Historische Ereignisse am Mittwoch, 4. Juni

64 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 4. Juni statt — von 774 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 4. Juni 1999 unterzeichnete die Deutsche Bank die Übernahme der US-amerikanischen Investmentbank Bankers Trust, ein Vorgang, der die Bankenwelt nachhaltig veränderte. Die Fusion schuf, gemessen an der gemeinsamen Bilanzsumme, die bis dahin weltweit größte Bank und markierte einen Wendepunkt in der Konsolidierung des globalen Finanzsektors. Dieser Tag war Teil einer Serie bedeutender wirtschaftlicher Fusionen, die das Finanzwesen der ausgehenden Neunziger Jahre prägten.

Ein Jahrhundert zuvor, am 4. Juni 1889, ereignete sich in Polen ein entscheidendes Moment der Nachkriegsgeschichte. Nach Jahren unter sowjetischer Herrschaft führten die Runden-Tisch-Gespräche zu einem politischen Wendepunkt, der zur Abhaltung der ersten freien Wahlen in Polens Nachkriegsgeschichte führte. Diese Wahlen wurden zum Symbol der friedlichen Umwälzung in Osteuropa und zeigten die Möglichkeit demokratischer Veränderung ohne gewaltsame Konfrontation. Prinz Gyanendra Bir Bikram spielte als politischer Akteur jener Zeit eine Rolle im Umbruch der Machtverhältnisse in Asien, etwa als er 2001 König von Nepal wurde.

Der 4. Juni 2025 wird von teils bewölktem Himmel und Temperaturen um 18 Grad Celsius geprägt. Der Mond befindet sich in der Zunehmenden Halbmond-Phase, während sich die Sonne im Sternzeichen Zwillinge aufhält. DayAtlas dokumentiert für dieses Datum Wetter, historische Ereignisse, bekannte Geburts- und Sterbefälle sowie bietet umfassende Informationen zu verschiedenen Orten und Zeitpunkten.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 11. April.

04.06.2025

Lee Jae-myung wird zum Präsidenten der Republik Korea ernannt und nimmt seine Arbeit auf.

Lee Jae-myung ist ein südkoreanischer Politiker der sozialliberalen Deobureo-minju-Partei. Seit dem 4. Juni 2025 amtiert er als der Präsident der Republik Korea. Am selben Tag wurde er – nach Auszählung der Wahl vom 3. Juni – zum Präsidenten gewählt. Zuvor profilierte er sich als Menschenrechtsanwalt sowie als Bürgermeister von Seongnam und als Gouverneur der Provinz Gyeonggi. Er unterlag bei der Präsidentschaftswahl 2022 in Südkorea knapp und wurde danach als Mitglied der Nationalversammlung Oppositionsführer.


04.06.2002

Die Zeyzoun-Talsperre in Syrien bricht. Durch die Flutwelle gibt es bis zu 100 Todesopfer.

Die Seisun- oder Zeyzoun-Talsperre an einem Nebenfluss des Orontes-Flusses nördlich von Hama (Hamah) im Gouvernement Hama in Syrien, etwa 350 km nördlich von Damaskus, brach am 4. Juni 2002. Die Zahl der Todesopfer durch die Flutwelle ist unklar; in den Berichten wird meist von 22, aber auch von 20, 27, 50 oder bis zu 100 gesprochen.


04.06.2001

Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal.

Gyanendra Bir Bikram Shah Dev war von 1950 bis 1951 und von 2001 bis 2008 König von Nepal. Er trat dieses Amt nach dem gewaltsamen Tod seines älteren Bruders Birendra und seines Neffen Dipendra an und war Nepals letzter König.


04.06.2000

Ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf Sumatra, Indonesien, fordert 103 Menschenleben.

Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.


04.06.1999

Die US-amerikanische Investmentbank Bankers Trust wird von der Deutschen Bank übernommen. Es entsteht, gemessen an der gemeinsamen Bilanzsumme, die bis dahin weltweit größte Bank.

Investmentbanken sind Kreditinstitute, deren Kerngeschäft aus dem Investmentgeschäft, der Vermögensverwaltung für ihre Kunden, dem Handel mit Effekten sowie der Unterstützung von Unternehmen bei Kapitalmaßnahmen, etwa durch einen Börsengang, besteht.


04.06.1995

Damian de Veuster, belgischer Missionar, wird von Papst Johannes Paul II. in Brüssel seliggesprochen.

Damian de Veuster war Ordenspriester der Arnsteiner Patres und ist ein Heiliger der katholischen Kirche. Sein Gedenktag in der Liturgie der katholischen Kirche ist der 10. Mai.


04.06.1989

Als Ergebnis der Runden-Tisch-Gespräche finden die ersten freien Wahlen in Polens Nachkriegsgeschichte statt.

Ein Runder Tisch wird oft als symbolische Sitzordnung eingesetzt, bei der keine Hierarchie, sondern die Gleichberechtigung aller Teilnehmer herausgestellt wird. Er wird eingesetzt zur Klärung abweichender Interessen oder zur Bewältigung von Krisen, um einen von allen Seiten anerkannten Kompromiss zu finden.


Tian’anmen-Massaker: Die chinesische Führung beendet gewaltsam wochenlange Massendemonstrationen der Demokratiebewegung auf Pekings Platz am Tor des Himmlischen Friedens. Dabei werden tausende Demonstranten getötet.

Tian’anmen-Massaker ist die verbreitete Bezeichnung der gewaltsamen Niederschlagung einer Protestbewegung, bei der der Tian’anmen-Platz in Peking durch eine ursprünglich studentische Demokratiebewegung besetzt wurde. Im chinesischen Sprachraum wird die Bezeichnung „Zwischenfall vom 4. Juni“, kurz „4. Juni“, verwendet.


Im Iran rückt nach dem Tod von Ajatollah Chomeini Ajatollah Chāmeneī an seine Stelle.

Iran ist ein Land in Vorderasien. Es wird im Norden vom Kaspischen Meer und im Süden durch den Persischen Golf begrenzt.


Beim Eisenbahnunfall bei Ufa, Sowjetunion sterben 645 Menschen, als zwei sich begegnende Züge durch Funkenflug eine Gasexplosion an einer undichten Pipeline auslösen.

Der Eisenbahnunfall bei Ufa ereignete sich am 4. Juni 1989 etwa 70 km östlich der baschkirisch-sowjetischen Stadt Ufa. In der Nähe zweier Züge auf der Transsibirischen Eisenbahn kam es zu einer Gasexplosion. Mindestens 575 Reisende starben, über 600 wurden verletzt.


04.06.1981

Der Bau des Airbus A320, eines der erfolgreichsten zivilen Flugzeuge in den Jahrzehnten um den Jahrtausendwechsel, wird inoffiziell beschlossen.

Als Airbus-A320-Familie werden vier Schmalrumpfflugzeug-Baureihen des Flugzeugherstellers Airbus für die Kurz-, Mittel- und Langstrecke bezeichnet. Die A320 war dabei als erste Variante das Basismodell der als Tiefdecker ausgeführten A320-Familie. Die Benennungssequenz der Baumuster orientiert sich an der jeweiligen Länge des Rumpfes; die A318 und A319 sind etwas kürzer als die A320, die gestreckte Version heißt A321. Die erste A320 wurde 1988 ausgeliefert und war das erste zivile Flugzeug mit digitaler Fly-by-Wire-Steuerung.


04.06.1980

Polizei und BGS räumen die „Republik Freies Wendland“, ein von Atomkraftgegnern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Die Polizei ist ein Exekutivorgan eines Staates. Die Polizeibehörden, die Polizeibeamten, die Polizeigewalt und im übertragenen Sinn auch ein Polizeigebäude werden als „Polizei“ bezeichnet.


04.06.1970

König Taufaʻahau Tupou IV. proklamiert die vollständige Unabhängigkeit des pazifischen Inselstaates Tonga, der bis dahin seit 1900 britisches Protektorat war.

Taufaʻahau Tupou IV. war von 1965 bis zu seinem Tod der König von Tonga.


04.06.1962

Im Hamburger Stadtteil Hammerbrook wird die neuerbaute Großmarkthalle in Betrieb genommen.

Der Großmarkt Hamburg ist ein Großmarkt für Lebensmittel und Blumen in Hamburg-Hammerbrook.


In der venezolanischen Zeitung La República erscheint Héctor Rondón Loveras Foto Aid from the Padre, das später als Pressefoto des Jahres ausgezeichnet werden wird.

Venezuela ist ein Staat im Norden von Südamerika. Er grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien, im Osten an Guyana und im Norden an die Karibik. Im Land leben etwa 28,5 Millionen Menschen, davon rund 5 Millionen in der Metropolregion der Hauptstadt Caracas.


04.06.1961

Die ARD strahlt erstmals die Sportschau aus.

Das Erste ist ein öffentlich-rechtliches, deutschlandweit ausgestrahltes Fernsehprogramm der ARD und verfügt traditionell über die privilegierte Position als Sender mit der voreingestellten Kanalnummer eins auf Fernsehgeräten in Deutschland.


04.06.1950

Im Stadion der polnischen Armee in Warschau beginnt mit einem 5:2-Sieg gegen die polnische Fußballnationalmannschaft die Serie der ungarischen Goldenen Elf um Ferenc Puskás, die erst am 4. Juli 1954 im WM-Finale im Berner Wankdorfstadion endet.

Als Goldene Elf wird die ungarische Fußballnationalmannschaft von 1950 bis 1956 bezeichnet. Zwischen dem 4. Juni 1950 und dem 4. Juli 1954 blieb die Mannschaft in 32 Pflichtspielen in Folge unbesiegt.


04.06.1946

Oberst Juan Perón wird Staatspräsident in Argentinien.

Juan Domingo Perón war ein argentinischer Militär und einer der prägenden Politiker seines Landes im 20. Jahrhundert. Er begründete die bis heute einflussreiche populistische Bewegung des Peronismus und wurde dreimal zum Präsidenten gewählt: 1946, 1951 und – nachdem er 1955 durch einen Militärputsch gestürzt worden war – noch einmal wenige Monate vor seinem Tod, im September 1973.


04.06.1944

Rom wird von der faschistischen Herrschaft befreit: Die 1. US-Panzerdivision zieht in die Stadt ein, nachdem Generalfeldmarschall Albert Kesselring, der deutsche Oberbefehlshaber in Italien, den widerstandslosen Abzug der deutschen Wehrmachtseinheiten angeordnet hat.

Rom ist die Hauptstadt Italiens, Hauptort der Region Latium und historische Hauptstadt des Römischen Reichs und des Kirchenstaats. Die Stadt liegt etwa in der Mitte der Apenninhalbinsel am Fluss Tiber. Mit etwa drei Millionen Einwohnern im Stadtgebiet bzw. rund vier Millionen Einwohnern in der Agglomeration ist sie die größte Stadt Italiens sowie die drittgrößte der Europäischen Union. Außerdem ist Rom mit einem Gemeindegebiet von 1287,36 km² auch die flächenmäßig ausgedehnteste Stadt des Landes.


04.06.1942

Die Schlacht um Midway zwischen der United States Navy und der Kaiserlich Japanischen Marine beginnt. Die Schlacht dauert bis zum 7. Juni und gilt als Wendepunkt zugunsten der Alliierten im Pazifikkrieg.

Die Schlacht um Midway war eine Seeschlacht während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg. Vom 4. bis zum 7. Juni 1942 kämpften bei den Midwayinseln große Verbände der Kaiserlich Japanischen Marine und der United States Navy. Die Schlacht, die mit der Versenkung von vier japanischen Flugzeugträgern bei nur einem versenkten US-Träger endete, gilt als Wendepunkt des Pazifikkriegs. Fortan befanden sich die japanischen Streitkräfte in der Defensive.


04.06.1940

Das Zerstörer-Kriegsabzeichen wird für die deutsche Kriegsmarine gestiftet.

Das Zerstörer-Kriegsabzeichen wurde am 4. Juni 1940 vom Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine Großadmiral Erich Raeder gestiftet und konnte anfangs nur an Besatzungsmitglieder der Zerstörer-Gruppe Narvik verliehen werden.


Zeitgleich mit dem Abschluss der Operation Dynamo hält Premierminister Winston Churchill vor dem britischen Unterhaus und danach im Rundfunk eine Rede unter dem Leitsatz We Shall Fight on the Beaches. Darin stärkt er den Verteidigungswillen seines Volkes gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland.

Operation Dynamo war der Codename einer militärischen Evakuierungsaktion der britischen Admiralität im Zweiten Weltkrieg, bei der mit 85 Prozent das Gros des britischen Expeditionskorps (BEF) und Teile der französischen Armee per Schiff nach England transportiert werden konnten. Diese Truppenteile wurden von der Wehrmacht bei der Schlacht um Dünkirchen eingekesselt, wobei ein – bis heute nicht endgültig geklärter – Haltebefehl für die rasch vorstoßenden deutschen Panzertruppen ein Zeitfenster für die Alliierten öffnete, in dem vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940 338.226 Soldaten, davon 198.229 Briten und 139.997 Franzosen, unter Zurücklassung fast des gesamten Materials evakuiert werden konnten. Diese bis dahin größte Rettungsaktion der Weltgeschichte bildete die Grundlage für das Durchhaltevermögen Großbritanniens, denn der Verlust fast der gesamten britischen Berufsarmee hätte zu dieser Zeit nicht kompensiert werden können.


Alliierte Bomber führen den ersten der Luftangriffe auf Frankfurt am Main durch, dessen Schäden sich noch in Grenzen halten.

Etwa 75 Luftangriffe auf Frankfurt am Main wurden im Zweiten Weltkrieg ab Juni 1940 von der Royal Air Force (RAF) und ab Oktober 1943 auch von den United States Army Air Forces (USAAF) bis März 1945 geflogen. Dabei fielen über 26.000 Tonnen Bomben auf das Stadtgebiet. Mehrere Angriffe ab Oktober 1943, vor allem zwei sogenannte Tausend-Bomber-Angriffe am 18. und 22. März 1944, veränderten das Gesicht der Stadt für immer.


04.06.1931

An der Komischen Oper Berlin wird die Operette Frauen haben das gern…! von Walter Kollo uraufgeführt.

Die Komische Oper Berlin ist ein Opernhaus, derzeit ansässig im Schillertheater in Berlin-Charlottenburg. Das Hauptgebäude wird momentan saniert und befindet sich in der Behrenstraße im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Es ist das kleinste der drei Berliner Opernhäuser und mit der Deutschen Oper, der Staatsoper Unter den Linden sowie dem Staatsballett Berlin und dem Bühnenservice Berlin Teil der Stiftung Oper in Berlin.


04.06.1928

Gustav Hartmann, der Eiserne Gustav, erreicht mit seiner Pferdekutsche Paris. Er protestiert mit der Fahrt gegen den Niedergang der Droschken durch Autos.

Gustav Andreas Theodor Hartmann war ein Droschkenkutscher aus Berlin-Wannsee, der als Eiserner Gustav bekannt wurde.


04.06.1924

Bei der Britischen Mount-Everest-Expedition erreicht Edward Felix Norton im später sogenannten Norton-Couloir den Höhenrekord für Bergsteiger mit 8573 Meter. Die Gipfelbesteigung des Mount Everest muss er wegen der späten Tageszeit abbrechen.

Die britische Mount-Everest-Expedition 1924 war nach der ebenfalls britischen Expedition im Jahr 1922 die zweite Expedition, die ausdrücklich die Erstbesteigung des 8848 Meter hohen Mount Everest zum Ziel hatte. Im Jahr 1921 hatte eine Erkundungsexpedition stattgefunden. Weil das Königreich Nepal für Ausländer gesperrt war, stand den britischen Expeditionen in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nur der Zugang von der tibetischen Nordseite her offen.


04.06.1921

Die Uraufführung der Oper Mörder, Hoffnung der Frauen von Paul Hindemith findet an der Staatsoper in Stuttgart statt.

Mörder, Hoffnung der Frauen ist eine Oper in einem Akt von Paul Hindemith (Musik) mit einem Libretto von Oskar Kokoschka. Die Uraufführung fand am 4. Juni 1921 im Württembergischen Landestheater Stuttgart statt.


04.06.1920

Mit dem Vertrag von Trianon zwischen den Alliierten und Ungarn wird der vierte der Pariser Vorortverträge zur Beendigung des Ersten Weltkriegs unterzeichnet.

Der Vertrag von Trianon, auch Friedensvertrag von Trianon oder Friedensdiktat von Trianon, war einer der Pariser Vorortverträge, die den Ersten Weltkrieg formal beendeten. Unterzeichnet am 4. Juni 1920, besiegelte er die 1918/19 erfolgten Sezessionen aus dem Königreich Ungarn – bis 1918 mit Österreich in Realunion verbunden – nach dem für die Doppelmonarchie verlorenen Krieg. Ungarn musste damit völkerrechtlich verbindlich zur Kenntnis nehmen, dass zwei Drittel des Territoriums des historischen Königreichs verschiedenen Nachbar- und Nachfolgestaaten zufielen. Die ungarische Delegation unterschrieb den Vertrag unter Widerspruch am 4. Juni 1920.


04.06.1919

Der US-Senat verabschiedet den 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Mit seinem Inkrafttreten am 18. August 1920 erhalten Frauen das Wahlrecht in den Vereinigten Staaten.

Der 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde vom Kongress am 4. Juni 1919 vorgeschlagen und am 18. August 1920 zur Verfassung hinzugefügt. Ursprünglich war er schon im Jahr 1878 von Senator Aaron A. Sargent eingebracht worden; erst 41 Jahre später wurde er den Bundesstaaten zur Ratifizierung vorgelegt. Er führt das Frauenwahlrecht ein.


04.06.1917

Der erste Pulitzer-Preis wird verliehen.

Der Pulitzer-Preis ist ein US-amerikanischer Medienpreis für herausragende journalistische, literarische und musikalische Beiträge. Seit seiner Stiftung 1917 durch Joseph Pulitzer gilt das Renommee des Preises als ähnlich hoch wie etwa das des Oscars in der Filmindustrie oder das der Nobelpreise. Mit seinen Auszeichnungen für Romane und Sachbücher ist er der wichtigste US-amerikanische Literaturpreis der Gegenwart. Es werden zudem Reportagen, Fotos, Karikaturen, Lyrik, Theaterstücke und Musikaufnahmen ausgezeichnet.


04.06.1916

An der Ostfront beginnt die russische Brussilow-Offensive mit großen Anfangserfolgen.

Die Ostfront war im Ersten Weltkrieg der Hauptschauplatz der Kriegshandlungen der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn mit Russland. Das Kriegsgebiet umfasste große Teile Osteuropas und reichte nach dem Kriegseintritt Rumäniens 1916 schließlich vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer. Im Gegensatz zum lange Zeit nahezu statischen Stellungskrieg an der Westfront fanden hier auch in der Mittelphase des Krieges größere Frontverschiebungen statt. Bedingt war dies unter anderem durch den aufgrund der geografischen Lage der Ostfront für die Mittelmächte erleichterten Truppenaustausch mit anderen Kriegsschauplätzen.


04.06.1908

Die Laeiszhalle wird in Hamburg eröffnet. Den Bau dieses Konzerthauses hat testamentarisch der Reeder Carl Laeisz als Mäzen ermöglicht.

Die Laeiszhalle, ehem. Musikhalle Hamburg, ist ein traditionsreiches Konzerthaus am Johannes-Brahms-Platz in Hamburg. Errichtet im Stil des hanseatischen Neobarock, wurde die Laeiszhalle 1908 als ihrerzeit modernstes deutsches Konzerthaus eingeweiht. Der Große Saal bietet 2025 Sitzplätze und war mit der Walcker-Orgel ausgestattet. Der Kleine Saal hat 640 Sitzplätze.


04.06.1907

Durch die Fusion zweier Vereine entsteht der schwedische Fußballverein Helsingborgs IF.

Der Helsingborgs Idrottsförening, in der Regel als Helsingborgs IF oder insbesondere in Schweden als HIF abgekürzt, ist ein schwedischer Fußballverein aus dem südschwedischen Helsingborg. Für die Zeit zwischen 1912 und 1971 findet sich die Schreibweise Hälsingborgs IF, als die Stadtbezeichnung aufgrund einer Rechtschreibreform geändert bzw. diese Änderung im Rahmen einer Gemeindereform im Jahre 1971 rückgängig gemacht wurde.


04.06.1894

In Deutschland tritt das Abzahlungsgesetz in Kraft. Es ermöglicht Käufern den Erwerb von höherwertigen Gütern, deren Kaufsumme sie in Raten begleichen können.

Das Abzahlungsgesetz (AbzG), auch Gesetz betreffend die Abzahlungsgeschäfte war ein Gesetz vom 16. Mai 1894 und wurde durch das Verbraucherkreditgesetz vom 17. Dezember 1990 aufgehoben. Es findet sich verändert unter § 506ff. BGB.


04.06.1888

Der König der Belgier, Leopold II., eröffnet das erste der hydraulischen Schiffshebewerke des belgischen Canal du Centre. Der Weiterbau der Wasserstraße verzögert sich in der Folge aus Kostengründen.

Leopold II. aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war bis 1865 Herzog von Brabant und Prinz von Belgien und folgte seinem Vater Leopold I. auf den Thron des Königreichs Belgien. Von 1865 bis 1909 war er König der Belgier.


04.06.1887

In Paris wird das Institut Pasteur gegründet. Neben Forschungs- und Beratungsaufgaben steht die Überwachung von Infektionskrankheiten im Vordergrund seiner Tätigkeit.

Das Institut Pasteur ist eines der weltweit führenden Grundlagenforschungszentren für Biologie und Medizin mit Hauptsitz in Paris. Es wurde am 4. Juni 1887 gegründet und am 14. November 1888 eingeweiht und nach dem Gründer, dem bekannten Forscher Louis Pasteur, benannt.


04.06.1878

Das Osmanische Reich tritt in einem zunächst geheimen Vertrag die Insel Zypern an Großbritannien ab, doch behält sich der Sultan Souveränitätsrechte vor. Die Briten versprechen, ihn im Gegenzug gegen die russische Expansion zu unterstützen.

Das Osmanische Reich, auch das Türkische Reich genannt, war das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1922. Die im deutschsprachigen Raum veraltete, Bezeichnung Ottomanisches Reich, deren Gegenstücke im englisch- und französischsprachigen Raum weiterhin üblich sind, leitet sich von der italianisierten Variante Ottomano der arabischen Namensform Uthman des Dynastiebegründers Osman I. her.


04.06.1860

Der Basler Centralbahnhof, gemeinsamer Bahnhof der Centralbahn und der Französischen Ost-Bahn, wird in Betrieb genommen.

Der Bahnhof Basel SBB ist der grösste Grenzbahnhof Europas sowie der grösste und wichtigste Bahnhof der Stadt Basel. Es fahren Züge in die Schweiz, nach Italien und nach Deutschland sowie die TGVs nach Frankreich. Regionalzüge ins Elsass fahren von Basel SNCF, dem elsässischen Bahnhof, der dem Bahnhof SBB angegliedert ist, aber über eine eigene Bahnsteighalle mit eigenen Gleisen verfügt und durch eine Zollschranke vom Bahnhof SBB getrennt ist. Ein Grossteil der Fernverkehrszüge sowie eine S-Bahn-Linie und einzelne andere Nahverkehrszüge nach Deutschland enden oder beginnen hier. Sie halten zusätzlich im Badischen Bahnhof, dem zweitgrössten Bahnhof der Stadt, welcher von der Deutschen Bahn betrieben wird.


Die Turngemeinde Bornheim, mit rund 18.000 Mitgliedern heute einer der größten Turn- und Sportvereine in Deutschland, wird gegründet.

Die Turngemeinde Bornheim 1860 e. V. ist ein am 4. Juni 1860 gegründeter und in Frankfurt-Bornheim ansässiger Sportverein. Mit ihren 38.522 Mitgliedern ist die Turngemeinde nach der Eintracht Frankfurt der mitgliederstärkste Verein in Hessen und einer der größten klassischen Turn- und Sportvereine in Deutschland. Zentrales Betätigungsfeld des Vereins ist der Breitensport. Insgesamt benutzt die Turngemeinde Bornheim 19 Sportstätten, hatte im Januar 2026 23 Mitarbeiter, 800 freiberufliche Übungsleiter, 100 Theken-Kräfte (Counter) und weitere 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer als Schriftführer, Leiter von Turnabteilungen oder als Helfer bei vielen Veranstaltungen. Außerdem sind noch Mitarbeitende im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Jahrespraktikum eingebunden. Der Verein bietet über 1000 Stunden Sport pro Woche an. Etwa 2000 Mitglieder besuchen pro Tag die Sportstätten.


04.06.1859

In der Schlacht bei Magenta unterliegt das Kaisertum Österreich dem Königreich Sardinien-Piemont und dessen Verbündeten Frankreich.

Die Schlacht bei Magenta am 4. Juni 1859 war eine Schlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich von Sardinien-Piemont und dessen Verbündeten Frankreich unter Napoléon III.


04.06.1849

Im Schleswig-Holsteinischen Krieg liefern sich deutsche und dänische Schiffe das Seegefecht bei Helgoland, das einzige der deutschen Reichsflotte.

Die Schleswig-Holsteinische Erhebung war eine von der Mehrheit der Staaten des Deutschen Bundes unterstützte politische und militärische Auseinandersetzung der deutschen Nationalbewegung in den Herzogtümern Schleswig, Holstein und Sachsen-Lauenburg mit dem Königreich Dänemark. Sie dauerte von 1848 bis 1851 – deswegen die dänische Bezeichnung Treårskrigen. Die während des Krieges in den Herzogtümern gebildete provisorische schleswig-holsteinische Regierung wurde von den meisten Staaten außerhalb des Deutschen Bundes nicht anerkannt.


04.06.1844

Im schlesischen Eulengebirge kommt es zu einem Weberaufstand, der das politische Geschehen im Vormärz nachhaltig prägen wird.

Das Eulengebirge ist Teil der schlesischen Mittelsudeten im Südwesten Polens.


04.06.1831

Der Nationalkongress von Belgien wählt den in England lebenden deutschen Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha zum ersten König der Belgier.

In der Belgischen Revolution von 1830 erhob sich die überwiegend katholische Bevölkerung der südlichen Provinzen des Vereinigten Königreichs der Niederlande gegen die Vorherrschaft der mehrheitlich protestantischen Nordprovinzen. Innerhalb weniger Wochen im August und September führte der Aufstand zur Aufteilung des Königreiches in zwei Staaten. Das überwiegend niederländischsprachige Flandern und das überwiegend französischsprachige Wallonien begründeten das neue Belgien. Nur Teile Luxemburgs blieben bis 1890 in Personalunion mit den Niederlanden verbunden.


04.06.1814

Mit der Verkündung der Charte constitutionnelle wird die Restauration der Monarchie in Frankreich vollendet. Neuer französischer König wird Ludwig XVIII.

Die Charte constitutionnelle war seit 1814 die Verfassung des restaurierten Königreichs Frankreich.


04.06.1813

Im Rahmen der Befreiungskriege schließen Russland und Preußen mit Napoleon I. den Waffenstillstand von Pläswitz.

Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden die kriegerischen Auseinandersetzungen in Mitteleuropa von 1813 bis 1815 zusammengefasst, mit denen die Vorherrschaft Frankreichs unter Napoleon Bonaparte über große Teile des europäischen Kontinents beendet wurde. Sie gehören zu den Koalitionskriegen und bilden als Teile des Sechsten Koalitionskrieges ihren Abschluss.


In Unkenntnis der Waffenstillstandsverhandlungen liefern sich Preußen und Franzosen eine blutige Schlacht um den Ort Luckau.

Das Gefecht bei Luckau fand am 4. Juni 1813 im Zuge der Befreiungskriege statt, hierbei konnte sich ein preußisches Korps unter General Friedrich von Bülow erfolgreich gegen eine doppelt so starke französische Übermacht unter Marschall Oudinot verteidigen. Bülow gelang es durch seinen Sieg den drohenden Vormarsch der französischen Truppen auf die preußische Hauptstadt Berlin zu vereiteln.


04.06.1812

Um eine Verwechslung mit dem am 30. April in die Union aufgenommenen Staat Louisiana zu vermeiden, wird das bisherige Louisiana-Territorium in Missouri-Territorium umbenannt.

Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einherging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.


04.06.1811

Carl Maria von Webers einaktige Oper Abu Hassan wird am Münchner Residenztheater uraufgeführt.

Carl Maria von Weber war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist der Romantik.


04.06.1805

Die Ligurische Republik mit ihrer Hauptstadt Genua wird ebenso wie das angrenzende norditalienische Herzogtum Parma in das französische Kaiserreich eingegliedert.

Die Ligurische Republik war eine durch französischen Revolutionsexport errichtete italienische Tochterrepublik, gebildet aus der früheren Adelsrepublik Genua, errichtet am 14. Juni 1797, aufgelöst durch Eingliederung in das französische Kaiserreich am 4. Juni 1805.


04.06.1799

Im Zweiten Koalitionskrieg besiegen österreichische Truppen unter dem Kommando von Erzherzog Karl in der Ersten Schlacht von Zürich die von André Masséna befehligte französische Armee in der Schweiz.

Der Zweite Koalitionskrieg (1798/99–1801/02) wurde von einer Allianz um Russland, Österreich und Großbritannien gegen das im Ersten Koalitionskrieg erfolgreiche revolutionäre Frankreich geführt. Der erfolgreichste französische General, Napoleon Bonaparte, war nach der verlorenen Seeschlacht bei Abukir in Ägypten isoliert. Auch deswegen war das Bündnis zunächst sehr erfolgreich und konnte die französisch dominierten Tochterrepubliken in Italien zerschlagen und die alte Ordnung wiederherstellen. Allerdings waren die Verbündeten zerstritten, und Russland verließ die Allianz. Nachdem Napoleon aus Ägypten zurückgekehrt war und in Frankreich mit dem Konsulat die Herrschaft übernommen hatte, siegte er 1800 in Italien. Die verbliebenen Verbündeten schlossen Frieden mit Frankreich. 1801 bestätigte der Friede von Lunéville dabei im Wesentlichen die Bestimmungen von Campo Formio. Die Niederlage der Alliierten war indirekt für die völlige Neugestaltung des Heiligen Römischen Reiches durch den Reichsdeputationshauptschluss mitverantwortlich. Mit dem Frieden von Amiens zwischen Großbritannien und Frankreich war der Krieg 1802 endgültig beendet.


04.06.1797

In Venedig wird nach dem Einzug französischer Revolutionstruppen das Libro d’Oro verbrannt. Das Goldene Buch behielt über Jahrhunderte hinweg die Teilnahme am Großen Rat der Stadt den eingetragenen adligen Patriziergeschlechtern vor.

Als Libro d’Oro auch Libro d'Oro della Nobiltà Italiana wurden in vielen italienischen Staaten und Städten die Adelsverzeichnisse bezeichnet.


04.06.1796

In der Schlacht bei Altenkirchen sind im Ersten Koalitionskrieg die Franzosen unter Nicolas Jean-de-Dieu Soult siegreich gegenüber österreichischen Truppen, die Erzherzog Karl befehligt.

Die Schlacht bei Altenkirchen (Westerwald) (4. Juni 1796) war ein früher Erfolg während der französischen Invasion Deutschlands im Sommer 1796, im Laufe des ersten Koalitionskrieges. General Kléber zwang die Österreicher zur Aufgabe ihrer Positionen rund um Altenkirchen und zum Rückzug an die Lahn.


04.06.1794

Abbé Henri Grégoire präsentiert während der Revolution dem französischen Nationalkonvent einen Bericht, in dem er die Unterdrückung der „Dialekte“ und die ausschließliche Verwendung des Französischen verlangt. Die damit einhergehenden Maßnahmen leiten eine langfristige Politik ein, die zum Niedergang der Regional- und Minderheitensprachen wie des Okzitanischen führt.

Henri Jean-Baptiste Grégoire, auch genannt Abbé Grégoire, war ein französischer Priester, Bischof und Politiker zur Zeit der Französischen Revolution. Bekannt wurde er nicht zuletzt wegen der Forderung nach Abschaffung der Sklaverei.


04.06.1783

In Annonay führen die Gebrüder Montgolfier ihren ersten unbemannten Heißluftballon öffentlich vor.

Annonay ist eine südfranzösische Stadt im Norden des Vivarais und eine Gemeinde im Département Ardèche in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Mit 17.274 Einwohnern ist Annonay die größte Stadt des Départements, aber nicht Sitz der Präfektur. Diese befindet sich im deutlich kleineren Privas.


04.06.1745

Zweiter Schlesischer Krieg: In der Schlacht bei Hohenfriedeberg besiegt Friedrich der Große die verbündeten Heere von Österreich und Sachsen.

Der Zweite Schlesische Krieg (1744–1745) war sowohl Teil des Österreichischen Erbfolgekrieges als auch des Konflikts um die Vorherrschaft in Schlesien zwischen Preußen und Österreich. Während König Friedrich II. von Preußen mit Frankreich verbündet war, bildete Österreich unter Maria Theresia eine Allianz mit Sachsen, Großbritannien und den Niederlanden.


04.06.1666

Der Menschenfeind (Le Misanthrope), eine Komödie in fünf Akten von Molière, wird in Paris uraufgeführt.

Der Menschenfeind ist eine Komödie von Molière, die am 4. Juni 1666 uraufgeführt wurde. Der französische Titel heißt übersetzt: „Der Menschenfeind oder der verliebte Melancholiker“ und weist auf die fundamentale charakterliche Spaltung des Protagonisten hin, der, wie bei vielen Stücken von Molière, mit Ausnahme von Tartuffe, vom Autor selbst gespielt wurde.


04.06.1629

Das Segelschiff Batavia der Niederländischen Ostindien-Kompanie läuft auf ein Riff des Houtman-Abrolhos-Archipels vor der Westküste Australiens. Etwa zwanzig Menschen sterben, die meisten Besatzungsmitglieder und Passagiere können sich auf kleine Inseln retten. In der Folge werden 125 Menschen unter der einsetzenden Terrorherrschaft des Jeronimus Cornelisz und seiner Spießgesellen getötet.

Ein Segelschiff ist ein Schiff, das ganz oder vornehmlich aufgrund seiner Segel durch die Kraft des Windes bewegt wird. Segelschiffe waren seit dem Altertum bis zum 19. Jahrhundert die wichtigsten Verkehrsmittel für den Transport von Gütern und Personen über längere Distanzen. Sie wurden seit dem 19. Jahrhundert durch Dampfschiffe und Motorschiffe abgelöst. Bis in das 19. Jahrhundert hinein waren auch die meisten Kriegsschiffe Segelschiffe. Kleinere Segelschiffe werden als Segelboote bezeichnet.


04.06.1525

Im Bauernkrieg zerschlagen die Landsknechte des Truchsesses von Waldburg den „Hellen Lichten Haufen“ der fränkischen Bauern in der Schlacht bei Sulzdorf. Florian Geyers straff organisierter Schwarzer Haufen kann sich der Vernichtung entziehen.

Als Deutscher Bauernkrieg wird die Gesamtheit der Aufstände von Bauern, Städtern und Bergleuten bezeichnet, die 1524 aus ökonomischen und religiösen Gründen zunächst im süddeutschen Raum, später in weiten Teilen Thüringens, Sachsens, Frankens, in Tirol und in der Eidgenossenschaft ausbrachen. In deren Verlauf stellten die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten. In Schwaben, Franken, dem Elsass, Deutsch-Lothringen und Thüringen wurden die Aufstände 1525, im Kurfürstentum Sachsen und in Tirol 1526 von Grund- und Landesherren niedergeschlagen, wobei schätzungsweise zwischen 70.000 und 75.000 Menschen getötet wurden. Dem Bauernkrieg waren Aufstände in Livland, Ungarn (Dózsa-Aufstand), England und der Schweiz vorausgegangen.


04.06.1365

Der deutsche Kaiser Karl IV. wird zum König von Burgund (Arelat) gekrönt.

Karl IV., geboren als Wenzel, war Römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien, König von Burgund und Römisch-deutscher Kaiser. Er entstammte dem Geschlecht der Luxemburger. Er zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit.


04.06.1094

Bei der Belagerung der Stadt Huesca, zu diesem Zeitpunkt Teil von al-Andalus, kommt Aragoniens König Sancho I. zu Tode. Sein Sohn Peter I. wird neuer Herrscher.

Die Belagerung von Huesca von 1094 war eine Militäraktion des Königs Sancho I. Ramírez von Aragón im Rahmen der Reconquista gegen die Taifa von Saragossa, bei der Sancho zu Tode kam. Huesca wurde zwei Jahre später von Sanchos Sohn Pedro I. nach der Schlacht von Alcoraz kampflos eingenommen.


04.06.1055

In der Kirche Santa Reparata wird das erste Konzil von Florenz im Beisein von Papst Viktor II. und Kaiser Heinrich III. eröffnet.

Santa Reparata ist die frühere Kathedrale von Florenz, über der ab 1296 die heutige Kathedrale Santa Maria del Fiore errichtet wurde. Aufgrund einer Grabung in den Jahren 1971/72 konnte der Grundriss der Kirche rekonstruiert werden. Heute können die Reste Santa Reparatas vom rechten Seitenschiff des Domes aus besichtigt werden.


04.06.1039

Durch den Tod seines Vaters Konrad II. wird Heinrich III. römisch-deutscher König.

Konrad II. war römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039, ab 1024 König des Ostfrankenreichs (regnum francorum orientalium), ab 1026 König von Italien und ab 1033 König von Burgund.


04.06.1013

Wegen seiner Ablehnung der durch Heinrich II. teilweise gewaltsam eingeführten Klosterreform von Gorze wird Branthog von Erzbischof Erkanbald von Mainz als Abt des Klosters Fulda abgesetzt. Er geht daraufhin mit einem Teil der Mönche nach Halberstadt, wo sie von Bischof Arnulf aufgenommen und in das neue Kloster Ilsenburg im Harz weitergeschickt werden. Poppo, zu diesem Zeitpunkt bereits Abt von Lorsch, wird gleichzeitig auch neuer Abt von Fulda.

Heinrich II., Heiliger, aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen, war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches (regnum Francorum orientalium), von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.


04.06.0774

Die neun Monate andauernde Belagerung von Pavia durch die Franken unter Karl dem Großen endet mit der Kapitulation der Stadt.

Der Langobardenfeldzug war eine militärische Unternehmung des fränkischen Königs Karl des Großen gegen das von Desiderius regierte Langobardenreich. Er begann im Spätsommer 773 und endete im Juni 774 mit der Eroberung des Langobardenreichs und seiner Eingliederung ins Fränkische Reich.