Historische Ereignisse am Donnerstag, 29. Mai
69 bedeutende Ereignisse fanden am Donnerstag, 29. Mai statt — von 363 bis 2023. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Die Geschichte eines Tages spannt sich über Jahrtausende und verdeutlicht die wechselvolle Entwicklung von Gesellschaften und technologischen Fortschritt. Am 29. Mai 2010 gewann Lena Meyer-Landrut für Deutschland den Eurovision Song Contest mit dem Lied Satellite und schrieb damit deutsche Musikgeschichte, da dies dem Land zuletzt 1982 mit Nicole gelang. Im selben Jahr forderte der Tropische Sturm Agatha im Grenzgebiet zwischen Guatemala und Mexiko rund 180 Menschenleben und machte über 20.000 Menschen obdachlos, bevor sich der Wirbelsturm am folgenden Tag auflöste. Solche Ereignisse zeigen die Kontrastivität zwischen kulturellen Erfolgen und Naturkatastrophen, die an demselben Tag die Welt prägen können.
Ein Blick auf die europäische Geschichte offenbart tiefe Zäsuren in der politischen Entwicklung des Kontinents. 1934 wurde mit der Barmer Theologischen Erklärung in Wuppertal die Bekennende Kirche gegründet, um sich gegen die Gleichschaltung durch den Nationalsozialismus zu wehren. Dieses Ereignis markierte einen frühen organisierten Widerstand innerhalb Deutschlands. Jahrzehnte später, im Jahr 2005, lehnten französische Wähler die neue EU-Verfassung in einem Referendum ab, wobei 54,8 Prozent mit Nein stimmten, obwohl neun EU-Staaten die Ratifizierung bereits abgeschlossen hatten.
Der 29. Mai führt durch die Jahrtausende hindurch weitere bedeutende Entwicklungen vor Augen. Von antiken Schlachten bis zur Errichtung moderner Infrastruktur dokumentiert sich die menschliche Zivilisation durch einzelne Daten. Die Möglichkeit, solche Zusammenhänge zu erforschen, wird durch digitale Plattformen geboten, die detaillierte Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen für beliebige Daten und Orte bereitzustellen. DayAtlas bietet einen umfassenden Überblick über solche Zusammenhänge und ermöglicht es Nutzern, die Geschichten einzelner Tage vollständig nachzuvollziehen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 10. April.
29.05.2023
Ugandas Präsident Yoweri Museveni unterzeichnet ein Gesetz, das bei „schwerer Homosexualität“ die Todesstrafe vorsieht.
Uganda, amtlich Republik Uganda, ist ein seit 1962 unabhängiger Binnenstaat in Ostafrika. Hauptstadt und größte Stadt Ugandas ist Kampala. Mit einem nominellen Bruttosozialprodukt von 908 US$ pro Kopf/Jahr ist Uganda eines der ärmsten Länder der Welt.
29.05.2016
Bei schweren Unwettern in Bayern und Baden-Württemberg kommen vier Menschen ums Leben. Am schwersten trifft es den Ort Braunsbach, wo sich eine Schlammlawine durch den Ort ergießt.
Braunsbach ist eine Gemeinde in der fränkischen Region Hohenlohe im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.
29.05.2012
Die jahrelang unter Hausarrest stehende myanmarische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi bricht zu ihrer ersten Auslandsreise seit 24 Jahren ins benachbarte Thailand auf.
Myanmar, Vollform Republik der Union Myanmar, auch Burma oder Birma, ist ein Staat in Südostasien, der an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, den Nordosten Indiens, Bangladesch und den Golf von Bengalen grenzt.
29.05.2010
Beim Eurovision Song Contest gewinnt Lena Meyer-Landrut für Deutschland mit Satellite; dies gelang zuletzt 1982 Nicole mit Ein bißchen Frieden.
Der 55. Eurovision Song Contest fand vom 25. bis zum 29. Mai 2010 in der Telenor Arena im Ballungsraum der norwegischen Hauptstadt Oslo statt. Das Land war damit zum dritten Mal Veranstaltungsort, nachdem der norwegische Beitrag Fairytale von Alexander Rybak im Vorjahr den 54. Eurovision Song Contest in Moskau gewonnen hatte. 39 Länder nahmen teil. Alle drei Sendungen wurden von Erik Solbakken, Haddy N’jie und Nadia Hasnaoui moderiert. Der deutsche Beitrag Satellite, ein Lied der US-amerikanischen Songwriterin Julie Frost und des dänischen Komponisten John Gordon, wurde von der Sängerin Lena Meyer-Landrut vorgetragen und errang den Sieg beim Wettbewerb.
Der Tropische Sturm Agatha kostet rund 180 Menschen im Grenzgebiet zwischen Guatemala und Mexiko das Leben. Mindestens 20.000 Menschen werden obdachlos. Am folgenden Tag löst sich der Tropische Wirbelsturm auf.
Der Tropische Sturm Agatha war ein schwacher, dennoch katastrophaler tropischer Wirbelsturm, der weitreichende Überflutungen in Zentralamerika verursachte. Der Sturm forderte die höchste Zahl an Menschenleben im östlichen Pazifischen Ozean seit Hurrikan Pauline in der Pazifischen Hurrikansaison 1997. Der erste Sturm der Pazifischen Hurrikansaison 2010 hatte seinen Ursprung in der Innertropischen Konvergenzzone, einer Gewitterzone innerhalb der Tropen. Die entstandene Wetterstörung entwickelte sich am 29. Mai in ein tropisches Tiefdruckgebiet, das sich kurz zu einem tropischen Sturm mit maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und einem minimalen Luftdruck im Kern von 1000 hPa intensivieren konnte, sich aber bereits am 30. Mai über dem Festland in Guatemala auflöste. Vor der Auflösung gelangte Agatha am Abend des 29. Mai in der Nähe der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko über Land. Agatha führte ergiebigen Starkregen nach Zentralamerika, der in mehreren Staaten zu Personenschäden führte. Mindestens 180 Menschen kamen ums Leben. In Nicaragua starb ein Mensch. In Guatemala wurden mindestens 152 Personen getötet, über 100 waren vier Tage nach dem Landfall des Sturmes noch vermisst. Neun Menschenleben forderte der Sturm in El Salvador und mindestens 16 in Honduras.
29.05.2007
Russland testet eine neue Interkontinentalrakete vom Typ RS-24. Sie erreicht innerhalb einer Stunde nach dem Start in Plessezk das anvisierte Ziel auf der Halbinsel Kamtschatka mit erwarteter Treffergenauigkeit.
Interkontinentalraketen oder auch Langstreckenraketen sind ballistische Raketen hoher Reichweite. Ihr Einsatzzweck ist in erster Linie militärisch als Raketenwaffe. Interkontinentalraketen sind das wichtigste Trägermittel für Kernwaffen. Nach Lesart der SALT-II-Verträge sind ICBM alle ballistischen Raketen, deren Reichweite 5.500 km überschreitet. Unter der Abkürzung ICBM werden üblicherweise landgestützte Systeme verstanden. Seegestützte Interkontinentalraketen bezeichnet man als Submarine-launched ballistic missile (SLBM). Nach dem raketengetriebenen Start erreicht das Projektil den erdnahen Weltraum, der weitgehend antriebslos auf einer ballistischen Bahn bis zum Ziel durchflogen wird; die typische Reichweite beträgt 5.500 bis 15.000 km. Die Entwicklung dieser Waffensysteme war durch den Kalten Krieg zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion veranlasst. 1957 startete die erste funktionsfähige Interkontinentalrakete, eine sowjetische Entwicklung, löste damit den Sputnikschock aus und eröffnete einen neuen Rüstungswettlauf zwischen den Supermächten. In der Folgezeit wurde vor allem mit Interkontinentalraketen das Gleichgewicht des Schreckens aufgebaut. Versagt die Abschreckung und kommt es zu einem globalen Atomkrieg, kann sich der Mensch zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte selbst vernichten. Seit Jahrzehnten bilden Interkontinentalraketen den Kern der Atomstreitkräfte der Nuklearmächte.
29.05.2005
Frankreichs Wähler lehnen die neue EU-Verfassung in einem Referendum mit 54,8 % Nein-Stimmen ab. Allerdings haben neun EU-Staaten die Ratifizierung bereits abgeschlossen.
Frankreich, amtlich la République française, ist ein interkontinentaler Einheitsstaat in Westeuropa mit Überseegebieten. Sein Staatsgebiet befindet sich auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Asien.
29.05.2001
In Afghanistan bestimmt Mohammed Omar, der Anführer der Taliban, per Dekret, dass Sikhs und Hindus eine gelbe Erkennungsmarke tragen müssen.
Afghanistan ist ein Binnenstaat an der Schnittstelle von Südasien, Zentralasien und Vorderasien, der an Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan grenzt. Drei Viertel des Landes bestehen aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen.
29.05.2000
Nachdem am 19. Mai das gesamte Kabinett von Fidschi bei einem Putsch durch George Speight als Geiseln genommen worden ist, und Präsident Kamisese Mara zurückgetreten ist, erklärt sich der Chef der Streitkräfte, Frank Bainimarama, zum interimistischen Staatsoberhaupt mit dem Ziel, den Putsch niederzuschlagen.
Fidschi, offiziell Republik Fidschi, ist ein Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien. Fidschi ist mit knapp einer Million Einwohner der bevölkerungsreichste Staat Ozeaniens nach Australien und Neuseeland. Mehr als drei Viertel der Einwohner leben auf der Hauptinsel Viti Levu.
29.05.1999
Nigeria wird zur Bundesrepublik mit Präsidialdemokratie, Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo.
Nigeria [niˈgeːʁi̯a] ist ein Bundesstaat in Westafrika. Es ist mit etwa 230 Millionen Einwohnern (2024) mit Abstand das bevölkerungsreichste Land Afrikas und weltweit das Land mit der sechstgrößten Bevölkerung. Im Zeitraum von 1989 bis 2019 hat sich die Bevölkerungszahl des Landes verdoppelt; weiterhin steigt diese stark.
29.05.1993
In Solingen werden durch einen fremdenfeindlichen Brandanschlag auf ein Wohnhaus fünf türkische Frauen und Mädchen getötet.
Solingen ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Bergischen Land und zum Bergischen Städtedreieck und ist Bestandteil der Metropolregion Rheinland und des Landschaftsverbands Rheinland.
29.05.1992
Mit dem Beitritt zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds vollzieht die Schweiz einen entscheidenden Schritt in den Multilateralismus. Dadurch werden ihre Beziehungen zu den Institutionen von Bretton Woods normalisiert und ihre Position als neutraler Staat in der internationalen Gemeinschaft gestärkt.
Die Weltbank bezeichnet im weiten Sinne die in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. angesiedelte Weltbankgruppe, eine multinationale Entwicklungsbank. Die Weltbankgruppe hatte ursprünglich den Zweck, den Wiederaufbau der vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Staaten zu finanzieren.
29.05.1991
Auf dem SPD-Bundesparteitag wird Björn Engholm zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Nachfolger von Hans-Jochen Vogel erhält 97,4 % der Stimmen der Delegierten.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine politische Partei in Deutschland. Sie gilt als älteste noch bestehende deutsche Partei.
29.05.1990
Boris Jelzin wird zum Vorsitzenden der kollektiven Regierung der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, der größten sowjetischen Teilrepublik, gewählt.
Boris Nikolajewitsch Jelzin war ein sowjetischer bzw. russischer Politiker. Von 1991 bis 1999 war er der erste Präsident Russlands, das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands.
In Paris kommen 40 Staaten, die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank überein, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ins Leben zu rufen.
Die Europäische Kommission, kurz EU-Kommission, ist ein supranationales Organ der Europäischen Union (EU). Im politischen System der EU nimmt sie vor allem Aufgaben der Exekutive wahr und entspricht damit der Regierung in staatlichen Systemen. Sie hat jedoch noch weitere Funktionen: So überwacht sie als „Hüterin der Verträge“ etwa die Einhaltung des Europarechts durch die EU-Mitgliedstaaten und kann gegebenenfalls Klage gegen einen EU-Staat beim Europäischen Gerichtshof erheben. Zudem hat sie, bis auf einige in den EU-Verträgen genannte Fälle, das alleinige Initiativrecht im EU-Gesetzgebungsverfahren.
29.05.1988
Mit dem Teilstück Fulda–Würzburg der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg geht in Deutschland die erste neu gebaute Schnellfahrstrecke für den Eisenbahnverkehr in Betrieb.
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ist eine 327 Kilometer lange zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahn-Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Würzburg. Die zwischen 1973 und 1991 errichtete Trasse war das längste zusammenhängende Neubauprojekt der Deutschen Bundesbahn. Die Gesamtkosten betrugen knapp 11,9 Milliarden Deutsche Mark.
29.05.1986
Die neu übernommene Europaflagge wird erstmals zu den Klängen der Europahymne vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel aufgezogen.
Die Europaflagge zeigt zwölf goldene, fünfzackige Sterne im Kreis angeordnet auf blauem Hintergrund. Sie wurde 1955 vom Europarat als europäische Flagge eingeführt und 1986 von den Europäischen Gemeinschaften als Symbol für all ihre Institutionen übernommen. Heute ist sie als Symbol der Europäischen Union sehr bekannt, wird aber auch von anderen europäischen Staaten verwendet, die nicht Mitglied der EU sind.
29.05.1985
Vor dem Fußball-Endspiel im Europapokal der Landesmeister im Brüsseler Heysel-Stadion zwischen Juventus Turin und dem FC Liverpool kommt es durch Ausschreitungen von Hooligans zur Massenpanik. 39 Menschen kommen bei der Katastrophe von Heysel ums Leben, über 200 werden verletzt.
Die UEFA Champions League [uˈeːfa ˈtʃæmpiənz liːg] ist ein Wettbewerb für europäische Fußball-Vereinsmannschaften der Männer. Ausgetragen wird sie, wie die UEFA Europa- und UEFA Conference League, unter dem Dach des Europäischen Fußballverbandes UEFA. Die Bezeichnung gilt seit der Saison 1992/93, von 1955 bis 1992 wurde das Turnier als Europapokal der Landesmeister ausgetragen. Der Gewinn der Champions League zählt zu den prestigeträchtigsten Erfolgen im Profifußball und ist der größtmögliche Erfolg im europäischen Vereinsfußball.
29.05.1974
In Israel löst Jitzchak Rabin die zurückgetretene Golda Meir als Ministerpräsident, Schimon Peres den bisherigen Verteidigungsminister Mosche Dajan ab.
Israel, amtlich Staat Israel, ist ein Staat in Vorderasien an der Ostküste des Mittelmeers. Israel ist der einzige Staat der Erde mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung und versteht sich gemäß seinem Nationalstaatsgesetz als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“. De facto ist Israel jedoch ein multiethnischer Staat, in dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung Nichtjuden sind.
29.05.1970
Der ehemalige argentinische Präsident Pedro Eugenio Aramburu wird von einer peronistischen Gruppe entführt und einige Tage danach ermordet.
Liste der Präsidenten von Argentinien seit der Unabhängigkeit des Landes.
29.05.1967
Im englischen Ort Spalding in Lincolnshire findet das Pop-Konzert Barbeque 67 statt. In der Tulip Bulb Action Hall treten vor rund 4000 Menschen sechs der führenden Rock- und R&B-Gruppen des Jahres auf, unter ihnen Pink Floyd, Eric Clapton und Jimi Hendrix.
Spalding ist eine Stadt am Welland im Distrikt South Holland in der Grafschaft Lincolnshire, England. Am bekanntesten ist die Stadt als Anbaugebiet für Gemüse und Blumen, insbesondere Tulpen, und ihre jährliche Blumenparade.
29.05.1966
Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt wird eröffnet. Mit rund 105.000 Plätzen ist es eine der größten Fußballarenen auf der Erde.
Das Aztekenstadion ist ein Fußballstadion im Stadtteil Coyoacán der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die am 29. Mai 1966 eröffnete Spielstätte bot vor Beginn der Renovierung 81.070 überdachte Sitzplätze. Das Stadion ist seit der Eröffnung die Heimat des Fußballvereins Club América. Der CD Cruz Azul nutzte die Anlage von 1971 bis 1996 und von 2018 bis 2023. Es ist eines der weltweit größten Fußballstadien. Die Sportstätte war als einzige zweimal Austragungsort eines Eröffnungs- und Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft und ist mit 19 Spielen häufigster Austragungsort von WM-Spielen. Michael Jackson füllte es 1993 bei Konzertauftritten fünfmal nacheinander mit jeweils 100.000 Zuschauern. Das Stadion ist im Besitz des mexikanischen Multimediakonzerns Grupo Televisa, der auch Eigentümer der Fußballvereine Club América, Club Necaxa und San Luis FC ist.
29.05.1963
In Oslo eröffnet das Munch-Museum, das die nachgelassenen Werke des Malers und Grafikers Edvard Munch aufbewahrt.
Das Munch-Museum – seit 2020 als MUNCH vermarktet – in Oslo, Norwegen, ist ein Kunstmuseum, das die nachgelassenen Werke Edvard Munchs enthält, die der weltberühmte Maler und Grafiker 1940 der Stadt Oslo vermachte. Mit gut 26 000 Quadratmetern und elf Ausstellungsgalerien auf dreizehn Stockwerken ist es eines der weltweit größten Museen, das nur einem einzigen Künstler gewidmet ist.
29.05.1958
Das Parteiorgan Neues Deutschland berichtet über das von der Volkskammer beschlossene Gesetz zur Verbesserung der Lebenslage. Unter anderem endet damit die Lebensmittelrationierung in der DDR.
Das nd ist eine überregionale Tageszeitung mit Leserschwerpunkt in Ostdeutschland. Die Zeitung mit Sitz in Berlin versteht sich als links-pluralistische Tageszeitung.
29.05.1957
Den Mitgliedern der österreichischen Broad-Peak-Expedition; Fritz Wintersteller, Marcus Schmuck, Kurt Diemberger und Hermann Buhl gelingt die Erstbesteigung des Broad Peak-Vorgipfels. Den Hauptgipfel erreichen sie aufgrund der späten Uhrzeit nicht mehr, sondern erst in einem erneuten Anlauf am 9. Juni.
Der Broad Peak ist mit 8051 m Höhe einer der vierzehn Achttausender und der zwölfthöchste Berg der Erde. Er liegt im Karakorum auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Er zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Sein nördlicher Nachbar ist der K2, von dem er nur durch den Godwin-Austen-Gletscher getrennt ist.
29.05.1954
Im Hotel de Bilderberg im niederländischen Oosterbeek beginnt die erste der bis heute streng geheim gehaltenen Bilderberg-Konferenzen als privates Treffen hochgestellter Persönlichkeiten.
Das Hotel de Bilderberg ist ein Hotel in Oosterbeek in den Niederlanden.
29.05.1953
Edmund Hillary und Tenzing Norgay gelingt die Erstbesteigung des Mount Everest.
Sir Edmund Percival Hillary, KG, KBE war ein neuseeländischer Bergsteiger. Zusammen mit dem nepalesischen Bergsteiger Tenzing Norgay, einem Sherpa, gelang ihm am 29. Mai 1953 die Erstbesteigung des Mount Everest, des höchsten Berges der Erde.
29.05.1949
Der Vorsitzende der KPD, Max Reimann, wird auf Anordnung der britischen Besatzungsmacht in Paderborn verhaftet.
Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) war eine zum Jahreswechsel 1918/19 in der Weimarer Republik, aus dem Spartakusbund hervorgegangene, gegründete politische Partei. Auf Grundlage ihrer marxistischen und später marxistisch-leninistischen Ideologie lehnte sie die Demokratie der Weimarer Republik ab und versuchte deren politisches System, teils kämpferisch, zu überwinden. Die KPD war Gründungsmitglied der Kommunistischen Internationalen (Komintern) und entwickelte sich als deren Mitglied schrittweise zur Partei neuen Typus. Um ihren langjährigen de facto-Vorsitzenden Ernst Thälmann baute sie als nun agierende Kaderpartei einen Personenkult auf. Im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung und dem damit verbundenen Ende der Weimarer Republik wurden die Mandate der Partei aberkannt, ihre Strukturen zerschlagen und die Partei in den Untergrund gedrängt.
29.05.1947
Die britische und die US-amerikanische Militärregierung in Deutschland schließen ein Abkommen über das Errichten eines Wirtschaftsrates für die Bizone. Seine Hauptaufgabe ist die Verbesserung der Versorgungslage in beiden Besatzungszonen. Er kann Gesetze erlassen, die der Zustimmung der Militärregierung bedürfen.
Die Control Commission for Germany (British Element) (deutsch „Kontrollkommission für Deutschland (Britischer Teil)“, CCG/BE) war die Militärregierung der britischen Besatzungszone im besetzten Deutschland von 1945 bis 1949.
29.05.1945
Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann hält in der Library of Congress zunächst in englischer Sprache die Rede Deutschland und die Deutschen. Die deutsche Fassung wird im Oktober in der Zeitschrift Neue Rundschau veröffentlicht. Es handelt sich um eine essayistische Begleitarbeit zum umfangreichen Zeitroman Doktor Faustus.
Paul Thomas Mann war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
29.05.1942
In den Decca-Studios in New York City nehmen Bing Crosby und andere Mitwirkende Irving Berlins Komposition White Christmas auf. Der Song wird sich kommerziell zur weltweit erfolgreichsten Weihnachts-Single entwickeln.
Decca Records ist ein britisches Plattenlabel, dessen im August 1934 in den USA gegründeter Ableger dort zu den Major-Labels gehörte.
29.05.1940
Beim Begräbnis des während des Westfeldzuges gefallenen Wilhelm Prinz von Preußen kommt es in Potsdam mit etwa 50.000 Teilnehmern zur größten spontanen und unorganisierten Demonstration während des Dritten Reiches. Diese Demonstration wird zum Auslöser von Hitlers sogenanntem „Prinzenerlass“.
Der Westfeldzug der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, unter Bezug auf das Hauptziel auch Frankreichfeldzug genannt, war die überraschend schnell erfolgreiche Offensive vom 10. Mai bis 25. Juni 1940 gegen Frankreich und die dortigen britischen Expeditionstruppen (Fall Rot), unter Verletzung der Neutralität aller dazwischenliegenden Beneluxstaaten (Fall Gelb). Die Nordflanke der Offensive wird auch als Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg bezeichnet.
29.05.1935
Das französische Passagierschiff Normandie tritt seine Jungfernfahrt an. Der Ozeanriese ist fünf Jahre lang weltgrößtes Schiff.
Die Normandie war ein 1935 in Dienst gestelltes französisches Passagierschiff der Compagnie Générale Transatlantique (CGT), im Ausland auch als French Line bekannt. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung das größte Schiff der Welt und im Lauf ihrer Dienstzeit wiederholt Trägerin des Blauen Bandes. Bis heute gilt sie aufgrund ihres Aufsehen erregenden Designs im Art-déco-Stil und ihres besonders großzügigen Raumangebots für die Erste Klasse sowie der klaren Linien ihrer äußeren Form als ein Meilenstein des Passagierschiffbaus. Häufig ist von ihr als dem „perfekten Passagierschiff“ die Rede. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff von der US-Marine requiriert und in USS Lafayette (AP-53) umbenannt. Nach einem Brand beim Umbau zu einem Truppentransporter sank es am Kai im Hafen von New York.
29.05.1934
Mit der Barmer Theologischen Erklärung wird in Wuppertal auf der ersten Barmer Bekenntnissynode vom 29. bis zum 31. Mai die Bekennende Kirche innerhalb der evangelischen Kirche Deutschlands gegründet, um sich gegen die Gleichschaltung und Beeinflussung der Kirche durch den Nationalsozialismus zu wehren.
Die Barmer Theologische Erklärung war das theologische Fundament der Bekennenden Kirche (BK) in der Zeit des Nationalsozialismus. Ihr Hauptautor war der reformierte Theologe Karl Barth, Mitautoren waren die lutherischen Theologen Thomas Breit und Hans Asmussen. Die Barmer Bekenntnissynode nahm den mehrfach überarbeiteten Text am 31. Mai 1934 als verbindliches Bekenntnis aller lutherischen, reformierten und unierten Mitgliedskirchen der DEK an. Entscheidender Kernsatz ist die Aussage:
29.05.1932
Mit einem Motorradrennen vor 45.000 Zuschauern wird der Hockenheimring eröffnet.
Der Hockenheimring Baden-Württemberg ist eine Motorsport-Rennstrecke in der kurpfälzischen Stadt Hockenheim südlich von Mannheim. Er liegt in der westlichen Schwetzinger Hardt.
29.05.1921
Bei einer Volksabstimmung in Salzburg entfallen 99,5 % der Stimmen auf den Anschluss an das Deutsche Reich. Die Abstimmung hat jedoch keine Folgen.
Salzburg ist die Landeshauptstadt des gleichnamigen Landes der Republik Österreich. Sie liegt im Salzburger Becken und ist nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs.
29.05.1919
Eine von Arthur Eddington geleitete Expedition misst bei einer Sonnenfinsternis die Ablenkung von Sternenlicht durch die Schwerkraft – der erste experimentelle Nachweis für Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie.
Sir Arthur Stanley Eddington war ein britischer Astrophysiker. Er war der Erste, dem die Modellierung des inneren Aufbaus von Sternen gelang. Um 1920 ahnte er die Entdeckung und den Mechanismus der Kernfusion in Sternen voraus. Zu jener Zeit war die Quelle stellarer Energie noch ein Mysterium, und Eddington spekulierte als erster, dass diese der Fusion von Wasserstoff zu Helium entsprang. Weitere Schwerpunkte seiner Forschungen waren Dynamik der Sternbewegungen, astronomische Anwendungen der Relativitätstheorie und die Philosophie der Naturwissenschaften.
29.05.1918
Die finnische Nationalflagge wird per Gesetz eingeführt.
Finnland, amtlich Republik Finnland, ist eine parlamentarische Republik in Nordeuropa, seit 1995 Mitglied der Europäischen Union und seit 2023 Mitglied der NATO. Finnland grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee.
29.05.1914
Der Passagierdampfer Empress of Ireland, unterwegs von Québec nach Liverpool, wird im dichten Nebel bei Pointe-au-Père vom Kohlefrachter Storstad gerammt und sinkt – über 1000 Menschen sterben.
Die RMS Empress of Ireland war ein 1906 in Glasgow gebautes Passagierschiff der Canadian Pacific Railway bzw. ihrer Reederei Canadian-Pacific Navigation Co. Sie fuhr ab Juni 1906 im regelmäßigen Liniendienst im Nordatlantik zwischen Québec (Kanada) und Liverpool (England). Am 29. Mai 1914 sank sie nach einer Schiffskollision im Sankt-Lorenz-Strom. Dabei kamen 1.012 Menschen ums Leben. Der Untergang der Empress of Ireland ist damit die zivile Schiffskatastrophe mit dem drittgrößten Verlust an Menschenleben vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, sowie das bis heute schwerste maritime Unglück in der Geschichte Kanadas.
29.05.1913
Bei der Uraufführung der von Igor Strawinsky für die Ballets Russes Sergei Djagilews komponierten Ballettmusik Le sacre du printemps in Paris kommt es zu einem Skandal. Nur der stoischen Ruhe des Dirigenten Pierre Monteux ist es zu verdanken, dass die Aufführung überhaupt zu Ende gespielt werden kann. Der Skandal macht Strawinski endgültig berühmt, die Reaktionen verletzen ihn allerdings sehr; er gibt vor allem Vaslav Nijinsky die Schuld, der das Werk aus seiner Sicht choreographisch nicht bewältigen konnte.
Igor Strawinsky war ein französisch-US-amerikanischer Komponist und Dirigent russischer Herkunft. Er war einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Musik.
29.05.1900
Die Franzosen gründen in Afrika das Fort Lamy. Es entwickelt sich zur Hauptstadt des Tschad und wird später in N’Djamena umbenannt.
Die Zeit des Kolonialismus begann für Frankreich mit dem Erwerb der ersten Kolonien Mitte des 16. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wurde Frankreich zur zweitgrößten Kolonialmacht der Welt. Nach 1945 zerfiel das französische Kolonialreich rasch. Der Auflösungsprozess beschleunigte sich in den 1950er Jahren. Allein im „Afrikanischen Jahr“ 1960 wurden 14 französische Kolonien unabhängig.
29.05.1898
Das erste Denkmal für den 1896 verstorbenen Komponisten Anton Bruckner wird in Steyr enthüllt.
Das Bruckner-Denkmal in Steyr wurde 1898 enthüllt und ist somit das älteste Denkmal für den Komponisten. Der Entwurf stammt von Fritz Zerritsch dem Älteren, der dafür eine Bruckner-Büste von Viktor Tilgner verwendete. Es befindet sich am Bruckner-Platz nahe der Stadtpfarrkirche und steht unter Denkmalschutz.
29.05.1895
Japanische Truppen landen in Keelung auf der ihnen von China abgetretenen Insel Taiwan, um die dort ausgerufene Republik Formosa zu bekämpfen.
Keelung ist eine kreisfreie Hafenstadt im Nordosten von Taiwan.
29.05.1886
Der Neubau der die Themse überspannenden Londoner Putney Bridge wird eröffnet. Die Brücke ist als Startpunkt des jährlichen Boat Race zwischen den Ruderern der Universitäten Oxford und Cambridge international bekannt.
Die Themse ist ein durch Südengland fließender Fluss, der London mit der Nordsee (Mündung) verbindet. Nach dem Severn ist die Themse mit 346 km der zweitlängste Fluss in Großbritannien.
29.05.1865
In Kiel wird die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet.
Kiel ist die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Mit 252.668 Einwohnern ist sie dessen bevölkerungsreichste Stadt. Als Holstenstadt tom Kyle im 13. Jahrhundert gegründet, wurde sie im Jahr 1900 zur Großstadt. Heute ist Kiel die nördlichste Großstadt Deutschlands und gehört zu den 30 größten Städten Deutschlands. Die Stadt ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Kiel-Region.
29.05.1848
Wisconsin wird der 30. Bundesstaat der USA.
Wisconsin ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Regionen der Großen Seen und des oberen Mittleren Westens. Er grenzt im Westen an Minnesota, im Südwesten an Iowa, im Süden an Illinois, im Osten an den Michigansee, im Nordosten an Michigan und im Norden an den Lake Superior. Mit einer Bevölkerung von etwa 6 Millionen Einwohnern und einer Fläche von knapp 170.000 km² ist Wisconsin der 20. größte Bundesstaat nach Einwohnerzahl und der 23. größte nach Fläche.
29.05.1825
Karl X. lässt sich in Reims zum französischen König krönen.
Karl X. Philipp aus dem Haus Bourbon war König von Frankreich von 1824 bis 1830. Er war ein jüngerer Bruder der französischen Könige Ludwig XVI. und Ludwig XVIII. Als Prinz war er vor seiner Thronbesteigung als Graf von Artois bekannt. Nach dem Ausbruch der Französischen Revolution (1789) ging er ins Exil und leitete gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig XVIII. die Unternehmungen der Emigranten gegen die neu etablierte Erste Französische Republik und später gegen Napoleon Bonaparte. Seit der Restauration der Bourbonen mit der Thronbesteigung Ludwigs XVIII. 1814/15 stand Karl an der Spitze der Ultraroyalisten, die im politischen Spektrum die äußerste Rechte bildeten. Am 16. September 1824 folgte er Ludwig XVIII. auf den Thron. Er war der letzte Herrscher Frankreichs, der den Titel „König von Frankreich und Navarra“ führte. Karl X. wurde infolge seiner klerikal-reaktionären Politik und seiner Bestrebungen zur Wiedereinführung der absoluten Monarchie 1830 durch die Julirevolution gestürzt. Damit war die bourbonische Hauptlinie dauerhaft von der Macht in Frankreich verdrängt. Karls Nachfolger Louis-Philippe I. führte den Titel „König der Franzosen“. Der gestürzte König musste zum zweiten Mal ins Exil gehen; er lebte zunächst in England und anschließend in Prag.
29.05.1814
Die Franzosen unter dem Befehl von Louis-Nicolas Davout übergeben die seit 30. Mai 1813 gehaltene Stadt Hamburg an die Koalitionstruppen unter Levin August von Bennigsen. Damit endet die Hamburger Franzosenzeit endgültig.
Louis-Nicolas d’Avout, genannt Davout, in älteren Texte auch Davoust oder Davoût, war ein französischer Offizier in der Zeit der Revolutionskriege, Pair und Maréchal d’Empire. Durch Napoleon zum prince d’Eckmühl und duc d’Auerstaedt erhoben, gilt er als einer der besten Generale Napoleons. Wegen seiner Strenge und Disziplin erhielt er den Beinamen „der eiserne Marschall“ und wegen seines brutalen Regiments als Generalgouverneur der Hanseatischen Departements mit Sitz in Hamburg (1813–1814) nannte man ihn den „Robespierre von Hamburg“.
29.05.1813
Die Optische Telegrafenlinie Metz–Mainz nach dem System Claude Chappes wird eröffnet. Wichtige Nachrichten werden in codierter Form über Signalstationen weitergemeldet, sofern eine vom Wetter unbeeinträchtige Sichtverbindung herrscht.
Die optische Telegrafenlinie von Metz nach Mainz wurde am 29. Mai 1813 eröffnet.
29.05.1809
In der zweiten Schlacht am Bergisel besiegt Andreas Hofer die mit den Franzosen verbündeten Bayern.
Die vier Schlachten am Bergisel im Jahre 1809 waren Teil des Tiroler Volksaufstandes unter Führung von Andreas Hofer, die gegen die napoleonischen Franzosen und ihre Verbündeten, die Bayern, am Bergisel bei Innsbruck geführt wurden. Im Gegensatz zu heute bezeichnete man auch die Berghänge von der Sillschlucht bis zum Anstieg nach Natters als Bergisel.
29.05.1807
Auf Druck der Janitscharen wird Selim III., seit 1789 reformwilliger Herrscher des Osmanischen Reiches, entthront und verhaftet.
Die Janitscharen waren im Osmanischen Reich die Elitetruppe der Armee. Sie stellten die Leibwache des Sultans und erreichten höchste Positionen im osmanischen Staatswesen. Die Truppen hatten ihren Ursprung im 14. Jahrhundert und wurden 1826 aufgelöst.
29.05.1790
Rhode Island tritt als 13. Bundesstaat den Vereinigten Staaten von Amerika bei.
Rhode Island ist ein Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Region Neuengland. Er grenzt im Westen an Connecticut, im Norden und Osten an Massachusetts und im Süden über den Rhode Island Sound und den Block Island Sound an den Atlantischen Ozean. Außerdem teilt er sich eine kleine Seegrenze mit New York östlich von Long Island. Rhode Island ist flächenmäßig der kleinste Bundesstaat der USA und mit etwas mehr als 1,1 Millionen Einwohnern der siebtkleinste nach Einwohnerzahl. Die Bevölkerung des Bundesstaates ist jedoch seit 1790 in jeder zehnjährlichen Volkszählung kontinuierlich gewachsen, und Rhode Island ist nach New Jersey auf Platz zwei der am dichtesten besiedelten Bundesstaaten. Der Name stammt von der gleichnamigen Insel im Zentrum der Narragansett Bay, obwohl der größte Teil seiner Landfläche auf dem von Wäldern und Seen geprägten Festland liegt. Hauptstadt und mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt des Staates ist Providence, in dessen Ballungsgebiet der Großteil der Gesamtbevölkerung lebt. Die größte Stadt an der Küste ist Newport.
29.05.1780
Im Gefecht von Waxhaw besiegen britische Kavalleristen unter dem Befehl von Banastre Tarleton eine Einheit der Kontinentalarmee Virginias.
Das Gefecht von Waxhaw war ein Gefecht zwischen britischen und amerikanischen Truppen während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, das am 29. Mai 1780 in Lancaster, South Carolina, ausgetragen wurde.
29.05.1724
Pietro Francesco Orsini wird nach einem Konklave von 70 Tagen Dauer zum Papst gewählt und nimmt den Namen Benedikt XIII. an.
Als Papstwahl wird die Wahl des Bischofs von Rom, der als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, bezeichnet. Eine Wahl wird nach Eintreten der Sedisvakanz notwendig, wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat. Das Wahlgremium besteht aus den wahlberechtigten Kardinälen, die sich im Konklave versammeln. Seit 1878 findet das Konklave in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.
29.05.1692
Die französische Flotte wird zur Zeit des Pfälzischen Erbfolgekriegs in den Seeschlachten von Barfleur und La Hougue von den Engländern und Niederländern drastisch dezimiert.
Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.
29.05.1660
In England wird mit dem Einzug von König Karl II. in London an seinem 30. Geburtstag die Monarchie wieder eingeführt.
Die Geschichte Englands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet England, des bevölkerungsreichsten Landesteils des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen, welche die Existenz des damaligen Britanniens belegen, sind Berichte von Caesar über seine Landung im Jahr 55 v. Chr. Die Bezeichnung „England“ stammt aus der Zeit nach der Einwanderung der Angelsachsen. Nachdem zunächst Wales in den Herrschaftsraum Englands eingegliedert worden war, aber vor allem nach der Besteigung des englischen Throns durch Jakob VI. von Schottland im Jahr 1603, wurde es immer schwieriger, zwischen englischer und britischer Geschichte zu unterscheiden. Durch die Vereinigung mit dem Königreich Schottland 1707 ging das Königreich England im Königreich Großbritannien auf. Das englische Parlament in London übernahm die Rolle des Parlaments von Großbritannien.
29.05.1613
Schwere Gewitter lösen die Thüringer Sintflut aus. Die Naturunbilden sind für den Tod von 2.261 Menschen verantwortlich.
Die so genannte Thüringer Sintflut war eine Flutkatastrophe im Jahr 1613, in deren Verlauf Teile Thüringens von einem Hochwasser betroffen waren.
29.05.1555
Der Friede von Amasya beendet den Osmanisch–Safawidischen Krieg, der von 1532 bis 1555 dauerte, und sichert den Frieden zwischen dem Osmanischen und dem Perserreich für die folgenden 20 Jahre.
Der Friede von Amasya wurde am 29. Mai 1555 zwischen Schah Tahmasp I. von Persien und dem Sultan des Osmanischen Reichs, Süleyman I. in der nordanatolischen Stadt Amasya geschlossen. Der Friedensvertrag beendete den Osmanisch–Safawidischen Krieg, der von 1532 bis 1555 dauerte, und sicherte den Frieden für die folgenden 20 Jahre.
29.05.1529
Weil er in der katholischen Grafschaft Uznach die Reformation gepredigt hatte, wird der reformierte Pfarrer Jakob Kaiser in Schwyz auf dem Scheiterhaufen als Ketzer verbrannt. Die Hinrichtung wird ein weiterer Auslöser für den Ersten Kappelerkrieg.
Die römisch-katholische Kirche ist die größte Kirche der Christenheit mit ca. 1,3 bis 1,4 Milliarden Mitgliedern. Die weitaus meisten davon gehören der lateinischen oder Westkirche an. Dazu kommen weitere 23 Teilkirchen eigenen Rechts und mit eigenem Ritus, die so genannten katholischen Ostkirchen. Nach anderem, beispielsweise in Österreich vorherrschendem Sprachgebrauch wird die Gesamtheit „katholische Kirche“ genannt, während die Bezeichnung „römisch-katholisch“ nur für die lateinische Kirche verwendet und den anderen, etwa „griechisch-katholischen“ oder „armenisch-katholischen“ Rituskirchen gegenübergestellt wird.
29.05.1500
Vor dem Kap der Guten Hoffnung versinken vier Schiffe der von Pedro Álvares Cabral geleiteten zweiten portugiesischen Indien-Expedition, wobei auch Bartolomeu Dias ums Leben kommt.
Das Kap der Guten Hoffnung ist ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas. Politisch gehört es zur Provinz Westkap der Republik Südafrika. Es liegt im Nationalpark Tafelberg.
29.05.1453
Die Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen unter Mehmed II. nach knapp zweimonatiger Belagerung besiegelt den Untergang des Byzantinischen Reichs.
Die Stadt Konstantinopel wurde von dorischen Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet. Am 11. Mai 330 n. Chr. machte sie der römische Kaiser Konstantin der Große zu seiner Hauptresidenz, baute sie großzügig aus und benannte sie offiziell in Nova Roma um. In der Spätantike beanspruchte die Stadt auch den Rang als „Zweites Rom“. Nach dem Tod Konstantins 337 wurde die Stadt offiziell in Constantinopolis umbenannt. Sie war seit Theodosius I. die Hauptstadt des in moderner Zeit nach ihr benannten Byzantinischen Reichs und blieb dies – abgesehen von der Eroberung im Vierten Kreuzzug – ununterbrochen bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453. Unter den Namen Kostantiniyye / قسطنطينيه und استانبول / Istānbūl war es dann bis 1922 die Hauptstadt des Osmanischen Reichs.
In der Hagia Sophia in Konstantinopel wird das vermutlich erste muslimische Salāt nach dem Fall der Stadt gehalten.
Die Hagia Sophia oder Sophienkirche befindet sich in Eminönü, einem Stadtteil im europäischen Teil Istanbuls. Die von 532 bis 537 n. Chr. erbaute ehemalige byzantinische Kirche wurde von 1453 bis 1935 – und wird wieder seit 2020 – als Moschee genutzt. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum.
29.05.1418
Im Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons gelingt den Burgundern die Einnahme von Paris, unterstützt von Stadtbewohnern, die dem Offizier Jean de Villiers de L’Isle-Adam ein Stadttor öffnen.
Der Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons war eine Auseinandersetzung in den Jahren 1410 bis 1419, die Frankreich, das sich zusätzlich mit England im Hundertjährigen Krieg befand, verwüstete.
29.05.1328
Philipp VI. wird zum König von Frankreich gekrönt.
Philipp VI. war von 1328 bis 1350 König von Frankreich.
29.05.1176
Ein lombardisches Heer besiegt die Streitmacht des Kaisers Friedrich I. Barbarossa in der Schlacht von Legnano.
Der Lombardenbund war ein hochmittelalterlicher Städtebund in Oberitalien. Er wurde 1167 als Abwehrreaktion gegenüber der erstarkten Italienpolitik der römisch-deutschen Kaiser aus dem Hause der Staufer gegründet und 1250 mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. obsolet und deswegen aufgelöst.
29.05.1157
Mit dem Kloster Balamand in der Grafschaft Tripolis errichten die Zisterzienser ihre erste Abtei außerhalb Europas.
Das Kloster Balamand wurde zunächst unter dem Namen Belmont von den Zisterziensern 1157 als erste und wichtigste Abtei des Ordens im Orient in der damaligen Grafschaft Tripolis etwa 15 km südwestlich von Tripoli in den Bergen des Libanons gegründet.
29.05.1138
Der Gegenpapst Viktor IV. verzichtet wenige Wochen nach seiner Wahl im Januar auf das Papstamt. Die Intervention Bernhards von Clairvaux hat diese Entscheidung befördert.
Als Gegenpapst wird eine Person bezeichnet, die während der Amtszeit eines kanonisch gewählten Papstes und in Gegensatz zu diesem von bestimmten Autoritäten zum Papst ernannt wurde. Im weiteren Sinne werden auch ernannte Nachfolger verstorbener Päpste, deren Anspruch nicht akzeptiert wurde und die einem später eingesetzten, aber anerkannten Papst unterlagen, als Gegenpäpste eingestuft.
29.05.0757
Paul I. wird Papst als Nachfolger seines verstorbenen Bruders Stephan II. Er ist der erste Papst, der seine Wahl nicht mehr dem byzantinischen Kaiser, sondern dem König des Frankenreiches, Pippin dem Jüngeren, anzeigt.
Paul I. war vom 29. Mai 757 bis zu seinem Tod 767 Papst.
29.05.0363
Der römische Kaiser Julian erzielt mit seinem Heer einen Sieg über das Heer der Sassaniden bei Ktesiphon.
Das Römische Reich war das von den Römern, der Stadt Rom bzw. dem römischen Staat beherrschte Gebiet zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und 7. Jahrhundert n. Chr., wobei eine eindeutige Abgrenzung weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich ist. Die Bezeichnung Imperium Romanum für den römischen Machtbereich ist seit der Zeit Ciceros belegt. Die seit Augustus übliche staatsrechtliche Bezeichnung lautete Senatus Populusque Romanus (S.P.Q.R.) – „Der Senat und das Volk von Rom“.