Historische Ereignisse am Mittwoch, 6. August
63 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 6. August statt — von 70 bis 2012. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
# 6. August 2025
Das Datum 6. August markiert in der Wissenschafts- und Technikgeschichte mehrere Meilensteine. Im Jahr 2012 landete der Marsrover Curiosity der NASA-Mission Mars Science Laboratory erfolgreich auf der Marsoberfläche und übermittelte die ersten Bilder vom Nachbarplaneten. Etwa ein Jahr zuvor, 2011, eskalierte in London eine zunächst friedliche Demonstration zu mehrtägigen Ausschreitungen in England, die landesweit Aufmerksamkeit erregten. Diese Ereignisse zeigen die Vielfalt historischer Momente, die sich an diesem Kalendertag ereignet haben.
Die Geschichte dieses Datums reicht jedoch weit zurück. 1966 wurde in Lissabon die Salazar-Brücke über den Tejo eingeweiht, eine imposante Hängebrücke, die nach dem Vorbild der San Francisco Bay Bridge konzipiert wurde. Die Stadt an der Mündung des Tejo entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg zu einem bedeutenden Handelszentrum und ist heute die Hauptstadt Portugals. Die Brücke selbst ermöglichte eine verbesserte Verbindung zwischen Lissabon und dem südlichen Ufer des Flusses.
Am 6. August 2025 herrscht in Mitteleuropa bedecktes Wetter bei angenehmen Temperaturen. Der Himmel zeigt sich überwiegend grau mit gelegentlichen Auflockerungen. Der Mond befindet sich in der abnehmenden Phase, und astrologisch gehört dieser Tag dem Sternzeichen Löwe an. Die DayAtlas-Website bietet für diesen und jeden anderen Tag Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen sowie aktuelle Wetterdaten für beliebige Orte weltweit.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 17. April.
06.08.2012
Der im Rahmen der NASA-Mission Mars Science Laboratory ausgesetzte Rover „Curiosity“ landet erfolgreich auf dem Mars und sendet erste Bilder von der Landschaft des Nachbarplaneten.
Die NASA ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. Zugleich ist die NASA eine wichtige geowissenschaftliche Forschungsinstitution und stellt in den USA die meisten Forschungsgelder für klimawissenschaftliche Forschungsarbeiten bereit.
06.08.2011
Die Eskalation einer zunächst friedlichen Demonstration in London markiert den Beginn mehrtägiger Ausschreitungen in England.
London ist zugleich die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs und Englands. Die Stadt liegt an der Themse im Südosten Englands. Das heutige Verwaltungsgebiet mit 33 Stadtbezirken entstand 1965 durch die Gründung von Greater London. Dort lebten 2022 rund 8,9 Millionen Menschen, davon rund 3,4 Millionen in den 13 Stadtbezirken Inner Londons. In der gesamten Metropolregion London lebten 2019 knapp 14,4 Millionen Einwohner.
06.08.2008
Durch einen Militärputsch wird Mauretaniens Staatspräsident Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi gestürzt und unter Hausarrest gestellt. Neuer Machthaber wird General Mohamed Ould Abdel Aziz.
Mauretanien ist ein Staat im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien im Nordosten, Mali im Osten und Südosten, Senegal im Südwesten sowie im Norden und Nordwesten an den Landesstreifen der Westsahara, der nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien 1975 größtenteils von Marokko annektiert wurde. Mauretanien besteht größtenteils aus Wüste, ausgenommen eine Dornstrauchsavannenzone entlang der Südgrenze bis zur Hauptstadt Nouakchott. Nach einem Putsch am 8. August 2008 herrschte kurzzeitig eine Militärdiktatur; 2009 fanden wieder Präsidentschaftswahlen statt, ebenso 2014 und 2019.
Bereits zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Peking beginnt das olympische Fußballturnier der Frauen mit sechs Vorrundenspielen.
Die Olympischen Sommerspiele 2008 wurden vom 8. bis zum 24. August 2008 hauptsächlich in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen. Es waren die ersten Olympischen Sommerspiele in China. Den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erhielt Peking am 13. Juli 2001.
06.08.2002
Die indischen Wissenschaftler Manindra Agrawal, Neeraj Kayal und Nitin Saxena veröffentlichen die Abhandlung PRIMES is in P, in der der von ihnen entdeckte AKS-Primzahltest vorgestellt wird, der untersucht, ob eine Zahl eine Primzahl ist oder nicht.
Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.
06.08.2000
Die Kongregation für die Glaubenslehre der römisch-katholischen Kirche unter Kardinal Ratzinger gibt das Dokument Dominus Iesus, Über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche heraus, in dem das traditionelle römisch-katholische Verständnis von Kirche erläutert und bekräftigt wird.
Das Dikasterium für die Glaubenslehre ist eine Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche. Seine Aufgabe ist es, die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und vor Häresien zu schützen. Diese Kongregation wurde von Papst Paul III. mit der Apostolischen Konstitution Licet ab initio vom 21. Juli 1542 als Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis gegründet. Im 20. Jahrhundert wurde sie – in der Zeit vor dem Konzil – allgemein kurz als Heiliges Offizium bezeichnet, nach ihrem neuen Namen von 1908.
06.08.1998
Der US-amerikanische Science-Fiction-Film Akte X – Der Film startet in den deutschen Kinos.
Akte X – Der Film ist ein Science-Fiction-Thriller aus dem Jahr 1998 von Rob Bowman. Der Film basiert auf der TV-Serie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI und befindet sich in deren Serien-Chronologie zwischen der fünften und sechsten Staffel. Der Film startete in den deutschen Kinos am 6. August 1998.
06.08.1997
Eine Boeing 747-300 der Korean Air stürzt beim Landeanflug auf Guam ab. 228 der 254 Insassen werden getötet.
Die Boeing 747, auch Jumbo-Jet oder Jumbojet in Anlehnung an den Elefanten Jumbo, ist ein vierstrahliges Großraumflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing, das seit seiner Entwicklung in den 1960er-Jahren über mehrere Jahrzehnte das weltgrößte Passagierflugzeug war.
06.08.1991
Tim Berners-Lee stellt in einem Beitrag zur Newsgroup alt.hypertext das Projekt World Wide Web als Hypertext-Dienst im Internet vor.
Sir Timothy John Berners-Lee, OM, KBE, FRS, FRSA ist ein britischer Physiker und Informatiker. Er ist der Entwickler der Hypertext Markup Language (HTML) und einer der Begründer des World Wide Web. Er steht dem World Wide Web Consortium (W3C) vor, ist Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und hat seit 2016 einen Lehrstuhl an der Universität Oxford.
06.08.1990
Mit der Resolution 661 des UN-Sicherheitsrates werden wegen des Einmarsches in Kuwait Wirtschaftssanktionen gegen den Irak verhängt.
Die Resolution 661 des UN-Sicherheitsrates ist eine Resolution, die der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf seiner 2933. Sitzung am 6. August 1990 angenommen hat. Die Resolution wurde am fünften Tage der irakischen Invasion in Kuwait beschlossen. Der Sicherheitsrat erkennt zunächst explizit Kuwaits Recht zur völkerrechtskonformen Selbstverteidigung nach Artikel 51 der UN-Charta an und verhängt ferner Wirtschaftssanktionen gegen den Irak, um den in Resolution 660 geforderten Rückzug der irakischen Truppen durchzusetzen. Konkret wurde ein völliges Embargo etabliert, insbesondere auch für Waffen, und im Ausland vorhandene irakische Finanzen eingefroren. Die Resolution wurde mit 13 zu Null Stimmen angenommen, wobei sich Jemen und Kuba der Stimme enthielten. Zuständige Vorsitzende des Sicherheitsausschusses für die Resolution war die stellvertretende permanente Vertreterin Finnlands Marjatta Rasi.
06.08.1966
In Lissabon wird die Salazar-Brücke über den Tejo eingeweiht. Als Vorbild der Hängebrücke diente die San Francisco Bay Bridge.
Lissabon ist die Hauptstadt Portugals sowie des gleichnamigen Distrikts Lissabon; sie ist mit ca. 546.000 Einwohnern sowie mit 2,8 Mio. Einwohnern im Großraum Lissabon eine der größeren Städte in der Europäischen Union. Der Distrikt Lissabon hatte bei der letzten Zählung 2.963.272 Einwohner. Die Metropole liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel. Außerhalb der Stadt Lissabons erstreckt sich zwischen Cascais und Estoril eine Reihe von Stränden am Atlantik.
Die Oper Die Bassariden von Hans Werner Henze wird bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt.
Die Bassariden, Opera seria in einem Akt mit einem Intermezzo, ist eine Literaturoper von Hans Werner Henze, basierend auf der Tragödie Die Bakchen des Euripides; im Intermezzo wird die Sage Das Urteil der Kalliope dargestellt. Das Libretto stammt von W. H. Auden und Chester Kallman. Bei der Uraufführung am 6. August 1966 im Großen Festspielhaus Salzburg wurde eine deutsche Fassung von Helmut Reinold (Einrichtung) und Maria Bosse-Sporleder (Text) gespielt.
06.08.1965
In den Vereinigten Staaten werden diskriminierende Praktiken bei der Registrierung von Wählern landesweit gesetzlich untersagt.
Der Voting Rights Act of 1965 ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz, das die gleiche Beteiligung von Minderheiten, besonders Afroamerikanern, bei US-Wahlen gewährleisten soll.
Help!, das fünfte Album der Beatles und Soundtrack zum gleichnamigen Film, erscheint.
Help! ist das fünfte Studioalbum der britischen Gruppe The Beatles. Es wurde im August 1965 in Großbritannien veröffentlicht. In Deutschland ist es einschließlich der Kompilationsalben ihr neuntes Album. Das Album erreichte in Deutschland, Großbritannien und den USA die Spitze der Charts.
06.08.1964
Innsbruck erhält eine Diözese.
Innsbruck ist eine Großstadt im Westen Österreichs und Hauptstadt des Bundeslandes Tirol. Wahrzeichen der alten Hauptstadt der Gefürsteten Grafschaft Tirol ist das Goldene Dachl.
06.08.1962
Jamaika wird von Großbritannien unabhängig und ist seither Mitglied des Commonwealth of Nations.
Jamaika [jaˈmaɪ̯ka]/[dʒ-] ist ein Inselstaat in der Karibik. Das Land war bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1962 eine britische Kolonie und ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Die Hauptstadt Kingston ist auch die größte Stadt des Landes. Der Großteil der etwa drei Millionen Einwohner stammt von afrikanischen Sklaven ab und ist christlichen Glaubens.
06.08.1961
Im Raumschiff Wostok 2 startet German Stepanowitsch Titow zum zweiten orbitalen Raumflug.
Als Raumschiffe oder Raumfahrzeuge werden im Allgemeinen alle Fahrzeuge bezeichnet, die zur Fortbewegung im Weltraum (Raumfahrt) geschaffen wurden. Teile dieser Raumschiffe, die über eine Atmosphäre im Inneren verfügen, und die nicht mit aerodynamischen Steuerelementen für den Eintritt in eine Atmosphäre vorgesehen sind, werden auch Raumkapsel genannt.
06.08.1958
Die Italiener Walter Bonatti und Carlo Mauri stehen als erste Bergsteiger auf dem Gipfel des Gasherbrum IV im Karakorum-Gebirge.
Walter Bonatti war ein italienischer Alpinist, Bildreporter und Autor.
06.08.1950
In Stuttgart wird die tags zuvor von Vertretern der Vertriebenenverbände unterzeichnete Charta der deutschen Heimatvertriebenen feierlich proklamiert.
Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde von den Sprechern der Vertriebenenverbände bzw. ostdeutschen Landsmannschaften am 5. August 1950 unterzeichnet und am folgenden Tag in einer Massenkundgebung in Stuttgart-Bad Cannstatt verkündet. Sie nennt „Pflichten und Rechte“ der Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949 die deutschen Ostgebiete und andere Länder Ost- und Südosteuropas verlassen mussten. Unter diesen Rechten und Pflichten wird vor allem der Verzicht auf Rache und Vergeltung für die Vertreibung verstanden, das Schaffen eines geeinten Europas und die Beteiligung am Wiederaufbau Deutschlands und Europas. Darüber hinaus wird ein „Recht auf Heimat“ postuliert, das ein von „Gott geschenktes Grundrecht der Menschheit“ sei, und seine Verwirklichung gefordert.
06.08.1947
Die Uraufführung der Oper Dantons Tod von Gottfried von Einem findet bei den Salzburger Festspielen statt.
Dantons Tod ist eine Oper in zwei Teilen von Gottfried von Einem. Das Libretto verfasste Boris Blacher gemeinsam mit dem Komponisten. Es beruht auf dem gleichnamigen Drama von Georg Büchner. Das Werk erlebte seine Uraufführung am 6. August 1947 im Rahmen der Salzburger Festspiele unter dem Debüt-Dirigat von Ferenc Fricsay. Mit dieser seiner ersten Oper schaffte der Komponist gleich auf Anhieb den internationalen Durchbruch.
06.08.1945
Der US-amerikanische Bomber Enola Gay mit dem Piloten Paul Tibbets wirft über der japanischen Stadt Hiroshima Little Boy ab, die erste je in einem Krieg eingesetzte Atombombe. 90.000 bis 200.000 Menschen sind sofort tot. Die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki werden in Japan als Hibakusha bezeichnet.
Enola Gay ist ein B-29-Bomber, der bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki eingesetzt wurde. Das Flugzeug gehörte zur 509th Composite Group der United States Army Air Forces. Von der Enola Gay wurde am 6. August 1945 die erste Atombombe, die je in einem Krieg eingesetzt wurde, auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen. Am 9. August 1945 war die Enola Gay eines der Begleitflugzeuge des B-29-Bombers Bockscar, der die Atombombe „Fat Man“ auf Nagasaki abwarf. Heute ist die Enola Gay im Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly, Vereinigte Staaten, ausgestellt.
06.08.1943
In der Schlacht im Vella-Golf treffen vor Mitternacht im Pazifikkrieg sechs Zerstörer der US-Marine auf vier japanische Zerstörer. Im anschließenden Torpedoduell werden drei japanische Schiffe versenkt, das vierte entgeht der Vernichtung.
Die Schlacht im Vella-Golf fand im Zweiten Weltkrieg während des Pazifikkrieges in der Nacht vom 6. auf den 7. August 1943 statt. Sie war eine Seeschlacht im Rahmen des Feldzuges zur Rückeroberung der New-Georgia-Inselgruppe und fand zwischen den Inseln Vella Lavella und Kolombangara statt.
06.08.1940
Nach Lettland und Litauen wird nun auch Estland von der Sowjetunion besetzt.
Die Geschichte Lettlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Lettland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Lettland wurde 1918 zum ersten Mal ein eigenständiger Staat. Die Geschichte Lettlands umfasst insbesondere die Zeiten während des Deutschen Ordens und des Russischen Reiches, den ersten unabhängigen lettischen Staat nach der Unabhängigkeitserklärung 1918 bis zur Errichtung der so genannten Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik als Teil der Sowjetunion als Folge des Hitler-Stalin-Paktes, die deutsche Besetzung während des Zweiten Weltkriegs, die Zeit des Kalten Krieges und die Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1990.
06.08.1932
Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer weiht die erste öffentliche Autobahn Deutschlands, die heutige A 555, zwischen Köln und Bonn ein. Sie wurde von 1929 bis 1932 erbaut.
Konrad Hermann Joseph Adenauer war ein deutscher christdemokratischer Politiker und Staatsmann. Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und von 1951 bis 1955 zugleich erster Bundesminister des Auswärtigen.
Der Wellandkanal zwischen Eriesee und Ontariosee wird eröffnet.
Der Wellandkanal ist ein Großschifffahrtsweg in Kanada, welcher durch die St. Lawrence Seaway Management Corporation (SLSMC) verwaltet wird.
Die Filmfestspiele von Venedig werden erstmals veranstaltet.
Die 1932 begründeten Internationalen Filmfestspiele von Venedig sind Teil der Biennale für zeitgenössische Kunst und finden jedes Jahr von Ende August bis Anfang September auf dem Lido in Venedig statt. 1933 und von 1943 bis 1945 gab es keine Filmfestspiele. Die Filmfestspiele sind das älteste Filmfestival der Welt und gehören bis heute – gemeinsam mit dem Filmfestival Cannes und der Berlinale – zu den bedeutendsten internationalen Filmfestspielen.
06.08.1926
Die US-Amerikanerin Gertrude Ederle durchschwimmt als erste Frau den Ärmelkanal und benötigt dazu 14 Stunden und 39 Minuten.
Gertrude Caroline Ederle war eine US-amerikanische Schwimmerin deutscher Herkunft. Sie war die erste Frau, die den Ärmelkanal durchschwamm.
06.08.1919
Der Staatenausschuss billigt den Gesetzesentwurf für den Aufbau der Reichsfinanzverwaltung. Es ist das erste von 16 Gesetzen, mit denen das umfangreichste Reformwerk der deutschen Steuer- und Finanzgeschichte eingeleitet wird.
Der Staatenausschuss war ein Gremium im Deutschen Reich im Jahr 1919. Es diente als Vertretung der Gliedstaaten in der Übergangszeit nach der Novemberrevolution von 1918/19. Das eigentliche Organ dazu war der Bundesrat gewesen. Seit dem Untergang der Monarchie war der Bundesrat auf Geheiß des Rates der Volksbeauftragten allerdings im Wesentlichen inaktiv. Das Forum der Landesregierungen war seitdem eine Länderkommission sowie eine Staatenkonferenz.
06.08.1917
In Rumänien beginnt die Schlacht von Mărășești, die mehrere Wochen dauert und als „rumänisches Verdun“ in die Geschichte eingeht.
Die Schlacht von Mărășești umfasst eine Reihe weiträumiger aber taktisch zusammenhängender Kämpfe im Raum Focșani, die sich vom 6. August bis 3. September 1917 im Kreis Vrancea zwischen den Flüssen Sereth und Putna mit Konzentration an der Linie Muncelu – Mărășești ereigneten. Sie wurde in der deutschen Weltkriegsgeschichtsschreibung traditionell als „Durchbruchsschlacht an der Putna und Sușita“ bezeichnet. Die seit Dezember 1916 intensivsten Kämpfe am rumänischen Kriegsschauplatz, die eine direkte Fortsetzung der Schlacht von Mărăști darstellten, erstreckten sich über einen Zeitraum von 29 Tagen, von denen nur an 16 Tagen größere militärische Aktionen stattfanden. Die großen Verluste bei der Offensive zwangen die Mittelmächte, ihre Angriffe an der rumänischen Front aufzugeben und dauerhaft in die Defensive überzugehen. Aus rumänischer Sicht handelt es sich um die bedeutendste Schlacht des Ersten Weltkriegs, die auch als „das rumänische Verdun“ charakterisiert wird.
06.08.1915
Truppen der Entente führen eine Landung in der Suvla Bucht (Türkei) durch, scheitern aber in den folgenden Tagen im Gefecht bei Sarı Bayır an der Einnahme der wichtigen Höhenzüge.
Die Entente cordiale ist ein am 8. April 1904 zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich geschlossenes Abkommen. Ziel des Abkommens war eine Lösung des Interessenkonflikts beider Länder in den Kolonien Afrikas. 1907 entwickelte sich die Entente cordiale durch Beitritt Russlands zur Triple Entente, die eine der Kriegsparteien im Ersten Weltkrieg verkörperte.
06.08.1914
Erster Weltkrieg: Die österreichisch-ungarische Regierung erklärt Russland den Krieg. Gleichzeitig erfolgt die Kriegserklärung Serbiens an das Deutsche Reich.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
06.08.1901
In den Vereinigten Staaten wird in Oklahoma Land der Kiowa zur Besiedlung durch Weiße freigegeben und ihr Indianerreservat damit de facto aufgelöst.
Oklahoma ist ein Bundesstaat im zentralen Süden der Vereinigten Staaten. Er grenzt im Süden und Westen an Texas, im Norden an Kansas, im Nordosten an Missouri, im Osten an Arkansas, im Westen an New Mexico und im Nordwesten an Colorado. Mit alten Gebirgszügen, Prärien, Tafelbergen und östlichen Wäldern liegt der größte Teil von Oklahoma in den Great Plains, Cross Timbers und den U.S. Interior Highlands, allesamt Regionen, die für Unwetter, insbesondere Tornados anfällig sind. Heute ist er der nach Fläche 20. größte und mit knapp 4 Millionen Einwohnern der 28. bevölkerungsreichste der 50 Bundesstaaten der USA. Die Hauptstadt und größte Stadt ist das zentral gelegene Oklahoma City. Die zweite große, bedeutende Stadt ist Tulsa im Nordosten des Staates am Ufer des Arkansas Rivers, gefolgt von kleineren Städten wie Lawton, Enid und Ponca City.
06.08.1896
Das französische Protektorat Madagaskar wird zur Kolonie umgewandelt.
Ein Protektorat ist ein teilsouveränes Gemeinwesen und abhängiges staatliches Territorium, dessen auswärtige Vertretung und Landesverteidigung einem anderen Staat durch einen völkerrechtlichen Vertrag unterstellt sind. Dagegen sind Kolonien oder Übersee-Territorien Besitz der jeweiligen Kolonialmacht, die Bewohner deren Untertanen. Allerdings hat sich diese Definition erst Ende des 19. Jahrhunderts verfestigt. Bis dahin – vor allem in der Zeit des „Wettlaufs um Afrika“ im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts – war der Wortgebrauch noch unscharf, und manche afrikanischen Gebiete, die keinerlei Staatlichkeit im modernen Sinne aufwiesen, wurden bei der Inbesitznahme durch Europäer Protektorate genannt. Hier handelte es sich um eine Vorstufe zur eigentlichen Kolonie, bei der nicht ein örtlicher Staat, sondern die eigenen Interessen in diesem Gebiet gegen rivalisierende europäische Staaten geschützt wurden. Diese Protektorate wurden alle zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Kolonien umgewandelt.
06.08.1893
Der Kanal von Korinth wird für den Schiffsverkehr geöffnet. Er erspart Schiffen bis etwa 8 Meter Tiefgang den Seeweg um den Peloponnes.
Der Kanal von Korinth trennt bei Korinth die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland. Er kann einem Schiff die Umfahrung des Peloponnes ersparen und damit den Seeweg verkürzen, zum Beispiel von Piräus nach Patras um etwa 400 Kilometer.
06.08.1890
Der Mörder William Kemmler wird im Gefängnis von Auburn, New York, als erster Mensch auf einem Elektrischen Stuhl hingerichtet.
William Kemmler war der erste Mensch, der mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.
06.08.1875
Vier Verschwörer töten in Quito den wiedergewählten ecuadorianischen Präsidenten Gabriel García Moreno auf dem Weg von der Kathedrale zum Präsidentenpalast, als Moreno seine dritte Amtszeit antreten will.
Quito [ˈkito] ist die Hauptstadt von Ecuador. Sie liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2850 m hohen Becken der Anden und ist somit noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 2,7 Millionen Einwohnern neben Guayaquil eine der beiden größten Städte des Landes. Außerdem ist sie Hauptstadt des gleichnamigen Kantons sowie der Provinz Pichincha. Die Altstadt von Quito gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
06.08.1874
E. R. Whitwell und C. und J. Lauener gelingt die Erstbesteigung des Aiguille de Blaitière im Mont-Blanc-Massiv.
Die Aiguille de Blaitière ist ein 3522 m hoher Berg nahe bei Chamonix im französischen Mont-Blanc-Massiv.
06.08.1870
In der Schlacht bei Wörth im Deutsch-Französischen Krieg besiegt Preußen Frankreich. Bei der Schlacht gibt es über 20.000 Tote und Verwundete auf beiden Seiten. In der Schlacht bei Spichern setzen sich am selben Tag preußische Einheiten unter schweren Verlusten gegen französische Verteidiger durch, die sich am Abend zurückziehen.
Die Schlacht bei Wörth fand am 6. August 1870 im Deutsch-Französischen Krieg in der Nähe des Ortes Wörth im Unterelsass statt.
06.08.1868
Als Scuola Superiore di Commercio (Hochschule für Handel) wird die spätere Universität Venedig gegründet.
Die Universität Venedig ist eine im 19. Jahrhundert gegründete Hochschule in der Lagunenstadt Venedig.
06.08.1861
Lagos wird von Großbritannien annektiert und damit zu einer britischen Kronkolonie.
Lagos ist mit rund 14,6 Millionen Einwohnern die Primatstadt Nigerias und die größte Stadt des Landes. Sie hat etwa viermal so viele Einwohner wie die nigerianische Hauptstadt Abuja und ist die zweitgrößte Stadt Afrikas, nach Kinshasa und noch vor Kairo. Die Metropolregion zählt zu den bevölkerungsreichsten weltweit. In der gesamten Metropolregion Lagos wohnen nach verschiedenen Angaben Stand 2021 zwischen 21 und 24 Millionen Menschen.
06.08.1849
Im Friedensvertrag von Mailand zwischen Österreich und Sardinien-Piemont erhält Österreich wieder die Kontrolle über Lombardo-Venetien.
Als Risorgimento wird eine Epoche der italienischen Geschichte zwischen 1815 und 1870 bezeichnet. Ebenso versteht man darunter auch weltanschaulich sehr heterogene politische und soziale Bewegungen, die auf dem Wiener Kongress von 1814/15 die Vereinigung der damaligen jeweils eigenstaatlichen Fürstentümer und Regionen der Apenninhalbinsel in einem unabhängigen Nationalstaat Italien anstrebten. Dieser Staat wurde nach mehreren revolutionären Erhebungen und den Italienischen Unabhängigkeitskriegen mit der Ausrufung des Königreichs Italien als konstitutionelle Monarchie im Jahr 1861 durchgesetzt und 1870 mit der militärischen Einnahme des bis dahin noch verbliebenen Kirchenstaats und dessen Hauptstadt Rom durch italienische Truppen vorerst vollendet.
06.08.1838
Chile bricht den Friedensvertrag von Paucarpata mit Peru und eröffnet neue Kämpfe im Peruanisch-Bolivianischen Konföderationskrieg. Seine Truppen landen in der Stadt Ancón, die chilenische Flotte blockiert den Hafen Callao.
Die Geschichte Chiles umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der heutigen Republik Chile von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Gebiet des heutigen Chile ist seit mindestens 12.000 v. Chr. besiedelt. Im 16. Jahrhundert begannen spanische Conquistadores, die Region zu unterwerfen und zu besiedeln, bis Chile im frühen 19. Jahrhundert die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht erlangte. Die weitere Entwicklung Chiles bis zum Zweiten Weltkrieg war geprägt von der Förderung von Salpeter und später Kupfer. Zwar führte der Rohstoffreichtum zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch zu Abhängigkeit und sogar Kriegen mit den Nachbarstaaten. Nach einem Jahrzehnt unter christdemokratischer Präsidentschaft wurde 1970 der Sozialist Salvador Allende zum Präsidenten gewählt. Der Putsch des Generals Augusto Pinochet am 11. September 1973 leitete eine 17-jährige Diktatur und radikale marktorientierte Wirtschaftsreformen ein. Seit 1988 befindet sich Chile in der Transition zu einer Demokratie.
06.08.1825
Nach der Vertreibung der Spanier erklärt sich die Provinz Alto Perú (Oberperu) unter dem Namen Bolivien für selbstständig. Revolutionsführer Simón Bolívar wird erster Präsident.
Die Geschichte Boliviens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Plurinationalen Staates Bolivien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich wie die anderer Regionen Südamerikas in mehrere Abschnitte einteilen: die präkolumbianische Zeit oder Frühgeschichte, die Kolonialzeit, die Unabhängigkeitskriege und die postkoloniale Frühzeit der Nation sowie die Geschichte des modernen Bolivien.
06.08.1824
Simón Bolívar und Antonio José de Sucre schlagen die überlegenen spanischen Streitkräfte in der Schlacht von Junín.
Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar y Ponte(-Andrade) (y) Palacios y Blanco [siˈmɔn boˈliβaɾ], genannt „El Libertador“ war ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und Diktator. Er ist der Nationalheld mehrerer südamerikanischer und karibischer Länder. Er führte die Unabhängigkeitskriege gegen die spanische Kolonialherrschaft in Venezuela, Kolumbien, Panama und Ecuador. Auch in die Unabhängigkeitsprozesse in Peru und in Bolivien, das nach ihm benannt ist, griff er entscheidend ein.
06.08.1819
In Karlsbad beginnt die Karlsbader Konferenz zur Bekämpfung liberaler und nationaler Tendenzen in Deutschland.
Karlsbad ist ein Kurort im Westen Tschechiens mit rund 49.000 Einwohnern. Im zugehörigen Ballungsraum leben etwa 140.000 Menschen. Die Stadt liegt an der Mündung der Tepl (Teplá) in die Eger (Ohře). Karlsbad gehört zu den berühmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt.
06.08.1813
Simón Bolívar erobert während der Unabhängigkeitskriege in Venezuela die Stadt Caracas von den Spaniern und ruft die Zweite Venezolanische Republik aus, die allerdings nur kurz Bestand hat.
Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar y Ponte(-Andrade) (y) Palacios y Blanco [siˈmɔn boˈliβaɾ], genannt „El Libertador“ war ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und Diktator. Er ist der Nationalheld mehrerer südamerikanischer und karibischer Länder. Er führte die Unabhängigkeitskriege gegen die spanische Kolonialherrschaft in Venezuela, Kolumbien, Panama und Ecuador. Auch in die Unabhängigkeitsprozesse in Peru und in Bolivien, das nach ihm benannt ist, griff er entscheidend ein.
06.08.1806
Franz II. legt den Titel Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder und erklärt das Reich gleichzeitig für erloschen, um eine mögliche Wahl Napoleons zu seinem Nachfolger auszuschließen. Das Reich hört damit nach 844 Jahren auf zu existieren.
Franz Joseph Karl aus dem Haus Habsburg-Lothringen war von 1792 bis 1806 als Franz II. der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. 1804 begründete er das Kaisertum Österreich, das er als Franz I. bis zu seinem Tod regierte.
06.08.1793
Während der Französischen Revolution beginnt die Plünderung der Königsgräber von Saint-Denis in der Pariser Kathedrale von Saint-Denis. In einer mehrwöchigen Maßnahme werden die Leichname aus den Särgen geholt und in einem Massengrab beigesetzt.
Die Französische Revolution (1789–1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudal-absolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Als zweite unter den Atlantischen Revolutionen erhielt sie ihrerseits orientierende Impulse aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.
06.08.1791
Preußens König Friedrich Wilhelm II. weiht in Berlin das noch nicht ganz fertiggestellte Brandenburger Tor ein. Es wird von ihm für den allgemeinen Verkehr freigegeben.
Preußen war ein im 13. Jahrhundert im südlichen Baltikum entstandenes Staatswesen, dessen Name im 18. Jahrhundert auf den aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen hervorgegangenen Gesamtstaat der Hohenzollern überging. Aus diesem Königreich Preußen, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast ganz Norddeutschland umfasste und 1870/71 die Gründung des Deutschen Reiches vorantrieb, ging 1918 der republikanische Freistaat Preußen hervor. Im NS-Staat seiner Selbständigkeit beraubt, ging Preußen mit diesem am Ende des Zweiten Weltkriegs unter.
06.08.1777
In der Schlacht von Oriskany während des Saratoga-Feldzuges im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg vernichtet ein britisches Expeditionskorps eine amerikanische Miliz-Einheit.
Die Schlacht von Oriskany war ein Ereignis am 6. August 1777 während des Saratoga-Feldzuges im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
06.08.1666
Die Komödie Der Arzt wider Willen (französisch Le médecin malgré lui) von Molière hat ihre Uraufführung im Palais Royal in Paris. Das Stück verbindet Elemente der italienischen Commedia dell’arte mit der französischen Farce und dem mittelalterlichen Fabliau.
Der Arzt wider Willen ist eine Komödie in drei Akten des französischen Dichters Molière. Die Uraufführung erfolgte am 6. August 1666 im Palais Royal in Paris. Das Stück verbindet Elemente der italienischen Commedia dell’arte mit der französischen Farce und dem mittelalterlichen Fabliau.
06.08.1661
Im Vertrag von Den Haag beenden Portugal und die Niederlande ihre Auseinandersetzungen um die Rückgabe Niederländisch-Brasiliens. Den Portugiesen verbleibt dieser Besitz gegen Zahlung von 63 Tonnen Gold und das Überlassen ihrer Besitzungen in Ceylon und Indien.
Die Geschichte Portugals umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Portugiesischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
06.08.1648
Um die Freilassung zuvor verhafteter regierungskritischer Richter zu erreichen, beginnt in Frankreich der Aufstand der Fronde.
Die Geschichte Frankreichs umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Französischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt in vorgeschichtlicher Zeit. So lassen sich altsteinzeitliche Wohnhöhlen in der Dordogne und Megalithkulturen in der Bretagne nachweisen. In der Bronzezeit drangen ab 700 v. Chr. Kelten ein. Cäsar eroberte von 58–51 v. Chr. Gallien und inkorporierte das Gebiet in das Römische Reich. Durch die Völkerwanderung im 5. Jahrhundert strömten Franken, Westgoten und Burgunder ins Land und passten sich der gallo-römischen Kultur an. Es folgte die Bildung des Fränkischen Reichs durch Chlodwig I., welcher um 500 das Christentum annahm. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn, Karl der Große, vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen.
06.08.1628
Der Bamberger Bürgermeister Johannes Junius wird nach einem Geständnis unter Folter als Hexer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Bamberg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Sie ist die größte Mittelstadt Bayerns, Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, Sitz des Oberlandesgerichtes und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz.
06.08.1623
Dreißigjähriger Krieg: Auf dem Weg in die Niederlande unterliegt Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel mit seinen Söldnern in der Schlacht bei Stadtlohn dem Heer der Katholischen Liga unter dem Feldherrn Johann T’Serclaes von Tilly. Für diesen Sieg wird Tilly von Kaiser Ferdinand II. in den Grafenstand erhoben.
Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. In ihm entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene die Spannungen zwischen dem Kaiser und der Katholischen Liga einerseits und der Protestantischen Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien neben ihren territorialen auch ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus. Infolgedessen verbanden sich eine Reihe weiterer Konflikte mit dem Dreißigjährigen Krieg:der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien, die Bündner Wirren (1620–1631) zwischen den Koalitionen Frankreich-Venedig und Spanien-Österreich um Graubünden, der Oberösterreichische Bauernkrieg (1626) der Mantuanische Erbfolgekrieg (1628–1631) zwischen Frankreich und Habsburg der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659) und der Torstenssonkrieg (1643–1645) um die Vorherrschaft im Ostseeraum zwischen Schweden und Dänemark.
Der italienische Kardinal Maffeo Barberini wird vom Konklave zum Papst gewählt und nimmt den Namen Urban VIII. an.
Als Papstwahl wird die Wahl des Bischofs von Rom, der als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, bezeichnet. Eine Wahl wird nach Eintreten der Sedisvakanz notwendig, wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat. Das Wahlgremium besteht aus den wahlberechtigten Kardinälen, die sich im Konklave versammeln. Seit 1878 findet das Konklave in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.
06.08.1566
Die Osmanen unter Süleyman I. beginnen mit der Belagerung von Szigetvár in Ungarn.
Das Osmanische Reich, auch das Türkische Reich genannt, war das Reich der Dynastie der Osmanen von ca. 1299 bis 1922. Die im deutschsprachigen Raum veraltete, Bezeichnung Ottomanisches Reich, deren Gegenstücke im englisch- und französischsprachigen Raum weiterhin üblich sind, leitet sich von der italianisierten Variante Ottomano der arabischen Namensform Uthman des Dynastiebegründers Osman I. her.
06.08.1538
Gonzalo Jiménez de Quesada gründet die Stadt Bogotá am Ort der Chibcha-Stadt Bacatá (‚hochgelegenes Feld‘) unter dem Namen Santa Fe neu.
Gonzalo Jiménez Quesada Rivera, auch Ximénez und de Quezada war ein spanischer Anwalt und Konquistador. Er gründete die heutige kolumbianische Hauptstadt Bogotá.
06.08.1492
Nach dem Tod von Papst Innozenz VIII. beginnt im Vatikan das Konklave zur Wahl eines Nachfolgers.
Innozenz VIII., geboren als Giovanni Battista Cibo, war vom 29. August 1484 bis zu seinem Tod Papst der römisch-katholischen Kirche. Seinen Papstnamen wählte er in Bezug auf Innozenz IV., der ebenfalls aus Genua stammte.
06.08.1457
Papst Callistus III. nimmt nach dem Sieg über die Türken bei der Belagerung von Belgrad (1456) das Fest der Verklärung des Herrn (Transfiguration) in den liturgischen Kalender der lateinischen Kirche auf. („In Transfiguratione Domini Nostri Iesu Christi“).
Calixt III., ursprünglicher Name Alonso de Borja, italianisiert Alfonso Borgia, war ein spanischer Geistlicher und vom 8. April 1455 bis zu seinem Tod Papst der katholischen Kirche. Er stammte aus dem spanischen Adelsgeschlecht der Borgia.
06.08.1284
Die Seeschlacht bei Meloria zwischen den „Seerepubliken“ Genua und Pisa gerät zur größten maritimen Auseinandersetzung im Mittelalter. Die Genuesen gewinnen und werden zu einer jahrzehntelang starken Seemacht im Mittelmeer.
Die Seeschlacht bei Meloria, am 6. August 1284 zwischen Genua und Pisa ausgetragen, war die größte Seeschlacht des Mittelalters. Die kleine Felseninsel Meloria liegt nur wenige Seemeilen vor der italienischen Stadt Livorno. Knapp 100 Schiffe der Seerepublik Genua schlugen dort unter dem Kommando Oberto Dorias die etwa 120 Schiffe umfassende pisanische Flotte, die vom venezianischen Admiral Albertino Morosini geführt wurde.
06.08.1223
In der Kathedrale von Reims werden Ludwig VIII. und Blanka von Kastilien zum französischen Herrscherpaar gekrönt und gesalbt.
Die Kathedrale von Reims in der nordfranzösischen Stadt Reims, Bischofskirche des Erzbistums Reims, ist wegen ihrer einheitlich scheinenden, ausgewogenen Architektur und umfangreichsten bauplastischen Ausstattung eines der bedeutendsten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. In Reims findet man das erste voll entwickelte Maßwerk in der Architekturgeschichte. Architektur und Skulptur der Reimser Kathedrale dominierten den Einfluss der französischen Gotik auf die Entwicklung der Kirchenbau- und Bildhauerkunst östlich des Rheins seit den 1220er Jahren. Die Kathedrale ist ein bedeutender historischer Erinnerungsort nicht nur des monarchischen Frankreich. Hier wurden seine Könige gekrönt, hier triumphierte Jeanne d’Arc, hier zerschoss deutsche Artillerie im Ersten Weltkrieg hunderte bedeutendste Kunstwerke und hier demonstrierten de Gaulle und Adenauer 1962 die deutsch-französische Versöhnung.
06.08.0070
Der Tempeldienst im Jerusalemer Tempel kann infolge des Jüdischen Krieges nicht mehr durchgeführt werden. Damit endet der etwa tausendjährige auf den Tempel ausgerichtete Kultbetrieb der Juden.
Der Jerusalemer Tempel befand sich auf dem Tempelberg in Jerusalem.