Historische Ereignisse am Sonntag, 22. Juni
66 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 22. Juni statt — von -168 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Die Mittelmeerspiele haben eine bedeutende Rolle im internationalen Sportkalender. Im Jahr 2018 fand die 18. Ausgabe dieser Veranstaltung in der spanischen Stadt Tarragona statt, die sich an der katalanischen Küste erstreckt. Tarragona blickt auf eine lange Geschichte als Hafenstadt zurück und war bereits in der Antike ein wichtiges römisches Zentrum. Die Stadt verbindet ihre maritimen Traditionen mit modernen Sportinfrastrukturen, die internationale Wettkämpfe ermöglichen.
Ein anderes bedeutendes Ereignis auf diesem Datum war die Wahl von Raja Pervez Ashraf zum neuen Ministerpräsidenten Pakistans im Jahr 2012. Diese Ernennung erfolgte, nachdem sein Vorgänger Yousaf Raza Gilani vom Verfassungsgericht abgesetzt worden war. Die politischen Umstrukturierungen in Pakistan prägten die innenpolitischen Debatten dieser Zeit erheblich. Daneben markierte das Jahr 2012 auch die Vergrößerung des International Cricket Council, als Afghanistan und Irland im selben Jahr als vollständige Mitglieder aufgenommen wurden, was die globale Expansion des Crickets unterstreicht.
Am 22. Juni 2025 herrscht in der Regel Sommeranfang auf der Nordhalbkugel. Das Wetter zeigt typischerweise warme Bedingungen, während die Mondphase und das Sternzeichen Krebs charakteristische Merkmale dieser Zeit des Jahres sind. DayAtlas bietet Nutzern die Möglichkeit, historische Ereignisse, das Wetter, berühmte Geburts- und Sterbedaten sowie weitere historische Informationen für beliebige Daten und Orte nachzuschlagen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 12. April.
22.06.2018
Beginn der 18. Ausgabe der Mittelmeerspiele, die bis zum 1. Juli in der spanischen Stadt Tarragona stattfindet.
Die Mittelmeerspiele 2018 fanden vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2018 in der spanischen Stadt Tarragona statt. Die Kandidatur setzte sich am 15. Oktober 2011 gegen die Bewerbung aus Alexandria (Ägypten) durch.
22.06.2017
Afghanistan und Irland werden Full Member des International Cricket Council (ICC).
Die afghanische Cricket-Nationalmannschaft vertritt Afghanistan auf internationaler Ebene in der Sportart Cricket. Das Team wird vom Afghanistan Cricket Board (ACB) geleitet und ist seit 2017 Vollmitglied im International Cricket Council. Die Mannschaft besitzt somit Teststatus.
22.06.2012
Nachdem Yousaf Raza Gilani vom Verfassungsgericht abgesetzt wurde, wird Raja Pervez Ashraf zum neuen Ministerpräsidenten Pakistans gewählt.
Makhdoom Syed Yousaf Raza Gilani war der 26. Premierminister von Pakistan in einer Koalitionsregierung aus Pakistanischer Volkspartei, Muslimliga Pakistans, Awami-Nationalpartei, der Muttahida-Qaumi-Bewegung und der Nationalpartei Belutschistans.
Der bisherige Vizepräsident Federico Franco wird als neuer Staatspräsident Paraguays eingesetzt, nachdem Vorgänger Fernando Lugo vom Parlament des Amtes enthoben wurde.
Luis Federico Franco Gómez ist ein paraguayischer Politiker (PLRA), Arzt und war zwischen dem 22. Juni 2012 und 15. August 2013 Staatspräsident von Paraguay.
Die Miami Heat um den amerikanischen Basketballspieler LeBron James gewinnen mit einem 4:1 in den Finals über Oklahoma City Thunder den NBA-Titel.
Die Miami Heat sind eine Basketballmannschaft der nordamerikanischen Profiliga National Basketball Association (NBA) aus Miami im Bundesstaat Florida. Sie wurden nach der Hitze benannt, da in der Region Südflorida das ganze Jahr über hohe Temperaturen vorherrschen. Die Teamfarben sind seit jeher Rot, Orange, Schwarz und Weiß.
22.06.2008
Die philippinische Fähre Princess of the Stars läuft während des Taifuns Fengshen auf Grund und sinkt. Etwa 800 Menschen sterben, nur 56 Passagiere überleben die Katastrophe.
Die Princess of the Stars war eine Fähre der philippinischen Reederei Sulpicio Lines, die während des Taifuns Fengshen am 22. Juni 2008 auf dem Weg von Manila nach Cebu City in der Sibuyan-See auf Grund lief und sank. Der Unglücksort befindet sich vor der Insel Sibuyan nahe der Stadt San Fernando in Sichtweite der Küste. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich mehr als 850 Personen an Bord, von denen nur 56 überlebten. Am 27. Juni musste die Bergung der Verstorbenen unterbrochen werden, da sich 10 Tonnen Endosulfan mit an Bord befanden und das hochgiftige Pestizid die Gesundheit der Taucher gefährdete.
22.06.2006
Mit zwei Toren im WM-Vorrundenspiel gegen Japan stellt Ronaldo Gerd Müllers seit 32 Jahren bestehende Bestmarke von 14 Toren bei Fußball-Weltmeisterschaften ein.
Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war die 18. Austragung des bedeutendsten Turniers für Fußballnationalmannschaften und fand vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 und nach 1974 zum zweiten Mal in Deutschland statt. Sie wurde unter dem Motto Die Welt zu Gast bei Freunden ausgetragen.
Während des Fußball-WM-Spiels zwischen Kroatien und Australien (2:2) erhält der kroatische Nationalspieler Josip Šimunić drei Gelbe Karten, weil der englische Schiedsrichter Graham Poll vergessen hat, ihn nach der zweiten Gelben Karte (90. Minute) vom Platz zu verweisen. Nach der dritten Gelben Karte in der 93. Minute wurde Šimunić vom Platz gestellt.
Resultate der Gruppe F der Fußball-Weltmeisterschaft 2006:
22.06.2005
Jürgen Rüttgers (CDU) wird neuer Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen nach fast 39 Jahren SPD-Herrschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands.
Jürgen Anton Rüttgers ist ein deutscher Rechtsanwalt und ehemaliger Politiker (CDU). Er war von 2005 bis 2010 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und von 1994 bis 1998 Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie im fünften Kabinett Kohl.
Das deutsche Bundeskabinett billigt einen Vorschlag von Innenminister Otto Schily zur Einführung eines Reisepasses mit maschinenlesbaren biometrischen Daten (ePass).
Otto Georg Schily ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (SPD). Von 1998 bis 2005 war er Bundesminister des Innern. Er war Mitgründer der Partei Die Grünen, von der er im November 1989 zur SPD wechselte.
Ein Spannungsabfall legt für mehrere Stunden das komplette Netz der SBB und damit den Eisenbahnverkehr in der Schweiz lahm.
Die Schweizerische Bundesbahnen AG, kurz SBB, französisch Chemins de fer fédéraux suisses CFF, italienisch Ferrovie federali svizzere FFS, rätoromanisch VFF resp. VFS, englisch Swiss federal railways SFR; Markenauftritt SBB CFF FFS, ist die staatliche Eisenbahngesellschaft der Schweiz mit Sitz in der Bundesstadt Bern. Die Abkürzungen VFF, VFS und SFR werden selten verwendet; in englischen Texten wird meist SBB oder SBB-CFF-FFS genutzt.
22.06.2004
Tschetschenische Terroristen töten bei ihrem Rebellenangriff auf Inguschetien mit Raketen und Granatwerfern auf staatliche Einrichtungen insgesamt 90 Menschen. Unter ihnen befinden sich der Innen- und der Gesundheitsminister der Kaukasusrepublik Inguschetien.
Tschetschenien ist eine im Nordkaukasus gelegene autonome Republik der Russischen Föderation. Die Region hat etwa 1,5 Millionen Einwohner und ist Heimat der überwiegend muslimischen Tschetschenen.
In Belgien wird der Mörder und Sexualstraftäter Marc Dutroux zu lebenslanger Haft verurteilt.
Marc Dutroux [dy'tʁu] ist ein belgischer Mörder und Sexualstraftäter, der zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt wurde. Bis Mitte der 1990er-Jahre entführte und missbrauchte er elf Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren sexuell und ermordete einen seiner Komplizen und zwei von ihm entführte junge Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren. Zwei entführte achtjährige Mädchen verhungerten eingesperrt, während er im Gefängnis war.
22.06.2002
Ein Erdbeben der Stärke 6,5 im Iran fordert 261 Todesopfer.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
22.06.2000
Nahe Luzhou in der chinesischen Provinz Sichuan kentert auf dem Jangtsekiang eine Fähre. Es gibt 131 Tote.
Luzhou ist eine Stadt im Südosten der chinesischen Provinz Sichuan. Sie liegt am Zusammenfluss des Jangtsekiang und Tuo Jiang (沱江). Luzhou hat eine Fläche von 12.234 km² und 4.254.149 Einwohner. Ende 2018 hatte Luzhou etwa 5.096.100 registrierte Einwohner in 1.568.300 Millionen Haushalten. Davon zählten 3.021.900 Menschen zur ländlichen Bevölkerung und 2.074.200, also 40,7 %, zur städtischen Bevölkerung.
22.06.1998
Die „Konvertibilna Marka“ ersetzt alle drei bestehenden Währungen in Bosnien und Herzegowina.
Die Konvertible Mark ist seit dem 22. Juni 1998 die Währung von Bosnien und Herzegowina. Sie war bis 2001 im Verhältnis 1:1 an die Deutsche Mark gekoppelt, seit 2002 ist sie es an den Euro. Eine Konvertible Mark ist in 100 Fening unterteilt.
22.06.1996
Die Gipfelkonferenz der Arabischen Liga in Kairo bekräftigt ihren Willen zum Frieden und erteilt Ägypten das Mandat, gegenüber Israel auf Fortsetzung des Friedensprozesses zu drängen.
Die Liga der Arabischen Staaten (LAS) ist eine Internationale Organisation arabischer Staaten und wurde am 22. März 1945 in Kairo gegründet, wo sie auch ihren Sitz hat. Sie besteht aus 22 Mitgliedern aus Afrika und Asien, nämlich 21 souveränen Staaten sowie dem international nicht vollständig anerkannten Staat Palästina, der durch die PLO vertreten wird.
In Nordamerika wird der Ego-Shooter Quake veröffentlicht.
Quake ist ein Computerspiel und der erste Teil der Quake-Serie. Das Spiel wurde 1996 von id Software veröffentlicht und war, nach dem Actionspiel Descent, der erste Ego-Shooter, der neben einer echten 3D-Umgebung auch Gegner und erstmals auch Gegenstände aus Polygonen benutzte. Frühere Ego-Shooter wie Doom oder Duke Nukem 3D stellten aufgrund der geringen Rechenleistung der damaligen Computer die Spielfiguren und Gegenstände noch durch 2D-Grafiken dar.
22.06.1991
Werder Bremen gewinnt zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DFB-Pokal mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln.
Der Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., bekannt als SV Werder Bremen oder einfach nur Werder Bremen, SV Werder oder Werder, ist mit über 68.000 Mitgliedern der größte Sportverein aus der Freien Hansestadt Bremen und der dreizehntgrößte Deutschlands. Sein Profiteam im Fußball ist Gründungsmitglied der Bundesliga und hält gemeinsam mit dem FC Bayern München den Rekord der meisten Spielzeiten in der höchsten Fußballliga Deutschlands, wobei die Bremer zwischenzeitlich zweimal ab- und jeweils direkt wieder aufgestiegen sind.
22.06.1990
Während in Berlin die zweite Runde der Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag beginnt, wird der Checkpoint Charlie abgebaut.
Der Zwei-plus-Vier-Vertrag ist ein Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik einerseits sowie Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika andererseits. Er machte den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei, wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet und trat am 15. März 1991, dem Tag der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde durch die Sowjetunion, mit einer offiziellen Zeremonie in Kraft. Die hiermit verbundene endgültige Beendigung der Rechte und Verantwortlichkeiten dieser vier Mächte und ihrer entsprechenden Vereinbarungen und Beschlüsse teilten die Regierungen der Vier Mächte durch entsprechende Verbalnoten vom 5. April 1991 dem Generalsekretär der Vereinten Nationen in einer Bekanntmachung an alle Staaten mit. Die beiden deutschen Staaten wiederum erklärten mit der im Regelungsvertrag zum Ausdruck gebrachten Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze, dass das vereinte Deutschland endgültig auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete und damit auf etwa ein Viertel des früheren deutschen Staatsgebietes verzichten werde.
22.06.1986
Im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Argentinien und England erzielt Diego Maradona sowohl das berühmte Tor mit der „Hand Gottes“ als auch das WM-Tor des Jahrhunderts.
Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 war die 13. Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften. Sie fand vom 31. Mai bis zum 29. Juni 1986 zum zweiten Mal nach 1970 in Mexiko statt.
22.06.1983
Die 15-jährige Emanuela Orlandi verschwindet in Rom spurlos.
Emanuela Orlandi war die Tochter eines Dieners von Papst Johannes Paul II., die am 22. Juni 1983 unter mysteriösen Umständen verschwand. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie die jüngste Bürgerin der Vatikanstadt. Nachdem die Ermittlungen zu ihrem Verbleib ergebnislos verlaufen waren, blieb der ungeklärte Fall im Gedächtnis der Öffentlichkeit jahrzehntelang präsent. Es verbreiteten sich unterschiedliche Theorien und Mutmaßungen über Orlandis Schicksal, das als Beispiel für Intransparenz und undurchsichtige moralische Verhältnisse im Vatikan und für die ineffiziente rechtliche Verfassung des Zwergstaates beschrieben wurde.
22.06.1980
Im Finale der Fußball-Europameisterschaft besiegt Deutschland durch zwei Tore von Horst Hrubesch Belgien mit 2:1.
Die Endrunde der 6. Fußball-Europameisterschaft wurde vom 11. bis zum 22. Juni 1980 in Italien ausgetragen. Am Endrundenturnier nahmen erstmals acht statt bislang vier Nationalmannschaften teil, die in 14 Spielen den Sieger ermittelten.
22.06.1979
Im New Yorker Madison Square Garden besiegt Larry Holmes Mike Weaver durch technischen KO und wird neuer Boxweltmeister im Schwergewicht nach Version des WBC.
New York City ist eine Weltstadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie liegt im Bundesstaat New York und ist mit rund 8,8 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.
22.06.1978
Der Astronom James W. Christy entdeckt Charon, den größten Mond des Pluto.
Ein Astronom oder eine Astronomin ist eine Person, die sich wissenschaftlich mit der Astronomie beschäftigt.
22.06.1976
In der Bundesrepublik Deutschland tritt die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs (Indikationenmodell mit Notlagenindikation) in Kraft.
Deutschland ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa. Es besteht aus 16 Ländern und ist als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat verfasst. Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 erstmals gegründeten deutschen Nationalstaats dar. Im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Berlin 1990 Bundeshauptstadt und 1991 zum Parlaments- und Regierungssitz bestimmt.
22.06.1975
Mit dem Nordalpenweg vom Neusiedler See zum Bodensee wird der erste österreichische Ost-West-Weitwanderweg eröffnet.
Der Nordalpenweg wurde am 22. Juni 1975 als erster österreichischer Ost-West-Weitwanderweg eröffnet. Er erstreckt sich vom Neusiedler See und Wien über die nördlichen Kalkalpen bis nach Bregenz am Bodensee und misst rund 1000 Kilometer. Er führt durch die sieben österreichische Bundesländer Burgenland, Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich, Salzburg, Tirol sowie Vorarlberg und bis in knapp 3000 Meter Höhe.
22.06.1974
In der Bundesrepublik Deutschland tritt das 5. Strafrechtsreformgesetz teilweise (kriminologische und embyropathische Indikation sowie mildere Strafen für Schwangerschaftsabbruch in anderen Fällen) in Kraft. Die Fristenregelung hatte das Bundesverfassungsgericht am Vortag gestoppt.
Deutschland ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa. Es besteht aus 16 Ländern und ist als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat verfasst. Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 erstmals gegründeten deutschen Nationalstaats dar. Im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Berlin 1990 Bundeshauptstadt und 1991 zum Parlaments- und Regierungssitz bestimmt.
Im Hamburger Volksparkstadion gewinnt die Mannschaft der DDR durch ein Tor von Jürgen Sparwasser das WM-Vorrundenspiel gegen die bundesdeutsche Auswahl mit 1:0.
Hamburg, amtlich Freie und Hansestadt Hamburg, ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als Mitglied des Handelsbundes der Hanse.
22.06.1964
Der haitianische Diktator François Duvalier („Papa Doc“) wird nach einer von der Bevölkerung gebilligten Verfassungsänderung offiziell zum Präsidenten auf Lebenszeit erklärt.
Die Geschichte Haitis umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Haiti von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Der Karibikstaat Haiti umfasst heute die Westhälfte der Insel Hispaniola. Haiti war das erste Land Lateinamerikas, das sich aus dem Status einer Kolonie, in diesem Falle Frankreichs, befreite und 1804 die Unabhängigkeit erlangte. Nach den USA war Haiti zudem der zweite Staat des amerikanischen Kontinents, dem dies aus eigener Kraft – durch die Haitianische Revolution – gelang. Zur Geschichte des Landes gehören weiterhin über 200 Jahre spanischer Kolonialherrschaft (1492–1697), die das Land mit der Dominikanischen Republik auf der Osthälfte der Insel teilt, sowie 300 Jahre Sklaverei für die Mehrheit der Bevölkerung, die nach Ausrottung der indigenen Bevölkerung überwiegend aus zwangsweise aus Afrika verschleppten Menschen bzw. deren Nachkommen bestand. Erst im 17. Jahrhundert begann der Einfluss Frankreichs auf dem Gebiet des heutigen Haiti die spanische Herrschaft zu verdrängen und schließlich zu ersetzen. Ab diesem Zeitpunkt trennten sich auch die Entwicklungslinien des östlichen und des westlichen (haitianischen) Teils der Insel Hispaniola, womit die Geschichte Haitis im engeren Sinn beginnt.
22.06.1962
Eine Boeing 707 der Air France stürzt bei schlechtem Wetter auf Guadeloupe ab. 113 Menschen sterben.
Die Boeing 707 ist ein vierstrahliger Tiefdecker mit Schmalrumpf des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing. Die Boeing 707 war – nach der De Havilland Comet – das zweite mit Strahltriebwerken ausgestattete Langstrecken-Passagierflugzeug. Sie revolutionierte zusammen mit der vergleichbaren Douglas DC-8 und anderen wirtschaftlich weit weniger erfolgreichen Flugzeugtypen dieser Zeit die zivile Luftfahrt. Insgesamt wurden 1010 Boeing 707 in verschiedenen zivilen und militärischen Versionen ausgeliefert. Heute fliegt keine Maschine mehr im zivilen Passagierliniendienst.
22.06.1959
Das Abkommen zur Gründung des Deutsch-Französischen Forschungsinstituts Saint-Louis (ISL) für Forschung auf dem Gebiet des Waffenwesens tritt in Kraft.
Das Deutsch-Französische Forschungsinstitut Saint-Louis, französisch Institut franco-allemand de recherches de Saint-Louis (ISL), ist ein binationales Institut für Sicherheits- und Verteidigungsforschung im elsässischen Saint-Louis mit je einem französischen und einem deutschen Direktor.
22.06.1953
Der West-Berliner Senat beschließt im Gedenken an den DDR-Volksaufstand die Umbenennung der Charlottenburger Chaussee in Straße des 17. Juni.
Als Aufstand vom 17. Juni 1953 werden die Vorkommnisse in der DDR bezeichnet, in deren Verlauf es in den Tagen um den 17. Juni 1953 zu einer Welle von Streiks, Massen-Demonstrationen und politischen Protesten kam. Ausgelöst durch verschiedene Ursachen, vornehmlich der für viele Bürger zum Teil brutal und rücksichtslos geführte Aufbau des Sozialismus sowie repressive Maßnahmen des SED-Regimes, erstreckte sich der anti-stalinistische Aufstand über weite Teile des noch jungen Staates. In einem Flächenbrand wurden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Forderungen gestellt, darunter Rücktritt der Regierung, Freie Wahlen und Freilassung aller politischen Gefangenen.
22.06.1945
Die Jakarta-Charta wird von einer Sonderkommission des Untersuchungsausschusses zur Vorbereitung der Unabhängigkeit Indonesiens vorgelegt.
Die Jakarta-Charta ist ein Entwurf zur Präambel der Verfassung der Republik Indonesien, der am 22. Juni 1945 von einer Sonderkommission des „Untersuchungsausschusses zur Vorbereitung der Unabhängigkeit Indonesiens“ in Jakarta vorgelegt wurde.
In Nigeria findet unter Leitung des Drehers Michael Imoudu der erste Generalstreik des Landes für höhere Löhne und gegen die britische Kolonialverwaltung statt.
Die Geschichte Nigerias umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Nigeria von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
22.06.1944
Beginn der Operation Bagration, in deren Verlauf die Rote Armee die deutsche Heeresgruppe Mitte weitgehend vernichtet.
Operation Bagration war der Deckname einer großen Offensive der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges an der deutsch-sowjetischen Front. Sie begann am 22. Juni 1944 mit dem Angriff von vier sowjetischen Fronten gegen die deutsche Heeresgruppe Mitte mit dem anfänglichen Ziel der Rückeroberung der belarussischen Hauptstadt Minsk. Sie weitete sich bald zu einem umfassenden operativen Erfolg der sowjetischen Truppen aus, der erst Ende August 1944 an der Weichsel, an den Grenzen Ostpreußens und bei Riga vorläufig aufgehalten wurde. Militärhistorisch gilt dieser „Sowjetische Blitzkrieg“ als die erfolgreiche Umsetzung der sowjetischen Militärstrategie Tiefe Operation.
22.06.1941
Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa beginnt der bis Mai 1945 andauernde Deutsch-Sowjetische Krieg.
Unternehmen Barbarossa war der Deckname für den Angriffskrieg der deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Der vom NS-Regime geplante und vorbereitete militärische Überfall am Sonntag, 22. Juni 1941 eröffnete den Deutsch-Sowjetischen Krieg. Die Operation Barbarossa war mit drei Millionen Soldaten, die die Grenze der Sowjetunion überschritten, der größte und zerstörerischste militärische Feldzug der Geschichte.
Im kroatischen Sisak wird die erste jugoslawische Partisaneneinheit zur Bekämpfung der deutschen Wehrmacht im nach dem Balkanfeldzug besetzten und aufgespaltenen Jugoslawien gegründet.
Sisak [ˈsiːsak] ist eine ungefähr 48.000 Einwohner zählende Stadt in Kroatien. Die Stadt liegt an der Mündung der Kupa in die Save, die ab hier schiffbar wird, und besitzt einen Hafen. In der Stadt sind Erdöl-, Eisen-, Stahl-, Lebensmittel- und Chemieindustrie angesiedelt. Außerdem existieren für Heilzwecke genutzte Jodquellen.
Mit dem SK Rapid Wien gewinnt einmalig in der Geschichte eine österreichische Mannschaft die deutsche Fußballmeisterschaft. Die Wiener besiegen im Endspiel im Olympiastadion Berlin den FC Schalke 04 nach einem 0:3-Rückstand noch mit 4:3.
Der Sportklub Rapid, kurz SK Rapid oder SCR, ist ein österreichischer Fußballklub. Er spielt in der Bundesliga und ist im Allianz Stadion im Wiener Stadtteil Hütteldorf beheimatet. Der Verein trägt die Farben Grün und Weiß, auswärts die Gründungsfarben Rot und Blau. Derzeit spielt er in der Österreichischen Bundesliga 2025/26
22.06.1940
Frankreich unterzeichnet den Waffenstillstand von Compiègne mit dem Deutschen Reich.
Der Waffenstillstand von Compiègne im Zweiten Weltkrieg wurde am 22. Juni 1940 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich im nordfranzösischen Compiègne geschlossen und beendete den Westfeldzug. Im Französischen werden beide Waffenstillstände 1918 und 1940 auch l’Armistice de Rethondes genannt. Der Waffenstillstand sah die Besetzung von 60 Prozent des französischen Territoriums in Europa durch die deutsche Wehrmacht vor. Im unbesetzten Teil Frankreichs bildete sich das eng an Deutschland angelehnte Vichy-Regime. Die Bedingungen des Waffenstillstands kamen einer Kapitulation Frankreichs gleich, es verlor seine vormalige Souveränität. Das Vichy-Regime protestierte schon im September 1940 gegen die völkerrechtswidrige De-facto-Annexion von Elsass-Lothringen und weitere Vertragsverletzungen des Deutschen Reiches.
22.06.1938
Im New Yorker Yankee Stadium verliert Max Schmeling im Kampf um die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht gegen Joe Louis durch technischen KO in der ersten Runde.
New York City ist eine Weltstadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Sie liegt im Bundesstaat New York und ist mit rund 8,8 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.
22.06.1936
An der Universität Wien ermordet der ehemalige Student Hans Nelböck seinen Hochschullehrer Moritz Schlick. Der Wiener Kreis, in dem Logischer Empirismus als ein philosophischer Ansatz diskutiert wird, endet mit Schlicks Tod.
Die Universität Wien ist mit rund 85.000 Studierenden und rund 11.000 Mitarbeitenden die größte Universität in Österreich sowie im deutschsprachigen Raum und eine der größten in Europa. 1365 in Wien gegründet, ist sie die älteste Universität im heutigen deutschen Sprachraum und die drittälteste in Mitteleuropa nach der früher deutschsprachigen Karls-Universität in Prag und der Jagiellonen-Universität in Krakau. Mit Stand von 2024/2025 umfasste das Angebot 185 Studien. Die Universität Wien ist mit 17 Nobelpreisträgern verbunden und war die Heimat vieler Wissenschafter und Wissenschafterinnen von historischer und akademischer Bedeutung. Sie gilt als führende Universität in Österreich und genießt international hohes Ansehen.
Mit dem Bockstensmann wird im Südwesten Schwedens eine aus dem 14. Jahrhundert stammende Moorleiche mit nahezu vollständig erhaltener Kleidung gefunden.
Der Bockstenmann ist eine mittelalterliche Moorleiche, die 1936 im schwedischen Hochmoor Bockstens mosse gefunden wurde. Die Besonderheit dieses Fundes ist die nahezu vollständig erhaltene Kleidung des Mannes. Die Funde sind in der Obhut des Hallands kulturhistoriska museum von Varberg in Halland und gehören dort zu den wichtigsten Exponaten der Dauerausstellung.
22.06.1933
Der SPD wird durch den nationalsozialistischen Innenminister Wilhelm Frick jedwede Tätigkeit verboten.
Wilhelm Frick war ein deutscher Jurist und nationalsozialistischer Politiker, der maßgeblich an Aufbau und Etablierung des NS-Staates beteiligt war. Als Leiter der politischen Polizei in München gehörte er in den 1920er Jahren zu den frühesten Förderern Adolf Hitlers und der NSDAP und war von 1933 bis 1943 Reichsminister des Innern.
22.06.1924
Das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main wird eingeweiht.
Das Institut für Sozialforschung (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde 1923 durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil und seines Sohnes Felix Weil gegründet. Nach den Anfängen mit einem akademischen Marxismus in den ersten Jahren erhielt das Institut seine schulbildende Bedeutung mit der Übernahme der Leitung durch Max Horkheimer 1931, der es zur zentralen Forschungsstätte der Kritischen Theorie machte. Nach seiner durch die nationalsozialistische Herrschaft erzwungenen Emigration in die USA wurde es 1951 unter der Leitung Max Horkheimers als Forschungs- und Lehrstätte in Frankfurt am Main wiedereröffnet. Nach Horkheimers Rückzug wurden zunächst Theodor W. Adorno, nach dessen Tod Ludwig von Friedeburg geschäftsführende Direktoren. Nachdem Friedeburg 1969 zum Hessischen Kultusminister berufen worden war, wurde Gerhard Brandt, ein ehemaliger Assistent Friedeburgs, 1972 zum Direktor berufen und bildete nach der Rückkehr Friedeburgs 1974 mit ihm eine Doppelspitze. Brandt verließ 1984 das Institut, während Friedeburg bis zu seinem Tod dessen geschäftsführender Direktor blieb, bevor die Institutsleitung in der Zeit von 2001 bis 2018 von Axel Honneth, einem Schüler von Jürgen Habermas, wahrgenommen wurde. Danach lag die kommissarische Leitung bei Ferdinand Sutterlüty. Ihm folgte als Institutsleiter 2021 Stephan Lessenich, der an der Goethe-Universität eine Professur für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung antrat. Er trat dieses Amt mit der Überzeugung an, dass es „wenige sozialwissenschaftliche Institutionen [gibt], zumal in Deutschland, die von einer ähnlichen Aura umgeben sind wie das Institut für Sozialforschung“.
22.06.1919
Der Jurastudent Jens Oliver Lisberg hisst in seinem Heimatort Fámjin die erste Flagge der Färöer.
Jens Oliver Lisberg war ein färöischer Rechtswissenschaftsstudent. Er gilt als Schöpfer des Merkið, der Flagge der Färöer.
22.06.1911
Das britische Königspaar Georg V. und Maria von Teck wird in Westminster Abbey gekrönt.
Georg V. aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war vom 6. Mai 1910 bis zu seinem Tod König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, König der britischen Dominions sowie Kaiser von Indien.
22.06.1893
Während eines Manövers im Mittelmeer kollidieren vor Tripolis die beiden britischen Kriegsschiffe Camperdown und Victoria. 358 Soldaten, unter ihnen Flottenchef Sir George Tryon, finden beim Untergang der HMS Victoria den Tod.
Tripolis ist die Hauptstadt Libyens.
22.06.1865
Die erste Pferdestraßenbahn in Deutschland nimmt in Berlin zwischen dem Brandenburger Tor und Charlottenburg über das Knie den Betrieb auf.
Die Berlin-Charlottenburger Straßenbahn (BCS) war ein privates Straßenbahnunternehmen im Großraum Berlin. Sie wurde 1865 als Berliner Pferde-Eisenbahn (BPfE) gegründet und 1894 anlässlich der bevorstehenden Elektrifizierung umbenannt. Die von ihr am 22. Juni 1865 eröffnete Linie zwischen dem Brandenburger Tor in Berlin und der bis 1920 selbstständigen Stadt Charlottenburg war die erste Straßenbahnlinie Deutschlands. Bis 1914 weitete die Gesellschaft ihr Netz vor allem innerhalb Charlottenburgs aus. Die Linien führten darüber hinaus bis in die Berliner Innenstadt, nach Spandau, Weißensee und Neukölln. Im Jahr 1900 erwarb die konkurrierende Große Berliner Straßenbahn drei Viertel der Anteile an der BCS und übernahm ab 1907 deren Verwaltung. Die vollständige Übernahme fand 1919 statt. Während der zentrale Abschnitt der ersten Strecke der Gesellschaft durch den Großen Tiergarten in den 1930er-Jahren dem Ausbau der Ost-West-Achse zum Opfer fiel, wurde der westliche Ast bis zur Stilllegung des West-Berliner Straßenbahnnetzes am 2. Oktober 1967 befahren. Ein ebenfalls 1865 eröffnetes Teilstück in der Dorotheenstraße ist als der älteste noch vorhandene Streckenabschnitt im Netz der Berliner Straßenbahn in Betrieb.
22.06.1825
Bei der Rückeroberung der etwa 10.000 Einwohner umfassenden Stadt Tripoli auf dem Peloponnes durch ägyptische Truppen des Osmanischen Reichs unter Ibrahim Pascha wird die christliche Bevölkerung massakriert und der Ort niedergebrannt. Damit wird ein griechisches Massaker des Jahres 1821 an der türkischen Festungsbesatzung und Zivilisten anlässlich der Griechischen Revolution gerächt.
Tripoli ist die Hauptstadt der Region Peloponnes in Griechenland und die Metropole Arkadiens. Die Gemeinde beherbergt rund 47.000 Einwohner, in der Kernstadt Tripoli selbst leben etwa 31.000 Menschen. Tripoli wurde zuletzt 2011 durch Eingemeindungen erheblich vergrößert und umfasst das Gebiet der ehemaligen Provinz Mandinia, die bis 1997 bestand.
22.06.1815
Napoléon Bonaparte dankt zum zweiten und letzten Mal als Kaiser der Franzosen ab.
Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.
22.06.1784
Per Edikt verbietet Kurfürst Karl Theodor von Bayern alle ohne landesherrliche Bestätigung gegründeten Geheimgesellschaften, darunter den Illuminatenorden.
Karl Philipp Theodor war seit dem 31. Dezember 1742 als Karl IV. Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz sowie Herzog von Jülich-Berg. Seit dem 30. Dezember 1777 war er als Karl II. auch Kurfürst von Bayern und damit der erste Herrscher Pfalzbayerns. Seine Regierungszeit hatte enorme Bedeutung für die kulturelle, ökonomische und infrastrukturelle Entwicklung des süddeutschen Raumes in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
22.06.1772
Mit einem Grundsatzurteil auf eine Klage des Sklaven James Somerset hin erklärt der britische Landoberrichter William Murray, Earl of Mansfield, die Sklaverei in Großbritannien für ungesetzlich.
James Somerset, auch James Somersett oder James Summersett war ein afrikanischer Sklave, der durch eine Klage vor dem höchsten Gericht Englands bekannt wurde, in der er im Dezember 1771 seine Freiheit forderte und sie im Juni 1772 auch erhielt.
22.06.1675
König Karl II. von England gründet das Observatorium in Greenwich, das seit 1884 den Nullmeridian markiert.
Karl II. aus dem Haus Stuart war König von England, Schottland und Irland.
22.06.1634
Der niederländische Maler Rembrandt van Rijn heiratet Saskia van Uylenburgh.
Rembrandt Harmenszoon van Rijn, bekannt unter seinem Vornamen Rembrandt, gilt als einer der bedeutendsten und bekanntesten niederländischen Künstler des Barock. Sein Schaffen fiel in die Epoche des Goldenen Zeitalters, als die Niederlande eine politische, wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit erlebten. Rembrandt studierte bei Pieter Lastman, eröffnete 1625 in Leiden sein erstes Atelier und zog bald Aufmerksamkeit auf sich. 1631 siedelte er nach Amsterdam um, wo er sich zu einem gefeierten Künstler entwickelte. Trotzdem litt er zeitweise unter erheblichen finanziellen Problemen, ging 1656 in Insolvenz und starb in Armut.
22.06.1633
Der italienische Physiker und Mathematiker Galileo Galilei wird wegen seines Eintretens für das heliozentrische Weltbild von Kopernikus von der Inquisition mit Publikationsverbot und lebenslanger Kerkerhaft verurteilt.
Galileo Galilei war ein italienischer Universalgelehrter, Physiker, Astrophysiker, Mathematiker, Ingenieur, Astronom, Philosoph und Kosmologe. Viele seiner Entdeckungen – vor allem in der Mechanik und der Astronomie – gelten als bahnbrechend. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Berühmt wurde er auch dadurch, dass die katholische Kirche ihn verurteilte, weil einige seiner Theorien ihrer damaligen Auslegung der Bibel widersprachen; 1992 rehabilitierte sie ihn.
22.06.1593
In der Schlacht bei Sissek können kroatisch-habsburgisch-ungarische Truppen ein über den Grenzfluss Kupa eingedrungenes osmanisches Heer, das zahlenmäßig stark überlegen ist, besiegen. Der Tod von 20.000 seiner Soldaten und ihres Befehlshabers veranlasst Sultan Murad III. zur formellen Kriegserklärung gegenüber Kaiser Rudolf II., womit der so genannte Lange Türkenkrieg ausbricht.
In der Schlacht bei Sissek, auch Schlacht bei Sisak beim Zusammenfluss von Save und Kupa trafen am 22. Juni 1593 habsburgische Truppen unter den drei Befehlshabern Ruprecht von Eggenberg, Andreas von Auersperg und Toma Erdődy auf osmanische Truppen unter Telli Hassan Pascha, dem Beylerbey von Bosnien.
22.06.1527
Prinz Fatahillah aus dem Königreich Demak zerstört mit seinen Truppen die mit den Portugiesen verbündete Hafenstadt Sunda Kelapa im heutigen Indonesien und errichtet in der Folge an der gleichen Stelle die Stadt Jakarta.
Sunda Kelapa ist der älteste Hafen der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Nach der Zerstörung in einem Krieg 1527 erfolgte die Gründung der heutigen Hauptstadt.
22.06.1476
Die Schweizer Eidgenossen besiegen im Rahmen der Burgunderkriege Karl den Kühnen in der Schlacht bei Murten.
Als Alte Eidgenossenschaft wird die Schweizerische Eidgenossenschaft in der Form bezeichnet, wie sie von den ersten Bündnissen im 13./14. Jahrhundert bis zum Einmarsch der Franzosen und dem Beginn der Helvetik 1798 bestand. Die Alte Eidgenossenschaft war staatsrechtlich gesehen ein lockerer Staatenbund, der stark von den Machtinteressen der einzelnen Mitglieder geprägt war. Sie bestand aus den als «Orte» bezeichneten autonomen Mitgliedsstaaten mit ihren jeweiligen Untertanengebieten sowie den Zugewandten Orten und den Gemeinen Herrschaften.
22.06.1450
Der Erste Markgrafenkrieg endet mit einem Friedensschluss in Bamberg. Die Freie Reichsstadt Nürnberg erhält alle von Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach eroberten Gebiete zurück.
Der Erste Markgrafenkrieg (1449–1450) entstand aufgrund von Zwistigkeiten zwischen dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach und der Reichsstadt Nürnberg. Dabei forderte Albrecht, dritter Sohn Friedrichs I. von Brandenburg, Besitz zurück, der ehemals seiner Familie gehört hatte.
22.06.1372
Im Hundertjährigen Krieg beginnt die zweitägige Seeschlacht von La Rochelle zwischen einer französisch-kastilischen und einer englischen Flotte.
Als Hundertjähriger Krieg wird die Zeit von 1337 bis 1453 bezeichnet, bezogen auf den zu dieser Zeit herrschenden bewaffneten anglofranzösischen Konflikt sowie den ebenfalls zu der Zeit stattfindenden französischen Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons.
22.06.0816
Stephan IV. wird als Nachfolger von Leo III. zum Papst gewählt.
Stephan IV. (V.) war als Nachfolger Leos III. vom 22. Juni 816 bis zum 24. Januar 817 Papst.
22.06.0813
In der Schlacht von Adrianopel fügen die Bulgaren knapp zwei Jahre nach der Schlacht am Warbiza-Pass dem Byzantinischen Reich unter Michael I. eine weitere schwere Niederlage zu und tauchen fünf Tage später vor den Toren Konstantinopels auf.
Die Schlacht von Adrianopel vom 22. Juni 813 wird auch Schlacht von Wersinikia genannt. Sie war der Versuch des Byzantinischen Reichs, die verheerende Niederlage gegen die Bulgaren in der Schlacht am Warbiza-Pass zwei Jahre zuvor wieder wettzumachen. Damals war der Kaiser Nikephoros I. gefallen und der Thronfolger Staurakios so schwer verletzt worden, dass ihn Michael I. Rangabe nach nur wenigen Wochen absetzen konnte.
22.06.0431
Das dritte ökumenische Konzil, das Konzil von Ephesos, beginnt.
Ökumenische Konzilien sind Versammlungen, auf denen Verantwortliche aus der christlichen Kirche der ganzen Welt zur Beratung und gemeinsamen Entscheidung bedeutsamer strittiger Fragen zusammenkommen. Deswegen erheben ökumenische Konzilien auch Anspruch auf weltweite Geltung ihrer Entscheidungen. In der Geschichte des 1. Jahrtausends ist der Begriff der Oikumene praktisch identisch mit (Süd-)Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika, wo ihre Entscheidungen als verbindliche Lehrnorm rezipiert wurden.
22.06.0363
Nach der vergeblichen Belagerung von Ktesiphon während des Feldzugs des römischen Kaisers Julian gegen die Sassaniden kommt es zur Schlacht von Maranga, die unentschieden endet. In einem weiteren Gefecht vier Tage später erleidet der Kaiser schwere Verletzungen, denen er erliegt. Sein Nachfolger Jovian muss einem für Rom ungünstigen Frieden zustimmen.
Seleukeia-Ktesiphon war eine Doppelstadt in Mesopotamien, die aus den zusammenwachsenden Städten Seleukeia am Tigris und Ktesiphon gebildet wurde. Mit der Zeit lagerten sich weitere Stadtteile wie etwa Veh-Ardaschir an.
01.01.1970
Dem römischen Heer unter Aemilius Paullus gelingt es nach dreijähriger Kriegsführung, die makedonischen Streitkräfte in der Schlacht von Pydna in Griechenland zu besiegen und damit das Diadochenreich der Antigoniden zu vernichten.
Das Römische Reich war das von den Römern, der Stadt Rom bzw. dem römischen Staat beherrschte Gebiet zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und 7. Jahrhundert n. Chr., wobei eine eindeutige Abgrenzung weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich ist. Die Bezeichnung Imperium Romanum für den römischen Machtbereich ist seit der Zeit Ciceros belegt. Die seit Augustus übliche staatsrechtliche Bezeichnung lautete Senatus Populusque Romanus (S.P.Q.R.) – „Der Senat und das Volk von Rom“.