Historische Ereignisse am Mittwoch, 7. Mai

78 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 7. Mai statt — von 558 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 7. Mai 2025 werden an den deutschen Grenzen Asylsuchende grundsätzlich zurückgewiesen, mit Ausnahmen für Kinder, Schwangere und vulnerable Gruppen. Diese Maßnahme markiert eine Verschärfung der Asylpolitik und zeigt die anhaltenden Debatten über Migration in Europa. Historisch betrachtet zeigen sich Parallelen zu früheren politischen Wendepunkten auf dem Kontinent.

Im Jahr 2012 wurde Victor Ponta zum Ministerprädidenten von Rumänien gewählt. Sein Amtsantritt erfolgte in einer Phase wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen für das Land, das sich nach dem Fall des Kommunismus in ein demokratisches System umwandelte. Ponta versuchte, Rumänien näher an westliche Standards herangezuführen und trug zur Integration des Landes in europäische Strukturen bei.

Ein weiteres bedeutsames Ereignis aus der Geschichte des 7. Mai ist die deutsche Eishockey-Weltmeisterschaft 1910 in Gelsenkirchen. Die deutsche Nationalmannschaft besiegte die USA mit 2:1 nach Verlängerung vor einer damaligen Rekordkulisse von 77.803 Zuschauern. Gelsenkirchen liegt im Ruhrgebiet und war zu dieser Zeit bereits ein wichtiges Industriezentrum Deutschlands. Die Stadt entwickelte sich durch Kohleabbau und Stahlindustrie zu einem der wirtschaftlichen Zentren des Landes. Das Eishockey-Spiel zeigte die wachsende Bedeutung des Sports als Massenphänomen und nationales Identitätsmerkmal in der frühen Moderne.

Die Website DayAtlas bietet für jeden Tag umfassende Informationen zu historischen Ereignissen, berühmten Geburtstagen und Todesfällen für beliebige Daten und Orte an.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 8. April.

07.05.2025

An den deutschen Grenzen werden von nun an auch Asylsuchende grundsätzlich zurückgewiesen. Ausnahmen gelten für Kinder, Schwangere und vulnerable Gruppen wie Behinderte oder Schwerstkranke.


07.05.2012

Victor Ponta (PSD) wird zum Ministerpräsidenten von Rumänien gewählt.

Victor-Viorel Ponta ist ein rumänischer Politiker. Seit 2014 hat er auch die serbische Staatsangehörigkeit. Ponta war von 2010 bis 2015 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (PSD) und vom 7. Mai 2012 bis 4. November 2015 Ministerpräsident von Rumänien. Seit 2018 ist er Vorsitzender der Partei Pro România.


07.05.2010

Vor einer Rekordkulisse von 77.803 Zuschauern besiegt die deutsche Eishockeynationalmannschaft im Eröffnungsspiel der 74. Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen die USA mit 2:1 nach Verlängerung.

Die deutsche Eishockeynationalmannschaft ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Spieler. Sie repräsentiert den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) auf internationaler Ebene, zum Beispiel bei den Eishockey-Weltmeisterschaften der IIHF oder den Olympischen Winterspielen, aber auch bei anderen Turnieren wie z. B. dem World Cup of Hockey. Die Mannschaft wird nach der Weltmeisterschaft 2023 in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 5 geführt. 2018 gewann die Mannschaft die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen und wurde von den deutschen Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres gewählt. 2023 errang das Team die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft.


07.05.2009

Die Europäische Union besiegelt auf der Gründungsversammlung in Prag eine „Östliche Partnerschaft“ mit den Staaten Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und Ukraine.

Die Europäische Union (EU) ist ein Staatenverbund aus 27 Staaten, davon 26 in Europa und mit Zypern einem geographisch in Asien liegenden Land. Zur EU gehören geographisch zudem einige Überseegebiete außerhalb des Kontinents. Sie hat insgesamt etwa 450 Millionen Einwohner. Die verbreitetsten Sprachen in der EU sind Deutsch und Französisch unter den Muttersprachen und Englisch als Zweit- oder Fremdsprache.


07.05.2006

In London wird das Highbury, Spielstätte des FC Arsenal, geschlossen und in der Folgezeit abgerissen.

Das Highbury, offiziell Arsenal Stadium, war ein englisches Fußballstadion, das zwischen 1913 und 2006 die Heimspielstätte des FC Arsenal war. Es wurde inzwischen weitgehend abgerissen. Das Stadion befand sich im Londoner Bezirk Islington im gleichnamigen Stadtteil und wurde deshalb auch überwiegend als Highbury bezeichnet. An der Stelle des Stadions befindet sich heute eine Highbury Square genannte Apartment-Anlage.


07.05.2005

In Herford wird das vom Architekten Frank Gehry entworfene Museum für zeitgenössische Kunst und Design Marta Herford eröffnet. Künstlerischer Direktor ist der belgische Kurator Jan Hoet.

Die Hansestadt Herford ist eine große kreisangehörige Stadt mit etwa 67.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im Regierungsbezirk Detmold und ist die Kreisstadt des Kreises Herford.


07.05.2004

Überraschend schnell beschlossene Verfassungsänderungen in der Türkei sollen die Chancen für Verhandlungen bezüglich eines späteren EU-Beitritts erhöhen. Unter anderem wird damit die Todesstrafe in allen Fällen abgeschafft.

Die Türkei ist seit 1923 eine Republik. Nach Artikel 2 der Verfassung ist die Türkei ein demokratischer, laizistischer und sozialer Rechtsstaat. Die Republik Türkei wurde unter der Führung Mustafa Kemal Atatürks gegründet. Ihre aktuelle Verfassung trat am 7. November 1982 in Kraft. Der gegenwärtige Präsident ist Recep Tayyip Erdoğan. Bei der Volksabstimmung im April 2017 haben die Wähler mit knapper Mehrheit für die Umwandlung des seit 1920 bestehenden parlamentarischen Regierungssystems in ein Präsidialsystem gestimmt.


07.05.2003

Papst Johannes Paul II. beruft zum ersten Mal in der Geschichte des Heiligen Stuhls eine Frau an die Spitze einer päpstlichen Akademie; Letizia Pani Ermini, Spezialistin für Mittelalterliche Archäologie, soll der Akademie für Archäologie vorstehen.

Johannes Paul II. war ein polnischer Geistlicher. Er war von seiner Wahl am 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 2005 der 264. Bischof von Rom und damit als Papst Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Sein Pontifikat dauerte 26 Jahre und 5 Monate; ein längeres ist nur für Pius IX. belegt. Johannes Paul II. war der erste Pole auf dem Papstthron und der erste Nicht-Italiener seit 1522. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland Polen zugeschrieben. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 von seinem unmittelbaren Nachfolger, Papst Benedikt XVI. in Rom selig- und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen; sein Gedenktag ist der 22. Oktober, der Tag seiner Inthronisation im Jahre 1978.


07.05.2002

Flug 6136 der China Northern Airlines aus Peking stürzt kurz vor der Ankunft in Dalian, Liaoning, Volksrepublik China, ins Meer. Alle 112 Menschen an Bord sterben.

China-Northern-Airlines-Flug 6136 war der Flug einer SAIC MD-82 der China Northern Airlines am 7. Mai 2002 vom Beijing Capital International Airport zum Flughafen Dalian-Zhoushuizi. Die Maschine stürzte in die Bohai-Bucht. Alle 112 Insassen – 103 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder – wurden bei dem Absturz getötet. Die Ursache des Absturzes war Brandstiftung durch einen Passagier. Dieser hatte kurz zuvor mehrere Lebensversicherungen über eine Summe von ca. 120.000 US-Dollar abgeschlossen. Die meisten Passagiere kamen durch Kohlenmonoxidvergiftung um.


07.05.2001

Ronald Biggs, der am Postzugraub von 1963 beteiligt war, kehrt nach Großbritannien zurück und stellt sich den Behörden.

Ronald Arthur „Ronnie“ Biggs war Mitglied der britischen Räuberbande, die 1963 den spektakulären Postzugraub bei Mentmore, Buckinghamshire, beging und dabei 2,63 Millionen Pfund erbeutete. Nach einer ersten Inhaftierung gelang ihm 1965 die Flucht über Frankreich nach Australien und später nach Brasilien. Nachdem er sich jahrzehntelang der erneuten Verhaftung entziehen konnte, kehrte er 2001 aus gesundheitlichen Gründen nach England zurück, um im Belmarsh-Gefängnis den Rest seiner dreißigjährigen Gefängnisstrafe anzutreten. 2009 wurde Biggs aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes begnadigt und aus der Haft entlassen.


07.05.1999

Der deutsche Bundestag beschließt die „doppelte Staatsbürgerschaft“: Kinder ausländischer Eltern müssen sich bis zum 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit entscheiden.

Die deutsche Staatsangehörigkeit ist die Zugehörigkeit einer natürlichen Person zum deutschen Staat, der Bundesrepublik Deutschland. Daraus werden – wie allgemein aus dem Bürgerrecht – für Bundesbürger spezifische Rechte und Pflichten hergeleitet.


Während des Kosovokrieges wird die chinesische Botschaft in Belgrad von NATO-Bomben getroffen. Vier Menschen sterben, etwa 20 werden verletzt.

Der Kosovokrieg war ein bewaffneter Konflikt in den Jugoslawienkriegen um die Kontrolle des Kosovo vom 28. Februar 1998 bis zum 10. Juni 1999. Konfliktparteien waren die Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK), die Armee Jugoslawiens und serbische Ordnungskräfte sowie ab 1999 die NATO-Streitkräfte unter Führung der Vereinigten Staaten (USA). Der Einsatz der NATO dauerte vom 24. März 1999 als Tag des ersten Luftangriffs bis zum 9. Juni 1999, dem Tag der Einigung bei den Militärverhandlungen.


Nach knapp einjährigem Bürgerkrieg übernimmt der Anführer der Rebellenarmee, Ansumané Mané, das Amt des Staatspräsidenten von Guinea-Bissau von dem gestürzten João Bernardo Vieira, übergibt das Amt jedoch schon sieben Tage später an Malam Bacai Sanhá.

Die Geschichte von Guinea-Bissau umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Guinea-Bissau von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


07.05.1998

In einem Referendum in London stimmt eine Mehrheit für die Einrichtung einer Greater London Authority bestehend aus einer Abgeordnetenversammlung und eines Bürgermeisters für die Region Greater London.

Am 7. Mai 1998 fand ein Referendum über die Einrichtung einer Greater London Authority in London statt. Die Wähler wurden gefragt, ob sie der Einrichtung einer gewählten Vertreterversammlung und eines gewählten Oberbürgermeisters für die Region Greater London befürworteten. Bei sehr niedriger Wahlbeteiligung von 34,1 % stimmte eine große Mehrheit der Abstimmenden für die von der Regierung vorgeschlagenen Einrichtungen.


Daimler-Benz AG und Chrysler Corporation, vertreten durch Jürgen Schrempp und Robert Eaton, geben ihre Fusion zu DaimlerChrysler bekannt.

Die Daimler-Benz Aktiengesellschaft war ein Vorgängerunternehmen der heutigen Mercedes-Benz Group AG. Sie entstand 1926 durch die Fusion der Daimler-Motoren-Gesellschaft mit der Benz & Cie., Rheinische Automobil- und Motorenfabrik. Im Jahr 1998 fusionierten die Daimler-Benz AG und die US-amerikanische Chrysler Corporation zur DaimlerChrysler AG. Nach dem mehrheitlichen Verkauf von Chrysler firmierte der Konzern von 2007 bis 2022 als Daimler AG.


07.05.1997

Stuart Eizenstat veröffentlicht einen nach ihm benannten Bericht über die Geschäfte der Schweiz mit dem Deutschen Reich in der Zeit des Nationalsozialismus.

Stuart Elliot Eizenstat ist ein amerikanischer Diplomat und Anwalt. Er diente den USA unter anderem als Botschafter bei der Europäischen Union von 1993 bis 1996 sowie als stellvertretender Finanzminister von 1999 bis 2001. Mit dem Ende der Clinton-Regierung wechselte Eizenstat in die Privatwirtschaft und ist seitdem Partner der Kanzlei Covington & Burling in Washington, D.C.


07.05.1995

Im zweiten Wahlgang der Wahlen zum französischen Staatspräsidenten gewinnt mit 52,64 % der abgegebenen Stimmen Jacques Chirac vom Rassemblement pour la République (RPR) gegen den Sozialisten Lionel Jospin.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich 1995 fand am 23. April und 7. Mai statt.


07.05.1994

Das Berlin/Bonn-Gesetz tritt in Kraft. Es regelt unter anderem den Umzug von Parlament und Teilen der Regierung von Bonn nach Berlin sowie den Umzug von Bundesbehörden und anderer Bundeseinrichtungen in die Bundesstadt Bonn.

Das Berlin/Bonn-Gesetz regelt unter anderem den Umzug von Parlament und Teilen der Regierung von Bonn nach Berlin sowie den Umzug von Bundesbehörden und anderer Bundeseinrichtungen in die Bundesstadt Bonn. Es ist eine Folge des sogenannten Hauptstadtbeschlusses vom 20. Juni 1991, in dem die Bundeshauptstadt Berlin auch zum Regierungssitz bestimmt wurde. Hauptstadt des vereinigten Deutschlands war Berlin bereits mit dem Einigungsvertrag zum 3. Oktober 1990 geworden. Das Berlin/Bonn-Gesetz wurde am 26. April 1994 verabschiedet.


07.05.1992

Die US-amerikanische Raumfähre Endeavour startet vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu ihrem Jungfernflug, der Space-Shuttle-Mission STS-49.

Eine Raumfähre ist ein wiederverwendbares Transportfahrzeug für die Raumfahrt, das nach einer Weltraummission wie ein Flugzeug landend zum Erdboden zurückkehrt. Wenn eine Raumfähre Orbitalflüge unternimmt, also einen Himmelskörper umkreist, wird sie auch Orbiter genannt.


07.05.1989

In der DDR finden Kommunalwahlen statt. Bürgerrechtler können Wahlfälschung nachweisen, der Protest gegen die manipulierten Wahlen ist ein wichtiger Auslöser für die Ereignisse im Herbst 1989.

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.


07.05.1986

Im Finale des Europapokals der Landesmeister besiegt Steaua Bukarest in Sevilla den FC Barcelona mit 2:0 nach Elfmeterschießen und ist damit der erste osteuropäische Sieger dieses Wettbewerbes; Steauas Torhüter Helmuth Duckadam hält dabei alle vier Strafstöße Barcelonas.

Der Europapokal der Landesmeister 1985/86 war die 31. Auflage des Wettbewerbs. 31 Klubmannschaften nahmen teil, darunter 30 Landesmeister der vorangegangenen Saison und mit Juventus Turin der Titelverteidiger. Albanien meldete keine Mannschaft. Die Vereine aus England waren nach der Katastrophe von Heysel 1985 von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen und der englische Meister der Saison 1984/85 durfte nicht teilnehmen. Das Finale fand am 7. Mai 1986 im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán in spanischen Sevilla statt.


07.05.1984

Peter-Jürgen Boock, Ex-Mitglied der Rote Armee Fraktion, wird in Stuttgart-Stammheim – unter anderem wegen seiner Beteiligung an der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer – zu dreimal lebenslang zuzüglich 15 Jahren Haft verurteilt.

Peter-Jürgen Boock ist ein ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF). Er war an der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer und der Ermordung des Bankiers Jürgen Ponto beteiligt. Vor seiner Verhaftung im Januar 1981 hatte er sich bereits von der RAF losgesagt. 1984/1985 wurde er mehrfach zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt und saß bis 1998 in Haft. Seit seiner Haftentlassung betätigt er sich als Autor.


07.05.1964

Bei einer Raketenvorführung durch Gerhard Zucker zum Zwecke der Postbeförderung auf dem Hasselkopf in Braunlage gibt es einen Unfall, der drei Personen das Leben kostet. Dieser Unfall ist willkommener Anlass, die davon unabhängigen Raketenversuche der Hermann-Oberth-Gesellschaft und der Berthold Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH zu verbieten, da man fürchtet, dass diese Gesellschaften unter ziviler Tarnung Militärtechnologie entwickeln könnten.

Gerhard Zucker war ein deutscher Entwickler von Postraketen.


07.05.1963

Der zivilen Zwecken dienende Kommunikationssatellit Telstar 2 wird mit einer Delta-B-Trägerrakete in eine Umlaufbahn geschossen. Er ersetzt den außer Funktion geratenen Raumflugkörper Telstar 1.

Kommunikationssatelliten sind unbemannte künstliche Satelliten, die die Erde umkreisen und Informations- bzw. Datenübertragung in bestimmten Gebieten der Erdoberfläche ermöglichen.


07.05.1954

Die Kapitulation der französischen Garnison Điện Biên Phủ unter Christian Marie de Castries besiegelt die Niederlage der französischen Truppen gegen die Việt Minh unter Võ Nguyên Giáp in der Schlacht um Điện Biên Phủ und leitet das Ende des Indochinakriegs ein.

Französisch-Indochina war bis zum Ende des Indochinakrieges 1954 der Name der französischen Kolonialgebiete in Indochina auf dem Gebiet des heutigen Laos, Kambodscha und Vietnam.


07.05.1953

In der DDR wird der im März gestorbene sowjetische Machthaber Josef Stalin mit der Benennung von Stalinstadt geehrt. Nach der Entstalinisierung erhält der Ort im Jahr 1961 den Namen Eisenhüttenstadt.

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.


Am Shubert Theatre am Broadway in New York erfolgt die Uraufführung des Musicals Can-Can von Cole Porter.

Das Shubert Theatre ist ein Theater in Manhattan, New York City, 225 West 44th Street. Es wurde nach den Eigentümern, The Shubert Organization, benannt. Das Gebäude wurde von dem Architekten Henry Beaumont Herts errichtet und 1913 eröffnet. Im Theater befinden sich 1.460 Sitze für Besucher. Die am längsten laufende Produktion am Shubert Theatre war das Musical A Chorus Line, das von 1975 bis 1990 lief. Die Verleihung des Tony Awards fand 1967 und 1968, 1974 sowie 1976 bis 1979 und 1985 im Shubert Theatre statt.


07.05.1949

Hans Werner Henzes Oper für Schauspieler Das Wundertheater wird im Theater der Stadt Heidelberg uraufgeführt. Das Libretto stammt von Adolf Friedrich von Schack nach einem Text von Miguel de Cervantes.

Hans Werner Henze war ein deutscher Komponist. Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts.


07.05.1946

In Tokio gründen Morita Akio und Ibuka Masaru das Kommunikationsindustrieunternehmen Tōkyō Tsūshin Kōgyō Kabushiki-gaisha, das ab 1958 unter dem Namen Sony weltbekannt wird.

Akio Morita war ein japanischer Unternehmer. Zusammen mit Ibuka Masaru gründete er den international agierenden japanischen Elektronikkonzern Sony.


07.05.1945

Im operativen Hauptquartier der SHAEF in Reims unterzeichnet Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht mit Wirkung zum 8. Mai, 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Das Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force war während des Zweiten Weltkrieges ab Ende 1943 das Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Nordwest- und Mitteleuropa und erhielt Weisungen von den Combined Chiefs of Staff. Es wurde im Dezember 1943 in London durch die Umbenennung des COSSAC-Stabes gebildet und rund zwei Monate nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht aufgelöst.


Der entmachtete deutsche Reichsmarschall Hermann Göring begibt sich auf der Flucht vor der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs im Salzburger Pinzgau in die Gefangenschaft der 7. US-Armee.

Hermann Wilhelm Göring war ein deutscher nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher. Mitte 1933 wurde er Reichsluftfahrtminister ohne offizielles Ministerium, ab Mai 1935 war er Oberbefehlshaber der Luftwaffe. 1936 bzw. 1937 übernahm er die Führung der deutschen Wirtschaft und des Reichswirtschaftsministeriums.


07.05.1942

Südlich der Salomonen beginnt die zweitägige Schlacht im Korallenmeer im Pazifikkrieg. Sie ist die erste einer Reihe von sogenannten Trägerschlachten, bei denen sich japanische und alliierte See-Einheiten gegenüberstehen.

Die Salomonen [zaloˈmoːnən] bzw. Salomoninseln sind ein Inselstaat in der Südsee. Die Salomonen sind mit rund 750.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Ozeaniens nach Australien, Neuseeland und Fidschi.


07.05.1934

Die Perle Allahs wird vor der philippinischen Insel Palawan von einem Taucher in einer Riesenmuschel gefunden.

Die Perle Allahs, auch Lao-tse-Perle, ist die zweitgrößte bekannte Perle der Welt.


07.05.1927

Der Deutsche Otto Ernst Meyer gründet die brasilianische Fluggesellschaft Varig, die ab dem 15. Juni mit einer Dornier Wal national, ab August auch international fliegt.

Ernst Otto Meyer LaBastille war ein deutscher Auswanderer, der 1921 nach Brasilien ging. Nach amerikanischen Angaben stammt er von einem deutschen Vater und einer französischen Mutter mit haitianischen Wurzeln ab. Er ließ sich unter dem Namen Otto Ernst Meyer in Südamerika naturalisieren, war Gründer und erster Präsident der ehemals größten brasilianischen Fluggesellschaft VARIG.


07.05.1926

Die Uraufführung der Oper Les Malheurs d’Orphée von Darius Milhaud erfolgt am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.

Darius Milhaud war ein französischer Komponist.


07.05.1925

Mit einem großen Fest wird das Deutsche Museum auf der Kohleninsel in München eröffnet, die aus diesem Grund den Namen Museumsinsel erhält. Gerhart Hauptmann hat eigens für den Anlass das Stück Festaktus zur Eröffnung des Deutschen Museums in München verfasst.

Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik in München ist nach Ausstellungsfläche eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Es betreibt als Anstalt des öffentlichen Rechts neben dem Stammhaus auf der Münchner Museumsinsel vier Außenstellen in Bonn, München (Verkehrszentrum), Nürnberg und Oberschleißheim. Erklärtes Ziel ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahezubringen. Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik sowie deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung anhand ausgewählter Beispiele.


07.05.1919

In Versailles erhält die deutsche Delegation den Entwurf des Friedensvertrages der Alliierten zur Beendigung des Ersten Weltkriegs ausgehändigt. Die quasi unabänderbaren Vertragsbedingungen bewirken im Juni den geschlossenen Rücktritt des Kabinetts Scheidemann.

[vɛʀˈsɑːj] ist eine französische Stadt in der Region Île-de-France mit etwa 85.000 Einwohnern. Sie ist Verwaltungssitz des Départements Yvelines (78) und seit 1801 Sitz des Bistums Versailles. Der elegante Wohnort im Einzugsbereich von Paris ist auch Garnisonsstadt und einer der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte des Landes. Er ist weltweit bekannt für das größtenteils für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert erbaute Schloss Versailles und den dort unterzeichneten Friedensvertrag von Versailles von 1919.


07.05.1918

Die Mittelmächte diktieren Rumänien unter dem neuen Ministerpräsidenten Alexandru Marghiloman im Ersten Weltkrieg den Frieden von Bukarest. Das mit der Triple Entente verbündete Land muss aus dem Ersten Weltkrieg ausscheiden und Gebietsabtretungen in Kauf nehmen: ein Großteil der Dobrudscha geht an Bulgarien und einige Gebirgsregionen an Österreich-Ungarn. Im Gegenzug endet die deutsche Besetzung des Landes.

Als Mittelmächte wird das Militärbündnis des Deutschen Reiches und Österreich-Ungarns mit dem Osmanischen Reich und dem Königreich Bulgarien bezeichnet, das im Ersten Weltkrieg den aus den Ententemächten hervorgegangenen Alliierten und Assoziierten Mächten unterlag. Sein Name ergibt sich aus der mittleren, zentral-europäischen Lage der beiden ursprünglichen Zweibund-Partner Deutschland und der K.u.K.-Doppelmonarchie. Das Osmanische Reich schloss sich ihnen Ende 1914 und Bulgarien im Herbst 1915 an.


07.05.1915

Bei der Versenkung des britischen Passagier- und Frachtschiffs Lusitania durch das deutsche U-Boot U-20 vor der Küste Irlands sterben 1195 Menschen. Da sich 128 US-amerikanische Staatsangehörige unter den Todesopfern befinden, kommt es zu einer diplomatischen Krise zwischen dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten.

Die Lusitania war ein Passagierschiff der britischen Reederei Cunard Line. Das nach der römischen Provinz Lusitania benannte Schiff wurde ab 1907 als Royal Mail Ship im Transatlantikverkehr zwischen Liverpool und New York City eingesetzt und war bis zur Indienststellung des Schwesterschiffs Mauretania das größte Schiff der Welt. Die beiden Turbinenschiffe setzten bei Abmessungen, Antrieb und Ausstattung neue Maßstäbe im Schiffbau und stellten einen wesentlichen Entwicklungsschritt hin zum modernen Passagierschiff dar.


07.05.1909

Papst Pius X. beauftragt die Jesuiten mit der Gründung des Päpstlichen Bibelinstituts in Rom.

Pius X. war von 1903 bis 1914 der 257. Papst der römisch-katholischen Kirche. Er wurde 1954 von Papst Pius XII. heiliggesprochen. Pius X. wird häufig als „konservativer Reformpapst“ bezeichnet, weil er sich entsprechend seinem Wahlspruch Instaurare omnia in Christo um innerkirchliche Reform und Erneuerung bemühte, um die katholische Kirche im Kampf gegen Einflüsse der Moderne zu stärken.


07.05.1907

Carl Hagenbeck eröffnet in Hamburg einen Zoo, in dem erstmals wilde Tiere im Freiland gehalten werden. Der Verzicht auf Käfige im Tierpark Hagenbeck wird zum Vorbild für weitere Zoos.

Carl Gottfried Wilhelm Heinrich Hagenbeck war ein deutscher Tierhändler und Zoodirektor. Er etablierte außerdem die sogenannten Völkerschauen, bei denen indigene Menschen vornehmlich in zoologischen Gärten zur Schau gestellt wurden. Seine über 50 Völkerschauen gingen jeweils auf Tournee durch verschiedene Städte im Deutschen Reich und in Europa. Er revolutionierte und beeinflusste weltweit die Zooarchitektur durch die Erfindung naturalistischer Freigehege.


07.05.1902

Der Ausbruch des Vulkans Soufrière auf der Karibikinsel St. Vincent fordert 1680 Menschenleben. Der Ausbruch fällt mitten in die Vorboten für den Ausbruch der Montagne Pelée auf der Nachbarinsel Martinique.

Der Soufrière ist ein aktiver Stratovulkan auf der Karibikinsel St. Vincent in den zu den Westindischen Inseln gehörenden Kleinen Antillen. Er überragt mit einer Gipfelhöhe von 1220 m den nördlichen Inselteil und ist der höchste Berg des Staats St. Vincent und die Grenadinen.


07.05.1895

Geschichte des Hörfunks: Der russische Physiker Alexander Popow schildert den Empfang elektrischer Schwingungen von Blitzen und zeigt ein geeignetes Detektionsgerät. Die Sowjetunion erklärt daher ab 1945 den 7. Mai zum Tag des Radios.

Die Hörfunkgeschichte umfasst die Entwicklung des Hörfunks und der dazugehörenden Geräte wie Antennen und Radioempfängern. Sie beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts und ist eng verbunden mit der Geschichte des Telefons und der drahtlosen Telegrafie sowie Fortschritten in der Physik auf den Gebieten der Elektrizität und des Magnetismus.


07.05.1875

Der japanische Gesandte Enomoto Takeaki schließt mit der russischen Regierung den Vertrag von Sankt Petersburg: Die Insel Sachalin wird vollständig russisches Staatsgebiet. Im Gegenzug erhält Japan alle Kurilen-Inseln nördlich der 1855 im Vertrag von Shimoda ausgehandelten Grenze.

Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.


07.05.1867

In London beginnt die zweite Londoner Konferenz unter der Teilnahme von Vertretern der Großmächte Großbritannien, Frankreich, Preußen und Russland. Ziel ist es, die Luxemburgkrise zwischen dem französischen Kaiser Napoleon III. und dem preußischen Kanzler Otto von Bismarck beizulegen.

Die Londoner Konferenz vom 7. bis 11. Mai 1867 war ein Zusammentreffen in der britischen Hauptstadt London, welche über die Zukunft Luxemburgs entschied. Den Vertragstext der Konferenz nennt man auch den Zweiten Londoner Vertrag.


07.05.1866

Ferdinand Cohen-Blind verübt auf der Straße Unter den Linden in Berlin ein Attentat auf Otto von Bismarck, um den drohenden Bruderkrieg gegen Österreich abzuwenden. Bismarck wird kaum verletzt und entwaffnet den Attentäter anschließend selbst. Dieser begeht in der Nacht im Polizeigewahrsam Selbstmord.

Ferdinand Cohen-Blind verübte am 7. Mai 1866 ein Attentat auf Otto von Bismarck.


07.05.1860

Die bereits 1841 entstandene komische Oper Rita ou Le mari battu von Gaetano Donizetti wird postum an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt. Das im Original französische Libretto stammt von Gustave Vaëz. Die Titelrolle wird von Caroline Lefèbvre Faure gesungen.

Die Opéra-comique ist eine Gattung der Oper, die im Paris des 17. Jahrhunderts aus der Vorstadtkomödie mit Musikeinlagen (Vaudeville) entstand und bis ins 19. Jahrhundert existierte. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die musikalischen Nummern nicht durch gesungene Rezitative, sondern durch gesprochene Dialoge verbunden sind. Pendants dazu sind im deutschen Sprachgebiet das Singspiel bzw. die Spieloper, im englischen die Ballad Opera.


07.05.1857

85 indische Angehörige (Sepoys) der britischen Garnison in Merath, Britisch-Indien, weigern sich, das neue Enfield-Gewehr zu verwenden, bei deren Patronen gerüchteweise Rindertalg und Schweineschmalz verarbeitet worden ist. Ihre harsche Bestrafung zwei Tage später führt zum Sepoy-Aufstand, der bis 1858 dauern wird.

Sepoy ist die Bezeichnung für die mit Musketen bewaffneten indischen Soldaten des Mogulreiches, der Britischen Ostindien-Kompanie, sowie der British Indian Army während der britischen Kolonialherrschaft in Indien. In den portugiesischen Kolonien in Indien und Südostasien wurden die Soldaten analog Sipaio oder Cipaio genannt.


In Stuttgart gründen Ernst Staengel und Karl Ziller eine Kakao- und Schokoladenfabrik, die Waren unter dem Markennamen Eszet herstellt.

Ernst Staengel war ein deutscher Schokoladenfabrikant.


07.05.1850

Die Schweizer Bundesversammlung erlässt das erste Eidgenössische Münzgesetz, wonach der Franken, eingeteilt in 100 Rappen, zur Einheitswährung in der Schweiz wird.

Die Bundesversammlung ist das Parlament der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es besteht aus zwei gleichgestellten Kammern: dem 200 Mitglieder zählenden Nationalrat und dem 46-köpfigen Ständerat, die häufig unter dem Begriff eidgenössische Räte zusammengefasst werden.


07.05.1848

Das nationale Satireblatt Kladderadatsch von Heinrich Albert Hofmann und David Kalisch erscheint in Berlin erstmals. Die Auflage von 4000 Stück ist noch am gleichen Tag vergriffen.

Kladderadatsch war eine deutschsprachige politisch-satirische Zeitschrift, die von 1848 bis 1944 regelmäßig wöchentlich herausgegeben wurde. Der Name der Zeitschrift ist hergeleitet vom lautmalerischen Berliner Ausdruck Kladderadatsch, der etwa bedeutet „etwas fällt herunter und bricht mit Krach in Scherben“. Der Zeitschriftentitel machte den Ausdruck so populär, dass er zum politischen Schlagwort wurde, das ironisch gebraucht – vor allem von August Bebel – den Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft charakterisierte.


07.05.1842

Während des Hamburger Brandes, der am 5. Mai begonnen hat, brennt die Petrikirche nieder, ebenso die Gertrudenkapelle. Der Brand kann bis zum nächsten Tag nicht unter Kontrolle gebracht werden.

Der Hamburger Brand war ein verheerender Stadtbrand in Hamburg, der zwischen dem 5. Mai und dem 8. Mai 1842 große Teile der Altstadt zerstörte. Im Zusammenhang mit der Hamburger Geschichte wird häufig auch nur vom Großen Brand gesprochen. Das Feuer war noch in einer Entfernung von über 50 Kilometern sichtbar. Es gab Berichte, wonach man sogar in der Gegend von Spandau am 5. Mai „in der Richtung nach Hamburg zu eine eigenthümliche Rauchwolke und Nachts einen Lichtschein gesehen hatte, was man sich nun durch den Hamburger Brand“ erklärte. Zeitgenossen bezeichneten den Brand von Hamburg „seit jenem von Moskau“ als „wohl de[n] größte[n] im Norden unseres Welttheiles“.


07.05.1840

Der Great Natchez Tornado tötet in Natchez, Mississippi, 317 Menschen. Er ist damit der zweitschlimmste Tornado in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Der Great Natchez Tornado zerstörte am 7. Mai 1840 weite Teile der Stadt Natchez, Mississippi, sowie viele Flachboote auf dem Mississippi. Der Wirbelsturm forderte in Mississippi und Louisiana insgesamt 317 Todesopfer. Er wäre nach der damals noch nicht existierenden Fujita-Skala wohl als F5 einzustufen gewesen.


07.05.1832

Auf der Londoner Konferenz einigen sich Großbritannien, Frankreich und Russland, das mit dem Londoner Protokoll von 1830 im Februar neu geschaffene Griechenland als unabhängiges Königreich zu gestalten und sind mit Otto von Wittelsbach als dessen künftigem Herrscher unter der Bedingung einverstanden, dass es nicht zu einer Vereinigung mit dem Königreich Bayern kommen darf. Für seinen Gebietsverlust wird das Osmanische Reich finanziell entschädigt.

Auf der Londoner Konferenz im Mai 1832 berieten Großbritannien, Frankreich und Russland, die am 3. Februar 1830 im Londoner Protokoll die Gründung des Staates Griechenland erklärt und damit den griechischen Unabhängigkeitskampf vom Osmanischen Reich entschieden hatten, über die weitere Entwicklung, nachdem Ioannis Kapodistrias, das erste Staatsoberhaupt, im Oktober 1831 ermordet worden war.


07.05.1824

Der völlig ertaubte Ludwig van Beethoven dirigiert gemeinsam mit Michael Umlauf im Theater am Kärntnertor in Wien die Uraufführung seiner 9. Sinfonie. Die Gesangsparts werden von Henriette Sontag (Sopran), Caroline Unger (Alt), Anton Haizinger (Tenor) und Joseph Seipelt (Bariton) dargeboten. Das Werk ruft frenetischen Jubel beim Publikum hervor.

Ludwig van Beethoven [fʌn ˈbeːtˌhoːfn̩] war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er wird zu den überragenden Komponisten der Musikgeschichte gezählt.


07.05.1809

Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte behauptet in Wien, Papst Pius VII. habe als weltlicher Herrscher aufgehört zu regieren, und annektiert damit den Kirchenstaat.

Erstes Kaiserreich ist eine von Historikern verwendete Bezeichnung für die Periode von 1804 bis 1814 und 1815 in der Geschichte Frankreichs. Der offizielle Staatsname war Französisches Kaiserreich. Während dieser Zeit war der französische Staat staatsrechtlich eine zentralistische konstitutionelle Monarchie, wurde aber in der Praxis von Kaiser Napoleon I. weitgehend autokratisch regiert.


07.05.1800

US-Präsident John Adams unterzeichnet ein Gesetz, mit dem aus einem Teil des Nordwestterritoriums das Indiana-Territorium als Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten hervorgeht. Das Gesetz tritt am 4. Juli in Kraft.

John Adams war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und von 1789 bis 1797 der erste Vizepräsident sowie nach George Washington von 1797 bis 1801 der zweite Präsident der Vereinigten Staaten.


07.05.1791

Mit August Wilhelm Ifflands Schauspiel Die Jäger wird das von Großherzog Carl August gegründete Weimarer Hoftheater im Komödienhaus von Johann Wolfgang von Goethe eröffnet.

August Wilhelm Iffland war ein deutscher Schauspieler, Intendant und Schriftsteller und Dramatiker.


07.05.1776

In Berlin findet die Uraufführung des Singspiels Der Barbier von Sevilla von Friedrich Ludwig Benda nach dem Theaterstück Le Barbier de Séville von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais statt. Das Libretto stammt von Gustav Friedrich Großmann.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


07.05.1765

Die Victory, später das Flaggschiff des Admirals Horatio Nelson in der Schlacht von Trafalgar, läuft vom Stapel.

Die Victory, auch HMS Victory, ist ein Linienschiff ersten Ranges, das Anfang der 1760er-Jahre für die Royal Navy gebaut wurde. Bekanntheit erlangte die Victory als Flaggschiff von Vizeadmiral Nelson in der Seeschlacht von Trafalgar. Sie ist das älteste in Dienst befindliche Kriegsschiff und liegt heute im Portsmouth Historic Dockyard im Trockendock, wo sie als Flaggschiff des Ersten Seelord und als Museumsschiff dient.


07.05.1763

Mit einem erfolglosen Angriff auf Fort Detroit beginnt der Pontiac-Aufstand, eine große Revolte mehrerer Indianerstämme unter Ottawa-Häuptling Pontiac gegen die britische Kolonialherrschaft an den Großen Seen.

Fort Pontchartrain du Détroit oder Fort Detroit war ein im Jahre 1701 vom französischen Offizier Antoine de la Mothe Cadillac errichtetes Fort, das bis 1796 bestand. Das Areal, auf dem sich früher das Fort befand, liegt heute in der US-amerikanischen Stadt Detroit, Michigan, zwischen der Larned Street, der Griswold Street und dem Civic Center.


07.05.1747

In Potsdam trifft Johann Sebastian Bach mit König Friedrich II. von Preußen zusammen. Auf Basis eines durch den König vorgegebenen Flötenthemas improvisiert Bach eine mehrstimmige Fuge und arbeitet das Thema später zum „Musikalischen Opfer“ aus.

Johann Sebastian Bach war ein deutscher Komponist, Organist, Cembalist und Violinist des Barocks. Er war der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und in seiner Hauptschaffensperiode Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig.


07.05.1718

Der französische Kolonist Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gründet am Mississippi eine Stadt und benennt sie zu Ehren von Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans, La Nouvelle-Orléans, das heutige New Orleans.

Jean-Baptiste Le Moyne, Sieur de Bienville war ein französischer Adliger, Marineoffizier und Gouverneur der französischen Kolonie Louisiana.


07.05.1664

Im Schloss Versailles beginnt das erste große mehrtägige Fest Ludwigs XIV. mit seinem Hof, das bis zum 14. Mai dauern wird.

Das Schloss Versailles in der gleichnamigen Nachbarstadt von Paris ist eine der größten Palastanlagen Europas und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Der Barockbau, dessen größte Ausdehnung mehr als einen halben Kilometer beträgt, gilt als ein Höhepunkt europäischer Palastarchitektur und diente vom 17. bis zum 19. Jahrhundert als Vorbild für zahlreiche weitere Schlossbauten.


07.05.1621

Kaiserliche Truppen unter Charles Bonaventure de Longueval nehmen die von Einheiten des Siebenbürger Fürsten Gabriel Bethlen gehaltene Stadt Pressburg in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs ein.

Charles Bonaventure de Longueval, Comte de Bucquoy, auch Boucquoi oder Buquoy war im Dreißigjährigen Krieg erfolgreicher Feldherr sowie Feldmarschall der Habsburgermonarchie, der die Militärstrategie der Kaiserlichen maßgeblich beeinflusste.


07.05.1525

Im Deutschen Bauernkrieg nehmen Aufständische unter der Leitung von Götz von Berlichingen die Stadt Würzburg ein, die Festung Marienberg widersteht dem Landvolk.

Als Deutscher Bauernkrieg wird die Gesamtheit der Aufstände von Bauern, Städtern und Bergleuten bezeichnet, die 1524 aus ökonomischen und religiösen Gründen zunächst im süddeutschen Raum, später in weiten Teilen Thüringens, Sachsens, Frankens, in Tirol und in der Eidgenossenschaft ausbrachen. In deren Verlauf stellten die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten. In Schwaben, Franken, dem Elsass, Deutsch-Lothringen und Thüringen wurden die Aufstände 1525, im Kurfürstentum Sachsen und in Tirol 1526 von Grund- und Landesherren niedergeschlagen, wobei schätzungsweise zwischen 70.000 und 75.000 Menschen getötet wurden. Dem Bauernkrieg waren Aufstände in Livland, Ungarn (Dózsa-Aufstand), England und der Schweiz vorausgegangen.


07.05.1520

Mit dem Neubrandenburger Hausvertrag wird die Teilung Mecklenburgs in Mecklenburg-Güstrow unter Albrecht VII. und Mecklenburg-Schwerin unter Heinrich V. festgelegt. Das Herzogtum Mecklenburg wird aber immer noch als einheitliches Ganzes gesehen.

Der Neubrandenburger Hausvertrag regelte die formelle Teilung des Herzogtums Mecklenburg nach dem Tod des mecklenburgischen Herzogs Magnus II. Dessen Söhne Heinrich V. und Albrecht VII. regierten das Herzogtum Mecklenburg zunächst gemeinsam. Doch Albrecht sprach sich für eine Teilung der Herrschaftsbereiche aus. Differenzen zwischen den beiden Brüdern bestanden u. a. über die Haltung zur Reformation. Während Heinrich sie, zunächst vorsichtig, unterstützte, lehnte Albrecht sie ab.


07.05.1429

Während der Belagerung von Orléans im Hundertjährigen Krieg gelingt den Franzosen unter Étienne de Vignolles in Anwesenheit von Jeanne d’Arc die Eroberung der letzten von den Engländern gehaltenen Festung Les Tourelles.

Die Belagerung von Orléans durch die Engländer im Hundertjährigen Krieg begann am 7. Oktober 1428 und endete am 8. Mai 1429; sie gilt als Wendepunkt des Krieges. Der Sieg brachte den Übergang über die Loire wieder in französische Hand und öffnete dem französischen König Karl VII. den Weg zur Krönung in der Kathedrale von Reims.


07.05.1379

Die Seeschlacht bei Pola entscheiden die Genueser nach anfänglichen Erfolgen der Venezianer für sich. Beide Seerepubliken kämpfen während des Chioggia-Krieges um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer.

Die Seeschlacht bei Pola war eine der Schlachten im sogenannten Chioggia-Krieg, der zwischen den Seerepubliken Genua und Venedig um die Vorherrschaft im Mittelmeer ausgetragen wurde. Die heute kroatische Stadt Pula liegt in der nördlichen Adria, an der Südspitze Istriens.


07.05.1342

Nach zwölftägiger Sedisvakanz wird Pierre Roger als Nachfolger von Benedikt XII. zum Papst gewählt, der sich den Namen Clemens VI. gibt.

Sedisvakanz drückt aus, dass ein kirchliches Amt unbesetzt ist, weil der Amtsträger aus dem Amt geschieden, aber noch kein Nachfolger eingeführt ist. Mit dem leeren, unbesetzten oder verwaisten Stuhl ist die Kathedra, der Lehrstuhl eines Bischofs, im Falle des Papstes die Kathedra des Bischofs von Rom, gemeint.


07.05.1274

Das von Papst Gregor X. einberufene Zweite Konzil von Lyon wird eröffnet. Es befasst sich mit einer möglichen Beendigung des Morgenländischen Schismas durch eine Union der römisch-katholischen mit der Ostkirche, einem weiteren Kreuzzug und Kirchenreformen. Rund 400 Kirchenmänner nehmen an dem Konzil teil.

Gregor X. war Papst von 1271 bis 1276. Er berief das Zweite Konzil von Lyon ein, auf dem festgelegt wurde, dass Papstwahlen künftig als Konklave durchzuführen seien. Seiner Wahl zum Papst ging eine dreijährige Sedisvakanz voraus.


07.05.1259

Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden verleiht der Stadt Köln das Stapelrecht. Alle Waren müssen nunmehr den städtischen Bürgern drei Tage lang angeboten werden, auch die auf dem Rhein transportierten. Der Mülheimer Hafen profitiert in der Folge vom Umgehen dieser Pflicht.

Konrad von Hochstaden, auch Konrad von Are-Hochstaden war als Konrad I. von 1238 bis 1261 Erzbischof von Köln.


07.05.1241

König Wenzel von Böhmen unterzeichnet auf dem Königstein die Oberlausitzer Grenzurkunde, mit der die Grenzen zwischen der zum Königreich Böhmen gehörenden Oberlausitz und den Besitzungen des Bischofs von Meißen definiert werden. Viele der Oberlausitzer Orte, die im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus gegründet worden sind, werden hier erstmals schriftlich erwähnt.

Wenzel I. Přemysl entstammte der Dynastie der Přemysliden und war von 1230 bis 1253 König von Böhmen.


07.05.1190

Im von Friedrich Barbarossa geführten Dritten Kreuzzug besiegt eine Vorhut der Kreuzfahrer unter Friedrich VI. von Schwaben ein Heer der Rum-Seldschuken in der Schlacht bei Philomelion.

Friedrich I., genannt Barbarossa, aus dem Adelsgeschlecht der Staufer, war von 1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.


07.05.1189

Eine Siedlung am westlichen Alsterufer, welche zuvor von Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein gegründet worden ist, erhält durch einen angeblichen kaiserlichen Freibrief Friedrich Barbarossas weitgehende handels- und stadtrechtliche Privilegien. Dieses Diplom gilt als Gründungsurkunde Hamburgs.

Die Alster ist ein 56 Kilometer langer Nebenfluss der Elbe und fließt durch Süd-Holstein und Hamburg. Der bekannteste und prägnanteste Teil der Alster ist der Alstersee, der im innerstädtischen Gebiet Hamburgs durch die Binnen- und Außenalster gebildet wird. Die Bebauung um die Binnenalster herum ist vielfach von weißen Fassaden und kupfergedeckten Dächern gründerzeitlicher Büro- und Geschäftshäuser geprägt.


07.05.1104

In der Schlacht von Harran bezwingen die Seldschuken ein vereintes Kreuzritterheer aus dem Fürstentum Antiochia und der Grafschaft Edessa. Es ist die erste größere Schlacht gegen die während des Ersten Kreuzzugs neu gegründeten Staaten.

Die Schlacht von Harran fand am 7. Mai 1104 zwischen den Kreuzfahrerstaaten Antiochien und Edessa auf der einen und den Seldschuken auf der anderen Seite statt. Es war die erste größere Schlacht gegen die während des Ersten Kreuzzugs neu gegründeten Staaten.


07.05.0973

Otto II., Mitkaiser seit 967, wird nach dem Tod seines Vaters Otto I. alleiniger Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Otto II. aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger war römisch-deutscher Kaiser von 973 bis 983.


07.05.0558

Die sehr flache Kuppel der Hagia Sophia stürzt bei einem Erdbeben in Konstantinopel ein. Sie wird in den folgenden Jahren wieder aufgebaut.

Die Hagia Sophia oder Sophienkirche befindet sich in Eminönü, einem Stadtteil im europäischen Teil Istanbuls. Die von 532 bis 537 n. Chr. erbaute ehemalige byzantinische Kirche wurde von 1453 bis 1935 – und wird wieder seit 2020 – als Moschee genutzt. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum.