Historische Ereignisse am Mittwoch, 23. April

63 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 23. April statt — von 1014 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Mittwoch, 23. April 2025. Auf diesem Datum finden sich zahlreiche historische Ereignisse, die die europäische Geschichte prägen. Im Jahr 2005 wurde Heinz-Christian Strache zum Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs gewählt und übernahm diese Position von Hilmar Kabas. Im selben Jahr lud Jawed Karim, einer der Gründer des Internetportals YouTube, mit dem Video Me at the zoo das erste Video auf die Plattform hoch. Dieses kurze, nur 18 Sekunden lange Video markierte den Beginn einer Plattform, die die Medienlandschaft grundlegend verändern sollte. Ein weiteres bedeutsames Ereignis fällt auf dieses Datum: Im Jahr 2018 trat der armenische Regierungschef Sersch Sargsjan nach nur sechs Tagen im Amt zurück, nachdem anhaltende Massenproteste gegen ihn gerichtet waren.

Die Geschichte des 23. April reicht jedoch deutlich weiter zurück. Bereits in der Antike ereigneten sich auf diesem Datum entscheidende Momente. Im Jahr 1014 besiegten die Truppen des irischen Hochkönigs Brian Boru in der Schlacht von Clontarf die Skandinavier aus Dublin und von der Isle of Man sowie ihre irischen Verbündeten. Obwohl die Überlieferung von einer Vertreibung der Wikinger aus Irland berichtet, war dies eher eine Zäsur, die ihre politische Macht auf der Insel endgültig brach.

Der heutige Tag präsentiert sich meteorologisch typisch für die Jahreszeit. Der Tierkreis zeigt auf Stier, während die Mondsichel in einer bestimmten Phase am Himmel steht. DayAtlas bietet für jedes Datum und jeden Ort eine umfassende Übersicht über das Wetter, historische Ereignisse sowie berühmte Geburts- und Todesfälle, um Nutzer in die Geschichte ihrer Wunschdaten eintauchen zu lassen.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 6. April.

23.04.2018

Auf Grund anhaltender gegen ihn gerichteter Massenproteste tritt der armenische Regierungschef Sersch Sargsjan nach nur sechs Tagen im Amt zurück.

Die Proteste in Armenien fanden in der Hauptstadt Jerewan und weiteren Städten des Landes seit der Wahl Sersch Sargsjans zum Premierminister am 17. April 2018 statt und richteten sich gegen ihn und die regierende Republikanische Partei, denen die Demonstranten unter anderem vorwarfen, für Korruption und Vetternwirtschaft in Armenien verantwortlich zu sein. Anführer der Demonstrationen, an denen zum Teil mehrere Hunderttausende Menschen teilnahmen, war der Oppositionspolitiker und Parlamentsabgeordnete Nikol Paschinjan.


23.04.2005

In Österreich wird Heinz-Christian Strache auf dem Bundesparteitag der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) zum Bundesparteiobmann gewählt. Er übernimmt diese Position von Hilmar Kabas.

Österreich   ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat mit über 9,2 Millionen Einwohnern. Die angrenzenden Staaten sind Deutschland und Tschechien im Norden, die Slowakei und Ungarn im Osten, Slowenien und Italien im Süden sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen.


Jawed Karim, einer der Gründer des Internetportals YouTube, lädt mit Me at the zoo das erste Video hoch.

Jawed Karim ist ein deutsch-US-amerikanischer Internet-Unternehmer und Informatiker. Karim ist einer der drei Gründer des Videoportals YouTube.


23.04.2004

In der lothringischen Stadt Creutzwald schließt das letzte noch betriebene Kohlebergwerk in Frankreich.

Die Region Lothringen ist Teil einer Historischen Landschaft im Nordosten Frankreichs. Sie ist der mittlere Teil der Region Grand Est. Von 1960 bis Ende 2015 bildete Lothringen, deren Namen auf das historische Herzogtum Lothringen zurückgeht, eine eigene Region mit der Hauptstadt Metz, bestehend aus den Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges. Das so definierte Lothringen hat eine Fläche von 23.547 km² und 2.321.083 Einwohner.


23.04.1999

Die NATO bombardiert während der Operation Allied Force im Rahmen des Kosovokrieges das Hauptquartier des Serbischen Rundfunks, wobei 16 Menschen getötet werden.

Operation Allied Force war der Deckname einer militärischen Operation der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, die sie im Rahmen des Kosovokrieges vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Die im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten geführte Militäroperation war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UN-Mandat führte. Die Völkerrechtsmäßigkeit des Einsatzes ist bis heute umstritten.


23.04.1998

In Belgien kann der Kindermörder Marc Dutroux aus einem Gerichtsgebäude fliehen, nach einem Großeinsatz der Polizei jedoch am gleichen Tag wieder in Gewahrsam genommen werden. Als Konsequenz dieser Vorfälle treten der belgische Innenminister Johan Vande Lanotte und der Justizminister Stefaan De Clerck sowie der Polizeichef von ihren Ämtern zurück.

Marc Dutroux [dy'tʁu] ist ein belgischer Mörder und Sexualstraftäter, der zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt wurde. Bis Mitte der 1990er-Jahre entführte und missbrauchte er elf Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren sexuell und ermordete einen seiner Komplizen und zwei von ihm entführte junge Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren. Zwei entführte achtjährige Mädchen verhungerten eingesperrt, während er im Gefängnis war.


23.04.1997

Das Musical Titanic von Maury Yeston und Peter Stone hat seine Uraufführung am Lunt-Fontanne Theatre am Broadway in New York.

Das Musical [ˈmju:zɪkəl] ist eine in der Regel in zwei Akten aufgeführte Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel/Dialog und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet.


23.04.1994

Am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga erzielt Thomas Helmer vom FC Bayern München gegen den 1. FC Nürnberg ein sogenanntes „Phantomtor“. Der DFB erklärt das Tor im Nachhinein für ungültig und lässt das Spiel wiederholen; die Neuansetzung am 3. Mai gewinnen die Bayern mit 5:0.

Erster in der Saison 1993/94 der deutschen Bundesliga und somit Deutscher Meister der Männer wurde der FC Bayern München. Die Saison begann am 7. August 1993 und endete am 7. Mai 1994.


23.04.1990

Bei einer Volksabstimmung stimmen 76 % der Stimmberechtigten für die Rückbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz. Die offizielle Umbenennung erfolgt am 1. Juni.

Die Geschichte der Stadt Chemnitz umfasst die Entwicklungen auf dem heutigen Gebiet der Stadt Chemnitz von der ersten Besiedlung, der ersten urkundlichen Nennung 1143 bis zur Gegenwart. Die Stadt bietet eine reiche Gewerbegeschichte mit Bergbau, Metall- und Textilbetrieben. Die industrielle Entwicklung war rasant und trieb die Einwohnerzahl in den 1920er Jahren auf über 360.000 Personen. Für die Zeit der DDR war die Umbenennung in Karl-Marx-Stadt markant.


23.04.1988

Der Radrennfahrer Kanellos Kanellopoulos fliegt das allein mit Muskelkraft angetriebene Flugzeug Daedalus 88 in knapp vier Stunden von Kreta nach Santorin.

Kanellos Kanellopoulos ist 14-facher griechischer Meister im Radsport und Extremsportler.


23.04.1982

Wegen Streitigkeiten über eine Kontrollstelle auf der Straße, die die Florida Keys mit dem Festland verbindet, ruft der Bürgermeister von Key West, Dennis Wardlow, die unabhängige Conch Republic aus und erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg. Eine Minute später kapituliert die Mikronation bedingungslos und bittet um Wiederaufbauhilfe. Die medienwirksame Aktion führt schließlich zur Schließung der Kontrollstelle.

Die Florida Keys sind eine Kette aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 Kilometern (180 Meilen). Sie liegen vor der Südspitze der Halbinsel Florida zwischen dem Golf von Mexiko und dem Atlantischen Ozean. Die Bezeichnung ist abgeleitet von dem spanischen Wort Cay für Sandinsel.


23.04.1976

In Ost-Berlin wird der Palast der Republik nach 32-monatiger Bauzeit feierlich eröffnet. Er wird die Volkskammer der DDR beherbergen, aber auch als Volksheim und Kulturhaus genutzt werden.

Der Palast der Republik war ein Gebäude am historischen Lustgarten und Schloßplatz auf der Spreeinsel im Berliner Ortsteil Mitte. Er wurde zwischen 1973 und 1976 nach Plänen von Heinz Graffunder und anderen auf einem 15.300 m² großen Teil des Geländes des ehemaligen Berliner Schlosses errichtet, dessen wiederaufbaufähige Ruine die SED 1950 unter internationalen Protesten sprengen ließ. Das Gebäude stand auf der Ostseite des historischen Schlossareals, gegenüber befand sich das Außenministerium der DDR, in der Nachbarschaft der Berliner Dom und das Staatsratsgebäude. Der Palast der Republik war Sitz der Volkskammer und beherbergte eine große Zahl von Veranstaltungsräumen eines öffentlichen Kulturhauses.


Die US-Punk-Band Ramones veröffentlicht ihr gleichnamiges Debütalbum.

Punk [pʌŋk] ist eine Stilrichtung der Rockmusik, die Mitte der 1970er Jahre in New York und London zusammen mit der Subkultur des Punk entstanden ist. Nachdem sich der Punk-Rock etabliert hatte, entstanden verschiedene Stilrichtungen mit eigenen Subkulturen. Auf Punkkonzerten entwickelte sich mit dem Pogo ein zur Musik passender Tanzstil.


23.04.1972

Bei einem Referendum in Frankreich stimmen 68,3 Prozent der Wähler für die geplante EWG-Norderweiterung.

Am 23. April 1972 fand ein Referendum in Frankreich 1972 zur Erweiterung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft statt. Die Wähler waren aufgefordert, ihre Meinung zum geplanten Beitritt des Vereinigten Königreichs, Irlands, Dänemarks und Norwegens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu äußern. 68,3 Prozent der Abstimmenden stimmten der EWG-Erweiterung zu. Die Wahlbeteiligung betrug 60,2 Prozent.


Mit hr3 geht das dritte Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks auf Sendung.

hr3 ist die Popwelle des Hessischen Rundfunks (hr) und neben hr1, hr2-Kultur, hr4, hr-info und You FM eines der sechs Hörfunkprogramme der Sendeanstalt. Die Studios des Programms befinden sich im hr-Funkhaus in Frankfurt; von dort wird produziert und gesendet. Die bei hr3 gespielte Musik stammt größtenteils aus dem Bereich der deutschen und internationalen Popmusik: Aktuelle Titel aus den Charts werden bei hr3 mit den Hits der letzten 30 Jahre kombiniert.


23.04.1971

Die Luxushotelkette Shangri-La Hotels and Resorts eröffnet in Singapur ihr erstes Hotel.

Shangri-La Hotels and Resorts ist eine Luxushotelkette und Marke der Shangri-La International Hotel Management Limited, einem 1971 gegründeten multinationalen Unternehmen mit Hauptsitz in Hongkong. Die Kette betreibt mit den Kategorien Shangri-La Hotels, Shangri-La Resorts, Traders Hotels, Kerry Hotels und Hotel Jen über 100 Hotels sowie Resorts in Asien, Europa, Nordamerika, Australien und im Nahen Osten.


23.04.1967

Vom Kosmodrom Baikonur aus erfolgt der Start des ersten bemannten sowjetischen Raumschiffs des neuen Sojus Types Sojus 1, das von Anfang an mit Problemen zu kämpfen hat. An Bord befindet sich der Kosmonaut Wladimir Michailowitsch Komarow.

Das Kosmodrom Baikonur ist ein Raketenstartplatz im Süden Kasachstans nördlich der Stadt Baikonur. Es ist der weltweit erste und derzeit größte Weltraumbahnhof. Das Kosmodrom Baikonur war sowohl Startplatz für den ersten künstlichen Satelliten Sputnik 1 als auch für den ersten bemannten Raumflug (Wostok 1). Die Startrampe der beiden Missionen wurde zu Ehren von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, in Gagarins Start umbenannt.


23.04.1965

In Paris wird der Peugeot 204 vorgestellt, das erste Auto des Herstellers Peugeot mit Frontantrieb.

Der Peugeot 204 ist ein Pkw von Peugeot und wurde von Frühjahr 1965 bis Sommer 1976 hergestellt. Mit ihm brachte das französische Unternehmen nach längerer Pause wieder ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse auf den Markt, denn der Peugeot 202 war im Jahr 1949 eingestellt worden. Der 204 war zudem der erste Peugeot mit Frontantrieb und Scheibenbremsen an der Vorderachse.


23.04.1962

Mit Ranger 4 startet die erste Raumsonde der NASA, die den Mond erreichen wird, jedoch bricht am gleichen Tag der Kontakt ab. Die Sonde schlägt drei Tage später auf dem Mond auf.

Ranger 4 war eine Raumsonde der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA. Sie war die vierte Sonde im Rahmen des Ranger-Programms zur Erforschung des Mondes und, wie ihr Vorgänger, im sogenannten Block-II-Design gebaut mit einer Masse von 331 Kilogramm. Ziel der Mission war es, Bilder von der Oberfläche des Mondes zu machen und zur Erde zu übermitteln. Dies sollte in den letzten zehn Minuten vor dem Aufschlag geschehen. Zusätzlich sollte kurz vor dem Aufprall eine Kapsel ausgestoßen werden, die seismische Untersuchungen des Mondes vornehmen sollte.


23.04.1960

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Premierminister Michel Debré eröffnen die bislang einzige Deutsch-Französische Gartenschau in Saarbrücken. Das Gelände entwickelt sich in der Folge als Deutsch-Französischer Garten zu einem viel besuchten Naherholungsort.

Konrad Hermann Joseph Adenauer war ein deutscher christdemokratischer Politiker und Staatsmann. Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 zugleich erster Bundesminister des Auswärtigen.


23.04.1954

Um die Geschwindigkeit und Attraktivität des Basketballspiels zu erhöhen, führt die National Basketball Association die Wurfuhr ein. Auf ihr werden die verbleibenden Sekunden bis zum Ablauf der 24-Sekunden-Angriffszeit gezeigt. Erstmals offiziell zum Einsatz kommt sie im Oktober zum Saisonauftakt 1954/55 im Spiel der Rochester Royals gegen die Boston Celtics.

Basketball ist eine meist in der Halle betriebene Ballsportart, bei der zwei Mannschaften versuchen, den Ball in den jeweils gegnerischen Korb zu werfen. Die Körbe sind in 3,05 Meter Höhe an den beiden Schmalseiten des rechteckigen Spielfelds angebracht. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus fünf Feldspielern und bis zu sieben Auswechselspielern, die beliebig oft wechseln können. Jeder Treffer in den Korb aus dem Spiel heraus zählt je nach Entfernung zwei oder drei Punkte. Ein getroffener Freiwurf zählt einen Punkt. Es gewinnt die Mannschaft mit der höheren Punktzahl.


23.04.1949

In Hamburg endet der aufsehenerregende Prozess gegen Veit Harlan, den Regisseur des antisemitischen Propagandafilms Jud Süß, mit einem Freispruch.

Veit Harlan war ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Als Regisseur zur Zeit des Nationalsozialismus, besonders wegen der Propagandafilme Jud Süß und Kolberg, ist Harlan bis heute umstritten.


Nur fünf Tage nach der Kiellegung der United States stellt Verteidigungsminister Louis A. Johnson das Bauprojekt für den ersten so genannten „Supercarrier“ ein. Das führt zur Eskalation des schwelenden „Aufstands der Admirale“ gegen die aus ihrer Sicht die US Air Force begünstigende Militärpolitik der US-Regierung.

Die USS United States (CVA-58) sollte ein Flugzeugträger im Dienst der United States Navy werden. Das Schiff war als Typschiff der vier Schiffe umfassenden United-States-Klasse vorgesehen. Der Bau des Schiffes, das der erste „Supercarrier“ geworden wäre, begann am 18. April 1949, wurde aber nur fünf Tage später wegen militärpolitischer Differenzen abgebrochen. Diese Entscheidung führte letztlich zum sogenannten „Aufstand der Admirale“. Stein des Anstoßes war die Tatsache, dass auf der United States erstmals Atomwaffenträger auf See stationiert werden sollten. Bis dahin wurden Atombomben nur von Flugzeugen der United States Air Force getragen. Der Flugzeugträger sollte eine Carrier Air Group aufnehmen, die aus 12 Atombombern als Angriffskomponente und 45 Jagdflugzeugen für Geleitschutzaufgaben bestanden hätte. Nur zwei Jahre später begann aber die Planung für eine neue Klasse von Flugzeugträgern, die dann ab 1955 auch Atombomben erhielten.


Beeinflusst durch Niederländische Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg werden im grenznahen Selfkant- und Elten-Gebiet sowie im Landkreis Grafschaft Bentheim kleinere Gebietsabtrennungen vorgenommen.

Niederländische Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg waren Überlegungen, Planungen und auch Taten von offizieller niederländischer Seite, 1945 große Gebietsteile entlang der deutsch-niederländischen Grenze zu annektieren. Dies wurde neben Geldzahlungen und dem Überlassen von Arbeitskräften als eine weitere Möglichkeit deutscher Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg in Betracht gezogen. Einige deutsche Gebiete wurden besetzt, fast alle bis 1963 zurückgegeben, nur der Wylerberg nicht. Der Verlauf der Staatsgrenze zwischen den Niederlanden und Deutschland ist im Verlauf der Außenems nach wie vor ungeklärt.


23.04.1948

Berliner Studierende demonstrieren für eine Freie Universität Berlin und das Ende der politischen Einflussnahme auf die akademische Ausbildung an der Universität Berlin.

Die Freie Universität Berlin wurde 1948 gegründet und hat ihren zentralen Campus in Berlin-Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Gemessen an der Zahl der Studenten gehört sie zu den 20 größten Hochschulen in Deutschland.


Der Interzonenzugverkehr zwischen Berlin und den Westzonen wird auf sowjetische Weisung wegen angeblich „technischer Schwierigkeiten“ lahmgelegt. Er ist durch die später verhängte Berlin-Blockade bis zum 12. Mai 1949 unterbrochen.

Als Interzonenzug wurden die Reisezüge zwischen Westdeutschland bzw. der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR und Berlin bezeichnet. In späteren Jahren wurde zwischen Transitzügen, die in erster Linie dem Transitverkehr durch die DDR nach West-Berlin dienten, und Zügen mit Zielen innerhalb der DDR unterschieden. Letztere bedienten jenseits der Innerdeutschen Grenze verschiedene Orte und zählten so zum Binnenverkehr. Berliner Bahnhöfe wurden von ihnen generell nicht angefahren.


23.04.1946

Im Anschluss an den Vereinigungsparteitag von KPD und SPD zur SED erscheint erstmals die Tageszeitung Neues Deutschland, Nachfolger der Deutschen Volkszeitung der KPD und dem SPD-Blatt Das Volk.

Die Vereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) im Jahr 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone und der Viersektorenstadt Berlin wird auch als Zwangsvereinigung bezeichnet, weil sie unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsbehörden zustande kam. Im Rahmen dieser Vereinigung wurden Sozialdemokraten, die sich widersetzten, in Lagern und Zuchthäusern inhaftiert oder sonstigem physischen oder psychischen Druck ausgesetzt.


23.04.1945

Der seit dem 10. April durch Deutschland irrende „Verlorene Zug“, ein Häftlingstransport vom KZ Bergen-Belsen nach Theresienstadt, wird in Tröbitz von der Roten Armee befreit.

Als der Verlorene Zug, der Verlorene Transport oder Zug der Verlorenen wird der letzte von drei Zügen bezeichnet, mit denen während der Zeit des Nationalsozialismus in der Endphase des Zweiten Weltkrieges Häftlinge vom Konzentrationslager Bergen-Belsen abtransportiert wurden, als sich die britischen Truppen dem Lager näherten. Dazu wurden zwischen dem 6. und 11. April 1945 drei Transportzüge mit insgesamt rund 6800 von der SS „Austauschjuden“ genannten Personen, de facto Geiseln, zusammengestellt und zur Abfahrt gebracht. Deren Fahrtziel sollte das Konzentrationslager Theresienstadt auf dem Gebiet des Protektorats Böhmen und Mähren sein.


Das Konzentrationslager Flossenbürg wird von der US-Armee befreit. In dem KZ sind nur noch 1.600 Gefangene übrig. Die meisten Insassen sind zu diesem Zeitpunkt auf einem der Todesmärsche.

Das Konzentrationslager Flossenbürg war von 1938 bis zum 23. April 1945 ein Konzentrationslager im Deutschen Reich, in der Gemeinde Flossenbürg bei Weiden im Oberpfälzer Wald, etwa auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Prag, nahe der Grenze zum damaligen Sudetenland. Die KZ-Häftlinge wurden zum Abbau des Flossenbürger Granits im Steinbruch und später zur Produktion des Jagdflugzeugs Messerschmitt Bf 109 der Messerschmitt GmbH Regensburg eingesetzt. Von den etwa 100.000 Gefangenen kamen mindestens 30.000 ums Leben. Dem Stammlager waren zudem fast 90 KZ-Außenlager zugeordnet. Heute befindet sich auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.


Die Wehrmacht kann die Stadt Treuenbrietzen kurzzeitig von der Roten Armee zurückerobern. In den folgenden Stunden kommt es zu den Massakern von Treuenbrietzen.

Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.


Insassen des Zellengefängnisses Lehrter Straße, darunter Klaus Bonhoeffer, Albrecht Haushofer und Rüdiger Schleicher, werden als Teil zahlreicher Endphaseverbrechen im Zweiten Weltkrieg von der Gestapo ermordet.

Das Zellengefängnis Lehrter Straße, auch Untersuchungshaftanstalt Lehrter Straße, Strafanstalt Moabit oder Zellengefängnis Moabit genannt, war ein Gefängnis an der Lehrter Straße 1–5 im heutigen Ortsteil Moabit des Bezirks Mitte von Berlin. Der Bau wurde in den 1840er Jahren unter König Friedrich Wilhelm IV. als „Preußisches Mustergefängnis Moabit“ errichtet und galt damals als besonders modernes Gefängnis, weil die Gefangenen in Einzelzellen an Stelle der bis dahin üblichen Gemeinschaftszellen untergebracht wurden.


Die US-amerikanische Spezialeinheit Alsos entdeckt in einem Felsenkeller im süddeutschen Haigerloch den Forschungsreaktor Haigerloch, den letzten Reaktorversuch des deutschen Uranprojekts.

Alsos war der Codename von drei US-Geheimdienst-Missionen, die zwischen Ende 1943 und Ende 1945 im Rahmen des Manhattan-Projektes der USA durchgeführt wurden. Ziel war es, herauszufinden, ob es ein deutsches Projekt zum Bau einer Atombombe gab, und wenn ja, wer die beteiligten Wissenschaftler und wie weit die Bemühungen gediehen waren, sowie deren Weiterführung zu verhindern. Viele international wichtige Kernphysiker dieser Zeit waren Deutsche und arbeiteten in Deutschland, so zum Beispiel Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker, Walther Gerlach, Otto Hahn und Kurt Diebner.


23.04.1942

Nach der Zerstörung Lübecks durch einen Luftangriff der Royal Air Force im März startet die deutsche Luftwaffe mit der Bombardierung von Exeter den so genannten Baedeker Blitz auf englische Städte, die in Karl Baedekers Reiseführer mit drei Sternen vermerkt sind.

Der Luftangriff auf Lübeck der Royal Air Force in der Nacht zum Palmsonntag 1942 war der erste Angriff in Form eines Flächenbombardements eines deutschen Großstadtkerns durch das RAF Bomber Command im Zweiten Weltkrieg. Der Angriff markierte den Beginn der am 14. Februar 1942 beschlossenen Area Bombing Directive, nachdem anhand des Butt Report im August 1941 klar geworden war, dass zuvor taktische Ziele schlecht getroffen worden waren. Die Erinnerung Lübecks ist nicht an den Kalendertag 28./29. März, sondern an Palmarum mit den an diesem Tage stattfindenden Konfirmationen geknüpft.


23.04.1935

In Köln wird das Zigeunerlager Bickendorf fertiggestellt, in dem in der Folge Sinti und Roma interniert werden.

Das so genannte Zigeunerlager Köln-Bickendorf, auch als Schwarz-Weiß-Platz bezeichnet, diente in der Zeit des Nationalsozialismus ab 1935 der Unterbringung von Sinti in deren eigenen Wohnwagen oder in Baracken. Es gilt als Vorbild vergleichbarer Einrichtungen im Deutschen Reich und spielte wie diese eine entscheidende Rolle beim Völkermord an dieser ethnischen Gruppe: Alle Bewohner des Lagers wurden unter „rassenhygienischen“ Gesichtspunkten erfasst, selektiert und später in Arbeits- und Konzentrationslager der deutschen Ostgebiete deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Platz zunächst weiter von Roma genutzt, bis er im Jahre 1958 endgültig geschlossen wurde.


23.04.1934

Im Museumsstädtchen Williamsburg (Virginia) wird der Nachbau des 1781 durch einen Brand zerstörten britischen Governor’s Palace für das Publikum freigegeben. Im originalen Gebäude residierten die Gouverneure der Kronkolonie Virginia.

Williamsburg ist eine Stadt im Südosten des US-Bundesstaats Virginia. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 15.425 ermittelt. Sie ist County-Sitz des James City Countys, gehört ihm selbst aber nicht an. Ein Teil der Stadt wurde als Colonial Williamsburg im Stil des 18. Jahrhunderts restauriert, weitgehend finanziert durch John D. Rockefeller, Jr., der nach Aussage seines Sohnes David innerhalb von 30 Jahren etwa 60 Millionen Dollar in das Projekt investierte.


23.04.1920

Im Osmanischen Reich konstituiert sich in Angora die von Mustafa Kemal Atatürk im Türkischen Befreiungskrieg gegründete und im Dezember des Vorjahres durch Wahlen legitimierte Große Nationalversammlung der Türkei. Der Wandel zur modernen Türkei hat damit begonnen.

Das Osmanische Reich, auch das Türkische Reich genannt, war das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1922. Die im deutschsprachigen Raum veraltete, Bezeichnung Ottomanisches Reich, deren Gegenstücke im englisch- und französischsprachigen Raum weiterhin üblich sind, leitet sich von der italianisierten Variante Ottomano der arabischen Namensform Uthman des Dynastiebegründers Osman I. her.


23.04.1919

14 Monate nach der Ausrufung der Republik Estland kommt in Tallinn die verfassungsgebende Versammlung Asutav Kogu zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

Die Geschichte Estlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Estland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die erstmalige Besiedlung des Gebietes begann vor etwa 11.000 Jahren, nachdem die weichenden Gletscher der Eiszeit dies ermöglichten. Sie ist seit 1219 geprägt von wechselnder Fremdherrschaft, zunächst unter Dänen, später unter dem Deutschen Orden, dann unter Polen-Litauen und Schweden und schließlich unter Russland. Dabei gingen der Süden Estlands als Teil des historischen Livlands und der Nordteil samt der Inseln oft getrennte Wege. Erst 1918 endete die 700-jährige Fremdherrschaft. Diese erste Unabhängigkeit dauerte allerdings nur bis 1940, als Estland zunächst von der Sowjetunion, im nachfolgenden Jahr dann durch das NS-Deutschland und ab 1944 wieder von der Sowjetunion besetzt wurde. Die Sowjetherrschaft endete 1991. Im heute unabhängigen Estland ist die Fremdherrschaft und die Behauptung der eigenen Nation und Kultur ein tragendes Motiv des kollektiven Geschichtsbewusstseins.


23.04.1918

Der Royal Navy gelingt im Ersten Weltkrieg ein Überfall auf den Hafen von Zeebrugge.

Die Royal Navy, engl. für Königliche Marine, ist die Kriegsmarine des Vereinigten Königreichs.


23.04.1908

Die United States Army Reserve, die bundesweite Reservekomponente des Heeres der Vereinigten Staaten, wird gegründet.

Die Heeresreserve der Vereinigten Staaten ist die bundesweite Reservekomponente des Heeres der Vereinigten Staaten. Sie bildet zusammen mit der Army National Guard die Reservekomponente der United States Army. Sie wurde 1908 gegründet, ursprünglich um eine Reserve an ausgebildeten Sanitätern und Feldärzten bereitzuhalten.


23.04.1902

Auf der Antillen-Insel Martinique zeigt der Vulkan Mont Pelé eine kleine Eruption, die den großen verheerenden Ausbruch vom 8. Mai ankündigt, der der verlustreichste Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts mit rund 30.000 Toten ist.

Als Kleine Antillen bezeichnet man eine Inselkette in der östlichen Karibik, die sich von den Jungferninseln im Norden bis vor die venezolanische Küste im Süden erstreckt und zusammen mit den Lucayen und den Großen Antillen die Westindischen Inseln bildet.


23.04.1895

In der Tripel-Intervention erzwingen Russland, Frankreich und das Deutsche Reich von Japan die Rückgabe der zuvor im Japanisch-Chinesischen Krieg eroberten Halbinsel Liaodong an China.

Die Tripel-Intervention oder Intervention von Shimonoseki war eine gemeinsame Intervention Russlands, des Deutschen Reichs und Frankreichs im Jahr 1895 mit dem Ziel, Japan zur Rückgabe der Halbinsel Liaodong an China zu drängen. Das Kaiserreich China hatte nach dem Chinesisch-Japanischen Krieg von 1894/95 im Friedensvertrag von Shimonoseki die Halbinsel an Japan abgetreten. Am 23. April 1895 suchten die drei Gesandten Russlands, Frankreichs und des Deutschen Reichs das japanische Außenministerium auf und gaben drei gleichlautende Erklärungen ab, in denen Japan der „freundliche Rat“ erteilt wurde, die Halbinsel wieder an China zurückzugeben. Japan wurde zugestanden, von China im Gegenzug eine höhere Reparation zu verlangen. Japan sah sich gezwungen diesem „Rat“, der letztlich eine kaum verhohlene Drohung war, auf Seiten Chinas zu intervenieren, zu folgen, da es keine Möglichkeit sah, den drei Großmächten zu widerstehen. Für Japan bedeutete die Intervention eine diplomatische Demütigung, und in den folgenden Jahren unternahm es verstärkte Rüstungsanstrengungen, um sich auf einen möglichen Konflikt mit einer der europäischen Mächte vorzubereiten.


23.04.1889

In Schweden entsteht die Sveriges socialdemokratiska arbetareparti, die sich in ihren politischen Forderungen nah an der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Deutschland orientiert. Gründungsmitglieder sind unter anderem August Palm und Hjalmar Branting.

Die Geschichte Schwedens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreiches Schweden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich bis 11.000 v. Chr. zurückführen, als das Gebiet des heutigen Schwedens nach der letzten Eiszeit erstmals von Menschen besiedelt wurde. Während der Völkerwanderungszeit und der sich anschließenden Vendelzeit (550–800) wurden die Menschen in dem Raum sesshaft. Im Zuge der Wikingerzeit von 800 bis 1050 gingen von den Bewohnern Schwedens viele Raubzüge und Handelsexpeditionen nach Osten aus. Die Waräger fuhren bis weit in das heutige Russland hinein, wo sie Handelsstationen und kurzlebige Reiche gründeten, und weiter bis zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer, wo sie Handelsverbindungen mit Orten im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt errichteten.


23.04.1885

Der belgische König Leopold II. nimmt auf Basis von Beschlüssen der Berliner Kongokonferenz den Titel Souverän des Freistaates Kongo an. Der Kongo steht als sein Privatbesitz jenseits jeglichen Völkerrechts.

Leopold II. aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war bis 1865 Herzog von Brabant und Prinz von Belgien und folgte seinem Vater Leopold I. auf den Thron des Königreichs Belgien. Von 1865 bis 1909 war er König der Belgier.


23.04.1883

Das Royal Red Cross wird von Königin Victoria als militärische Auszeichnung für Verdienste in der Krankenpflege gestiftet.

Das Royal Red Cross ist ein militärisches Ehrenzeichen des Vereinigten Königreichs und des Commonwealths.


23.04.1843

Das Alte Bach-Denkmal in Leipzig – das erste Denkmal seiner Art weltweit und wesentlich auf Initiative des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy errichtet – wird in Leipzig eingeweiht.

Das Leipziger alte Bachdenkmal steht in den Grünanlagen am Dittrichring, nahe der Thomaskirche. Es ist das weltweit älteste Denkmal für Johann Sebastian Bach. Gestiftet von Felix Mendelssohn Bartholdy, wurde es im Jahr 1843 eingeweiht. Die Entwürfe stammen von Eduard Bendemann, Ernst Rietschel und Julius Hübner. Ausgeführt wurde das Denkmal vom Leipziger Bildhauer Hermann Knaur. Nach seiner Errichtung wurde es mehrfach restauriert, zuletzt im Jahre 2005.


23.04.1838

Mit der Sirius und der vier Tage später gestarteten Great Western laufen gleich zwei Dampfschiffe im Hafen von New York ein. Es sind dies die beiden ersten Dampfer aus Europa. Mit dem Dampfschiffverkehr über den Atlantik reduziert sich die Reisezeit merklich. Die Great Western erhält für ihre Überfahrt in Rekordgeschwindigkeit das Blaue Band.

Die Sirius von 1837 war das erste Dampfschiff, das den Atlantik ausschließlich mit dem damals neuen Antrieb überquerte.


23.04.1834

Der US-amerikanische Baptist Barnas Sears tauft in der Hamburger Elbe Johann Gerhard Oncken und weitere sechs Menschen, die daraufhin die erste deutsche und damit auch die erste kontinentaleuropäische Baptistengemeinde gründen.

Barnas Sears war ein baptistischer Theologe, der in den USA und in Deutschland gelehrt hat. Unter seiner Leitung konstituierte sich 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde, die zur Keimzelle der meisten kontinentaleuropäischen Baptistenbünde wurde.


23.04.1830

Die komische Oper Danilowa von Adolphe Adam wird an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt.

Adolphe Charles Adam war ein französischer Opern- und Ballettkomponist. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Oper Der Postillon von Lonjumeau, das Ballet Giselle sowie das Weihnachtslied Minuit, chrétiens. Aus Motiven seiner Oper Der Brauer von Preston arrangierte der Komponist Carl Zulehner (1805–1847) den Mainzer Narrhallamarsch.


Harry Maitey, der erste Hawaiier in Preußen, wird in der Neuen Kirche in Berlin getauft und konfirmiert.

Harry Maitey war der erste Hawaiier, der nach Preußen kam.


23.04.1775

Die Uraufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts Dramma per musica Il re pastore, KV 208, mit dem Libretto von Pietro Metastasio erfolgt in Salzburg.

Wolfgang Amadeus Mozart, der selbst zumeist den Namen Wolfgang Amadé Mozart führte, war ein Komponist der Wiener Klassik. Er schuf eine Vielzahl von Meisterwerken in so gut wie allen musikalischen Gattungen seiner Zeit und gilt als einer der berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte.


23.04.1759

Die Briten erlangen im Siebenjährigen Krieg Besitz über die Insel Guadeloupe. Auf der zuvor französischen Kolonie werden Zuckerrohr und Kaffee angebaut. Mit dem Frieden von Paris erhalten die Franzosen Guadeloupe wieder zurück.

Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften alle europäischen Großmächte jener Zeit um ein Mächtegleichgewicht und territoriale Gewinne in Europa, um Kolonien und Einfluss in Nordamerika, Indien und Afrika, um die Herrschaft über die transatlantischen Seewege sowie um Handelsvorteile. Im Wesentlichen standen Preußen und Großbritannien einer Allianz aus der Habsburgermonarchie mit dem Heiligen Römischen Reich sowie Frankreich, Russland und Spanien gegenüber. Als Verbündete kamen auf beiden Seiten weitere kleinere und mittlere Staaten wie Kurhannover und Kursachsen hinzu.


23.04.1685

In der Londoner Westminster Abbey wird Jakob II. zum König von England und von Irland gekrönt.

Die Westminster-Abtei ist eine Kirche in der britischen Hauptstadt London. Sie befindet sich in der City of Westminster westlich des Palace of Westminster. Der gotische Sakralbau wurde 1245 auf Befehl von Heinrich III. begonnen. Traditionell werden in der Westminster-Abtei die Könige von England gekrönt; bis 1760 wurden die meisten auch hier beigesetzt. Die Stiftskirche des Kollegiatstifts Saint Peter at Westminster gehört zur Church of England, ist aber aufgrund ihrer Funktion keiner Diözese zugehörig, sondern Eigenkirche (royal peculiar) der britischen Monarchie, vergleichbar mit exempten Klöstern in der römisch-katholischen Kirche. Daher wird ihr oberster Geistlicher, der Dekan von Westminster, direkt vom britischen Monarchen berufen. 2019 wurde die Westminster Abbey von rund 1,57 Millionen Personen besucht. 2024 betrug die Besucherzahl etwa 1,72 Millionen Personen.


23.04.1661

In Westminster Abbey wird Karl II. zum englischen König gekrönt. Da in der vorigen Zeit des Commonwealth of England die Kronjuwelen zum zweiten Mal verloren gegangen sind, wurde zur Krönung ein neuer Kronschatz angefertigt.

Die Westminster-Abtei ist eine Kirche in der britischen Hauptstadt London. Sie befindet sich in der City of Westminster westlich des Palace of Westminster. Der gotische Sakralbau wurde 1245 auf Befehl von Heinrich III. begonnen. Traditionell werden in der Westminster-Abtei die Könige von England gekrönt; bis 1760 wurden die meisten auch hier beigesetzt. Die Stiftskirche des Kollegiatstifts Saint Peter at Westminster gehört zur Church of England, ist aber aufgrund ihrer Funktion keiner Diözese zugehörig, sondern Eigenkirche (royal peculiar) der britischen Monarchie, vergleichbar mit exempten Klöstern in der römisch-katholischen Kirche. Daher wird ihr oberster Geistlicher, der Dekan von Westminster, direkt vom britischen Monarchen berufen. 2019 wurde die Westminster Abbey von rund 1,57 Millionen Personen besucht. 2024 betrug die Besucherzahl etwa 1,72 Millionen Personen.


23.04.1640

In Madras wird das Fort St. George als erstes britisches Fort in Indien fertiggestellt. Das Fort wird bald ein Drehpunkt des Handels und Keimzelle einer Siedlung namens George Town.

Chennai, bis 1996 Madras, ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Sie liegt an der Ostküste Südindiens am Golf von Bengalen. Nach der Volkszählung 2011 ist Chennai mit 4,6 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt Indiens. Durch eine Stadterweiterung im Jahr 2011 ist die Einwohnerzahl mittlerweile auf geschätzte 6,5 Millionen angestiegen. In der Agglomeration leben 8,7 Millionen Menschen. Damit ist Chennai Zentrum des fünftgrößten Ballungsraums in Indien.


23.04.1633

Schweden schließt im Dreißigjährigen Krieg in Heilbronn mit einigen protestantischen Reichsständen den Heilbronner Bund als Gegengewicht zur Katholischen Liga.

Die Geschichte Schwedens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreiches Schweden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich bis 11.000 v. Chr. zurückführen, als das Gebiet des heutigen Schwedens nach der letzten Eiszeit erstmals von Menschen besiedelt wurde. Während der Völkerwanderungszeit und der sich anschließenden Vendelzeit (550–800) wurden die Menschen in dem Raum sesshaft. Im Zuge der Wikingerzeit von 800 bis 1050 gingen von den Bewohnern Schwedens viele Raubzüge und Handelsexpeditionen nach Osten aus. Die Waräger fuhren bis weit in das heutige Russland hinein, wo sie Handelsstationen und kurzlebige Reiche gründeten, und weiter bis zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer, wo sie Handelsverbindungen mit Orten im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt errichteten.


23.04.1563

In der spanischen Ortschaft San Lorenzo de El Escorial wird der Grundstein für den Bau der Klosterresidenz El Escorial gelegt. Nach 21 Jahren sind die Arbeiten am weltgrößten Renaissancebauwerk beendet.

San Lorenzo de El Escorial ist eine Gemeinde im Nordwesten der spanischen Region Comunidad de Madrid.


23.04.1525

Ein Bauernaufstand in Nußdorf bei Landau in der Pfalz mutiert in der Folge zu dem zwei Monate dauernden Pfälzischen Bauernkrieg als Teil des Deutschen Bauernkrieges.

Bauernaufstände oder Bauernkriege fanden vom 15. bis zum 17. Jahrhundert in Europa häufig statt. Dazu zählt im deutschen Sprachraum insbesondere der sogenannte Deutsche Bauernkrieg mit verschiedenen Aufständen im Jahr 1525. Nicht immer wurden die Aufstände allein vom Stand der Bauern getragen, auch die Bewohner freier Städte und einzelne Angehörige des Adels hatten oft viel Sympathie mit den Aufständischen und unterstützten sie.


23.04.1521

Knapp ein Jahr nach Beginn des Comuneros-Aufstandes in Spanien werden die Comuneros unter Juan de Padilla von den Truppen des Habsburgers Karls I./V. in der Schlacht von Villalar vernichtend geschlagen. Die überlebenden Anführer werden schon am nächsten Tag hingerichtet.

Der Comuneros-Aufstand in den Jahren 1520–1522 war eine vor allem von städtischen bürgerlichen Schichten getragene Erhebung im Reichsteil Kastilien in Spanien gegen den habsburgischen König Karl I. Er endete mit der Niederlage der Aufständischen.


23.04.1516

Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. von Bayern erlassen in Ingolstadt eine neue bayerische Landesordnung. Weil darin unter anderem auch der Preis und die Inhaltsstoffe von Bier geregelt werden, wird eine Textpassage dieser Landesordnung später als „bayerisches Reinheitsgebot“ bezeichnet.

Wilhelm IV. der Standhafte war Herzog von Bayern von 1508 bis 1550. Seine Herrschaft begründete die Stellung Bayerns als Bollwerk der Gegenreformation in Deutschland, woher auch sein Beiname rührt, und war ebenso bedeutsam für die Anfänge der Kunst der Renaissance in Bayern. Zunächst regierte er mit seinem jüngeren Bruder Ludwig X. unter einer Aufteilung der Rentämter Bayerns unter den Brüdern, wobei dessen Tod 1545 das endgültige Ende der Landesteilungen des Herzogtums Bayerns markierte.


23.04.1512

Der Friede von Malmö beendet den Dänisch-Hanseatischen Krieg zwischen dem Wendischen Städtebund unter der Führung Lübecks und Dänemark.

Der Friede von Malmö wurde am 23. April 1512 in Malmö geschlossen und beendete den 1501 bzw. 1509/10 ausgebrochenen Dänisch-Hanseatischen Krieg zwischen Lübeck und den Wendischen Städten der Hanse einerseits und dem Hauptgegner Dänemark unter Admiral Jens Holgersen Ulfstand. Der Seekrieg der Hansestädte hatte sich gegen die Einschränkung der Handelsprivilegien der Hansestädte in der Ostsee, insbesondere gegen das massive Eindringen der niederländischen Konkurrenz gerichtet. Die Lübecker unter Bürgermeister Thomas von Wickede suchten die Friedensverhandlungen als feststand, dass es aufgrund eines in etwa gleichen Kräfteverhältnisses keine Aussicht auf einen eindeutigen Sieg gab. Insofern wurden im Ergebnis des Friedensschlusses zwar die Privilegien der Wendischen Städte bestätigt, andererseits musste der niederländische Handel mit Dänemark zukünftig geduldet werden.


23.04.1407

Maria d’Enghien, Fürstin von Tarent, heiratet König Ladislaus von Neapel in der St. Leonardokapelle im Castello Aragonese in Tarent. In der Zeit davor sind Versuche des Königs, das Fürstentum Tarent mit Waffengewalt einzunehmen, gescheitert. Mit dieser Hochzeit erreicht er auf friedliche Weise sein Ziel.

Maria d’Enghien war Gräfin von Lecce (1384–1446) und, durch ihre zweite Ehe, Königin von Neapel, außerdem Titularkönigin von Sizilien, Jerusalem und Ungarn (1406–1414).


23.04.1343

Bäuerliche Esten beginnen in der nördlichen Provinz Harju (dt. Harrien) in Estland den Aufstand in der Georgsnacht. Er richtet sich gegen die herrschende dänisch-deutsche Oberschicht.

Die Esten sind eine autochthone nordeuropäische finno-ugrische Ethnie mit etwa einer Million Angehörigen. Sie bilden die Titularnation Estlands.


23.04.1014

In der Schlacht von Clontarf siegt die Armee des irischen Hochkönigs Brian Boru über die Skandinavier aus Dublin und von der Isle of Man sowie ihre irischen Verbündeten unter Mael Mordha, wobei beide Heerführer ums Leben kommen. Dieser Sieg hat zwar nicht die „Vertreibung der Wikinger aus Irland“ zur Folge, wie die Überlieferung berichtet, wohl aber ist ihre politische Macht auf der Insel nun endgültig gebrochen.

Die Schlacht von Clontarf fand am Karfreitag, dem 23. April 1014, in der Nähe des Ortes Clontarf, heute ein Stadtteil von Dublin nordöstlich des Dubliner Hafens, statt. Dabei standen sich die Armee Brian Borus, des Königs von Munster und Irischen Hochkönigs, und die verbündeten Streitkräfte des Königs von Leinster, Mael Mordha, gegenüber. Letztere bestanden neben seinen eigenen Leuten sowie einem rebellierenden König aus der Provinz Ulster aus skandinavischen Verbänden aus Dublin und von den Orkneys, die von Sigurd Lodvesson und Brodir von Man geführt wurden. Der Kampf endete mit einer Niederlage der Armee von Mael Mordha, aber auch mit dem Tod Brian Borus, der von flüchtenden Skandinaviern in seinem Zelt getötet wurde. Nach der Schlacht zerfiel Irland wieder in rivalisierende Teilkönigreiche.