Historische Ereignisse am Montag, 23. Juni

63 bedeutende Ereignisse fanden am Montag, 23. Juni statt — von 229 bis 2021. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 23. Juni 2025 fallen mehrere historisch bedeutsame Ereignisse auf diesen Termin. Im Jahr 2016 stimmten 51,9 Prozent der Wähler im Vereinigten Königreich mit einer Wahlbeteiligung von 72,2 Prozent beim Referendum über den Ausstritt aus der Europäischen Union ab. Dieses Votum markierte einen Wendepunkt in der europäischen Politikgeschichte und führte zu langfristigen Konsequenzen für das Vereinigte Königreich und die Europäische Union. Ein weiteres Ereignis fällt auf denselben Tag: 1991 gewann die deutsche Hockeynationalmannschaft die Feldhockey-Europameisterschaft in Paris durch einen 3:1-Sieg gegen die Niederlande im Finale. Diese sportliche Leistung zeigte die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Hockeys auf internationaler Bühne.

Papst Johannes Paul II. war eine Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts und wirkte bei vielen kirchlichen und weltpolitischen Ereignissen mit. Der Pontifex maximus prägte durch seine Reisen, Predigten und diplomatischen Aktivitäten das religiöse und politische Bewusstsein weltweit und setzte sich für Menschenrechte, Frieden und die Wiedervereinigung der Kirchen ein.

Der 23. Juni fällt im Sternzeichen Krebs und es herrscht zunehmender Mond. Die Wetterbedingungen an diesem Sommertag werden durch regionale Unterschiede geprägt. Berlin präsentiert sich unter diesen Bedingungen als Schnittpunkt europäischer Geschichte, wo sich deutsche und internationale Ereignisse intersektieren.

DayAtlas zeigt Wetterdaten, historische Ereignisse sowie bekannte Geburts- und Sterbetage für beliebige Daten und Orte an.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 12. April.

23.06.2021

Neuseeland gewinnt das Finale der ersten ICC World Test Championship gegen Indien mit acht Wickets.

Die neuseeländische Cricket-Nationalmannschaft, deren Spieler auch unter den Spitznamen Black Caps und Kiwis bekannt sind, vertritt Neuseeland auf internationaler Ebene in der Sportart Cricket. Das Team wird vom Verband New Zealand Cricket (NZC) geleitet und ist seit 1930 Vollmitglied im International Cricket Council. Die Mannschaft besitzt somit Teststatus.


23.06.2016

Bei einem Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union stimmen 51,9 % der Wähler (Wahlbeteiligung 72,2 %) für den Austritt.

Das Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union, auch als EU-Referendum oder Brexit-Referendum bezeichnet, war ein konsultatives Referendum (Volksbefragung). Es fand am 23. Juni 2016 statt.


23.06.2012

Die Mannschaft der deutschsprachigen Volksgruppe aus Südtirol gewinnt das Finale der Europeada 2012, der Fußball-EM der sprachlichen autochthonen Minderheiten, in der Lausitz gegen die Mannschaft der Roma aus Ungarn mit 3:1.

Die Europeada ist die Fußball-Europameisterschaft der sprachlichen (autochthonen) Minderheiten, die von der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Zusammenarbeit mit der für das jeweilige Turnier gastgebenden Minderheit organisiert wird.


23.06.2007

Die Hamburg Sea Devils gewinnen den letzten World Bowl gegen Frankfurt Galaxy mit 37:28.

Die Hamburg Sea Devils waren ein American-Football-Team, das von 2005 bis 2007 in der NFL Europe spielte. Das Team war der Nachfolger der Scottish Claymores, welche mit dem Ende der Saison 2004 den Spielbetrieb einstellten.


23.06.2006

Das Musée du quai Branly in Paris wird als nationales französisches Museum für nichteuropäische Kunst eröffnet.

Das Musée du quai Branly - Jacques Chirac [my'ze dy kɛ brɑ̃'li] in Paris, auch als Musée des Arts premiers oder Musée des arts et civilisations d’Afrique, d’Asie, d’Océanie et des Amériques bekannt, ist das nationale französische Museum für außereuropäische Kunst. Die Ausstellung ist ausdrücklich nicht – wie ansonsten in Europa üblich – nach ethnologischen Gesichtspunkten konzipiert, sondern betont die künstlerischen Eigenschaften der Ausstellungsstücke.


Im Australia Zoo in Queensland stirbt die Galápagos-Riesenschildkröte Harriet (* ca. 1830), die als eines der ältesten bekannten Tiere der Welt gilt.

Der Australia Zoo ist ein Zoologischer Garten im australischen Bundesstaat Queensland an der Sunshine Coast etwa 70 km nördlich von Brisbane bei Beerwah/Glass House Mountains. Bekannt wurde er vor allem wegen seiner Krokodile und anderen Reptilien und durch die Fernsehserie Crocodile Hunter des ehemaligen Leiters Steve Irwin.


23.06.2004

Die deutsche Fußballnationalmannschaft scheidet bei der EM in Portugal gegen Tschechien mit 1:2 aus. Einen Tag später tritt Teamchef Rudi Völler von seinem Amt zurück.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer ist die Auswahlmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die den Fußballsport in Deutschland auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände repräsentiert. Den Kader nominiert der Bundestrainer des DFB. Bei seiner Auswahl stehen ihm alle Fußballspieler mit deutscher Staatsangehörigkeit zur Verfügung, die weniger als vier Spiele für die A-Nationalmannschaft eines anderen Fußballverbandes bestritten haben.


23.06.2001

Bei einem Erdbeben der Stärke 8,4 nahe der Küste von Peru kommen 138 Menschen ums Leben.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


23.06.1999

In Belgien, Frankreich, Holland und Luxemburg wird das für Coca-Cola-Getränke verhängte Verkaufsverbot aufgehoben.

Belgien ist ein föderaler Staat in Westeuropa. Es liegt zwischen der Nordsee und den Ardennen und grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien zählte am 1. Januar 2024 rund 11,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.688 Quadratkilometern. Mit 383 Einwohnern pro Quadratkilometer zählt Belgien zu den am dichtesten besiedelten Staaten. Der Grad der Urbanisierung Belgiens ist mit fast 98 Prozent der höchste in Europa. Brüssel ist die Hauptstadt und Sitz der belgischen Königsfamilie, der Föderalregierung sowie Zentrum der Region Brüssel-Hauptstadt. Die bevölkerungsreichste Stadt ist Antwerpen, gefolgt von Gent, Charleroi, Lüttich (Liège) und Brüssel, während Brüssel und die umgebenden Gemeinden mit insgesamt ca. 1,25 Millionen Einwohnern den größten Ballungsraum bilden. Die Region Brüssel-Hauptstadt umfasst die Stadt Brüssel selbst sowie 18 unabhängige kommunale Einheiten; deren Einwohner werden vom Belgischen Statistikamt separat erfasst.


23.06.1998

In Bangladesch wird die neu erbaute 4,8 km lange Bangabandhu-Brücke über die Jamuna für den Verkehr freigegeben.

Bangladesch ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Südosten an Myanmar und wird außerdem von den indischen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura, Westbengalen, Mizoram und Assam umschlossen. Mit etwa 171 Millionen Einwohnern (2022) auf einer Fläche von 147.570 km² steht es nach Einwohnerzahl auf Platz acht der größten Staaten der Erde und auf Platz eins der Flächenstaaten nach Bevölkerungsdichte. Nach Fläche gehört es mit Platz 92 jedoch zu den mittelgroßen Staaten. Die große Mehrheit der Staatsbürger sind sunnitische Muslime. Die Hauptstadt Dhaka ist eine der am schnellsten wachsenden Megastädte der Welt; weitere Millionenstädte sind Chittagong und Khulna.


23.06.1996

Die beiden deutschen Priester Karl Leisner und Bernhard Lichtenberg werden von Papst Johannes Paul II. im Berliner Olympiastadion seliggesprochen.

Karl Leisner ist ein als Seliger verehrter Märtyrer der katholischen Kirche, der an den Folgen seiner KZ-Haft starb.


23.06.1993

In Lausanne wird das von Juan Antonio Samaranch initiierte Olympische Museum eröffnet.

Lausanne [lɔzan] ist eine Schweizer Grossstadt. Sie ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des Kantons Waadt und auch die Hauptstadt des Bezirks Lausanne. Die Stadt liegt in der französischsprachigen Schweiz (Romandie) am Genfersee und ist mit 144'873 Einwohnern nach Zürich, Genf und Basel die viertgrösste Stadt der Schweiz.


Die im Kloster Balamand tagende Gemeinsame Internationale Kommission für den theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche lehnt in einer Erklärung den Uniatismus als Methode oder Modell für die angestrebte Einheit beider Kirchen ab.

Das Kloster Balamand wurde zunächst unter dem Namen Belmont von den Zisterziensern 1157 als erste und wichtigste Abtei des Ordens im Orient in der damaligen Grafschaft Tripolis etwa 15 km südwestlich von Tripoli in den Bergen des Libanons gegründet.


23.06.1991

In Paris gewinnt die deutsche Hockeynationalmannschaft die Feldhockey-Europameisterschaft, indem sie im Finale die Niederländer mit 3:1 besiegt.

Die deutsche Hockeynationalmannschaft der Herren ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Spitzenspieler in der Sportart Hockey. Sie repräsentiert den Deutschen Hockey-Bund (DHB) auf internationaler Ebene, zum Beispiel bei der Hockey-Weltmeisterschaft, der FIH Pro League oder den Olympischen Spielen. Neben zahlreichen Erfolgen wie dem viermaligen Gewinn der Goldmedaille bei Olympia wurde die Hockeynationalmannschaft der Herren in den Jahren 1963, 1972, 1992 und 2008 von Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres in Deutschland gewählt. Aktuell steht die Nationalmannschaft in der Weltrangliste auf dem Feld auf Rang 6.


23.06.1990

Die Republik Moldau erklärt sich für souverän.

Moldau ist ein Binnenstaat in Ost- bzw. Südosteuropa. Er grenzt im Westen an Rumänien. Im Norden, Osten und Süden wird die Republik Moldau vollständig von der Ukraine umschlossen, denn zwischen Moldau und dem Schwarzen Meer liegt die ukrainische Region Budschak, die von Bessarabien abgetrennt wurde.


23.06.1985

Air-India-Flug 182 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion in den Atlantik. Dabei sterben alle 329 Menschen an Bord der Boeing 747.

Am 23. Juni 1985 stürzte eine Boeing 747 auf dem Air-India-Flug 182 infolge einer Bombenexplosion vor der Küste Irlands in den Atlantischen Ozean. Die Maschine der Air India befand sich auf einem Linienflug von Montréal über London-Heathrow und Neu-Delhi nach Bombay. Bei dem Anschlag kamen alle 329 Insassen ums Leben. Es war bis zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der schwerste durch Terroristen verursachte Flugunfall.


23.06.1983

In Luxemburg wird die Grüne Partei gegründet.

Das Großherzogtum Luxemburg ist ein demokratischer Staat in Form einer konstitutionellen Monarchie im Westen Mitteleuropas. Die Stadt Luxemburg ist der Parlaments- und Regierungssitz des 681.973 Einwohner zählenden Landes. Das Großherzogtum gehört zum mitteldeutschen Sprachraum. Nationalsprache ist Luxemburgisch; Verwaltungs- und Amtssprachen sind außerdem Standarddeutsch und Französisch.


23.06.1979

Die West Indies gewinnen den zweiten Cricket World Cup in England, indem sie im Finale England mit 92 Runs besiegen.

Das West Indies Cricket Team, verkürzt auch als The West Indies oder The Windies bezeichnet, ist eine internationale Cricket-Mannschaft. Es ist eine der „Nationalmannschaften“, in denen sich Spieler aus mehr als nur einem Land befinden, und wird von Cricket West Indies (CWI) geleitet. Das West Indies Cricket Team vertritt die unabhängigen Staaten der Westindischen Inseln Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica, Grenada, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, den südamerikanischen Staat Guyana sowie die abhängigen Gebiete Amerikanische Jungferninseln, Anguilla, Britische Jungferninseln, Montserrat und Sint Maarten. In den meisten dieser Staaten und Gebiete gilt Cricket als Nationalsport. Die West Indies verfügen über ihre eigene Flagge und eine eigene Hymne. Die West Indies sind eines der zwölf Vollmitglieder des International Cricket Council und dürfen somit Test-Cricket-Spiele austragen.


23.06.1974

Rudolf Kirchschläger wird zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt.

Rudolf Kirchschläger war ein österreichischer Richter und Diplomat. Von 1970 bis 1974 amtierte er als Außenminister und von 1974 bis 1986 als österreichischer Bundespräsident.


23.06.1972

Der bundesdeutsche Grundwehrdienst wird von 18 auf 15 Monate herabgesetzt.

Der Wehrdienst, Militärdienst oder, insbesondere auf den Kriegsfall bezogen, Kriegsdienst genannt, ist die Ausübung des Dienstes in den Streitkräften eines Staates. Er wird aufgrund einer Wehrpflicht oder einer freiwilligen Verpflichtung geleistet.


23.06.1962

Die kommunistische Pathet-Lao-Bewegung bildet in Laos zusammen mit den Royalisten eine Koalitionsregierung unter Souvanna Phouma.

Die Pathet Lao war eine laotische militärische Widerstandsbewegung mit kommunistischer Ausrichtung. Sie wurde 1950 nach der Spaltung der Unabhängigkeitsbewegung Lao Issara mit Unterstützung der vietnamesischen Việt Minh gegründet und kämpfte anfangs im Ersten Indochinakrieg gegen die Franzosen, später im Laotischen Bürgerkrieg, einem Nebenkriegsschauplatz des Vietnamkriegs, mit Unterstützung Nordvietnams gegen die von den Vereinigten Staaten unterstützte Königliche Laotische Armee. Oberhaupt der Pathet Lao war der „rote Prinz“ Souphanouvong, einflussreichste Person wurde mit wachsendem nordvietnamesischen Einfluss jedoch zunehmend Kaysone Phomvihane. Als Hauptquartier dienten die Höhlen von Viengxay in Nordostlaos. 1956 wurde als Massenorganisation und politischer Flügel die Neo Lao Hak Sat gegründet; 1965 benannte man die Pathet-Lao-Streitkräfte in Laotische Volksbefreiungsarmee um. 1975 übernahm die Pathet Lao die Macht im Land, rief die Demokratische Volksrepublik Laos aus und löste sich durch Umwandlung in mehrere staatliche Organisationen auf.


23.06.1961

Der Antarktis-Vertrag, mit dem eine militärische Nutzung der Antarktis ausgeschlossen wird, tritt in Kraft.

Der Antarktis-Vertrag ist eine internationale Übereinkunft, die festlegt, dass die unbewohnte Antarktis zwischen 60 und 90 Grad südlicher Breite ausschließlich friedlicher Nutzung, besonders der wissenschaftlichen Forschung, vorbehalten bleibt. Der Vertrag wurde auf der Antarktiskonferenz 1959 von zwölf Signatarstaaten in Washington beraten und trat 1961 in Kraft. Er hat große politische Bedeutung, weil er der erste internationale Vertrag nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war, der die Prinzipien der friedlichen Koexistenz zwischen Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung fixierte.


23.06.1960

In den Vereinigten Staaten wird Enovid als Verhütungsmittel und damit als weltweit erste Antibabypille zugelassen.

Norethynodrel ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der 19-Nortestosteron-Analoga. Es ist ein synthetisches Progestin-Hormon, das mit Progesteronrezeptoren interagiert und so die Produktion anderer Hormone unterdrückt.


Die Jesuiten gründen in Managua die erste private Universität Zentralamerikas, die Universidad Centroamericana.

Jesuiten sind die Mitglieder der katholischen Ordensgemeinschaft Gesellschaft Jesu, die aus einem Freundeskreis um Ignatius von Loyola entstand und im Jahre 1540 päpstlich anerkannt wurde. Neben den evangelischen Räten – Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – verpflichten sich die Ordensangehörigen auch zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst. Die Bezeichnung Jesuiten wurde zunächst als Spottname gebraucht, später aber auch vom Orden selbst übernommen. Generaloberer ist seit 2016 Arturo Sosa; der Sitz der Ordensleitung ist in Rom.


23.06.1954

In Köln findet die Uraufführung der Oper Die Witwe von Ephesus von Hermann Reutter statt.

Hermann Reutter war ein deutscher Komponist und Pianist.


23.06.1953

Am Moskauer Bolschoi-Theater wird die Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin uraufgeführt.

Das Staatliche Akademische Große Theater Russlands, kurz Bolschoi-Theater in Moskau ist das bedeutendste Theater für Oper und Ballett in Russland. Es bildet ein Paar mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Maly-Theater.


23.06.1938

In Berlin beginnen die Arbeiten für die Große Halle der Reichshauptstadt Germania.

Die Große Halle war ein Architekturprojekt Adolf Hitlers und des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt Albert Speer, bei dem sie gigantomanische architektonische Konzepte für den Umbau Berlins nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“ entwickelten. Der Innenraum der Halle war als „Kultraum“ und Kongresshalle gedacht und sollte zwischen 150.000 und 180.000 Besuchern Platz bieten. Darin sollten Veranstaltungen stattfinden, darüber hinaus sollte die Halle die Macht des Großdeutschen Reiches demonstrieren.


23.06.1928

General Umberto Nobile lässt sich von Einar Lundborg von Spitzbergen ausfliegen. Drei Wochen später werden die Überlebenden der Italia durch den sowjetischen Eisbrecher Krasin gerettet.

Umberto Nobile war ein italienischer Luftschiffpionier und General. Er wurde besonders durch die Polarfahrten mit seinen beiden halbstarren Luftschiffen berühmt.


23.06.1925

Einem sechsköpfigen Team gelingt die Erstbesteigung des Mount Logan, des mit 5.959 m höchsten Berges Kanadas.

Der Mount Logan – in der Eliaskette im Südwesten des kanadischen Territoriums Yukon, im Kluane-Nationalpark, gelegen – ist mit 5959 m der höchste Berg Kanadas und nach dem Denali (Mount McKinley) der zweithöchste Gipfel Nordamerikas; als solcher zählt er zu den Seven Second Summits. Der Berg wurde 1890 entdeckt und 1891 nach dem damals sehr bekannten Geologen Sir William Edmond Logan benannt. Mittlerweile gibt es 13 verschiedene Routen zum Gipfel, und seine Besteigung gilt als eine der schwierigsten Nordamerikas. Neben dem Hauptgipfel gibt es drei weitere Gipfel über 5890 m.


23.06.1924

Der Serienmörder Fritz Haarmann wird in Hannover gefasst.

Friedrich „Fritz“ Heinrich Karl Haarmann war ein deutscher Serienmörder, der wegen Mordes an insgesamt 24 Jungen bzw. jungen Männern im Alter von 10 bis 22 Jahren vom Schwurgericht beim Landgericht Hannover am 19. Dezember 1924 zum Tode verurteilt wurde.


23.06.1923

Gründung des rumänischen Fußballvereins Rapid Bukarest.

Rapid Bukarest ist ein rumänischer Sportverein aus Bukarest. Der Verein wurde bislang dreimal rumänischer Fußballmeister und spielt nach zwischenzeitlicher Insolvenz des Vereins und einem sportlichen Abstieg bis in die 5. Liga derzeit in der höchsten Spielklasse des rumänischen Fußballs. Eigentümer des Clubs sind der rumänische Unternehmer Dan Șucu (80 %) und Victor Angelescu (20 %).


23.06.1920

Mit der Abschaffung der Adelsprivilegien in Preußen sind Adelstitel in Deutschland fortan nur noch Namensbestandteile.

Der Adelstitel gab oder gibt den Rang eines Adligen in der gesellschaftlichen Hierarchie an. Viele Adelstitel waren ursprünglich Funktionsbezeichnungen. Die hier beschriebenen Adelstitel beziehen sich auf Europa im Mittelalter und in der Neuzeit.


23.06.1919

Lettischen und estnischen Truppen gelingt es im Estnischen Freiheitskrieg bei Cēsis, den Vormarsch der Baltischen Landeswehr zu stoppen.

Als Estnischen Freiheitskrieg bezeichnet man den Kampf der Republik Estland für ihre staatliche Unabhängigkeit gegen Sowjetrussland und die unter deutschem Kommando stehende Baltische Landeswehr von 1918 bis 1920.


23.06.1916

In der Schlacht um Verdun erstürmen deutsche Truppen das Zwischenwerk Thiaumont.

Die Schlacht um Verdun fand an der Westfront des Ersten Weltkrieges zwischen Deutschland und Frankreich statt. Sie begann am 21. Februar 1916 und endete am 19. Dezember 1916. Die von der deutschen Seite beabsichtigte Eroberung der Festung Verdun war damit gescheitert. Nach der Marneschlacht und dem sich hinziehenden Stellungskrieg hatte die deutsche Oberste Heeresleitung erkannt, dass ihr die Möglichkeit zur strategischen Initiative allmählich zu entgleiten drohte. Sie entschied sich daher für einen Angriff auf Verdun, um den Krieg an der Westfront wieder in Bewegung zu bringen.


23.06.1915

Die Erste Isonzoschlacht während des Ersten Weltkriegs beginnt.

Die Erste Isonzoschlacht war eine von insgesamt zwölf nach dem Fluss Isonzo benannten Schlachten zwischen dem Königreich Italien und dem Kaiserreich Österreich-Ungarn. Es war der erste größere Versuch Italiens, im Tal des Flusses den Durchbruch in die ungarische Tiefebene zu erzwingen. Als Beginn der Ersten Isonzoschlacht wird allgemein der 23. Juni 1915 gerechnet, obwohl die Kämpfe bereits vier Wochen vorher unmittelbar nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn begonnen hatten. Der als Schlacht bezeichnete Zeitraum dauerte mit kurzen Unterbrechungen bis zum 7. Juli 1915.


23.06.1914

In der Mexikanischen Revolution besiegt in der Schlacht bei Zacatecas eine von Pancho Villa geführte Armee Aufständischer die Regierungstruppen des Präsidenten Victoriano Huerta. Nach dem Sieg bricht jedoch neuer Streit zwischen den verschiedenen Fraktionen des Revolutionslagers aus, was weitere Kämpfe auslöst.

Als Mexikanische Revolution oder Mexikanischer Bürgerkrieg wird die politisch-gesellschaftliche Umbruchsphase bezeichnet, die im Zeitraum von 1910 bis 1920, mit einzelnen Ereignissen bis 1930, in Mexiko stattfand.


23.06.1905

Das dritte Motorflugzeug Wright Flyer III der Brüder Wright startet mit Orville Wright am Steuer zum Erstflug.

Der Wright Flyer III war 1905 das dritte Motorflugzeug der Brüder Wright und das erste voll steuerbare Flugzeug der Welt. Mit dieser Maschine gelang am 5. Oktober 1905 auf der Huffman Prairie bei Dayton die Steigerung der Flugdauer auf 39,5 Minuten und nach kleinen technischen Änderungen am 14. Mai 1908 in Kitty Hawk die Mitnahme eines Passagiers über 4 Kilometer. Der Wright Flyer III war der Prototyp für das im Wesentlichen baugleiche erste Serien-Motorflugzeug Wright Model A.


23.06.1897

In London beginnt das erste internationale Schachturnier für Frauen.

Mary Rudge war im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts die führende Schachspielerin Englands. Nach ihrem überlegenen Sieg beim ersten internationalen Schachturnier für Damen im Jahre 1897 in London zählte man sie zu den stärksten Spielerinnen weltweit. Das British Chess Magazine betitelte sie nach diesem Erfolg – 30 Jahre vor dem ersten offiziellen Wettbewerb um die Schachkrone der Frauen – als erste Schachweltmeisterin.


23.06.1894

Auf Initiative von Pierre de Coubertin wird in Paris das Internationale Olympische Komitee gegründet. Als Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wird Athen ausgewählt.

Pierre de Frédy, Baron de Coubertin war ein französischer Pädagoge, Archäologe, Historiker und Sportfunktionär. Coubertin trat maßgeblich für eine Wiederbelebung der Olympischen Spiele ein und gründete 1894 das Internationale Olympische Komitee, dessen zweiter Präsident er von 1896 bis 1925 war.


23.06.1888

Der deutsche Verein zur Förderung der Luftschifffahrt führt die erste der sogenannten Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten durch. An Bord des Gasballons Herder befinden sich unter anderem das Vereinsmitglied Hans Bartsch von Sigsfeld und der Meteorologe Victor Kremser.

Der am 8. September 1881 gegründete Deutsche Verein zur Förderung der Luftschifffahrt war die erste luftfahrttechnische Organisation Deutschlands und führte später zur Einrichtung des preußischen Luftschiff-Detachements. Ab 1889 wurde die Schreibweise in Deutscher Verein zur Förderung der Luftschiffahrt geändert, es folgten die Namensänderungen in Deutscher Verein für Luftschiffahrt im Jahr 1900 und im Jahre 1903 in Berliner Verein für Luftschiffahrt, der bis 1931 bestand.


23.06.1887

In Kanada entsteht mit dem „Rocky Mountains Park Act“ die gesetzliche Grundlage für den Banff-Nationalpark.

Kanada ist ein föderaler Staat in Nordamerika, der zwischen dem Atlantik im Osten und dem Pazifik im Westen liegt und nordwärts bis zum Arktischen Ozean reicht. Bundeshauptstadt ist Ottawa, die bevölkerungsreichste Stadt ist Toronto.


23.06.1865

Mit der Kapitulation der letzten konföderierten Truppen in Texas endet der Sezessionskrieg.

Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).


23.06.1862

Auf der Strecke von Hamar nach Grundset nimmt in Norwegen die weltweit erste Schmalspurbahn in Kapspur ihren Betrieb auf. Sie ist vom Eisenbahnpionier Carl Abraham Pihl konzipiert.

Hamar–Grundsetbanen (H.G.B.) war eine der drei norwegischen Bahnstrecken, deren Bau vom Storting am 3. September 1857 zusammen mit der Kongsvingerbanen und der Trondhjem–Størenbanen als Norwegens erste Staatsbahnen beschlossen wurden.


23.06.1840

In Leipzig erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Hans Sachs von Albert Lortzing nach dem gleichnamigen Schauspiel von Johann Ludwig Deinhardstein.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


23.06.1802

Der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt besteigt zusammen mit dem französischen Botaniker Aimé Bonpland in Südamerika den 6267 Meter hohen Chimborazo bis zu einer Höhe von rund 5600 Meter. Humboldt beschreibt anschließend zum ersten Mal Symptome der Höhenkrankheit.

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt war ein deutscher Forschungsreisender mit einem weit über Europa hinausreichenden Wirkungsfeld. In seinem über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten entstandenen Gesamtwerk schuf er „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“ und wurde zum Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft. Er war der jüngere Bruder von Wilhelm von Humboldt.


23.06.1760

Im Siebenjährigen Krieg besiegt in der Schlacht bei Landeshut die österreichische die preußische Armee. Der preußische Heerführer Heinrich August de la Motte Fouqué ist prominentester Gefangener.

Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften alle europäischen Großmächte jener Zeit um ein Mächtegleichgewicht und territoriale Gewinne in Europa, um Kolonien und Einfluss in Nordamerika, Indien und Afrika, um die Herrschaft über die transatlantischen Seewege sowie um Handelsvorteile. Im Wesentlichen standen Preußen und Großbritannien einer Allianz aus der Habsburgermonarchie mit dem Heiligen Römischen Reich sowie Frankreich, Russland und Spanien gegenüber. Als Verbündete kamen auf beiden Seiten weitere kleinere und mittlere Staaten wie Kurhannover und Kursachsen hinzu.


23.06.1758

In der Schlacht bei Krefeld während des Siebenjährigen Krieges besiegen die Preußen unter Prinz Ferdinand ein überlegenes französisches Heer unter der Führung des Grafen von Clermont.

Als Schlacht bei Krefeld oder Schlacht an der Hückelsmay wird eine Schlacht des Siebenjährigen Krieges bezeichnet, die am 23. Juni 1758 zwischen alliierten und französischen Truppen stattfand. Sie stellte einen Höhepunkt des Konfliktes von 1756 bis 1763 im Rheinland dar.


23.06.1757

In der Schlacht bei Plassey besiegt eine Söldnertruppe der Britischen Ostindien-Kompanie unter Führung von Robert Clive die Truppe von Siraj-ud-Daula, dem letzten unabhängigen Nawab von Bengalen. Die Schlacht wird als der Beginn der britischen Herrschaft in Indien betrachtet.

Die Schlacht bei Plassey fand am 23. Juni 1757 bei Palashi in Bengalen statt, einem kleinen Dorf zwischen Kalkutta und Murśidābād. Es war eine Schlacht zwischen den Streitkräften der Britischen Ostindien-Kompanie und denen von Sirājuddaulā, dem letzten unabhängigen Nawab von Bengalen.


23.06.1749

Ein Bergsturz führt in den Waadtländer Alpen zum Entstehen der südlichen Felswand des Berges Les Diablerets. Etwa 50 Millionen Kubikmeter Gestein rutschen ab. Der Lac de Derborence wird weiter aufgestaut.

Ein Bergsturz ist eine großvolumige, schnell vonstattengehende Fels- und Schuttbewegung aus steilen Bergflanken. Auch stabil erscheinende Felswände können betroffen sein, wenn sie von Klüften durchzogen sind. Bei Bergstürzen verhält sich das Gestein großräumig wasserähnlich, kann auf einer geneigten Gleitbahn eine Geschwindigkeit von über 100 km/h erreichen und sogar an gegenüberliegenden Hängen aufbranden, wie beispielsweise im Oberinntal mehrfach zu sehen ist. Die Untersuchung von Bergstürzen und ihrer Ursachen ist ein interdisziplinäres Thema zwischen mehreren Fachgebieten, v. a. Geologie, Felsmechanik, Ingenieurvermessung und Geomorphologie, während zugehörige Warnsysteme in jüngst entstandenen Kooperationen zwischen Geotechnik und Geodäsie entwickelt werden.


23.06.1656

Im Vertrag von Marienburg sichert sich Schwedens König Karl X. Gustav Brandenburg-Preußen als Bündnispartner im Zweiten Nordischen Krieg.

Der Vertrag von Marienburg vom 23. Juni 1656 war ein in Marienburg zwischen Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen und König Karl X. Gustav von Schweden geschlossener Vertrag.


23.06.1611

Der englische Seefahrer Henry Hudson wird mit seinem Sohn und sieben treuen Crewmitgliedern nach einer Meuterei in einem offenen Boot ausgesetzt. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.

Henry Hudson war ein englischer Seefahrer, der durch vier Entdeckungsreisen 1607 bis 1611 von Holland und England aus in den Norden und Westen berühmt wurde.


23.06.1606

Der Frieden von Wien beendet einen mehrmonatigen, gegen die Habsburger gerichteten Aufstand in Oberungarn. Erzherzog Matthias von Österreich erkennt darin den Anführer Stephan Bocskai als Fürst Siebenbürgens an und gewährt Calvinisten und Lutheranern in Oberungarn Religionsfreiheit.

Der Frieden von Wien vom 23. Juni 1606 war ein Friedensschluss zwischen dem ungarischen Adligen Stephan Bocskai, Fürst von Siebenbürgen, und dem habsburgischen späteren römisch-deutschen Kaiser, dem damaligen Erzherzog Matthias von Österreich. Er beendete den von Bocskai angeführten anti-habsburgischen Aufstand in Oberungarn 1605–1606.


23.06.1585

Im Achtzigjährigen Krieg kommt es zur Schlacht bei Amerongen in der Provinz Utrecht. Graf Adolf von Neuenahr scheitert mit seiner aus Niederländern und deutschen Söldnern bestehenden Truppe beim Versuch, das Marodieren spanischer Einheiten zu stoppen.

Im Achtzigjährigen Krieg von 1568 bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone und damit vom Haus Habsburg. Mit seinem Ende schieden die nördlichen Niederlande aus dem Verband des Heiligen Römischen Reichs aus. Der südliche Teil der Niederlande blieb dagegen vorerst bei Spanien und kam später zu Österreich. Im Jahr 1830 ging daraus Belgien hervor. Die Niederlande wurden damit dauerhaft geteilt.


23.06.1565

Bei der Belagerung von Malta gelingt den Osmanen die Eroberung des Forts St. Elmo nach Plänen des Korsaren Turgut Reis, der bei dem Angriff ums Leben kommt.

Die Belagerung Maltas 1565 war der vergebliche Versuch von Truppen Sultan Süleymans des Prächtigen, die vom Malteserorden gehaltene, strategisch wichtige Insel für das Osmanische Reich zu erobern.


23.06.1524

In der Zeit des Deutschen Bauernkriegs findet im Wutachtal bei Stühlingen eine erste Erhebung von Bauern statt.

Als Deutscher Bauernkrieg wird die Gesamtheit der Aufstände von Bauern, Städtern und Bergleuten bezeichnet, die 1524 aus ökonomischen und religiösen Gründen zunächst im süddeutschen Raum, später in weiten Teilen Thüringens, Sachsens, Frankens, in Tirol und in der Eidgenossenschaft ausbrachen. In deren Verlauf stellten die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten. In Schwaben, Franken, dem Elsass, Deutsch-Lothringen und Thüringen wurden die Aufstände 1525, im Kurfürstentum Sachsen und in Tirol 1526 von Grund- und Landesherren niedergeschlagen, wobei schätzungsweise zwischen 70.000 und 75.000 Menschen getötet wurden. Dem Bauernkrieg waren Aufstände in Livland, Ungarn (Dózsa-Aufstand), England und der Schweiz vorausgegangen.


23.06.1372

Die zweitägige Seeschlacht von La Rochelle im Hundertjährigen Krieg endet mit einem Sieg der französisch-kastilischen Flotte über die Engländer.

In der Seeschlacht von La Rochelle am 22. und 23. Juni 1372 besiegte die französisch-kastilische Flotte die der Engländer.


23.06.1314

In der Schlacht von Bannockburn erringt Robert the Bruce einen entscheidenden Sieg über ein englisches Heer unter Eduard II. und sichert damit die Unabhängigkeit Schottlands.

Die Schlacht von Bannockburn am 23. und 24. Juni 1314 war eine der entscheidenden Schlachten in den Schottischen Unabhängigkeitskriegen des späten 13. und des 14. Jahrhunderts. Im Sumpfland von Bannockburn in der Nähe von Stirling errang das schottische Heer unter der Führung von Robert (the) Bruce einen entscheidenden Sieg gegen ein erheblich größeres englisches Heer unter Eduard II.


23.06.1305

Im Vertrag von Athis-sur-Orge wird die Grafschaft Flandern als französisches Lehen unabhängig, muss aber die Städte Lille, Douai und Béthune der französischen Krone überlassen und eine jährliche Entschädigungszahlung erbringen.

Der Vertrag von Athis-sur-Orge war ein Friedensvertrag zwischen Frankreich und Flandern, der am 23. Juni 1305 in Athis-sur-Orge nach der Schlacht von Mons-en-Pévèle unterzeichnet wurde. Vertragspartner waren König Philipp der Schöne und Graf Robert III. von Flandern.


23.06.1197

Vladislav Heinrich wird zum böhmischen Herzog gewählt. Er dankt jedoch wenig später zugunsten seines Bruders Ottokar I. ab, um den Familienstreit der Přemysliden nicht eskalieren zu lassen.

Vladislav Heinrich war ein Herzog von Böhmen und Markgraf von Mähren.


23.06.1180

Mit der ersten Schlacht von Uji beginnt der Gempei-Krieg in Japan, bei dem zwei Samurai-Familien um die Macht im Staat kämpfen.

Die Erste Schlacht von Uji ist die erste von drei Schlachten von Uji und gilt als Beginn des Gempei-Krieges.


23.06.1101

Lombardische Kreuzfahrer erobern während des Kreuzzuges von 1101 Ankara.

Die Kreuzzüge waren von der lateinischen Kirche sanktionierte, strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. In diesem engeren Sinne bezeichnet der Begriff die Orientkreuzzüge, die sich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten. Im 13. Jahrhundert wurde der Begriff für Kreuzzüge auch auf andere militärische Aktionen ausgeweitet, deren Ziel nicht das Heilige Land war (crux cismarina). In diesem erweiterten Sinne werden auch die Feldzüge gegen nicht christianisierte Völker wie Wenden, Finnen, Balten und Esten, gegen Ketzer wie die Albigenser, Hussiten und gegen die Ostkirche dazu gezählt. Vereinzelt haben Päpste sogar zu Kreuzzügen gegen christliche politische Gegner aufgerufen.


23.06.0964

Die Römer liefern Papst Benedikt V. an Kaiser Otto I. aus, welcher Leo VIII. für das Amt favorisiert.

Benedikt V. war vom 22. Mai bis zum 23. Juni 964 Papst der katholischen Kirche.


23.06.0229

Der chinesische Kriegsherr Sun Quan, Herzog von Wu, ernennt sich zum Kaiser der Wu-Dynastie.

Das Kaiserreich China wurde 221 v. Chr. von Kaiser Qin Shihuangdi gegründet. Er bildete es aus den bis dahin in China existierenden „streitenden“ Königreichen, die er nach und nach erobert hatte. In seiner langen Geschichte zerfiel das Kaiserreich mehrfach in zeitweise zahlreiche Teilstaaten, durchlebte zahlreiche dynastische Wechsel und wurde dreimal wiedervereinigt: im Jahr 280 von der Jin-Dynastie, im Jahr 589 von der Sui-Dynastie und im Jahr 1279 von der mongolischen Yuan-Dynastie.