Historische Ereignisse am Sonntag, 27. April

72 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 27. April statt — von 395 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 27. April 2025 fällt dieser Tag auf einen Sonntag. Das Sternzeichen des Tages ist der Stier. Der Mond befindet sich in der Phase des Vollmonds. Das Wetter für diesen Tag wird mild und ausgeglichen erwartet.

Die Ereignisse des 27. April spannen sich über viele Jahrhunderte hinweg. Ein bedeutsamer Moment der jüngeren Geschichte fand 2007 in Estland statt, als die Behörden das sowjetische Bronze-Denkmal von Tallinn entfernten. Diese Aktion führte zu diplomatischen Verstimmungen mit Russland und löste schwere Unruhen in der estnischen Hauptstadt aus. Tallinn, gelegen an der Ostsee, wurde als Hansestadt geprägt und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ein weiteres historisches Ereignis war 1945 die Gründung der österreichischen Zweiten Republik. Die in Wien gebildete Provisorische Staatsregierung unter dem Staatskanzler Karl Renner proklamierte die Wiederherstellung des unabhängigen Österreich und erklärte den Anschluss von 1938 für null und nichtig. Dieses Datum gilt als die Geburtsstunde eines neuen österreichischen Staates nach dem Zweiten Weltkrieg.

Besondere Persönlichkeiten verbinden sich mit diesem Datum ebenfalls. Im Jahr 2010 erklomm die Südkoreanerin Oh Eun-sun den Gipfel des Annapurna und wurde damit die erste Frau der Menschheitsgeschichte, die alle 14 Berggipfel über 8000 Meter Höhe bezwungen hatte. Diese alpinistische Leistung markierte einen Meilenstein in der Geschichte des Bergsteigens.

DayAtlas zeigt das Wetter für den heutigen Tag, historische Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todesfälle für jedes beliebige Datum und jeden Ort an.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 7. April.

27.04.2018

Kim Jong-un trifft sich mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Panmunjeom. Das ist das erste Mal, dass ein nordkoreanisches Staatsoberhaupt südkoreanisches Staatsgebiet betritt.

Kim Jong-un [kiːm.t͡ɕʌ̹ŋ.ɯn] ist der Vorsitzende des Komitees für Staatsangelegenheiten der DVRK, Oberbefehlshaber der Koreanischen Volksarmee und Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas sowie seit dem 29. Dezember 2011 der „Oberste Führer“ der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea). Er ist der dritte und jüngste Sohn seines am 17. Dezember 2011 verstorbenen Vorgängers Kim Jong-il und dessen dritter Ehefrau Ko Yong-hi. Seit dem Tod seines Vaters ist er diktatorischer Alleinherrscher des Landes.


27.04.2010

Die Südkoreanerin Oh Eun-sun erklimmt den Gipfel des Annapurna und erreichte damit als erste Frau der Geschichte alle 14 Berggipfel der Welt über 8000 m Höhe.

Oh Eun-sun ist eine südkoreanische Bergsteigerin. Sie gehört zu den erfolgreichsten Höhenbergsteigerinnen der Welt, steht aber in der Fachwelt aufgrund des verstärkten Einsatzes von Hilfsmitteln in der Kritik. Oh wurde als erster Frau die Besteigung aller Achttausender zugeschrieben. Allerdings bestehen starke Zweifel an einer der Achttausender-Besteigungen; diese wird mittlerweile als „angefochten“ in den Statistiken geführt. Ohs eigener Verband lehnt die Anerkennung des fraglichen Gipfelerfolgs ab.


27.04.2007

In Estland entfernen die Behörden auf Basis eines am 15. Februar beschlossenen Gesetzes den in der Sowjetzeit aufgestellten Bronze-Soldaten von Tallinn. Das führt zu diplomatischen Verstimmungen mit Russland und zu schweren Unruhen in Tallinn.

Estland [ˈeːstlant; ˈɛstlant] ist ein Staat im Baltikum. Als nördlichster der drei baltischen Staaten grenzt es im Süden an Lettland, im Osten an Russland und im Norden und Westen an die Ostsee. Über den Finnischen Meerbusen hinweg bestehen enge, unter anderem sprachlich-kulturell begründete Bindungen an Finnland. Durch die jahrhundertelange Präsenz von Deutsch-Balten in Estland gibt es zudem historische Verbindungen zu Deutschland.


27.04.2006

Am Ground Zero in New York City wird der Grundstein für den an Stelle des bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers zu errichtenden One World Trade Centers (entworfen als Freedom Tower) gelegt.

World Trade Center Site bezeichnet das Gelände des bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers in New York City.


27.04.2005

In Ägypten demonstrieren hunderte Anhänger der Bewegung Kifaya in 15 verschiedenen Städten für mehr Demokratie und gegen den Präsidenten Husni Mubarak.

Ägypten ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit mehr als 116 Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern. Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum „Größeres Kairo“ ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde. Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh. Hinsichtlich der Wirtschaftsleistung beim BIP pro Kopf (nominal) liegt Ägypten auf Platz 119 von 194 Ländern (2022). Es hat als interkontinentaler Staat eine Landbrücke vom größeren afrikanischen Teil nach Asien, zur Sinai-Halbinsel. Die Mehrheit der Ägypter, etwa 90 Prozent, sind sunnitische Muslime. Die wichtigste christliche Minderheit sind die Kopten mit circa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung. Landessprache ist Ägyptisch-Arabisch, welche aufgrund der kulturellen Bedeutung Ägyptens in der arabischen Welt, besonders wegen des Films und Gesangs, über die nationalen Sprachgrenzen hinaus verstanden wird.


Unter dem Beifall tausender Schaulustiger startet das Großraumflugzeug Airbus A380 nach mehreren Verschiebungen in Toulouse zu seinem Erstflug. Airbus erhofft sich damit, seinen Marktanteil gegenüber Boeing auszubauen.

Der Airbus A380 ist ein vierstrahliges Großraum-Langstreckenflugzeug des europäischen Flugzeugherstellers Airbus mit drei durchgehenden Decks.


27.04.2003

In Paraguay wird Nicanor Duarte Frutos zum Staatspräsidenten gewählt, gleichzeitig erhält die Regierungspartei Partido Colorado bei den Parlamentswahlen mit 35 % der Stimmen die relative Mehrheit.

Paraguay ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Die südliche und südöstliche Landesgrenze wird vom Fluss Paraná gebildet, die südwestliche sowie nordöstliche vom Río Paraguay, der das Land durchquert. Der Name des Flusses, nach dem auch der Staat benannt ist, stammt von der Sprache der Ureinwohner, Guaraní.


27.04.2002

In Frankreich demonstrieren Hunderttausende gegen den Erfolg des Rechtsextremen Jean-Marie Le Pen im 1. Durchgang der Präsidentenwahl am 21. April.

Frankreich, amtlich la République française, ist ein interkontinentaler Einheitsstaat in Westeuropa mit Überseegebieten. Sein Staatsgebiet befindet sich auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Asien.


Der Handballverein SC Magdeburg gewinnt mit einem Sieg über KC Veszprém aus Ungarn als erste deutsche Bundesliga-Mannschaft die 1994 neu gegründete EHF Champions League der Männer.

Handball ist eine Sportart, bei der zwei Mannschaften mit je sieben Spielern gegeneinander spielen. Das Ziel des Spiels besteht darin, den Handball in das gegnerische Tor zu werfen und damit ein Tor zu erzielen. Es gewinnt die Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit die meisten Tore erzielt hat. Neben dem Hallenhandball gibt es noch zwei weitere Varianten: den früher wesentlich häufiger gespielten Feldhandball und den Beachhandball, der sich wachsender Beliebtheit erfreut.


27.04.1999

Die Adler Mannheim werden zum vierten Mal Deutscher Eishockeymeister und schaffen nach 96/97 und 97/98 den Titelhattrick.

Die Adler Mannheim sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Mannheim, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Die Profimannschaft wurde 1994 als GmbH vom 1938 gegründeten Mannheimer ERC ausgelagert, der Stammverein ist noch heute für den Amateur-, Frauen- und Nachwuchsbereich verantwortlich. Eigentümer der Spielbetriebsgesellschaft ist Daniel Hopp.


27.04.1997

Bei den zweiten Parlamentswahlen im Jemen feiert der Allgemeine Volkskongress (AVK) von Präsident Ali Abdullah Salih einen überwältigenden Erfolg und kann weiter regieren.

Der Jemen bzw. Yemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer. Die Staaten Dschibuti und Eritrea liegen etwa 20 bzw. 30 Kilometer entfernt jenseits des Roten Meeres. Zum Jemen gehören auch die Inselgruppe Sokotra sowie zahlreiche kleinere Inseln im Bab al-Mandab im Roten Meer und im Arabischen Meer. Der Staat Jemen ist aufgrund des Bürgerkrieges allerdings gescheitert; auf dem beschriebenen ehemaligen Staatsgebiet existieren derzeit mehrere De-facto-Staaten.


27.04.1996

Eine Waffenstillstandsvereinbarung beendet die Operation Früchte des Zorns, eine seit dem 11. April auf Befehl von Premierminister Schimon Peres gemeinsam mit der Südlibanesischen Armee laufende Militäraktion Israels gegen die Hisbollah im Libanon.

Operation Früchte des Zorns war der Codename der israelischen Streitkräfte für eine Militäroperation im Libanon im Jahre 1996. Ziel des Einsatzes war, den Beschuss Nordisraels durch die Hisbollah zu beenden. An der Seite Israels kämpfte die Südlibanesische Armee (SLA), auf der Gegenseite beteiligten sich in geringem Umfang Kräfte der Amal-Miliz und der syrischen Armee. Die Operation begann am 11. April und wurde am 27. April durch eine Waffenstillstandsvereinbarung beendet, die Angriffe auf Zivilisten verbot.


27.04.1994

In Südafrika tritt nach dem Ende der Apartheid eine neue Verfassung in Kraft. Sie garantiert den Menschen aller Rassen die Gleichberechtigung und das Wahlrecht. Die Homelands werden wieder mit Südafrika vereinigt.

Die Geschichte Südafrikas ist die des äußersten südlichen Randes des afrikanischen Kontinents zwischen Atlantischem und Indischem Ozean. Sie reicht bis zum Beginn der Hominisation zurück. Südafrika gilt als eine Wiege der Menschheit, die ältesten Fossilfunde von unmittelbaren Vorfahren der Gattung Homo (Hominini) werden auf ein Alter von etwa 3,5 bis 4 Millionen Jahren datiert.


27.04.1993

Im vereinigten Jemen finden die ersten demokratischen und geheimen Wahlen in der Geschichte des Landes statt. Dabei sind sowohl Männer als auch Frauen wahlberechtigt. Haidar Abu Bakr al-Attas bleibt weiterhin Premierminister des Landes.

Die Geschichte des Jemen umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Jemenitischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


27.04.1992

Die Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) wird durch den Zusammenschluss der jugoslawischen Teilrepubliken Serbien und Montenegro gebildet.

Serbien und Montenegro, auch genannt Serbien-Montenegro oder Serbien/Montenegro, war ein Bundesstaat in Südosteuropa. Er existierte unter diesem amtlichen Namen vom 4. Februar 2003 bis zum 3. Juni 2006, bestand aus den Teilstaaten Serbien und Montenegro und löste damit die seit dem 27. April 1992 bestehende, territorial und staatsrechtlich identische Bundesrepublik Jugoslawien ab. Diese war der größte Nachfolgestaat der in den Jugoslawienkriegen der 1990er Jahre zerfallenen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und wurde zu ihrer Zeit in der internationalen Öffentlichkeit auch Restjugoslawien genannt. Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro ist die Republik Serbien, die auch die seit 2000 bestehende UN-Mitgliedschaft fortführt. Anfang Juni 2006 erklärte sich Montenegro nach einem Referendum für unabhängig.


27.04.1987

Der US-amerikanische Justizminister Edwin Meese setzt den neu gewählten österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim auf Antrag des Jüdischen Weltkongresses und nach Befürwortung des Office of Special Investigations auf die „watchlist“ der Vereinigten Staaten und verhängt damit ein Einreiseverbot. Die Waldheim-Affäre wegen seiner unklaren Rolle bei nationalsozialistischen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg hat bereits während des Wahlkampfes für die Präsidentschaftswahl 1986 begonnen.

Edwin Meese III ist ein US-amerikanischer Politiker. Er war unter Ronald Reagan von 1985 bis 1988 der 75. Justizminister der Vereinigten Staaten.


27.04.1982

Nachdem er bei einer Beförderung nicht zum Zug gekommen und seine Hochzeit an Geldmangel gescheitert ist, begeht der südkoreanische Polizist Woo Bum-kon einen Amoklauf durch fünf Ortschaften der Provinz Gyeongsangnam-do. Die Gewalttat, bei der der Täter 57 Menschen und sich selbst tötet sowie 35 weitere Personen verletzt, führt unter anderem zum Rücktritt des südkoreanischen Innenministers Suh Chung-hwa.

Woo Bum-Kon war ein südkoreanischer Polizist und für einen der opferreichsten Amokläufe verantwortlich, bei dem 58 Menschen getötet und 35 weitere verletzt wurden.


27.04.1978

In Afghanistan findet ein Militärputsch gegen Staatspräsident Mohammed Daoud Khan statt, bei dem dieser ermordet wird. Nur Muhammad Taraki wird neuer Präsident und Hafizullah Amin zweiter Mann im Staat.

Die Geschichte Afghanistans umfasst die Entwicklungen in Afghanistan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Der Name Afghanistan wurde 1801 zum ersten Mal im anglo-persischen Friedensvertrag offiziell erwähnt. Der seit 1919 unabhängige Staat Afghanistan ging auf ein von Ahmad Schah Durranis 1747 gegründetes Großreich zurück. Insbesondere vor den Gründungen der persischen Reiche wird das Gebiet des heutigen Afghanistans als Durchgangsland für Nomaden und Eroberer gesehen.


Beim Gerüsteinsturz von Willow Island stürzen während des Baus eines Kühlturms für ein Kohlekraftwerk in West Virginia 51 Arbeiter rund 50 Meter in die Tiefe und kommen ums Leben.

Durch den Gerüsteinsturz von Willow Island kamen am 27. April 1978 während den Bauarbeiten für einen Naturzugkühlturm des Kohlekraftwerks Pleasants in Belmont, West Virginia, 51 Bauarbeiter zu Tode. Der Vorfall stellt einen der größten Unfälle im Hochbau in der Geschichte der Vereinigten Staaten dar.


27.04.1975

Die Italienerin Lella Lombardi kommt beim Formel-I-Grand-Prix-Rennen in Spanien als bisher einzige Frau in die Punkteränge. Sie belegt Rang sechs.

Maria Grazia „Lella“ Lombardi war eine italienische Automobilrennfahrerin. Sie ist neben Maria Teresa de Filippis die einzige Frau, die in der Geschichte der Formel-1-Rennserie an einem Grand Prix teilnahm.


27.04.1972

Im Deutschen Bundestag scheitert völlig überraschend das Konstruktive Misstrauensvotum der CDU unter Rainer Barzel gegen die sozial-liberale Regierung Willy Brandt. Später wird bekannt, dass das Ministerium für Staatssicherheit der DDR die beiden Unions-Abgeordneten Julius Steiner und Leo Wagner bestochen hat.

Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bis 1990 behandelt die Geschichte des westdeutschen Staats von 1949 bis 1990. Auch wenn die Bundesrepublik die Wiedervereinigung mit der ebenfalls 1949 im Osten Deutschlands gebildeten Deutschen Demokratischen Republik 1990 staatsrechtlich ohne Bruch überdauert hat, geht die historische Forschung von einer politischen und gesellschaftlichen Zäsur zwischen der alten Bundesrepublik bis 1990 und der wiedervereinigten Bundesrepublik seit 1990 aus. Deren Geschichte wird unter Geschichte Deutschlands seit 1990 beschrieben.


27.04.1969

Die chinesische Volksbefreiungsarmee löst auf Beschluss des 9. Parteitags der Chinesischen Kommunistischen Partei die marodierenden Roten Garden auf und beendet damit die Kulturrevolution in der Volksrepublik China.

Die Volksbefreiungsarmee sind die regulären Streitkräfte (Heer) der Volksrepublik China und das bewaffnete Organ der Kommunistischen Partei Chinas.


Bei einem Referendum über die Reform von Senat und Regionalverwaltung in Frankreich stimmen 52,41 % gegen das von Staatspräsident Charles de Gaulle favorisierte Gesetzesvorhaben. Dieser tritt daraufhin am Folgetag vom Amt des Staatspräsidenten zurück.

Das Referendum in Frankreich 1969 zur Senats- und Regionalreform fand am 27. April 1969 statt. Die geplante Reform beinhaltete eine Transformation des Senats, sowie die Einführung von Regionen als neuen Gebietskörperschaften. Das Gesetzesvorhaben wurde von der Mehrheit der Wähler abgelehnt. Infolge der Abstimmungsniederlage trat Charles de Gaulle vom Amt des Staatspräsidenten zurück.


27.04.1961

Sierra Leone erklärt seine Unabhängigkeit von Großbritannien, verbleibt jedoch im Commonwealth of Nations. Milton Margai wird erster Premierminister.

Die Geschichte Sierra Leones ist die Geschichte des modernen Staates Sierra Leone und seiner kolonialen Vorläufer, also der britischen Kronkolonie und des Protektorats, aus denen dieser Staat entstanden ist sowie die vorkoloniale Geschichte der dort lebenden Völker. Da die Keimzelle Sierra Leones eine Kolonie befreiter Sklaven aus drei Kontinenten war, spielt auch die Geschichte der Sklaverei und ihrer Abschaffung eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Landes.


27.04.1960

Togo, bis dahin formal UN-Treuhandgebiet unter französischer Verwaltung, erhält seine volle Unabhängigkeit und eine neue Flagge. Sylvanus Olympio wird erster Staatspräsident.

Die Geschichte Togos umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Togo von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Die Grenzen des heutigen Togo sind allerdings das Ergebnis relativ junger, kolonialer Grenzziehung. Vor der europäischen Kolonisation bildete das Gebiet keinen Raum mit abgegrenzter einheitlicher Geschichte.


Das Atom-U-Boot Tullibee hat seinen Stapellauf. Es ist speziell für U-Jagd-Missionen vorgesehen und mit einem leiseren turboelektrischen Antrieb ausgerüstet.

Ein Atom-U-Boot ist ein Unterseeboot, das die Energie für seinen Antrieb und seine Bordsysteme aus mindestens einem Kernreaktor bezieht (Kernenergieantrieb). Atom-U-Boote sind seebasierte Waffenträgersysteme bzw. Trägermittel, welche konventionelle oder atomare Kampfmittel für einen möglichen Einsatz bereithalten.


27.04.1956

Der italo-amerikanische Boxer und Weltmeister im Schwergewicht Rocco Francis Marchegiano, bekannt als Rocky Marciano, beendet ungeschlagen seine Karriere.

Diese Liste der Boxweltmeister im Schwergewicht bietet eine Übersicht über alle Boxweltmeister des Verbandes NBA, des ehemaligen Verbandes NYSAC, der vier anerkannten und aktuell tätigen Weltverbände und alle universellen Weltmeister im Schwergewicht in chronologischer Reihenfolge. Die WBA-Superchampions sind sowohl in der chronologischen Reihenfolge als auch in einer separaten Liste gelistet. Der Status des Superchampions der WBA ist höher gereiht als der des regulären. Daher ist der WBA-Superchampion der eigentliche Weltmeister. Die WBO gehört erst seit 2007 zu den bedeutenden Verbänden.


27.04.1950

Der belgische Unternehmer Gérard Blitz gründet den Club Méditerranée als Non-Profit-Organisation und realisiert seine Idee eines Urlaubs all inclusive für Reisende noch im selben Jahr.

Gérard Blitz war ein belgischer Unternehmer und Yogi.


27.04.1945

Der KZ-Außenlagerkomplex Kaufering bei Landsberg am Lech, der größte Konzentrationslagerkomplex des Deutschen Reichs mit dem Status eines Außenlagers des KZ Dachau, wird durch die US-Armee befreit.

Der KZ-Außenlagerkomplex Kaufering, auch kurz KZ Kaufering genannt, war vom 18. Juni 1944 bis Ende April 1945 der größte Komplex der 169 Außenlager des Konzentrationslagers Dachau bei München, mit den elf zugeordneten KZ-Außenlagern I bis XI um Landsberg und Kaufering.


Die in Wien gebildete Provisorische Staatsregierung unter Staatskanzler Karl Renner – mit Leopold Figl (ÖVP), Adolf Schärf (SPÖ) und Johann Koplenig (KPÖ) als Stellvertreter – wird von der UdSSR anerkannt. Vor dem Parlamentsgebäude an der Ringstraße proklamiert sie die Wiederherstellung des unabhängigen demokratischen Österreichs und erklärt den „Anschluss“ an Deutschland von 1938 durch die Österreichische Unabhängigkeitserklärung für null und nichtig. Das gilt als die Geburtsstunde der Zweiten Republik.

Die Geschichte Wiens, der Hauptstadt Österreichs, beginnt vor etwa 4000 Jahren. Wegen ihrer Lage am Donaustrom zwischen den Ausläufern der Voralpen (Wienerwald) und der pannonischen Tiefebene zählt die heutige Metropole zu den frühen Siedlungsgebieten der Menschen und gewann stetig als Handelsplatz und strategisch wichtiger Punkt im Herzen Europas an Bedeutung.


27.04.1941

Die deutsche Wehrmacht erobert während des Balkanfeldzugs im Zweiten Weltkrieg die griechische Hauptstadt Athen.

Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.


Im annektierten Reichsgau Wartheland gründen Nationalsozialisten die Reichsuniversität Posen mit einem „Bildungsauftrag“ nach ihren ideologischen Grundsätzen.

Eine Annexion oder Annektierung ist die erzwungene endgültige Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit. Eine Annexion ist völkerrechtswidrig und daher unwirksam. Sie geht rechtlich über die Okkupation (Besatzungsverwaltung) hinaus, da auf dem (ehemals) fremden Territorium die eigene Gebietshoheit effektiv ausgeübt und es mit dem Erwerb der territorialen Souveränität über ein besetztes Gebiet de jure dem eigenen Staatsgebiet einverleibt wird. Die Okkupation geht der Annexion in der Regel voraus.


27.04.1940

Reichsführer SS Heinrich Himmler ordnet die Errichtung eines „Quarantänelagers“ für 10.000 Insassen in der Nähe der polnischen Kleinstadt Oświęcim an, aus dem später das KZ Auschwitz hervorgeht.

Reichsführer SS oder auch Reichsführer-SS war ab August 1934 der höchste Dienstgrad der Schutzstaffel (SS) in der Zeit des Nationalsozialismus, nachdem Heinrich Himmler von Adolf Hitler zunächst noch zum Reichsleiter SS ernannt worden und damit lediglich diesem unterstellt und verantwortlich war.


Mit dem Abschluss der Abwrackung der letzten beiden Zeppeline LZ 127 Graf Zeppelin und LZ 130 Graf Zeppelin II auf Befehl Hermann Görings endet die Ära der Großluftschifffahrt mit Starrluftschiffen.

Der Zeppelin ist ein Starrluftschiff-Typ aus deutscher Produktion, der nach seinem Erfinder Ferdinand Graf von Zeppelin benannt wurde. Nach dem Erstaufstieg eines Prototyps am 2. Juli 1900 und einer von mehreren Unfällen geprägten ersten Entwicklungsphase wurden Zeppeline ab 1908 im Militärdienst und ab 1909 zur Personenbeförderung eingesetzt. Verglichen mit anderen Luftschiff-Typen war ihr Erfolg so groß, dass der Begriff Zeppelin heute häufig synonym – als Gattungsname – zu ‚Starrluftschiff‘ gebraucht oder auch auf alle Arten von Luftschiffen angewandt wird.


27.04.1929

Die Uraufführung der Oper Jürg Jenatsch von Heinrich Kaminski nach dem gleichnamigen historischen Roman von Conrad Ferdinand Meyer findet an der Staatsoper in Dresden statt.

Heinrich Kaminski war ein deutscher Komponist.


27.04.1922

Der erste Teil des zweiteiligen Spielfilms Dr. Mabuse, der Spieler von Fritz Lang und Thea von Harbou mit Rudolf Klein-Rogge in der Titelrolle wird mit großem Erfolg in Berlin uraufgeführt.

Dr. Mabuse, der Spieler ist ein Stummfilm des Regisseurs Fritz Lang in zwei Teilen mit jeweils sechs Akten. Er wurde 1921/1922 weitgehend in den Jofa-Ateliers Berlin-Johannisthal gedreht, basierend auf der durch Thea von Harbou adaptierten Romanvorlage von Norbert Jacques. Produktionsgesellschaft war die Uco-Film GmbH, an der auch Harbous und Jacques’ Verleger Ullstein beteiligt war. Es handelt sich um den ersten Film über die Romanfigur Dr. Mabuse, weitere folgten über Jahrzehnte verteilt. Claude Chabrol inszenierte mit Dr. M (1990) eine Neuverfilmung.


27.04.1920

Das Parlament des Freistaats Preußen verabschiedet das Groß-Berlin-Gesetz zur Neuordnung der Stadtgemeinde Berlin: Mit dem Zusammenschluss der sieben Stadtgemeinden Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf mit 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken verdoppelt sich die Einwohnerzahl Berlins auf 3,8 Millionen; die Fläche des Stadtgebiets verdreizehnfacht sich auf 878 km².

Die verfassunggebende preußische Landesversammlung war nach der Novemberrevolution zuständig für die Erarbeitung und Verabschiedung einer Verfassung für den Freistaat Preußen. Sie tagte zwischen 1919 und 1921 im heutigen Abgeordnetenhaus von Berlin. Sie war damit der Vorläufer des Landtags des Freistaats Preußen.


27.04.1919

Das Theaterstück Die Wupper von Else Lasker-Schüler hat am Deutschen Theater in Berlin seine Uraufführung.

Die Wupper ist ein Schauspiel in fünf Akten von Else Lasker-Schüler. Es wurde 1909 veröffentlicht und 1919 in Berlin uraufgeführt.


27.04.1915

Der von den deutschen Frauenrechtlerinnen Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann initiierte und von Aletta Jacobs organisierte erste Internationale Frauenfriedenskongress wird mit ca. 1100 Teilnehmerinnen aus 12 Nationen im niederländischen Den Haag feierlich eröffnet. An der bis zum 1. Mai dauernden Veranstaltung nehmen unter anderen die beiden späteren Friedensnobelpreisträgerinnen Jane Addams und Emily Greene Balch teil.

Der Begriff Frauenbewegung bezeichnet eine globale soziale Bewegung, die sich für die Gleichheit und Anerkennung von Frauen in staatlichen und anderen Bereichen der Gesellschaft einsetzt. Sie entstand im Zusammenhang mit den sozialen und erzieherischen Lebensreformbewegungen des 19. Jahrhunderts in Westeuropa und den USA und breitete sich in andere Länder aus. Sie gilt als die erfolgreichste soziale Bewegung der Moderne.


27.04.1909

Die Jungtürken unter der Führung von Enver Pascha, Cemal Pascha, Talât Pascha und Ziya Gökalp stürzen im Osmanischen Reich nach dessen vergeblichem Putschversuch am 13. April Sultan Abdülhamid II., der im Amt von seinem Bruder Mehmed V. abgelöst wird.

Die Jungtürken waren eine politische Bewegung im Osmanischen Reich, die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts illegal auf liberale Reformen und eine konstitutionelle Staatsform hinarbeitete. Ziel war die Stärkung des außenpolitisch geschwächten und innenpolitisch vom Zerfall bedrohten Reiches durch systematische politische, militärische und wirtschaftliche Modernisierung. Die wichtigste jungtürkische Partei war die İttihat ve Terakki.


27.04.1908

In London werden die IV. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit ohne großes Zeremoniell eröffnet. Bis zum Hauptteil der Spiele im Juli finden allerdings nur Wettkämpfe in den vier Sportarten Rackets, Hallentennis, Jeu de Paume und Polo statt.

Die Olympischen Sommerspiele 1908 fanden vom 27. April bis zum 31. Oktober 1908 in der britischen Hauptstadt London statt. Die Wettkämpfe wurden parallel zur Franco-British Exhibition ausgetragen, einer zur Festigung der Entente cordiale zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich organisierten Messe. Im Gegensatz zu den Spielen in Paris 1900 und St. Louis 1904, als die sportlichen Wettkämpfe wegen der chaotischen Organisation zu einem unbedeutenden Anhängsel der jeweiligen Weltausstellung gerieten, fanden die Spiele in London eine weitaus größere Beachtung. Dazu trug vor allem die Tatsache bei, dass mehr als zwei Drittel aller Wettkämpfe auf zwei Wochen im Juli und auf eine einzige Wettkampfstätte konzentriert waren.


27.04.1904

Der Labour-Politiker Chris Watson wird Premierminister von Australien und damit weltweit erster Regierungschef auf nationaler Ebene aus einer Arbeiterpartei. Er hat dieses Amt jedoch nur bis zum 17. August inne.

Die Australian Labor Party wurde 1891 gegründet und ist die älteste auf Bundesebene tätige politische Partei Australiens. Die Partei ähnelt der Labour Party im Vereinigten Königreich. Sie gehört der Progressiven Allianz an und stellte u. a. von 2007 bis 2013 die Regierung. Seit Mai 2022 stellt sie wieder den Premierminister.


27.04.1902

In Deutschland beginnt die erste Zeltmission auf der Anhöhe Tersteegensruh bei Mülheim an der Ruhr.

Zeltmission ist eine Form der Evangelisation. Dabei werden Zelte aufgebaut und ein christliches Programm für Menschen in der Umgebung angeboten. Die größten Zelte der Zeltmission fassen mehr als 10.000 Menschen und wurden u. a. von dem deutsch-südafrikanischen Evangelisten Reinhard Bonnke in Afrika eingesetzt.


27.04.1899

An der Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien wird als weltweit erstes Schallarchiv das Phonogrammarchiv gegründet.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist eine Gelehrtengesellschaft und die größte Trägerin außeruniversitärer Grundlagenforschung in Österreich. Sie wurde nach Vorbildern wie der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Royal Society 1847 als Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien gegründet. Heute ist sie eine mit einem jährlichen Basisbudget von rund 100 Mio. Euro ausgestattete, größtenteils staatlich finanzierte Einrichtung mit über 770 gewählten Mitgliedern, rund 1800 Mitarbeitern und 25 Forschungseinrichtungen in Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Leoben.


27.04.1898

Die am 6. März von China gepachtete Bucht Kiautschou wird offiziell unter deutschen „Schutz“ gestellt. Aufgrund seiner Hauptfunktion als Flottenstützpunkt für die kaiserliche Marine wird das Schutzgebiet nicht vom Reichskolonialamt, sondern vom Reichsmarineamt verwaltet.

Die Qing-Dynastie oder Mandschu-Dynastie wurde 1636 von den Mandschu unter Nurhaci begründet und herrschte ab 1644 im Kaiserreich China. Sie löste die Ming-Dynastie ab und endete nach der Xinhai-Revolution von 1911 mit der Ausrufung der Republik China am 1. Januar 1912.


27.04.1895

Die Staumauer der Talsperre von Bouzey bei Épinal in den französischen Vogesen bricht bei einem Hochwasser. Die dadurch ausgelöste Flutwelle hat zwischen 86 und 200 Todesopfer zur Folge.

Eine Talsperre ist ein Ingenieurbauwerk des Wasserbaus und dient der Speicherung von Wasser, um das unregelmäßig schwankende natürliche Wasserdargebot bedarfsgerecht für die unterschiedlichen Nutzungen bereitzustellen. Mit der Ausgleichswirkung des Speichers erhöhen Talsperren die Widerstandsfähigkeit wasserwirtschaftlicher Systeme gegenüber wetter- und klimabedingten Schwankungen.


27.04.1880

Der deutsche Reichstag lehnt mit knapper Mehrheit die am 14. April von Reichskanzler Otto von Bismarck eingebrachte Samoa-Vorlage ab. Die Gesetzesvorlage wird heute dennoch als Beginn der offiziellen deutschen Kolonialpolitik betrachtet.

Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, war ein deutscher Politiker und Staatsmann. Von 1862 bis 1890 – mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 – war er Ministerpräsident in Preußen, von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. Von 1871 bis 1890 war er erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte. Bismarck gilt als Vollender der deutschen Einigung und als Begründer des Sozialstaates der Moderne.


27.04.1877

Die Oper Le roi de Lahore von Jules Massenet mit dem Libretto von Louis Gallet wird im Opéra Garnier der Grand Opéra Paris uraufgeführt.

Le roi de Lahore ist eine Oper in fünf Akten des französischen Komponisten Jules Massenet. Das Libretto stammt von Louis Gallet. Die Uraufführung fand am 27. April 1877 in der Opéra Garnier der Pariser Oper statt.


27.04.1868

In Hann. Münden wird die Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden eröffnet.

Hann. Münden ist eine Mittelstadt und selbständige Gemeinde im Landkreis Göttingen, Südniedersachsen, an der Grenze zu Hessen sowie unweit von Thüringen. Die Kernstadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.


27.04.1867

Am Carltheater in Wien wird die Operette Banditenstreiche von Franz von Suppè uraufgeführt.

Das Carltheater war das 1847 eröffnete Nachfolgehaus des Leopoldstädter Theaters, eines Altwiener Vorstadttheaters in der Praterstraße 31 im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt.


27.04.1865

Das Dampfschiff Sultana explodiert mit 2.300 Passagieren an Bord, die meisten von ihnen ehemalige Soldaten des Sezessionskriegs auf dem Heimweg, auf dem Mississippi River. Mit etwa 1.700 Todesopfern ist es die schlimmste Schiffskatastrophe in der Geschichte der USA.

Die Sultana war ein Raddampfer, der im Sezessionskrieg als Truppentransporter eingesetzt wurde. Ihr Untergang am 27. April 1865 mit etwa 1700 Toten war die schwerste Schiffskatastrophe in der Geschichte der USA.


27.04.1863

Der Passagierdampfer Anglo Saxon der Allan Line kollidiert vor Cape Race an der Küste von Neufundland in dichtem Nebel mit einem Felsen und sinkt, 238 Menschen sterben. Der Untergang der Anglo Saxon ist das bis dahin schwerste Schiffsunglück auf dem Nordatlantik.

Die Anglo Saxon war ein 1856 in Dienst gestelltes Passagierschiff der kanadisch-britischen Reederei Allan Line, das Passagiere, Fracht und Post von Liverpool nach Quebec beförderte. Sie war das dritte Schiff, das die Allan Line in Auftrag gab. Am 27. April 1863 kollidierte die Anglo Saxon vor Kap Race an der Küste von Neufundland in dichtem Nebel mit einem Felsen und sank. 238 Menschen kamen ums Leben. Der Untergang der Anglo Saxon war das bis dahin schwerste Schiffsunglück auf dem Nordatlantik und wurde erst zehn Jahre später von der Atlantic übertroffen. Außerdem ist die Anglo Saxon-Tragödie das größte Unglück in der Geschichte der Allan Line.


27.04.1861

Nach dem Beschluss der Sezessionsversammlung von Virginia, sich von den USA zu trennen und den Konföderierten Staaten von Amerika anzuschließen, erklären Virginias nordwestliche Countys ihrerseits die Abspaltung von Virginia und den Verbleib in der Union.

Virginia, offiziell Commonwealth of Virginia, ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika an der Atlantikküste. Der Beiname des Staates ist Old Dominion. Er wird auch Mother of the Presidents genannt, weil acht US-Präsidenten aus Virginia stammten. Er grenzt im Norden an Maryland und Washington D. C., im Westen an West Virginia und Kentucky, im Süden an Tennessee und North Carolina und im Osten an den Atlantischen Ozean. Der Osten Virginias ist Teil der Atlantischen Küstenebene und wird von der Chesapeake Bay, der größten Flussmündung des Landes, geprägt. Zum Bundesstaat zählt auch der südlichste Teil der Delmarva-Halbinsel. Das Zentrum Virginias liegt überwiegend im Piedmont, dem Vorgebirge der Blue Ridge Mountains, die den westlichen und südwestlichen Teil des Staates durchziehen.


27.04.1859

In der Enzyklika Cum sancta mater ecclesia veröffentlicht Papst Pius IX. einen weltweiten Gebetsaufruf für die Opfer in den italienischen Einigungskriegen.

Als Enzyklika bezeichnet man ein belehrendes, ermutigendes oder ermahnendes Rundschreiben der römisch-deutschen Kaiser oder der Päpste an ihre Untertanen und Getreuen. Kaiserliche Enzykliken waren in der Regel Krönungsberichte. Päpstliche Enzykliken sind bis heute eine wichtige Verlautbarungsform des kirchlichen Lehramtes der römisch-katholischen Kirche. Sie werden gewöhnlich nach den ersten Worten des lateinischen Textes benannt.


27.04.1848

Die Badische Revolution im Rahmen der Märzrevolution scheitert: Im Gefecht bei Dossenbach unterliegt die Deutsche Demokratische Legion unter Führung des revolutionären Dichters Georg Herwegh konterrevolutionären Truppen aus Württemberg.

Unter der Badischen Revolution von 1848/1849 versteht man den regionalen Ablauf der fast ganz Mitteleuropa erfassenden revolutionären Unruhen dieser Jahre im Großherzogtum Baden.


Die Französische Nationalversammlung beschließt mit dem von Victor Schœlcher, dem Senator von Martinique und Guadeloupe, verfassten décret d'abolition de l'esclavage ein weiteres Mal die Abschaffung der Sklaverei in Frankreich und seinen Kolonien. Das Gesetz tritt am 22. Mai in Kraft.

Victor Schœlcher war ein französischer Politiker und Gegner der Sklaverei in den französischen Kolonien.


27.04.1840

Der Grundstein für den Neubau des britischen Parlamentsgebäudes Palace of Westminster wird gelegt. Das vorige Gebäude war durch einen großen Brand im Jahr 1834 weitgehend zerstört worden.

Die Grundsteinlegung ist im Bauwesen eine Zeremonie um einen symbolischen Grundstein. Dieser erste Stein eines neuen Bauwerks, der oft in feierlicher Form mit Beigabe von Urkunden und Münzen bei Baubeginn gelegt wird, kann im Fundament vermauert oder sichtbar angeordnet sein.


27.04.1810

Ludwig van Beethoven widmet vermutlich einer seiner Klavierschülerinnen das Stück Für Elise.

Ludwig van Beethoven [fʌn ˈbeːtˌhoːfn̩] war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er wird zu den überragenden Komponisten der Musikgeschichte gezählt.


27.04.1792

In St. Petersburg schließt ein Teil der polnischen Magnaten unter dem Patronat der russischen Zarin Katharina II. die zwei Tage später in Targowica verkündete Konföderation von Targowica. Sie hat das Hauptziel, die Reformen in Polen und insbesondere die Verfassung vom 3. Mai 1791 rückgängig zu machen.

Katharina II., genannt Katharina die Große, war ab dem 9. Juli 1762 Kaiserin von Russland und ab 1793 Herrin von Jever. Sie ist in unserer Zeitrechnung die einzige Herrscherin, der in der Geschichtsschreibung der Beiname die Große verliehen wurde. Katharina II. war eine Repräsentantin des aufgeklärten Absolutismus.


27.04.1790

In der Zeit der Französischen Revolution wird der als radikal geltende Club des Cordeliers gegründet. Seine Mitglieder popularisieren das Motto Liberté, Egalité, Fraternité.

Die Französische Revolution (1789–1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Als zweite unter den Atlantischen Revolutionen erhielt sie ihrerseits orientierende Impulse aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.


27.04.1784

Nach mehrjähriger Zensur kann das Theaterstück Le mariage de Figaro (Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit) von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahr 1778 in Paris uraufgeführt werden und wird sofort zu einem triumphalen Erfolg.

La folle journée ou Le mariage de Figaro (Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit) ist eine Komödie in fünf Akten von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (1732–1799). Sie bildet den zweiten Teil seiner Figaro-Trilogie und diente als Vorlage zur Oper Le nozze di Figaro von Mozart und Da Ponte.


27.04.1775

Hohe Preise führen im französischen Beaumont-sur-Oise zu Plünderungen auf dem Getreidemarkt. Der regionale Aufstand greift in den folgenden Wochen um sich und reicht bis an die Vororte von Paris heran. Das Militär schlägt den Mehlkrieg im Mai nieder, doch König Ludwig XVI. muss die Rückkehr vom privaten zum staatlichen Handel anweisen.

Beaumont-sur-Oise ist eine französische Gemeinde mit 10.232 Einwohnern im Département Val-d’Oise in der Region Île-de-France; sie gehört zum Arrondissement Pontoise und zum Kanton L’Isle-Adam. Sie bildet zusammen mit Bernes-sur-Oise, Chambly (Oise), Mours, Persan und Ronquerolles die Unité urbaine de Persan - Beaumont-sur-Oise. Die Stadt liegt 30 Kilometer nördlich von Paris zwischen dem Tal der Oise und dem Wald von Carnelle.


27.04.1763

Bei einem großen Treffen in der Nähe des Forts Detroit beschließen die Abgesandten mehrerer Algonkin-Stämme unter der Führung von Ottawa-Häuptling Pontiac den Aufstand gegen die britische Kolonialmacht an den Großen Seen.

Fort Pontchartrain du Détroit oder Fort Detroit war ein im Jahre 1701 vom französischen Offizier Antoine de la Mothe Cadillac errichtetes Fort, das bis 1796 bestand. Das Areal, auf dem sich früher das Fort befand, liegt heute in der US-amerikanischen Stadt Detroit, Michigan, zwischen der Larned Street, der Griswold Street und dem Civic Center.


27.04.1749

Zur Feier der Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs durch den Aachener Frieden lässt der britische König George II. im Londoner Green Park ein Feuerwerk veranstalten. Die anlässlich des Ereignisses uraufgeführte Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel wird mit Begeisterung aufgenommen.

Der Österreichische Erbfolgekrieg (1740–1748) brach aus, als nach dem Tod Kaiser Karls VI. seine Tochter Maria Theresia den österreichischen Erzherzogthron bestieg und mehrere europäische Fürsten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande bzw. das römisch-deutsche Kaisertum erhoben. Der Konflikt umfasst u. a. die ersten beiden Schlesischen Kriege und wuchs sich zu einem weltumspannenden Krieg aus.


27.04.1720

Am King's Theatre in London erfolgt in Anwesenheit von König George die Uraufführung der Oper Radamisto von Georg Friedrich Händel mit dem Libretto von Nicola Francesco Haym, der sich das Libretto L'Amor tirannico, o Zenobia von Domenico Lalli zum Vorbild genommen hat.

His Majesty’s Theatre, bis zum 6. Mai 2023 Her Majesty’s Theatre, ist ein Theater am Londoner Haymarket im Stadtbezirk West End.


27.04.1622

In der Schlacht bei Mingolsheim besiegen die vereinigten Heere Peter Ernsts II. von Mansfeld und Georg Friedrich von Baden-Durlach im Dreißigjährigen Krieg die Kaiserlichen unter Johann T’Serclaes von Tilly am Ohrenberg. Der Ort Mingolsheim gerät während der Schlacht in Brand und wird großteils zerstört.

Die Schlacht bei Mingolsheim fand am 27. April 1622 zwischen der Hauptmacht des Heeres der katholischen Liga unter persönlicher Führung Tillys und dem Heer des geächteten Pfalzgrafen Friedrich V. unter Führung Mansfelds statt. Der eigentliche Kampfplatz war am Ohrenberg, einem leicht ansteigenden Hügel südlich von Mingolsheim. Das Dorf Mingolsheim wurde zu Beginn des Treffens von pfälzisch-mansfeldischen Truppen angezündet und brannte größtenteils nieder.


27.04.1578

Im Kampf um die Gunst des französischen Königs Heinrich III. stehen sich – trotz königlichen Duellverbots – im Duell der Mignons, einem der bekanntesten Duelle der französischen Geschichte, drei „Mignons“ und drei weitere Mitglieder der königlichen Entourage gegenüber.

Heinrich III. von Frankreich, mit Taufnamen Alexandre-Édouard, Herzog von Anjou, auch Henri von Valois genannt, war 1573 und 1574 als Henryk Walezy gewählter König von Polen-Litauen und ab 1574 bis zu seinem Tod König von Frankreich. Er war der letzte Herrscher aus dem Haus Valois.


27.04.1522

In der Schlacht bei Bicocca setzen sich in Norditalien die Truppen Kaiser Karls V. gegenüber dem vom französischen König Franz entsandten Heer durch. Arkebusen und Artillerie der kleineren spanisch-habsburgischen Streitmacht sind entscheidend im Waffengang. Das Herzogtum Mailand gerät nach der Schlacht in den kaiserlichen Machtbereich.

Die Schlacht bei Bicocca war eine Schlacht am 27. April 1522 zwischen den Truppen des französischen Königs Franz I. und Kaiser Karls V. in Bicocca nördlich von Mailand.


27.04.1521

Auf der Philippinen-Insel Mactan wird der unter spanischer Flagge segelnde portugiesische Seefahrer und Entdecker Ferdinand Magellan während eines Kampfes gegen die einheimische Bevölkerung unter ihrem Häuptling Lapu-Lapu getötet. Juan Sebastián Elcano übernimmt nach dem Tod des Admirals die Leitung der Weltumrundung.

Die Geschichte der Philippinen umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik der Philippinen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Der Inselarchipel entstand vor ca. 38 Mio. Jahren durch geotektonische Kräfte. Er wird heute in zwei biogeographische Zonen eingeteilt, den Palawan-Busuanga-Mindoro-Archipel, der während der Eiszeiten bis vor 18.000 Jahren eine Landverbindung zu Borneo und den Sundainseln hatte, und den Luzon-Visayas-Mindanao-Archipel, der seit ca. 160.000 Jahren von den Landmassen Südostasiens getrennt ist. Der Inselarchipel war anders als früher angenommen niemals isoliert oder abgeschnitten vom Rest der Welt. Die ersten Gruppen der Gattung Homo erreichten den Archipel vor ca. einer Mio. Jahren, es war der Homo erectus. Die ersten modernen Menschen ließen sich wahrscheinlich schon vor ca. 70.000 Jahren auf dem Archipel nieder. Seit ca. 7000 Jahren waren die Philippinen einer beständigen Immigration und Besiedlung durch austronesische Völker ausgesetzt. Von den steinzeitlichen Filipinos ist bis heute im Wesentlichen wenig bekannt.


27.04.1509

Der zur Liga von Cambrai gehörende Papst Julius II. verhängt über die Republik Venedig ein Interdikt, um den Mitgliedern der Liga zu ermöglichen, ihr Territorium auf Kosten der Seerepublik zu erweitern.

Am 10. Dezember 1508 unterzeichneten in Cambrai die Vertreter des französischen Königs Ludwig XII. und Kaiser Maximilians I. einen Bündnisvertrag, dem sich Papst Julius II., der aragonesische König Ferdinand der Katholische, der ungarische König Vladislav II. und der englische König Heinrich VIII. anschlossen. Dieses Bündnis wird Liga von Cambrai genannt.


27.04.1296

In der Schlacht bei Dunbar, dem ersten Kampf der Schottischen Unabhängigkeitskriege, reiben die Truppen des englischen Königs Eduard das schottische Heer John Balliols weitgehend auf.

Die Schlacht bei Dunbar war eine Auseinandersetzung im Ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieg. Sie fand am 27. April 1296 bei Dunbar (Schottland) statt. Das schottische Heer unter John Comyn, 7. Earl of Buchan wurde von der englischen Armee unter John de Warenne, 6. Earl of Surrey besiegt.


27.04.0395

Rund drei Monate nach der Reichsteilung von 395 heiratet der oströmische Kaiser Arcadius Aelia Eudoxia, Tochter des Bauto. Möglicherweise wurde diese hastige Eheschließung vom Kämmerer Eutropios eingefädelt, um den Einfluss des Feldherrn Rufinus zu beschneiden, des Vormunds des jungen Kaisers, der seine Tochter mit Arcadius verheiraten wollte.

Unter der sogenannten Reichsteilung von 395 n. Chr. versteht man die nach dem Tod von Theodosius I. erfolgte Teilung des Imperium Romanum in eine westliche und eine östliche Hälfte, in der jeweils ein Kaiser residierte. Der erste oströmische Kaiser war Theodosius’ älterer Sohn Arcadius, der erste weströmische Kaiser sein jüngerer Sohn Honorius. Kaiserresidenz des Ostens war Konstantinopel, im Westen residierte der Hof zunächst in Mailand, später dann meist in Ravenna sowie vereinzelt auch in Rom.