Historische Ereignisse am Mittwoch, 9. April
59 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 9. April statt — von 37 bis 2017. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 9. April 2025 erinnert der Rückblick auf historische Ereignisse an bedeutsame Momente der europäischen Geschichte. Besonders hervorzuheben sind zwei ereignisreiche Jahre: Im Jahr 2005 heiratete der britische Thronfolger Charles, Prince of Wales, die langjährige Geliebte Camilla Parker Bowles im Rathaus von Windsor. Die Hochzeit konnte nur standesamtlich stattfinden, da die Braut zum Zeitpunkt der Eheschließung nach dem Recht der Church of England noch verheiratet war. Ein weiterer bedeutender Moment liegt in der Demonstration von Kraft im Jahr 1989 zurück, als in der georgischen Hauptstadt Tiflis sowjetische Streitkräfte eine Kundgebung vor dem Parlamentsgebäude mit äußerster Brutalität aufgelöst hatten. Demonstranten forderten den Austritt Georgiens aus der Sowjetunion, wurden aber mit beispiellosen Mitteln konfrontiert. Sechzehn Menschen starben durch Schläge oder das eingesetzte Giftgas, über hundert Personen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt. Dieses Ereignis zeigte die Spannung zwischen zentraler sowjetischer Macht und den Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken.
Winston Churchill erhielt als erster Ausländer die amerikanische Ehrenstaatsbürgerschaft im Jahr 1963, eine Anerkennung seiner welthistorischen Bedeutung und seiner Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Die Ehrung symbolisierte die tiefe Verbundenheit zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten in der Nachkriegszeit. Churchill gilt als einer der einflussreichsten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts, dessen politische Visionen die transatlantischen Beziehungen nachhaltig prägten.
Der 9. April liegt im Tierkreiszeichen Widder, der Mond befindet sich in der abnehmenden Phase und das Wetter präsentiert sich mit teilweise bewölktem Himmel und Temperaturen im moderaten Bereich. Die Webplattform DayAtlas bietet umfassende Informationen zu Wetterdaten, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbefällen für jeden beliebigen Tag und jeden beliebigen Ort.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 2. April.
09.04.2017
Bei den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ägypten werden 44 Menschen getötet und über 120 Personen verletzt.
Bei islamistischen Anschlägen am Palmsonntag auf zwei koptische Kirchen in Ägypten wurden am 9. April 2017 44 Menschen getötet und über 120 Personen verletzt. Die Anschläge fanden während der Feierlichkeiten zum Gottesdienst am Palmsonntag in der koptischen Sankt-Georg-Kirche von Tanta (Sankt-Georg-Kirche) und in der Sankt-Markus-Kathedrale in Alexandria (Sankt-Markus-Kathedrale) statt.
09.04.2005
Der britische Thronfolger Charles, Prince of Wales, heiratet im Rathaus von Windsor seine langjährige Geliebte Camilla Parker Bowles. Die Hochzeit kann nur standesamtlich stattfinden, weil die Braut nach dem Recht der Church of England noch verheiratet ist.
Charles III. aus dem Haus Windsor ist seit dem 8. September 2022 König des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland sowie von 14 weiteren, als Commonwealth Realms bezeichneten souveränen Staaten einschließlich ihrer Territorien und abhängigen Gebiete.
09.04.2003
Im Irakkrieg stürzen US-Truppen die Saddam-Hussein-Statue am Firdaus-Platz in Bagdad.
Der Irakkrieg oder Dritte Golfkrieg war eine Militäroperation der USA, des Vereinigten Königreichs und einer „Koalition der Willigen“ im Irak. Er begann am 20. März 2003 mit einer Shock-and-Awe-Operation und führte zur Eroberung der Hauptstadt Bagdad sowie zum Sturz von Saddam Hussein, einem diktatorisch regierenden Baathisten. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet.
09.04.1999
Der nigrische Staatspräsident Ibrahim Baré Maïnassara wird bei einem von Major Daouda Malam Wanké geführten Putsch am Flughafen der Hauptstadt Niamey ermordet.
Niger ist ein Binnenstaat in Westafrika. Der namensgebende Fluss Niger durchfließt den relativ dicht besiedelten Südwesten des Wüsten- und Savannenstaates.
09.04.1992
Die Conservative Party gewinnt überraschend die ersten Parlamentswahlen in Großbritannien unter dem neuen Premierminister John Major. Die Labour Party unter Neil Kinnock erleidet eine überraschende Niederlage.
Die Conservative and Unionist Party, kurz Conservative Party oder umgangssprachlich Tories genannt, ist eine konservativdemokratische Mitte-rechts-Partei im Vereinigten Königreich und besteht seit dem 19. Jahrhundert. Im auf dem Mehrheitswahlrecht basierenden britischen Zweiparteiensystem ist sie eine der beiden Parteien, die entweder die Funktion der Regierungs- oder die der offiziellen Oppositionspartei wahrnehmen. Ihre Gegenspielerin war bis zum Ersten Weltkrieg die Liberal Party, deren Funktion danach allmählich von der Labour Party übernommen wurde. Auf europäischer Ebene ist die Konservative Partei Mitglied der Europäischen Demokraten, welche nach der Europawahl 2009 in der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) sowie der Europapartei Allianz der Europäischen Konservativen und Reformer (AECR) aufgingen. Die Conservative Party hatte am 1. August 2022, zu Beginn der Abstimmung über den neuen Vorsitzenden, 172.437 Mitglieder.
Sali Berisha wird erstes nichtkommunistisches Staatsoberhaupt von Albanien.
Sali Berisha ist ein albanischer Politiker, der die politische Landschaft Albaniens seit dem Sturz der Diktatur 1990/91 stark prägt. Er war einer der Mitbegründer und viele Jahre Vorsitzender der Demokratischen Partei Albaniens (PD). Außerdem war er von 1992 bis 1997 der erste aus freien Wahlen hervorgegangene Präsident Albaniens. Zwischen 2005 und 2013 war Sali Berisha der 11. Ministerpräsident Albaniens. 2009 wurden er und sein Kabinett im Amt bestätigt. Bei den Parlamentswahlen vom 26. Juni 2013 unterlag Berisha jedoch samt seiner Allianz für Beschäftigung, Wohlstand und Integration deutlich dem Herausforderer und ehemaligen Bürgermeister Tiranas Edi Rama von der Sozialistischen Partei (PS) und dessen Allianz für ein Europäisches Albanien. Ein Regierungswechsel fand statt. Daraufhin trat er von seinem Amt als Ministerpräsident und Parteivorsitzender der Demokraten zurück. Obwohl nur noch gewöhnlicher Abgeordneter im Kuvendi i Shqipërisë, nahm Berisha weiterhin wesentlich Einfluss auf die Parteiführung und die Politik der Opposition.
09.04.1991
Georgien, bisherige Teilrepublik der Sowjetunion, erklärt unter Swiad Gamsachurdia seine Unabhängigkeit.
Die Geschichte Georgiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Georgien und historischer georgischer Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie kann sich seit dem Mittelalter auf Schriftquellen stützen, frühere Perioden sind vor allem durch archäologische Funde bekannt.
Das Kunst Haus Wien wird eröffnet. Das Museum zeigt Werke des Künstlers Friedensreich Hundertwasser als Dauerausstellung.
Das 1991 eröffnete Kunst Haus Wien ist ein von Friedensreich Hundertwasser gestaltetes Museum. Es befindet sich in der Unteren Weißgerberstraße 13 im 3. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße.
09.04.1989
In der georgischen Hauptstadt Tiflis versammeln sich Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude und fordern den Austritt Georgiens aus der UdSSR. Die sowjetischen Streitkräfte lösen die Kundgebung mit äußerster Brutalität auf. 16 Menschen werden erschlagen oder durch das eingesetzte Giftgas getötet. Mehr als 100 Menschen werden teils lebensgefährlich verletzt.
Die Geschichte Georgiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Georgien und historischer georgischer Reiche von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie kann sich seit dem Mittelalter auf Schriftquellen stützen, frühere Perioden sind vor allem durch archäologische Funde bekannt.
09.04.1988
Der leistungsstärkste deutsche Kernreaktor Isar 2 („KKI2“) wird erstmals in Betrieb genommen.
Das Kernkraftwerk Isar, auch nur Ohu I bzw. II liegt in Niederbayern, 14 Kilometer flussabwärts der Isar von Landshut auf dem Gebiet des Marktes Essenbach.
09.04.1967
Die erste Boeing 737 der Version 100 startet zu ihrem Jungfernflug. Es handelt sich um die bisher meistgebaute Familie von zivilen strahlgetriebenen Passagierflugzeugen.
Die Boeing 737 des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing ist eine der beiden weltweit meistgebauten Familien strahlgetriebener Verkehrsflugzeuge. Der als Schmalrumpfflugzeug ausgelegte Typ wird mittlerweile in der dritten und vierten Generation parallel gefertigt und hat über die Zeit seine äußere Erscheinung kaum geändert. Ursprünglich als kleines Kurzstreckenflugzeug geplant, stellen die aktuellen Versionen Boeing 737NG und 737 Max eine Familie von Mittelstreckenflugzeugen für die kommerzielle Passagierluftfahrt dar, deren Spektrum grob vom 125-Sitzer 737-700 bis zur 737-900ER für bis zu 220 Passagiere reicht. Auch Langstrecken werden mit bestimmten Varianten bedient.
09.04.1963
Winston Churchill erhält als erster Ausländer die US-amerikanische Ehrenstaatsbürgerschaft.
Sir Winston Leonard Spencer-Churchill KG OM CH PCc RA gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Er war zweimal Premierminister – von 1940 bis 1945 sowie von 1951 bis 1955 – und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte er bereits mehrere Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Innenministers, des Ersten Lords der Admiralität und des Schatzkanzlers. Darüber hinaus trat er als Autor politischer und historischer Werke hervor und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.
09.04.1959
Die NASA stellt auf einer Pressekonferenz ihre ersten Astronauten des Mercury-Programms der Weltöffentlichkeit vor: Es handelt sich um Alan Shepard, Gus Grissom, John Glenn, Scott Carpenter, Walter Schirra, Deke Slayton und Gordon Cooper.
Die NASA ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. Zugleich ist die NASA eine wichtige geowissenschaftliche Forschungsinstitution und stellt in den USA die meisten Forschungsgelder für klimawissenschaftliche Forschungsarbeiten bereit.
09.04.1948
In Kolumbiens Hauptstadt Bogotá wird der populäre Politiker Jorge Eliécer Gaitán von dem vermutlich geistig verwirrten Juan Roa Sierra ermordet, was in der Folge zu La Violencia, jahrelangen bürgerkriegsähnlichen Unruhen im Land, führt.
Die Geschichte Kolumbiens umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Kolumbien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
Die zionistischen Untergrundorganisationen Irgun Zwai Leumi und Lechi unter dem Kommando von Menachem Begin ermorden als Reaktion auf den UN-Teilungsplan für Palästina beim Massaker von Deir Yasin im Palästinakrieg einen Großteil der palästinensischen Dorfbevölkerung. Sie tragen damit maßgeblich zum palästinensischen Exodus bei.
Der Zionismus ist sowohl eine Nationalbewegung als auch eine ethnonationalistische Ideologie, welche die Errichtung eines jüdischen Nationalstaats in Palästina anstrebte und diesen nach der Gründung des Staates Israel 1948 bewahren und verteidigen will.
09.04.1947
In den US-Bundesstaaten Texas, Kansas und Oklahoma fordert der Glazier-Higgins-Woodward-Tornado 167 Menschenleben.
09.04.1945
Mit einem Großangriff auf das Mineralölwerk Lützkendorf endet die „Öl-Offensive“ der Alliierten gegen die deutschen Hydrierwerke und Raffinerien in der Nacht vom 8. zum 9. April.
Das Mineralölwerk Lützkendorf war ein Chemiewerk in Krumpa, heute ein Ortsteil von Braunsbedra (Sachsen-Anhalt). Von der Wintershall AG zwischen 1936 und 1939 erbaut, produzierte es synthetische sowie konventionelle Kraftstoffe aus Braunkohle und Erdöl. Als volkseigener Betrieb entwickelte sich das Werk nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Schmierstoffhersteller der DDR. Zu den bekanntesten Produkten zählten die Motorenöle mit dem Markennamen Addinol.
In der Endphase des Zweiten Weltkriegs werden im KZ Flossenbürg die Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris, Ludwig Gehre, Hans Oster, Karl Sack und Theodor Strünck gehängt. Am gleichen Tag werden Georg Elser im KZ Dachau sowie Hans von Dohnanyi im KZ Sachsenhausen hingerichtet.
Als Endphaseverbrechen oder Verbrechen der Endphase werden nationalsozialistische Verbrechen bezeichnet, die in den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges begangen wurden; meist wird die Endphase dabei als der Zeitraum zwischen Oktober 1944 und Juli 1945 verstanden, bedingt durch das örtlich unterschiedliche Vorrücken der alliierten Truppen auf das Reichsgebiet. Der Begriff wurde im Umfeld der NS-Prozesse in Deutschland und Österreich nach 1945 geprägt. In der Gerichtsurteilssammlung Justiz und NS-Verbrechen werden 410 Urteile zum Tatkomplex „Verbrechen der Endphase“ dargestellt.
Die Schlacht um Königsberg endet mit der Kapitulation der von Otto Lasch kommandierten deutschen Garnison vor den sowjetischen Truppen.
Die Schlacht um Königsberg war eine militärische Operation während des Deutsch-Sowjetischen Krieges im Zweiten Weltkrieg. Im Rahmen der Schlacht um Ostpreußen vom 6. April bis 9. April 1945 führten die Truppen der 3. Weißrussischen Front mit Unterstützung der Baltischen Flotte die Angriffsoperation durch, welche mit der Eroberung der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg abgeschlossen wurde.
Die Alliierten starten ihre Schlussoffensive in Oberitalien.
Kriegführende Staaten im Zweiten Weltkrieg gehörten mehrheitlich einem der beiden großen Bündnisse an, dem von Deutschland geführten einerseits oder dem, das sich aus der britisch-französischen Zusammenarbeit entwickelt hat (Alliierte). Einige Staaten haben nur gegen einen Teil des gegnerischen Bündnisses Krieg geführt und manche haben während des Krieges die Seite gewechselt.
09.04.1942
Die japanische Armee unter Homma Masaharu erobert im Pazifikkrieg die philippinische Halbinsel Bataan, die letzte Rückzugsmöglichkeit der Amerikaner in der Schlacht um die Philippinen. Da die Japaner sich mit einer riesigen Zahl an Kriegsgefangenen konfrontiert sehen, beginnt der Todesmarsch von Bataan, der 16.000 Amerikaner und Filipinos das Leben kostet.
Homma Masaharu war ein japanischer Führungsoffizier in der kaiserlichen Armee, zuletzt im Dienstgrad Generalleutnant. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er wegen Kriegsverbrechen der japanischen Streitkräfte hingerichtet.
09.04.1940
Die deutsche Wehrmacht beginnt das Unternehmen Weserübung, die Invasion der beiden neutralen Länder Dänemark und Norwegen im Zweiten Weltkrieg. Dabei beginnt auch die Schlacht um Narvik, die mit der Eroberung Narviks durch die Deutschen enden wird.
Die Wehrmacht bezeichnete in der Zeit des Nationalsozialismus ab März 1935 die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte. Sie ging aus der Reichswehr der Weimarer Republik hervor. Auf die Umbenennung der Reichswehr in Wehrmacht, die mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht und dem Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht begann, folgten Umbenennungen der beiden Teilstreitkräfte Reichsheer in Heer und Reichsmarine in Kriegsmarine. Zugleich wurde als dritte Teilstreitkraft die Luftwaffe gegründet.
09.04.1939
Nachdem die konservative Frauenorganisation Daughters of the American Revolution einen Auftritt von Marian Anderson in der Constitution Hall wegen der Hautfarbe der Sängerin verhindert hat, gibt diese ein von Eleanor Roosevelt organisiertes Konzert vor 75.000 Menschen am Lincoln Memorial in Washington D.C.
Die Daughters of the American Revolution sind eine patriotische Frauenvereinigung in den Vereinigten Staaten.
09.04.1927
Fast sechs Jahre nach dem umstrittenen Schuldspruch gegen die des Raubmords beschuldigten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti verkündet Richter Thayer als Strafmaß die Todesstrafe. Das führt zu weltweiten Massenprotesten gegen die US-amerikanische Justiz.
Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti waren zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten.
09.04.1919
Ein Aufstand in der französischen Schwarzmeerflotte gegen die Intervention in Sowjetrussland beginnt.
Zu einem Aufstand in der französischen Schwarzmeerflotte kam es in Teilen der in das Schwarze Meer entsandten französischen Flotte im April 1919. Er weitete sich im Mai 1919 zu einem Marineaufstand auch in den französischen Heimathäfen aus und zwang die französische Regierung, die direkte bewaffnete Intervention in den Russischen Bürgerkrieg einzustellen. Der Matrosenaufstand war der Höhepunkt der Bewegung „Hände weg von Sowjetrußland“.
09.04.1913
Die Uraufführung der Tragödie Raskolnikoff von Leo Birinski nach dem Roman Schuld und Sühne von Dostojewski erfolgt am Fürstlichen Hoftheater in Gera.
Die Tragödie ist ein Drama, das mit dem – oft tödlichen – Scheitern des tragischen Helden endet. Im Gegensatz zu sonstigen Formen des Dramas, die eine Handlung mit unterschiedlichen, möglichen Ergebnissen darstellen, ist bei der Tragödie das Ende durch die Ausgangskonstellation schon festgelegt: Der Held ist in unlösbare Konflikte verstrickt, und deshalb ist es gleichgültig, wie er sich entscheidet.
09.04.1912
Mit dem United States Children’s Bureau wird die weltweit erste nationale Regierungsbehörde gegründet, die sich ausschließlich um die Fürsorge für Kinder und ihre Mütter kümmert.
Das United States Children’s Bureau ist eine Bundesbehörde in den Vereinigten Staaten, die 1912 eingerichtet wurde, um die Einhaltung von nationalen Standards bezüglich Kinderfürsorge zu überwachen. Es handelt sich um die weltweit erste nationale Behörde, die sich ausschließlich um die Fürsorge von Kindern und ihren Müttern kümmert.
09.04.1902
Die Oper Der Wald der britischen Komponistin Ethel Smyth wird an der Hofoper Berlin uraufgeführt.
Der Wald ist eine Oper der britischen Komponistin Ethel Smyth von 1902, die auch das deutsche Libretto geschrieben hat. Sie selbst bezeichnete das einaktige Stück als Musikdrama, tatsächlich aber stellt es eher eine Mischung aus Musikdrama und typischer deutscher Romantischer Oper mit Prolog und Epilog dar. Es wurde am 9. April 1902 an der Hofoper Berlin uraufgeführt.
09.04.1900
Durch das Gesetz betreffend die Bestrafung der Entziehung elektrischer Arbeit wird Stromdiebstahl in Deutschland als Vergehen strafbar.
Entziehung elektrischer Energie ist in Deutschland ein von § 248c StGB erfasstes Vergehen. Es handelt sich dabei um ein diebstahlsähnliches Delikt, das in zwei Tatvarianten begangen werden kann. Die schwerere Tatvariante ist verwirklicht, wenn der Täter sich oder einen Dritten durch den Entzug elektrischen Stroms bereichert. Die weniger schwere Tatvariante besteht darin, einen anderen durch den Entzug elektrischen Stroms zu schädigen.
09.04.1891
Mit Unterstützung von Carl Peters konstituiert sich in Berlin der Allgemeine Deutsche Verband. Er will vaterländisches Bewusstsein beleben sowie deutsche Interessen- und Großmachtpolitik auch im Ausland fördern.
Carl Friedrich Hubertus Peters war ein Publizist, Kolonialist und Afrikareisender mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung. Er gilt als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika.
09.04.1882
Der Elefant Jumbo, bisherige Attraktion des Londoner Zoos, kommt nach dem Verkauf an den Zirkuspionier P. T. Barnum in den USA an.
Jumbo, genannt der König der Elefanten, war ein afrikanischer Elefantenbulle. Er wurde infolge einer intensiven und bis dahin für ein Zootier beispiellosen Presseberichterstattung als Publikumsmagnet weltberühmt. 1861 gelangte er von Abessinien zunächst nach Paris, dann nach London, wo er von 1865 bis 1882 eine der Hauptattraktionen des Londoner Zoos war. 1882 erwarb ihn der amerikanische Schausteller P. T. Barnum und präsentierte ihn in den folgenden Jahren gewinnbringend in den USA. Jumbo starb 1885 infolge einer Kollision mit einer Lokomotive. Bereits zu Lebzeiten und über seinen Tod hinaus wurde er zur Legende; sein Name ist bis heute weltweit ein Synonym für Größe.
09.04.1872
Samuel R. Percy erhält ein US-amerikanisches Patent für einen Prozess zur Herstellung von Milchpulver.
Ein Patent ist ein hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patents ist berechtigt, anderen die Nutzung der Erfindung zu untersagen. Das Schutzrecht wird auf Zeit gewährt; in Deutschland gemäß § 16 Patentgesetz für 20 Jahre.
09.04.1870
Nach der Erteilung der Konzession durch die Preußische Staatsregierung am 10. März nimmt die Deutsche Bank ihren Geschäftsbetrieb in Berlin auf.
Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft ist das nach Bilanzsumme größte Kreditinstitut in Deutschland. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main. Sie unterhält Niederlassungen in London, New York City, Singapur, Hongkong und Sydney.
09.04.1867
Der Senat der Vereinigten Staaten genehmigt den am 30. März geschlossenen Alaska Purchase, den Kauf des bisherigen Russisch-Amerika von Russland für 7,2 Millionen Dollar.
Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einherging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.
09.04.1866
Gegen das Veto von Präsident Andrew Johnson beschließt der Kongress der Vereinigten Staaten den Civil Rights Act von 1866, der allen in den Vereinigten Staaten Geborenen unabhängig von der Hautfarbe das Bürgerrecht gewährt. Ziel ist der Schutz der ehemaligen Sklaven in der Zeit der Reconstruction. Ausgenommen von der Regelung sind die Indianer, die keine Steuern zahlen.
Andrew Johnson war ein US-amerikanischer Politiker und von 1865 bis 1869 der 17. Präsident der Vereinigten Staaten. Er trat sein Amt am 15. April 1865 an, am Tag nach dem tödlichen Attentat auf seinen Vorgänger Abraham Lincoln, als dessen Vizepräsident Johnson von März bis April dieses Jahres amtiert hatte. Obwohl Johnson Südstaatler war und der oppositionellen Demokratischen Partei angehörte, hatte Lincoln ihn für dieses Amt ausgewählt, da er auch ein überzeugter Gegner der Sezession gewesen war. Damit sollte er den Süden, auch die Anhänger der Konföderation, nach dem Ende des Bürgerkriegs mit der Union versöhnen. Johnsons Amtszeit als Präsident war jedoch von anhaltenden Konflikten mit dem Kongress geprägt und gilt unter Historikern als eine der schwächsten der US-Geschichte. Johnson war der erste US-Präsident, gegen den ein Amtsenthebungsverfahren angestrengt wurde.
09.04.1865
Im Appomattox-Feldzug kommt es zur letzten Aktion der Army of Northern Virginia im Amerikanischen Bürgerkrieg: Im Gefecht bei Appomattox Court House in Virginia besiegen die Army of the Potomac und die Army of the James der Union die Truppen der Konföderation. Im Haus des Farmers Wilmer McLean nahe dem Appomattox Court House kapituliert Robert E. Lee, der kommandierende General der Konföderierten, noch am gleichen Tag.
Der Appomattox-Feldzug war eine Serie von Kämpfen während des Amerikanischen Bürgerkrieges, an deren Ende die Kapitulation der Nord-Virginia-Armee, der wichtigsten Armee der Konföderierten Staaten von Amerika, stand. Diese Kapitulation wird gemeinhin als das Ende des Bürgerkrieges angesehen, obwohl die letzte konföderierte Armee ihren Kampf erst Mitte Juni aufgab.
Louis Pasteur präsentiert an der Pariser Sorbonne seine Entdeckung, dass zahlreiche Krankheiten durch Mikroorganismen ausgelöst werden können. Seine Methode des kurzfristigen Erhitzens tötet die Keime ab.
Louis Pasteur war ein französischer Chemiker, Physiker, Biochemiker und Mitbegründer der medizinischen Mikrobiologie, der zum Teil aufbauend auf den bakteriologischen Forschungen Robert Kochs entscheidende Beiträge zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten durch Impfung geleistet hat.
09.04.1864
Während des Sezessionskrieges erleiden die Konföderierten eine Niederlage in der Schlacht bei Pleasant Hill.
Die Schlacht bei Pleasant Hill war eine Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges. Sie fand am 9. April 1864 statt.
09.04.1860
Auf einem von Édouard-Léon Scott de Martinville konstruierten Phonautographen gelingt eine Tonaufzeichnung, die inzwischen älteste bekannte Tonaufnahme.
Édouard-Léon Scott de Martinville war ein in Paris lebender französischer Drucker und Buchhändler und gilt als der Erfinder des Phonautographen.
09.04.1857
Die Uraufführung der Opéra-comique oder Opérette Le docteur Miracle (Der Wunderdoktor) von Georges Bizet findet am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris statt.
Die Opéra-comique ist eine Gattung der Oper, die im Paris des 17. Jahrhunderts aus der Vorstadtkomödie mit Musikeinlagen (Vaudeville) entstand und bis ins 19. Jahrhundert existierte. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die musikalischen Nummern nicht durch gesungene Rezitative, sondern durch gesprochene Dialoge verbunden sind. Pendants dazu sind im deutschen Sprachgebiet das Singspiel bzw. die Spieloper, im englischen die Ballad Opera.
09.04.1845
Die Oper Der Traum der Christnacht von Ferdinand von Hiller mit dem Libretto von Carl Gollmick hat seine Uraufführung in Dresden.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
09.04.1844
Die Posse mit Gesang Der Zerrissene von Johann Nestroy wird am Theater an der Wien in Wien uraufgeführt. Die Musik stammt von Adolf Müller senior. Der Autor spielt bei dem Stück neben seinem langjährigen Bühnenpartner Wenzel Scholz selbst mit.
Eine Posse ist ein Bühnenstück, das auf Verwechslungen, ulkigen Zufällen und unwahrscheinlichen Übertreibungen aufgebaut ist und durch derbe Komik Lachen erzeugen soll.
09.04.1834
Lohndumping und die harte Bestrafung mehrerer Streikführer führen in Lyon zum zweiten Aufstand der Seidenweber. Die Seidenweber fordern republikanische Verhältnisse und datieren ihre Forderungen nach dem Französischen Revolutionskalender. Der Aufstand wird innerhalb einer Woche blutig von der Armee niedergeschlagen.
Lyon [ljɔ̃] ist eine Großstadt im Südosten Frankreichs. Sie ist Hauptort der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Gebietskörperschaft Métropole de Lyon, die seit dem 1. Januar 2015 existiert und die Aufgaben eines Départements ausübt. Lyon ist zudem Sitz der Präfektur des Départements Rhône, seit 2015 diesem jedoch nicht mehr zugehörig.
09.04.1826
Der Rabbiner Isaak Mannheimer weiht den von Joseph Kornhäusel erbauten Stadttempel in Wien ein. Die Synagoge wird ein wichtiges Zentrum des jüdischen Lebens in Wien.
Ein Rabbiner ist ein Funktionsträger in der jüdischen Religion. Seine Hauptaufgabe ist es, die Tora zu lehren. Die Grundform des Rabbiners entwickelte sich in der Pharisäer- und Talmud-Ära, als sich gelehrte Lehrer versammelten, um die schriftlichen und mündlichen Gesetze des Judentums zu kodifizieren. Der erste Weise, für den die Mischna den Titel eines Rabbi verwendet, war Jochanan ben Sakkai, ein Gelehrter des 1. Jahrhunderts.
09.04.1809
Der Fünfte Koalitionskrieg beginnt: Das Kaisertum Österreich erklärt Frankreich und dessen Verbündeten, dem Königreich Bayern, den Krieg. Bereits am nächsten Tag dringt die von Erzherzog Karl von Österreich-Teschen befehligte Armee ins Nachbarland ein.
Der Fünfte Koalitionskrieg oder auch Österreichisch-Französische Krieg von 1809 bezeichnet die Auseinandersetzung zwischen dem von Großbritannien unterstützten Österreich und dem Kaiserreich Frankreich mit seinen Verbündeten im Rheinbund. Österreich begann den Krieg in der Hoffnung, dass Napoleon durch den Aufstand in Spanien festgehalten würde. Dies erwies sich als Fehleinschätzung. Zwar konnte Erzherzog Karl Napoleon in der Schlacht bei Aspern besiegen, aber in der Schlacht bei Wagram erlitt er eine entscheidende Niederlage. Im Frieden von Schönbrunn musste das Land territoriale Verluste hinnehmen und wurde stark geschwächt. Politisch war Österreich in der Folge zur Anpassung an Frankreich gezwungen, ehe es sich 1813 der antinapoleonischen Koalition in den Befreiungskriegen anschloss.
Die Zwangsaushebung von Rekruten für die bayerische Armee im seit dem Dritten Koalitionskrieg unter bayerischer Herrschaft befindlichen Tirol löst von Innsbruck ausgehend einen Aufstand aus, dessen Führung Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Joachim Haspinger übernehmen.
Die bayerische Armee war die Armee des Kurfürstentums Bayern und ab 1806 des Königreichs Bayern. Sie existierte als stehendes Heer von 1682 bis zum Übergang der Wehrhoheit von Bayern auf das Deutsche Reich im Jahre 1919.
09.04.1682
Zwei Tage nach Erreichen der Mississippi-Mündung nimmt der französische Entdecker Robert Cavelier de La Salle alle Gebiete, die an den Mississippi grenzen, für die französische Krone in Besitz und nennt die damit neu gegründete Kolonie zu Ehren von Ludwig XIV. Louisiana.
Der Mississippi [ˌmɪsɪˈsɪpɪ] ist ein 3778 Kilometer langer Strom in den Vereinigten Staaten. Er entspringt dem Lake Itasca im nördlichen Minnesota und mündet rund 160 Kilometer südlich von New Orleans in den Golf von Mexiko.
09.04.1609
König Philipp III. von Spanien unterzeichnet ein vom Herzog von Lerma vorbereitetes Edikt, das die Ausweisung aller Morisken aus Spanien anordnet. Den Betroffenen bleiben für die Ausreise nur drei Tage.
Philipp III. – spanisch Felipe III – war ein Monarch aus der spanischen Linie des Hauses Habsburg. Von 1598 bis 1621 war er als Felipe III König von Spanien und des angehörigen Weltreiches, als Filippo II König von Sizilien und Neapel, sowie als Filipe II König von Portugal und als Filippo II König von Sardinien.
09.04.1555
Marcello Cervini wird als Marcellus II. Papst. Er ist der letzte Papst, der seinen Geburtsnamen als Papstnamen verwendet. Bereits am 1. Mai, dem 22. Tag seines Pontifikats stirbt er – vermutlich an einem Nierenleiden.
Marcellus II., Geburtsname Marcello Cervini degli Spannocchi, war vom 9. April bis zum 1. Mai 1555 Papst der katholischen Kirche. In Erinnerung blieb der Papst wegen der ihm von Giovanni Pierluigi da Palestrina gewidmeten Komposition Missa Papae Marcelli.
09.04.1486
In Aachen wird Maximilian I. noch zu Lebzeiten seines Vaters Friedrich III. zum römisch-deutschen König gekrönt.
Die Geschichte der Stadt Aachen umfasst die Entwicklungen auf dem heutigen Gebiet der Stadt Aachen von der ersten Besiedlung bis zur Gegenwart. Sie beginnt bereits in der Jungsteinzeit, als in der Gegend Feuerstein abgebaut wurde. Die Römer bauten auf dem heutigen Stadtgebiet Thermalbäder für ihre Soldaten, die nach dem Rückzug der römischen Truppen im 4. Jahrhundert von den Franken weiter genutzt wurden. Ihre größte Bedeutung hatte die Stadt sicher als De-facto-Residenz von Karl dem Großen und einiger nachfolgender Karolinger sowie später daran anknüpfend als Krönungsort von 30 deutschen Königen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde Aachen zur Kur- und Badestadt ausgebaut und auch deswegen zum beliebten Aufenthaltsort von Kaiser Napoléon, der sich dabei aber auch der karolingischen Wurzeln Frankreichs zur eigenen Herrschaftslegitimierung bediente. Auch heute noch Kurort, ist Aachen durch die ausgezeichnete Technische Hochschule außerdem zu einem modernen Hochtechnologiestandort herangewachsen.
09.04.1454
Francesco I. Sforza und die Republik Venedig schließen in der lombardischen Stadt Lodi den Frieden von Lodi. Venedig erkennt Francesco als Herzog von Mailand an und erhält dafür die Stadt Crema. Der Fluss Adda wird damit für lange Zeit Grenzfluss zwischen den beiden Stadtstaaten.
Francesco Sforza war der Gründer der Dynastie der Sforza in Mailand.
09.04.1440
In Viborg wird Christoph von Pfalz-Neumarkt als Nachfolger seines abgesetzten Onkels Erik VII. zum dänischen König Christoph III. gekrönt.
Viborg ist die Hauptstadt der dänischen Region Midtjylland. Sie ist die sechst-bevölkerungsreichste Stadt der Region mit 43.645 Einwohnern. Die zugehörige Viborg Kommune bewohnen 97.621 Einwohner.
09.04.1388
Die Bewohner von Glarus verteidigen sich in der Schlacht bei Näfels, der letzten Schlacht des Sempacherkrieges, erfolgreich gegen einen Angriff der Habsburger. Glarus steigt damit zu einem gleichberechtigten Mitglied der Acht Alten Orte der Eidgenossenschaft auf.
Die Geschichte des Kantons Glarus umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des schweizerischen Kantons Glarus von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
09.04.1368
Peter Stromer beginnt seine Versuche mit der Wald-Saat im Nürnberger Reichswald, woraus sich der erste Kunstforst der Welt entwickelt. Stromer gilt damit als „Vater der Forstkultur“.
Peter Stromer war ein Nürnberger Rats- und Handelsherr sowie Montanunternehmer. Er entwickelte die so genannten Nürnberger Nadelwald-Saaten. Dank dieser planmäßigen Aufforstungstechnik wurde der Nürnberger Reichswald zum ersten Kunstforst der Welt und Stromer zum „Vater der Forstkultur“.
09.04.1256
In der päpstlichen Bulle Licet ecclesiae catholicae fasst Papst Alexander IV. fünf Bettelorden zum Augustinerorden zusammen.
Päpstliche Bulle oder kurz Bulle ist die Bezeichnung für Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden. Sie wurden in der päpstlichen Kanzlei in feierlicher Form ausgefertigt und besiegelt. Kennzeichnend ist der Ersatz der Salutatio durch die Formel ad perpetuam rei memoriam.
09.04.1241
In Schlesien gelingt der Goldenen Horde in der Schlacht bei Liegnitz ein vernichtender Sieg gegen ein deutsch-polnisches Ritterheer unter Piastenherzog Heinrich dem Frommen, der im Kampf fällt. Trotz des Sieges stoßen die Mongolen aber nicht weiter nach Europa vor.
Schlesien ist eine Region in Mitteleuropa beiderseits des Ober- und Mittellaufs der Oder und erstreckt sich im Süden entlang der Sudeten und Beskiden. Schlesien liegt nach der Teilung Oberschlesiens im Jahr 1922 und infolge des Potsdamer Abkommens 1945 heute zum größten Teil in Polen. Ein kleiner Teil im Westen der früheren preußischen Provinz Niederschlesien gehört zu Deutschland, das Hultschiner Ländchen im südlichen Teil von Oberschlesien sowie der größte Teil des früheren Österreichisch-Schlesien zu Tschechien.
09.04.1217
Peter von Courtenay wird in Rom von Papst Honorius III. zum Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs von Konstantinopel gesalbt. Er übt seine Herrschaft jedoch keinen einzigen Tag aus, da er auf dem Weg nach Konstantinopel festgesetzt und bis zu seinem Tod gefangen gehalten wird.
Peter von Courtenay aus dem jüngeren Haus Courtenay war als Peter II. Herr von Courtenay und als Peter I. Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs von Konstantinopel von 1216 bis 1217. Außerdem war er durch Ehe Graf von Nevers, Auxerre und Tonnerre sowie Markgraf von Namur.
09.04.0193
Die Truppen in Pannonien rufen Septimius Severus als Gegenkaiser zu Didius Julianus aus. Er ist damit der dritte Kaiser des zweiten Vierkaiserjahres im Römischen Reich.
Pannonien war von 9 bis 433 n. Chr. eine Provinz des Römischen Reiches und wurde bis Mitte des 1. Jahrhunderts Illyricum inferius genannt. Die Provinz umfasste die westliche Hälfte des heutigen Ungarn, das Burgenland, Teile der Oststeiermark, des Wiener Beckens, die Region Syrmien in Serbien sowie das zwischen Drau (Dravus) und Save (Savus) gelegene Staatsgebiet des heutigen Slowenien und Kroatien. Um 105 n. Chr. wurde die Provinz zweigeteilt, um 300 viergeteilt und 433 schließlich an die Hunnen unter ihrem Anführer Attila abgetreten.
09.04.0037
Antiochia am Orontes wird durch ein Erdbeben zerstört.
Antiochia am Orontes oder kurz Antiochien, heute Antakya in der Türkei, war die Hauptstadt des Seleukidenreichs. Sie ist der bekannteste und mit Abstand bedeutendste mehrerer antiker Orte dieses Namens, die von verschiedenen Königen der Seleukidendynastie gegründet wurden.