrischen Wüste lebten.
20.07.1944
Operation Walküre: Claus Schenk Graf von Stauffenberg verübt ein Attentat auf Adolf Hitler, das jedoch scheitert.
Das Unternehmen Walküre war ursprünglich der Deckname einer deutschen Militäroperation und ein Plan der deutschen Wehrmacht zur Unterdrückung eines möglichen Aufstandes gegen das nationalsozialistische Regime. Er wurde von den Widerstandskämpfern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg für ihren Umsturzplan umfunktioniert.
Die Gesundheitsbehörden in Bombay geben bekannt, dass eine Cholera-Epidemie in den vergangenen drei Monaten 34.000 Menschenleben gefordert hat.
Mumbai, bis 1995 offiziell Bombay, ist die Hauptstadt des westlichen indischen Bundesstaates Maharashtra. Sie liegt auf der Insel Salsette vor der Westküste Maharashtras im Arabischen Meer. Die Stadt ist das Kulturzentrum Indiens und gleichzeitig auch das wirtschaftliche Zentrum und die wichtigste Hafenstadt Indiens sowie des gesamten Subkontinents. Mit 20,5 Millionen Einwohnern in der eigentlichen Stadt ist Mumbai die größte Stadt in Indien und eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Mit 28,4 Millionen Einwohnern in der Mumbai Metropolitan Region (MMR), die auch die nördlichen Gebiete mit der Stadt Thane einschließt, ist Mumbai nach Delhi die zweitgrößte Metropole Indiens und gehört auch zu den größten Metropolregionen der Welt.
20.07.1936
Der Vertrag von Montreux gibt der Türkei die volle Souveränität über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus zurück, die nach dem Ersten Weltkrieg unter internationale Kontrolle gestellt wurden, und regelt den freien Schiffsverkehr durch diese Gewässer.
Der Vertrag von Montreux vom 20. Juli 1936 gab der Türkei die volle Souveränität über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus zurück. Er ist seitdem in Kraft und regelt den freien Schiffsverkehr durch diese Gewässer. Der Vertrag, der in der Stadt Montreux in der Schweiz ausgehandelt und unterschrieben wurde, ist auf Französisch verfasst und bei der Französischen Republik von den Vertragsstaaten hinterlegt worden.
In Griechenland startet der erste olympische Fackellauf.
Griechenland ist ein Staat in Südosteuropa und ein Mittelmeeranrainerstaat. Das griechische Staatsgebiet grenzt an Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei. Griechenland ist eine parlamentarische Republik mit präsidialen Elementen. Die Hauptstadt des Landes ist Athen. Weitere bedeutende große Städte sind Thessaloniki, Patras, Iraklio und Piräus.
20.07.1933
Franz von Papen und der Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli unterzeichnen das Reichskonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.
Franz Joseph Hermann Michael Maria von Papen, Erbsälzer zu Werl und Neuwerk war ein deutscher Militär, Politiker und Diplomat, der am Ende der Weimarer Republik entscheidend dazu beitrug, Adolf Hitler und die NSDAP an die Macht zu bringen. Er war 1932 kurzzeitig Reichskanzler und von 1933 bis 1934 Vizekanzler unter Hitler.
20.07.1932
Die preußische Regierung wird per Notverordnung von Reichspräsident Paul von Hindenburg abgesetzt. Reichskanzler Franz von Papen übernimmt nach dem sogenannten Preußenschlag kommissarisch die Regierungsgeschäfte.
Die Regierung ist eine der höchsten Institutionen eines Staates. Sie leitet, lenkt und beaufsichtigt die Politik nach innen und außen und steht der Verwaltung eines Staates vor. Eine Regierung besteht in der Regel aus einem Regierungschef und mehreren Ministern mit jeweils eigenen Ministerien, genannt Kabinett. Sie kann aber auch aus gleichberechtigten Mitgliedern bestehen, wie in der Schweiz und in Rojava (Westkurdistan), und wird dann eher Rat genannt.
20.07.1924
In Paris entsteht der Weltschachverband FIDE.
Die FIDE, Fédération Internationale des Échecs, französisch für Internationaler Schachverband, ist die Dachorganisation der nationalen Verbände der Schachspieler. Die deutsche Bezeichnung lautet Weltschachverband oder selten Weltschachbund, die englische World Chess Federation.
20.07.1920
Die deutsche Regierung erlässt im Hinblick auf den Polnisch-Sowjetischen Krieg ein Waffenembargo und unterstreicht damit ihre Neutralitätserklärung in diesem Konflikt.
Im Polnisch-Sowjetischen Krieg, auch Polnisch-Bolschewistischer Krieg genannt, von 1919 bis 1921 versuchte einerseits das 1918 wiedererrichtete Polen, im Osten den historischen Grenzverlauf von 1772 wiederherzustellen und eine osteuropäische Konföderation (→ Międzymorze) unter polnischer Führung zu schaffen. Das sich noch im Bürgerkrieg befindende Sowjetrussland war andererseits bestrebt, seinen Einflussbereich in den Westen auszudehnen. In der Ukraine wurde Polen von nationalistischen Kräften unterstützt, die zuvor von den Bolschewiki von der Macht vertrieben worden waren.
20.07.1917
Die Deklaration von Korfu ebnet den Weg für das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das nach Ende des Ersten Weltkriegs am 1. Dezember 1918 in Belgrad ausgerufen wird.
Die Deklaration von Korfu vom 20. Juli 1917 war eine Vereinbarung über die Gründung eines vereinigten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen unter der Herrschaft der Karađorđević-Dynastie. Sie wurde vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs von dem Außenminister Serbiens Nikola Pašić und Ante Trumbić, dem Vorsitzenden des Jugoslawischen Komitees, einer im Exil gegründeten Vereinigung von südslawischen Politikern aus der Habsburger-Monarchie auf Korfu unterzeichnet. Die Entente-Mächte Großbritannien und Frankreich unterstützten die Erklärung, während Russland wegen der Februarrevolution keinen Einfluss auf die Verhandlungen nehmen konnte.
20.07.1906
Finnland führt als erstes europäisches Land das aktive und passive Frauenwahlrecht ein.
Finnland, amtlich Republik Finnland, ist eine parlamentarische Republik in Nordeuropa, seit 1995 Mitglied der Europäischen Union und seit 2023 Mitglied der NATO. Finnland grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee.
20.07.1905
In Deutsch-Ostafrika beginnt der Maji-Maji-Aufstand.
Deutsch-Ostafrika war die Bezeichnung einer von 1885 bis 1918 bestehenden deutschen Kolonie, die wie andere solche Kolonien „Schutzgebiet“ genannt wurde. Das Gebiet umfasste die heutigen Länder Tansania, Burundi und Ruanda sowie ein kleines Gebiet im heutigen Mosambik. Mit einer Gesamtfläche von 995.000 km² war Deutsch-Ostafrika nahezu doppelt so groß wie die Fläche des damaligen Deutschen Reiches. Es war mit rund 7,75 Millionen Einwohnern die größte und bevölkerungsreichste Kolonie des Deutschen Reiches.
20.07.1904
Der Schwenninger Eis- und Rollsportclub, die späteren SERC Wild Wings, wird gegründet.
Die Schwenninger Wild Wings sind ein Eishockeyteam aus Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg. Die „Wild Wings“ sind eine in die serc04wildwings Vermarktungs- und Betriebs GmbH ausgegliederte Profimannschaft und spielen seit der Saison 2013/14 wieder in der Deutschen Eishockey Liga. Der größte Erfolg des Vereins war das Erreichen des Play-off-Halbfinals der 1. Bundesliga 1990. Die Wild Wings waren 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey Liga.
20.07.1889
In Paris endet der Gründungskongress der Zweiten Internationalen, der Vorläuferin der heutigen Sozialistischen Internationalen (SI).
Die Sozialistische Internationale (SI) ist ein weltweiter Zusammenschluss sozialistischer und sozialdemokratischer Parteien und Organisationen. Insgesamt gehören ihr 132 Parteien und Organisationen an.
20.07.1881
Der Sioux-Häuptling Sitting Bull kapituliert mit seinen Gefährten in Buford (North Dakota) vor der United States Army. Hunger, Heimweh und geringe Erfolgsaussichten des weiteren Kampfes haben die Indianer zur Rückkehr aus dem kanadischen Exil bewogen.
Sioux ist sowohl die Bezeichnung für eine Gruppe von nordamerikanischen Indianervölkern als auch für eine Sprachfamilie. Als Sioux werden drei Gruppen nahe miteinander verwandter Sprachen bezeichnet: Lakota, Westliche Dakota und (östliche) Dakota. Das Volk der Dakota diente als Namensgeber für die beiden US-Staaten North Dakota und South Dakota. Um 1800 dominierten diese Gruppen der Sioux fast ganz Nord- und Süd-Dakota, Nord-Nebraska, Ost-Wyoming, Süd-Montana, Nord-Iowa sowie den Westen Minnesotas. Die Assiniboine, die sich von den Yanktonai-Sioux abgespalten hatten und deren Sprache als eigenes Idiom betrachtet wird, dominierten die südlichen kanadischen Prärieprovinzen sowie den Nordosten Montanas und den Nordwesten Nord-Dakotas. Die mit ihnen eng verwandten Stoney lebten meist nördlich und westlich der Assiniboine auf den Prärieprovinzen und streiften vom Süden British Columbias bis ins nördliche Montana. Sprachlich verwandt sind die Stämme der Absarokee, Hidatsa, Iowa, Kansa, Mandan, Missouri, Omaha, Osage, Oto, Ponca, Quapaw und Ho-Chunk (Winnebago).
20.07.1873
Adele Spitzeder wird zu drei Jahren Zuchthaus wegen betrügerischen Bankrotts mit ihrer Dachauer Volksbank verurteilt. Durch hohe Zinsversprechen hat sie in einem Schneeballsystem mehr als 30.000 Einleger geschädigt.
Adelheid „Adele“ Spitzeder war eine deutsche Schauspielerin, Volkssängerin und Betrügerin.
20.07.1871
Das verschuldete British Columbia tritt der Kanadischen Föderation bei, nachdem diese die Übernahme der Lasten und den Bau der Canadian Pacific Railway versprochen hat.
British Columbia [ˌbɹɪtɪʃ kəˈlʌmbiə] ist eine kanadische Provinz an der Küste des Pazifischen Ozeans. Der Name der Provinz leitet sich vom Fluss Columbia ab. Im Nordwesten grenzt British Columbia an den US-Bundesstaat Alaska, im Norden an die kanadischen Territorien Yukon und die Nordwest-Territorien, im Osten an die Provinz Alberta und im Süden an die US-Bundesstaaten Washington, Idaho und Montana. Hauptstadt ist Victoria.
20.07.1866
Die österreichische Marine unter Admiral Wilhelm von Tegetthoff besiegt die überlegene italienische Marine in der Seeschlacht von Lissa. Auf Grund der Niederlage in Königgrätz am 3. Juli hat dieser Sieg aber keine Auswirkungen mehr auf den Ausgang des Preußisch-Österreichischen Krieges.
Die österreichische Marine war die Gesamtheit der Seestreitkräfte Österreich-Ungarns. Daneben bestand die österreichische Handelsmarine. Die Marine hatte ihren Ursprung in der seit dem 16. Jahrhundert existierenden Donauflottille und der ab Ende des 18. Jahrhunderts bestehenden Mittelmeerflotte. Bis zum Ausgleich von 1867 zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Ungarn wurde sie als österreichische Kriegsmarine oder k. k. Kriegsmarine bezeichnet. Danach operierte sie bis 1918 als k. u. k. Kriegsmarine. Auf ihrem Höhepunkt zu Beginn des Ersten Weltkriegs galt sie als die sechstgrößte Marine der Welt.
20.07.1853
Preußen und Oldenburg schließen den Jade-Vertrag ab, mit dem das Gebiet der späteren Stadt Wilhelmshaven an Preußen abgetreten wird.
Preußen war ein im 13. Jahrhundert im südlichen Baltikum entstandenes Staatswesen, dessen Name im 18. Jahrhundert auf den aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen hervorgegangenen Gesamtstaat der Hohenzollern überging. Aus diesem Königreich Preußen, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast ganz Norddeutschland umfasste und 1870/71 die Gründung des Deutschen Reiches vorantrieb, ging 1918 der republikanische Freistaat Preußen hervor. Im NS-Staat seiner Selbständigkeit beraubt, ging Preußen mit diesem am Ende des Zweiten Weltkriegs unter.
20.07.1842
Dem russischen Ex-Offizier Platon de Tchihatcheff und seinen Begleitern gelingt die Erstbesteigung des Aneto, des höchsten Bergs der Pyrenäen.
Der Pico d’Aneto ist mit einer Höhe von 3404 m der höchste Berg in den Pyrenäen, der dritthöchste Spaniens sowie der höchste von Aragón. Er liegt im Gemeindegebiet von Benasque in der spanischen Provinz Huesca, im Norden von Aragonien. Der Aneto ist Teil des 1994 geschaffenen Naturparks Posets-Maladeta. Er bildet den südlichen Teil des Maladeta-Massivs. Sein veralteter französischer Name ist Néthou.
20.07.1810
Das Vizekönigreich Neugranada erklärt seine Unabhängigkeit von Spanien und wird zur Ersten Republik Kolumbien.
Das Vizekönigreich Neugranada war ein spanisches Vizekönigreich in Südamerika, das die heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panama und Ecuador umfasste. Außerdem erhob es Anspruch auf die vom Königreich England bzw. Königreich Großbritannien beherrschte Miskitoküste. Seine Hauptstadt war zunächst Cartagena de Indias und dann Santa Fé de Bogotá, es war in Statthalterschaften (gobernaciones) untergliedert.
20.07.1808
Napoleons Bruder Joseph Bonaparte zieht als König von Spanien in Madrid ein.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
20.07.1796
In Margate nahe der Themsemündung wird das erste Seehospiz eröffnet. Der Arzt John Coakley Lettsom erhofft sich davon bessere Genesung von Kranken durch das Meeres-Reizklima.
Margate ist eine englische Stadt an der nördlichen Küstenlinie der Isle of Thanet zwischen Broadstairs und Herne Bay in der Grafschaft Kent, im Südosten des Vereinigten Königreichs. Die Stadt hat 64.757 Einwohner. Die Klippen ihrer Küstenlinie bestehen aus Kreide und sind bekannt für ihre Fossilienfunde.
20.07.1783
In Island quellen nach dem Ausbruch am 8. Juni erneut Lavamassen aus den Laki-Kratern. Der Pfarrer Jón Steingrímsson hält an diesem Tag seine erste Feuerpredigt. Diese bewirkt angeblich, dass die Lava den Ort Kirkjubæjarklaustur verschont.
Island ist ein Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas. Mit rund 103.000 Quadratkilometern ist Island – nach dem Vereinigten Königreich – der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. Island ist Mitglied der EFTA, des Europäischen Wirtschaftsraums, des Nordischen Rates sowie Gründungsmitglied der NATO.
20.07.1728
Eine französische Flotte beginnt mit der Bombardierung von Tripolis. In dem sechstägigen Beschuss wird die nordafrikanische Korsarenstadt fast völlig zerstört.
Die Bombardierung von Tripolis im Juli 1728, war ein sechstägiges Bombardement durch eine französische Flotte als Teil der Kriege gegen die Piraterie in Nordwestafrika.
20.07.1639
Die Klöpplerin Kirsten Svendsdatter entdeckt das längere der beiden Goldhörner von Gallehus. Sie sind die berühmtesten archäologischen Funde in Dänemark. Das kürzere wird im Jahr 1734 ebenfalls zufällig aufgefunden.
Die Goldhörner von Gallehus waren zwei aus Gold gefertigte Trink- oder Blashörner, die 1639 bzw. 1734 in Gallehus nördlich von Mögeltondern in Süderjütland gefunden wurden. Sie werden in die Zeit um 400 n. Chr. datiert und gehören zu den berühmtesten archäologischen Funden Dänemarks. Auf einem befand sich eine frühe Runeninschrift in nordwestgermanischer Sprache.
20.07.1632
Vor Wiesloch kommt es zu ersten Kämpfen zwischen schwedischen Einheiten unter Gustav II. Adolf und kaiserlich-bayerischer Reiterei, die die Schweden für sich entscheiden. Am 20. August kommt es schließlich zur Schlacht bei Wiesloch.
Wiesloch ist eine Stadt mit etwa 28.000 Einwohnern im nördlichen Baden-Württemberg, etwa 13 km südlich von Heidelberg. Sie ist nach Weinheim und Sinsheim die drittgrößte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises und bildet mit der Nachbarstadt Walldorf ein Mittelzentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar. Nach der Eingemeindung von Baiertal und Schatthausen wurde Wiesloch 1973 zur Großen Kreisstadt erhoben.
20.07.1630
Der schwedische König Gustav II. Adolf zieht nach seinem Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Stettin ein. Ein Teil der Truppe wird einquartiert und kümmert sich um die Befestigung der Stadt.
Gustav II. Adolf aus dem Haus Wasa war von 1611 bis 1632 König von Schweden und eine der wichtigsten Figuren der schwedischen Geschichte und des Dreißigjährigen Krieges. Er trug durch Reformen und sein militärisch-politisches Handeln wesentlich dazu bei, Schweden eine Hegemonialstellung im nördlichen Europa zu verschaffen, die bis Anfang des 18. Jahrhunderts bestand. Sein zur Durchsetzung dieser Hegemonialstellung motiviertes Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland verhinderte einen Sieg des kaiserlich-katholischen Lagers der Habsburger und sicherte damit auch die Existenz des deutschen Protestantismus.
20.07.1552
Nach der Eroberung von Temesvar wird das Banat Bestandteil des Osmanischen Reiches.
Timișoara ist eine Stadt im westlichen Rumänien, die Hauptstadt des Kreises Timiș, Sitz der Planungsregion West und das historische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Temescher Banats. Sie ist mit über 250.000 Einwohnern gemäß der Volkszählung im Jahre 2021 die viertgrößte Stadt in Rumänien. Donauschwaben stellten bis zum Zweiten Weltkrieg die größte ethnische Gruppe der Stadt. Timișoara war 2023 Kulturhauptstadt Europas.
20.07.1546
Wenige Tage nach Beginn des Schmalkaldischen Krieges verhängt Kaiser Karl V. die Reichsacht über Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen und Landgraf Philipp I. von Hessen, die beiden Anführer der protestantischen Seite.
Der Schmalkaldische Krieg wurde von 1546 bis 1547 von Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte unter der Führung von Kursachsen und Hessen, geführt. Dabei versuchte der Kaiser, im Heiligen Römischen Reich den Protestantismus zurückzudrängen und gegenüber den Reichsständen die kaiserliche Macht zu stärken.
20.07.1402
Timur Lenks Mongolen besiegen in der Schlacht bei Ankara die Osmanen unter Sultan Bayezid I.
Temür ibn Taraghai Barlas, auch bekannt als Amir Temur, war ein zentralasiatischer Militärführer eines in Samarkand ansässigen turko-mongolischen Stammesverbands und Eroberer am Ende des 14. Jahrhunderts. In der westlichen Geschichtsschreibung ist er besser bekannt als Timur, auch Timur Lenk oder Timur Leng. Der Name Tamerlan, wie er ebenfalls noch in verschiedenen europäischen Sprachen in Gebrauch ist, leitet sich daraus ab.
20.07.1221
In Kastilien wird mit dem Bau der Kathedrale von Burgos begonnen.
Das Königreich Kastilien war eines der mittelalterlichen Königreiche der Iberischen Halbinsel. Es existierte als eigenständiges Königreich von 1065 bis 1230.
20.07.0802
Karl der Große erhält in Aachen als Geschenk des Kalifen Harun ar-Raschid den Elefanten Abul Abbas nebst weiteren Gaben.
Karl der Große war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs. Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde. Der Enkel des Hausmeiers Karl Martell war der bedeutendste Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Machtentfaltung.
20.07.0514
Der Witwer und römische Diakon Hormisdas wird Bischof von Rom.
Hormisdas war vom 20. Juli 514 bis zu seinem Tode Bischof von Rom und römischer Papst.