Historische Ereignisse am Sonntag, 22. März
62 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 22. März statt — von 752 bis 2020. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Der 22. März ist in der Geschichtsdokumentation ein Datum mit erheblicher Bedeutung. Besonders hervorzuheben sind zwei Ereignisse europäischen Ursprungs, die tiefgreifende Auswirkungen hatten. Im Jahr 2017 ereignete sich ein Terroranschlag vor dem Palace of Westminster in London, bei dem ein Angreifer mehrere Passanten tötete und zahlreiche weitere verletzte, bevor er von Einsatzkräften erschossen wurde. Ein weiteres prägendes Ereignis fällt auf das Jahr 2016, als Terroranschläge in Brüssel an drei Orten stattfanden. Drei Selbstmordattentäter verübten Anschläge am Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Stadtzentrum, die 32 Todesfälle und etwa 230 Verletzte zur Folge hatten.
Unter den historischen Persönlichkeiten, deren Lebensweg sich mit diesem Datum verbindet, ist der russische Kosmonaut Waleri Wladimirowitsch Poljakow bemerkenswert. Im Jahr 1995 kehrte er von seinem Raumstationeinsatz zur Erde zurück, nachdem er 417 Tage im All verbracht hatte. Dies bleibt bis heute der längste Aufenthalt einer Einzelperson in einer Raumstation und stellt ein herausragendes Kapitel der bemannten Raumfahrtsgeschichte dar.
Die Historie dieses Datums erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte und umfasst kulturelle, politische und wissenschaftliche Meilensteine verschiedenster Art. DayAtlas bietet umfassende Informationen zu Ereignissen, bekannten Geburts- und Sterbetagen für beliebige Daten und Orte an.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 1. April.
22.03.2020
Wegen der COVID-19-Pandemie in Deutschland werden Regelungen zur räumlichen Distanzierung veröffentlicht.
Die COVID-19-Pandemie in Deutschland ist ein regionales Teilgeschehen des weltweiten Ausbruchs der Atemwegserkrankung COVID-19, das in Deutschland im Januar 2020 begann. Im Mai 2023 hob die WHO den „internationalen Gesundheitsnotstand“ auf. Diese Feststellung der WHO bedeutet jedoch nicht, dass das Virus seine Gefährlichkeit verloren hätte, und bedeutet auch keine Änderung an der Einstufung als Pandemie.
22.03.2017
Bei einem Terroranschlag vor dem Palace of Westminster in London tötet ein Angreifer mit einem Fahrzeug zunächst mehrere Passanten und verletzt rund 40 weitere zum Teil schwer. Nachdem er anschließend einen Polizisten erstochen hat, wird er von Einsatzkräften erschossen.
Der Terroranschlag in London am 22. März 2017 fand auf der Westminster-Brücke und auf dem Gelände des Westminsterpalastes im Londoner Regierungsviertel statt. Er ereignete sich knapp zwölf Jahre nach den letzten Terroranschlägen in London am 7. Juli 2005 und am ersten Jahrestag der Anschläge von Brüssel 2016. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.
22.03.2016
Bei Terroranschlägen in Brüssel werden von drei Selbstmordattentätern am Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Stadtzentrum 32 Menschen getötet sowie 230 verletzt.
Die Terroranschläge in Brüssel am 22. März 2016 waren Selbstmordattentate, die am Flughafen Brüssel-Zaventem sowie in der Brüsseler Innenstadt verübt wurden. Zu den Anschlägen bekannte sich laut einer ihr nahestehenden sogenannten Nachrichtenagentur die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Am Morgen des 22. März 2016 sprengten sich zwei Terroristen am Flughafen Brüssel-Zaventem und ein weiterer in der Brüsseler Innenstadt im U-Bahnhof Maalbeek/Maelbeek in die Luft. Letzterer liegt in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden einiger EU-Behörden, darunter der Europäischen Kommission. Nach offiziellen Angaben kamen 32 Menschen aus 22 Ländern ums Leben, dazu drei der Attentäter, und mehr als 300 wurden verletzt.
22.03.2007
Der österreichisch-deutsche Spielfilm Die Fälscher von Stefan Ruzowitzky über die nationalsozialistische Aktion Bernhard im Zweiten Weltkrieg mit Karl Markovics in der Hauptrolle hat seinen Kinostart.
Die Fälscher ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm. Der vom Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky inszenierte Film basiert auf einem realen Geschehen und handelt vom größten Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs, der Aktion Bernhard. Das Drehbuch basiert auf dem Buch Des Teufels Werkstatt. Im Fälscherkommando des KZ-Sachsenhausen von Adolf Burger (1989).
22.03.2006
Die baskische separatistische Terrororganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA) kündigt einen dauerhaften Waffenstillstand an, der am 24. März in Kraft treten soll.
Das Baskenland ist eine an der Südspitze der Biskaya am Atlantik gelegene Region auf dem Gebiet Spaniens und Frankreichs. Das spanische Baskenland umfasst die drei Provinzen der Autonomen Gemeinschaft Baskenland; zusätzlich wird je nach ideologischem Standpunkt auch die Autonome Gemeinschaft Navarra ganz oder teilweise zum Baskenland gerechnet. Das französische Baskenland, im Baskischen Iparralde genannt, bildet den Westen des französischen Départements Pyrénées-Atlantiques.
Der Gründer der peruanischen Untergrundorganisation Movimiento Revolucionario Túpac Amaru, Victor Polay, wird von einem Gericht zu 32 Jahren Haft verurteilt.
Peru ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Die Etymologie des Landesnamens wird in der etymologischen Liste der Ländernamen erläutert.
22.03.2004
Der Gründer der islamistischen Terrororganisation Hamas, Ahmad Yasin, wird am frühen Morgen von israelischen Kampfhubschraubern in Gaza getötet. Bei dem Angriff kommen neun weitere Menschen ums Leben.
Die Hamas ist eine palästinensische sunnitisch-islamistische Organisation, die international von 41 Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft wurde. Sie wurde im Dezember 1987 anlässlich der Ersten Intifada im Gazastreifen als regionaler Ableger der Muslimbruderschaft durch Scheich Ahmed Yassin und weitere Muslimbrüder gegründet. Als arabisches Akronym HAMAS steht der Name der Organisation auch für „Eifer“ bzw. „Glaubenseifer“. Die Hamas besteht aus einer politischen Partei, einer Hilfsorganisation und den paramilitärischen Izz-ad-Din-al-Qassam-Brigaden. Ihre gesamte Mitgliederzahl wurde bis Oktober 2023 auf 35.000 bis 80.000 geschätzt. Das erklärte Ziel der Hamas ist es, den Staat Israel zu vernichten und auf dessen Gebiet einen vom Islam geprägten Gottesstaat zu errichten.
22.03.2003
Weltweit werden Friedensdemonstrationen gegen den seit zwei Tagen von den USA und der „Koalition der Willigen“ gegen den Irak geführten Irakkrieg abgehalten.
Eine Demonstration, verkürzt auch Demo, ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen zum Zwecke der gemeinsamen Meinungsäußerung. Gelegentlich werden Demonstrationen auch als Aufmarsch bezeichnet, insbesondere, wenn sie in extremistischem Kontext stehen.
22.03.2000
Der Aktienindex S&P 500, der 500 der größten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, durchbricht erstmals die 1.500 Punkte-Marke.
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Entwicklung von ausgewählten Aktienkursen. Er soll die Entwicklung auf diesem Teilmarkt des weltweiten Finanzgeschehens repräsentativ dokumentieren. Den Ausgangspunkt für die Berechnung eines Aktienindex bildet stets ein bestimmter Zeitpunkt. Die nachfolgenden Änderungen der Kennzahl Aktienindex im Zeitablauf spiegeln fortan die Wertentwicklung (Performance) der im hypothetischen Portfolio enthaltenen Aktien wider. Aktienindizes eignen sich im Allgemeinen als ein einfaches, aber dennoch nützliches Stimmungsbarometer („Börsenbarometer“) für bestimmte Wirtschaftsbereiche.
22.03.1997
Der 1995 von Alan Hale und Thomas Bopp entdeckte Komet Hale-Bopp erreicht seinen erdnächsten Punkt. Er gilt als einer der „Großen Kometen“ des 20. Jahrhunderts.
Alan Hale ist ein US-amerikanischer Astronom.
22.03.1995
Der russische Kosmonaut Waleri Wladimirowitsch Poljakow kehrt nach dem mit 417 Tagen bisher längsten Aufenthalt in einer Raumstation zur Erde zurück.
Ein Raumfahrer ist ein Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war Juri Gagarin; er umrundete am 12. April 1961 einmal die Erde. Zwei Jahre darauf war Walentina Tereschkowa als erste Frau im Weltraum.
22.03.1994
Steven Spielbergs Holocaust-Drama Schindlers Liste wird mit sieben Academy Awards ausgezeichnet, unter anderem in der Kategorie Bester Film.
Steven Allan Spielberg ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.
22.03.1989
Dem Eishockey-Torwart der Buffalo Sabres, Clint Malarchuk, wird bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit einem Gegner eine Halsvene aufgeschnitten. Er überlebt die schwere Verletzung und steht schon nach einer Woche wieder auf dem Eis.
Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern. Die Spielzeit beträgt üblicherweise dreimal 20 Minuten netto. Da bei jeder Spielunterbrechung die Uhr angehalten wird, dauert ein Spiel etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.
22.03.1986
Trevor Berbick gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Pinklon Thomas in Las Vegas durch einen Sieg nach Punkten.
Trevor Berbick war ein jamaikanischer Schwergewichtsboxer und WBC-Weltmeister. Obwohl er einen völlig unspektakulären Kampfstil hatte, bestritt er viele wichtige Kämpfe, so den letzten Kampf Alis, den Titelgewinn Tysons und die ersten Niederlagen von Greg Page und Pinklon Thomas.
22.03.1985
Das Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht wird von 28 Staaten unterzeichnet.
Das Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht vom 22. März 1985 ist ein von 198 Staaten unterzeichneter völkerrechtlicher Vertrag. Es regelt vorwiegend Formalitäten und wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen verwaltet. Konkrete Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht sind durch das Montrealer Protokoll geregelt. Das Übereinkommen ist das erste Abkommen, das von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen ratifiziert wurde.
22.03.1975
Im Kernkraftwerk Browns Ferry bei Decatur (Alabama) bricht beim Hantieren eines Technikers mit offenem Licht ein Feuer aus, das eine Außerbetriebnahme des Kernreaktors zur Folge hat.
Das Kernkraftwerk Browns Ferry befindet sich in den Vereinigten Staaten von Amerika am Tennessee River in der Nähe von Athens und Decatur, Alabama, auf der Nordseite des Wheeler Lake. Die aus drei General Electric-Siedewasserreaktoren bestehende Anlage ist nach einer Fähre benannt, die auf dem Gelände bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts betrieben wurde. Der Eigentümer und Betreiber ist die Tennessee Valley Authority. Das Kraftwerk besitzt einreihige Zellenkühler.
22.03.1974
Der Deutsche Bundestag beschließt, das Volljährigkeitsalter zum 1. Januar 1975 von 21 auf 18 Jahre herabzusetzen.
Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.
22.03.1968
Linke Studierende gründen an der philosophischen Fakultät in Nanterre die Bewegung 22. März und besetzen das dortige Verwaltungsgebäude zur Durchsetzung verschiedener politischer Forderungen. Führende Sprecher der Gruppe sind Daniel Bensaïd und Daniel Cohn-Bendit.
Nanterre ist ein am Ufer der Seine gelegener westlicher Vorort der französischen Hauptstadt Paris. Die Gemeinde mit 97.783 Einwohnern ist Sitz des Départements Hauts-de-Seine und seit 1966 Sitz des Bistums Nanterre. Die Einwohner dieser Banlieue wurden früher Nanterrois und heute Nanterriens genannt.
22.03.1965
Nicolae Ceaușescu wird mit seinem Aufstieg zum Generalsekretär des Zentralkomitees der Rumänischen Kommunistischen Partei Nachfolger seines Förderers Gheorghe Gheorghiu-Dej als Machthaber in Rumänien.
Nicolae Ceaușescu [nikoˈla.e t͡ʃauˈʃesku] war ein rumänischer Politiker. Als Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei, Staatspräsident und Vorsitzender des Staatsrates war er von 1965 bis 1989 der neostalinistische Diktator der Sozialistischen Republik Rumänien.
22.03.1963
In Großbritannien erscheint die erste LP der Beatles Please Please Me. Fast alle Titel wurden am 11. Februar in einer einzigen Aufnahmesession eingespielt.
Die Schallplatte ist ein mit analogen Daten bespielter und meist kreisförmiger Tonträger mit einem Mittelloch, deren heute beidseitige Rillen zur Wiedergabe von Schallsignalen dienen.
22.03.1962
Der Grundwehrdienst in der Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland wird auf 18 Monate verlängert.
Die Wehrpflicht ist die Pflicht eines Staatsbürgers, für einen gewissen Zeitraum in den Streitkräften oder einer anderen Wehrformation seines Landes zu dienen. Ob und für wen eine Wehrpflicht besteht, ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich geregelt. Es kann einerseits zwischen einer allgemeinen Wehrpflicht, bei der die große Mehrheit der jungen Männer eingezogen wird, oder andererseits einer selektiven Wehrpflicht unterschieden werden, bei der nur eine bestimmte Anzahl der Bürger oder bestimmte Bildungs- und Berufsgruppen zum Dienst herangezogen werden.
22.03.1948
Die Dänische Rechtschreibreform tritt in Kraft. Sie schafft die Großschreibung von Substantiven ab und führt den Buchstaben Å ein.
Die dänische Rechtschreibreform von 1948 legte den Grundstein für die heute gültige Rechtschreibung der dänischen Sprache.
22.03.1946
In der britischen Besatzungszone wird durch Fusion der Deutschen Aufbaupartei und der Deutschen Konservativen Partei die Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP) gegründet. Sie schließt sich vier Jahre später mit der Nationaldemokratischen Partei zur rechtsextremen Deutschen Reichspartei zusammen.
Die Deutsche Aufbaupartei war eine rechtsextreme Partei in der Nachkriegszeit in Deutschland. Die Gründung erfolgte am 31. Oktober 1945 in Gronau. Wichtigste Gründungsmitglieder waren Reinhold Wulle und Joachim von Ostau. Die Partei sah sich in der Tradition der DVFP und vertrat nationalistische und monarchistische Positionen.
Mit dem Vertrag von London entlässt Großbritannien das bisherige Mandatsgebiet Transjordanien unter Emir Abdallah ibn Husain in die Unabhängigkeit.
Der Anglo-Transjordanische Vertrag war ein völkerrechtliches Vertragswerk zwischen Transjordanien und dem Vereinigten Königreich.
22.03.1945
Bei der Bombardierung Hildesheims werden der Dom und die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern fast vollständig zerstört.
Die Luftangriffe auf Hildesheim in den letzten zehn Monaten des Zweiten Weltkrieges zerstörten die niedersächsische Stadt Hildesheim zu großen Teilen. In der Zeit von Juli 1944 bis März 1945 war Hildesheim siebenmal Ziel von Einheiten der United States Army Air Forces (USAAF), der Royal Air Force (RAF) und der Kanadischen Luftstreitkräfte (RCAF). Beim letzten und schwersten Angriff von RAF und RCAF, der in der Mittagszeit des 22. März 1945 dem Zentrum und der Altstadt galt, kamen 824 Menschen ums Leben.
Die arabischen Staaten Ägypten, Irak, Transjordanien, Jemen, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien gründen in Kairo die Arabische Liga zwecks außenpolitischer Zusammenarbeit und friedlicher Beilegung gegenseitiger Konflikte.
Kairo ist die Hauptstadt Ägyptens und die größte Stadt der arabischen Welt. Sie wurde 969 von dem fatimidischen Feldherrn Dschauhar as-Siqillī gegründet. Die Stadt hat keine klar definierten Grenzen und unter dem Namen Kairo kann entweder die Metropolregion, das Gouvernment, der urbane Kern des Gouvernements oder der urbane Kern des Metropolgebiets, das sich über mehrere Gouvernements erstreckt, gemeint sein.
22.03.1944
Bei einem Bombenangriff auf Frankfurt am Main wird die gotische Altstadt fast vollständig vernichtet, 1.001 Menschen sterben.
Etwa 75 Luftangriffe auf Frankfurt am Main wurden im Zweiten Weltkrieg ab Juni 1940 von der Royal Air Force (RAF) und ab Oktober 1943 auch von den United States Army Air Forces (USAAF) bis März 1945 geflogen. Dabei fielen über 26.000 Tonnen Bomben auf das Stadtgebiet. Mehrere Angriffe ab Oktober 1943, vor allem zwei sogenannte Tausend-Bomber-Angriffe am 18. und 22. März 1944, veränderten das Gesicht der Stadt für immer.
22.03.1943
Auf der Suche nach Partisanen im Zweiten Weltkrieg umstellt die SS die weißrussische Ortschaft Chatyn, treibt über 150 Menschen in eine Scheune und verbrennt sie bei lebendigem Leib. Aus diesem Anlass errichtete die Sowjetunion 1969 dort die Nationale Gedenkstätte der Republik Belarus.
Ein Partisan ist ein bewaffneter Kämpfer, der nicht zu den regulären Streitkräften eines Staates gehört. Die Bezeichnung Guerilla bezieht sich auf Widerstandskämpfer seit den Napoleonischen Feldzügen auf der Iberischen Halbinsel und in anderen Weltteilen im spanischen Sprachraum.
22.03.1942
Das Zweite Seegefecht im Golf von Syrte nördlich von Libyen während des Zweiten Weltkriegs zwischen der britischen und der italienischen Marine wird wegen der Dunkelheit ohne Entscheidung abgebrochen.
Das Zweite Seegefecht im Golf von Syrte fand am 22. März 1942 nördlich von Libyen statt. Beteiligt waren auf britischer Seite fünf Kreuzer und elf Zerstörer, auf italienischer Seite ein Schlachtschiff, drei Kreuzer und zehn Zerstörer. Die Italiener versuchten, einen britischen Versorgungskonvoi nach Malta abzufangen. Den unterlegenen Briten gelang es, die italienischen Marineeinheiten vom Konvoi abzudrängen. Jedoch gingen alle vier Transporter des Konvois durch Luftangriffe verloren und nur ein kleiner Teil der Ladung erreichte Malta. Im Dezember 1941 hatte in der Großen Syrte das Erste Seegefecht im Golf von Syrte stattgefunden, als die Sicherungseinheiten von Nachschubkonvois nach Malta bzw. Tripolis aufeinander stießen. Ergebnisse wurden auf keiner Seite erzielt, weil jeder Verband sein Schutzobjekt zu decken versuchte, ohne von den lohnenden Zielen auf der anderen Seite zu wissen.
22.03.1939
Auf massiven Druck der Nationalsozialisten tritt Litauen das Memelland an das Deutsche Reich ab. Truppen der deutschen Wehrmacht besetzen am gleichen Tag die Hauptstadt Memel.
Die Geschichte Litauens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Litauen und der historischen litauischen Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist eng verbunden mit der der Kiewer Rus, der Geschichte Russlands, der Geschichte Deutschlands und insbesondere der Geschichte Polens sowie der Geschichte von Belarus. Die erste Erwähnung Litauens in westlichen Quellen stammt aus dem Jahr 1009. Litauen trat als geeintes Staatswesen spätestens im 13. Jahrhundert in Erscheinung.
22.03.1935
Vom Berliner Funkturm wird das erste reguläre Fernsehprogramm der Welt abgestrahlt. Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky eröffnet die Ausstrahlung des Fernsehsenders „Paul Nipkow“.
Der Berliner Funkturm ist ein 146,7 Meter hoher Stahlfachwerkturm auf dem Messegelände im Berliner Ortsteil Westend und eines der Wahrzeichen der Stadt. Der vom Architekten Heinrich Straumer entworfene Sendeturm wurde 1926 zur 3. Großen Deutschen Funk-Ausstellung Berlin in Betrieb genommen und ist damit 43 Jahre älter als der Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz. Seit 1966 steht der Funkturm unter Denkmalschutz.
22.03.1920
Der deutsche Reichswehrminister des Kabinetts Bauer, Gustav Noske, muss infolge des Kapp-Putsches zurücktreten, weil ihm „Unterstützung der Konterrevolution“ vorgeworfen wird.
Das Reichswehrministerium (RWM) wurde entsprechend der Reichsverfassung der Weimarer Republik im Oktober 1919 aus den vier Kriegsministerien (vor allem dem preußischen Kriegsministerium) und dem Reichsmarineamt gegründet; diese Institutionen waren aus dem Kaiserreich überkommen. Das Wehrgesetz vom 21. Mai 1935 verfügte die Umbenennung in Reichskriegsministerium.
22.03.1915
Die Belagerung von Przemyśl, die größte im Ersten Weltkrieg, endet mit der Kapitulation der österreich-ungarischen Truppen vor den russischen Streitkräften.
Die Belagerung von Przemyśl war die personalintensivste Belagerung des Ersten Weltkriegs und eine schwere Niederlage für Österreich-Ungarn. Eine erste Einschließung durch die russische Armee erfolgte vom 16. September 1914 bis zum 11. Oktober. Am 9. November begann ein zweiter Belagerungsversuch, der 133 Tage andauerte. Die noch aus 110.000 Soldaten bestehende österreichisch-ungarische Garnison kapitulierte am 22. März 1915 und ging in russische Kriegsgefangenschaft.
22.03.1911
In Kiel läuft mit der Kaiser das erste mit Turbinen angetriebene deutsche Linienschiff vom Stapel.
Kiel ist die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Mit 252.668 Einwohnern ist sie dessen bevölkerungsreichste Stadt. Als Holstenstadt tom Kyle im 13. Jahrhundert gegründet, wurde sie im Jahr 1900 zur Großstadt. Heute ist Kiel die nördlichste Großstadt Deutschlands und gehört zu den 30 größten Städten Deutschlands. Die Stadt ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Kiel-Region.
22.03.1907
Der Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, Friedrich von Lindequist, stellt ein Viertel des Landes unter Naturschutz und schafft damit die Grundlage für den heutigen Etosha-Nationalpark.
Deutsch-Südwestafrika war von 1884 bis 1915 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Staates Namibia. Mit einer Fläche von 835.100 km² war es ungefähr anderthalbmal so groß wie das Deutsche Kaiserreich. Deutsch-Südwestafrika war die einzige der deutschen Kolonien, in der sich eine nennenswerte Anzahl deutscher Siedler niederließ.
22.03.1906
In Hamburg läuft der Panzerkreuzer (Großer Kreuzer) Scharnhorst, das spätere Flaggschiff des deutschen Ostasiengeschwaders, vom Stapel.
Als Panzerkreuzer wird ein Kriegsschifftyp bezeichnet, der von ca. 1870 bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg gebaut wurde. Es handelte sich um große, stark bewaffnete und gut geschützte Kreuzer. Charakteristisch war die Panzerung der Schiffsseiten. Abhängig vom Zeitraum und den Vorstellungen der jeweiligen Marine waren Panzerkreuzer für die verschiedensten Aufgaben vorgesehen: Angriffe auf die gegnerischen oder der Schutz der eigenen Seeverbindungen, kampfkräftiges Schiff für Übersee, Aufklärung für die eigene Schlachtflotte, Bekämpfung feindlicher Schlachtschiffe zur Unterstützung der eigenen Schlachtflotte oder, insbesondere für kleinere Marinen, kostengünstige Alternative zu Schlachtschiffen.
22.03.1897
Bei Müngsten, einer Hofschaft an der Wupper zwischen Solingen und Remscheid, findet das Richtfest für die Kaiser-Wilhelm-Brücke statt. Die von Anton von Rieppel erbaute Brücke ist eine genietete Stahlgitterkonstruktion und die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.
Müngsten war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine Ansiedlung sowie ein Industrie- und ein beliebter Ausflugsort. Heute ist Müngsten nur noch eine Flurbezeichnung für das Grenzgebiet der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid am Zusammenfluss von Wupper und Morsbach.
22.03.1895
Die Brüder Lumière führen mit dem Cinématographe vor einem geschlossenen Publikum in der Société d’Encouragement à l’Industrie Nationale eine Fassung des Films Arbeiter verlassen die Lumière-Werke vor.
Die Brüder Lumière waren Auguste Marie Louis Nicolas Lumière und Louis Jean Lumière. Sie waren Fotoindustrielle. Sie sind die Urheber des Projektes Domitor, später Cinématographe, in Anlehnung an Edisons Guckkasten auch als Kinétoscope de projection bezeichnet.
22.03.1888
William McGregor gibt in Birmingham die Gründung der englischen Football League bekannt.
William McGregor war ein schottischer Fußballfunktionär im Viktorianischen Zeitalter. Er gilt als Erfinder der englischen „Football League“, die im Jahr 1888 als weltweit erste nationale Fußballliga ins Leben gerufen wurde. Nach seinem Umzug aus dem zentralschottischen Perthshire in das englische Birmingham kam der Tuchhändler in Kontakt mit dem Fußballverein Aston Villa. Er diente diesem Verein in verschiedenen Funktionen als Präsident, Direktor und Vorsitzender über einen Zeitraum von 20 Jahren und half dabei, dass er sich zu einem der führenden englischen Fußballvereine entwickelte. Aus Frust über die chaotischen Terminpläne der Spieltage organisierte er ein Treffen mit den Funktionären der führenden englischen Fußballvereine, das letztlich zur Gründung der Football League führte. Er selbst diente dem Ligaverband unter anderem als Präsident und war zudem noch Vorsitzender des englischen Fußballverbands „Football Association“ (FA).
22.03.1884
Ecuador führt den Sucre als Landeswährung ein.
Ecuador ist eine Republik im Nordwesten Südamerikas zwischen Kolumbien und Peru und hat etwa 18 Millionen Einwohner. Die im Andenhochland (Sierra) auf 2850 m gelegene Hauptstadt heißt Quito; die größte Stadt Guayaquil liegt in der Pazifikküsten-Ebene. Das Land ist nach der Äquatorlinie benannt, die durch den nördlichen Teil des Staatsgebiets verläuft. Die zu Ecuador gehörenden Galápagos-Inseln befinden sich zwischen 928 km und 1272 km westlich der Küste im Pazifik.
22.03.1876
In Berlin wird im Beisein von Kaiser Wilhelm I. die Nationalgalerie eröffnet. Der Bau nach den Plänen von Friedrich August Stüler unter der Leitung von Johann Heinrich Strack hat neun Jahre in Anspruch genommen.
Berlin ist die Hauptstadt und ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Die Großstadt ist mit rund 3,7 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit 891 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde Deutschlands sowie die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. In der Agglomeration Berlin leben mehr als 4,7 Millionen Menschen und in der Metropolregion Berlin-Brandenburg mehr als 6,2 Millionen. Der Stadtstaat besteht aus zwölf Bezirken. Neben den Flüssen Spree, Havel und Dahme befinden sich im Stadtgebiet kleinere Fließgewässer sowie zahlreiche Seen und Wälder.
22.03.1854
Die Uraufführung der Oper Die Nibelungen von Heinrich Dorn findet in Weimar statt.
Heinrich Ludwig Egmont Dorn war ein deutscher Komponist, Dirigent und Musikkritiker.
22.03.1851
Das Königreich Württemberg trennt sich von der privaten Thurn-und-Taxis-Post und richtet einen Staatsbetrieb für den Postdienst ein.
Das Königreich Württemberg war ein von 1806 bis 1918 bestehendes Königtum im Südwesten Deutschlands. Es entstand am 1. Januar 1806 als souveränes Staatswesen auf Betreiben des französischen Kaisers Napoleon I. und ging aus dem erst 1803 zum Kurfürstentum erhobenen Herzogtum Württemberg hervor. Dessen ursprüngliches Gebiet, damals auch Altwürttemberg genannt, war kurz zuvor durch den Reichsdeputationshauptschluss und den Frieden von Pressburg hauptsächlich im Süden und Osten stark erweitert worden; dies hatte seine Fläche nahezu verdoppelt.
22.03.1848
Die Märzgefallenen des Barrikadenaufstands in Berlin werden vor dem Deutschen Dom am Gendarmenmarkt aufgebahrt. Anschließend werden sie auf dem neu geschaffenen Friedhof der Märzgefallenen beerdigt. Auf dem Weg dorthin verbeugt sich der preußische König Friedrich Wilhelm IV. vor ihnen.
Als Märzgefallene bezeichnet man die Todesopfer der Märzrevolution von 1848 in Wien und in Berlin. Die Bezeichnung wurde für weitere Ereignisse aufgegriffen, unter anderem für die Opfer des Kapp-Putsches von 1920 in verschiedenen Städten. Ironisch wurde der Begriff für die hunderttausenden Menschen verwendet, die nach der Reichstagswahl im März 1933 die NSDAP-Mitgliedschaft beantragten, sowie für die letzten ab März 1960 zwangskollektivierten Landwirte in der DDR.
Im Rahmen der Märzrevolutionen in Mitteleuropa besetzt Daniele Manin mit mehreren Begleitern das Arsenal in Venedig, eine wichtige Absicherungsmaßnahme für die Ausrufung der Repubblica di San Marco am Folgetag.
Die Deutsche Revolution von 1848/1849 – bezogen auf die erste Revolutionsphase des Jahres 1848 auch Märzrevolution – war das revolutionäre Geschehen, das sich zwischen März 1848 und Juli 1849 im Deutschen Bund ereignete. Von den Erhebungen betroffen waren auch Provinzen und Länder außerhalb des Bundesgebiets, die unter der Herrschaft der mächtigsten Bundesstaaten Österreich und Preußen standen, so etwa Ungarn, Oberitalien oder Posen.
22.03.1836
Die Oper I Briganti von Saverio Mercadante nach dem Drama Die Räuber von Friedrich Schiller wird am Théâtre-Italien in Paris uraufgeführt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
22.03.1833
Die Königreiche Bayern und Württemberg schließen mit Preußen und dem Großherzogtum Hessen den Zollvereinigungsvertrag ab. Der bestehende Süddeutsche Zollverein geht damit vereinbarungsgemäß am 1. Januar 1834 im Deutschen Zollverein auf.
Das Königreich Bayern war ein Staat in Mitteleuropa. Es bezeichnete den bayerischen Staat zur Zeit der Herrschaft der bayerischen Könige zwischen 1806 und 1918. Das Königreich hatte seinen Ursprung im bayerisch-französischen Vertrag von Brünn vom 10. Dezember 1805 und in dem am 26. Dezember 1805 beim Frieden von Pressburg zwischen den Bevollmächtigten des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte und des römisch-deutschen und österreichischen Kaisers Franz II./I. abgeschlossenen Friedensvertrag, denn Österreich musste nun die Grafschaft Tirol und Vorarlberg an das mit Frankreich verbündete Bayern abtreten. Am 1. Januar 1806 erfolgte in München die Proklamation von Kurfürst Maximilian IV. zu König Maximilian I. Joseph.
22.03.1829
Im ersten von drei Londoner Protokollen legen die drei Großmächte Frankreich, Großbritannien und Russland den Grenzverlauf des künftigen Staates Griechenland fest.
Die Londoner Protokolle zu Griechenland befassen sich mit der Schaffung eines hellenischen Staates. Im ersten Londoner Protokoll vom 22. März 1829 wurden in einem Papier dreier europäischer Großmächte die Grenzen des neuen Staates Griechenland festgelegt. In den Jahren 1830 und 1832 wurden in weiteren Protokollen Modifizierungen der gemeinsamen Vereinbarungen, auch nach Abstimmungen mit dem Osmanischen Reich, getroffen.
22.03.1784
Der Smaragd-Buddha wird vom thailändischen König Rama I. in einer feierlichen Zeremonie von Thonburi in den Tempel Wat Phra Sri Rattana Satsadaram in der neuen Hauptstadt Bangkok gebracht.
Der Smaragd-Buddha ist das National-Heiligtum Thailands. Es handelt sich hier um die etwa 66 cm hohe Buddha-Statue, die im Tempel des Smaragd-Buddha in Bangkok verehrt wird. Er ist nicht – wie etwa der Name oder die Farbe suggerieren mag – aus Smaragd, sondern aus Jade hergestellt.
22.03.1781
Pierre Méchain entdeckt die unter dem Namen Messier 94 bekannte Spiralgalaxie. Spätere Beobachtungen billigen ihr ferner den Status einer Starburstgalaxie zu.
Pierre-François-André Méchain war ein französischer Astronom und Geograph. Er entdeckte acht Kometen sowie 26 Objekte außerhalb des Sonnensystems und nahm an einer Expedition teil, deren Ergebnis als Definition des Meters diente.
22.03.1765
Im britischen Parlament wird der Stamp Act verabschiedet. Dies führt zu heftigen Protesten in den nordamerikanischen Kolonien und gilt als eine Voraussetzung für den späteren Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Das Parlament des Vereinigten Königreichs ist ein Verfassungsorgan der britischen Monarchie. Es besteht aus zwei Kammern, dem House of Commons (Unterhaus) und dem House of Lords (Oberhaus). Beide tagen im Palace of Westminster in London.
Das britische Parlament verabschiedet das Stempelgesetz. Die Stempelsteuer soll in den nordamerikanischen Kolonien erhoben, aber nach London abgeführt werden. Das löst erheblichen Protest und Boykottaktionen der Siedler aus.
Das Parlament des Vereinigten Königreichs ist ein Verfassungsorgan der britischen Monarchie. Es besteht aus zwei Kammern, dem House of Commons (Unterhaus) und dem House of Lords (Oberhaus). Beide tagen im Palace of Westminster in London.
22.03.1739
Eine persische Armee unter Nader Schah plündert und verwüstet Delhi, die Hauptstadt des zuvor besiegten Mogulreiches. Unter anderem wird der sagenhafte Pfauenthron geraubt.
Nader Schah Afschar, eigentlich Nader Qoli, mit dem Titel Ṭahmāsp Qulī, regierte als Schah Persiens von 1736 bis 1747 und gründete die Dynastie der Afschariden. Wegen seiner militärischen Fähigkeiten wurde er von einigen Historikern als „zweiter Alexander“ oder „Napoleon Persiens“ bezeichnet. In seiner Zeit reichte Persien vom Kaukasus bis zum Indus und ans Südufer des Persischen Golfs.
22.03.1622
Opechancanough führt die Stammesföderation der Powhatan zu einem Angriff auf die Siedlungen vor Jamestown und zerstört diese. Die Stadt selbst entgeht dem Massaker nur durch die Warnung des zum Christentum konvertierten Indianerjungen Chanco.
Opechancanough war Häuptling der Pamunkey-Indianer und später Häuptling der Powhatan-Konföderation. Er war der Bruder oder Halbbruder von Wahunsonacock. Er spielte eine wesentliche Rolle in den Englischen Powhatankriegen.
22.03.1621
Auf Anregung des ehemaligen Sklaven Squanto besucht Massasoit, der Obersachem der Wampanoag, die Pilgerväter in der Kolonie Plymouth, um sie um Unterstützung gegen die übermächtigen Narraganset zu bitten.
Squanto, auch Tisquantum genannt, war ein multilingualer Patuxet-Indianer. Er lebte an der Südostküste des heutigen Massachusetts, wurde als Sklave nach Spanien gebracht und gelangte über einen Aufenthalt in London später wieder nach Nordamerika. Ohne seine Hilfe hätten die ersten englischen Kolonisten vermutlich nicht überlebt.
22.03.1599
Auf Geheiß des württembergischen Herzogs Friedrich I. wird die Ideal- und Planstadt Freudenstadt gegründet. Mit dem Bau der geplanten Residenz des Herzogtums wird Heinrich Schickhardt betraut.
Friedrich I. war Graf von Mömpelgard (1558–1608) und seit August 1593 der sechste regierende Herzog von Württemberg (1593–1608).
22.03.1595
Sir Walter Raleigh entdeckt als erster Europäer den Asphaltsee auf Trinidad und verwendet die natürlichen Asphaltvorkommen sofort zum Abdichten seiner Schiffe.
Sir Walter Raleigh war ein englischer Seefahrer, Entdecker, Soldat, Spion, Dichter und Schriftsteller sowie Staatsmann während der Regierungszeit von Elisabeth I.
22.03.1540
Nach über sechs Jahren Fehde gegen das Kurfürstentum Sachsen wegen eines gerichtlichen Fehlurteils wird der ehemalige Kaufmann Hans Kohlhase in Berlin zum Tode verurteilt und am gleichen Tag durch Rädern hingerichtet.
Der Ausdruck Fehde bezeichnet ein Rechtsinstitut, das vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit die Regulierung von Rechtsbrüchen direkt zwischen Geschädigtem und Schädiger ohne Anrufung einer neutralen, dritten Instanz, insbesondere der ordentlichen Gerichtsbarkeit, regelte. Fehdefähig waren nur Freie. Handlungen eines Knechtes wurden seinem Herrn zugerechnet.
22.03.1499
Im Schwabenkrieg kommt es zur ersten größeren Auseinandersetzung. Im Gefecht am Bruderholz bei Basel erleiden Truppen des Schwäbischen Bundes gegen die Alte Eidgenossenschaft eine vernichtende Niederlage.
Der Schwabenkrieg, in der Geschichtsschreibung auch als Schweizerkrieg oder als Engadiner Krieg bezeichnet, war ein von Januar bis September 1499 dauernder kriegerischer Konflikt zwischen einerseits der Schweizerischen Eidgenossenschaft und andererseits dem Haus Habsburg und seinem massgeblichen Verbündeten, dem Schwäbischen Bund, um die Vorherrschaft im habsburgisch-eidgenössischen Grenzgebiet. Wenngleich die Eidgenossen den Krieg militärisch gewannen, konnten sie dadurch keinen Gebietszuwachs verzeichnen.
22.03.1421
In der Schlacht von Baugé wird während des Hundertjährigen Krieges ein englisches Heer von den französisch-schottischen Verbündeten geschlagen. Dabei stirbt auch Thomas of Lancaster, 1. Duke of Clarence, der Bruder des englischen Königs Heinrich V.
Die Schlacht von Baugé war eine militärische Auseinandersetzung im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Sie fand am 22. März 1421 nahe der französischen Stadt Baugé statt. Dabei erlitten die englischen Truppen unter dem Duke of Clarence, dem Bruder des englischen Königs, eine schwere Niederlage. Der Herzog selbst wurde getötet.
22.03.1312
Papst Clemens V. verbietet auf dem Konzil von Vienne den Templerorden. Er erfüllt damit einen Wunsch von Frankreichs König Philipp IV.
Clemens V., ursprünglich Bertrand de Got, war ein französischer Geistlicher und Jurist. Vom 5. Juni 1305 bis zu seinem Tod Papst der katholischen Kirche. 1309 verlegte er die päpstliche Residenz nach Avignon.
22.03.0752
Nach dem Tod von Zacharias wird der älteste Presbyter Stephan vom Volk und Klerus Roms zum Papst bestimmt. Er stirbt jedoch bereits vier Tage später, ohne die Weihen erhalten zu haben.
Zacharias war Papst der katholischen Kirche von 741 bis 752.