Historische Ereignisse am Dienstag, 22. Juli

65 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 22. Juli statt — von 260 bis 2016. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 22. Juli 2025 jähren sich mehrere bedeutende Ereignisse der europäischen Geschichte, die unterschiedliche Dimensionen von Krisen und Konflikten dokumentieren. Im Jahr 2011 erschütterten zwei Anschläge in Norwegen das Land, als Anders Behring Breivik zunächst einen Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo verübte und anschließend auf der Insel Utøya ein Massaker in einem Feriencamp der norwegischen Jungsozialisten anrichtete. Dabei starben insgesamt 77 Menschen. Ein weiteres tragisches Ereignis fiel auf denselben Kalendertag im Jahr 2016, als ein 18-jähriger Deutsch-Iraner im Olympia-Einkaufszentrum in Moosach, einem Stadtbezirk Münchens, neun Menschen erschoss und sich anschließend selbst tötete. Diese Anschläge markieren Wendepunkte in der Auseinandersetzung europäischer Gesellschaften mit extremistischem Terrorismus.

München ist eine der größten Städte Deutschlands und fungiert seit Jahrhunderten als bedeutendes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Die Stadt an der Isar in Bayern beherbergt zahlreiche historische Baudenkmäler und hat sich zu einem wichtigen Standort für Technologie und Innovation entwickelt.

Der 22. Juli 2025 wird sich unter klarem Himmel und angenehmen Temperaturen präsentieren, während die Erde sich in der zunehmenden Halbmondfase befindet. Der Löwe dominiert das Tierkreiszeichen an diesem Tag und charakterisiert die astrologische Konstellation dieser Jahreszeit.

DayAtlas bietet Nutzern einen umfassenden Überblick über historische Ereignisse, Wetterbedingungen, berühmte Geburtstage und Todesfälle für jeden beliebigen Tag und jeden Ort auf der Welt. Die Plattform ermöglicht es, historische Daten mit aktuellen Wetterbedingungen und astronomischen Informationen zu verknüpfen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 16. April.

22.07.2016

Bei einem rechtsradikal motivierten Anschlag erschießt ein 18-jähriger Deutsch-Iraner am und im Olympia-Einkaufszentrum im Münchner Stadtbezirk Moosach neun Menschen und anschließend sich selbst.

Bei dem rechtsradikal motivierten Anschlag in München 2016 tötete ein 18-jähriger Deutsch-Iraner am 22. Juli 2016 am und im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Stadtbezirk Moosach neun Menschen. Fünf weitere verletzte er durch Schüsse. Sieben der neun Todesopfer waren Muslime, eines war ein Rom und eines ein Sinto. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Gut zweieinhalb Stunden nach Beginn des Anschlags stellte eine Polizeistreife den Täter in der Nähe des Einkaufszentrums, woraufhin dieser sich erschoss. Der Vorfall war gekennzeichnet von einer Vielzahl von Gerüchten über Schießereien in der gesamten Münchner Innenstadt. Bei den deswegen ausgebrochenen Paniken bzw. bei der Flucht verletzten sich mindestens 32 Menschen.


22.07.2011

Bei zwei Anschlägen in Norwegen sterben 77 Menschen, Dutzende werden verletzt. Im Regierungsviertel in Oslo ereignet sich ein Bombenanschlag, auf der Insel Utøya ein Attentat in einem Feriencamp der norwegischen Jungsozialisten (AUF). Der Attentäter ist der Norweger Anders Behring Breivik.

Bei den Anschlägen in Norwegen am 22. Juli 2011 handelte es sich um zwei zusammenhängende terroristische Anschläge des norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik gegen norwegische Regierungsangestellte in Oslo und gegen Jugendliche in einem Feriencamp der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet auf der norwegischen Insel Utøya, denen 77 Menschen zum Opfer fielen.


22.07.2009

Über Indien, China und dem Pazifischen Ozean ereignet sich die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts.

Die totale Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 war mit einer Dauer von 6 Minuten und 38,86 Sekunden die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts und wird erst im Juni 2132 von einer Finsternis mit längerer Totalitätsdauer übertroffen. Die Totalitätszone verlief über Indien und China und zog weiter hinaus auf den Pazifischen Ozean, wo sich auch das Maximum der Finsternis ereignete. Die Breite der Totalitätszone betrug dort 259 Kilometer. In Shanghai lag die Totalitätsdauer bei ungefähr 5 Minuten.


22.07.2005

Die Russin Jelena Gadschijewna Issinbajewa überwindet als erste Frau im Stabhochsprung die Höhe von fünf Metern.

Jelena Gadschijewna Issinbajewa ist eine ehemalige russische Stabhochspringerin. Sie wurde 2004 und 2008 Olympiasiegerin, 2006 Europameisterin sowie 2005, 2007 und 2013 Weltmeisterin. Issinbajewa verbesserte im Freien und in der Halle 30-mal den Weltrekord und übersprang als erste Frau eine Höhe von fünf Metern. Sie gilt als die erfolgreichste Stabhochspringerin aller Zeiten. 2019 wurde sie zum Major der Streitkräfte der Russischen Föderation befördert, wo sie seit 2003 dient.


22.07.2004

Die Aktion Tagwerk veranstaltet erstmals die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ in Brandenburg. Der Verein ruft Schülerinnen und Schüler auf, sich für Gleichaltrige in Afrika zu engagieren. In Brandenburg folgen 12.500 Jugendliche von 122 Schulen dem Aufruf.

Aktion Tagwerk ist eine jährlich stattfindende bundesweite Schulkampagne für alle Altersstufen und alle Schulformen. Bekannt ist die Kampagne seit vielen Jahren unter dem Namen „Dein Tag für Afrika“. 2021 wurde sie in „Aktion Tagwerk – Dein Einsatz zeigt Wirkung“ umbenannt. In den vergangenen Jahren haben sich bereits mehr als 3,1 Millionen Schüler im Rahmen der Kampagne engagiert.


22.07.2003

Bei einem Gefecht mit amerikanischen Spezialeinheiten in der nordirakischen Stadt Mossul werden Uday und Qusai Hussein, die Söhne von Saddam Hussein, getötet.

Mossul ist eine Stadt im Norden des Irak am rechten (westlichen) Ufer des Tigris, circa 350 Kilometer nördlich von Bagdad. Sie ist mit rund 2,9 Millionen Einwohnern nach Bagdad die zweitgrößte Stadt des Landes. Mossul ist die Hauptstadt der Provinz Ninawa, die zu den umstrittenen Gebieten zwischen der Autonomen Region Kurdistan und der Zentralregierung des Irak gehört. Nach der Einnahme Mossuls durch die Terrororganisation Islamischen Staat (IS) im Juni 2014 war sie die größte Stadt in dessen Hand. Nach der Androhung eines Massenmords durch den IS verließen die meisten christlichen Einwohner die Stadt. In der Schlacht um Mossul vom 17. Oktober 2016 bis zum 9. Juli 2017 wurde die Stadt von der Peschmerga und den Koalitionsstreitkräften vollständig zurückerobert und im Rahmen der Gefechte schwer beschädigt.


22.07.2001

Nach dem Vorwurf der Beteiligung an Plünderungen und gewalttätigen Ausschreitung im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel von Genua wird die Volxtheaterkarawane von der italienischen Polizei festgenommen.

Genua ist eine italienische Stadt und die Hauptstadt der Region Ligurien. Das im Nordwesten des Landes am Ligurischen Meer gelegene ehemalige Zentrum der im Mittelalter bedeutenden Republik Genua ist heute Verwaltungssitz einer gleichnamigen Metropolitanstadt.


22.07.1999

Die spirituelle Praktik Falun Gong wird in China verboten.

Falun Gong, auch Falun Dafa ist eine neue religiöse Bewegung, die 1992 von Li Hongzhi in China gegründet wurde und heute ihren Sitz in den USA hat. Das Glaubenssystem und die religiösen Praktiken kombinieren Elemente von Buddhismus, Daoismus, Konfuzianismus mit Qigong. Seit 1999 erfährt die Bewegung eine aggressive Unterdrückung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Seit dieser Zeit führt die Bewegung eine internationale Kampagne gegen ihre Verfolgung in der Volksrepublik China und wird daher von manchen Beobachtern auch als politische Bewegung betrachtet. Sie wird hierbei von Politikern, Regierungen und Menschenrechtsorganisationen unterstützt, u. a. von dem US-Repräsentantenhaus, den Vereinten Nationen und dem Europaparlament. Zu der von Falun Gong geführten Kampagne gegen ihre Verfolgung gehört die 2000 von Anhängern gegründete rechtsextreme Mediengruppe Epoch Times und die Tanz-Varietéshow Shen Yun. Zum Weltbild von Falun Gong gehört die Ablehnung von Homosexualität, „gemischtrassigen“ Ehen, Feminismus und Schulmedizin. Außerdem enthalten die Lehren des Gründers ableistische Überzeugungen und bizarre Verschwörungstheorien. Die Zahl der Praktizierenden vor Beginn der Verfolgung wurde zwischen 2 und 80 Millionen angegeben.


22.07.1994

Der gambische Staatspräsident Dawda Jawara wird durch einen Putsch gestürzt. Sein Nachfolger wird Leutnant Yahya Jammeh.

Gambia [ˈgambi̯a] ist eine Republik in Westafrika, die an den Ufern des Flusses Gambia liegt. Mit Ausnahme eines kurzen Küstenabschnittes an der Mündung des Flusses in den Atlantischen Ozean wird Gambia vollständig vom Staat Senegal umschlossen. Mit einer Gesamtfläche von ungefähr 11.000 Quadratkilometern ist das Land der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes. Die Hauptstadt ist Banjul.


Die letzten Teile des Kometen Shoemaker-Levy 9 schlagen auf dem Jupiter ein.

Ein Komet oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper von meist einigen Kilometern Durchmesser, der in den sonnennahen Teilen seiner Bahn eine durch Ausgasen erzeugte Koma und meist auch einen leuchtenden Schweif (Lichtspur) entwickelt.


22.07.1993

Im Krieg in Bosnien-Herzegowina wird bei der seit dem 5. April 1992 andauernden Belagerung von Sarajevo der Höchstwert von 3.777 Granateneinschlägen an einem Tag verzeichnet.

Die Geschichte von Bosnien und Herzegowina umfasst sowohl die Entwicklung der bosnisch-herzegowinischen Republik als auch die Zeit davor. Nach ersten Besiedlungen wurde das Gebiet Bosnien-Herzegowinas wie der gesamte Balkan Teil des Römischen Reiches. Zur Zeit der Völkerwanderung kamen mehrere Völker in das Gebiet, von denen nur wenige Gruppen dauerhaft blieben. Dies änderte sich zu Beginn des Frühmittelalters, als slawische Völker sesshaft wurden, die anschließend den christlichen Glauben annahmen. Im Mittelalter wechselten sich Phasen von Selbständigkeit und Oberhoheit der Nachbarn Byzanz, Ungarn und Serbien ab. Im 12. Jahrhundert entstand das Königreich Bosnien. Es wurde später zu einem Herzogtum innerhalb des Königreichs Ungarn und erlangte im 14. Jahrhundert kurzzeitig wieder mehr Unabhängigkeit. Ende des 15. Jahrhunderts wurde Bosnien-Herzegowina vom Osmanischen Reich erobert und erhielt später den Status einer Provinz. Insbesondere im 16. Jahrhundert konvertierten größere Bevölkerungsgruppen zum Islam.


22.07.1990

Die Volkskammer der DDR beschließt das Ländereinführungsgesetz, das am 14. Oktober in Kraft treten soll.

Der Föderalismus in Deutschland ist ein Prinzip der Staatsorganisation. Die Bundesrepublik Deutschland besteht aus dem Bund und teilsouveränen Gliedstaaten, die ihrerseits eigene staatliche Aufgaben erfüllen, den Bundesländern. Bund und Länder sind zu einem übergeordneten Ganzen zusammengeschlossen, sodass die Staatsqualität des Gesamtstaates durch die föderale Vereinigung begründet wird.


22.07.1986

In Großbritannien wird die Prügelstrafe an Schulen verboten.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich, ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat, der den größten Inselstaat Europas bildet.


22.07.1985

Der Schleswig-Holsteinische Landtag beschließt die Einrichtung eines Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Der Schleswig-Holsteinische Landtag ist das Landesparlament des Landes Schleswig-Holstein. Es nimmt im politischen System Schleswig-Holsteins die Rolle des gesetzgebenden Organs (Legislative) ein. Seine parlamentarischen Funktionen und seine Zusammensetzung werden grundsätzlich durch den Artikel 16 der Landesverfassung geregelt. Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. Er bestimmt den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein. Ähnlich wie bei anderen Landesparlamenten liegen seine Hauptzuständigkeiten in den Bereichen Bildung, Kultur, Raumordnung und Innenpolitik.


22.07.1983

In Polen kommt es zur offiziellen Beendigung des Kriegszustands.

Polen ist eine parlamentarische Republik in Mitteleuropa. Hauptstadt des Landes ist Warschau, größter Ballungsraum die Metropolregion (GZM) um Kattowitz (Katowice). Weitere Städte mit über 400.000 Einwohnern sind Krakau (Kraków), Łódź, Breslau (Wrocław), Posen (Poznań) und Danzig (Gdańsk). Polen ist ein in 16 Woiwodschaften gegliederter Einheitsstaat. Mit einer Größe von 312.696 Quadratkilometern ist Polen das sechstgrößte Land der Europäischen Union und mit 38,18 Millionen Einwohnern das fünftbevölkerungsreichste. Es herrscht vorwiegend das ozeanische Klima im Norden und Westen sowie das kontinentale Klima im Süden und Osten des Landes.


22.07.1975

Bei einem Hausbrand in Boston nimmt der Fotograf Stanley Forman das Foto Fire Escape Collapse auf, das später zum Pressefoto des Jahres gewählt wird. Es zeigt eine junge Frau und ein kleines Mädchen während ihres Sturzes aus dem fünften Stockwerk, bei dem die Frau ums Leben kommt.

Boston [ ] ist die größte Stadt Neuenglands, eines Gebiets im Nordosten der Vereinigten Staaten, und Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Das United States Census Bureau ermittelte bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 675.647.


22.07.1971

Bei Ausgrabungen in der spanischen Stadt Baza wird die Dama de Baza gefunden, eine Plastik aus dem vierten Jahrhundert v. Chr.

Baza ist eine südspanische Stadt und eine Gemeinde (municipio) mit insgesamt 20.587 Einwohnern im Osten der Provinz Granada in der Autonomen Region Andalusien. Der alte Ortskern ist seit dem Jahr 2003 als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.


22.07.1969

Francisco Franco bestimmt Juan Carlos zu seinem Nachfolger als Staatsoberhaupt Spaniens. Die Cortes Generales billigen dies und verleihen Juan Carlos den Titel Prinz von Spanien.

Francisco Franco Bahamonde [fɾanˈθisko ˈfɾaŋko βa.aˈmonde] war ein spanischer General und Diktator. Er war von 1936 bis zu seinem Tod Caudillo („Führer“) und Generalísimo („Generalissimus“) von Spanien.


22.07.1962

Die Raumsonde Mariner 1 startet in Richtung Venus, muss aber nach ca. 3 Minuten wegen einer Flugbahnabweichung gesprengt werden.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


22.07.1956

In Zwickau wird das Robert-Schumann-Haus als Gedenkstätte für den 1810 in der sächsischen Stadt geborenen Komponisten Robert Schumann eröffnet.

Zwickau ist mit knapp 88.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen und ein Oberzentrum im südwestlichen Teil des Landes.


22.07.1954

Laos wird endgültig von Frankreich unabhängig.

Laos ist der einzige Binnenstaat in Südostasien. Der Staat Laos grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar, hat etwa 7,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km²; Hauptstadt und größte Stadt ist Vientiane.


22.07.1950

Begleitet von Protesten kehrt Belgiens König Leopold III. aus dem Exil zurück.

Leopold III. – gebürtig Prinz Leopold Philippe Charles Albert Meinrad Hubertus Marie Miguel von Belgien, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog von Sachsen – aus dem Adelsgeschlecht Sachsen-Coburg und Gotha war von 1934 bis 1951 König der Belgier.


22.07.1948

In einem zweiten Referendum über die politische Zukunft Neufundlands stimmen 52,3 % der Abstimmenden für den Anschluss an Kanada.

Das Dominion Neufundland existierte von 1907 bis 1934 als eigenständiges Dominion innerhalb des Britischen Reiches und bildete damit einen dritten Staat in Nordamerika nördlich von Mexiko. Es war in dieser Zeit dem damaligen Dominion Kanada staatsrechtlich gleichgestellt. Hauptstadt war wie bei der heutigen Provinz Neufundland und Labrador die Stadt St. John’s.


22.07.1946

Die von Menachem Begin geleitete zionistische paramilitärische Untergrundorganisation Irgun Zwai Leumi verübt einen Bombenanschlag auf das Jerusalemer King David Hotel, das mehrere Abteilungen der britischen Mandatsverwaltung beherbergt. Bei dem Attentat sterben mindestens 91 Menschen.

Menachem Begin war ein israelischer Politiker, Untergrundkämpfer und Jurist. Begin war von 1977 bis 1983 Ministerpräsident, außerdem Außen- (1979–1980) und Verteidigungsminister (1980–1981) Israels.


Die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird in New York City von 61 Staaten unterzeichnet. Darin werden in Übereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen die Grundsätze, die „für das Glück aller Völker, für ihre harmonischen Beziehungen und ihre Sicherheit grundlegend sind“ aufgeführt. Dabei wird eine umfassende Definition des Begriffs Gesundheit gegeben.

Als Verfassung wird das grundlegende Rechtsdokument oder der zentrale Rechtsbestand eines Staates, Gliedstaates oder Staatenverbundes bezeichnet. Sie regelt den grundlegenden organisatorischen Staatsaufbau, die territoriale Gliederung des Staates, die Beziehung zu seinen Gliedstaaten und zu anderen Staaten sowie das Verhältnis zu seinen Normunterworfenen und deren wichtigste Grundrechte und Pflichten. Die auf diese Weise konstituierten Staatsgewalten sind an die Verfassung als oberste Norm gebunden, und ihre Macht wird durch diese Norm begrenzt (→ Verfassungsstaat). Zusätzlich enthalten Verfassungen meist auch Staatsaufgaben- und Staatsziel­bestimmungen. Diese sind häufig in einer Präambel abgefasst.


22.07.1944

In Polen veröffentlicht das Lubliner Komitee (PKWN) nach der Befreiung Lublins durch die Rote Armee sein Manifest, dies läutet die Befreiung von der deutschen Besatzung und den Beginn der kommunistischen Herrschaft ein. Die Polnische Exilregierung wird in die Staatsgründung nicht eingebunden.

Die Geschichte Polens umfasst die Entwicklung auf dem Gebiet der Republik Polen und der historischen polnischen Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die – ungeschriebene – Vorgeschichte Polens umfasst zahlreiche slawische Stämme, Burgen, Siedlungen und Grabstellen. Eine genaue ethnische Zuordnung ist unsicher. Die heutige Unwissenheit über Polens Ursprünge ist Folge der Quellenarmut des 10. Jahrhunderts, das in der historischen Forschung als „dunkles Jahrhundert“ bezeichnet wird.


Auf der Konferenz von Bretton Woods werden der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank gegründet sowie ein internationales Währungssystem von festen Wechselkursen beschlossen.

Als Bretton-Woods-System wird die nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffene internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten bezeichnet, die vom US-Dollar als Ankerwährung bestimmt war. Es wurde ein System angestrebt, das die Vorteile eines flexiblen Wechselkurssystems mit denen eines festen vereinte. Die tatsächliche Umsetzung folgte einem Vorschlag von Harry Dexter White.


22.07.1943

Im Norden der deutsch-sowjetischen Front beginnt vor Leningrad die Dritte Ladoga-Schlacht. Trotz geringer Geländegewinne der Roten Armee gelingt den Verbänden der Wehrmacht bis zum 25. September ein Abwehrerfolg.

Der Deutsch-Sowjetische Krieg war Teil des Zweiten Weltkrieges. Er begann am 22. Juni 1941 mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in Berlin. Die Ostfront war bis Juni 1944 die alleinige Hauptlandfront der Alliierten im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten.


22.07.1942

Der erste Eisenbahnwaggon mit Häftlingen aus dem Warschauer Ghetto trifft im Zuge der Aktion Reinhardt, der systematischen Ermordung der polnischen Juden, im Vernichtungslager Treblinka ein.

Das Warschauer Ghetto, von den deutschen Behörden „Jüdischer Wohnbezirk in Warschau“ genannt, wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten für Juden aus der näheren und weiteren Umgebung errichtet und war das bei weitem größte Ghetto unter dem Nationalsozialismus. Es wurde Mitte 1940 im Stadtzentrum Warschaus, westlich der Altstadt im Stadtteil Wola zwischen dem Bahnhof Warszawa Gdańska und dem Hauptbahnhof Dworzec Główny und dem Jüdischen Friedhof, errichtet. Hierher wurden vor allem Juden aus ganz Warschau, aus anderen unter deutscher Kontrolle stehenden polnischen Regionen sowie aus dem deutschen Reichsgebiet und anderen besetzten Ländern deportiert. Es diente schließlich hauptsächlich als Sammellager für die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka der SS und war als solches Teil der organisierten Massenvernichtung, der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“. Das Warschauer Ghetto war 1943 der Ort der größten jüdischen Widerstandsaktion gegen den Völkermord, des jüdischen Aufstands im Warschauer Ghetto, der vom 19. April bis mindestens zum 16. Mai 1943 dauerte.


22.07.1938

Im Deutschen Reich wird, verbunden mit Nachteilen für Juden, als Inlandsausweis die Kennkarte eingeführt. Der Personalausweis löst später diesen Lichtbildausweis ab.

Als Juden und Jüdinnen bezeichnet man Menschen, die zum Judentum gehören. Das Wort „Jude“ ist vom hebräischen Personennamen Jehuda, den Gebietsnamen Jehud und Judäa abgeleitet und bezeichnet die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, das sich meist als Abstammungs- und Glaubensgemeinschaft versteht. Dieses geht historisch auf die Israeliten zurück, deren Glaubenstraditionen im Tanach, der hebräischen Bibel, bewahrt sind. Religiöse wie nichtreligiöse Juden verstehen sich im Anschluss an die Bibel als Teil dieses Volkes, einer durch Abstammung und Geschichte verbundenen Schicksalsgemeinschaft.


22.07.1934

Der als „Staatsfeind Nr. 1“ geltende US-amerikanische Bankräuber John Dillinger wird beim Verlassen eines Kinos von Polizeibeamten erschossen.

John Herbert Dillinger war ein US-amerikanischer Gangster, der sich mit seiner Bande auf Bankraub spezialisierte.


22.07.1933

Wiley Post landet nach der ersten Weltumrundung im Alleinflug auf dem Floyd Bennett Field in New York. Er war sieben Tage, 18 Stunden und 49 Minuten unterwegs und benötigte elf Zwischenlandungen.

Wiley Hardeman Post war ein US-amerikanischer Pilot, dem 1933 der erste Alleinflug um die Erde gelang.


22.07.1929

Das Turbinenschiff Bremen des Norddeutschen Lloyd gewinnt auf seiner Jungfernfahrt das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung, das zuvor zwanzig Jahre lang die britische Mauretania innegehabt hat. Noch vor der Ankunft startet das Postflugzeug Heinkel HE 12 mit Hilfe eines Katapults vom Schiff aus, um die Post frühzeitig nach New York zu liefern.

Die Bremen war ein turbinengetriebener 4-Schrauben-Schnelldampfer der Reederei Norddeutscher Lloyd. Sie trug nach der Bremen (1858), Bremen (1897) und der Bremen (1923) als viertes Schiff des Norddeutschen Lloyds diesen Namen und gewann 1929 erstmals das Blaue Band als schnellstes Schiff auf der Transatlantik-Route Europa–New York.


22.07.1923

Der französische Radrennfahrer Henri Pélissier gewinnt die 17. Tour de France.

Henri Pélissier war ein französischer Radrennfahrer. Er gewann die Tour de France 1923.


22.07.1922

In Leipzig beginnt das 1. Deutsche Arbeiter-Turn- und Sportfest mit etwa 100.000 aktiven Teilnehmern.

Das 1. Deutsche Arbeiter-Turn- und Sportfest mit etwa 100.000 aktiven Teilnehmern fand vom 22. bis 25. Juli 1922 in Leipzig statt. Die vom Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) organisierte Veranstaltung zählt heute offiziell zu den Deutschen Turnfesten.


22.07.1921

Spanische Truppen erleiden in der Schlacht von Annual eine verheerende Niederlage gegen die Rifkabylen unter Abd al-Karim.

Die Schlacht von Annual fand am 22. Juli 1921 bei Annual im nordöstlichen Spanisch-Marokko als Teil des Rifkrieges statt. Es war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der spanischen Armee und den Rifkabylen unter Abd al-Karim in der Rifregion. In Spanien spricht man im Zusammenhang mit der Schlacht vom Desaster von Annual. Der Sieg über Spanien führte zur Festigung der Macht Abd el-Krims im Rif, was er jedoch nicht zum Vorstoß auf Melilla und damit Vertreibung der Invasoren nutzte. Die Niederlage führte in Spanien zu einer innenpolitischen Krise und zu einem Umdenken über die Kolonialpolitik in der Rifregion. Nach der militärischen Niederlage reagierte die Kolonialmacht mit Gräuelpropaganda und der genozidalen Vergasung in Al Hoceima.


22.07.1919

Das Ballett Der Dreispitz wird in London vom Ballets Russes uraufgeführt; die Bühnenbilder, der Bühnenvorhang und die Kostüme wurden von Pablo Picasso geschaffen.

Der Dreispitz ist ein Ballett von Manuel de Falla. Die Choreographie schuf Léonide Massine. An der Musik hatte de Falla zwischen 1916 und 1919 gearbeitet, und dem Werk war zwei Jahre zuvor die mimische Farce El corregidor y la molinera, eine Tanzpantomime, vorausgegangen. Die Handlung entwarf Gregorio Martínez Sierra nach der gleichnamigen Novelle von Pedro Antonio de Alarcón. Die Uraufführung des Werkes fand am 22. Juli 1919 im Londoner Alhambra-Theater durch die Kompanie Ballets Russes von Sergej Diaghilew statt. Dirigent der Uraufführung war Ernest Ansermet. Den Vorhang, die Kostüme und das Bühnenbild lieferte Pablo Picasso. Ausführende waren Tamara Karsawina, Léonide Massine und Leon Woizikowsky.


22.07.1916

Die Allgemeine Zeitung, älteste Tageszeitung Namibias und einzige deutschsprachige Tageszeitung Afrikas, erscheint unter dem Namen Der Kriegsbote erstmals.

Die Allgemeine Zeitung ist eine in Windhoek erscheinende Zeitung. Sie ist die älteste Tageszeitung Namibias und die einzige deutschsprachige Tageszeitung Afrikas.


22.07.1894

Das erste Rennen im Automobilsport findet von Paris nach Rouen statt. 17 der 21 gestarteten Fahrzeuge erreichen das Ziel. Der Schnellste, Albert de Dion, wird auf Platz 2 zurückgestuft. Die Zuverlässigkeitsfahrt ist das erste offizielle Autorennen der Sportgeschichte.

Nach einigen zaghaften Anfängen gilt die Fahrt von Paris nach Rouen am 22. Juli 1894 als eigentlicher Beginn des Motorsports überhaupt. Die Veranstaltung war dabei als Zuverlässigkeitsfahrt und nicht als reiner Geschwindigkeitswettbewerb konzipiert.


22.07.1864

Der frisch zum Oberbefehlshaber ernannte konföderierte General John Bell Hood greift die Unionsarmee während der Kämpfe im Atlanta-Feldzug zum zweiten Mal binnen drei Tagen an, erleidet aber erneut eine blutige Niederlage.

John Bell Hood war bis 1861 Offizier im US-Heer und danach General im konföderierten Heer.


22.07.1847

Die Oper I masnadieri von Giuseppe Verdi nach dem Theaterstück Die Räuber von Friedrich Schiller hat ihre Uraufführung in London.

I masnadieri ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi auf ein Libretto von Andrea Maffei nach Schillers Drama Die Räuber. Die Oper wurde am 22. Juli 1847 in London unter der Stabführung Verdis uraufgeführt.


22.07.1833

Die Uraufführung der Oper Ali Baba ou Les Quarante Voleurs (Ali Baba oder Die vierzig Räuber) von Luigi Cherubini findet an der Grand Opéra Paris statt.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


22.07.1829

Dem kabardinischen Hirten und Träger Killar Kashirow gelingt die Erstbesteigung des Ostgipfels des Elbrus, des höchsten Berges des Kaukasus.

Die Kabardiner sind eine offizielle Ethnische Gruppe (Titularnation) in Russland. Ursprünglich sind sie der zahlenmäßig größte Stamm der Tscherkessen. Die Grenzen der offiziellen Titularnation und des historischen Stammes sind nicht ganz deckungsgleich, es gibt auch einige Stammesangehörige der Kabardiner, die zu anderen tscherkessischen Nationalitäten in Russland gehören, und zahlreiche Stammesangehörige in der tscherkessischen Diaspora in der Türkei und anderen nahöstlichen Staaten.


22.07.1812

In der Schlacht bei Salamanca während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel unterliegen die französischen Truppen unter General Marmont der angreifenden alliierten Armee unter dem Befehl Wellingtons.

Die Schlacht bei Salamanca am 22. Juli 1812 war ein wichtiger Sieg der alliierten Truppen aus Großbritannien und Portugal unter dem Oberbefehl Lord Wellingtons gegen die französische Armee unter dem Oberbefehl Marschall Marmonts. Sie fand in der Nähe der Hügel der Arapiles südlich von Salamanca in Spanien (Kastilien-León) statt und wird daher in Frankreich auch „Schlacht an den Arapiles“ (Bataille des Arapiles) genannt.


22.07.1808

Die Schlacht bei Bailén endet mit der Kapitulation der französischen Kräfte unter Pierre Dupont de l’Étang vor Francisco Javier Castaños spanischer Armee. Es handelt sich um die größte Niederlage der napoleonischen Armee während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel.

In der Schlacht bei Bailén, die vom 18. bis zum 22. Juli 1808 in Andalusien ausgetragen wurde, besiegte eine spanische Armee unter den Generälen Francisco Javier Castaños und Theodor von Reding ein Korps der französischen Armee unter General Pierre Dupont de l’Étang. Die spanischen Kräfte kreisten die Franzosen ein und veranlassten Dupont, mit fast 18.000 Mann zu kapitulieren. Dies war die größte französische Niederlage während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel.


22.07.1807

Das auf Basis des Friedens von Tilsit entstandene Herzogtum Warschau erhält eine von Napoleon Bonaparte entworfene Verfassung. Staatsoberhaupt wird in Personalunion der sächsische König Friedrich August I.

Der Friede von Tilsit vom 7. und 9. Juli 1807 war ein im ostpreußischen Tilsit verhandeltes und geschlossenes Vertragswerk. Dieser Friedensvertrag beendete den Vierten Koalitionskrieg (1806–1807) zwischen Preußen zusammen mit dem Russischen Kaiserreich einerseits und dem Französischen Kaiserreich andererseits. Der russisch-französische Friedensschluss teilte Europa in eine französische und eine russische Interessensphäre; das preußisch-französische Abkommen stufte Preußen auf den Status einer europäischen Mittelmacht zurück.


22.07.1805

In der Schlacht bei Kap Finisterre im Dritten Koalitionskrieg unterbinden Schiffe der Royal Navy unter Vizeadmiral Sir Robert Calder das Eindringen einer von Pierre de Villeneuve geführten französisch-spanischen Flotte in den Ärmelkanal.

In der Seeschlacht bei Finisterre verhinderte die britische Flotte unter Vizeadmiral Sir Robert Calder am 22. Juli 1805, dass die französisch-spanische Flotte unter Admiral Pierre de Villeneuve in den Ärmelkanal segeln konnte, um Napoleon bei der geplanten Invasion Großbritanniens zu unterstützen. Die Seeschlacht wird dem Dritten Koalitionskrieg zugerechnet.


22.07.1797

Eine britische Flotte unter dem frisch zum Admiral beförderten Horatio Nelson versucht einen Angriff auf Santa Cruz de Tenerife. Nelson verliert in den viertägigen Kämpfen die Schlacht und seinen rechten Arm.

Horatio Nelson, 1. Viscount Nelson, Herzog von Bronte, KB war ein britischer Vizeadmiral. Zu seinen zahlreichen Siegen zählen unter anderem die Schlachten von St. Vincent 1797, Abukir 1798, Kopenhagen 1801 sowie Trafalgar 1805.


22.07.1795

Mit dem Frieden von Basel scheidet auch Spanien aus dem Ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich aus.

Der Friede von Basel von 1795 setzte dem Krieg zwischen Frankreich und Preußen bzw. Spanien ein vorläufiges Ende. Diese Parteien, in Koalition mit England, Österreich und den Niederlanden, bekämpften sich im Laufe des Ersten Koalitionskrieges (1792–1797). Der Friede führte dazu, dass das revolutionäre Frankreich als gleichberechtigte Großmacht anerkannt wurde. Das Abkommen führte Preußen selbst schleichend in die außenpolitische Isolation: Während des Zweiten und des Dritten Koalitionskriegs blieb es neutral. Im Pariser Traktat vom 15. Februar 1806 ließ sich Preußen dann aber von Frankreich das Kurfürstentum Hannover „schenken“ und stand so, als Napoleon seine „Schenkung“ zu annullieren gedachte und es darüber zum Vierten Koalitionskrieg kam, fast allein da.


In der Emigrantenschlacht auf der bretonischen Halbinsel Quiberon schließt General Lazare Hoche mit seinem Revolutionsheer ein royalistisches Heer von Chouans ein und erobert zudem das Fort Penthièvre. Die sich ihm auf Gnade oder Ungnade ergebenden 952 Gefangenen werden auf Weisung des französischen Nationalkonvents hingerichtet.

Die Bretagne ist eine westfranzösische Region. Sie besteht heute aus den Départements Côtes-d’Armor, Finistère, Ille-et-Vilaine und Morbihan. Die Region hat eine Fläche von 27.208 km² und 3.449.370 Einwohner. Hauptstadt der Region ist Rennes.


22.07.1793

Alexander MacKenzie erreicht den Pazifik und ist damit der erste Weiße, der Nordamerika nördlich von Mexiko durchquert.

Sir Alexander MacKenzie oder gälisch Alasdair MacCoinnich war ein schottisch-kanadischer Entdecker, der Expeditionen im Nordwesten Kanadas unternahm. Nach ihm ist der Fluss Mackenzie benannt. 1774 wanderte die Familie MacKenzie von Schottland nach New York aus. Von dort aus siedelten sie fünf Jahre später nach Montreal um.


22.07.1739

In der Schlacht bei Grocka bringen die osmanischen Truppen im Russisch-Österreichischen Türkenkrieg der kaiserlich-österreichischen Armee eine empfindliche Niederlage bei. Es kommt bald darauf im Frieden von Belgrad zum Kriegsende, das Österreich erobertes Territorium auf der Balkanhalbinsel kostet.

Die Schlacht bei Grocka, auch als Schlacht bei Krotzka bezeichnet, fand während der Russisch-Österreichischen Türkenkriege (1736–1739) am 22. Juli 1739 bei Grocka statt, das nur etwa einen Tagesmarsch von Belgrad entfernt lag. Die Auseinandersetzung zwischen der osmanischen und der österreichischen Armee in Serbien endete mit einem Sieg der osmanischen Truppen. Die unerwartete Niederlage bewog den Wiener Hof, einen Friedensschluss mit der Pforte anzustreben.


22.07.1653

Auf dem Reichstag zu Regensburg konstituiert sich das Corpus Evangelicorum, die Körperschaft der protestantischen Reichsstände in Religions- und Kirchenangelegenheiten.

Der historische Begriff Reichstag bezeichnet ursprünglich die Versammlung der Reichsstände des feudalen Heiligen Römischen Reiches. Die neben dem König bzw. Kaiser stehende Körperschaft entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert aus den formlosen Hoftagen und wurde nach 1495 zu einer festen Institution der Reichsverfassung.


22.07.1515

Auf dem Wiener Fürstentag wird gemäß einer Vereinbarung zwischen Kaiser Maximilian I. und dem Jagiellonen Vladislav II. von Böhmen und Ungarn die Wiener Doppelhochzeit geschlossen. Durch die Verbindung der beiden Familien sichert Maximilian den Habsburgern die Herrschaft über die Königreiche Böhmen und Ungarn.

Der Wiener Fürstentag, von Historikern auch als Erster Wiener Kongress bezeichnet, war ein politisch richtungsweisendes Treffen europäischer Herrscher im Jahre 1515.


22.07.1499

In der Schlacht bei Dornach, der letzten kriegerischen Auseinandersetzung des Schwabenkrieges, besiegen die Eidgenossen den Schwäbischen Bund.

Die Schlacht bei Dornach vom 22. Juli 1499 war die letzte kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Schwäbischen Bund und den Eidgenossen während des Schwabenkrieges.


22.07.1456

Die am 4. Juli begonnene Belagerung Belgrads durch die Osmanen unter Sultan Mehmed II. endet mit dem Abzug der Belagerer. Die erfolgreiche Verteidigung durch Johann Hunyadi bewahrt die Unabhängigkeit Ungarns für die folgenden 70 Jahre.

Die Belagerung Belgrads dauerte vom 4. bis zum 22. Juli 1456. Die zum Königreich Ungarn gehörende Stadt war nach der Eroberung von Konstantinopel in das Blickfeld des osmanischen Sultans Mehmed II. geraten, und ihr Besitz hätte eine gute Ausgangsbasis für die weitere Eroberung ungarischer Gebiete abgegeben.


22.07.1443

Alter Zürichkrieg: Ein Heerzug der Zürcher gegen die Eidgenossen endet mit einer Niederlage in der Schlacht bei St. Jakob an der Sihl.

Der Alte Zürichkrieg oder auch Toggenburger Erbschaftskrieg war ein kriegerischer Konflikt zwischen der Reichsstadt Zürich und der restlichen VIII-örtigen Eidgenossenschaft zwischen 1440 und 1450. Durch das Bündnis Zürichs mit König Friedrich III. von Habsburg erhielt der Krieg überregionale Dimensionen. Unmittelbarer Kriegsanlass war der Streit zwischen Zürich, Schwyz und Glarus um die Erbschaft der Grafen von Toggenburg.


22.07.1378

Die Stadtregierung von Florenz wird durch den Ciompi-Aufstand gestürzt. Interessengegensätze der Rebellen führen jedoch nach wenigen Wochen zu ihrer Rückkehr.

Dieser Artikel behandelt die Geschichte der Stadt Florenz.


22.07.1342

Beim Magdalenenhochwasser werden weite Teile Mitteleuropas durch die Flüsse Rhein, Main, Donau, Mosel, Moldau, Elbe, Weser, Werra und Unstrut überschwemmt. Es handelt sich vermutlich um das schlimmste Hochwasser des 2. Jahrtausends.

Das Magdalenenhochwasser 1342, auch Magdalenenflut genannt, war eine verheerende Überschwemmung im Juli 1342 in Mitteleuropa. Die Bezeichnung geht auf die damals übliche Benennung der Tage nach dem Heiligenkalender zurück, hier auf den St.-Magdalenentag am 22. Juli. Bei dieser Flut wurden an vielen Flüssen die höchsten jemals registrierten Wasserstände erreicht. Möglicherweise war sie das schlimmste Hochwasser des gesamten 2. Jahrtausends im mitteleuropäischen Binnenland.


22.07.1298

Während der Schottischen Unabhängigkeitskriege besiegt Englands König Eduard I. mit seiner Armee in der Schlacht von Falkirk die von William Wallace angeführten Schotten.

Als Schottische Unabhängigkeitskriege werden die lang andauernden Kriege zwischen England und Schottland bezeichnet, die mit kurzen Unterbrechungen von 1296 bis 1357 andauerten. In diesem Zeitraum versuchten nacheinander die englischen Könige Edward I., Edward II. und Edward III., das Königreich Schottland zu unterwerfen und in ihren Hoheitsbereich einzugliedern. Aufgrund seiner engen diplomatischen Beziehungen zu Schottland und der fortwährenden Rivalität zu England spielte auch das Königreich Frankreich eine wichtige Rolle in diesem Konflikt. Die Schottischen Unabhängigkeitskriege können in drei Abschnitte unterteilt werden. Dabei kann allein der langwierige Erste Schottische Unabhängigkeitskrieg in zwei Teile unterschieden werden:die schottische Rebellion im Namen von John Balliol von 1297 bis 1304, die mit der Kapitulation fast aller schottischen Adligen endete, der Unabhängigkeitskampf unter Robert Bruce ab 1306, den dieser durch den Frieden von Edinburgh und Northampton 1328 erfolgreich beenden konnte, der Angriff der sogenannten Enterbten auf Schottland 1332 und den folgenden Zweiten Schottischen Unabhängigkeitskrieg, der mit dem Vertrag von Berwick 1357 endete.


22.07.1295

Eine venezianische Flotte erscheint vor Konstantinopel und zerstört Wohnungen der Genueser im Stadtteil Galata.

Die Republik Venedig nach dem Wahrzeichen der Stadt, dem Markuslöwen, auch als Markus- oder Löwenrepublik bezeichnet, war vom 7./8. Jahrhundert bis 1797 eine See- und Wirtschaftsmacht, deren Zentrum im Nordwesten der Adria lag. Ihre Vorherrschaft kulminierte in einem Kolonialreich, das von Oberitalien bis Kreta und zeitweise bis zur Krim und nach Zypern reichte und von Venedig aus gelenkt wurde. Darüber hinaus unterhielt Venedig Kaufmannskolonien in Flandern und dem Maghreb, in Alexandria und Akkon, in Konstantinopel und Trapezunt sowie in zahlreichen Städten an der Adria.


22.07.1227

In der Schlacht bei Bornhöved wird Waldemar II. von Adolf IV. von Schauenburg und Holstein geschlagen und muss Holstein aufgeben.

Die Schlacht bei Bornhöved am 22. Juli 1227 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Königreich Dänemark unter Waldemar II. und dem Grafen Adolf IV. von Holstein als Anführer einer Koalition aus norddeutschen Landesherren und Städten. Zu dieser zählten der Bremer Erzbischof Gerhard II., Herzog Albrecht von Sachsen, Graf Heinrich von Schwerin und die wendischen Herren sowie ein Lübecker Aufgebot.


22.07.1209

Im Rahmen des Albigenserkreuzzugs nehmen die Kreuzritter die rund 20.000 Einwohner zählende südfranzösische Stadt Béziers, eine Hochburg der Katharer, ein und töten die gesamte Bevölkerung.

Der Albigenserkreuzzug war ein von Papst Innozenz III. initiierter Kreuzzug gegen die von der katholischen Kirche als ketzerisch betrachtete Glaubensgemeinschaft der Katharer in Okzitanien (Südfrankreich). Die Katharer wurden aufgrund ihres frühen Wirkens in der französischen Stadt Albi auch als Albigenser bezeichnet. Der auch Katharerkreuzzug genannte Kreuzzug leitete den Untergang der Katharer ein und brachte als politisches Ergebnis die Eingliederung Okzitaniens in den Herrschaftsbereich der französischen Krone. Im Unterschied zu anderen Kriegen, die gegen die Katharer und andere christliche Häresien unternommen wurden, besaß nur der Albigenserkreuzzug von 1209 bis 1229 den offiziellen Status eines Kreuzzugs.


22.07.1099

Gottfried von Bouillon wird der erste Herrscher des Königreichs Jerusalem, das nach der Eroberung der Stadt im Ersten Kreuzzug errichtet worden ist. Er verweigert jedoch die Königskrone und nimmt stattdessen den Titel Advocatus sancti sepulchri an.

Gottfried von Bouillon war ein Heerführer beim Ersten Kreuzzug; nach der Eroberung Jerusalems wurde er der erste Herrscher des neu gegründeten Königreichs Jerusalem, lehnte allerdings die Königswürde ab.


22.07.0260

Dionysius wird zum Bischof von Rom gewählt und sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, die Kirche nach Christenverfolgungen neu zu organisieren.

Dionysius war Bischof von Rom vom 22. Juli 260 bis zu seinem Tode. Die Kirche und das Kloster von San Dionigi alle Quattro Fontane und San Silvestro in Capite in Rom sind ihm geweiht.