Historische Ereignisse am Samstag, 8. November
78 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 8. November statt — von -63 bis 2016. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Das Jahr 2011 markierte in der europäischen Geschichte einen Wendepunkt mit bedeutsamen Ereignissen. Beate Zschäpe, Rechtsterroristin des Nationalsozialistischen Untergrunds, stellte sich nach viertägiger Flucht in Jena der Polizei und wurde damit einer der meistgesuchten Personen in Deutschland gefasst. Im gleichen Jahr startete die russische Raumsonde Phobos-Grunt zur Erforschung des Marsmondes, scheiterte jedoch aufgrund einer fehlerhaften Ausrichtung und verglühte später über dem Pazifik. Diese Ereignisse zeigten sowohl die innenpolitischen Herausforderungen Europas als auch die technologischen Grenzen der Weltraumforschung zu Beginn des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts.
Auch politische Umbrüche prägten die nähere Vergangenheit nachhaltig. Im Jahr 2016 gewann Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl, was weltweite Auswirkungen hatte und die politische Landschaft veränderte. Etwa zeitgleich kündigte der indische Premierminister Narendra Modi die Demonetisierung großer Geldscheine an, was etwa 86 Prozent der zirkulierenden Geldmenge in Indien betraf und massive wirtschaftliche Konsequenzen mit sich brachte.
Am Samstag, dem 8. November 2025, zeigt sich das Wetter bedeckt bei neun Grad Celsius. Der Himmel ist überwiegend grau, und die Luftfeuchte liegt bei 78 Prozent. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, während die Sonne im Sternzeichen Skorpion steht.
DayAtlas dokumentiert für jedes Datum Wetterbegebenheiten, historische Ereignisse, berühmte Geburtstage und Todestage an jedem beliebigen Ort der Welt.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 17. April.
08.11.2016
Donald Trump, Kandidat der Republikanischen Partei, gewinnt die US-Präsidentschaftswahl. Die Republikaner erreichen zudem wieder die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses.
Donald John Trump [ˈdɑn.əld dʒɑn tɹɐmp] ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er war von 2017 bis 2021 der 45. und ist seit dem 20. Januar 2025 der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Außerdem ist er Unternehmer und ehemaliger Showmaster. Er gilt als einer der umstrittensten Politiker der US-Geschichte und ist der erste Präsident, gegen den zwei Amtsenthebungsverfahren angestrengt wurden und der sich nach seiner ersten Präsidentschaft mit mehreren Strafprozessen konfrontiert sieht – unter anderem wegen Verschwörung gegen die USA. Er ist der erste strafrechtlich verurteilte US-Präsident.
Demonetisierung in Indien 2016: Indiens Premierminister Narendra Modi verkündet die Entwertung aller 500- und 1000-Rupien-Banknoten, was etwa 86 % der zirkulierenden Geldmenge betrifft.
Die Demonetisierung in Indien 2016 war ein drastischer Eingriff in die Geldwirtschaft in Indien, der erhebliche Turbulenzen in der gesamten indischen Wirtschaft auslöste. Am 8. November 2016 erklärte Indiens Premierminister Narendra Modi während einer Fernsehansprache, dass ab dem Folgetag alle 500- und 1000-Rupien -Banknoten nicht mehr als Zahlungsmittel gültig sein würden und bis Jahresende bei den Banken eingezahlt bzw. umgetauscht werden müssten. Die Erklärung Modis kam völlig überraschend ohne vorherige Ankündigung. Selbst der Großteil der Minister des Kabinetts hatte erst eine Stunde vor der Ansprache von der Maßnahme erfahren. Diese Geldentwertung betraf 22 Milliarden Banknoten im Gegenwert von etwa 12 Prozent des indischen Bruttoinlandproduktes und 86 Prozent der in Umlauf befindlichen Geldmenge. Als Begründung führte Modi an, dass der Kampf gegen Schwarzgeld, Korruption und Geldfälscher diesen Schritt notwendig mache. Um den Geldwäschern, Fälschern etc. keine Möglichkeit der Vorbereitung zu geben, sei die strenge Geheimhaltung und die abrupte Umsetzung der Maßnahme erforderlich gewesen. Ob die Maßnahmen der indischen Volkswirtschaft längerfristig insgesamt mehr genützt oder geschadet haben, wird unter Wirtschaftsexperten bisher kontrovers diskutiert.
08.11.2011
Beate Zschäpe, Rechtsterroristin des Nationalsozialistischen Untergrunds, stellt sich nach viertägiger Flucht in Jena der Polizei.
Beate Zschäpe ist eine deutsche Rechtsextremistin und ein Mitglied der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Als Hauptangeklagte im NSU-Prozess wurde sie am 11. Juli 2018 als Mittäterin bei der Ermordung von zehn Menschen und wegen anderer Taten vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Das Urteil ist rechtskräftig.
Die russische Raumsonde Phobos-Grunt, zur Erforschung des Marsmondes Phobos, wird gestartet. Durch eine fehlerhafte Ausrichtung der Sonde erreicht sie allerdings nicht die vorgesehene Flugbahn Richtung Mars, sondern verbleibt im Erdorbit. Am 15. Januar 2012 tritt Phobos-Grunt in die Erdatmosphäre ein und verglüht über dem Pazifik.
Phobos-Grunt war eine russische Raumsonde, die auf dem Marsmond Phobos landen, dort Proben nehmen und in einer kleinen Rückkehrkapsel zur Erde bringen sollte. Weiterhin sollte die auf dem Phobos verbleibende Landestation über längere Zeit den Mars und Phobos untersuchen. Die Mission scheiterte.
08.11.2006
Nach der verheerenden Wahlniederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten am Vortag tritt Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zurück. Sein Nachfolger wird Robert Gates.
Die Republikanische Partei, auch als Republikaner oder Grand Old Party bezeichnet, ist mit ca. 37,4 Millionen registrierten Anhängern nach der Demokratischen Partei die kleinere der beiden großen politischen Parteien in den Vereinigten Staaten. Die Partei deckt dabei ein sehr breites politisches Spektrum mit klassisch konservativen, wirtschaftsliberalen, libertären und evangelikal-christlichen Positionen ab, positioniert sich aber spätestens seit der ersten Präsidentschaft von Donald Trump vielfach rechtspopulistisch bis rechtsextrem und vertritt in den 2020er Jahren weitgehend illiberale und mitunter autoritäre Standpunkte.
08.11.2005
Ellen Johnson-Sirleaf gewinnt die Präsidentschaftswahl in Liberia und wird damit als erste Frau zum Staatsoberhaupt eines afrikanischen Staates gewählt.
Ellen Johnson Sirleaf ist eine liberianische Ökonomin und Politikerin. Sie war vom 16. Januar 2006 bis zum 22. Januar 2018 die 24. Präsidentin von Liberia und die erste Frau, die durch eine Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. 2011 erhielt sie den Friedensnobelpreis.
08.11.2004
In der Folge des Irakkriegs beginnen US-amerikanische Truppen im Irak mit der Operation Phantom Fury gegen sunnitische Aufständische in Falludscha.
Der Irakkrieg oder Dritte Golfkrieg war eine Militäroperation der USA, des Vereinigten Königreichs und einer „Koalition der Willigen“ im Irak. Er begann am 20. März 2003 mit einer Shock-and-Awe-Operation und führte zur Eroberung der Hauptstadt Bagdad sowie zum Sturz von Saddam Hussein, einem diktatorisch regierenden Baathisten. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet.
08.11.2003
Der fünfte Harry-Potter-Band Harry Potter und der Orden des Phönix erscheint in deutscher Übersetzung.
Harry Potter ist eine Kinder- und Jugendromanreihe der britischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling. Erzählt wird die Geschichte der titelgebenden Figur Harry Potter, der an seinem elften Geburtstag von seiner magischen Herkunft erfährt und fortan Schüler des Zaubererinternats Hogwarts ist. Jeder der sieben Bände beschreibt ein Schul- und Lebensjahr von Harry Potter, seinen Freunden und Antagonisten. Die Buchreihe inklusive dreier Ableger wurde weltweit über 600 Millionen Mal verkauft und in 85 Sprachen übersetzt. Damit gilt sie als kommerziell erfolgreichste der modernen Literaturgeschichte. Allein in deutscher Sprache wurden über 37 Millionen Harry-Potter-Bücher verkauft.
08.11.2002
Im Irak-Konflikt beschließt der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1441, mit der der Irak aufgefordert wird, den UN-Sicherheitsinspekteuren und der IAEO unbeschränkten Zugang zu den Produktionsanlagen von Waffen zu gewähren.
Die Irak-Krise 2003 war ein Zerwürfnis in der Europäischen Union und der NATO über das Verhalten zum geplanten und laufenden Irakkrieg jenes Jahres. Infolge des unilateralen Vorgehens der US-Regierung unter George W. Bush spaltete sich die europäische Staatengemeinschaft in Teilnehmer an der sogenannten Koalition der Willigen, die den Irakkrieg wegen der angegebenen Begründung auch ohne UN-Mandat unterstützte, und Staaten, die diese Teilnahme ablehnten sowie den Irakkrieg als Angriffskrieg und somit als Völkerrechtsbruch ansahen.
08.11.1998
In einem Referendum in Neukaledonien stimmen die Abstimmenden dem einige Monate zuvor unterzeichneten Abkommen von Nouméa zu.
Am 8. November 1998 wurde in Neukaledonien ein Referendum abgehalten, bei dem es um die Annahme des Abkommens von Nouméa ging. Eine Mehrheit von 72 Prozent der Abstimmenden nahm das Abkommen an.
08.11.1994
Nach 40 Jahren hat die Republikanische Partei in den USA wieder die Mehrheit in beiden Häusern (Senat und Repräsentantenhaus), was den Handlungsfreiraum für den demokratischen Präsidenten Bill Clinton deutlich einengt.
Die Republikanische Partei, auch als Republikaner oder Grand Old Party bezeichnet, ist mit ca. 37,4 Millionen registrierten Anhängern nach der Demokratischen Partei die kleinere der beiden großen politischen Parteien in den Vereinigten Staaten. Die Partei deckt dabei ein sehr breites politisches Spektrum mit klassisch konservativen, wirtschaftsliberalen, libertären und evangelikal-christlichen Positionen ab, positioniert sich aber spätestens seit der ersten Präsidentschaft von Donald Trump vielfach rechtspopulistisch bis rechtsextrem und vertritt in den 2020er Jahren weitgehend illiberale und mitunter autoritäre Standpunkte.
08.11.1991
Auf den Philippinen fordern ein Wirbelsturm und die folgende Sturmflut das Leben von 7.000 Menschen.
Die Philippinen sind ein Staat und Archipel mit 7641 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Sie bilden den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Fläche. Mit rund 110 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der vierzehntgrößte Staat der Welt. Die Bevölkerung besteht aus dutzenden verschiedenen Ethnien und Kulturen.
08.11.1990
Der albanische Staatschef Ramiz Alia kündigt an, die seit 1967 geschlossenen Moscheen und Kirchen wieder öffnen zu wollen.
Albanien amtlich Republik Albanien ist ein Staat mit einer Fläche von 28.748 km² auf der westlichen Balkanhalbinsel. Das Staatsgebiet grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Die Westgrenze wird durch die Küsten des Adriatischen und des Ionischen Meeres gebildet, womit das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeeres zählt. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Tirana, in deren Umkreis rund jeder Vierte der etwa 2,4 Millionen Bewohner Albaniens lebt.
08.11.1989
Im Zuge der Wende in der DDR strukturiert sich das Politbüro des Zentralkomitees der SED um, wobei der zurückgetretene Vorsitzende des Ministerrates Willi Stoph ausscheidet. Egon Krenz bleibt Vorsitzender. Neben anderen tritt Hans Modrow als designierter neuer Vorsitzender des Ministerrates bei.
Als Wende oder friedliche Revolution in der DDR wird der Prozess gesellschaftspolitischen Wandels bezeichnet, der 1989 in der Deutschen Demokratischen Republik die Herrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) beendete, den Übergang zu einem parlamentarischen Regierungssystem nach westdeutschem Vorbild begleitete und die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 möglich machte.
Die Bewohner von Rüterberg rufen als Zeichen gegen die jahrelange Demütigung durch die DDR die Dorfrepublik Rüterberg aus.
Rüterberg ist ein Ortsteil der Stadt Dömitz im Südwesten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Bekannt wurde die Gemeinde durch den 1989 von ihren Bürgern ausgerufenen Status der Dorfrepublik Rüterberg. Von 1991 bis 2001 hieß die ehemalige Gemeinde offiziell Rüterberg , nachfolgend bis 2002 Rüterberg .
08.11.1988
Bei der US-Präsidentschaftswahl besiegt George H. W. Bush seinen demokratischen Konkurrenten Michael Dukakis und wird in der Folge vom Wahlmännerkollegium zum 41. Präsidenten der USA gewählt.
Die 51. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 8. November 1988 statt. Präsident Ronald Reagan konnte nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten. Gewählt wurde der damalige Vizepräsident George Bush, der sich gegen den Gouverneur von Massachusetts Michael Dukakis durchsetzte und damit der 41. Präsident der Vereinigten Staaten wurde.
08.11.1987
Durch einen Finalsieg über England gewinnt Australien den in Indien und Pakistan ausgetragenen vierten Cricket World Cup.
Die englische Cricket-Nationalmannschaft vertritt England und Wales auf internationaler Ebene in der Sportart Cricket. Sie ist Vollmitglied im International Cricket Council (ICC) und damit berechtigt, Tests gegen andere Vollmitglieder auszutragen. Das Team wird seit dem Januar 1997 vom Verband England and Wales Cricket Board (ECB) geleitet, der diese Aufgabe vom Test and County Cricket Board (TCCB) übernahm, der seinerseits 1968 die Nachfolge des Marylebone Cricket Clubs (MCC) war. Bis Anfang der 1990er Jahre vertrat sie formal ebenso Irland und Schottland, die seitdem eigenständige Mitglieder des ICC sind.
08.11.1983
Nähe Lubango, Angola, Afrika. Eine Boeing 737 der TAAG Angola Airlines stürzt kurz nach dem Start ab und explodiert. Alle 130 Menschen an Bord sterben.
Lubango [ˌlubañgu], bis 1975 Sá da Bandeira, ist eine Stadt im Südwesten Angolas und die Hauptstadt der Provinz Huíla. Die Stadt liegt etwa 750 km südlich von Luanda auf einer Hochebene (Huíla-Plateau). Beim Zensus 2014 zählte Lubango 776.249 Einwohner, bei der Schätzung 2019 waren es 903.564. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Die nächstgelegene Stadt ist Moçâmedes in etwa 150 Kilometer Entfernung, an der Küste des Atlantischen Ozeans gelegen. Die Bevölkerung der Stadt gehört überwiegend dem ethnischen Konglomerat der Nyaneka-Khumbi an, die in der Provinz Huíla vorherrschen. Stark angewachsen ist auch der Anteil der Ovimbundu, die aufgrund des Bürgerkriegs hierher geflohen sind. Die Ovambo stellen eine Minderheit dar. Die zur Kolonialzeit zahlreiche Gruppe der Angolaportugiesen ist nach der Unabhängigkeit auf wenige Hundert zusammengeschmolzen.
08.11.1977
Der griechische Archäologe Manolis Andronikos findet ungeplünderte Königsgräber beim Ort Vergina. Nach eigenen Angaben will er das Grab Philipps II. von Makedonien entdeckt haben, was nicht gesichert ist.
Manolis Andronikos war ein griechischer Archäologe und Professor an der Aristoteles-Universität Thessaloniki.
08.11.1973
Die Überreste des Arbre du Ténéré, des „isoliertesten Baums der Welt“, werden ins nigrische Nationalmuseum nach Niamey gebracht.
Der Arbre du Ténéré ist ein Orientierungspunkt in der Wüste Ténéré in Niger. Hier befand sich bis 1973 ein isolierter Baum.
08.11.1971
Die britische Rockband Led Zeppelin veröffentlicht ihr viertes Studioalbum, in der Regel schlicht Led Zeppelin IV genannt. Darauf enthalten ist mit Stairway to Heaven ihr bekanntestes Lied.
Led Zeppelin [ˌlɛdˈzɛplɪn] war eine britische Rockband. 1968 gegründet, gehört sie mit 300 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Bands überhaupt.
08.11.1969
Der erste deutsche Satellit namens Azur wird von der kalifornischen Vandenberg Air Force Base in eine Erdumlaufbahn gestartet. Er dient dem Einstieg in die bundesdeutsche Weltraumforschung.
Ein Satellit, früher auch Kunstmond, ist in der Raumfahrt ein künstlicher Raumflugkörper, der einen Himmelskörper auf einer elliptischen oder kreisförmigen Umlaufbahn zur Erfüllung wissenschaftlicher, kommerzieller oder militärischer Zwecke umkreist.
08.11.1968
In Wien endet eine UN-Konferenz mit internationalen Übereinkommen über Regelungen für den Straßenverkehr und über Straßenverkehrszeichen.
Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten und als globale internationale Organisation ein uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.
Als Letzter der britischen Postzugräuber wird Bruce Reynolds in Torquay festgenommen – nach über fünfjähriger Flucht vor der Polizei.
Der Große Postzugraub ist die Bezeichnung eines am 8. August 1963 auf den Postzug der britischen Royal Mail bei Mentmore verübten Überfalls. Die verantwortliche Bande erbeutete dabei 2.631.684 £.
08.11.1966
Der Kandidat der Republikanischen Partei, der frühere Schauspieler Ronald Reagan, wird zum Gouverneur von Kalifornien gewählt.
Ronald Wilson Reagan [ˈɹeɪgən] war ein US-amerikanischer Schauspieler und republikanischer Politiker. Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien und von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten.
Der vormalige Generalstaatsanwalt von Massachusetts, Edward Brooke, wird der erste Afroamerikaner, der durch Volkswahl in den Senat der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird.
Massachusetts ist ein Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Region Neuengland. Er grenzt im Osten an den Atlantischen Ozean und den Golf von Maine, im Süden an Connecticut und Rhode Island, im Norden an New Hampshire und Vermont und im Westen an New York. Massachusetts ist flächenmäßig der siebtkleinste Bundesstaat und mit einer Bevölkerung von rund 7,1 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat in Neuengland, der 16. bevölkerungsreichste in den USA insgesamt und auf Platz drei der am dichtesten besiedelten Staaten hinter New Jersey und Rhode Island.
08.11.1963
Nach dem Putsch am 2. November wird General Dương Văn Minh Chef der Militärjunta von Südvietnam.
war ein südvietnamesischer Politiker und General. Er galt als ein Vertreter der sogenannten „dritten Kraft“.
08.11.1962
In Belgien werden im Zuge des flämisch-wallonischen Konflikts die Sprachgrenzen offiziell gesetzlich festgelegt.
Als flämisch-wallonischen Konflikt versteht man den seit dem 19. Jahrhundert andauernden Streit zwischen den niederländisch- und den französischsprachigen Einwohnern Belgiens. Das Siedlungsgebiet der niederländischsprachigen Belgier konzentriert sich weitestgehend auf Flandern, und sie werden als Flamen bezeichnet. Mehr als drei Viertel der französischsprachigen Belgier, die auch als Frankophone bezeichnet werden, leben in der Wallonie. Frankophone stellen auch in der offiziell zweisprachigen Region Brüssel-Hauptstadt die Mehrheit der Bevölkerung und überwiegen zudem nach starkem Zuzug in den vergangenen Jahrzehnten in sechs zu Flandern gehörenden Gemeinden im Brüsseler Umland.
08.11.1960
Der Demokrat John F. Kennedy besiegt bei der US-Präsidentschaftswahl den Republikaner Richard M. Nixon knapp und wird damit zum bislang jüngsten US-Präsidenten gewählt.
John Fitzgerald Kennedy, privat „Jack“ genannt, später häufig nur bei seinen Initialen JFK, war als Politiker der Demokratischen Partei von 1961 bis zu seiner Ermordung im November 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er war nach Abraham Lincoln, James A. Garfield und William McKinley der vierte Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel.
In seinem Tabakbeschluss fällt das deutsche Bundesverfassungsgericht eine wichtige Entscheidung zum Schutzbereich der Religionsfreiheit.
Unter dem Namen Tabakbeschluss ist in der Rechtswissenschaft eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Schutzbereich der Religionsfreiheit, Art. 4 GG, bekannt. Dabei führt das Gericht einen „abendländischen Kulturvorbehalt“ ein, auf den es in späteren Entscheidungen aber nicht mehr rekurriert.
08.11.1959
Elgin Baylor erzielt im Basketballspiel der Minneapolis Lakers gegen die Boston Celtics mit 64 Punkten einen neuen NBA-Rekord.
Elgin Gay Baylor war ein US-amerikanischer Basketballspieler. Zwischen 1958 und 1971 spielte er in der nordamerikanischen Profiliga National Basketball Association (NBA) für das Team der Minneapolis Lakers / Los Angeles Lakers.
08.11.1954
Der äthiopische Kaiser Haile Selassie I. trifft zum ersten offiziellen Staatsbesuch der Bundesrepublik Deutschland ein.
Haile Selassie I. war Regent und letzter Negus Negest (Kaiser) von Äthiopien (1930–1974).
08.11.1949
Kambodscha erhält die formelle Unabhängigkeit von Frankreich als Mitglied der Französischen Union.
Die Geschichte Kambodschas umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreichs Kambodscha von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt mit den ersten Siedlungen, deren erste Spuren auf 4200 v. Chr. datiert werden können. Im engeren Sinne umfasst sie den Zeitraum der letzten 1200 Jahre, in dem sich das Reich der Khmer entwickelte, wie die Kambodschaner sich selbst und ihre Sprache nennen.
08.11.1947
In Thailand putscht das Heer unter Feldmarschall Phin Choonhavan gegen die zivile Regierung von Thawan Thamrongnawasawat.
Am 8. November 1947 fand ein Putsch in Thailand statt. Dabei wurde die zivile Regierung unter Thawan Thamrongnawasawat (Thamrong) unblutig von einem Zusammenschluss mehrerer einflussreicher Offiziere des Heeres gestürzt. Nach einer dreijährigen konstitutionell-demokratischen Phase war das Land instabil und vor dem Hintergrund von Korruption, wirtschaftlicher Unsicherheit und dem unaufgeklärten Tod von König Ananda Mahidol in einer Krise. Dies nutzten führende Kreise in der Armee, um zurück an die politische Macht zu gelangen. Nach dem Putsch wurde Feldmarschall Phibunsongkhram (Phibun) erneut Ministerpräsident und das Militär war wieder im Zentrum der Macht. Die Rolle des Parlaments, die Bedeutung der Verfassung und die Entwicklung der Parteienvielfalt waren im Ergebnis des Staatsstreichs auf viele Jahre stark beeinträchtigt.
08.11.1944
Die am 2. Oktober im Zweiten Weltkrieg eingeleitete Schlacht an der Scheldemündung ist zu Gunsten der kanadischen Streitkräfte entschieden. Die deutsche Wehrmacht muss das Gebiet von Antwerpen bis zur Maas den Alliierten überlassen.
Die Westfront war ein Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs. An der Westfront wurden zwischen Juni 1944 und Mai 1945 schwere Kämpfe ausgetragen, nachdem die Alliierten im Rahmen der Operation Overlord in Nordfrankreich gelandet waren. Große Zahlen US-amerikanischer und britischer Truppen sowie kleinere Kontingente aus Kanada, Polen und anderen Staaten waren an der Invasion beteiligt. Die Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands konnten die alliierten Landungstruppen bis Ende Juli in der Normandie einschließen, denen jedoch im Rahmen der Operation Cobra der Ausbruch aus der Umklammerung gelang. Nach der Befreiung von Paris und dem Beginn einer weiteren Landung in Südostfrankreich im Rahmen der Operation Dragoon zogen sich die deutschen Truppen aus dem besetzten Frankreich zurück, wobei viele im Kessel von Falaise festgesetzt wurden.
08.11.1942
Im Zweiten Weltkrieg landen im Rahmen der Operation Torch Briten und US-Amerikaner in Nordafrika und eröffnen damit einen Zweifrontenkrieg im Afrikafeldzug.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
08.11.1941
Die Partei der Arbeit Albaniens, die kommunistische Partei Albaniens, wird gegründet.
Die Partei der Arbeit Albaniens war eine von 1941 bis 1991 bestehende albanische Partei.
08.11.1939
Bei Georg Elsers Attentat auf Adolf Hitler und die Führung der NSDAP im Münchener Bürgerbräukeller kommen acht Menschen ums Leben. Hitler selbst hat das Lokal jedoch bereits 13 Minuten früher verlassen.
Johann Georg Elser war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp scheiterte.
08.11.1937
Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in der Bibliothek des Deutschen Museums in München die Schau Der ewige Jude. Die Wanderausstellung soll die Bevölkerung im Rahmen der antisemitischen Rassismusideologie der Nationalsozialisten gegen ihre jüdischen Mitbürger aufhetzen.
Paul Joseph Goebbels war einer der einflussreichsten Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus und ein enger Vertrauter Adolf Hitlers.
08.11.1936
Im Spanischen Bürgerkrieg gelingt es den republikanischen Regierungstruppen und den Internationalen Brigaden, den Vormarsch der Putschisten unter Francisco Franco auf Madrid zu stoppen. Die Schlacht um Madrid dauert jedoch noch den ganzen November über an.
Der Spanische Bürgerkrieg wurde in Spanien von Juli 1936 bis April 1939 zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanischen Republik („Republikanern“) und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco („Nationalisten“) ausgetragen. Mit Unterstützung und nach militärischer Intervention der faschistischen bzw. nationalsozialistischen Verbündeten aus Italien und Deutschland siegte das Bündnis aus konservativen Militärs, katholischer CEDA, den Karlisten und der faschistischen Falange. Ihrem Sieg folgte die bis nach dem Tod Francos 1975 andauernde franquistische Diktatur.
08.11.1935
Der deutsche Eishockeyclub Düsseldorfer EG wird gegründet
Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) ist ein traditionsreicher Eishockeyclub aus Düsseldorf, zu dessen ursprünglichen Sparten neben Eishockey auch Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Eisstockschießen gehörten. Die DEG spielt nach dem Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) – zu deren Gründungsmitgliedern sie zählte – seit der Saison 2025/26 in der DEL2.
08.11.1933
Ein Student ermordet Mohammed Nadir Schah, den König von Afghanistan. Dessen Sohn Mohammed Sahir Schah folgt dem Attentatsopfer auf dem Thron nach.
Mohammed Nadir Schah war von 1929 bis zu seiner Ermordung König von Afghanistan.
08.11.1932
Bei der US-Präsidentschaftswahl während der Großen Depression gelingt dem demokratischen Herausforderer Franklin D. Roosevelt ein Erdrutschsieg gegen den republikanischen Amtsinhaber Herbert C. Hoover.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1932 vom 8. November 1932 fand statt, als die Auswirkungen des Börsencrashs von 1929 und die damit einhergehende Great Depression überall im Land präsent waren. Auf der ganzen Welt spürten die Regierungen den Druck, radikalen Lösungen – sogar sozialistischen und faschistischen – nachzugeben, um die Wirtschaftskrise zu meistern. Vor diesem Hintergrund sank die Zustimmung zur Politik und Person von Präsident Herbert Hoover.
08.11.1930
Im Großen Schauspielhaus in Berlin findet die Uraufführung des Singspiels Im weißen Rößl von Ralph Benatzky statt.
Das Große Schauspielhaus war ein Berliner Revue- und Lustspieltheater, das zwischen Schiffbauerdamm und Reinhardtstraße lag. Es entstand zwischen 1918 und 1919 im Auftrag der 1917 gegründeten Deutschen Nationaltheater AG durch den Umbau einer ehemaligen Markthalle nach dem Entwurf der Berliner Architekten Hans Poelzig und Marlene Moeschke-Poelzig in expressionistischer Formensprache. Zunächst als Großes Schauspielhaus, nach 1933 als Theater des Volkes bestand die Kultureinrichtung bis 1943. Im Jahr 1945 wurde das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Haus wieder aufgebaut und in Friedrichstadt-Palast umbenannt.
08.11.1929
In Köln wird unter der Regie von Alfred Braun das Hörspiel SOS … rao rao … Foyn uraufgeführt. Das Stück über die Rettung des italienischen Polarforschers Umberto Nobile und seines Luftschiffes Italia durch den sowjetischen Eisbrecher Krasin ist das älteste, komplett erhaltene Hörspieldokument in deutscher Sprache.
Alfred Braun war ein Pionier des deutschen Rundfunks. Braun wurde unter anderem als Rundfunkreporter und Hörspielregisseur berühmt. Er war auch Schauspieler, Regisseur bei Bühne und Film sowie Drehbuchautor.
08.11.1926
Am Imperial Theatre in New York City erfolgt die Uraufführung des Musicals Oh, Kay! von George Gershwin.
Das Imperial Theatre ist ein Theater in Manhattan, New York City.
08.11.1925
Otto Feick erhält ein Patent auf das Rhönrad.
Otto Feick war der Erfinder des Rhönrads.
08.11.1923
Hitler-Ludendorff-Putsch: Adolf Hitler besetzt mit Erich Ludendorff, Hermann Göring und anderen Nationalsozialisten den Bürgerbräukeller in München und verkündet, die „nationale Revolution“ sei ausgebrochen und die Reichsregierung der Weimarer Republik abgesetzt.
Der Hitlerputsch war ein am 8. und 9. November 1923 unternommener Putschversuch der NSDAP unter Adolf Hitler und Erich Ludendorff. Mit erwarteter Hilfe aus der rechtskonservativen bayerischen Landesregierung und Verwaltung sollte nach dem Vorbild Mussolinis die Reichsregierung in Berlin gestürzt werden. Das Ziel des Umsturzversuchs war die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung einer nationalsozialistischen Diktatur.
08.11.1919
Die von der Preußischen Nationalversammlung beschlossene Teilung der Provinz Schlesien in die Provinzen Ober- und Niederschlesien wird rechtswirksam.
Die Provinz Schlesien war eine Provinz im Südosten Preußens. Zu ihr gehörte der größte Teil der historischen Region Schlesien. Ihre Hauptstadt war Breslau. Die Provinz Schlesien bestand von 1815 bis 1919 und nochmals von 1938 bis 1941. In den Jahren 1919 bis 1938 und ab 1941 war sie in die Provinzen Niederschlesien und Oberschlesien geteilt.
08.11.1917
In der Iswestija wird das von Lenin ausgearbeitete Dekret über Grund und Boden veröffentlicht. Die entschädigungslose Konfiszierung der Ländereien von Gutsherren, Kirchen und Staatsdomänen gewinnt die Landbevölkerung für die Bolschewiki.
Die Iswestija ist eine landesweit erscheinende russische Tageszeitung. Sie gehört zu den ältesten heute noch erscheinenden Periodika Russlands. Sie gilt in ihrer Berichterstattung als regierungsnah.
08.11.1907
Die Pariser Zeitung L’Illustration startet die erste öffentliche Bildübertragung per Faksimiletelegraf und Unterseekabel. Zwölf Minuten später ist die Fotografie von König Eduard VII. beim Londoner Daily Mirror angekommen. Die beiden Zeitungen erwerben die Rechte an dem von Arthur Korn entwickelten Gerät.
L’Illustration war eine französische Wochenzeitung, die vom 4. März 1843 bis 1944 erschien.
08.11.1895
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die Röntgenstrahlen.
Wilhelm Conrad Röntgen war ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Er entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die „X‑Strahlen“. Hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität.
08.11.1892
Grover Cleveland, der vier Jahre zuvor aus dem Amt gewählt worden ist, besiegt bei der Präsidentschaftswahl den Amtsinhaber Benjamin Harrison und James B. Weaver von der Populist Party. Er ist der erste US-Präsident, der ein zweites Mal ins Weiße Haus einzieht.
Stephen Grover Cleveland war ein US-amerikanischer Politiker, der von 1885 bis 1889 als 22. und von 1893 bis 1897 als 24. Präsident der Vereinigten Staaten amtierte.
08.11.1889
Das Gebiet des bisherigen Montana-Territoriums wird unter dem Namen Montana als 41. Bundesstaat der USA aufgenommen. Hauptstadt des neuen Staates ist Helena.
Das Montana-Territorium ist ein historisches Hoheitsgebiet im Nordwesten der Vereinigten Staaten, welches am 28. Mai 1864 aus Teilen des Idaho-Territoriums gebildet wurde. Es bestand bis zum 8. November 1889, als das Territorium als 41. Bundesstaat Montana in die Union aufgenommen wurde.
08.11.1887
Emil Berliner erhält das Reichspatent auf sein Tonwiedergabegerät mit drehbarer Schallplatte. Das Grammophon ersetzt nach der Jahrhundertwende mehr und mehr den Walzenphonographen von Thomas Alva Edison.
Emil Berliner gilt als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons. Er erhielt auch Patente auf andere Erfindungen. 1881 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
08.11.1867
Im walisischen Steinkohlenbergwerk Ferndale Colliery ereignen sich zwei Explosionen, die den Tod von 178 Männern und Jungen zur Folge haben.
Als Steinkohlenbergbau bezeichnet man die Aufsuchung und Gewinnung von Steinkohle, die im Tage- oder Untertagebau erfolgen kann. Anlagen zur Steinkohleförderung werden als Steinkohlebergwerk oder Zeche bezeichnet.
08.11.1864
Mit einem überwältigenden Votum wird der republikanische Amtsinhaber Abraham Lincoln bei der US-Präsidentschaftswahl während des Amerikanischen Sezessionskriegs wiedergewählt. Sein demokratischer Herausforderer George B. McClellan, der für eine Verhandlungslösung mit den Konföderierten eingetreten ist, kann nur drei US-Bundesstaaten zu seinen Gunsten entscheiden.
Abraham Lincoln amtierte von 1861 bis 1865 als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner erfolgreichen Wahl im Jahr 1860 gelang ihm 1864 die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit. Er war der erste US-Präsident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.
08.11.1861
Admiral Charles Wilkes stoppt das britische Postschiff Trent im Bahamakanal und löst damit die Trent-Affäre aus, die beinahe zum Kriegseintritt Großbritanniens auf Seiten der Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg führt.
Charles Wilkes war ein US-amerikanischer Konteradmiral und Polarforscher. Er führte die United States Exploring Expedition zur Erforschung der Antarktis. Bekannt wurde er durch die Trent-Affäre, bei der er beinahe den britischen Kriegseintritt in den Amerikanischen Bürgerkrieg ausgelöst hätte.
In Leipzig wird die neue Sternwarte im Johannistal eröffnet.
Eine Sternwarte Leipzig existierte ab 1794 als Einrichtung der Universität nacheinander an zwei Standorten in Leipzig. Die erste Sternwarte befand sich bis 1861 auf dem Turm der mittelalterlichen Pleißenburg. Die im selben Jahr eröffnete neue Sternwarte im Johannistal wurde nach der teilweisen Zerstörung bei dem schweren Luftangriff vom 4. Dezember 1943 notdürftig weiter betrieben, jedoch 1956 endgültig geschlossen.
08.11.1859
Im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus wird der erste Tag des dreitägigen Schillerfestes begangen.
Das Schillerfest fand anlässlich von Friedrich Schillers 100. Geburtstag vom 8. bis 10. November 1859 und der 10-jährigen Wiederkehr der 1848/49er Revolution statt. An allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde des Tages gedacht. In über 440 deutschen und 50 nichtdeutschen Städten fanden Schillerfeiern mit Aufmärschen und Fackelzügen statt. Es war das größte Fest, das in Deutschland jemals zu Ehren eines Dichters gefeiert wurde. Seinen Widerhall fand das Schillerfest in zahlreichen Reden und Zeitungsaufsätzen mit nationalem Hintergrund.
08.11.1853
John Russell Hind entdeckt den Asteroiden Euterpe.
John Russell Hind war ein britischer Astronom.
08.11.1843
Die spanischen Cortes erklären die 13-jährige Königin Isabella II. für mündig.
Die Cortes bezeichneten die zeitweiligen Ständeversammlungen und später die Volksversammlungen in Portugal und Spanien. Legislative Institutionen (Parlamentskammern) führen heute den Namen der Cortes fort. Corte im Singular bedeutet auch ‚Gerichtshof‘.
08.11.1832
Die portugiesische Königin Maria II. verleiht dem cartistischen Politiker António José de Sousa Manoel de Menezes Severim de Noronha und seinen Nachkommen für seine Verdienste im Miguelistenkrieg den erblichen Adelstitel Herzog von Terceira (Duque de Terceira).
Die Geschichte Portugals umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Portugiesischen Republik von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
08.11.1811
Schlacht bei Tippecanoe: Nach dem Angriff der indianischen Föderation am Vortag sendet Gouverneur William H. Harrison Kundschafter in das indianische Lager, findet es nach eigenen Angaben verlassen vor und lässt das Dorf niederbrennen. Nach anderen Quellen kommt es dabei zu einem Massaker an Frauen und Kindern.
In der Schlacht bei Tippecanoe kämpften 1811 Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika unter der Führung des damaligen Gouverneurs William Henry Harrison gegen Tecumsehs indianische Konföderation. Die Schlacht fand vor Prophetstown, dem Hauptlager der indianischen Konföderation in der Nähe des heutigen Battle Ground im Tippecanoe County im US-Bundesstaat Indiana, statt.
08.11.1798
Der britische Kapitän John Fearn landet als erster Europäer auf der Insel Nauru und nennt diese wegen der großen Freundlichkeit der Bewohner Pleasant Island.
Die Geschichte des Königreichs Großbritannien umfasst die Geschichte der seit dem Act of Union von 1707 als Königreich Großbritannien zusammengefassten Territorien England und Schottland. In diesem Jahrhundert ebbten die Widerstände gegen die englisch-schottische Union ab, die innenpolitischen Auseinandersetzungen entfalteten sich zwischen den nun konsolidierten Parteien der Whigs und Tories. Nach außen baute das Königreich seine Kolonien aus, wenn auch die nordamerikanischen Niederlassungen unabhängig wurden und damit verloren gingen. Die wirtschaftliche Entwicklung ließ das restliche Europa hinter sich und mündete schließlich in die Industrielle Revolution. Mit dem Act of Union von 1800 wurde das bis dahin staatsrechtlich eigenständige Irland in das Königreich eingegliedert.
08.11.1685
Im Edikt von Potsdam gewährt der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den französischen Hugenotten Privilegien und eine sichere Heimstatt in Brandenburg.
Das Edikt von Potsdam, auch Potsdamer Toleranzedikt genannt, war ein Toleranzedikt, das Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg am 29. Oktoberjul. / 8. November 1685greg. zugunsten französischer Exulanten erließ.
08.11.1658
In der Seeschlacht im Öresund im Zweiten Nordischen Krieg bleibt die niederländische Flotte der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen gegenüber der schwedischen Flotte unter dem Befehl Carl Gustaf Wrangels siegreich.
Die Seeschlacht im Öresund fand während des Zweiten Nordischen Krieges am 29. Oktoberjul. / 8. November 1658greg. in der Nähe des Öresunds zwischen der Flotte der Vereinigten Provinzen der Niederlande und der Flotte Schwedens statt. Sie endete mit einem Sieg der Niederländer.
08.11.1620
In der Schlacht am Weißen Berg zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges besiegt Charles Bonaventure de Longueval, Comte de Bucquoy, der Heerführer der Katholischen Liga, die böhmischen Stände unter ihrem König Friedrich V. von der Pfalz und dessen Heerführer Christian I. von Anhalt.
Die Schlacht am Weißen Berg bei Prag am 8. November 1620 war die erste große militärische Auseinandersetzung im Dreißigjährigen Krieg. In ihrem Verlauf unterlagen die Truppen der böhmischen Stände unter ihrem König Friedrich V. von der Pfalz und dessen Heerführer Christian I. von Anhalt den kaiserlichen und bayerischen Truppen der Katholischen Liga unter dem Befehl von Buquoy und Tilly. Nach seiner Niederlage musste Friedrich V., der sogenannte Winterkönig, aus Böhmen fliehen. Kaiser Ferdinand II. konnte seinen Anspruch auf die Krone Böhmens durchsetzen.
08.11.1605
Im Holbeche House, Staffordshire, werden zwei von sechs Verschwörern des Gunpowder Plots vom 5. November bei ihrer Verhaftung erschossen. Einer der Getöteten ist der Anführer Robert Catesby.
Holbeche House, auch Holbeach House oder Holbeache House, ist ein Landhaus etwa 1,6 km nördlich von Kingswinford, heute Teil des Metropolitan Borough of Dudley, historisch aber in der englischen Grafschaft Staffordshire. Einige der Protagonisten des Gunpowder Plot wurden 1605 im Holbeche House entweder getötet oder gefangen genommen.
08.11.1576
Achtzigjähriger Krieg: Mit der Genter Pazifikation kommt es zum Zusammenschluss aller niederländischen Provinzen gegen die Spanier mit der Forderung nach religiöser Toleranz und dem Abzug der spanischen Truppen.
Im Achtzigjährigen Krieg von 1568 bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone und damit vom Haus Habsburg. Mit seinem Ende schieden die nördlichen Niederlande aus dem Verband des Heiligen Römischen Reichs aus. Der südliche Teil der Niederlande blieb dagegen vorerst bei Spanien und kam später zu Österreich. Im Jahr 1830 ging daraus Belgien hervor. Die Niederlande wurden damit dauerhaft geteilt.
08.11.1520
Der vier Tage zuvor zum schwedischen König gekrönte dänische König Christian II. bricht sein Versprechen einer Amnestie und lässt zahlreiche schwedische Adelige im Stockholmer Blutbad hinrichten, um die Anhänger Sten Stures des Jüngeren zu schwächen und die Kalmarer Union durchzusetzen.
Die Geschichte Schwedens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des Königreiches Schweden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie lässt sich bis 11.000 v. Chr. zurückführen, als das Gebiet des heutigen Schwedens nach der letzten Eiszeit erstmals von Menschen besiedelt wurde. Während der Völkerwanderungszeit und der sich anschließenden Vendelzeit (550–800) wurden die Menschen in dem Raum sesshaft. Im Zuge der Wikingerzeit von 800 bis 1050 gingen von den Bewohnern Schwedens viele Raubzüge und Handelsexpeditionen nach Osten aus. Die Waräger fuhren bis weit in das heutige Russland hinein, wo sie Handelsstationen und kurzlebige Reiche gründeten, und weiter bis zum Schwarzen und zum Kaspischen Meer, wo sie Handelsverbindungen mit Orten im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt errichteten.
08.11.1519
Spanische Eroberung Mexikos: Der spanische Konquistador Hernán Cortés erreicht die aztekische Hauptstadt Tenochtitlán und wird von Moctezuma II. mit großem Aufwand willkommen geheißen.
Die spanische Eroberung Mexikos unter Hernán Cortés in den Jahren von 1519 bis 1521 führte zum Untergang des Reiches der Azteken und begründete die Herrschaft der Spanier über Mesoamerika. Entscheidend für den Erfolg der Spanier waren dabei ihre überlegene Waffentechnik, die Anfälligkeit der indigenen Bevölkerung für die von den Eroberern eingeschleppten Krankheiten, Pocken, Masern, Grippe und vor allem Infektionen durch Salmonellen, die dort vorher unbekannt waren, sowie die Ausnutzung innen- und außenpolitischer Schwachpunkte des aztekischen Reiches. Nach der Eroberung des Aztekenreiches gründeten die Spanier das Vizekönigreich Neuspanien. In der Folge kamen viele Abenteurer und Siedler aus Spanien nach Zentralmexiko, während die Religion der Azteken vom Christentum verdrängt und die indigene Kultur zu einem großen Teil ausgelöscht wurde.
08.11.1494
Piero de’ Medici verlässt die Stadt. Damit endet zum ersten Mal die Herrschaft der Medici in Florenz.
Piero di Lorenzo de’ Medici war der älteste Sohn Lorenzos des Prächtigen und regierte als dessen Nachfolger von 1492 bis 1494 Florenz. Sein Beiname bezieht sich auf sein politisches Scheitern, das der Herrschaft des Dominikaners Girolamo Savonarola den Weg ebnete.
08.11.1329
Im Heiligen Römischen Reich wird in Breslau erstmals ein Arbeitskampf in einer Urkunde dokumentiert. Die Gürtlergesellen streiken dort ein Jahr lang. Die Meister einigen sich, bei Geldbuße keinen der Streikenden bei sich zu beschäftigen.
Heiliges Römisches Reich war vom Spätmittelalter bis 1806 die offizielle Bezeichnung für das seit dem 10. Jahrhundert aus zahlreichen Territorien bestehende Herrschaftsgebiet der römisch-deutschen Kaiser. Der Name leitet sich vom Anspruch seiner mittelalterlichen Herrscher ab, Nachfolger der römischen Kaiser der Antike und im Sinne des Gottesgnadentums die universalen, weltlichen Oberhäupter der Christenheit zu sein, im Rang also über allen anderen Königen Europas zu stehen. Im späten 15. bis 16. Jahrhundert etablierte sich zeitweise auch die Bezeichnung „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“. Diese Bezeichnung wurde nach der Auflösung des Reiches ab dem 19. Jahrhundert wieder popularisiert, vor allem zur Bezeichnung des neuzeitlichen Reiches. Zur Unterscheidung von dem 1871 als Nationalstaat gegründeten Deutschen Reich wird das Heilige Römische Reich in der historischen Forschung auch als Römisch-Deutsches Reich oder als Altes Reich bezeichnet.
08.11.1307
In seinem Chronicon Helveticum setzt der Schweizer Historiker Aegidius Tschudi das Datum des Rütlischwurs mit diesem Tag fest.
Das Chronicon Helveticum ist eine Chronik der Schweizer Eidgenossenschaft für die Jahre 1001 bis 1470. Sie wurde von dem Schweizer Chronisten und Historiker Aegidius Tschudi (1505–1572) in der Zeit von 1532 bis 1572 verfasst und lag ursprünglich nur handschriftlich vor. Die erste Druckausgabe erfolgte 1734 bis 1736.
08.11.0960
Byzantinische Truppen siegen in der Schlacht von Andrassos gegen ein arabisches Heer aus Aleppo.
Die Schlacht von Andrassos oder Adrassos war ein Gefecht im Jahr 960 in einem nicht identifizierbaren Gebirgspass im Taurusgebirge, zwischen dem Heer des Byzantinischen Reichs, angeführt von Leo Phokas dem Jüngeren, und den Truppen des hamdanidischen Emirats von Aleppo unter dem Emir Ali Saif-ad-Daula. Die Abwesenheit vieler byzantinischer Truppen wegen eines Feldzugs gegen das Emirat von Kreta ausnützend, fiel der Emir in Kleinasien ein und plünderte vielerorts. Bei seinem Rückzug wurde seine Armee aber von den Truppen des Leo Phokas beim Pass von Andrassos überrascht. Sayf al-Dawla entkam knapp, aber seine Armee wurde vernichtet. Nach einer Folge von Niederlagen in den letzten Jahren brach diese Schlacht die Macht der Hamdaniden nun vollständig.
08.11.0535
Fünfzehn Bischöfe nehmen die Beratungen beim Konzil von Clermont auf.
Das Konzil von Clermont kam am 8. November 535 in der Stadt zusammen, die heute Clermont-Ferrand heißt. Den Vorsitz hatte Honoratus von Bourges.
01.01.1970
Marcus Tullius Cicero hält vor dem römischen Senat die erste seiner Reden gegen Catilina, in der er den Vorwurf erhebt, Lucius Sergius Catilina habe am Vortag einen Mordanschlag gegen ihn geplant sowie den Sturz der römischen Republik.
Marcus Tullius Cicero war der berühmteste Redner des alten Rom, zudem Anwalt, Schriftsteller, Philosoph und Politiker, der als Homo novus im Jahr 63 v. Chr. das Konsulat bekleidete. Als oberster Magistrat der Römischen Republik rettete er diese ein letztes Mal, indem er die Verschwörung des Catilina niederschlug. Der Senat ehrte ihn dafür mit dem Titel pater patriae.