Historische Ereignisse am Freitag, 23. Mai

70 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 23. Mai statt — von 844 bis 2021. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Im Kontext der jüngeren europäischen Geschichte ereigneten sich am 23. Mai mehrfach Vorfälle von erheblicher politischer Bedeutung. Im Jahr 2021 zog ein autoritärer Staat international massive Kritik auf sich, als Behörden unter einem Vorwand einen Flug umleiteten und einen regimekritischen Journalisten festnahmen. Das Flugzeug war in Athen gestartet und sollte Vilnius erreichen, wurde jedoch nach Minsk abgelenkt. Nach der Landung folgte die sofortige Verhaftung des Journalisten Raman Pratassewitsch zusammen mit seiner Lebensgefährtin. Das Flugzeug konnte anschließend seinen Flug fortsetzen.

Ein Jahr früher, 2018, beschäftigte sich die deutsche Justiz mit Vorwürfen der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2006. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erhob Anklage gegen mehrere Funktionäre wegen möglicher unrechtmäßiger Betriebsausgaben. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, ein Privatdarlehen des Investors Robert Louis-Dreyfus, das Franz Beckenbauer erhalten hatte, später zu Unrecht als Betriebsausgabe geltend gemacht zu haben.

Die Seite DayAtlas bietet umfassende Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Personen und anderen Besonderheiten für jeden beliebigen Tag und jeden Ort. Nutzer können sich über Veranstaltungen, historische Zusammenhänge und bedeutsame Momente der Vergangenheit informieren, die an einem bestimmten Datum stattgefunden haben. Das Portal macht historisches Wissen leicht zugänglich und nachvollziehbar.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 10. April.

23.05.2021

Unter dem Vorwand, es gäbe eine Bombendrohung für das Flugzeug, leitet Belarus den Ryanair-Flug 4978, eine in Athen gestartete Boeing 737-800 mit dem Ziel Vilnius, nach Minsk um. Nach der Landung werden der regimekritische Journalist Raman Pratassewitsch und seine Lebensgefährtin Sofia Sapega festgenommen. Das Flugzeug kann später weiter nach Vilnius fliegen.

Belarus, im deutschen Sprachraum auch Weißrussland, ist ein osteuropäischer Binnenstaat. Politisches und wirtschaftliches Zentrum ist die Millionenstadt Minsk. Belarus grenzt an Litauen, Lettland, Russland, die Ukraine und Polen. Das Land entstand 1991 aus der Belarussischen oder Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik, die durch die Auflösung der Sowjetunion unabhängig wurde. Seit 1994 ist Aljaksandr Lukaschenka der autoritär und repressiv regierende Präsident von Belarus, weshalb das Land häufig als „letzte Diktatur Europas“ bezeichnet wurde.


23.05.2018

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erhebt im Zuge möglicher Schmiergeldzahlungen um die Fußball-Weltmeisterschaften 2006 wegen Steuerhinterziehung Anklage gegen Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt. Sie wirft ihnen vor, dass der DFB mit der Zahlung 2005 ein Privatdarlehen von Robert Louis-Dreyfus an Franz Beckenbauer ausgeglichen und sie später unrechtmäßig als Betriebsausgabe geltend gemacht habe.

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war die 18. Austragung des bedeutendsten Turniers für Fußballnationalmannschaften und fand vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 und nach 1974 zum zweiten Mal in Deutschland statt. Sie wurde unter dem Motto Die Welt zu Gast bei Freunden ausgetragen.


23.05.2015

Aus Anlass der 100. Wiederkehr des Eintritts Italiens in den Ersten Weltkrieg ordnet die italienische Regierung unter Ministerpräsident Matteo Renzi die Beflaggung aller öffentlichen Gebäude an. Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte daraufhin, dass dies in Südtirol nicht befolgt werden würde.

Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.


23.05.2009

Der VfL Wolfsburg wird nach einem 5:1-Sieg gegen Werder Bremen am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/2009 erstmals Deutscher Fußballmeister.

Die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH ist ein Fußballunternehmen aus Wolfsburg, das 2001 durch Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des 1945 gegründeten Verein für Leibesübungen Wolfsburg e. V. entstand. Die Volkswagen AG, welche den Verein zuvor mehr als 20 Jahre lang gefördert hatte, beantragte 2001 erfolgreich eine Ausnahmeregelung entgegen der 50+1-Regel, analog zur Ausnahme für Bayer 04 Leverkusen. Volkswagen übernahm den VfL dabei in zwei Schritten, zunächst zu 90 Prozent und Ende 2007 dann komplett.


23.05.2008

In der brasilianischen Hauptstadt Brasília wird von allen unabhängigen Staaten Südamerikas die Gründungsurkunde der Union Südamerikanischer Nationen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist der Kampf gegen „Ungleichheit, soziale Ausgrenzung, Hunger, Armut und Unsicherheit“. Bis zum Jahre 2025 soll eine der Europäischen Union vergleichbare Integration erreicht werden. Geplant sind gemeinsame Währung, Parlament und Reisepässe.

Brasília ist seit dem 21. April 1960 die Hauptstadt Brasiliens. Sie liegt im Distrito Federal do Brasil (Bundesdistrikt), der etwas über 3,05 Millionen Einwohner (2020) auf einer Fläche von 5802 Quadratkilometern hat.


23.05.2006

In New York wird mit einem großen Konzert das neue World Trade Center 7 an der Stelle des bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstörten alten World Trade Centers eröffnet.

7 World Trade Center, kurz 7 WTC, ist ein Wolkenkratzer im neuen World Trade Center im Financial District von Manhattan in New York City, USA. Er wurde an der Stelle des früheren World Trade Center 7 errichtet, nachdem dieses infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 eingestürzt war. 2006 wurde der Neubau fertiggestellt. Die Adresse des Gebäudes lautet 250 Greenwich Street.


23.05.2001

Im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand gewinnt der FC Bayern München gegen den FC Valencia durch ein 5:4 im Elfmeterschießen zum ersten Mal die UEFA Champions League.

Das Giuseppe-Meazza-Stadion, im Volksmund auch San Siro genannt, ist ein Fußballstadion in der italienischen Stadt Mailand. Es bietet aktuell 75.817 Zuschauern Platz und wird von der UEFA in die Kategorie 4, die höchste Stadion-Klasse, eingeordnet. Das größte Stadion Italiens ist Heimstätte der Fußballklubs AC Mailand und Inter Mailand. Es war Spielort der Weltmeisterschaften 1934 und 1990 sowie der Europameisterschaft 1980. Zudem fanden im San Siro mehrere Endspiele im Europapokal der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League statt. Am 6. Februar 2026 fand in dem Stadion der Hauptteil der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele statt.


Dem Franzosen Marco Siffredi gelingt als erstem Menschen eine Snowboard-Abfahrt vom Mount Everest.

Marco Siffredi war ein französischer Bergsteiger und Extrem-Snowboarder. Er wurde durch die erste vollständige Snowboard-Abfahrt vom Mount Everest im Mai 2001 bekannt. Beim Versuch, dieses Kunststück zu wiederholen, verunglückte er ein Jahr später tödlich.


23.05.2000

Nach einer Übernahmeschlacht an der Börse geht aus dem vollzogenen Zusammenschluss der beiden Vorgängerbanken in Paris die neue Kreditinstitut BNP Paribas hervor, eine der größten französischen Banken.

Eine Börse ist ein nach bestimmten Regeln organisierter Markt für standardisierte Handelsobjekte. Gehandelt werden kann zum Beispiel mit Wertpapieren, Devisen, bestimmten Commodities oder mit hiervon abgeleiteten Rechten. Die Börse führt Angebot und Nachfrage – vermittelt durch Börsenmakler oder Skontroführer – zusammen und gleicht sie durch (amtliche) Festsetzung von Preisen (Börsenkurse) aus. Die Feststellung der Kurse oder Preise der gehandelten Objekte richtet sich laufend nach Angebot und Nachfrage.


Im japanischen Niigata beginnt der Prozess gegen den Mann, der im November 1990 ein neunjähriges Mädchen entführt und über neun Jahre lang gefangengehalten hat.

Niigata ist eine designierte Großstadt und der Verwaltungssitz der gleichnamigen japanischen Präfektur Niigata auf der Hauptinsel Honshū. Niigata liegt an der Mündung des Flusses Shinano und ist eine der größten Hafenstädte an der Küste zum Japanischen Meer.


23.05.1999

Johannes Rau


23.05.1997

Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran wird überraschend der Reformer Hodschatoleslam Mohammad Chatami mit 70 % der Stimmen gegen den Favoriten Ali Akbar Nateq Nuri zum Staatspräsidenten gewählt.

Die iranischen Präsidentschaftswahlen 1997 fanden am 23. Mai 1997 statt. Wahlsieger wurde überraschend der Reformer Mohammad Chatami.


23.05.1995

Auf der SunWorld-Konferenz stellt der Computerhersteller Sun Microsystems die Programmiersprache Java als Teil der Java-Technologie erstmals der Öffentlichkeit vor.

Die Sun Microsystems, Inc. [ˌsʌn ˈmaɪkɹoʊˌsɪstəmz] war ein US-amerikanischer Hersteller von Computern und Software, der im Jahr 2010 durch Übernahme in die Oracle Corporation eingegliedert wurde. Ausgegründet aus der Stanford University 1982, war Sun bis dahin ein unabhängiges Unternehmen und im kalifornischen Santa Clara ansässig. Das Unternehmen befasste sich zunächst mit der Entwicklung und Herstellung von Unix-Workstations, einer breiteren Öffentlichkeit wurde es ab Ende der 1990er Jahre vor allem durch die Entwicklung der Java-Technologie und der gleichnamigen Programmiersprache bekannt.


23.05.1994

Roman Herzog


23.05.1993

In Kambodscha finden unter der Aufsicht der United Nations Transitional Authority in Cambodia (UNTAC) die ersten freien Wahlen seit mehr als 20 Jahren statt. Die Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung werden jedoch von den Roten Khmer boykottiert.

Das Königreich Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Es liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Das Landschaftsbild wird durch eine Zentralebene geprägt, die teilweise von Gebirgen umgeben ist. In ihr liegt im Westen Kambodschas der See Tonle Sap; durch den Osten fließt der Mekong, der zu den längsten Flüssen der Welt gehört. Die Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden des Landes. Der Großteil der Bevölkerung Kambodschas sind buddhistische Khmer.


23.05.1992

Der italienische Strafverfolger und Mafiagegner Giovanni Falcone wird zusammen mit seiner Frau und drei Leibwächtern auf der Autobahn A29 auf Sizilien durch ein Sprengstoffattentat ermordet.

Giovanni Falcone war ein italienischer Jurist und aktiv im Kampf gegen die Cosa Nostra. Er gilt als Symbolfigur des Kampfes gegen die organisierte Kriminalität auf Sizilien.


23.05.1990

Die letzte der Öffentlichkeit bekanntgewordene Sendung des Gong, eines DDR-Zahlensenders, ist zu hören

Der Gong, auch bekannt unter der ENIGMA2000-Kennung G03, war ein vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR betriebener Zahlensender, der vermutlich seit 1973 im Betrieb war. Die Sendungen enthielten verschlüsselte Botschaften für die Agenten der DDR in westlichen Staaten, vor allem in der Bundesrepublik Deutschland. Die letzte Sendung erfolgte am 9. Mai 1990, wenige Monate vor der Deutschen Wiedervereinigung. Seine inoffizielle Bezeichnung „Gong“ erhielt der Sender wegen seiner besonderen Töne, welche jede Sendung eingeleitet haben.


23.05.1984

Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Richard Karl Freiherr von Weizsäcker war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1979 bis 1981 Vizepräsident des Deutschen Bundestages und von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von West-Berlin. Von 1984 bis 1994 war er der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. 1985 führte er mit seiner Ansprache zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft einen Paradigmenwechsel der deutschen Vergangenheitspolitik herbei, indem er den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung würdigte. In seiner zweiten Amtszeit wurde er 1990 das erste Staatsoberhaupt des wiedervereinten Deutschlands.


Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Richard Karl Freiherr von Weizsäcker war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1979 bis 1981 Vizepräsident des Deutschen Bundestages und von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von West-Berlin. Von 1984 bis 1994 war er der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. 1985 führte er mit seiner Ansprache zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft einen Paradigmenwechsel der deutschen Vergangenheitspolitik herbei, indem er den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung würdigte. In seiner zweiten Amtszeit wurde er 1990 das erste Staatsoberhaupt des wiedervereinten Deutschlands.


Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Roman Herzog war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Roman Herzog war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter des Bundesverfassungsgerichts, ab 1987 als dessen Präsident.


Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Johannes Rau war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1999 bis 2004 der achte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Rau war von 1969 bis 1970 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und anschließend Wissenschaftsminister in Nordrhein-Westfalen. Von 1977 bis 1998 war er Landesvorsitzender der SPD und von 1978 bis 1998 der sechste Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, womit er beide Ämter länger als bisher jeder andere innehatte. Bei der Bundestagswahl 1987 war er Kanzlerkandidat der SPD. Im Jahre 1993 führte er nach dem Rücktritt von Björn Engholm kommissarisch den Vorsitz der SPD-Bundespartei.


Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Horst Köhler war ein deutscher Politiker (CDU) und Ökonom. Von 2000 bis 2004 war er Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Anschließend amtierte er von 2004 bis zu seinem Rücktritt 2010 als neunter Bundespräsident Deutschlands.


Richard von Weizsäcker (CDU) in der Wahl gegen Luise Rinser (Die Grünen).

Horst Köhler war ein deutscher Politiker (CDU) und Ökonom. Von 2000 bis 2004 war er Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Anschließend amtierte er von 2004 bis zu seinem Rücktritt 2010 als neunter Bundespräsident Deutschlands.


Der Spielfilm Paris, Texas des deutschen Regisseurs Wim Wenders mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski und Dean Stockwell in den Hauptrollen wird bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Paris, Texas ist ein deutsch-französisches Roadmovie des Regisseurs Wim Wenders aus dem Jahr 1984. Bei dem in englischer Sprache gefilmten Drama schrieb L. M. Kit Carson das Drehbuch nach einer Vorlage des Bühnenautors Sam Shepard. Die Hauptrolle übernahm Harry Dean Stanton. Die deutsche Erstaufführung in den Kinos erfolgte am 11. Januar 1985. Bis Jahresende 1985 gab es rund 1,1 Millionen Kinobesucher in der Bundesrepublik Deutschland.


23.05.1979

Der bisherige Bundestagspräsident Karl Carstens von der CDU wird bei der Bundespräsidentschaftswahl von der Bundesversammlung gegen die SPD-Politikerin Annemarie Renger zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Der deutsche Bundespräsident wird von da an bis 2009 alle fünf Jahre an diesem Datum gewählt:

Karl Walter Claus Carstens war ein deutscher Politiker (CDU), Jurist und Diplomat. Er war von 1979 bis 1984 der fünfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1960 bis 1969 Staatssekretär im Auswärtigen Amt, im Bundesministerium der Verteidigung und Chef des Bundeskanzleramtes. Von 1972 bis 1979 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, wo er von 1973 bis 1976 als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion Oppositionsführer und anschließend bis 1979 Bundestagspräsident war.


23.05.1971

Das von Friedrich Dürrenmatt zu einer Oper umgeschriebene Theaterstück Der Besuch der alten Dame mit der Musik von Gottfried von Einem hat seine Uraufführung an der Wiener Staatsoper.

Friedrich Reinhold Dürrenmatt war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler. Sein Lebenswerk umfasst Erzählungen, Essays, Romane, Hörspiele, Theaterstücke, Gemälde, Zeichnungen und Karikaturen. Friedrich Dürrenmatt zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikern des 20. Jahrhunderts, dessen weltweit aufgeführte Werke Literatur, Theater und Film nachhaltig beeinflussen, indem sie auf einzigartige Weise Spannung, Humor und philosophische Reflexion verbinden. Bekannt wurde er vor allem mit den Kriminalromanen Der Richter und sein Henker, Der Verdacht und Das Versprechen, mit den Theaterstücken Der Besuch der alten Dame, Die Physiker und Der Meteor erlangte er Weltruhm. Er war der Initiant des Schweizerischen Literaturarchivs, dessen Gründung er zur Bedingung machte, um der Schweiz seinen Nachlass zu überlassen. Sein bildnerisches Werk wird in einer Dauerausstellung im Museum Centre Dürrenmatt Neuchâtel präsentiert.


23.05.1965

Der bisherige Bürgermeister von Wien, Franz Jonas von der SPÖ, wird mit 50,7 % gegen den ehemaligen Bundeskanzler Alfons Gorbach von der ÖVP zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt.

Franz Josef Jonas war ein österreichischer Staatsmann und Politiker (SPÖ), von 1951 bis 1965 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, sodann von 1965 bis 1974 österreichischer Bundespräsident. Er war der vierte Präsident der seit 1945 bestehenden Zweiten Republik.


23.05.1962

Der französische General Raoul Salan wird zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er als Mitglied der Organisation de l’armée secrète eine Eskalation der Gewalt im Algerienkrieg betrieben und sich an einem Putschversuch beteiligt hat.

Raoul Salan war ein französischer Heeresoffizier, zuletzt im Rang eines Général d’armée.


23.05.1951

In Peking wird zwischen der Volksrepublik China und Tibet ein Abkommen zur friedlichen Befreiung Tibets unterzeichnet. Inhalt des Abkommens ist die Zusicherung innenpolitischer Autonomie und Religionsfreiheit Tibets von Seiten der Volksrepublik China, zugleich soll die außenpolitische Vertretung Tibets durch die Volksrepublik China wahrgenommen werden. Aus Sicht der tibetischen Exilregierung ist das Abkommen unter militärischem Druck in der Folge der Besetzung der osttibetischen Provinz Qamdo und unter Androhung eines weiteren militärischen Vordringens durch die chinesische Volksbefreiungsarmee zu Stande gekommen und damit ungültig.

Die Volksrepublik China, allgemein als China bezeichnet, ist ein Staat in Ostasien. Mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern (2020) stellt China das nach Indien zweitbevölkerungsreichste und gemessen an seiner Gesamtfläche drittgrößte Land der Erde dar. Gemäß ihrer sozialistischen Verfassung steht die Volksrepublik China „unter der demokratischen Diktatur des Volkes“, wird jedoch von Beginn an durchgehend von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) autoritär bis totalitär regiert. Bis heute werden ihr schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.


23.05.1949

Der Parlamentarische Rat in Westdeutschland verkündet das Grundgesetz. Durch diesen Schritt gründet sich die Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz gilt zunächst nur für die als Trizone bekannte Westzone mit Ausnahme des Saarlands.

Der Parlamentarische Rat war eine von elf deutschen Länderparlamenten der drei Westzonen gewählte Versammlung, die von September 1948 bis Mai 1949 in Bonn tagte. Sie sollte drei Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur einen auf demokratischen Prinzipien beruhenden politischen Neuanfang für Deutschland einleiten.


23.05.1945

Die Regierung Dönitz, die von Reichspräsident Karl Dönitz eingesetzte geschäftsführende Reichsregierung (Kabinett Schwerin von Krosigk) mit provisorischem Sitz im Sonderbereich Mürwik, wird von den Alliierten für abgesetzt erklärt und verhaftet. Dies gilt als Ende des NS-Staats (Drittes Reich).

Die Regierung Dönitz, auch als Flensburger Regierung bezeichnet, war die geschäftsführende Reichsregierung unter Karl Dönitz in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, die Adolf Hitler vor seinem Suizid schriftlich bestimmt hatte. Die Rechtmäßigkeit dieser letzten Regierung des Deutschen Reiches ist umstritten.


Der ehemalige Reichsführer SS Heinrich Himmler begeht während eines Verhörs durch die britischen Alliierten in Lüneburg mittels einer in einer Zahnlücke versteckten Zyankalikapsel Suizid.

Reichsführer SS oder auch Reichsführer-SS war ab August 1934 der höchste Dienstgrad der Schutzstaffel (SS) in der Zeit des Nationalsozialismus, nachdem Heinrich Himmler von Adolf Hitler zunächst noch zum Reichsleiter SS ernannt worden und damit lediglich diesem unterstellt und verantwortlich war.


23.05.1942

Nach mehrtägigem Kampf gelingt es der deutschen Wehrmacht in der Zweiten Schlacht um Charkow im Krieg gegen die Sowjetunion, mehrere sowjetische Armeen bei Charkow einzukesseln. Die Kapitulation erfolgt am 28. Mai. Es handelt sich um eine der letzten siegreichen Kesselschlachten für die Deutschen im Zweiten Weltkrieg.

Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.


23.05.1939

Adolf Hitler gibt der militärischen Führungsspitze Deutschlands bekannt, bei erster passender Gelegenheit das Nachbarland Polen überfallen zu wollen. Die Rede wird von Rudolf Schmundt schriftlich aufgezeichnet. Das sogenannte Schmundt-Protokoll wird später zu einem wichtigen Dokument im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.

Adolf Hitler war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft und von 1933 bis zu seinem Tod Diktator des Deutschen Reichs. Ab 1921 war er Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), von 1933 bis 1945 deutscher Reichskanzler, ab 1934 auch Staatsoberhaupt und ab 1938 Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht.


23.05.1934

Das amerikanische Gangsterpärchen Bonnie Parker und Clyde Barrow wird in der Nähe von Sailes im Bienville Parish, Louisiana, von Polizisten erschossen.

Bonnie und Clyde waren ein aus den Kriminellen Bonnie Elizabeth Parker und Clyde Chestnut Barrow bestehendes US-amerikanisches Verbrecherpaar.


23.05.1930

In Berlin wird Georg Wilhelm Pabsts Antikriegsfilm Westfront 1918 oder Vier von der Infanterie uraufgeführt.

Georg Wilhelm Pabst, üblicherweise bezeichnet als G. W. Pabst, war ein österreichischer Filmregisseur. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Die freudlose Gasse (1925), Die Büchse der Pandora (1929), Die Dreigroschenoper (1931) sowie Kameradschaft (1931).


23.05.1923

Die Sabena wird als staatliche belgische Fluggesellschaft gegründet. Sie ist aus der SNETA (Syndicat national pour l'étude du transport aérien), der 1919 gegründeten staatlichen Fluggesellschaft, hervorgegangen.

Sabena war von 1923 bis zu ihrer Liquidation 2001 die nationale Fluggesellschaft Belgiens mit Sitz in Brüssel und Basis auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem. Teile der Gesellschaft leben in der heutigen Fluggesellschaft Brussels Airlines fort.


23.05.1920

Papst Benedikt XV. stellt in seiner Enzyklika Pacem, Dei munus pulcherrimum den Frieden in den Mittelpunkt seiner Betrachtung und empfiehlt nach dem Ersten Weltkrieg die Versöhnung der Gegner. Einer Völkerbundidee gegenüber ist er positiv eingestellt.

Benedikt XV. war vom 3. September 1914 bis zu seinem Tod 1922 der 258. Papst und Bischof von Rom. Wegen seines engagierten Auftretens gegen den Ersten Weltkrieg wurde er als Friedenspapst bekannt.


23.05.1915

Italien erklärt infolge des Londoner Vertrages, mit dem der Dreibund de jure aufgelöst wird, Österreich-Ungarn den Krieg. Damit beginnt der Gebirgskrieg, und es kommt in der Folge zu den zwölf Isonzoschlachten im Ersten Weltkrieg.

Die Geschichte Italiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Italienischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zurückverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen seiner Existenz. Etwa 6100 v. Chr. brachten erste Gruppen von außerhalb der Apenninhalbinsel – wohl über See aus Südanatolien und dem Nahen Osten – die Landwirtschaft mit; die Jäger und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend v. Chr. setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dörfern frühe stadtähnliche Siedlungen machte. Die Gesellschaften wiesen um diese Zeit erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf.


23.05.1912

Der Leipziger Insel Verlag kündigt durch ein Rundschreiben an die deutschen Buchhändler und eine Ankündigung in Nr. 118 des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel das Erscheinen der noch heute verlegten Insel-Bücherei an. Die ersten Bände werden am 2. Juni ausgeliefert.

Der Insel Verlag ist ein deutscher Literaturverlag, der 1901 aus der zwei Jahre zuvor gegründeten Literatur- und Kunstzeitschrift Die Insel hervorging und seinen ursprünglichen Verlagssitz in Leipzig hatte. Seit 2010 hat er seinen Sitz in Berlin, nachdem er bis dahin in Frankfurt am Main residiert und eine Niederlassung in Leipzig unterhalten hatte.


23.05.1909

Der jüdische Fußballverein VAC Budapest gibt ein Gastspiel gegen die zweite Mannschaft des Vienna Cricket and Football-Club. Der Leiter des Vereins ermuntert nach dem Spiel die jüdischen Spieler, eine eigene Mannschaft zu gründen. Das gilt als Anstoß für die Gründung des SC Hakoah Wien am 16. September.

Der Vívó és Atlétikai Club, der Fecht- und Athletikverein, kurz VAC, war ein jüdischer Sportverein aus Budapest, der von 1906 bis 1939 bestand. Nachdem der Klub von den Nationalsozialisten aufgelöst worden war, wurde die Traditions des Vereines 1989 mit der Gründung des Maccabi VAC wiederbelebt.


23.05.1895

Der New Yorker Rechtsanwalt John Bigelow legt die finanziell angeschlagenen Astor- und Lenox-Bibliotheken mit dem Vermögen des verstorbenen Politikers Samuel J. Tilden zusammen, der in seinem Nachlass verfügt hat, eine Bibliothek in New York City einzurichten. Daraus entsteht The New York Public Library, Astor, Lenox and Tilden Foundations.

Samuel Jones Tilden war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt und Politiker. Ab 1866 war er Vorsitzender des State Committee der New Yorker Demokratischen Partei, danach von 1874 bis 1876 Gouverneur von New York. Durch seine Reformpolitik und den erfolgreichen Kampf gegen die Korruption bei den Demokraten enorm beliebt, kandidierte er bei der Präsidentschaftswahl 1876.


23.05.1887

Papst Leo XIII. beendet den Kulturkampf im deutschen Kaiserreich. Die Kirche akzeptiert unter anderem Zivilehe, staatliche Schulaufsicht und das Politikverbot für Priester.

Leo XIII. war von 1878 bis 1903 der 256. Papst der römisch-katholischen Kirche.


23.05.1873

In den kanadischen Nordwest-Territorien, zu denen auch die heutigen Provinzen Alberta, Saskatchewan und Teile von Manitoba sowie die Territorien Yukon und Nunavut gehören, wird die North West Mounted Police (NWMP) gegründet, Vorläufer der Royal Canadian Mounted Police (RCMP).

Die Nordwest-Territorien sind neben Yukon und Nunavut ein Gebiet (Territorium) in Kanada. Diese drei den Norden des Staates Kanada bildenden Territorien sind im Gegensatz zu den Provinzen im Süden der kanadischen Bundesregierung direkt unterstellt. Hauptstadt der Nordwest-Territorien ist Yellowknife.


23.05.1863

Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig gemeinsam mit Abgesandten aus Leipzig, Hamburg, Harburg, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Solingen, Frankfurt am Main, Mainz und Dresden den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), Ursprung der heutigen SPD.

Ferdinand Lassalle war Schriftsteller, sozialistischer Politiker im Deutschen Bund und einer der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung.


23.05.1862

Der deutsche Astronom Eduard Schönfeld findet im Sternbild Haar der Berenike die später als NGC 4383 erfasste Spiralgalaxie. Die Galaxie gehört zum Virgo-Galaxienhaufen.

Ein Astronom oder eine Astronomin ist eine Person, die sich wissenschaftlich mit der Astronomie beschäftigt.


23.05.1844

Der Bab verkündet der Verheißene aller Religionen und der Vorbote eines größeren Gottesboten als er selbst zu sein. Dieses Datum gilt als das Gründungsdatum des Babismus.

Bāb ist der religiöse Ehrentitel des iranischen Predigers Seyyed ʿAli Muhammad Schirazi, dem Stifter des Babismus und für die Bahai Vorläufer Bahāʾullāhs. Der Bāb verkündete Mitte des 19. Jahrhunderts, Überbringer einer göttlichen Botschaft zu sein. Seine Mission sei es, den Weg für das Kommen eines zweiten Gesandten Gottes zu bereiten, der eine neue Ära des weltweiten Friedens und der Gerechtigkeit einleiten werde. Bahāʾullāh beanspruchte später, ebendieser Verheißene zu sein.


23.05.1842

Der britische Agrikulturchemiker John Bennet Lawes meldet sein Verfahren zur Herstellung von Superphosphat, einem Dünger für die Landwirtschaft, zum Patent an.

Sir John Bennet Lawes, 1. Baronet war ein britischer Agrikulturchemiker.


23.05.1829

Der Orgel- und Klavierbauer Cyrill Demian erhält in Wien zusammen mit seinen Söhnen Karl und Guido ein Privilegium (Patent) für die Erfindung des Akkordeons.

Cyrill Demian war ein österreichischer Orgel- und Klavierbauer mit armenischen Wurzeln. Er gilt als Erfinder des Akkordeons.


23.05.1814

Nachdem die Oper Leonore von Ludwig van Beethoven bereits in zwei Bearbeitungen mit geringem Erfolg uraufgeführt worden ist, erfolgt die Uraufführung der zweiten Überarbeitung unter dem Namen Fidelio am Theater am Kärntnertor in Wien.

Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.


23.05.1802

In einem Abkommen erkennt Frankreich die preußischen Ansprüche in Nordwestdeutschland, u. a. auf die Gebiete der Hochstifte Hildesheim, Münster und Paderborn, als Ausgleich für die abgetretenen linksrheinischen Gebiete an.

Preußen war ein im 13. Jahrhundert im südlichen Baltikum entstandenes Staatswesen, dessen Name im 18. Jahrhundert auf den aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen hervorgegangenen Gesamtstaat der Hohenzollern überging. Aus diesem Königreich Preußen, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast ganz Norddeutschland umfasste und 1870/71 die Gründung des Deutschen Reiches vorantrieb, ging 1918 der republikanische Freistaat Preußen hervor. Im NS-Staat seiner Selbständigkeit beraubt, ging Preußen mit diesem am Ende des Zweiten Weltkriegs unter.


23.05.1799

Die weltliche Kantate „Der Tyroler Landsturm“ von Antonio Salieri und Joseph Franz Ratschky wird im k.k Redoutensaal in Wien uraufgeführt.

Der Tyroler Landsturm Opus 100 ist eine weltliche Kantate von Antonio Salieri.


23.05.1793

In der Schlacht bei Famars gelingt den Koalitionstruppen ein Sieg über das französische Revolutionsheer. Dadurch sind sie in der Lage, erfolgreich Valenciennes zu belagern.

Die Schlacht bei Famars vom 23. Mai 1793 fand während des Ersten Koalitionskrieges zwischen alliierten und französischen Truppen statt. Es handelte sich im Kern um einen Angriff der Alliierten auf verschanzte Stellungen der Franzosen. Sie endete mit einem Sieg der Verbündeten. Dies war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Belagerung von Valenciennes.


23.05.1788

Mit der Ratifizierung der Verfassung der Vereinigten Staaten wird South Carolina als achter Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen.

Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, die am 17. September 1787 verabschiedet wurde und durch die Ratifizierung in New Hampshire am 21. Juni 1788 am 4. März 1789 in Kraft trat, legt die politische und rechtliche Grundordnung der USA fest. Sie sieht eine föderale Republik in Form eines Präsidialsystems vor. Die Verfassung wurde von Delegierten aus zwölf der dreizehn Gründerstaaten der USA erarbeitet, die in der Philadelphia Convention zusammengetreten waren. Sie löste die zuvor geltenden Konföderationsartikel ab und etablierte eine starke Zentralgewalt mit einem Präsidenten an der Spitze, der sowohl Staats- als auch Regierungschef ist. Zugleich schreibt sie eine als „Checks and Balances“ bezeichnete Gewaltenteilung vor, in der die Organe der Regierung, der Gesetzgebung und der Rechtsprechung getrennt voneinander agieren und sich durch weitreichende Verschränkungen gegenseitig kontrollieren. Wie die Gewaltenteilung entspringen auch andere Verfassungsgrundsätze politischen Konzepten, die im Zeitalter der Aufklärung entwickelt und verbreitet wurden, darunter die Bill of Rights als verbindlicher Grundrechtekatalog und das Bekenntnis zu Recht und Gesetz.


23.05.1750

Il bugiardo (Der Lügner), eine Komödie in drei Akten von Carlo Goldoni, wird in Mantua uraufgeführt. Die dritte Fassung wird schließlich zu einem Erfolg.

Eine Komödie ist ein Drama mit oft erheiterndem Handlungsablauf, das für den Helden glücklich endet. Die unterhaltsame Grundstimmung entsteht durch eine übertriebene Darstellung menschlicher Schwächen, die neben der Belustigung des Publikums auch kritische Zwecke haben kann.


23.05.1706

Nach ihrer Niederlage in der Schlacht bei Ramillies im Spanischen Erbfolgekrieg gegen ein niederländisch-englisches Heer unter John Churchill, 1. Duke of Marlborough müssen die Franzosen aus den Spanischen Niederlanden weichen.

Die Schlacht bei Ramillies war eine der bedeutendsten Schlachten im Spanischen Erbfolgekrieg. Nahe dem Ort Ramillies besiegten am 23. Mai 1706 englische und niederländische Truppen unter der Führung von John Churchill, 1. Duke of Marlborough, eine französische Streitmacht. Dieser Sieg erzwang den Rückzug der Franzosen aus den Spanischen Niederlanden unter Aufgabe der Städte Brügge, Antwerpen und Gent und sicherte Habsburg die spanischen Niederlande.


23.05.1618

Knapp 200 Vertreter der protestantischen Stände unter der Führung von Heinrich Matthias von Thurn, Albrecht Jan Smiřický von Smiřice, Joachim Andreas von Schlick und Leonhard Colonna von Fels ziehen auf die Prager Burg und werfen nach einer improvisierten „Gerichtsverhandlung“ die in der Hofkanzlei anwesenden kaiserlichen Statthalter Jaroslav Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata sowie den Schreiber Philip Fabricius aus einem Fenster in 17 Metern Höhe. Der zweite Prager Fenstersturz markiert den Beginn des Ständeaufstands in Böhmen und führt in der Folge zum Dreißigjährigen Krieg.

Heinrich Matthias Graf von Thurn-Valsassina war ein protestantischer böhmischer Adliger, der zu den führenden Köpfen des Aufstands der böhmischen Stände gegen den katholischen Habsburger Ferdinand II. gehörte. Er war einer der Initiatoren des Prager Fenstersturzes, der den Dreißigjährigen Krieg auslöste. Nach der Niederschlagung des Aufstands in der Schlacht am Weißen Berg 1620 kämpfte er als militärischer Anführer der böhmischen Emigranten weiter auf der protestantischen, anti-habsburgischen Seite und trat schließlich in schwedische Dienste.


23.05.1592

In der Bretagne gelandete spanische Truppen entsetzen die im Achten Hugenottenkrieg von Truppen des französischen Königs Heinrich IV. belagerte Stadt Craon. In der Schlacht setzt sich der Feldherr Philippe-Emmanuel de Lorraine gegenüber seinem Kontrahenten Henri de Bourbon, duc de Montpensier durch.

Die Bretagne ist eine westfranzösische Region. Sie besteht heute aus den Départements Côtes-d’Armor, Finistère, Ille-et-Vilaine und Morbihan. Die Region hat eine Fläche von 27.208 km² und 3.449.370 Einwohner. Hauptstadt der Region ist Rennes.


23.05.1568

Mit der Schlacht von Heiligerlee beginnt der Achtzigjährige Krieg, der Freiheitskampf der Niederlande gegen die spanische Herrschaft. Die Niederlande unter Ludwig von Nassau-Dillenburg besiegen die Armee des Statthalters von Spanien, Johann von Ligne, der in der Schlacht ums Leben kommt.

Die Schlacht von Heiligerlee in der heutigen Provinz Groningen am 23. Mai 1568 fand zu Beginn des Achtzigjährigen Krieges statt, welcher erst mit dem Frieden von Münster im Jahr 1648 endete und zur Unabhängigkeit der Niederlande führte.


23.05.1555

Der 79-jährige Gian Pietro Carafa wird als Nachfolger des am 1. Mai verstorbenen Marcellus II. zum Papst gewählt und nimmt den Namen Paul IV. an.

Marcellus II., Geburtsname Marcello Cervini degli Spannocchi, war vom 9. April bis zum 1. Mai 1555 Papst der katholischen Kirche. In Erinnerung blieb der Papst wegen der ihm von Giovanni Pierluigi da Palestrina gewidmeten Komposition Missa Papae Marcelli.


23.05.1547

In der Schlacht bei Drakenburg besiegt das protestantische Heer des Schmalkaldischen Bundes die kaiserlichen Truppen von Herzog Erich II. von Calenberg. Das ändert zwar nichts mehr an der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg, jedoch wird als Folge der Schlacht der Norden Deutschlands frei von kaiserlichen Truppen, was zur Glaubensfreiheit beiträgt.

In der Schlacht bei Drakenburg am 23. Mai 1547 nördlich von Nienburg/Weser besiegte das protestantische Heer des Schmalkaldischen Bundes die kaiserlichen Truppen von Herzog Erich II. von Calenberg, der sich nur schwimmend durch die Weser retten konnte. Zuvor hatten die Protestanten durch die Niederlage in der Schlacht bei Mühlberg am 24. April 1547 bereits den Schmalkaldischen Krieg verloren. Als Folge der Schlacht von Drakenburg wurde der Norden Deutschlands frei von kaiserlichen Truppen, wodurch die Stellung des Protestantismus gestärkt wurde.


23.05.1533

Der Erzbischof von Canterbury, Thomas Cranmer, erklärt die Ehe zwischen Heinrich VIII. und Katharina von Aragon für ungültig. Damit zieht er den Zorn des Vatikans auf sich, der mit einer päpstlichen Bannandrohung und ein Jahr später mit dem Bann antwortet.

Der Erzbischof von Canterbury ist zugleich Primas von ganz England und das geistliche Oberhaupt der Church of England sowie Ehrenoberhaupt der anglikanischen Kirchengemeinschaft. Seit Januar 2026 ist Sarah Mullally die 106. Erzbischöfin von Canterbury und die erste Frau in diesem Amt. Am 25. März 2026 erfolgte die Amtseinführung.


23.05.1525

Einem Bauernheer unter Hans Müller gelingt es im Deutschen Bauernkrieg, die Stadt Freiburg im Breisgau einzunehmen, wo der Stadtrat genötigt wird, der sogenannten „christlichen Vereinigung“ der Bauern beizutreten.

Hans Müller, genannt von Bulgenbach, war ein Bauernführer im Deutschen Bauernkrieg. Der Chronist Andreas Lettsch beschreibt ihn in seiner Chronik.


23.05.1498

Der von Papst Alexander VI. als „Häretiker, Schismatiker und Verächter des Hl. Stuhles“ exkommunizierte Bußprediger Girolamo Savonarola wird auf der Piazza della Signoria in Florenz zusammen mit zwei Mitbrüdern vor einer großen Menschenmenge erst gehängt und dann auf einem Scheiterhaufen verbrannt.

Alexander VI. war von 1492 bis 1503 römisch-katholischer Papst. Er war eine der politisch einflussreichsten Persönlichkeiten Italiens der Renaissance. Jahrzehntelang arbeitete Roderic de Borja darauf hin, die Tiara zu erlangen, bis er am 11. August 1492 zum Papst gewählt wurde. Alexander war der bisher letzte Papst, der auf der Iberischen Halbinsel geboren wurde.


23.05.1493

Der Vertrag von Senlis regelt den umstrittenen Besitz des Hauses Burgund, das 1477 mit dem Tod Karls des Kühnen erloschen ist: Der Habsburger Maximilian I. erhält die Herrschaft über die Freigrafschaft Burgund, während die Picardie und das Herzogtum Burgund im Besitz des französischen Königs Karl VIII. bleiben.

Der Vertrag von Senlis, auch Frieden von Senlis, war ein am 23. Mai 1493 in Senlis (Oise) geschlossenes Abkommen zwischen dem Habsburger Maximilian I. und dem französischen König Karl VIII. Es regelte den zwischen beiden Parteien umstrittenen Besitz des Hauses Burgund, das 1477 nach dem Tod von Karl dem Kühnen in der Schlacht von Nancy ohne männliche Erben war. Der um das Erbe entbrannte Burgundische Erbfolgekrieg (1477–1493) wurde durch den Frieden von Senlis endgültig beendet.


23.05.1430

Während der Belagerung von Compiègne fällt Jeanne d’Arc im Hundertjährigen Krieg den Burgundern in die Hände. Der französische König Karl VII., der ihr seine Krönung verdankt, hat sich bereits vorher von ihr abgewandt.

Compiègne [kɔ̃ˈpjɛɲ] ist eine französische Stadt mit 40.761 Einwohnern im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Sie ist die Hauptstadt des Arrondissements Compiègne.


23.05.1059

Der kränkliche französische König Heinrich I. lässt seinen siebenjährigen Sohn Philipp zum König wählen und vom Erzbischof von Reims weihen. Der Kapetinger will damit die reibungslose Thronfolge für den Fall seines Todes sicherstellen, was in der Folge erreicht wird.

Heinrich I. war von 1031 bis 1060 König von Frankreich aus der Dynastie der Kapetinger.


23.05.1040

Die Schlacht von Dandanqan endet mit einem Sieg der Seldschuken unter Tughrul und Tschaghri Beg, die damit die Herrschaft der Ghaznawiden unter Masud I. von Ghazni über Chorasan beenden.

Die Schlacht von Dandanqan fand am 23. Mai 1040 zwischen Seldschuken und Ghaznawiden statt. Sie endete mit einem Sieg für die Seldschuken und beendete die Herrschaft der Ghaznawiden über Chorasan.


23.05.1013

Heinrich II. empfängt in Merseburg Boleslaw I. Chrobry von Polen. Dieser war nach den Angriffen vom Juli 1002 in Merseburg erst nach der Stellung von hochrangigen Geiseln zu einem Kommen bereit.

Heinrich II., Heiliger, aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen, war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches (regnum Francorum orientalium), von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.


23.05.0844

Laut der gefälschten Urkunde Privilegio de los Votos besiegt Ramiro I., König von Asturien, den Emir Abd ar-Rahman II. in der Schlacht von Clavijo. Moderne Historiker bezweifeln, dass diese berühmte Schlacht der Reconquista bei Clavijo tatsächlich stattgefunden hat.

Voto de Santiago ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die Gelübde asturischer Könige, in denen sie den Apostel Jakobus um Unterstützung für oder Vermittlung in ihren Anliegen bei Gott baten. Zur Einlösung schenkten oder stifteten sie das Gelobte einer dem Apostel Jakobus verbundenen Einrichtung, meist der Kathedrale von Santiago de Compostela.