Historische Ereignisse am Montag, 7. April

66 bedeutende Ereignisse fanden am Montag, 7. April statt — von -378 bis 2013. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 7. April 2010 erlebte Kirgisistan politische Umwälzungen, die das Land in eine neue Phase seiner Geschichte führten. Nach Tagen intensiver Unruhen, bei denen 75 Menschen starben, erklärte die Opposition den Sturz der Regierung und bildete eine Übergangsregierung unter Rosa Otunbajewa, der früheren Außenministerin des Landes. Der bisherige Regierungschef Kurmanbek Bakijew flüchtete in den Süden Kirgisistans, um dem politischen Umsturz zu entgehen. Drei Jahre später, am 7. April 2013, scheiterte ein Referendum im französischen Elsass an zu geringer Wahlbeteiligung, das eine vereinigte Gebietskörperschaft hätte schaffen sollen. Das Vorhaben wurde zudem mehrheitlich im Oberelsass abgelehnt, was unterschiedliche regionale Interessen in der historisch gespaltenen Region widerspiegelte.

Im Jahr 2006 markierte der 7. April das Ende eines bemerkenswerten Arbeitskonflikts in Deutschland. Nach exakt sechs Monaten beendete Gate Gourmet in Düsseldorf den längsten Streik in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte die Arbeitsniederlegung organisiert, die schließlich mit einem Tarifpaket zwischen den Streitparteien beigelegt wurde. Der Konflikt war Symbol für erhebliche Spannungen in der Logistik- und Cateringbranche geworden.

Düsseldorf, die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, liegt am Rhein und ist bekannt als internationales Wirtschaftszentrum mit bedeutenden Häfen und einer vielfältigen Industriestruktur. Die Stadt spielte historisch eine Rolle als Handelsknotenpunkt und entwickelte sich zur modernen Metropole mit kulturellem Gewicht.

Der 7. April 2025 fällt auf einen Montag unter dem Sternzeichen Widder. Der Mond befindet sich in der abnehmenden Phase, und die Wetterlage wird durch milde Temperaturen und überwiegend bewölkte Bedingungen geprägt. DayAtlas bietet Nutzern Informationen zu Wetterverhältnissen, historischen Ereignissen, berühmten Geburten und Todesfällen für beliebige Daten und Orte.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 1. April.

07.04.2013

Ein Referendum zur Schaffung einer vereinigten Gebietskörperschaft im Elsass scheitert an zu geringer Wahlbeteiligung. Zudem wird es mehrheitlich im Oberelsass abgelehnt.

Am 7. April 2013 fand in den beiden elsässischen Départements Haut-Rhin (Oberelsass) und Bas-Rhin (Unterelsass) ein Referendum über die Schaffung der Gebietskörperschaft Elsass statt. Die Gebietskörperschaft sollte als Collectivité territoriale unique mit den Kompetenzen sowohl der departementalen Generalräte, als auch des bisherigen Elsässischen Regionalrats – gewissermaßen als Vereinigter Elsässischer Rat – entstehen. Die Abstimmenden hatten über die Frage zu entscheiden, ob ein gemeinsames Verwaltungsorgan durch Zusammenlegung des Conseil général du Bas-Rhin, des Conseil général du Haut-Rhin und des Conseil régional d’Alsace gebildet werden soll. Das Resultat war mangels Stimmbeteiligung nicht umsetzbar. Per 2021 wurden die beiden Generalräte der beiden Départements unter der Bezeichnung Europäische Gebietskörperschaft Elsass zusammengeschlossen.


07.04.2010

Nach tagelangen Unruhen in Kirgisistan, bei denen 75 Menschen ums Leben gekommen sind, erklärt die Opposition den Sturz der Regierung und die Bildung einer Übergangsregierung unter Ex-Außenministerin Rosa Otunbajewa. Der bisherige Regierungschef Kurmanbek Bakijew flüchtet in den Süden des Landes.

Die Geschichte Kirgisistans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Kirgisischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die turksprachigen Kirgisen wanderten vom 8. Jahrhundert an in das Gebiet des heutigen Kirgisistans ein. In den Wirren der Mongolen- und Dschungarenzeit (13.–18. Jahrhundert) verstärkte sich die Wanderungsbewegung an den Tianshan, und mit dem Ende des russischen Kolonialzeitalters und der Sowjetzeit entstand im 20. Jahrhundert schrittweise der heutige Staat.


07.04.2006

Nach exakt 6 Monaten geht bei Gate Gourmet in Düsseldorf der von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten organisierte längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu Ende. Die Streitparteien schließen ein Tarifpaket.

Die Gategroup Holding AG mit Sitz in Glattbrugg ist ein international tätiger, auf Airline-Catering spezialisierter Schweizer Konzern.


07.04.2005

Im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco besetzt die Bewegung der Landarbeiter ohne Boden mehrere Farmen. Die Bewegung fordert von der Regierung rasche Landreformen.

Brasilien, amtlich die Föderative Republik Brasilien, ist der Fläche nach der fünftgrößte und mit rund 203 Millionen Einwohnern der Bevölkerung nach der siebtgrößte Staat der Erde und der größte Staat der Südhemisphäre. Nach Fläche und Bevölkerung ist es auch das größte Land Südamerikas, von dessen Fläche es 47,3 Prozent einnimmt. Bis auf die Länder Chile und Ecuador hat Brasilien mit jedem anderen südamerikanischen Staat eine gemeinsame Grenze. Der Name Brasilien geht auf den portugiesischen Namen pau-brasil des Brasilholz-Baumes zurück.


Am Strand von Sheerness im Südosten Englands wird ein offenbar verwirrter Mann aufgefunden, der einen tropfnassen schwarzen Anzug trägt und nicht spricht. Später wird er als Piano Man bekannt.

Sheerness ist eine englische Stadt und seit 2019 auch ein Civil Parish auf der Isle of Sheppey in der Grafschaft Kent. Sie gehört zum Verwaltungsbezirk Borough of Swale und zählte 2011 ca. 16.000 Einwohner. Seit 1860 gibt es eine Eisenbahnverbindung über Queenborough zum Festland.


07.04.2001

Von Cape Canaveral aus erfolgt mittels einer Delta-II-Trägerrakete der Start der nach Stanley Kubricks Film 2001: Odyssee im Weltraum benannten NASA-Raumsonde Mars Odyssey, die den Mars erforschen soll.

Die Cape Canaveral Space Force Station (CCSFS) ist eine Einrichtung der US Air Force am Cape Canaveral in Florida, die hauptsächlich als Weltraumbahnhof genutzt und von der US Space Force betrieben wird. Cape Canaveral liegt im Süden der USA und kann den startenden Raketen die Geschwindigkeit der Erdrotation mitgeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Gebiet von der Air Force als Flugplatz benutzt. In den 1950er Jahren fanden hier schon die ersten Raketenstarts statt. Die ersten bemannten Raumflüge der USA starteten ebenfalls hier. Seit dem Flug von Apollo 8 im Dezember 1968 starten jedoch alle bemannten Raketen der USA im direkt nordwestlich davon gelegenen Weltraumbahnhof der NASA, dem Kennedy Space Center (KSC). Starts werden in einem Azimutbereich zwischen 35° und 120° durchgeführt, daraus ergeben sich Bahnneigungen zwischen 28 Grad bis 57 Grad. Unter bestimmten Umständen sind auch Starts nach Süden möglich, um polare Umlaufbahnen zu erreichen.


07.04.1997

In der Republik Zaïre entziehen die von Laurent-Désiré Kabila angeführten Rebellen während des ersten Kongokrieges mit der Eroberung der Provinzhauptstadt Lubumbashi, der zweitgrößten Stadt des Landes, Präsident Mobutu Sese Seko und seinem Regime die finanzielle Basis für den Machterhalt.

Die Geschichte der Demokratischen Republik Kongo beschreibt die Geschichte der Region, die später zum Territorium der Demokratischen Republik Kongo werden sollte. Ihre Grenzen wurden im Wesentlichen von der Kolonialmacht Belgien geprägt.


07.04.1994

Eins der ersten Opfer im Völkermord in Ruanda ist die Premierministerin Agathe Uwilingiyimana, die gemeinsam mit zu ihrem Schutz abgestellten belgischen UNO-Soldaten der UNAMIR von Hutu-Milizen in ihrem Haus ermordet wird. Die Macht im Staat übernimmt Oberst Théoneste Bagosora.

Als Völkermord in Ruanda werden umfangreiche Gewalttaten in Ruanda bezeichnet, die am 7. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Sie kosteten circa 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Toten aus. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei (Gendarmerie) und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle. Auch weite Teile der Hutu-Zivilbevölkerung beteiligten sich am Völkermord. Der Genozid ereignete sich im Kontext eines langjährigen Konflikts zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung Ruandische Patriotische Front (RPF).


07.04.1990

Auf der zwischen Norwegen und Dänemark verkehrenden dänischen Fähre Scandinavian Star kommt es zu einem Großbrand, bei dem 158 Passagiere ums Leben kommen.

Die Scandinavian Star war eine 142 Meter lange Fähre. Den Namen Scandinavian Star erhielt sie 1984 während des Chartereinsatzes für die Reederei Scandinavian World Cruises.


07.04.1989

In Wien werden vier Beschäftigte des Krankenhauses Lainz unter Mordverdacht verhaftet. Als Todesengel von Lainz haben sie den Ermittlungen zufolge in sechs Jahren eine größere Anzahl von Patienten getötet.

Die Klinik Hietzing im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing ist eines der größten Spitäler in Wien. Geführt wird es vom Wiener Gesundheitsverbund. Es wurde in den Jahren 1908 bis 1913 unter dem christlichsozialen Bürgermeister Karl Lueger nach den Plänen des Architekten Johann Nepomuk Scheiringer errichtet, um der in wenigen Jahrzehnten auf 2 Millionen angewachsenen Bevölkerung Rechnung zu tragen. Tragische Berühmtheit erhielt es auch durch die in den 1980er Jahren tätigen "Todesengel von Lainz".


Das sowjetische Atom-U-Boot Komsomolez sinkt nach einem Feuer im Heckraum vor der norwegischen Bäreninsel. 42 Seeleute kommen ums Leben, bis heute besteht die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung.

Ein Atom-U-Boot ist ein Unterseeboot, das die Energie für seinen Antrieb und seine Bordsysteme aus mindestens einem Kernreaktor bezieht (Kernenergieantrieb). Atom-U-Boote sind seebasierte Waffenträgersysteme bzw. Trägermittel, welche konventionelle oder atomare Kampfmittel für einen möglichen Einsatz bereithalten.


Im längsten Tennisspiel der Davis-Cup-Geschichte seit der Einführung des Tie-Breaks besiegt der Österreicher Horst Skoff den Schweden Mats Wilander im Wiener Ferry Dusika-Stadion in 6 Stunden und 4 Minuten 6-7, 7-6, 1-6, 6-4, 9-7.

Rekorde in der Sportart Tennis.


07.04.1979

Der nach der Islamischen Revolution verhaftete langjährige Ministerpräsident Amir Abbas Hoveyda wird im Iran nach seinem Todesurteil erschossen.

Die Islamische Revolution, (ursprünglich) auch als Iranische Revolution bezeichnet, war eine vielschichtige Bewegung, die 1979 zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und zur Abschaffung der Monarchie im Iran führte. Sie wird auch Revolution 57 genannt, nach dem Revolutionsjahr 1357 im iranischen Kalender. Symbolfigur und später Revolutionsführer war der Ajatollah Ruhollah Chomeini, der ab 1979 gegen weitere revolutionäre und säkulare Gruppen sein Staatskonzept von der Regentschaft der Geistlichkeit zum Teil mit Gewalt durchsetzte und neues Staatsoberhaupt wurde.


07.04.1977

Der deutsche Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird in Karlsruhe von RAF-Terroristen erschossen. Mit ihm stirbt beim Attentat sein Fahrer Wolfgang Göbel. Der Fahrbereitschaftsleiter Georg Wurster erliegt einige Tage später seinen Verletzungen.

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof ist in der Bundesrepublik Deutschland die Staatsanwaltschaft des Bundes und nimmt Aufgaben neben den Staatsanwaltschaften der Länder wahr. Die vom Generalbundesanwalt geleitete Behörde trägt den gleichen Namen; in der Fachliteratur und in der Umgangssprache wird sie auch als Bundesanwaltschaft bezeichnet. Amtierender Generalbundesanwalt ist seit dem 4. März 2024 Jens Rommel.


07.04.1969

Das RFC 1 mit dem Titel Host Software wird veröffentlicht. Dies kann als die Geburtsstunde des Internets bezeichnet werden.

Die Requests for Comments sind eine Reihe technischer und organisatorischer Dokumente zum Internet, die seit dem 7. April 1969 vom RFC-Editor herausgegeben werden. Handelte es sich ursprünglich um im Wortsinne zur Diskussion gestellte Dokumente, so findet die Diskussion heute während der Erstellung der Entwürfe statt. Somit handelt es sich bei einem veröffentlichten RFC in der Regel um eine begutachtete technische Spezifikation.


07.04.1965

Die Uraufführung der komischen Oper Der junge Lord von Hans Werner Henze erfolgt an der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Christoph von Dohnányi in der Inszenierung von Rudolf Sellner. Das Libretto stammt von Ingeborg Bachmann und geht zurück auf eine Parabel von Wilhelm Hauff.

Der junge Lord ist eine komische Oper in zwei Akten von Hans Werner Henze nach einem Libretto von Ingeborg Bachmann. Der Stoff geht auf die Parabel Der Affe als Mensch von Wilhelm Hauff aus dessen Sammlung Der Scheik von Alexandria und seine Sklaven zurück. Die Oper wurde 1965 in der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Christoph von Dohnányi in einer Inszenierung von Gustav Rudolf Sellner uraufgeführt.


07.04.1964

IBM stellt den Großrechner System/360 vor. Mit diesem Rechner-System steht erstmals eine Plattform zur Verfügung, die eine Skalierung der Rechnerleistung bei Kompatibilität der Anwendungen ermöglicht. Viele Konzepte des System/360 sind bis heute die Basis der IBM-Großrechnerfamilien.

Die International Business Machines Corporation (IBM) ist ein börsennotiertes US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk im Bundesstaat New York. IBM zählt zu den weltweit führenden Unternehmen insbesondere für branchenspezifische Produkte und Dienstleistungen im IT-Bereich, wobei sowohl Software als auch Hardware angeboten werden.


07.04.1956

In Wien hält die aus dem Verband der Unabhängigen (VdU) hervorgegangene Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) ihren ersten Bundesparteitag ab. Erster Bundesparteiobmann wird der ehemalige SS-Brigadeführer Anton Reinthaller.

Der Verband der Unabhängigen (VdU), auch Wahlpartei der Unabhängigen (WdU), war eine deutschnationale und nationalliberale Partei in der österreichischen Zweiten Republik, die von 1949 bis 1955/56 bestand. Als Vertreter des Dritten Lagers war der VdU der Vorgänger der FPÖ.


07.04.1955

Anthony Eden übernimmt als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Churchill das Amt des britischen Premierministers.

Robert Anthony Eden, 1. Earl of Avon, KG, PC war ein britischer Politiker der Conservative Party.


07.04.1954

US-Präsident Dwight D. Eisenhower präsentiert auf einer Pressekonferenz die von Dean Acheson und John Foster Dulles entwickelte Domino-Theorie zum Kalten Krieg. Der Gefahr des dominoartigen Kippens mehrerer Staaten in den Kommunismus soll mit der Rollback-Politik begegnet werden.

Dwight David „Ike“ Eisenhower war ein US-amerikanischer General of the Army und während des Zweiten Weltkriegs Supreme Commander der Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force (SHAEF) in Europa. Als Politiker der Republikanischen Partei war Eisenhower von 1953 bis 1961 der 34. Präsident der Vereinigten Staaten. In seine Amtszeit fiel die Tauwetter-Periode des Kalten Kriegs, die Beendigung des Koreakriegs, der Sputnikschock und das Ende der McCarthy-Ära.


07.04.1953

Der Schwede Dag Hammarskjöld wird als Nachfolger des zurückgetretenen Norwegers Trygve Lie zum Generalsekretär der Vereinten Nationen gewählt.

Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld [dɑːɡ ˈhamaɾˌɧœld] war ein schwedischer Politiker und Diplomat.


07.04.1950

Nach der Freigabe durch die sowjetische Filmzensur wird der „Überläufer“ Die Kreuzlschreiber in Ost-Berlin uraufgeführt. Eduard von Borsodys Film frei nach dem Volksstück von Ludwig Anzengruber ist während des Zweiten Weltkriegs begonnen und nach dem Krieg von der DEFA fertiggestellt worden.

Unter einem Überläufer versteht man in der deutschen und in der österreichischen Filmgeschichte einen Film, der in der Zeit des Nationalsozialismus produziert, aber erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt oder uraufgeführt worden ist. Bei dem weitaus größten Teil handelt es sich um vordergründig unpolitische Filme, welche von der momentanen Kriegslage ablenken sollten.


07.04.1948

Mit der Ratifikation durch den 26. Staat tritt die am 22. Juli 1946 von den Vereinten Nationen in New York verabschiedete Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization) in Kraft. Die WHO gilt damit als gegründet.

Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Die Praxis der Organisation ist die Koordination des internationalen öffentlichen Gesundheitswesens. Sie wurde am 7. April 1948 gegründet, proklamierte das Recht auf Gesundheit als Grundrecht des Menschen und zählt heute 194 Mitgliedstaaten. Sie wird vom WHO-Generaldirektor geleitet, seit Juli 2017 ist das der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus.


07.04.1945

Während der Operation Ten-gō wird eine japanische Flotte auf dem Weg nach Okinawa von amerikanischen Flugzeugen abgefangen. Das Flaggschiff Yamato, größtes Schlachtschiff der Welt, wird versenkt, und 3.500 japanische Seeleute sterben.

Operation Ten-gō war die letzte größere Offensivaktion der Kaiserlich Japanischen Marine im Pazifikkrieg und im Zweiten Weltkrieg.


In Hadersdorf am Kamp werden in der Endphase des Zweiten Weltkriegs bei der so genannten „Kremser Hasenjagd“ 61 entlassene politische Häftlinge von der SS erschossen.

Hadersdorf-Kammern ist eine Marktgemeinde mit 1975 Einwohnern im Bezirk Krems in Niederösterreich, Österreich.


07.04.1940

Deutsche Kriegsschiffe nehmen unter dem Schutz der Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst aus der Deutschen Bucht gemeinsame Fahrt nach Norden auf. Das Unternehmen Weserübung zur Besetzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg beginnt.

Als Schlachtschiffe werden schwer gepanzerte Großkampfschiffe des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts bezeichnet. In Deutschland wurden diese Kriegsschiffe bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Linienschiffe bzw. Großlinienschiffe bezeichnet. In anderen Sprachen werden Schlachtschiffe zum Teil auch noch heute als Panzerschiffe bezeichnet. Mit der Einführung des Einheitskalibers in der Royal Navy (Dreadnought) setzte sich vor allem im angloamerikanischen Sprachgebrauch, aber auch in der k.u.k. Kriegsmarine, die Bezeichnung „Schlachtschiff“ als Typenbezeichnung durch. Sie erlebten ihre Blütezeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit dem Aufkommen des Flugzeugträgers und der Entwicklung von modernen Waffen wie Lenkflugkörpern verloren sie ihre Bedeutung.


07.04.1939

Das faschistische Italien unter Benito Mussolini okkupiert Albanien. König Zogu geht mit seiner Frau Geraldine und seinem zwei Tage alten Sohn Leka ins Exil nach Griechenland. Der italienische König Viktor Emanuel III. wird albanischer König in Personalunion.

Die Geschichte Italiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Italienischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich 1,3 bis 1,7 Millionen Jahre zurückverfolgen, wobei der moderne Mensch vor etwa 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien auftrat und noch mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler lebte. Bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. bildeten Jagd, Fischfang und Sammeln die Grundlagen seiner Existenz. Etwa 6100 v. Chr. brachten erste Gruppen von außerhalb der Apenninhalbinsel – wohl über See aus Südanatolien und dem Nahen Osten – die Landwirtschaft mit; die Jäger und Sammler verschwanden. Im 2. Jahrtausend v. Chr. setzte eine Entwicklung ein, die aus den Dörfern frühe stadtähnliche Siedlungen machte. Die Gesellschaften wiesen um diese Zeit erstmals deutliche Spuren von Hierarchien auf.


07.04.1938

Die Schlacht um Tai’erzhuang, Teil der Schlacht um Xuzhou, endet. Die Japaner müssen die Eroberung der Garnisonsstadt Tai’erzhuang in der Nähe von Xuzhou aufgeben, das stellt den ersten Erfolg der Nationalchinesen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg dar.

Die Schlacht um Tai’erzhuang fand vom 24. März bis zum 7. April 1938 statt und war eine Schlacht des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs zwischen Armeen der chinesischen Kuomintang und Japan. Die Japaner unter dem Oberbefehl von General Hisaichi Terauchi planten den Vormarsch auf Xuzhou und die Einnahme dieser strategisch wichtigen Stadt. Den Chinesen unter Führung der Generale Li Zongren und Bai Chongxi gelang es jedoch, die Japaner bei Tai’erzhuang zum Rückzug zu zwingen. Einige Historiker betrachten die Schlacht als Teil der nachfolgenden Schlacht um Xuzhou.


07.04.1933

Das unter der Federführung von Reichsinnenminister Wilhelm Frick entstandene Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums führt in Deutschland zur Entlassung politisch missliebiger und aller „nicht-arischen“ Beamten. Der „Arierparagraph“ wird auch auf Rechtsanwälte angewandt.

Wilhelm Frick war ein deutscher Jurist und nationalsozialistischer Politiker, der maßgeblich an Aufbau und Etablierung des NS-Staates beteiligt war. Als Leiter der politischen Polizei in München gehörte er in den 1920er Jahren zu den frühesten Förderern Adolf Hitlers und der NSDAP und war von 1933 bis 1943 Reichsminister des Innern.


Im Zweiten Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich erhält die nationalsozialistische Regierung in Deutschland die Befugnis, Reichsstatthalter einzusetzen.

Die Zeit des Nationalsozialismus umfasst die Zeitspanne von 1933 bis 1945, in der Adolf Hitler im Deutschen Reich eine von der NSDAP gestützte Führerdiktatur, den NS-Staat, etablierte. Die NS-Zeit begann am 30. Januar 1933 mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht vor den Alliierten und ihren Verbündeten. Mit seiner expansiven und rassistischen Ideologie und Politik entfesselte Hitler den Zweiten Weltkrieg, in welchem die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer Massenverbrechen und Völkermorde verübten.


07.04.1925

Adolf Hitler beantragt gegenüber dem Hohen Magistrat der Stadt Linz die Entlassung aus der österreichischen Staatsangehörigkeit, ein Ersuchen, dem am 30. April stattgegeben wird.

Adolf Hitler war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft und von 1933 bis zu seinem Tod Diktator des Deutschen Reichs. Ab 1921 war er Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), von 1933 bis 1945 deutscher Reichskanzler, ab 1934 auch Staatsoberhaupt und ab 1938 Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht.


07.04.1924

In Berlin-Charlottenburg wird mit dem Vereinigung der freien privaten gemeinnützigen Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands e. V. der Vorläufer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört Anna von Gierke.

Charlottenburg ist seit 2001 ein Ortsteil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin.


07.04.1919

In München wird die Bayerische Räterepublik ausgerufen. Die bayerische Regierung des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann flieht nach Bamberg und ruft Truppen des Reichs und aus Württemberg zur Niederschlagung der Rebellion zu Hilfe.

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Bayerns, die drittgrößte Gemeinde Deutschlands und mit 4.844 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. Verwaltungsrechtlich ist München eine kreisfreie Stadt. Sie bildet das Zentrum der Metropolregion München und der Planungsregion München. München wird zu den Weltstädten gezählt und gilt als ein Zentrum der Kultur, Politik, Wissenschaften und Medien.


Der französische Fußballverband Fédération Française de Football wird gegründet.

Die Fédération Française de Football (FFF) ist der nationale Fußballverband Frankreichs. Sie hat ihren Sitz im 15. Arrondissement von Paris am Boulevard de Grenelle.


07.04.1917

Kaiser Wilhelm II. kündigt in der von Theobald von Bethmann Hollweg verfassten Osterbotschaft auf Druck der Obersten Heeresleitung Reformen der Verfassung und des Wahlrechts an.

Wilhelm II., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen, aus dem Haus Hohenzollern war von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen. Im sogenannten Dreikaiserjahr folgte der 29-jährige Wilhelm II. seinem nur 99 Tage herrschenden, 56-jährigen Vater Friedrich III. und seinem 90-jährigen Großvater Wilhelm I. auf den Thron Preußens und des Deutschen Reiches. Durch seine Mutter Victoria von Großbritannien und Irland war er Enkel der britischen Königin Victoria.


07.04.1906

Die Erste Marokkokrise wird durch die Algeciras-Akte von den europäischen Großmächten beigelegt. Das Deutsche Reich erleidet dabei eine diplomatische Niederlage, während sich die Beziehung zwischen Frankreich und Großbritannien, die Entente cordiale, festigt.

Die Erste Marokkokrise (1905–1906) war ein internationaler Spannungszustand, ausgelöst durch die Rivalität Frankreichs und des Deutschen Reiches um den Einfluss in Marokko. Frankreich versuchte sich dabei als beherrschender Machtfaktor in Marokko zu etablieren, während das Deutsche Reich darauf bestand, allen interessierten Mächten den Zugang nach Marokko zu eröffnen. Zwar gelang es der deutschen Politik, eine internationale Konferenz in Algeciras durchzusetzen, Deutschland war im Kreis der Großmächte allerdings isoliert. Die Entente, das Bündnis zwischen Großbritannien und Frankreich, zeigte sich dagegen gefestigt. Der Schlussvertrag der Konferenz konnte zwar die deutschen wirtschaftlichen Interessen sichern; faktisch hatte jedoch Frankreich den Vorteil aus der Krise gezogen, da es seine politische Macht in Nordafrika ausbauen konnte.


07.04.1897

Die von der Megali Idea beeinflusste Weigerung Griechenlands, einem Ultimatum des Osmanischen Reichs auf Rückzug seiner am 15. Februar auf der Insel Kreta gelandeten Truppen nachzugeben, bewirkt den Türkisch-Griechischen Krieg.

Die Megali Idea, die Große Idee, bezeichnet das Motto des griechischen Nationalismus bis etwa 1922. Hintergrund war, dass Griechenland nur mit einem Bruchteil des griechisch besiedelten Territoriums seine Unabhängigkeit erlangte und erst später auf sein heutiges Territorium wuchs. Spätestens mit dem Anspruch, auch die seit der Antike griechisch besiedelte Küste Kleinasiens Griechenland anzugliedern, stieß die Megali Idea auch auf Widerstand in Griechenland. Der kurzfristigen Einnahme von Teilen der kleinasiatischen Küste 1920 mit der Stadt Smyrna folgte allerdings mit der „Kleinasiatischen Katastrophe“ die Tötung oder Vertreibung der dort lebenden Griechen.


07.04.1893

Der Kellner Maxime Gaillard eröffnet in Paris das Restaurant Maxim’s.

Restaurants sind in der Gastronomie Gaststätten, in denen Speisen zubereitet, Getränke angeboten und dort nach Bestellung im Gastraum verzehrt werden.


07.04.1862

Die seit dem Vortag in Gang befindliche Schlacht von Shiloh im US-Sezessionskrieg entscheiden die Truppen der Nordstaaten unter General Ulysses S. Grant für sich. Auf Grund von Erschöpfung setzen sie in der bis dahin verlustreichsten Schlacht des Krieges den sich zurückziehenden konföderierten Armeeeinheiten unter Pierre Gustave Toutant Beauregard nicht nach.

Die Schlacht von Shiloh ereignete sich am 6. und 7. April 1862 während des amerikanischen Sezessionskriegs. Sie wird auch Schlacht bei Pittsburg Landing genannt und fand etwa 22 Meilen nordöstlich der Kleinstadt Corinth im US-Bundesstaat Tennessee statt. Unter hohen Verlusten konnten die von Ulysses S. Grant kommandierten Unionstruppen den Sieg erringen: Die Verluste der Union betrugen 13.047 verwundete und getötete Soldaten, die der Konföderation 10.699. Unter den insgesamt 3.482 Gefallenen war auch der Oberbefehlshaber der konföderierten Mississippi-Armee, General Albert S. Johnston.


07.04.1842

Während des Ersten Anglo-Afghanischen Kriegs endet die Belagerung von Dschalalabad. Das Entsatzheer unter George Pollock schlägt die Belagerer unter Mohammed Akbar in die Flucht. Die Besatzung von Dschalalabad unter Robert Henry Sale hat seit dem 12. November des Vorjahres ausgeharrt.

Der Erste Anglo-Afghanische Krieg von 1839 bis 1842 war eine von drei militärischen Auseinandersetzungen des Britischen Empire mit Afghanistan zwischen 1839 und 1919, den Anglo-Afghanischen Kriegen. Ziel dieser Kriege war es, die britische Vormachtstellung in diesem Raum zu sichern und den Expansionsbestrebungen des Russischen Reiches Einhalt zu gebieten. Der anglo-russische Konkurrenzkampf in Zentralasien im 19. Jahrhundert wird auch als The Great Game bezeichnet.


07.04.1839

Erstmals fährt ein Zug über die neu eröffnete Elbebrücke bei Riesa. Damit ist die Leipzig-Dresdner Eisenbahn, die erste deutsche Eisenbahn-Fernverbindung fertiggestellt. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Gesamtstrecke wird auch der Endbahnhof in Dresden, der Leipziger Bahnhof, der eigentlich schon seit dem 19. Juni 1838 in Betrieb ist, offiziell eingeweiht.

Die Geschichte der Eisenbahn in Deutschland umfasst die organisatorischen und technischen Entwicklungen des Eisenbahnverkehrs auf dem Gebiet des (späteren) Deutschen Reiches, auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bis 1990 und seither des wiedervereinigten Deutschland bis zur Gegenwart.


07.04.1837

Das Märchen Die Prinzessin auf der Erbse von Hans Christian Andersen erscheint in Dänemark in einer Ausgabe der Reihe Märchen, für Kinder erzählt.

Märchen sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten erzählen. Märchen sind eine bedeutsame und sehr alte Textgattung in der mündlichen Überlieferung (Oralität) und treten in allen Kulturkreisen auf. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten und anonymen Volksmärchen steht die Form des Kunstmärchens, dessen Autor bekannt ist. Im deutschsprachigen Raum wurde der Begriff Märchen insbesondere durch die Sammlung der Brüder Grimm geprägt.


07.04.1831

Pedro, Kaiser von Brasilien, dankt zugunsten seines 5-jährigen Sohnes Pedro II. ab, um den Kampf um die Krone Portugals gegen seinen Bruder Miguel aufnehmen zu können. In der Folge kommt es zum Miguelistenkrieg.

Peter I. war von der Unabhängigkeit des Landes 1822 bis 1831 erster Kaiser von Brasilien sowie unter dem Namen Peter IV. von März bis Mai 1826 König von Portugal. Er stammte aus dem Haus Braganza.


07.04.1828

Das Genueser Teatro Carlo Felice wird mit Vincenzo Bellinis Oper Bianco e Fernando feierlich eröffnet.

Genua ist eine italienische Stadt und die Hauptstadt der Region Ligurien. Das im Nordwesten des Landes am Ligurischen Meer gelegene ehemalige Zentrum der im Mittelalter bedeutenden Republik Genua ist heute Verwaltungssitz einer gleichnamigen Metropolitanstadt.


07.04.1826

In München legt König Ludwig den Grundstein für die Pinakothek, die seine Gemäldesammlung aufnehmen wird.

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Sie ist mit 1,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Bayerns, die drittgrößte Gemeinde Deutschlands und mit 4.844 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. Verwaltungsrechtlich ist München eine kreisfreie Stadt. Sie bildet das Zentrum der Metropolregion München und der Planungsregion München. München wird zu den Weltstädten gezählt und gilt als ein Zentrum der Kultur, Politik, Wissenschaften und Medien.


07.04.1824

König Ludwig XVIII. überträgt den Unterricht an den französischen Primarschulen dem französischen Klerus.

Ludwig XVIII. war von 1814 bis 1824 König von Frankreich und Navarra. Er war Graf von Provence (1755), Herzog von Anjou, Graf von Maine, Perche und Senonches sowie Pair von Frankreich (1771), Herzog von Alençon sowie Pair von Frankreich (1774), Herzog von Brunoy sowie Pair von Frankreich (1775). Er entstammte der Dynastie der Bourbonen.


Die Missa solemnis von Ludwig van Beethoven wird zur Gänze erstmals als Oratorium bei der Philharmonischen Gesellschaft in Sankt Petersburg aufgeführt.

Die von dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven zwischen 1819 und 1823 komponierte Missa solemnis in D-Dur, op. 123, gilt als eine der bedeutendsten Leistungen Beethovens und zählt zu den berühmtesten Messen der abendländischen Kunstmusik. Formal gehört das Werk zum Typus der Missa solemnis.


07.04.1823

Französische Invasion in Spanien – Truppen aus dem Nachbarland rücken im Auftrag der Heiligen Allianz in Spanien ein, um Aufständische zu bekämpfen und die Regentschaft von König Ferdinand VII. zu erneuern.

Die Französische Invasion in Spanien bezeichnet eine französische militärische Intervention in Spanien im Jahr 1823 zur Niederschlagung der Spanischen Revolution mit dem Ziel, König Ferdinand VII. wieder an die Macht zu helfen.


07.04.1815

Kaiser Franz stiftet den österreichischen Orden der Eisernen Krone.

Franz Joseph Karl aus dem Haus Habsburg-Lothringen war von 1792 bis 1806 als Franz II. der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. 1804 begründete er das Kaisertum Österreich, das er als Franz I. bis zu seinem Tod regierte.


07.04.1805

Die Lewis-und-Clark-Expedition verlässt ihr Winterquartier Fort Mandan und macht sich auf den Weg zu den Rocky Mountains. Ein paar Expeditionsteilnehmer machen sich auf den Heimweg, um Präsident Thomas Jefferson erste Ergebnisse zu berichten.

Die Lewis-und-Clark-Expedition vom 14. Mai 1804 bis zum 23. September 1806 war die erste amerikanische Überlandexpedition der Vereinigten Staaten zur Pazifikküste und zurück. Expeditionsleiter waren Meriwether Lewis und William Clark. Der Louisiana-Landkauf im Jahre 1803 weckte Interesse an einer Erweiterung der Vereinigten Staaten bis zur Westküste. Einige Wochen nach dem Landkauf ließ US-Präsident Thomas Jefferson, ein Befürworter der Expansion nach Westen, den US-Kongress 2500 Dollar bereitstellen, um „intelligente Offiziere mit zehn bis zwölf Männern auszusenden, um das Land bis zum westlichen Ozean zu erkunden“. Wichtigstes Ziel der Expedition, neben der Suche nach einem schiffbaren Wasserweg zum Pazifik, war die Gründung einer mächtigen Nation zwischen Atlantik und Pazifik. Außerdem sollten die Teilnehmer Indianer, Tiere und Pflanzen sowie die Geologie der Region studieren.


Die 3. Sinfonie (Eroica) von Ludwig van Beethoven wird im Theater an der Wien unter der Leitung des Komponisten erstmals öffentlich aufgeführt.

Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, mit dem Beinamen „Eroica“ (Heroische Sinfonie) entstand in den Jahren 1802 bis 1803. Das Werk gilt heutzutage als revolutionär und zählt zu den beliebtesten und meistgespielten Orchesterwerken des Komponisten. Die Spieldauer beträgt je nach Interpretation etwa 44 bis 62 Minuten.


07.04.1798

Aus den von Spanien 1795 im Pinckney-Vertrag abgetretenen Gebieten wird von den Vereinigten Staaten das Mississippi-Territorium gebildet, das sich über die südliche Hälfte der heutigen Staaten Mississippi und Alabama erstreckt.

Der Pinckney-Vertrag wurde am 27. Oktober 1795 in San Lorenzo de El Escorial unterzeichnet. Er festigte die Bemühungen um eine Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien und legte außerdem die Grenzen zu den spanischen Kolonien in Nordamerika fest. Ferner garantierte er den Vereinigten Staaten Schifffahrtsrechte im Mississippi River. Thomas Pinckney verhandelte den Vertrag für die Vereinigten Staaten, während Don Manuel de Godoy Spanien repräsentierte.


07.04.1797

Österreich schließt im Ersten Koalitionskrieg mit Napoleon Bonaparte nach dessen siegreichem Italienfeldzug in Leoben einen Waffenstillstand. Nach dem abgeschlossenen Vorfrieden von Leoben folgt am 17. Oktober der Frieden von Campo Formio.

Die Geschichte Österreichs reicht von der ersten Besiedelung in der Altsteinzeit bis zur Gegenwart. Im Jahr 996 unter dem Namen „Ostarrichi“ erstmals erwähnt, gehörte das Land zunächst als Markgrafschaft zum Herzogtum Baiern und war von 1156 bis 1453 als Herzogtum und von 1453 bis 1806 als Erzherzogtum eigenständiger Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches. Die Dynastie der Habsburger erwarb als Haus Österreich ein weiträumiges Herrschaftsgebiet und stellte über mehrere Jahrhunderte den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Das 1804 ausgerufene Kaisertum Österreich war mit seinem westlichen Teil von 1815 bis 1866 Teil des Deutschen Bundes und bildete ab 1867 mit dem nun eigenständigen Königreich Ungarn die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie. Nach deren Auseinanderbrechen am Ende des Ersten Weltkriegs entstand Österreich 1918–1921 in seinen heutigen Grenzen, nachdem die Sieger des Ersten Weltkriegs den demokratischen Zusammenschluss mit Deutschland verhinderten. 1934 Diktatur geworden, wurde Österreich 1938 vom nationalsozialistischen Regime dem Deutschen Reich eingegliedert. Seit 1945 ist Österreich wieder eine unabhängige, seit 1955 souveräne Republik, die 1995 der Europäischen Union beitrat.


07.04.1780

In Bordeaux wird das Grand Théâtre eröffnet, das von Zeitgenossen als größtes und schönstes Theater in Frankreich bezeichnet wird. Gespielt wird bei der Festveranstaltung Jean Racines Drama Athalie.

Bordeaux ist Universitätsstadt und politisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum des französischen Südwestens.


07.04.1767

Die Truppen des birmanischen Königs Hsinbyushin nehmen nach einjähriger Belagerung die Stadt Ayutthaya in Siam, dem heutigen Thailand, ein und verwüsten sie. Die Hauptstadt des Königreichs Ayutthaya erholt sich von dieser Zerstörung nie wieder.

Die Geschichte Myanmars umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik der Union Myanmar von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


07.04.1766

Joseph II. öffnet den Wiener Prater, das bisherige höfische Jagdrevier, für die Nutzung durch die Allgemeinheit.

Joseph II. war von 1765 bis 1790 als erster Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.


07.04.1762

Schweden und Preußen schließen den auf drei Monate befristeten Waffenstillstand von Ribnitz.

Die Geschichte Schwedens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreiches Schweden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich bis 11.000 v. Chr. zurückführen, als das Gebiet des heutigen Schwedens nach der letzten Eiszeit erstmals von Menschen besiedelt wurde. Während der Völkerwanderungszeit und der sich anschließenden Vendelzeit (550–800) wurden die Menschen in dem Raum sesshaft. Im Zuge der Wikingerzeit von 800 bis 1050 gingen von den Bewohnern Schwedens viele Raubzüge und Handelsexpeditionen nach Osten aus. Die Waräger fuhren bis weit in das heutige Russland hinein, wo sie Handelsstationen und kurzlebige Reiche gründeten, und weiter bis zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer, wo sie Handelsverbindungen mit Orten im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt errichteten.


07.04.1724

Die Johannespassion (BWV 245) von Johann Sebastian Bach wird am Karfreitag in der Nikolaikirche in Leipzig erstmals aufgeführt.

Die Johannes-Passion ist neben der Matthäus-Passion die einzige vollständig erhaltene authentische Passion von Johann Sebastian Bach. Sie ergänzt den Evangelienbericht nach Johannes von der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu Christi durch Choräle und frei hinzugedichtete Texte und gestaltet ihn musikalisch in einer Besetzung für vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester. Das etwa zwei Stunden dauernde Werk wird heute meist als Konzertmusik aufgeführt, hat seinen ursprünglichen Platz jedoch im Gottesdienst und wurde am Karfreitag, dem 7. April 1724, in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt.


07.04.1682

Der französische Entdecker Robert Cavelier de La Salle erreicht als erster Europäer die Mündung des Mississippi River.

René Robert Cavelier de La Salle war ein französischer Entdecker.


07.04.1655

Fabio Chigi wird nach einem 79-tägigen Konklave zum Papst gewählt und nimmt den Namen Alexander VII. an.

Als Papstwahl wird die Wahl des Bischofs von Rom, der als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, bezeichnet. Eine Wahl wird nach Eintreten der Sedisvakanz notwendig, wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat. Das Wahlgremium besteht aus den wahlberechtigten Kardinälen, die sich im Konklave versammeln. Seit 1878 findet das Konklave in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.


07.04.1521

Ferdinand Magellan erreicht auf seiner Weltumsegelung die Insel Cebu im Süden der Philippinen.

Ferdinand Magellan war ein portugiesischer Seefahrer, der im Auftrag der spanischen Krone die erste historisch belegte Weltumsegelung initiierte. Seine Expedition erbrachte, ohne dass dies ursprünglich geplant war, den letzten, praktischen Beweis für die schon bekannte Kugelgestalt der Erde. Ihr eigentlicher Zweck war die Suche nach einer Westroute zu den Gewürzinseln, das heißt: nach einer Durchfahrt zwischen dem Atlantik und dem Südmeer, als welches der Pazifik den Europäern seit 1513 bekannt war.


07.04.1453

Das christliche Konstantinopel wird von den Osmanen vollends eingeschlossen und bis zu seinem Fall belagert. Nach Beschädigungen am Vortag bricht ein Teil der Landmauer unter Beschuss zusammen.

Die Stadt Konstantinopel wurde von dorischen Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet. Am 11. Mai 330 n. Chr. machte sie der römische Kaiser Konstantin der Große zu seiner Hauptresidenz, baute sie großzügig aus und benannte sie offiziell in Nova Roma um. In der Spätantike beanspruchte die Stadt auch den Rang als „Zweites Rom“. Nach dem Tod Konstantins 337 wurde die Stadt offiziell in Constantinopolis umbenannt. Sie war seit Theodosius I. die Hauptstadt des in moderner Zeit nach ihr benannten Byzantinischen Reichs und blieb dies – abgesehen von der Eroberung im Vierten Kreuzzug – ununterbrochen bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453. Unter den Namen Kostantiniyye / قسطنطينيه und استانبول / Istānbūl war es dann bis 1922 die Hauptstadt des Osmanischen Reichs.


07.04.1449

Der 1439 zum Gegenpapst gewählte Felix V., als Amadeus VIII. zuvor Herzog von Savoyen, lässt sich nach der Gewährung reicher Privilegien zum Rücktritt bewegen und nimmt die Ämter als Kardinalbischof von Sabina und Genf an. Er gilt als letzter historischer Gegenpapst.

Als Gegenpapst wird eine Person bezeichnet, die während der Amtszeit eines kanonisch gewählten Papstes und in Gegensatz zu diesem von bestimmten Autoritäten zum Papst ernannt wurde. Im weiteren Sinne werden auch ernannte Nachfolger verstorbener Päpste, deren Anspruch nicht akzeptiert wurde und die einem später eingesetzten, aber anerkannten Papst unterlagen, als Gegenpäpste eingestuft.


07.04.1348

Der deutsche König Karl IV. gründet in Prag die Alma Mater Carolina als erste deutsche Universität und erste Universität nördlich der Alpen.

Karl IV., geboren als Wenzel, war Römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien, König von Burgund und Römisch-deutscher Kaiser. Er entstammte dem Geschlecht der Luxemburger. Er zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit.


07.04.0451

Nach dem Überschreiten des Rheins und dem Eindringen in das bisher mit ihnen verbündete Weströmische Reich erobern und zerstören die Hunnen unter Attila die Stadt Metz.

Der Rhein ist ein 1232,7 km langer Strom in West- und Mitteleuropa und eine der verkehrsreichsten Binnenwasserstraßen der Welt.


08.04.2008

Babylonische Astronomen protokollieren ihre Beobachtungsergebnisse der Mondfinsternis vom 6./7. April.

Babylonien bezeichnet eine Landschaft am Unterlauf der Flüsse Euphrat und Tigris, zwischen der heutigen irakischen Stadt Bagdad und dem Persischen Golf. Das kulturelle Zentrum dieser fruchtbaren Ebene im Altertum war die Stadt Babylon, die im Laufe ihrer Existenz von Herrschern aus zahlreichen Volksstämmen erobert und regiert wurde.