Historische Ereignisse am Donnerstag, 8. Januar
56 bedeutende Ereignisse fanden am Donnerstag, 8. Januar statt — von 871 bis 2024. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 8. Januar 2026 ereignen sich ereignisreiche Momente in der Geschichte. Ein markantes Beispiel ist die Gründung der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit im Jahr 2024, die einen neuen politischen Akteur in Deutschland hervorbrachte. Weiterhin erinnert dieser Tag an die Katastrophe von Teheran im Jahr 2020, als das Flugzeug Ukraine-International-Airlines-Flug 752 wenige Minuten nach dem Start abgeschossen wurde und alle 176 Personen an Bord ihr Leben verloren.
Diese historischen Ereignisse zeigen die Vielfalt der Geschehnisse, die einen einzelnen Kalendertag prägen können. Neben politischen Entwicklungen und Tragödien dokumentiert die Geschichte auch kulturelle und wissenschaftliche Meilensteine. Der 8. Januar umfasst daher nicht nur persönliche Schicksale, sondern auch Wendepunkte mit weitreichenden Konsequenzen für Gesellschaft und Politik.
Die Plattform DayAtlas bietet Nutzern die Möglichkeit, für jeden beliebigen Tag und jeden Ort historische Ereignisse, Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten sowie weitere historische Daten zu recherchieren. Das Portal versammelt umfassende Informationen zur Zeitgeschichte und ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Epochen zu erkennen. Mit dieser Ressource können Interessierte gezielt in die Vergangenheit blicken und verstehen, welche Ereignisse den Lauf der Geschichte geprägt haben.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 10. April.
08.01.2024
Die Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ wird gegründet.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit ist eine im Januar 2024 gegründete politische Partei in Deutschland. Namensgeberin und Mitgründerin ist Sahra Wagenknecht, die wie die meisten anderen Gründungsmitglieder zuvor der Partei Die Linke angehörte. Durch Übertritte von zehn Abgeordneten der Linken war die Partei im 20. Deutschen Bundestag als Gruppe vertreten. Darüber hinaus zog sie bei der Europawahl 2024 mit sechs Abgeordneten ins Europäische Parlament ein und wurde im Herbst des Jahres mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage von Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt, wo sie seitdem jeweils die drittstärkste Kraft stellt. In Thüringen ist die Partei seit Dezember 2024 zudem an der Landesregierung beteiligt; in Brandenburg war sie es von Dezember 2024 bis Januar 2026 im Kabinett Woidke V. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte sie knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasste den Einzug in den 21. Deutschen Bundestag. Eine Ende 2025 beschlossene Umbenennung der Partei in Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft ist für Oktober 2026 vorgesehen.
08.01.2020
Ukraine-International-Airlines-Flug 752 wird wenige Minuten nach dem Start in Teheran (Iran) abgeschossen. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Kiew (Ukraine). Alle 176 Personen an Bord, davon 167 Passagiere und neun Crew-Mitglieder, kommen ums Leben.
Der Ukraine-International-Airlines-Flug 752 war ein internationaler Linienflug von Teheran (Iran) nach Kiew (Ukraine), bei dem am 8. Januar 2020 eine Boeing 737-800 der Ukraine International Airlines (UIA) kurz nach dem Start durch zwei iranische Flugabwehrraketen abgeschossen wurde. Unter den 167 Passagieren und 9 Besatzungsmitgliedern gab es keine Überlebenden.
08.01.2018
Trotz Protesten wird die als „Immerather Dom“ bekannt gewordene Pfarrkirche St. Lambertus zugunsten des Braunkohle-Tagebaues Garzweiler abgerissen.
St. Lambertus war eine römisch-katholische Pfarrkirche im Ortsteil Immerath der Stadt Erkelenz in Nordrhein-Westfalen. Sie war dem Bistum Aachen zugeordnet. Kirchenpatron des 1890 fertiggestellten neoromanischen Sakralbaues war der heilige Lambert von Lüttich. Der Patronatstag der Kirche war der 18. September. Seit dem 14. Mai 1985 stand die Kirche als Baudenkmal unter Denkmalschutz, wurde aber trotz Protesten am 8. Januar 2018 zugunsten des Braunkohle-Tagebaues Garzweiler abgerissen. Sie war die einzige Kirche im Kreis Heinsberg mit einer Doppelturmfassade. Im Volksmund war das Bauwerk auch als Immerather Dom bekannt.
08.01.2017
Mit sieben gewonnenen Golden Globe Awards stellt das Filmmusical La La Land einen neuen Rekord auf.
Die 74. Verleihung der Golden Globe Awards fand am 8. Januar 2017 im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills statt. Die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) stimmten über die besten amerikanischen und ausländischen Film- und Fernsehproduktionen sowie Künstler des Vorjahres ab, die im Rahmen eines Galadinners geehrt wurden.
08.01.2011
Beim Attentat von Tucson auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords wird die Mandatsträgerin aus Arizona am Kopf schwer verletzt. Der Täter erschießt anschließend sechs Personen und verletzt dreizehn weitere teils schwer, ehe er überwältigt werden kann.
Beim Attentat von Tucson wurden am 8. Januar 2011 kurz nach zehn Uhr morgens Ortszeit Besucher einer öffentlichen Bürgerfragestunde der demokratischen Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords attackiert. Das Attentat geschah in einem Einkaufszentrum in Casas Adobes, etwa 17 Kilometer nördlich der Stadt Tucson, im US-Bundesstaat Arizona. Gabrielle Giffords war das erste Ziel und wurde durch einen gezielten Kopfschuss aus nächster Nähe schwer verletzt. Nachfolgend wurden sechs Personen getötet, darunter der für Arizona zuständige Bundesrichter John McCarthy Roll und ein neunjähriges Mädchen, 13 weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Der Attentäter wurde von Teilnehmern überwältigt und anschließend von der Polizei verhaftet. Er wurde später von den Behörden als der 22-jährige Jared Lee Loughner identifiziert.
08.01.2010
Zwei Tage vor Beginn der Fußball-Afrikameisterschaft in Angola wird die Nationalmannschaft Togos, die sich auf dem Weg zu ihrem Spielort befindet, an der Grenze zwischen der Republik Kongo und der angolanischen Exklave Cabinda von Unbekannten angegriffen. Beim Beschuss des Mannschaftsbusses werden der Assistenztrainer Améleté Abalo, der Pressesprecher Stanislaus Ocloo und der Busfahrer getötet, sowie mehrere Delegationsmitglieder und Spieler schwer verwundet. Die CAF lehnt Forderungen nach einer Turnierabsage ab, die togoischen Spieler entscheiden sich ihrerseits trotz des Vorfalls zur weiteren Teilnahme. Zwei Tage nach dem Attentat reist die Mannschaft auf Anweisung ihrer Regierung schließlich vom Turnier ab und wird tags darauf auch offiziell disqualifiziert und aus dem Spielplan gestrichen.
Der Afrika-Cup 2010 war die 27. Ausspielung der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft im Fußball und fand vom 10. bis 31. Januar in Angola statt. Sponsor des Turniers war das Telekommunikationsunternehmen Orange. Der offizielle Name des Turniers wurde dementsprechend in Orange Africa Cup of Nations 2010 geändert.
08.01.2004
Das zu diesem Zeitpunkt größte Passagierschiff der Welt wird in Southampton von der britischen Königin Elisabeth II. auf den Namen Queen Mary 2 getauft.
Ein Passagierschiff oder Fahrgastschiff (FGS) ist ein Wasserfahrzeug spezieller Konstruktion, Ausrüstung und Einrichtung zur Beförderung und Versorgung von Personen (Passagieren) auf Binnenwasserstraßen (Binnenpassagierschiff), auf Küstengewässern oder über See. Passagierschiffe mit Übernachtungsmöglichkeit nennt man Kabinenschiffe, solche ohne Kabinen sind Tagesausflugsschiffe. Die Fahrgäste werden Passagiere genannt. Heute handelt es sich meistens um Touristen.
08.01.2003
Im Kosciuszko-Nationalpark in der Nähe der australischen Hauptstadt Canberra brechen auf Grund mehrerer Blitzschläge nach einer sommerlichen Trockenperiode mehrere Buschbrände aus, die sich in den nächsten Tagen zu einer der größten Naturkatastrophen Australiens entwickeln.
Der Kosciuszko-Nationalpark ist ein 6734,92 km² großes Naturschutzgebiet im australischen Bundesstaat New South Wales, etwa 350 km südwestlich der Metropole Sydney.
08.01.1996
Bei der Flugzeugkatastrophe von Kinshasa stürzt eine Antonow An-32 der African Air, einem Tochterunternehmen der Scibe Airlift, nach einem missglückten Start in einen Marktplatz in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. 350 Menschen sterben.
Die Flugzeugkatastrophe von Kinshasa ereignete sich am 8. Januar 1996 um 12:43 Uhr Ortszeit, als eine Antonow An-32B auf dem Flughafen Kinshasa-N’Dolo beim Start über das Startbahnende hinausschoss und in einen angrenzenden Marktplatz raste. Dieser Unfall ist der bislang schwerste Flugunfall auf dem afrikanischen Festland und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der Flugunfall, welcher weltweit die höchste Anzahl von Opfern am Boden forderte.
08.01.1994
Das russische Raumschiff Sojus startet auf seiner Mission Sojus TM-18 zur Raumstation Mir. An Bord befindet sich unter anderem der Bordarzt Waleri Wladimirowitsch Poljakow, der mit über 437 Tagen im All einen Weltrekord für einen andauernden Raumflug aufstellen wird.
Sojus [sʌˈjuz] ist der Name einer Reihe von bemannten sowjetischen, später dann russischen Raumschiffen für Besatzungen von bis zu drei Personen. Das während der 1960er-Jahre im Experimental-Konstruktionsbüro-1 (OKB-1) unter Leitung von Sergei Koroljow bzw. seit 1966 in der Nachfolgeorganisation, dem Zentralen Konstruktionsbüro für Experimentalen Maschinenbau unter Wassili Mischin entwickelte und anschließend mehrfach modifizierte Sojus-Raumschiff wurde zu einer bemannten Fähre für die Raumstationen der Saljut-Reihe, später für die Mir und derzeit für die Internationale Raumstation (ISS). Das Sojus-Raumschiff ist seit 1967 im Einsatz und inzwischen eines der sichersten Transportsysteme in der Raumfahrt. Als Träger dient die Sojus-Rakete, die in der russischen Tradition, Raketen in der Öffentlichkeit nach ihrer ersten Nutzlast zu benennen, ihren Namen erhielt.
08.01.1979
In der Akte von Montevideo akzeptieren Argentinien und Chile die päpstliche Vermittlung im Beagle-Konflikt.
Argentinien ist eine Republik im Süden Südamerikas. Sie grenzt im Süden und Westen an Chile, im Norden an Bolivien, im Nordosten an Paraguay und an Brasilien, im Osten an Uruguay und im Südosten an den Atlantischen Ozean.
08.01.1973
Das 1. Programm der ARD sowie das 3. Programm der Sender NDR, RB und SFB beginnen mit der Ausstrahlung der Vorschul- und Kinderserie Sesamstraße in deutscher Sprache.
Sesamstraße ist eine der erfolgreichsten Fernsehserien für Kinder im Vorschulalter. Die halbstündigen Folgen setzen sich aus sechs bis zehn kleineren, meist thematisch voneinander unabhängigen Einzelbeiträgen zusammen, die eine inhaltlich zusammenhängende Rahmenhandlung unterbrechen. Neben sketchartigen oder lehrreichen Puppendialogen, Trickfilmen und Kinderliedern gibt es oft auch Realfilmbeiträge über einfache Situationen aus dem Kinderalltag oder über die Herstellung eines Produkts. Die Fernsehserie wird von Sesame Workshop produziert, die ihren Sitz in New York City im 1 Lincoln Plaza hat. Eine anliegende Straße, die West 63rd Street, trägt in diesem Bereich als Zweitname die Bezeichnung „Sesame Street“.
08.01.1968
Ein mutmaßlich Geistesgestörter ritzt im Pariser Louvre mit einem Messer das Gemälde Die Jungfrau mit den Engeln von Peter Paul Rubens durch.
Das Museum Louvre, kurz der Louvre , ist ein Kunstmuseum im 1. Arrondissement von Paris, der Hauptstadt Frankreichs. Er befindet sich im historischen Schloss Louvre, der ehemaligen Residenz der französischen Könige, am rechten Ufer der Seine. Infolge der Französischen Revolution wurde die frühere Kunstsammlung der Könige am 27. Juli 1793 zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, am 10. August 1793 dann als Zentrales Kunstmuseum der Republik mit einer Ausstellung von 537 Gemälden eröffnet, wobei der Großteil der Werke aus königlichem Besitz und konfisziertem Kirchenbesitz stammte. Nach Napoleon Bonapartes siegreichem Italienfeldzug (1796/97) wurden Kunstwerke in Italien von den Franzosen requiriert. Die so vergrößerte Sammlung wurde in Musée Napoléon umbenannt. Nach dem Ende des Napoleonischen Kaiserreichs (1815) wurde die Kunstsammlung wieder als Louvre bezeichnet. Die in den Napoleonischen Kriegen erbeuteten Kunstwerke wurden an ihre vorhergehenden Besitzer zurückgeführt. Das nationale Element in der nun wieder als Louvre bezeichneten Kunstsammlung trat so wieder in den Vordergrund. Bis heute ist die Kunstsammlung auf mehr als 380.000 Objekte gewachsen, von denen etwa 35.000 ausgestellt sind. Mit 72.735 Quadratmetern Fläche und 9,6 Millionen Besuchern im Jahr 2019 ist der Louvre das größte und meistbesuchte Kunstmuseum der Welt.
08.01.1963
Das deutsche Bundesurlaubsgesetz wird verkündet.
Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) regelt den Erholungsurlaub für Arbeitnehmer in Deutschland.
Fast 27 Jahre nach dem Verriss durch Stalin wird eine überarbeitete und entschärfte Version der Oper Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch unter dem Titel Katerina Ismailowa uraufgeführt.
Lady Macbeth von Mzensk ist eine Oper in 4 Akten von Dmitri Schostakowitsch und Alexander Preis nach Nikolai Leskows gleichnamiger Erzählung. Die von Schostakowitsch überarbeitete zweite Fassung der Oper trägt den Titel Katerina Ismailowa.
08.01.1961
In einem Referendum entscheiden sich 75 Prozent der französischen Wähler für die Unterstützung der Politik Charles de Gaulles, die auf ein unabhängiges Algerien hinausläuft.
Am 8. Januar 1961 fand ein Referendum in Frankreich zur Selbstbestimmung Algeriens statt. 72,7 Prozent der Abstimmenden befürworteten das von Staatspräsident Charles de Gaulle favorisierte Gesetz zur Autonomie Algeriens.
08.01.1959
Charles de Gaulle wird erster Staatspräsident der Fünften Republik in Frankreich.
Charles André Joseph Marie de Gaulle war ein französischer General und Staatsmann.
Fidel Castro erreicht Havanna und vollendet damit den Sieg der Revolution in Kuba.
Fidel Alejandro Castro Ruz [fiˈðel ˈkastɾo ˈrus ( audio)] war ein kubanischer Revolutionär, kommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und diktatorisch regierender Regierungschef bzw. Staatspräsident Kubas sowie erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas.
08.01.1958
Bobby Fischer gewinnt als Vierzehnjähriger die United States Chess Championship und ist damit der jemals jüngste Schachmeister in den USA sowie – bis 1991 – weltweit.
Robert James „Bobby“ Fischer war ein US-amerikanischer Schachspieler. Er war von 1972 bis 1975 der 11. Schachweltmeister. Als 16-Jähriger nahm er am Kandidatenturnier teil, dessen Sieger den Weltmeister herausfordern durfte. Den Titel gewann er 1972 in einem als Match des Jahrhunderts bezeichneten Wettkampf gegen Boris Spasski.
08.01.1955
Am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden wird die Revue-Operette Wir reisen um die Welt von Charles Kálmán unter dem Titel Der große Tenor uraufgeführt.
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein Fünf-Sparten-Theater. Das neubarocke Gebäude wurde 1892 bis 1894 durch den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II. vom Wiener Architekturbüro Fellner & Helmer als Königliches Theater errichtet. Es verfügt heute über die vier Bühnen Großes Haus, Kleines Haus, Studio und die externe Spielstätte Wartburg an der Schwalbacher Straße. Es hat ca. 600 Beschäftigte. Von August 2014 bis zum Januar 2024 war der Regisseur und Schauspieler Uwe Eric Laufenberg Intendant des Hessischen Staatstheaters. Seit der Spielzeit 2024/25 bilden Dorothea Hartmann und Beate Heine eine Doppelspitze als Intendantinnen.
08.01.1954
Elvis Presley nimmt in einem Tonstudio in Memphis/Tennessee die Stücke I’ll never stand in your way und Casual Love Affair auf.
Elvis Aaron Presley, häufig nur Elvis genannt, war ein US-amerikanischer Sänger, Musiker und Schauspieler. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Rock- und Popkultur des 20. Jahrhunderts und wird oft als „King of Rock ’n’ Roll“ oder einfach als „The King“ bezeichnet. Eine weitere Betitelung war früher auch „Elvis the Pelvis“, was seinem Hüftschwung bei den Auftritten zu verdanken war. Elvis Presley gilt mit wahrscheinlich über einer Milliarde verkauften Tonträgern als der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten.
08.01.1946
Die Braunschweiger Zeitung erscheint erstmals als Lizenzzeitung in der britischen Besatzungszone.
Die Braunschweiger Zeitung ist eine regionale Tageszeitung, die in Braunschweig erscheint und als Kopfblatt unter anderen Titeln im östlichen Niedersachsen verbreitet ist. Sie wurde in der BZV Medienhaus GmbH verlegt, die bis 1. Februar 2013 die Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH und Co. KG war und seit Ende Januar 2007 zur Funke Mediengruppe gehört. Seit dem 22. Juli 2020 firmiert sie unter dem Namen FUNKE Medien Niedersachsen GmbH. Im Februar 2021 wechselte die Chefredaktion von Armin Maus zunächst zu einer Doppelspitze. Seit Jahresbeginn 2024 ist Kerstin Loehr alleinige Chefredakteurin.
08.01.1942
Um den japanischen Vormarsch im Pazifikkrieg zu stoppen, gründen die Alliierten das gemeinsame Kommando ABDACOM in Singapur.
Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.
08.01.1940
Die Schlacht von Suomussalmi im Winterkrieg endet mit einem Erfolg für die finnischen Truppen. Es gelingt ihnen, den sowjetischen Versuch zu vereiteln, Finnlands Verkehrsverbindungen nach Schweden zu unterbrechen.
Die Schlacht von Suomussalmi fand im Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion vom 7. Dezember 1939 bis zum 8. Januar 1940 bei Suomussalmi statt. Die Rote Armee schickte mit der 163. Schützendivision und der 44. Motorisierten Schützendivision rund 36.000 Soldaten ins Feld. Die finnischen Kräfte mit einer Maximalstärke von rund 11.500 Soldaten zerschlugen die beiden sowjetischen Formationen und verhinderten so den Versuch, Finnlands Verkehrsverbindungen nach Schweden abzuschneiden. Die Schlacht bedeutete für Finnland einen propagandistischen Erfolg; sie beeinflusste den Kriegsverlauf aber nicht entscheidend.
08.01.1939
Der Sportklub Rapid Wien schlägt im Olympiastadion Berlin den FSV Frankfurt 3:1 im Tschammerpokal.
Das Olympiastadion Berlin befindet sich im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf im Ortsteil Westend. Es ist Teil des Olympiageländes und wurde von 1934 bis 1936 für die Spiele der XI. Olympiade mit einem Fassungsvermögen von seinerzeit 100.000 Zuschauern an der Stelle des zuvor dort befindlichen Deutschen Stadions errichtet. Heute ist das Olympiastadion Heimspielstätte des Fußballvereins Hertha BSC, der der Hauptnutzer des Stadions ist. Es bietet aktuell 73.856 Sitzplätze, davon 37.479 auf dem Unterring und 36.377 auf dem Oberring.
08.01.1927
An der Staatsoper in Dresden erfolgt die Uraufführung der einaktigen Oper Penthesilea von Othmar Schoeck nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Heinrich von Kleist.
Die Semperoper in Dresden ist die Spielstätte der Staatsoper Dresden, die als ehemalige königliche Hofoper Sachsens eine lange geschichtliche Tradition hat. Die Oper befindet sich am Theaterplatz im historischen Stadtkern von Dresden in der Nähe der Elbe. Sie ist nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt, der sie im Auftrag von König Johann 1871 bis 1878 im Stil der Neurenaissance erbaute. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Semperoper 1977 bis 1985 rekonstruiert.
08.01.1926
Abd al-Aziz ibn Saud lässt sich zum König von Hedschas und Nadschd, dem späteren Saudi-Arabien, ausrufen.
Abdulaziz bin Abdul Rahman bin Faisal Al Saud, auch bekannt als Ibn Saud entstammte der Saudi-Dynastie und war der erste König des modernen Saudi-Arabiens.
08.01.1918
In seinem 14-Punkte-Programm beschreibt US-Präsident Woodrow Wilson die von ihm geplante Friedensordnung in Europa nach dem Ersten Weltkrieg vor beiden Häusern des US-Kongresses. Ein zentraler Punkt dabei ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Als 14-Punkte-Programm werden die Grundzüge einer Friedensordnung für das vom Ersten Weltkrieg erschütterte Europa bezeichnet, die der amerikanische Präsident Woodrow Wilson am 8. Januar 1918 in einer programmatischen Rede vor beiden Häusern des US-Kongresses umriss.
08.01.1915
Erster Weltkrieg: Die Schlacht bei Soissons eröffnet nach mehreren Tagen der Ruhe die Kampfhandlungen im neuen Jahr. Die Auseinandersetzung dient von deutscher Seite als Ablenkungsangriff und Entlastung zu den gleichzeitig von den Franzosen gestarteten Angriffen in der Champagne und im Artois.
Der Erste Weltkrieg war ein bewaffneter Konflikt, der von 1914 bis 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt wurde. Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben, wobei die Schätzungen mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Etwa 40 Staaten beteiligten sich am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Die wichtigsten Kriegsbeteiligten waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich einerseits (Kriegsverlierer) sowie Frankreich, Großbritannien und sein Britisches Weltreich, Italien und die USA andererseits (Kriegsgewinner) sowie Russland.
08.01.1912
Im südafrikanischen Bloemfontein wird zur Bekämpfung der Benachteiligung und Unterdrückung der Schwarzen in Südafrika der South African Native National Congress, die Vorläuferorganisation des African National Congress, gegründet.
Bloemfontein [ˈblumfontəɪ̯n, ˈblomfontəɪ̯n] ist die sechstgrößte Stadt in der Republik Südafrika und Hauptstadt der Provinz Freistaat. Außerdem ist sie Sitz des obersten Berufungsgerichts. Sie hat 256.185 Einwohner und ist Sitz der Metropolgemeinde Mangaung.
08.01.1910
Am Carltheater in Wien findet die Uraufführung der Operette Zigeunerliebe von Franz Lehár statt. Das Libretto stammt von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky. Lehár kann mit dem Stück jedoch nicht ganz an den Erfolg von Die lustige Witwe anschließen.
Das Carltheater war das 1847 eröffnete Nachfolgehaus des Leopoldstädter Theaters, eines Altwiener Vorstadttheaters in der Praterstraße 31 im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt.
Der letzte Teil des von Gaston Leroux verfassten Fortsetzungsromans Le Fantôme de l’Opéra (Das Phantom der Oper) erscheint in der Zeitung Le Gaulois.
Gaston Louis Alfred Leroux war ein französischer Journalist und Schriftsteller. Weltbekannt ist er vor allem durch seinen Roman Das Phantom der Oper.
08.01.1899
Nach nur einem Sieg in 19 Spielen wird der anderthalb Jahre zuvor gegründete Erste Wiener Arbeiter-Fußball-Club in einer Krisensitzung in Sportklub Rapid Wien umbenannt. Das gilt heute als offizieller Gründungstag des Vereins.
Der Sportklub Rapid, kurz SK Rapid oder SCR, ist ein österreichischer Fußballklub. Er spielt in der Bundesliga und ist im Allianz Stadion im Wiener Stadtteil Hütteldorf beheimatet. Der Verein trägt die Farben Grün und Weiß, auswärts die Gründungsfarben Rot und Blau. Derzeit spielt er in der Österreichischen Bundesliga 2025/26
08.01.1893
Im Rahmen der Dundee Whaling Expedition entdeckt der Schiffskapitän Thomas Robertson im Weddell-Meer eine Insel, der er den Namen Dundee Island gibt.
Die Dundee Whaling Expedition (1892–1893) war eine Antarktisexpedition zum Zweck der Erforschung der Walfanggründe.
08.01.1889
Herman Hollerith meldet das Patent für ein System zur Verarbeitung von Lochkarten an und begründet damit die maschinelle Datenverarbeitung.
Herman Hollerith war ein US-amerikanischer Unternehmer und Ingenieur. Er war Erfinder des nach ihm benannten Hollerith-Lochkartenverfahrens in der Datenverarbeitung.
08.01.1877
In ihrer letzten großen Schlacht am Wolf Mountain unterliegen die Oglala-Sioux der US-Kavallerie. Häuptling Crazy Horse muss fliehen.
Die Oglala sind einer der sieben Unterstämme der Lakota aus der Sioux-Sprachfamilie.
08.01.1867
Im District of Columbia erhalten Afroamerikaner das Wahlrecht.
Der District of Columbia oder Washington, D.C. ist Bundesdistrikt, Regierungssitz und seit 1800 die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Der Distrikt grenzt an die Bundesstaaten Virginia und Maryland, ist aber selbst kein Bundesstaat und keinem zugehörig. Er ist vielmehr dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt. Trotz Namensgleichheit mit dem Bundesstaat Washington an der Westküste der Vereinigten Staaten wird Washington, D.C. im deutschen Sprachraum meist nur „Washington“ genannt; D.C. steht dabei für den District of Columbia.
08.01.1856
Der Chemiker John A. Veatch entdeckt das erste Borax-Vorkommen in den Vereinigten Staaten.
John Allen Veatch war ein US-amerikanischer Chirurg, Offizier, Landvermesser und Wissenschaftler. Er war das erste Kind von Isaac und Lucinda (Ramsey) Veatch.
08.01.1839
Am Teatro alla Scala in Mailand wird die Oper Romilda von Ferdinand von Hiller uraufgeführt.
Die Mailänder Scala, italienisch Teatro alla Scala, in Mailand, auch kurz Scala, ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Es liegt an der Piazza della Scala, nach der das Opernhaus benannt wurde. Der Platz hat den Namen von der Kirche Santa Maria della Scala erhalten, die hier 1381 errichtet worden war und die nach der Stifterin Beatrice Regina della Scala, der Frau von Bernabò Visconti, benannt wurde. Die Mailänder Scala bietet Platz für 2.030 Zuschauer.
08.01.1815
In Unkenntnis der Unterzeichnung des Friedensvertrages von Gent bezwingen US-Milizionäre unter Andrew Jackson in der Schlacht von New Orleans ein britisches Invasionsheer unter Sir Edward Michael Pakenham. Damit endet der Krieg von 1812.
Der Friede von Gent beendete am 24. Dezember 1814 die gegenseitigen Kriegshandlungen der Briten und Amerikaner im Britisch-Amerikanischen Krieg 1812–1815. Der Vertrag stellte im Wesentlichen den Status quo der Vorkriegszeit wieder her.
08.01.1812
Am Teatro San Moisè in Venedig erfolgt die Uraufführung der Oper L’inganno felice (Der geglückte Betrug) von Gioachino Rossini.
Das Teatro San Moisè war ein Opernhaus in Venedig, das von 1640 bis 1818 Bestand hatte. Es lag in herausragender Lage in der Nähe des Palazzo Giustiniani und der Kirche San Moisè nahe der Mündung des Canal Grande.
08.01.1811
Im Orleans-Territorium beginnt der Sklavenaufstand an der German Coast, der zwei Tage später von einer Pflanzer-Miliz niedergeschlagen wird.
Das Orleans-Territorium war ein historisches Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten, das zwischen 1804 und 1812 bestand. Es war der erste Teil, der aus dem Louisiana Purchase abgetrennt wurde, einem Gebiet, das die Vereinigten Staaten 1803 von Frankreich gekauft hatten. Alles von dem Louisiana Purchase südlich des 33. Breitengrades wurde zum Orleans-Territorium und der restliche Teil wurde der District of Louisiana. Das Orleans-Territorium wurde am 1. Oktober 1804 durch den Organic Act vom 26. März 1804 geschaffen. Am 30. April 1812 wurde Louisiana als 18. Staat in die Union aufgenommen.
08.01.1806
Großbritannien erobert die 1803 an die Batavische Republik zurückgegebene Kapkolonie nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe mit dem napoleonischen Frankreich und dessen Verbündeten zurück und macht sie zur Absicherung des Seewegs nach Indien zur britischen Kolonie.
Die Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland umfasst die Geschichte der seit dem Act of Union 1800 unter der Herrschaft der britischen Krone zusammengefassten Territorien England, Schottland und Irland bis zum Anglo-Irischen Vertrag von 1921, der die Unabhängigkeit Südirlands einleitete.
08.01.1788
Die tragikomische Oper Axur, re d’Ormus von Antonio Salieri mit dem Libretto von Lorenzo Da Ponte wird am Wiener Burgtheater uraufgeführt und avanciert bald darauf zu einer der bekanntesten und beliebtesten Opern Salieris.
Axur, re d’Ormus ist eine tragikomische Oper in fünf Akten von Antonio Salieri, dem angehenden Hofkapellmeister Kaiser Josephs II. Das Libretto adaptierte Lorenzo Da Ponte nach demjenigen von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais zu Tarare, der Pariser Urfassung des Werkes. Die Uraufführung fand am 8. Januar 1788 am Wiener Burgtheater statt.
08.01.1780
Täbris und die umgebende Region werden von einem schweren Erdbeben völlig verwüstet. Mindestens 50.000 Menschen sterben durch die Naturgewalt.
Täbris oder Tabris, geschrieben auch Täbriz (persisch تبريز Tabriz, DMG Tabrīz), ist die Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan im Norden Irans. Mit knapp 1,56 Mio. Einwohnern (2016) ist Täbris eines der größten kulturellen Zentren des iranischen Aserbaidschan und der iranischen Aserbaidschaner. Es war seit 1408 die Hauptstadt der turkmenischen Qara Qoyunlu, ab 1467 die der ebenfalls turkmenischen Aq Qoyunlu, und schließlich im 16. Jahrhundert Hauptstadt der Dynastie der Safawiden bis zu deren Umzug nach Qazvin 1548. Im frühen 20. Jahrhundert war Täbris die größte Stadt Persiens.
08.01.1753
Die Uraufführung der Oper Attilio Regolo von Niccolò Jommelli auf das Libretto von Pietro Metastasio findet am Teatro delle Dame in Rom statt.
Attilio Regolo ist ein Opern-Libretto in drei Akten von Pietro Metastasio. Es wurde 1740 für eine am Namenstag Kaiser Karls VI. geplante Aufführung geschrieben, die jedoch durch dessen Tod vereitelt wurde. Erstmals aufgeführt wurde es in der Vertonung von Johann Adolph Hasse am 12. Januar 1750 in Dresden.
08.01.1745
In einer Quadrupelallianz finden sich während des Zweiten Schlesischen Kriegs Österreich, Großbritannien, die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen und Sachsen in Warschau zusammen, um die preußische Expansion einzudämmen. Das Bündnis wird im selben Jahr durch den Frieden von Dresden hinfällig.
Der Zweite Schlesische Krieg (1744–1745) war sowohl Teil des Österreichischen Erbfolgekrieges als auch des Konflikts um die Vorherrschaft in Schlesien zwischen Preußen und Österreich. Während König Friedrich II. von Preußen mit Frankreich verbündet war, bildete Österreich unter Maria Theresia eine Allianz mit Sachsen, Großbritannien und den Niederlanden.
08.01.1735
Georg Friedrich Händels Oper Ariodante wird am Covent Garden Theatre in London uraufgeführt. Es ist Händels zweite Oper, die auf Ludovico Ariostos Der rasende Roland basiert. Das Libretto stammt von Antonio Salvi. Die Hauptrollen werden von Giovanni Carestini und Anna Maria Strada gesungen.
Ariodante ist eine Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel, die ihre Uraufführung am 8. Januar 1735 im Theatre Royal, Covent Garden in London erlebte. Das Libretto basiert auf einer Vorlage von Antonio Salvi. Es ist die zweite in Händels „Trilogie“ von Opern nach Ariosts Orlando furioso, zusammen mit Orlando (1733) und der einige Monate später uraufgeführten Alcina. Jeder Akt enthält auch Tanzszenen, die für die berühmte Tänzerin Marie Sallé und ihre Compagnie komponiert wurden.
08.01.1706
Im Gemetzel von Aidenbach wird der letzte Widerstand revoltierender bayerischer Bauern im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges gegen die kaiserlich-habsburgische Besatzung gebrochen.
Die Schlacht von Aidenbach fand am 8. Januar 1706 zwischen ca. 3.000 Aufständischen der bayerischen Landesdefension und kaiserlichen Truppen des Habsburger Kaisers Joseph I. unter Generalwachtmeister Georg Friedrich von Kriechbaum statt. Sie fand im Rahmen der Erhebung der bayerischen Bevölkerung gegen die kaiserliche Besatzung während des Spanischen Erbfolgekriegs statt.
08.01.1705
Am Theater am Gänsemarkt in Hamburg erfolgt mit durchschlagendem Erfolg die Uraufführung von Georg Friedrich Händels erster Oper Almira, Königin von Castilien unter der Leitung von Reinhard Keiser.
Die Oper am Gänsemarkt in Hamburg war von 1678 bis 1738 das erste und wichtigste bürgerlich-städtische Theater im deutschen Sprachraum. Die Einweihung des Hauses fand am 2. Januar 1678 statt. Mit zweitausend Plätzen übertraf es alle zeitgenössischen Theaterräume. Danach diente es mobilen Opern- und Theatertruppen bis 1763 als Bühne. Um 1764 wurde das Haus abgerissen.
08.01.1687
Beim Dirigieren einer neuen Motette rammt sich Jean-Baptiste Lully den Taktstock in den Fuß. Es entwickelt sich Wundbrand. Da er es ablehnt, eine Zehe amputieren zu lassen, stirbt er einige Wochen später an der Verletzung.
Motette ist in der mehrstimmigen Vokalmusik ein Gattungsbegriff, der seit dem 13. Jahrhundert anzutreffen ist. Der Begriff beschreibt im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche musikalische Formen: Unterschiedlicher Text in den verschiedenen Stimmen und ein wiederkehrender Rhythmus in der Unterstimme (Isorhythmie) kennzeichnen die frühe Motette bis zum 15. Jahrhundert; die spätere Motette ist typischerweise geistliche Musik, in der zu den Singstimmen auch Instrumente hinzutreten können. Das weltliche Pendant zur Motette bildet das Madrigal.
08.01.1499
Der französische König Ludwig XII. und Anne de Bretagne heiraten in der Kapelle von Schloss Nantes.
Ludwig XII. war von 1498 bis 1515 König von Frankreich und ein Angehöriger des Hauses Valois-Orléans, einer Nebenlinie des Hauses Valois.
08.01.1455
In der Bulle Romanus Pontifex überträgt Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V., dessen Onkel Heinrich dem Seefahrer und ihren Nachkommen ganz Afrika, das alleinige Schifffahrtsrecht dort, das Handelsmonopol und das Recht, „Ungläubige“ in die Sklaverei zu führen.
Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei in feierlicher Form ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel ad perpetuam rei memoriam.
08.01.1297
Truppen unter Francesco Grimaldi dringen als Franziskaner verkleidet in die Festung von Monaco ein und begründen damit die erste Übernahme Monacos durch die Grimaldis, die allerdings nur vier Jahre dauern wird. Francescos Cousin Raniero Grimaldi übernimmt als Familienoberhaupt die Staatsführung.
Francesco Grimaldi, genannt Malizia oder „der Listige“, war der Anführer der Guelfen, die in der Nacht des 8. Januar 1297 die Festung Monaco eroberten.
08.01.1198
Lotario Conti, Graf von Segni wird als Nachfolger von Coelestin III. zum Papst gewählt und nimmt den Namen Innozenz III. an.
Coelestin III. war vom 30. März 1191 bis zu seinem Tode Papst der römisch-katholischen Kirche.
08.01.0871
In der Schlacht von Ashdown besiegt der König von Wessex, Æthelred, das Invasionsheer der dänischen Nordmannen.
Die Schlacht von Ashdown fand am 8. Januar 871 in der Nähe von Ashdown, Berkshire, England, statt. Ashdown, aus altenglisch Æscesdūn über Ashdune abgeleitet, bedeutet Eschenhügel. Der genaue Ort ist bis heute unbekannt, da der Name sehr verbreitet war, so dass nur Vermutungen möglich sind.