Historische Ereignisse am Dienstag, 20. Mai

78 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 20. Mai statt — von 325 bis 2022. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

# 20. Mai 2025

Die Geschichte des 20. Mai ist reich an bedeutenden Ereignissen, die Wissenschaft, Politik und Kultur geprägt haben. Im Jahr 2019 trat eine grundlegende Reform des Internationalen Einheitensystems in Kraft. Diese Neudefinition war das Ergebnis von Beschlüssen der 26. Generalkonferenz für Maß und Gewicht. Alle Maßeinheiten werden seither durch sieben physikalische Konstanten definiert, denen feste Zahlenwerte zugewiesen wurden. Ein Unterschied zwischen Basiseinheiten und abgeleiteten Einheiten besteht damit nicht mehr. Diese Reform markierte einen Wendepunkt in der wissenschaftlichen Standardisierung weltweit.

Im Jahr 1983 veröffentlichten Luc Montagnier und Françoise Barrè-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris erstmals eine Beschreibung des Humanen Immundefizienz-Virus, das HIV-Virus. Diese Entdeckung war entscheidend für das Verständnis der Immunschwächekrankheit AIDS. Im selben Jahr publizierte auch Robert Gallo seine Forschungsergebnisse, wobei jedoch unterschiedliche Virenstämme beschrieben wurden. Die Arbeit dieser Wissenschaftler legte den Grundstein für jahrzehntelange Forschungen zur Bekämpfung dieser Pandemie.

Auf dem 20. Mai finden sich auch schwerwiegende politische und militärische Ereignisse. Im Jahr 2022 meldeten russische offizielle Stellen die vollständige Einnahme der ukrainischen Großstadt Mariupol. Die Stadt war in den vorangegangenen Kämpfen fast vollständig zerstört worden und galt als strategisch bedeutsam im Konflikt.

Der 20. Mai 2025 fällt auf einen Dienstag und wird von bewölktem Himmel und Temperaturen um 16 Grad Celsius bestimmt. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, kurz nach dem Neumond. Astrologisch gesehen steht dieser Tag im Zeichen der Zwillinge.

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Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 9. April.

20.05.2022

Russische offizielle Stellen melden die vollständige Einnahme der ukrainischen Großstadt Mariupol, die in den vorangegangenen Kämpfen fast vollständig zerstört wurde.

Die Belagerung von Mariupol begann nach dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022. Die russischen Angreifer brachen bei der dreimonatigen Eroberung der Stadt unter großem Materialeinsatz den Widerstand der ukrainischen Verteidiger – dabei kam es bei einem Zusammenbruch der städtischen Infrastruktur und der weitgehenden Zerstörung von Wohngebieten zu einer großen Anzahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung. Im Verlauf der Belagerung reduzierte sich das von ukrainischen Soldaten gehaltene Gebiet auf das Industriegebiet des Metallurgischen Kombinats Asow-Stahl. Die letzten Verteidiger gaben am 20. Mai 2022 ihren Widerstand auf.


20.05.2019

Nach Beschlüssen der 26. Generalkonferenz für Maß und Gewicht tritt eine grundlegende Reform des Internationalen Einheitensystems in Kraft. Alle Maßeinheiten werden nun durch sieben physikalische Konstanten definiert, denen feste Zahlenwerte zugewiesen wurden. Zwischen Basiseinheiten und abgeleiteten Einheiten gibt es keinen prinzipiellen Unterschied mehr.

Die internationale Generalkonferenz für Maß und Gewicht ist die Konferenz der Bevollmächtigten der Mitgliedsstaaten der Meterkonvention. Sie ist beschlussfassendes Organ der Meterkonvention und tagt regelmäßig am Sitz des Internationalen Büros für Maß und Gewicht (BIPM) im Pariser Vorort Sèvres. Auf ihr werden Resolutionen zu grundlegenden Fragen betreffend die Meterkonvention und das metrische Einheitensystem bzw. seit 1960 das internationale Einheitensystem (SI) verabschiedet. Sitzungsberichte und Resolutionen werden vom Internationalen Büro veröffentlicht. Daneben wählt die Generalkonferenz die 18 Mitglieder des Internationalen Komitees für Maß und Gewicht (CIPM).


20.05.2015

Die islamistische Terrororganisation Islamischer Staat erobert die antike Ruinenstadt Palmyra und beginnt mit großflächigen Zerstörungen und Plünderungen.

Mit dem Begriff islamistischer Terrorismus wird Terrorismus bezeichnet, der durch Islamismus motiviert ist. Islamistische Terroristen bezeichnen ihre Aktivitäten selbst als Dschihad und berufen sich zur Rechtfertigung ihrer Aktionen auf die Grundlagen des Islam, auf den Koran und die Sunna, wobei diese dem Zweck entsprechend interpretiert werden. Islamistische Terroristen verübten die Terroranschläge am 11. September 2001 – die verheerendsten Anschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten – sowie weitere schwere Anschläge in den USA und anderen Staaten. In den letzten Jahren übertraf der islamistische Terrorismus bei weitem jede andere terroristische Ideologie an Todesopfern.


20.05.2012

Michael Hanekes Spielfilm Liebe wird bei den 65. Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt.

Michael Haneke ist ein deutsch-österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Seine Spielfilme wurden vielfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Oscar, zwei Goldenen Palmen der Filmfestspiele von Cannes, zwei Golden Globes und mehreren Europäischen Filmpreisen.


20.05.2010

Aus dem Musée d’art moderne de la Ville de Paris werden von einem unbekannten Einbrecher insgesamt fünf Gemälde der Maler Georges Braque, Pablo Picasso, Amedeo Modigliani, Henri Matisse und Fernand Léger im Gesamtwert von mindestens 50 Millionen Euro gestohlen. Ihr Verbleib ist unklar.

Das Musée d’art moderne de Paris ist ein kommunales Museum für moderne Kunst im 16. Arrondissement von Paris und belegt den Ostflügel im Palais de Tokyo. Es gliedert sich in die zwei Sammlungsbereiche moderne Kunst und zeitgenössische Kunst. Es ist eines der 14 Museen der Stadt Paris, die seit dem 1. Januar 2013 von der städtischen Einrichtung Paris Musées verwaltet werden.


20.05.2006

In der Provinz Hubei in China erfolgt die Inbetriebnahme der Drei-Schluchten-Talsperre und damit mit einer Aufstauung von 39,3 Milliarden m³ Wasser einer der größten Talsperren der Erde. Der Stausee entsteht im Bereich der berühmten drei Schluchten Qutang, Wu und Xiling. Das Projekt wird vom chinesischen Unternehmen China Yangtze Power betrieben und verantwortet.

Hubei ist eine Provinz der Volksrepublik China.


Die Hard-Rock-Formation Lordi gewinnt in Athen als erste finnische Band den Eurovision Song Contest 2006.

Der Hard Rock oder Hardrock, auch Heavy Rock, ist ein Genre der Rockmusik, dessen Wurzeln in verschiedenen Genres wie dem Psychedelic Rock der 1960er-Jahre, dem Bluesrock und dem Rock ’n’ Roll liegen. Beeinflusst wurde die Stilrichtung auch durch die Beatmusik der 1960er Jahre. Ab Ende der 1960er Jahre bis zum Beginn der 1990er Jahre gelangte das Genre zu besonderer Popularität.


20.05.2002

Nach 24 Jahren indonesischer Besetzung und drei Jahren Verwaltung durch die Vereinten Nationen wird Osttimor als „Republica Democratica de Timor-Leste“ in die Unabhängigkeit entlassen.

Indonesien ist ein Staat in Südostasien und Ozeanien, gelegen zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land umfasst mehr als 17.000 Inseln, darunter Sumatra, Java, Sulawesi sowie Teile von Borneo und Neuguinea. Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat. Mit einer Fläche von 1.904.569 km² ist es das 14.-größte Land der Welt. Mit über 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und zugleich das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land. Auf der Insel Java, der bevölkerungsreichsten Insel der Welt, lebt mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung.


20.05.1992

Nach einer Wiederaufnahme des Verfahrens wird der Täter im Kreuzworträtselmord erneut zur rechtlich möglichen Höchststrafe – diesmal nach bundesdeutschem Recht zehn Jahre Jugendstrafe mit anschließender psychiatrischer Einweisung – verurteilt. Die Tat konnte nach der weltweit umfassendsten Schriftvergleichung in der DDR der 1980er Jahre geklärt werden.

Unter Wiederaufnahme des Verfahrens ist eine Wiederholung oder das neuerliche Aufrollen eines gerichtlichen oder behördlichen Verfahrens zu verstehen, das zuvor bereits mit einer rechtskräftigen Entscheidung beendet worden war.


20.05.1990

In Rumänien werden die ersten postkommunistischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durchgeführt. Der Amtsinhaber Ion Iliescu wird mit 85 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Die Wahl wird von Protesten auf dem Bukarester Universitätsplatz begleitet.

Rumänien ist eine semipräsidentielle Republik in Südosteuropa. Das Land liegt am Schwarzen Meer und erstreckt sich in westlicher Richtung über den Karpatenbogen bis zur Pannonischen Tiefebene. Rumänien grenzt an fünf Staaten: im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Norden sowie im Osten an die Ukraine und Moldau.


20.05.1989

Der chinesische Premierminister Li Peng verhängt aufgrund der seit 17. April andauernden studentischen Proteste auf dem Tian’anmen-Platz den Ausnahmezustand.

Die Volksrepublik China, allgemein als China bezeichnet, ist ein Staat in Ostasien. Mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern (2020) stellt China das nach Indien zweitbevölkerungsreichste und gemessen an seiner Gesamtfläche drittgrößte Land der Erde dar. Gemäß ihrer sozialistischen Verfassung steht die Volksrepublik China „unter der demokratischen Diktatur des Volkes“, wird jedoch von Beginn an durchgehend von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) autoritär bis totalitär regiert. Bis heute werden ihr schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.


20.05.1985

Radio Martí, ein in Miami stationierter, von der US-Regierung im Rahmen des Broadcasting Board of Governors finanzierter Radiosender, startet mit einem speziellen Radioprogramm für Kuba, um den Sturz Fidel Castros zu fördern.

Radio and TV Martí ist ein staatlicher US-amerikanischer Rundfunksender mit Sitz in Miami, der speziell an die kubanische Bevölkerung gerichtete Radio- und Fernsehsendungen sowie ein Internet-Informationsangebot in spanischer Sprache produziert und verbreitet. Der Sender wird vom Office of Cuba Broadcasting betrieben, das der Regierungsbehörde für Auslandsrundfunk untersteht, dem Broadcasting Board of Governors (BBG). Der Sender startete seinen Betrieb 1985, hat über 100 Mitarbeiter und ein jährliches Budget von 27,9 Millionen US-Dollar.


20.05.1983

Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris veröffentlichen erstmals eine Beschreibung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV), des Auslösers der Immunschwächekrankheit AIDS. In derselben Ausgabe des Journals Science veröffentlicht der US-Amerikaner Robert Gallo, der Leiter des Tumorvirus-Labors am National Institutes of Health (NIH), ebenfalls die Entdeckung eines Virus, das seiner Meinung nach AIDS auslösen könnte. Er beschreibt in dieser Veröffentlichung jedoch die Isolierung von Humanen T-Zell-Leukämie-Viren Typ I (HTLV-1).

Luc Antoine Montagnier war ein französischer Virologe und Nobelpreisträger. Er gilt, gemeinsam mit Françoise Barré-Sinoussi, als Entdecker des AIDS-erregenden HI-Virus.


20.05.1980

In einem Referendum verweigern sich die Wähler Québecs mit rund 60 Prozent Neinstimmen Sezessionsüberlegungen ihrer Regierung. Sie strebt die vollständige Souveränität der kanadischen Provinz an.

Ein Referendum ist eine Abstimmung aller wahlberechtigten Bürger über eine vom Parlament, von der Regierung oder einer der Regierungsgewalt ausübenden Institutionen erarbeitete Vorlage. Es ist damit ein Instrument der direkten Demokratie. Da sich in einem Referendum die gesamte Wahlbevölkerung unmittelbar zu einer politischen Frage äußern kann, hat das Ergebnis der Abstimmung ein hohes Maß an politischer Legitimität. Referenden können international, supranational oder innerstaatlich zur Anwendung kommen. Ihre tatsächliche Bedeutung für die politischen Geschehnisse hängt stark von politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen im abstimmenden Land ab.


20.05.1973

In einer Volksabstimmung werden die Artikel 51 und 52 der Schweizer Bundesverfassung aufgehoben. Sie untersagten jegliche Tätigkeit der Jesuiten und verhinderten Klostergründungen.

Die konfessionellen Ausnahmeartikel in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, konfessionellen Ausnahmeartikel oder kurz nur Ausnahmeartikel waren eine Reihe von ehemaligen Artikeln in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Artikel beschränkten die Glaubens- und Gewissensfreiheit einseitig, indem sie bestimmten Landeskirchen – insbesondere der römisch-katholischen – gewisse Rechte explizit absprachen.


20.05.1970

Der Musikfilm Let It Be mit der britischen Band The Beatles hat in Großbritannien seine Welturaufführung.

Let It Be ist ein Dokumentarfilm über die Beatles, der unter der Regie von Michael Lindsay-Hogg im Jahr 1969 entstand und 1970 veröffentlicht wurde. Er zeigt die Beatles bei Proben und Studioarbeit für ein neues Album. Der Film erhielt 1971 einen Oscar für die beste Filmmusik (Original Song Score).


20.05.1969

Nach zehn Tagen endet die Schlacht am Hamburger Hill im Vietnamkrieg. Die US-Armee bezahlt die Eroberung des strategisch praktisch wertlosen Hügels mit schweren eigenen Verlusten durch den Mörserbeschuss durch die Vietnamesische Volksarmee.

Die Schlacht am Hamburger Hill war die letzte größere US-Bodenoffensive im Vietnamkrieg. Sie fand vom 10. bis 20. Mai 1969 in der Nähe der laotischen Grenze auf dem Hügel Dong Ap Bia statt, der in den US-Militärkarten als Hügel 937 verzeichnet war. Obwohl der Hügel kaum strategischen Wert besaß, ordneten US-Kommandeure im Rahmen der Operation Apache Snow eine großangelegte Bodenoffensive in der Gegend von Ap Bia an, um sie der Kontrolle der Vietnamesischen Volksarmee zu entziehen.


20.05.1965

In der färöischen Hauptstadt Tórshavn wird die Academia Færoensis gegründet, die nationale Universität.

Die Färöer [ˈfɛːʁøɐ], umgangssprachlich auch Färöer-Inseln, sind ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark und bestehen aus einer Gruppe von 18 Inseln im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Entdeckt und besiedelt wurden sie im Mittelalter. Heute sind mit Ausnahme der kleinsten Insel, Lítla Dímun, alle permanent bewohnt.


Eine pakistanische Boeing 720B stürzt beim Landeanflug auf Kairo ab. 121 der 127 Menschen an Bord kommen ums Leben.

Die Boeing 707 ist ein vierstrahliger Tiefdecker mit Schmalrumpf des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing. Die Boeing 707 war – nach der De Havilland Comet – das zweite mit Strahltriebwerken ausgestattete Langstrecken-Passagierflugzeug. Sie revolutionierte zusammen mit der vergleichbaren Douglas DC-8 und anderen wirtschaftlich weit weniger erfolgreichen Flugzeugtypen dieser Zeit die zivile Luftfahrt. Insgesamt wurden 1010 Boeing 707 in verschiedenen zivilen und militärischen Versionen ausgeliefert. Heute fliegt keine Maschine mehr im zivilen Passagierliniendienst.


20.05.1961

Die Uraufführung der Oper Elegie für junge Liebende von Hans Werner Henze erfolgt am Schlosstheater in Schwetzingen, Baden.

Elegie für junge Liebende ist eine Oper in drei Akten des deutschen Komponisten Hans Werner Henze. Das englischsprachige Libretto stammt von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman. Die Uraufführung fand am 20. Mai 1961 im Rahmen der Schwetzinger Festspiele im frühklassizistischen Theater des Schwetzinger Schlosses in einer deutschen Übersetzung Ludwig Prinz von Hessen statt, Dirigent war Heinrich Bender. Die erste Aufführung in englischer Sprache fand, ebenfalls 1961, in Glyndebourne statt. Unter der musikalischen Leitung des Komponisten fand 1965 eine Aufführung am Juilliard Opera Theater in New York City statt. Henze überarbeitete sein Werk im Jahr 1987, diese Fassung wurde am 28. Oktober 1988 unter der musikalischen Leitung von Markus Stenz im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt.


20.05.1960

Das Wappen Nigerias wird von der britischen Königin Elisabeth II. verliehen.

Das Wappen Nigerias wurde am 20. Mai 1960 von der britischen Königin Elisabeth II. verliehen.


Der Film La Dolce Vita (Das süße Leben) des italienischen Regisseurs Federico Fellini erhält bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme. Schauspielerin Anita Ekberg wird mit der Filmszene im römischen Trevi-Brunnen populär.

Das süße Leben ist ein Schwarzweißfilm von Federico Fellini aus dem Jahr 1960. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny zu sehen. Weltberühmt wurde die Szene mit Ekberg im Trevi-Brunnen.


20.05.1955

In Argentinien wird die römisch-katholische Konfession als Staatsreligion abgeschafft.

Argentinien ist eine Republik im Süden Südamerikas. Sie grenzt im Süden und Westen an Chile, im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay und an Brasilien, im Osten an Uruguay und im Südosten an den Atlantischen Ozean.


20.05.1954

Chiang Kai-shek wird von der Nationalversammlung der Republik China auf Taiwan zum Präsidenten gewählt. Als solcher erhält er den Gesamtvertretungsanspruch über ganz China aufrecht.

Chiang Kai-shek oder Tschiang Kai-schek war ein chinesischer Militär und Politiker in der Zeit nach der Xinhai-Revolution (1911) und ab 1925 Führer der Kuomintang (KMT). Als solcher war er im Chinesischen Bürgerkrieg (1927–1949) der Gegenspieler Mao Zedongs und bis zur Machtübernahme der Kommunisten auf dem chinesischen Festland der führende Politiker Chinas. In dieser Zeit war er mehrfach Präsident sowie als Marschall und Generalissimus militärischer Oberbefehlshaber der Republik China.


20.05.1949

Der Bayerische Landtag lehnt als einziges der Länderparlamente nach einer Nachtsitzung die Billigung des vom Parlamentarischen Rat ausgearbeiteten Grundgesetzes ab. Falls aber zwei Drittel aller Bundesländer zustimmen – was geschieht –, erklärt er zugleich dessen Gültigkeit auch im Freistaat Bayern.

Der Bayerische Landtag ist das Landesparlament des Freistaates Bayern und eines seiner drei Verfassungsorgane. Bis 1999 gab es als zweite Kammer den Bayerischen Senat, seither verfügt Bayern über ein Einkammersystem.


20.05.1946

Auf Befehl der SMAD wird endgültig das Mitteldeutsche Braunkohlen-Syndikat aufgelöst.

Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland, auch als Sowjetische Militärverwaltung (SMV) bezeichnet, kontrollierte nach Ende des Zweiten Weltkrieges die von ihr in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) im Deutschland der Jahre 1945–1949 eingesetzten Verwaltungsbehörden bis zur Übertragung der Staatsgewalt an die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 10. Oktober 1949.


20.05.1941

Mit der Bombardierung der geplanten Landezone auf Kreta durch die deutsche Luftwaffe beginnt das Unternehmen Merkur zur Eroberung der Mittelmeerinsel durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, das bis zum 1. Juni abgeschlossen ist.

Kreta ist die größte griechische Insel und mit rund 8261 km² Fläche sowie 1066 Kilometern Küstenlänge nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Kreta zählt zur gleichnamigen griechischen Region Kreta.


20.05.1940

Die ersten Häftlinge treffen im neu gebauten KZ Auschwitz ein. Der Transport besteht aus reichsdeutschen Strafgefangenen, die als Funktionshäftlinge Aufsichts- und Kontrollfunktionen übernehmen sollen.

Das deutsche Konzentrationslager Auschwitz I gehörte als Stammlager neben dem Vernichtungslager KZ Auschwitz II–Birkenau und dem KZ Auschwitz III–Monowitz zum Lagerkomplex Auschwitz und war eines der großen NS-Konzentrationslager. Es befand sich zwischen Mai 1940 und Januar 1945 nach der Besetzung Polens im annektierten südpolnischen Gebiet des deutsch umbenannten Landkreises Bielitz am südwestlichen Rand der nun deutsch benannten Kleinstadt Auschwitz.


20.05.1939

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Pan Am richtet eine regelmäßige Flugverbindung nach Europa ein. Mit einem luxuriös ausgestatteten Flugboot des Typs Boeing 314 fliegt sie von New York City über Lissabon nach Marseille.

Pan American World Airways war eine 1927 gegründete US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in New York und eine der weltweit ersten, die interkontinentale Flüge anbot.


20.05.1934

Der um den Besitz der Provinz Asir geführte Saudi-Jemenitische Krieg endet mit dem Abkommen von Taif, das mangels eines konkret fixierten Grenzverlaufs in der Folge öfter Scharmützel hervorruft.

Asir ist eine Provinz in Saudi-Arabien. Sie hat eine Fläche von 76.693 Quadratkilometer und 2.024.285 Einwohner. Hauptstadt ist Abha, die größte Stadt ist Chamis Muschait; im Norden der Provinz liegt die Stadt Bischa.


Konrad von Parzham, bürgerlich Johann Birndorfer, Laienbruder des Kapuzinerordens, wird von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

Konrad von Parzham OFMCap war ein Laienbruder aus dem Kapuzinerorden. Er wurde 1934 heiliggesprochen.


20.05.1933

Nach der Gründung des austrofaschistischen Ständestaates in Österreich gründet der christlich-soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß die Vaterländische Front als politische Organisation mit Monopolstatus.

Der Begriff Austrofaschismus ist eine der Fremdbezeichnungen für das von 1933/34 bis 1938 in Österreich etablierte autoritäre, an ständestaatlichen und faschistischen Ideen orientierte Herrschaftssystem mit starken Anlehnungen an die Diktatur Benito Mussolinis in Italien. Die Selbstbezeichnung war Ständestaat. Unter Historikern ist der Begriff Austrofaschismus umstritten. Er wird dezidiert vertreten, aber auch als zu umfassend abgelehnt oder in Einzelaspekten relativiert. Manche Historiker ordnen den Austrofaschismus dem Klerikalfaschismus zu. Alternativ verwendete Bezeichnungen lauten Kanzlerdiktatur, Regierungsdiktatur und Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur.


Die Oper Merry Mount von Howard Hanson nach Nathaniel Hawthornes Werk The Maypole of Merry Mount wird in Ann Arbor uraufgeführt.

Howard Harold Hanson war ein US-amerikanischer Pianist, Dirigent und Komponist.


20.05.1932

Amelia Earhart startet von Neufundland aus als erste Frau zu einer Alleinüberquerung des Atlantiks mit einem Flugzeug.

Amelia Mary Earhart war eine US-amerikanische Flugpionierin.


20.05.1928

In der von Hugo Stoltzenberg gegründeten Chemischen Fabrik Stoltzenberg in Hamburg kommt es zu einem Giftgasunglück durch austretendes Phosgen aus einem Kesselwagen. 10 Menschen kommen ums Leben, etwa 300 erkranken in der Folge.

Hugo Stoltzenberg war ein deutscher Chemiker, der Chemiewaffen entwickelte und 1923 Gründer der Chemischen Fabrik Stoltzenberg in Hamburg-Veddel war. In den 1920er Jahren war er in geheime Unternehmungen verwickelt, welche die chemische Aufrüstung der Reichswehr betrieben.


20.05.1927

Im Abkommen von Dschidda gibt Großbritannien das im Ersten Weltkrieg vom Osmanischen Reich eroberte Gebiet entlang der Westküste Arabiens, genannt Britisches Protektorat Arabien, an den arabischen König Abd al-Aziz ibn Saud ab und garantiert die Unabhängigkeit Arabiens.

Es gibt zwei Abkommen von Dschidda, die nach der Stadt Dschidda in Saudi-Arabien benannt worden sind.


Die Chinesisch-Schwedische Expedition bricht unter der Leitung von Sven Hedin von Peking aus nach Westen auf. Die „Wandernde Universität“ wird bis 1935 die meteorologischen, topographischen und prähistorischen Gegebenheiten in der Mongolei, der Wüste Gobi und Xinjiang untersuchen.

Die Chinesisch-Schwedische Expedition war eine von Sven Hedin geleitete internationale Forschungsreise.


Charles Lindbergh startet mit seinem Flugzeug Spirit of St. Louis vom Roosevelt-Flugplatz in New York zur ersten Alleinüberquerung des Atlantiks.

Charles Augustus Lindbergh, Jr. war ein US-amerikanischer Flugpionier, Schriftsteller und isolationistischer Politiker der America-First-Bewegung.


20.05.1916

Ernest Shackleton, Thomas Crean und Frank Worsley erreichen Stromness und beenden so die erste Durchquerung von Südgeorgien.

Sir Ernest Henry Shackleton [ˈɜɻnɛst ˈhɛnɻi ˈʃækəltən] CVO, OBE, LL.D, OLH war ein britischer Polarforscher irischer Abstammung und eine der herausragenden Persönlichkeiten des sogenannten „Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung“. Er nahm an vier Antarktisexpeditionen teil, von denen er bei dreien als Expeditionsleiter tätig war.


20.05.1913

In Breslau wird die nach einem Entwurf von Max Berg erbaute Jahrhunderthalle eröffnet.

Breslau ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Sie ist zugleich Verwaltungssitz des Powiat Wrocławski. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Breslau nach Warschau und Krakau sowie vor Łódź die drittgrößte Stadt in Polen.


20.05.1902

Die Vereinigten Staaten entlassen das seit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg in ihrem Besitz befindliche Kuba formal in die Unabhängigkeit, die allerdings durch das 1901 beschlossene Platt Amendment eingeschränkt ist. Tomás Estrada Palma wird erster Präsident des Landes.

Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einherging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.


20.05.1883

Nach jahrhundertelangem Stillstand kommt es auf der zwischen Sumatra und Java gelegenen Vulkaninsel Krakatau zu einer ersten kleinen Eruption. In den Folgemonaten kommt es immer wieder zu Ausbrüchen, bis es am 27. August zu einem der katastrophalsten Vulkanausbrüche der Geschichte kommt.

Der Krakatau ist ein Vulkan unter dem Krakatau-Archipel in der Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java. Der Vulkan brach im Laufe der letzten Jahrhunderte mehrmals aus.


20.05.1882

Durch den Beitritt des Königreichs Italien zum Zweibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn wird dieser zum Dreibund, einem geheimen Defensivbündnis zwischen diesen drei Ländern.

Die Geschichte Italiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Italienischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zurückverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen seiner Existenz. Etwa 6100 v. Chr. brachten erste Gruppen von außerhalb der Apenninhalbinsel – wohl über See aus Südanatolien und dem Nahen Osten – die Landwirtschaft mit; die Jäger und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend v. Chr. setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dörfern frühe stadtähnliche Siedlungen machte. Die Gesellschaften wiesen um diese Zeit erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf.


20.05.1875

Die internationale Meterkonvention wird von 17 Staaten unterzeichnet. Sie hat die Aufgabe, Maß und Gewicht international zu vereinheitlichen und dafür nötige Organisationsformen zu schaffen sowie diese zu finanzieren. Darin wird auch die Übernahme des Urmeters und des Urkilogramms als Maßeinheit beschlossen.

Die Meterkonvention, in der Schweiz Metervertrag, ist ein am 20. Mai 1875 in Paris geschlossener internationaler Vertrag, in dem die 17 Unterzeichnerstaaten „vom Wunsche geleitet, die internationale Einigung und die Vervollkommnung des metrischen Systems zu sichern“ die Errichtung und Finanzierung einiger Institutionen vereinbarten – der ersten internationalen wissenschaftlichen Institutionen überhaupt. Zudem wurde die Herstellung von Normalen für die Maßeinheiten „Meter“ und „Kilogramm“ beschlossen. Eine Verpflichtung zur Übernahme des metrischen Systems durch die Unterzeichner-Staaten ist im Vertrag nicht enthalten.


20.05.1874

In Budapest erfolgt die Uraufführung der Oper Brankovics György von Ferenc Erkel.

Ferenc Erkel [ˈfɛrɛnʦ ˈɛrkɛl], auch Franz Erkel, war ein ungarischer Komponist. Er ist der Begründer der ungarischen Nationaloper. Die zweite Spielstätte der Ungarischen Staatsoper in Budapest trägt den Namen Erkel Színház (Erkel-Theater).


20.05.1873

Der Stoffhändler Levi Strauss und der Schneider Jacob Davis lassen gemeinsam genietete Hosen aus Denim-Stoff patentieren, die sogenannten Jeans.

Levi Strauss war ein deutsch-amerikanischer Industrieller. Er gilt zusammen mit seinem Geschäftspartner Jacob Davis als Erfinder der Jeans.


20.05.1866

Die Uraufführung der Oper Astorga von Johann Joseph Abert findet im Hoftheater Stuttgart statt.

Astorga ist eine romantische Oper in drei Akten von Johann Joseph Abert nach einem Libretto von Ernst Heinrich Anton Pasqué.


20.05.1862

US-Präsident Abraham Lincoln unterschreibt den Homestead Act, ein Gesetz, das Farmern den Erwerb unbesiedelten Landes von bis zu 64 Hektar erlaubt und auf die Besiedlung des Westens abzielt.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist in einer Person Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Seit 1951 darf er nur einmal wiedergewählt werden.


20.05.1861

In einer Proklamation erklärt der Staat Kentucky seine Neutralität im Sezessionskrieg. Diese dauert bis zum 3. September, als konföderierte Truppen eindringen und zahlreiche Städte brandschatzen.

Kentucky ist ein Bundesstaat im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Er grenzt im Norden an Illinois, Indiana und Ohio, im Nordosten an West Virginia, im Osten an Virginia, im Süden an Tennessee und im Westen an Missouri. Seine nördliche Grenze wird durch den Ohio River gebildet. Die Hauptstadt ist Frankfort und die bevölkerungsreichste Stadt ist Louisville. Weitere bedeutende Städte sind Lexington, Bowling Green, Paducah und Owensboro. Im Jahr 2024 betrug die Einwohnerzahl des Bundesstaates etwa 4,6 Millionen.


20.05.1859

Im Sardinischen Krieg siegen die italienisch-französischen Truppen in der Schlacht von Montebello über ein österreichisches Heer.

Der Sardinische Krieg, auch Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg genannt, war einer der drei Italienischen Unabhängigkeitskriege. Er wurde 1859 zwischen dem Kaisertum Österreich einerseits und Sardinien-Piemont und dem französischen Kaiserreich unter Napoleon III. andererseits geführt. Napoleon III. hatte Sardinien zum Krieg ermutigt und sich für seine Hilfe die Grafschaft Nizza und Savoyen versprechen lassen. Sardinien-Piemont wollte das Königreich Lombardo-Venetien von österreichischer Herrschaft befreien und sich selbst einverleiben. Napoleons Plan war es, ein geeintes Italien unter französischer Vorherrschaft zu errichten. Im Ergebnis trat Österreich den westlichen Teil Lombardo-Venetiens an Frankreich ab, während es den östlichen Teil (Venetien) behielt. Frankreich übertrug die Lombardei an Sardinien-Piemont. Durch die Erschütterung der österreichischen Herrschaft in Norditalien schlossen sich noch weitere Staaten Sardinien-Piemont an, woraus schließlich 1861 das Königreich Italien entstand.


In Berlin wird die Grundsteinlegung für die Neue Synagoge gefeiert.

Die Grundsteinlegung ist im Bauwesen eine Zeremonie um einen symbolischen Grundstein. Dieser erste Stein eines neuen Bauwerks, der oft in feierlicher Form mit Beigabe von Urkunden und Münzen bei Baubeginn gelegt wird, kann im Fundament vermauert oder sichtbar angeordnet sein.


20.05.1858

Im Zweiten Opiumkrieg nehmen britische Einheiten unter Admiral Michael Seymour die chinesischen Taku-Forts ein, welche die Einfahrt von See zur Stadt Tianjin, dem nächstgelegenen Hafen von Peking, schützen sollen. Ihr Fall führt zum Vertrag von Tianjin im Juni.

Der Zweite Opiumkrieg oder Arrow-Krieg Großbritanniens und Frankreichs gegen das Kaiserreich China währte von 1856 bis 1860. Die europäischen Mächte versuchten hierbei, das von der Taiping-Rebellion geschwächte Kaiserreich durch die Demonstration militärischer Macht zu erneuten vertraglichen Zugeständnissen im Außenhandel zu zwingen. Die Kämpfe endeten nach Versuchen der chinesischen Regierung, die Ratifizierung zu verhindern, 1860 nach dem Einmarsch der verbündeten Truppen in Peking mit der Ratifizierung des Vertrags von Tianjin, der China weiter für europäische Wirtschaftsinteressen öffnete. Beim Einmarsch in die chinesische Hauptstadt zerstörten die Europäer den Kaiserlichen Sommerpalast.


20.05.1839

Die Oper Die Regenbrüder von Ignaz Lachner wird in Stuttgart uraufgeführt.

Ignaz Lachner war ein deutscher Komponist und Dirigent.


20.05.1838

Johannes Niederer gründet in Genf den Grütliverein als Diskussionsverein für Handwerksgesellen. Der Verein spielt in der Folge eine wichtige Rolle in der Schweizer Arbeiterbewegung.

Der Schweizerische Grütliverein war ein vaterländisch orientierter Arbeiterverein. Er wurde am 20. Mai 1838 von Johannes Niederer in Genf gegründet, angeregt von Albert Galeer, unter Mitarbeit von Heinrich Grunholzer.


20.05.1813

Die zwei Tage dauernde Schlacht bei Bautzen während der Befreiungskriege zwischen der Koalition aus Russland und Preußen unter Gebhard Leberecht von Blücher und Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein und den Franzosen unter Napoléon Bonaparte und Michel Ney beginnt.

Die Schlacht bei Bautzen, am Triumphbogen in Paris auch Schlacht bei Wurschen genannt, fand am 20./21. Mai 1813 nahe der Stadt Bautzen im Zuge der Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich statt.


20.05.1802

Napoleon Bonaparte lässt als Erster Konsul in den französischen Kolonien die – 1794 formell abgeschaffte – Sklaverei wieder zu.

Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.


20.05.1795

In Paris kommt es während der Französischen Revolution unter Beteiligung der Sansculottes zum Prairialaufstand, der aber nach drei Tagen militärisch niedergeschlagen wird.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse der Französischen Revolution.


20.05.1741

Nach einer zweimonatigen erfolglosen Belagerung brechen die Briten ihre Operationen gegen das spanische Cartagena de Indias ab.

Als Schlacht um Cartagena wird die Belagerung von Cartagena de Indias im Frühjahr 1741 bezeichnet. Spanier und Einheimische verteidigten zwei Monate lang die karibische Hafenstadt, die angreifenden Briten mussten unter hohen Verlusten abziehen.


20.05.1721

Die Oper L’odio e l’amore, auch Ciro, Cyrus oder Odio ed amore, von Giovanni Bononcini hat ihre Uraufführung am King’s Theatre in London.

Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.


20.05.1704

Polnische Unterstützer des Königs August II. schließen sich in der Konföderation von Sandomir zusammen. Sie reagieren damit auf die gebildete königsfeindliche Konföderation von Warschau und eröffnen einen in einen Bürgerkrieg mündenden Streit.

August der Starke aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin war von 1694 bis 1733 als Friedrich August I. Kurfürst von Sachsen sowie von 1697 bis 1706 und erneut von 1709 bis 1733 als August II. in Personalunion König von Polen und Großfürst von Litauen. Er gilt als eine der schillerndsten Figuren höfischer Prachtentfaltung des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts und begründete als Prototyp absolutistischer Selbstdarstellung durch seine ausgeprägte Kunst- und Bauleidenschaft den Ruf Dresdens als prunkvolle barocke Metropole, der bis heute nachwirkt. Unter ihm erlebte der Kurstaat eine enorme wirtschaftliche, infrastrukturelle und kulturelle Blüte. Gleichzeitig verwickelte er seine Länder in den Dritten Nordischen Krieg von 1700 bis 1721, in dessen Verlauf er, nachdem er vom protestantischen zum römisch-katholischen Glauben konvertiert war, die polnische Krone wieder für sich gewinnen konnte, was aber bald darauf zu weiteren Kriegen und zur Stärkung des russischen Einflusses in Polen führte.


20.05.1667

In der Seeschlacht vor Nevis wehren englische Schiffe eine geplante Invasion der Karibikinsel Nevis durch eine niederländisch-französische Flotte im Englisch-Niederländischen Krieg ab.

Die Seeschlacht vor Nevis fand während des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges am 10. Maijul. / 20. Mai 1667greg. in der Karibik vor der Insel Nevis statt. Eine verbündete Flotte der Vereinigten Provinzen der Niederlande und des Königreichs Frankreich versuchte eine Landung auf der Insel – wurde aber von einer Flotte des Commonwealth von England in die Flucht geschlagen.


20.05.1654

Das Herzogtum Kurland und Semgallen errichtet unter Herzog Jakob Kettler auf der Karibikinsel Tobago eine Kolonie. Kapitän Willem Mollens benennt die Insel in Neukurland um.

Das Herzogtum Kurland und Semgallen war ein feudales Staatswesen im Baltikum, das von 1561 bis 1795 existierte. Durch die Dritte Teilung Polens wurde das Herzogtum vom Russischen Reich annektiert. Es umfasste die Landschaften Kurland und Semgallen, die heute zu Lettland gehören.


20.05.1631

Kaiserliche Truppen unter dem Feldherrn Johann T’Serclaes von Tilly und Gottfried Heinrich zu Pappenheim erobern nach mehrmonatiger Belagerung im Dreißigjährigen Krieg das protestantische Magdeburg und begehen schwere Kriegsgräuel. In der so genannten „Magdeburger Hochzeit“ kommen rund 20.000 Menschen ums Leben.

Johann T’Serclaes von Tilly war ein spanisch-niederländischer Feldherr und Graf, der während des Dreißigjährigen Kriegs als Söldnerführer, schließlich als oberster Heerführer sowohl der Katholischen Liga als auch ab 1630 der kaiserlichen Armee fungierte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich in der Stiftskirche Altötting in der Gruft unter der Tilly-Kapelle.


20.05.1571

In Rom schließen sich der Papst, Spanien, die Seerepubliken Venedig und Genua zur Heiligen Liga gegen das Osmanische Reich zusammen, um dessen Seeherrschaft im Mittelmeer zu brechen.

Rom ist die Hauptstadt Italiens, Hauptort der Region Latium und historische Hauptstadt des Römischen Reichs und des Kirchenstaats. Die Stadt liegt etwa in der Mitte der Apenninhalbinsel am Fluss Tiber. Mit etwa drei Millionen Einwohnern im Stadtgebiet bzw. rund vier Millionen Einwohnern in der Agglomeration ist sie die größte Stadt Italiens sowie die drittgrößte der Europäischen Union. Außerdem ist Rom mit einem Gemeindegebiet von 1287,36 km² auch die flächenmäßig ausgedehnteste Stadt des Landes.


20.05.1570

Der flämische Geograph Abraham Ortelius veröffentlicht in Antwerpen das Theatrum Orbis Terrarum, den ersten modernen Atlas.

Abraham Ortelius war ein flämischer Geograph und Kartograf.


20.05.1521

Während der Kämpfe um Pamplona wird der spanische Offizier Íñigo López de Loyola schwer verwundet. Während seiner Genesung wird er Mönch und als Ignatius von Loyola später Begründer des Jesuitenordens.

Pamplona ist die Hauptstadt der autonomen Region Navarra in Spanien.


20.05.1515

Erstmals seit dem 3. Jahrhundert setzt in Lissabon ein Nashorn seinen Fuß auf europäischen Boden. Albrecht Dürer setzt dem Tier im gleichen Jahr mit seinem Holzschnitt Rhinocerus ein Denkmal.

Die Nashörner (Rhinocerotidae) oder auch Rhinozerosse bilden eine Familie der Unpaarhufer (Perissodactyla) mit heute noch fünf lebenden Arten. Sie sind charakterisiert durch einen kräftigen Körper und kurze Gliedmaßen mit drei Zehen sowie einen großen Kopf, der bei allen heute lebenden Vertretern eine markante Bildung trägt, bestehend aus einem oder zwei – für die Familie namensgebenden – Hörnern. Die Familie stellt eine der vielfältigsten und erfolgreichsten in der Geschichte der Säugetiere dar und war während ihrer vor nahezu 50 Millionen Jahren beginnenden Entwicklungsgeschichte über weite Teile Eurasiens, Afrikas und Nordamerikas verbreitet. Ihr Niedergang begann Ende des Miozäns vor rund 6 bis 5 Millionen Jahren in Verbindung mit klimatischen und damit einhergehenden Landschaftsveränderungen, die zum Aussterben der nordamerikanischen sowie zahlreicher weiterer Nashornvertreter im ursprünglichen Verbreitungsgebiet führten. Gegen Ende des Pleistozäns gab es eine erneute Aussterbephase, während der alle nordeurasischen Vertreter verschwanden. Überlebt haben die heute noch bestehenden Nashornarten Breitmaul- und Spitzmaulnashorn in Afrika südlich der Sahara sowie Panzer-, Java- und Sumatra-Nashorn im süd- bis südöstlichen Asien, die teilweise in ihrem Bestand durch Vernichtung ihres Lebensraumes und Wilderei abermals stark geschrumpft sind.


Der nach dem Bergsturz Buzza di Biasca entstandene Gerölldamm bricht unter dem Druck von Wassermassen eines vom Brenno gebildeten Sees. Die Überschwemmung erreicht die Magadinoebene sowie den Lago Maggiore und zerstört die Infrastruktur im oberen Tessin nachhaltig.

Die Buzza di Biasca war eine Naturkatastrophe, die im Jahr 1512 oder 1513 die Ortschaften Malvaglia, Semione und Loderio im späteren Schweizer Kanton Tessin betraf und 1515 das ganze obere Tessin verwüstete. Sie forderte Hunderte von Todesopfern.


20.05.1503

Der portugiesische Seefahrer Afonso de Albuquerque entdeckt im Südatlantik eine in Vergessenheit geratene Insel wieder, der er den Namen Assunção gibt, da sie an Christi Himmelfahrt gesichtet worden ist. Später erhält sie den englischen Namen Ascension.

Afonso de Albuquerque, auch Afonso der Große genannt, war ein portugiesischer Militär, Politiker und Seefahrer sowie zweiter Gouverneur von Portugiesisch-Indien. Mit seiner Tätigkeit schuf er die Basis für die portugiesische Expansion in Asien.


20.05.1498

Der portugiesische Entdecker Vasco da Gama erreicht Indien und landet in Calicut. Die Suche nach dem Seeweg nach Indien ist für Portugal damit erfolgreich abgeschlossen.

Vasco da Gama [ˈvaʃku ðɐ ˈɣɐmɐ], Graf von Vidigueira, war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker des Seewegs um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien, das er im Mai 1498 erstmals erreichte, sowie der 2. Vizekönig Portugiesisch-Indiens.


20.05.1347

Cola di Rienzo vertreibt mit Hilfe des Volkes den in Rom verhassten Stadtadel und ruft die Republik nach altrömischem Vorbild aus.

Cola di Rienzo war ein römischer Politiker und Volkstribun. Er wurde der Nachwelt durch das dreibändige Romanwerk Rienzi, or the Last of the Tribunes von Edward Bulwer-Lytton und durch die davon inspirierte Oper Rienzi (1842) von Richard Wagner besonders bekannt. Cola di Rienzo ist bis heute eine umstrittene Figur: Für die einen ist er ein Humanist und Fixstern des Renaissance-Humanismus, für die anderen ein größenwahnsinniger Tyrann.


20.05.1303

Im Vertrag von Paris gibt Frankreichs König Philipp IV. gegenüber dem englischen König Eduard I. nach und erkennt die Guyenne als dessen Lehen an.

Mit dem Vertrag von Paris, am 20. Mai 1303 zwischen Frankreich und England geschlossen, wurde der Französisch-Englische Krieg von 1294 bis 1298 beendet und der Frieden zwischen den beiden Ländern wiederhergestellt. Dieser Friede hielt bis zum Ausbruchs des Kriegs von Saint-Sardos 1323.


20.05.1293

König Sancho IV. schafft das Studium generale im Königreich Kastilien. 1499 wird das Studium generale in eine Universität umgewandelt und damit die Universität Complutense in Alcalá de Henares gegründet.

Sancho IV de Borgoña, el Bravo, war König von León und von Kastilien. Er war ein Sohn von Alfons dem Weisen und der Violante von Aragón, einer Tochter König Jakobs I.


20.05.1217

In der Schlacht von Lincoln besiegen königstreue englische Barone eine Ritterschar rebellierender Barone und mit ihnen verbündeter Franzosen unter Prinz Ludwig von Frankreich, der in der Folge seine Ambitionen auf den englischen Thron begräbt.

Die Schlacht von Lincoln war ein militärischer Zusammenstoß im hochmittelalterlichen England des 13. Jahrhunderts. Sie fand am Morgen des 20. Mai 1217 in der Stadt Lincoln in Lincolnshire statt. Sie stellt den militärischen Höhepunkt des so genannten Ersten Krieges der Barone dar.


20.05.1202

Ein Erdbeben, von dem der gesamte östliche Mittelmeerraum und der Nahe Osten betroffen ist, kostet über 100.000 Menschen das Leben.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


20.05.0685

In der Schlacht bei Dunnichen Mere erringen die Pikten einen entscheidenden Sieg über die anglischen Truppen von König Ecgfrith von Northumbria, der in der Schlacht fällt. Nach der Schlacht reicht der Einfluss Northumbriens nie wieder über den Firth of Forth hinaus.

Die Schlacht bei Dunnichen Mere oder Schlacht bei Nechtansmere wurde am 20. Mai 685 in der Nähe von Forfar in der heutigen schottischen Council Area Angus zwischen den Pikten und dem angelsächsischen Königreich Northumbrien ausgefochten. Sie endete mit einem entscheidenden Sieg der Pikten und einer stark geschwächten Machtposition Northumbriens im nördlichen Britannien. Bis auf die Beschreibung der Schlacht, die Beda Venerabilis im 8. Jahrhundert gab, ist über sie nur wenig bekannt.


20.05.0526

Einem Erdbeben in Antiochia und Syrien fallen laut Angaben des Historikers Johannes Malalas bis zu 250.000 Menschen zum Opfer.

Das Erdbeben von Antiochia im Jahr 526 gehört zu den schwersten dokumentierten Erdbeben und soll mindestens 250.000 Todesopfer gefordert haben.


20.05.0325

Von Kaiser Konstantin I. zur Klärung des Arianischen Streits einberufen nimmt das Erste Konzil von Nicäa offiziell seine Arbeit auf.

Flavius Valerius Constantinus, bekannt als Konstantin der Große, in der Herrscherzählung Konstantin I., war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er bis zu seinem Tod als alleiniger Augustus.