Historische Ereignisse am Mittwoch, 9. Juli

62 bedeutende Ereignisse fanden am Mittwoch, 9. Juli statt — von 455 bis 2024. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 9. Juli 2025 ereignen sich bedeutende Momente in der europäischen Geschichte und Gegenwart. Bereits 2011 erlangte Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan, basierend auf dem Naivasha-Abkommen zur Beendigung des Sezessionskrieges. Unter der Führung des gewählten Präsidenten Salva Kiir Mayardit wurde damit ein neuer Staat in Afrika etabliert. Ein anderes Schlüsselereignis war die Inbetriebnahme der europäischen Trägerrakete Ariane 6, die 2024 erstmals vom Weltraumbahnhof Guayana ins All startete und damit einen Meilenstein in der europäischen Raumfahrttechnologie markierte. Diese Erfolge zeigen die Vielfalt menschlicher Entwicklungen vom politischen Wandel bis zur technologischen Innovation.

Der britisch-amerikanische Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell prägte mit seinen Arbeiten die intellektuelle Landschaft des 20. Jahrhunderts nachhaltig. Seine Publikationen und sein Einsatz für friedliche Lösungen globaler Konflikte machten ihn zu einer Autoritätsfigur in Fragen der Wissenschaft und Ethik. Russell verkörperte den Geist der Aufklärung und des rationalen Denkens, das bis heute Wissenschaftler und Denker inspiriert.

Am Mittwoch, dem 9. Juli 2025, herrscht die Waage als Tierkreiszeichen vor. Der Himmel zeigt sich mit typischem Sommerwetter, während die Mondbahn in ihrer dritten Viertelphase steht. Diese kosmischen Konstellationen beeinflussen seit Jahrtausenden die menschliche Wahrnehmung und Kultur. DayAtlas bietet umfassende Informationen zu Wetterbedingungen, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburtstagen und Todesfällen für beliebige Daten und Orte weltweit.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 14. April.

09.07.2024

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 startet um 19:00 UTC erstmals vom Weltraumbahnhof Guayana ins Weltall.

Die Ariane 6 ist eine europäische Trägerrakete der Ariane-Serie, die unter anderem für den Transport von bis zu 11,5 oder 12 t schweren Nutzlasten in geostationäre Transferbahnen ausgelegt ist. Sie wurde im Auftrag der ESA von dem Industriekonzern ArianeGroup entwickelt. Der Erstflug der Rakete erfolgte am 9. Juli 2024.


09.07.2011

Die Republik Südsudan wird auf Basis des Naivasha-Abkommens zur Beendigung des südsudanesischen Sezessionskrieges vom Sudan unabhängig. Erster Präsident wird der im Vorjahr gewählte Salva Kiir Mayardit.

Der Südsudan ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Äthiopien, im Südosten an Kenia, im Süden an Uganda, im Südwesten an die Demokratische Republik Kongo und im Westen an die Zentralafrikanische Republik. Seine Hauptstadt ist Juba. Aufgrund des von 2013 bis 2018 dauernden Bürgerkrieges und dessen andauernder politisch-gesellschaftlicher Verwerfungen gilt der Südsudan als sogenannter Gescheiterter Staat, nicht mehr existent als zusammengehöriges, souveränes Staatsgebilde.


09.07.2006

Bei einem Flugzeugunglück in der Nähe der russischen Stadt Irkutsk sterben mindestens 120 Menschen.

Irkutsk ist die Hauptstadt der russischen Oblast Irkutsk am Abfluss des Baikalsees, der Angara. Sie ist eine Universitätsstadt mit 587.891 Einwohnern und liegt an der Transsibirischen Eisenbahn.


Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im Olympiastadion Berlin besiegt Italien die Französische Nationalmannschaft mit 5:3 im Elfmeterschießen.

Resultate der Finalrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2006:


09.07.2004

Paul Klebnikov, Chefredakteur der russischen Ausgabe des Forbes wird von zwei unbekannten Tätern in Moskau erschossen.

Paul Klebnikov, auch Pawel Chlebnikow, war ein US-amerikanischer Journalist und Chefredakteur sowie Herausgeber der russischen Ausgabe des Forbes Magazine.


09.07.2002

Die Organisation für Afrikanische Einheit löst sich auf. Nachfolgeorganisation wird die Afrikanische Union.

Die Organisation für Afrikanische Einheit war eine von 1963 bis 2002 bestehende Organisation fast aller afrikanischer Staaten. Sie ist die Vorgängerorganisation der Afrikanischen Union.


09.07.1999

Im Iran beginnen eine Woche lang andauernde, gewaltsame Proteste von Studierenden und Jugendlichen gegen die repressive Politik der Regierung.

Iran ist ein Land in Vorderasien. Es wird im Norden vom Kaspischen Meer und im Süden durch den Persischen Golf begrenzt.


09.07.1994

Durch Hochwasser, das vom Hurrikan Alberto ausgelöst wurde, kommt es zu einem Dammbruch am Lake Blackshear (Flint River Dam) bei Warwick im Crisp County in Georgia, USA mit 15 Toten. Rund 25.000 Personen müssen ihre Häuser verlassen.

Der Lake Blackshear ist ein Stausee am Flint River im US-Bundesstaat Georgia.


09.07.1993

Die HGÜ-Kurzkupplung GKK Etzenricht zur Kopplung des deutschen und tschechischen Stromnetzes wird offiziell in Betrieb genommen.

Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) ist ein Verfahren der elektrischen Energieübertragung mit hoher Gleichspannung.


09.07.1989

Die deutschen Tennisspieler Steffi Graf und Boris Becker gewinnen innerhalb weniger Stunden die Einzelwettbewerbe der Wimbledon Championships.

Tennis ist ein Rückschlagspiel, bei dem der Spielball von den Spielern mit speziellen Schlägern wechselseitig über ein Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte geschlagen wird. Dieser ursprünglich als eher elitär geltende Sport hat sich mit fortschreitender Zeit zum beliebten Breitensport entwickelt. Nach einer ersten Phase von 1896 bis 1924 ist Tennis seit 1988 wieder eine olympische Sportart.


09.07.1986

Der Siemens-Manager und Atomphysiker Karl Heinz Beckurts wird durch einen RAF-Bombenanschlag in Straßlach bei München getötet.

Karl Heinz Beckurts war ein deutscher Physiker und Manager. Er war einer der Begründer der Neutronenphysik in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und Forschungsleiter bei der Siemens AG. 1986 wurde er von Terroristen der Rote Armee Fraktion ermordet.


09.07.1985

Im Glykolwein-Skandal warnt das deutsche Bundesgesundheitsministerium die Öffentlichkeit, österreichische Weine seien zum Teil mit dem Frostschutzmittel Diethylenglycol gepanscht.

Als Glykolwein-Skandal wurden im Jahr 1985 Weinverfälschungen in der Öffentlichkeit bekannt.


09.07.1982

New Orleans, USA. Eine Boeing 727 der Pan American Airways stürzt kurz nach dem Start ab. Alle 145 Menschen an Bord und 8 Anwohner kommen dabei ums Leben.

New Orleans ist mit 383.997 Einwohnern (2020) die größte Stadt im Bundesstaat Louisiana in den Vereinigten Staaten. Sie wurde 1718 gegründet und ist ein Industriezentrum mit einem bedeutenden Hafen am Mississippi River. Die Stadt ist bekannt für ihre lokale kreolische Küche und ihre historische Altstadt, das French Quarter, wo sich zahlreiche Gebäude im spanischen und französischen Kolonialstil befinden. Außerdem gilt New Orleans als die „Wiege des Jazz“.


09.07.1980

Der Nojeh-Coup, ein gegen die Führung der Islamischen Republik Iran geplanter Putsch, schlägt fehl.

Der Nojeh-Coup oder Noscheh-Putsch war ein für den 9. Juli 1980 geplanter Putschversuch mit dem Codenamen „NEGHAB“ (Maske), mit dem der Präsident Abolhassan Banisadr und die gesamte Führung der Islamischen Republik Iran einschließlich ihres geistlichen Führers Chomeini gestürzt werden sollte. Der Coup sollte von der Luftwaffenbasis Schahrochi bei Hamadan seinen Ausgang nehmen. Die Luftwaffenbasis war nach der islamischen Revolution in Nojeh-Basis umbenannt worden. Einer der Anführer der Putschisten war General Ayat Mohagheghi.


09.07.1979

Die amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos des Planeten und seiner Monde.

Voyager 2 ist eine Raumsonde der NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems im Rahmen des Voyager-Programms. Sie wurde am 20. August 1977 vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet. Die identisch aufgebaute Sonde Voyager 1 startete 16 Tage später auf einer anderen Flugbahn.


09.07.1978

Die Uraufführung der Oper Lear von Aribert Reimann erfolgt an der Bayerischen Staatsoper in München.

Lear ist eine Oper in zwei Teilen. Die Musik stammt von Aribert Reimann, das Libretto von Claus H. Henneberg. Die Uraufführung fand am 9. Juli 1978 im Nationaltheater München statt; die musikalische Leitung hatte Gerd Albrecht, Regie führte Jean-Pierre Ponnelle. Die Anregung, den Lear-Stoff als Oper zu gestalten, stammte von Dietrich Fischer-Dieskau, der auch die Titelrolle bei der Uraufführung übernahm. Lear gehört zu den erfolgreichsten deutschen Opern des 20. Jahrhunderts und avancierte schnell zu einem Klassiker der Avantgarde.


In Las Vegas gewinnt Larry Holmes seinen Boxkampf und damit die Weltmeisterschaft im Schwergewicht nach Version des WBC durch einen Punktsieg über Ken Norton; er soll den Titel mehr als fünf Jahre lang halten.

Las Vegas [lɑs ˈveɪgəs] ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada und Verwaltungssitz des Clark County. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 641.903 ermittelt.


09.07.1965

In Deutschland beginnt die Ausstrahlung der Fernsehserie Auf der Flucht mit David Janssen in der Rolle des Dr. Richard Kimble und Barry Morse als dessen Verfolger Lt. Philip Gerard.

Eine Fernsehserie ist eine Filmproduktion über eine abgeschlossene oder nicht abgeschlossene, fiktionale oder auch an Tatsachen orientierte Handlung im Fernsehen, die mehrere Folgen umfasst.


09.07.1962

Die in etwa 400 km Höhe, 1150 km südwestlich von Hawaii ausgelöste Kernwaffen-Explosion Starfish Prime legt aufgrund des starken elektromagnetischen Pulses zahlreiche elektronische Geräte auf der nahen Erdoberfläche lahm.

Starfish Prime war die Bezeichnung eines von den Vereinigten Staaten durchgeführten Kernwaffentests im Zuge der Operation Fishbowl innerhalb der Operation Dominic. Starfish Prime explodierte am 9. Juli 1962 mit einer Sprengkraft von 1450 kT TNT-Äquivalent in einer Höhe von 400 km. Zur Durchführung des Testes wurde eine Thor-Rakete mit einem Atomsprengkopf vom Johnston-Atoll aus gestartet, das im Pazifik 1150 km südwestlich von Hawaii liegt.


09.07.1961

In der Türkei wird die neue Verfassung per Volksabstimmung angenommen.

Die Türkische Verfassung von 1961 war vom 20. Juli 1961 bis zum 7. November 1982 die Verfassung der Republik Türkei.


09.07.1955

Der Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell veröffentlicht in London das von ihm und weiteren zehn Wissenschaftlern unterzeichnete Russell-Einstein-Manifest, das sich mit den Folgen eines Einsatzes von Kernwaffen beschäftigt.

Ein Philosoph oder sinngemäß Denker ist ein Mensch, der danach strebt, Antworten auf grundlegende (Sinn-)Fragen über die Welt, über den Menschen und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt zu finden. Ferner wird damit jemand mit praktischer Lebensklugheit bezeichnet, ebenso Vertreter der wissenschaftlichen Philosophie.


09.07.1954

Die neu gegründete Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften setzt als erste Werke zwei Comics der Reihen Der kleine Sheriff und Jezab, der Seefahrer auf den Index.

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) ist eine deutsche Bundesoberbehörde mit Sitz in Bonn und untersteht dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sie dient dem gesetzlichen Jugendmedienschutz.


Auf Veranlassung von Edward Twining wird der Totenschädel des 1898 verstorbenen Chief Mkwawa aus dem Bremer Überseemuseum an die britische Kolonie Tanganjika zurückgegeben und damit Artikel 246 des Versailler Vertrages nach 35 Jahren erfüllt.

Edward Francis Twining, Baron Twining, war ein britischer Diplomat und Gouverneur von Britisch-Nordborneo und Tanganjika.


09.07.1947

Der ehemalige Vergnügungsdampfer President Warfield läuft unter dem Kommando von Jossi Harel im Hafen von Sète in Südfrankreich ein, um möglichst unbemerkt 4.515 jüdische Flüchtlinge an Bord zu nehmen und diese im Rahmen der Alija Bet nach Palästina zu bringen.

Die Exodus 1947 war ein Flüchtlingsschiff, mit dem im Jahr 1947 etwa 5000 europäische Juden von Frankreich nach Palästina gelangten. Ursprünglich wurde das Schiff im Jahr 1928 unter dem Namen President Warfield als Vergnügungsdampfer an der Ostküste der Vereinigten Staaten in Dienst gestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zunächst von den Briten, dann von US-Streitkräften als Truppentransporter eingesetzt. Weltweit berühmt wurde das Schiff als jüdisches Flüchtlingsschiff Exodus 1947.


09.07.1945

In Österreich wird das Abkommen der Alliierten über die vier Besatzungszonen geschlossen.

Österreich war nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1955 von Streitkräften der Alliierten besetzt, die das Land im Sinne ihrer Moskauer Deklaration von 1943 von der nationalsozialistischen Diktatur befreit hatten. Das Staatsgebiet Österreichs wurde in den Grenzen, wie sie bis zum „Anschluss“ an das Deutsche Reich 1938 bestanden hatten, wiederhergestellt und in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Ab 1938 an die Gaue der Ostmark bzw. der Alpen- und Donau-Reichsgaue des „Großdeutschen Reiches“ angegliederte Gebiete kamen 1945 zurück an die Tschechoslowakei und Jugoslawien. Im Gegenzug wurden das Vorarlberger Kleinwalsertal und die Tiroler Gemeinde Jungholz, die nach dem „Anschluss“ an den bayerischen Landkreis Sonthofen gefallen waren, wieder Teile Österreichs.


Innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone entstehen durch eine Verfügung der SMAD die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg (ehemals Provinz Brandenburg), Sachsen und Thüringen sowie das Land Sachsen-Anhalt (ehemals Provinz Sachsen).

Die Sowjetische Besatzungszone war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland 1945 entsprechend der Konferenz von Jalta von den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkrieges aufgeteilt wurde. Sie bestand von Anfang 1945 bis zum 7. Oktober 1949, der Gründung der DDR.


09.07.1944

Die Schlacht um Saipan endet mit der Eroberung der Insel durch US-Truppen. Das japanische Kernland rückt damit in Reichweite konventioneller Bomber, was zum Sturz Premierminister Tōjōs wenige Tage später führt.

Die Schlacht um Saipan war eine Schlacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie war Teil von Operation Forager, der Eroberung der Marianen-Inseln im Pazifik. Sie fand zwischen dem 15. Juni und dem 9. Juli 1944 statt. Es war eine bedeutende Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Kaiserreich Japan. Die US-amerikanischen Streitkräfte planten, Saipan als strategischen Stützpunkt zu erobern, um von dort aus Luftangriffe auf Japan durchzuführen. Die Schlacht begann mit einer intensiven Bombardierung durch US-amerikanische Flugzeuge und Schiffe, gefolgt von einer amphibischen Landung. Die japanischen Verteidiger, darunter Soldaten, Marineinfanteristen und Zivilisten, leisteten einen verzweifelten Widerstand und führten mehrere Gegenangriffe durch. Das Gelände auf Saipan, gekennzeichnet durch Klippen, Dschungel und Verteidigungsstellungen, erschwerte den Vormarsch der US-Truppen erheblich. Die Eroberung wurde durch heftige Kämpfe, Artilleriebombardements und Nahkampfgefechte geprägt. Die US-Truppen erzielten schließlich einen Durchbruch, indem sie die japanischen Verteidigungslinien durchbrachen und wichtige Punkte eroberten. Die japanischen Verteidiger erlitten hohe Verluste und viele begingen Suizid, um einer Gefangennahme zu entgehen. Am Ende erlangten die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Saipan, was einen Wendepunkt im Pazifikkrieg darstellte und den Weg für weitere Operationen in der Region ebnete. Der Erfolg der Operation Forager ermöglichte den USA auch wie geplant die strategische Bombardierung Japans mit den seinerzeit neuen, erst kurz zuvor in Dienst gestellten Langstreckenbombern vom Typ B-29 und führte schließlich zum Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki.


09.07.1941

Die Kesselschlacht bei Białystok und Minsk während des Unternehmens Barbarossa im Zweiten Weltkrieg, die am 26. Juni begonnen hat, endet mit der Kapitulation der letzten Rotarmisten in Minsk.

Die Kesselschlacht bei Białystok und Minsk war eine Schlacht zwischen der deutschen Wehrmacht und der Roten Armee während des Deutsch-Sowjetischen Krieges im Zweiten Weltkrieg. Sie begann am 22. Juni 1941 mit der Überschreitung der Demarkationslinie zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion durch die Truppen der deutschen Heeresgruppe Mitte, die auf die sowjetische Westfront unter dem Kommando von Armeegeneral Dmitri Grigorjewitsch Pawlow traf. In der Schlacht konnte die Wehrmacht große Truppenkontingente der Roten Armee vernichten, die letzten Verteidiger kämpften jedoch bis zum 9. Juli 1941, um auf Befehl Stalins möglichst viele deutsche Truppen zu binden. Nach dem deutschen Sieg konnte die Wehrmacht ihre weitere Offensive auf Moskau fortsetzen und konzentriert auf Smolensk vorgehen.


09.07.1932

Die deutsche Regierung unter Franz von Papen erreicht am Ende der Konferenz von Lausanne ein Ende der im Versailler Vertrag auferlegten Reparationszahlungen. Die Opposition im Reichstag empfindet das Verhandlungsergebnis als unzureichend.

Franz Joseph Hermann Michael Maria von Papen, Erbsälzer zu Werl und Neuwerk war ein deutscher Militär, Politiker und Diplomat, der am Ende der Weimarer Republik entscheidend dazu beitrug, Adolf Hitler und die NSDAP an die Macht zu bringen. Er war 1932 kurzzeitig Reichskanzler und von 1933 bis 1934 Vizekanzler unter Hitler.


09.07.1930

Bei einem Kohlendioxid-Einbruch in der Wenceslaus-Grube in Niederschlesien sterben 151 Bergleute.

Die Wenceslaus-Grube ist ein stillgelegtes Bergwerk in Mölke im Neuroder Revier. Das Gebiet der Wenceslaus-Grube liegt im Westen des Eulengebirges, im Norden der ehemaligen Grafschaft Glatz. Heute gehört das Gebiet zum Powiat Kłodzki (Kreis Glatz) in der Woiwodschaft Niederschlesien. Traurige Berühmtheit erlangte die Wenceslaus-Grube, als es am 9. Juli 1930 im Hausdorfer „Schacht Kurt“, der ebenfalls zur Wenceslaus-Grube gehörte, zu einem Kohlensäureausbruch kam, bei dem 151 Bergleute den Tod fanden.


09.07.1927

Beim Torfstechen entdecken Jann Hanßen und sein Sohn Heye im ostfriesischen Walle den mindestens zweitausend Jahre alten Pflug von Walle.

Als Torfstich oder Torfstechen wird der oberirdische Abbau von Torf bezeichnet. Dieses organische Material, das in Mooren durch beginnende Inkohlung aus abgestorbenen Pflanzen entsteht, dient als niederenergetischer Brennstoff, als Substrat zur Verbesserung von Bodendurchlüftung und Wasserhaltung im Gartenbau und in geringem Umfang auch zur Herstellung von Textilfasern sowie für Heilzwecke.


09.07.1926

Mit dem Ziel der Wiedervereinigung Chinas startet die Kuomintang den Nordfeldzug gegen Warlords im Norden des Landes.

Die Kuomintang Chinas, nach den Mitgliedern oft als Nationalchinesen bezeichnet, ist heute eine Partei der Republik China auf Taiwan. Sie begründete 1912 die erste chinesische Republik, errang 1927 die Herrschaft über das chinesische Festland, musste sich aber nach dem gegen die Kommunistische Partei verlorenen Bürgerkrieg 1949 nach Taiwan zurückziehen, wo sie die Republik China formell fortführte und bis 1990 diktatorisch beherrschte. Heute ist sie Teil des demokratischen Mehrparteiensystems auf Taiwan und gilt als eine Partei, die der Annäherung an die Volksrepublik China offen gegenübersteht. Sie setzt sich für die Ein-China-Politik ein.


09.07.1925

Die Julirevolution in Ecuador beginnt.

Die Julirevolution von 1925 hatte das Ende des Liberalismus in Ecuador und die Machtübernahme der sozialistisch geprägten Liga de Militares Jóvenes zur Folge. Als Periode der ecuadorianischen Geschichte wird sie in der Regel vom Moment des Staatsstreichs der jungen Militärs bis zum Sturz des infolge der Revolution und einer neuen Verfassung amtierenden Präsidenten Isidro Ayora am 24. August 1931 datiert.


09.07.1922

Johnny Weissmüller schwimmt die 100 m Freistil in 58,6 Sekunden und benötigt damit als erster Mensch weniger als eine Minute für die Strecke.

Johann Peter „Johnny“ Weissmuller war ein US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler. Er wurde 1924 und 1928 fünfmaliger Olympiasieger im Freistilschwimmen und war der erste Mensch, der die 100-Meter-Strecke in unter einer Minute schwamm. Nach dem Ende seiner Schwimmlaufbahn wurde er in zwölf Kinofilmen als Tarzan-Darsteller weltweit bekannt.


09.07.1919

Drei Tage nach seiner Ankunft in Mineola, New York, startet das britische Starrluftschiff R34 zu seinem Rückflug nach Europa. Es wird damit das erste Luftschiff, das den Atlantik in beide Richtungen überquert hat.

Starrluftschiffe sind Luftschiffe mit einem kompletten Skelett aus Trägern und Streben. Dieses Gerüst gibt die äußere zumeist aerodynamische Form des Schiffskörpers vor.


09.07.1916

Das Handels-U-Boot Deutschland erreicht nach der ersten Atlantiküberquerung eines U-Boots Baltimore.

Die Deutschland war ein deutsches Handels-U-Boot aus der Zeit des Ersten Weltkrieges mit einer Nutzlast von 1.000 Tonnen Fracht, später als U 155 der Kaiserlichen Marine ein erfolgreicher Unterseekreuzer.


09.07.1915

Die deutsche Kolonie Deutsch-Südwestafrika kapituliert im Ersten Weltkrieg vor den Südafrikanern.

Deutsch-Südwestafrika war von 1884 bis 1915 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Staates Namibia. Mit einer Fläche von 835.100 km² war es ungefähr anderthalbmal so groß wie das Deutsche Kaiserreich. Deutsch-Südwestafrika war die einzige der deutschen Kolonien, in der sich eine nennenswerte Anzahl deutscher Siedler niederließ.


09.07.1877

Der All England Lawn Tennis and Croquet Club trägt zum ersten Mal das Tennisturnier von Wimbledon aus.

Der All England Lawn Tennis and Croquet Club ist ein Verein in Wimbledon, einem Stadtteil von London in England. Der Verein ist als Ausrichter der jährlichen Wimbledon Championships bekannt geworden. Patronin ist seit 2016 die Princess of Wales. Bis zum Jahr 2021 war zudem der Duke of Kent Präsident des Clubs.


09.07.1873

Das Deutsche Münzgesetz wird im Deutschen Reich verabschiedet. Es legt als Reichswährung die Mark, eingeteilt in 100 Pfennige, fest.

Noch nach der Reichsgründung 1871 behinderten acht unterschiedliche Landeswährungen Handel und Verkehr der Gliedstaaten im Deutschen Reich. Es existierten insgesamt acht große Währungssysteme mit Taler, Vereinstaler, Konventionstaler, Kreuzer, Heller, Groschen, Silbergroschen, Neugroschen, Gulden, Konventionsgulden, Schilling, Mark, Pfennig, Neu-Pfennig, Franc, Centime, Bremer Goldtaler, Groten, Schwaren, Preußischer oder Graumannscher Reichstaler, Kuranttaler, Friedrich d’or, die auf unterschiedlichen Gold- und Silbergehalten in ihren Münzen fußten und den Handel erschwerten.


09.07.1867

Gründung des schottischen Fußballklubs Queen’s Park Football Club – einer der traditionsreichsten Fußballvereine Europas.

Der FC Queen’s Park ist ein schottischer Fußballverein aus Glasgow mit langer Geschichte und Tradition. Seine Heimspiele trägt er im Hampden Park aus, demselben Stadion, in dem auch die schottische Nationalmannschaft ihre Spiele austrägt. Der Verein war verantwortlich für die Aufnahme von Latten an Fußballtoren, Freistößen und Halbzeiten in das Regelwerk. Eine Reise nach Irland, um gegen die Caledonians zu spielen, rief so viel Aufmerksamkeit hervor, dass kurz darauf die erste irische Fußballmannschaft gegründet wurde – der Cliftonville FC. Queen’s Park ist nach Celtic und den Rangers der dritterfolgreichste Verein im schottischen Pokal mit zehn gewonnenen Titeln. Der Amateurstatus von Queens Park spiegelt sich auch im Vereinsmotto wider: „Ludere causa Ludendi“ – „Zu spielen um des Spieles willen“.


09.07.1864

In Großbritannien ereignet sich der erste Mord in einem Zug. Der Schneider Franz Muller gerät bald als Täter in Verdacht und wird später gehenkt.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland war ein souveräner Staat auf dem Gebiet der Britischen Inseln, der am 1. Januar 1801 durch die Vereinigung des Königreichs Großbritannien und des Königreichs Irland gegründet wurde. Die Gründung des irischen Freistaats am 6. Dezember 1922 führte zu dem Ende des Staates und dazu, dass der Rest am 12. April 1927 in Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland umbenannt wurde.


09.07.1860

In Damaskus kommt es im Christenviertel zu einem Massaker durch aufgewiegelte Muslime. Den von der Obrigkeit geduldeten Gewalttaten, die sich auch auf den folgenden Tag erstrecken, fallen insgesamt etwa 6000 Personen zum Opfer.

Damaskus [daˈmaskʊs] ist die Hauptstadt von Syrien und des Gouvernements Rif Dimaschq. Die Stadt hatte offiziell 1.834.741 Einwohner, in der Agglomeration lebten 2.831.738 Menschen. Inoffizielle Schätzungen gehen von einer wesentlich höheren Einwohnerzahl aus. Die Hauptstadt bildet ein eigenständiges Gouvernement. Es wird von einem Gouverneur regiert, der vom Innenminister ernannt wird.


09.07.1831

Die Uraufführung der Oper Le Grand Prix ou Le Voyage à frais communs von Adolphe Adam findet an der Opéra-Comique in Paris statt.

Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.


09.07.1816

Das Vizekönigreich des Río de la Plata, das heutige Argentinien, erklärt im Kongress von Tucumán seine Unabhängigkeit von Spanien.

Das Vizekönigreich Río de la Plata war das südlichste der spanischen Vizekönigreiche in Lateinamerika. Es bestand von 1776 bis 1814 und umfasste ungefähr die heutigen Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay, Uruguay und einen Streifen im Norden des heutigen Chile, wobei nur ein Teil effektiv kontrolliert wurde.


09.07.1810

Napoleon erklärt das Königreich Holland für aufgelöst und annektiert per Dekret die Niederlande als französisches Staatsgebiet.

Napoleon Bonaparte, als Monarch Napoleon I., war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes.


Die erste Belagerung von Ciudad Rodrigo endet in den Napoleonischen Kriegen auf der Iberischen Halbinsel mit der Einnahme der spanischen Stadt durch die belagernden Franzosen unter Marschall Michel Ney, die sich damit den Weg für die zweite Invasion Portugals öffnen.

Bei der Belagerung von Ciudad Rodrigo während Napoleons Feldzug in Spanien eroberte der französische Marschall Michel Ney die befestigte Stadt von den Spaniern unter dem Kommando von Feldmarschall Don Andrés Perez de Herrasti am 9. Juli 1810, nachdem die Belagerung am 26. April 1810 begonnen hatte. Neys VI. Korps war Teil der 65.000 Mann starken Armee unter dem Kommando von André Masséna, der die dritte französische Invasion Portugals plante.


09.07.1807

Der Diktatfrieden von Tilsit zwischen Kaiser Napoleon I. und König Friedrich-Wilhelm III. von Preußen beendet den Vierten Koalitionskrieg zwischen diesen beiden Ländern und stuft Preußen auf den Status einer europäischen Mittelmacht zurück.

Der Friede von Tilsit vom 7. und 9. Juli 1807 war ein im ostpreußischen Tilsit verhandeltes und geschlossenes Vertragswerk. Dieser Friedensvertrag beendete den Vierten Koalitionskrieg (1806–1807) zwischen Preußen zusammen mit dem Russischen Kaiserreich einerseits und dem Französischen Kaiserreich andererseits. Der russisch-französische Friedensschluss teilte Europa in eine französische und eine russische Interessensphäre; das preußisch-französische Abkommen stufte Preußen auf den Status einer europäischen Mittelmacht zurück.


09.07.1796

Österreichische und französische Truppen liefern sich im Ersten Koalitionskrieg eine erbitterte Schlacht um die Gemeinde Malsch in der Markgrafschaft Baden. In der Schlacht bei Malsch wechselt die Ortschaft mehrfach den Besitzer, ehe die Franzosen sich zurückziehen.

Der Erste Koalitionskrieg war die erste Auseinandersetzung eines großen Militärbündnisses, das zunächst aus Preußen, der Habsburgermonarchie und kleineren deutschen Staaten bestand, welche zwischen 1792 und 1797 zur Verteidigung der Monarchie gegen das revolutionäre Frankreich geführt wurde. Der Krieg begann mit Erfolgen der Alliierten, bis die Kanonade von Valmy ihren Vormarsch auf Paris beendete. Die Revolutionsarmee ging zur Gegenoffensive über und besetzte verschiedene Gebiete, darunter die Österreichischen Niederlande und Teile des Rheinlandes. Als Folge der Hinrichtung von Ludwig XVI. traten 1793 unter anderem Großbritannien, die Vereinigten Niederlande, Spanien und ab 22. März 1793 im Rahmen eines Reichskriegs die Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches der Koalition gegen die Revolutionäre bei. Die Bedrohung Frankreichs durch fast alle europäischen Monarchien war einer der Gründe für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Form der Levée en masse. In der Folge stabilisierte sich die französische Situation, ohne dass eine der beiden Seiten den Krieg für sich entscheiden konnte. Im Jahr 1795 schieden Preußen und Spanien im Frieden von Basel aus dem Krieg aus. Auch weitere deutsche Staaten schlossen Separatfrieden. Österreich setzte den Krieg nicht ohne Erfolg fort.


09.07.1789

Die französische Nationalversammlung bezeichnet sich als Assemblée nationale constituante und beginnt mit dem Ausarbeiten einer Verfassung.

Die Nationalversammlung ist das Unterhaus des französischen Parlaments. Das Oberhaus heißt in Frankreich Senat ; sie bilden ein Zweikammersystem. Das politische System Frankreichs hat eine starke Exekutive im Rahmen eines semipräsidentiellen Regierungssystems; der Staatspräsident hat mehr Macht als in den meisten anderen westlichen Ländern.


09.07.1762

Katharina II. wird nach einem Putsch ihrer Garden zur alleinigen Zarin Russlands ausgerufen, ihr außerhalb Sankt Petersburg weilender Gemahl, Zar Peter III., von der Entwicklung völlig überrascht.

Katharina II., genannt Katharina die Große, war ab dem 9. Juli 1762 Kaiserin von Russland und ab 1793 Herrin von Jever. Sie ist in unserer Zeitrechnung die einzige Herrscherin, der in der Geschichtsschreibung der Beiname die Große verliehen wurde. Katharina II. war eine Repräsentantin des aufgeklärten Absolutismus.


09.07.1755

Franzosen- und Indianerkrieg: In der Schlacht am Monongahela (auf dem Gebiet des heutigen Pittsburgh) fügt eine aus Indianern und einigen französischen Soldaten bestehende Truppe einem zahlenmäßig überlegenen britischen Heer eine vernichtende Niederlage zu.

Im Siebenjährigen Krieg in Nordamerika kämpften die Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich, unterstützt von ihren jeweiligen indianischen Verbündeten, von 1754 bis 1763 um die Vorherrschaft in Nordamerika. Hauptschauplatz waren die britischen Ostküsten-Kolonien und Neufrankreich rund um den Sankt-Lorenz-Strom. Die Auseinandersetzung war ein Teilkonflikt des Siebenjährigen Krieges, dessen Beginn die Geschichtsschreibung im Allgemeinen erst mit dem Einsetzen der Kampfhandlungen in Europa und den förmlichen Kriegserklärungen der beteiligten europäischen Mächte im Jahr 1756 ansetzt. Der Pariser Frieden von 1763 besiegelte das Ende der französischen Kolonialherrschaft in Nordamerika östlich des Mississippi. Der Krieg war daher von großer Bedeutung für die Geschichte Kanadas, aber auch für die Entstehung der USA.


09.07.1706

Die Deutschen Bartholomäus Ziegenbalg und Heinrich Plütschau landen mit ihrem Schiff Sophia in Tharangambadi, heute Tamil Nadu, Indien. Sie sind die ersten lutherischen Missionare in Südindien und begründen die Dänisch-Hallesche Mission (Tranquebar-Mission), die bis zum Jahr 1845 dort wirkt.

Bartholomäus Ziegenbalg war ab 1706 der erste deutsche evangelische Missionar in Indien. Er kam mit der Dänisch-Halleschen Mission nach Südindien, erlernte die tamilische Sprache und übersetzte die Bibel, die als sogenannte Tranquebar-Bibel 1713 herauskam. Er gründete Schulen, ein Kinderheim und 1707 die erste evangelisch-lutherische Tamilgemeinde in Tranquebar, wo er auch die Neue Jerusalems-Kirche erbauen ließ.


09.07.1701

Eine kaiserliche Armee unter Prinz Eugen von Savoyen mit dem Auftrag die französischen Besatzungstruppen aus den kaiserlichen Lehen in Norditalien zu vertreiben, greift den französischen Marschall General Catinat in der Schlacht bei Carpi an. Damit beginnt ohne formelle Kriegserklärung der Spanische Erbfolgekrieg.

Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan – bekannt geworden unter dem Namen Prinz Eugen – war einer der bedeutendsten Feldherren der Habsburgermonarchie, deren Stellung als Großmacht er wesentlich ausbaute. Er war ab 1697 Oberbefehlshaber im Großen Türkenkrieg. Neben John Churchill, 1. Duke of Marlborough, war er während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) Oberkommandierender der antifranzösischen Haager Großen Allianz. Im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg (1714–1718) sicherte er die österreichische Vorherrschaft in Südosteuropa. Daneben war er lange Präsident des Hofkriegsrats sowie als Diplomat tätig und übte weitere hohe Staatsämter aus.


09.07.1686

Die auf Initiative Kaiser Leopolds I. gegründete Augsburger Liga versucht als Defensivbündnis der französischen Expansion an den Rhein unter Ludwig XIV. Einhalt zu gebieten.

Leopold I., VI. aus dem Hause Habsburg, geboren als Leopold Ignaz Joseph Balthasar Franz Felician, war von 1658 bis 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König in Germanien, Ungarn, Böhmen, Kroatien und Slawonien. Machtpolitisch stand seine Regierungszeit im Westen ganz im Zeichen der Abwehr der französischen Expansion unter Ludwig XIV. Im Südosten wurden die habsburgischen Territorien zunächst noch durch die osmanische Expansion, mit dem Höhepunkt der Zweiten Belagerung der Stadt Wien, bedroht. Die kaiserlichen Feldherren waren letztlich militärisch erfolgreich und es kam zu einer Gegenoffensive, die zum Gewinn ganz Ungarns führte. Dadurch wuchs der Habsburger Machtbereich noch stärker als zuvor über das Heilige Römische Reich hinaus. Leopolds Regierungszeit gilt daher auch als Beginn der Großmachtstellung der Habsburgermonarchie. Innenpolitisch setzte Leopold in den Habsburger Ländern auf einen absolutistischen Herrschaftsstil. In seine Zeit fällt auch ein letzter Höhepunkt der Gegenreformation. Im Reich dagegen trat er als Bewahrer des Ausgleichs der Konfessionen auf. Durch eine geschickte Politik gelang es ihm, das Kaisertum zum letzten Mal zu einer starken Bedeutung zu führen. Der Tod des letzten spanischen Königs aus dem Haus Habsburg Karl II. führte zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem Leopold die Erbfolge seiner Familie vertrat.


09.07.1609

Kaiser Rudolf II. gewährt den Ständen Böhmens in einem Majestätsbrief die Religionsfreiheit.

Rudolf II. war Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (1576–1612), König von Böhmen (1575–1611) sowie König von Ungarn (1572–1608) und Erzherzog von Österreich (1576–1608).


09.07.1553

In der Schlacht bei Sievershausen im Zweiten Markgrafenkrieg besiegt Kurfürst Moritz von Sachsen seinen ehemaligen Verbündeten Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach und trägt damit wesentlich zum Zustandekommen des Augsburger Religionsfriedens bei. Er selbst stirbt in Folge der in der Schlacht erlittenen Wunden.

In der Schlacht bei Sievershausen bei Lehrte standen am 9. Juli 1553 die vereinigten Heere des Kurfürsten Moritz von Sachsen und Heinrichs des Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel den Truppen von Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gegenüber. Diese Schlacht des Zweiten Markgrafenkriegs mit rund 30.000 Kämpfern und etwa 4.000 Toten war eine der blutigsten kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen in der Frühen Neuzeit.


09.07.1540

Englands König Heinrich VIII. lässt die Ehe mit Anna von Kleve annullieren.

Heinrich VIII. war von 1509 bis 1547 König von England, ab 1509 Herr der Lordschaft Irland und ab 1541 König von Irland. Als jüngerer Sohn von König Heinrich VII. und Elizabeth von York wurde er nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Arthur im Jahr 1502 Thronerbe. Seine Krönung im Juni 1509 war nach den englischen Rosenkriegen die erste friedliche Thronbesteigung seit beinahe 100 Jahren. Als erster humanistisch gebildeter König von England war Heinrich ein typischer Renaissancefürst: Er sprach mehrere Sprachen, verfasste Gedichte, komponierte und zeigte großes Interesse an religiösen Themen. In seiner Jugend war er ein athletischer, charismatischer Mann, dessen Herrschaftsantritt freudig begrüßt wurde, in späteren Jahren jedoch war er fettleibig, chronisch krank und galt vielen als Tyrann.


09.07.1386

Die Schlacht bei Sempach endet mit dem Tod des Habsburgers Leopold III. und einem Sieg der Eidgenossen.

Die Schlacht bei Sempach fand am 9. Juli 1386 statt. Sie war die entscheidende Schlacht im Sempacherkrieg zwischen der sich entwickelnden Eidgenossenschaft und dem Herzogtum Österreich, der von 1385 bis 1389 dauerte.


09.07.1357

Kaiser Karl IV. legt in Prag den Grundstein für die Karlsbrücke.

Karl IV., geboren als Wenzel, war Römisch-deutscher König, König von Böhmen, König von Italien, König von Burgund und Römisch-deutscher Kaiser. Er entstammte dem Geschlecht der Luxemburger. Er zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters und war einer der einflussreichsten europäischen Herrscher seiner Zeit.


09.07.0869

Das Jōgan-Erdbeben löst an der japanischen Pazifikküste einen Tsunami aus, der vier Kilometer in das Inland vordringt und etwa 1000 Menschen tötet.

Das Jōgan-Erdbeben 869, auch Jōgan-Sanriku-Erdbeben genannt, war eines der stärksten Erdbeben mit Tsunamis in der Geschichte Japans und ereignete sich am 9. Juli 869 vor der Sanriku-Küste.


09.07.0721

In der Schlacht von Toulouse besiegt ein von Eudo von Aquitanien zusammengezogenes Heer aus dem Fränkischen Reich mehrere Tausend eingedrungene Sarazenen unter ihrem Anführer As-Samh ibn Mālik al-Chaulānī, der in dieser Schlacht fällt.

In der Schlacht von Toulouse am 9. Juli 721 schlugen die Franken unter dem Befehl von Eudo, dem Herzog von Aquitanien, ein Heer der Sarazenen. Deren Anführer as-Samh ibn Malik al-Chawlani, der Statthalter von Al-Andalus, kam dabei ums Leben.


09.07.0455

In Beaucaire wird Avitus zum weströmischen Kaiser bestimmt. Er kann auf Unterstützung durch den Westgotenkönig Theoderich II. zählen.

Beaucaire [bokɛʁ] ist eine Gemeinde mit 15.692 Einwohnern in Frankreich und liegt im Département Gard, in der Region Okzitanien. Die Einwohner nennen sich Beaucairois.