Historische Ereignisse am Dienstag, 21. Oktober

81 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 21. Oktober statt — von -63 bis 2012. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am Dienstag, 21. Oktober 2025, blickt die Geschichtsschreibung auf zahlreiche Ereignisse zurück, die an diesem Datum stattfanden. Im Jahr 2012 erlebte Stuttgart einen politischen Wechsel, als der Grünen-Politiker Fritz Kuhn zum Oberbürgermeister gewählt wurde und damit eine neue Ära in der Verwaltung der württembergischen Landeshauptstadt einleitete. Ebenfalls 2012 fand in Rom ein kirchliches Ereignis von internationaler Bedeutung statt, als Papst Benedikt XVI. während einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz mehrere Personen heiligspach, darunter die deutsche Anna Schäffer. Diese Kanonisierungen würdigten das religiöse Leben und die Verdienste dieser Frauen, die aus verschiedenen Kontinenten stammten.

Das Ermitteln historischer Ereignisse zeigt, wie bedeutsam einzelne Tage für die weltweite Entwicklung waren. Neben politischen und kirchlichen Ereignissen prägen auch sportliche Erfolge und technische Innovationen die Geschichte eines Datums. Die Jahre vergangener Jahrzehnte belegen dies mit Beispielen aus Motorsport, Luftfahrt und internationalen Beziehungen, die das Gepräge ihrer Zeit trugen und teilweise bis heute Auswirkungen haben.

Die digitale Erfassung solcher historischen Momente ermöglicht es, die Vergangenheit systematisch zu dokumentieren und zugänglich zu machen. DayAtlas zeigt Wetterdaten an diesem Tag, Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todesfälle für jedes Datum und jeden Ort an. Durch diese Zusammenstellung entsteht ein umfassendes Bild davon, welche Faktoren und Begebenheiten einen bestimmten Tag in der Geschichte geprägt haben.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 18. April.

21.10.2012

Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn wird zum Oberbürgermeister Stuttgarts gewählt.

Bündnis 90/Die Grünen ist eine politische Partei in Deutschland. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die Umweltpolitik. Leitgedanke „grüner Politik“ ist ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.


Papst Benedikt XVI. spricht im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom unter anderem die Deutsche Anna Schäffer, die deutschstämmige Nonne Marianne Cope sowie die Nordamerikanerin Kateri Tekakwitha heilig.

Benedikt XVI., bürgerlich Joseph Alois Ratzinger, war von seiner Wahl am 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 der 265. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Außerdem war er Theologe, Hochschullehrer und römisch-katholischer Geistlicher. Er war einer der deutschen Päpste und war nach Gregor V. (996–999), Damasus II. (1048) und Viktor II. (1055–1057) der vierte Nachfolger Petri aus Bayern. Benedikt XVI. war einer der wenigen Pontifizes, die von ihrem Amt zurücktraten, und erst der Dritte nach Coelestin V. und Gregor XII., der dies freiwillig tat.


Der kanadische Rennfahrer Bruno Spengler (BMW) gewinnt im letzten Rennen auf dem Hockenheimring den DTM-Titel.

Bruno Spengler ist ein kanadischer Automobilrennfahrer. Von 2005 bis 2019 fuhr er in der DTM, bis 2011 für Mercedes-Benz, ab 2012 für BMW. In den Jahren 2006 und 2007 gewann er den Vizemeistertitel dieser Serie, 2012 wurde er DTM-Champion.


21.10.2011

Eröffnung der neuen Landebahn 07L/25R am Flughafen Frankfurt

Der Flughafen Frankfurt Main ist der größte deutsche Verkehrsflughafen. Gemessen am Fluggastaufkommen war er 2023 mit 61,6 Mio. Fluggästen der fünftgrößte europäische Flughafen und liegt im weltweiten Vergleich auf dem 16. Rang. Mit über 2,1 Millionen Tonnen hat der Frankfurter Flughafen das größte Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen und liegt im globalen Vergleich ebenfalls auf dem 16. Rang. Der Flughafen ist die Heimatbasis und das Hauptdrehkreuz der Fluggesellschaften Lufthansa, Discover Airlines und Condor Flugdienst sowie der Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo.


21.10.2010

In Myanmar wird eine neue Flagge eingeführt.

Myanmar, Vollform Republik der Union Myanmar, auch Burma oder Birma, ist ein Staat in Südostasien, der an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, den Nordosten Indiens, Bangladesch und den Golf von Bengalen grenzt.


21.10.2007

In der Formel-1-Saison gewinnt der Finne Kimi Räikkönen das letzte Rennen um den Großen Preis von Brasilien und wird damit Formel-1-Weltmeister.

Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2007 war die 58. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 17 Rennen in der Zeit vom 18. März bis zum 21. Oktober ausgetragen. Kimi Räikkönen wurde zum einzigen Mal Weltmeister, die Konstrukteurswertung gewann Ferrari.


21.10.2005

Hurrikan Wilma wütet über der mexikanischen Halbinsel Yucatán.

Der Hurrikan Wilma war der 21. benannte Sturm und der zwölfte Hurrikan in der atlantischen Hurrikansaison des Jahres 2005. Damit wurden die bisher bestehenden Rekorde aus den Jahren 1933 und 1969 eingestellt. Weiterhin wurde dadurch auch zum ersten Mal, seit Einführung der alphabetischen Bezeichnungen für Hurrikane im Jahre 1953, der Buchstabe W der Namenssequenz erreicht.


21.10.2004

In den Zeitungen sorgt die doppeldeutige Schlagzeile Fidel Castro gestürzt! für Aufsehen: Der Staatspräsident zieht sich mehrere Knochenbrüche zu, als er nach einem öffentlichen Auftritt eine Treppe hinabstürzt.

Fidel Alejandro Castro Ruz [fiˈðel ˈkastɾo ˈrus ( audio)] war ein kubanischer Revolutionär, kommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und diktatorisch regierender Regierungschef bzw. Staatspräsident Kubas sowie erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas.


21.10.2003

Das Mount Palomar-Observatorium fertigt Aufnahmen des Kuipergürtels an, auf denen im Juli 2005 Michael E. Brown, Chad Trujillo und David Lincoln Rabinowitz den Zwergplaneten Eris entdecken.

Das Palomar-Observatorium ist eine große Sternwarte der USA, die vor allem durch das 5-Meter-Spiegelteleskop, das Hale-Teleskop, bekannt ist. Es war etwa 30 Jahre lang das größte Teleskop der Welt.


21.10.2002

In Mexiko beginnt die Gipfelversammlung der Asia-Pacific Economic Cooperation APEC.

Mexiko ist eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie umfasst 31 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt Mexiko-Stadt. Im Norden grenzt Mexiko an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean, im Südosten an Guatemala, Belize und an das Karibische Meer, im Osten an den Golf von Mexiko. Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen Quadratkilometern ist Mexiko der fünftgrößte Staat auf dem amerikanischen Doppelkontinent, global liegt der Staat an vierzehnter Stelle. Weltweit liegt Mexiko mit einer Bevölkerungszahl von über 130 Millionen Menschen auf Platz elf und ist der einwohnerreichste spanischsprachige Staat.


21.10.1997

Ein neues Modell der Mercedes-Benz A-Klasse kippt beim „Elchtest“ in Schweden um. Als Konsequenz baute Daimler-Benz serienmäßig das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ein – damals ein Novum außerhalb der Luxusklasse.

A-Klasse ist die Bezeichnung einer kompakten Modellreihe der Automobilmarke Mercedes-Benz. Sie wurde unter der Registriernummer 000114082 für die Daimler AG im Europäischen Markenregister eingetragen. Die A-Klasse ist die erste Mercedes-Modellreihe für PKW mit Frontantrieb in der Kompaktklasse und wurde aus der Studie A entwickelt. Mercedes-Benz war mit der A-Klasse Vorreiter bei den Minivans. Neu waren bei Einführung der A-Klasse die Position des Motors und die Sandwichbauweise der Bodengruppe.


21.10.1993

Die Ermordung des Staatspräsidenten Melchior Ndadaye bei einem Putschversuch löst einen Bürgerkrieg in Burundi aus.

Melchior Ndadaye war der erste gewählte Präsident Burundis.


21.10.1992

Der veröffentlichte Bildband SEX der Künstlerin Madonna löst den beabsichtigten Skandal aus, was die Verkaufszahlen antreibt. Eines der erfolgreichsten Coffee Table Books ist geboren.

Ein Bildband ist eine, auch in digitaler Form mögliche, Publikation, in der Abbildungen einen Hauptteil des Inhalts ausmachen.


21.10.1986

Die Marshallinseln in Mikronesien werden von den USA unabhängig.

Die Republik Marshallinseln ist ein Inselstaat im mittleren Ozeanien. Er umfasst die gleichnamige Inselgruppe, die zu Mikronesien gehört. Mit knapp 43.000 Einwohnern auf einer Fläche von nur 181 Quadratkilometern gehören die Marshallinseln zu den kleinsten Staaten der Erde. Die Republik mit Majuro als Hauptstadt ist mit den Vereinigten Staaten durch ein Assoziierungsabkommen verbunden. Amtssprachen sind die marshallesische und die englische Sprache. Bis zur Unabhängigkeit 1986 waren die Inseln ein von den USA kontrolliertes UN-Treuhandgebiet. Die über 1000 Inseln ragen im Durchschnitt nur zwei Meter über den Meeresspiegel hinaus, weshalb sie sehr anfällig für den durch den Klimawandel bedingten Meeresanstieg sind. Zum Inselstaat gehören auch das Eniwetok-Atoll und das Bikini-Atoll, die für Kernwaffentests genutzt wurden.


21.10.1984

Im Bundesland Vorarlberg ziehen die Grünen erstmals in ein österreichisches Parlament ein.

Vorarlberg ist ein Bundesland im Westen der Republik Österreich. Auch Ländle genannt, ist es das westlichste und flächen- sowie bevölkerungsmäßig zweitkleinste Bundesland Österreichs. Die Landeshauptstadt ist Bregenz.


21.10.1981

Mit der Unterzeichnung der Dreiländer-Vereinbarung durch die drei Landeshauptleute von Kärnten, Salzburg und Tirol in Heiligenblut werden die Hohen Tauern zum ersten österreichischen Nationalpark erklärt.

Kärnten ist das südlichste Bundesland der Republik Österreich. Landeshauptstadt ist Klagenfurt am Wörthersee. An Kärnten grenzen im Westen das Bundesland Tirol, im Norden das Land Salzburg, im Norden und Osten die Steiermark und im Süden Italien und Slowenien.


21.10.1976

Die UN-Vollversammlung wählt die Bundesrepublik Deutschland für zwei Jahre in den Sicherheitsrat.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen, kurz UN-Vollversammlung, ist die Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Sie tritt jährlich im September am UN-Hauptquartier in New York City zusammen. Jeder Mitgliedstaat darf durch bis zu fünf Personen in einer Sitzung vertreten sein. Zum ersten Mal trat die Vollversammlung, damals mit Abgesandten aus 51 Staaten, am 10. Januar 1946 in der Londoner Westminster Central Hall zusammen.


21.10.1974

Präsident Siad Barre räumt Probleme durch Dürre und Hungersnot im Nordosten Somalias ein.

Mohamed Siad Barre war ein somalischer Offizier und von 1969 bis 1991 der diktatorische Präsident Somalias.


21.10.1973

Gründung des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN).

Der Leichtathletik-Verband Nordrhein e. V. (LVN) ist einer von 19 Landesverbänden im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und für die Region Nordrhein in Nordrhein-Westfalen zuständig. Organisiert ist er im Landessportbund Nordrhein-Westfalen. Sein Sitz befindet sich im Haus der Verbände in Duisburg. Mit einer Mitgliederzahl von ca. 68.000 ist der LVN einer der größten Landesverbände im DLV.


21.10.1971

Der Staat Kongo wird in Zaire umbenannt.

Die Geschichte der Demokratischen Republik Kongo beschreibt die Geschichte der Region, die später zum Territorium der Demokratischen Republik Kongo werden sollte. Ihre Grenzen wurden im Wesentlichen von der Kolonialmacht Belgien geprägt.


21.10.1970

Die Ny Lillebæltsbro, die Autobahnbrücke über den kleinen Belt in Dänemark, wird nach fünfjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben.

Ny Lillebæltsbro ist die Bezeichnung der Autobahnbrücke über den Kleinen Belt, die – wie auch die ältere Lillebæltsbro – die dänische Halbinsel Jütland mit Fünen verbindet.


21.10.1969

Willy Brandt wird zum Bundeskanzler in Westdeutschland gewählt. Die erste sozialliberale Bundesregierung nimmt ihre Arbeit auf.

Willy Brandt war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1969 bis 1974 der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Als Regierungschef der sozialliberalen Koalition aus SPD und FDP richtete er unter dem Motto Wandel durch Annäherung die Außenpolitik Westdeutschlands neu aus und leitete mit seiner Ostpolitik eine Zäsur im politisch konfrontativen Klima des Kalten Krieges ein. Mit den Ostverträgen schlug er einen Kurs der Entspannung und des Ausgleichs mit der Sowjetunion, der DDR, Polen und den übrigen Ostblockstaaten ein. Für diese Politik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.


21.10.1966

Bei der Katastrophe von Aberfan südlich von Merthyr Tydfil in Südwales werden 144 Menschen getötet, die meisten von ihnen sind Schulkinder.

Die Katastrophe von Aberfan war ein Haldenrutsch, der am 21. Oktober 1966 im Bergarbeiterdorf Aberfan nahe Merthyr Tydfil in Südwales 144 Menschenleben forderte, 116 davon Kinder.


21.10.1964

My Fair Lady mit Audrey Hepburn kommt in deutsche Kinos.

My Fair Lady ist eine Musicalverfilmung aus dem Jahr 1964, deren Handlung auf dem gleichnamigen Bühnenmusical von Alan Jay Lerner (Text) und Frederick Loewe (Musik) nach dem Stück Pygmalion von George Bernard Shaw basiert. Der Film wurde bei der Oscarverleihung 1965 als beste Produktion des Jahres ausgezeichnet.


21.10.1962

Beim Untergang des norwegischen Postschiffes Sanct Svithun sterben 41 Menschen. Es handelt sich um das schwerste Unglück auf der norwegischen Postschiffsroute Hurtigruten zu Friedenszeiten.

Ein Postschiff ist ein Schiff, das Inseln oder überseeische Gebiete mit Post und oft auch mit Dingen des täglichen Bedarfs wie beispielsweise Lebensmitteln versorgt und meist auch Passagiere befördert.


21.10.1959

Das Guggenheim Museum in New York, das der Architekt Frank Lloyd Wright entworfen hat, wird eröffnet.

Das Solomon R. Guggenheim Museum, auch kurz Das Guggenheim genannt, ist ein 1939 gegründetes Museum für moderne Kunst in New York City. Es liegt an der Fifth Avenue im Stadtviertel Upper East Side von Manhattan zwischen dem Central Park und dem East River. Das Museum wird von der Solomon R. Guggenheim Foundation betrieben und ist das älteste und bekannteste der Guggenheim-Museen. Das Museumsgebäude wurde von Frank Lloyd Wright entworfen und 1959 eröffnet. Der Schwerpunkt der gezeigten Sammlung liegt auf der abstrakten Kunst, sie enthält jedoch auch Werke des Impressionismus, Post-Impressionismus, Expressionismus und Surrealismus.


21.10.1956

Władysław Gomułka wird zum Vorsitzenden der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei gewählt und übernimmt die Macht in Polen.

Władysław Gomułka, Tarnname Wiesław, Feliks Duniak war ein polnischer kommunistischer Politiker und von Oktober 1956 bis Dezember 1970 als Parteichef der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP) der mächtigste Politiker der Volksrepublik Polen.


21.10.1951

In Delhi wird die Bharatiya Jana Sangh („Jan Sangh“), die Vorläuferin der späteren Regierungspartei Bharatiya Janata Party (BJP) gegründet.

Die Bharatiya Jana Sangh, häufig in Kurzform Jana Sangh oder Jan Sangh genannt, war eine politische Partei in Indien, die von 1951 bis 1974 existierte. Politisch gehörte sie in das konservative „hindu-nationalistische“ Spektrum. Die BJS ist die direkte Vorläuferin der 1980 gegründeten heutigen indischen Regierungspartei Bharatiya Janata Party (BJP).


Gottfried Benn erhält den Georg-Büchner-Preis.

Gottfried Benn war ein deutscher Dichter, Essayist und Arzt. Er wuchs als Sohn eines Theologen in einem Pfarrhaus auf. Nach einem abgebrochenen Studium der Theologie schloss er erfolgreich das Medizinstudium ab. 1912 erschien der erste Gedichtband Morgue und andere Gedichte, welcher wegen der drastischen Themenwahl und saloppen Ausdrucksweise einen Skandal provozierte und den Autor als Vertreter der neu aufkommenden expressionistischen Lyrik schlagartig bekannt machte. Mit dem 1916 erschienenen Novellenband Gehirne verfasste er einen bedeutenden Beitrag zur expressionistischen Kleinprosa. Die Zivilisationskritik der Morgue-Gedichte verfolgte er fortan in seinem essayistischen Werk. In Das moderne Ich widmete er sich der Frage nach der Stellung des Individuums in der Gesellschaft.


21.10.1948

Die UNO lehnt den sowjetischen Antrag auf Zerstörung aller Atomwaffen ab.

Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten und als globale internationale Organisation ein uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.


21.10.1945

In Frankreich wird das Frauenwahlrecht eingeführt.

Frankreich, amtlich la République française, ist ein interkontinentaler Einheitsstaat in Westeuropa mit Überseegebieten. Sein Staatsgebiet befindet sich auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Asien.


21.10.1944

Nach dreiwöchiger Schlacht erobern die Alliierten im Zweiten Weltkrieg Aachen als erste deutsche Großstadt.

Die Schlacht um Aachen fand im Oktober 1944 in der Stadt Aachen im Verlauf des Zweiten Weltkriegs statt. Während der Kämpfe lebten dort noch 20.000 der ursprünglich 160.000 Einwohner (1939). Der Reichsführer SS Heinrich Himmler hatte zuvor die Evakuierung der Stadt untersagt. Die Stadt wurde von Soldaten der Wehrmacht verteidigt. Ab dem 12. Oktober war Oberst Gerhard Wilck ihr Kommandant.


Sowjetische Soldaten verüben im Zweiten Weltkrieg in dem ostpreußischen Dorf Nemmersdorf ein Massaker an der Zivilbevölkerung. Dies ist der erste gewalttätige Übergriff auf deutsche Einwohner durch Mitglieder der Roten Armee bei ihrem Einmarsch in das damalige Reichsgebiet.

Der Deutsch-Sowjetische Krieg war Teil des Zweiten Weltkrieges. Er begann am 22. Juni 1941 mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in Berlin. Die Ostfront war bis Juni 1944 die alleinige Hauptlandfront der Alliierten im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten.


21.10.1941

Die deutsche Wehrmacht verübt als Vergeltung für einen Partisanenangriff im Zweiten Weltkrieg ein Massaker an der Zivilbevölkerung von Kragujevac.

Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.


21.10.1939

Das Deutsche Reich und Italien schließen das Hitler-Mussolini-Abkommen zur Umsiedelung der deutschen und ladinischen Minderheit in Südtirol ins Deutsche Reich.

Die Zeit des Nationalsozialismus umfasst die Zeitspanne von 1933 bis 1945, in der Adolf Hitler im Deutschen Reich eine von der NSDAP gestützte Führerdiktatur, den NS-Staat, etablierte. Die NS-Zeit begann am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht vor den Alliierten und ihren Verbündeten. Mit seiner expansiven und rassistischen Ideologie und Politik entfesselte Hitler den Zweiten Weltkrieg, in welchem die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer Massenverbrechen und Völkermorde verübten.


21.10.1938

Japanische Truppen erobern im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg die südchinesische Stadt Kanton.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


21.10.1937

Nach der Besetzung der Stadt Gijón im Spanischen Bürgerkrieg ist die gesamte spanische Nordküste unter Kontrolle der nationalistischen Truppen General Francos.

Gijón ist eine Universitäts-, Hafen- und Industriestadt in Asturien und zugleich wirtschaftliches Zentrum dieser spanischen Region. Bei der Stadt am Golf von Biskaya befindet sich der Hafen El Musel, einer der wichtigsten Häfen der spanischen Nordküste. In der 269.894 Einwohnern zählenden Stadt überwiegt vor allem die Schwerindustrie mit Hüttenwerken, Werften und Maschinenbau. Sie ist über die Asturien-Bahn an das Eisenbahnnetz angebunden. Im Mittelalter und in der Römerzeit hieß sie Gigia. Außerdem ist Gijón bekannt als die Hauptstadt der Costa Verde.


21.10.1935

Der deutsche Austritt aus dem Völkerbund wird rechtswirksam.

Die Zeit des Nationalsozialismus umfasst die Zeitspanne von 1933 bis 1945, in der Adolf Hitler im Deutschen Reich eine von der NSDAP gestützte Führerdiktatur, den NS-Staat, etablierte. Die NS-Zeit begann am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht vor den Alliierten und ihren Verbündeten. Mit seiner expansiven und rassistischen Ideologie und Politik entfesselte Hitler den Zweiten Weltkrieg, in welchem die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer Massenverbrechen und Völkermorde verübten.


21.10.1930

Durch eine Schlagwetterexplosion kommt es in der Gruppe Anna in Alsdorf zum schwersten Grubenunglück in der Bergbaugeschichte des Aachener Reviers. Das Unglück fordert 299 Todesopfer, über 300 Bergleute werden verletzt.

Als Schlagwetterexplosion bezeichnet man im Bergbau die Explosion von schlagenden Wettern. Die Schlagwetterexplosion ist dann am heftigsten, wenn das entzündete Gasgemisch zu etwa 9,5 %, aus Methan besteht. Durch eine Schlagwetterexplosion kann es unter bestimmten Bedingungen als Folgereaktion zu einer Kohlenstaubexplosion kommen. Eine schwache Schlagwetterexplosion, mit einem niedrig konzentrierten Gas-Luft-Gemisch, bezeichnet der Bergmann als Schlagwetterverpuffung.


21.10.1928

Weimarer Republik: Alfred Hugenberg wird Vorsitzender der DNVP.

Als Weimarer Republik wird der Abschnitt der deutschen Geschichte von 1918 bis 1933 bezeichnet, in dem erstmals eine parlamentarische Demokratie im Deutschen Reich bestand. Diese Epoche löste die konstitutionelle Monarchie der Kaiserzeit ab und begann mit der Ausrufung der Republik am 9. November 1918. Sie endete de facto mit der Machtergreifung der NSDAP infolge der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933. In neun Wochen wurden die demokratischen Strukturen durch Verordnungen des Reichspräsidenten vom 4. Februar und 28. Februar sowie mit Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes am 24. März 1933 beseitigt. Es folgte der NS-Staat.


21.10.1925

Der Maler Paul Klee zeigt in Paris erstmals einige seiner Werke.

Paul Ernst Klee war ein deutscher Maler und Grafiker, dessen vielseitiges Werk dem Expressionismus, Konstruktivismus, Kubismus, Primitivismus und dem Surrealismus zugeordnet wird. Klee stand in engem Kontakt zur Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter und zeigte auf ihrer zweiten Ausstellung 1912 grafische Arbeiten. Dem bis zu dieser Zeit hauptsächlich als Grafiker tätigen Künstler verhalf eine 1914 gemeinsam mit August Macke und Louis Moilliet durchgeführte Reise nach Tunesien zu seinem Durchbruch als Maler. Sie wurde als kunstgeschichtlich bedeutende Tunisreise bekannt.


21.10.1923

Separatisten rufen in Aachen die Rheinische Republik aus.

Aachen   ist eine kreisfreie Großstadt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Köln.


Bei der Nationalratswahl in Österreich erhält die Christlichsoziale Partei die Mehrheit. Ignaz Seipel bleibt Bundeskanzler.

Die Nationalratswahl am 21. Oktober 1923 war die zweite Nationalratswahl in der Geschichte Österreichs. Die meisten Stimmen und Mandate erhielt die Christlichsoziale Partei unter Bundeskanzler Ignaz Seipel. Auf den zweiten Platz kam die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs (SDAP). Die Großdeutsche Volkspartei, mit Vizekanzler Felix Frank als Spitzenkandidat, wurde drittstärkste Kraft.


Das Deutsche Museum stellt in München das weltweit erste Projektionsplanetarium vor, das Walther Bauersfeld mit der Jenaer Firma Zeiss entwickelt hat.

Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik in München ist nach Ausstellungsfläche eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Es betreibt als Anstalt des öffentlichen Rechts neben dem Stammhaus auf der Münchner Museumsinsel vier Außenstellen in Bonn, München (Verkehrszentrum), Nürnberg und Oberschleißheim. Erklärtes Ziel ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahezubringen. Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik sowie deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung anhand ausgewählter Beispiele.


21.10.1921

Karl I., ehemaliger Kaiser von Österreich, versucht zum zweiten Mal auf den ungarischen Thron zurückzukehren.

Karl I. aus der Dynastie Habsburg-Lothringen war von 1916 bis zu seinem Verzicht auf „jeden Anteil an den Staatsgeschäften“ 1918 letzter Kaiser von Österreich und als Karl IV. zugleich Apostolischer König von Ungarn.


21.10.1919

Die Republik Deutschösterreich wird in Republik Österreich umbenannt.

Deutschösterreich, Deutsch-Österreich oder auch amtlich Republik Deutschösterreich (1918/19), bezeichnete in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie die mehrheitlich deutsch besiedelten Gebiete der österreichischen Länder (Cisleithanien). Nach der Auflösung des Vielvölkerstaates entstand 1918 aus einem Großteil der deutschsprachigen Gebiete ein Staat, der sich bald in Republik Österreich umbenennen musste.


Die Uraufführung der Oper Fennimore und Gerda von Frederick Delius findet an der Oper Frankfurt in Frankfurt am Main statt.

Frederick Theodore Albert Delius [ˈdiːliəs] CH war ein britischer Komponist.


21.10.1918

Im Niederösterreichischen Landhaus in der Wiener Herrengasse treten die deutschsprachigen Mitglieder des Abgeordnetenhauses erstmals als Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich zusammen.

Das Palais Niederösterreich, bis 2005 (Niederösterreichisches) Landhaus, befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt an der Herrengasse 13.


Das Deutsche Reich stellt im Ersten Weltkrieg den Uneingeschränkten U-Boot-Krieg ein.

Deutsches Kaiserreich ist die nachträgliche Bezeichnung des Deutschen Reiches für die Epoche von seiner Gründung 1871 bis zum Ende der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918. Der erste deutsche Nationalstaat war eine föderale, konstitutionelle Monarchie und nach seiner Verfassung ein „ewiger Bund“ der deutschen Fürsten und der Senate der Freien Städte. Als Staatsoberhaupt nahm der König von Preußen den Titel „Deutscher Kaiser“ an. Otto von Bismarck, Ministerpräsident von Preußen und treibende Kraft hinter der Reichsgründung, war wie die meisten seiner Nachfolger zugleich Reichskanzler. Berlin, die Hauptstadt Preußens, war auch die des Kaiserreichs.


21.10.1916

Der österreichische Ministerpräsident Karl Graf von Stürgkh wird von Friedrich Adler ermordet.

Österreich-Ungarn war eine Realunion in der letzten Phase der Habsburgermonarchie zwischen 1867 und 1918. Sie bestand nach dem Umbau des Kaisertums Österreich zu einem Staatenverband auf der Grundlage des österreichisch-ungarischen Ausgleiches vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918.


21.10.1907

Die New Yorker National Bank of Commerce nimmt keine weiteren Wechsel der Bank Knickerbocker Trust Company mehr an. Einlagenrückforderungen deren verunsicherter Anleger lassen die Bank illiquid werden. Die ausbrechende Panik von 1907 zieht weitere Kreise.

Ein Wechsel ist ein Wertpapier, das die unbedingte Anweisung des Ausstellers an den Bezogenen enthält, bei Fälligkeit an einem bestimmten Zahlungsort eine bestimmte Geldsumme an den Aussteller oder einen benannten dritten Zahlungsempfänger zu zahlen.


Der Tagelöhner Daniel Hartmann findet in der Nähe von Heidelberg den Unterkiefer von Mauer, das Typusexemplar des Homo heidelbergensis. Es ist das bislang älteste Fossil der Gattung Homo, das in Deutschland geborgen worden ist.

Daniel Hartmann war ein Arbeiter in der Sandgrube von Mauer. Er entdeckte dort den Unterkiefer von Mauer, das Typusexemplar der fossil überlieferten Art Homo heidelbergensis. Die Gemeinde Mauer ernannte ihn 1948 zum Ehrenbürger und benannte eine Straße nach ihm.


Ein Erdbeben der Stärke 8,1 fordert in Zentralasien ca. 12.000 Tote.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


21.10.1899

Die Briten besiegen die Buren während des Zweiten Burenkrieges in der Schlacht von Elandslaagte.

Das Britische Weltreich war das vom 17. bis zum 20. Jahrhundert bestehende, größte Kolonialreich der Geschichte und vom Ende der Napoleonischen Ära bis zum Ersten Weltkrieg die führende Weltmacht. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, 1922, umfasste es mit 458 Millionen Einwohnern und ca. 33,67 Millionen km² sowohl ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung als auch ein Viertel der Landfläche der Erde.


21.10.1896

Am Théâtre de la Gaîté in Paris wird die Opéra-comique La poupée von Edmond Audran uraufgeführt.

Das Théâtre de la Gaîté ist ein ehemaliges Theater am Boulevard du Temple in Paris. Es galt als Inbegriff des Boulevardtheaters im 19. und 20. Jahrhundert.


21.10.1895

Japan zerschlägt die Republik Formosa und macht sie zu einer Japanischen Kolonie.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


21.10.1892

Auf dem mittleren Turm des Wiener Rathauses wird der Rathausmann aufgesetzt, eine 1,8 Tonnen schwere Ritterfigur.

Das Wiener Rathaus am Rathausplatz in der österreichischen Hauptstadt Wien ist der Sitz des Gemeinderats und Bürgermeisters bzw. des Landtags und Landeshauptmanns von Wien. Der neogotische Profanbau wurde 1872 bis 1883 durch Franz Joseph I. von Friedrich Schmidt als Neues Rathaus errichtet.


21.10.1891

Die Uraufführung der tragischen Oper Vendetta von Alexander von Fielitz findet in Lübeck statt.

Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.


21.10.1888

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz wird gegründet.

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP), französisch Parti socialiste suisse, italienisch Partito socialista svizzero, rätoromanisch, ist eine sozialdemokratische Partei der Schweiz. Mit Elisabeth Baume-Schneider und Beat Jans stellt die SP zwei Mitglieder des Bundesrates und gehört damit zu den vier Bundesratsparteien. Sie ist Mitglied der Progressiven Allianz und assoziiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Europas. Die Partei wird seit Oktober 2020 von den beiden Co-Präsidenten Cédric Wermuth und Mattea Meyer geleitet.


21.10.1885

In Kopenhagen scheitert ein mit einer Pistole durchgeführtes Attentat auf den dänischen Premierminister Jacob Brønnum Scavenius Estrup. Die erste von Julius Rasmussen abgefeuerte Kugel prallt an einem Knopf ab, der zweite Schuss verfehlt den Politiker.

Die Pistole ist eine Schusswaffe und gehört zur Kategorie der Handfeuerwaffen. Sie wird unter anderem durch das deutsche Waffengesetz (WaffG) als Kurzwaffe (Faustfeuerwaffe) definiert. Unterschieden werden Einzel- und Mehrlader­pistolen sowie Revolver. Letztere werden je nach Gesetzeslage und Bestimmungen der Anwender entweder zu den Pistolen gerechnet oder stehen gleichrangig neben ihnen als eigene Kategorie von Handfeuerwaffen.


21.10.1879

Thomas Alva Edisons erste markttaugliche Glühlampe besteht einen Dauertest von über 40 Stunden im Menlo-Park-Labor von New Jersey.

Thomas Alva Edison war ein US-amerikanischer Erfinder, Elektroingenieur und Unternehmer mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Elektrizität und Elektrotechnik.


21.10.1872

Der von Großbritannien und den USA als Schiedsrichter angerufene Deutsche Kaiser Wilhelm I. entscheidet, dass die zwischen dem Washington-Territorium und British Columbia liegenden San Juan Islands den Vereinigten Staaten zugesprochen werden und beendet damit den seit zwölf Jahren schwelenden Schweinekonflikt.

Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser. Als zweitgeborener Sohn Friedrich Wilhelms III. wurde er zunächst nicht auf die Aufgaben eines Monarchen vorbereitet, sondern schlug eine militärische Laufbahn ein. Infolge des Dekabristenaufstandes 1825 in Russland und der Julirevolution von 1830 in Frankreich entwickelte Wilhelm eine ausgeprägte Revolutionsfurcht. Da sein älterer Bruder König Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, avancierte Wilhelm zum Thronfolger. Die Öffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Militärpartei am preußischen Hof wahr. Wilhelms Haltung während der Märzrevolution 1848 ist in der Forschung umstritten. Der Prinz wird von Historikern aber meist als Befürworter eines gewaltsamen Vorgehens gegen die Demonstranten angesehen. 1849 ließ er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein mögliches politisches Instrument für Preußens Krone.


21.10.1861

Im Gefecht bei Balls Bluff während des Amerikanischen Bürgerkriegs besiegen die Südstaaten die Nordstaaten.

Das Gefecht bei Balls Bluff, auch Gefecht von Leesburg genannt, fand am 21. Oktober 1861 in der Nähe der Kleinstadt Leesburg, Virginia auf dem Südufer des Potomac während des amerikanischen Bürgerkriegs statt. Das Gefecht war die erste von zwei militärischen Auseinandersetzungen auf dem östlichen Kriegsschauplatz nach der ersten Schlacht von Manassas und die erste, bei der ein aktiver Senator der republikanischen Partei den Tod fand.


21.10.1858

Am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris erfolgt die Uraufführung der Operette Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach. Offenbachs erstes abendfüllendes Werk mit einem Libretto von Hector Crémieux wird ein sensationeller Erfolg.

Das Théâtre des Bouffes-Parisiens ist ein Theater in Paris im 2. Arrondissement in der Rue Monsigny Nr. 4.


21.10.1854

Florence Nightingale reist mit mehreren Krankenschwestern nach Scutari, um verwundete und kranke Soldaten des Krimkrieges zu betreuen.

Florence Nightingale [ˈflɒɹəns ˈnaɪtᵻnɡeɪl] war eine britische Krankenschwester, Statistikerin, Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege und einflussreiche Reformerin des Sanitätswesens und der Gesundheitsfürsorge in Großbritannien und Britisch-Indien. Die mathematisch begabte Forscherin Nightingale gilt außerdem als Pionierin der visuellen Veranschaulichung von Zusammenhängen in der Statistik.


21.10.1850

Die Staaten des Deutschen Bundes vereinbaren in der Dresdner Konvention die Einführung der Passkarte und damit die Abschaffung der Visumpflicht im innerdeutschen Reiseverkehr.

Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, Dänemark und der Niederlande geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Züge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besaß der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine „völkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz“. Laut Präambel der Bundesakte hatten sich die Fürsten zu einem „beständigen Bund“ vereint; sie sind allerdings als Repräsentanten ihrer Staaten anzusehen.


21.10.1824

Der Brite Joseph Aspdin erhält ein Patent auf Portlandzement.

Joseph Aspdin war der Erfinder des Portlandzements.


21.10.1805

Mit dem Sieg über Napoleon Bonapartes Flotte in der Schlacht von Trafalgar während des Dritten Koalitionskrieges sichert Vizeadmiral Horatio Nelson, der in der Schlacht fällt, die britische Seeherrschaft.

Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.


21.10.1803

Der britische Naturforscher John Dalton reicht der Manchester Literary and Philosophical Society ein Statement ein, in dem sich die erste Tabelle mit relativen Atomgewichten findet.

John Dalton war ein englischer Naturforscher und Lehrer. Wegen seiner grundlegenden Untersuchungen zur Atomtheorie gilt er als einer der Wegbereiter der Chemie.


21.10.1792

Französische Revolutionstruppen marschieren im Ersten Koalitionskrieg in Mainz ein. In der Folge entsteht die Mainzer Republik als Tochterrepublik der Französischen Republik

Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.


21.10.1727

Die Uraufführung der Oper Teuzzone von Attilio Ariosti findet am King’s Theatre in London statt.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


21.10.1680

Die Comédie-Française entsteht durch ein Dekret von König Ludwig XIV., das den Zusammenschluss der beiden Pariser Schauspieltruppen des Hôtel de Bourgogne und des Théâtre de Guénégaud regelt.

Die Comédie-Française ist eines von sechs Theatern in Frankreich, die den Status eines Nationaltheaters (Théâtre national) innehaben. Die Comédie-Française unterhält als einziges dieser Nationaltheater ein festes Ensemble. Das Haus der Comédie-Française befindet sich im 1. Pariser Arrondissement, dem Arrondissement du Louvre. Der Name Molière ist eng mit dem Theater verbunden, weshalb es auch oft La Maison de Molière genannt wird. Sein großer Einfluss auf die französische Theaterlandschaft und die Schauspielkunst prägte die Geschichte des Hauses.


21.10.1638

Die Kirche in Widecombe-in-the-Moor wird nachmittags während des Gottesdienstes von einem Kugelblitz zerstört. Vier Menschen sterben und 60 werden verletzt. Das ungewöhnliche Wetterereignis führt zu einer dokumentierten Darstellung eines Kugelblitzes.

Widecombe in the Moor ist ein Dorf und zugleich eine Gemeinde (Parish) im Herzen des Dartmoor National Parks in der Grafschaft Devon im Südwesten Englands. Der Name des Ortes leitet sich von „Withy-combe“ ab.


21.10.1600

In der Schlacht von Sekigahara gelingt es Tokugawa Ieyasu, die Vormachtstellung des Hauses Tokugawa in Japan zu festigen. Die Schlacht markiert den Übergang von der Sengoku-Zeit zur Edo-Zeit.

Die Schlacht von Sekigahara am 21. Oktober 1600 stellte einen Wendepunkt in der japanischen Geschichte dar. Durch den Sieg in dieser Schlacht gelang es dem Haus Tokugawa, seine Vormachtstellung in Japan zu festigen. Im Laufe der nächsten fünfzig Jahre gab es zwar noch einige kleinere Aufstände, aber das Land wurde letztlich befriedet. Viele Historiker setzen den Übergang von der Sengoku-Zeit zur Edo-Zeit auf das Datum dieser Schlacht.


21.10.1526

Johann Feige eröffnet die Homberger Synode. Sie soll die Frage klären, ob in der Landgrafschaft Hessen der protestantische Glaube eingeführt wird.

Johann Feige war ein hessischer Jurist und Staatsmann zur Zeit der Reformation.


21.10.1520

Auf seiner Weltumsegelung sichtet Ferdinand Magellan ein Kap, das er nach dem Tag der Entdeckung Cabo Virgenes nennt. Das Jungfrauenkap liegt in der heutigen Región de Magallanes y de la Antártica Chilena am Eingang der später nach ihm benannten Magellanstraße.

In der nachfolgenden Liste von Weltumrundungen sind in diesem Zusammenhang historisch oder medial besonders bemerkenswerte Einzelereignisse festgehalten. Eine Weltumrundung ist eine Reise um die Erde. Dabei wurden seit dem 16. Jahrhundert entweder an Bord eines Schiffs oder bisweilen auch über Land in mehr oder weniger großen Abschnitten zu Fuß oder als Reiter alle Längengrade des Globus einmal überquert. In den ersten Jahrhunderten der frühen Neuzeit dauerte eine Weltumrundung je nach herrschenden Bedingungen regelmäßig mehrere Jahre, bisweilen Jahrzehnte. Im Laufe des 19. und insbesondere des 20. Jahrhunderts kamen viele weitere Vehikel hinzu, mit deren Hilfe eine Weltumrundung auch wesentlich schneller durchgeführt wurde. So kann dies zum Beispiel auch per Eisenbahn, per Fahrrad, per Sportboot, per Auto oder per Motorrad, zeitsparend auch per Luftfahrzeug oder in einem Raumfahrzeug erfolgen.


21.10.1187

Alberto di Morra wird in Ferrara zum Papst Gregor VIII. gewählt.

Ferrara ist eine Stadt in Norditalien in der östlichen Po-Ebene in der Region Emilia-Romagna und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Ferrara. Sie liegt am rechten Ufer des Po, dessen Altarm, der Po di Volano, das historische Stadtzentrum durchquert.


21.10.1097

Im Ersten Kreuzzug beginnt die Belagerung von Antiochia durch das Heer der Kreuzritter. Sie dauert bis zum 2. Juni des folgenden Jahres.

Der Erste Kreuzzug war ein christlicher Kriegszug zur Eroberung Palästinas, zu dem Papst Urban II. im Jahre 1095 aufgerufen hatte. Das ursprüngliche Ziel war die Unterstützung des Byzantinischen Reiches gegen die Seldschuken. Der Kreuzzug begann 1096 zum einen als bewaffnete Pilgerfahrt von Laien, zum anderen als Zug mehrerer Ritterheere aus Frankreich, Deutschland und Italien und endete 1099 mit der Einnahme Jerusalems durch ein Kreuzritterheer.


21.10.1096

Nachdem die wehrfähigen Mitglieder des Volkskreuzzuges bei einem Angriffsversuch auf die Stadt Nikaia in einen Hinterhalt der Seldschuken geraten sind, flüchten sie panisch in ihr Feldlager. Dort kommt es durch die nachsetzenden Seldschuken zu einem Massaker. Nur etwa 3.000 Kreuzfahrer können sich in eine verlassene Burg retten.

Der Volkskreuzzug war ein Vorläufer des Ersten Kreuzzugs; er dauerte rund sechs Monate, von April bis Oktober 1096. Er ist auch als Bauern- oder Armenkreuzzug bekannt. In seinem Verlauf kam es zu blutigen Judenverfolgungen.


21.10.0686

Der Priester Konon wird als Nachfolger von Johannes V. zum Papst gewählt.

Konon war Papst von 686 bis 687.


01.01.1970

Konsul Marcus Tullius Cicero erfährt von der Catilinarischen Verschwörung unter der Führung des Lucius Sergius Catilina. Der römische Senat erklärt den Staatsnotstand mit erweiterten Vollmachten für die Konsuln.

Das Konsulat, das Amt oder die Amtszeit eines Konsuls, war das höchste zivile und militärische Amt der Ämterlaufbahn in der Römischen Republik. Es bestand bis in die Spätantike und verlor zwar mit dem Beginn der Kaiserzeit einen Großteil seiner politischen Bedeutung und Macht, blieb jedoch weiterhin ein höchst prestigeträchtiges Amt.