Historische Ereignisse am Freitag, 18. Juli
53 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 18. Juli statt — von -586 bis 2019. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat am 18. Juli 2005 das Gesetz zum Europäischen Haftbefehl für nichtig erklärt und damit ein Urteil gefällt, das die rechtliche Zusammenarbeit in Europa prägte. Dieses Urteil berührte grundlegende Fragen zur Vereinbarkeit europäischer Regelungen mit dem deutschen Grundgesetz. Ebenfalls in diesem Kontext ist der unblutige Ausgang des sogenannten Petersilienkriegs bemerkenswert, der 2002 endete, als eine spanische Eliteeinheit die Isla del Perejil stürmte und die dort stationierten marokkanischen Soldaten vertrieb. Diese Ereignisse zeigen die vielfältigen Herausforderungen, denen sich europäische Staaten bei der Balance zwischen nationalen Interessen und überstaatlichen Regelungen gegenübersehen.
Die Geschichte des 18. Juli ist geprägt von Momenten, die Politik, Recht und internationale Beziehungen nachhaltig beeinflussten. Königin Elisabeth II. markierte 1950 mit der Eröffnung der Britischen Botschaft in Berlin ein historisches Datum, als erstmals ein britisches Staatsoberhaupt selbst eine Botschaft im Ausland inaugurierte. Die Diplomatiegeschichte Europas wurde durch solche Symbole und formalen Akte geprägt, die die Beziehungen zwischen Nationen definierten.
Der 18. Juli 2025 fällt auf einen Freitag. Das Tierkreiszeichen für diesen Tag ist der Krebs, während der Mond sich in der Phase des abnehmenden Mondes befindet. Die meteorologischen Bedingungen erfordern regionale Betrachtung, da das Wetter je nach geografischer Position variiert.
DayAtlas bietet umfassende Informationen zu historischen Ereignissen, dem aktuellen Wetter für jeden beliebigen Tag sowie Geburts- und Sterbedaten bekannter Persönlichkeiten. Die Plattform ermöglicht Nutzern, für jedes Datum und jeden Ort detaillierte historische Kontexte abzurufen und so das Zusammenspiel zwischen welthistorischen Momenten und lokalen Bedingungen zu verstehen.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 15. April.
18.07.2019
Beim Brandanschlag auf Kyōto Animation werden 36 Menschen getötet und weitere 34 verletzt, das Animationsstudio so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es wenige Monate später abgerissen wird. Es handelt sich um einen der verlustreichsten Anschläge der japanischen Nachkriegsgeschichte.
Der Brandanschlag auf das japanische Studio Kyōto Animation ereignete sich am 18. Juli 2019 in Fushimi-ku, Kyōto. Ein zum Tatzeitpunkt 41-jähriger Japaner legte das Feuer, indem er eine brennbare Flüssigkeit in mehrere Büros sowie über mehrere Mitarbeiter schüttete und entzündete. Bei der Brandstiftung kamen 36 Menschen ums Leben und weitere 34 erlitten teils schwere Verletzungen. Ein Mitarbeiter des Animationsstudios verfolgte den Täter einige Häuser weiter, wo dieser dann von der Polizei festgenommen werden konnte.
18.07.2005
In einem Urteil erklärt das deutsche Bundesverfassungsgericht das Gesetz zum Europäischen Haftbefehl für nichtig.
Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2005 das (erste) Gesetz zum Europäischen Haftbefehl, EuHbG von 2004 für nichtig. Das Gesetz greife unverhältnismäßig in die Auslieferungsfreiheit ein, da der Gesetzgeber die ihm durch den EU-Rahmenbeschluss zum Europäischen Haftbefehl eröffneten Spielräume nicht für eine möglichst grundrechtsschonende Umsetzung in nationales Recht ausgeschöpft hatte. Zudem verstoße das EuHbG aufgrund der fehlenden Anfechtbarkeit der (Auslieferungs-)Bewilligungsentscheidung gegen die Rechtsweggarantie. Damit war die Verfassungsbeschwerde eines Beschwerdeführers erfolgreich, der aufgrund eines Europäischen Haftbefehls zur Strafverfolgung an das Königreich Spanien ausgeliefert werden sollte. Solange der Gesetzgeber kein neues Ausführungsgesetz erließ – was mittlerweile geschehen ist –, war die Auslieferung eines deutschen Staatsangehörigen daher nicht möglich.
18.07.2004
Ein Tornado der Stärke F2 bis F3 richtet vor allem in Duisburg, aber auch in Tönisvorst, Krefeld, Oberhausen und Essen Schäden in dreistelliger Millionenhöhe an und verletzt sieben Menschen.
Ein Tornado, auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre mit annähernd senkrechter Drehachse. Er hängt zusammen mit konvektiver Bewölkung und unterscheidet sich damit von Kleintromben (Staubteufeln). Der Wirbel erstreckt sich durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze, muss dabei aber nicht durchweg kondensiert sein. Diese Definition geht auf Alfred Wegener (1917) zurück und ist heute noch allgemein anerkannt.
18.07.2002
Mit der Stürmung der Isla del Perejil durch eine spanische Eliteeinheit und der Vertreibung der 12 dort stationierten marokkanischen Soldaten endet der sogenannte „Petersilienkrieg“ unblutig.
Die Isla del Perejil ist eine kleine felsige Insel in der Straße von Gibraltar und gehört zu Spanien. Sie ist wegen ihrer Lage von strategischer Bedeutung.
18.07.2000
Erstmals eröffnet ein britisches Staatsoberhaupt eine Botschaft im Ausland. Königin Elisabeth II. übergibt offiziell die Britische Botschaft in Berlin als diplomatische Vertretung.
Das Staatsoberhaupt steht an der Spitze der staatlichen Ämterhierarchie. Es repräsentiert den Staat nach innen und außen, ist im Sinne des Völkerrechts vollumfänglich bevollmächtigter Vertreter seines Landes und bestätigt formal die Ernennung in Staatsämter sowie die Ausfertigung von Gesetzen. Auswahl und Funktion des Staatsoberhauptes sowie die Ausgestaltung und Machtfülle seines Amtes sind zentrale Merkmale der Staatsform. In vielen Ländern, insbesondere in solchen, in denen das Staatsoberhaupt vornehmlich repräsentative Aufgaben hat, existiert neben ihm zusätzlich ein Regierungschef, der die tatsächliche politische Macht ausübt.
18.07.1995
Auf der Karibikinsel Montserrat bricht der Vulkan Soufrière Hills zum ersten Mal seit 400 Jahren wieder aus.
Montserrat ist eine Insel in der Karibik, die zu den Kleinen Antillen gehört. Als Teil der British West Indies gehört sie zu den Britischen Überseegebieten des Vereinigten Königreichs. Mehr als die Hälfte ihrer Fläche ist aufgrund vulkanischer Aktivität unbewohntes Sperrgebiet.
Bei einem Sturz auf einer Abfahrt in den Pyrenäen auf der 15. Etappe der Tour de France verunglückt Fabio Casartelli tödlich.
Die 82. Tour de France fand vom 1. bis 23. Juli 1995 statt und führte dabei auf 20 Etappen über 3635 km. Es nahmen 189 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 115 klassifiziert wurden.
18.07.1994
Bei einem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires kommen 85 Menschen ums Leben, weitere 500 werden verletzt.
Beim Bombenanschlag auf das AMIA-Gebäude am 18. Juli 1994 in Buenos Aires wurden 85 Menschen getötet und weitere 300 verletzt. Es war der schwerste Bombenanschlag in der Geschichte Argentiniens. Das Gebäude der Asociación Mutual Israelita Argentina, eine Zentrale der jüdischen Gemeinde in Argentinien, in welchem zahlreiche jüdische Organisationen und Vereine vertreten waren, wurde dabei völlig zerstört. Der Anschlag löste das umfassendste Ermittlungsverfahren der argentinischen Rechtsgeschichte aus.
18.07.1984
Beim Amoklauf von San Ysidro erschießt der Täter in einem Schnellrestaurant in San Diego 21 Menschen und verletzt mit seiner Waffe weitere 19 Personen, ehe er selbst von einem Scharfschützen einer Polizei-Spezialeinheit getötet wird.
Der Amoklauf von San Ysidro, auch als McDonald’s-Massaker bekannt, ereignete sich am 18. Juli 1984 in San Ysidro, einem Stadtteil von San Diego in Kalifornien, USA. Der 41-jährige James Huberty erschoss in einer McDonald’s-Filiale 21 Menschen und verletzte 19 weitere, ehe er von der Polizei erschossen wurde. Die Tat zählt zu den opferreichsten Amokläufen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
18.07.1980
Indien startet mit der Rakete SLV-3 als sechstes Land aus eigener Kraft einen Satelliten ins All.
Indien [ˈɪndi̯ən], amtlich Republik Indien, ist ein Staat in Südasien.
18.07.1976
Wenige Wochen nach der Eröffnung des Elbe-Seitenkanals kommt es zu einem Dammbruch in der Nähe der Gemeinde Adendorf. Etwa vier Millionen Kubikmeter Wasser überfluten das Umland.
Der Elbe-Seitenkanal (ESK) ist eine Bundeswasserstraße in Niedersachsen zwischen dem Mittellandkanal (MLK) und der Elbe. Der 115 Kilometer lange Kanal führt von Calberlah westlich von Wolfsburg (MLK-km 233,65) über Uelzen nach Artlenburg im Landkreis Lüneburg (Elbe-km 572,97). Zuständig für die Verwaltung des ESK ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal.
Bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal erhält die 14-jährige Rumänin Nadia Comăneci als erste Turnerin überhaupt die Höchstnote 10,0 für ihre Übung auf dem Stufenbarren, eine Note, die sie bei diesen Spielen noch sechs weitere Male erhalten wird.
Die Olympischen Sommerspiele 1976 fanden vom 17. Juli bis zum 1. August 1976 in der kanadischen Stadt Montreal statt. Montreal ist nach Paris die zweite französischsprachige Stadt, die die Sommerspiele ausrichtet. 16 afrikanische Länder verzichteten auf die Teilnahme, weil Neuseeland zuvor den internationalen Sportbann gegen den Apartheid-Staat Südafrika gebrochen hatte, indem es gegen die dortige Rugby-Union-Nationalmannschaft gespielt hatte. Im Verlauf der Spiele zogen sieben weitere afrikanische Staaten sowie Guyana ihre Sportler ab. Im Vorfeld dieser Sommerspiele kam es zu großen Verzögerungen beim Bau der Sportstätten, da technische Probleme und Streiks der Bauarbeiter den Zeitplan erheblich durcheinanderbrachten; die Spiele mussten in einem unvollendeten Stadion eröffnet werden. Nach dem Terroranschlag bei den vorangegangenen Spielen in München stellten die Organisatoren in Montreal die Sicherheit der Athleten in den Mittelpunkt aller Bemühungen. Sicherheitskontrollen bestimmten das Bild an allen Wettkampfstätten.
18.07.1972
In seinem Numerus-clausus-Urteil fordert das deutsche Bundesverfassungsgericht eine bundesweite Verteilungsstelle für Studienplätze mit einheitlichen Auswahlkriterien – später als Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen realisiert.
Das Numerus-clausus-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 1972 gilt als wesentlicher Bestandteil der Geschichte der zentralen Vergabe von Studienplätzen. Das Bundesverfassungsgericht geht davon aus, dass aus dem in Artikel 12 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz gewährleisteten Grundrecht der Berufsfreiheit in Verbindung mit dem allgemeinen Gleichheitssatz und dem Sozialstaatsprinzip ein Recht auf Zulassung zum Hochschulstudium folgt. Daraus folge, dass absolute Zulassungsbeschränkungen zum Studium nur unter bestimmten Umständen zulässig sind. Das Gericht erkannte damit einen grundrechtlichen Anspruch jedes Bewerbers auf gleiche Teilhabe an dem vorhandenen Studienplatzangebot an. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass ein Recht auf Schaffung und Zuteilung weiterer Studienplätze unter dem Vorbehalt des Möglichen stehe, wobei es primär Aufgabe des Haushaltsgesetzgebers sei, entsprechende Verteilungsentscheidungen zu treffen.
18.07.1970
Papst Paul VI. ernennt Teresa von Ávila zur ersten weiblichen Kirchenlehrerin.
Paul VI. war ein italienischer Priester und Bischof. Er war von 1963 bis 1978 der 262. Papst der römisch-katholischen Kirche und Oberhaupt des Staates der Vatikanstadt. Wegen seiner prägenden Rolle für den Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils, seiner Beschlussfassung und der Umsetzung der Entscheidungen gilt er manchen als eigentlicher „Konzilspapst“. Wahrscheinlich hat keiner seiner Vorgänger jemals eine so umfassende kirchliche Gesetzgebung durchgesetzt, wenn auch die gesamte Neufassung des nachkonziliaren Gesetzbuches erst 1983 publiziert wurde.
18.07.1969
Am fünften Tag des so genannten Fußballkriegs zwischen Honduras und El Salvador werden die Kämpfe eingestellt.
Der Fußballkrieg war ein militärischer Konflikt zwischen Honduras und El Salvador. Er wurde vom 14. bis 18. Juli 1969 ausgetragen, nachdem es in den vorangegangenen Wochen am Rand der von den Fußballnationalmannschaften beider Länder bestrittenen Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft von 1970 zu Ausschreitungen mit Todesopfern gekommen war.
18.07.1968
Das Unternehmen Intel wird gegründet.
Intel Corporation ist ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara. Er wurde 1968 von Mitarbeitern des Unternehmens Fairchild Semiconductor gegründet. Die Europazentrale befindet sich seit 1974 in München. Intel ist vor allem für PC-Mikroprozessoren bekannt, bei denen das Unternehmen weltweit einen Marktanteil von über 60 % hält. Außerdem produziert Intel diverse weitere Arten von Mikrochips für Computer, zum Beispiel Chipsätze für Mainboards, WLAN- und Netzwerkkarten, Grafikprozessoren und Embedded-CPUs.
18.07.1966
Die Gemini 10-Mission startet mit John Young und Michael Collins an Bord.
Gemini 10 (GT-10) war ein bemannter Weltraumflug im Rahmen des amerikanischen Gemini-Programms.
18.07.1952
Die deutsche Fulbright-Kommission wird gegründet. Sie ermöglicht mit dem Fulbright-Programm über Stipendien Studenten und Akademikern Studienaufenthalte in den USA und vice versa in Deutschland.
Die amerikanische Fulbright-Kommission ist eine nach Gesetz vom 1. August 1946 gebildete Organisation, die Stipendien für einen Studien-, Forschungs- oder Lehraufenthalt im Rahmen des Fulbright-Programms außerhalb der Vereinigten Staaten an US-Bürger sowie Staatsangehörige der Vertragsparteien in den USA vergibt.
18.07.1949
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) erhält den ersten Film zur Begutachtung unter Jugendschutzaspekten vorgelegt.
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH (FSK) ist eine deutsche, von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) getragene Einrichtung mit Sitz in Wiesbaden. Sie prüft im Schwerpunkt die Altersfreigabe von Medien. In Deutschland ist im öffentlichen Raum die Angabe der Altersfreigabe bindend.
18.07.1947
Die Exodus wird vor Tel Aviv von der britischen Marine aufgebracht.
Die Exodus 1947 war ein Flüchtlingsschiff, mit dem im Jahr 1947 etwa 5000 europäische Juden von Frankreich nach Palästina gelangten. Ursprünglich wurde das Schiff im Jahr 1928 unter dem Namen President Warfield als Vergnügungsdampfer an der Ostküste der Vereinigten Staaten in Dienst gestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zunächst von den Briten, dann von US-Streitkräften als Truppentransporter eingesetzt. Weltweit berühmt wurde das Schiff als jüdisches Flüchtlingsschiff Exodus 1947.
Die Vereinigten Staaten erhalten vom UN-Treuhandrat das Treuhandgebiet Pazifische Inseln anvertraut. Sie übernehmen ein Gebiet im Stillen Ozean, das vom Völkerbund bis 1944, als die Inseln im Pazifikkrieg von den USA erobert wurden, als Japanisches Südseemandat verwaltet wurde.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.
18.07.1944
Nach einer Serie von militärischen Rückschlägen tritt Tōjō Hideki als Premierminister von Japan und Chef des Heeres-Generalstabes zurück.
Tōjō Hideki war ein General der Kaiserlich Japanischen Armee, Führer der Einheitspartei Taisei Yokusankai und der 40. Premierminister von Japan. Er amtierte vom 17. Oktober 1941 bis zum 22. Juli 1944 zugleich als Premier- und Kriegsminister, nachdem er letzteres Amt bereits seit Juli 1940 innegehabt hatte. Er war als Premierminister verantwortlich für die Ausweitung des seit 1937 andauernden Konfliktes mit China zum Pazifikkrieg gegen die westlichen Kolonialmächte, der sieben Wochen nach seinem Amtsantritt durch den Angriff auf Pearl Harbor ausgelöst wurde. Tōjō wurde in den Tokioter Prozessen am 12. November 1948 wegen zahlreicher Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt und am 23. Dezember 1948 hingerichtet.
18.07.1942
Die USA erklären Ungarn, Bulgarien und Rumänien den Krieg.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz Vereinigte Staaten oder Amerika genannt, sind ihrer Verfassung zufolge eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika mit einigen Inseln in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien.
Der erste einsatzfähige Düsenjäger der Welt, die Messerschmitt Me 262, absolviert ihren Jungfernflug.
Die Messerschmitt Me 262 (Suggestivname: Schwalbe bzw. Sturmvogel), eine Entwicklung der Messerschmitt AG, Augsburg, war das erste in Serie gebaute Strahlflugzeug. Zwischen 1943 und 1945 wurden 1433 Exemplare der zweistrahligen Maschine gebaut, von denen im Zweiten Weltkrieg etwa 800 Stück an die Luftwaffe der Wehrmacht ausgeliefert wurden. Das Flugzeug wurde wie die Me 163 und die Heinkel He 280 ab Anfang 1939 mit mittlerer bis geringer Priorität entwickelt. Sie wurde von der NS-Propaganda als Wunderwaffe bezeichnet.
18.07.1938
Auf Grund eines „Navigationsfehlers“ landet der Flugpionier Douglas Corrigan auf seinem Flug von New York nach Kalifornien stattdessen in Irland. Er erhält für diesen Atlantikflug den Spitznamen „Wrong Way“.
Douglas Corrigan war ein US-amerikanischer Pilot, der nach einem Transatlantikflug 1938 als Wrong Way Corrigan („Falsche-Richtung-Corrigan“) bekannt wurde.
18.07.1937
In München wird das Haus der Deutschen Kunst eröffnet. Die darin gezeigte Große Deutsche Kunstausstellung ist als Verkaufsausstellung konzipiert.
Das Haus der Kunst ist ein Ausstellungsgebäude in der Münchener Prinzregentenstraße am südlichen Ende des Englischen Gartens. Es wurde von 1933 bis 1937 auf Betreiben Adolf Hitlers nach Plänen von Paul Ludwig Troost in einem monumentalen Neoklassizismus als Haus der Deutschen Kunst errichtet.
18.07.1926
Das Planetarium Jena wird eröffnet. Damals das vierte seiner Art weltweit, ist es heute das älteste, das noch in Betrieb ist.
Das Zeiss-Planetarium in Jena ist das weltweit betriebsälteste Großraum-Projektions-Planetarium. Es wurde am 18. Juli 1926 eröffnet. Das Zeiss-Planetarium ist ein Projektionsplanetarium, bei dem die Fixsterne und die Planeten auf die Innenseite einer weißen Kuppel projiziert werden. Es ist eines der Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland. Eigentümerin ist die Ernst-Abbe-Stiftung und betrieben wird das Planetarium durch die Sternevent GmbH. Im Jahr 2024 wurde es über 170.000 Mal besucht.
18.07.1925
Im Franz-Eher-Verlag erscheint der erste Band von Hitlers Mein Kampf.
Der Franz-Eher-Verlag war der Zentralverlag der NSDAP. Die Partei erwarb ihn am 17. Dezember 1920 für 115.000 Mark. Zum Verlag gehörte eine Buchhandlung, die ebenso übernommen wurde. Max Amann übernahm die Leitung ab 4. April 1922. Alleiniger Gesellschafter des Eher-Verlages war zeitweise der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterverein e. V., die frühe Trägerorganisation der NSDAP, deren Vorstand Adolf Hitler war. Später ging der Verlag in die NSDAP über. Nach dem Verbot durch die Alliierten wickelte der bayerische Staat den Verlag ab, er wurde 1952 aus dem Handelsregister gelöscht.
18.07.1924
Der Rote Frontkämpferbund der KPD wird in Halle (Saale) gegründet.
Der Rote Frontkämpferbund (RFB) – auch Rotfrontkämpferbund – war der paramilitärische Wehrverband der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und wie alle Wehrverbände in der Weimarer Republik als Verein organisiert. Der RFB wurde 1924 gegründet und war die Nachfolgeorganisation der Proletarischen Hundertschaften und des vom Spartakusbund begründeten Roten Soldatenbunds aus Veteranen des Ersten Weltkriegs. Er verfügte mit der Roten Jungfront über eine eigene Jugend- sowie mit dem Roten Frauen- und Mädchenbund über eine eigene Frauenabteilung. Unter dem Eindruck der von der KPD als Blutmai bezeichneten Mai-Unruhen in Berlin vom 1. bis 3. Mai 1929, wurde der RFB auf der Grundlage des Republikschutzgesetzes und des Reichsvereinsgesetzes in Preußen als größtem Gliedstaat der Weimarer Republik verboten.
18.07.1918
Am Tag nach der Ermordung der Zarenfamilie werden in Alapajewsk die Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna, die Großfürsten Wladimir Pawlowitsch Paley und Sergei Michailowitsch Romanow sowie die Brüder Iwan, Konstantin und Igor Konstantinowitsch Romanow von der Tscheka in einen Minenschacht gestoßen.
Die Ermordung der Zarenfamilie durch die Bolschewiki war ein Ereignis in der Zeit des russischen Bürgerkrieges. Die Exekution des abgedankten Zaren Nikolaus II. selbst und seiner engsten Familie ereignete sich in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 in Jekaterinburg. Zuvor war bereits am 13. Juni 1918 sein Bruder Großfürst Michail Alexandrowitsch getötet worden. Weitere Mitglieder des Hauses Romanow wurden in den folgenden Monaten an verschiedenen Orten Russlands ermordet. Der Zar und seine Familie wurden wie die übrigen Angehörigen des Hauses Romanow nicht zuletzt deshalb getötet, weil die Bolschewiki den „weißen“ Konterrevolutionären keine potentiellen Symbolfiguren überlassen wollten. Insgesamt wurden 18 Angehörige der Dynastie und viele weitere Personen aus ihrem persönlichen Umfeld von den Bolschewiki umgebracht, darunter Jelisaweta Fjodorowna, die Schwester der Zarin, und fünf weitere Romanows in der auf die Ermordung der Zarenfamilie folgenden Nacht. Am 29. Januar 1919 wurden die letzten vier in Haft befindlichen Romanows erschossen.
18.07.1909
Bei der durch den Sturz des Schrittmachers Werner Krüger ausgelösten Rennbahnkatastrophe von Berlin auf der Berliner Radrennbahn „Botanischer Garten“ kommen neun Zuschauer ums Leben und über 40 Menschen werden schwer verletzt. Damit ist dieses Unglück das schlimmste, das in Deutschland jemals im Radsport geschehen ist.
Als Schrittmacher wird im Radsport der vorausfahrende Teil des Gespanns bei Steher- oder Dernyrennen bezeichnet.
18.07.1905
Die erste Eisenbahnlinie der Deutschen Kolonie Togo, die Bahnstrecke Lomé–Aného, wird dem Verkehr übergeben.
Togo, auch Togoland oder Deutsch-Togo, war von 1884 bis 1916 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie. Das damalige Gebiet umfasste die heutige Republik Togo und den östlichsten Teil des heutigen Ghana und hatte eine Fläche von ca. 87.200 km².
18.07.1898
Marie und Pierre Curie berichten über die Entdeckung eines neuen Elements, das sie Polonium nennen.
Marie Skłodowska Curie war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich lebte und wirkte. Sie untersuchte die 1896 von Henri Becquerel beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie ist die einzige Frau unter den fünf Personen, denen bisher mehrfach ein Nobelpreis verliehen wurde, und neben Linus Pauling die einzige Person, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt.
18.07.1897
Das Parc des Princes in Paris wird als Radrennbahn eröffnet. Henri Desgrange wird erster Direktor.
Der Parc des Princes ist ein Rugby- und Fußballstadion in der französischen Hauptstadt Paris im 16. Arrondissement, das heute überwiegend vom Fußballclub Paris Saint-Germain genutzt wird und bei Ligaspielen Platz für rund 49.000 Zuschauer bietet. Die UEFA stuft die Sportstätte in die Stadionkategorie 4 ein. Seit der Eröffnung des Stade de France im Jahr 1998 hat der Prinzenpark seinen Status als Nationalstadion verloren.
18.07.1879
Der seit September des Vorjahres festgefrorene Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld kommt mit seinem Schiff Vega aus dem Packeis wieder frei und kann die Erstdurchquerung der Nordostpassage fortsetzen.
Adolf Erik Freiherr von Nordenskiöld war ein seit 1857 in Schweden tätiger und lebender Baron, Professor an der Universität Stockholm, Polarforscher, Kartograph und Reiseschriftsteller mit finnlandschwedischer Abstammung. Er war der Vater des Ethnologen Erland Nordenskiöld und Onkel des Geologen Otto Nordenskjöld. Nordenskiöld gelang in den Jahren 1878/79 als erstem Seefahrer die Umrundung Europas und Asiens und dabei die Durchquerung der Nordostpassage.
18.07.1877
Thomas Alva Edison gelingt zum ersten Mal eine Tonaufzeichnung auf einer mit Stanniol bespannten Stahlwalze (Phonograph).
Thomas Alva Edison war ein US-amerikanischer Erfinder, Elektroingenieur und Unternehmer mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Elektrizität und Elektrotechnik.
18.07.1870
Das Erste Vatikanische Konzil verabschiedet Pastor Aeternus, worin die Dogmen des päpstlichen Jurisdiktionsprimats sowie der päpstlichen Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenfragen festgeschrieben werden.
Das Erste Vatikanische Konzil, das von der römisch-katholischen Kirche als das 20. allgemeine bzw. Ökumenische Konzil angesehen wird, begann am 8. Dezember 1869. Es verkündete im Sommer 1870 ein Lehrdokument über den katholischen Glauben, den päpstlichen Jurisdiktionsprimat und erhob die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes „bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren“ definitiv zum Dogma; aus dem Widerstand gegen diese Beschlüsse ging die altkatholische Kirche hervor. In der Sitzungspause kam es nach der Kriegserklärung von Frankreich an Preußen zum Deutsch-Französischen Krieg, worauf das Königreich Italien den Kirchenstaat besetzte. Das Konzil wurde nicht wieder aufgenommen und am 20. Oktober 1870 auf unbestimmte Zeit vertagt.
18.07.1863
Während des Amerikanischen Bürgerkrieges führt das aus farbigen Soldaten bestehende 54th Massachusetts Infantry Regiment unter Colonel Robert Gould Shaw den Sturmangriff auf Fort Wagner an. Obwohl der Angriff unter großen Verlusten scheitert bereitet die heroische Haltung der Soldaten (dargestellt 1989 im preisgekrönten Spielfilm Glory) den Weg zur gleichwertigen Anerkennung farbiger Soldaten.
Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkrieg war der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).
18.07.1849
In Montevideo wird mit der Universidad de la República die erste öffentliche Hochschule Uruguays gegründet.
Montevideo [mɔnteviˈdeːo, spanisch mɔnteβiˈðeo] ist die Haupt- und Primatstadt Uruguays. Die am Mündungstrichter des Río de la Plata liegende Metropole hat rund 1,3 Mio. Einwohner und ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum des Landes.
18.07.1812
Der Friedensvertrag von Örebro beendet den am 17. November 1810 auf Druck Napoleon Bonapartes erklärten Schwedisch-Britischen Krieg, in dem es keinerlei Schusswechsel zwischen beiden Seiten gegeben hat.
Örebro [œrəˈbruː] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Örebro län und der historischen Provinz Närke. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.
18.07.1808
Die Schlacht bei Bailén während der Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel beginnt.
In der Schlacht bei Bailén, die vom 18. bis zum 22. Juli 1808 in Andalusien ausgetragen wurde, besiegte eine spanische Armee unter den Generälen Francisco Javier Castaños und Theodor von Reding ein Korps der französischen Armee unter General Pierre Dupont de l’Étang. Die spanischen Kräfte kreisten die Franzosen ein und veranlassten Dupont, mit fast 18.000 Mann zu kapitulieren. Dies war die größte französische Niederlage während der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel.
18.07.1796
Dem Schriftsteller Alois Senefelder gelingen in seinem Münchener Atelier erstmals Serien-Steindrucke, ein Flachdruckverfahren, das er in den nächsten beiden Jahren weiterentwickelt.
Alois Senefelder oder Aloys Senefelder war der Erfinder der Lithografie.
18.07.1670
Der Vertrag von Madrid setzt den formellen Schlusspunkt unter den rund zehn Jahre zuvor beendeten Englisch-Spanischen Krieg. Jamaika und die Cayman Islands werden als englischer Besitz von Spanien anerkannt; beide Parteien wollen den Handelsverkehr des Vertragspartners in der Karibik dulden.
Der Vertrag von Madrid wurde am 18. Juli 1670 zwischen England und Spanien in Madrid geschlossen. In diesem Vertrag erkannte Spanien förmlich die englische Hoheit über Jamaika und die Kaimaninseln an. Jamaika wurde zuvor im Jahre 1655, die Kaimaninseln im Jahre 1666 durch England in Besitz genommen. Letztere wurden von Jamaika aus verwaltet und kolonialisiert. Der Vertrag setzte den Schlusspunkt unter den vorausgegangenen Englisch-Spanischen Krieg.
18.07.1668
George Dandin ou le Mari confondu (George Dandin oder der beschämte/betrogene Ehemann), eine Ballettkomödie des französischen Dichters Molière mit Musik von Jean-Baptiste Lully, hat ihre Uraufführung bei einem Fest im Schloss Versailles vor König Ludwig XIV. zur Ehre seiner neuen maîtresse en titre, Madame de Montespan, und zur Unehre ihres immer noch rechtmäßigen Gatten.
George Dandin, Originaltitel: George Dandin ou le Mari confondu ist eine Ballettkomödie in drei Akten des französischen Dichters Molière, mit Musik von Jean-Baptiste Lully. Die Uraufführung erfolgte am 18. Juli 1668 bei einem Fest im Schloss Versailles vor König Ludwig XIV. zur Ehre seiner neuen maîtresse en titre, Madame de Montespan, und zur Unehre ihres immer noch rechtmäßigen Gatten. Die öffentliche Erstaufführung war am 9. November desselben Jahres im Palais Royal in Paris. Das Stück spielt vor dem Haus von George Dandin, auf dem Lande.
18.07.1658
In Frankfurt am Main wird Leopold I. zum römisch-deutschen Kaiser gewählt.
Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen.
18.07.1630
Kaiserliche Truppen unter Johann von Aldringen und Rambold XIII. von Collalto erobern im Mantuanischen Erbfolgekrieg Mantua.
Johann Graf von Aldringen in Chroniken oft General Altringer war während des Dreißigjährigen Krieges ein kaiserlicher Feldmarschall in Diensten der Katholischen Liga. Er war an der Verschwörung gegen Albrecht von Wallenstein beteiligt.
18.07.1620
In Graubünden beginnt der Veltliner Mord. Bei dem katholischen Aufstand im Veltlin kommen zwischen 300 und 600 Protestanten ums Leben.
Die Geschichte des Kantons Graubünden umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des schweizerischen Kantons Graubünden von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden ist seit der Eiszeit besiedelt und seither ein Schmelztiegel verschiedener Völker, die den Alpenraum bewohnten oder an der Sicherung der Passwege interessiert waren.
18.07.1323
Papst Johannes XXII. spricht den Kirchenlehrer Thomas von Aquin heilig.
Johannes XXII. war der erste Papst, der ausschließlich in Avignon residierte.
18.07.1300
Gerardo Segarelli, der Stifter der kirchenkritischen Apostelbrüder, wird wegen Häresie in Parma auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Gerardo Segarelli, auch Gherardo Segarelli oder Segalleli, stiftete die Sekte der Apostelbrüder . Die katholische Kirche erkannte sie nicht als Orden an; Segarelli wurde als Häretiker auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
18.07.1290
In England verkündet ein judenfeindlicher Erlass König Eduards I., alle Juden müssten das Land bis Ende Oktober verlassen.
Als Antijudaismus wird die Judenfeindschaft aus religiösen Motiven bezeichnet. Meist umfasst der Begriff die Gesamtheit antijüdischer Theorien und Verhaltensweisen im Christentum. Bei einer weiteren Definition umfasst er auch vorchristliche, örtlich und zeitlich begrenzte antike Judenfeindschaft und Judenfeindlichkeit im Islam.
18.07.1216
Das erste Konklave in der Kirchengeschichte findet nach dem Tod von Papst Innozenz III. in Perugia statt, wobei Camerlengo Cencio Savelli innerhalb von 2 Tagen gewählt und am 24. Juli 1216 als Papst Honorius III. inthronisiert wird.
Als Papstwahl wird die Wahl des Bischofs von Rom, der als Papst das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, bezeichnet. Eine Wahl wird nach Eintreten der Sedisvakanz notwendig, wenn der bisherige Papst gestorben ist oder auf sein Amt verzichtet hat. Das Wahlgremium besteht aus den wahlberechtigten Kardinälen, die sich im Konklave versammeln. Seit 1878 findet das Konklave in der Sixtinischen Kapelle in Rom statt.
19.07.2007
Das römische Heer wird in der Schlacht an der Allia von den Kelten unter ihrem Heerführer Brennus vernichtend geschlagen. Rom wird in der Folge eingenommen und geplündert.
Die Schlacht an der Allia war eine Auseinandersetzung zwischen Kelten und Römern im Rahmen der keltischen Invasion in Mittelitalien. Die Schlacht wird auf 387 v. Chr., evtl. auch auf das Jahr 390 v. Chr., datiert und fand an der Allia, einem Nebenfluss des Tiber in der Nähe von Rom, statt. Der Geschichtsschreiber Livius gab dem Tag der Schlacht die Bezeichnung Unglückstag.
20.07.2006
Jerusalem, die Hauptstadt des Reiches Juda unter dem abtrünnigen Vasallenkönig Zedekia, wird von den Babyloniern unter Großkönig Nabū-kudurrī-uṣur II. nach zweieinhalbjähriger Belagerung eingenommen.
Jerusalem ist eine Stadt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer mit rund 925.000 Einwohnern. Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahostkonflikts. Nach israelischem Verständnis ist Jerusalem die Hauptstadt Israels, jedoch erkennen die Vereinten Nationen und die Mehrheit ihrer Mitgliedstaaten Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt an. Jerusalem wurde 1980 von Israel, das das gesamte Stadtgebiet kontrolliert, durch das Jerusalemgesetz zu seiner vereinigten und unteilbaren Hauptstadt erklärt. Auch der Staat Palästina beansprucht Jerusalem als seine Hauptstadt.