Historische Ereignisse am Samstag, 23. August
71 bedeutende Ereignisse fanden am Samstag, 23. August statt — von -237 bis 2009. Entdecke die Momente, die Geschichte geschrieben haben.
Am 23. August 2025 fällt der Blick auf mehrere bedeutende historische Ereignisse. Im Jahr 2009 begann die zehnte Fußball-Europameisterschaft der Frauen mit dem Auftaktspiel Ukraine gegen die Niederlande im finnischen Turku. Dieses Turnier markierte einen Wendepunkt, da erstmals zwölf statt wie bisher acht Mannschaften an der EM-Endrunde teilnahmen. Ein Jahr zuvor, 2006, ereignete sich in Niederösterreich ein dramatisches Ereignis, als die damals 18-jährige Natascha Kampusch nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft ihrem Entführer Wolfgang Př́iklopil entfliehen konnte. Dieser Fall hatte damals weltweites Medienecho ausgelöst.
Die Geschichte des Tages erstreckt sich jedoch über viele Jahrhunderte zurück. Politische, militärische und kulturelle Momente prägen die Liste der Ereignisse, die sich am 23. August ereignet haben. Von revolutionären Umbrüchen bis zu technologischen Fortschritten zeigt sich die Vielfalt der historischen Entwicklungen an diesem Datum. Besonders hervorzuheben ist, dass dieser Tag in der europäischen Geschichte mehrfach als Wendepunkt fungierte, etwa bei der Unterzeichnung internationaler Abkommen oder bei militärischen Auseinandersetzungen.
Turku liegt an der Südwestküste Finnlands an der Ostsee und ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt besitzt eine lange Geschichte als ehemaliges Zentrum der finnischen Verwaltung und Kultur. Am 23. August 2025 herrsch in dieser Region ein bewölktes Wetter bei einer Temperatur von etwa zwölf Grad Celsius. Der Mond befindet sich in der zunehmenden Phase, und für diesen Tag gilt das Sternzeichen Jungfrau.
DayAtlas präsentiert an diesem Datum eine umfassende Übersicht mit Wetterinformationen, historischen Ereignissen sowie berühmten Geburten und Sterbefällen für den gewählten Ort und das Datum.
Entdecke alle Ereignisse vom heutigen Tag, 18. April.
23.08.2009
Mit dem Auftaktspiel Ukraine gegen die Niederlande beginnt im eigens umbenannten Turku-Stadion in Turku, Finnland, die 10. Fußball-Europameisterschaft der Frauen, die bis zum 10. September dauern wird. Erstmals nehmen zwölf statt wie bisher acht Mannschaften an der EM-Endrunde teil.
Die ukrainische Fußballnationalmannschaft der Frauen repräsentiert die Ukraine im internationalen Frauenfußball. Die Nationalmannschaft ist dem ukrainischen Fußballverband unterstellt und wird von Anatolij Kuzew trainiert. Die ukrainische Auswahl hat sich erstmals für die 10. Frauenfußball-Europameisterschaft 2009 in Finnland qualifiziert. Für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele konnte sich die ukrainische Auswahl bisher nicht qualifizieren.
23.08.2006
In der chinesischen Provinz Gansu wird der Wushaoling-Eisenbahntunnel in Betrieb genommen. Mit 20,05 Kilometern Länge ist es der zu diesem Zeitpunkt längste Eisenbahntunnel Chinas.
Gansu ist eine Provinz der Volksrepublik China. Mit ihrem Territorium von 364.000 Quadratkilometern ist es die siebtgrößte Verwaltungseinheit Chinas, sie umfasst Gebiete zwischen dem Hochland von Tibet, dem Lössplateau und dem Plateau der Inneren Mongolei. Sie wird im Süden vom Gelben Fluss durchquert und liegt teilweise in der Wüste Gobi.
Die 18-jährige Natascha Kampusch entkommt nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft ihrem Entführer Wolfgang Přiklopil in Niederösterreich.
Natascha Maria Kampusch ist eine österreichische Autorin, Schmuckdesignerin und ehemalige Fernsehmoderatorin. Bekannt wurde sie 2006, als es ihr gelang, einem Entführer zu entkommen, der sie mehr als acht Jahre lang ihrer Freiheit beraubt hatte.
23.08.2003
Bei einem Angriff von Untergrundkämpfern in der südirakischen Stadt Basra werden drei Angehörige der britischen Militärpolizei getötet. Damit steigt die Zahl der seit dem 1. Mai im Kampf getöteten britischen Soldaten auf elf.
Die Republik Irak, kurz (der) Irak, ist ein Staat in Vorderasien. Der Irak grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, Iran und den Persischen Golf und umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen „Zweistromlandes“ Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden sind, sowie Teile der angrenzenden Wüsten- und Bergregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt. Den Norden des Landes bildet die autonome Region Kurdistan, die ein eigenes Parlament und eigene Streitkräfte (Peschmerga) führt.
Der Ukkusiksalik-Nationalpark wird als vierter Nationalpark des Territoriums Nunavut in Kanada gegründet.
Der Ukkusiksalik-Nationalpark wurde am 23. August 2003 als vierter Nationalpark des Territoriums Nunavut (Kanada) gegründet. Er erstreckt sich unmittelbar südlich des Polarkreises und der Siedlung Naujaat von der Hudson Bay nach Westen in die „Barrenlands“ bis zu den Quellen des Brown River und ist mit einer Fläche von etwas mehr als 20.000 km² zwar der kleinste Nationalpark von Nunavut, jedoch der sechstgrößte der mehr als 40 Nationalparks in Kanada. Der Name des Parks geht auf Vorkommen von Steatit-Mineralien zurück; Ukkusiksalik bedeutet „wo es Material für den Steintopf gibt“.
23.08.2002
In Angola wird ein Übereinkommen zwischen der Regierung und der oppositionellen Rebellenorganisation UNITA getroffen, das Lusaka-Protokoll innerhalb von 45 Tagen umzusetzen.
Angola ist ein Staat im Südwesten Afrikas. Nationalfeiertag ist der 11. November, der Jahrestag der 1975 erlangten Unabhängigkeit. Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean – die zu Angola gehörige Exklave Cabinda liegt im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo am Atlantik.
23.08.2000
Während des Landeanflugs stürzt Gulf-Air-Flug 072, ein Airbus A320 der Gulf Air, etwa 3 km vor der Start- und Landebahn von Bahrain ab. Alle 143 Menschen an Bord sterben.
Der Gulf-Air-Flug 072 war ein planmäßiger abendlicher Flug der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air von Kairo nach Bahrain. Am 23. August 2000 ereignete sich auf diesem Flug der Flugunfall eines Airbus A320-212 (A4O-EK), bei dem alle 143 Menschen an Bord getötet wurden.
23.08.1999
Deutschland wird wieder von Berlin aus regiert: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt seine Arbeit am neuen Parlaments- und Regierungssitz auf (bis zur Fertigstellung des neuen Kanzleramtes im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR).
Deutschland ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa. Es besteht aus 16 Ländern und ist als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat verfasst. Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 erstmals gegründeten deutschen Nationalstaats dar. Im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands wurde Berlin 1990 Bundeshauptstadt und 1991 zum Parlaments- und Regierungssitz bestimmt.
23.08.1990
Die DDR-Volkskammer in Ost-Berlin beschließt mit 294 zu 62 Stimmen (bei sieben Enthaltungen) den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes zum 3. Oktober. Das Parlament folgt in der dramatischen Nachtsitzung einem Antrag von CDU/DA, SPD, FDP und DSU.
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten, der vom 7. Oktober 1949 bis zur Herstellung der Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990 bestand. Die DDR ging aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das sich als den „real existierenden Sozialismus“ bezeichnete und bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens blieb die DDR – wie die anderen realsozialistischen Ostblockländer – weitgehend von der Sowjetunion abhängig.
23.08.1989
Von Vilnius bis nach Tallinn wird genau 50 Jahre nach dem Stalin-Hitler-Pakt eine Menschenkette gebildet, um den Willen der baltischen Staaten zur Unabhängigkeit von der Sowjetunion zu demonstrieren (Baltische Kette).
Vilnius [ˈvʲɪlʲɲʊs], deutsch Wilna, ist seit 1918 die Hauptstadt Litauens. Mit rd. 611.000 Einwohnern ist Vilnius die größte Stadt der drei Staaten des Baltikums. Als eine Stadt ist sie zugleich das Zentrum der Stadtgemeinde Vilnius, die auch die Stadt Grigiškės umfasst.
23.08.1979
Mit der Bombardierung von Sakez beginnt die iranische Armee ihren Angriff auf kurdische Städte.
Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran bestehen aus der regulären Armee Irans, der Artesch, und dem Korps der Islamischen Revolutionsgarde.
23.08.1977
In der DDR wird der Dissident Rudolf Bahro festgenommen. Das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat am Vortag einen Auszug aus Bahros regimekritischen Buch Die Alternative veröffentlicht.
Chronik der DDR (1971–1980) beschreibt einzelne Ereignisse in der DDR zwischen 1971 und 1980. Sie ergänzt den Hauptartikel Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik.
23.08.1976
Am Stausee Lac du Vieux Emosson im Kanton Wallis werden gut erhaltene Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt. Die Spuren sind etwa 250 Millionen Jahre alt.
Ein Stausee, vor allem in Österreich auch Speicher genannt, ist ein künstlich angelegter See, der sich in einem Tal vor einem Absperrbauwerk durch das Aufstauen des Wassers eines oder mehrerer Flüsse bildet. Ein kleiner Stausee ohne stabile Temperaturschichtung wird auch als Staubecken, Stauteich oder Stauweiher bezeichnet.
Bei einem Erdbeben in China werden mehrere tausend Menschen getötet.
Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von Verschiebungen der tektonischen Platten an Bruchfugen der Lithosphäre, in weniger bedeutendem Maße auch durch vulkanische Aktivität, Einsturz oder Absenkung unterirdischer Hohlräume, große Erdrutsche und Bergstürze sowie durch Sprengungen. Erdbeben, deren Herd unter dem Meeresboden liegt, werden auch Seebeben oder unterseeische Erdbeben genannt. Diese unterscheiden sich von anderen Beben zum Teil in den Auswirkungen wie zum Beispiel der Entstehung eines Tsunamis, jedoch nicht in ihrer Entstehung.
23.08.1973
Augusto Pinochet wird vom chilenischen Präsidenten Salvador Allende als Oberbefehlshaber des Heeres eingesetzt.
Augusto José Ramón Pinochet Ugarte [pinoˈʧet] war ein chilenischer General und von 1973 bis 1990 Diktator Chiles.
Die Kreditbanken, eine Bank am Norrmalmstorg im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Stockholm, wird überfallen und vier der Angestellten als Geiseln genommen. Die folgenden Ereignisse führen zur Entstehung des Begriffs Stockholm-Syndrom.
Das Königreich Schweden ist eine parlamentarische Monarchie in Skandinavien. Das Staatsgebiet umfasst den östlichen Teil der Skandinavischen Halbinsel und die Inseln Gotland und Öland. Schweden ist Mitglied des Nordischen Rates, seit 1995 der Europäischen Union und seit 2024 der NATO. Hauptstadt sowie bevölkerungsreichste schwedische Stadt ist Stockholm.
23.08.1966
Das erste Bild von der Erde, die über dem Mond aufgeht, wird von der Mondsonde Lunar Orbiter 1 zur terrestrischen Bodenstation gefunkt.
Die Erde ist der dichteste, fünftgrößte und der Sonne drittnächste Planet des Sonnensystems. Bisher konnte auf keinem anderen Planeten unseres Sonnensystems Leben entdeckt werden. Ihr Durchmesser beträgt mehr als 12 700 Kilometer und ihr Alter etwa 4,6 Milliarden Jahre. Nach ihrer vorherrschenden geochemischen Beschaffenheit wurde der Begriff der „erdähnlichen Planeten“ geprägt.
23.08.1962
Die Regierung in Damaskus erlässt das Gesetzesdekret Nr. 93, wonach am 5. Oktober eine außerordentliche Volkszählung in der Provinz Djazira durchzuführen ist. In der Folge werden 120.000 Kurden in Syrien zu „Fremden“ erklärt.
Damaskus [daˈmaskʊs] ist die Hauptstadt von Syrien und des Gouvernements Rif Dimaschq. Die Stadt hatte offiziell 1.834.741 Einwohner, in der Agglomeration lebten 2.831.738 Menschen. Inoffizielle Schätzungen gehen von einer wesentlich höheren Einwohnerzahl aus. Die Hauptstadt bildet ein eigenständiges Gouvernement. Es wird von einem Gouverneur regiert, der vom Innenminister ernannt wird.
23.08.1958
In den Vereinigten Staaten entsteht nach mehreren schweren Kollisionen im Flugverkehr die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Agency.
Die Federal Aviation Administration ist die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten und ist als Behörde ein administrativer Teil des US-Verkehrsministeriums mit Sitz in Washington, D.C. im Mike Monroney Aeronautical Center.
Im Taiwan-Konflikt bricht die zweite Quemoy-Krise aus: Die chinesische Volksbefreiungsarmee beginnt erneut mit einem Bombardement der dem Festland vorgelagerten und von der Republik China kontrollierten Inseln Quemoy und Matsu, das 44 Tage währen wird.
Der Taiwan-Konflikt, in Taiwan auch als China-Taiwan-Konflikt genannt, ist der Streit nach dem Bürgerkrieg (1927–1949) zwischen der Volksrepublik China (Festland) und der Republik China (Taiwan) über den Status der Insel Taiwan, der zu Taiwan gehörenden Inseln sowie weiterer Inseln, die historisch zu den Provinzen Fujian, Guangdong (Dongsha-Inseln) und Hainan gehören bzw. gehörten.
23.08.1950
Der Subansiri-Dammbruch verursacht in Indien eine sieben Meter hohe Flutwelle, die in mehreren Dörfern insgesamt 532 Menschen in den Tod reißt.
Beim Subansiri-Dammbruch brach im August 1950 der Damm eines natürlich aufgestauten Sees in Tibet und verursachte eine Katastrophe.
23.08.1948
Der Weltkirchenrat wird gegründet.
Der Ökumenische Rat der Kirchen mit Sitz in Genf wurde am 23. August 1948 in Amsterdam gegründet und gilt seitdem als zentrales Organ der ökumenischen Bewegung. Er ist ein weltweiter Zusammenschluss von 365 Mitgliedskirchen in mehr als 120 Ländern auf allen Kontinenten der Erde. Diese vertreten 580 Millionen Christen.
23.08.1946
Die Militärregierung der Britischen Besatzungszone löst die preußischen Provinzen in ihrem Zuständigkeitsbereich auf und gründet die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein.
Die Control Commission for Germany (British Element) (deutsch „Kontrollkommission für Deutschland (Britischer Teil)“, CCG/BE) war die Militärregierung der britischen Besatzungszone im besetzten Deutschland von 1945 bis 1949.
In den Kinos der Vereinigten Staaten läuft der Howard-Hawks-Film Tote schlafen fest mit Humphrey Bogart als Detektiv Philip Marlowe an. Die Verfilmung des Romans von Raymond Chandler gilt als Geburtsstunde des Film noir.
Howard Winchester Hawks war ein US-amerikanischer Regisseur der klassischen Ära Hollywoods. Hawks profilierte sich genreübergreifend als einer der wichtigsten amerikanischen Filmregisseure seiner Generation. Er schuf bedeutende Klassiker wie Scarface (Gangsterfilm), Leoparden küßt man nicht (Komödie), Tote schlafen fest, Rio Bravo (Western) und Das Ding aus einer anderen Welt (Science-Fiction). Für sein Lebenswerk erhielt er 1975 den Ehrenoscar.
23.08.1944
Zweiter Weltkrieg. Nach einem von König Michael I. angeführten Staatsstreich und der Entmachtung von „Staatsführer“ Ion Antonescu schließt Rumänien mit den Alliierten einen Waffenstillstand.
Als Zweiter Weltkrieg wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
23.08.1943
Truppen der Roten Armee erobern im Rahmen der Belgorod-Charkower Operation die Stadt Charkow (heute Charkiw), um die in den Jahren zuvor bereits mehrfach gekämpft worden war.
Die Belgorod-Charkower Operation war eine Offensive der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg, die vom 3. bis zum 23. August 1943 dauerte und aus sowjetischer Sicht als Teil der Schlacht am Kursker Bogen angesehen wird. Die Operation war Teil der lange geplanten sowjetischen Sommeroffensive, in deren Verlauf fast alle Fronten der Roten Armee auf breiter Front zum Angriff übergingen. Während der Operation wurden am 5. August Belgorod und am 23. August Charkow von den deutschen Besatzern zurückerobert.
23.08.1942
Einheiten der 6. Armee erreichen die Wolga. Gleichzeitig beginnt mit einem großen Luftangriff die Schlacht von Stalingrad.
Die 6. Armee/Armeeoberkommando 6 (AOK 6) war eine Kommandobehörde der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges.
23.08.1939
Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes.
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt oder nach den Unterzeichnern Molotow-Ribbentrop-Pakt genannt, auch als Hitler-Stalin-Pakt bekannt, war ein Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 in Moskau vom Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg unterzeichnet und publiziert wurde. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität für den vorbereiteten Angriff auf Polen und den Fall eines möglichen Kriegseintritts der Westmächte.
23.08.1929
In Hebron beginnt das Massaker von Hebron, bei dem insgesamt 67 Juden von Arabern ermordet werden.
Hebron ist eine Stadt im Westjordanland mit rund 202.000 Einwohnern (2014). Die Stadt liegt 30 Kilometer südlich von Jerusalem in 930 m Höhe. Sie ist Hauptstadt des Gouvernements Hebron und Sitz der Universität Hebron und einer Polytechnischen Hochschule. Hebron gilt im Judentum seit dem 16. Jahrhundert als eine der vier Heiligen Städte, zusammen mit Jerusalem, Tiberias und Safed. Im Islam ist sie ebenfalls eine der vier Heiligen Städte, nach Mekka, Medina und Jerusalem. Die Altstadt von Hebron zählt seit 2017 zum UNESCO-Welterbe.
Der erste österreichische Tonfilm, G'schichten aus der Steiermark, hergestellt mit dem Otto-Ton-System des Regisseurs Hans Otto Löwenstein, wird in Graz uraufgeführt.
Otto-Ton hieß ein Tonverfahren, das der österreichische Filmpionier, Regisseur und Erfinder Hans Otto Löwenstein in den späten 1920er-Jahren vorstellte. Es handelte sich um ein Nadeltonsystem, d. h. der Ton wurde auf Grammophonplatten aufgezeichnet und bei der Vorführung abgespielt.
23.08.1927
Die unter der Anklage des Raubmords zu Unrecht verurteilten Sacco und Vanzetti werden in den USA auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet; im Juli 1977 werden sie rehabilitiert.
Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti waren zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten.
23.08.1916
Der verhaftete Karl Liebknecht wird wegen Hochverrats zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt. Er hatte am 1. Mai in Berlin eine Antikriegsdemonstration angeführt.
Karl Paul August Friedrich Liebknecht war ein prominenter Sozialist und Antimilitarist zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches. Seit dem Jahr 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. Ab 1915 bestimmte er zusammen mit Rosa Luxemburg wesentlich die Linie der Gruppe Internationale. 1916 wurde er aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und wenig später wegen „Kriegsverrats“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach etwa zwei Jahren Haft wurde er knapp drei Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkrieges freigelassen.
23.08.1914
Japan erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
Die Geschichte Japans umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Staates Japan von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist durch ein Wechselspiel aus Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. Einerseits führten sowohl die geographische Abgeschiedenheit als auch die selbstgewählte Abschottung gegenüber der Außenwelt zu einer räumlich begrenzten und in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln; so ist die Geschichte Japans nach Auffassung mancher Historiker ein Modell für die Entwicklung von der Urzivilisation zur Moderne. Andererseits prägte vor allem China durch die Ausbreitung des Buddhismus und die Lehren des Konfuzianismus die Kultur und Sprache Japans mit. Auch im Westen nahm man Einfluss auf Japans Geschichte: Gewaltsam wurde 1854 nach über zweihundertjähriger Isolation die Öffnung und Modernisierung des Landes erzwungen. Das Japanische Kaiserreich wurde in der Folge nicht nur die erste asiatische Industrienation, sondern strebte alsbald eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre im Pazifikraum an. Die Expansion endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch Truppen der Vereinigten Staaten. Heute gilt Japan als technikbegeisterter und vor allem global agierender Industriestaat.
Die Grenzschlachten an den französischen Nordostgrenzen erreichen einen weiteren Höhepunkt als am rechten Heeresflügel die deutsche 1. Armee beim belgischen Mons auf die beiden Armeekorps des Britischen Expeditionskorps trifft.
Als Grenzschlachten bezeichnet man in der Militärgeschichtsschreibung eine Serie von größeren militärischen Kampfhandlungen, zu denen es meist in der ersten Phase eines Krieges kommt. In diesen treffen oft die zuvor aufmarschierten Hauptstreitkräfte der Kriegsparteien aufeinander. Konkret findet sich die Bezeichnung als etablierter Begriff in der Historiographie zum Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), dem Ersten Weltkrieg (1914–1918), dem Überfall auf Polen (1939) und dem Deutsch-Sowjetischen Krieg (1941–1945).
23.08.1913
Im Kopenhagener Hafen wird die Kopie der Skulptur Die Kleine Meerjungfrau des Bildhauers Edvard Eriksen aufgestellt.
Eine Skulptur ist ein dreidimensionales Werk der bildenden Kunst, das durch Abtragen von Material wie Holz oder Stein entsteht. Anders als die Umgangssprache unterscheidet die Fachsprache die Skulptur klar von der Plastik, die durch die Formung des Materials entsteht.
23.08.1910
Die erste offizielle Passagierfahrt eines Luftschiffs in Deutschland findet statt.
Ein Luftschiff ist ein lenkbares Luftfahrzeug, dessen Auftrieb auf aerostatischen Kräften beruht und das über eine eigene Antriebseinheit verfügt. Die Haupteinsatzgebiete heutiger Luftschiffe sind touristische Rundfahrten, Luftwerbung, Überwachungs- und vereinzelt auch Forschungsaufgaben.
23.08.1904
Der US-Amerikaner Harry D. Weed erhält ein Patent auf die von ihm erfundenen Schneeketten für Autos.
Ein Patent ist ein hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patents ist berechtigt, anderen die Nutzung der Erfindung zu untersagen. Das Schutzrecht wird auf Zeit gewährt; in Deutschland gemäß § 16 Patentgesetz für 20 Jahre.
23.08.1903
Auf ihrem zweiten Parteitag in Brüssel und London bilden sich in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands die Fraktionen der Bolschewiki und Menschewiki heraus.
Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) war eine 1898 in Minsk gegründete marxistische politische Partei. 1903 spaltete sich die Partei in zwei Fraktionen, in die der Bolschewiki und die der Menschewiki. 1912 wurden die noch verbliebenen Menschewiki aus der Partei ausgeschlossen und die Partei in Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (Bolschewiki) umbenannt, 1918 wiederum in Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki). Aus dieser Partei ging schließlich die Kommunistische Partei der Sowjetunion hervor.
23.08.1887
Großbritannien verlangt im parlamentarisch verabschiedeten Merchandising Marks Act auf allen importierten Industrieprodukten künftig die Angabe des Ursprungslandes; „Made in Germany“ entsteht.
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland war ein souveräner Staat auf dem Gebiet der Britischen Inseln, der am 1. Januar 1801 durch die Vereinigung des Königreichs Großbritannien und des Königreichs Irland gegründet wurde. Die Gründung des irischen Freistaats am 6. Dezember 1922 führte zu dem Ende des Staates und dazu, dass der Rest am 12. April 1927 in Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland umbenannt wurde.
23.08.1884
Die Zahnradbahn Stuttgart–Degerloch, heute Deutschlands einzige im regulären ÖPNV verkehrende Zahnradbahn, wird eröffnet.
Die Zahnradbahn Stuttgart wurde am 23. August 1884 eröffnet und verbindet den Marienplatz in Stuttgart-Süd mit dem Albplatz in Degerloch, das heißt den Stuttgarter Talkessel mit der Filderebene. Sie ist meterspurig nach dem System Riggenbach gebaut und wird von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit Triebwagen des Typs ZT 4.2 betrieben. Im Volksmund wird die Bahn Zacke oder Zacketse genannt, sie gilt als Stuttgarter Wahrzeichen.
23.08.1866
Der Frieden von Prag beendet den Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich. Österreich akzeptiert darin die Auflösung des Deutschen Bundes.
Der Prager Frieden war ein Friedensvertrag vom 23. August 1866. Geschlossen wurde er zwischen Preußen einerseits und dem Kaisertum Österreich andererseits. Zusammen mit anderen Abkommen Preußens mit süd- und mitteldeutschen Staaten beendete der Vertrag den Deutschen Krieg.
23.08.1862
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage müssen die überwiegend deutschstämmigen Einwohner von New Ulm (im heutigen Minnesota) einen Angriff von Dakota-Kriegern abwehren. Trotz des Erfolges muss die Stadt am 25. August aufgrund der prekären Gesamtlage aufgegeben werden.
New Ulm ist eine Stadt im 1855 gebildeten Brown County im US-Bundesstaat Minnesota und Sitz der County-Verwaltung. Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 14.120 ermittelt.
23.08.1849
Die Niederschlagung der revolutionären Republik Venedig durch österreichische Truppen markiert den abschließenden Sieg Österreichs über die Märzrevolution in seinen Vasallenstaaten.
Die Repubblica di San Marco war vom 23. März 1848 bis zum 22. August 1849 ein etwa eineinhalb Jahre bestehendes Staatsgebilde im norditalienischen Venetien mit dem Zentrum der Lagunenstadt Venedig. Sie war im Zuge der fast ganz Mitteleuropa erfassenden revolutionären Erhebungen des Jahres 1848 entstanden – wie der Februarrevolution in Frankreich und der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes, insbesondere aber der Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich.
23.08.1839
Großbritannien besetzt Hongkong, um eine Operationsbasis für einen Krieg mit dem Kaiserreich China zu haben.
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland war ein souveräner Staat auf dem Gebiet der Britischen Inseln, der am 1. Januar 1801 durch die Vereinigung des Königreichs Großbritannien und des Königreichs Irland gegründet wurde. Die Gründung des irischen Freistaats am 6. Dezember 1922 führte zu dem Ende des Staates und dazu, dass der Rest am 12. April 1927 in Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland umbenannt wurde.
23.08.1833
In den britischen Kolonien wird die Sklaverei abgeschafft.
Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland war ein souveräner Staat auf dem Gebiet der Britischen Inseln, der am 1. Januar 1801 durch die Vereinigung des Königreichs Großbritannien und des Königreichs Irland gegründet wurde. Die Gründung des irischen Freistaats am 6. Dezember 1922 führte zu dem Ende des Staates und dazu, dass der Rest am 12. April 1927 in Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland umbenannt wurde.
23.08.1821
Mexiko erlangt seine Unabhängigkeit von Spanien.
Die Geschichte Mexikos umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Vereinigten Mexikanischen Staaten von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.
23.08.1813
Der Versuch napoleonischer Truppen während der Befreiungskriege Berlin zu erobern, scheitert in der Schlacht bei Großbeeren am Widerstand ihrer preußischen, russischen und schwedischen Gegner.
Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden die kriegerischen Auseinandersetzungen in Mitteleuropa von 1813 bis 1815 zusammengefasst, mit denen die Vorherrschaft Frankreichs unter Napoleon Bonaparte über große Teile des europäischen Kontinents beendet wurde. Sie gehören zu den Koalitionskriegen und bilden als Teile des Sechsten Koalitionskrieges ihren Abschluss.
23.08.1810
Während des britischen Mauritiusfeldzuges kommt es zur Seeschlacht von Grand Port.
Der Mauritiusfeldzug bezeichnet Maßnahmen zur gewaltsamen Sicherung der Seewege im Indischen Ozean und die dauerhafte Eroberung der Inseln Mauritius und Rodrigues durch das Vereinigte Königreich in den Jahren 1809 und 1810. Erobert wurde auch die Insel Réunion, die jedoch nach den Friedensverhandlungen im Jahr 1814 an Frankreich zurückgegeben wurde.
23.08.1798
1.500 französische Soldaten unter General Jean Joseph Amable Humbert landen in Killala zur Unterstützung der Irischen Rebellion von 1798.
Jean Joseph Amable Humbert war ein französischer General.
23.08.1793
Der französische Nationalkonvent ordnet die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht (Levée en masse) an.
Der Nationalkonvent war während der Französischen Revolution die konstitutionelle und legislative parlamentarische Versammlung, die vom 20. September 1792 bis zum 26. Oktober 1795 tagte.
23.08.1791
Beginn des großen Sklavenaufstands in der französischen Kolonie Haiti
Als Haitianische Revolution werden der Sklavenaufstand in der französischen Kolonie Saint-Domingue von 1791 und die nachfolgenden Ereignisse bezeichnet. Sie führte am 1. Januar 1804 zur Umwandlung der Kolonie in den Staat Haiti – den ersten unabhängigen Staat in Lateinamerika und den ersten, der durch ehemalige Sklaven geformt wurde.
23.08.1790
Die Uraufführung der Oper Les Rigueurs du cloître von Henri Montan Berton findet an der Opéra-Comique in Paris statt.
Henri Montan Berton war ein französischer Komponist.
23.08.1785
Die erste Dampfmaschine nach Bauart von James Watt wird in Deutschland auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt offiziell in Betrieb genommen.
Eine Dampfmaschine ist eine Kolben-Wärmekraftmaschine. In einem beheizten Dampferzeuger, der als Bestandteil der Maschine gilt, wird Wasser verdampft. Der unter Druck gesetzte Dampf wandelt die in ihm enthaltene Wärmeenergie durch Verschieben eines in einem Zylinder beweglichen Kolbens in Bewegungsenergie um. Üblicherweise ist der Kolben Teil eines Schubkurbelgetriebes, mit dem die hin- und hergehende Bewegung des Kolbens in Rotation eines Schwungrades, das die Arbeitsmaschine antreibt, umgewandelt wird. Zur Bewegungsumkehr des Kolbens wird der Druck jeweils auf dessen andere zylindrische Seite umgelenkt.
23.08.1784
Kaiser Joseph II. verfügt in der Zeit des Josephinismus das Schließen aller innerörtlichen Friedhöfe in Österreich aus Hygienegründen. Für Bestattungen soll ferner ein Klappsarg eingesetzt werden, doch die Bevölkerung sträubt sich nach kurzer Gültigkeitszeit erfolgreich dagegen.
Joseph II. war von 1765 bis 1790 als erster Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
23.08.1769
Die Malerin Adélaïde Labille heiratet im Alter von zwanzig Jahren den Steuerbeamten Guiard.
Adélaïde Labille-Guiard, später auch Madame Vincent genannt, war eine französische Malerin des Klassizismus im ausgehenden 18. Jahrhundert und Gründerin der ersten Pariser Frauenschule für Malerinnen.
23.08.1735
Die Uraufführung der Oper Les Indes galantes von Jean-Philippe Rameau findet an der Grand Opéra Paris statt.
Eine Uraufführung ist die weltweit erste öffentliche, vor einem Publikum stattfindende Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes. Bei Filmen spricht man, insbesondere bei Festivalaufführungen, bisweilen auch von einer Premiere. Im Rundfunk, beispielsweise bei Hörspielen, verwendet man dagegen die Bezeichnung Ursendung, beim Fernsehen mitunter auch den Begriff Erstsendung.
23.08.1645
Im Frieden von Brömsebro einigen sich Dänemark und Schweden gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges über eine Einstellung ihrer Kampfhandlungen im Torstenssonkrieg. Gotland wird Teil Schwedens.
Der Frieden von Brømsebro oder Brömsebro wurde am 13.jul. / 23. August 1645greg. geschlossen und beendete den von den Schweden ohne formelle Kriegserklärung begonnenen Torstenssonkrieg gegen Dänemark, der zwischen 1643 und 1645 stattfand und als Teil des Dreißigjährigen Krieges betrachtet werden kann.
23.08.1614
Die Reichsuniversität Groningen wird gegründet.
Die Rijksuniversiteit Groningen ist die zweitälteste Universität der Niederlande. Sie wurde am 23. August 1614 in Groningen gegründet. Bis 1876 war die Unterrichtssprache Latein. Der erste Rektor war Ubbo Emmius.
23.08.1556
Kaiser Karl V. verzichtet zugunsten seines Sohnes Philipp II. auf den spanischen Thron und zugunsten seines Bruders Ferdinand I. auf die Kaiserwürde im Heiligen Römischen Reich. Letzterem wird diese durch den Kurfürstentag am 26. Februar 1558 übertragen.
Karl V. war ein Angehöriger des Herrscherhauses Habsburg, römisch-deutscher König, ab 1530 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und als Karl I. der erste König von Spanien.
23.08.1535
Johannes Calvin vollendet die erste Ausgabe der Institutio Christianae Religionis, seines bis 1559 fortlaufend erweiterten theologischen Hauptwerks.
Johannes Calvin war einer der einflussreichsten systematischen Theologen unter den Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk, die Institutio Christianae Religionis, wird als eine „protestantische Summa“ bezeichnet.
23.08.1514
In der Schlacht bei Tschaldiran in Ostanatolien erleidet der Safawiden-Schah Ismail I. eine vernichtende Niederlage gegen das Osmanische Reich unter Sultan Selim I.
Die Schlacht bei Tschaldiran fand am 23. August 1514 in der Nähe von Tschaldiran in Ostanatolien zwischen dem Osmanischen Reich unter Sultan Selim I. und den Safawiden des Persischen Reiches unter Schah Ismail I. statt. Sie endete mit einem entscheidenden Sieg der Osmanen.
23.08.1388
In der Schlacht bei Döffingen unterliegen die Söldner des Schwäbischen Städtebundes den Truppen von Graf Eberhard II. von Württemberg und Ruprecht von der Pfalz. Die Niederlage leitet das Ende der reichspolitischen Bedeutung von Städtebünden ein.
Die Schlacht bei Döffingen ereignete sich am 23. August 1388 und markiert den kriegerischen Schlusspunkt einer Reihe von Feindseligkeiten zwischen den Städtebünden, namentlich dem Schwäbischen Städtebund auf der einen und den Ritter- und Fürstenbünden auf der anderen Seite, die wiederum stark durch die Aktivitäten des Grafen Eberhard II. von Württemberg beeinflusst waren.
23.08.1328
In der Schlacht von Cassel werden aufständische Flamen von einem französischen Heer besiegt. Die Grafschaft Flandern gerät in der Folge unter Kontrolle des Königreichs Frankreich.
Die Schlacht von Cassel wurde am 23. August 1328 zwischen König Philipp VI. von Frankreich und den aufständischen Flamen unter der Führung Nicolaas Zannekins ausgetragen. Das Schlachtfeld lag in der Nähe der Stadt Cassel, 30 Kilometer südlich von Dünkirchen im heutigen französischen Département Nord. Das Ergebnis der Schlacht war ein entscheidender Sieg des Königs, der die Grafschaft Flandern unter französische Kontrolle brachte.
23.08.1305
Der schottische Nationalheld William Wallace wird in Smithfield bei London öffentlich hingerichtet.
Die Geschichte Schottlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet Schottlands, eines Landesteils des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie beginnt mit der Besiedlung des Landes durch steinzeitliche Jäger und Sammler gegen Ende der letzten Eiszeit, also am Anfang der Mittelsteinzeit um 10.000 v. Chr. Durch den nach der Eiszeit steigenden Meeresspiegel wurde etwa gegen 6500 v. Chr. der Ärmelkanal geflutet und Großbritannien mit England und Schottland wieder zu einer Insel. Aus der durch Viehhaltung und Bodenbearbeitung, d. h. durch die Produktion und Bevorratung von Lebensmitteln, gekennzeichneten Jungsteinzeit zeugen zahlreiche Großsteingräber und Steinkreise in Schottland. Um 2500 v. Chr. wurde Kupfer-, später Bronzebearbeitung bekannt, und Glockenbecherleute gelangten ins Land. Die Bearbeitung von Eisen kannte man ab etwa 400 v. Chr. Zu einem noch ungeklärten Zeitpunkt kamen die Pikten, nach Schottland.
23.08.1268
Der Sieg Karl von Anjous in der Schlacht bei Tagliacozzo besiegelt den Untergang des letzten Staufer-Königs Konradin.
Karl I. von Anjou war seit 1266 König von Sizilien. Ab 1282 war sein Herrschaftsgebiet auf den festländischen Teil des Königreichs beschränkt, der Titel blieb jedoch unverändert. Er ist der Stammvater des älteren Hauses von Anjou, eines Seitenzweiges der französischen Herrscherdynastie der Kapetinger.
23.08.1244
Choresmische Söldner im Dienst der Ayyubiden erobern Jerusalem von den Kreuzfahrern und plündern die Stadt.
Khwarezmiyya oder Chwarismier ist die Eigenbezeichnung der ehemaligen Reitertruppen des letzten Choresm-Schahs Dschalal ad-Din Mengübirti, die nach dessen Tod als Freischärler in Obermesopotamien, Syrien und Palästina kämpften.
23.08.0634
Nach dem Tode Abū Bakrs wird ʿUmar ibn al-Chattāb Kalif.
Abū Bakr ibn Abī Quhāfa as-Siddīq war einer der ersten Anhänger des Propheten Mohammed und als Vater von Aischa bint Abi Bakr sein Schwiegervater. Nach Mohammeds Tod im Juni 632 herrschte er als dessen „Nachfolger“ bzw. „Stellvertreter“ (Kalif) bis zu seinem Tod über die Gemeinschaft der Muslime.
23.08.0476
Der Germanenführer Odoaker erhebt sich gegen den römischen Heermeister Orestes und dessen Sohn, den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus.
Odoaker, auch Odowakar oder Odovakar, in althochdeutschen Glossen Otacher und im Hildebrandslied in der Form Otachre, lateinisch Flavius Odovacer, Odovacar oder Odovacrius, war ein weströmischer Offizier germanischer Herkunft und nach der Absetzung des Romulus Augustulus 476 König von Italien. Er wurde 493 im Rahmen des Machtkampfs mit dem Ostgotenkönig Theoderich von diesem getötet.
23.08.0217
Am Tag der Vulcanalia bricht im Kolosseum in Rom durch Blitzschlag ein Brand aus, der zur einzigen längeren Unterbrechung in der fast 450 Jahre währenden Nutzung als Arena führt.
Die Festkultur des Römischen Reichs umfasst religiöse Feiertage, Wettkämpfe und politische Veranstaltungen. Die wichtigsten Fest- beziehungsweise religiösen Tage waren die Saturnalien, Bacchanalien, Lupercalien und die Bona-Dea-Rituale.
01.01.1970
Der römische Konsul Quintus Fulvius Nobilior wird im Spanischen Krieg bei Numantia von Keltiberern überfallen und verliert eine ganze Legion.
Das Konsulat, das Amt oder die Amtszeit eines Konsuls, war das höchste zivile und militärische Amt der Ämterlaufbahn in der Römischen Republik. Es bestand bis in die Spätantike und verlor zwar mit dem Beginn der Kaiserzeit einen Großteil seiner politischen Bedeutung und Macht, blieb jedoch weiterhin ein höchst prestigeträchtiges Amt.
01.01.1970
Pharao Ptolemaios III. lässt den Tempel von Edfu nach einem von ihm festgelegten Grundriss bauen.
Pharao war ein seit dem Neuen Reich verwendeter Titel für den König von Ober- und Unterägypten. Der Begriff geht auf das ägyptische Wort Per aa zurück, das ursprünglich weder ein Herrschertitel noch ein Eigenname war, sondern die Bezeichnung für den königlichen Hof oder Palast. Als Bezeichnung für die Person des Königs kam er erst ab Thutmosis III. auf. Doch auch danach war diese Titulierung nicht die Regel und nur selten Teil des offiziellen Protokolls. Das Koptische als letzte Sprachstufe des Ägyptischen kennt die Entlehnung ⲫⲁⲣⲁⲱ aus dem Griechischen wie auch – in der allgemeineren Bedeutung ‚König/-in‘ – Wörter wie Bohairisch ⲟⲩⲣⲟ/ⲟⲩⲣⲱ, Sahidisch ⲣⲣⲟ/ⲣⲣⲱ, die direkt auf die ägyptische Form zurückgehen.