Historische Ereignisse am Samstag, 26. April
67 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 26. April statt — von -1457 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Rom ist die Hauptstadt Italiens und beherbergt mit dem Vatikan den kleinsten unabhängigen Staat der Welt. Die Stadt an der Tiber ist seit Jahrtausenden ein Zentrum der Kultur, Politik und Religion und zieht jährlich Millionen von Besuchern an.
Am 26. April 2025 findet in Rom die Begräbnisfeier für Papst Franziskus statt, der über eine Dekade lang das Oberhaupt der katholischen Kirche war. Dieser Tag verbindet sich mit bedeutenden historischen Ereignissen, die an diesem Datum stattgefunden haben. Im Jahr 2007 führte das fliegende Infrarot-Observatorium SOFIA seinen Erstflug durch, ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur Erforschung des Universums. Das Teleskop diente als Nachfolger des bis 1995 operierenden Kuiper Airborne Observatory und trug mit seinen Messungen wesentlich zum Verständnis der Himmelsmechanik bei.
Bundesrepublik Deutschland erscheint ebenfalls in der Geschichte dieses Datums. Im Jahr 1997 hielt Bundespräsident Roman Herzog eine vielbeachtete Ansprache, die wegen ihrer Formulierung Durch Deutschland muss ein Ruck gehen als Ruck-Rede bekannt wurde und eine gesellschaftliche Debatte über notwendige Reformen auslöste. Der 26. April markiert somit einen Tag, an dem sich kirchliche, wissenschaftliche und politische Geschichte mehrfach überschnitten.
Das Wetter am 26. April 2025 ist mit teils bewölkten Bedingungen zu erwarten. Der Sternzeichen Stier prägt diesen Samstag astrologisch, während die Mondphase in ihr letztes Viertel übergeht. Die Webseite DayAtlas bietet für dieses Datum eine umfassende Übersicht mit Informationen zu Wetterverhältnissen, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbetagen an jedem beliebigen Ort.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 7. April.
26.04.2025
Im Rom findet die Begräbnisfeier für Papst Franziskus statt.
Die Begräbnisfeier für Papst Franziskus (Exequien) fand am 26. April 2025 in Rom statt. Die Trauerfeier umfasste die Aufbahrung seit dem 22. April, die Totenmesse auf dem Petersplatz, die Überführung in die Basilika Santa Maria Maggiore und die Grablegung dort am 26. April.
26.04.2007
Das fliegende Teleskop Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) als Nachfolger des bis 1995 operierenden Kuiper Airborne Observatory hat seinen Erstflug.
Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie war ein fliegendes Teleskop, das die NASA gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Infrarotastronomie entwickelt hatte. Dafür war an Bord einer umgebauten Boeing 747-SP mit dem Kennzeichen N747NA ein Spiegelteleskop installiert worden. Gegenüber erdgebundenen Infrarotteleskopen bot SOFIA den Vorteil, dass es oberhalb der Troposphäre flog, welche einen Großteil der Infrarotstrahlung absorbiert. Das Teleskop war von November 2010 bis September 2022 im Einsatz. Dann wurde das Projekt mit Verweis auf die hohen Unterhaltskosten eingestellt.
26.04.2002
Robert Steinhäuser erschießt bei einem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 16 Menschen sowie sich selbst.
Der Amoklauf von Erfurt ereignete sich am Vormittag des 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Dabei erschoss der 19-jährige ehemalige Gutenberg-Schüler Robert Steinhäuser elf Lehrer, eine Referendarin, eine Sekretärin, zwei Schüler, einen Polizeibeamten sowie sich selbst.
26.04.2000
Die Fußballnationalelf des 1994 in Andorra gegründeten Verbandes feiert ihren ersten internationalen Erfolg mit einem 2:0 über die Belarussische Fußballnationalmannschaft.
Die andorranische Fußballnationalmannschaft (Katalanisch: Selecció de futbol d’Andorra) ist die Auswahl der besten Fußballspieler Andorras. Ihr erstes offizielles Spiel hatten sie 1996 gegen Estland, das mit 1:6 verloren ging. Seit der Aufnahme in die UEFA nahm Andorra an jeder EM-Qualifikationsrunde teil und wurde mit Ausnahme der Qualifikation zur EM 2021 immer Letzter in der Gruppe.
26.04.1998
Weihbischof Juan Gerardi Conedera, der Leiter des kirchlichen Menschenrechtsbüros, wird in Ciudad de Guatemala erschlagen, nachdem er zwei Tage zuvor einen Bericht über die während des Guatemaltekischen Bürgerkriegs verübten Verbrechen der Militärdiktatur vorgelegt hat.
Weihbischof ist die im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung für das in vielen katholischen Diözesen vorhandene Amt des Auxiliarbischofs.
26.04.1997
Bundespräsident Roman Herzog hält seine vielbeachtete Ansprache, die wegen der Formulierung Durch Deutschland muss ein Ruck gehen! als Ruck-Rede bekannt wird.
Roman Herzog war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Roman Herzog war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter des Bundesverfassungsgerichts, ab 1987 als dessen Präsident.
26.04.1996
Der am 25. März entführte Jan Philipp Reemtsma, Stifter und Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, kommt nach einer Lösegeldzahlung seiner Verwandten wieder frei.
Bei der Reemtsma-Entführung wurde der Hamburger Mäzen, Philologe und Sozialforscher Jan Philipp Reemtsma 1996 zum Zweck der Erpressung gefangengehalten und nach 33 Tagen gegen Zahlung eines Lösegeldes in Millionenhöhe freigelassen. Die Täter – Thomas Drach und drei Mittäter – erhielten hohe Freiheitsstrafen.
26.04.1994
In Südafrika beginnen die ersten freien Wahlen nach dem Ende des Apartheid-Regimes. Sie dauern bis zum 29. April.
Die Geschichte Südafrikas ist die des äußersten südlichen Randes des afrikanischen Kontinents zwischen Atlantischem und Indischem Ozean. Sie reicht bis zum Beginn der Hominisation zurück. Südafrika gilt als eine Wiege der Menschheit, die ältesten Fossilfunde von unmittelbaren Vorfahren der Gattung Homo (Hominini) werden auf ein Alter von etwa 3,5 bis 4 Millionen Jahren datiert.
Ein aus Taipeh kommender Airbus A300 der taiwanischen China Airlines stürzt beim Landeanflug auf Nagoya in Japan ab, wobei 264 Menschen sterben und 7 das Unglück überleben.
Taipeh ist die bedeutendste Stadt der Insel Taiwan und Hauptstadt sowie Regierungssitz der Republik China (Taiwan). Die Millionenstadt im nördlichen Teil der Insel ist die viertgrößte Stadt des Landes und bildet mit Neu-Taipeh dessen größten Ballungsraum. Das Gebiet der Stadt wird von der aus dem Landkreis Taipeh hervorgegangenen Stadt Neu-Taipeh komplett umschlossen.
26.04.1989
Die deutsche Bundesregierung genehmigt den Aufbau einer Deutschen Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA).
Die Deutsche Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA) koordinierte von 1989 bis 1997 die aus öffentlichen Mitteln finanzierten Raumfahrtaktivitäten in Deutschland.
In Bangladesch richtet der Daulatpur-Saturia-Tornado große Zerstörung im Distrikt Manikganj an. Nach Schätzungen der Weltorganisation für Meteorologie war er mit etwa 1300 Todesopfern der gemessen an der Opferzahl schwerste Tornado aller Zeiten.
Bangladesch ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Südosten an Myanmar und wird außerdem von den indischen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura, Westbengalen, Mizoram und Assam umschlossen. Mit etwa 171 Millionen Einwohnern (2022) auf einer Fläche von 147.570 km² steht es nach Einwohnerzahl auf Platz acht der größten Staaten der Erde und auf Platz eins der Flächenstaaten nach Bevölkerungsdichte. Nach Fläche gehört es mit Platz 92 jedoch zu den mittelgroßen Staaten. Die große Mehrheit der Staatsbürger sind sunnitische Muslime. Die Hauptstadt Dhaka ist eine der am schnellsten wachsenden Megastädte der Welt; weitere Millionenstädte sind Chittagong und Khulna.
26.04.1986
Nahe der ukrainischen Stadt Prypjat ereignet sich mit der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl der schwerste auslegungsüberschreitende Störfall („Super-GAU“) in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Da die Informationsweitergabe nur sehr schleppend geschieht, werden hunderttausende Menschen der Strahlung ausgesetzt. Viele Orte innerhalb eines zehn Kilometer-Radius sind bis heute Geisterstädte.
Prypjat ist eine Geisterstadt im Rajon Wyschhorod der ukrainischen Oblast Kiew, die 1970 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Tschernobyl gegründet und infolge des Reaktorunglücks von 1986 geräumt wurde. Zum Zeitpunkt der Katastrophe am 26. April 1986 wohnten hier etwa 49.360 Menschen. Das Kernkraftwerk war mit Abstand der größte Arbeitgeber für die Stadtbevölkerung. Als Ersatz für Prypjat wurde nach der Katastrophe die Stadt Slawutytsch neu errichtet.
26.04.1977
Papst Paul VI. empfängt den Erzbischof von Canterbury, Donald Coggan, in Rom, um Gespräche zur Aussöhnung der römischen und anglikanischen Kirche zu führen.
Paul VI. war ein italienischer Priester und Bischof. Er war von 1963 bis 1978 der 262. Papst der römisch-katholischen Kirche und Oberhaupt des Staates der Vatikanstadt. Wegen seiner prägenden Rolle für den Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils, seiner Beschlussfassung und der Umsetzung der Entscheidungen gilt er manchen als eigentlicher „Konzilspapst“. Wahrscheinlich hat keiner seiner Vorgänger jemals eine so umfassende kirchliche Gesetzgebung durchgesetzt, wenn auch die gesamte Neufassung des nachkonziliaren Gesetzbuches erst 1983 publiziert wurde.
26.04.1966
Ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf der Richterskala richtet starke Zerstörungen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent an. Rund 300.000 Menschen werden obdachlos.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) vergibt in Rom die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 nach München.
Das Internationale Olympische Komitee ist eine nichtstaatliche Organisation in der Rechtsform eines Vereins mit Sitz im schweizerischen Lausanne. Zweck des Komitees, das aus bis zu 115 regulären Mitgliedern besteht, ist die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele der Neuzeit. Es hält die Schirmherrschaft über die olympische Bewegung und beansprucht alle Rechte an den olympischen Symbolen wie Fahne, Motto und Hymne sowie an den Spielen selbst. Seine Hauptverantwortung liegt in der Betreuung und Organisation der Sommer- und Winterspiele. Verkehrssprachen sind Französisch und Englisch.
26.04.1965
Die Deutsche Bundesbank gibt Banknoten über 500 Deutsche Mark aus. Auf ihrer Rückseite ist als Symbol für Ritterlichkeit die Burg Eltz abgebildet.
Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank Deutschlands mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken. Sie ist eine bundesunmittelbare juristische Person des öffentlichen Rechts und gehört zur mittelbaren öffentlichen Verwaltung. Die Zentrale der Bank am Standort Frankfurt am Main hat die Stellung einer Obersten Bundesbehörde. Mit einer Bilanzsumme von über 2,5 Billionen Euro ist die Bundesbank die viertgrößte Zentralbank der Welt.
In Rio de Janeiro beginnt das private brasilianische TV-Netzwerk Rede Globo sein Fernsehprogramm. Schwerpunkt sind neben Nachrichten Sportübertragungen und Telenovelas.
Rio de Janeiro, amtlich portugiesisch Município do Rio de Janeiro, ist nach São Paulo die zweitgrößte Stadt Brasiliens und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Sie liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Der Name Fluss des Januars beruht auf einem Irrtum des Seefahrers Gaspar de Lemos, der die Bucht am 1. Januar 1502 entdeckte und für die Mündung eines großen Flusses hielt.
26.04.1964
Die Republik Tanganjika vereinigt sich mit dem Inselstaat Sansibar zu einem ab dem 1. November Vereinigte Republik Tansania genannten Land. Präsident wird der bisherige Präsident Tanganjikas, Julius Nyerere.
Tanganjika ist die historische Bezeichnung für das Festland von Tansania inklusive der Insel Mafia oder für das ehemalige Gebiet von Deutsch-Ostafrika ohne Ruanda, Burundi und das 1919 an Mosambik angegliederte südlich des Rovuma liegende Kionga-Dreieck. Als Landesbezeichnung wurde sie eingeführt, als nach dem Ersten Weltkrieg der größere Teil des deutschen Kolonialgebietes als Mandatsgebiet an Großbritannien übertragen wurde.
26.04.1962
Während des Wettlaufs zum Mond erreicht mit Ranger 4 zum ersten Mal eine US-amerikanische Raumsonde den Mond, allerdings ohne vor dem planmäßigen Zerschellen an der Oberfläche Bilder übermitteln zu können.
Als Wettlauf ins All wird der Wettbewerb in den 1950er und 1960er Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion um Pionierleistungen und Vorherrschaft in der Raumfahrt bezeichnet.
26.04.1960
Nach mehrtägigen Demonstrationen gegen seinen autokratischen Regierungsstil und vermutete Wahlmanipulationen tritt Rhee Syng-man als Präsident Südkoreas zurück.
Die April-Revolution in Südkorea, auch als April-Bewegung bekannt, steht für eine Protestbewegung, die sich am 19. April 1960 formierte und zur Abdankung von Präsident Rhee Syng-man eine Woche später, am 26. April, führte. Sie läutete damit das Ende einer seit 12 Jahren andauernden autoritären Herrschaft ein und ebnete daraufhin den Weg für die kurz andauernde Zweite Koreanische Republik.
26.04.1958
Die vom Architekten Hugh Stubbins entworfene Berliner Kongresshalle wird als Geschenk von der Benjamin-Franklin-Stiftung an die Stadt, vertreten durch den Regierenden Bürgermeister Willy Brandt, übergeben.
Hugh Asher Stubbins, Jr. war ein US-amerikanischer Architekt.
26.04.1956
Die Ideal X, das erste Containerschiff der Welt für den Transport von ISO-Containern, verladen von der Sea-Land Corporation Ltd., verlässt Newark, New Jersey, auf dem Weg nach Houston, Texas.
Die Ideal X war eines der weltweit ersten Containerschiffe und läutete als vollkommen neuartiger Schiffstyp das Zeitalter des intermodalen Transports ein.
26.04.1952
Der Schnelle Minensucher USS Hobson sinkt während eines Manövers im Atlantik nach der Kollision mit dem Flugzeugträger Wasp. Bei der Kollision der beiden US-amerikanischen Schiffe kommen 176 Besatzungsmitglieder der Hobson ums Leben, nur 61 können gerettet werden.
Der Atlantische Ozean, auch Atlantik genannt, ist nach dem Pazifik der zweitgrößte Ozean der Erde. Als Grenzen gelten die Polarkreise und die Meridiane durch Kap Agulhas im Osten und Kap Hoorn im Westen. Die von ihm bedeckte Fläche beträgt 79.776.350 km², mit den Nebenmeeren 89.757.830 km² und mit dem Arktischen Ozean 106,2 Millionen km², insgesamt etwa ein Fünftel der Erdoberfläche. Dabei liegt die durchschnittliche Wassertiefe bei 3.293 Metern.
26.04.1951
In Frankfurt am Main wird die vom Uhrmacher Lothar M. Loske entworfene und von den Heddernheimer Metallwerken in zweijähriger Bauzeit ausgeführte Äquatorialsonnenuhr eingeweiht. Sie gilt als die größte Sonnenuhr ihrer Art in der Welt.
Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen.
26.04.1946
Douglas MacArthur erlässt eine Neufassung der Tokio Charta. Sie ist Grundlage für die Tokioter Prozesse.
Douglas MacArthur war ein Berufsoffizier der United States Army. Er war Brigadegeneral im Ersten Weltkrieg und wurde General of the Army im Zweiten Weltkrieg. Mit Admiral Chester W. Nimitz war er Oberbefehlshaber im Pazifikkrieg. Nach Kriegsende hatte er in der Besatzungszeit in Japan den Oberbefehl. Im Koreakrieg befehligte er die Friedenstruppen der Vereinten Nationen bis zu seiner Entlassung am 11. April 1951. Er ist einer der höchstdekorierten Soldaten der Streitkräfte der Vereinigten Staaten.
26.04.1945
Der letzte größere deutsche Panzerangriff des Zweiten Weltkriegs, die seit dem 21. April tobende Schlacht um Bautzen, führt zur Rückeroberung der Stadt durch die deutsche Wehrmacht unter Hermann von Oppeln-Bronikowski.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
Die Rote Armee erobert die Stadt Stettin, britische Truppen nehmen Bremen ein.
Die Rote Arbeiter- und Bauernarmee (russisch Рабоче-крестьянская Красная армия (РККА)/Rabotsche-krestjanskaja Krasnaja armija (RKKA), kurz russisch Красная армия (КА) Rote Armee (RA)) war die Bezeichnung für das Heer und die Luftstreitkräfte Sowjetrusslands bzw. ab 1922 der Sowjetunion. Sie stammte aus der unmittelbaren Zeit nach der Oktoberrevolution, als die Bolschewiki eine Armee konstituierten, die im Russischen Bürgerkrieg den Militärverbänden ihrer Gegner (insbesondere die unter dem Oberbegriff Weiße Armee zusammengefassten Gruppen) gegenüberstand. Ab Februar 1946 trug die Rote Armee, die zusammen mit der sowjetischen Marine den Hauptbestandteil der Streitkräfte der Sowjetunion darstellte, den offiziellen Namen Sowjetarmee (russisch Советская армия (СА)/Sowjetskaja armija).
Aus dem Raum Bad Belzig treten drei improvisierte Divisionen der 12. Armee (Gen. Wenck) zu einer Offensive gegen die Rote Armee an. Das von Wenck eigenmächtig festgelegte Ziel des letzten Angriffs deutscher Truppen im Zweiten Weltkrieg ist die Befreiung der im Kessel von Halbe eingeschlossenen 9. Armee (Gen. Theodor Busse) sowie der Besatzung von Potsdam und die Evakuierung der Verwundeten in den Beelitzer Heilstätten.
Bad Belzig [baːt ˈbɛlt͜sɪç] ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg und „staatlich anerkannter Kurort“ mit der Artbezeichnung „Thermalsoleheilbad“. Bad Belzig ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Belzig.
26.04.1942
In der Krolloper findet die letzte Reichstagssitzung im Dritten Reich statt. Adolf Hitler wird per Beschluss nun auch Oberster Gerichtsherr, ohne an bestehende Rechtsvorschriften gebunden zu sein. Wohl und Wehe jedes Deutschen hängt formell am Führerbefehl, gegen den es keine rechtsstaatlichen Mittel mehr gibt. Die Gleichschaltung des Reiches ist damit abgeschlossen.
Die Krolloper war ein Gebäudekomplex im Großen Tiergarten in Berlin. Er lag an der Westseite des Königsplatzes auf dem Parkgelände, das heute von der Großen Querallee, der Paul-Löbe-Allee, der Heinrich-von-Gagern-Straße und der John-Foster-Dulles-Allee umsäumt ist. Im Lauf einer wechselvollen Geschichte diente die Anlage zwischen 1844 und 1951 als Vergnügungsetablissement, Komödienbühne, Textillager, Opernhaus und während der Zeit des Nationalsozialismus als Ersatzsitzungsort des Parlaments für das 1933 bei einem Brandanschlag stark beschädigte Reichstagsgebäude.
Das weltweit bisher schwerste Bergwerksunglück mit 1.549 Toten ereignet sich durch eine Explosion im Steinkohlebergwerk Benxihu in der Mandschurei, China.
Die Liste von Unglücken im Bergbau nennt Unglücke im Bergbau weltweit. Zu den Ursachen zählen Schlagwetter-, Kohlenstaub- und Sprengstoffexplosionen, Wassereinbrüche und Einstürze.
26.04.1939
Mit der von Robert Lusser konstruierten Messerschmitt Me 209 stellt Fritz Wendel über einer Messstrecke zwischen Augsburg und Buchloe einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für kolbenmotorgetriebene Flugzeuge von 755,138 km/h auf, der bis 1969 Bestand hat.
Robert Lusser war ein deutscher Kunstflieger, Ingenieur und Flugzeugentwickler. Zusammen mit Hanns Klemm entwickelte Lusser die bekannte Klemm L 25, die den Urtyp eines modernen Leichtflugzeuges darstellt.
26.04.1937
Die baskische Stadt Gernika wird im Spanischen Bürgerkrieg bei einem von der deutschen Legion Condor unter Wolfram von Richthofen und dem italienischen Corpo Truppe Volontarie ausgeführten Luftangriff völlig zerstört. Das vorgebliche militärische Ziel, die Rentería-Brücke, bleibt jedoch unbeschädigt. Das Kriegsverbrechen inspiriert Pablo Picasso zu seinem Monumentalgemälde Guernica.
Der Luftangriff auf Guernica am 26. April 1937 durch Kampfflugzeuge der deutschen Legion Condor und der italienischen Aviazione Legionaria war eine militärische Operation während des Spanischen Bürgerkrieges im Baskenland. Die Legion Condor war für den Hauptteil des Bombardements verantwortlich.
26.04.1935
In Berlin wird die erste Welt-Hunde-Ausstellung mit 124 Rassen aus 15 Ländern eröffnet. Die Ausstellung gilt als die weltweit größte ihrer Art.
Der Haushund ist ein Haustier und wird als Heim- und Nutztier gehalten. Seine wilde Stammform ist der Wolf, dem er als Unterart zugeordnet wird. Wann die Domestizierung stattfand, ist umstritten; wissenschaftliche Schätzungen variieren zwischen etwa 15.000 v. Chr. und vor 100.000 Jahren. Hund und Wolf sind nicht durch eine Artenschranke getrennt und können daher miteinander fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen.
26.04.1933
Ein Erlass des kommissarischen preußischen Innenministers Hermann Göring führt zur Bildung des Geheimen Staatspolizeiamtes, der Keimzelle der später auf das gesamte Reich ausgeweiteten Gestapo.
Hermann Wilhelm Göring war ein deutscher nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher. Mitte 1933 wurde er Reichsluftfahrtminister ohne offizielles Ministerium, ab Mai 1935 war er Oberbefehlshaber der Luftwaffe. 1936 bzw. 1937 übernahm er die Führung der deutschen Wirtschaft und des Reichswirtschaftsministeriums.
26.04.1925
Im zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl wird der Kandidat des Reichsblocks, der frühere Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, als Nachfolger des verstorbenen Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Der 78-jährige Hindenburg erhält 14,7 Millionen Stimmen. Auf Wilhelm Marx, den Kandidaten des Zentrums und der Sozialdemokratie, entfallen 13,8 Millionen, auf Ernst Thälmann, den Kandidaten der KPD, 1,9 Millionen.
Die Reichspräsidentenwahl 1925 wurde in der Weimarer Republik vorzeitig notwendig, weil der erste Reichspräsident Friedrich Ebert am 28. Februar 1925 überraschend gestorben war. Der erste Wahlgang fand am 29. März 1925 statt. Keiner der Kandidaten erreichte dabei die notwendige Mehrheit. Im zweiten und entscheidenden Wahlgang am 26. April 1925 standen sich Wilhelm Marx für den republikanischen „Volksblock“ und Paul von Hindenburg für den antirepublikanischen „Reichsblock“ gegenüber; der Kandidat der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), Ernst Thälmann, war Außenseiter. Hindenburg siegte, wurde 1932 im Amt des Reichspräsidenten bestätigt und übte es bis zu seinem Tod am 2. August 1934 aus.
Max Brod veröffentlicht als Nachlassverwalter seines ein Jahr zuvor verstorbenen Freundes Franz Kafka gegen dessen letzten Willen in Berlin das Romanfragment Der Process.
Max Brod war ein deutschsprachiger Schriftsteller, Theater- und Musikkritiker mit österreichischer, tschechoslowakischer und israelischer Staatsbürgerschaft. Sein einst erfolgreiches literarisches Werk ist heute weitgehend unbeachtet. Bedeutungsvoll sind seine Verdienste um den Erhalt der Werke des Schriftstellers Franz Kafka als deren Herausgeber, Bearbeiter und Interpret. Darüber hinaus war Brod Mentor des jungen Friedrich Torberg und Förderer der Komponisten Leoš Janáček und Jaromír Weinberger. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel.
26.04.1924
Die Uraufführung des zweiten und letzten Teils des Stummfilms Die Nibelungen, Kriemhilds Rache, von Fritz Lang und Thea von Harbou findet im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt und wird ein großer Publikumserfolg. Neben den darstellerischen Leistungen werden vor allem die Spezialeffekte Eugen Schüfftans gelobt, die dieser mit dem von ihm entwickelten Schüfftan-Verfahren auf die Leinwand bringt.
Die Nibelungen ist ein deutsches Filmepos unter Regie von Fritz Lang aus dem Jahr 1924, bestehend aus den beiden Teilen Siegfried und Kriemhilds Rache. Das Drehbuch schrieb die damalige Ehefrau des Regisseurs, Thea von Harbou, unter freier Verwendung von Motiven des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes.
26.04.1923
Der britische Prinz und spätere König Georg VI. heiratet Elizabeth Bowes-Lyon. Nach dem Tod ihres Gatten im Jahr 1952 genoss sie als Queen Mum im Volk große Sympathie.
Georg VI., gebürtig Prince Albert Frederick Arthur George of York aus dem Haus Windsor war vom 11. Dezember 1936 bis zu seinem Tod König des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und der Dominions, Oberhaupt des British Commonwealth of Nations sowie bis 1948 letzter Kaiser von Indien. Er war der Vater von Königin Elisabeth II., die ihm von 1952 bis 2022 nachfolgte, und Großvater von König Charles III.
26.04.1920
Die Shapley-Curtis-Debatte in Washington löst ein neues Verständnis zur Natur von Galaxien und der Größe des Universums unter Astronomen aus.
Die Shapley-Curtis-Debatte, auch bekannt als Die große Debatte, bündelte die Diskussionen am Anfang des 20. Jahrhunderts, die schließlich zu einem neuen Verständnis der Natur von Galaxien und der Größe des Universums führten.
26.04.1919
Eine Landesversammlung verabschiedet die Verfassung des demokratischen Volksstaats Württemberg, der nach der Novemberrevolution aus dem Königreich Württemberg hervorgegangen ist.
Der freie Volksstaat Württemberg war ein Land des Deutschen Reiches während der Weimarer Republik. Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde durch die – in Württemberg unblutige – Novemberrevolution aus dem Königreich Württemberg ein Volksstaat. Die Grenzen blieben dabei unverändert, ebenso die Landesverwaltung. Württemberg war laut der neuen Verfassung von 1919, die die Verfassung des Königreichs von 1819 ersetzte, weiterhin ein Gliedstaat des Deutschen Reiches und war nun eine demokratische Republik, was im Verfassungstext mit den Worten freier Volksstaat umschrieben wurde.
26.04.1915
Im geheim gehaltenen Londoner Vertrag geht Italien ein Bündnis mit Großbritannien, Frankreich und Russland ein. Für seinen Kriegseintritt gegen die Mittelmächte im Ersten Weltkrieg werden ihm große Gebietsgewinne nach Kriegsende in Aussicht gestellt.
Der Londoner Vertrag 1915 wurde während des Ersten Weltkriegs am 26. April 1915 als Geheimvertrag zwischen Italien auf der einen und den Alliierten auf der anderen Seite geschlossen. Darin verpflichtete sich Italien zum Kriegseintritt gegen die Mittelmächte auf der Seite der Triple Entente, wofür ihm die Anerkennung verschiedener territorialer Ansprüche zugesichert wurde.
26.04.1912
Im Piper Verlag erscheint der Almanach Der Blaue Reiter, herausgegeben von Wassily Kandinsky und Franz Marc. Mäzene des Vorhabens sind der Kunstsammler Bernhard Koehler, der Verleger Reinhard Piper und der Kunsthistoriker Hugo von Tschudi.
Der Piper Verlag ist ein 1904 gegründeter Buchverlag für Belletristik und Sachbuch mit dem Geschäftssitz in München. Autoren des Verlags sind unter anderem Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann, Markus Heitz, Hape Kerkeling, Sándor Márai, Sten Nadolny, Charlotte Roche, Heinrich Steinfest, Paul Watzlawick und Alan Weisman. Der Verlag gehört seit 1995 zur schwedischen Bonnier-Gruppe.
26.04.1903
Durch Abspaltung vom befreundeten Athletic Bilbao wird der spanische Fußballclub Atlético Madrid gegründet. Die beiden Mannschaften einigen sich darauf, vorläufig nicht miteinander zu konkurrieren.
Der Athletic Club, kurz auch Athletic und im deutschsprachigen Raum bekannt als Athletic Bilbao, ist ein Fußballverein aus dem Baskenland in Spanien, der in der Primera División spielt.
26.04.1886
Mit dem von Kaiser Wilhelm I. unterzeichneten Ansiedlungsgesetz für die früher zu Polen gehörenden Ostprovinzen Preußens soll der Anteil einheimischer Bauern reduziert werden. Behördliche Enteignungen stärken jedoch stattdessen den polnischen Nationalismus.
Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser. Als zweitgeborener Sohn Friedrich Wilhelms III. wurde er zunächst nicht auf die Aufgaben eines Monarchen vorbereitet, sondern schlug eine militärische Laufbahn ein. Infolge des Dekabristenaufstandes 1825 in Russland und der Julirevolution von 1830 in Frankreich entwickelte Wilhelm eine ausgeprägte Revolutionsfurcht. Da sein älterer Bruder König Friedrich Wilhelm IV. kinderlos blieb, avancierte Wilhelm zum Thronfolger. Die Öffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Militärpartei am preußischen Hof wahr. Wilhelms Haltung während der Märzrevolution 1848 ist in der Forschung umstritten. Der Prinz wird von Historikern aber meist als Befürworter eines gewaltsamen Vorgehens gegen die Demonstranten angesehen. 1849 ließ er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein mögliches politisches Instrument für Preußens Krone.
26.04.1876
Im dänischen Kopenhagen wird der Kjøbenhavns Boldklub (KB), ein Fußball-, Cricket- und Tennisverein gegründet. Es ist der älteste Fußballverein Nordeuropas, der später durch die Fusion mit Boldklub 1903 (B1903) zum FC København (FCK) wird.
Fußball ist eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. Die Spielzeit ist üblicherweise zweimal 45 Minuten, zuzüglich Nachspielzeit sowie gegebenenfalls Verlängerung und/oder Elfmeterschießen. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus elf Spielern, von denen einer der Torwart ist. Der Ball darf mit dem ganzen Körper gespielt werden mit Ausnahme der Arme und Hände; vorwiegend wird er mit dem Fuß getreten. Nur der Torwart – bzw. die Feldspieler beim Einwurf – dürfen den Ball mit den Händen berühren.
26.04.1865
Der Mörder von US-Präsident Abraham Lincoln, John Wilkes Booth, wird in einer Scheune in Virginia von Unionssoldaten umzingelt und erschossen. Sein Mitverschwörer David Harold ergibt sich den Soldaten.
Abraham Lincoln amtierte von 1861 bis 1865 als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner erfolgreichen Wahl im Jahr 1860 gelang ihm 1864 die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit. Er war der erste US-Präsident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.
17 Tage nach der Kapitulation von General Robert Edward Lee kapituliert am Ende des Sezessionskrieges auch General Joseph E. Johnston mit seiner Army of Tennessee vor dem Unionsgeneral William T. Sherman bei Durham Station, North Carolina.
Robert Edward Lee war bis 1861 Oberst des US-Heeres und anschließend während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861–1865) der erfolgreichste General der Konföderierten Staaten (Südstaaten).
Der italienische Astronom Annibale De Gasparis entdeckt im Asteroidengürtel den Asteroid 83 (Beatrix) und benennt ihn nach Dantes Jugendliebe Beatrice Portinari.
Annibale de Gasparis war ein italienischer Astronom.
26.04.1862
Der Uraufführung der ursprünglich für das Theater an der Wien geschriebenen und für das Theater am Franz-Josefs-Kai in Wien adaptierten Operette Die Kartenschlägerin von Franz von Suppè ist kein Erfolg beschieden.
Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der Linken Wienzeile, im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, welches im Verbund der Vereinigten Bühnen Wien betrieben wird. Unter der Intendanz von Roland Geyer von 2006 bis 2022 trug es den Beinamen „Das neue Opernhaus“ bzw. „Das Opernhaus“. Seit 2022 ist der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim Intendant und zeichnet unter dem Namen MusikTheater an der Wien für die Programmierung verantwortlich. Das Theater verfügt derzeit über 1.129 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Von März 2022 bis Oktober 2024 wurde das Theater an der Wien umfassend saniert. Für die Dauer der Sanierung wurde das MuseumsQuartier | Halle E als vorübergehende Spielstätte genutzt.
26.04.1860
Mit dem Frieden von Tetuan endet der Spanisch-Marokkanische Krieg. Das unterlegene Marokko muss eine Entschädigung an Spanien leisten, das bis zur Zahlung die Stadt Tétouan als Faustpfand behält.
Im Spanisch-Marokkanischen Krieg versuchte das Königreich Spanien 1859/1860, dem Sultanat Marokko weitere Gebiete abzunehmen und so seine Besitzungen in Nordafrika zu erweitern. Dieser Konflikt wird auch Erster Marokkanischer Krieg, in Spanien oft Afrikanischer Krieg genannt.
26.04.1840
Wilhelm Schröders Dat Wettlopen twischen den Haasen un den Swinegel op de lütje Haide bi Buxtehude (Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel auf der kleinen Heide bei Buxtehude) in niederdeutscher Sprache wird im Hannoverschen Volksblatt erstmals veröffentlicht. Drei Jahre später wird es von den Brüdern Grimm als Nummer 187 in ihre Märchensammlung übernommen.
Wilhelm Christian Schröder war ein niederdeutscher Schriftsteller und Zeitungsverleger. Er wurde vor allem durch seine Bearbeitung des niederdeutschen Volksmärchens Der Hase und der Igel bekannt.
26.04.1807
Nach der unentschiedenen Schlacht bei Preußisch Eylau im Februar beschließen Russland und Preußen im Vertrag von Bartenstein, den gemeinsamen Kampf gegen Napoleon Bonaparte fortzuführen.
Die Schlacht bei Preußisch Eylau war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der russischen Armee unter dem Kommando von Levin von Bennigsen und der französischen Grande Armée unter dem Kommando von Napoléon Bonaparte im Jahr 1807. Sie dauerte vom 7. bis 9. Februar und brachte bei schweren Verlusten auf beiden Seiten kein eindeutiges Ergebnis.
26.04.1803
Bei L’Aigle in der Normandie regnet es Steine vom Himmel. Die französische Akademie der Wissenschaften muss danach einräumen, dass ihre bisherigen Zweifel an der außerirdischen Herkunft früherer Meteorsteine falsch waren.
L'Aigle ist eine französische Stadt mit 7663 Einwohnern im Département Orne in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Mortagne-au-Perche und zum Kanton L’Aigle.
26.04.1784
Die der französischen Königin Marie Antoinette gewidmete tragédie lyrique Les Danaïdes von Antonio Salieri auf einen Text von François Bailly du Roullet und Louis Théodore Baron de Tschudi, nach einer italienischen Vorlage von Ranieri de’ Calzabigi, wird mit großem Erfolg in Paris uraufgeführt.
Die Tragédie lyrique oder Tragédie en musique ist eine Gattung der französischen Oper des späten 17. und 18. Jahrhunderts.
26.04.1779
Wolfgang Amadeus Mozart vollendet seine Sinfonie (Ouverture) in G-Dur, KV 318.
Wolfgang Amadeus Mozart, der selbst zumeist den Namen Wolfgang Amadé Mozart führte, war ein Komponist der Wiener Klassik. Er schuf eine Vielzahl von Meisterwerken in so gut wie allen musikalischen Gattungen seiner Zeit und gilt als einer der berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte.
26.04.1767
Am Burgtheater in Wien erfolgt die Uraufführung der Oper L’amore artigiano (Handwerkerliebe) von Florian Leopold Gassmann, die bald in ganz Europa aufgeführt wird.
Das Burgtheater ist ein Schauspielhaus an der Ringstraße in der österreichischen Hauptstadt Wien. Gegründet 1748 als k. k. Theater nächst der Burg, ist es das größte Schauspielhaus des deutschsprachigen Raumes und eines der bedeutendsten Schauspielhäuser der Welt. Das Neorenaissancegebäude wurde von 1874 bis 1888 unter Franz Joseph I. von Gottfried Semper und Karl von Hasenauer als k. k. Hofburgtheater errichtet. Direktor des Burgtheaters ist seit September 2024 Stefan Bachmann.
26.04.1717
Das von einem Hurrikan nahe Cape Cod auf Grund gesetzte Piratenschiff Whydah geht unter. Es reißt den größten bisher bekannten Piratenschatz mit sich in die Tiefe. 144 Mann der Besatzung sterben, unter ihnen der als Black Sam bekannte Kapitän Samuel Bellamy. Neun Mann überleben das Desaster, davon werden sechs später als Seeräuber gehängt.
Hurrikan wird ein tropischer Wirbelsturm im nördlichen Atlantischen Ozean sowie im Nordpazifik östlich von 180° Länge und im Südpazifik östlich von 160° Ost genannt. Dieser muss mindestens Orkanstärke erreichen, also Windstärke 12 auf der Beaufortskala. Hurrikane entstehen in der Regel zwischen Mai und Dezember, die meisten davon zwischen Juli und September. Die offizielle Hurrikansaison dauert im Atlantischen Ozean und im zentralen Nordpazifik vom 1. Juni bis zum 30. November, im östlichen Nordpazifik beginnt sie bereits am 15. Mai.
26.04.1607
Drei Schiffe der Virginia Company of London erreichen die Chesapeake Bay, wo am 14. Mai an der Mündung des James River die erste englische Siedlung Jamestown in der Kolonie Virginia gegründet wird.
Die Virginia Company of London, oder kurz London Company, war eine englische Aktiengesellschaft, die mit königlicher Urkunde von James I., König von England und von Schottland, am 10. April 1606 errichtet wurde, um koloniale Siedlungen an der Ostküste von Nordamerika zu gründen. Dies war der Beginn der englischen und später der britischen Kolonialisierung Amerikas. Die „Virginia Company of Plymouth“, kurz Plymouth Company, war eine weitere Gesellschaft, die als Teil der Virginia Company einen identischen Vertrag erhielt, jedoch in einem anderen Küstengebiet, weiter nördlich, operierte. Die London Company war für die Gründung der Siedlung Jamestown, benannt nach König James I., der ersten permanenten englischen Siedlung in Nordamerika im Jahre 1607, zuständig.
26.04.1518
In der Heidelberger Disputation, einem wissenschaftlichen Streitgespräch an der Universität Heidelberg, legt Martin Luther seine Theologia crucis dar. Spätere Reformatoren wie Martin Bucer, Erhard Schnepf, Franciscus Irenicus, Martin Frecht und Johannes Brenz sind unter den Zuhörern, die Luther mit seinen Thesen beeindruckt.
Die Heidelberger Disputation war ein akademisches Streitgespräch, das am 26. April 1518 im Hörsaal der Artistenfakultät der Universität Heidelberg im Rahmen des Generalkapitels der „sächsischen“ Reformkongregation der Augustinereremiten stattfand. Luther war Teilnehmer und verteidigte seine Thesen als Respondent gegen fünf Heidelberger Doktoren.
26.04.1506
Die erste Brandenburgische Landesuniversität, die Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit vier Fakultäten wird feierlich eröffnet. Schon im ersten Jahr ihres Wirkens immatrikulieren sich dort über 900 Studenten aus den deutschen Gebieten und aus Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark.
Die Brandenburgische Universität Frankfurt war die erste Universität in Brandenburg. Sie wurde 1506 in Frankfurt (Oder) gegründet, 1811 nach Breslau verlegt, mit der dortigen Universität Leopoldina vereinigt und als Königliche Universität zu Breslau weitergeführt.
26.04.1478
Auf Lorenzo und Giuliano di Piero de’ Medici, die de-facto-Herrscher von Florenz, wird während eines Gottesdienstes von einer Gruppe Adeliger um Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario ein Attentat verübt. Giuliano verliert sein Leben, während Lorenzo der Pazzi-Verschwörung entkommt.
Lorenzo de’ Medici war ein Bankier und Politiker in Florenz aus dem Geschlecht der Medici.
26.04.1429
Im Preßburger Schiedsspruch verfügt der römisch-deutsche König Sigismund die Verteilung des Herzogtums Straubing-Holland an die anderen wittelsbachischen Herzogtümer Bayern-München, Bayern-Landshut und Bayern-Ingolstadt.
Im Preßburger Schiedsspruch verfügte der römisch-deutsche König Sigismund am 24. oder 26. April 1429 die Verteilung des bayerischen Teils am ehemaligen Herzogtum Straubing-Holland an die Herzöge der anderen drei bayerischen Herzogtümer.
26.04.1336
Der Bericht über die Besteigung des Mont Ventoux in der Provence in einem Brief des Dichters Francesco Petrarca markiert den Beginn des touristischen Bergsteigens.
Die Besteigung des Mont Ventoux ist ein von Francesco Petrarca geschriebener Bericht seiner Besteigung des französischen Mont Ventoux. Einem auf den 26. April 1336 datierten Brief entnommen, wurde er vermutlich um 1350 von dem italienischen Dichter auf Lateinisch verfasst und in den Epistolae familiares veröffentlicht. Herausragende kulturhistorische Bedeutung wird dem Bericht als Startpunkt der Renaissance zugerechnet, zeugt er doch in besonderer Weise von Natur- und Selbsterfahrung.
26.04.1326
Nachdem trotz eines Waffenstillstands zwischen Schottland und England im Schottischen Unabhängigkeitskrieg mehrere Schiffe von englischen Freibeutern gekapert worden sind, erneuert der schottische König Robert the Bruce die seit dem 12. Jahrhundert bestehende Auld Alliance mit Frankreich.
Die Geschichte Schottlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet Schottlands, eines Landesteils des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt mit der Besiedlung des Landes durch steinzeitliche Jäger und Sammler gegen Ende der letzten Eiszeit, also am Anfang der Mittelsteinzeit um 10.000 v. Chr. Durch den nach der Eiszeit steigenden Meeresspiegel wurde etwa gegen 6500 v. Chr. der Ärmelkanal geflutet und Großbritannien mit England und Schottland wieder zu einer Insel. Aus der durch Viehhaltung und Bodenbearbeitung, d. h. durch die Produktion und Bevorratung von Lebensmitteln, gekennzeichneten Jungsteinzeit zeugen zahlreiche Großsteingräber und Steinkreise in Schottland. Um 2500 v. Chr. wurde Kupfer-, später Bronzebearbeitung bekannt, und Glockenbecherleute gelangten ins Land. Die Bearbeitung von Eisen kannte man ab etwa 400 v. Chr. Zu einem noch ungeklärten Zeitpunkt kamen die Pikten, nach Schottland.
26.04.1315
König Robert the Bruce eröffnet in Ayr das erste schottische Parlament.
Robert I., englisch besser bekannt als Robert Bruce, auch Robert the Bruce, war von 1306 bis zu seinem Tod 1329 König von Schottland. Die mittelalterliche schottisch-gälische Schreibweise lautete Roibert a Briuis, die normannisch-französische Robert de Brus. Während der Schottischen Unabhängigkeitskriege gegen England war er Anführer der aufständischen Schotten.
26.04.1220
Als Zugeständnis für die Wahl seines Sohnes Heinrich zum römisch-deutschen König erlässt Staufer-Kaiser Friedrich II. die Confoederatio cum principibus ecclesiasticis und übergibt den Bischöfen damit wesentliche Königsrechte.
Heinrich (VII.) war römisch-deutscher König und König von Sizilien aus der Dynastie der Staufer. Er war Sohn und Mitkönig Kaiser Friedrichs II.
26.04.-1457
Die Schlacht bei Megiddo findet statt; sie ist die vermutlich am ausführlichsten dargestellte kriegerische Auseinandersetzung im alten Ägypten.
Die Schlacht bei Megiddo, die am 26. Aprilgreg. (21. Schemu I) 1457 v. Chr. im 23. Regierungsjahr des Königs Thutmosis III. nordwestlich von Megiddo stattfand, ist die vermutlich am ausführlichsten dargestellte kriegerische Auseinandersetzung aus dem alten Ägypten. Die wichtigste Quelle über den Feldzug sind die sogenannten Annalen, die Thutmosis III. in Hieroglyphenschrift an die Tempelwände des Annalensaals im Karnak-Tempel anbringen ließ. Bei diesem Annalentext handelt es sich um eine überarbeitete Kurzform eines Tagebuchs, das Schreiber während des Feldzugs führten und das nach der Rückkehr im Tempelarchiv aufbewahrt wurde.