Historische Ereignisse am Montag, 30. Juni

68 bedeutende Ereignisse fanden am Montag, 30. Juni statt — von 1377 bis 2017. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Der 30. Juni nimmt einen besonderen Platz in der deutschen Verfassungsgeschichte ein. Im Jahr 2017 beschloss der Deutsche Bundestag mit deutlicher Mehrheit die Einführung der Gleichgeschlechtlichen Ehe, ein Meilenstein für die Gleichberechtigung in Deutschland. Bereits 2010 war dieser Tag Schauplatz einer anderen bedeutenden politischen Entscheidung: In Berlin wählte die 14. Bundesversammlung den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff im dritten Wahlgang zum zehnten deutschen Bundespräsidenten. Diese historischen Momente zeigen die Relevanz dieses Datums für die politische Entwicklung der Bundesrepublik.

Die europäische Perspektive wird durch das isländische Beispiel erweitert. Im Jahr 2012 wurde Ólafur Ragnar Grímsson als Präsident Islands wiedergewählt, was die demokratischen Prozesse auf dem nordeuropäischen Inselstaat unterstreicht. Solche Wahlereignisse verdeutlichen die kontinuierlichen politischen Verschiebungen und Entscheidungen, die Gesellschaften prägen und verändern.

Am 30. Juni 2025 herrscht der Sternzeichen Krebs vor, während die abnehmende Mondsichel den Himmel prägt. Das Wetter wird als mild und teilweise bewölkt erwartet. Berlin, die Hauptstadt und Ort mehrerer dieser bedeutsamen Ereignisse, prägt bis heute die deutsche Politiklandschaft als Sitz des Bundestages und wichtiges historisches Zentrum der Nation.

DayAtlas bietet eine umfassende Übersicht über Wetterdaten, historische Ereignisse sowie bekannte Geburts- und Sterbefälle für jeden beliebigen Tag und Ort. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, die Geschichte an ihrem eigenen Standort oder an jedem anderen Ort der Welt nachzuvollziehen und macht historische Zusammenhänge greifbar und zugänglich.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 13. April.

30.06.2017

Der Deutsche Bundestag beschließt mit deutlicher Mehrheit die Einführung der Gleichgeschlechtlichen Ehe.

Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.


30.06.2012

Ólafur Ragnar Grímsson wird als Präsident Islands wiedergewählt.

Ólafur Ragnar Grímsson ['ouːlavʏr 'raknar 'krimsɔn] ist ein isländischer Politiker. Er war von 1996 bis 2016 für fünf Amtsperioden der fünfte Präsident Islands.


30.06.2010

In Berlin wählt die 14. Bundesversammlung den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff im dritten Wahlgang zum zehnten deutschen Bundespräsidenten.

Die Bundesversammlung ist ein nichtständiges Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland, dessen einzige Aufgabe in der Wahl des Bundespräsidenten besteht. Sie setzt sich zusammen aus allen Mitgliedern des Deutschen Bundestages und ebenso vielen von den Volksvertretungen der deutschen Länder gewählten Wahlleuten.


30.06.2009

Yemenia-Flug 626 stürzt auf dem Weg von Sanaa im Jemen nach Moroni (Komoren) beim Landeanflug auf die Hauptinsel Grande Comore in den Indischen Ozean. An Bord befinden sich 153 Menschen, ein Mädchen kann gerettet werden.

Yemenia-Flug 626 war ein internationaler Linienflug der jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia von Sanaa im Jemen nach Moroni auf den Komoren, der am 30. Juni 2009 mit 142 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern rund 15 Kilometer vor der Hauptinsel Grande Comore in den Indischen Ozean stürzte. Der Absturz geschah um 01:50 Uhr Ortszeit während des Landeanflugs.


30.06.2006

Der Deutsche Bundestag beschließt mit der Föderalismusreform die größte Verfassungsänderung seit 1949.

Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.


Der letzte der 10 Kraftwerksblöcke des Kraftwerks Taichung geht in Betrieb. Das Kraftwerk bleibt über mehr als 10 Jahre das leistungsstärkste Kohlekraftwerk der Welt und das mit dem weltweit höchsten CO2-Ausstoß.

Das Kraftwerk Taichung ist ein Kohlekraftwerk, das sich im Bezirk Longjing in der Stadt Taichung an der Westküste in der Mitte Taiwans befindet. Mit einer Leistung von 5.500 MW war es im Jahr 2017 das weltweit leistungsstärkste Kohlekraftwerk und auch das mit dem höchsten Kohlendioxid-Ausstoß. Betreiber ist die staatliche Taiwan Power Company (‚Taipower‘), die neben dem Kraftwerk Taichung vier weitere Kohlekraftwerke besitzt.


Einen Tag vor Beginn der Tour de France werden Jan Ullrich, Óscar Sevilla, der sportliche Leiter Rudy Pevenage und Ivan Basso sowie sechs weitere Fahrer im Zuge des Dopingskandals um den Mediziner Eufemiano Fuentes vom Rennen ausgeschlossen.

Die Tour de France [ˌtuʀdəˈfʀɑ̃ːs] ist das bekannteste und bedeutendste Straßenradrennen der Welt. Sie zählt neben dem Giro d’Italia und der Vuelta a España zu den großen Landesrundfahrten, den Grands Tours.


30.06.2005

In Spanien wird als drittem Land nach den Niederlanden und Belgien die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich ermöglicht.

Spanien ist ein Staat auf der Iberischen Halbinsel im Südwesten Europas, mit den Balearischen Inseln im Mittelmeer, den Kanarischen Inseln im Atlantik und zwei Exklaven in Nordafrika.


30.06.2003

Im Planetensystem HD 216770 entdecken Michel Mayor und seine Mitarbeiter den Exoplaneten HD 216770 mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode.

HD 216770 ist ein Stern, der sich in knapp 40 Parsec Entfernung in Richtung des Sternbilds Piscis Austrinus befindet und von einem Exoplaneten umkreist wird.


30.06.2002

Die brasilianische Fußballnationalmannschaft gewinnt mit einem 2:0-Sieg über das deutsche Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zum fünften Mal den Titel.

Die brasilianische Fußballnationalmannschaft, genannt Seleção, ist ein vom brasilianischen Nationaltrainer zusammengestellter Kader von Spitzenspielern. Sie repräsentiert den brasilianischen Fußballverband, die Confederação Brasileira de Futebol (C.B.F.), auf internationaler Ebene bei Freundschaftsspielen und internationalen Turnieren.


30.06.2000

Japanische Archäologen entdecken nahe Gizeh, Ägypten, drei Pharaonengräber.

Gizeh, deutsch Giseh oder Gise, ist mit 4,1 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Ägyptens und Hauptstadt des Gouvernements al-Dschīza (el-Gīza). Sie gehört zur Metropolregion Kairo. Gizeh liegt am Westufer des Nils, etwa 20 Kilometer südwestlich der Innenstadt Kairos. Das Siedlungsgebiet beider Städte ist nur durch den Nil getrennt. Bekannt ist die Stadt für das Gizeh-Plateau mit seinen altägyptischen Königsgräbern, Pyramiden und Tempeln, einschließlich der Sphinx und den Pyramiden von Gizeh. Auch das 2025 neu eröffnete Grand Egyptian Museum befindet sich hier.


Beim Untergang der indonesischen Fähre Cahaya Bahara vor Sulawesi sterben über 500 Menschen.

Indonesien ist ein Staat in Südostasien und Ozeanien, gelegen zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land umfasst mehr als 17.000 Inseln, darunter Sumatra, Java, Sulawesi sowie Teile von Borneo und Neuguinea. Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat. Mit einer Fläche von 1.904.569 km² ist es das 14.-größte Land der Welt. Mit über 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und zugleich das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land. Auf der Insel Java, der bevölkerungsreichsten Insel der Welt, lebt mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung.


30.06.1997

Mit dem Ablauf der vereinbarten Pachtzeit von 99 Jahren endet die britische Kolonialherrschaft über die New Territories in Hongkong. Entsprechend der zuvor vereinbarten chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung zu Hongkong übergibt das Vereinigte Königreich die Hoheit über das gesamte Gebiet Hongkongs an die Volksrepublik China.

Die New Territories, Abk.: N.T., nach dem englischen Begriff für Neue Territorien, sind der nördlichste, größte und neueste Teil der Sonderverwaltungszone Hongkong. Das Gebiet mit den Distrikten Islands – 離島區, Kwai Tsing – 葵青區, North – 北區, Sai Kung – 西貢區, Sha Tin – 沙田區, Tai Po – 大埔區, Tsuen Wan – 荃灣區, Tuen Mun – 屯門區 und Yuen Long – 元朗區 umfasst eine Fläche von 956 km².


30.06.1996

Im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in England gewinnt Deutschland gegen Tschechien durch ein Golden Goal von Oliver Bierhoff.

Die Endrunde der 10. Fußball-Europameisterschaft wurde vom 8. bis zum 30. Juni 1996 in England ausgetragen. Von dieser Europameisterschaft bis zur Europameisterschaft 2012 nahmen 16 Mannschaften in vier Gruppen an der EM-Endrunde teil, während es zuvor nur acht Mannschaften in zwei Gruppen waren.


30.06.1994

Auflösung des Bundesgesundheitsamtes im Zusammenhang mit Problemen mit HIV-kontaminierten Blutprodukten.

Das Bundesgesundheitsamt (BGA) wurde 1952 als Nachfolgeorganisation des Reichsgesundheitsamts gegründet und war als Bundesoberbehörde die zentrale staatliche Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit mit Sitz in Berlin. Es hatte den Auftrag, Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier früh zu erkennen, diese zu bewerten und im Rahmen seiner gesetzlichen Kompetenzen einzudämmen.


30.06.1990

Die Mark der DDR verliert ihre Gültigkeit.

Mark war der Name verschiedener gesetzlicher Zahlungsmittel der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und der DDR von 1948 bis 1990. Sie wurden ab 1948 von der Deutschen Notenbank und ab 1968 von der Staatsbank der DDR herausgegeben. Folgende auf „Mark“ lautende Währungen wurden im Territorium der DDR emittiert:Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM) 24. Juli 1948 bis 31. Juli 1964 Mark der Deutschen Notenbank (MDN) 1. August 1964 bis 31. Dezember 1967 Mark (M) der Deutschen Demokratischen Republik 1. Januar 1968 bis 30. Juni 1990


30.06.1989

Umar al-Baschir wird nach einem unblutigen Militärputsch Präsident der Republik Sudan.

Umar Hasan Ahmad al-Baschir, häufig Omar al-Baschir, ist ein ehemaliger sudanesischer Politiker, Putschist, Diktator und Offizier. Er war von 1993 bis zu seiner Absetzung durch das Militär im April 2019 der autoritär regierende Staatspräsident des Sudan.


30.06.1985

Die letzten 39 Geiseln des TWA-Flugs 847 werden freigelassen. Ein Kommando einer der Hisbollah nahestehenden Organisation hatte das Flugzeug am 14. Juni entführt.

Der TWA-Flug 847 war ein internationaler Flug mit einer Boeing 727 der Trans World Airlines, die am 14. Juni 1985 durch die terroristische Organisation für die Unterdrückten der Welt, eine Gruppe mit Verbindungen zur islamistischen Terrororganisation Hisbollah, auf dem Flug von Athen nach Rom entführt wurde. Für die Crew und die Passagiere begann daraufhin ein dreitägiger Irrflug durch die Mittelmeerregion, bei dem ein amerikanischer Passagier ermordet wurde. Einige Dutzend Passagiere wurden dann von der Terrororganisation noch zwei Wochen festgehalten.


30.06.1984

Das Internationale Sportgerichtshof nimmt seinen Geschäftsbetrieb auf.

Der Internationale Sportgerichtshof, englisch Court of Arbitration for Sport (CAS), französisch Tribunal arbitral du sport (TAS), ist ein unabhängiges internationales Schiedsgericht mit Sitz im schweizerischen Lausanne, das 1984 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingerichtet wurde und als letzte Entscheidungsinstanz die oberste Sportgerichtsbarkeit für die Sportverbände und Nationalen Olympischen Komitees in Streitfragen zum internationalen Sportrecht innehat. Infolge eines Urteils des Bundesgerichts der Schweiz wurde der TAS/CAS 1994 der Stiftung Conseil International de l’Arbitrage en matière de Sport bzw. International Council of Arbitration for Sport als Träger unterstellt, die seitdem über die Verwaltung, Finanzierung und die Auswahl der Schiedsrichter entscheidet, um den TAS/CAS vom IOC unabhängig zu machen. Dem TAS/CAS gehörten 2012 über 300 Richterinnen und Richter aus 87 Nationen an.


30.06.1982

Die Grube Haverlahwiese, einst die größte Eisenerzgrube in Deutschland und eines der förderstärksten Bergwerke in Europa, stellt als letztes Bergwerk im Raum Salzgitter/Peine die Förderung ein.

Die Grube Haverlahwiese war ein eisenerzförderndes Bergwerk im Salzgitterrevier. Es lag an der Westflanke des Salzgitter-Höhenzuges zwischen den Ortschaften (Salzgitter-)Lichtenberg im Norden, Steinlah im Süden, Gebhardshagen im Osten und Gustedt im Westen. Das Bergwerk war einst die größte Eisenerzgrube in Deutschland und eine der förderstärksten in Europa. Die Grube Haverlahwiese stellte am 30. Juni 1982 als letztes Bergwerk im Raum Salzgitter/Peine die Förderung ein.


30.06.1981

Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung der Fernsehserie Dallas.

Die ARD ist ein Rundfunkverbund, der aus den Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle besteht. Sie wurde 1950 gegründet und bildet gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen und dem Deutschlandradio den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die ARD wird zum Großteil aus dem Rundfunkbeitrag finanziert und beinhaltet gemeinsame Programme und Angebote wie Das Erste, die ARD Mediathek, ARD Sounds, die Tagesschau sowie zahlreiche Landes-Hörfunk- und -Fernsehprogramme.


30.06.1975

Muhammad Ali verteidigt seinen Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Joe Bugner im Merdeka Stadium von Kuala Lumpur durch einen Sieg nach Punkten.

Muhammad Ali war ein US-amerikanischer Boxer und neben Olexsandr Usyk der Einzige, der den Titel des unumstrittenen Weltmeisters dreimal gewinnen konnte. Bekannt wurde er zunächst unter seinem Namen Cassius Clay. Er gehörte zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragendsten Sportathleten des 20. Jahrhunderts überhaupt und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt. Vor allem die in den 1970er Jahren über TV weltweit ausgestrahlten Boxkämpfe mit Joe Frazier, Ken Norton und der Rumble in the Jungle gegen George Foreman (1974) gelten als Klassiker unter den Schwergewichtskämpfen.


30.06.1973

In London wird die Internationale Kakao-Organisation (International Cocoa Organisation) gegründet.

Die Internationale Kakao-Organisation, kurz ICCO, ist eine internationale Organisation von Kakao produzierenden und importierenden Staaten mit Sitz in Abidjan. Sie wurde 1973 unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen zur Umsetzung des ersten, am 21. Oktober 1972 in Genf ausgehandelten und am 30. Juni 1973 in Kraft getretenen internationalen Kakao-Übereinkommens in London gegründet. Seit 1972 wurden internationale Kakao-Abkommen in den Jahren 1972, 1975, 1980, 1986, 1993 und 2001 abgeschlossen. Das sechste Internationale Kakao-Übereinkommen wurde 2001 ausgehandelt, seit dem 1. Oktober 2003 vorläufig angewandt und trat am 2. November 2005 endgültig in Kraft. Am 25. Juni 2010 wurde das siebte internationale Kakao-Abkommen in Genf ausgehandelt und trat am 1. Oktober 2012 in Kraft.


30.06.1972

Erstmals wird eine Schaltsekunde ans Tagesende angefügt, um die offizielle Zeit mit der mittleren Sonnenzeit zu synchronisieren.

Die Erde rotiert minimal langsamer, als bei der Definition der Sekunde zugrunde gelegt wurde; ein tatsächlicher mittlerer Sonnentag dauert daher um Sekundenbruchteile länger als 86.400 Sekunden. Dieser Effekt akkumuliert sich. Von Zeit zu Zeit wird deshalb eine Schaltsekunde in die koordinierte Weltzeit (UTC), eine Atomzeit­skala, eingefügt, um sie mit der auf der Erdrotation basierenden Weltzeit (UT1), die näherungsweise mit der früher verwendeten Greenwicher mittleren Sonnenzeit (GMT) übereinstimmt, möglichst synchron zu halten.


30.06.1963

Paul VI. wird als bislang letzter Papst mit der Tiara traditionell gekrönt.

Paul VI. war ein italienischer Priester und Bischof. Er war von 1963 bis 1978 der 262. Papst der römisch-katholischen Kirche und Oberhaupt des Staates der Vatikanstadt. Wegen seiner prägenden Rolle für den Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils, seiner Beschlussfassung und der Umsetzung der Entscheidungen gilt er manchen als eigentlicher „Konzilspapst“. Wahrscheinlich hat keiner seiner Vorgänger jemals eine so umfassende kirchliche Gesetzgebung durchgesetzt, wenn auch die gesamte Neufassung des nachkonziliaren Gesetzbuches erst 1983 publiziert wurde.


30.06.1961

Das deutsche Bundessozialhilfegesetz wird verabschiedet, das bis zum 31. Dezember 2004 Art und Umfang der Sozialhilfe für bedürftige Einwohner der Bundesrepublik Deutschland regelt.

Das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) regelte von 1962 bis 2004 Art und Umfang der Sozialhilfe für hilfebedürftige Einwohner der Bundesrepublik Deutschland.


30.06.1960

Belgisch-Kongo wird als Republik Kongo unabhängig.

Die Geschichte der Demokratischen Republik Kongo beschreibt die Geschichte der Region, die später zum Territorium der Demokratischen Republik Kongo werden sollte. Ihre Grenzen wurden im Wesentlichen von der Kolonialmacht Belgien geprägt.


30.06.1956

Das Scala Wien hat seine letzte Vorstellung. Das von Karl Paryla und Wolfgang Heinz geleitete Theater muss nach einer Medienkampagne geführt von Friedrich Torberg und Hans Weigel seine Pforten schließen, weil es sich als einziges Wiener Theater nicht am Wiener Brecht-Boykott beteiligt hat.

Das Neue Theater in der Scala, auch Scala Wien, war ein Wiener Theater, das nach dem Zweiten Weltkrieg von zurückgekehrten Emigranten und engagierten Antifaschisten, vielfach Kommunisten, als Sozietät in einem Mitbestimmungsmodell und als progressives Sprechtheater eröffnet wurde.


Bei der Flugzeugkollision über dem Grand Canyon stoßen im nicht überwachtem Luftraum eine Super Constellation und eine DC-7 zusammen. Alle 128 Insassen in beiden Flugzeugen sterben.

United-Air-Lines-Flug 718 war ein Linienflug vom Los Angeles International Airport nach Chicago, Newark und Philadelphia, auf dem eine Douglas DC-7 am 30. Juni 1956 mit einer Lockheed Super Constellation auf dem TWA-Flug 2 auf dem Weg von Los Angeles nach Kansas City und New York über dem Grand Canyon in der Luft kollidierte, wobei alle 128 Personen an Bord der beiden Maschinen getötet wurden.


30.06.1953

Das deutsche UNICEF-Komitee wird mit Sitz in Köln gegründet.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und fungiert als eine ihrer entwicklungspolitischen Organe. Sie wurde am 11. Dezember 1946 gegründet, zunächst um Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen. Heute arbeitet die Organisation weltweit in über 190 Staaten und Territorien. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in Entwicklungsländern und in den Krisengebieten der Erde. Dort unterstützt UNICEF Kinder und Mütter in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung, Hygiene, Ernährung sowie Bildung und leistet humanitäre Hilfe in Notsituationen. Außerdem setzt sich UNICEF politisch für die Kinderrechte ein, so etwa im Einsatz gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten oder für den Schutz von geflüchteten Kindern. Die Organisation tritt weltweit für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Ziele für nachhaltige Entwicklung ein. Hierzu werden auch in Industrieländern in geringerem Umfang Programme durchgeführt, zum Beispiel zum Schutz von geflüchteten Kindern.


30.06.1946

Die vier Besatzungsmächte in Deutschland führen für den Interzonenverkehr den Interzonenpass ein.

Der Begriff Interzonenverkehr bezeichnete zwischen 1945 und 1949 den Verkehr zwischen den vier Besatzungszonen in Deutschland, die 1945 durch die Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges errichtet worden waren. Er wurde auch nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1949 beibehalten, selbst nach Wegfall des Interzonenpasses 1953 sowie für durchgehende Transit-Züge aus dem Bundesgebiet nach West-Berlin. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurden die Züge zwischen Ost und West unterschieden in „Interzonenzüge“ und „Transitzüge“. Letztere verbanden West-Berlin mit der Bundesrepublik und hielten in der DDR nicht.


Die USA starten die Operation Crossroads, eine Reihe von Kernwaffentests auf dem Bikini-Atoll; die Testreihen laufen bis 1958.

Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.


30.06.1945

Die Schlacht um Okinawa im Zweiten Weltkrieg endet mit der Einnahme der japanischen Insel durch die Alliierten, doch vereinzelte Kämpfe im Gebirge gehen noch wochenlang weiter.

Die Schlacht um Okinawa begann am 1. April 1945 mit der amerikanischen Invasion der japanischen Insel Okinawa und endete am 30. Juni 1945. Die Schlacht war Teil der Pazifikkriegskampagne im Zweiten Weltkrieg. Aus japanischer Sicht war Okinawa die letzte Verteidigungslinie, die einer Invasion der japanischen Hauptinseln durch die Alliierten im Weg stand. Entsprechend planten die Alliierten, Okinawa zur Luftunterstützung der geplanten Invasion der Hauptinseln zu nutzen.


30.06.1942

Im Deutschen Reich wird der Unterricht für jüdische Schüler verboten.

Deutsches Reich ist der Name des deutschen Nationalstaates zwischen 1871 und 1945. Anfangs nicht deckungsgleich, wurde der Name zugleich auch die staatsrechtliche Bezeichnung Deutschlands. Nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 kam die Bezeichnung „Großdeutsches Reich“ in amtlichen wie propagandistischen Gebrauch. Ein Führererlass Hitlers wies die Institutionen des Staates im Juni 1943 an, zukünftig diese Benennung zu verwenden.


30.06.1940

Mit der Besetzung der Kanalinseln können deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg den einzigen Kronbesitz einnehmen.

Die Kanalinseln oder Normannischen Inseln sind eine Inselgruppe im südwestlichen Teil des Ärmelkanals – in Küstennähe des französischen Départements Manche. Auf den sieben bewohnten Inseln leben ungefähr 166.000 Personen. Fünf der Inseln sind größer als ein Quadratkilometer.


30.06.1937

Die Banque de France verlässt den Goldstandard.

Die Banque de France ist eine Zentralbank, die heute dem Europäischen System der Zentralbanken angehört. In der Zeit davor sicherte sie die frühere französische Währung, den Franc. Sie geht auf die Gründung durch Napoleon im Jahr 1800 zurück und hat ihren Sitz in Paris.


30.06.1936

Margaret Mitchells Roman Vom Winde verweht (Gone With the Wind) erscheint.

Margaret Munnerlyn Mitchell war eine US-amerikanische Schriftstellerin.


30.06.1934

Die Nacht der langen Messer beginnt, in der die gesamte Stabsführung der SA von den Nationalsozialisten zur Verhinderung eines angeblichen Putsches ermordet wird. In der von Adolf Hitler befohlenen Aktion finden weitere missliebige Personen den Tod, was hinterher gesetzlich als „Staatsnotwehr“ bemäntelt wird.

Als Röhm-Putsch bezeichnete die nationalsozialistische Führung die Ereignisse Ende Juni/Anfang Juli 1934, bei denen auf Befehl Adolf Hitlers Führungskräfte der Sturmabteilung einschließlich des Stabschefs Ernst Röhm und mehrere Gegner des NS-Regimes ermordet wurden. Die Ereignisse wurden später auch als Röhm-Aktion oder Röhm-Morde bezeichnet. Die nationalsozialistische Propaganda rechtfertigte die Morde mit der unwahren Behauptung, dass die SA unter Röhm einen baldigen Putsch oder überhaupt irgendeine Aktion geplant habe. In der Folge wurde der Ausdruck Röhm-Putsch von Hitler und der NS-Propaganda nicht mehr nur für den angeblichen Putsch, sondern für die gesamten Ereignisse einschließlich der von Hitler befohlenen Morde benutzt.


30.06.1930

Der dritte anglo-irakische Vertrag ebnet den Weg zur Unabhängigkeit des Irak, sichert Großbritannien aber weiterhin militärische Präsenz und Zugriff auf das Erdöl des Landes zu.

Als Anglo-irakische Verträge bezeichnet man eine Reihe von Abkommen, die in den 1920er- und 1930er-Jahren zwischen der Regierung des Irak und der britischen Mandatsmacht geschlossen wurden.


Die alliierte Rheinlandbesetzung endet fünf Jahre früher als ursprünglich beabsichtigt. Mit dem Truppenabzug folgen die Siegermächte des Ersten Weltkriegs Vereinbarungen im Umfeld des Young-Plans.

Die alliierte Rheinlandbesetzung war eine Folge des Ersten Weltkriegs, in dem das Deutsche Reich gegen die alliierten und assoziierten Mächte eine militärische Niederlage erlitten hatte. Im Waffenstillstand von Compiègne vom 11. November 1918 musste die provisorische Reichsregierung einwilligen, alle deutschen Truppen von der Westfront hinter den Rhein zurückzuziehen. Stattdessen besetzten Truppen der Siegermächte Frankreich, Belgien, Großbritannien und USA die linksrheinischen Gebiete sowie drei rechtsrheinische „Brückenköpfe“ mit je 30 Kilometer Radius um Köln, Koblenz und Mainz. Anfang 1919 folgte ein weiterer Brückenkopf mit 10 Kilometer Radius um Kehl. Ferner wurden die linksrheinischen Gebiete sowie alle rechtsrheinischen Gebiete mit 50 km Abstand zum Rhein zu einer entmilitarisierten Zone für jegliche deutsche Streitkräfte. Der Versailler Vertrag von 1919 wiederholte diese Bestimmungen, befristete die Anwesenheit der fremden Truppen aber auf 15 Jahre bis 1935. Die Verwaltung der alliierten Besatzungszonen unterstand ab 1920 der Interalliierten Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz. Die Besetzung sollte Frankreich Sicherheit vor einem erneuten deutschen Angriff verschaffen. Sie war auch ein Druckmittel dafür, dass Deutschland seinen Reparationsverpflichtungen nachkam. Nachdem diese mit dem Young-Plan scheinbar erreicht worden war, wurde die Rheinlandbesetzung zum 30. Juni 1930 vorzeitig beendet.


30.06.1923

In Kassel wird das weltweit erste Tapetenmuseum eröffnet.

Das Deutsche Tapetenmuseum ist ein 1923 gegründetes Museum in Kassel mit Schwerpunkt auf Tapeten und Raumkunst. Seit 1993 gehört es zu Hessen Kassel Heritage.


30.06.1920

In Berlin wird in der Galerie Dr. Otto Burchard die Erste Internationale Dada-Messe eröffnet. Sie dauert bis zum 25. August.

Die Erste Internationale Dada-Messe war eine von Dadaisten organisierte Ausstellung. Sie fand vom 30. Juni bis zum 25. August 1920 in Berlin statt und wurde von der Galerie Dr. Otto Burchard veranstaltet. Die Messe war mit ihren Ausstellungsobjekten eine Absage an die bürgerliche Kultur, bildete jedoch eine Dokumentation künstlerischer Kreativität, welche die Dada-Revolte freigesetzt hatte und deren Impulse die weitere Entwicklung der modernen Kunst inspirierten. Als Beispiele sind die Pop Art, die Konzeptkunst und die Objektkunst sowie der sich von Paris aus den Ideen und meist spontanen Arbeitstechniken der Dadaisten entwickelnde Surrealismus zu nennen, indem von den Pariser Dadaisten diese Techniken systematisiert wurden.


30.06.1913

Der deutsche Reichstag verabschiedet eine Wehrvorlage, die eine stufenweise Aufstockung des Heeres vorsieht.

Der Reichstag war von 1871 bis 1918 das Parlament des Deutschen Kaiserreichs. Schon im Norddeutschen Bund hatte das Parlament denselben Namen und dieselbe Position im politischen System. Der Reichstag verkörperte neben dem Kaiser die Einheit des Reiches, war also ein unitarisches Organ. Er repräsentierte das nationale und demokratische Element neben dem Föderalismus der Bundesstaaten und der monarchisch-bürokratischen Exekutive im Machtgefüge des Reiches.


30.06.1908

In Sibirien geschieht das Tunguska-Ereignis, eine bis heute nicht völlig geklärte Explosion, deren Stärke heute auf das mehr als tausendfache der Hiroshima-Bombe geschätzt wird. Die Explosion ist vermutlich auf einen Meteoriteneinschlag zurückzuführen.

Als Sibirien bezeichnet man im weitesten Sinne den ganzen nordasiatischen Teil Russlands. Es wird im Westen begrenzt vom Ural, im Norden vom Arktischen Ozean, im Osten vom Pazifik und im Süden von der Volksrepublik China, der Mongolei und Kasachstan. Sibirien umfasst rund drei Viertel des russischen Staatsgebiets und ist etwa 13,1 Millionen Quadratkilometer groß; somit ist es um rund 3,5 Mio. km² größer als die Volksrepublik China (ca. 9,6 Mio. km²), der größte unabhängige Staat Asiens.


30.06.1905

Albert Einsteins Arbeit Zur Elektrodynamik bewegter Körper geht bei der Redaktion der Annalen der Physik ein. Sie begründet die Spezielle Relativitätstheorie. Es ist Einsteins dritte und wichtigste Arbeit im sogenannten „Annus mirabilis“ der Physik.

Albert Einstein war ein theoretischer Physiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als einer der bekanntesten Wissenschaftler der Neuzeit. Seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie zum Wesen der Gravitation veränderten maßgeblich das zuvor geltende newtonsche Weltbild. 1999 wurde Albert Einstein in einer durch die Fachzeitschrift Physics World durchgeführten Umfrage unter führenden Physikern vor Isaac Newton, James Clerk Maxwell, Niels Bohr und Werner Heisenberg zum bedeutendsten Physiker aller Zeiten gewählt.


30.06.1900

Ein Großbrand im Hafen von Hoboken (New Jersey) wirkt sich auf vier deutsche Linienschiffe aus. Auf dem hölzernen Pier lagernde Baumwollballen entzünden sich. Allein auf den Schiffen des Norddeutschen Lloyd sterben 147 Menschen, insgesamt werden 326 Tote gezählt.

Der Brand des Piers in Hoboken war ein Großbrand, der am Samstag, dem 30. Juni 1900, ausbrach und ungefähr 300 Menschenleben forderte. Das Feuer richtete in den Hafenanlagen des Norddeutschen Lloyd in Hoboken, New Jersey, und an den festgemachten Linienschiffen 5,35 Mio. US-Dollar Schaden an. Der Brand gilt nach dem Unglück der General Slocum im Jahr 1904 mit über 1000 Todesopfer als eine der größten Katastrophen im New Yorker Hafen und eine der größten Brandkatastrophen in den Vereinigten Staaten.


30.06.1894

In London wird die Tower Bridge für den Verkehr freigegeben. Die im neugotischen Stil erbaute Klappbrücke ist die östlichste Brücke über die Themse in der britischen Hauptstadt.

Die Tower Bridge ist eine Straßenbrücke über den Fluss Themse in London und benannt nach dem nahen Tower of London. Sie wurde 1894 eröffnet und verbindet den Stadtbezirk Tower Hamlets auf der Nordseite mit dem Stadtteil Southwark im Stadtbezirk London Borough of Southwark; über sie führt die Hauptstraße A 100. Die im neugotischen Stil errichtete Klappbrücke ist die östlichste Themsebrücke der Stadt. Am Nordufer befinden sich der Tower of London und die St Katharine Docks, am Südufer die City Hall. Die Brücke ist im Besitz von Bridge House Estates, einer Wohlfahrtsorganisation der City of London Corporation, die auch für den Unterhalt zuständig ist. Gelegentlich wird die Tower Bridge mit der London Bridge verwechselt – diese ist die nächste Brücke stromaufwärts. Östlicher und flussabwärts liegt erst seit 1991 die Queen Elizabeth II Bridge.


30.06.1893

Die Distanzradfahrt Wien–Berlin endet mit einem Sieg des Bayern Josef Fischer. Dieses bedeutsamste deutsche und österreichische Radrennen vor dem Ersten Weltkrieg löst eine Hochkonjunktur bei Fahrrädern aus.

Die Distanzradfahrt Wien–Berlin fand vom 29. bis 30. Juni 1893 statt und führte über 582,5 Kilometer. Es war das bedeutendste deutsche und österreichische Straßenrennen vor dem Ersten Weltkrieg und leitete einen Fahrradboom in diesen beiden Ländern ein.


30.06.1879

Der vom osmanischen Sultan wegen Verschwendung abgesetzte Khedive Ismail Pascha verlässt Kairo.

Sultan ist ein islamischer Herrschertitel, der ab dem 10. Jahrhundert in verschiedenen Epochen und Gegenden der Welt benutzt wird, beispielsweise in Indien und im Osmanischen Reich. Das Herrschaftsgebiet eines Sultans wird als Sultanat bezeichnet.


30.06.1878

Bei der Pariser Weltausstellung, die Exposition Universelle auf dem Champ de Mars, ist der soeben fertiggestellte Kopf der Freiheitsstatue zu besichtigen.

Die Weltausstellung, auch als Exposition Universelle Internationale, Exposition Mondiale (Expo) oder World’s Fair bezeichnet, ist eine internationale Ausstellung, die sich in der Zeit der Industrialisierung als technische und kunsthandwerkliche Leistungsschau etablieren konnte. Die Entstehung der Weltausstellung geht auf Prinz Albert, den Gemahl der britischen Königin Victoria, zurück. Im Londoner Hyde Park wurde die erste Ausstellung feierlich eröffnet.


30.06.1865

Die Operette Die schöne Galathée von Franz von Suppè auf das Libretto von Leonhard Kohl von Kohlenegg hat ihre Uraufführung am Meysels Theater in Berlin. Der Auftrag zu dem Stück stammt vom Wiener Impresario Karl Treumann, der Text ist eine Bearbeitung von Victor Massés Opéra-comique Galathée aus dem Jahr 1852.

Die Operette ist ein musikalisches Bühnenwerk. Die Bezeichnung gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Bis zum 20. Jahrhundert hat sie einen erheblichen Bedeutungswandel erfahren. Die Operette seit dem 19. Jahrhundert hat eher leichte, eingängige Musik, eine heitere oder sentimentale Handlung und gesprochene Dialoge zwischen den Musiknummern.


30.06.1864

US-Präsident Abraham Lincoln unterzeichnet den Yosemite Grant, mit dem das Yosemite Valley in Form eines Parks an Kalifornien abgetreten wird.

Abraham Lincoln   amtierte von 1861 bis 1865 als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner erfolgreichen Wahl im Jahr 1860 gelang ihm 1864 die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit. Er war der erste US-Präsident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.


30.06.1848

In Berlin erscheint die reguläre „Nummer 1“ der Neuen Preußischen Zeitung (Kreuzzeitung), die 91 Jahre lang an der Nahtstelle zwischen Politik und Publizistik steht.

Die Kreuzzeitung war eine von 1848 bis 1939 erschienene überregionale Tageszeitung im Königreich Preußen und später im Deutschen Reich. Sie erschien ab 1848 wöchentlich mit zwölf Ausgaben und ab 1929 mit wöchentlich sieben Ausgaben (täglich). Die Zeitung besaß Redaktionsbüros in verschiedenen Städten im In- und Ausland. Der Hauptsitz befand sich ursprünglich in der Dessauer Straße 5, ab 1868 in der Königgrätzer Straße 15 und ab 1927 in der Dessauer Straße 6–8 in Berlin.


30.06.1832

Die Erstausgabe der katholischen Schweizerischen Kirchenzeitung erscheint in Luzern.

Die Schweizerische Kirchenzeitung (SKZ) wurde von Melchior Schlumpf gegründet und erschien erstmals am 30. Juni 1832 in Luzern.


30.06.1827

Zarafa, die erste Giraffe der neueren Zeit in Europa, erreicht Paris.

Zarafa war eine Giraffenkuh, die als erste seit der sogenannten Medici-Giraffe nach über 300 Jahren lebend Europa erreichte. Nach einer mehr als zweijährigen Reise und über 7000 Kilometern betrat sie im Jahr 1827 europäischen Boden. Zwei weitere Giraffen erreichten Europa 1827 bzw. 1828.


30.06.1810

Frankreich übergibt das besetzte Fürstentum Bayreuth für den Preis von 15 Millionen Franc an das Königreich Bayern.

Erstes Kaiserreich ist eine von Historikern verwendete Bezeichnung für die Periode von 1804 bis 1814 und 1815 in der Geschichte Frankreichs. Der offizielle Staatsname war Französisches Kaiserreich. Während dieser Zeit war der französische Staat staatsrechtlich eine zentralistische konstitutionelle Monarchie, wurde aber in der Praxis von Kaiser Napoleon I. weitgehend autokratisch regiert.


30.06.1805

In den Vereinigten Staaten tritt das Gesetz zur Schaffung des Michigan-Territoriums in Kraft.

Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.


30.06.1764

Die Bestie des Gévaudan tötet ihr erstes bekanntes Opfer. In den folgenden drei Jahren verlieren etwa 100 Personen, vorwiegend Frauen und Kinder, bei dieser Angriffsserie ihr Leben.

Bestie des Gévaudan ist die Bezeichnung für ein Raubtier, dessen Angriffen in den Jahren 1764 bis 1767 im Gévaudan (Südfrankreich) und in angrenzenden Gebieten etwa 100 Kinder, Jugendliche und Frauen zum Opfer fielen. Das Gévaudan war eine dünn besiedelte historische Provinz im Zentralmassiv; seine Grenzen entsprachen weitgehend denen des heutigen Départements Lozère. Einige Historiker gehen davon aus, dass mehrere Tiere an den Angriffen beteiligt waren.


30.06.1741

In der Enzyklika Quanta Cura spricht Papst Benedikt XIV. Missstände beim Verlangen von Entgelt für Messen an und verlangt eine ordnungsgemäße Praxis von den Geistlichen.

Als Enzyklika bezeichnet man ein belehrendes, ermutigendes oder ermahnendes Rundschreiben der römisch-deutschen Kaiser oder der Päpste an ihre Untertanen und Getreuen. Kaiserliche Enzykliken waren in der Regel Krönungsberichte. Päpstliche Enzykliken sind bis heute eine wichtige Verlautbarungsform des kirchlichen Lehramtes der römisch-katholischen Kirche. Sie werden gewöhnlich nach den ersten Worten des lateinischen Textes benannt.


30.06.1652

Die Reliquien des Donatus werden von Euskirchen nach Münstereifel überführt.

Eine Reliquie ist als Gegenstand kultischer religiöser Verehrung ein irdischer Überrest der Körper oder Körperteile von Heiligen oder ein Überbleibsel des jeweiligen persönlichen Besitzes. Sonderformen der Reliquien sind Berührungsreliquien, Gegenstände, mit denen Heilige zu Lebzeiten in Berührung kamen oder gekommen sein sollen, sowie Sekundärreliquien, Gegenstände, die beispielsweise mehrere Tage am Grab eines Heiligen waren und so selbst zu einer Reliquie werden.


30.06.1651

Die Schlacht bei Berestetschko endet mit einem Sieg der polnisch-litauischen Armee. Die Rebellionen im östlichen Landesteil Polen-Litauens erlahmen in der Folge, und der Chmelnyzkyj-Aufstand wird vorübergehend beendet.

Die Schlacht bei Berestetschko war eine der größten Schlachten des 17. Jahrhunderts. Sie wurde zwischen der Allianz der Saporoger Kosaken und Krimtataren und der Adelsrepublik Polen-Litauen geführt und war eine der letzten großen Auseinandersetzungen im Chmelnyzkyj-Aufstand. Das Gefecht dauerte drei Tage vom 28. Juni bis zum 30. Juni 1651.


30.06.1643

Jean-Baptiste Poquelin, der sich bald darauf Molière nennt, gründet vertraglich mit neun weiteren Personen die Schauspielertruppe L’Illustre Théâtre.

Jean-Baptiste Poquelin alias Molière war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.


30.06.1559

Der französische König Heinrich II. wird bei einer in Paris organisierten Ritterturnier-Veranstaltung – bei einer Tjost – anlässlich zur Feier des Friedensvertrags mit Habsburg (Frieden von Cateau-Cambrésis) sehr schwer verletzt. Es markiert den Anfang vom Ende des Rittersports in Frankreich, denn Heinrich II. verstirbt aufgrund der schweren Verletzung am 10. Juli und die Tjost wird daraufhin in Frankreich verboten.

Heinrich II. war von 1547 bis 1559 König von Frankreich. Er entstammte der Dynastie der Valois-Angoulême.


30.06.1520

Der in Gefangenschaft der Spanier befindliche aztekische Herrscher Moctezuma II. wird durch den Steinwurf eines Azteken tödlich getroffen. Aufruhr zwingt die Spanier unter Hernán Cortés in der darauffolgenden Nacht, der sogenannten Noche Triste, Tenochtitlan unter schweren Opfern zu verlassen.

Die spanische Eroberung Mexikos unter Hernán Cortés in den Jahren von 1519 bis 1521 führte zum Untergang des Reiches der Azteken und begründete die Herrschaft der Spanier über Mesoamerika. Entscheidend für den Erfolg der Spanier waren dabei ihre überlegene Waffentechnik, die Anfälligkeit der indigenen Bevölkerung für die von den Eroberern eingeschleppten Krankheiten, Pocken, Masern, Grippe und vor allem Infektionen durch Salmonellen, die dort vorher unbekannt waren, sowie die Ausnutzung innen- und außenpolitischer Schwachpunkte des aztekischen Reiches. Nach der Eroberung des Aztekenreiches gründeten die Spanier das Vizekönigreich Neuspanien. In der Folge kamen viele Abenteurer und Siedler aus Spanien nach Zentralmexiko, während die Religion der Azteken vom Christentum verdrängt und die indigene Kultur zu einem großen Teil ausgelöscht wurde.


30.06.1498

Maximilian I. gründet die Wiener Sängerknaben als Teil seiner musikalischen Hofkapelle.

Maximilian I. aus dem Geschlecht der Habsburger war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zu seinem Tod römisch-deutscher Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.


30.06.1462

In der Schlacht bei Seckenheim in der Mainzer Stiftsfehde besiegt Pfalzgraf Friedrich I. eine Koalition seiner Gegner.

Die Schlacht bei Seckenheim am 30. Juni 1462 war eine Entscheidungsschlacht im Badisch-Pfälzischen Krieg.


30.06.1422

Auf dem Rückzug von der Stadt Bellinzona, die es zuvor vergeblich belagert hat, wird das Aufgebot der Alten Eidgenossenschaft von zahlenmäßig weit überlegenen Truppen des Herzogtums Mailand in der Schlacht bei Arbedo besiegt.

Bellinzona ist eine politische Gemeinde im Kreis und Bezirk Bellinzona sowie Hauptort des italienischsprachigen Kantons Tessin in der Schweiz. Mit seinen rund 45'000 Einwohnern ist Bellinzona nach Lugano die zweitgrösste Stadt des Kantons. Die Einwohner werden Bellenzer genannt, italienisch Bellinzonesi.


30.06.1377

Die Grundsteinlegung des Ulmer Münsters findet durch den Bürgermeister Ludwig Krafft und unter dem Baumeister Heinrich II. Parler statt.

Die Grundsteinlegung ist im Bauwesen eine Zeremonie um einen symbolischen Grundstein. Dieser erste Stein eines neuen Bauwerks, der oft in feierlicher Form mit Beigabe von Urkunden und Münzen bei Baubeginn gelegt wird, kann im Fundament vermauert oder sichtbar angeordnet sein.