Historische Ereignisse am Sonntag, 25. Januar

62 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 25. Januar statt — von 750 bis 2023. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Im Januar 2026 jährt sich ein bedeutsames Ereignis zum dritten Mal, das die europäische Kulturlandschaft geprägt hat. Im Jahr 2023 beschloss die UNESCO die Aufnahme der historischen Altstadt der ukrainischen Hafenstadt Odessa in die Liste des Weltkulturerbes. Diese Entscheidung würdigte das architektonische und kulturelle Erbe der Stadt, die als wichtigster Hafen am Schwarzen Meer fungiert und eine vielfältige Geschichte verschiedener Kulturen widerspiegelt. Odessa liegt in der südlichen Ukraine und beherbergt zahlreiche Beispiele klassizistischer und eklektizistischer Architektur aus dem 19. Jahrhundert.

Zurückblickend auf historische Ereignisse zeigt sich, dass der 25. Januar immer wieder Wendepunkte in der Weltpolitik markierte. Im Jahr 2008 unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und sein serbischer Amtskollege Boris Tadić ein Abkommen über den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung des russischen Konzerns Gazprom am serbischen Energieunternehmen NIS für 400 Millionen Euro. Das Abkommen umfasste auch Regelungen zum geplanten Bau der Gaspipeline South Stream über serbisches Territorium, was die strategische Bedeutung der energetischen Verflechtungen zwischen Russland und Südosteuropa unterstreicht.

Die Ereignisse dieses Tages zeigen historische Kontinuitäten und Brüche. Der amerikanische Raumpionier Neil Armstrong, dessen Name mit der Mondlandung 1969 verbunden ist, verkörpert das Streben nach technologischem Fortschritt, das auch auf andere Bereiche wie die Marsforschung überging. Im Jahr 2004 landete die NASA-Raumsonde Opportunity auf dem Planeten Mars und trug damit zur wissenschaftlichen Erforschung des roten Planeten bei.

Am Sonntag, 25. Januar 2026, wird es in Europa bewölkt sein mit Temperaturen zwischen 0 und 6 Grad Celsius. Der Himmelskörper befindet sich im Stadium des zunehmenden Mondes, während der Sternzeichen-Kalender das Wassermann-Zeichen anzeigt. DayAtlas bietet umfassende Informationen zu Wetter, historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen für jedes beliebige Datum und jeden Ort.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 7. April.

25.01.2023

Die UNESCO beschließt die Aufnahme der historischen Altstadt der ukrainischen Hafenstadt Odessa in die Liste des Weltkulturerbes.

Die UNESCO, für Österreich und Schweiz Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, in Deutschland Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, ist eine Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 17 rechtlich selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). Seit der Rückkehr der USA im Sommer 2023 hat die UNESCO 197 Mitgliedstaaten und zwölf assoziierte Mitglieder.


25.01.2011

In Ägypten beginnen im Arabischen Frühling Massenproteste gegen Präsident Husni Mubarak.

Arabischer Frühling oder auch Arabellion bezeichnet eine Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt, die Anfang der 2010er Jahre stattfanden. Diese richteten sich, beginnend mit der Revolution in Tunesien, in etlichen Staaten in Vorderasien und in Nordafrika gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politischen und sozialen Strukturen dieser Länder. Ursprünglich war der Begriff positiv besetzt und man erhoffte sich Verbesserung in Hinblick auf die Menschenrechtslage in den betroffenen Ländern; mittlerweile hat sich dieses Bild ins Gegenteil verkehrt.


25.01.2008

In Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des serbischen Präsidenten Boris Tadić wird der Kauf einer Mehrheitsbeteiligung der russischen Gazprom am staatlichen serbischen Energiekonzern NIS für 400 Mio. Euro unterzeichnet. Zudem einigen sich die russische und serbische Seite bezüglich des geplanten Baus der Gaspipeline South Stream über serbisches Territorium.

Wladimir Wladimirowitsch Putin ist ein russischer Politiker. Vom 31. Dezember 1999 bis 2008 war er und seit 2012 ist er wieder Präsident der Russischen Föderation mit diktatorischen Vollmachten. Von August 1999 bis Mai 2000 sowie von Mai 2008 bis 2012 war Putin Ministerpräsident Russlands. In den Jahren 1975 bis 1990 war er Mitarbeiter des KGB. Er wird für zahlreiche Kriegsverbrechen und andere Straftaten verantwortlich gemacht.


25.01.2006

Die radikale Terroreinheit Hamas, die das Existenzrecht Israels in Frage stellt, gewinnt mit großer Mehrheit die Wahl zum Legislativrat in den Palästinensischen Autonomiegebieten und löst die bis dahin regierende Fatah ab.

Die Hamas ist eine palästinensische sunnitisch-islamistische Organisation, die international von 41 Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft wurde. Sie wurde im Dezember 1987 anlässlich der Ersten Intifada im Gazastreifen als regionaler Ableger der Muslimbruderschaft durch Scheich Ahmed Yassin und weitere Muslimbrüder gegründet. Als arabisches Akronym HAMAS steht der Name der Organisation auch für „Eifer“ bzw. „Glaubenseifer“. Die Hamas besteht aus einer politischen Partei, einer Hilfsorganisation und den paramilitärischen Izz-ad-Din-al-Qassam-Brigaden. Ihre gesamte Mitgliederzahl wurde bis Oktober 2023 auf 35.000 bis 80.000 geschätzt. Das erklärte Ziel der Hamas ist es, den Staat Israel zu vernichten und auf dessen Gebiet einen vom Islam geprägten Gottesstaat zu errichten.


Die Nationale Statistikbehörde Chinas berichtet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes 2005 um 9,9 % auf umgerechnet 1,83 Billionen Euro gestiegen sei. Damit überholt China Frankreich und Großbritannien, die nur ein Wachstum des BIP von 1,6 bzw. 1,7 % aufweisen, und steigt zur viertgrößten Wirtschaftsmacht der Erde auf.

Das Staatliche Amt für Statistik der Volksrepublik China mit Sitz in Peking wurde 1952 gegründet und untersteht direkt dem Staatsrat der Volksrepublik China.


Papst Benedikt XVI. veröffentlicht seine am 25. Dezember 2005 unterzeichnete erste Enzyklika Deus caritas est (Gott ist die Liebe), in der er sich mit der Liebe in unterschiedlichen Dimensionen auseinandersetzt.

Benedikt XVI., bürgerlich Joseph Alois Ratzinger, war von seiner Wahl am 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 der 265. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Außerdem war er Theologe, Hochschullehrer und römisch-katholischer Geistlicher. Er war einer der deutschen Päpste und war nach Gregor V. (996–999), Damasus II. (1048) und Viktor II. (1055–1057) der vierte Nachfolger Petri aus Bayern. Benedikt XVI. war einer der wenigen Pontifizes, die von ihrem Amt zurücktraten, und erst der Dritte nach Coelestin V. und Gregor XII., der dies freiwillig tat.


25.01.2004

Nach seinem überwältigenden Wahlsieg am 4. Januar wird Micheil Saakaschwili als Staatspräsident von Georgien vereidigt. Seine Amtseinführung stellt einen Triumph der Rosenrevolution gegen Eduard Schewardnadse dar.

Micheil Saakaschwili ist ein früherer georgischer, später ukrainischer Politiker. Von 2000 bis 2001 war er georgischer Justizminister, von 2002 bis 2004 Vorsitzender der Stadtversammlung von Tiflis und von Januar 2004 bis November 2013 Staatspräsident Georgiens. Anschließend emigrierte er in die Vereinigten Staaten. Im Februar 2015 wurde er als Präsidentenberater in die Ukraine berufen. Vom Mai 2015 bis November 2016 war er Gouverneur der Oblast Odessa im Südwesten der Ukraine.


Die NASA-Raumsonde Opportunity landet 20 Tage nach ihrer Schwestersonde Spirit auf dem Planeten Mars in einem kleinen Krater auf der Hochebene Meridiani Planum.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


25.01.1998

Das US-Ehepaar Tom und Eileen Lonergan wird bei einem Tauchgang am Great Barrier Reef vor Queensland, Australien von ihrem Tauchboot vergessen und nie mehr gefunden. Die Handlung des US-amerikanischen Spielfilms Open Water basiert grob auf diesem Schicksal.

Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens ist die größte zusammenhängende Ansammlung von über 2900 einzelnen Korallenriffen der Erde. Im Jahr 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und es wird auch als eines der sieben Weltwunder der Natur bezeichnet.


25.01.1995

Russlands Präsident sieht im Zuge des Norwegischen Raketenzwischenfalls kurzfristig davon ab, anvisierte Ziele im NATO-Gebiet mit dem Atomwaffenarsenal seines Landes zu vernichten.

Der norwegische Raketenzwischenfall, auch bekannt als Black Brant Scare, ereignete sich am 25. Januar 1995, als ein Team aus norwegischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern eine vierstufige Black-Brant-XII-Forschungsrakete von der Forschungsbasis auf der Insel Andøya an der nordwestlichen Küste Norwegens startete. Die Rakete, die wissenschaftliche Geräte zum Studium der Aurora Borealis über Spitzbergen mitführte, flog dabei in einer hohen nördlichen Bahn auch in einen bekannten Luftkorridor, der sich von den Minuteman-III-Atomraketensilos im US-Bundesstaat North Dakota bis zur russischen Hauptstadt Moskau erstrecken würde.


25.01.1990

Der Orkan Daria fegt über Nord- und Mitteleuropa und fordert mindestens 94 Todesopfer und Schäden in Milliardenhöhe.

Daria war der erste Orkan in einer Serie schwerer Stürme im Jahr 1990. Er suchte am 25./26. Januar 1990 vor allem Nord- und Mitteleuropa heim, hinterließ mindestens 94 Todesopfer und hohe Schäden. Ihm sollten noch andere folgen, unter anderem Vivian und Wiebke.


25.01.1987

Bei der Bundestagswahl in Deutschland gewinnen die FDP und Die Grünen Stimmen und Mandate, während vor allem die CDU unter Bundeskanzler Helmut Kohl massive Verluste erleidet. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP hat jedoch weiterhin die Mehrheit im Deutschen Bundestag.

Die Bundestagswahl 1987 fand am 25. Januar 1987 statt. Die Wahl zum 11. Deutschen Bundestag war die letzte Wahl vor der Deutschen Wiedervereinigung. Die regierende schwarz-gelbe Koalition wurde trotz leichter Verluste bestätigt.


25.01.1985

Der Deutsche Bundestag spricht den Urteilen des Volksgerichtshofes zur Zeit des Dritten Reichs jegliche Rechtswirkung in der Bundesrepublik Deutschland ab.

Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.


25.01.1983

Papst Johannes Paul II. promulgiert mit der Apostolischen Konstitution Sacrae Disciplinae Leges die aktuelle Fassung des CIC.

Die Promulgation eines Gesetzes bedeutet, dass dieses durch Veröffentlichung in Kraft gesetzt wird. Diese erfolgt heutzutage durch Verkündung im jeweils dafür vorgesehenen Gesetzblatt, früher durch öffentliche Verlesung. Dieser Rechtsakt ist unmittelbar bindend. Zumeist wurde er dadurch unterstützt, dass die Einwohner der Gemeinden, in denen ein Gesetz in Kraft treten sollte, zum Anhören der Verlesung verpflichtet wurden.


25.01.1982

Robert Havemann und Pfarrer Rainer Eppelmann veröffentlichen in der DDR den Berliner Appell – Frieden schaffen ohne Waffen, mit dem sie eine gesamtdeutsche Friedensbewegung fordern und zur Abrüstung in Ost und West auffordern.

Robert Hans Günther Havemann war ein deutscher Chemiker, Kommunist, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Regimekritiker in der DDR.


25.01.1981

In China werden die Urteile im Prozess gegen die sogenannte Viererbande gesprochen: Maos Witwe Jiang Qing und Zhang Chunqiao werden zum Tod verurteilt, Yao Wenyuan und Wang Hongwen zu je 20 Jahren Freiheitsstrafe. Die Todesurteile werden später in lebenslange Haft umgewandelt.

Die Volksrepublik China, allgemein als China bezeichnet, ist ein Staat in Ostasien. Mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern (2020) stellt China das nach Indien zweitbevölkerungsreichste und gemessen an seiner Gesamtfläche drittgrößte Land der Erde dar. Gemäß ihrer sozialistischen Verfassung steht die Volksrepublik China „unter der demokratischen Diktatur des Volkes“, wird jedoch von Beginn an durchgehend von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) autoritär bis totalitär regiert. Bis heute werden ihr schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.


25.01.1980

Abolhassan Banisadr wird zum ersten Präsidenten des Iran nach der Islamischen Revolution gewählt. Der gemäßigte Politiker kann sich jedoch nur bis zum Juli 1981 an der Macht halten.

Abolhassan Banisadr war ein iranischer Ökonom und Politiker. Er gehörte zu den Vordenkern der Islamischen Revolution und war vom 25. Januar 1980 bis zum 21. Juni 1981 der erste gewählte Präsident des Iran.


25.01.1971

Während Präsident Milton Obote nicht im Land ist, übernimmt Armeechef Idi Amin mit einem unblutigen Putsch die Macht in Uganda.

Apollo Milton Obote war ein ugandischer Diktator. Er war zunächst Ministerpräsident, dann Präsident Ugandas von 1966 bis 1971 sowie von 1980 bis 1985.


In Indien entsteht der nördliche Bundesstaat Himachal Pradesh aus einem zuvor bestehenden Unionsterritorium.

Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.


25.01.1964

Die ARD strahlt die erste Folge der Spieleshow Einer wird gewinnen (EWG) des Hessischen Rundfunks mit Hans-Joachim Kulenkampff aus. Produzent Martin Jente hat hier bereits seinen ersten Schlussauftritt als „Butler“.

Die ARD ist ein Rundfunkverbund, der aus den Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle besteht. Sie wurde 1950 gegründet und bildet gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen und dem Deutschlandradio den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die ARD wird zum Großteil aus dem Rundfunkbeitrag finanziert und beinhaltet gemeinsame Programme und Angebote wie Das Erste, die ARD Mediathek, ARD Sounds, die Tagesschau sowie zahlreiche Landes-Hörfunk- und -Fernsehprogramme.


25.01.1959

Papst Johannes XXIII. gibt im Kapitelsaal der Patriarchalbasilika Sankt Paul vor den Mauern vor 17 Kardinälen bekannt, dass er unter dem Leitmotiv des Aggiornamento ein Konzil für die Weltkirche einzuberufen beabsichtigt.

Johannes XXIII. war vom 28. Oktober 1958 bis zu seinem Tod 4 Jahre und 7 Monate lang der 261. Papst der römisch-katholischen Kirche. Er wird auch „der Konzilspapst“ und wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe im Volksmund il Papa buono genannt.


25.01.1957

Der erste Startversuch der US-amerikanischen Thor, der weltweit ersten Mittelstreckenrakete, in Cape Canaveral schlägt fehl.

Die Thor war eine in den USA entwickelte und produzierte einstufige ballistische Mittelstreckenrakete. Angetrieben wurde sie durch flüssigen Sauerstoff und RP-1, eine Kerosinart. Sie hatte eine Länge von 19,8 Meter sowie einen Durchmesser von 2,44 Meter. Die Startmasse betrug 49.900 Kilogramm.


25.01.1955

Die UdSSR beendet den Kriegszustand mit Deutschland mit dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR.

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


25.01.1950

Der US-Regierungsbeamte Alger Hiss, der der Spionage für die Sowjetunion verdächtig ist, wegen Verjährung aber nicht angeklagt werden kann, wird auf Grund der Aussagen von Whittaker Chambers und Richard Nixon vom Komitee für unamerikanische Umtriebe wegen Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Alger Hiss war ein amerikanischer Rechtsanwalt und Regierungsbeamter, dem Spionage für die Sowjetunion vorgeworfen wurde und den 1950 ein Bundesgericht wegen Meineids zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte. Bis zu seinem Lebensende bestritt Hiss die Vorwürfe. Mehrere amerikanische Historiker sehen nach der Auswertung sowjetischer Archivmaterialien in den 1990er Jahren Indizien für seine Schuld, doch bleibt der Fall bis in die Gegenwart kontrovers.


25.01.1949

Die Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn gründen die Wirtschaftsgemeinschaft Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), im Westen als COMECON (Council for Mutual Economic Assistance) bezeichnet, als sozialistisches Gegengewicht zu Marshallplan und OEEC.

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


Mit der Übergabe des von der US-amerikanischen Militärregierung betriebenen Senders Radio München in deutsche Hände konstituiert sich der Bayerische Rundfunk.

Der Bayerische Rundfunk (BR) ist die Landesrundfunkanstalt im Freistaat Bayern mit Sitz in München. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland ARD und hat die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Der BR ist unter den ARD-Anstalten die viertgrößte nach WDR, SWR und NDR.


25.01.1942

Die eidgenössische Volksinitiative «für die Wahl des Bundesrates durch das Volk und die Erhöhung der Mitgliederzahl», die die Vergrößerung des Bundesrates und dessen Wahl durch das Volk verlangt, wird vom Volk abgelehnt.

Die eidgenössische Volksinitiative «für die Wahl des Bundesrates durch das Volk und die Erhöhung der Mitgliederzahl» war eine Volksinitiative, über die am 25. Januar 1942 abgestimmt wurde. Sie wurde von der Sozialdemokratischen Partei lanciert und wurde mit 157'081 gültigen Unterschriften von Schweizer Stimmbürgern am 29. Juli 1939 eingereicht. Sie forderte die Erhöhung der Mitgliederzahl des Bundesrates von sieben auf neun sowie die Proporzwahl des Bundesrates durch das Volk.


25.01.1939

Ein Erdbeben der Stärke 8,3 in Chillán in Chile fordert rund 28.000 Todesopfer.

Die Richterskala ist eine Magnitudenskala zur Angabe der Stärke von Erdbeben. Sie basiert auf Amplitudenmessungen von Seismogrammaufzeichnungen, die in relativ geringer Distanz von wenigen hundert Kilometern zum Epizentrum gewonnen wurden. Sie ist daher auch unter dem Begriff Lokalbeben-Magnitude bekannt.


25.01.1924

In Chamonix-Mont-Blanc (Frankreich) beginnt die vom Internationalen Olympischen Komitee veranstaltete „Internationale Wintersportwoche“, der erst im Nachhinein der Titel I. Olympische Winterspiele zugesprochen wird. Die Wettkämpfe dauern bis zum 5. Februar.

Chamonix-Mont-Blanc, meistens kurz Chamonix genannt, ist eine französische Gemeinde mit 8.705 Einwohnern im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Gemeinde ist ein Skiort und Zentrum des Alpinismus in Frankreich und erlangte weltweite Bekanntheit als Austragungsort der I. Olympischen Winterspiele.


25.01.1921

Das Bundesverfassungsgesetz über die Stellung des Burgenlandes als selbständiges und gleichberechtigtes Land im Bund und über seine vorläufige Einrichtung, mit dem das Burgenland in die Republik Österreich eingegliedert wird, wird beschlossen.

Die Geschichte des Burgenlandes deckt sich in vielen Epochen mit der österreichischen sowie ungarischen Geschichte. Dieser Artikel ist ein Überblick über die regionsspezifischen Eigenheiten und die historische Entwicklung bis zum heutigen Bundesland Burgenland.


25.01.1915

Bei einem Putsch konservativer Offiziere in Portugal wird die Regierung Victor Hugo de Azevedo Coutinho gestürzt und das Parlament aufgelöst. Die „Diktatur der Schwerter“ unter General Joaquim Pimenta de Castro dauert bis zum 14. Mai.

Unter der ersten Republik versteht man in der Geschichte Portugals den Zeitraum von 1910 bis 1926 und der Errichtung des Estado Novo.


Im Ersten Weltkrieg wird in Deutschland die Versorgung mit Brot rationiert. Die Brotkarte ist die erste von weiteren, folgenden Lebensmittelmarken.

Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.


25.01.1909

An der Hofoper in Dresden wird die Symphonieoper Elektra von Richard Strauss mit dem Libretto von Hugo von Hofmannsthal erfolgreich uraufgeführt. Die Klytämnestra singt Ernestine Schumann-Heink.

Die Semperoper in Dresden ist die Spielstätte der Staatsoper Dresden, die als ehemalige königliche Hofoper Sachsens eine lange geschichtliche Tradition hat. Die Oper befindet sich am Theaterplatz im historischen Stadtkern von Dresden in der Nähe der Elbe. Sie ist nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt, der sie im Auftrag von König Johann 1871 bis 1878 im Stil der Neurenaissance erbaute. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Semperoper 1977 bis 1985 rekonstruiert.


25.01.1908

Die Oper Leyli va Madschnun des aserbaidschanischen Komponisten Üzeyir Hacıbəyov wird am Bakuer Haji-Zeynalabdin-Tagiyev-Theater uraufgeführt. Sie basiert auf Fuzūlīs Fassung der populären Liebesgeschichte Leila und Madschnun.

Leyli va Madschnun – aserbaidschanisch Leyli və Məcnun, d. h. „Leyli und Madschnun“ – ist der Name der ersten aserbaidschanischen Oper. Das Werk von Üzeyir Hacıbəyov wurde im Jahre 1907 komponiert und ist somit auch die erste Oper der islamischen Welt und des Nahen Ostens. Es wurde am 25. Januar 1908 im Bakuer Haji-Zeynalabdin-Tagiyev-Theater uraufgeführt und basiert auf Fuzulis Fassung der im gesamten Nahen Osten Zentral- und Südasien populären Liebesgeschichte Leila und Madschnun.


25.01.1907

Bei der sogenannten „Hottentottenwahl“ zum 12. Deutschen Reichstag verliert die SPD durch Wahlkreisabsprachen der anderen Parteien fast die Hälfte ihrer Mandate. Obwohl sie nach Stimmen immer noch die stärkste Partei bleibt, ist ihr Aufwärtstrend damit vorläufig gestoppt und der Bülow-Block von Reichskanzler Bernhard von Bülow erhält die Mandatsmehrheit.

Die Reichstagswahl 1907 war die Wahl zum 12. Deutschen Reichstag. Sie fand am 25. Januar 1907 statt und wurde von den Zeitgenossen auch als „Hottentottenwahl“ oder „Hottentottenwahlen“ bezeichnet.


25.01.1905

Arnold Schönberg dirigiert im Großen Musikvereinssaal in Wien die Uraufführung seiner symphonischen Dichtung Pelleas und Melisande nach dem Drama von Maurice Maeterlinck.

Arnold Schönberg war ein österreichischer Komponist, Musiktheoretiker, Kompositionslehrer, Maler, Dichter und Erfinder. Er stammte aus einer jüdischen Familie, wirkte ab 1901 abwechselnd in Berlin und Wien, emigrierte 1933 in die USA und nahm 1941 die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten an. Nach seiner Emigration schrieb er seinen Namen Arnold Schoenberg.


25.01.1904

Im Auftrag des Fabrikanten John B. Timberlake wird beim United States Patent Office ein Patent auf den erfundenen Kleiderbügel aus Draht beantragt.

Das United States Patent and Trademark Office ist das dem Handelsministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Patentamt der Vereinigten Staaten, das Patente für Erfindungen vergibt und für die Etablierung von Marken- und geistigen Eigentumsrechten verantwortlich ist. Es hat seinen Sitz seit 2006 in Alexandria (Virginia).


25.01.1902

Uraufführung der 2. Sinfonie von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin in St. Petersburg.

Die 2. Sinfonie c-Moll des russischen Komponisten Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (1872–1915) entstand 1901. Das fünfsätzige Werk wurde als sein op. 29 veröffentlicht.


25.01.1890

Der Deutsche Reichstag lehnt mit 167 zu 98 Stimmen eine Regierungsvorlage Otto von Bismarcks zur Verlängerung des Sozialistengesetzes auf unbestimmte Zeit ab.

Der Reichstag war von 1871 bis 1918 das Parlament des Deutschen Kaiserreichs. Schon im Norddeutschen Bund hatte das Parlament denselben Namen und dieselbe Position im politischen System. Der Reichstag verkörperte neben dem Kaiser die Einheit des Reiches, war also ein unitarisches Organ. Er repräsentierte das nationale und demokratische Element neben dem Föderalismus der Bundesstaaten und der monarchisch-bürokratischen Exekutive im Machtgefüge des Reiches.


Die US-Journalistin Nellie Bly vollendet ihre Reise um die Welt auf den Spuren Phileas Foggs am 73. Tag.

Elizabeth Jane Cochran(e), besser bekannt unter ihrem Pseudonym Nellie Bly, war eine US-amerikanische Journalistin und Weltreisende. Sie war eine Pionierin des investigativen Journalismus und war mit ihren Reportagen und Erlebnisberichten repräsentativ für den neuen Ton der damaligen Zeit.


25.01.1884

Am Theater an der Wien in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Gasparone von Carl Millöcker auf das Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée.

Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der Linken Wienzeile, im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, welches im Verbund der Vereinigten Bühnen Wien betrieben wird. Unter der Intendanz von Roland Geyer von 2006 bis 2022 trug es den Beinamen „Das neue Opernhaus“ bzw. „Das Opernhaus“. Seit 2022 ist der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim Intendant und zeichnet unter dem Namen MusikTheater an der Wien für die Programmierung verantwortlich. Das Theater verfügt derzeit über 1.129 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Von März 2022 bis Oktober 2024 wurde das Theater an der Wien umfassend saniert. Für die Dauer der Sanierung wurde das MuseumsQuartier | Halle E als vorübergehende Spielstätte genutzt.


25.01.1861

Am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris hat die Operette Les Musiciens d'orchestre von Léo Delibes und Aristide Hignard ihre Uraufführung.

Das Théâtre des Bouffes-Parisiens ist ein Theater in Paris im 2. Arrondissement in der Rue Monsigny Nr. 4.


25.01.1858

Der preußische Kronprinz Friedrich heiratet in der Kapelle des St. James’ Palace in London Victoria von Großbritannien und Irland, die Tochter der britischen Königin Victoria. Der bei der Hochzeit gespielte Hochzeitsmarsch aus Ein Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy wird daraufhin bei Hochzeiten generell sehr populär.

Preußen war ein im 13. Jahrhundert im südlichen Baltikum entstandenes Staatswesen, dessen Name im 18. Jahrhundert auf den aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen hervorgegangenen Gesamtstaat der Hohenzollern überging. Aus diesem Königreich Preußen, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast ganz Norddeutschland umfasste und 1870/71 die Gründung des Deutschen Reiches vorantrieb, ging 1918 der republikanische Freistaat Preußen hervor. Im NS-Staat seiner Selbständigkeit beraubt, ging Preußen mit diesem am Ende des Zweiten Weltkriegs unter.


25.01.1802

Der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph verfügt in einer Kabinettsorder die Aufhebung aller nichtständischen Klöster (d. h. vor allem der Bettelorden) in Bayern. Damit beginnt die Säkularisation in Bayern.


25.01.1782

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges beginnt vor der Karibikinsel St. Kitts die zweitägige Seeschlacht von St. Kitts zwischen einer britischen Flotte unter Samuel Hood, 1. Viscount Hood und einer französischen Flotte unter François Joseph Paul de Grasse.

Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg fand von 1775 bis 1783 zwischen den Dreizehn Kolonien und der britischen Kolonialmacht statt. Er war der Höhepunkt der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und führte nach der Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Bildung der Konföderation 1777 zu deren siegreichem Abschluss und zur Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika.


In Florenz wird die Oper Armida abbandonata von Luigi Cherubini uraufgeführt.

Luigi Carlo Zenobio Salvatore Maria Cherubini war ein italienischer Komponist.


25.01.1774

Der Friseur David Low eröffnet im Covent Garden in London das erste Grand Hotel der Welt.

Covent Garden ist ein Bezirk von Greater London nördlich der Themse am östlichen Rand des West End zwischen St. Martin’s Lane im Westen und Drury Lane im Osten. Der Bezirk ist ein beliebtes Vergnügungs- und Kulturviertel mit Pubs, Restaurants, Theatern, Kunstgewerbe- und Antiquitätenläden. Berühmt ist das Königliche Opernhaus im Norden des Bezirks. Im Zentrum befindet sich die Covent Garden Piazza zwischen der Pfarrkirche St Paul’s und der Markthalle des ehemaligen Gemüsemarkts von Covent Garden mit markanter gusseiserner Dachkonstruktion aus der Frühzeit der Industriearchitektur. Die Piazza bildet eine beliebte Bühne für Straßenkünstler.


25.01.1755

Auf Anregung von Michail Wassiljewitsch Lomonossow gründet Iwan Iwanowitsch Schuwalow nach einem Erlass von Zarin Elisabeth I. in Moskau die erste Universität Russlands, die heutige Lomonossow-Universität.

Michail Wassiljewitsch Lomonossow war ein russischer Naturwissenschaftler, Dichter und Reformer der russischen Sprache. Er gilt als Universalgelehrter in der Zeit der Aufklärung.


25.01.1694

Im Tordinona in Rom erfolgt die Uraufführung der Oper Xerse von Giovanni Bononcini.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


25.01.1576

Die Stadt Luanda im späteren Angola wird von portugiesischen Siedlern gegründet.

Luanda [portugiesisch ˈlu̯ɐndɐ] ist die Hauptstadt Angolas und hat etwa 9 Millionen Einwohner. Diese Zahl bezieht sich auf das Gebiet, das verwaltungstechnisch zu Luanda gehört. Tatsächlich ist die Stadt jedoch erheblich über diese Grenzen hinaus gewachsen und hat dabei bestehende Siedlungskerne absorbiert.


25.01.1554

Am Festtag Pauli Bekehrung gründet der Jesuitenpater José de Anchieta den Ort São Paulo, um ein Jesuitenkloster in Brasilien zu bauen.

Die Bekehrung des hl. Apostels Paulus ist ein Fest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, den orthodoxen, anglikanischen und evangelischen Kirchen. Es wird am 25. Januar gefeiert und erinnert an die Bekehrung des Apostels Paulus von Tarsus vor Damaskus, das Damaskuserlebnis.


25.01.1533

Der englische König Heinrich VIII. heiratet Anne Boleyn als zweite Frau, obwohl der Papst einer Auflösung der Ehe mit Katharina von Aragon nicht zugestimmt hat.

Heinrich VIII. war von 1509 bis 1547 König von England, ab 1509 Herr der Lordschaft Irland und ab 1541 König von Irland. Als jüngerer Sohn von König Heinrich VII. und Elizabeth von York wurde er nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Arthur im Jahr 1502 Thronerbe. Seine Krönung im Juni 1509 war nach den englischen Rosenkriegen die erste friedliche Thronbesteigung seit beinahe 100 Jahren. Als erster humanistisch gebildeter König von England war Heinrich ein typischer Renaissancefürst: Er sprach mehrere Sprachen, verfasste Gedichte, komponierte und zeigte großes Interesse an religiösen Themen. In seiner Jugend war er ein athletischer, charismatischer Mann, dessen Herrschaftsantritt freudig begrüßt wurde, in späteren Jahren jedoch war er fettleibig, chronisch krank und galt vielen als Tyrann.


25.01.1515

In der Kathedrale von Reims wird der französische König Franz I. gesalbt und gekrönt.

Die Kathedrale von Reims in der nordfranzösischen Stadt Reims, Bischofskirche des Erzbistums Reims, ist wegen ihrer einheitlich scheinenden, ausgewogenen Architektur und umfangreichsten bauplastischen Ausstattung eines der bedeutendsten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. In Reims findet man das erste voll entwickelte Maßwerk in der Architekturgeschichte. Architektur und Skulptur der Reimser Kathedrale dominierten den Einfluss der französischen Gotik auf die Entwicklung der Kirchenbau- und Bildhauerkunst östlich des Rheins seit den 1220er Jahren. Die Kathedrale ist ein bedeutender historischer Erinnerungsort nicht nur des monarchischen Frankreich. Hier wurden seine Könige gekrönt, hier triumphierte Jeanne d’Arc, hier zerschoss deutsche Artillerie im Ersten Weltkrieg hunderte bedeutendste Kunstwerke und hier demonstrierten de Gaulle und Adenauer 1962 die deutsch-französische Versöhnung.


25.01.1494

Nach dem Tod seines Vaters König Ferdinand I. besteigt Alfons II. aus dem Hause Aragon den Thron von Neapel.

Ferdinand I. bzw. Ferrante war ab 1439 Generalleutnant, danach 1443 Herzog von Kalabrien und wurde im Jahr 1458 – im Alter von 34 Jahren – König von Neapel und hatte diese Herrschaft bis zu seinem Tod inne.


25.01.1442

Ludwig I. und sein Bruder Ulrich V. schließen den Nürtinger Vertrag zur Teilung des Landes Württemberg in eine Stuttgarter Linie und eine Uracher Linie. Die Teilung dauert bis 1482.

Ludwig I. war von 1419 bis 1450 Graf von Württemberg.


25.01.1348

Ein Erdbeben der Stärke 8 bis 9 auf der zwölfteiligen EMS-98-Skala mit Epizentrum in Friaul verursacht Schäden im Umkreis von mehreren hundert Kilometern und löst einen Bergsturz am Dobratsch aus.

Das Erdbeben von 1348 im Friaul und in Kärnten war ein Naturereignis am 25. Januar 1348. Das Epizentrum des Erdbebens lag nicht, wie früher vermutet, im Raum Villach, sondern im Friaul, etwas östlich von Tolmezzo, Venzone und Gemona, und erreichte eine Epizentral-Intensität I0 von 8 bis 9, vielleicht sogar 10 auf der zwölfteiligen EMS-98-Skala. Es kam dort zu schwersten Gebäudeschäden und zu allgemeiner Panik unter der Bevölkerung. Wenn auch die Auswirkungen des Bebens im Villacher Raum nicht ganz so schwer gewesen sein dürften, zog es dort einen Bergsturz des Dobratsch nach sich. Dieser wiederum führte zu einer Aufstauung der Gail, gefolgt von einer Flutwelle nach dem Brechen des natürlichen Staudamms, was zahlreiche Überschwemmungen zur Folge hatte und zu weiteren Schäden führte.


25.01.1308

Acht Könige und Königinnen sind zugegen, als der englische König Eduard II. und Isabelle de France in der Kathedrale von Boulogne-sur-Mer heiraten.

Eduard II. war von 1307 bis 1327 König von England, Lord von Irland und Herzog von Aquitanien. Er trug als erster Thronfolger den Titel eines Prince of Wales und war der erste englische Monarch seit der normannischen Eroberung 1066, der abgesetzt wurde.


25.01.1204

In Byzanz tritt eine Senatoren- und Priesterversammlung zusammen, die drei Tage später Nikolaos Kanabos gegen dessen Willen zum – kurzzeitigen – Kaiser des Byzantinischen Reiches wählt.

Nikolaos Kanabos, mittelgriechisch Νικόλαος Καναβός, war Anfang 1204 für wenige Tage byzantinischer Kaiser.


25.01.1153

Ein Heer des Königreichs Jerusalem unter Führung von König Balduin III., das um Ritter der Johanniter und Templer verstärkt ist, beginnt mit der Belagerung von Askalon.

Das Königreich Jerusalem war einer der vier Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten. Es bestand von 1099 bis 1291.


25.01.1077

Der römisch-deutsche König Heinrich IV. trifft während des Investiturstreits bei seinem Gang nach Canossa auf der Burg der Mathilde von Tuszien ein, um von Papst Gregor VII. die Aufhebung des Kirchenbanns zu erbitten.

Heinrich IV. aus der Familie der Salier war der älteste Sohn des Kaisers Heinrich III. und der Kaiserin Agnes. Ab 1053 war er Mitkönig, ab 1056 römisch-deutscher König und von 1084 bis zu seiner durch seinen Sohn Heinrich V. erzwungenen Abdankung am 31. Dezember 1105 Kaiser.


25.01.0817

Paschalis I., zuvor Abt in St. Stephan in Rom, wird zum Papst gewählt.

Paschalis I. war von 817 bis 824 Papst als Nachfolger Stephans IV.


25.01.0750

Die Abbasiden unter Abu l-Abbas as-Saffah schlagen die Umayyaden unter Marwan II. in der seit 16. Januar tobenden Schlacht am Zab, einem Fluss im heutigen Irak, entscheidend und führen damit einen Wechsel in der Dynastie der Kalifen herbei.

Das Abbasiden-Kalifat oder Abbasiden-Reich war ein islamisches Großreich unter der 749 begründeten Dynastie der Abbasiden, die im Jahr 750 die Umayyaden in der Regierung des Kalifats ablösten. Das Kalifat der Abbasiden wurde wie das der Umayyaden und später der Osmanen von fast allen Sunniten anerkannt. Der Name der Abbasiden geht zurück auf al-ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muttalib, einen Onkel des Propheten Mohammed. Die Familie gehört zur Sippe der Haschimiten. Das Kalifat der Abbasiden in Bagdad wurde 1258 mit der Eroberung von Bagdad durch die Mongolen und der Hinrichtung des Kalifen al-Musta'sim beendet.