Historische Ereignisse am Montag, 30. März
53 bedeutende Ereignisse fanden am Montag, 30. März statt — von 598 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Im Slowenien fanden bedeutende Momente der Sportgeschichte statt. So erzielte der Slowene Domen Prevc beim letzten Springen der Saison 2024/25 in Planica auf der Letalnica einen neuen Skiflugweltrekord von 254,5 Meter. Das Skispringenzentrum in Planica gehört zu den renommiertesten Anlagen dieser Sportart und zieht internationale Athleten an. Ein weiterer Meilenstein liegt weiter zurück: Die deutschen Paarlläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gewannen zum vierten Mal den Weltmeistertitel im Eiskunstlauf und stellten damit den Titelrekord des deutschen Paares Maxi Herber und Ernst Baier ein. Diese sportlichen Leistungen unterstreichen die Bedeutung Europas im internationalen Wettkampfgeschehen.
Aljona Savchenko prägte das Eiskunstlaufen ihrer Generation nachhaltig. Die Sportlerin gewann neben ihren vier Weltmeistertiteln auch Olympiamedaillen und zählt zu den erfolgreichsten Paarlläuferinnen ihrer Epoche. Ihre Karriere verdeutlicht die Kontinuität europäischer Spitzenleistungen in technisch anspruchsvollen Disziplinen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Am Montag, 30. März 2026, herrscht Windstille bei acht Grad Celsius. Der Himmel zeigt sich bedeckt mit grauer Wolkendecke. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase und nähert sich dem ersten Viertel. Das Sternzeichen Widder prägt diesen Tag astrologisch. Die Website DayAtlas präsentiert Wetterbedingungen, historische Ereignisse sowie berühmte Geburts- und Sterbetage für beliebige Daten und Orte.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 1. April.
30.03.2025
Der Slowene Domen Prevc erzielt beim letzten Springen der Saison 2024/25 in Planica auf der Letalnica einen neuen Skiflugweltrekord von 254,5 Meter.
Domen Prevc ist ein slowenischer Skispringer. In der Saison 2025/26 gewann er die Vierschanzentournee und den Gesamtweltcup. Bei der Skiflug-WM 2026 in Oberstdorf gewann er die Goldmedaille im Einzel und bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina die Goldmedaille von der Großschanze. Seit dem 30. März 2025 hält er mit einer Weite von 254,5 Metern den offiziellen Skiflugweltrekord. Er ist, neben Matti Nykänen, der einzige Skispringer, welcher die wichtigsten fünf Wettkämpfe im Skispringen gewinnen konnte.
30.03.2017
Der US-amerikanische Science-Fiction-Film Ghost in the Shell startet in den deutschen Kinos. Es handelt sich hierbei um die erste Realverfilmung des gleichnamigen Animes aus dem Jahr 1995.
Ghost in the Shell ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2017. Regie führte Rupert Sanders, das Drehbuch verfassten William Wheeler, Jamie Moss und Ehren Kruger. Der Film ist die erste Realfilmumsetzung – zudem in stereoskopischem 3D – des Mangas Ghost in the Shell von Masamune Shirow und eine Neuverfilmung des gleichnamigen Animes aus dem Jahr 1995. In den Hauptrollen sind Scarlett Johansson, Pilou Asbæk, Michael Pitt, Takeshi Kitano, Chin Han, Lasarus Ratuere und Juliette Binoche zu sehen. In den deutschen Kinos feierte der Film seine Premiere am 30. März 2017, in den USA startete er einen Tag später.
30.03.2012
Die deutschen Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gewinnen zum vierten Mal den Weltmeistertitel im Eiskunstlauf und stellen damit den Titelrekord des deutschen Paares Maxi Herber und Ernst Baier ein.
Aljona Savchenko, ursprünglich ukrainisch Оле́на Валенти́нівна Са́вченко, Olena Walentyniwna Sawtschenko, ist eine ehemalige ukrainisch-deutsche Eiskunstläuferin, die im Paarlauf startete. Sie wurde bei den Olympischen Spielen 2018 zusammen mit Bruno Massot für Deutschland Olympiasiegerin und bei den Weltmeisterschaften 2018 in Mailand Weltmeisterin. Mit ihrem ehemaligen Eiskunstlauf-Partner Robin Szolkowy gewann sie fünfmal die Welt-, viermal die Europameisterschaft sowie zwei Olympia-Bronzemedaillen.
30.03.2010
Der Kernforschungsorganisation CERN gelingt es zum ersten Mal einen Protonen-Crash zu erzeugen. Hierbei werden die Verhältnisse, die wenige Sekunden nach dem Urknall herrschten, simuliert.
Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung in der Nähe von Genf, die teilweise in Frankreich und teilweise in der Schweiz liegt. Am CERN wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, insbesondere wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. Der derzeit (2024) bedeutendste ist der besonders große Large Hadron Collider (LHC), der 2008 in Betrieb genommen wurde.
30.03.2006
Als erster brasilianischer Raumfahrer startet Marcos Pontes mit der Mission Sojus TMA-8 zur Internationalen Raumstation (ISS).
Ein Raumfahrer ist ein Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war Juri Gagarin; er umrundete am 12. April 1961 einmal die Erde. Zwei Jahre darauf war Walentina Tereschkowa als erste Frau im Weltraum.
Ein „Brandbrief“ des Kollegiums der Berliner Rütli-Schule über unhaltbare Zustände und schulische Gewalt an dieser Neuköllner Hauptschule wird öffentlich.
Die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli ist seit 2009 eine Gemeinschaftsschule im Berliner Ortsteil Neukölln des gleichnamigen Bezirks. Die Schule wurde bundesweit bekannt, als Lehrer im März 2006 in einem Brief an den Berliner Bildungssenator eine Lösung des Gewaltproblems an der Schule gefordert hatten. Dies führte zu einer innenpolitischen Debatte über das Schulsystem in Deutschland, Gewalt an Schulen und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.
30.03.2001
In Peking wird das Ergebnis der Volkszählung bekanntgegeben. Demnach leben in der Volksrepublik China (ohne Hongkong und Macao) 1.265.830.000 Menschen.
Peking, auch Beijing, ist die Hauptstadt der Volksrepublik China. Peking hat eine über dreitausendjährige Geschichte und ist eine der vier regierungsunmittelbaren Städte Chinas, das heißt, sie hat den Rang einer Provinz.
30.03.1987
Bei einer Versteigerung bei Christie’s ersteigert eine japanische Versicherungsfirma eines der Bilder aus Vincent van Goghs Gemäldeserie Sonnenblumen zum Rekordpreis von 24,75 Millionen Pfund.
Christie’s ist eines der traditionsreichsten Auktionshäuser mit Hauptsitz in London und ist weltweit führend auf dem Kunst- und Antiquitätenmarkt. Christie’s erzielte 2023 einen Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar.
30.03.1981
John Hinckley, Jr. verletzt bei einem Attentat in Washington, D.C. US-Präsident Ronald Reagan. Er möchte mit diesem Attentat die Aufmerksamkeit der Schauspielerin Jodie Foster erringen.
John Warnock Hinckley, Jr. ist ein US-amerikanischer Attentäter. Er verübte am 30. März 1981 ein Attentat auf den US-Präsidenten Ronald Reagan, um dadurch die Aufmerksamkeit der Schauspielerin Jodie Foster zu erregen. Nach 35 Jahren Aufenthalt in einer forensisch-psychiatrischen Klinik wurde er am 10. September 2016 unter Auflagen entlassen.
30.03.1978
Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky besucht als erster westlicher Regierungschef die Deutsche Demokratische Republik.
Der Bundeskanzler der Republik Österreich ist der Regierungschef der Republik Österreich, er führt den Vorsitz und die Geschäfte der Bundesregierung. In ihrer Gesamtheit besteht diese aus dem Bundeskanzler, aus dem Vizekanzler und den Bundesministern. Als Kollegialorgan sind sie mit den obersten Verwaltungsgeschäften des Bundes betraut, soweit diese nicht dem Bundespräsidenten obliegen.
30.03.1975
Die zweitgrößte Stadt Südvietnams, Đà Nẵng, wird im Vietnamkrieg von den kommunistischen Truppen erobert.
Südvietnam bezeichnet mehrere historische Staaten, die 1954 aus der Teilung Vietnams nach der französischen Niederlage in der Schlacht um Điện Biên Phủ im Indochinakrieg entstanden. Die offiziellen Namen lauteten von 1949 bis 1955 Staat Vietnam, danach bis 1975 Republik Vietnam. Nach der Kapitulation der Republik Vietnam am Ende des Vietnamkriegs wurde die kommunistisch dominierte Republik Südvietnam etabliert, die im Juli 1976 mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam vereinigt wurde.
30.03.1972
Der ehemalige Mwami (König) Ntaré V. kehrt aus ungeklärten Gründen aus dem ugandischen Exil nach Burundi zurück und wird sofort verhaftet. Wenig später wird er bei Unruhen ermordet.
Ntare V. Ndizeye, König von Burundi war der letzte König des Königreichs Burundi von Juli bis November 1966. Bis zu seiner Thronbesteigung war er als Kronprinz Charles Ndizeye bekannt. Nach dem von Hutu initiierten Aufstand im Oktober 1965 verließ sein Vater, Mwambutsa IV., das Land und ging ins Exil in die Schweiz. Im März 1966 entschloss sich Mwambutsa IV., zugunsten seines Sohnes auf den Thron zu verzichten. Der Kronprinz folgte seinem Vater formell im Juli 1966 auf den Thron nach. König Ntare selbst konnte sich nur wenige Monate auf dem Thron halten und wurde bereits im November 1966, als er sich auf einem Auslandsbesuch befand, durch einen Staatsstreich des Regierungschefs Michel Micombero entmachtet. Burundi wurde zur Republik. Der König ging nach Deutschland und später nach Uganda ins Exil.
30.03.1971
Als erstes Umweltschutzgesetz der sozialliberalen Koalition wird in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz gegen Fluglärm rechtswirksam.
Umweltschutz bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten. Der Umweltschutz hat mehrere Funktionen und beinhaltet verschiedene Prinzipien. Er beugt Beeinträchtigungen der Umwelt vor (Prävention), drängt sie zurück (Repression) und stellt Naturressourcen wieder her, soweit das möglich ist (Reparation).
30.03.1965
Ein Autobombenanschlag auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Saigon führt zum Tod von 22 Menschen, 188 werden verletzt. Ein Neubau ersetzt hinterher das erste US-Botschaftsgebäude in Südvietnam.
Eine Autobombe dient zur Durchführung eines Mord- oder Terroranschlags mittels in einem Kraftfahrzeug deponierten Sprengstoffs. Sie wird entweder als Mordinstrument gegen einen Insassen des Fahrzeugs oder als Waffe eingesetzt, um Menschen oder Einrichtungen in der Umgebung des explodierenden Fahrzeugs zu schädigen. Autobomben werden auch von Widerstandsgruppen in asymmetrischen Konflikten gegen reguläres Militär eingesetzt.
30.03.1964
In den Vereinigten Staaten läuft die erste Folge der Fernseh-Quizsendung Jeopardy! über die Bildschirme.
Als Quizsendung oder Quizshow bezeichnet man eine Spielshow im Fernsehen oder Hörfunk in Form eines Ratespiels, bei der Fragen beantwortet werden müssen. Dadurch können die Kandidaten meist hohe Geld- oder Sachpreise gewinnen.
30.03.1961
In New York wird das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel abgeschlossen, ein internationales Abkommen zur Einschränkung der Verfügbarkeit einiger Drogen.
Das Einheits-Übereinkommen von 1961 über Suchtstoffe, in Österreich Einzige Suchtgiftkonvention 1961, englisch Single Convention on Narcotic Drugs 1961, französisch Convention unique sur les stupéfiants de 1961 ist ein internationales Vertragswerk mit dem Ziel, die Verfügbarkeit einiger Drogen einzuschränken. Es ersetzte zahlreiche zwischen 1912 und 1953 abgeschlossene internationale Übereinkommen und Protokolle. Das Einheitsabkommen bindet als völkerrechtlicher Vertrag über 180 Staaten aufgrund internationalen Rechts und bestimmt teilweise direkt nationale Suchtgiftgesetze. Mehrere Artikel des Einheitsübereinkommens wurden mit dem Protokoll vom 25. März 1972 geändert oder ergänzt.
30.03.1954
In Toronto wird der erste Abschnitt der Yonge-University-Linie der Toronto Subway in Betrieb genommen. Es ist die erste U-Bahn in Kanada.
Die Yonge-University-Linie ist eine U-Bahn-Linie in der kanadischen Stadt Toronto. Sie ist Teil der Toronto Subway und bildet die wichtigste Nord-Süd-Verbindung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes. Die von der Toronto Transit Commission (TTC) betriebene Linie ist 38,8 Kilometer lang und besitzt 38 Stationen, die Spurweite beträgt 1495 Millimeter. Sie ist die älteste Linie der Toronto Subway und auch die älteste U-Bahn-Linie Kanadas.
30.03.1947
Regierungschef Qazi Mohammed wird zusammen mit seinen Ministern in Mahabad hingerichtet, drei Monate nach der Eroberung der kurzlebigen Republik Kurdistan durch den Iran.
Qazi Mohammed war ein kurdischer Politiker, Parteigründer, Richter und Präsident der Republik Kurdistan.
30.03.1945
Im Zweiten Weltkrieg erobern sowjetische Truppen die Stadt Danzig, US-Streitkräfte nehmen Heidelberg ein.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
30.03.1941
Adolf Hitler informiert gut 200 oberste Heeresführer in einer einstündigen Rede über den totalen Weltanschauungskrieg gegen die UdSSR, einen rassenideologischen Vernichtungskrieg (ausführliches Zitat aus diesem Treffen siehe unter Franz Halder). Indem sie diesen Ausführungen zustimmen, ist die Wehrmacht unwiderruflich in die deutschen Kriegsverbrechen gegen Soldaten und Zivilisten bis 1945 eingebunden.
Adolf Hitler war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft und von 1933 bis zu seinem Tod Diktator des Deutschen Reichs. Ab 1921 war er Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), von 1933 bis 1945 deutscher Reichskanzler, ab 1934 auch Staatsoberhaupt und ab 1938 Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht.
30.03.1940
Im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg erklärt Japan Nanjing zur Hauptstadt einer neuen Marionettenregierung unter Wang Jingwei.
Als Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg bezeichnet man den umfassenden Krieg der Japaner in China, der am 7. Juli 1937 begann und bis zum 9. September 1945 dauerte. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, Kriegseintritt der USA, war er ein Schauplatz des Pazifikkrieges und damit Teil des Zweiten Weltkrieges.
30.03.1938
Der achte Prototyp des deutschen Jagdflugzeugs Heinkel He 100, die He 100 V8, erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 746,61 km/h, was zu dieser Zeit den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord bedeutet.
Die Heinkel He 100 war ein deutsches Jagdflugzeug.
30.03.1935
Die Operette Herz über Bord von Eduard Künneke wird gleichzeitig in Zürich und Düsseldorf uraufgeführt.
Eduard Künneke war ein deutscher Operettenkomponist.
30.03.1934
Das viermotorige Flugboot Sikorsky S-42 bricht bei seinem Erstflug gleich mehrere Rekorde für Passagierflugzeuge.
Ein Flugboot, gelegentlich auch Flugschiff genannt, ist ein Flugzeug, dessen Rumpf schwimmfähig ist und das auf dem Wasser starten und landen kann. Dadurch unterscheidet es sich von anderen Wasserflugzeugen mit meist starr montierten Landegestellen (Schwimmwerk). Flugboote, die zusätzlich ein Fahrwerk haben, nennt man auch Amphibienflugzeuge.
30.03.1931
Wegen eines mehr als zwei Jahre zuvor erschienenen Artikels über den geheimen Aufbau einer Luftwaffe wird gegen Autor Walter Kreiser und Weltbühne-Herausgeber Ossietzky Anklage wegen Landesverrats erhoben. Der Weltbühne-Prozess gilt als Musterbeispiel politischer Justiz in der Weimarer Republik.
Walter Kreiser war ein deutscher Flugzeugkonstrukteur und Journalist. Wegen eines Artikel in der Zeitschrift Die Weltbühne, der sich mit dem heimlichen Aufbau einer deutschen Luftwaffe befasste, wurde er 1931 im Weltbühne-Prozess zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.
30.03.1924
Mit Ausstrahlen der ersten Sendung der privaten Gesellschaft Deutsche Stunde in Bayern beginnt in Bayern die Rundfunkära.
Die Deutsche Stunde in Bayern war eine Gesellschaft, die das erste Rundfunkprogramm in Bayern bestückte, und ist damit eine Vorläuferin des Bayerischen Rundfunks. Die Gesellschaft gründete sich am 12. September 1922 in München.
30.03.1912
Nach der Beilegung der Zweiten Marokkokrise mit dem Deutschen Reich durch den Marokko-Kongo-Vertrag vom 4. November 1911 errichtet Frankreich mit dem Vertrag von Fès mit Sultan Mulai Abd al-Hafiz ein Protektorat über Marokko.
Die Zweite Marokkokrise, auch als Panthersprung nach Agadir bekannt, wurde 1911 durch die auf persönlichen Befehl Wilhelms II. erfolgte Entsendung des deutschen Kanonenboots Panther nach Agadir ausgelöst, nachdem französische Truppen Fès und Rabat besetzt hatten. Die am 1. Juli 1911 eingetroffene Panther wurde nach wenigen Tagen durch zwei andere deutsche Kriegsschiffe, den Kleinen Kreuzer Berlin und das Kanonenboot Eber, abgelöst. Ziel der deutschen Aktion war die Abtretung von Kolonialgebieten Frankreichs an das Deutsche Reich als Gegenleistung für die Akzeptanz der französischen Herrschaft über Marokko infolge der Ersten Marokkokrise. Drohgebärden wie die Entsendung der Panther sollten dieser Forderung Nachdruck verleihen.
30.03.1909
Die Queensboro Bridge über den East River wird für den Verkehr geöffnet. Sie verbindet die Stadtteile Manhattan und Queens in New York City.
Die Queensboro Bridge, seit April 2011 offiziell Ed Koch Queensboro Bridge, umgangssprachlich 59th Street Bridge genannt, ist eine zweistöckige Straßenbrücke über den East River in New York City. Sie verbindet die Upper East Side zwischen der 59. Straße und der 60. Straße im Stadtbezirk Manhattan mit dem Queens Boulevard in Long Island City im Stadtbezirk Queens. Dabei überquert sie Roosevelt Island.
30.03.1900
Der uruguayische Fußballverband (Asociación Uruguaya de Fútbol) wird gegründet.
Die Asociación Uruguaya de Fútbol ist der Fußballverband Uruguays.
30.03.1899
In Boston entsteht durch Zusammenschluss der Unternehmen Boston Fruit und Tropical Trading and Transport Company die United Fruit Company, die sich zu einem der größten Bananenproduzenten der Welt entwickelt. Seit 1990 heißt die Firma Chiquita Brands International.
Chiquita Brands International Sàrl, 1899 als United Fruit Company gegründet, ist eine US-amerikanisch-schweizerische Fruchthandelsgesellschaft und einer der größten Bananenexporteure der Welt. Durch den Anbau von Bananen und anderen tropischen Früchten im globalen Süden erreichte das Unternehmen in den USA und Europa große wirtschaftliche Erfolge. Heute vermarktet es darüber hinaus verschiedene andere Obst- und Gemüsesorten und ist in über 70 Ländern aktiv. Die Geschichte des Unternehmens ist geprägt durch die neokoloniale Ausbeutung von Menschen in den Produktionsländern, weitreichende politische Einflussnahme und die Unterstützung diktatorischer Regime und Gruppen zur Sicherung des eigenen Geschäfts. Der Name „Chiquita“ bedeutet auf Deutsch „kleines Mädchen“, ist aber im Spanischen auch als liebevolle Anrede für eine Frau üblich. Nachdem die Bananenlieferungen für den deutschen Markt und verschiedene Länder Nordeuropas in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend über den Seehafen in Bremerhaven abgewickelt worden waren, hat Chiquita seine Lieferwege Anfang 2018 neu organisiert und beliefert Deutschland und Nordeuropa seither über den niederländischen Seehafen in Vlissingen. Das Unternehmen hat zwei Hauptsitze, einen europäischen in Etoy, Schweiz, und einen US-amerikanischen in Fort Lauderdale.
Der britische Passagierdampfer Stella rammt vor der Insel Guernsey (Ärmelkanal) in dichtem Nebel die Felsen von Casquets und sinkt innerhalb von acht Minuten. 105 Menschen kommen ums Leben.
Die Stella war ein Dampfschiff der britischen Eisenbahngesellschaft London and South Western Railway. Das 1890 in Dienst gestellte Fährschiff beförderte zwischen Southampton und den britischen Kanalinseln neben Passagieren auch Fracht und Post. Am 30. März 1899 rammte das Schiff in dichtem Nebel und bei voller Geschwindigkeit 15 Meilen vor Saint Peter Port ein zur Felsengruppe der Casquets gehörendes Riff und sank innerhalb von acht Minuten. Von den 217 Menschen an Bord kamen 105 ums Leben. Der Untergang der Stella ist bis heute eines der schwersten Schiffsunglücke der britischen Kanalinseln.
30.03.1878
Am Theater an der Wien in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Das verwunschene Schloss von Carl Millöcker mit mundartlichen Gesängen aus Oberösterreich.
Das Theater an der Wien ist ein traditionsreiches Theater an der Linken Wienzeile, im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, welches im Verbund der Vereinigten Bühnen Wien betrieben wird. Unter der Intendanz von Roland Geyer von 2006 bis 2022 trug es den Beinamen „Das neue Opernhaus“ bzw. „Das Opernhaus“. Seit 2022 ist der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim Intendant und zeichnet unter dem Namen MusikTheater an der Wien für die Programmierung verantwortlich. Das Theater verfügt derzeit über 1.129 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Von März 2022 bis Oktober 2024 wurde das Theater an der Wien umfassend saniert. Für die Dauer der Sanierung wurde das MuseumsQuartier | Halle E als vorübergehende Spielstätte genutzt.
30.03.1873
Österreich-Ungarn und das Königreich Bayern vereinbaren in einem Staatsvertrag den Bau einer Eisenbahnlinie durch den Bayerischen Wald/Böhmerwald und den Bau eines gemeinsamen Bahnhofs direkt auf der bayerisch-böhmischen Grenze.
Österreich-Ungarn war eine Realunion in der letzten Phase der Habsburgermonarchie zwischen 1867 und 1918. Sie bestand nach dem Umbau des Kaisertums Österreich zu einem Staatenverband auf der Grundlage des österreichisch-ungarischen Ausgleiches vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918.
30.03.1867
Das Russische Zarenreich verkauft Alaska für 7,2 Millionen US-Dollar an die USA. Der Alaska Purchase zum Kauf von Russisch-Amerika wird vom amerikanischen Außenminister William H. Seward und dem russischen Botschafter in Washington Eduard von Stoeckl in die Wege geleitet.
Die Geschichte Russlands umfasst die Vorgeschichte, Entstehung und Entwicklung des russischen Staates.
30.03.1863
Prinz Wilhelm Georg von Holstein-Sonderburg-Glücksburg wird als Georg I. zum König von Griechenland gewählt.
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, kurz Haus Glücksburg, ist der Name einer 1825 gegründeten Linie, die dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg entstammt, einer Nebenlinie des Gesamthauses Oldenburg. Nach dem Erlöschen der Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg im Jahr 1931 ist die Glücksburger Linie, deren Name auf das Glücksburger Schloss an der Ostsee verweist, die einzige noch bestehende deutsche Linie des Hauses Schleswig-Holstein.
30.03.1856
Der Pariser Frieden beendet den Krimkrieg zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Königreich Sardinien-Piemont andererseits. Unter anderem wird das Schwarze Meer für neutral erklärt.
Der Pariser Frieden wurde am 30. März 1856 in Paris zwischen dem Osmanischen Reich und seinen Verbündeten Frankreich, Großbritannien und Sardinien einerseits und Russland andererseits geschlossen. Der Friedensvertrag beendete den Krimkrieg.
30.03.1847
Im von Preußens König Friedrich Wilhelm IV. erlassenen Toleranzedikt wird unter anderem der Kirchenaustritt erlaubt.
Der Staat Preußen war seit der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg 18. Januar 1701 bis zur Abdankung von König Wilhelm II. während der Novemberrevolution am 9. November 1918 ein Königreich. Die Hauptstadt war Berlin.
30.03.1842
Crawford W. Long verwendet in Jefferson, Georgia, erstmals Ether als Betäubungsmittel bei der Entfernung eines Nackentumors.
Crawford Williamson Long war ein US-amerikanischer Chirurg und praktischer Allgemeinarzt. Er führte am 30. März 1842 die erste chirurgische Operation durch, bei der das Schmerzempfinden des Patienten durch eine Diethylether-Narkose („Äthernarkose“) beeinflusst wurde. Longs Pionierleistung für die Anästhesie wurde erst 1849 veröffentlicht, nachdem bereits andere Mediziner ähnliche Ansprüche geltend gemacht hatten.
30.03.1814
Die Streitkräfte der sechsten Koalition unter Karl Philipp zu Schwarzenberg und Gebhard Leberecht von Blücher erstürmen in der Schlacht bei Paris die Höhen des Montmartre. Am Nachmittag kapitulieren die französischen Verteidiger unter Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont. Damit können die Verbündeten im Krieg gegen Napoléon in die Hauptstadt einmarschieren.
Der Sechste Koalitionskrieg war der letzte der von 1792 bis 1815 geführten Koalitionskriege. Die Koalition entstand im Februar 1813 durch den Übergang Preußens zu Russland nach der Niederlage Frankreichs im Feldzug gegen Russland. Mit dem Bündnis begannen die Befreiungskriege.
30.03.1813
Befreiungskriege: Herzog Karl II. erlässt den Aufruf zur Bildung des Mecklenburg-Strelitzischen Husaren-Regiments.
Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden die kriegerischen Auseinandersetzungen in Mitteleuropa von 1813 bis 1815 zusammengefasst, mit denen die Vorherrschaft Frankreichs unter Napoleon Bonaparte über große Teile des europäischen Kontinents beendet wurde. Sie gehören zu den Koalitionskriegen und bilden als Teile des Sechsten Koalitionskrieges ihren Abschluss.
30.03.1812
Die Uraufführung der Oper Conradin von Schwaben von Conradin Kreutzer findet in Stuttgart statt.
Conradin Kreutzer war ein deutscher Musiker, Dirigent und Komponist. Er war wie Louis Spohr oder Albert Lortzing ein typischer Vertreter der Frühromantik und des musikalischen Biedermeier. Zu seinen bis heute bekannten Werken gehören die Oper Das Nachtlager in Granada und die Schauspielmusik zu Ferdinand Raimunds Verschwender.
30.03.1806
Joseph Bonaparte wird von seinem Bruder Napoléon zum König von Neapel ernannt.
Joseph Bonaparte, geboren als Giuseppe Buonaparte, war der älteste Bruder Napoleons und wurde von ihm erst als Joseph I. zum König von Neapel (1806–1808) und dann ebenfalls als Joseph I. zum König von Spanien (1808–1813) ernannt. Nach dem Sturz Napoleons nannte er sich Comte de Survilliers.
30.03.1796
Carl Friedrich Gauß ermittelt mit Zirkel und Lineal eine Konstruktionsmethode für das Siebzehneck.
Johann Carl Friedrich Gauß war ein deutscher Mathematiker, Statistiker, Astronom, Geodät, Elektrotechniker und Physiker.
30.03.1794
Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder: Die Indulgenten, der gemäßigte Arm der Cordeliers um Georges Jacques Danton, Camille Desmoulins und Fabre d’Églantine werden wegen einer angeblichen Verschwörung vom Wohlfahrtsausschuss unter Maximilien Robespierre verhaftet.
Die Französische Revolution (1789–1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Als zweite unter den Atlantischen Revolutionen erhielt sie ihrerseits orientierende Impulse aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.
30.03.1793
Der französische Nationalkonvent nimmt den von Georg Forster, Adam Lux und André Patocki überbrachten Antrag des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents auf Eingliederung der Mainzer Republik in den französischen Staatsverband einstimmig an. Die „Réunion“ wird aber nicht mehr ausgeführt, da die Koalitionstruppen bereits mit der Rückeroberung des Mainzer Staatsgebiets begonnen haben.
Der Nationalkonvent war während der Französischen Revolution die konstitutionelle und legislative parlamentarische Versammlung, die vom 20. September 1792 bis zum 26. Oktober 1795 tagte.
30.03.1786
Die Oper Il Giulio Sabino von Luigi Cherubini wird am King’s Theatre in London uraufgeführt.
Luigi Carlo Zenobio Salvatore Maria Cherubini war ein italienischer Komponist.
30.03.1723
Am King’s Theatre in London erfolgt die Uraufführung der Oper Erminia von Giovanni Bononcini.
His Majesty’s Theatre, bis zum 6. Mai 2023 Her Majesty’s Theatre, ist ein Theater am Londoner Haymarket im Stadtbezirk West End.
30.03.1666
Erik Niels Smit hisst im Auftrag des dänischen Königs Friedrich III. auf der Karibikinsel Saint Thomas den Danebrog. Das ist der Beginn der dänischen Kolonie Dänisch-Westindien.
Die Geschichte Dänemarks umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet Dänemarks von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ältesten Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedlung stammen aus der Steinzeit. Zwischen 400 und 500 besiedeln die Jüten gemeinsam mit den Sachsen, den Angeln und den Friesen über die Nordsee Britannien, nachdem sich die römische Besatzung von dort zurückgezogen hatte. Die Vorfahren der heutigen Dänen kamen im 6. Jahrhundert aus dem heutigen Südschweden nach Jütland und einigen westlichen Ostseeinseln. Dort vermischten sie sich mit anderen germanischen Stämmen, die sich bereits früher dort niedergelassen hatten, oder verdrängten diese.
30.03.1474
In einem Ewige Richtung genannten Friedens- und Bündnisvertrag verständigen sich acht Orte der Schweizer Eidgenossenschaft mit dem Habsburger Herzog Sigismund von Tirol.
Die Ewige Richtung war ein Friedens- und Bündnisvertrag, den die acht Orte der Alten Eidgenossenschaft 1474 mit Herzog Sigismund von Tirol abschlossen. Mit diesem Vertrag wurden die seit 1291 andauernden militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Haus Habsburg und den Schweizern vorerst beendet.
30.03.1296
Bei einem Straffeldzug gegen das von John Balliol regierte Schottland erobert der englische König Eduard I. mit seiner Armee die Stadt Berwick-upon-Tweed. Es kommt zu einem zweitägigen Massaker an der Bevölkerung.
John Balliol war ein schottischer König. Seine kurze Herrschaft war der Beginn einer Reihe von Kriegen zwischen Schottland und England, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckten.
30.03.1282
Zu Beginn der Vesper am zweiten Osterfeiertag bricht in Palermo ein Aufstand gegen die Herrschaft von Karl I. von Anjou aus. Die sechs Wochen dauernde Sizilianische Vesper bringt Peter III. von Aragon die Herrschaft über Sizilien, während Karl nur der Festlandsbesitz, fortan als Königreich Neapel bezeichnet, verbleibt.
Die Vesper ist die Abendhore im Stundengebet und somit als Abendlob das liturgische Abendgebet im Christentum. Im byzantinischen Ritus wird es Ἑσπερινός Hesperinós ‚abendlich‘ genannt.
30.03.0805
Liudger wird vom Kölner Erzbischof Hildebold zum ersten Bischof von Münster geweiht.
Der heilige Liudger war Missionar, Gründer und Abt des Klosters Werden sowie des Helmstedter Klosters St. Ludgeri, Werdener Klosterleiter und erster Bischof von Münster.
30.03.0598
Die Awaren brechen während der Balkanfeldzüge des Maurikios die Belagerung von Tomoi am Schwarzen Meer ab, da sich ein oströmisches Heer unter dem Feldherren Komentiolos nähert.
Die Balkanfeldzüge des Maurikios waren eine Serie von Feldzügen, die der oströmische Kaiser Maurikios unternahm, um die oströmischen Balkanprovinzen gegen Awaren und Slawen zu verteidigen.