Historische Ereignisse am Dienstag, 31. März

68 bedeutende Ereignisse fanden am Dienstag, 31. März statt — von 1084 bis 2007. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Der 31. März markiert in der europäischen Geschichte mehrere Wendepunkte von zeitlicher Bedeutung. Im Jahr 2007 schrieb Henry Maske mit seinem Comeback-Sieg gegen den WBA-Weltmeister Virgil Hill in der Münchner Olympiahalle Boxgeschichte. Der damals 43 Jahre alte Maske kehrte nach einer zehnjährigen Pause in den Ring zurück und besiegte seinen Gegner nach Punkten. Nach diesem triumphalen Kampf erklärte Maske seinen endgültigen Rücktritt und beendete damit eine bemerkenswerte Karriere, die durch die längste Kampfpause in der Sportgeschichte gekennzeichnet war.

Ein Jahrhundert früher ereignete sich ein sportliches Ereignis von anderer Bedeutung. Im Jahr 1997 wurde die Schweizerin Martina Hingis mit gerade 16 Jahren die jüngste Tennisspielerin, die jemals Platz eins der WTA-Rangliste erreichte. Dieser historische Meilenstein in der Tennisgeschichte markierte den Beginn einer glänzenden Karriere, die Hingis zu einer der dominierendsten Spielerinnen ihrer Generation machen sollte.

Die politische Landkarte Europas verschob sich mehrfach an diesem Datum. 1991 lösten sich die militärischen Strukturen des Warschauer Paktes auf, ein symbolischer Moment für das Ende des Kalten Krieges. Dieser Prozess der Umwälzungen in Osteuropa prägte die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig und führte zur Neuordnung internationaler Beziehungen. DayAtlas bietet eine umfassende Übersicht über historische Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todesfälle für beliebige Daten und Orte.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 1. April.

31.03.2007

Henry Maske schlägt in der Münchner Olympiahalle nach zehn Jahren Pause mit 43 Jahren den amtierenden WBA-Weltmeister im Cruisergewicht Virgil Hill nach Punkten und schreibt damit Boxgeschichte, da er die längste Kampfpause der Geschichte eingelegt hat. Maske erklärt nach dem Kampf seinen endgültigen Rücktritt.

Henry Maske ist ein ehemaliger deutscher Boxer, der in den 1980er Jahren als Amateur große Erfolge feierte, unter anderem als Olympiasieger 1988 im Mittelgewicht, und anschließend Profi-Weltmeister im Halbschwergewicht war. Aufgrund seines kultivierten Auftretens in der Öffentlichkeit sowie wegen seines Boxstils bekam er den Spitznamen „Gentleman“ und gelangte deutschlandweit zu großer Popularität. Maske gilt als einer der Gründe des Box-Booms, der Anfang der 1990er Jahre Deutschland erfasste.


31.03.1998

Die Bayerische Grenzpolizei geht in der Bayerischen Staatlichen Polizei auf.

Die Bayerische Grenzpolizei wurde mit Wirkung vom 1. August 2018 als Teil der Bayerischen Polizei wiedererrichtet. Diese gliedert sich in die Direktion der Bayerischen Grenzpolizei, die an ein Präsidium als Führungsstelle Grenze angegliedert ist, ferner Grenzpolizeiinspektionen und Grenzpolizeistationen. Aufgaben sind Grenzüberwachung, Grenzkontrolle sowie die Beseitigung von Störungen für die Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die Abwehr von Gefahren, die die Sicherheit der Grenzen beeinträchtigen.


31.03.1997

Martina Hingis wird als jüngste Tennisspielerin (als 16-Jährige) Nummer 1 in der WTA-Rangliste.

Martina Hingis ist eine ehemalige Schweizer Tennisspielerin. Im Einzel war sie 209 Wochen lang Weltranglistenerste und gewann fünf Grand-Slam-Turniere. Dreizehn weitere Grand-Slam-Titel gewann sie im Doppel und sieben im Mixed. Hingis ist neben Serena Williams die einzige Tennisspielerin, die auch die fünf WTA-Auszeichnungen Spielerin des Jahres, Doppel-Team des Jahres, Aufsteigerin des Jahres, Neuling des Jahres und Rückkehrerin des Jahres gewinnen konnte.


31.03.1994

Die Britische Rheinarmee wird offiziell aufgelöst. Teile der Streitkräfte sind als British Forces Germany weiterhin in Deutschland stationiert.

Die Bezeichnung britische Rheinarmee wurde jeweils nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg für die britischen Besatzungstruppen in Deutschland verwendet. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch der Begriff Rhine Garrison (Rheingarnison) benutzt.


31.03.1993

Das Tübinger Unternehmen Zanker, ein Hersteller von Haushaltsgeräten, wird geschlossen. Sein Name bleibt als Handelsmarke des Käufers Electrolux erhalten.

Zanker war ein deutscher Hersteller von Haushaltsgeräten und ist heute eine Marke des schwedischen Electrolux-Konzerns.


31.03.1992

Die Missouri wird als letztes Schlachtschiff des Zweiten Weltkriegs der United States Navy außer Dienst gestellt.

Die Missouri, auch USS Missouri, ist ein ehemaliges Schlachtschiff der United States Navy und gehört zur Iowa-Klasse. Sie wurde 1944 in Dienst gestellt und nahm 1945 am Pazifikkrieg teil. Am 2. September 1945 wurde auf der Missouri Geschichte geschrieben, als auf dem Vordeck die politischen und militärischen Vertreter Japans kapitulierten und so der Zweite Weltkrieg sein Ende fand. Ab 1950 fuhr das Schlachtschiff Einsätze im Koreakrieg und wurde danach der Reserveflotte zugeteilt. Dort verblieb es bis 1984 und wurde danach, stark modernisiert, im Zweiten Golfkrieg eingesetzt.


31.03.1991

Bei einem vom Vorsitzenden des Obersten Sowjets, Swiad Gamsachurdia, organisierten Referendum stimmen offiziell fast 99 % der Stimmberechtigten für die Unabhängigkeit Georgiens von der Sowjetunion.

Swiad Gamsachurdia war ein georgischer Schriftsteller, Dissident und Politiker. Von Mai 1991 bis Januar 1992 war er der erste Präsident Georgiens. Nach einem Militärputsch kam er unter ungeklärten Umständen in West-Georgien ums Leben.


Die militärischen Strukturen des Warschauer Paktes werden aufgelöst.

Der Warschauer Pakt – eine im Westen gebräuchliche Bezeichnung, im offiziellen Sprachgebrauch der Teilnehmerstaaten Warschauer Vertrag bzw. Warschauer Vertragsorganisation genannt – war ein von 1955 bis 1991 bestehendes Militärbündnis des sogenannten Ostblocks unter der Führung der Sowjetunion.


In Albanien finden die ersten pluralistischen Wahlen statt, bei denen die Opposition allerdings noch keine Chancengleichheit hat, was zu einem Sieg der Partei der Arbeit Albaniens unter Ramiz Alia führt.

Am 31. März 1991 fanden Wahlen für die verfassungsgebende Versammlung in Albanien statt. Am 7. und 14. April 1991 kam es zu Nachwahlen. Dies waren die ersten pluralistischen Wahlen seit Beginn des Zweiten Weltkriegs und nach dem Ende des kommunistischen Einparteiensystems. Es wurden letztmals die Mitglieder des Kuvendi Popullor gewählt.


31.03.1990

In London demonstrieren rund 70.000 Menschen gegen die von der Regierung Margaret Thatchers eingeführte Kopfsteuer.

Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven, LG PC OM war eine britische Politikerin und Staatsfrau. Vom 4. Mai 1979 bis zum 28. November 1990 war sie als erste Frau Premierministerin des Vereinigten Königreichs.


31.03.1986

Nach einem Feuer an Bord prallt eine Boeing 727 der Fluggesellschaft Mexicana de Aviación gegen einen Berg nahe Mexiko-Stadt. Alle 166 Passagiere sterben.

Die Boeing 727 ist ein dreistrahliges Verkehrsflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing in Tiefdeckerauslegung für den Passagier- und Frachttransport auf Mittel- und Kurzstrecken. Mit 1.832 hergestellten Exemplaren war die Boeing 727 eine Zeit lang das meistgebaute Strahlverkehrsflugzeug der Welt, bis sie darin von der Boeing 737 abgelöst wurde.


31.03.1985

Im Madison Square Garden in New York City findet die erste WWF Wrestlemania statt.

Der Madison Square Garden, auch als The Garden bekannt und mit MSG abgekürzt, ist eine Mehrzweckarena in Manhattan in New York City, USA. Die Halle hat ihren eigenen Fernsehsender und bezeichnet sich selbst als The World’s Most Famous Arena. Die Veranstaltungsarena wird vor allem für Sportveranstaltungen und Konzerte genutzt.


31.03.1979

15 Jahre nach der Unabhängigkeit Maltas verlassen die letzten britischen Truppen die Mittelmeerinsel.

Die Geschichte Maltas umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Malta von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie begann mit der menschlichen Besiedlung Anfang der Jungsteinzeit. Eine erste kulturelle Blüte entwickelte sich zwischen 3800 und 2500 v. Chr., anschließend blieben die maltesischen Inseln längere Zeit unbewohnt. In den vergangenen zweieinhalb Jahrtausenden waren sie Bestandteil verschiedener Reiche. Nach der Herrschaft der Punier, Römer und Araber stand Malta unter dem Einfluss europäischer Herrscherhäuser, bevor sich im Jahre 1530 der Johanniterorden dort niederließ, der nach seinem neuen Standort seither auch Malteserorden genannt wird. Seine lange Zeit vom Kampf gegen das Osmanische Reich geprägte Regentschaft beeinflusst das Inselleben bis heute und hat insbesondere das architektonische Bild der Inseln nachhaltig geprägt. Im Jahre 1798 wurde der maltesische Archipel von französischen Revolutionstruppen besetzt, die bereits zwei Jahre danach von britischen Truppen vertrieben wurden. Nach 164 Jahren britischer Kolonialherrschaft wurde Malta 1964 in die Unabhängigkeit entlassen und ist seit 1974 eine parlamentarische Republik. Malta trat 2004 der Europäischen Union bei und führte 2008 den Euro als Landeswährung ein.


Bei einer Volksabstimmung im Iran im Zuge der Islamischen Revolution entscheidet sich eine überwältigende Mehrheit für die Einführung einer Islamischen Republik.

Ein Referendum ist eine Abstimmung aller wahlberechtigten Bürger über eine vom Parlament, von der Regierung oder einer der Regierungsgewalt ausübenden Institutionen erarbeitete Vorlage. Es ist damit ein Instrument der direkten Demokratie. Da sich in einem Referendum die gesamte Wahlbevölkerung unmittelbar zu einer politischen Frage äußern kann, hat das Ergebnis der Abstimmung ein hohes Maß an politischer Legitimität. Referenden können international, supranational oder innerstaatlich zur Anwendung kommen. Ihre tatsächliche Bedeutung für die politischen Geschehnisse hängt stark von politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen im abstimmenden Land ab.


31.03.1971

Das auf Kaffeeprodukte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen Starbucks wird in Seattle gegründet.

Starbucks Corp. ist ein auf Kaffeeprodukte spezialisiertes, international tätiges US-amerikanisches Einzelhandelsunternehmen und Franchisegeber. Das Unternehmen hat seinen Hauptgeschäftssitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Starbucks kauft, röstet und vertreibt Kaffeebohnen über die konzerneigenen und lizenzierten Cafés in 80 Staaten und ist somit die größte Kaffeehauskette der Welt.


31.03.1970

Der US-amerikanische Erdsatellit Explorer 1, der erste Satellit des Explorer-Programms, taucht nach 12 Jahren im All wieder in die Erdatmosphäre ein.

Explorer 1 war der erste künstliche Erdsatellit der USA (1958) und weltweit der dritte nach den beiden Satelliten Sputnik 1 und 2 der Sowjetunion. In Medien wird der Start des Satelliten teilweise als „Amerikas Antwort auf den Sputnik-Schock“ bezeichnet.


31.03.1969

Im Aachener Steinkohlenrevier wird die schon im Jahr 1599 erwähnte Grube Gouley in Morsbach stillgelegt.

Das Aachener Revier ist der nordöstliche Teil des limburgischen Kohlereviers, das sich von Belgien über die Niederlande bis in die Täler von Wurm und Inde nach Deutschland erstreckt. Andere Namen sind – je nach Sichtweise – Aachen-Hückelhovener Revier oder Aachen-Eschweiler Revier.


31.03.1966

Die Sowjetunion startet die Raumsonde Luna 10, die als erster Satellit den Mond umkreisen wird.

Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.


31.03.1965

In Wien wird der ehemalige Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger bei einer Demonstration gegen den umstrittenen Historiker Taras Borodajkewycz vom Studenten Günther Kümel, Mitglied des Rings Freiheitlicher Studenten tödlich verletzt.

Ernst Kirchweger war Straßenbahnschaffner, Mitglied des Republikanischen Schutzbundes und später Geschäftsführer des Compass-Verlages. Bei einer eskalierenden Demonstration gegen Taras Borodajkewycz wurde er von dem vorbelasteten Rechtsextremen Gunther Kümel mit einem Faustschlag getroffen und stürzte zu Boden. 2 Tage danach verstarb er. Er wird geläufig als „das erste Todesopfer einer politischen Gewalttat in Österreich nach 1945“ bezeichnet; diese Bezeichnung ist allerdings kritisch zu sehen, da die Besatzungszeit von 1945 bis 1955 von Österreich auch andere Opfer mit politischem Hintergrund forderte.


Mit den letzten Schichten in den Gruben Georg in Willroth und Füsseberg in Daaden endet der über 2500 Jahre lang betriebene Erz-Bergbau im Siegerland.

Die Grube Georg war ein Eisenerzbergwerk in der Gemeinde Willroth, Landkreis Altenkirchen (Westerwald), Rheinland-Pfalz. Das Fördergerüst erhebt sich als Industriedenkmal weithin sichtbar über die Bundesautobahn A3.


31.03.1964

In Brasilien putscht das Militär mit Unterstützung der USA gegen Präsident João Goulart, um eine von ihm geplante Bodenreform zu verhindern. General Humberto Castelo Branco wird Staatspräsident. Die Militärdiktatur in Brasilien dauert bis 1985.

Die Geschichte Brasiliens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Föderativen Republik Brasilien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt mit der Besiedlung durch Indianerstämme unterschiedlicher Herkunft vor Tausenden von Jahren.


31.03.1963

Nach über hundertjährigem Betrieb wird die Steinkohle fördernde Zeche Centrum in Wattenscheid als Opfer reduzierter Kohlennachfrage und aus Produktivitätserwägungen stillgelegt.

Steinkohle ist ein schwarzes, hartes, festes Sedimentgestein, das durch Karbonisierung von Pflanzenresten (Inkohlung) entstand und zu mehr als 50 Prozent des Gewichtes und mehr als 70 Prozent des Volumens aus Kohlenstoff besteht. Damit handelt es sich um einen Sammelbegriff für höherwertige Kohlen. Die Steinkohle wird auch „Schwarzes Gold“ genannt. Sie ist ein fossiler Energieträger und wird hauptsächlich zur Strom- und Wärmeerzeugung durch Verbrennung und zur Koksproduktion für die Eisenverhüttung genutzt. Rückstände aus der Verbrennung werden in der Bauindustrie verwendet.


31.03.1961

Fritz Hüser und Paul Polte gründen gemeinsam mit zahlreichen Schriftstellern den Arbeitskreis für künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt. Die spätere Dortmunder Gruppe 61 hat das Ziel, schriftstellerisch tätige Arbeiter auf der einen und Lektoren, Kritiker und Journalisten auf der anderen Seite zusammenzubringen.

Fritz Hüser war ein deutscher Bibliothekar, der seit seiner Jugend Arbeiterliteratur sammelte und diese seit den 1950er Jahren über sein Archiv für Arbeiterdichtung und soziale Literatur der Öffentlichkeit zugänglich machte. Er setzte sich für die Weiterentwicklung der Arbeiterliteratur ein und gehörte 1961 zu den Mitbegründern der Dortmunder Gruppe 61.


31.03.1958

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines nimmt den Linienflugverkehr zwischen Wien und London auf. Es ist die erste Verbindung des nach dem Abschluss des Staatsvertrags wieder zulässigen Luftverkehrs.

Austrian Airlines ist mit einem Netz von weltweit mehr als 120 Flugzielen und 13,9 Millionen transportierten Passagieren im Jahr 2023 Österreichs größte Fluggesellschaft. Sie betreibt ein Drehkreuz am Flughafen Wien. Die vormals staatliche Airline gehört seit 2009 zur Lufthansa Group. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance und Partner des Vielfliegerprogramms Miles & More.


31.03.1956

Letztmals müssen in der Bundesrepublik Deutschland Steuermarken für das Notopfer Berlin auf Postsendungen geklebt werden. Das Aufkommen aus der nach der Berlin-Blockade eingeführten Notopfermarke sollte die wirtschaftliche Not West-Berlins verringern helfen.

Notopfer Berlin war eine Zusatzabgabe zur Einkommensteuer und eine Steuermarke, die im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit vom 1. Dezember 1948 bis zum 31. März 1956 bei der Mehrzahl der Postsendungen zusätzlich zum normalen Postporto aufgeklebt werden musste.


31.03.1949

Nach einer Volksabstimmung im Vorjahr wird der unabhängige Staat Dominion Neufundland unter dem Namen Neufundland und Labrador die zehnte Provinz Kanadas.

Das Dominion Neufundland existierte von 1907 bis 1934 als eigenständiges Dominion innerhalb des Britischen Reiches und bildete damit einen dritten Staat in Nordamerika nördlich von Mexiko. Es war in dieser Zeit dem damaligen Dominion Kanada staatsrechtlich gleichgestellt. Hauptstadt war wie bei der heutigen Provinz Neufundland und Labrador die Stadt St. John’s.


31.03.1948

Der dänische König Frederik IX. unterzeichnet das bis heute geltende Gesetz über die Autonomie der Färöer (Heimastýrislógin). Es sichert den Färöern weitgehende Selbstbestimmung in allen inneren Angelegenheiten, während Außen- und Verteidigungspolitik bei Dänemark verbleiben.

Frederik IX. war König von Dänemark von 1947 bis 1972.


31.03.1943

Das Musical Oklahoma! von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein wird im New Yorker Saint James Theatre uraufgeführt. Das Musical wird bis 1948 ununterbrochen am Broadway laufen, was einen neuen Rekord darstellt.

Das Musical [ˈmju:zɪkəl] ist eine in der Regel in zwei Akten aufgeführte Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel/Dialog und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet.


31.03.1940

Kapitän zur See Bernhard Rogge bricht mit dem Hilfskreuzer Atlantis zur Kaperfahrt auf. Die Reise wird rund um die Welt führen und mit über 600 Tagen der längste Kriegseinsatz eines deutschen Kriegsschiffes.

Bernhard Rogge war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral der Bundesmarine.


31.03.1939

Mit der Britisch-Französischen Garantieerklärung kündigen Großbritannien und Frankreich an, im Fall eines deutschen Angriffs auf Polen dem Deutschen Reich den Krieg zu erklären. Die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges in Europa tritt in ihre entscheidende Phase.

Als britisch-französische Garantieerklärung wird die Erklärung der Regierungen Großbritanniens und Frankreichs vom 31. März 1939 bezeichnet, welche die Unabhängigkeit Polens zum Gegenstand hat. Inhalt war die Versicherung des Beistandes in jeglicher Form, sollte die polnische Unabhängigkeit in einer klaren Weise bedroht werden und Polen diese militärisch verteidigen. Die Erklärung wurde vom britischen Premierminister Neville Chamberlain im Namen seiner Regierung und der Frankreichs vor dem britischen Unterhaus abgegeben.


31.03.1937

Nach der Niederlage in der Schlacht bei Guadalajara ändert Francisco Franco im Spanischen Bürgerkrieg die Strategie und eröffnet den Krieg im Norden. Erstes Opfer eines Fliegerangriffs durch die Legion Condor ist das Dorf Durango.

Die Schlacht von Guadalajara fand vom 8. März bis zum 23. März 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs bei Guadalajara, 50 Kilometer östlich Madrids, statt. Auf Seite der Nationalisten stand der italienische Freiwilligenverband Corpo Truppe Volontarie der republikanischen Volksarmee sowie Internationalen Brigaden gegenüber.


31.03.1936

In der Schlacht von Mai Ceu besiegen die Italiener, begünstigt durch den massiven Einsatz von Senfgas (→ Italienische Kriegsverbrechen in Afrika), die letzten regulären äthiopischen Verbände und entscheiden so den Abessinienkrieg zu ihren Gunsten. Äthiopien wird wenige Wochen später zum Teil der Kolonie Italienisch-Ostafrika erklärt.

Die Schlacht von Mai Ceu wurde am 31. März 1936 während des Abessinienkrieges in der äthiopischen Region Amhara ausgetragen. Zusammen mit den Tembienschlachten entschied sie den Krieg zugunsten Italiens, das wenige Wochen später – nach dem Fall der Hauptstadt Addis Abeba – Äthiopien zum Teil der Kolonie Italienisch-Ostafrika erklärte.


31.03.1934

Walter Wilhelm Goetzes Operette Der goldene Pierrot wird im Theater des Westens in Berlin uraufgeführt.

Walter Wilhelm Goetze war ein deutscher Operettenkomponist.


31.03.1933

In Österreich verbietet das austrofaschistische Regime unter Kanzler Engelbert Dollfuß den Republikanischen Schutzbund.

Die Geschichte Österreichs reicht von der ersten Besiedelung in der Altsteinzeit bis zur Gegenwart. Im Jahr 996 unter dem Namen „Ostarrichi“ erstmals erwähnt, gehörte das Land zunächst als Markgrafschaft zum Herzogtum Baiern und war von 1156 bis 1453 als Herzogtum und von 1453 bis 1806 als Erzherzogtum eigenständiger Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches. Die Dynastie der Habsburger erwarb als Haus Österreich ein weiträumiges Herrschaftsgebiet und stellte über mehrere Jahrhunderte den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Das 1804 ausgerufene Kaisertum Österreich war mit seinem westlichen Teil von 1815 bis 1866 Teil des Deutschen Bundes und bildete ab 1867 mit dem nun eigenständigen Königreich Ungarn die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie. Nach deren Auseinanderbrechen am Ende des Ersten Weltkriegs entstand Österreich 1918–1921 in seinen heutigen Grenzen, nachdem die Sieger des Ersten Weltkriegs den demokratischen Zusammenschluss mit Deutschland verhinderten. 1934 Diktatur geworden, wurde Österreich 1938 vom nationalsozialistischen Regime dem Deutschen Reich eingegliedert. Seit 1945 ist Österreich wieder eine unabhängige, seit 1955 souveräne Republik, die 1995 der Europäischen Union beitrat.


Im deutschen Reichsgesetzblatt wird die Lex van der Lubbe veröffentlicht. Das Gesetz ist anlässlich des Reichstagsbrandes am 29. März beschlossen worden, um den mutmaßlichen Brandstifter Marinus van der Lubbe rückwirkend zum Tode verurteilen zu können und widerspricht damit dem Rechtsstaatsprinzip.

Das Reichsgesetzblatt war das amtliche Verkündungsblatt des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945 und umfasste damit das Deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik und das „Dritte Reich“. Zunächst wurde es vom Büro des Reichskanzlers in Berlin herausgegeben, dann vom Reichsamt des Innern und später vom Reichsministerium des Innern.


31.03.1931

Ein Erdbeben zerstört Managua in Nicaragua und fordert 2000 Todesopfer.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


31.03.1930

Der US-amerikanische Verband der Filmproduzenten und -verleiher verabschiedet den von Will Hays erstellten Production Code, Richtlinien für die Darstellung von Sex, Gewalt und Religion.

Der Hays Code war eine Zusammenstellung von Richtlinien zur Herstellung von US-amerikanischen Spielfilmen, mittels derer „moralisch akzeptable“ Darstellungen besonders von Kriminalität, sexuellen und politischen Inhalten reguliert und überwacht wurden.


31.03.1913

Skandalkonzert oder Watschenkonzert: bei einer Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponisten mit Arnold Schönberg als Dirigent im Wiener Musikvereinssaal kommt es zu Tumulten, so dass das Konzert vorzeitig abgebrochen werden muss.

Das Skandalkonzert von 1913 war ein musikgeschichtlich einzigartiges Ereignis, das am 31. März 1913 im Musikvereinssaal in Wien stattfand.


31.03.1911

Beim Bau der Lötschberglinie durch die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn erfolgt in den Berner Alpen der Lötschbergtunnel-Durchstich.

Die Lötschberglinie ist eine Verkehrsverbindung aus dem Schweizer Mittelland ins Wallis und teilweise weiter nach Italien.


31.03.1910

In der Grube Samson in Sankt Andreasberg im Oberharz wird nach rund 400 Jahren Betrieb die letzte Schicht zum Erzabbau gefahren.

Die Grube Samson ist ein historisches Bergwerk in Sankt Andreasberg im Oberharz.


31.03.1909

Nachdem sich das Deutsche Reich demonstrativ hinter Österreich-Ungarn gestellt hat, erkennt Serbien die österreichische Annexion von Bosnien und Herzegowina an. Die Bosnische Annexionskrise gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Ersten Weltkrieg.

Österreich-Ungarn war eine Realunion in der letzten Phase der Habsburgermonarchie zwischen 1867 und 1918. Sie bestand nach dem Umbau des Kaisertums Österreich zu einem Staatenverband auf der Grundlage des österreichisch-ungarischen Ausgleiches vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918.


In der Werft von Harland & Wolff Ltd. in Belfast findet die Kiellegung der Titanic statt. Nach der Olympic handelt es sich um das zweite Schiff der Olympic-Klasse, das in Bau geht.

Die Kiellegung markiert im Schiffbau den Baubeginn.


31.03.1905

Der deutsche Kaiser besucht auf Drängen von Staatskanzler Bernhard von Bülow, der den Abschluss des Sudanvertrags zwischen Großbritannien und Frankreich als Gefahr ansieht, die Stadt Tanger in Marokko. Dieser Ausdruck imperialistischer Machtpolitik provoziert die Erste Marokkokrise.

Bernhard Heinrich Martin Karl von Bülow, ab 1899 Graf, ab 1905 Fürst von Bülow, war ein deutscher Politiker und Staatsmann. Seit 1897 war er Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und von Oktober 1900 bis Juli 1909 Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs.


31.03.1903

Dem neuseeländischen Luftfahrtpionier Richard Pearse gelingt in Waitohi erstmals ein motorisierter Flug mit einem Flugapparat schwerer als Luft. Der Flug ist jedoch unkontrolliert und dauert nicht sehr lange.

Die Liste bekannter Personen der Luftfahrt enthält Personen, die besondere Leistungen im Bereich der Luftfahrt erbracht haben. Sie ist nach Geburts- und Todesjahr sortiert, für die zeitliche Reihenfolge luftfahrtrelevanter Ereignisse siehe Chronologie der Luftfahrt.


31.03.1901

Am Prager Nationaltheater wird Dvořáks auf slawischen Volksmythen basierende Märchenoper Rusalka uraufgeführt.

Das Nationaltheater ist das bedeutendste Theater in der tschechischen Hauptstadt Prag. Das an der Moldau liegende, 1881 eröffnete Gebäude in der Neustadt wurde mit Hilfe von Spenden vor allem aus den böhmischen Ländern im Stil der Neorenaissance errichtet und gilt als ein nationales Symbol.


31.03.1898

In Elberfeld (heute zu Wuppertal) wird am Vorabend von Bismarcks Geburtstag das bis dahin größte Bismarckdenkmal enthüllt.

Elberfeld war bis zu seiner Vereinigung mit vier anderen Städten zum heutigen Wuppertal am 1. August 1929 eine bergische Großstadt im östlichen Rheinland. Heute erstreckt sich Elberfeld als Stadtteil Wuppertals auf die Stadtbezirke Elberfeld, Elberfeld-West und Uellendahl-Katernberg. Seit 1975 gehören zu dem Stadtteil einige Eingliederungen aus der ehemaligen Stadt Neviges.


31.03.1889

In Paris wird anlässlich der Weltausstellung der von Gustave Eiffel erbaute und nach ihm benannte Eiffelturm eingeweiht. Der zu diesem Zeitpunkt höchste Stahlfachwerkturm, der von der Pariser Bevölkerung als „Schandfleck“ wahrgenommen wird, soll ursprünglich nur 20 Jahre stehen bleiben.

Die Geschichte der Stadt Paris reicht über 2000 Jahre zurück. Während dieser Zeit entwickelte sich der Ort von der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii zur heutigen Millionenstadt und Hauptstadt Frankreichs.


31.03.1880

Wabash, Indiana ist der erste komplett mit einer elektrischen Straßenbeleuchtung ausgestattete Ort der Welt.

Wabash ist eine City in und County Seat des Wabash County im US-Bundesstaat Indiana.


31.03.1877

Kurz vor Ausbruch des Russisch-Osmanischen Krieges unterzeichnen die europäischen Großmächte das Londoner Protokoll.

Der Russisch-Osmanische Krieg 1877–1878, auch Russisch-Türkischer Krieg 1877–1878 genannt, war eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Russischen Kaiserreich, Serbien und Rumänien, und dem Osmanischen Reich. Der Krieg fand überwiegend auf dem Gebiet des heutigen Bulgarien statt und endete mit einem Sieg Russlands, dessen Truppen am Ende der Kampfhandlungen etwa 20 km vor Konstantinopel standen. Da jedoch besonders Großbritannien das Prinzip der Balance of Power und Österreich-Ungarn seinen Einfluss auf dem Balkan durch den Machtzuwachs Russlands gefährdet sahen, wurden die Ergebnisse des russisch-türkischen Friedens von San Stefano auf dem Berliner Kongress teilweise zurückgenommen, vor allem hinsichtlich Bulgariens.


31.03.1866

Die spanische Marine beschießt im Spanisch-Südamerikanischen Krieg die Hafenstadt Valparaíso in Chile und fügt der Stadt schwere Schäden zu.

Die menschliche Geschichte auf dem Gebiet des heutigen Spanien reicht nach derzeitigem Forschungsstand etwa 1,4 Millionen Jahre zurück. Der Neandertaler verschwand wohl vor 45.000 Jahren. Das Neolithikum, der Übergang von der aneignenden Lebensweise der Jäger, Fischer und Sammler zur produzierenden, letztlich bäuerlichen Lebensweise setzte durch Zuwanderung aus dem zentralen Mittelmeergebiet ein, die ihren Ursprung im Nahen Osten hatte.


31.03.1865

Im Amerikanischen Bürgerkrieg kommt es zur Schlacht bei Dinwiddie Court House, einem kleineren Gefecht während des Appomattox-Feldzugs. Die Nord-Virginia-Armee der Konföderation unter George Edward Pickett und Fitzhugh Lee bereitet der Potomac-Armee von Philip Sheridan einen letzten Rückschlag.

Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).


31.03.1854

Der Kommandant der „Schwarzen Schiffe“ Matthew Calbraith Perry schließt mit dem japanischen Shōgun den Vertrag von Kanagawa. Die damit verbundene Öffnung der japanischen Häfen Shimoda und Hakodate für den Handel mit den USA läutet das Ende der Edo-Zeit in Japan ein.

Die Schwarzen Schiffe war ein Name, der westlichen Schiffen gegeben wurde, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert in Japan anlandeten. Insbesondere bezieht sich diese Bezeichnung auf zunächst vier US-Kriegsschiffe die 1853 im Hafen Uraga unter dem Kommando des Seeoffiziers Commodore Matthew Perry eintrafen, und bei der Rückkehr 1854 mit acht Schiffen nachhaltig erfolgreiche Kanonenbootpolitik betrieben.


31.03.1848

Das Vorparlament tritt in Frankfurt am Main zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Das Vorparlament war eine Versammlung von 574 Männern, die 1848 die Wahl der Frankfurter Nationalversammlung vorbereiten sollte. Das Vorparlament tagte vom 31. März bis zum 3. April 1848 in der Frankfurter Paulskirche, in der ab dem 18. Mai auch die Nationalversammlung zusammenkam. Einberufen worden waren die Teilnehmer des Vorparlaments von einer letztlich privaten, jedenfalls revolutionären Initiative. Trotz des Namens war das Vorparlament kein Parlament.


31.03.1845

Die Sächsische Sintflut erreicht in Dresden ihren Höhepunkt.

Das Elbhochwasser 1845 in den Monaten März und April, auch bekannt als Sächsische Sintflut, war ein extremes Hochwasser der Elbe, das als Jahrhunderthochwasser klassifiziert ist. Gemessen an der maximalen Durchflussmenge war es am böhmisch-sächsischen Oberlauf des Flusses das stärkste Hochwasser der Neuzeit. Es übertraf in dieser Hinsicht das Elbhochwasser 2002, blieb vielerorts aber unter dessen maximalem Pegelstand. Dies ist auf die damals größeren und zudem noch unbebauten Retentionsflächen (Rückhalteflächen) zurückzuführen.


31.03.1841

Am Leipziger Gewandhaus wird Robert Schumanns 1. Sinfonie, die Frühlingssinfonie uraufgeführt. Dirigent des Gewandhausorchesters ist Felix Mendelssohn Bartholdy, das Werk wird vom Publikum sehr gut aufgenommen.

Das Gewandhaus zu Leipzig ist ein 1981 eingeweihtes Konzertgebäude am Augustusplatz in der Innenstadt von Leipzig. Zuvor gab es bereits zwei ebenfalls Gewandhaus genannte Vorgängerbauten an anderen Stellen, die als Heimstätten des Gewandhausorchesters dienten, nämlich das erste Gewandhaus von 1781 in der Altstadt und das zweite Gewandhaus von 1884 im Musikviertel.


31.03.1831

Die Mainzer Akte regelt als internationales Abkommen die Schifffahrt auf dem Rhein. Im Jahr 1868 wird die Vereinbarung in der Mannheimer Akte revidiert.

Der Rhein ist ein 1232,7 km langer Strom in West- und Mitteleuropa und eine der verkehrsreichsten Binnenwasserstraßen der Welt.


31.03.1829

Francesco Saverio Castiglione wird zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius VIII. an.

Papst ist der deutschsprachige geistliche Titel für den Bischof von Rom als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Weitere Bezeichnungen sind unter anderem Heiliger Vater, Pontifex Maximus und Patriarch des Abendlandes.


31.03.1814

Der russische Zar Alexander I. und Preußens König Friedrich Wilhelm III. ziehen als Sieger der Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte in Paris ein.

Alexander I. Pawlowitsch Romanow war Kaiser von Russland (1801–1825), König von Polen (1815–1825), erster russischer Großfürst von Finnland (1809–1825) aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und von 1801 bis 1807 sowie von 1813 bis 1818 Herr von Jever.


31.03.1745

Die Ballettkomödie Platée von Jean-Philippe Rameau wird in Räumlichkeiten des Großen Marstalles in Versailles uraufgeführt. Anlass der Uraufführung ist die Hochzeitsfeier von Louis Ferdinand de Bourbon, dauphin de Viennois, Sohn von König Ludwig XV., und der Infantin Maria Theresia Rafaela von Spanien.

Als Ballett wird meist der von Musik begleitete klassische künstlerische Bühnentanz bezeichnet, der oft vom zeitgenössischen Tanz, Modern Dance oder Tanztheater unterschieden wird. Im Besonderen kann der Begriff auch folgende Bedeutungen haben:eine Tanzvorstellung auf einer Bühne zu Musikbegleitung, wobei die Darbietung hauptsächlich aus Tanz besteht oder Teil eines größeren Werkes sein kann die Theater-Kunstform/Sparte Balletttheater neben Oper, Schauspiel und Konzert ein Bühnenwerk, bei dem der Tanz im Mittelpunkt steht Musik, die als Begleitung für (Bühnen-)Tanz geschrieben wurde ein Tänzer-Ensemble am Theater


31.03.1723

Die waadtländische Miliz unter Jean Daniel Abraham Davel marschiert in Lausanne ein, um das Waadtland von der Herrschaft Berns zu befreien. Der Aufstand wird innerhalb weniger Tage niedergeschlagen.

Jean Daniel Abraham Davel, genannt Major Davel, war ein Schweizer bzw. Waadtländer Freiheitskämpfer und Volksheld.


31.03.1547

Durch den Tod von König Franz I. wird sein Sohn Heinrich II. neuer König von Frankreich.

Franz I., auch genannt der Ritterkönig, frz. François Ier, le Roi-Chevalier, war ein französischer König aus dem Haus Valois-Angoulême, einer Nebenlinie des Hauses Valois.


31.03.1495

Papst Alexander VI. bringt die maßgeblich vom römisch-deutschen König Maximilian I. gestützte Heilige Liga von Venedig gegen Ludwig XII. von Frankreich zustande. Ihr gehören das Heilige Römische Reich, Spanien, Mailand und die Republik Venedig an. Vorgebliches Ziel ist der Widerstand gegen das Osmanische Reich.

Alexander VI. war von 1492 bis 1503 römisch-katholischer Papst. Er war eine der politisch einflussreichsten Persönlichkeiten Italiens der Renaissance. Jahrzehntelang arbeitete Roderic de Borja darauf hin, die Tiara zu erlangen, bis er am 11. August 1492 zum Papst gewählt wurde. Alexander war der bisher letzte Papst, der auf der Iberischen Halbinsel geboren wurde.


31.03.1492

Knapp zwei Monate nach der endgültigen Rückeroberung der Iberischen Halbinsel von den Mauren unterzeichnen die Katholischen Monarchen Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon das Alhambra-Edikt, nach dem alle im Land befindlichen Juden zum Christentum konvertieren oder auswandern müssen.

Reconquista ist die spanische und portugiesische Bezeichnung für das Entstehen und die Ausdehnung des Herrschaftsbereichs der christlichen Reiche der Iberischen Halbinsel unter Zurückdrängung und Wiedereroberung des muslimischen Machtbereichs (al-Andalus) im Mittelalter. Als Beginn der Reconquista gilt üblicherweise die Schlacht von Covadonga im Jahr 722, als Endpunkt die Einnahme Granadas durch die Katholischen Könige am 2. Januar 1492.


31.03.1462

Papst Pius II. verwirft die mit den Hussiten bestehenden Böhmischen Kompaktaten und verlangt die kirchliche Wiedervereinigung in Böhmen. Erst über ein Jahrhundert später erfüllt sich dieser Wunsch.

Pius II. war von 1458 bis 1464 Papst der römisch-katholischen Kirche.


31.03.1272

Papst Gregor X. beruft ein Konzil nach Lyon zur Reformierung der katholischen Kirche ein.

Gregor X. war Papst von 1271 bis 1276. Er berief das Zweite Konzil von Lyon ein, auf dem festgelegt wurde, dass Papstwahlen künftig als Konklave durchzuführen seien. Seiner Wahl zum Papst ging eine dreijährige Sedisvakanz voraus.


31.03.1206

Markgraf Dietrich von Meißen schlichtet einen Streit zwischen dem Burggrafen von Dohna und dem Bischof von Meißen über die Burg Thorun. In der Schlichtungsurkunde wird Dresden erstmals urkundlich erwähnt.

Dietrich, genannt der Bedrängte, war ab 1198 Markgraf von Meißen und ab 1210 als Dietrich III. Markgraf der Lausitz.


31.03.1146

Nach einer Predigt Bernhard von Clairvauxs erklärt Frankreichs König Ludwig VII. in Vézelay seinen Willen, am Zweiten Kreuzzug teilzunehmen.

Bernhard von Clairvaux SOCist, latinisiert Sanctus Bernardus, war ein mittelalterlicher Abt, Kreuzzugsprediger, Kirchenlehrer und frühscholastischer Mystiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Mönche des Zisterzienserordens, für dessen Ausbreitung über ganz Europa er verantwortlich war, und der römisch-katholischen Kirche als Heiliger.


31.03.1084

Der am 24. März als Gegenpapst inthronisierte Clemens III. krönt Heinrich IV. und dessen Frau Bertha zu Kaiser und Kaiserin des Heiligen Römischen Reichs.

Als Gegenpapst wird eine Person bezeichnet, die während der Amtszeit eines kanonisch gewählten Papstes und in Gegensatz zu diesem von bestimmten Autoritäten zum Papst ernannt wurde. Im weiteren Sinne werden auch ernannte Nachfolger verstorbener Päpste, deren Anspruch nicht akzeptiert wurde und die einem später eingesetzten, aber anerkannten Papst unterlagen, als Gegenpäpste eingestuft.