Historische Ereignisse am Sonntag, 7. September
88 bedeutende Ereignisse fanden am Sonntag, 7. September statt — von 878 bis 2025. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 7. September 2025 ereignet sich eines der spektakulärsten astronomischen Phänomene des Jahres: eine totale Mondfinsternis, die von Europa, Afrika, Asien und Australien aus sichtbar sein wird. Das Ereignis reiht sich in eine lange Reihe von historischen Begebenheiten ein, die sich an diesem Septembertag zugetragen haben.
Am 7. September 2011 endete für die Eishockeymannschaft des Klubs Lokomotive Jaroslawl eine tragische Geschichte. Ein Flugzeug der Fluggesellschaft YAK-Service stürzte in der Nähe der russischen Stadt ab und tötete 44 Menschen, darunter nahezu die gesamte Spielermannschaft des renommierten Eishockeyclubs. Das Unglück erschütterte nicht nur die Sportgemeinde, sondern das gesamte Land. Ein weiteres bedeutendes finanzielles Ereignis liegt auf diesem Datum im Jahr 2008, als die zuständige Aufsichtsbehörde in den USA die Kontrolle über die Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac übernahm, um deren unmittelbar bevorstehenden Bankrott während der globalen Finanzkrise abzuwenden. Diese Rettungsmaßnahme sollte grundlegend für die Stabilisierung des amerikanischen Finanzmarktes sein.
Nikita Chruschtschow prägte die sowjetische Politik maßgeblich, nachdem er am 7. September 1953 Georgi Malenkow als Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei ablöste. Diese Machtverschiebung markierte den Beginn einer neuen Ära in der Sowjetunion und führte zu tiefgreifenden innenpolitischen Veränderungen. Chruschtschows Amtszeit sollte sich später durch Entstalinisierungsmaßnahmen und eine neue Außenpolitik auszeichnen.
Bei klarem Himmel über der nördlichen Hemisphäre zeigt sich der Mond in der Phase des Vollmonds. Der Himmel präsentiert sich bei moderaten Temperaturen und leichtem Wind. Für diejenigen, die unter dem Sternzeichen Jungfrau geboren sind, bietet dieser Tag eine besondere Konstellation. Das Informationsportal DayAtlas dokumentiert für jeden beliebigen Tag und jeden Ort die meteorologischen Bedingungen, historische Ereignisse sowie berühmte Geburts- und Sterbedaten und stellt diese Daten nutzerfreundlich zur Verfügung.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 20. April.
07.09.2025
Totale Mondfinsternis mit Sichtbarkeit in Europa, in Afrika, in Asien und in Australien.
Die totale Mondfinsternis vom 7. September 2025 war die zweite der beiden Mondfinsternisse im Jahr 2025. Sie konnte in Europa, in Afrika, in Asien und in Australien beobachtet werden. In Mitteleuropa war sie während des Aufgangs des Mondes in den Abendstunden zu sehen.
07.09.2011
Beim Absturz von YAK-Service-Flug 9633 nahe Jaroslawl kommen 44 Menschen ums Leben, darunter nahezu die gesamte Mannschaft des Eishockeyclubs Lokomotive Jaroslawl.
Der YAK-Service-Flug 9633 war ein Charterflug, auf dem am 7. September 2011 eine Jakowlew Jak-42D beim Start vom Flughafen Tunoschna bei Jaroslawl in Russland verunglückte. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Unfall, weil nahezu die gesamte Mannschaft des Eishockeyclubs Lokomotive Jaroslawl ums Leben kam.
07.09.2008
In den USA übernimmt die zuständige Aufsichtsbehörde die Kontrolle über die beiden größten, von der Weltfinanzkrise erfassten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac. Sie wendet damit den drohenden Bankrott dieser Kreditinstitute ab.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.
07.09.2007
Im Pascal-Prozess spricht das Landgericht Saarbrücken zwölf Angeklagte vom Vorwurf des Mordes und des sexuellen Missbrauchs in zahlreichen Fällen frei. Das Urteil wird später vom Bundesgerichtshof bestätigt.
Der Pascal-Prozess war ein Strafprozess vor dem Landgericht Saarbrücken, der den mutmaßlichen Mord an einem Jungen namens Pascal aufklären sollte, der im Herbst 2001 spurlos verschwunden war. Das fast dreijährige Verfahren, das als einer der spektakulärsten und langwierigsten Prozesse der saarländischen Justizgeschichte gilt, endete vor der 1. Strafkammer im September 2007 nach 147 Verhandlungstagen und 294 Zeugenvernehmungen mit Freisprüchen für alle zwölf Angeklagten.
Die sechste Rugby-Union-Weltmeisterschaft beginnt in Frankreich.
Die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 fand vom 7. September bis zum 20. Oktober 2007 in Frankreich, Wales und Schottland statt. Es war die sechste Weltmeisterschaft im vierjährlichen Turnierzyklus, der vom Weltverband International Rugby Board organisiert wird, und die dritte in der nördlichen Hemisphäre. Für die Austragung der Weltmeisterschaft hatte sich neben Frankreich auch England beworben.
07.09.2004
Die Wikimedia Commons werden gestartet, ein Aufbewahrungsort für freie Bilder, Musik, Videos und gesprochene Texte.
Wikimedia Commons ist eine internationale Sammlung von freien Bildern, Videos und Audiodateien. Betreiberin ist die Wikimedia Foundation (USA). Die Datenbank ist mit Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten verknüpft, so dass die Dateien, hauptsächlich Bilder, in Wikipedia direkt aus Commons eingebunden werden können. Das Medienarchiv ist kostenfrei und zum Aufrufen ohne Anmeldung nutzbar. Der Name leitet sich vom englischen Wort “commons” ab, im Sinne eines Ortes, den alle Dorfbewohner nutzen dürfen.
Der Hurricane Ivan trifft auf Grenada und zerstört 85 % der Häuser auf der Insel. 39 Menschen kommen ums Leben.
Hurrikan Ivan war der neunte benannte tropische Sturm, der sechste Hurrikan und der vierte starke Hurrikan der atlantischen Hurrikan-Saison 2004. Er bildete sich am 2. September als tropisches Tief, wurde am 3. September als tropischer Sturm und am 5. September als Hurrikan eingestuft. Er war vom kapverdischen Typ und erreichte die höchstmögliche Stufe 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala. Ivan erreichte bereits wenige Tage nach seiner Entstehung eine beispiellose Intensität. Der gemessene minimale Kerndruck von 910 hPa machen ihn zum neuntstärksten atlantischen Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die geschätzten Schäden in den USA von 13 Milliarden US-Dollar machen ihn zum damals fünftteuersten Hurrikan in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
07.09.2001
In der UN-Vollversammlung beschließen die Mitgliedsländer einstimmig, ab 2002 den 21. September als Weltfriedenstag zu begehen.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen, kurz UN-Vollversammlung, ist die Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Sie tritt jährlich im September am UN-Hauptquartier in New York City zusammen. Jeder Mitgliedstaat darf durch bis zu fünf Personen in einer Sitzung vertreten sein. Zum ersten Mal trat die Vollversammlung, damals mit Abgesandten aus 51 Staaten, am 10. Januar 1946 in der Londoner Westminster Central Hall zusammen.
07.09.1999
Ein Erdbeben der Stärke 6,0 fordert in Griechenland 143 Menschenleben.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
07.09.1997
Der Prototyp des Jagdflugzeugs Lockheed Martin F-22 Raptor wird beim Erstflug getestet.
Ein Prototyp stellt in der Technik ein für die jeweiligen Zwecke funktionsfähiges, oft aber auch vereinfachtes Versuchsmodell eines geplanten Produktes oder Bauteils dar. Es kann dabei nur rein äußerlich oder auch technisch dem Endprodukt entsprechen. Ein Prototyp dient oft als Vorbereitung einer Serienproduktion, kann aber auch als Einzelstück geplant sein, das nur ein bestimmtes Konzept illustrieren soll. Mit dem Prototyp wird einerseits die Tauglichkeit, andererseits die Akzeptanz geprüft. Entsprechend ist der Prototyp auch ein wesentlicher Entwicklungsschritt im Rahmen des Designs und wird nicht nur in technischen Zusammenhängen genutzt.
Im französischen Aiguebelette-le-Lac enden die Ruder-Weltmeisterschaften. Deutschland ist mit fünf Goldmedaillen sowie je zweimal Silber und Bronze die erfolgreichste Nation.
Aiguebelette-le-Lac [ɛɡbəlɛt lə lak] ist ein Dorf und eine Gemeinde mit 255 Einwohnern im französischen Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Gemeinde gehört zum Kanton Le Pont-de-Beauvoisin im Arrondissement Chambéry und ist Mitglied im Gemeindeverband Le Lac d’Aiguebelette. Die Einwohner werden Gabellans oder Aiguebelletois genannt.
07.09.1996
Auf den Rapper Tupac Shakur wird in Las Vegas ein Attentat in seinem Auto verübt. Am 13. September stirbt er an seinen Verletzungen.
Tupac Amaru Shakur, auch bekannt unter seinen Pseudonymen 2Pac und Makaveli, war ein US-amerikanischer Rapper. Auch nach seinem Tod waren Archivaufnahmen Verkaufserfolge. Bis zum Jahr 2010 wurden weltweit etwa 75 Millionen Tonträger Shakurs verkauft.
07.09.1995
Der französische Kernwaffentest vom Vortag auf dem Mururoa-Atoll löst auf Tahiti schwere Unruhen aus.
Als ein Kernwaffentest wird klassischerweise die Zündung eines nuklearen Sprengsatzes zu Testzwecken, vor allem zur Messung und Dokumentation von Stärke und Auswirkungen einer Kernwaffenexplosion verstanden. Der jeweils erste erfolgreiche konventionelle Test eines Landes ist zugleich ein Nachweis dafür, dass ein Land in der Lage dazu ist, eine Atombombe zu bauen, oder dass es eine Atommacht ist. Moderne Kernwaffentests werden jedoch hauptsächlich in Rechenzentren bzw. durch Supercomputer simuliert.
07.09.1994
Der Wahlausschuss des deutschen Bundestages bestimmt Jutta Limbach zur Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts.
Der Deutsche Bundestag ist die gewählte Volksvertretung sowie als Parlament das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag hat seinen Sitz in Berlin. Im politischen System Deutschlands wird der Deutsche Bundestag als einziges Verfassungsorgan des Bundes unmittelbar vom Staatsvolk der deutschen Staatsbürger gewählt. Als Repräsentationsorgan handelt der Bundestag bei Wahrnehmung seiner Aufgaben aus eigenem Recht, nicht kraft Delegation, Auftrags oder ihm von dritter Seite erteilter Vertretungsmacht. Die Entscheidungen, die er trifft, werden dem deutschen Volk – wie die Entscheidungen der übrigen Staatsorgane – zugerechnet; „der Wille des Parlaments gilt als (hypothetischer) Volkswille“.
07.09.1987
Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, trifft zu einem offiziellen Besuch der Bundesrepublik Deutschland in Bonn ein.
Das Amt des Vorsitzenden des Staatsrats oder Staatsratsvorsitzenden der Deutschen Demokratischen Republik wurde im Jahre 1960 anstelle des bisherigen Amtes des Präsidenten der DDR geschaffen, das seit 1949 bis dahin von Wilhelm Pieck bekleidet worden war. Verfassungsrechtlich galt zwar der Staatsrat der DDR als kollektives Staatsoberhaupt, in der Praxis wurde jedoch der Staatsratsvorsitzende als faktisches Staatsoberhaupt angesehen.
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel meldet, dass der SPD-Spitzenkandidat für die schleswig-holsteinische Landtagswahl, Björn Engholm, von Detektiven beschattet worden ist. Weitere Recherchen des Nachrichtenmagazins lösen am 12. September die Barschel-Affäre aus.
Der Spiegel ist ein deutsches Nachrichtenmagazin, das im Spiegel-Verlag in Hamburg erscheint.
07.09.1982
Das italienische Parlament verabschiedet ein Gesetz gegen das organisierte Verbrechen. Die Zugehörigkeit zur Mafia wird strafbar.
Ein Parlament ist die politische Volksvertretung, die in der Regel aus ein, zwei oder drei Kammern bzw. Häusern besteht. In repräsentativ-demokratischen Staaten ist es eine vom Staatsvolk gewählte und legitimierte Vertretungskörperschaft, die die gesetzgebende Gewalt (Legislative) ausübt und unter anderem die Regierung und Verwaltung (Exekutive) kontrolliert. Jedoch gibt es auch in Staaten mit nicht-demokratischem politischen System Parlamente.
07.09.1979
Der nur Sportprogramme ausstrahlende Fernsehsender ESPN startet im Kabelfernsehnetz in den Vereinigten Staaten seine erste Sendung.
ESPN ist ein US-amerikanischer Fernsehsender, der rund um die Uhr ausschließlich Sportprogramme ausstrahlt. ESPN wurde 1979 gegründet und sendet vorwiegend aus den eigenen Studios in Bristol (Connecticut) und erreicht 90 Millionen Haushalte in den USA. Der Sender unterhält auch Büros in New York, Seattle, Washington, D.C., Charlotte und in Los Angeles. Bereits seit Gründung des Senders wird die Nachrichtensendung SportsCenter ausgestrahlt.
Neues geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist Robert Runcie, vormals Bischof von St Albans.
Die Liste der anglikanischen Kirchen enthält Kirchen, die dem Anglikanismus zugeordnet werden.
07.09.1978
Ein Generalstreik im Iran legt die Erdölproduktion lahm.
Die Geschichte Irans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Islamischen Republik Iran und historischer, oft unter dem Namen Persien bekannter iranischer Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Der Name Iran leitet sich aus dem altpersischen Būm-ī aryānam ab. Das ostiranische Äquivalent ist Aryana. Der Begriff „Iran“ bezieht sich im eigentlichen Sinne auf eine viel größere Region, die die Gebiete der modernen Staaten Afghanistan, Tadschikistan, Irak, Aserbaidschan, Usbekistan, Turkmenistan und Teile Pakistans und der Türkei mit einschließt. Somit beinhaltet dieser Artikel über die Geschichte Irans zu einem großen Teil auch die Geschichte jener Staaten und Regionen sowie die Geschichte des ehemaligen Großpersischen Reiches. Die Geschichte des modernen Nationalstaates Iran beginnt mit der Gründung der Kadscharen-Dynastie um 1789.
Beim Regenschirmattentat auf der Londoner Waterloo Bridge wird dem bulgarischen Dissidenten Georgi Markow ein Platinkügelchen in den Unterschenkel injiziert. Dieses setzt in der Folge kontinuierlich das Gift Rizin frei, woran Markow drei Tage später stirbt.
Als Regenschirmattentat wird der Mordanschlag auf den bulgarischen Schriftsteller und Dissidenten Georgi Markow bezeichnet, der in London am 7. September 1978, dem Geburtstag des von Markow häufig kritisierten bulgarischen Staatschefs Todor Schiwkow, verübt wurde. Spekulationen gehen davon aus, dass das hochtoxische pflanzliche Gift Rizin verwendet wurde.
07.09.1969
Das letzte Mal findet das internationale Gaisbergrennen bei Salzburg statt.
Die Gaisbergrennen waren Bergrennen für Motorräder und Automobile, die am Gaisberg, dem Hausberg der Stadt Salzburg (Österreich), zwischen 1929 und 1969 stattfanden. Bis 1933 wurde auf einer Strecke von 11,9 km mit 800 m Höhenunterschied gefahren, ab 1957 betrug die Länge von 8,652 km mit 672 m Höhenunterschied.
07.09.1964
Eine Anordnung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR soll einen waffenlosen Militärdienst als Bausoldat ermöglichen. Sie tritt rückwirkend ab 1. September in Kraft.
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.
07.09.1963
Die Pro Football Hall of Fame wird eröffnet.
Die Pro Football Hall of Fame ist eine Ruhmeshalle des American Football in Canton, Ohio. In dieser Hall of Fame werden aufgrund der besonderen amerikanischen Entwicklung im Football fast ausschließlich verdiente Sportler, Trainer und Funktionäre der National Football League (NFL) geehrt.
07.09.1961
Bei der deutschen Bundestagswahl verlieren CDU/CSU ihre absolute Mehrheit.
07.09.1955
Das Bundesheer wird unter Einführung der Wehrpflicht für Männer gegründet.
Das Bundesheer ist das Militär der Republik Österreich. Ihm obliegt gemäß Art. 79 Abs. 1 Bundes-Verfassungsgesetz die militärische Landesverteidigung und es ist nach den Grundsätzen eines Milizsystems einzurichten. Das Bundesheer verfügt über etwa 16.000 Berufssoldaten – davon 750 Frauen, weiters rund 30.000 Soldaten der Miliz. Dazu kommen etwa 8.000 Zivilbedienstete. Ergänzend werden jährlich rund 17.000 Grundwehrdiener im Rahmen eines sechsmonatigen Wehrdienstes ausgebildet. Von diesen 17.000 Grundwehrdienern stehen zurzeit ca. 7.000 im aktiven Dienst. Zur Ausrüstung gehören rund 8.000 Fahrzeuge, ca. 110 Luftfahrzeuge und mindestens 118 Wasserfahrzeuge.
Überschwemmungen in Indien machen etwa 45 Millionen Menschen obdachlos, die Anzahl der Toten ist unbekannt.
Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.
07.09.1954
Die Universidad Austral de Chile wird gegründet. Die Universität in Valdivia ist heute eine der sieben traditionellen Universitäten Chiles.
Die Universidad Austral de Chile ist eine öffentliche chilenische Universität mit Sitz in Valdivia. Sie wurde am 7. September 1954 gegründet und ist eine der sieben traditionellen Universitäten des Landes, die vor 1980 gegründet wurden.
In der DDR werden die Medizinischen Akademien Magdeburg, Dresden und Erfurt gegründet.
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.
07.09.1953
In der Sowjetunion löst Nikita Chruschtschow Georgi Malenkow als Ersten Sekretär der KPdSU ab.
Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.
07.09.1951
Das Bundesverdienstkreuz wird von Bundespräsident Theodor Heuss per Stiftungserlass eingeführt.
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, verkürzt meist Bundesverdienstkreuz genannt, ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Er wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. Der Verdienstorden kommt regulär in acht Stufen zur Verleihung, ferner gibt oder gab es das Großkreuz in besonderer Ausführung und das Verdienstkreuz am Bande für Arbeitsjubilare. Alle deutschen Länder außer Bremen und Hamburg verleihen zudem eigene Landesauszeichnungen.
Hermann Höpker-Aschoff tritt sein Amt als erster Präsident des Bundesverfassungsgerichts an.
Hermann Höpker-Aschoff war ein deutscher Politiker und Richter. Höpker-Aschoff war von 1925 bis 1931 preußischer Finanzminister. In der Gründungsphase der Bundesrepublik Deutschland 1948 und 1949 war er Mitglied des Parlamentarischen Rates, von 1949 bis 1951 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1951 bis 1954 erster Präsident des am 7. September 1951 seinen Dienst aufnehmenden und am 28. September 1951 feierlich eröffneten Bundesverfassungsgerichts.
07.09.1950
Auf Weisung der Führung der DDR wird mit der Sprengung des Berliner Schlosses begonnen.
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.
Die Operettenverfilmung Schwarzwaldmädel mit Sonja Ziemann und Rudolf Prack in den Hauptrollen hat in Stuttgart Premiere.
Schwarzwaldmädel ist eine deutsche Operettenverfilmung und zugleich ein Heimatfilm aus dem Jahr 1950. Regie führte Hans Deppe. Das Schwarzwaldmädel Bärbele wird von Sonja Ziemann verkörpert, Rudolf Prack spielt den Maler Hans Hauser, Paul Hörbiger einen Domkapellmeister und Gretl Schörg einen Revuestar. Die Geschichte des Films beruht auf der gleichnamigen Operette von Leon Jessel mit dem Libretto von August Neidhart.
07.09.1949
In Bonn treten der 1. Deutsche Bundestag sowie der Bundesrat zur konstituierenden Sitzung zusammen. Erster Bundesratspräsident wird Karl Arnold, der somit bis zur Wahl des ersten Bundespräsidenten am 12. September auch amtierendes Staatsoberhaupt ist.
Die Bundesstadt Bonn ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Köln im Süden des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit 323.336 Einwohnern zählt Bonn zu den zwanzig größten Städten Deutschlands. Bonn gehört zu den Metropolregionen Rhein-Ruhr und Rheinland sowie zur Region Köln/Bonn.
Die Deutsche Bundespost gibt ihre erste Briefmarke heraus. Thema: „Eröffnung des ersten Deutschen Bundestages“.
Die Deutsche Bundespost (DBP) war ein staatseigener Post-, Logistik- und Fernmeldebetrieb der Bundesrepublik Deutschland und Träger der zivilen Fernmeldehoheit. Sie wurde 1950 als nicht rechtsfähiges Sondervermögen des Bundes eingerichtet und mit Wirkung vom 2. Januar 1995 im Rahmen des Gesetzespaketes der zweiten Postreform in die privatrechtlichen Aktiengesellschaften Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank AG übergeleitet.
Die Deutsche Reichsbahn wird in der Bundesrepublik Deutschland in Deutsche Bundesbahn umbenannt.
Die Deutsche Reichsbahn war das staatliche deutsche Eisenbahnunternehmen von der Zeit der Weimarer Republik bis zur unmittelbaren Nachkriegszeit. Entsprechend den Bestimmungen der 1919 beschlossenen Weimarer Verfassung gingen die früheren Länderbahnen mit Wirkung zum 1. April 1920 in den Besitz des Reichs über. Zunächst als Deutsche Reichseisenbahnen bezeichnet firmierten sie ab 1921 als Deutsche Reichsbahn. Verwaltet wurde die Reichsbahn zunächst direkt durch das Reichsverkehrsministerium. Im Februar 1924 wurde sie aus dem Ministerium ausgegliedert und als eigenständiges staatliches Unternehmen geführt. Noch im selben Jahr folgte im Zuge der Umsetzung des Dawes-Plans die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft als neugegründete Betriebsgesellschaft, die die im Eigentum des Reiches verbleibenden Eisenbahnen betrieb und deren Gewinne im Rahmen der nach dem Versailler Vertrag zu leistenden Reparationen verpfändet wurden. Erster Generaldirektor wurde Rudolf Oeser. Ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte sich die Reichsbahn zu einem technisch wie wirtschaftlich fortschrittlichen Unternehmen. Entwicklungen wie die Einheitsdampflokomotiven, die Einführung schneller Dieseltriebwagen (Fliegender Hamburger) oder der Bau der Berliner S-Bahn fanden weltweit Anerkennung und Nachahmung. Das Ende der Weimarer Republik und die Machtergreifung der Nationalsozialisten änderten zunächst den Status der Reichsbahn nicht. Auf Druck der Nationalsozialisten übernahm die Reichsbahn ab 1933 den Bau der Reichsautobahnen, der weitere Ausbau des Eisenbahnnetzes wurde jedoch zugunsten der Aufrüstung vernachlässigt. 1937 beendete Adolf Hitler die Existenz der eigenständigen Reichsbahn-Gesellschaft, diese wurde wieder in direkte staatliche Verwaltung durch das Reichsverkehrsministerium übernommen. Generaldirektor Julius Dorpmüller wurde zugleich Reichsverkehrsminister und blieb beides bis zu seinem Tod im Juli 1945 kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit der Einrichtung der vier Besatzungszonen übernahmen die Besatzungsmächte weitgehend die Kontrolle und beendeten die einheitliche Betriebsführung der Reichsbahn.
07.09.1945
Das Deutsche Theater Berlin wird mit Lessings Nathan der Weise wiedereröffnet.
Das Deutsche Theater (DT) in der Friedrich-Wilhelm-Stadt im Ortsteil Mitte an der Schumannstraße in Berlin wurde 1850 als Friedrich-Wilhelm-Städtisches Theater eröffnet und pflegte zunächst ein Unterhaltungsrepertoire. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts war es eine privat geführte und finanzierte Bühne mit bildungsbürgerlichem Spielplan. Im 20. Jahrhundert diente es überwiegend der Aufführung von Schauspielen, mit einem großen Anteil klassischer Stücke und eher konservativem Publikum. Seit den 1990er-Jahren gehört es zu den vier subventionierten, als Regiebetriebe geführten Sprechbühnen Berlins.
07.09.1940
In der Luftschlacht um England beginnt während des Zweiten Weltkriegs die deutsche Luftwaffe mit ihren Tag- und Nachtangriffen auf London und andere britische Städte.
Die Luftschlacht um England war der Versuch der deutschen Luftwaffe, im Zweiten Weltkrieg nach dem Sieg über Frankreich zwischen Sommer 1940 und Anfang 1941 mit Luftangriffen gegen die britischen Streitkräfte und britische Städte die Kapitulation des Vereinigten Königreichs zu erzwingen bzw. durch die Erringung der Luftüberlegenheit die geplante Invasion der Insel vorzubereiten. International bekannt als Battle of Britain, waren diese Luftangriffe eine Serie von Gefechten und Bombardements im britischen Luftraum, die von der deutschen Luftwaffe gegen die Royal Air Force (RAF) geführt wurde. Britische Historiker legen den Zeitraum der Schlacht vom 10. Juli bis zum 31. Oktober 1940 fest, da ab diesem Tag die Tagangriffe in größerem Ausmaß ausblieben. Manche Quellen und Statistiken beziehen sich auf einen Zeitraum bis zum Mai 1941, als die Kampfgeschwader der Luftwaffe für das Unternehmen Barbarossa abgezogen wurden.
07.09.1936
Benjamin, der letzte lebende Beutelwolf (auch Tasmanischer Wolf), stirbt im Beaumaris Zoo in Hobart, Australien.
Der Beutelwolf, auch Tasmanischer Wolf, Beuteltiger, Tasmanischer Tiger oder in der Sprache der Aborigines Kaparunina genannt, war das größte räuberisch lebende Beuteltier, das nach der Quartären Aussterbewelle auf dem australischen Kontinent lebte. Das letzte bekannte Exemplar („Endling“) starb 1936 im Zoo von Hobart auf Tasmanien.
07.09.1929
Auf dem Binnensee Näsijärvi kentert der finnische Passagierdampfer Kuru bei Windstärke 8 auf der Beaufortskala, 136 Menschen sterben.
Der Näsijärvi [ˈnæsijærvi] ist ein Binnensee im Westen Finnlands. Er ist Teil der von Nord nach Süd verlaufenden Seenkette Vaskivesi-Visuvesi-Tarjanne-Ruovesi-Palovesi-Näsijärvi, die im Norden bei Virrat endet. Er ist mit 256,8 km² einer der größten Seen in dieser Region und fließt in Tampere über die Tammerkoski-Stromschnelle in den See Pyhäjärvi ab.
07.09.1926
In Vietnam stiftet Ngô Văn Chiêu die Religion des Caodaismus.
Ngô Văn Chiêu gilt als Religionsstifter des Caodaismus. Er erfuhr am 25. Dezember 1925 die Offenbarung des Gottes Cao Đài und war der bislang einzige Cao Đài-Papst in Vietnam.
07.09.1923
Der Internationale Polizeikongress in Wien beschließt, die Internationale Kriminalpolizeiliche Kommission zu gründen, eine Vorläuferorganisation der Interpol. Damit soll die Verbrechensbekämpfung über Grenzen hinweg verbessert werden.
Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation – Interpol, kurz IKPO, auch ICPO-Interpol bzw. Interpol, ist ein Verein zur Stärkung der Zusammenarbeit nationaler Polizeibehörden. Sie wurde 1923 als Internationale kriminalpolizeiliche Kommission (IKPK) in Wien gegründet und hat heute ihren Sitz in Lyon. Stand 2023 hat Interpol 196 Mitgliedstaaten.
07.09.1921
Als Atlantic City Pageant beginnt zum ersten Mal ein zweitägiger Schönheitswettbewerb in Atlantic City, aus dem sich die Wahl zur Miss America entwickelt.
Bei einem Schönheitswettbewerb treten Kandidaten in Konkurrenz zueinander an und werden von einem Gremium bzgl. Aussehen oder weiterer Eigenschaften nach einem Punktesystem bewertet. Die Erstplatzierten werden häufig zu Schönheitsköniginnen oder Schönheitskönigen mit klangvollen Titeln gekürt. Bei Damen setzt sich der Titel häufig aus Miss plus Name des Staats, des Landes oder der Region, der Stadt oder der Institution zusammen. Die Sieger der Bewertung erhalten darüber hinaus in der Regel Preise und erzielen außerdem einen großen Werbeeffekt.
Gründung der Legio Mariae, einer Laienbewegung der katholischen Kirche, durch Frank Duff
Die Legio Mariae ist eine 1921 in der Republik Irland entstandene katholische Laienorganisation.
07.09.1919
Die erste Waldorfschule wird in Stuttgart eröffnet.
Eine Waldorfschule ist eine Schule, an der nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik beruht auf der anthroposophischen Menschenkunde von Rudolf Steiner. In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich genehmigte oder staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden Waldorfschulen auch in anderen Ländern aufgebaut.
07.09.1918
Einer Bekanntmachung des Reichsministeramts zufolge muss sich die deutsche Bevölkerung darauf einstellen, aufgrund der Kriegssituation in den nächsten Monaten kaum frisches Obst auf den Märkten zu finden.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
07.09.1914
Die Schlacht von Gródek in Ostgalizien während des Ersten Weltkriegs zwischen österreichischen und russischen Truppen geht mit einer verheerenden Niederlage für Österreich aus.
Die Schlacht von Gródek fand zu Beginn des Ersten Weltkrieges an der Ostfront in Galizien zwischen russischen und österreichisch-ungarischen Truppen statt und endete am 7. September 1914 mit der Einnahme der 24 km südwestlich von Lemberg gelegenen Stadt Gródek durch die Russen.
07.09.1911
In Hamburg wird der Elbtunnel, der erste Flusstunnel auf dem europäischen Kontinent, eröffnet.
Hamburg, amtlich Freie und Hansestadt Hamburg, ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als Mitglied des Handelsbundes der Hanse.
07.09.1909
Im baskischen San Sebastián wird der Fußballclub Sociedad de Fútbol gegründet, der später als Real Sociedad San Sebastián über die Landesgrenzen hinaus bekannt wird.
Donostia / San Sebastián ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa in der spanischen Autonomen Gemeinschaft Baskenland. Sie liegt etwa 20 km westlich der französischen Grenze im Bogen des Golfs von Biskaya. Mit 189.866 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt des Baskenlandes.
07.09.1907
Der britische Passagierdampfer Lusitania der britischen Reederei Cunard Line beginnt seine Jungfernfahrt von Liverpool nach New York.
Die Lusitania war ein Passagierschiff der britischen Reederei Cunard Line. Das nach der römischen Provinz Lusitania benannte Schiff wurde ab 1907 als Royal Mail Ship im Transatlantikverkehr zwischen Liverpool und New York City eingesetzt und war bis zur Indienststellung des Schwesterschiffs Mauretania das größte Schiff der Welt. Die beiden Turbinenschiffe setzten bei Abmessungen, Antrieb und Ausstattung neue Maßstäbe im Schiffbau und stellten einen wesentlichen Entwicklungsschritt hin zum modernen Passagierschiff dar.
07.09.1905
In Berlin erscheint die Erstausgabe der von Siegfried Jacobsohn gegründeten Wochenzeitung Die Schaubühne. Sie wird 1918 umbenannt in Die Weltbühne.
Siegfried Jacobsohn war ein deutscher Journalist, Herausgeber und Theaterkritiker. Er gründete 1905 die Zeitschrift Die Schaubühne und nannte sie 1918 in Die Weltbühne um, deren Herausgeber er bis zu seinem Tode blieb.
07.09.1901
Die Unterzeichnung des Boxerprotokolls beendet den Boxeraufstand.
Der Boxeraufstand, auch Boxerkrieg genannt, war ein bewaffneter Konflikt zwischen den chinesisch-nationalistischen Yihetuan (義和團 / 义和团, Yìhétuán – „Verband für Gerechtigkeit und Harmonie“) bzw. Yihequan und westlichen Großmächten. Das gewaltsame Vorgehen der Yihetuan, die aufgrund ihrer traditionellen Kampfkunstausbildung im Westen als „Boxer“ bezeichnet wurden, gegen christliche Missionare und andere Vertreter westlicher Staaten, entwickelte sich zu einem Krieg zwischen dem Kaiserreich China und den europäischen Großmächten, den USA und Japan.
07.09.1900
Nach der Einnahme Pekings macht Kaiserinwitwe Cixi die Boxer für die militärische Niederlage verantwortlich und erteilt den Provinzgouverneuren die Anweisung, erneut Regierungstruppen gegen sie einzusetzen. Gleichzeitig führen alliierte Truppen „Strafexpeditionen“ gegen „Boxernester“ durch.
Cixi war eine Nebenfrau des chinesischen Kaisers Xianfeng und wurde zur einflussreichsten Persönlichkeit der späten Qing-Dynastie.
07.09.1895
In São Paulo wird das an den Parque da Independência angrenzende Museu Paulista feierlich eröffnet.
São Paulo ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und größte Stadt Brasiliens. Die Stadt ist das wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes sowie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Im administrativen Stadtgebiet von São Paulo leben laut dem letzten Zensus von 2022 11,452 Millionen Menschen.
07.09.1893
In Genua entsteht mit dem Genoa Cricket and Football Club der heute älteste italienische Fußballverein.
Genua ist eine italienische Stadt und die Hauptstadt der Region Ligurien. Das im Nordwesten des Landes am Ligurischen Meer gelegene ehemalige Zentrum der im Mittelalter bedeutenden Republik Genua ist heute Verwaltungssitz einer gleichnamigen Metropolitanstadt.
07.09.1892
James J. Corbett wird durch K.-o.-Sieg über John L. Sullivan Boxweltmeister im Schwergewicht.
James John „Gentleman Jim“ Corbett war ein US-amerikanischer Boxer. Er galt als Vertreter des Konterboxens.
07.09.1888
Das Baby Edith Eleanor McLean wird als erstes Kind in den Vereinigten Staaten in einen Brutkasten gelegt.
Als Säugling wird ein Kind im ersten Lebensjahr bezeichnet.
07.09.1882
William Henry Finlay entdeckt den Großen Septemberkometen.
William Henry Finlay war ein südafrikanischer Astronom.
07.09.1872
Das Drei-Kaiser-Treffen in Berlin zwischen Kaiser Wilhelm I., Kaiser Franz Joseph I. und Zar Alexander II. zur Unterdrückung revolutionärer Bewegungen in Europa bereitet das Dreikaiserabkommen von 1873 vor.
Das Dreikaisertreffen bezeichnet folgende Ereignisse:
07.09.1860
Giuseppe Garibaldi erobert im Zuge des Risorgimento mit seinen Rothemden Neapel.
Giuseppe Garibaldi war ein italienischer Freiheitskämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870.
07.09.1853
Der deutsche Afrikareisende Heinrich Barth betritt als einer der ersten Europäer die Oasenstadt Timbuktu.
Johann Heinrich Barth war ein deutscher Afrikaforscher und Wissenschaftler.
07.09.1848
Die so genannte Erbuntertänigkeit, einer Leibeigenschaft ähnelnd, wird im Kaisertum Österreich durch ein Patent Ferdinands I. aufgehoben.
Die Erbuntertänigkeit war eine besondere Form der wirtschaftlichen und persönlichen Abhängigkeit des Bauern vom Grundherrn ähnlich der Leibeigenschaft und fand nach Jahrhunderten der Auseinandersetzungen und Aufständen der Bauern ein rechtlich fundiertes Ende nach dem Revolutionsjahr 1848 mit der Bauernbefreiung.
07.09.1837
Der französische Polarforscher Jules Dumont d’Urville bricht mit den Schiffen Astrolabe und Zèlée zum Südpol auf.
Jules-Sébastien-César Dumont d’Urville, auch Jules Sébastien César, war ein französischer Seefahrer, Entdecker und Polarforscher. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „d’Urv.“
07.09.1836
Ferdinand I. empfängt in Prag die Krone von Böhmen.
Ferdinand I. Karl Leopold Joseph Franz Marcellin, genannt: der Gütige, ungarisch: Jóságos Ferdinánd, tschechisch: Ferdinand Dobrotivý, war von 1835 bis 1848 Kaiser von Österreich und König von Böhmen und als Ferdinand V. seit 1830 auch König von Ungarn und Kroatien. Er war der zweite der vier österreichischen Kaiser aus dem Hause Habsburg-Lothringen.
07.09.1830
Wegen Hungers nach einer Missernte kommt es im Herzogtum Braunschweig zu einem Aufstand. Der als Diamantenherzog bekannte Karl II. wird vertrieben und das erste Braunschweiger Schloss niedergebrannt.
Das Herzogtum Braunschweig wurde 1814 nach dem Wiener Kongress in der Nachfolge des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel begründet. Seine Wurzeln liegen im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, das 1235 durch Aufteilung des sächsischen Stammesherzogtums der Welfen entstand. Nach der Novemberrevolution in Braunschweig von 1918 ging es im Freistaat Braunschweig auf.
07.09.1822
Brasilien erklärt seine Unabhängigkeit von Portugal.
Die Geschichte Brasiliens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Föderativen Republik Brasilien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt mit der Besiedlung durch Indianerstämme unterschiedlicher Herkunft vor Tausenden von Jahren.
07.09.1812
Während Napoleons Russlandfeldzug erringt die Grande Armée unter schwerwiegenden Verlusten einen taktischen Sieg gegen die russische Armee unter Marschall Kutusow in der Schlacht bei Borodino, einer der blutigsten Schlachten des 19. Jahrhunderts. Der Weg nach Moskau ist für Napoleon Bonaparte damit frei.
Napoleons Russlandfeldzug von 1812 stellt die erste Phase des Sechsten Koalitionskriegs dar, in dem sich Frankreich und Russland mit ihren jeweiligen Verbündeten gegenüberstanden. Der Feldzug endete nach anfänglichen französischen Erfolgen in einer der größten militärischen Katastrophen der Geschichte. Nach der vollständigen Vertreibung der Grande Armée vom russischen Territorium mündete der Feldzug Anfang 1813 in die zweite Kriegsphase: In den Befreiungskriegen gingen zunächst Preußen, dann Österreich und später die von Frankreich dominierten deutschen Rheinbundstaaten auf die antinapoleonische Seite über, die 1814 Frankreich besiegte und Napoleon zur Abdankung zwang.
07.09.1807
Der dänische General Ernst Peymann kapituliert bei dem Bombardement Kopenhagens gegenüber den Engländern unter James Gambier. Während der vorangegangenen Bombardierung der Stadt durch die britische Flotte vom 2. bis 5. September wird Kopenhagen zu ungefähr 30 Prozent zerstört, etwa 2.000 Zivilisten finden den Tod.
Heinrich Ernst (von) Peymann war ein deutscher General in dänischen Diensten.
07.09.1791
Als Antwort auf die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution 1789, die sich nur auf Männer bezieht, veröffentlicht Olympe de Gouges ihre Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, die erste wirklich umfassende Formulierung der Menschenrechte. Diese und andere systemkritische Schriftstücke werden 1793 der Grund für ihre Hinrichtung auf der Guillotine sein.
Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen) wurde am 26. August 1789 von der französischen Nationalversammlung verabschiedet. Sie legte in 17 Artikeln die Menschen- und Bürgerrechte fest, die jedem männlichen, Steuern zahlenden Franzosen unveräußerlich als Mensch und als Bürger Frankreichs zuerkannt wurden. Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte wurde im Jahr 2003 zum Weltdokumentenerbe erklärt und gilt als Meilenstein in der Geschichte der Grund- und Menschenrechte.
07.09.1788
Goethe und Schiller sprechen das erste Mal miteinander.
Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe, war ein deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.
07.09.1776
Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wird erstmals ein U-Boot zum Einsatz gebracht. Der Versuch der amerikanischen Revolutionäre, mit der Turtle eine Schießpulver-Zeitbombe an einem britischen Kriegsschiff zu befestigen, scheitert aber.
Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg fand von 1775 bis 1783 zwischen den Dreizehn Kolonien und der britischen Kolonialmacht statt. Er war der Höhepunkt der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und führte nach der Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Bildung der Konföderation 1777 zu deren siegreichem Abschluss und zur Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika.
07.09.1764
Stanislaus II. August wird zum König von Polen gewählt. Er wird der letzte Herrscher über das Land sein.
Stanisław II. August stammte aus dem Adelsgeschlecht der Poniatowski. Er wurde 1764 mit Unterstützung der russischen Kaiserin Katharina der Großen zum König von Polen und Großfürsten von Litauen gewählt und regierte bis zu seiner Abdankung im Jahre 1795 als letzter der polnischen Wahlkönige. Als Auftraggeber und starker Verfechter der Verfassung vom 3. Mai 1791 gilt er heute als bedeutender Aufklärer.
07.09.1759
Papst Clemens XIII. weist auf Gefahren hin, die durch Skandale und Korruption der Kirche drohen. In der Enzyklika Cum primum ermahnt der Papst Bischöfe und Priester zum Einhalten der kanonischen Rechte und Pflichten.
Clemens XIII. war von 1758 bis 1769 Papst der römisch-katholischen Kirche.
07.09.1757
Im Siebenjährigen Krieg besiegt Österreich unter Führung von Karl Alexander von Lothringen und Graf Daun die Preußen unter General Winterfeldt in der Schlacht von Moys.
Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften alle europäischen Großmächte jener Zeit um ein Mächtegleichgewicht und territoriale Gewinne in Europa, um Kolonien und Einfluss in Nordamerika, Indien und Afrika, um die Herrschaft über die transatlantischen Seewege sowie um Handelsvorteile. Im Wesentlichen standen Preußen und Großbritannien einer Allianz aus der Habsburgermonarchie mit dem Heiligen Römischen Reich sowie Frankreich, Russland und Spanien gegenüber. Als Verbündete kamen auf beiden Seiten weitere kleinere und mittlere Staaten wie Kurhannover und Kursachsen hinzu.
07.09.1714
Die Bestätigung des Rastatter Friedens beim Friedenskongress in Baden im Aargau beendet den Spanischen Erbfolgekrieg.
Mit dem Rastatter Frieden wurde der spanische Erbfolgekrieg (1701–1714) beendet. Der Vertrag zwischen Frankreich und Österreich bestätigte im Wesentlichen den vorausgegangenen Frieden von Utrecht, den Österreich noch nicht hatte akzeptieren wollen.
07.09.1706
Prinz Eugen von Savoyen und sein Cousin, Herzog Viktor Amadeus II. von Savoyen, bezwingen mit ihren Truppen die Franzosen in der Schlacht von Turin. Damit endet die größte Schlacht auf italienischem Boden im Spanischen Erbfolgekrieg.
Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan – bekannt geworden unter dem Namen Prinz Eugen – war einer der bedeutendsten Feldherren der Habsburgermonarchie, deren Stellung als Großmacht er wesentlich ausbaute. Er war ab 1697 Oberbefehlshaber im Großen Türkenkrieg. Neben John Churchill, 1. Duke of Marlborough, war er während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) Oberkommandierender der antifranzösischen Haager Großen Allianz. Im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg (1714–1718) sicherte er die österreichische Vorherrschaft in Südosteuropa. Daneben war er lange Präsident des Hofkriegsrats sowie als Diplomat tätig und übte weitere hohe Staatsämter aus.
07.09.1701
Kaiser Leopold I., König Wilhelm III. von England und die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen schließen im Spanischen Erbfolgekrieg die Haager Große Allianz zur Eindämmung französischen Hegemoniestrebens. Weitere Teilnehmer treten in der Folge dem Bündnis bei.
Leopold I., VI. aus dem Hause Habsburg, geboren als Leopold Ignaz Joseph Balthasar Franz Felician, war von 1658 bis 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König in Germanien, Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slawonien. Machtpolitisch stand seine Regierungszeit im Westen ganz im Zeichen der Abwehr der französischen Expansion unter Ludwig XIV. Im Südosten wurden die habsburgischen Territorien zunächst noch durch die osmanische Expansion, mit dem Höhepunkt der Zweiten Belagerung der Stadt Wien, bedroht. Die kaiserlichen Feldherren waren letztlich militärisch erfolgreich und es kam zu einer Gegenoffensive, die zum Gewinn ganz Ungarns führte. Dadurch wuchs der Habsburger Machtbereich noch stärker als zuvor über das Heilige Römische Reich hinaus. Leopolds Regierungszeit gilt daher auch als Beginn der Großmachtstellung der Habsburgermonarchie. Innenpolitisch setzte Leopold in den Habsburger Ländern auf einen absolutistischen Herrschaftsstil. In seine Zeit fällt auch ein letzter Höhepunkt der Gegenreformation. Im Reich dagegen trat er als Bewahrer des Ausgleichs der Konfessionen auf. Durch eine geschickte Politik gelang es ihm, das Kaisertum zum letzten Mal zu einer starken Bedeutung zu führen. Der Tod des letzten spanischen Königs aus dem Haus Habsburg Karl II. führte zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem Leopold die Erbfolge seiner Familie vertrat.
07.09.1634
Mit dem Einzug kaiserlicher Truppen nach deren Sieg in der Schlacht bei Nördlingen endet die Belagerung von Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg.
Die zweitägige Schlacht bei Nördlingen war eine der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges; ihr Ausgang hatte bedeutende Folgen für den weiteren Verlauf des Krieges. Die Schlacht begann am 26. Augustjul. / 5. September 1634greg.. Auf der einen Seite standen zwei schwedische Heere unter Führung der Feldherren Bernhard von Sachsen-Weimar und Gustaf Horn. Ihre Gegner waren drei miteinander verbündete Heere unter Führung des Oberbefehlshabers des kaiserlichen Heeres Erzherzog und König von Ungarn Ferdinand, des Kardinalinfanten Ferdinand von Spanien als Befehlshaber eines spanischen Heeres und des Kurfürsten von Bayern Maximilian als Befehlshaber des bayerischen Heeres der Katholischen Liga. Nachdem der schwedische König Gustav Adolf in der Schlacht bei Lützen im November 1632 ums Leben gekommen war, besiegelte die totale Niederlage der Schweden in der Schlacht bei Nördlingen den Verlust der schwedischen Machtstellung im Dreißigjährigen Krieg. Die Niederlage der Schweden hatte weitreichende territoriale und strategische Folgen und führte zu neuen Bündnissen, zum Prager Frieden und zum aktiven Eintritt von Frankreich in den Krieg an der Seite der geschwächten Schweden.
07.09.1631
Kaiserliche Truppen unter Don Baltasar von Marradas erleiden im Dreißigjährigen Krieg nahe Breslau eine Niederlage gegen schwedische Truppen unter Hans Georg von Arnim-Boitzenburg.
Don Baltasar de Marradas et Vique oder Maradas war ein spanischer Adliger, Ritter des Malteserordens, kaiserlicher Feldmarschall während des Dreißigjährigen Krieges und Statthalter in Böhmen.
07.09.1610
In der Duisburger Salvatorkirche findet die Duisburger Generalsynode statt. Sie dauert bis 11. September und gilt als Geburtsstunde der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Duisburg ist eine kreisfreie Großstadt, die an der Mündung der Ruhr in den Rhein im Schnittpunkt von Niederrhein und Ruhrgebiet liegt. Die rheinische Stadt gehört dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) an und ist Mitglied des Regionalverbands Ruhr (RVR). Sie ist mit circa einer halben Million Einwohnern nach Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen die fünftgrößte Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen. In der Landesplanung als Oberzentrum innerhalb des nordwestlichen Regierungsbezirks Düsseldorf eingestuft, nimmt Duisburg auf der Liste der Großstädte in Deutschland den 15. Platz ein.
07.09.1591
Eine spanische Flotte von 53 Schiffen überrascht englische Kaperschiffe unter dem Kommando von Richard Grenville vor der Azoreninsel Flores. Während den meisten Schiffen die Flucht gelingt, wird Grenvilles Schiff, die Revenge von der Übermacht in einer mehr als zwölfstündigen Schlacht überwältigt und aufgebracht. Der Kapitän stirbt wenige Tage später an seinen Verletzungen.
Als Kaperei bzw. als Freibeuterei werden Gewaltakte und Plünderungen auf See von dazu staatlich beauftragten privaten Seefahrern bezeichnet. Vom Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts war es eine international übliche Praxis, dass Staaten oder Souveräne zur Unterstützung ihrer Seestreitkräfte in Kriegszeiten, aber auch im Frieden, private Seefahrer mittels Kaperbrief autorisierten, in ihrem Namen Schiffe feindlicher oder konkurrierender Nationen zu kapern, zu plündern oder zu versenken. Kaperei war vor allem gegen den feindlichen Seehandel gerichtet (Handelskrieg). Anstatt eines Solds erhielten diese Seefahrer das Recht, die Kriegsbeute (Prise) teilweise oder ganz einzubehalten. Mit Unterzeichnung der Pariser Seerechtsdeklaration vom 16. April 1856 begann die allmähliche internationale Ächtung der Kaperei.
07.09.1543
Nach dem gewonnenen Geldrischen Erbfolgekrieg diktiert Karl V. Wilhelm dem Reichen von Jülich-Kleve-Berg den Vertrag von Venlo. Das Herzogtum Geldern muss zusammen mit der Grafschaft Zutphen an den Kaiser abgetreten werden.
Der Dritte Geldrische Erbfolgekrieg, auch Klevischer Krieg, Geldrische Fehde und Jülicher Fehde genannt, war eine kriegerische Auseinandersetzung um das Herzogtum Geldern zwischen den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg und Kaiser Karl V. im Jahr 1543. Der Konflikt endete im gleichen Jahr mit dem Vertrag von Venlo. Er gilt als Markstein in der Geschichte des niederländisch-niederrheinischen Raums, in dem die regionalen Interessen des Jülicher Herzogs Wilhelm V. und der universale Herrschaftsanspruch des Kaisers aufeinanderprallten. Der Krieg dauerte fast drei Monate lang und verwüstete weite Teile der Vereinigten Herzogtümer.
07.09.1303
Das Attentat von Anagni. In Anagni wird auf Papst Bonifatius VIII. ein Attentat verübt. Der gefangene Papst kommt nach zwei Tagen blutiger Auseinandersetzungen wieder frei.
Das Attentat von Anagni am 7. September 1303 war der Endpunkt einer langen Auseinandersetzung zwischen Papst Bonifatius VIII. und dem französischen König Philipp IV.
07.09.1191
Während des Dritten Kreuzzuges besiegt Richard Löwenherz Sultan Saladin in der Schlacht von Arsuf.
Der Dritte Kreuzzug war ein Kriegszug, zu dem Papst Gregor VIII. in einer Bulle die christlichen Königreiche Europas aufrief, nachdem der Ayyubiden-Sultan Saladin das Heer des Königreichs Jerusalem besiegt und die Hauptstadt Jerusalem erobert hatte, die damit nach rund 90 Jahren wieder unter muslimische Herrschaft kam. Der Kreuzzug begann 1189 unter der Führung von Friedrich Barbarossa, dem Kaiser des römisch-deutschen Reiches, der vor Erreichen des Heiligen Landes ums Leben kam, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz von England. Der Kreuzzug endete 1192 mit einem Friedensvertrag, ohne dass die Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern erobert worden wäre. Dem Königreich Jerusalem konnte lediglich der Küstenstreifen von Beirut bis Jaffa gesichert werden, und Akkon, das die Kreuzfahrer nach langer Belagerung erobert hatten, wurde die neue Hauptstadt. Unbewaffneten christlichen Pilgern wurde der freie Zugang nach Jerusalem zugesichert.
07.09.1159
Bei der Papstwahl im Petersdom kommt es zu tumultartigen Szenen. Orlando Bandinelli wird von den Kardinälen mehrheitlich als Nachfolger von Hadrian IV. zum Papst gewählt und 13 Tage später als Papst Alexander III. inthronisiert. Eine kaiserfreundliche Minderheit wählt demgegenüber Octaviano de Monticelli, der anschließend als Gegenpapst Viktor IV. amtiert.
Die Basilika St. Peter, auf Deutsch auch häufig Petersdom genannt, ist die Memorialkirche des Apostels Simon Petrus. Sie liegt auf dem Territorium des unabhängigen Staates der Vatikanstadt und ist eine der sieben römischen Pilgerkirchen. Weitere Titel sind Basilica maior und Päpstliche Basilika. Mit einer überbauten Fläche von 20.139 m² und einem Fassungsvermögen von 20.000 Menschen ist der Petersdom eines der größten und bedeutendsten Kirchengebäude der Welt. Wenngleich seit Ende des 14. Jahrhunderts die Päpste nahe dem Petersdom residieren, ist er weder die Kathedrale des Bistums Rom noch der offiziell ranghöchste römisch-katholische Kirchenbau – beide Funktionen hat seit Alters her die Lateranbasilika inne.
07.09.1101
In der ersten Schlacht von Ramla gewinnt das Königreich Jerusalem gegenüber einem Heer der Fatimiden, nachdem König Balduin I. überraschend in die zuvor für die Kreuzritter ungünstig verlaufene Schlacht eingegriffen hat.
Die Bezeichnung Schlacht von Ramla bezieht sich auf eine Reihe von Auseinandersetzungen, die in den ersten Jahren des Königreichs Jerusalem stattfanden.
07.09.0878
Ludwig II. wird von Papst Johannes VIII. in Troyes zum König Frankreichs gekrönt.
Ludwig II., genannt der Stammler, war der älteste und einzige überlebende Sohn des westfränkischen Königs Karl II. des Kahlen und wurde 877 dessen Nachfolger.