Historische Ereignisse am Mittwoch, 7. Januar

52 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 7. Januar statt — von -49 bis 2015. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Der 7. Januar ist ein historisch bedeutsames Datum, das wiederholt Schauplatz gravierender Ereignisse wurde. Ein markantes Beispiel ist der Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo im Jahr 2015 in Paris, bei dem zwei Terroristen zwölf Menschen töteten. Das Attentat führte zu weiteren Geiselnahmen und zog internationale Debatten über Pressefreiheit und Sicherheit nach sich. Ein Jahr zuvor, 2014, setzte der nigerianische Präsident Jonathan ein Gesetz in Kraft, das zu den weltweit restriktivsten Maßnahmen gegen queere Menschen zählt und zeigt, wie unterschiedlich Staaten Grundrechte interpretieren.

Der 7. Januar markiert aber auch Wendepunkte in der Wissenschaft und Politik. Historisch reicht die Bedeutung dieses Datums bis in die Antike zurück, als der Römische Senat entscheidende Maßnahmen gegen Julius Caesar beschloss. Die kontinuierliche Dokumentation solcher Ereignisse ermöglicht ein tieferes Verständnis historischer Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf die Gegenwart. Paris, eine der bedeutendsten europäischen Metropolen, war in der jüngeren Geschichte wiederholt Zentrum bedeutender Ereignisse und bleibt ein wichtiger Ort für internationale Diskurse.

An diesem Mittwoch herrscht bewölktes Wetter mit Temperaturen um vier Grad Celsius. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, während das Sternzeichen Steinbock den astrologischen Himmel prägt. DayAtlas bietet detaillierte Informationen zu Wetterbedingungen, historischen Ereignissen, berühmten Geburts- und Sterbetagen für jedes beliebige Datum und jeden Ort weltweit.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 9. April.

07.01.2015

Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris. Zwei Terroristen stürmen die Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo. Zwölf Menschen sterben. Infolge des Anschlages kommt es zu zwei Geiselnahmen, bei welchen mehrere Zivilisten, ein weiterer Terrorist und die beiden Attentäter ums Leben kommen.

Der Anschlag auf Charlie Hebdo war ein islamistisch motivierter Terroranschlag in Paris, der am 7. Januar 2015 auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo verübt wurde. Die Täter Saïd und Chérif Kouachi, die sich später zu Al-Qaida im Jemen bekannten, drangen in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten elf Personen, verletzten mehrere Anwesende und ermordeten auf ihrer Flucht einen weiteren Polizisten. Am folgenden Tag wurde im Süden von Paris eine Polizistin von dem schwerbewaffneten Amedy Coulibaly erschossen. Dieser überfiel am Tag darauf den Supermarkt Hyper Cacher für koschere Waren im Pariser Osten, tötete vier Menschen und nahm weitere als Geiseln. Der Täter bekannte sich telefonisch zum Islamischen Staat und erklärte, sein Vorgehen stehe in Verbindung mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo; er wurde bei der Erstürmung des Supermarktes durch die Sicherheitskräfte erschossen. Am 9. Januar wurden die Täter des Anschlags auf Charlie Hebdo nordöstlich von Paris gestellt und bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften erschossen. Im Dezember 2020 verurteilte ein Pariser Gericht mehrere Angeklagte wegen Beihilfe zu hohen Haftstrafen. Der Hauptbeschuldigte Ali Riza Polat wurde der Beihilfe zu Verbrechen mit Terrorhintergrund für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt.


07.01.2014

In Nigeria setzt Präsident Jonathan den vom Parlament bereits beschlossenen Same Sex Marriage Prohibition Act in Kraft. Es gehört weltweit zu den drakonischsten Gesetzen gegen queere Menschen.

Die Geschichte Nigerias umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Nigeria von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


07.01.1999

Vor dem Senat der Vereinigten Staaten beginnt das Impeachment gegen US-Präsident Bill Clinton. Er ist wegen Meineids und Behinderung der Justiz im Zuge der Lewinsky-Affäre angeklagt.

Der Senat der Vereinigten Staaten ist neben dem Repräsentantenhaus eine der beiden Kammern des Kongresses der Vereinigten Staaten, eines Zweikammer-Parlaments (Bikameralismus) nach britischer Tradition. Die Bezeichnung leitet sich vom Römischen Senat ab, der Sitz befindet sich im Nordflügel des Kapitols in Washington, D.C.


Bei schweren Regenfällen und Erdrutschen in Indonesien kommen über 100 Menschen ums Leben.

Indonesien ist ein Staat in Südostasien und Ozeanien, gelegen zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Das Land umfasst mehr als 17.000 Inseln, darunter Sumatra, Java, Sulawesi sowie Teile von Borneo und Neuguinea. Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat. Mit einer Fläche von 1.904.569 km² ist es das 14.-größte Land der Welt. Mit über 280 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt und zugleich das bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Land. Auf der Insel Java, der bevölkerungsreichsten Insel der Welt, lebt mehr als die Hälfte der indonesischen Bevölkerung.


07.01.1998

Die NASA-Raumsonde Lunar Prospector wird gestartet.

Die NASA ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. Zugleich ist die NASA eine wichtige geowissenschaftliche Forschungsinstitution und stellt in den USA die meisten Forschungsgelder für klimawissenschaftliche Forschungsarbeiten bereit.


BR-alpha, der Fernseh-Bildungskanal des Bayerischen Rundfunks, geht auf Sendung.

ARD alpha ist ein deutscher Bildungskanal im Fernsehen, der am 7. Januar 1998 unter Federführung des Bayerischen Rundfunks als BR-alpha auf Sendung ging. Am 29. Juni 2014 wurde er in ARD-alpha umbenannt. Der Bindestrich im Namen entfällt seit Oktober 2021. Der Sender wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt.


07.01.1995

Das Erzbistum Hamburg wird durch die Apostolische Konstitution Omnium Christifidelium vom 24. Oktober 1994 von Papst Johannes Paul II. neu errichtet.

Das Erzbistum Hamburg ist eine römisch-katholische Diözese im Norden Deutschlands und umfasst die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein sowie den Landesteil Mecklenburg des Bundeslands Mecklenburg-Vorpommern. Es ist das flächenmäßig größte Bistum Deutschlands. Kennzeichnend ist die Situation als Bistum in der Diaspora. Sitz des Bischofs ist der St. Marien-Dom in Hamburg-St. Georg.


07.01.1993

Erling Kagge erreicht als erster Mensch allein den Südpol.

Erling Kagge ist ein norwegischer Autor, Abenteurer, Kunstsammler und Verleger.


07.01.1989

Der japanische Kaiser Hirohito stirbt im Alter von 88 Jahren in Tokio. Nachfolger wird sein Sohn Akihito, damit folgt auf die Shōwa-Zeit die Heisei-Zeit.

Hirohito war entsprechend der traditionellen Thronfolge der 124. Tennō des Japanischen Kaiserreichs und der dritte der modernen Periode. Er regierte von 1926 bis zu seinem Tod 1989. Seine Regentschaft stand unter dem Nengō Shōwa, daher ist er in Japan seit seinem Tod offiziell als Shōwa-tennō bekannt. Außerhalb Japans wird er weiter als Kaiser Hirohito bezeichnet.


07.01.1983

Bonner Wende: Drei Wochen nach dem (innerhalb der Regierungskoalition verabredeten) Scheitern der Vertrauensfrage von Kanzler Helmut Kohl löst Bundespräsident Carstens den Deutschen Bundestag auf und legt als Datum für Neuwahlen den 6. März fest.

Wende war ein Begriff für den Regierungswechsel in der Bundesrepublik Deutschland im Herbst des Jahres 1982. Der Begriff wurde bereits im August 1981 vom damaligen Vizekanzler und Außenminister Hans-Dietrich Genscher erwähnt, als er in einem internen FDP-Papier das Land am Scheideweg sah und die Notwendigkeit einer Wende betonte. Bundeskanzler Helmut Schmidt machte ihm diese Worte in seiner letzten Regierungserklärung am 17. September 1982 zum Vorwurf und gab ihm die Hauptschuld am Koalitionsbruch; an diesem Tag waren die vier Minister der FDP zurückgetreten. Bereits eine Woche zuvor sorgte das sogenannte „Scheide-Papier“ des Wirtschaftsministers der sozialliberalen Koalition, Otto Graf Lambsdorff, für die endgültige Aufkündigung einer gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der am 1. Oktober neu gewählte Bundeskanzler Helmut Kohl benutzte dann den Begriff der „geistig-moralischen Wende“, die mit dem Regierungswechsel einhergehen sollte.


Über die Entdeckung des ersten Schwarzen Loches außerhalb unserer Galaxie berichtet ein US-amerikanisches Forscherteam dem Astrophysical Journal. Das Objekt wird in der etwa 163.000 Lichtjahre entfernten Großen Magellanschen Wolke nachgewiesen.

Ein Schwarzes Loch ist ein Objekt, dessen Masse die Raumzeit so stark krümmt, dass Materie, Licht und damit auch jegliche Information auf einen bestimmten Bereich der Raumzeit beschränkt bleibt und diesen nicht mehr unmittelbar verlassen kann. Die Grenze dieses Bereiches wird Ereignishorizont genannt. Die Bezeichnung Schwarzes Loch wurde im Jahr 1967 durch John Archibald Wheeler etabliert. Zu jener Zeit galt die Existenz der erst theoretisch beschriebenen Schwarzen Löcher zwar als sehr wahrscheinlich, war aber noch nicht durch Beobachtungen bestätigt. Später wurden zahlreiche Beispiele für Auswirkungen Schwarzer Löcher beobachtet, z. B. ab 1992 die Untersuchungen des supermassereichen Schwarzen Lochs Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße im Infrarotbereich. 2016 wurde die Fusion zweier Schwarzer Löcher über die dabei erzeugten Gravitationswellen durch LIGO beobachtet und 2019 gelang eine radioteleskopische Aufnahme eines Bildes des supermassereichen Schwarzen Lochs M87* im Zentrum der Galaxie M87 mit dem Event Horizon Telescope. 2022 gelang die Abbildung des Schwarzen Lochs Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße ebenfalls mit dem Event Horizon Telescope. In der Ansicht eines Schwarzen Lochs kann also von einem weit entfernten Beobachter im Zentrum ein dunkler bis schwarzer Bereich nachgewiesen werden. Dieser Bereich wird Schatten des Schwarzen Lochs genannt und sollte nicht mit der mathematischen Fläche des Ereignishorizontes verwechselt werden. Die genaue Form des Schattens hängt aufgrund der Verzerrung der Lichtstrahlen im Bereich außerhalb des Ereignishorizontes auch leicht vom Ort des entfernten Beobachters ab. Die gekrümmte Raumzeit um den Ereignishorizont wirkt also als Gravitationslinse.


07.01.1979

Vietnamesische Truppen marschieren in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh ein und stürzen das Regime von Pol Pot und die Roten Khmer.

Als Vietnamesische Volksarmee werden die Streitkräfte der Sozialistischen Republik Vietnam bezeichnet.


Die Konferenz von Guadeloupe zur Beilegung der Krise im Iran, die am 4. Januar begonnen hat, geht ohne formale Beschlüsse zu Ende. Die Konferenzteilnehmer sind sich jedoch darin einig, Schah Mohammad Reza Pahlavi nicht weiter zu unterstützen.

Die Konferenz von Guadeloupe fand vom 4. Januar bis 7. Januar 1979 auf Einladung des französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing in Guadeloupe statt. Die Konferenz wurde als informelles Treffen nach dem G7-Gipfel in Bonn von 1978 und zur Vorbereitung des G7-Gipfels in Tokio im Juli 1979 deklariert, um Fragen der internationalen Sicherheit und der Sicherung der Energieversorgung zu diskutieren. Neben der raschen Ratifizierung des SALT-II-Abkommens, dem Verkauf britischer Harrier-Kampfflugzeuge an die Volksrepublik China und der Stationierung von Raketen in Europa war die „Krise im Iran“ eine der bedeutendsten sicherheitspolitischen Fragen, die auf der Konferenz diskutiert wurden. Es sollte entschieden werden, ob der Westen Schah Mohammad Reza Pahlavi weiter unterstützen würde, oder ob man das Gespräch mit seinem politischen Gegner, dem Ajatollah Ruhollah Chomeini, suchen sollte. An der Konferenz nahmen neben dem Gastgeber Valéry Giscard d’Estaing aus Frankreich, Präsident Jimmy Carter aus den USA, Premierminister James Callaghan aus Großbritannien und Bundeskanzler Helmut Schmidt aus Deutschland teil. Auf der Konferenz wurden keine offiziellen Beschlüsse gefasst. Der französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing wurde beauftragt, den Kontakt zu Chomeini herzustellen und die Frage eines möglichen Regierungswechsels zu erörtern.


07.01.1978

Auf dem antarktischen Kontinent wird das erste Kind, Emilio Palma, geboren. Seine Mutter wurde bewusst in die Nähe von Hope Bay gebracht, um Ansprüche Argentiniens auf einen Anteil am Kontinent zu bekräftigen.

Antarktika ist der Südkontinent der Erde, auf dem auch der Südpol selbst liegt. Es liegt inmitten der Antarktis, mit der er umgangssprachlich oft identifiziert wird. Weitere Bezeichnungen sind Südkontinent und antarktischer Erdteil. Antarktika hat eine Fläche von etwa 14 Millionen Quadratkilometern und ist nahezu vollständig vom antarktischen Eisschild bedeckt. Geografisch unterscheidet man die Regionen Westantarktika und Ostantarktika.


07.01.1977

Angesehene westeuropäische Zeitungen veröffentlichen die Charta 77 der tschechoslowakischen Bürgerrechtsbewegung.

Die Charta 77 war eine Bürgerrechtsbewegung in der Tschechoslowakei von 1977 bis 1992, die der Mittelpunkt der Opposition gegen das kommunistische Regime war. Der Name beruft sich auf eine 1977 veröffentlichte Petition Charta 77 gegen die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei. Seit 1978 existiert die Stiftung der Charta 77.


07.01.1976

Im Bayerischen Fernsehen beginnt die Ausstrahlung der Zeichentrickserie Die Abenteuer der Maus auf dem Mars.

Das BR Fernsehen ist das regionale Fernsehprogramm des Bayerischen Rundfunks, früher auch als Drittes Fernsehprogramm bezeichnet, das ein auf den Freistaat Bayern abgestimmtes Vollprogramm im 24-Stundenbetrieb darstellt.


07.01.1972

Beim Landeanflug auf Ibiza stürzt eine Sud Aviation Caravelle der spanischen Fluggesellschaft Iberia auf dem Flug 602 ab. Es gibt 104 Tote.

Ibiza [ˈibitsa] ist mit einer Fläche von 572 km² die drittgrößte Insel der spanischen autonomen Region Balearen im westlichen Mittelmeer.


07.01.1971

Während des Vietnamkrieges startet letztmals ein Flugzeug zu einem Sprüheinsatz mit dem Entlaubungsmittel Agent Orange.

Agent Orange ist die militärische Bezeichnung eines chemischen Entlaubungsmittels, das die USA im Vietnamkrieg und im Laotischen Bürgerkrieg großflächig zur Entlaubung von Wäldern und zur Zerstörung von Nutzpflanzen einsetzten.


07.01.1961

Eine Gruppe dem radikalen Panafrikanismus zuneigender afrikanischer Staaten beschließt auf einer Konferenz in Casablanca eine Afrikanische Charta. Die Ausarbeitung der Casablanca-Gruppe wird für die Mehrheit der anderen unabhängig gewordenen Staaten zum Anlass für ein Gegenpositionspapier.

Panafrikanismus bedeutet „die Einheit aller afrikanischen Menschen weltweit, unabhängig von ihrer Ethnie oder Nationalität“, d. h. der Menschen, deren Vorfahren durch die atlantische und die arabische Versklavung mit Gewalt aus Afrika verschleppt wurden und nun in den USA, in der Karibik und Lateinamerika und auch in Teilen des Mittleren Ostens und Südasiens leben.


07.01.1959

Die USA erkennen die kubanische Regierung unter Fidel Castro an.

Die Geschichte Kubas umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des aktuell zu Kuba zählenden Archipel, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


07.01.1958

Nachdem die Römischen Verträge in Kraft getreten sind, wird Walter Hallstein Präsident der ersten Kommission der entstandenen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

Walter Peter Hallstein war ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und Politiker (CDU). Er war von 1951 bis 1958 Staatssekretär im Auswärtigen Amt und anschließend bis 1967 der erste Vorsitzende der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, einem Vorgänger der EU. Sein Name ist mit der Hallstein-Doktrin verbunden, welche Beziehungen mit der DDR als unfreundlichen Akt gegen die Bundesrepublik Deutschland bestimmte.


07.01.1953

US-Präsident Harry S. Truman verkündet, dass die USA eine Wasserstoffbombe entwickelt haben.

Harry S. Truman war ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der Vereinigten Staaten. Zuvor war er 1945 kurzzeitig Vizepräsident und vertrat zwischen 1935 und 1945 den Bundesstaat Missouri im US-Senat.


07.01.1937

In Den Haag heiraten der deutsche Adlige Bernhard zur Lippe-Biesterfeld und die niederländische Kronprinzessin Juliana von Oranien-Nassau.

Den Haag ist der Parlaments- und Regierungssitz der Niederlande und des Königreichs der Niederlande sowie die Hauptstadt der Provinz Südholland. Seit 1831 ist die Stadt Residenz des Königshauses, Hauptstadt der Niederlande ist jedoch de jure Amsterdam.


07.01.1936

Reza Schah Pahlavi verbietet per Dekret das Tragen des Tschadors im Iran. Der 7. Januar wird während der Herrschaft der Pahlavi-Dynastie als „Tag zur Befreiung der Frau“ gefeiert.

Reza Schah Pahlavi, bis 5. Dezember 1925 Reza Chan, auch Reza Khan, war ein iranischer Offizier, Politiker und schließlich als Schah der Begründer der Pahlavi-Dynastie. Seine militärische Laufbahn begann er als einfacher Soldat in der Persischen Kosakenbrigade und stieg bis zu deren Oberkommandierendem auf. Seine politische Laufbahn begann er als Kriegsminister im Kabinett von Seyyed Zia al-Din Tabatabai. Später wurde er unter Ahmad Schah Kadschar Premierminister und nach dessen Absetzung durch das Parlament selbst Schah von Persien, das er von 1925 bis 1941 regierte.


07.01.1935

Das Französisch-Italienische Abkommen wird abgeschlossen. Es ebnet unter anderem Italien den Boden zur Vorbereitung des Abessinienkrieges.

Das Französisch-Italienische Abkommen (Laval-Mussolini-Pakt) wurde am 7. Januar 1935 in Rom vom französischen Außenminister Pierre Laval und dem italienischen Regierungschef Benito Mussolini unterzeichnet. Es bestand aus mehreren zum Teil geheimen Protokollen, die zahlreiche Bereiche der gegenseitigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen betrafen. Seine Bedeutung bestand zum einen in der Eröffnung der Möglichkeit einer französisch-italienischen Allianz zur Eindämmung deutscher Expansionsbestrebungen im Gefolge der deutsch-italienischen Entfremdung nach dem Dollfuß-Putsch und der Konkurrenzbeziehung zwischen Mussolini und Hitler. Zum anderen diente es der Vorbereitung des italienischen Krieges gegen Äthiopien. Hierzu verzichtete Italien auf Ansprüche in Tunesien, während Frankreich Italien u. a. durch Zugeständnisse in Französisch-Somaliland passive Hilfestellung zur italienischen Kolonialisierung Äthiopiens leistete.


07.01.1934

Die Comicserie des Zeichners Alex Raymond über den Weltraumhelden Flash Gordon startet in US-Zeitungen.

Alex Raymond war ein US-amerikanischer Comiczeichner.


07.01.1929

Der Weltraumheld Buck Rogers erobert als erster Science-Fiction-Comic als daily strip Platz in Tageszeitungen der USA.

Buck Rogers ist ein Science-Fiction-Held des 20. Jahrhunderts.


13 amerikanische und zwei kanadische Zeitungen drucken die ersten Comic Strips von Hal Foster mit Tarzan als Titelfigur.

Comic [ˈkɒmɪk] bezeichnet die Darstellung eines Vorgangs oder einer Geschichte in einer Folge von Bildern. In der Regel sind die Bilder gezeichnet und werden mit Text kombiniert. Das Medium Comic vereint Aspekte von Literatur und bildender Kunst, wobei der Comic eine eigenständige Kunstform und ein entsprechendes Forschungsfeld bildet. Gemeinsamkeiten gibt es auch mit dem Film. Als genre-neutraler, die ganze Kunstgeschichte übergreifender Begriff wird auch „sequenzielle Kunst“ oder im deutschsprachigen Raum „Bildgeschichte“ verwendet, während regionale Ausprägungen des Comics teils mit eigenen Begriffen wie Manga oder Manhwa bezeichnet werden.


07.01.1924

Da Hockey bei den Olympischen Sommerspielen 1924 wegen eines fehlenden Verbandes nicht berücksichtigt worden ist, wird in Paris der Hockey-Weltverband gegründet.

Hockey ist ein mit Hockeyschlägern auszuführendes Ballspiel, das auf Rasen als Feldhockey und in der Halle als Hallenhockey gespielt wird. Hockey ist seit 1908 eine olympische Sportart. Der Welthockeyverband ist die Fédération Internationale de Hockey (FIH).


07.01.1897

Am neu eröffneten Teatro Amazonas im brasilianischen Manaus, inmitten des Dschungels gelegen, wird als erste Oper La Gioconda von Amilcare Ponchielli aufgeführt.

Das Teatro Amazonas ist ein Opernhaus in der brasilianischen Stadt Manaus. Der Bau wurde durch die Einnahmen des Kautschukbooms finanziert und am 31. Dezember 1896 eingeweiht.


07.01.1894

William K. L. Dickson erhält in den USA ein Patent für die Erfindung der Filmkamera.

William Kennedy Laurie Dickson war ein schottischer Erfinder, der in den US-amerikanischen Laboratorien von Thomas Alva Edison den Kinetographen und das Kinetoskop, die ersten brauchbaren Geräte zur Aufnahme und Betrachtung bewegter Bilder, entwickelte.


07.01.1892

Der 17-jährige Abbas II. wird Vizekönig von Ägypten, als sein Vater Tawfiq unerwartet im Alter von 39 Jahren stirbt.

Abbas II., mit vollem Namen Abbas Hilmi Pascha war von 1892 bis 1914 der dritte und letzte Khedive (Vizekönig) des Khedivats Ägypten. Das Land stand damals unter der Hegemonie des Vereinigten Königreichs. Da Abbas Ägypten von der britischen Dominanz lösen wollte und eine eigenständige Regierungsweise anstrebte, kam er rasch in Konflikt mit der Kolonialmacht. Nachdem sich das Osmanische Reich nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 den Mittelmächten angeschlossen hatte, setzten die Briten den nationalistischen Khedive ab und ernannten an seiner Stelle seinen probritischer gesinnten Onkel Hussein Kamil zum ägyptischen Sultan. Damit endete de jure die 400-jährige osmanische Herrschaft über das Nilland. Abbas ging ins Exil, das er meist in der Schweiz verbrachte.


07.01.1885

Die Buchdrucker gründen als erste Berufsgruppe eine Berufsgenossenschaft, die im Jahr 1949 in der gebildeten Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung aufgeht.

Drucker, Drucktechniker (Österreich), Drucktechnologe (Schweiz) bzw. Medientechnologe Druck (Deutschland) ist eine Berufsbezeichnung für die Herstellung von Druckerzeugnissen in Druckereien mit unterschiedlichen Verfahren. Kernaufgabe des Berufsbildes ist heute, elektronisch gesteuerte Anlagen zum Bedrucken von Papier, Karton, Textilien, Kunststoffen und Metallen einzurichten, in Betrieb zu nehmen, zu überwachen sowie die Qualität sicherzustellen.


07.01.1862

Frühere Verhältnisse, eine Posse mit Gesang in einem Akt von Johann Nestroy mit der Musik von Anton M. Storch wird am Wiener Quai-Theater uraufgeführt.

Frühere Verhältnisse ist eine Posse mit Gesang in Einem Act von Johann Nestroy. Die Uraufführung fand am 7. Jänner 1862 in Karl Treumanns Theater am Franz-Josefs-Kai statt.


07.01.1857

Das Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur von Franz Liszt wird in Weimar uraufgeführt.

Das Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur von Franz Liszt ist ein Werk für Klavier und Orchester.


07.01.1812

An der Opéra-Comique in Paris wird die komische Oper L'Homme sans façon ou Les Contrariétés von Rodolphe Kreutzer erstmals aufgeführt.

Die Opéra-Comique ist ein Theater in Paris. Es steht am Place Boieldieu, in der Nähe des Boulevard des Italiens im 2. Arrondissement und ist auch unter dem Namen Salle Favart bekannt.


07.01.1807

Großbritannien reagiert auf das Berliner Dekret Napoleon Bonapartes zur Kontinentalsperre. Neutralen Schiffen wird verboten, Häfen anzusteuern, die zu Frankreich oder dessen Verbündeten gehören oder von ihnen kontrolliert werden. Beim Verletzen des Verbots droht die Konfiskation der Schiffsladung.

Die Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland umfasst die Geschichte der seit dem Act of Union 1800 unter der Herrschaft der britischen Krone zusammengefassten Territorien England, Schottland und Irland bis zum Anglo-Irischen Vertrag von 1921, der die Unabhängigkeit Südirlands einleitete.


07.01.1797

Die spätere italienische Trikolore wird bei einem cispadanischen Kongress in Reggio nell’Emilia als nationales Symbol vorgeschlagen.

Die Flagge Italiens ist das bedeutendste Staatssymbol der Italienischen Republik. Die italienische Nationalflagge ist eine Trikolore mit drei senkrechten Streifen in Grün, Weiß und Rot. In der heute verwendeten Form mit exakt festgelegten Farbtönen ist sie seit dem 28. Juli 2006 in Gebrauch.


07.01.1785

Jean-Pierre Blanchard und John Jeffries überqueren erstmals den Ärmelkanal in einem mit Wasserstoff gefüllten Gasballon von Dover nach Calais. Sie brauchen für die Fahrt 2 Stunden 25 Minuten und müssen bis auf ihre Unterhosen allen Ballast abwerfen.

Jean-Pierre Blanchard war ein französischer Ballonfahrer. Er war der erste Mensch, der eine Luftreise in Deutschland (1785), in der Schweiz (1788) und den USA (1793) unternahm, den Ärmelkanal auf dem Luftweg überquerte und sich durch einen Fallschirmsprung rettete.


07.01.1782

In Philadelphia nimmt die auf Initiative von Robert Morris gegründete Bank of North America, erste moderne Bank der Vereinigten Staaten, ihren Betrieb auf.

Philadelphia  , umgangssprachlich kurz Philly, ist eine Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Mit rund 1,6 Millionen Einwohnern ist sie die sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten und die größte des Bundesstaates Pennsylvania. An der Ostküste ist Philadelphia nach New York City die zweitgrößte Stadt. Die Stadt liegt am Delaware River und stellt eine principal city der Metropolregion Delaware Valley dar.


07.01.1727

Am King’s Theatre in London findet die Uraufführung der Oper Lucio Vero, imperator di Roma von Attilio Ariosti statt.

His Majesty’s Theatre, bis zum 6. Mai 2023 Her Majesty’s Theatre, ist ein Theater am Londoner Haymarket im Stadtbezirk West End.


07.01.1610

Galileo Galilei entdeckt die nach ihm benannten Galileischen Monde des Jupiter.

Galileo Galilei war ein italienischer Universalgelehrter, Physiker, Astrophysiker, Mathematiker, Ingenieur, Astronom, Philosoph und Kosmologe. Viele seiner Entdeckungen – vor allem in der Mechanik und der Astronomie – gelten als bahnbrechend. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Berühmt wurde er auch dadurch, dass die katholische Kirche ihn verurteilte, weil einige seiner Theorien ihrer damaligen Auslegung der Bibel widersprachen; 1992 rehabilitierte sie ihn.


07.01.1598

Nach dem Tod von Zar Fjodor I. übernimmt der Bojar Boris Godunow die Macht in Russland.

Fjodor I. war Zar von Russland von 1584 bis 1598. Er war der dritte Sohn von Iwan IV. von Russland und dessen erster Gemahlin Anastassija Romanowna Sacharjina.


07.01.1566

Antonio Michele Ghislieri wird als Pius V. zum Papst gewählt und 10 Tage später inthronisiert.

Pius V., bürgerlicher Name Antonio Ghislieri OP, war von seiner Wahl am 7. Januar 1566 bis zu seinem Tod Papst der katholischen Kirche. Er wurde 1712 heiliggesprochen.


07.01.1558

Die Franzosen unter François de Lorraine, duc de Guise nehmen die Hafenstadt Calais ein, den letzten kontinentalen Besitz der von Maria Tudor regierten Engländer.

François de Lorraine, 2. Duc de Guise, 1. Prince de Joinville, deutsch Herzog Franz von Guyse, war ein französischer Militär und Staatsmann aus dem Haus Guise, einer jüngeren Linie des Hauses Vaudémont, der seit 1483 regierenden Herzöge von Lothringen. Er war einer der besten Heerführer des Königs Heinrich II. und der wichtigste Katholikenführer während des ersten Hugenottenkriegs.


07.01.1355

Im Konflikt zwischen Alfons IV. von Portugal und seinem Sohn Peter lässt der König Inês de Castro enthaupten, was in der Folge zu einem Bürgerkrieg führt.

Alfons IV. genannt der Kühne war der siebte König von Portugal aus dem Haus Burgund.


07.01.1350

Der Bischof von Stavanger, Guttorm Pålsson, ist der letzte dokumentierte Todesfall der großen Pestepidemie in Norwegen als Teil der Pest-Pandemie, der von 1347 bis 1353 vermutlich rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung zum Opfer fällt.

Die Pestepidemien in Norwegen haben die politische Landkarte Skandinaviens tiefgreifend beeinflusst. Ähnlich wie der Ausbruch der Pest in anderen Teilen Europas um die Mitte des 14. Jahrhunderts hatte diese Pandemie weitreichende Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft des Landes. Die erste Pestepidemie von 1348 wird in Norwegen svartedauden genannt. Die Epidemien führten letztlich zum Verlust der Eigenstaatlichkeit Norwegens für lange Zeit und damit zum Verlust seiner Sprache Norrønt. Die Geschichte der Pest in Norwegen ist gut erforscht. Zusammen mit den neueren Forschungsergebnissen ergibt sich ein gutes Bild über die Bedingungen und die gesellschaftlichen Zusammenhänge der Ausbreitung der Pest in den verschiedenen Jahrhunderten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.


07.01.1325

Nach dem Tod seines Vaters Dionysius wird Alfons IV. König von Portugal.

Dinis (I.) bzw. Diniz, oft auch Dionysius aus dem Hause Burgund, war von 1279 bis zu seinem Tode im Jahr 1325 der sechste König von Portugal. Er förderte Literatur und Wissenschaften, unter seiner Herrschaft wurde die Universität Lissabon-Coimbra gegründet und die portugiesische Sprache als Schriftsprache in der Verwaltung eingeführt. Er war auch als Dichter (Troubadorlyrik) berühmt. Durch seine Förderung von Landwirtschaft, Bergbau und Seefahrt bescherte er Portugal maßgeblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Aufgrund seiner umfassenden Tätigkeiten im noch relativ jungen Königreich trägt er zahlreiche Beinamen: o Rei Lavrador, o Rei Agricultor (Landwirt), o Rei Trovador (Trobador), o Rei Poeta (Poet).


07.01.1131

Knud Lavard, der Herzog zu Schleswig, wird als potentieller Rivale um den dänischen Thron bei einer Zusammenkunft mit Magnus dem Starken, dem Sohn König Niels, nahe Ringsted erschlagen.

Knud Lavard, auch Knut Laward, war von 1114 bis 1130 Jarl und vielleicht auch erster Herzog im späteren Herzogtum Schleswig sowie von 1129 bis zu seinem Tod letzter Samtherrscher des westslawischen Stammesverbandes der Abodriten. Nach seiner Ermordung wurde er als Heiliger verehrt.


07.01.1078

Nikephoros III. Botaneiates wird zum Kaiser des Byzantinischen Reiches proklamiert.

Nikephoros III. Botaneiates, mittelgriechisch Νικηφόρος Γʹ Βοτανειάτης, war von 1078 bis 1081 Kaiser des byzantinischen Reiches.


07.01.0684

K’inich Kan Bahlam II. besteigt als Nachfolger seines im Vorjahr verstorbenen Vaters K'inich Janaab Pakal I. den Thron von Palenque. Er führt die intensive Bautätigkeit in der Maya-Stadt fort.

K’inich Kan Bahlam II. war ein bedeutender Herrscher (Ajaw) der Maya-Stadt Palenque. Er regierte vom 7. Januar 684 bis zu seinem Tod.


01.01.1970

Der Römische Senat lehnt Gaius Iulius Caesars Vorschlag einer gleichzeitigen Entlassung seines und Gnaeus Pompeius Magnus’ Heeres ab und beauftragt Pompeius mit der Verteidigung Roms gegen den am Rubikon lagernden Caesar.

Der römische Senat war bis zum Ende der Republik die wichtigste Institution des römischen Staates. Die Mitgliedschaft im Senat war im Wesentlichen den ehemaligen Magistraten vorbehalten. Dadurch versammelten sich im Senat die – durch Reichtum, Familienbeziehungen oder Ruf – mächtigsten Männer Roms, was wiederum die Bedeutung des Senats begründete. Denn obwohl seine Beschlüsse nie rechtlich bindend waren, sondern nur Empfehlungen darstellten, bestimmte er bis in die Zeit des Augustus und in Ausnahmesituationen auch noch danach, im Prinzipat und der Römischen Kaiserzeit, die römische Politik. Der Senat bestand bis in die ausgehende Spätantike.