Historische Ereignisse am Freitag, 22. August

54 bedeutende Ereignisse fanden am Freitag, 22. August statt — von 392 bis 2006. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.

Am 22. August 2005 wurden die Schweiz, besonders die Region um Bern und das Berner Oberland, von einer schweren Flutkatastrophe heimgesucht. Mehrtägige Regenfälle in den Alpen hatten Hochwasser ausgelöst, das in der Nacht vom 22. auf den 23. August enorme Schäden anrichtete. Sechs Menschen kamen in Schlammlawinen oder im Wasser um, während die Gesamtschäden später auf etwa 2,5 Milliarden Schweizer Franken beziffert wurden. Dieses Naturereignis zählt zu den verheerendsten Hochwasserkatastrophen der Schweizer Neuzeit und führte zu umfangreichen Diskussionen über Schutzmaßnahmen und Klimaveränderungen.

Ein anderes tragisches Ereignis ereignete sich genau ein Jahr zuvor, am 22. August 2004, als maskierte Täter in Oslo zwei weltberühmte Gemälde aus dem Munch-Museum stahlen: Edvard Munchs Der Schrei und Madonna. Der bewaffnete Kunstraub fand zeitgleich mit einem Überfall auf einen Geldtransporter an anderer Stelle der Stadt statt, bei dem ein Polizist erschossen wurde. Die Gemälde des norwegischen Künstlers zählen zu den wertvollsten Werken der modernen Kunstgeschichte und waren Ziel intensiver Ermittlungen.

Bern liegt an der Aare im Schweizer Mittelland und ist als Bundesstadt Sitz der Schweizerischen Bundesversammlung. Die Stadt ist bekannt für ihre gut erhaltene Altstadt mit Laubengängen und prägt mit ihrer Architektur das Bild der Schweiz nachhaltig. Das Berner Oberland erstreckt sich südlich von Bern bis zu den Gletschern und Bergen des Alpenraums und ist eine der dichtbesiedelsten Regionen dieses Gebietes.

An diesem Tag herrscht bewölktes Wetter mit Temperaturen um 18 Grad Celsius und mäßigen Windböen. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, während die Sonne im Sternzeichen der Jungfrau steht. DayAtlas bietet umfassende Informationen zu Wetter, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburts- und Sterbetagen für jedes beliebige Datum und jeden Ort.

Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 18. April.

22.08.2006

In der Oblast Donezk (Ukraine) stürzt eine Tupolew Tu-154 auf dem Pulkovo-Airlines-Flug 612 beim Versuch ab, ein Gewitter zu durchfliegen. Alle 170 Passagiere der Maschine sterben.

Die Oblast Donezk oder selten Oblast Donetsk ist ein Verwaltungsbezirk der Ukraine. Die Oblast liegt im Donezbecken, einem stark industrialisierten Gebiet, und ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten und am dichtesten besiedelten Regionen der Ostukraine.


22.08.2005

Mehrtägige Regenfälle lösen Hochwasser in den Alpen aus. In der Nacht vom 22. auf den 23. August trifft die Schweiz, besonders Bern und das Berner Oberland, eine große Flutkatastrophe. Sechs Menschen kommen in Schlammlawinen oder im Wasser um. Die Schäden im Land werden später mit etwa 2,5 Milliarden Schweizer Franken ermittelt.

Ein starkes Tief über der Adria führte zwischen dem 20. und 23. August 2005 große Wassermengen über den Balkan, Österreich und Süddeutschland an die Alpen, wo sich die Wolken als starker Regen entluden, was zum Alpenhochwasser 2005 in den nördlichen Vor- und Zentralalpen führte. Neben den Katastrophen in den Alpen war vom Tief auch der untere Donauraum betroffen, insbesondere Rumänien und Bulgarien, wo große Landstriche bis September 2005 sechsmal überschwemmt wurden.


22.08.2004

Bei einem bewaffneten Raubüberfall entwenden maskierte Täter die beiden Gemälde Der Schrei und Madonna von Edvard Munch aus dem Munch-Museum Oslo, während gleichzeitig an anderer Stelle in Oslo ein Überfall auf einen Geldtransporter stattfindet, im Verlaufe dessen ein Polizist erschossen wird.

Der Schrei ist der Titel von vier Gemälden und einer Lithografie des norwegischen Malers Edvard Munch mit weitgehend identischem Motiv, die zwischen 1893 und 1910 entstanden sind. Sie zeigen eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen die Ohren presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt. Munch verarbeitete in dem Motiv eine eigene Angstattacke während eines abendlichen Spaziergangs, bei der er einen Schrei zu vernehmen meinte, der durch die Natur ging.


22.08.2003

Im Weltraumbahnhof Alcântara ereignet sich die Brasilianische Raketenexplosion, ausgelöst durch ein unerwartet zündendes Triebwerk einer VLS-1-Rakete. 21 Menschen kommen ums Leben, der Raketenstarttisch und die Montagestruktur werden zerstört.

Das Centro de Lançamento de Alcântara (CLA) ist ein brasilianischer Raketenstartplatz an der Atlantikküste bei Alcântara im Bundesstaat Maranhão. Es ist weltweit der am dichtesten am Äquator gelegene Startplatz.


22.08.2002

In Nepal prallt eine mit überwiegend deutschen Passagieren besetzte DHC-6-300 Twin Otter der Shangri-La Air bei schlechtem Wetter gegen ein Bergmassiv. Alle Insassen kommen bei dem Absturz ums Leben.

Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien, zwischen China und Indien. Nepal ist weltweit vor allem für seinen Anteil am Himalaya bekannt, besteht zu großen Teilen aber auch aus Flachland mit tropischem Feuchtwald. Das Land hat etwa 30 Millionen Einwohner, die über 100 verschiedenen Volksgruppen angehören. Nepal gilt als das Geburtsland des Buddhismus. Heute haben etwa 80 % der Einwohner den Hinduismus als Religion, womit Nepal weltweit der Staat mit dem höchsten Anteil an Hindus ist. Bis 2008 war Nepal sogar der einzige Staat der Welt mit Hinduismus als Staatsreligion, seitdem ist es offiziell säkulär.


22.08.2000

Im US-Bundesstaat West Virginia erfolgt die Inbetriebnahme des Green-Bank-Observatoriums. Es gilt als das derzeit größte voll bewegliche Radioteleskop der Welt.

West Virginia ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten und Teil der Appalachen- und Mittelatlantikregion. Im Volksmund wird er auch The Mountain State genannt. Er grenzt im Nordosten an Pennsylvania und Maryland, im Südosten an Virginia, im Südwesten an Kentucky und im Nordwesten an Ohio. West Virginia ist flächenmäßig der zehntkleinste Bundesstaat und rangiert mit knapp 1,8 Millionen Einwohnern auf Platz 39 nach Bevölkerung und auf Platz 12 der am dünnsten besiedelten Bundesstaaten. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Charleston mit 49.055 Einwohnern. Weitere bedeutende Städte sind Huntington, Morgantown und Parkersburg.


22.08.1999

Die GPS-Wochen-Zählung für das Satelliten-Navigationssystem Global Positioning System erreicht die GPS-Woche 1023 und somit die maximale Ausnutzung. Sie wird zurück auf 0 gestellt und somit wieder zurück auf den 6. Januar 1980 datiert. Erwartete Pannen bleiben aus.

Als GPS-Woche wird eine durchlaufende Wochenzählung im GPS-Signal bezeichnet, die zu Jahresbeginn 1980 für das Satelliten-Navigationssystem Global Positioning System (GPS) der USA eingeführt wurde. Da das GPS-Signal kein absolutes Datum übermittelt, wird sie von Empfangsgeräten verwendet, um zusätzlich anhand der GPS-Wochenzeit auf die GPS-Zeit zu schließen.


22.08.1992

Mit einer Versammlung vor der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber für Mecklenburg-Vorpommern (ZASt) im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen beginnen die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen.

Rostock [ˈʁɔstɔk] ist eine norddeutsche Großstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie befindet sich im Landesteil Mecklenburg und liegt direkt an der Ostsee. Rostock hat den Status einer kreisfreien Stadt. Mit 205.307 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt und einzige Großstadt Mecklenburg-Vorpommerns und eines der vier Oberzentren des Bundeslandes. In der Hauptsatzung ist der Namenszusatz Hanse- und Universitätsstadt festgelegt.


22.08.1981

Die Raumsonde Voyager 2 passiert den Saturnmond Iapetus und sendet erste Aufnahmen zur Erde.

Eine Raumsonde ist ein unbemannter Raumflugkörper, der im Gegensatz zu Erdbeobachtungssatelliten und zu Weltraumteleskopen auf eine Reise zu einem oder mehreren Untersuchungsobjekten im Sonnensystem geschickt wird. In ersichtlichem Zusammenhang mit Weltraumforschung kann die Bezeichnung auch zu „Sonde“ abgekürzt werden und so Komposita mit Zielobjektbenennungen bilden, beispielsweise „Mondsonde“ oder „Marssonde“.


22.08.1978

Ein FSLN-Kommando stürmt den Nationalpalast in Managua und nimmt nicaraguanische Parlamentarier, mehrere Minister sowie mehrere Familienangehörige des Diktators Anastasio Somoza Debayle als Geiseln. Mit dieser Aktion während der Revolution gelingt ihnen das Freipressen von 60 Gefangenen.

Die Frente Sandinista de Liberación Nacional ist eine politisch links orientierte Partei in Nicaragua, hervorgegangen aus der gleichnamigen Guerillaorganisation, die am 19. Juli 1979 an der Spitze einer breiten Widerstandsbewegung die seit 43 Jahren bestehende Diktatur der Somoza-Dynastie unter Präsident Anastasio Somoza Debayle stürzte und daraufhin Nicaragua bis 1990 regierte. Mit Daniel Ortega stellt sie seit Januar 2007 wieder den Staatspräsidenten Nicaraguas.


22.08.1976

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz, der sich am 18. August in Zeitz auf offener Straße anzündete, um gegen die Menschenrechtsverletzungen in der DDR zu protestieren, stirbt an seinen Verletzungen.

Oskar Brüsewitz war ein evangelischer Pfarrer, der mit seiner öffentlichen Selbstverbrennung im August 1976 in Zeitz mittelbar Einfluss auf die Kirche und spätere Opposition in der DDR nahm.


Die am 18. August auf dem Mond gelandete sowjetische Raumsonde Luna 24 kehrt wieder zurück.

Der Mond ist zurzeit der einzige bekannte natürliche Satellit der Erde.


22.08.1973

US-Außenminister William P. Rogers tritt zurück; Henry Kissinger wird sein Nachfolger.

William Pierce Rogers war ein US-amerikanischer Politiker. Er diente unter Präsident Dwight D. Eisenhower als Attorney General (Justizminister), unter Richard Nixon als Außenminister.


22.08.1971

In einem blutigen Staatsstreich übernimmt Oberst Hugo Banzer Suárez die Macht in Bolivien.

Hugo Banzer Suárez war ein bolivianischer Diktator und späterer Politiker der Partei Acción Democrática Nacionalista (ADN). Als Offizier diktierte er von 1971 bis 1978 die Geschicke des Landes. Er wurde im Jahr 1997 zum Präsidenten Boliviens gewählt und war bis zu seinem krankheitsbedingten Rücktritt 2001 in diesem Amt.


22.08.1962

Mitglieder der französisch-nationalistischen Untergrundorganisation Organisation de l’armée secrète (OAS) unter Jean Bastien-Thiry verüben in Clamart bei Paris ein Attentat auf Charles de Gaulle, um die Verhandlungen über die Beendigung des Algerienkriegs und die Unabhängigkeit Algeriens zu stoppen. Das gescheiterte Attentat ist später Inspiration für Frederick Forsyths Roman Der Schakal.

Die Organisation de l’armée secrète war eine französische Terrorbewegung während der Endphase des Algerienkriegs. Der Name ist bewusst angelehnt an die Armée secrète, eine Gruppierung der französischen Résistance während des Zweiten Weltkriegs. Die OAS bekämpfte einerseits nationalistische Algerier, die gewaltsam die Unabhängigkeit anstrebten, andererseits den französischen Staat, der die militärische Unterdrückung dieser Unabhängigkeitsbewegung nicht mehr aufrechterhalten wollte. Gestützt auf Truppeneinheiten der Militärverwaltung, der Fallschirmjäger und der Fremdenlegion rief sie am 21. April 1961 in Algier einen Staatsstreich aus. Der Revolutionsversuch endete nach sechs Tagen. In Algerien starben rund 2200 Menschen durch die Taten der OAS, davon 1700 Algerier; es gab 5000 Verletzte, davon etwa 4000 Algerier. In der France métropolitaine tötete sie 70 Menschen und verletzte rund 400.


22.08.1953

Schah Mohammad Reza Pahlavi kehrt nach dem Sturz von Premierminister Mohammad Mossadegh in den Iran zurück.

Mohammad Reza Pahlavi war von 1941 bis 1979 der letzte Schah von Iran. Er entstammte der Herrscherdynastie Pahlavi.


22.08.1950

In Deutschland wird das Technische Hilfswerk (THW) als Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes gegründet.

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes mit ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitern im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Die Anstalt hat ihren Sitz in Bonn-Lengsdorf. Das THW wurde am 22. August 1950 gegründet und ist seit dem 25. August 1953 eine nicht rechtsfähige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts mit eigenem Verwaltungsunterbau.


22.08.1942

Fritz Sauckel, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich, ordnet für die Arbeitskräfte in den besetzten Gebieten des Deutschen Reiches die 54-Stunden-Woche an und hebt Beschränkungen der Sonn- und Feiertagsarbeit auf.

Ernst Friedrich Christoph Sauckel war ein deutscher Politiker, seit 1927 NSDAP-Gauleiter in Thüringen, von August 1932 bis Mai 1933 Leitender Staatsminister des Landes Thüringen, ab 1933 Reichsstatthalter in Thüringen und von 1942 bis 1945 Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz. Als solcher trug er die Verantwortung für aus dem Ausland verpflichtete Arbeitskräfte und damit auch für Zwangsarbeit unter dem Nationalsozialismus.


Der zur Geleitsicherung eingesetzte US-amerikanische Zerstörer Ingraham geht westlich von Halifax im Nordatlantik nach der Kollision mit dem Tankschiff Chemung unter. Von den 200 Mann Besatzung des Zerstörers sterben 189, der Tanker wird schwer beschädigt.

Der Zerstörer war ursprünglich ein kleines und schnelles Kriegsschiff zur Abwehr von Torpedobooten, weshalb dieser Schiffstyp anfänglich auch als Torpedobootzerstörer bezeichnet wurde. Inzwischen gehören Zerstörer durch den Wegfall der Schlachtschiffe zu den größeren Einheiten. Außerdem ist der Zerstörer der kleinste Kriegsschiffstyp, der einer Allzweckrolle gerecht wird und daher auch ohne weitere Unterstützung im Alleingang operative Aufträge im Rahmen der Seekriegsführung erfüllen kann.


22.08.1930

Der peruanische Staatspräsident Augusto Leguía y Salcedo wird in einem vom General Luis Miguel Sánchez Cerro angeführten Putsch abgesetzt und inhaftiert. Der General übernimmt de facto das Präsidentenamt.

Die Geschichte Perus umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Republik Peru von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.


22.08.1922

Der Vorsitzende der provisorischen Regierung des Freistaates Irland und Oberbefehlshaber der Streitkräfte während des irischen Bürgerkriegs, Michael Collins, wird bei einem Feuergefecht von Gegnern des Anglo-Irischen Vertrages erschossen.

Der Irische Freistaat war von 1922 bis 1937 der Vorgänger der heutigen Republik Irland. Er umfasste 26 der 32 irischen Grafschaften, die durch den Anglo-Irischen Vertrag von 1921 vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland abgespalten wurden. Der Irische Freistaat entstand im Dezember 1922 und war damit der Nachfolger zweier koexistierender Staaten: des durch die Home Rule geschaffenen Südirland, das seit Januar 1922 von einer provisorischen Regierung unter Michael Collins geführt wurde, sowie der de facto bestehenden Irischen Republik unter Arthur Griffith, die vom Dáil Éireann 1919 ausgerufen worden war.


22.08.1920

Mit Max Reinhardts Inszenierung des Jedermann von Hugo von Hofmannsthal auf dem Salzburger Domplatz beginnen die ersten Salzburger Festspiele.

Max Reinhardt war ein österreichischer Theater- und Filmregisseur, Intendant, Theaterproduzent und Theatergründer. Mit seiner Jedermann-Inszenierung am 22. August 1920 begründete er die Salzburger Festspiele. Reinhardt schätzte das „illusionistische, sinnenbetörende Theater-Fest, das nichts mit dem Alltag, schon gar nichts mit Politik zu tun haben sollte“. Durch die dramaturgisch motivierte Verwendung der Drehbühne, plastische Dekorationen, die Arbeit mit festen Seitentürmen und Treppen als Auftrittsmöglichkeiten, den Rundhorizont mit seiner Tiefendimension, die indirekte Beleuchtung, das Spiel auf Podien, die in den Zuschauerraum hineinragen, und auf der Arenabühne, die Massenregie oder das Kammerspiel-Konzept setzte Reinhardt vielfältige, in der Breite wirksame Impulse zur Erneuerung der Theaterkunst.


22.08.1914

Die Grenzschlachten zwischen deutschen und französischen Armeen erreichen einen vorläufigen Höhepunkt: In Lothringen können sich die Deutschen durchsetzen, während bei Longwy und Neufchâteau neue Kämpfe ausbrechen.

Als Grenzschlachten bezeichnet man in der Militärgeschichtsschreibung eine Serie von größeren militärischen Kampfhandlungen, zu denen es meist in der ersten Phase eines Krieges kommt. In diesen treffen oft die zuvor aufmarschierten Hauptstreitkräfte der Kriegsparteien aufeinander. Konkret findet sich die Bezeichnung als etablierter Begriff in der Historiographie zum Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), dem Ersten Weltkrieg (1914–1918), dem Überfall auf Polen (1939) und dem Deutsch-Sowjetischen Krieg (1941–1945).


In Wien wird die von Franz Matsch konzipierte Ankeruhr an einer Verbindungsbrücke zweier Gebäude errichtet. Sie gilt als herausragendes Werk des Jugendstils.

Franz Josef Karl (Edler von) Matsch war ein österreichischer Maler und Bildhauer des Jugendstils.


22.08.1910

Das Kaiserreich Japan zwingt den koreanischen Kaiser Sunjong zur Abdankung und annektiert das Land als Provinz.

Als Japanisches Kaiserreich wird zumeist die von der Meiji-Restauration ab 1868 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bestehende Staatsform Japans bezeichnet. Aus politischer Sicht umfasst es die Zeit von der Abschaffung der Han und Einrichtung der Präfekturen am 14. Juli 1871 über die Expansion Japans vom Pazifik in den Indischen Ozean bis zur formellen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 2. September 1945. Verfassungsgemäß bezieht sich der Begriff auf die Zeit vom 30. November 1890 bis zum 2. Mai 1947. Die Namen Japanisches Reich und Kaiserliches Japan sind allgemein bekannt und werden verwendet, obwohl die wörtliche Übersetzung der japanischen Bezeichnung Kaiserreich Großjapan lautet.


22.08.1904

Das Kaiserreich Japan und das Kaiserreich Korea unterzeichnen die Erste Japanisch-Koreanische Übereinkunft.

Als Japanisches Kaiserreich wird zumeist die von der Meiji-Restauration ab 1868 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bestehende Staatsform Japans bezeichnet. Aus politischer Sicht umfasst es die Zeit von der Abschaffung der Han und Einrichtung der Präfekturen am 14. Juli 1871 über die Expansion Japans vom Pazifik in den Indischen Ozean bis zur formellen Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 2. September 1945. Verfassungsgemäß bezieht sich der Begriff auf die Zeit vom 30. November 1890 bis zum 2. Mai 1947. Die Namen Japanisches Reich und Kaiserliches Japan sind allgemein bekannt und werden verwendet, obwohl die wörtliche Übersetzung der japanischen Bezeichnung Kaiserreich Großjapan lautet.


22.08.1902

Henry Leland gründet die Cadillac Automobile Company in Detroit.

Henry Martyn Leland war ein US-amerikanischer Automobilunternehmer und Gründer der Unternehmen Cadillac und Lincoln.


22.08.1872

Die Port Augusta-Darwin-Telegraphenleitung in Australien wird fertiggestellt.

Die Transaustralische Telegrafenleitung war eine 3200 km lange Telegrafenlinie, die ab 1872 Port Augusta in Südaustralien mit Darwin an der australischen Nordküste verband und von hier mit Seekabeln erstmals die telegrafische Verbindung nach Niederländisch-Indien (Indonesien) und Europa ermöglichte.


22.08.1870

Die Washburn-Langford-Doane-Expedition unter der Leitung von Henry Dana Washburn verlässt Fort Ellis auf dem Weg zum heutigen Yellowstone-Nationalpark. Sie sollen das Gebiet in Fortsetzung der Folsom-Expedition von vorigem Jahr erforschen.

Die Washburn-Langford-Doane-Expedition fand 1870 durch das Gebiet des heutigen Yellowstone-Nationalparkes in den USA statt. Der Nationalpark wurde nicht zuletzt dank der Erkenntnisse dieser Expedition gegründet. Sie vertiefte das Wissen aus der Folsom-Expedition von 1869 und bildete die Grundlage für die Hayden-Expedition von 1871.


22.08.1868

In der Böhmischen Deklaration artikuliert sich das Verlangen von 82 tschechischen Abgeordneten des Böhmischen Landtags, die böhmische Nation in Österreich-Ungarn solle vom österreichischen Staat und Kaiser gerecht behandelt werden.

Die Böhmische Deklaration war eine Verlautbarung, die der tschechische Politiker František Ladislav Rieger verfasst hatte und dem Vorsitzenden des böhmischen Landtags am 22. August 1868 überreichte.


22.08.1864

Zwölf Staaten unterzeichnen die erste Genfer Konvention, die Grundlage des humanitären Völkerrechts.

Die Genfer Konventionen, auch Genfer Abkommen genannt, sind zwischenstaatliche Abkommen und eine essentielle Komponente des humanitären Völkerrechts. Sie enthalten für den Fall eines Krieges oder eines internationalen oder nicht internationalen bewaffneten Konflikts Regeln für den Schutz von Personen, die nicht oder nicht mehr an den Kampfhandlungen teilnehmen. Die Bestimmungen der vier Konventionen vom 12. August 1949 betreffen die Verwundeten und Kranken der bewaffneten Kräfte im Felde, die Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der bewaffneten Kräfte zur See, die Kriegsgefangenen und die Zivilpersonen in Kriegszeiten.


22.08.1851

Ein Goldfund nordöstlich von Melbourne im Bundesstaat Victoria verursacht einen Goldrausch, der die Geschichte Australiens prägt.

Gold ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au und der Ordnungszahl 79. Es steht im Periodensystem zusammen mit Kupfer, Silber und Roentgenium in der 1. Nebengruppe. Gold gehört zudem zu den Übergangsmetallen und den Edelmetallen.


Vor der Isle of Wight wird der 100 Guinea Cup durchgeführt. Nach dem ersten Sieger des Cups, dem Schoner America wird das Ereignis in der Folge nur noch America’s Cup genannt.

Die Isle of Wight [ˌaɪləvˈwaɪt] ist eine der Südküste Großbritanniens vorgelagerte Insel – gegenüber der Stadt Southampton gelegen. Sie ist rund 35 km lang und bis zu etwa 20 km breit. Auf einer Fläche von 381 km² leben rund 141.538 Menschen. Früher gehörte die Insel zur Grafschaft Hampshire, aber seit 1974 ist sie eigenständig. Hauptstadt ist Newport.


22.08.1818

Baden erhält eine von Karl Friedrich Nebenius ausgearbeitete liberale Verfassung, die eine Ständeversammlung vorsieht und das Großherzogtum zu einer konstitutionellen Monarchie macht.

Karl Friedrich Nebenius, auch Karl Friedrich Nebenius war ein badischer Beamter, liberaler Staatsminister und Freimaurer.


22.08.1812

Der als Araber getarnte Schweizer Johann Ludwig Burckhardt entdeckt die in Europa nur mehr gerüchteweise bekannte Felsenstadt Petra im Nahen Osten wieder.

Johann Ludwig Burckhardt war ein Schweizer Orientreisender. Während seines Aufenthalts im Orient nannte er sich Scheich Ibrahim ibn Abdallah. Bekannt ist er vor allem als Wiederentdecker der Nabatäerstadt Petra und des grossen Tempels von Abu Simbel. Zudem war er der erste Europäer, der eine ausführliche Beschreibung der heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina, vorlegte. Weniger bekannt, aber wohl ebenso bedeutend sind seine präzisen und umfangreichen ethnographischen Aufzeichnungen.


22.08.1796

Die britische Kolonialverwaltung, die die Besitzungen der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Südafrika übernommen hat, gliedert die unabhängige Burenrepublik Graaff-Reinet wieder in die Kapkolonie ein.

Das Britische Weltreich war das vom 17. bis zum 20. Jahrhundert bestehende, größte Kolonialreich der Geschichte und vom Ende der Napoleonischen Ära bis zum Ersten Weltkrieg die führende Weltmacht. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, 1922, umfasste es mit 458 Millionen Einwohnern und ca. 33,67 Millionen km² sowohl ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung als auch ein Viertel der Landfläche der Erde.


Einer österreichischen Übermacht gelingt es im Ersten Koalitionskrieg, die Franzosen in der Schlacht von Deining vom Vormarsch auf Regensburg abzuhalten.

Der Erste Koalitionskrieg war die erste Auseinandersetzung eines großen Militärbündnisses, das zunächst aus Preußen, der Habsburgermonarchie und kleineren deutschen Staaten bestand, welche zwischen 1792 und 1797 zur Verteidigung der Monarchie gegen das revolutionäre Frankreich geführt wurde. Der Krieg begann mit Erfolgen der Alliierten, bis die Kanonade von Valmy ihren Vormarsch auf Paris beendete. Die Revolutionsarmee ging zur Gegenoffensive über und besetzte verschiedene Gebiete, darunter die Österreichischen Niederlande und Teile des Rheinlandes. Als Folge der Hinrichtung von Ludwig XVI. traten 1793 unter anderem Großbritannien, die Vereinigten Niederlande, Spanien und ab 22. März 1793 im Rahmen eines Reichskriegs die Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches der Koalition gegen die Revolutionäre bei. Die Bedrohung Frankreichs durch fast alle europäischen Monarchien war einer der Gründe für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Form der Levée en masse. In der Folge stabilisierte sich die französische Situation, ohne dass eine der beiden Seiten den Krieg für sich entscheiden konnte. Im Jahr 1795 schieden Preußen und Spanien im Frieden von Basel aus dem Krieg aus. Auch weitere deutsche Staaten schlossen Separatfrieden. Österreich setzte den Krieg nicht ohne Erfolg fort.


22.08.1795

In Frankreich beschließt der Konvent die neue Direktionalverfassung, sie wird zum Vorbild der nachfolgenden Direktorialsysteme in anderen Ländern.

Das Direktorium war die letzte Regierungsform der Französischen Revolution. Die Staatsgewalt oblag im Wesentlichen einem fünfköpfigen Kollegialorgan, das als Exekutive ebenfalls als Direktorium bezeichnet wurde. Dieses System wurde zum Vorbild der nachfolgenden Direktorialsysteme in anderen Ländern.


22.08.1791

Im französischen Teil der Insel Hispaniola bricht der Aufstand der Sklaven los, der zur Unabhängigkeit Haitis führen wird.

Hispaniola oder Kiskeya, spanisch Quisqueya, ist mit einer Fläche von etwa 76.480 km² die zweitgrößte der Großen Antillen und gleichzeitig der gesamten Westindischen Inseln. Auf der Insel liegen die Staaten Haiti und Dominikanische Republik.


22.08.1717

Nach Wochen blutiger Kämpfe fällt die osmanische Festung Belgrad; der kaiserliche Feldherr Prinz Eugen von Savoyen wird von Zeitgenossen im Volkslied Prinz Eugen, der edle Ritter verewigt.

Die Belagerung von Belgrad im Sommer 1717 war eine militärische Aktion im Rahmen des Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieges.


Im Rahmen des zunächst unerklärten Krieges der Quadrupelallianz landen 8.000 spanische Soldaten auf Sardinien.

Der Krieg der Quadrupelallianz war ein militärischer Konflikt (1717–1720), in dem das Königreich Spanien gegen eine Viermächtekoalition von Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden um die Vorherrschaft im Mittelmeer kämpfte. Der Konflikt gilt als ein Beispiel dafür, wie im 18. Jahrhundert Diplomatie und Krieg einander ergänzten.


22.08.1711

Ein groß angelegter britischer Angriff auf Québec, die Hauptstadt Neufrankreichs, muss abgebrochen werden, nachdem im Sankt-Lorenz-Strom acht Truppentransporter aufgrund schlechten Wetters und mangelhafter Kenntnisse des Fahrwassers gekentert und 890 Soldaten und Seeleute ertrunken sind.

Die Québec-Expedition, auch Walker-Expedition genannt, war ein fehlgeschlagener britischer Angriff auf die Stadt Québec in Neufrankreich während des Queen Anne’s War, des nordamerikanischen Teils des Spanischen Erbfolgekriegs. Er scheiterte aufgrund eines schweren Schiffsunglücks auf dem Sankt-Lorenz-Strom am 22. August 1711, bei dem sieben Transportschiffe und ein Versorgungsschiff kenterten. Dabei kamen 890 Soldaten und Seeleute ums Leben. Dieses Unglück gilt als eines der schwersten in der Geschichte der Royal Navy.


22.08.1707

Schwedens König Karl XII. bricht im Großen Nordischen Krieg zu einem Feldzug gegen Russland auf. Die russische Armee weicht jedoch zunächst geschickt einer Entscheidungsschlacht aus.

Karl XII., latinisiert Carolus Rex, war von 1697 bis 1718 König von Schweden und Herzog von Bremen und Verden. Fast während seiner gesamten Herrschaftszeit führte er sein Land durch den Großen Nordischen Krieg, in dem er selbst als Feldherr agierte und für mehrere Jahre bedeutende Erfolge errang. Durch einen misslungenen Russlandfeldzug 1708/1709 brachte er sein Land aber in die Defensive. Er fiel 1718 in Norwegen bei der Belagerung von Frederikshald. Am Ende verlor Schweden seine Großmachtstellung als Schwedisches Reich in Europa, vor allem zugunsten des aufstrebenden Russlands.


22.08.1642

Der Englische Bürgerkrieg zwischen Royalisten und Parlamentariern beginnt.

Der Englische Bürgerkrieg wurde von 1642 bis 1649 zwischen den Anhängern König Karls I. von England („Cavaliers“) und jenen des englischen Parlaments („Roundheads“) ausgetragen. In ihm entluden sich nicht nur die Spannungen zwischen dem absolutistisch gesinnten König und dem Unterhaus, sondern auch die Gegensätze zwischen Anglikanern, Puritanern, Presbyterianern und Katholiken. Der Krieg endete mit der Hinrichtung des Königs, der zeitweiligen Abschaffung der Monarchie und der Errichtung einer Republik in England. In einem größeren Zusammenhang spricht man von den Kriegen der Drei Königreiche, die sich über den Zeitraum von 1639 bis 1651 erstreckten.


22.08.1639

Der Engländer Francis Day erwirbt für die Englische Ostindien-Kompanie vom Nayak-Herrscher ein Stück Land an der Koromandelküste. Der Handelsstützpunkt Fort St. George entwickelt sich zur Stadt Madras, heute Chennai.

Francis Day war ein englischer Kaufmann und Kolonialadministrator der Englischen Ostindien-Kompanie. Er gilt als der Gründer der Stadt Madras.


22.08.1614

Die anhaltende Auseinandersetzung zwischen Bürgern und Patriziat in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main, ausgelöst durch den Unmut über die Misswirtschaft des Rates und die geringen Einwirkungsmöglichkeiten der Zünfte, mündet als „Fettmilch-Aufstand“ in ein Pogrom gegen die ansässigen Juden und ihre zeitweilige Vertreibung aus der Stadt.

Als Freie Städte und Reichsstädte wurden seit dem 15. Jahrhundert jene weitgehend autonomen Stadtgemeinden des Heiligen Römischen Reiches bezeichnet, die im Städtekollegium des Reichstags vertreten waren. Die eigentlichen Reichsstädte unterstanden keinem Reichsfürsten, sondern direkt dem Kaiser, waren also reichsunmittelbar. Dagegen hatten die Freien Städte zwar noch einen Bischof als nominellen Landesherrn, besaßen aber Selbstverwaltungsrechte und Privilegien, die sie den Reichsstädten de facto gleichstellten. Daher entstand im Laufe der Zeit die unkorrekte, volkstümliche Sammelbezeichnung „freie Reichsstadt“, obwohl nur wenige Städte gleichzeitig freie Stadt und Reichsstadt waren.


22.08.1485

In der Schlacht von Bosworth besiegt Heinrich Tudor, der spätere Heinrich VII., Richard III., König aus dem Haus York, der in der Schlacht fällt. Damit enden die Rosenkriege um die englische Thronherrschaft. Das Haus Tudor übernimmt die Macht in England.

Die Schlacht von Bosworth oder Schlacht von Bosworth Field ist eine der Hauptschlachten der englischen Rosenkriege, in der die Truppen König Richards III. von Heinrich Tudor, Earl of Richmond, besiegt wurden, der danach den englischen Thron als Heinrich VII. bestieg. Die Heere Richards III. und Richmonds stießen am 22. August 1485 bei Bosworth Field aufeinander. Der Kampf endete mit dem Tod Richards III., der als letzter englischer König in einer Schlacht fiel. Das Gefecht wurde wesentlich dadurch entschieden, dass Henry Percy, 4. Earl of Northumberland, sich mit seinen Truppen neutral verhielt und Richards Verbündete Lord Thomas Stanley und Sir William Stanley im kritischen Moment die Seiten wechselten und mit ihren Männern zu Heinrich Tudor überliefen. Die Schlacht bei Bosworth Field markierte fast das Ende der Rosenkriege; der letzte Widerstand der Gegner Heinrichs VII. wurde dann mit der Schlacht von Stoke beendet.


22.08.1371

In der Entscheidungsschlacht der Brabanter Fehde bei Baesweiler bleiben die Truppen des Herzogs von Jülich, unterstützt vom Herzog von Geldern, gegen den Herzog von Brabant siegreich.

Die Schlacht bei Baesweiler fand am 22. August 1371 in Baesweiler statt und war die entscheidende Schlacht in der Brabanter Fehde.


22.08.1344

Papst Clemens VI. gewährt der Königin Agnes von Ungarn das Privileg, das Kloster Königsfelden so oft sie wolle zu besuchen und an das Kloster ein Haus zu bauen.

Clemens VI., ursprünglich Pierre Roger oder Peter von Fécamp, war ein französischer Benediktiner. Vom 7. Mai 1342 bis zu seinem Tod war er Papst der katholischen Kirche mit Sitz in Avignon.


22.08.1138

In der Standartenschlacht bei Northallerton zwischen Engländern und eingedrungenen Schotten unter König David I. fallen 11–12.000 Schotten.

Die Standartenschlacht fand am 22. August 1138 auf Cowton Moor nahe Northallerton in Yorkshire statt und war eine Auseinandersetzung im Rahmen des Englischen Bürgerkriegs von 1135 bis 1154.


22.08.1128

Papst Honorius II. belehnt Roger II. in einem Friedensschluss in Benevent mit dem Herzogtum Apulien.

Honorius II., ursprünglich Lamberto Scannabecchi, war von 1124 bis zu seinem Tode Papst.


22.08.0476

Odoaker wird von den weströmischen Söldnertruppen zum rex italiae (König Italiens) gewählt.

Odoaker, auch Odowakar oder Odovakar, in althochdeutschen Glossen Otacher und im Hildebrandslied in der Form Otachre, lateinisch Flavius Odovacer, Odovacar oder Odovacrius, war ein weströmischer Offizier germanischer Herkunft und nach der Absetzung des Romulus Augustulus 476 König von Italien. Er wurde 493 im Rahmen des Machtkampfs mit dem Ostgotenkönig Theoderich von diesem getötet.


22.08.0408

Der weströmische Kaiser Flavius Honorius lässt den Heermeister Stilicho exekutieren.

Das sogenannte Weströmische Reich, auch Westrom oder Westreich, entstand im Jahre 395 durch die sogenannte Reichsteilung von 395 im spätantiken Römischen Reich in zwei Verwaltungseinheiten mit je einem Kaiser. Der Regierungssitz in Westrom war zunächst Mailand und dann Ravenna. Die Kaiser des Oströmischen Reichs residierten in Konstantinopel.


22.08.0392

Nach dem Tod des weströmischen Kaisers Valentinian II. im Mai ruft dessen General Arbogast den Rhetor Eugenius zum neuen Kaiser aus. Das führt zum neuerlichen Eingreifen des oströmischen Kaisers Theodosius I. im Westen.

Valentinian II., eigentlich Flavius Valentinianus, war von 375 bis zu seinem Tod römischer Kaiser (Augustus) im Westen, bis zu dessen Tod als Mitkaiser seines Halbbruders Gratian. Seine Regierungszeit stellt eine Besonderheit dar, denn Valentinian II. kam bereits in sehr jungem Alter auf den Kaiserthron. Dadurch hebt er sich von den meisten Kaisern ab, welche seit der so genannten Reichskrise des 3. Jahrhunderts regiert hatten, die zumeist erfahrene Generäle waren: Zwar war es bereits seit längerem üblich geworden, leibliche Söhne von Augusti bereits im Kindesalter mit kaiserlichen Würden auszustatten, um die Nachfolge zu regeln. Doch Valentinian II. war der erste dieser Kinderkaiser, der nominell tatsächlich einem eigenen Hof vorstand und einen eigenen Reichsteil regieren sollte. Möglich wurde dies angesichts der gewachsenen Bedeutung des dynastischen Denkens für die Nachfolge im römischen Kaisertum. Man kann die Kaisererhebung Valentinians als Vorspiel auf das 5. Jahrhundert verstehen, in welchem Kaisersöhne wie Honorius, Theodosius II. und Valentinian III. ebenfalls sehr jung auf den Thron gelangten und daher von ihren Verwandten, Beratern und Generälen kontrolliert wurden.