Historische Ereignisse am Samstag, 29. November
51 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 29. November statt — von 939 bis 2013. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 29. November 2025 zeigt sich der Himmel über Europa mit bedecktem Wetter und Temperaturen um 4 bis 8 Grad Celsius. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, und astrologisch herrscht das Sternzeichen Schütze vor.
Die Geschichte dieses Datums ist geprägt von technologischen und politischen Meilensteinen. Im Jahr 2013 brachte Sony die PlayStation 4 auf den europäischen Markt und revolutionierte damit die Gaming-Industrie nachhaltig. Etwa zwei Jahrzehnte zuvor, 1996, präsentierte das Unternehmen Nichia auf einer Konferenz in Japan die erste weiße LED mit hoher Lichtausbeute, eine Entwicklung, die auf den Forschungen von Shuji Nakamura zur blauen Leuchtdiode aufbaute. Dieses Durchbruch in der Lichttechnologie sollte die Energieeffizienz weltweit transformieren.
Ein weiteres bedeutsames Ereignis markiert das Jahr 1978, als in Bonn ein Protokoll über die innerdeutsche Grenze unterzeichnet wurde. Das Dokument regelte streitige Grenzsektionen an Elbe und Bode, womit die gemeinsame Grenzkommission der Bundesrepublik und der DDR ihre Arbeit abschloss. Darüber hinaus beschloss 2009 Ruanda den Beitritt zum Commonwealth of Nations und wurde damit nach Mosambik der zweite Mitgliedstaat ohne vorherige koloniale Verbindungen zum Vereinigten Königreich.
Die Website DayAtlas dokumentiert für jeden beliebigen Tag und Ort Wetterdaten, historische Ereignisse sowie berühmte Geburten und Todesfälle. Das Portal bietet Nutzern eine umfassende Übersicht über die an einem bestimmten Datum stattgefundenen geschichtlichen Entwicklungen und ermöglicht so einen schnellen Zugriff auf historisches Wissen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 13. April.
29.11.2013
Die Spielkonsole PlayStation 4 kommt in Europa auf den Markt.
Die PlayStation 4 ist eine stationäre Spielkonsole von Sony Interactive Entertainment LLC. Sie wurde als Nachfolger der PlayStation 3 am 20. Februar 2013 auf einer Pressekonferenz von Sony vorgestellt. Die Markteinführung erfolgte am 15. November 2013 in Nordamerika und am 29. November 2013 in Europa, Südamerika und Australien. Die PlayStation 4 steht in direkter Konkurrenz zu Microsofts Xbox One sowie Nintendos Wii U und Nintendo Switch. Die PlayStation 4 ist die insgesamt sechste Spielkonsole der Marke PlayStation, ausgenommen Hardware-Revisionen. Am 8. Oktober 2019 wurde der Nachfolger PlayStation 5 angekündigt, die schließlich im November 2020 erschien.
29.11.2009
Ruanda tritt dem Commonwealth of Nations bei und ist damit nach Mosambik der zweite Mitgliedstaat ohne vorhergehende koloniale Beziehungen zum Vereinigten Königreich.
Ruanda oder Rwanda [ˈʁu̯anda] ist ein dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika bzw. Zentralafrika. Er grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Wegen seiner hügeligen Landschaft wird Ruanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Auf dem Staatsgebiet verläuft die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nils und des Kongos.
29.11.1996
Auf einer Konferenz in Japan wird durch die Firma Nichia die weltweit erste Leuchtdiode (LED), die weißes Licht mit hoher Lichtausbeute produziert, präsentiert. Grundlage der Entwicklung sind die Arbeiten Shuji Nakamuras zur ersten blauen LED, wenige Jahre zuvor.
Die Nichia Corporation ist ein japanischer Chemie- und Halbleiterkonzern mit Firmensitz in Anan, Präfektur Tokushima, Japan, und weltweiten Tochtergesellschaften. Er hat sich auf die Produktion und Vertrieb von LEDs, Leuchtstoff, Laser-Dioden, pharmazeutische, magnetische, Batterie- und Beschichtungsmaterialien spezialisiert. Das Unternehmen ist in zwei Bereiche unterteilt, einen für Leuchtstoff und andere Feinchemikalien, während der zweite für LEDs und Laser zuständig ist.
29.11.1995
Das US-amerikanische Mehrzweckkampfflugzeug F/A-18E/F Super Hornet, der US Navy, absolviert seinen Erstflug.
Die Boeing F/A-18E/F Super Hornet ist ein zweistrahliges, trägergestütztes Mehrzweckkampfflugzeug, das primär von der U.S. Navy eingesetzt wird. Sie ist eine um etwa 30 % größere und erheblich leistungsfähigere umfassende Neuentwicklung der F/A-18 Hornet. Begonnen wurde die Entwicklung der Super Hornet noch vom Hersteller McDonnell Douglas, der 1997 von Boeing übernommen wurde, das Flugzeug bis zur Serienreife entwickelte und seither herstellt. Das Modell ersetzte bei der US-Marine sowohl die F/A-18 Hornet als auch die Grumman F-14 Tomcat. Die Bezeichnung „F“ steht für Jagdflugzeug (Fighter); der Buchstabe „A“ für Erd- oder Seekampfflugzeug (Attack).
29.11.1990
Mit der Resolution 678 droht der UN-Sicherheitsrat dem Irak militärische Vergeltungsmaßnahmen an, falls Kuwait bis zum 15. Januar 1991 nicht wieder freigegeben wird.
Mit der Resolution 678 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 29. November 1990 wurden die Mitgliedstaaten der UN ermächtigt, ab dem 15. Januar 1991 zur Befreiung Kuwaits vom Irak Militärgewalt anzuwenden. Der Irak hatte am 2. August 1990 Kuwait besetzt und damit den Zweiten Golfkrieg begonnen. Die Resolution ermächtigte eine von den USA geführte Koalition, ab dem 16. Januar 1991 Militäroperationen gegen den Irak durchzuführen, in deren Verlauf Kuwait befreit wurde.
Arielle, die Meerjungfrau von der Walt Disney Company wird im deutschsprachigen Raum erstmals aufgeführt.
Arielle, die Meerjungfrau ist der 28. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios, der im Jahr 1989 erschien. Er basiert auf den Motiven des Märchens Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Andersen und ist der letzte Disney-Trickfilm, der mit Hilfe von Elektrofotografie hergestellt wurde.
29.11.1986
Im Verlauf des Bürgerkrieges in Suriname kommt es im Dorf Moiwana zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung.
Suriname, deutsch auch Surinam, Sranantongo Sranan, bis 1975 auch Niederländisch-Guayana, ist ein Staat im Nordosten von Südamerika.
29.11.1984
Chile und Argentinien unterzeichnen in der Vatikanstadt einen Freundschafts- und Friedensvertrag zur Einigung im Beagle-Konflikt.
Chile, amtlich República de Chile, ist ein Staat im Südwesten Südamerikas, der den westlichen Rand des Südkegels (Cono Sur) des Kontinents bildet. Chile erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung zwischen den Breitengraden 17° 30′ S und 56° 0′ S. Somit beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung rund 4200 Kilometer. In west-östlicher Richtung liegt Chile zwischen dem 76. und dem 64. westlichen Längengrad und besitzt eine Ausdehnung von durchschnittlich weniger als 200 Kilometern. Wegen dieser – durch seine Lage am Westhang der Andenkordillere bedingten – ungewöhnlichen Form wird Chile schon seit seiner Entdeckung häufig „das langgestreckte Land“ genannt.
29.11.1978
In Bonn wird ein Protokoll über den Verlauf der innerdeutschen Grenze unterzeichnet, das die strittigen Abschnitte an der Elbe und der Bode ausklammert. Die gemeinsame Grenzkommission beider deutscher Staaten beendet mit diesem Ergebnis ihre Tätigkeit.
Die knapp 1400 Kilometer lange innerdeutsche Grenze hinderte bis 1989 durch massive Befestigungen, Schießbefehl und Selbstschussanlagen die Einwohner der Deutschen Demokratischen Republik an einer vorübergehenden Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland oder dem dauerhaften Verlassen in Richtung Westen. Die Berliner Mauer um West-Berlin gehörte nicht zur innerdeutschen Grenze. Der Verlauf der Demarkationslinien zwischen den westlichen Besatzungszonen und der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde von den Hauptsiegermächten des Zweiten Weltkrieges in mehreren Konferenzen festgelegt und bestand in dieser geografischen Form nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Gründung der DDR im Jahre 1949 fort. Die Grenze begann im Süden am Dreiländereck und endete an der Ostsee in der Lübecker Bucht auf der Halbinsel Priwall. Im Kalten Krieg war sie militärisch und geopolitisch betrachtet ein Teil des Eisernen Vorhangs.
29.11.1975
Nur einen Tag nach der Unabhängigkeitserklärung Osttimors von Portugal marschiert Indonesien in der osttimoresischen Exklave Oe-Cusse Ambeno ein.
Die Geschichte Osttimors umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Demokratischen Republik Timor-Leste von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist geprägt von einer langen Zeit der Fremdherrschaft. 450 Jahre beherrschten die Portugiesen große Teile der Insel Timor, ständig bedrängt von Niederländern und den Topasse. Neun Tage nach der Ausrufung der Unabhängigkeit Osttimors 1975 besetzte Indonesien das Land. Infolge der indonesischen Okkupation, die 24 Jahre dauerte, kamen fast 200.000 Menschen ums Leben. Nach drei Jahren Verwaltung durch die Vereinten Nationen wurde Osttimor 2002 in die Unabhängigkeit entlassen. Damit war Osttimor der erste Staat, der im 21. Jahrhundert unabhängig wurde. Sorgten innere Konflikte in den ersten Jahren noch für neue Krisen, stabilisierte sich das Land seit dem Zusammenbruch der Rebellenbewegung im Jahr 2008. Am 31. Dezember 2012 endete die Mission der Sicherheitskräfte der Vereinten Nationen und der International Stabilization Force ISF. Internationale Truppen und Polizisten wurden abgezogen. Das Land erlebte seitdem einen deutlichen Aufschwung, der durch politische Auseinandersetzungen der Parteien getrübt wird und 2021 eine Naturkatastrophe und die COVID-19-Pandemie verkraften musste.
29.11.1974
Ulrike Meinhof, ein Mitglied der Rote Armee Fraktion, wird wegen Mordversuchs zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Ulrike Marie Meinhof war eine deutsche Journalistin und radikale Linke, die später zur Linksterroristin wurde.
29.11.1970
Die erste Folge der Krimireihe Tatort, Taxi nach Leipzig mit Walter Richter als Kommissar Trimmel, wird vom NDR ausgestrahlt.
Tatort ist eine Kriminalfilm-Reihe nach einer Idee von Gunther Witte, deren Ausstrahlung 1970 im Fernsehen Westdeutschlands mit der Folge Taxi nach Leipzig begann. Zunächst als Produktion des Deutschen Fernsehens gestartet, ist sie nunmehr eine Gemeinschaftsproduktion von ARD, ORF und SRF.
29.11.1969
Die Rolling Stones veröffentlichen das Studioalbum Let It Bleed. Es ist das letzte Album, an dem Brian Jones mitwirkt.
The Rolling Stones ist eine 1962 in England gegründete Rockband. Sie zählt zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Gruppen der Rockgeschichte. 1989 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Mit Nummer-eins-Hits in den Jahren 1968 und 2020 sind die „Stones“ in Deutschland die Band mit der längsten Zeitspanne zwischen zwei Hitparadenspitzenreitern. Die Rechte am Markennamen Rolling Stones der Band, oft „Rolling Stones Inc.“ genannt, hält das Unternehmen Musidor B.V. Die Musikzeitschrift Rolling Stone listete sie auf Rang vier der 100 größten Musiker aller Zeiten.
29.11.1962
Die Kroatische Kreuzer-Bruderschaft verübt einen Sprengstoffanschlag auf die jugoslawische Vertretung in Bad Godesberg.
Die Kroatische Kreuzerbruderschaft war ein im Januar 1959 gegründeter eingetragener Verein von Exilkroaten mit Sitz in Bensberg bei Köln. Leiter des Vereins mit etwa 200 Mitgliedern war der katholische Priester Rafael Medić (1914–1973), der ehemalige Hauskaplan des Ustascha-Führers Ante Pavelić (1889–1959).
29.11.1961
Im Rahmen der Mission Mercury-Atlas 5 wird mit dem Schimpansen Enos an Bord ein Orbitalflug der NASA mit einer Atlas-Rakete gestartet. Nach zweimaliger Umkreisung der Erde wassert die Mercury-Kapsel mitsamt Tier erfolgreich.
Mercury-Atlas 5 (MA-5) war eine Mission im Rahmen des amerikanischen Mercury-Programms mit dem Schimpansen Enos an Bord.
29.11.1951
In den USA wird auf dem Gelände der Nevada Test Site erstmals ein unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt.
Die Nevada National Security Site (NNSS) und bis 2010 die Nevada Test Site (NTS) ist ein US-amerikanisches Atomwaffentestgelände. Das Gelände liegt innerhalb der Nellis Range und ist ein rund 3500 km² großes Sperrgebiet nördlich von Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Die südlichste Siedlung auf dem Gelände ist Mercury.
29.11.1947
Die UN-Vollversammlung beschließt den UN-Teilungsplan für Palästina, der den arabisch-jüdischen Konflikt auf dem Gebiet des Britischen Mandats Palästina lösen soll.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen, kurz UN-Vollversammlung, ist die Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Sie tritt jährlich im September am UN-Hauptquartier in New York City zusammen. Jeder Mitgliedstaat darf durch bis zu fünf Personen in einer Sitzung vertreten sein. Zum ersten Mal trat die Vollversammlung, damals mit Abgesandten aus 51 Staaten, am 10. Januar 1946 in der Londoner Westminster Central Hall zusammen.
29.11.1946
In Mainz wird mit französischer Lizenz die Allgemeine Zeitung gegründet. Aus ihrer Redaktion wechselt ein Teil der Crew im Jahr 1949 zur Gründung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Mainz ist die Landeshauptstadt des Landes Rheinland-Pfalz und mit 224.684 Einwohnern zugleich dessen größte Stadt. Mainz ist kreisfrei, eines der fünf rheinland-pfälzischen Oberzentren und Teil des Rhein-Main-Gebiets. Mit der angrenzenden hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bildet sie ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit rund 500.000 Einwohnern auf 301,67 Quadratkilometern. Mainz und Wiesbaden sind neben Berlin und Potsdam die einzigen beiden Landeshauptstädte deutscher Bundesländer mit einer gemeinsamen Stadtgrenze. Im Verbund mit den jüdischen Gemeinden der oberrheinischen Städte Speyer und Worms wurden die Monumente dieser SchUM-Städte am 27. Juli 2021 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
29.11.1945
Jugoslawien wird eine „Föderative Volksrepublik“.
Jugoslawien war ein von 1918 bis 2003 bestehender Staat in Mittel- und Südosteuropa, dessen Staatsform und -territorium sich im Laufe seiner Geschichte mehrfach änderten.
29.11.1944
Mit dem Abzug der Wehrmacht aus der Stadt Shkodra ist ganz Albanien von den deutschen Besatzern befreit. Der 29. November ist seitdem albanischer Nationalfeiertag.
Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.
29.11.1943
In Jajce endet die zweite Tagung des Antifaschistischen Rats der Nationalen Befreiung Jugoslawiens (AVNOJ), auf welcher die AVNOJ-Beschlüsse, die Grundprinzipien des unabhängigen, föderalistischen Staates Jugoslawien, verabschiedet wurden.
Jajce ist eine Stadt und Verbandsgemeinde im Kanton Zentralbosnien. Sie liegt etwa 70 km südlich von Banja Luka in Bosnien und Herzegowina. Jajce war vor der Eroberung durch das Osmanische Reich Sitz der Könige Bosniens.
29.11.1935
Die anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 als zu diesem Zeitpunkt größte Mehrzweckhalle der Welt errichtete Deutschlandhalle in Berlin wird in Anwesenheit von Adolf Hitler eingeweiht. Sie bietet Platz für bis zu 10.000 Personen.
Die Olympischen Sommerspiele 1936 wurden vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin ausgetragen. Die meisten Wettkämpfe fanden auf dem Reichssportfeld statt, mit dem Olympiastadion als zentraler Arena. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3961 Athleten stellten die Olympischen Spiele in Berlin einen neuen Teilnehmer- und Besucherrekord auf. Erstmals fand ein olympischer Fackellauf statt und im neuen Medium Fernsehen waren ausgewählte Wettkämpfe zu sehen.
29.11.1930
Die Uraufführung der romantischen Oper Morana von Jakov Gotovac findet in Brünn statt.
Jakov Gotovac war ein jugoslawischer Komponist und Dirigent kroatischer Abstammung.
29.11.1929
Auf seiner ersten Antarktisexpedition gelingt dem US-amerikanischen Admiral Richard E. Byrd der erste Überflug des Südpols.
Die Antarktis umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete, also im Groben den Kontinent Antarktika und den Südlichen Ozean. Sie ist damit eines der beiden Polargebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit vom Südpol bis 66° 33′ südlicher Breite. Als ozeanografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher Breite, wo das kalte antarktische unter das wärmere subtropische Oberflächenwasser absinkt. Seit dem Antarktisvertrag von 1959 gilt der 60. südliche Breitengrad als politische Grenze der Antarktis. Die Zone zwischen 46° and 60° Süd wird auch als subantarktisch bezeichnet. Seit der Definition des Südlichen Ozeans mit dem 60. Breitengrad (2000) beginnt sich diese Grenze auch auf den Antarktisbegriff auszuwirken. Die Subantarktis bildet jeweils die Südzone der umgebenden Meeresgebiete Südatlantik, Südpazifik und Südlicher Indischer Ozean.
29.11.1916
Auf dem rumänischen Kriegsschauplatz beginnen die Mittelmächte den Angriff auf die Hauptstadt Bukarest.
Rumänien trat Ende August 1916 während der russischen Brussilow-Offensive auf Seiten der Entente gegen die Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg ein. Das Kriegsziel, die Besetzung Siebenbürgens, konnte von den Mittelmächten aber verhindert werden, dagegen ging bis zum Jahresende 1916 die Walachei mit der Hauptstadt Bukarest verloren und die Rumänen wurden bis zum Jahresende auf die Grenze der Moldau zurückgedrängt. Bis zum Sommer 1917 konnte sich die rumänische Armee im Raum östlich Focșani reorganisieren und bewies im Verband der russischen Heeresgruppe Schtscherbatschow große Widerstandskraft. Im Dezember 1917 wurde Rumänien nach dem Ausscheiden des Verbündeten Russland zum Waffenstillstand und im Mai 1918 zum Frieden gezwungen. Als sich die Niederlage des Deutschen Reiches an den anderen Fronten abzeichnete, erfolgte im November 1918 der neuerliche Kriegseintritt Rumäniens. Im Frieden von Trianon konnte sich Rumänien schließlich die erstrebten Gebiete in Siebenbürgen sichern.
29.11.1915
Nach dem Rücktritt der Regierung José de Castro wird Afonso Augusto da Costa zum zweiten Mal Ministerpräsident in Portugal.
José Ribeiro de Castro war ein portugiesischer Rechtsanwalt, Journalist und Politiker. Vom 17. Mai bis zum 29. Dezember 1915 war er Regierungschef seines Landes.
29.11.1912
Zwischen dem Bahnhof Zürich Stadelhofen und dem 15 km südöstlich gelegenen Esslingen ZH geht die Forchbahn auf Schmalspur in Betrieb.
Der Bahnhof Zürich Stadelhofen ist einer der dreizehn SBB-Bahnhöfe auf dem Gebiet der Stadt Zürich und ein wichtiger Knotenpunkt des Zürcher S-Bahn-Systems. Gemessen am Passagieraufkommen ist er der siebtgrösste Bahnhof der Schweiz: Täglich nutzen ihn 80'000 Passagiere, und es verkehren 770 Züge durch den Bahnhof. Er liegt im Stadtzentrum am Zürichsee beim Opernhaus und Bellevueplatz. Die Erweiterung im Jahr 1990 ist ein frühes Werk des Architekten Santiago Calatrava, der an der ETH Zürich sein Studium absolviert hatte.
29.11.1909
Die Gebirgsbahn zwischen Oslo (Christiania) und Bergen („Bergensbanen“) wird dem Verkehr übergeben.
Eine Gebirgsbahn ist eine Eisenbahnstrecke, die mit einem Scheiteltunnel ein Gebirge durchquert oder ein Gebirge überquert. Die Trasse führt meist in topographisch schwierigem Gelände über einen Gebirgspass und muss dabei große Höhenunterschiede überwinden, was neben der großen Steigung auch durch künstliche Verlängerung der Strecke geschieht. Der Bau und Betrieb von Gebirgsbahnen ist im Vergleich zu Bahnen im Flachland aufwändiger. Im Gegensatz zu Bergbahnen dienen Gebirgsbahnen nicht hauptsächlich einem touristischen Zweck und sind mit dem übrigen Schienennetz verbunden.
29.11.1906
Vincenzo Lancia und sein Freund Claudio Fogolin gründen in Turin den Kraftfahrzeughersteller Lancia.
Vincenzo „Censin“ Lancia war ein italienischer Automobilrennfahrer, -konstrukteur und Gründer des Automobilherstellers Lancia.
29.11.1904
Der deutsche Staatssekretär des Innern, Arthur Graf Posadowsky-Wehner, kehrt nach erfolglosen Gesprächen über einen Handelsvertrag aus Wien zurück.
Staatssekretär ist eine Amtsbezeichnung bzw. ein Amtstitel.
29.11.1902
Das Drama Der Arme Heinrich von Gerhart Hauptmann wird im Hofburgtheater Wien uraufgeführt.
Der arme Heinrich – Eine deutsche Sage ist ein Drama des deutschen Dichters Gerhart Hauptmann. Die Uraufführung fand am 29. November 1902 am Wiener Burgtheater statt. Das Drama ist eine Adaption des Versepos Der arme Heinrich von Hartmann von Aue und ist der Neuromantik zuzuordnen.
29.11.1896
Der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci konzipiert ein Sphygmomanometer, ein Gerät zur Blutdruckmessung.
Scipione Riva-Rocci war ein italienischer Mediziner, Pathologe und Kinderarzt sowie Erstbeschreiber der nach ihm benannten Blutdruckmessmethode mittels einer pneumatischen Armmanschette.
29.11.1890
In Japan tritt die Meiji-Verfassung in Kraft. Das Parlament kommt zu seiner ersten Sitzung zusammen.
Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.
29.11.1877
Thomas Alva Edison führt seinen Phonographen vor.
Thomas Alva Edison war ein US-amerikanischer Erfinder, Elektroingenieur und Unternehmer mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Elektrizität und Elektrotechnik.
29.11.1868
Das verabschiedete Nationalitätengesetz in Ungarn führt zu Konflikten mit der kroatischen Minderheit, weil es darin heißt, dass alle Bewohner Ungarns eine einheitliche und unteilbare Nation bilden. Die Kroaten sehen den Ungarisch-Kroatischen Ausgleich tangiert.
Die Geschichte Ungarns umfasst die Geschehnisse in der Pannonischen Tiefebene bis zur Landnahme Ende des 9. Jahrhunderts durch die Magyaren und deren Geschichte von der Herkunft über das Königreich Ungarn bis zum heutigen Ungarn innerhalb der Europäischen Union.
29.11.1864
Die Ermordung von 133 Cheyenne und Arapaho, die sich unter dem Schutz der US-Regierung wähnen, durch Truppen der Colorado-Milizen unter John M. Chivington geht als Sand-Creek-Massaker in die Geschichte der USA ein.
Die Cheyenne sind ein Volksstamm der Indianer Nordamerikas, deren Vorfahren einst im Westen der Großen Seen im Gebiet des Kulturareals des nordöstlichen Waldlandes lebten, die jedoch zusammen mit den kulturell sowie sprachlich verwandten Arapaho dem Druck der mit Gewehren bewaffneten und militärisch überlegenen Ojibwe und Assiniboine nach Westen und Südwesten ausweichen mussten; ab 1750 waren beide Völker die dominante militärische sowie politische Macht der Central Great Plains und der Front Range im Westen von Nebraska und Kansas, im Südosten von Wyoming sowie im Osten von Colorado und gehörten als nomadische Plainsindianer zum Kulturareal der Prärien und Plains.
29.11.1855
Im Krimkrieg endet die Belagerung von Kars mit der Einnahme der osmanischen Festung durch russische Truppen unter General Murawjow.
Der Krimkrieg war ein von 1853 bis 1856 dauernder militärischer Konflikt zwischen dem Russischen Reich einerseits und dem Osmanischen Reich sowie dessen Verbündeten Frankreich, Großbritannien und seit 1855 auch Sardinien-Piemont andererseits. Er begann als zehnter Russisch-Türkischer Krieg, in den die westeuropäischen Mächte eingriffen, um eine Gebietserweiterung Russlands auf Kosten des geschwächten Osmanischen Reichs zu verhindern. An Verlusten werden auf Seiten der Alliierten rund 220.000, auf russischer Seite 450.000 angegeben.
29.11.1854
Unter der Führung Peter Lalors setzen sich protestierende australische Bergleute des Lagers Eureka Stockade für die Freilassung von Gefangenen und demokratische Reformen ein.
Peter Lalor war ein irisch-australischer Ingenieur und Politiker sowie einer der Hauptanführer der Eureka-Stockade-Rebellion.
29.11.1850
Preußen schließt mit dem Kaisertum Österreich und Russland die Olmützer Punktation. Darin muss es seine Unionspolitik aufgeben sowie auf den Führungsanspruch in Deutschland und auf die Kleindeutsche Lösung verzichten.
Die Olmützer Punktation war ein diplomatisches Abkommen, das am 29. November 1850 zwischen Preußen, Österreich und Russland über die Beendigung der Herbstkrise von 1850 abgeschlossen wurde. Gegenüber standen sich einerseits Österreich mit denjenigen deutschen Staaten, die den Deutschen Bund wiederherstellen wollten, und andererseits Preußen, das dabei war, einen neuen Bundesstaat zu errichten. Darüber kam es beinahe zum Krieg in Deutschland, der schließlich durch Preußens Zurückweichen vermieden wurde.
29.11.1847
Beim Whitman-Massaker werden der Arzt und Missionar Marcus Whitman und seine Frau Narcissa gemeinsam mit 15 weiteren weißen Siedlern durch Indianer der Stämme Cayuse und Umatilla in der Nähe des heutigen Walla Walla im Oregon-Gebiet ermordet.
Das Whitman-Massaker, auch Walla-Walla-Massaker genannt, war ein Vorfall im Oregon-Gebiet in der Nähe des heutigen Walla Walla, bei dem am 29. November 1847 der Arzt und Missionar Marcus Whitman, seine Frau Narcissa und elf weitere weiße Siedler von Kriegern der Cayuse und Umatilla ermordet.
In der Schweiz geht mit der Kapitulation des Kanton Wallis der Sonderbundskrieg zu Ende.
Die neuere Geschichte der Schweiz als Bundesstaat beginnt mit der Annahme der Bundesverfassung von 1848. Vorläufer der modernen Schweiz waren die ab Mitte des 15. Jahrhunderts als lockerer Bund organisierte Alte Eidgenossenschaft, die von 1798 bis 1803 bestehende zentralistisch aufgebaute Helvetische Republik sowie die 1803 gegründete und 1815 neu organisierte «Schweizerische Eidgenossenschaft».
29.11.1840
Die Uraufführung der Oper Saffo von Giovanni Pacini findet am Teatro San Carlo in Neapel statt.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
29.11.1830
In Warschau beginnt, orientiert am Beispiel der französischen Julirevolution, der polnische Novemberaufstand gegen die russische Herrschaft. Die russischen Truppen und Großfürst Konstantin ziehen sich überrascht zurück.
Warschau ist seit 1596 die Hauptstadt Polens und mit über 1,86 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Als eines der wichtigsten Verkehrs-, Wirtschafts- und Handelszentren Mittel- und Osteuropas genießt Warschau große politische und kulturelle Bedeutung. In der Stadt befinden sich zahlreiche nationale und internationale Institutionen, Universitäten, Theater, Museen und Baudenkmäler.
29.11.1814
The Times wird in London als erste Tageszeitung der Welt mit der von Friedrich Koenig erfundenen Schnellpresse hergestellt. Dies markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Drucktechnik, der die Produktion von 1100 Exemplaren pro Stunde erlaubt und damit die Ära der Massenblätter einläutet.
The Times ist eine überregionale Tageszeitung aus dem Vereinigten Königreich, die in London erscheint und dort auch ihren Sitz hat. Sie wurde 1785 unter dem Titel The Daily Universal Register gegründet und nahm am 1. Januar 1788 ihren heutigen Namen an. Die Times und ihre Schwesterzeitung The Sunday Times werden von Times Newspapers herausgegeben, die seit 1981 eine Tochtergesellschaft der News UK ist, die wiederum zu 100 % zu News Corp. gehört. Die The Times und die Sunday Times, die keine gemeinsame Redaktion haben, wurden unabhängig voneinander gegründet und haben erst seit 1966 gemeinsame Eigentümer.
29.11.1802
Nach der Annexion des Hochstifts Bamberg durch bayerische Truppen legt Fürstbischof Christoph Franz von Buseck seine Herrschaft nieder und entbindet Beamte und Untertanen von ihren Eiden.
Eine Annexion oder Annektierung ist die erzwungene endgültige Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit. Eine Annexion ist völkerrechtswidrig und daher unwirksam. Sie geht rechtlich über die Okkupation (Besatzungsverwaltung) hinaus, da auf dem (ehemals) fremden Territorium die eigene Gebietshoheit effektiv ausgeübt und es mit dem Erwerb der territorialen Souveränität über ein besetztes Gebiet de jure dem eigenen Staatsgebiet einverleibt wird. Die Okkupation geht der Annexion in der Regel voraus.
29.11.1787
Der französische König Ludwig XVI. erlässt ein Toleranzedikt zugunsten der Hugenotten.
Ludwig XVI., französisch Louis XVI aus dem Haus Bourbon wurde nach dem Tod seines Vaters 1765 Dauphin und nach dem seines Großvaters 1774 König von Frankreich und Navarra. Er war der letzte König des Ancien Régime.
29.11.1705
Die Uraufführung des musikalischen Trauerspiels Lucretia von Reinhard Keiser findet am Theater am Gänsemarkt in Hamburg statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
29.11.1612
Eine kleine portugiesische Flotte greift im Indischen Ozean vier Galeonen der Britischen Ostindien-Kompanie unter Kapitän Thomas Best an. Das zweitägige Seegefecht vor Suvali beginnt.
Der Indische Ozean ist mit 74,9 Millionen km² Fläche der drittgrößte Ozean der Erde und ist mit Temperaturen von 22 °C bis 28 °C der wärmste Ozean der Erde. Er fasst ein Volumen von ca. 291,9 Mio km³, die maximale Meerestiefe beträgt 7290 Meter. Der Indische Ozean liegt zum größten Teil auf der Südhalbkugel. Er grenzt an die Kontinente Afrika, Asien und Australien sowie an den Atlantischen Ozean, den Pazifischen Ozean und entlang des südlichen 60°-Breitenkreises an den Antarktischen Ozean.
29.11.1516
Ein Jahr nach der Schlacht bei Marignano schließen Frankreichs König Franz I. und die Eidgenossen einen Friedensvertrag, die „ewige Richtung“.
Die Schlacht bei Marignano fand am 13. und 14. September 1515 in der italienischen Lombardei statt und war eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Eidgenossen und dem Königreich Frankreich um das Herzogtum Mailand. Die Niederlage bei Marignano beendete die Expansionsbestrebungen der Eidgenossen und war eine der letzten grossen Schlachten, an denen die Alte Eidgenossenschaft beteiligt war. Der Rückzug der Eidgenossen bei Marignano galt lange als der erste dokumentierte geordnete Rückzug seit der Antike. Dieser Darstellung wurde aber widersprochen. In der Literatur des 19. Jahrhunderts wird die Schlacht bei Marignano auch als die «Schlacht der Riesen» bezeichnet. Nach 1945 bezeichneten mehrere Schweizer Historiker, z. B. Peter Moser, in Bezugnahme auf das Geschehen des Zweiten Weltkrieges die Niederlage von Marignano als «Eidgenössisches Stalingrad».
29.11.1226
In der Kathedrale von Reims wird der französische König Ludwig IX. gesalbt und gekrönt.
Die Kathedrale von Reims in der nordfranzösischen Stadt Reims, Bischofskirche des Erzbistums Reims, ist wegen ihrer einheitlich scheinenden, ausgewogenen Architektur und umfangreichsten bauplastischen Ausstattung eines der bedeutendsten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. In Reims findet man das erste voll entwickelte Maßwerk in der Architekturgeschichte. Architektur und Skulptur der Reimser Kathedrale dominierten den Einfluss der französischen Gotik auf die Entwicklung der Kirchenbau- und Bildhauerkunst östlich des Rheins seit den 1220er Jahren. Die Kathedrale ist ein bedeutender historischer Erinnerungsort nicht nur des monarchischen Frankreich. Hier wurden seine Könige gekrönt, hier triumphierte Jeanne d’Arc, hier zerschoss deutsche Artillerie im Ersten Weltkrieg hunderte bedeutendste Kunstwerke und hier demonstrierten de Gaulle und Adenauer 1962 die deutsch-französische Versöhnung.
29.11.0939
Edmund I. wird einen Monat nach dem Tod seines Halbbruders Æthelstan zum König von England gekrönt.
Edmund I., auch Edmund der Prächtige, war ein angelsächsischer König von England (939–946), der vierte Sohn König Eduards des Älteren und dessen Frau Eadgifu – er war Eadgifus erster Sohn – und Nachfolger seines Halbbruders Æthelstan.