Historische Ereignisse am Samstag, 19. April
70 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 19. April statt — von 65 bis 2018. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Samstag, den 19. April, markiert in der europäischen Geschichte mehrere bedeutende Ereignisse. Im Jahr 2005 wählte das Konklave Joseph Ratzinger zum Papst, der sich selbst den Namen Benedikt XVI. gab und damit zum ersten deutschstämmigen Pontifex seit fast fünf Jahrhunderten wurde. Die Sedisvakanz nach dem Tod von Johannes Paul II. endete nach 17 Tagen, als Kardinalprotodiakon Jorge Arturo Medina Estévez das Ergebnis der geheim tagenden Kardinäle verkündete. Ein weiteres Ereignis von tragischer Bedeutung fand 1943 statt, als Kurt Huber, Professor für Musikwissenschaften und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, gemeinsam mit den Studenten Alexander Schmorell und Willi Graf vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt wurden. Die drei Männer waren Mitglieder der Weißen Rose, einer Widerstandsgruppe, die gegen das nationalsozialistische Regime kämpfte.
Berlin als Ort solcher geschichtlichen Momente hat sich zu einem politischen und kulturellen Zentrum entwickelt, dessen Geschichte sich in seinen Institutionen und Bauwerken widerspiegelt. Die Stadt beherbergt zahlreiche Denkmäler und Gedenkstätten, die an diese ereignisreichen Tage und die handelnden Personen erinnern.
Der 19. April 2025 wird von teilweise bewölktem Himmel geprägt. Die Temperatur bewegt sich im gemäßigten Bereich, und der Wind weht schwach aus wechselnden Richtungen. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, während die Sonne in den Sternbild des Stiers steht und damit astrologisch für Beständigkeit und Erdung stehen soll.
Die Website DayAtlas bietet Besuchern die Möglichkeit, Wetterdaten, historische Ereignisse sowie berühmte Geburts- und Sterbefälle für beliebige Daten und Orte abzurufen. Das Informationsangebot ermöglicht es, Geschichte und aktuelle Wetterbedingungen an einem spezifischen Ort und zu einer bestimmten Zeit miteinander zu verbinden.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 6. April.
19.04.2018
General Eberhard Zorn wird in Berlin in sein Amt als 16. Generalinspekteur der Bundeswehr eingeführt.
Der General ist ein Dienstgrad zahlreicher moderner und früherer Streitkräfte, unter anderem auch der Bundeswehr, des Bundesheeres und der Schweizer Armee. Im Wachkörper Österreichs ist der General eine Verwendungsbezeichnung. In einigen Streitkräften ist der General der ranghöchste Dienstgrad.
19.04.2015
Bei einem Schiffsunglück im Mittelmeer sterben in der Nacht vom 18. auf den 19. April bis zu 800 Flüchtlinge, die auf dem Weg von Libyen nach Italien waren.
Beim Schiffsunglück im Mittelmeer am 19. April 2015 kenterte in der Nacht vom 18. auf den 19. April 2015 ein überladenes Flüchtlingsboot auf dem Weg von Libyen nach Italien. Ein Überlebender berichtete, es seien 950 Personen an Bord gewesen. Zunächst war verbreitet worden, dass bis zu 800 Menschen ertrunken wären, nur 28 Menschen konnten gerettet werden (darunter der Kapitän und der Steuermann), womit dies die größte Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer wäre. Im Juni 2016 wurde das Wrack gehoben und die Zahl der Opfer von der italienischen Marine auf etwa 500 korrigiert.
19.04.2011
Der im Aufwind befindliche Goldpreis überschreitet im Handel an der New York Mercantile Exchange erstmals die Marke von 1.500 US-Dollar pro Unze Feingold.
Der Goldpreis ist auf dem Goldmarkt der Marktpreis des Handelsobjekts Gold, überwiegend in US-Dollar notiert. Der Preismechanismus entsteht an Rohstoffbörsen durch das weltweite Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
19.04.2006
Auf dem Flugplatz Hamburg-Finkenwerder wird nach der Aufhebung des Baustopps der erste Spatenstich für die Landebahnverlängerung um 589 m nach Süden gesetzt. Die Verlängerung macht die regelmäßige Landung des Airbus A380 möglich.
Der Flugplatz Hamburg-Finkenwerder ist ein Sonderlandeplatz im Südwesten von Hamburg und Teil des Werksgeländes der Airbus Operations GmbH in Hamburg-Finkenwerder an der Elbe. Er verfügt über eine Start- und Landebahn, auf der im Rahmen von Test- und Auslieferungsflügen sowie Materialtransporten und Werksflugverkehr werktäglich etwa 10 bis 15 Flugzeuge starten und landen.
19.04.2005
Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger wird im Alter von 78 Jahren vom Konklave zum Papst gewählt. Der erste deutschstämmige Papst seit fast 500 Jahren gibt sich den Namen Benedikt XVI. Die Sedisvakanz nach dem Tod von Johannes Paul II. ist nach 17 Tagen beendet. Das Ergebnis wird vom Kardinalprotodiakon Jorge Arturo Medina Estévez bekannt gegeben.
Benedikt XVI., bürgerlich Joseph Alois Ratzinger, war von seiner Wahl am 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 der 265. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Außerdem war er Theologe, Hochschullehrer und römisch-katholischer Geistlicher. Er war einer der deutschen Päpste und war nach Gregor V. (996–999), Damasus II. (1048) und Viktor II. (1055–1057) der vierte Nachfolger Petri aus Bayern. Benedikt XVI. war einer der wenigen Pontifizes, die von ihrem Amt zurücktraten, und erst der Dritte nach Coelestin V. und Gregor XII., der dies freiwillig tat.
19.04.2000
Eine Boeing 737-200 der Philippine Airlines stürzt während des Landeanflugs auf die philippinische Insel Samal ab. Alle 131 Personen an Bord sterben.
Die Boeing 737 des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing ist eine der beiden weltweit meistgebauten Familien strahlgetriebener Verkehrsflugzeuge. Der als Schmalrumpfflugzeug ausgelegte Typ wird mittlerweile in der dritten und vierten Generation parallel gefertigt und hat über die Zeit seine äußere Erscheinung kaum geändert. Ursprünglich als kleines Kurzstreckenflugzeug geplant, stellen die aktuellen Versionen Boeing 737NG und 737 Max eine Familie von Mittelstreckenflugzeugen für die kommerzielle Passagierluftfahrt dar, deren Spektrum grob vom 125-Sitzer 737-700 bis zur 737-900ER für bis zu 220 Passagiere reicht. Auch Langstrecken werden mit bestimmten Varianten bedient.
19.04.1999
Das Reichstagsgebäude in Berlin wird Sitz des Deutschen Bundestags. Am selben Tag wird das Leo-Baeck-Haus, die vormalige Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, als Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland eröffnet.
Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Seit 1994 tritt hier auch die Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen.
19.04.1998
Bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten wird Thomas Klestil vom österreichischen Wahlvolk mit 63,4 % der Stimmen wiedergewählt.
Die Bundespräsidenten werden in Österreich seit 1951 von der Bevölkerung in direkter Wahl bestimmt. Grundlage dafür ist das Bundespräsidentenwahlgesetz.
19.04.1995
Bei einem Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City werden 168 Menschen getötet. Als Motiv nennt der Attentäter Timothy McVeigh unter anderem Rache für die Ereignisse in Waco exakt zwei Jahre zuvor.
Der Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Oklahoma, am 19. April 1995 war einer der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Bei der Detonation eines mit Sprengstoff beladenen Lastkraftwagens kamen 168 Menschen ums Leben. Das neunstöckige Alfred P. Murrah Federal Building hatte bis zu seiner nahezu vollständigen Zerstörung als Sitz mehrerer Behörden der Bundesregierung gedient. Im ersten Stock befand sich auch ein Kindergarten; insgesamt starben 19 Kinder. Als Täter wurden die rechtsradikalen Timothy McVeigh – ein damals 26-jähriger Veteran aus dem Zweiten Golfkrieg –, Terry Nichols und Michael Fortier identifiziert und verurteilt. Am Platz des Gebäudes wurde eine Gedenkstätte – das Oklahoma City National Memorial – errichtet.
19.04.1993
US-Bundesbehörden stürmen eine Ranch in Waco, Texas, um militante Sektenmitglieder der Davidianer unter der Führung von David Koresh zu verhaften. Dabei bricht ein schwerer Brand aus, der 82 der 87 im Gebäude befindlichen Sektenmitglieder tötet.
Waco ist die Bezirkshauptstadt und der Sitz der Countyverwaltung des McLennan Countys im US-Bundesstaat Texas. Die 1849 gegründete Stadt hat rund 138.500 Einwohner und liegt in Zentraltexas am Südrand der Great Plains. Traditionell war die Stadt Viehzuchtzentrum; in den 1920er Jahren war sie ein wesentliches Aktionsfeld des Ku-Klux-Klan. Die Folgen der Great Depression sowie die damit verbundene Verödung des Innenstadtzentrums ging die Stadtverwaltung Ende der 1950er Jahre mit einem Revitalisierungsprogramm an. International in die Schlagzeilen geriet Waco 1993 anlässlich der gewaltsamen Erstürmung des Geländes der Davidianer-Sekte, auf dem sich knapp 100 Angehörige der Gruppe wochenlang verbarrikadiert hatten.
19.04.1989
Auf dem Schlachtschiff Iowa ereignet sich beim Übungsschießen ein schwerer Unfall im zweiten vorderen Geschützturm, wobei dieser explodiert und 47 Seeleute den Tod finden.
Die Iowa ist ein ehemaliges Schlachtschiff der United States Navy und Typschiff der Iowa-Klasse. Sie diente während des Zweiten Weltkriegs zunächst im Atlantik und später im Pazifik, wo sie unter anderem die Schlachten um Iwojima und Okinawa unterstützte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Iowa zunächst in die Reserveflotte versetzt. Im Koreakrieg wurde sie reaktiviert und spielte eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Bodenoperationen durch Beschuss der Küstenziele. In den 1980er Jahren wurde die Iowa im Rahmen der Marineaufrüstung unter Präsident Ronald Reagan modernisiert. Diese Modernisierung umfasste die Installation von Tomahawk- und Harpoon-Raketen sowie moderne Feuerleitsysteme. Am 19. April 1989 ereignete sich eine tragische Explosion im Geschützturm Nr. 2, bei der 47 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Der Schaden wurde nicht mehr repariert. Die endgültige Außerdienststellung der Iowa erfolgte am 26. Oktober 1990. Heute ist sie als Museumsschiff im Hafen von Los Angeles, Kalifornien, zu besichtigen.
19.04.1988
Die US-amerikanische Band Public Enemy veröffentlicht ihr Album It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back, das zu einem der meistverkauften Rap-Alben aller Zeiten wird.
Public Enemy ist eine Hip-Hop-Formation, die Ende der 1980er Jahre zu den einflussreichsten Bands der US-amerikanischen Rapszene zählte. Die Texte der Formation sind inhaltlich sehr sozialkritisch geprägt und ihre Auftritte mit Bodyguards, den S1W's (Security of the First World) im Söldnerlook, im Stile öffentlicher Protestveranstaltungen lösten oft ein starkes Echo in den Medien aus.
19.04.1987
Die von Matt Groening geschaffenen Zeichentrickfiguren der Familie Simpson haben in einem Kurzfilm in der Tracey Ullman Show ihren ersten Auftritt im Fernsehen. Später entsteht um diese Figuren die Serie Die Simpsons.
Matthew „Matt“ Abram Groening [ˈgreɪnɪŋ] ist ein US-amerikanischer Comicautor, Produzent und Drehbuchautor. Er ist der Erfinder der Zeichentrickfilmserien Die Simpsons, Futurama und Disenchantment sowie des Comics Life in Hell.
19.04.1984
Advance Australia Fair wird zu Australiens Nationalhymne erklärt.
Advance Australia Fair ist seit 1984 die australische Nationalhymne.
19.04.1975
Der Indian Space Research Organisation gelingt der Start des ersten indischen Satelliten Aryabhata, der allerdings noch mit Hilfe sowjetischer Trägertechnologie ins All geschickt wird.
Die Indische Weltraumforschungsorganisation ist die Raumfahrtbehörde Indiens mit Sitz in Bengaluru. Sie wird seit dem 14. Januar 2022 von S. Somanath geleitet und koordiniert die Raumfahrt Indiens.
19.04.1972
Eine Großrazzia der Berliner Polizei führt zur Räumung des ehemals besetzten Georg-von-Rauch-Hauses. Rio Reiser besingt diese Polizeiaktion später im Rauch-Haus-Song der Band Ton Steine Scherben.
Eine Razzia ist eine planmäßig vorbereitete, innerhalb einer schlagartig abgesperrten Örtlichkeit bei einem unbestimmten Personenkreis überraschend durchgeführte Fahndung nach Personen oder Suche nach Sachen. In Deutschland werden Razzien von der Polizei, dem Zoll und in äußerst seltenen Fällen von der Bundeswehr durchgeführt.
19.04.1971
Das seit zehn Jahren von Großbritannien unabhängige Sierra Leone wird durch eine Verfassungsänderung unter Premierminister Siaka Stevens zur Republik.
Die Geschichte Sierra Leones ist die Geschichte des modernen Staates Sierra Leone und seiner kolonialen Vorläufer, also der britischen Kronkolonie und des Protektorats, aus denen dieser Staat entstanden ist sowie die vorkoloniale Geschichte der dort lebenden Völker. Da die Keimzelle Sierra Leones eine Kolonie befreiter Sklaven aus drei Kontinenten war, spielt auch die Geschichte der Sklaverei und ihrer Abschaffung eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Landes.
Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation. Nach einer Nutzungszeit von 123 Tagen verglüht sie am 11. Oktober.
Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.
19.04.1966
Die Erstausstrahlung der Satire Das Bohrloch oder Bayern ist nicht Texas im Deutschen Fernsehen ruft teilweise Empörung hervor.
Das Bohrloch oder Bayern ist nicht Texas ist eine deutsche Filmsatire, die 1965 nach dem Drehbuch und unter der Regie von Rainer Erler und als Produktion des Bavaria Ateliers im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks entstand. Zur Erstausstrahlung des Schwarzweißfilms am 19. April 1966 beim Deutschen Fernsehen rief er teilweise Empörung hervor, insbesondere beim Bayerischen Rundfunk.
19.04.1965
Gordon Moore veröffentlicht in der Zeitschrift Electronics seine später als Mooresches Gesetz bekannte Beobachtung, dass die Komplexität der jeweils modernsten integrierten Schaltkreise exponentiell anwächst.
Gordon Earle Moore war ein US-amerikanischer Ingenieur und Unternehmer. Er war Mitgründer der Firma Intel und formulierte das Mooresche Gesetz.
19.04.1961
Die von den USA unterstützte Invasion in der Schweinebucht in Kuba endet nach nur zwei Tagen in einer vollständigen Niederlage der exil-kubanischen Truppen.
Die Invasion in der Schweinebucht war ein von den Vereinigten Staaten organisierter militärischer Angriff kubanischer Exilanten auf Kuba. Sie wurde am 17. April 1961 mit verdeckter Unterstützung der CIA von rund 1300 seit 1959 aus Kuba geflohenen Freiwilligen von Guatemala aus durchgeführt und hatte den Sturz der Revolutionsregierung unter Fidel Castro zum Ziel. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der gegen die Castro-Regierung gerichteten Aktionen der USA. Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte, übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung.
Kernenergie in Taiwan: Der Tsing-Hua-Schwimmbadreaktor (THOR), ein Forschungsreaktor, wird als erster taiwanischer Reaktor kritisch.
Der Artikel Kernenergie in Taiwan befasst sich mit der Energieversorgung Taiwans bzw. der Republik China aus Kernkraftwerken. Taiwan betrieb von 1977 bis 2025 insgesamt sechs Leistungsreaktoren in drei Kernkraftwerken. Die erzeugte Leistung wurde in den 1980er, 90er und 2000er Jahren stetig gesteigert, und erreichte im Jahr 2014 ihren Maximalwert von 42 TWh pro Jahr. Die im Jahr 2016 ins Amt gewählte Präsidentin Tsai Ing-wen und die Regierung der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) beschlossen den Atomausstieg bis zum Jahr 2025. Daraufhin wurden zwei Kraftwerke mit jeweils zwei Blöcken zwischen 2018 und 2023 abgeschaltet, ein viertes Kraftwerk war aufgrund von politischen und gesellschaftlichen Widerständen nie in Betrieb gegangen. Der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung Taiwans ging von 52 % im Jahr 1985 auf noch ca. 10 % im Jahr 2021 zurück, wo stattdessen 5 % erneuerbar und 85 % fossil erzeugt wurden. 2023 waren nur noch die beiden Blöcke von Maanshan in Betrieb. Mit der Abschaltung des letzten Reaktors am 17. Mai 2025 endete die kommerzielle Nutzung der Kernenergie im Land. Am 23. August des Jahres fand ein Referendum statt, in dem über die Wiederinbetriebnahme von Ma-anshaan abgestimmt wurde. Zwar sprach sich mit 73,5 % die große Mehrheit der Teilnehmer dafür aus, aber mit 4,3 Mio. Ja-Stimmen wurde das Quorum von 5 Mio. verfehlt. In einer ersten Stellungnahme erklärte Präsident Lai Ching-te, dass seine Partei fortschrittliche Kernenergie in Zukunft nicht ausschließe, wenn die Technologie sicherer werde, der Atommüll reduziert werde und die Akzeptanz in der Bevölkerung steige.
19.04.1960
In Südkorea beginnen landesweite Demonstrationen gegen Präsident Rhee Syng-man, die am 26. April zu dessen Rücktritt nach vier Amtszeiten führen.
Gegenstand der Geschichte Südkoreas sind die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen der Republik Korea, die 1948 südlich des 38. Breitengrads auf der Koreanischen Halbinsel ausgerufen wurde. Die Geschichte Südkoreas und die Geschichte Nordkoreas entsprechen in ihrer Gesamtheit der Geschichte Koreas seit Ende des Zweiten Weltkriegs.
19.04.1956
Der britische Kampftaucher Lionel Crabb verschwindet bei einem Tauchgang im Hafenbecken von Portsmouth; der Fall erregt internationales Aufsehen.
Lionel Kenneth Phillip „Buster“ Crabb, OBE, war ein britischer Kampftaucher und Marineoffizier, der durch die Umstände seines Verschwindens im Hafenbecken von Portsmouth internationale Bekanntheit erlangte.
Die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly heiratet in der Saint Nicolas-Kathedrale in Monaco Fürst Rainier III. von Monaco.
Grace Patricia Kelly war eine US-amerikanische Filmschauspielerin und Oscar-Preisträgerin. Nach der Hochzeit mit Fürst Rainier III. von Monaco im Jahr 1956 änderte sich ihr Name mit dem neuen Titel in Princesse Grace de Monaco beziehungsweise Grace Patricia Grimaldi. Im deutschen Sprachraum ist die Bezeichnung Fürstin Gracia Patricia von Monaco oder verkürzt Gracia Patricia üblich.
19.04.1951
Günter Eichs Hörspiel Träume wird auf NWDR 1 uraufgeführt.
Günter Eich war ein deutscher Hörspielautor und Lyriker. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Nachkriegsgedichte Inventur und Latrine, das Hörspiel Träume sowie die Prosasammlung Maulwürfe.
19.04.1947
Die Oper Veronica von Rafael Kubelík hat ihre Uraufführung in Brünn.
Jeroným Rafael Kubelík war ein tschechisch-schweizerischer Dirigent und Komponist.
19.04.1945
Das Musical Carousel, die musikalische Umsetzung des Bühnenstücks Liliom von Ferenc Molnár durch Richard Rodgers mit Texten von Oscar Hammerstein, wird am Majestic Theatre in New York uraufgeführt.
Das Musical [ˈmju:zɪkəl] ist eine in der Regel in zwei Akten aufgeführte Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel/Dialog und Musik in einem durchgängigen Handlungsrahmen verbindet.
19.04.1943
Organisiert von der ŻOB beginnt im Warschauer Ghetto unter der Leitung von Mordechaj Anielewicz der Aufstand im Warschauer Ghetto gegen die Fortsetzung der Deportationen von Juden in Vernichtungslager durch die deutschen Besatzer in Polen.
Die Jüdische Kampforganisation war eine jüdische Widerstandsorganisation, die im deutsch besetzten Polen während des Zweiten Weltkrieges im Warschauer Ghetto gegen dessen Liquidierung und den damit verbundenen Massenmord als Teil des Holocaust an den Bewohnern kämpfte.
Beim Überfall auf den 20. Deportationszug nach Auschwitz stoppen drei belgische Widerstandskämpfer den Deportationszug, der 1618 Juden aus dem SS-Sammellager Mecheln nach Auschwitz-Birkenau transportiert.
Der Überfall auf den 20. Deportationszug nach Auschwitz war eine Befreiungsaktion belgischer Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg. Youra Livchitz, Robert Maistriau und Jean Franklemon stoppten am 19. April 1943 den Deportationszug aus Mechelen, der 1618 Juden nach Auschwitz-Birkenau transportierte. Beim erzwungenen Halt auf offener Strecke nahe Boortmeerbeek verhalfen sie 231 Personen zur Flucht.
Kurt Huber, bis zu seiner Verhaftung Professor für Musikwissenschaften und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und die Studenten Alexander Schmorell und Willi Graf werden wegen ihrer Mitgliedschaft bei der Widerstandsgruppe Weiße Rose vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt.
Kurt Ivo Theodor Huber war ein deutscher Musikwissenschaftler, insbesondere Volksmusikforscher, Philosoph, Psychologe und intellektueller Widerstandskämpfer der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gegen das nationalsozialistische Regime.
Der sowjetische Nachrichtendienst SMERSch wird vom Innenministerium der UdSSR gegründet. Über seine Hauptaufgabe der Spionageabwehr hinaus stellt der Dienst auch durch Flucht heimkehrenden Sowjetsoldaten, die des Verrats und der Fahnenflucht verdächtigt werden, nach.
Die Sowjetunion war ein von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) zentralistisch regierter, föderativer Vielvölker- und Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Mehrere Regionen der Sowjetunion boykottierten das zur Auflösung führende Referendum. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.
Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann testet das von ihm entdeckte LSD erstmals bewusst im Selbstversuch. Der Jahrestag wird in der Popkultur als „Fahrradtag“ (Bicycle Day) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.
Albert Hofmann war ein Schweizer Chemiker, Autor und der Entdecker des LSD.
19.04.1941
Bertolt Brechts Drama Mutter Courage und ihre Kinder wird am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Der Stoff des Epischen Theaterstücks stammt aus dem Schelmenroman Trutz Simplex oder Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen.
Bertolt Brecht, eigentlich Eugen Berthold Friedrich Brecht, war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist, Epiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise „dialektische Theater“ begründet und umgesetzt. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen Die Dreigroschenoper, Mutter Courage und ihre Kinder sowie das kapitalismuskritische Werk Die heilige Johanna der Schlachthöfe.
19.04.1937
Während des Spanischen Bürgerkriegs dekretiert Francisco Franco die Vereinigung der revolutionären Organisationen Falange und JONS mit der carlistischen Comunión Tradicionalista zur Falange Española Tradicionalista y de las JONS. Das gilt als die Geburtsstunde des Franquismus.
Der Spanische Bürgerkrieg wurde in Spanien von Juli 1936 bis April 1939 zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanischen Republik („Republikanern“) und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco („Nationalisten“) ausgetragen. Mit Unterstützung und nach militärischer Intervention der faschistischen bzw. nationalsozialistischen Verbündeten aus Italien und Deutschland siegte das Bündnis aus konservativen Militärs, katholischer CEDA, den Karlisten und der faschistischen Falange. Ihrem Sieg folgte die bis nach dem Tod Francos 1975 andauernde franquistische Diktatur.
19.04.1936
Der Tod von sechs protestierenden Arabern in Jaffa durch britische Polizisten gibt dem arabischen Aufstand gegen die britische Mandatsmacht Auftrieb.
Tel Aviv-Jaffa, meist nur Tel Aviv, ist eine Großstadt in Israel.
Das Violinkonzert von Alban Berg wird nach dem Tod des Komponisten unter der Leitung von Hermann Scherchen auf dem Musikfest im Palau de la Música Catalana in Barcelona uraufgeführt.
Das Violinkonzert Dem Andenken eines Engels (1935) ist ein Konzert für Violine und Orchester von Alban Berg. Es gehört mit der Oper Wozzeck zu den bekanntesten Werken des Komponisten.
19.04.1912
Vor einem Komitee des US-amerikanischen Senats beginnen die Untersuchungen zum Untergang der Titanic. Bis zum 25. Mai werden mehr als 80 Zeugen zu der Schiffskatastrophe befragt.
Die RMS Titanic war ein britischer Passagierdampfer der Reederei White Star Line. Bei ihrer Fertigstellung im Frühjahr 1912 war sie das größte Schiff der Welt. Sie wurde für den Einsatz im Transatlantik-Liniendienst zwischen Southampton und New York entworfen und startete am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt.
19.04.1909
Jean Rech aus Mehlem erhält ein deutsches Patent auf das von ihm erfundene Amphibienfahrzeug.
Mehlem ist ein Ortsteil der Bundesstadt Bonn im Stadtbezirk Bad Godesberg mit rund 9000 Einwohnern.
19.04.1904
Die Stadt Toronto wird durch ein neun Stunden wütendes Feuer erheblich geschädigt. 104 Gebäude werden dadurch zerstört, der Gesamtschaden beträgt 10 Millionen kanadische Dollar, doch kommt niemand zu Tode.
Toronto ist mit 2,96 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas und die Hauptstadt der Provinz Ontario. Sie liegt im Golden Horseshoe, einer Region mit über 8,1 Millionen Einwohnern, die sich halbkreisförmig um das westliche Ende des Ontariosees bis zu den Niagarafällen erstreckt. Rund ein Drittel der Bevölkerungszunahme des ganzen Landes lebte in den letzten Jahren in diesem Großraum. Die Einwohnerzahl der Metropolregion stieg von 4,1 Millionen im Jahr 1992 auf 5,6 Millionen im Jahr 2011. Die Greater Toronto Area hatte 2010 über 6,2 Millionen Einwohner.
19.04.1903
Das zweitägige Pogrom von Kischinjow im russischen Gouvernement Bessarabien beginnt. Am Ende des antisemitischen Mordens werden 49 Tote gezählt und große Sachschäden bilanziert.
Das Pogrom von Kischinjow war ein antisemitisches Pogrom, das vom 6. Apriljul. / 19. Aprilgreg. bis 8.jul. / 21. April 1903greg. in Kischinjow, der heutigen moldauischen Hauptstadt Chișinău und damaligen Hauptstadt des Gouvernements Bessarabien im Russischen Kaiserreich, stattfand. Während des Pogroms wurden 49 Juden getötet, fast 600 Menschen verletzt, davon 92 schwer, mehrere jüdische Frauen vergewaltigt und 1500 Häuser beschädigt. Der Vorfall lenkte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Verfolgung der Juden in Russland und veranlasste Theodor Herzl, das Uganda-Programm als vorübergehende Fluchtlösung für die Juden vorzuschlagen. Amerikanische Juden organisierten in großem Umfang finanzielle Hilfe und unterstützten die Auswanderung.
19.04.1902
Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Guatemala, Mittelamerika, fordert etwa 2.000 Tote.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
19.04.1897
Der Boston-Marathon ist der erste außerhalb der Olympischen Spiele veranstaltete Marathonlauf im Sport. 15 Athleten gehen in Boston an den Start.
Der Boston-Marathon ist der Marathonlauf mit der längsten Tradition nach den Olympischen Spielen. Er findet jährlich am Patriots’ Day, dem dritten Montag im April, im US-Staat Massachusetts mit Start in Hopkinton und Ziel in Boston statt.
19.04.1879
Der FC St. Gallen, der nach dem Lausanne Football and Cricket Club zweitälteste Fußballklub des europäischen Festlandes und älteste noch existierende Fußballklub der Schweiz, wird gegründet.
Der FC St. Gallen 1879, kurz FCSG, ist ein Schweizer Fussballverein aus der Stadt St. Gallen. Als offizielles Gründungsdatum gilt der 19. April 1879. Damit ist er der älteste noch bestehende Fussballclub der Schweiz und, zusammen mit Kjøbenhavns Boldklub aus Dänemark, auf dem europäischen Festland.
19.04.1875
Im Gebietsstreit zwischen Großbritannien und Portugal über den Besitz der ostafrikanischen Maputo-Bucht entscheidet der als Schiedsrichter fungierende französische Staatspräsident Patrice de Mac-Mahon zugunsten der portugiesischen Seite.
Die Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland umfasst die Geschichte der seit dem Act of Union 1800 unter der Herrschaft der britischen Krone zusammengefassten Territorien England, Schottland und Irland bis zum Anglo-Irischen Vertrag von 1921, der die Unabhängigkeit Südirlands einleitete.
19.04.1861
Abraham Lincoln, Präsident der Vereinigten Staaten, verhängt im vor wenigen Tagen angebrochenen Sezessionskrieg eine Seeblockade gegen die Konföderierten Staaten von Amerika. Der von Winfield Scott erarbeitete Anakonda-Plan wird zu einer der erfolgreichsten Blockaden aller Zeiten.
Abraham Lincoln amtierte von 1861 bis 1865 als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner erfolgreichen Wahl im Jahr 1860 gelang ihm 1864 die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit. Er war der erste US-Präsident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.
In der Stadt Baltimore kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen von Sympathisanten der Südstaaten gegen Truppen der Unionsregierung, die als Baltimore riot bekannt werden.
Baltimore [ˈbɔːltɪmɔːɹ] (USA) ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Maryland und als independent city seit 1851 nicht mehr Teil des benachbarten Baltimore County. Baltimore hat 585.708 Einwohner und ist einer der bedeutendsten Seehäfen in den Vereinigten Staaten. Sie ist das Zentrum der Metropolregion Baltimore.
19.04.1858
Die Uraufführung der einaktigen Operette La chatte métamorphosée en femme (Die verwandelte Katze) von Jacques Offenbach mit dem Libretto von Eugène Scribe erfolgt am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris.
Die Operette ist ein musikalisches Bühnenwerk. Die Bezeichnung gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Bis zum 20. Jahrhundert hat sie einen erheblichen Bedeutungswandel erfahren. Die Operette seit dem 19. Jahrhundert hat eher leichte, eingängige Musik, eine heitere oder sentimentale Handlung und gesprochene Dialoge zwischen den Musiknummern.
19.04.1850
Im Clayton-Bulwer-Vertrag vereinbaren Großbritannien und die USA, dass keines der beiden Länder einen alleinigen Einfluss auf einen künftigen, den Atlantik mit dem Pazifik verbindenden Kanal haben soll, sie vielmehr seine Neutralität schützen wollen.
In dem Clayton-Bulwer-Vertrag von 1850 vereinbarten die USA und Großbritannien, dass keiner von beiden einen alleinigen Einfluss auf einen künftigen, den Atlantik mit dem Pazifik verbindenden Kanal haben sollte. Die Neutralität sollte durch beide Nationen garantiert werden.
19.04.1839
Die Niederlande unter Wilhelm I. erkennen das durch die Belgische Revolution 1830 unabhängig gewordene Belgien im Londoner Protokoll an. Gleichzeitig übernehmen die europäischen Großmächte die Garantie für die Neutralität des Landes.
Die Geschichte der Niederlande umfasst die historischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Niederlande, dem europäischen Teil des gleichnamigen Königreichs, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
19.04.1825
Die Schar der 33 Orientalen überquert unter ihrem Anführer Juan Antonio Lavalleja den Río Uruguay, um sich im Kampf um Uruguays Unabhängigkeit mit den Patrioten um José Fructuoso Rivera zu vereinen.
Die Dreiunddreißig Orientalen waren eine Gruppe von Freiheitskämpfern unter Führung Juan Antonio Lavallejas, die 1825 einen bewaffneten Aufstand aus dem heutigen Argentinien verübte. Ziel war die Unabhängigkeit der östlichen Provinzen der Vereinigten Provinzen des Río de la Plata, die zu diesem Zeitpunkt unter der Herrschaft Brasiliens standen.
19.04.1809
Im Fünften Koalitionskrieg beginnt die zweitägige Schlacht bei Abensberg, in der die Franzosen unter Napoleon Bonaparte über die Österreicher siegreich bleiben. Am selben Tag treffen österreichische Truppen, die am 15. April im Zuge des Weichselfeldzugs in das Herzogtum Warschau eingedrungen sind, in der Schlacht bei Raszyn vorläufig ohne Entscheidung auf polnische Truppen.
Der Fünfte Koalitionskrieg oder auch Österreichisch-Französische Krieg von 1809 bezeichnet die Auseinandersetzung zwischen dem von Großbritannien unterstützten Österreich und dem Kaiserreich Frankreich mit seinen Verbündeten im Rheinbund. Österreich begann den Krieg in der Hoffnung, dass Napoleon durch den Aufstand in Spanien festgehalten würde. Dies erwies sich als Fehleinschätzung. Zwar konnte Erzherzog Karl Napoleon in der Schlacht bei Aspern besiegen, aber in der Schlacht bei Wagram erlitt er eine entscheidende Niederlage. Im Frieden von Schönbrunn musste das Land territoriale Verluste hinnehmen und wurde stark geschwächt. Politisch war Österreich in der Folge zur Anpassung an Frankreich gezwungen, ehe es sich 1813 der antinapoleonischen Koalition in den Befreiungskriegen anschloss.
Bei der Schlacht bei Teugn-Hausen verpasst der österreichische Erzherzog Karl von Österreich-Teschen eine Gelegenheit, durch Verstärkung der kämpfenden Truppe die von Marschall Louis-Nicolas Davout befehligte französische Armee vermutlich zu schlagen.
Die Schlacht bei Teugn-Hausen fand am 19. April 1809 während des Fünften Koalitionskrieges statt. An der Schlacht waren Truppen des französischen Marschalls Louis-Nicolas Davout und die österreichische Armee unter Erzherzog Karl beteiligt. Die Schlacht war der Auftakt eines fünf Tage dauernden Feldzugs, der mit der französischen Erstürmung von Regensburg am 23. April endete.
19.04.1805
Die von Joseph-Marie Jacquard verbesserte Webmaschine, der so genannte Jacquardwebstuhl, lässt das automatisierte Weben groß gemusterter Stoffe zu.
Joseph-Marie Jacquard war ein französischer Erfinder, der durch seine Weiterentwicklung des (programmierbaren) Webstuhls entscheidend zur industriellen Revolution beitrug.
19.04.1775
Mit Gefechten bei Lexington und Concord, bei denen Milizen aus Massachusetts unter William Heath zu ihrer eigenen Überraschung britische Einheiten besiegen, und der anschließend beginnenden Belagerung von Boston, die fast ein Jahr dauern wird, beginnt der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg.
Die Gefechte von Lexington und Concord waren die ersten Kämpfe des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Sie wurden am 19. April 1775 in den Orten Lexington, Concord, Lincoln, Menotomy und Cambridge in Massachusetts ausgetragen. Die Gefechte markieren den Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen Großbritannien und den dreizehn Kolonien.
19.04.1774
Die Oper Iphigénie en Aulide von Christoph Willibald Gluck wird an der Académie Royale in Paris unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt.
Iphigénie en Aulide ist eine Oper in drei Akten von Christoph Willibald Gluck auf ein Libretto von François-Louis Gand Le Bland Du Roullet nach Jean Racines Tragödie Iphigénie (1674). Die Uraufführung fand am 19. April 1774 unter der Leitung des Komponisten in der Pariser Oper statt. Die Oper behandelt einen Stoff der griechischen Mythologie um den griechischen Heerführer Agamemnon und seine Tochter Iphigénie.
19.04.1770
Marie Antoinette wird in der Wiener Augustinerkirche per procurationem mit dem Dauphin Louis-Auguste vermählt und beginnt zwei Tage später ihre Brautfahrt nach Versailles.
Marie-Antoinette, auch Maria-Antonia von Österreich-Lothringen, war aufgrund ihrer Ehe mit Ludwig XVI. vom 10. Mai 1774 bis zum 10. August 1792 Königin von Frankreich und Navarra, seit dem 4. September 1791 unter dem Titel Königin der Franzosen.
19.04.1720
Die Uraufführung des musikalischen Dramas Caio Gracco von Leonardo Leo findet im Palazzo Reale in Neapel statt.
Leonardo Ortensio Salvatore de Leo war ein italienischer Komponist des Barocks.
19.04.1713
Kaiser Karl VI. bestimmt in seiner Pragmatischen Sanktion, dass beim Fehlen männlicher Nachkommen im Haus Habsburg auch weibliche Angehörige in den habsburgischen Erblanden erbberechtigt werden.
Karl VI. Franz Joseph Wenzel Balthasar Johann Anton Ignaz war von 1711 bis 1740 römisch-deutscher Kaiser und Erzherzog von Österreich sowie Souverän der übrigen habsburgischen Erblande, als Karl III. König von Ungarn und Kroatien, als Karl II. König von Böhmen, als Karl III. designierter Gegenkönig von Spanien, ab 1713 als Karl VI. König von Neapel sowie durch den Frieden von Utrecht von 1713 bis 1720 als Karl III. auch König von Sardinien, und ab 1720 als Karl IV. König von Sizilien.
19.04.1706
In der Schlacht bei Calcinato in der Lombardei wird im Spanischen Erbfolgekrieg eine kaiserliche Streitmacht von französisch-spanischen Truppen besiegt.
Die Schlacht bei Calcinato am 19. April 1706 fand während des spanischen Erbfolgekrieges zwischen Kaiserlichen Truppen und den verbündeten Franzosen und Spaniern statt. Die Begegnung endete mit einer klaren Niederlage der Kaiserlichen.
19.04.1689
Bei einer Opernaufführung im Theater des dänischen Schlosses Amalienborg entzündet sich die Dekoration. Das Theater und das Schloss, auf das die Flammen übergreifen, werden beim Brand zerstört. 171 Menschen sterben, unter ihnen der Komponist Johan Lorentz.
Als Oper bezeichnet man seit 1639 eine um 1600 entstandene musikalische Gattung des Theaters. Ferner werden auch das Opernhaus oder die aufführende Kompagnie als Oper bezeichnet.
19.04.1587
Der Engländer Sir Francis Drake „versengt den Bart des spanischen Königs“ Philipp II.: Von den Spaniern unerwartet, greift er mit seinen Schiffen die im Hafen von Cádiz liegende Armada an, zerstört ohne große eigene Verluste die meisten Schiffe und kapert einige andere. Die Stadt wird zwei Tage lang geplündert.
Sir Francis Drake war ein englischer Freibeuter und Entdecker, später Vizeadmiral und der erste englische Weltumsegler.
19.04.1539
Protestanten und Katholiken schließen den Frankfurter Anstand, um die konfessionellen Spannungen im Deutschen Reich zu entschärfen.
Mit dem seit 1529 verwendeten und ursprünglich politischen Begriff Protestanten werden im engeren Sinne die Angehörigen des Protestantismus, also der christlichen Konfessionen bezeichnet, die, ausgehend von Deutschland und der Schweiz, vor allem in Mittel- und Nordeuropa durch die Reformation des 16. Jahrhunderts entstanden sind und sich seitdem in verschiedene Gruppen weltweit weiterentwickelt haben.
19.04.1529
Auf dem Reichstag zu Speyer treten sechs Fürsten und 14 Reichsstädte als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther sowie der Ächtung seiner Schriften und Lehre auf, was als Protestation zu Speyer bezeichnet wird.
Reichstage zu Speyer wurden im Laufe der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zunächst als Hoftage seit der Zeit der Salier mehr als fünfzig abgehalten. Der erste Hoftag in Speyer wurde von Ludwig dem Frommen im Jahre 838 abgehalten. Bekannter sind aber nur diejenigen aus der Zeit der Religionsstreitigkeiten, die zur Trennung von Katholiken und Protestanten führten. Letztere tragen diesen Namen wegen der Protestation auf dem Speyerer Reichstag von 1529.
19.04.1506
In Lissabon kommt es zu einem Massaker an zum Christentum zwangsbekehrten Juden, angeblich weil einer von ihnen sich über eine Wundererscheinung belustigt hatte.
Lissabon ist die Hauptstadt Portugals sowie des gleichnamigen Distrikts Lissabon; sie ist mit ca. 546.000 Einwohnern sowie mit 2,8 Mio. Einwohnern im Großraum Lissabon eine der größeren Städte in der Europäischen Union. Der Distrikt Lissabon hatte bei der letzten Zählung 2.963.272 Einwohner. Die Metropole liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel. Außerhalb der Stadt Lissabons erstreckt sich zwischen Cascais und Estoril eine Reihe von Stränden am Atlantik.
19.04.1213
Papst Innozenz III. beruft ein Konzil ein. Es findet als Viertes Laterankonzil im November 1215 statt.
Innozenz III. war von 1198 bis 1216 Papst der römisch-katholischen Kirche. Er gilt als einer der bedeutendsten Päpste des Mittelalters.
19.04.1042
Der byzantinische Herrscher Michael V. versucht, seine Stiefmutter Zoe in ein Kloster zu verbannen, was zu einem Volksaufstand und in weiterer Folge zu seiner Absetzung führt.
Das Byzantinische Reich war die unmittelbare Fortsetzung des Römischen Reiches im östlichen Mittelmeerraum. Das Reich ging aus der Reichsteilung von 395 hervor und existierte bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453, womit es den Untergang Westroms um fast 1000 Jahre überdauerte.
19.04.0531
Der byzantinische Feldherr Belisar erleidet in der Schlacht von Callinicum eine Niederlage gegen das persische Sassanidenreich.
Das Byzantinische Reich war die unmittelbare Fortsetzung des Römischen Reiches im östlichen Mittelmeerraum. Das Reich ging aus der Reichsteilung von 395 hervor und existierte bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453, womit es den Untergang Westroms um fast 1000 Jahre überdauerte.
19.04.0069
Vitellius wird in Rom als Kaiser akzeptiert, nachdem er sich in der ersten Schlacht von Bedriacum durchgesetzt und Otho sich das Leben genommen hat.
Aulus Vitellius war von April 69 bis zu seinem Tod im Dezember desselben Jahres Römischer Kaiser. Er war einer der vier Kaiser des Vierkaiserjahres in den Wirren des Bürgerkrieges nach Neros erzwungenem Suizid am 9. Juni 68. Der Kaiserbiograf Sueton beschreibt ihn als einen herrschsüchtigen Trunkenbold, der aufgrund seiner robusten Sprache großes Ansehen bei seiner Truppe besaß.
19.04.0065
Nach Aufdeckung der Pisonischen Verschwörung gegen den römischen Kaiser Nero nimmt sich Gaius Calpurnius Piso das Leben. In der Folge werden neben anderen auch Seneca, Marcus Annaeus Lucanus und Titus Petronius als angebliche Mitverschwörer zum Selbstmord gezwungen.
Die Pisonische Verschwörung im April 65 war ein Versuch von Angehörigen der römischen Senatsaristokratie, Kaiser Nero zu ermorden. Die Verschwörung wurde jedoch vor der Ausführung aufgedeckt. Sie ist benannt nach Gaius Calpurnius Piso.